Warrior Cats Online RPG
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 Der Baumsägeort

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BeitragThema: Re: Der Baumsägeort   Mo 30 Jan - 20:46

Gift
Ein  schlanker, weißer Körper bewegte sich flinkt und leichtfüßig über das Gebiet. Ihre straffen, jedoch wenig vorhandenen Muskeln spielten unter ihrem dünnen, blassen Fell, während sie weiter voran Schritt. Die runden, hellgrünen Augen, die oft mal trughafte Unschuld ausstrahlten, waren nun voller Konzentration. Wirkten aber ansonsten seltsam leer und kalt. Die schöne Kätzin wirkte mit ihren zarten Gesichtszügen, weitaus jünger als sie eigentlich war. Und hätte man sie vom Weiten gesehen, würde man sie sicher als süß und harmlos bezeichnen. Doch dieser Schein trügte mehr als nur ein wenig. Die kleinen, sanft wirkenden Pfoten huschten absolut lautlos über den Untergrund. Nur ihr strahlend weißer Pelz verriet sie wie ein Stern in der Finsternis. Die Streunerin hatte eine feste Aufgabe, für sich und ihren, mehr als nur ungeduldigen, Bruder zu jagen. Und dies nahm sie sehr ernst, immerhin war er ein weitaus schlechterer Jäger als sie, besaß dafür aber eine Kampfkraft, die ihnen beiden viel nützte. Sie war der kalte, ruhende Pol der beiden und er leider der, mit dem hitzigen Temperament und einer Geduld, die kürzer war, als der Schwanz eines Hasens. Somit ergänzten sich die Geschwister perfekt und während er ihr mehr als nur einmal aus einer körperlichen Auseinandersetzung geholfen hatte, sorgte sie dafür, dass er nichts allzu dummes anstellte. Aber genau deswegen, entstand immer ein kleiner Funken Sorge in ihrem, sonst so erkalteten Herz. Denn sobald sie außer seiner Reichweite war, konnte sie nicht mehr auf ihn acht geben und er war unkontrollierbar. Seid dem Tot seiner geliebten Gefährtin...seit dem Mord an ihr, war er total verändert. Einerseits vermisste sie sein altes ich, das sich ihr immer seltener zeigte. Aber auch sie veränderte sich immer mehr. Wurde stumpf, gefühllos und listig. Beinahe hinterhältig und hätte ihr damaliges Ich sie nun gesehen, wäre sie angewiedert von sich. Dennoch war sie froh, nun nicht mehr ein naives kleines Ding zu sein. Mit ihrem scharfen Verstand und dem hang zum Grausamen, war sie weitaus weniger wehrlos, als es schien. Doch nun wanderte sie auf der suche nach Beute. Nahrung die ihren geliebten Bruder und sie ein wenig weiter leben ließ. Ja geliebt, denn er war der Einzige der ihr blieb. und sie würde für immer an ihm hängen, egal wie sehr er sich änderte. Sie gehörten nun mal zusammen, als Geschwister. Für ihn hatte sie ihren ersten Mord begangen und würde ohne Probleme vielen weiteren Katzen das Leben stehlen. Obwohl sie nun schon eine Weile unterwegs war, wurde sie nicht ungeduldig. Ihr innerer Geist war ruhig und lag still, während sie der Fährte eines Kaninchens folgte. Sie suchte bewusst nach einer größeren Nahrungsquelle, immerhin musste es für zwei reichen. Und mit einer mickrigen Maus war die talentierte Jägerin nicht zufrieden. Nun aber hatte sie ihr Ziel beinahe erreicht, es war eine ganz schöne Entfernung zu ihrem Bruder, doch machte sie sich keine Gedanken darum. Sie war schnell und konnte de Weg in kürzester Zeit wieder zurück legen, nur seine Ungeduld könnte etwas störend sein. Sie war dem graubraunen Tier so nah, dass sie es inzwischen sehen konnte und nicht nur deutlich roch. Nun ließ sie ihren Körper in die gewohnte Stellung fallen und schlich vorwärts. Ihre Pfoten huschen schneller und schneller vorwärts, brachten sie näher, ohne, dass das Tier etwas hörte. Denn sie war wie ein weißer, farbloser Schatten. Ihre blassgrünen Augen erstachen das Tier fast ebenso gnadenlos, wie ihre weißen Krallen es tun würden. Sie war vollkommen auf die Jagd fixiert, denn es war eines der wenigen Dinge, die ihr noch so etwas wie Spaß...oder eher Genugtuung verschafften. Sie liebte es, wie gleichmäßig und kräftig ihr eigenes Herz in ihrer schmalen Brust schlug, während sie dem ahnungslosen Opfer näher kam. So nah - bis sie los sprintete. Denn bei einem Läufer wie diesem Tief kam es auf Überraschungseffekt und Schnelligkeit an. Sollte es noch vor ihr loslaufen, kam kaum eine Katze hinter dem hoppelnden Flüchtigen hinterher. Doch so lautlos wie sie war, ahnte das saftige Tier rein Garnichts. Sie spannte ihren Körper an, kein Gramm Fett erschwerte sie, reine Sehnen standen unter Spannung. Und dann sprang sie los. Mit einem riesigen Satz hatte sie es erwischt, schlug ihre Krallen in den Körper um es an Ort und Stelle zu halten, damit es sie nicht verletzen konnte, noch abhauen konnte. Denn sie hatte schon von Mäusehirnen gehört, die sich von einem Kaninchen wie diesem hier die Augen hatten auskratzen lassen. Mäusehirne! Somit fixierte sie das jämmerlich fipende Tier. Es Blutete stark und das frische, warme Rot benetzte ihre zarten Pfoten. Ein wunderbar belebendes Gefühl. Nun also glimmte ein Funken Sadismus in ihren sonst leeren Seelenspiegeln auf. Nur langsam beugte sie sich über das kleine, strampelnde Ding. Es konnte sich unter ihren Pfoten kaum bewegen, war aber fast so groß wie sie selbst. Sie öffnete ihre schlanken Kiefer und bleckte die schneeweißen Fänge. Die Angst in den Augen ihres Opfers gefiel ihr, auch wenn sie die meistens eher passiv tötete - ihr Favorit waren giftige Pflanzen - konnte sie dennoch nicht behaupten, dass auch das Töten durch die eigenen Zähne und Krallen kein Spaß machen würde. Immerhin war Blut so wunderbar warm und besaß eine betörende Farbe. Die besonders große Wirkung auf ihrem hellen Pelz entwickelte. Nun aber erinnerte sie sich an ihren mehr als ungeduldigen Bruder, der bestimmt schon die Nerven verloren hatte, und grub ihre Zähne rasch in das Genick ihres Beutetieres. Es gab ein leises, befriedigendes Knacken von sich und als sie den Kopf hob, hing es schlaff und ziemlich schwer in ihrem Maul. Ihre Nackenmuskeln würden nach dem Rückweg wahrlich schmerzen. Dennoch war es angenehm das Gewicht zu spüren, während sie fester zubiss um es besser tragen zu können. Den Kopf in den Nacken gelegt, damit es nicht auf dem Boden schleifte, lief sie zurück. Diesmal nicht darauf bedacht leise zu sein, und trotzdem war sie beinahe lautlos. Denn schwer war sie nicht und machte kaum trommelnde Geräusche, während sie zurück sprintete. Schon von einiger Entfernung aus konnte sie das helle Fell ihres Bruders sehen. Doch es war beschmutzt. Das grelle Rot stach ihr in die und beinahe hätte sie genervt geschnaubt. Konnte er sich nicht ein einziges mal zusammen reißen und wenigstens mit dem morden warten, bis sie dabei war und zusehen konnte? Natürlich nicht! Beinahe hätte sie darüber schmollen können, doch dafür war sie einfach nicht der Typ. Stattdessen blieb sie vor ihm stehen, der Atem ruhig, obwohl sie grade ziemlich schnell gelaufen war. Betont langsam legte sie das Kaninchen vor ihm ab. Sie entschuldigte sich nicht dafür sich verspätet zu haben, immerhin war es nicht ihre Schuld, dass das große Beutetier so weit weg gehoppelt war. "Du kannst wirklich nicht einmal warten?" miaute sie und ihre Stimme klang anders als erwartet. Sanft und beinahe schnurrend. Und dennoch war eine unverkennbare Kälte in ihr. Sie klang so emotionslos, denn der Tod, wer auch immer von den Klauen ihres Bruders gestorben war, interessierte sie kein Stück. Rührte sie kein Stück. "Hier friss am besten, dann bist du besser gelaunt." wie immer ließ sie ihn zuerst von der Beute kosten, obwohl sie gejagt hatte. Denn ein genervter Knochen war selbst für sie als seine Schwester nicht lustig. Sie setzte sich und wickelte den schlanken Schwanz um ihre süßen, blutgetränkten Pfoten. Legte den Kopf schief und musterte ihn, nur kurz lag ein Hauch Liebe darin, die sie für ihn verspürte. Egal wie abgebrüht die beiden auch werden mochten. Dieses Gefühl für ihn würde immer bleiben.
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BeitragThema: Re: Der Baumsägeort   Mo 30 Jan - 21:56

Vitani
Die schöne Kätzin hatte ihre Aufmerksamkeit noch auf Hunter gerichtet und als er auf ihre Worte, dass sie ihn bereits kannte, antwortete, gab sie ein lautes, zufriedenes Schnurren von sich. Wie sie es liebte! Im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen war wie Balsam für ihre Seele und am liebsten hätte sie sich nun zufrieden über den Boden gerollt. Ein Drang, dem sie natürlich nicht nachgab. “Ich wäre enttäuscht, wenn du es vergessen hättest.“, miaute sie leise in Hunters Richtung, wohl wissend, dass die scharfen Ohren ihrer Brüder jedes noch so gehauchte Wort verstehen würden. Bei Damien wusste – oder besser, hoffte sie – dass er mit Eifersucht oder wenigstens mit Verärgerung reagieren würde... Jaguarstern konnte sie noch nicht so gut einschätzen und konnte seine Reaktion deshalb nicht einschätzen. Jedoch vermutete sie, dass es ihn nicht weiter stören würde, da sie das Gefühl hatte, er akzeptierte sie zwar als seine Schwester – aber wirklich sehen tat er sie so noch nicht. Vielleicht irrte sie sich da aber auch. Wie auch immer, sie würde es früher oder später heraus finden.
Und tatsächlich konnte sie das Knurren Damiens Vernehmen, der Hunter mit einem Blick zu durchbohren schien, der auf der Stelle hätte töten können. Ein wohliger Schauer lief Vitani bei diesem dunklen Geräusch über den Rücken und sie musste sich einen entzückten Seufzer verkneifen. Nicht jedoch den besitzergreifenden Ausdruck in ihren Grünen Augen, der auf dem schlanken, drahtigen Kater zum ruhen kam. Er gehörte ihr – und sie würde alles tun, damit dies auch so blieb.
Hätte sie gewusst, dass Jaguarstern sich ein wenig ausgegrenzt von ihnen fühlte und eine leichte Spur von Eifersucht empfand, so hätte sie versucht, sich ein wenig zurück zu halten. Sie hatte keinesfalls vor, dem Anführer des Donnerclans so offen auf die Pfoten zu treten und ihm das Gefühl zu geben, nicht dazu zu gehören. Er war ihr Bruder und sie würde für ihn sterben – nur konnte sie ihm dies eben nicht zeigen. Fehlte ihnen noch dieses enge Verhältnis, welches sie zu Damien hegte.
Wahrscheinlich wäre Jaguarstern auch damit überfordert, würde Vitani ihn ebenso behandelt... denn die Kätzin konnte verdammt anstrengend sein... aber auch dies würde ihr Bruder schon früh genug erfahren.
Da lenkte Hunter abermals die Aufmerksamkeit auf sich und Vitani richtete ihren Blick auf den Kater. Er hatte recht... länger durften sie sich hier nicht aufhalten. Zu groß die Gefahr, entdeckt zu werden. Sie öffnete bereits den Mund, um zuzustimmen – und dabei zu erwähnen, dass sie sich darauf freute, den dunklen Kater auf dem Rückweg besser kennen zu lernen, als Jaguarstern das Wort an sie alle richtete und meinte, dass er gerne einen von ihnen würde sprechen wollen. Natürlich viel Damien, diesem verräterischen Haufen Fuchsdungs, nichts besseres ein, als sich eiligst aus dem Staub zu machen. Eine kurze Verabschiedung und schon verschwand er zwischen den Bäumen. Nicht einmal anständig hatte er sich von ihr verabschiedet, weshalb sie die Zähne zusammen gebissen und ihm nur einen hochmütigen Blick geschenkt hatte! Später, so schwor sie sich, würde er Bekanntschaft mit ihren Krallen machen...
Der Blick, den ihre beiden Brüder ausgetauscht hatten, war ihr entgangen. Selbst wenn, hätte sie ihn vermutlich nicht verstanden und es als ein Katerding abgetan.
Mit schief gelegtem Kopf richtete sie nun ihre uneingeschränkte Aufmerksamkeit Jaguarstern zu. Schon ein wenig neugierig, was es zu besprechen gab. “So Brüderchen... dann sag mir mal, was du auf dem Herzen hast.“, miaute sie und man konnte ihren Tonfall durchaus als neckend bezeichnen. “Oder wolltest du einfach...“ Die Kätzin stockte und ihre Ohren spitzten sich. Ihr Körper wurde starr und das Fell an ihrem Nacken stellte sich auf.
Durch die lange Zeit, in der sie mit Damien um ihr Überleben gekämpft hatte, hatten sich ihre Überlebensinstinkte geschult und sie realisierte schnell, wenn etwas nicht stimmte. Nur Damien übertraf sie darin wohl noch.
“Wir haben Besuch... und zwar keine Donnerclan-Katzen...“, flüsterte sie so leise, dass sie sich nicht ganz sicher war, ob Jaguarstern es gehört hatte, deshalb blickte sie ihn an. Zwei paar Augen trafen sich, glichen sich wie ein Ei dem anderen und instinktiv wusste Vitani, dass er sie auch wortlos würde verstehen können. Ein wenig unheimlich war ihr dies schon... denn bisher kannte sie es nur von Damien. Doch sie überwand das Gefühl.
Zu unserer rechten Flanke.... einkreisen?, versuchte sie ihm stumm zu vermitteln. Dabei ließ sie ihre Ohren leicht nachts Rechts zucken und ihr Schweif peitschte im Kreis.






