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 Die Zweibeinerbrücke

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BeitragThema: Re: Die Zweibeinerbrücke   So 9 Okt - 21:54


Wüstenstaub

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BeerenpfoteFlussclan, ca. 24 Monde

Er wusste nicht, wie wenig Beerenpfote bisher in ihrer Schülerzeit gemacht hatte... ehrlich gesagt, wäre er darüber auch ziemlich schockiert gewesen. In seinen Augen war nicht unbedingt ein Schüler das Problem... sondern der Mentor, der es nicht schaffte die wichtigsten Lehrinhalte seinem Schützling zu vermitteln. Ein Krieger wuchs schließlich mit der Schwierigkeit seiner Aufgaben. Deshalb würde er auch alles versuchen um aus Beerenpfote einen guten Krieger zu machen. Ihr Versagen wäre das seine.
Immerhin war die Kätzin vor ihm Aufmerksam und starrte nicht wie ein Mäusehirn in die Bäume... auch das hatte er schon erleben müssen. Sie nahm seine Anweisungen schweigend auf und tat das, was er sagte. Nun gut... viel falsch machen konnte man daran ja nun auch wieder nicht... aber er wollte mal nicht so sein. Da er vorher die Luft gründlich geprüft hatte, wusste er welche Gerüche seine Schülerin wahrnehmen würde – und als ihre Antwort kam, war er ziemlich zufrieden. Sie hatte mehr aufgenommen als andere Schüler. Er nickte und miaute: Das ist schon mal nicht schlecht. Aus diesen Gerüchen musst du das wichtige herausfiltern und den Rest in den Hintergrund schieben. Auf einer Patrouille interessiert es nicht, ob du Wasser oder Erde riechst. Dies hilft dir nur dann, wenn du auf unbekannten Terrain bist und zurück zum Lager finden musst. An den verschiedenen Gerüchen kannst du dich orientieren, denn nirgends riecht es gleich. Aber das nehmen wir ein anderes Mal durch.“ Der Krieger trat ein paar Schritte nach vorne und winkte seiner Schülerin dann mit dem Schweif, dass sie sich zu ihm gesellen sollte. Der unbekannte Geruch ist der eines Zweibeiners. Es kommt nicht häufig vor, aber manchmal sitzen Zweibeiner-Junge auf der Brücke und halten lange Stöcke ins Wasser. Sie versuchen damit Fische zu fangen – aber es gelingt ihnen mehr schlecht als recht. Wenn du fleißig bist, werde ich mit dir einmal in die Nähe eines Zweibeiners gehen.“ Auch, wenn viele andere Krieger dies nicht als wichtig genug erachteten, fand er es durchaus sinnvoll, wenn die Schüler die Zweibeiner kennen lernten um sie zu... studieren. Nur was man kannte, verstand man auch. Natürlich hielt er sich soweit fern, dass ihn niemand sah, ganz verrückt war er nun doch nicht.
Er stellte sich ans Ufer und blickte ins klare Nass. “Normalerweise fischen wir im Sitzen, dass weißt du sicher. Wir müssen gucken, wie weit du deine Balance halten kannst. Setz dich hin und hebe dein Vorderbein an. Ich habe gesehen, dass du im Sitzen dein Gleichgewicht sehr gut im Griff hast, selbst, wenn deine Pfote den Boden nicht berührt – wie sieht es aber aus, wenn du dich dann weiter nach vorne beugst, als würdest du versuchen einen Fisch zu fangen?“ Er war gespannt, die Grundgriffe würde er ihr wahrscheinlich trotzdem im liegen beibringen.
Vielleicht lag ihr allerdings auch das Jagen auf dem Trockenen besser – er befürchtete nur, dass sie damit vielleicht nicht ganz einverstanden wäre – immerhin war sie eine Flussclankatze... und die fischten nunmal.
Zudem war er zwar passabel im Jagen, konnte ihr die Grundbegriffe erklären... aber in der Praxis war er nicht ganz so bewandert... dann mussten sie nachher noch zusammen lernen




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BeitragThema: Re: Die Zweibeinerbrücke   Mi 2 Nov - 17:36