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Ein großes Danke an Gigi (Blutseele) für die tolle Siggi! <3

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BeitragThema: Re: Der Baumsägeort   Mo 30 Jan - 22:19

Knochen
Genervt. Knochen war genervt. Nirgendwo war auch nur eine Spur von Gift. Wehe wenn sie nichts gutes gefangen hat, dachte er sich. Er würde ihr nie auch nur ein Haar krümmen, doch war er unausstehlich wenn er hungrig war. Seine Schwester wusste das sehr gut. Der Kater war noch eine ganze Weile durch die Gegend gewandert, bis ihm seine Schwester entgegen gekommen war. Er wusste genau, dass sie gerne dabei gewesen wäre, als er dem Hauskätzchen das Leben genommen hatte, doch war das dumme Ding so nervig gewesen, dass er nicht hätte auf sie warten können. Zufrieden dacht er daran zurück, wie er ganz genau beobachtet hatte wie das Leben aus dem noch so jungen Geschöpf gewichen war. Es hatte ihn fast so zufrieden gestellt wie der Anblick des dicken Kaninchens, welche seine Schwester in ihren Maul trug. Sie legte das Beutetier vorsichtig vor ihm ab, kam auf seine Ungeduld zu sprechen und klang dabei selten sanft. Wenn sie alleine waren, hörte er sie noch häufiger in diesen Ton sprechen, doch wenn sie in Gegenwart anderer Katzen waren, war ihre Stimme genauso kalt wie die seine. Nur einander zeigten sie noch Gefühle... geschwisterliche Gefühle natürlich. "Nein, du rennst ja auch immer durch das gesamte Gebiet und das obwohl du in der Nähe bleiben sollst, wenn du Jagen gehst", murrte er durch den Hunger schlecht gelaunt. Im nächsten Moment hatte er sich auch schon vor das noch warme Kaninchen gekauert und riss ein großes Stück aus diesem heraus, welches er dann eilig verschlang. Unhöflicher Weise aß der blutverschmierte Kater erst die hälfte der Beute auf bevor er sie zu seiner Schwester herüber schob, doch für die Kätzin sollte dies mittlerweile normal sein. Zwar überließ sie ihm meist freiwillig den ersten Bissen, doch wusste diese auch genau das Knochen sich meist mehr nahm als das erste Stück bevor er mit ihr teilte. Dies tat er nicht etwa weil er seine Schwester nicht respektierte, sondern weil er ihr seine schlechte Laune nicht antun wollte. Einigermaßen gesättigt, richtete er sich wieder auf. "Diese dummen Hauskätzchen bringen ihren Jungen auch nicht mehr bei, dass man nicht mit Fremden redet, geschweige denn versucht mit ihnen zu spielen. Wie naiv kann man sein? Aber ich will mich nicht beschweren, mir hat das Spiel im Gegensatz zu ihr sehr viel Spaß bereitet", miaute er nun amüsiert über die Dummheit mancher Katzen. Jedes mal auf neue genoss er es wie das Blut seiner Opfer an ihm haftete. Es gab nichts befriedigenderes für den Kater, als die Verzweiflung in ihren Augen, wenn sie merkten, dass das ihr Ende war. Der weiße Kater erzählte ihr für gewöhnlich immer von seinen Morden, die sie nicht beobachten konnte, teilte seine Freude an diesen gerne mit ihr. Gut konnte er sich noch daran erinnern wie er alleine durch das Territorium des DonnerClans schlich, als auf einmal Gift zu ihm stieß. Als sie ihm erzählt hatte, dass sie dafür gesorgt hatte, ebenfalls verbannt zu werden, war der Streuner sauer gewesen, hatte sie für dumm gehalten, doch sobald er erfuhr, dass sie den Krieger umgebracht hatte der seine Gefährtin so kaltblütig ermordet hatte, war er seltsam Stolz auf sie. Knochen war ihr mehr als Dankbar für das was sie getan hatte um ihren Bruder zu rächen, doch war ihm dies nicht genug. Er wollte seinen Clan untergehen sehen, dafür dass sie alle ihm zugetraut hatten, dass er es war der seine eigene Gefährtin umgebracht hatte. Wieso hätte er das tun sollen? Zumal weil er, als es geschehen war, im Kriegerbau geschlafen hatte. Er hat sie so sehr geliebt. Die beiden hatten Junge erwartet. Er hätte nicht glücklicher sein können, doch war der ehemalige Mentor seiner Geliebten der Meinung, sie dürfte mit keinen anderen Kater glücklich sein als mit ihm. Seitdem war das Leben des weißen Katers nicht mehr das selbe. Aus dem einst so freundlichen, hilfsbereiten und vor allem glücklichen SchattenClan-Krieger wurde ein kaltherziger, egoistischer Mörder. Wenn er nicht glücklich sein durfte, warum dann alle anderen? "Die Eltern von diesen dummen Ding werden mir Dankbar sein, sie war eine Schande für alle Familie, selbst für eine Hauskätzchenfamilie", spottete Knochen. Was er tat, sah er als Gefallen an, nicht als Schandtat, doch er wollte nun keinen weiteren Gedanken mehr an die junge Kätzin verschwenden, sah stattdessen seine Schwester an. "Also, wieso warst du schon wieder so weit weg? Ich mag mir zwar meine Freizeit mit kleinen Spielen vertreiben, aber ich bin noch immer dein Bruder der sich um dich, und nur um dich, sorgt", er verlangte Antworten. Es gefiel ihm gar nicht, wenn sich die weiße Kätzin zuweit von ihm entfernte. So konnte er sie nicht mehr beschützen und er würde sie mit seinem Leben beschützen. Gift war das einzige was dem Kater geblieben war. Alles würde er für sie tun. Auch wenn sie sich ebenfalls Charakterlich sehr stark verändert hatte nach ihrer Verbannung, hoffe er sie irgendwann nochmal glücklich zu sehen.

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BeitragThema: Re: Der Baumsägeort   Di 31 Jan - 7:15

Gift

Sie betrachtete den Gesichtsausdruck ihres Bruders eingehend, er wirkte nachdenklich. Ein Teil schien genervt, wie sie es erwartet hatte, nachdem sie ihn hatte warten lassen. Sich verspätet hatte, weil das dumme Beutetier so weit hinaus gewandert war und sie ihm hatte folgen müssen.  Doch in seinen gespenstisch blassen Augen lag ebenfalls ein winziger, amüsierter funken. Wahrscheinlich dachte er dabei an das Leben, dass er genommen hatte. Und Gift war vielleicht grausam, weil sie sich darüber freute. Ja sie genoss es diesen Hauch leben in seinen Seelenspiegeln zu sehen. Egal welches Gefühl es war, denn so wusste sie, dass er immer noch etwas empfand. Auch wenn es nur Hass sein sollte, oder pure, groteske Grausamkeit. Sie mochte es. Himmel, es war vielleicht krank und abartig, aber dennoch liebte sie ihn genauso wie er war. Jede Seite an ihm. Seine alte, freundliche, sanfte....die sie kaum noch sah, wenn dann bruchhafte Fragmente davon. Und auch diese, eiskalte, sadistische und dominante Seite. Denn es gehörte zu ihm. Zu seinem ich. Nun aber huschte ein zufriedener Ausdruck über sein gut aussehendes Gesicht und auch sie lächelte. Wenn es auch wie aus Eis wirkte. Er schien mit ihrer fetten Beute zufrieden, gut so. Wäre er enttäuscht gewesen, hätte er eine unerträgliche Wendung genommen und ihr mit seinen Worten die Ohren zerfetzt. Denn körperlich hatte er sie nie angegriffen, und das würde er auch nie. Sie traute ihm vollkommen. Würde ihr Leben in seine blutbefleckten, kräftigen Pfoten legen. Jederzeit. Aber wie sollte er nun auch anders reagieren, als mit vollkommener Zufriedenheit? Immerhin war ihr Fang prächtig, weitaus besser als ihre anderen, auch wenn diese ebenfalls nicht schlecht waren und immer sättigten. "Nein, du rennst ja auch immer durch das ganze Gebiet und das obwohl du in der Nähe bleiben sollst, wenn du jagen gehst." sprach er mit seiner wohlklingenden Stimme, die sie schon immer gemocht hatte. Selbst wenn sie nun eher harsch war, als wie früher, sanft und warm.  Diesmal erlaubte sich die anmutige Kätzin eine freche Geste. Sie verdrehte die Augen, und das ziemlich deutlich und unübersehbar. "Vielleicht willst du nächstes Mal deinen faulen Pelz etwas bewegen, dann könntest du mich begleiten...nein warte, lass das lieber. Du verscheuchst nur jegliche Beute." erwiderte sie. Ihre blassgrünen Augen funkelten kurz spöttisch. Ein Schatten ihres frechen, alten Ichs schimmerte durch die Oberfläche hindurch. Ein Ich, dass nur noch ihr Bruder zu sehen bekam. Jedenfalls in dieser freundlich spöttischen Art und Weise. Sie wusste, dass ihr Bruder keine Sticheleien mochte, besonders nicht, da er immer reizbarer und ungeduldiger wurde. Aber nun, da er zufrieden und gesättigt war, konnte sie es sich vielleicht erlauben, ohne einen Wutausbruch zu provozieren. Zudem konnte man deutlich die Sanftheit in ihnen hören und die Ironie. Auch wenn es wohl der Wahrheit entsprach. Ihr Bruder wäre bei einer gemeinsamen Jagd nur eine Behinderung. Doch trotzdem wünschte sie sich, dass er sie begleitete. Einfach nur weil sie seine Gegenwart brauchte. Er fehlte ihr schon in der kürzesten Zeit, wie ein Teil ihres eigenen Körpers. "Wenn du dich auch nur etwas gedulden würdest, hätte ich wenigstens noch das schwindende Lebe sehen können...was für eine Verschwendung von Schönheit." murmelte sie und schmollte beinahe, jedoch spielerisch. Wieder einmal ein alter Charakterzug, der nur ab und zu durchblitzte, wenn er sich auch nun mit ihrer Grausamkeit und ihrem Sadismus mischte und die Verspieltheit nun etwas krank wirken mochte, jedenfalls auf Fremde. Mit ihren frostigen Augen sah sie dem kräftigen Kater beim fressen zu, er schlang grade zu. "Fresssack.." murmelte sie und ihre weißen Ohren zuckten jedoch vergnügt. Die Beleidigung klang aus ihrem spitzzüngigen Mund jedoch fast wie ein liebevoller Spitzname. Schon früher war er ein fauler Jäger und lieber in Kämpfe verwickelt, und bediente sich schamlos am Beutehaufen, den die anderen Clanmitglieder gefüllt hatten.. Kurz zuckten die alten, schmerzvollen Erinnerungen durch sie hindurch, ehe die Bilder genauso schnell verschwanden, wie sie gekommen waren. Das amüsierte miauen ihres Bruders brachte sie in die Gegenwart zurück, für einen Moment hatte ihr Blick auf ihm gelegen, verträumt und sanft. Nun war er wieder leer und kühl. Ein leises Schnurren entfuhr ihr bei seiner Erzählung über das dumme, naive Kätzchen. Das spöttische Lächeln auf ihren Lippen verlieh ihr etwas grausames, und dennoch war sie eine eisige Schönheit. Wirkte selbst mit dieser Maske aus Kälte so unschuldig wie eine Schülerin. "Ich kann mir gut vorstellen, wie viel Spaß du hattest Bruder." säuselte sie mit einem stechenden Blick, den sie über die Blutspritzer auf dem fahlen Pelz ihres Gegenübers gleiten ließ. Selbst wenn sie seine Morde verpasste, hielt er sie auf dem Laufenden, erzählte ihr von jedem, beinahe stolz. Und sie fühlte letzteres, obwohl es so falsch war sich zu freuen, wenn ihr Bruder unschuldige Seelen tötete. Doch in ihren Augen waren sie alle verdorben. Warum sollten sie froh sein, glücklich, wenn Knochen und Gift es nicht durften? Alleine dies war schon Grund genug für sie, die naiven, lebensfrohen Katzen zu hassen. Sie lauschte jeder seiner Geschichten und Taten aufmerksam. Aber noch lieber wäre sie dabei gewesen. Nun aber huschte ein Grinsen über ihr Gesicht, das auf andere Kater verführerisch wirken könnte, aber für ihren Bruder nur als amüsant gelten sollte. "Ich wäre trotzdem lieber dabei gewesen..." sie unterbrach sich selbst um sich vorzubeugen. Mit der Zunge leckte sie zart und säubernd über seine Brust. Befreite ihn dort von einer markanten Blutspur und ließ sich den Geschmack auf der Zunge zergehen. "Besonders wenn es so köstlich jung schmeckt." ein zartes Kichern entfuhr ihr. Nicht oft zeigte sie so viel Gefühl an einem Tag. Etwas grotesk musste es wirklich auf Fremde wirken, wie sie ihrem Bruder das Blut der ermordeten Katze ableckte, doch sie genoss diese Geste zwischen ihnen. Es verband sie auf merkwürdige, abscheuliche Weise miteinander. Niemals würde sie ihren ersten Mord, den sie für ihn und seine tote Gefährtin begangen hatte, bereuen. Denn sie war ihm nur zu bereitwillig in die Verbannung gefolgt. genauso, wie sie ihn nun überall hin begleiten würde.  Sie lachte nun wirklich kalt auf, als er  darüber sprach, wie die Eltern ihm danken sollten. " Stimmt vollkommen...." raunte sie leise und leckte sich die letzten Blutspuren des toten Kätzchens von den Lippen. Als Knochen sie nun direkt ansah und nach Antworten verlangte, hätte sie beinahe erneut die Augen verdreht. "Während du dir, wie gesagt, deine Zeit mit so schönen Spielen vertreibst, habe ich uns - wie du hier übrigens siehst und genießt- Beute beschafft." sprach sie und ihre Ohren zuckten erneut. Gemächlich hob sie die blutverschmierten Pfoten und leckte beide sauber, bevor sie weiter sprach. Sie liebte es ihn dann doch ab und zu warten zu lassen, auf die Folter zu spannen, wenn es nicht so etwas Ernstes wie das Beschaffen von Nahrung war.  "Auf meinem Weg habe ich viele Mäuschen getroffen, aber ich bezweifle, dass du mit einer solch mageren Mahlzeit zufrieden wärst. Und dein hungriges Genörgel ertrage ich nicht, wie du weißt." sie bedachte ihn mit einem langen Blick, aber zwinkerte sanft um ihren stichelnden Worten die Kraft zu nehmen. "Doch ich habe die Spur dieser Beute verfolgt, aber das dumme Ding wollte nicht aufhören weiter weg zu wandern, bis es endlich eine Futterstelle gefunden hatte. Erst dort hab ich es eingeholt und erlegt, wie du siehst. Um uns beide zu sättigen. Immerhin brauche ich auch noch etwas zu essen." Sie war wirklich nicht grade kräftig, an ihr war kaum etwas anderes dran als straffe Muskeln, die ihre Züge noch eleganter machten. Doch hätte sie etwas Kleineres erbeutet, hätte sie nochmal los gemusst und sie bezweifelte, dass ihr Bruder sie zwei Mal für längere Zeit weg ließ. Was sie zudem auch nicht wollte. "Aber natürlich weiß ich, dass du dich um mich sorgst...so wie ich mich um dich." ihr letzter Satz war sanfter als alle anderen und ihre Augen wirkten für einen kurzen Moment lebendig. Sie mochte die dominierende, beschützende Seite an ihrem Bruder. Diese zeigte ihr, dass sie ihm wichtig war, ebenso wie er ihr. Trotz ihrer Worte, dass sie ja etwas von der Nahrung abhaben wolle und deshalb ein größeres Beutetier erlegte, ignoriere sie kurz den Teil den er ihr zuschob und stand mit einer flüssigen Bewegung auf. Schritt zu ihm und umschlich ihn einen Moment, presste ihren schlanken Körper, an den seinen Kräftigen.  Eine sehr seltene, sanfte Geste. Erneut. Heute war wohl doch ein guter Tag. "Du weißt, ich würde dich nie verlassen und mag es ebenfalls nicht zu weit fort zu wandern. Doch es musste sein." flüsterte sie sacht in sein Ohr. "Aber es ist nichts geschehen und du bist zufrieden." damit löste sie sich von ihm und beugte sich zum halb verputzten Kaninchen hinab. Nahm einige rasche Bissen und kostete sie richtig aus. "Außerdem weißt du ja, wie sehr ich das Jagen genieße...fast so wie du das Spielen mit dem Kätzchen." sprach sie dann, als sie schluckte und genug gegessen hatte.  Nun wo das Jagdfieber verschwunden war und ebenso der schwere Blutgeruch an ihren Pfoten und ihrer Schnauze, nahm sie die Düfte der Umgebung wieder schärfer wahr. Denn als Jägerin entgingen ihr normalerweise keine Dinge, die ihre Umgebung betrafen. So viel ihr mit einem mal ein Duft auf. Nein mehrere. Streuner, die ganz nah sein mussten. Zu dumm nur, dass sie diese nicht früher bemerkt hatte. Nun war es wahrscheinlich zu spät um mit ihrem Bruder zu verschwinden, falls sie dies gewollt hätten. Denn wenn die anderen Katzen nicht vollkommen mäusehirnig oder erkältet waren, müssten diese Knochen und Gifts Gegenwart ebenfalls bemerkt haben. Vielleicht sogar bevor die Weiße sie gerochen hatte. Immerhin war sie mit so einigen anderen Wichtigkeiten beschäftigt gewesen. Solche Fehler unterliefen ihr aber trotzdem nur selten. "Bruder." sprach sie langsam und mahnend. Beinahe mit einer Art Warnung. "Wir bekommen wohl gleich Gesellschaft."

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BeitragThema: Re: Der Baumsägeort   Di 31 Jan - 13:51

Knochen
Er beobachtete jeden ihrer Schritte genau, als würde er ihr nicht trauen... als würde er fürchten, sie könnte ihn jeden Moment anspringen und versuchen ihn umzubringen, doch es war ja nur Gift. Er traute ihr, auch wenn es manchmal nicht so rüberkommen mochte. Die schlanke Kätzin mit dem weißen Fell genoss als einzige sein Vertrauen, immerhin war sie für ihn zur Mörderin geworden. Dass er jeden ihrer Schritte genau beobachtete, war mittlerweile zu einer lästigen Angewohnheit geworden. Man konnte nie vorsichtig genug sein. Es reichte schon für einen kurzen Augenblick unachtsam zu sein und schon hatte man sein Leben verloren.  So hörte der Kater nie wirklich komplett zu, sondern war immer darauf bedacht auf die Geräusche seiner Umgebung zu achten. Gift wurde frech, stichelte ihn und für gewöhnlich hätte sie sich nun was anhören müssen. Zu reizbar war der Kater geworden, in der Zeit in welcher er in Verbannung lebte, wurde bei jeder noch so kleinen Kleinigkeit wütend, doch zur Zeit war er gut gesinnt. Leicht schmunzelte er über ihre freche Art, etwas das man immer seltener bei dem weißen Streuner sah. "Du kannst von Glück reden, dass du mit mir verwandt bist, jede andere Katze würde bereits röchelnd an ihren eigenen Blut ersticken", für den Bruchteil einer Sekunde legte sich ein Lächeln auf sein Gesicht, verschwand jedoch wieder genauso schnell , wie es aufgetaucht war. Ungern zeigte er seine Emotionen, sie waren so oder so überbewertet. Immer hieß es man sollte dem Hass keine Chance geben die Kontrolle über einen zu übernehmen. Tja, was sollte er sagen? Die Katzen, welche diese lächerliche Phrase benutzten, hatten keine Ahnung davon wie viel Spaß es machte zu töten. "Es macht mir viel mehr Spaß größeres als Kaninchen zu erlegen und dabei brauche ich mich nicht einmal leise anschleichen. Ich kann mich mit der Lautstärke eines Dachses auf meine Beute zu bewegen und sie werden nicht weg rennen. Nein, viel besser, sie weichen langsam zurück sobald sie mich entdeckt haben, fragen verängstigt was ich wollen würde und bevor sie auch nur einen Augenblick länger darüber nachdenken können, verrecken sie schon wie elendige Ratten", verlangen blitzte in den gespenstisch weißen Augen des Katers auf. Verlangen danach zu töten, dabei hatte er erst vor kurzem dieses dumme Hauskätzchen umgebracht. Seine langen Krallen bohrten sich langsam in die Erde. Das nächste dumme Kätzchen würde schon noch kommen und am liebsten wäre es ihm, wenn es sich dabei um ein dummes ClanKätzchen handeln würde. Kurz schien es als würde Knochen in seinen Gedanken versunken zu sein. "Wenn du etwas schneller gewesen wärst und nicht so getrödelt hättest, hättest du rechtzeitig wieder da sein können um sehen zu können wie ich dem törichten Ding das Leben genommen habe und ich hätte nicht warten müssen. Du bist also selbst Schuld, Schwester", ein Hauch Spot lag in der Stimme des Streuners. Ganz unrecht hatte er damit natürlich nicht, doch hätte er auch genauso gut warten können.
Gift schien heute mutiger zu sein als sonst, gab ihren Bruder liebevoll gemeinte Spitznamen, obwohl sie wusste, wie schnell er so etwas Ernst nahm. Die kleine Kätzin hatte Glück, dass sie ihm kurz vorher ein fettes Kaninchen vorgelegt hatte. Nie wäre er sie angesprungen wegen eines Spitznamens wie Fresssack, doch hätte er sie normalerweise dafür zurecht gewiesen. Mit Worten, versteht sich. "Glaubst du ich will so enden wie die WindClan-Katzen? Nein danke. Ich hab lieber meine Muskeln als so jämmerlich Dürr durch die Gegend zustreunen", verachtend peitschte der Schweif des Katers von einer Seite zur anderen. Er hasste diese schwachen möchtegern Krieger. Nicht nur die aus dem WindClan, nein, alle so genannten Krieger aus jedem der, seiner Meinung nach, naiven Clans. Sie alle Kämpften für Katzen, die in Wahrheit einen Dreck um sie scherten. Wir sind ein Clan. Wir halten zusammen. Wir trauern alle gemeinsam um unsere Verstorbenen. Mäusedung war das! Die einzigen die sich wirklich um einen scherten, war die Familie. Dem Clan war man doch völlig egal. Sie würden immer neue Krieger bekommen, da war der Verlust einer Katze für sie alle leicht zu verkraften. Ein Trugbild. Das waren die Clans. Jämmerlich, wie alle darauf herein fielen. Er konnte sich glücklich schätzen da raus zu sein und vor allem konnte er sich glücklich schätzen, dass seine Schwester ihm in die Verbannung gefolgt war. Ohne sie wäre er schon längst verhungert. Die Zeit in der er alleine als Streuner unterwegs war, hatte er nur ein paar kränkliche Mäuse fangen können. Nun war er umso stolzer auf seine Morde, wenn er den Zuspruch seiner Schwester hatte. Das Grinsen auf ihren Gesicht als er ihr von seinem neusten Mord berichtete, steckte den Kater an. Der mittlerweile sonst so kaltherzige Knochen konnte ein leichtes schnurren nicht unterdrücken als seine Schwester sein Fell ein wenig von dem Blut der Hauskatze befreite. Ihr Kommentar brachte ihm zum Lachen: "War ja auch kaum 11 Monde alt das dumme Ding". Eigentlich sollte man nicht Stolz darauf sein ein solche Junges Kätzchen das Leben genommen zu haben, doch der weiße Kater war mehr als Stolz. Es hatte ihn nicht nur mehr als Spaß gemacht, er hatte auch noch der Familie des dummen Geschöpfes das Leben erleichtert. Man konnte ja schon sagen, dass er hilfsbereit war. "Wenn du so viele Mäuse fängst, dass sie gleichgestellt mit einem Kaninchen sind dann gebe ich mich auch mit diesen zufrieden", seine gute Laune ließ er sich nun nicht mehr anmerken. Auf seinem Gesicht lag ein gleichgültiger Ausdruck, ließ den Kater kalt wirken. Er hatte die anderen Katzen bereits gerochen, achtete nun umso mehr auf seine Umgebung. Er konnte sie zwar riechen doch sehen konnte er sie noch nicht. Knochen spürte, dass er und Gift sich wohlmöglich in Gefahr befanden. Der Geruch der Katzen gehörte zu keinem Clan, es waren Streuner, wie sie es waren. Die Frage war bloß... waren sie unvorsichtige, naive Streuner oder waren sie wie er und seine Schwester? Kurz wurde er von grade dieser aus seiner Konzentration gerissen, als sie ihn umschlich und sich schließlich an ihn drückte. "Ich weis, dass du dich auch um mich sorgst aber dazu hast du absolut keinen Grund. Ich komme alleine zurecht solange du auf der Jagt bist, du hingegen könntest von einem großen kräftigen Kater ganz schön zugerichtet werden. Dieses mal ist nichts geschehen, das könnte sich beim nächsten mal ändern, also bleib besser in meiner Nähe", die Worte kamen etwas bedrohlicher aus seinem Mund als er es beabsichtigt hatte, doch er war auf Gefahr eingestellt. Endlich hatte auch sie die anderen Katzen gerochen. Genau das meinte der Kater wenn er sagte sie würde zu unachtsam sein. Ohne ihn wäre sie aufgeschmissen, zum Tode verurteilt, doch das wäre er genauso ohne sie. "Schön, dass du es auch mal bemerkst", antwortete er schnippisch auf ihre Feststellung. Plötzlich schlich sich ein schwacher DonnerClan-Geruch in seine Nase. Knochen erhob sich aus seiner bequemen Sitzposition, mit schnellen Schritten lief er auf den nächst gelegenen Baum zu, sprang diesen an und kletterte auf einen der kahlen Äste. Achtsam hielt der Weiße ausschau nach den fremden Katzen, war auf alles gefasst, doch nicht darauf den Anführer des DonnerClans mit einer Gruppe Streuner zu sehen. Was hatten Jaguarstern mit einem Haufen von Streunern zutun? Es hatte keinen Sinn mehr sich aus dem Staub zu machen, sie würden wohl Kämpfen müssen, sollten sie angegriffen werden. Gift und er waren in der Unterzahl, hätten vermutlich keine Chance gegen die Gruppe. Er hoffte darauf, dass er und seine Schwester zumindest, sollte es zu einem Kampf kommen, die Flucht ergreifen konnten und nicht mit ihren Leben bezahlen mussten. Mit einem Satz sprang er wieder vom Baum, begab sich zu seiner Schwester. "Eine Gruppe Streuner und der Anführer des DonnerClans", murrte er Gift ins Ohr. Er hatte gar keine Lust auf einen Kampf, wollte den Rest des Tages entspannen, doch das konnte er nun wohl oder übel vergessen.

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BeitragThema: Re: Der Baumsägeort   Di 31 Jan - 15:39

Gift
Sie spürte wie genau und musternd die gespenstisch blassen Augen ihres Bruders auf jeder ihrer Bewegungen lagen. Egal wie gut gelaunt und zufrieden er für diesen einen Moment war, sein misstrauen wuchs gefühlt von Tag zu Tag. Sie wusste, dass er ihr trotz allem vertraute, genauso wie sie ihm, aber dennoch war er immer mehr als nur achtsam. Auch sie war stets aufmerksam, wenn auch nicht so krass und übertrieben wie ihr Bruder, aber genau dieses Misstrauen hatte den beiden schon oft geholfen. Deswegen war sie Knochen schon fast dankbar dafür, dass er selbst sie so genau betrachtete und eingehend studierte. Manchmal war es mehr als nur lästig, nervig und anstrengend, doch eben auch praktisch und gut um nie überrascht zu werden. Nun aber genoss sie die seltensten, guten Augenblicke und schätzte sie mehr Wert als jede andere Katze dies getan hätte. Denn oft musste sie ihre scharfe Zunge in seiner Gegenwart im Zaum halten, sich stark konzentrieren um sich zu kontrollieren. Denn so reizbar und explosiv wie ihr Bruder war, wollte sie ihn die meisten Tage über besser nicht provozieren. Denn seine herrische, dominante Ader konnte wirklich unangenehm werden, selbst ...oder grade erst recht für sie. Doch heute war ein guter, ein wunderbarer Tag. Seine Laune besser, als sie sogar erwartet hatte, denn wer wirkte amüsiert. Dies ließ selbst die kalten Kristalle ihrer Augen glitzern. Sie wusste gar nicht mehr wann er so gelassen gewesen war, viel zu lange war es her... "Du kannst von Glück reden, dass du mit mir verwandt bist, jede andere Katze würde bereits röchelnd an ihren eigenen Blut ersticken." diese Worte würden wie eine Morddrohung klingen, bedrohlich, wenn sie ihn nicht kennen würde, wenn sie nicht seine einem Bruchteil einer Sekunde von seinem Gesicht, so auch ihr eigenes, dass des ihrSchwester wäre und wenn er nicht so ausgelassen wirkte. Das kurze Lächeln verschwand schon in es Bruders Ausdruck spiegelte. Doch ihr reichte die kurze Zeit, denn es war da gewesen. Es hatte existiert. Er lebte noch immer. Er fühlte noch immer. Er war und blieb ihr Bruder.  Gift besah ihn mit einem intensive Blick. "Natürlich kann ich von Glück reden deine Schwester zu sein, eine andere Katze will ich nicht sein." brummte sie und ein kleiner grausamer Funken glimmte im Zentrum ihrer blassgrünen Iriden. "Auch wenn ich mir gut vorstellen kann, dass du mich auch gerne mal bluten sehen würdest...wenn ich dich so reize." murmelte sie fast schon säulsend, klang aber keinesfalls beleidigt oder eingeschnappt, eher spottend. Weil sie genau wusste, dass er sie niemals verletzen konnte, dass er ihre Kehle niemals anrühren würde. "Aber ich bezweifle ganz und gar nicht, dass ich schon längst verblutet wäre, wenn ich nicht ich wäre." ein raues Schnurren entfuhr ihr kurz. Eine andere Katze als sie kam meistens nicht mal lebendig in Knochens nähe.  Als er davon erzählte, wie sehr er größere Beute jagte als sie es tat, hätte sie beinahe erneut die Augen verdreht. Was für ein Angeber, aber das liebte sie ebenfalls an ihm, es war eine Eigenschaft, die er schon früher besessen hatte.  "Leiser als ein Dachs bist du ja auch nicht grade...richtige Nahrung würde dir immer entwischen. " einen kleinen stichelnden Seitenhieb konnte sie einfach nicht lassen. " Aber dafür bist du ein perfekter Kämpfer und erlegst deine Opfer....wahrlich besser als ich." ein kleines besänftigendes, aber ehrliches Lob. "Und ich verstehe wie du fühlst...Beute ist langweilig....deine richtigen Opfer bringen weitaus mehr Spaß." ihre Augen funkelten, denn es war die Wahrheit. Sie genoss es zu sehen wie er andere abschlachtete, egal wie grausam und herzlos es sein mochte. Dennoch blieb sie lieber bei heimtückischeren, listigen Methoden - auch wegen ihrer körperlichen Unterlegenheit. Ihre aufmerksamen Augen lagen auf Knochen, so entgingen ihr nicht wie unheimlich seine weißen Augen aufleuchteten und die Krallen sich in den Untergrund gruben...die Anspannung die er ausstrahlte, die Mordlust konnte gefährlich werden, wenn sie engleiste. Aber gut, dass sie perfekt damit umgehen konnte.  Doch in seinen nächsten Worten lag ein Hauch Spott, fast so wie bei ihr, nur nicht ganz so stichelnd. Sie verdrehte nun wirklich die Augen. "Ich habe nicht getrödelt, das Kaninchen ist gewandert. Dachte wohl ich darf bloß nicht Fett werden, indem es mir die Jagd leicht und langweilig macht." murrte sie. "Ja,ja ich bin Schuld. Wie immer." ihre Stimme troff vor Ironie, nein Sarkasmus. Aber dennoch wirkte sie amüsiert, jedenfalls einen kleinen Hauch. Immerhin hatte er nicht vollkommen unrecht und sie hätte erwarten müssen, dass er - wie immer - niemals Geduld haben würde, um auf sie zu warten. Besonders nicht, wenn so ein süßes, naives Opfer seine Nähe aufsuchte. Pure Dummheit hatte das Schicksal des Hauskätzchens besiegelt. Heute war wahrlich ein guter Tag für ihren Bruder, er rügte sie nicht mal für die Kosenamen, die sie ihm verpasste. Das war nun doch noch seltener und ungewohnter für Gift. Die weiße, unschuldig wirkende Schönheit schnaubte ziemlich undamenhaft und hätte beinahe aufgelacht, als er die abgemagerten WindClan Katzen ins Gespräch brachte. "Dich kann ich mir niemals so klapprig und mickrig vorstellen. So jämmerlich und dem Tode geweiht." sie kicherte. Wirklich, sie kicherte schadenfroh. In ihren Augen hatten es die Clankatzen nicht anders verdient, sie sollten leiden. und der Hunger war langsam und qualvoll als Tod. Auch wenn sie diese dann doch lieber bluten sah. Sie sah die kleinwüchsigen Ringelschwänze nicht als Krieger, da war ja sogar sie besser. Und viel hielt sie von ihrer Körperlichen Erscheinung auch nichts. Hasste es, dass es ihr verwehrt war im Kampf zu morden. Aber fand sich wohl oder übel damit ab. Und sie würde mit ihren Jagdkünsten dafür sorgen, dass ihr Bruder seine majestätische, eindrucksvolle Gestalt behielt. Eine schlechtere Verfassung würde einfach nicht infrage kommen. Und nun wo er den wunderbaren Mord beschrieb und sie stolz und amüsiert zum lächeln brachte, schien sie ihn damit anzustecken. Seine kurzweiligen negativen Gedanken schienen sich aufzuhellen und er lachte. Ja, er lachte! Und das war seid vielen, vielen Monden nicht geschehen.  Und sie stimmte kühl und schneidend, mit klarer Stimme darin ein. Denn das das Ding erst 11 Monde alt gewesen war, amüsierte sie noch mehr. Was für ein dummes, dummes und törichtes Kätzchen. Himmel, es war mehr als krank so zu denken. Aber darum scherte sich die Weiße kein Stückchen mehr, fast ebenso wenig wie ihr Bruder es tat.  "Ich kann dir so viele Mäuse fangen wie du begehrst, aber insgesamt würde mehr Zeit damit verschwendet werden um dich mit ihnen zu sättigen, als einmal das fette Kaninchen zu verfolgen. nun ist es eh schon passiert." erwiderte sie und ihre gute Stimmung erkaltete ebenso schnell wie die von Knochen. In seinem ausdruckslosen Gesicht konnte man keinen Funken Freude mehr erahnen. Und in ihren feinen Zügen war ebenfalls nur Eiseskälte.  Während sie ihn ansah, bemerkte sie wie er sich leicht verspannte, wie seine sowieso schon misstrauischen, aufmerksamen Züge, noch beobachtender wurden. Auch er musste die anderen Katzen gerochen haben. Sein Blick schweifte über die Umgebung, sie tat es ihm gleich, doch ließ es relativ schnell, es reichte wenn er sich umsah. Wenn er vor Paranoia durchdrehte und sie ruhig blieb, um ihn ein wenig kontrollieren zu können.  Sie wusste, dass sie ihn in seiner Konzentration gestört hatte, da er ihr nun antwortete und nicht mehr ganz so nachdenklich wirkte. Selbst wenn sein Gesicht anderen nichts verriet, konnte sie ihn immer lesen. "Ich weiß das du alleine zurecht kommst....aber dein Temperament kann zu Problemen führen." murmelte sie als Antwort. Sie wollte nicht mehr so laut sprechen, wenn andere Katzen in der Nähe waren.  "Ich bin entsetzt wie sehr du mich unterschätzt, immerhin kann ich wenn ich jage gut auf mich aufpassen!" zischte sie und ihre Augen brannten kurz wie grüne Flammen. "Ich mag schwach sein, ja, - und vielen Dank das du es mir unter die Nase reibst - aber ich bin schlau. Und viele kräftige Katzen lassen sich einfach austricksen." sie schnaubte und ließ Dampf ab, ehe sie wieder ruhig wurde. Es war respektlos so mit ihm zu reden, aber es reichte ihr manchmal wirklich wie sehr er sie bemutterte und rumkommandierte. Und trotzdem genoss sie es. Was für ein grotesker Zwiespalt. Sie liebte wie bedrohlich er klang wenn er ihr riet, in seiner Nähe zu bleiben, und gleichzeitig hätte sie ihm dafür gern die Ohren zerfetzt. Sein schnippischer Kommentar erwischte sie ebenfalls an einem Wunden Punkt. Schön das ich es auch endlich bemerke? Sie zischte leise. "Tut mir leid Bruder, aber der Blutgeruch der an deinem Pelz heftet ist so intensiv, dass er meine Sinne vernebelt. Denn diese sind so um einiges empfindlicher als deine." murrte sie und klang Anfangs sehr sarkastisch. Entschuldigen tat sie sich nämlich nie ernsthaft. Und trotz ihrer Gereiztheit, war sie innerhalb einer Sekunde schon wieder runtergefahren und ruhig. Es brachte jetzt nichts sich aufzuregen, besonders wollte sie kein Streit mit ihrem Bruder provozieren - erst recht nicht mit Fremden in der Nähe. Und nachdem was ihr Geruch ihr sofort verriet, waren die anderen weitaus in der Überzahl. DonnerClan - Geruch und Streuner zusammen? Ihr Nackenfell sträubte sich. Und selbst so abgeneigt und angewidert sah sie immer noch süß aus. Sie wartete bis Knochen wieder vom Baum sprang und vor ihr landete. "Wir haben keine Chance." das hatte auch er festgestellt, dass konnte sie in seinen kalten, lebloswirkenden Augen sehen.  "Aber es ist zu spät für eine Flucht, sie würden uns wohlmöglich sofort folgen.." ihre kleinen weißen Ohren zuckten. Sonst zeigte nichts, dass sie beunruhigt wirken könnte. "Was denkst du hat der DonnerClan Kater mit den Streunern zu tun?" misstrauisch kniff sie die großen, runden Augen zusammen, die ihr dieses niedliche Aussehen verpassten. Irgendwie entflammte ein winziger, neugieriger Funken in ihr auf. Was der Anführer mit denen trieb...? Sie spannte ihren sehr schlanken Körper etwas an. Sie war wirklich für keinen offenen Kampf, kein Gefecht mit anderen Katzen geeignet. Sie wusste das und ihr Bruder wusste es. Sollte die Streunergruppe und der Kater des DonnerClans auf einen Kampf aus sein, wäre sie eher eine Belastung als eine Hilfe für Knochen. Genervt zischte sie auf und ihr Ohr zuckte, als Knochen dort hinein flüsterte. Sie nickte. Nun konnte es jeden Moment soweit sein, dass die fremden Katzen zu ihnen stießen. Momente des Wartens hatten angefangen. Doch ihr Herz war seltsam Leer und sie spürte keine Angst, nur eine Abneigung ihr Leben zu verlieren und Wut, falls jemand es wagte Knochen zu verletzen. Und trotzdem trug sie eine Maske der Gelassenheit, der Kälte in ihrem Gesicht.
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BeitragThema: Re: Der Baumsägeort   So 19 Feb - 18:53

Jaguarstern blieb kühl, während Vitani Hunter und Damien gegeneinander ausspielte. Er war sich ziemlich sicher, dass sich Vitani und Hunter niemals begegnet waren, doch Damien schien es zu glauben. Oder es schien ihn zumindest dennoch zu stören. Ein Knurren war seine Antwort und Jaguarstern kam nicht umhin, es seltsam zu finden. Also, eigentlich war es nicht seltsam, denn Damien und Vitani waren eine Einheit, zu der er selbst gern gehört hätte. Doch das würde er nie...zumindest nicht so, dass sie zu dritt eine Einheit bildeten. Sie zusammen, er allein. Aber dennoch standen sie einander recht nah, er vertraute den beiden, ohne, dass er sie besser kannte. Vitanis Blick war eindeutig besitzergreifend, als Damien knurrte. Ja, sie war wirklich geschickt. Ein leichter Anflug eines Lächelns trat auf sein Gesicht. Die beiden waren wirklich eins. Und sie würden es auch nicht so leicht aufgeben. Manchmal wäre er gern wie sie, hätte jemanden gewollt, der zu ihm gehörte. So richtig. Aber es gab keine Katze auf der Welt, die mit ihm eine solch enge Bindung eingehen würde. Dafür brauchte man einen gemeinsamen Lebensweg, der einen so eng zusammenschweißte. Die Eifersucht, die er damit verband, mit diesem uneingeschränkten zusammengehören, war schrecklich. Denn er hatte jawohl alles, was er brauchte. Er war Anführer des Clans, der den ganzen Wald einen würde. Und dann würde er sie alle anführen! Und Silberlicht würde ganz sein...sie würde in seinem Bau auf ihn warten, wenn er von einer Patrouille heimkam, sie würde seine Wunden nach einem Kampf lecken und alles tun, was er wollte...
Es war eine schöne Vorstellung, eine, wie er sie sich gern ausmalte. Er liebte diese Kätzin, auch, wenn er es sich nicht eingestand, und er achtete dabei leider nicht darauf, wie es ihr dabei gehen mochte. Ihr Besuch in seinem Bau hatte ihm gezeigt, dass sie sein werden könnte, und er hatte Blut geleckt. Dass sie ihn liebte und etwas anderes von ihm gewollt hätte, Zärtlichkeit, liebevollen Umgang oder dergleichen, das kam ihm nicht in den Sinn. Kätzinnen waren Gespielinnen, sie waren nur da, um Junge zu bekommen und Katern den Tag zu versüßen. Doch ganze zwei Kätzinnen hob er ab aus diesem Bild, nämlich Vitani, die als seine Schwester natürlich besser war als der Durchschnitt, und Silberlicht, die...einfach so besser war, weil er sie mochte.
Als er meinte, er würde gern mit einem von ihnen allein sprechen, wusste Damien sofort, wen er gemeint hatte. Und auch, wie er es gemeint hatte, das sah er in dem Blick, den der Kater ihm zuwarf, als er aufbrach, um Hunter zu den Streunern zu folgen. Wäre Hunter nicht da gewesen, er hätte mit beiden gesprochen, aber er wollte keine Mitwisser, die es nicht verdient hatten. Und Hunter war...zu gewöhnlich, zu weit weg von ihm selbst. Er traute ihm nicht. Allerdings war das auch kein Wunder, denn eigentlich traute er niemandem. Nur sich selbst, seinen Geschwistern, und Opalkralle. Wie der in diese Aufzählung kam, wusste er selbst nicht ganz genau, aber der helle Krieger war ein Mitwisser, einer, der ihm ein ums andere Mal Gelegenheiten offenlegte, die er beinahe übersehen hätte. Zum Beispiel Schattenpfote, das war Opalkralle gewesen. Und es war vorzüglich! Es hatte funktioniert...und bis auf Purpurblick – die er unbedingt beseitigen musste – gab es kaum jemanden, der offen daran zweifelte. Nicht mal die kleine Sonnenpfote, dabei war die doch Schattenpfotes Freundin. Zumindest, irgendwie...aber Opalkralle würde sich darum kümmern, dass Sonnenpfote klein blieb und nichts sagte. Das wusste er, hatte es im Blick des Katers lesen können. Wie wunderbar, dass er solch jemanden auf seiner Seite hatte.
Und dann noch Silberlicht. Kätzinnen vertraute man zwar nicht, denn sie waren ja nur halbe Katzen, aber sie war etwas besonderes. Er würde sie dennoch in nichts einweihen und vor der Welt verheimlichen, denn sie war seine Schwäche. Und die durfte niemand sehen.
Als Damien und Hunter verschwunden waren, wandte sich Vitani ihm zu, wollte etwas sagen, was sicherlich nicht ernst gemeint war, und brach dann mittendrin ab. Auch er lauschte nun instinktiv, weil sie verstummte, und bemerkte einen leisen Geruch. Vitanis Nase war besser als seine und sie sagte ihm sogar, dass es sich nicht um Donnerclankatzen handelte. Er hätte ein wenig länger gebraucht, um das zu merken. Gut, dass er sie hatte. Er blickte zu ihr. Ihre Augen trafen sich und mit einem Mal war es ganz seltsam. Er verstand sie, als würden sie sich schon ewig kennen, allein an ihrem Blick. Das hatte er noch niemals in diesem Maße gespürt. Als würden sie einander schon ewig kennen und die Gedanken des anderen die eigenen sein, so kam es ihm vor....nun, sie kannten sich zwar seit ihrer Geburt, aber richtig kennen konnte man das nicht nennen. Immerhin waren sie lange Zeit getrennt gewesen.
Einkreisen. Das klang sinnvoll. Er blinzelte, um seine Zustimmung zu bekunden. Ich geh nach hinten. Seine Ohren legte er nach hinten und den Blick senkte er auf sich, um zu verdeutlichen, was er vorhatte. Dann schlich er los. Leise, nahezu lautlos bewegte er sich durch das Gebüsch und näherte sich den beiden Eindringlingen. Er achtete darauf, wo Vitani sich befand, denn er brauchte sie. Er entdeckte die beiden Katzen. Eine kleine, weiße Kätzin von schmaler Gestalt und ein recht großer, weißer Kater mit einer deftigen Narbe. Vom Geruch her erinnerten die beiden aneinander, entweder waren sie Gefährten, was aber nicht so wahrscheinlich war, oder sie waren Geschwister. So oder so hatte er das Druckmittel ausgemacht, was er brauchte. Sein gemustertes Fell verbarg ihn ihm Dickicht, während er sich näherte und an die kleine, weiße Katze heranschlich. Er hatte keine Lust, zu kämpfen, viel mehr liebte er es, Macht auszuspielen, und dabei würde die kleine ihm behilflich sein. Mit einem Blick durch das Blattwerk machte er seine Schwester aus, die ebenso wie er verborgen im Dickicht wartete. Sie war im Gegensatz zu ihm kleiner, aber er überragte auch jede Katze, die er jemals getroffen hatte. Sein ganzer Körper war gespannt, während er auf den Moment wartete, in dem Vitani sich zu erkennen gab, denn dann würde er springen. Und das kleine Geschöpf hätte nicht die leiseste Chance gegen ihn. Davon war er überzeugt. Auch das größere Etwas, ein Kater, würde ihn nicht besiegen können, aber vielleicht konnten die beiden ihnen ja nutzen...wenn sie auf Vitani hörten. Und wenn sich jemand widersetzte, würde er sterben. Damit hatte er wirklich kein Problem, er hatte auch Sturmstern ohne zu zögern getötet. Und der war sein Anführer gewesen.
Die beiden Katzen schienen abzuwarten, wahrscheinlich hatten sie die Gerüche bemerkt, doch er selbst hatte Glück. Der Wind wehte zu ihm und trug so den eigenen Geruch nicht zu den beiden, wohl aber würde Vitanis Duft sie ablenken.

Als diese sich rührte, sprang er. Geschickt landete er auf der kleinen, weißen Katze, die ihm noch kleiner erschien, als er auf ihr drauf saß. Mit Leichtigkeit drückte er sie Boden und legte sein Maul an ihren Hals. „An deiner Stelle wäre ich jetzt sehr vorsichtig“, miaute er mit einer eiskalten Stimme in Richtung des Katers und leckte sich die Lippen. „Nicht, dass deinem kleinen Schwesterchen etwas passiert“, miaute er mit scheinbar mitleidiger Stimme, doch seine Augen funkelten vor Verachtung. Er blickte zu Vitani. „Er gehört dir, Süße“, miaute er mit einem Lächeln und widmete sich mit voller Konzentration der kleinen, schneeweißen Katze. Würde der Kater sich rühren oder gar Vitani anfallen, wäre sie blitzschnell tot und er dabei, den Kater zu töten. Niemand rührte seine Schwester an. „Wenn dein Bruder ganz brav ist, wird dir auch nichts passieren, Kleine. Wenn er mich oder Vitani verärgert, wirst du darunter leiden. Und du wirst nicht sterben, nein. Dann werde ich dich so lange quälen, bis du dir wünscht, einfach gestorben zu sein...“, miaute er leise, fast schon zärtlich in das Ohr der kleinen Katze. „Du solltest ihn im Zaum halten, Kleines“, fügte er hinzu und drapierte sich so, wie er dem Kater den meisten Schaden anrichten könnte.
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BeitragThema: Re: Der Baumsägeort   Fr 3 März - 20:16

Hunter beobachtete die drei Katzen und kam sich wie der Außenseiter vor, der auch war, das Mittel zum Zweck, nicht mehr oder weniger als das. Vielleicht hatte er als Werkzeug sogar einigermaßen getaugt, aber er spürte, dass Jaguarstern nichts von ihm hielt und diese Geschwister waren einfach anders. Zwischen sie hätte kein Blatt gepasst und wenn er ehrlich war, wollte er auch gar nicht in den Dunstkreis dieser gefährlichen Katzen geraten. Zu groß war die Gefahr, auf dem schmalen Grat zwischen der Opferrolle und der Zugehörigkeit in ersteres Extrem abzugleiten. Außerdem wirkten sie auf eine gefährlich Art hochintelligent, die schnell in Wahnsinn gipfeln konnte, wie der Jüngste im Bunde argwöhnte. "Natürlich nicht!", bekundete er nochmals und sah Vitani dabei fest an, seine Unsicherheit verbergend. Er war sich sicher, dass sie nicht nach außen drang, denn die meisten Katzen konnten ihn nicht durchschauen. Einige wenige Ausnahmen bestätigten die Regel - Chipsy, Flocke. Wo sie jetzt wohl war?
Dann geschah etwas Merkwürdiges. Die Lippen der Kätzin bewegten sich und deren Augen trafen die des Anführers des DonnerClans. Er konnte nicht verstehen, was sie da tauschten, aber es schien wichtig zu sein und er wusste, dass er der einzige war, der nicht verstand. Die Luft um ihn herum wurde dünner und mit einem Schlag viel kälter, obwohl die Frühlingssonne eigentlich seinen schwarzen Pelz wärmte.
Er wusste, dass er hier weder gebraucht noch erwünscht war und sogar in Gefahr schwebte, weil die anderen ihn ohne zu zögern ausliefern würden, sollten die sogenannten Krieger der Clans hier einfallen. Der Schwarze wandte den Blick ab, stand auf und spannte alle seine Muskeln an.
"Dann mal los", miaute er und verschwand möglichst Seite an Seite mit Damien. Alleine zu sein oder in Begleitung dieser merkwürdig düsteren Katze war zwar kaum ein Unterschied, aber angeblich sollte er ja den Weg weisen.
---> Zweibeinerwald
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BeitragThema: Re: Der Baumsägeort   Fr 31 März - 18:51

Vitani
Nachdenklich blickte sie Hunter und Damien nach. Es gefiel ihr nicht, dass ihr Bruder sich ohne sie auf den Weg zurück ins Lager der Streuner machte. Nicht, weil sie fürchtete, dass ihm etwas passieren könnte... nein... Damien war genau wie sie ein Überlebenskünstler. Er würde aus jeder Situation einen Ausweg finden und sei sie noch so hoffnungslos.
Der Grund für ihr Unbehagen war ein ganz anderer... und sie hasste dieses Gefühl, welches es in ihr auslöste. Denn Angst war etwas, was sie seit ewigen Blattwechseln nicht mehr hatte gespürt. Doch es war keine gewöhnliche Angst... nein, sie hatte einen bitteren Beigeschmack, den sie nicht zu deuten vermochte. Aber der Gedanke, dass ihr Bruder sich alleine an diesen Ort begab... an diesen Ort, wo es definitiv zu viele Kätzinnen gab... nein, dies behagte ihr ganz und gar nicht. Leicht verkrampfte sich ihr Kiefer, als sie die Zähne fest aufeinander biss und nur widerwillig den Blick von der Stelle nahm, an der die beiden Kater vor kurzer Zeit verschwunden waren.
Stattdessen richtete sie ihre Aufmerksamkeit nun wieder Jaguarstern zu und blickte den großen, gesprenkelten Kater abwartend an. Sie hatte nicht mitbekommen, wie verwirrt der Anführer des Donnerclans nach Damiens Eifersucht auf ihren Flirt mit Hunter gewesen war. Aber ihr lange verlorener Bruder war auch ein Meister darin, alles zu verbergen, was nach Schwäche roch... sogar vor ihr.
Vielleicht... ja, vielleicht hätte sie gar Mitgefühl für Jaguarstern empfunden, hätte sie von seinen Gedanken und Gefühlen gewusst. Waren sie den ihren doch gar nicht so unähnlich. Wenn auch aus einem anderen Ursprung entstanden.
Doch bereits kurz darauf war die Kätzin wieder im hier und jetzt. Alle Gedanken waren Verschwunden und sie konzentrierte sich auf das, was nun wichtig war... denn der Gestank fremder Katzen drang in ihre empfindsame Nase.
Ein rascher Blick zu Jaguarstern, eine stumme Verständigung, die sie selbst überraschte und im nächsten Moment schlichen die Geschwister in verschiedene Richtungen davon. Durch ihr ungewöhnliches Fell verschmolz die Kätzin förmlich mit der Umgebung und sie wusste, dass es bei ihrem Bruder ebenso war. Hatten sie ja beide diesen wunderschönen Pelz.
Obwohl auch sie den Kater nicht sah, wusste sie doch, wo er sich aufhielt. Es war seltsam... kannte sie dies bisher doch nur bei Damien. Das ungewohnte und gleichsam so vertraute Gefühl irritierte sie und drohte, sie von ihrem Vorhaben abzulenken. Gewaltsam richtete sie ihre Gedanken wieder auf das, was vor ihr lag. Sie hatte sich noch nie von etwas ablenken lassen... und jetzt würde sie gewiss nicht damit anfangen!
Die beiden fremden Katzen schienen die Umgebung aufmerksam zu betrachten und beim Anblick der Kätzin kniff Vitani die Augen zusammen. Nun war sie froh, dass Damien nicht hier war...
Kurz machte sie sich ein Bild der beiden Katzen und ein verächtlicher Ausdruck huschte über ihr Gesicht. Beide waren es ihrer Ansicht nach nicht wert, dass man sich näher mit ihnen beschäftigte. Ein rascher Tod wäre eine Gnade für die beiden... alleine des weißen Fells wegen. Außer im Schnee hätten die beiden nicht einmal die Chance, sich wirklich zu verstecken... Sie hätten ein Hauskätzchenleben wählen sollen – anstatt sich im Territorium ihres Bruders herum zu treiben...
Aber es war nicht Vitanis Entscheidung, wie mit den beiden zu Verfahren war... und so wartete sie darauf, dass Jaguarstern zum Angriff über ging.
Leider... leider hatte er sichtlich andere Pläne als einen Kampf und innerlich seufzend erhob sich Vitani auf die Pfoten, schüttelte die Kampfbereite Haltung ab und spatzierte gemächlich und mit einem leicht spöttischen Ausdruck auf dem Gesicht auf die Fremden zu. Kalt lachte sie auf, als Jaguarstern zu ihr meinte, dass der Kater ihr gehörten würde und sie warf dem weißen Streuner einen abschätzenden Blick zu. “Ich befürchte... er ist es nicht wert, dass ich mich näher mit ihm beschäftige.“, schnurrte sie. Absichtlich provozierend. “Er sieht weder sonderlich intelligent... noch einigermaßen gut... oder nützlich aus.“ Ein Schulterzucken und Vitani ließ sich auf ihren Hintern sinken. Anmutig hob sie eine Pfote, leckte mit der Zunge drüber und strich sich über die Ohren. Sie schien entspannt... doch die kleinste Bewegung würde reichen, dass sie Angriff...
Insgeheim allerdings konnte sie eine leichte Spur von Abscheu nicht unterdrücken... Die Art, wie Jaguarstern sich an die Kätzin... anbiederte... rief Ekel in ihr hervor. Ein Glück, dass Damien nicht so war... diesem hätte sie aber vermutlich auch die Augen ausgekratzt... und direkt danach das hübsche Gesicht zerstört...


/Schlechter Post, aber ich dachte, damits weiter geht :/


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Ein großes Danke an Gigi (Blutseele) für die tolle Siggi! <3

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BeitragThema: Re: Der Baumsägeort   Fr 31 März - 20:30

Knochen
Auch der große Kater fragte sich was der Anführer des DonnerClans mit Streunern Zutun hatte. Eins war klar: er war nicht hier um sie von seinem Territorium zu vertreiben, denn wenn es so wäre, wäre er nicht alleine gekommen und er hätte sich auch nicht mit ihnen unterhalten. Sie schienen etwas zu planen und egal was sie planten, es hatte sein Interesse geweckt. Wenn ein Anführer wie Jaguarstern sich mit Streunern traf konnte es nur eins bedeuten. Jaguarstern plante entweder einen Hinterhalt oder er hatte es sich zum Ziel genommen die restlichen Clans auch noch zu unterwerfen, sie alleine anzuführen... der alleinige Anführer zu sein. "Ich habe da so eine Ahnung", miaute er mit einem finsteren Lächeln. Wenn er mit seiner Vermutung richtig lag, dann wollte er sich ihnen anschließen. Er wollte Teil davon sein. Er wollte sehen wie die Clans fielen, wie der SchattenClan fiel, dafür würde er sich sogar unterwerfen und seine Schwester würde ihm folgen, ob sie es nun wollte oder nicht. "Du rührst dich nicht. Du wirst kein Wort sagen. Du startest keine eigene Aktion. Du wirst auf mich hören. Nur wenn ich dir ein Zeichen gebe tust du das was ich dir sage. Hast du mich verstanden Gift?", knurrte der weiße Kater leise. Er wusste, dass seine Schwester in einem Kampf keine Chance gegen diese Streuner hatte. Er hatte sie gesehen. Sie waren Kräftiger als sie. Zudem wollte er nicht, dass sie ihm seinen Plan ruinierte. Er wollte sich um jeden Preis diesen Katzen anschließen und da würde er es nicht zulassen, dass sie eine Dummheit beging. Ausnahmsweise mal Geduldig setzte sich Knochen, wartete darauf, dass die Katzen endlich aus ihren Versteck kamen. Schon lange hatte er gerochen, dass sie sich näherten und hatte den Anführer schon entdeckt bevor er auf Gift sprang und diese zu Boden drückte, doch das auch nur weil er ihr Gegenüber saß. Fast schon gelangweilt lauschte er den Worten des Katers. Sie würden ihnen nichts tun. Würden sie die Clans wirklich unterdrücken wollen, dann würden sie sie brauchen. Für einen Augenblick glitt der Blick des weißen Streuners zu Vitani. Kurz musterte er sie, erkannte schnell, dass mit ihr nicht zu spaßen war. Die Kätzin machte ihr Mund auf, verspottete ihn dabei, doch ihre Worte prallten an ihm ab wie an harten Felsen. Er hatte nicht das geringste Interesse an dieser Kätzin, sie schien ihm nichts besonderes zu sein und somit interessierte es ihn herzlich wenig was sie über ihn dachte. Sein Blick richtete sich wieder auf den gefleckten Anführer. "Aber, aber.... Jaguarstern was denkst du denn von mir? Sehe ich nun wirklich so dumm aus als wäre mir das Leben einer Kätzin, sei sie nun meine Schwester oder nicht, etwas Wert?", seine Stimme war tief, hatte einen ruhigen Ton und doch konnte man einen Funken Respekt in ihr vernehmen. Gemütlich legte er seinen Schweif um seine Pfoten, machte keinerlei Anstalten sich oder seine Schwester zu verteidigen. Er saß einfach da, die Augen fest auf den Kater gerichtet, würdigte den beiden Kätzinnen nicht einen weiteren Blick. "Tue mit ihr was du willst, ich werde dich bestimmt nicht daran hindern", fuhr er schließlich fort. Er hatte keine Sorge, dass Gift sich seine Worte zu Herzen nehmen könnte. Sie kannte diese Taktik ihres Bruders besser als sonst eine Katze. "Wenn du gestattest.." murmelte er bevor er langsam seine Pfote anhob und das letzte bisschen Blut von ihr leckte. Seine Krallen waren eingefahren und auch jetzt machte er auch nicht den Eindruck als würde er versuchen einen Angriff zustarten. Schließlich ließ er seine Pfote wieder sinken, stellte sie an ihren vorherigen Platz zurück und widmete sich wieder dem Anführer des DonnerClans. "Entgegen der Erwartungen deiner Begleiterin, bin ich nicht dumm. Ich bin schlau genug um eins und eins zusammen zuzählen. Ich kenne dich Jaguarstern. Du bist nicht wie die anderen Anführer.. nicht so verweichlicht wie sie es sind. Du hast Verstand, denkst weiter als sie", kurz machte er eine Pause in welcher er ihn einfach nur anschaute, "Schau,...ich weis, was du planst, doch dafür brauchst du Krieger, viele Krieger. Meine Schwester und ich, wir sind auf Rache aus. Wir wollen die Clans untergehen sehen für das was sie uns angetan haben. Wir sind in einem Clan aufgewachsen, haben dort gelebt, wurden zu Kriegern ausgebildet, wenn du das willst was ich denke, dann wirst du Krieger wie uns brauchen", selbstbewusst wie eh und je sprach der Kater mit den ungewöhnlichen Augen. Er konnte Kämpfen, sogar sehr gut. Er war sich sicher, dass Jaguarstern sein Angebot nicht ausschlagen würde, war sich bewusst wie gerne er die anderen Clans unterdrücken würde, doch dafür würde er ihn brauchen. Er wäre dumm, wenn er dieses Angebot ausschlagen würde. "Weist du, eigentlich steh ich nicht so sehr darauf unter jemandes Kommando zustehen, doch könnte ich damit leben, wenn ich dafür sehen könnte wie die Clans unterdrückt werden. Gift und ich würden uns dir gerne anschließen. Wir wollen für dich kämpfen, dir dabei helfen die vollkommene Macht zu erlangen und würden und dir dafür unterwerfen", in seiner Stimme lag Überzeugung, denn das war es was er wollte. Seit seiner Verbannung aus dem SchattenClan hatte er nach einer Möglichkeit gesucht um Rache zu nehmen und diese bot sich ihm nun. Alles würde er dafür tun um diese Chance nun zu bekommen. Schweigend und noch immer ungewöhnlich geduldig wartete er auf die Reaktion des Anführers, hoffte er würde schlau genug sein um sein Angebot anzunehmen. Zum ersten mal, seit sie von dem gefleckten Kater auf den Boden festgenagelt wurde, würdigte er seiner Schwester einen Blick. Er betete, dass sie keine Dummheiten anstellen und sich ganz ruhig verhalten würde, war wirklich besorgt um ihr Wohl, ließ sich davon jedoch nichts anmerken. Auf seinem Gesicht ruhte der selbe gleichgültige Gesichtsausdruck wie immer und auch seine beinahe weißen Augen verrieten keinerlei Gefühle, ließen nicht in sein Inneres blicken. Würde seine Schwester nun sterben, würde er vollkommen verfallen. Nichts wäre, dann mehr von seinem alten Ich übrig. Zumal er ohne sie vermutlich verhungern würde, denn von den beiden war sie die bessere Jägerin. Er würde einen qualvollen Hungertod sterben, wenn sie ihn verlassen würde, soviel war klar.

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BeitragThema: Re: Der Baumsägeort   Fr 31 März - 21:23

Gift
Sie besah ihren großgewachsenen Bruder, während dieser sprach, und sein finsteres Lächeln schaffte es sogar einen Moment selbst ihr eisige Schauer über den Rücken hinab wandern zu lassen. "Du rührst dich nicht. Du wirst kein Wort sagen. Du startest keine eigene Aktion. Du wirst auf mich hören. Nur wenn ich dir ein Zeichen gebe tust du das was ich dir sage. Hast du mich verstanden Gift?",  sein tiefes Knurren war eine mahnende Warnung an sich. Und doch machte es sie wütend, Himmel wäre er nicht ihr Bruder, würde sie ihm dafür das Maul zerfetzen. Doch leider hatte er Recht mit dem was er sprach und dort sagte.  Gift war nun mal eine Kätzin, der man den Mund verbieten musste, denn wenn man es nicht tat, äußerte sie sich auf das Übelste. Großmäulig, frech und scharfzüngig sprach sie und würde so alles und jeden dazu provozieren brutal zu Handeln, und für die Pläne ihres Bruders würde es nur großen Schaden verursachen. Ja, ein Wort aus ihrem Maul, könnte alles zerstören. Und so presste sie ihre zarten Kiefer aufeinander und nickte. "Verstanden." brummte sie mit ihrer kühlen, schneidenden Stimme, sie durfte keine Fehler begehen. Und wenn es nun daran lag ihr Maul zu halten, so wollte sie es wirklich versuchen. Wenn schon nicht für sich selbst, dann wenigstens für ihren Bruder Knochen. Sie wartete, und schon kurz darauf war es wohl soweit. Sie hob den Kopf und ihre kleinen Ohren zuckten als sie etwas hörte. Doch im gleichen Moment, wurde sie förmlich niedergewalzt. Ein massiger Körper nahm auf dem ihren platz und mit einem "Uff.." entwich ihr die Luft. Es war schmerzhaft ohne Frage, aber auszuhalten. Viel mehr ekelte sie das Gefühl, wie nah ihr die fremde Katze kam. Der Kater. Nur aus dem Augenwinkel konnte sie ihn mit ihren giftgrünen Seelenspiegeln erhaschen und obwohl sie tapfer durchhielt das Maul zu halten, funkelten ihre Augen hasserfüllt und wie eine stumme Herausforderung. Widerspenstig und kämpferisch tobten grüne Flammen und zeugten von der Anstrengung, welche sie wohl aufbringen mochte um nichts zu sagen oder sich zu rühren. Denn sie hielt ganz brav still. Sie konnte das Maul des Katers an ihrem eigenen gebrechlichen Hals spüren und versteifte sich, meist vermied sie Körperkontakt zu anderen, und vor allem ließ sie Niemanden so gefährlich nah an empfindliche Stellen. "Wenn dein Bruder ganz brav ist, wird dir auch nichts passieren, Kleine. Wenn er mich oder Vitani verärgert, wirst du darunter leiden. Und du wirst nicht sterben, nein. Dann werde ich dich so lange quälen, bis du dir wünscht, einfach gestorben zu sein...“, Die Stimme des Anführers war direkt an ihrem weißen Ohr. Es zuckte gefährlich während sie die Worte wahr nahm. Ruhig bleiben, ruhig bleiben, ruhig....  Immer wieder sprach sie das Mantra, denn ansonsten würde sie sich vergessen und das durfte nicht geschehen. Bei dem Kosenamen ´Kleine´ allerdings bildete sich ein leises zischen in ihrer Kehle, welches sie entweichen ließ. Genervt und zornig, wie das einer gereizten Schlange. Kleine...kleine? Ich bin nicht dein Kleines! Hätte sie am liebsten wie eine Furie geschrien, doch presste sie knirschend die Kiefer aufeinander und war froh, als ihr Bruder die Worte ergriff. Denn so würde hoffentlich niemand ihren inneren Wutanfall mitbekommen. Das Gewicht auf ihr machte es nicht grade einfacher den Kopf zu kühlen.  Ich sollte Knochen im Zaum halten? Pff...wenn der wüsste wovon er spricht! Sie war vielleicht die Kleinere von beiden, aber wohl aus bei weitem diejenige welche von ihm kontrolliert werden musste. Würde sie sich nicht noch an die warnenden Worte erinnern, hätte sie dem Kater über ihr schon längst die spitzen Krallen ins attraktive Gesicht gerammt, um dann vermutlich ermeuchelt zu werden. Ja leichtsinnig wäre es und töricht, und dennoch würde sie es am liebsten trotzdem tun. Die Kätzin welche wohl die Schwester zu sein schien jedoch, tat ihrem Gemüt nicht grade gutes. Ihre spöttischen Worte rieben mit der nervenden Tonlage gefährlich an ihren pochenden, zum zerreißen gespannten Nerven. - Nicht Wert?! Nicht Wert?! Pass nur auf, wenn dein Bruder nicht so fett wäre......wenn er nur ein Stückchen das Gewicht verlagert, zerreiß ich dir deine nervigen Stimmbänder.... Mein Bruder ist besser als deiner!- Ja und abermals tobte sie innerlich, während ihr hübsches, zartes Gesicht unbewegt blieb. Ihre Augen jedoch loderten wild und feurig, und erdolchten jede Katze welchen sie begegneten. Die schöne weiße Kätzin atmete betont ruhig, sie konnte den Anführer deutlich riechen, DonnerClan. Das weiche Fell an ihrem Nacken begann sich zu sträuben. "Hast du dich mal angesehen....du siehst auch nicht nützlich aus...." zischte sie mit ihrer giftigen Stimme und der scharfen Zunge. Oh man, nun waren ihr doch Worte entflohen und ihre weißen Zähne blitzten kurz in einem Zähnefletschen auf. Sie ließ sich von dem verdammten Riesen auf ihr nicht beeindrucken und noch weniger von einer arroganten Kätzin! Ihr schlanker Körper bebte vor unterdrücktem, kalten Zorn und sie drückte ihre hellweißen Krallen in den Untergrund. Die Worte ihres Bruders wirkten deeskalierend und waren mehr als nur schlau. Und sie selbst war wie eine Flamme, stichelnd und tobend. Sie hatte sich zusammengerissen - wenigstens zum Teil - doch auch den anderen Katzen musste wohl klar sein, dass sie diejenige war, welche von ihrem Bruder kontrolliert werden musste und nicht anders herum. Und dennoch konnte auch sie auf ihn wirken, wie ein beruhigender Pol. So war es unumgänglich, dass die beiden einander benötigten und nützten. Sie atmete ruhig weiter, während er sprach, seine kalten Worte zogen an ihr vorüber. Natürlich wusste sie was er für Spiele spielte und wie welches Wort gemeint war, stören tat sie sich nicht daran. Er zeigte seine Vorzüge, die nicht nur in Kraft und Stärke lagen, auch Intelligenz und besonders die Rache standen bei der Rede im Vordergrund. Ihr dünner Schwanz tippte leise klopfend auf den federnden Boden und sie wartete geduldig, und nun auch mit abgekühlten Kopf, bis ihr Bruder fertig gesprochen hatte. Er hatte alles gesagt, was nötig war und selbst sie konnte kein Fehler daran finden. "Wir wären eine Bereicherung." stimmte sie nun mit kühler Stimme hinzu, auch wenn es schwer viel Worte zu bilden, immerhin wurde ihrem zarten Körper fast alles abgeschnürt. "Und ich bin woanders weitaus nützlicher, als unter euren schweren Pfoten, Anführer." sie wagte es den Kopf ein Stück weit zu drehen und ihre giftgrünen Augen zu ihm hinauf glühen zu lassen, doch wie die Worte aus ihrer schlauen Zunge nun gemeint waren, war nicht klar. Ebenso könnte eine unterschwellige Beleidigung, oder Drohung in ihnen liegen, ohne wirklich ausgesprochen worden zu sein. Denn dafür war sie nun doch zu intelligent, um Jaguarstern offen zu beleidigen, denn in ihrer Position und mit der Intention sich anzuschließen, wäre es wohl nicht ratsam.
(1101 Wörter)
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BeitragThema: Re: Der Baumsägeort   Fr 31 März - 23:09

Jaguarstern war nicht entgangen, dass die Katzen ihn bemerkt hatten. Aber sie hatten dennoch abgewartet, also waren sie eventuell interessant. Normalerweise machte er kurzen Prozess mit Eindringlingen, aber dieses Mal war da was, was ihn zurückhielt. Der Kater wirkte wie jemand, der gern kämpfte, seinem geschulten Auge entging das nicht. Aber ihm entging auch nicht, dass er gegen ihn den Kürzeren ziehen würde. Selbst zusammen wären sie ihm nicht gewachsen, niemand war ihzm gewachsen. Vielleicht Damien und Vitani zusammen, aber so stark sie auch waren, sie hatten auch eine Schwäche: ihre Zuneigung zueinander. Gut, diese Schwäche redete er sich ein, weil er es wollte. Weil er eifersüchtig war. Aber dafür besaß er das, was ihm alles bedeutete: Macht und vor allem Macht über Silberlicht. Ja, das war es, was ihn wirklich erregte, was seine Sinne stimulierte. Und niemand würde sie jemals berühren dürfen. Sie war allein sein.
Seltsam, er sollte sich besser konzentrieren. Vitani trat in Erscheinung, oh, er liebte seine Schwester. Dieses Gesicht der Unschuld, das sie verkörperte, und die Blutrünstigkeit und Brutalität dahinter. Sie war unglaublich, auch wenn ihre Beziehung zu Damien vielleicht ein wenig bedenklich war. Aber wer könnte es ihnen verdenken, sie hatten verdammt viel ausgestanden. Und er…er bereitete ihre Rückkehr in den Clan vor. Als er in die Ohren der kleinen Kätzin säuselte, zischte diese leise und Jaguarstern lachte, es war einfach erfrischend. Sie war wütend, aber noch nicht ängstlich genug. Fast schon sanft fuhr er seine Krallen aus und bohrte sie in ihr Fleisch. Er genoss es, zu spüren, wie sie sich in das zarte Muskelfleisch gruben. Binnen winziger Augenblicke könnte er sie töten. Und er würde es tun, er hatte keine Skrupel. Er hatte seinen Anführer getötet, ihm seine neun Leben binnen kurzen Momenten geraubt. Und es war nicht einmal besonders anstrengend gewesen, nein, er war einfach zu gut darin, zu kämpfen. Es wäre eine Verschwendung von Talent, wenn er es nicht tun würde. Das konnte er der Welt ja nicht vorenthalten.
Als der Kater meinte, dass seine Schwester ihm egal sei, zuckte Jaguarstern mit den Schultern. „Dann wird es dich ja auch nicht stören, dass ich sie behalten werde. Ich werde meinen Spaß mit ihr haben“, miaute er mit einem vielsagenden Lächeln in die Richtung des Katers. Er wusste, dass es nicht stimmte, dass der Kater seiner Schwester keinen Wert beimaß. Sie waren zusammen hier, allein das war schon Anzeichen genug. Auch als er mit scheinheiliger Fassade dazu überging, sich das Blut von den Pfoten zu  lecken.
Als ob er ihm das abkaufen würde. Er war nicht dumm und er mochte es nicht, wenn man ihm etwas vorspielte. Auch Vitani stimmte ihm zu, er konnte ihre Worte verstehen und kurz trafen sich ihre Blicke. Er wusste, dass sie provozierte. Und dass sie es mit Absicht tat. Denn auch wenn sie eine Kätzin war, sie hatte nicht viel für ihr eigenes Geschlecht übrig. Jaguarstern vermutete, dass sie ihren Bruder nicht teilen wollte. Und da war wohl eine Kätzin die einzige Konkurrenz. Auch wenn er sich nicht vorstellen konnte, dass sich Damien für jemand anderen als Vitani interessieren könnte, immerhin war sie wirklich ohne gleichen. Sie war seine Schwester – schon das erhob sie über alle anderen – aber außerdem eine ausgezeichnete Kämpferin, taktisch klug und absolut loyal. Sie war in seinen Augen genauso viel wert wie ein Kater. Und damit war sie die einzige. Er liebte Silberlicht, aber sie war dennoch eine Kätzin, er wollte sie beherrschen, sie sollte ihm dienen. Vitani war ihm da ebenbürtiger. Der Kater gab Geschwafel von sich – Geschleime. Darauf gab er nichts, vermutlich fürchtete er nur um sein Leben. Allerdings schien er zumindest einen Teil davon ernst zu meinen, jedoch gefiel ihm nicht, dass er sich nicht auch an seine Schwester wandte, weswegen er seine Pfoten leicht bewegte – gerade so, dass es Schmerzen würde. Und dann hielt die dämliche Kätzin unter sich auch noch für besonders klug. Sie beleidigte seine Schwester. „Dummes Kätzchen“, miaute er mitleidig, ehe er zubiss. Er hatte studiert, wie tief man die Zähne graben musste, um jemanden zu töten. Er wusste, wann er aufhören musste. Und er wollte ihr ja nur einen Denkzettel verpassen. „Ich hab doch gesagt, wenn ihr meine Schwester oder mich verärgert, wirst du das spüren“, miaute er leise und seine Augen glitzerten verrückt, während das Blut der Kätzin aus seinem Maul troff. Sie würde noch ein paar Augenblicke haben, dann vermutlich die Besinnung verlieren. Jaguarstern erhob sich dennoch nicht, er blieb auf ihr sitzen wie auf einem Stück Beute. „Nun, Käterchen. Ich wäre gewillt, über dein Angebot nachzudenken, jedoch obliegt die Gewalt über die Streuner meiner Schwester. Wenn sie euch nicht will, soll sie bis drei zählen. Wenn die Zeit abgelaufen ist, sind du und deine Schwester tut. Also solltest du dir Mühe geben, sie zu überzeugen. Vielleicht tötest du deine Schwester als Beweis?“, miaute er mit seelenruhiger Stimme. Die verletzte Katze bestätigte die Worte des Bruders. Wie süß. Wie eine Kätzin, ohne Wert. Doch er sah zu Vitani. Sie ist ein Druckmittel, wir sollten sie nicht zu schnell töten. Wobei wir ihm überlegen sind.
Dann sah er zu Knochen. Wartete ab, wie sich der Streuner entschied. Er hatte nur die Wahl zwischen Überzeugung und Sterben. Das war eine interessante Situation. Es war nicht so, dass Jaguarstern auch nur eine Sekunde zweifelte, dass sie als Sieger aus einer Konfrontation gehen würden. „Noch ist dein Schwesterlein nicht tot. Ich weiß, du behauptest, sie bedeute dir nichts. Aber das ist eine Lüge. Das weiß ich.“, fügte er leise hinzu und leckte einen Bluttropfen von seinem Kinn, der jeden Moment drohte, nach unten zu stürzen. Er mochte den Geschmack von Blut, oh, er liebte ihn. Und er liebte, was der Donnerclan werden würde, wenn er damit fertig war. Nach und nach würde er das mit allen Clans machen und sie unter sich einen, oh ja, das würde er. Aber niemals würde er Silberlicht teilen, niemals würde jemand Vitani berühren, der in seinen Augen nicht gut genug war. Sie war sein Augapfel, ebenso wie Damien. Sie gehörten zu ihm. Und niemand würde ihnen jemals wehtun. Sonst würde er denjenigen vierteilen oder bei lebendigem Leibe begraben. Nein, das würde niemand wagen.
Er müsste mit Vitani sprechen. Er hatte eine Idee, er musste die Streuner zu sich bringen. Aber erst mussten diese bereit sein, sie mussten sich anstrengen, um wie eine Einheit zu agieren. Und sie würden üben müssen. Aber er wollte es. Und Vitani und Damien wollten es. Das würde reichen, sie würden es schaffen, da hatte er keine Zweifel…
Jaguarstern war gespannt, wie es nun weitergehen würde. Würde sich der dämliche Kater rühren? Endlich seine alberne Maske fallen lassen, die er trug? Und zugeben, dass es ihm nicht egal war, dass seine Schwester schwer verletzt war. Sie konnte überleben, wenn die Wunde versorgt wurde. Aber eben nur dann…



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BeitragThema: Re: Der Baumsägeort   Sa 8 Jul - 14:33

Jaguarstern genoss seine Macht, er genoss es, dass er Blut auf seiner Zunge schmeckte, er genoss es, zu sehen, wie sich das Kätzchen unter ihm immer mehr dem Dämmerzustand der Bewusstlosigkeit näherte. Diese dummen Katzen, die glaubten, sie seien unbesiegbar…nein, er selbst war es vielleicht, er war stärker als andere, er hatte einen Anführer getötet, ohne Schaden zu nehmen. Und den hatte er nicht nur ein Mal getötet…oh nein. Er war groß, stark, er war die Ausgeburt der Stärke! Sogar seine Schwester, obgleich eine Kätzin, war stärker als mancher Krieger. Und sein Bruder ebenfalls, da dieser allerdings ein Kater war, war das nicht weiter verwunderlich. Und nun war er hier…mit seiner Schwester, der schönen Vitani, einem dahinsiechenden wertlosen Weibchen und deren Bruder, ein Kater, der glaubte, er wäre stark. Doch er wusste, dass er es nicht war. Sonst hätte er seine erbärmliche Schwester längst getötet…hätte er mit Vitani auch gemacht, wenn sie nicht Vitani wäre.
Nun schien dem anderen doch unwohl zu werden. Vitani bleckte die Zähne und begann zu zählen, doch der Streuner schwieg einen Moment, ehe er von dannen zog, seine Schwester zurücklassend. Erbärmlich. „Man soll ihn töten, wenn man ihn sieht. Er hat ein Hasenherz und ist kein wertes Leben“, knurrte Jaguarstern leise und sah auf die Katze hinab, die noch mitbekommen haben dürfte, wie ihr Bruder sie im Stich ließ. Einen Moment überlegte er, Gnade walten zu lassen und sie einfach bloß auszusetzen…am Donnerweg oder so. Aber das hätte ihm nicht gut zu Gesicht gestanden. Also senkte er sein großes Haupt hinab und biss noch einmal richtig in die Kehle des Kätzchens, so doll, dass er ihr das Genick brach. Dann trat er zu Vitani, setzte sich und begann, das Blut aus seinem Fell zu lecken. „Ich möchte nicht länger warten…als einen halben Mond. Schafft ihr das? Sie müssen hörig sein, ohne eigenen Willen. Stark, kämpferisch. Wenn ihr so weit seid, erwarte ich ein Zeichen. Am selbigen Abend werde ich meine Krieger aus dem Lager führen, um Streuner anzugreifen. Dafür muss der Clan allerdings ein Opfer bringen. Ich schicke eine Patrouille zu den Sonnenfelsen und dort werdet ihr warten, um sie anzugreifen. Lasst sie entwischen, schwer verletzt. Sie werden Hilfe holen. Dann verlasse ich mit meinen Kriegern das Lager. In der Zeit geht ihr rein, ohne Gewalt, postiert euch und erklärt ihnen ihre Rechte.“ Jaguarstern leckte sich genüsslich über die Lefzen. „Und diese Rechte…sie haben keine“,  kehliges Schnurren drang aus seiner Kehle. „Ich werde meine Krieger wieder ins Lager führen und ihnen mitteilen, dass der Donnerclan gänzlich tun muss, was ich sage. Dass ihr, meine liebe Schwester, mein Sprachrohr seid, und sie sich hörig verhalten sollen gegenüber jedem Streuner.“ Der Anführer des Donnerclans war zufrieden mit sich. Sehr zufrieden. Er sah Vitani an, spürte ihr Einverständnis und neigte unmerklich sein Haupt. „So machen wir es. Nun will ich meinem Clan mal verkünden, dass ich einen toten Streuner gefunden habe…die Schwächlinge werden vor Angst zittern…“ Als er sich gerade abwandte, fiel ihm etwas ein. „Moment. Ich werde die Krieger in einzelnen Grüppchen schicken. Die haben es ja nicht so mit dem Hirn, dann könnt ihr ganz in Ruhe einen nach dem anderen bewältigen und unter Kontrolle bringen. Die sind ja so dämlich mit ihrem Gesetz der Krieger, für den Clan sterben und so…“, Jaguarstern seufzte ob der Dummheit dieser einfältigen, unwichtigen Katzen. Seine großen Pranken trugen ihn weiter, er sammelte schnell ein paar Tannenzweige und legte sie auf den leblosen Körper. Es musste ja eine Erklärung für seinen Geruch an dem Stück geben. Er warf Vitani noch einen Blick zu. „Das Zeichen ist ein blutiger Zweig…drapiert ihn hier, ich werde täglich zu Sonnenhoch nachsehen“, miaute er mit einem Lächeln, ehe der große Kater im Gebüsch verschwand. Auf dem Weg zu seinem Clan, der glaubte, in ihm einen rechtschaffenden Anführer zu haben. Ein undefinierbares Grinsen erschien ihn seinem Gesicht…was Silberlicht wohl dazu sagen würde, wenn sie erfuhr, was er für sie tun würde?
Gt: Lager



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BeitragThema: Re: Der Baumsägeort   So 9 Jul - 18:13

Vitani (Vertretung)
Jaguarstern machte mit den zwei fremden Katzen kurzen Prozess und setzte seine Worte ohne ein Zögern in die Tat um. Vitani hatte mit nichts anderem gerechnet. Sie beide waren nicht die Typen, die lehre Drohungen aussprachen, falls man es überhaupt drohen nennen konnte. Es handelte sich viel eher um Tatsachen, gegen welche niemand etwas tun könnte. Die Fremden schienen da zwar anderer Meinung zu sein, aber dies zeigte nur noch deutlicher, wie wenig sie von dem verstanden, was sie taten. Es war beinahe ermüdend sich mit den Zweien abgeben zu müssen, ganz zu schweigen von überflüssig. Man konnte deutlich hören, wie überzeugt der weiße Kater von seinen eigenen Worten war. Er schien zu glauben, dass sein Angebot unheimlich verlockend klingen musste und sie ohne ihn und seine Schwester nichts erreichen könnten. Doch damit lag er derart weit daneben, dass es schon lächerlich war. Jaguarstern, Damien und sie waren auf niemanden angewiesen, sie standen derart weit über anderen, dass sie frei auswählen konnten, wen sie in ihre Pläne miteinbeziehen würden und wen nicht.
Letztendlich wollte sie den Kater und vor allem die Kätzin loswerden und bleckte die Zähne, fing an zu zählen und machte damit unmissverständlich deutlich, dass sie sich nicht länger mit ihnen herumschlagen wollte. Der Weiße zögerte noch kurz, dann machte er sich davon und ließ seine Schwester zurück ohne sie auch nur eines weiteres Blickes zu würdigen. Verachtenswert.
Ihr Blick wanderte zu der Kätzin, welche mit Sicherheit noch hatte ansehen können, wie ihr Bruder sie im Stich ließ, dem sicheren Tod übergab. Und Jaguarstern senkte ohne groß zu überlegen den Kopf herab und beendete das erbärmliche Leben der Fremden.
Damit war der Zwischenfall dann auch schon komplett abgeschlossen und bedurfte keiner weiteren Aufmerksamkeit. So fuhr ihr Bruder mit der Besprechung fort und sie legten den spätesten Zeitpunkt für die Durchführung sowie den Ablauf fest. Vitani hatte keinerlei Probleme seinem Gedankengang zu folgen, ging ihn stattdessen durch um sicher zu gehen, dass ihr Plan auch keinerlei Lücken hatte. Aber wie zu erwarten gab es keine. Sie nickte knapp, mehr war nicht nötig um zu zeigen, dass sie nicht nur einverstanden war, sondern auch alles mit absoluter, lückenloser Perfektion durchführen würde.
Dann trennten sich die Wege der Geschwister und sie begab sich gleichsam wie Damien und Hunter auf den Weg zurück zum Lager der Streuner. Auf dem Weg hatte sie sich bereits genau überlegt, wie sie dem Pack jeglichen Willen austreiben und sie zu absolut gehorsamen Werkzeugen formen würde.

Gt: Zweibeinerwald

(Ich entschuldige mich für den grottigen Vertretungspost. - Rotbusch)
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BeitragThema: Re: Der Baumsägeort   Di 8 Aug - 21:26

cf: DC Lager

Wasserherz
Der Krieger lief stetig gegen Wind voran. Der Regen prasselte und der Boden war Matschig. Bei jedem Sprung spritzten Matschtropfen auf und klebten an seinem Fell. Trotz des dichten warmen Pelzes war er bis auf die Haut durchnässt. Seine Clan Gefährtinninen folgten ihm. Das war gut, denn er wollte die Aufgabe schnellst möglich hinter sich bringen und ins geschützte Lager zurückkehren. Im gleichen Tempo, sodass die andern beiden hinterher kamen, flogen Bäume und Büsche an ihnen vorbei. Als der Baumsägeort in Sicht kam, verlangsamte er sein Tempo und prüfte die Luft. Wasserherz vernahm den schon fast von Regen verwaschenen Geruch war. Er roch Streuner und nahm den leichten von Jaguarstern war. Was auch immer hier passiert war, wusste der Kater nicht, aber es sah aus als wäre es zu einer Auseinandersetzung gekommen. Weiter vorne entdeckte der Krieger den Toten Streuner von dem Jaguarstern sprach. Langsam näherte er sich der Katze. Der Regen hatte eine leichte Blutpfütze um die Steunerin. Angewidert musterte er erschaudert den Toten Körper. Wasserherz entdeckte Bisswunden, Kratzer und Fetzten. Wie war sie wohl gestorben... fragte er sich. Und wo sollen wir den Körper vergraben? dachte er sich danach. Sein Blick wanderte zu den Kätzinninen Und er drehte den Kopf in deren Richtung. "Und wo wollen wir sie vergraben?" rief er fragend durch den Wind, in der Hoffnung das Rauschen des Windes und der Regen würden ihn nicht übertönen. Wo sollen wir den Körper vergraben... Frage er sich nochmals.
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BeitragThema: Re: Der Baumsägeort   Fr 18 Aug - 17:49

Donner Clan Lager------ >
Tupfenpelz
Die gescheckte Kätzin kam mit angelegten ohren und leicht zusammen gekniffenen Augen hinter Wasserherz an, während des Weges hatte sie Regenpfote überholt, die Junge Kätzin hatte sichtlich schwierigkeiten durch den Matsch voran zu kommen, weshalb die Kriegerin ihr einen Weg durch den Matsch bahnte, in der Hoffnung, dass die junge Schülerin in ihren Pfotenspuren laufen konnte und somit besser voran kommen konnte. Sie nieste kurz, da ihr in die Nase immer wieder wassertropfen liefen, sie bemerkte, wie Wasserherz langsamer wurde, sie zuckte leicht mit einem Ohr und beoachtete ihn, wie er schnupperte und versuchte, die Luft zu prüfen. Aber was brachte das schon, bei dem regen? Sie wurde ebenfalls langsamer, ging ein paar Schritte hinter ihm und schnupperte auch, nur mit viel Mühe konnte sie Streuner geruch feststellen, dieser würde aber bald auch verschwunden sein, wegen des Regens. Sie neigte leicht den Kopf, als Wasserherz kurz innehielt und dann sofort zu einer Toten Katze lief, dass musste die Streunerin sein, von der Jaguarstern gesprochen hatte. Sie folgte ihm langsam, irgendwie jagte es ihr einen schauer über den Rücken, gleich bei einer toten Katze zu sein, aber da musste sie durch. Sie blieb neben Wasserherz stehen und sah die tote Streunerin mit einer Mischung aus bedauern und angst an, wegen dem Regen hatte sich eine rote Pfütze um den toten Körper der Katze gebildet, sie schien sich stetig zu vergrößern. "Und wo wollen wir sie vergraben?" rief der Kater dann fragend durch den Wind, nachdem er den Kopf gewandt hatte, um zu sehen ob sie und Regenpfote auch da waren. Er sprach lauter, wohl damit sie beide ihn auch verstehen konnten. TUpfenpelz blinzelte mehrmals durch die Regentropfen und sah sich um. Sie entdeckte einige Fuchslängen entfernt einen Mittelgroßen Busch, er schien ihr ein geeigneter Ort zu sein, für ein Grab. Sie deutete mit dem Schweif dort hinüber. „Wie wäre es mit dem Busch dort?“ miaute sie und sah Wasserherz dann wieder an.
/326

Donner Clan Lager------ >
Regenpfote
Die Kätzin hatte schwer zu kämpfen gehabt, um den beiden Kriegern zu folgen, aber der verdammte schlamm machte ihr zu schaffen, sie sank bis zu ihren Schultern in den größten Pfützen ein, langsam vrschwand ihre Kraft. Sie wollte schon aufgeben, da überholte sie die Kriegerin Tupfenpelz und lief gerade vor ihr, die Kätzin kam natürlich leichter voran, aber der Schülerin viel es plötzlich auch leichter, hinter den kriegern nachzukommen. Sie blinzelte verwirrt und erkannte einen Pfad, den Tupfenpelz ihr gegangen war, sie musste zwar die abstände zwischen den Pfoten der Kriegerin teilweise hüpfen, aber immerhin kam sie besser voran. Kurze Zeit verlor sie die Kriegerin vor sich aus den Augen, aber immerhin hatte sie noch deren Spuren. Sie kam schließlich ein paar herzschläge nach den Kriegern am Zielort an. Die beiden standen schon bei der Toten Kätzin und schienen zu reden. Wasserherz drehte den Kopf, wohl um sich zu vergewissern ob sie und Tupfenpelz auch wirklich hier waren. "Und wo wollen wir sie vergraben?" rief er dann fragend durch den Wind, und Regenpfote konnte ihn nur mühsam verstehen. Regenpfote sah sich nicht um, sie wollte nur zu den Kriegern kommen. TUpfenpelz blinzelte mehrmals durch die Regentropfen und sah sich um. Sie entdeckte einige Fuchslängen entfernt einen Mittelgroßen Busch, er schien ihr ein geeigneter Ort zu sein, für ein Grab. Sie deutete mit dem Schweif dort hinüber. „Wie wäre es mit dem Busch dort?“ miaute sie und sah Wasserherz dann wieder an. Regenpfote blickte zu dem besagten Busch hinüber, auch für sie war es ein geeigneter Ort. „Ich finde der ginge gut“ miaute die Schülerin, sie blickte nicht auf die Rote Blut und Wasser Pfütze bei der Kätzin hin, zu sehr würde sich dieses Bild in ihr Gehirn brennen, sie blickte zu den beiden Kriegern hoch und wartete auf eine Entscheidung.
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BeitragThema: Re: Der Baumsägeort   So 15 Okt - 17:35

Wasserherz
Der Boden unter seinen Pfoten war matschig und sehr rutschig. Der Sturm brauste. Auch der Donner grollte immer lauter und weiter Blitze zuckten am dunklen Himmel. Schon beeindruckend, diese Stärke der Natur, so atemberaubend und dennoch gefählich. Der Krieger und plusterte sein Fell auf. Sein dichter Pelz war bis auf die Haut durchnässt und er fror leicht, lies er sich dennoch nicht anmerken. Er kniff die Augen gegen den Regen zu, doch er musterte noch immer den toten Streuner. Wasserherz Pelz wurde vom Wind zerzaust und drohte ihn fast von den Pfoten zu wehen. Bäume, Büsche und gräser um ihnen herum. Allersamt bogen sie sich im Wind und schienen gegeweht zu werden. Überall auf dem Boden lagen angeklickte dünne und dicke Äste. Konzentriert den blick nachvorn gerichtet lauschte er den Worten von Tupenschweif, als sie vorschlug den leblosen Körper in einem nahegelegenden Busch zu vergraben. Wasserherz folgte ihrem Blick und schaute dann zu der Kriegerin. "Gute Idee. Umso schneller wir fertig sind, umso schneller sind wir wieder im Lager." miaute der Krieger und lächelte. Er trat nach vorne und packte den Streuner im Nacken. Der Kater zog diesen vorsichtig zum Busch. Mit jedem Schritt quilte Matsch zwischen seine Krallen, als er versuchte nicht auszurutschen. Anschließend legte er den Körper vorsichtig wieder ab und fing an, ein loch zu buddeln, um den Streuner darin zu vergraben. Mit viel Mühe schaufelte er mit seinen Pfoten die aufgeweichte Erde weg. Schweigend hoffte er sie würden bald fertig werden damit sie schnell ins Lager zurückkehren konnten.
//sry der post ist schrecklich geworden...//
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BeitragThema: Re: Der Baumsägeort   Fr 10 Nov - 13:51

Tupfenpelz
Die Kriegerin war dem Kater durch den strömenden Regen gefolgt, bis er bei der Toten Streunerin stehen blieb. Sie blieb neben Wasserherz stehen und sah die tote Streunerin mit einer Mischung aus bedauern und angst an, wegen dem Regen hatte sich eine rote Pfütze um den toten Körper der Katze gebildet, sie schien sich stetig zu vergrößern. "Und wo wollen wir sie vergraben?" rief der Kater dann fragend durch den Wind, nachdem er den Kopf gewandt hatte, um zu sehen ob sie und Regenpfote auch da waren. Er sprach lauter, wohl damit sie beide ihn auch verstehen konnten. TUpfenpelz blinzelte mehrmals durch die Regentropfen und sah sich um. Sie entdeckte einige Fuchslängen entfernt einen Mittelgroßen Busch, er schien ihr ein geeigneter Ort zu sein, für ein Grab. Sie deutete mit dem Schweif dort hinüber. „Wie wäre es mit dem Busch dort?“ miaute sie und sah Wasserherz dann wieder an. Blitzpfote kam auch zu ihnen, die Schülerin hatte sich hinter den Kriegern durch den Schlamm gekämpft. „Ich finde der ginge gut“ miaute die Schülerin, sie blickte nicht auf die Rote Blut und Wasser Pfütze bei der Kätzin hin, das sah Tupfenpelz aus den Augenwinkeln heraus. Sie legte der Schülerin stützend den Schweif auf die Schultern. Wasserherz folgte ihrem Blick und schaute dann zu der Kriegerin. "Gute Idee. Umso schneller wir fertig sind, umso schneller sind wir wieder im Lager." miaute der Krieger und lächelte. Er trat nach vorne und packte den Streuner im Nacken. Der Kater zog diesen vorsichtig zum Busch. Tupfenpelz ging dem Kater hinterher und half ihm, ein Loch zu Buddeln. Was sich allerdings als ziemlich schwierig erwies. Blitzpfote schaufelte die augegrabene Erde beiseite, damit die Krieger genug platz hatten. Als das Loch tief genug war, nahm Tupfenpelz den Toten Körper am Genick und zog diesen Langsam in das Loch, in ihrem Bauch stach es, und sie verharrte kurz. Panik machte sich in ihr breit, waren das die Jungen? Als das stechen nachließ, zog sie den Körper weiter.
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Blitzpfote

Die Schülerin hatte sich durch Schlamm und Matsch geschlagen. Sie kam schließlich ein paar herzschläge nach den Kriegern am Zielort an. Die beiden standen schon bei der Toten Kätzin und schienen zu reden. Wasserherz drehte den Kopf, wohl um sich zu vergewissern ob sie und Tupfenpelz auch wirklich hier waren. "Und wo wollen wir sie vergraben?" rief er dann fragend durch den Wind, und Regenpfote konnte ihn nur mühsam verstehen. Regenpfote sah sich nicht um, sie wollte nur zu den Kriegern kommen. TUpfenpelz blinzelte mehrmals durch die Regentropfen und sah sich um. Sie entdeckte einige Fuchslängen entfernt einen Mittelgroßen Busch, er schien ihr ein geeigneter Ort zu sein, für ein Grab. Sie deutete mit dem Schweif dort hinüber. „Wie wäre es mit dem Busch dort?“ miaute sie und sah Wasserherz dann wieder an. Regenpfote blickte zu dem besagten Busch hinüber, auch für sie war es ein geeigneter Ort. „Ich finde der ginge gut“ miaute die Schülerin, sie blickte nicht auf die Rote Blut und Wasser Pfütze bei der Kätzin hin, zu sehr würde sich dieses Bild in ihr Gehirn brennen, sie blickte zu den beiden Kriegern hoch und wartete auf eine Entscheidung. Kurz zuckte sie zusammen, als Tupfenpelz ihr den Schweif auf die Schultern legte. Wasserherz folgte ihrem Blick und schaute dann zu der Kriegerin. "Gute Idee. Umso schneller wir fertig sind, umso schneller sind wir wieder im Lager." miaute der Krieger und lächelte. Er trat nach vorne und packte den Streuner im Nacken. Der Kater zog diesen vorsichtig zum Busch. Tupfenpelz lief dem Kater hinterher und half ihm beim graben. Blitzpfote schluckte und stapfte den beiden nach. Sie machte sich daran, die ausgegrabene Erde wegzuschieben, damit die Krieger genug Platz hatten. Schnaufend sah sie zu, wie Tupfenpelz den toten Körper am Nacken nahm und in das Loch zog, plötzlich hielt die Kriegerin inne, Panik spiegelte sich in ihren Augen wieder. Verwirrt legte die Schülerin den Kopf schief und sah zu, wie sich die Kriegerin wieder beruhigte und die Katze in das Loch zog.
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BeitragThema: Re: Der Baumsägeort   So 16 Sep - 20:11

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Opalkralle
Krieger | 14 Monde
ERWÄHNT:Jaguarstern, Sonnenpfote, Sandpfote
ANGESPROCHEN: Schneepfote

cf: Lager
Der Krieger war überrascht gewesen wie anstrengend der Weg letztendlich war. Dass dieser nicht besonders leicht werden würde, hatte er erwartet. Aber der Boden war völlig aufgeweicht, Rinnsale, die mehr an Bäche erinnerten, hatten Wurzeln unterspült und ganze Wege waren nicht mehr passierbar gewesen. Sein Fell klebte an seinem Körper, sodass man tatsächlich seine Gestalt erkennen konnte. Eine schöne Gestalt, wenn man so wollte, aber dennoch erschien er seltsam schmal. Sein dichtes Fell, seidig weich und stets makellos, verbarg den adretten Körperbau gut, auch wenn es ihn bei weitem nicht zu einem hässlichen Kater machte. Nein, er war schon einer der hübscheren Kater, die der Donnerclan zustande gebracht hatte. Selbstverständlich gab es immer schönere, aber Opalkralle hatte sich einen Ruf geschaffen, er war freundlich, zuvorkommend, ein Gentleman der alten Schule – zumindest wirkte er wie ein solcher. Er hatte hier und da mal eine...heiße Nacht gehabt und das durchaus auch mit vergebenen Damen, denn die garantierten ihm Stillschweigen, doch er war nie besonders weit gegangen. Sonnenpfote war etwas anderes. Sie gehörte ihm, sie hatte es akzeptiert, um einen dämlichen Schüler zu retten. Sie war etwas besonderes, stark in ihrer Schwäche und irgendwie war sie die erste, die zu ihm durchdrang. Hinter seine Fassade, ohne dass er es wollte oder dass sie es wollte. Sie hasste ihn, da war er sich sicher, doch das störte ihn nicht. Er bekam Ansehen dafür, dass er die Katerhasserin umstimmen konnte. Eigentlich hatte er es auch bei Sandpfote versuchen wollen...wäre da nicht der Vorfall und sein eigenes Versagen. Er hatte versagt, hatte ihr nicht beigestanden, als sie jemanden gebraucht hatte. Er hatte jegliches Recht auf eine Freundschaft verwirkt. Umso mehr war sein Streben nach Macht geworden. Warum er das hatte, hatte er nie gewusst und es war ihm auch gleich. Er wollte es befriedigen, nur das zählte.
Schneepfote war eine willkommene Abwechslung in seinem Leben. Er ließ sich formen, ließ sich unterrichten und eiferte ihm und auch Jaguarstern nach. So, wie es sein sollte.
Bei dem Gedanken an seinen Schüler wandte er sich zu ihm um, suchte sein weißes Fell in der Schwärze des Sturms und konnte ihn tatsächlich ausmachen. Erleichtert, ihn nicht verloren zu haben, setzte er seinen Weg fort. Er wusste, was Jaguarsterns Anweisung zu bedeuten hatte, wusste, dass er nun Verantwortung trug, dass er Macht hatte. Und Jaguarstern wusste, dass er das liebte...
Der helle Krieger entdeckte einen Baum, unter dem sein Schüler geschützt warten konnte. Er steuerte darauf zu und wies auf die erstaunlich trockene Stelle an den Wurzeln des Baums. „Hier kannst du warten. Wenn ich bis Sonnenaufgang nicht wieder hier bin, läufst du allein ins Lager zurück. Verstanden?“, miaute er laut gegen den Sturm und blickte den Kater wartend an. Erst, wenn dieser sicher verstaut war, würde er weitergehen und sich am Rande des Baumsägeorts, hinter den Zäunen, mit einem Komplizen oder einer Komplizin von Jaguarstern treffen. Und er hoffte inständig, ihm zu recht zu vertrauen...



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