Beerenpfote ahnte nicht, dass ihr eigenes Versagen für ihn wäre wie seines, sie hatte keine Ahnung davon, was ihren Mentor beschäftigte und wie er die Welt sah. Dass er einen Schüler nicht als schuldig empfand, wenn er nichts lernte, sondern den Mentor. Ihr wäre diese Ansicht zwar ein wenig zu absolut, aber sie teilte sie im Grunde. Denn ein Schüler war nur so gut wie sein Mentor, da dieser dem Schüler ja nicht mehr vermitteln konnte als das eigene Wissen.
Die Schülerin war sehr beflissen in ihrer Ausführung und wollte stets eine gewisse Perfektion erlangen, von daher hatte sie hohe Ziele für sich selbst gefasst. Ihr Mentor würde noch merken, dass es nicht immer leicht damit werden würde, doch für den Moment war er mit ihr zufrieden. Umso besser, denn sie wollte ja alles richtig machen. Schmetterlingsflug sollte stolz auf sie sein können.  Als Wüstenstaub meinte, es sei nicht schlecht, war sie unzufrieden mit sich. Ein gut wäre ein Anfang gewesen…dabei gab es doch an ihrer Umsetzung eigentlich gar nichts zu meckern, oder doch? Wie dumm sie sich in diesem Moment fühlte. Wie unsicher sie war…doch nichts davon trug sie nach außen, selbst wenn sie es gekonnt hätte, so unvorsichtig war sie dann doch nicht. Aus ihren emotionslosen Augen betrachtete sie ihren Mentor und lauschte seinen Worten. Wichtige von unwichtigen Gerüchen unterscheiden…wer entschied, ob etwas wichtig war oder nicht? Wer sagte, dass ein Geruch weniger wichtig war? Gut, sie verstand, dass man die unterschiedlichen Gerüche unterschiedlichen Dingen zuordnen musste, wenn man sich orientieren wollte, half es, die Gerüche der Umgebung wahrzunehmen. Klang logisch, würde sie sich so merken. Auf einer Patrouille waren andere interessanter. Vermutlich Beutegeruch, der Geruch anderer Katzen und der unbekannte, den sie wahrgenommen hatte. Also war es eine Sache der Priorität….ja, damit konnte sie leben. Zufrieden damit, es richtig durchdacht zu haben, nickte sie leicht. „Also wäre jetzt die Maus interessant. Und der unbekannte Geruch“, miaute sie sachlich. Es war mehr eine Aussage denn einer Frage. Dann erklärte Wüstenstaub ihr, dass es sich bei dem unbekannten Geruch um den von Zweibeinern handelte. Zweibeiner…klang komisch. Man hatte ihr davon erzählt, gesehen hatte sie noch keinen. Nach all den Sachen, die sie gehört hatte, war sie eigentlich auch ganz froh darum, denn immerhin bezwangen diese Zweibeiner Monster… Doch Wüstenstaubs Worte machten sie neugierig. Sie hielten Stöcke ins Wasser, um Fische zu fangen? Das klang abstrus…
„Ich werde es mir merken“, miaute sie mit neutraler Stimme. Und das war ein Versprechen. Sie würde so fleißig sein, wie sie nur konnte – das hätte sie eh getan – und dann würde sie ihn daran erinnern, dass er ihr dann die Zweibeiner zeigen wollte.
Nun wurde es ernst. Wüstenstaub fragte sie, inwieweit sie das Gleichgewicht halten konnte, wenn sie saß, ohne sich mit ihrer Vorderpfote abzustützen. Wollte er, dass sie sich blamierte? Gut, sie konnte so sitzen, konnte sogar einen Moment auf ihren Hinterbeinen stehen und recht lange das Gleichgewicht halten, aber sobald sie sich nach vorn neigte, fiel sie doch um! Aber dennoch, sie würde es versuchen. Immerhin wollte sie ja nicht als blöd dastehen. Also setzte sich die kleine, rot-weiße Kätzin hin und verlagerte ihren Körperschwerpunkt auf ihre Hinterbeine. Sie richtete sich auf und hob so die Pfote vom Boden, saß einen Moment lang so, ehe sie ihr Gleichgewicht gefunden hatte. Dann begann sie, sich vorsichtig immer weiter nach vorne zu lehnen, stets nur ein kleines Stück. Ein paar Mal klappte das ganz gut, doch dann fiel sie nach vorn. Reflexartig fing sie sich mit ihrem Bein ab und sah dann zu Wüstenstaub. „Eher mäßig“, miaute sie und zum ersten Mal konnte man in ihrer Stimme einen Klang eines Gefühls hören. Sie war frustriert. Ganz fein wahrnehmbar war es nur, doch wenn Wüstenstaub darauf achtete, würde er es bemerken. Beerenpfote setzte sich erneut auf und hob ihr Vorderbein an, versuchte den Punkt auszukalkulieren, an dem sie sich gerade noch halten konnte. Besonders weit nach vorn lehnen konnte sie sich nicht, sonst geriet sie so sehr ins Taumeln, dass sie zu fallen drohte. Dann könnte sie sich unmöglich auf die Jagd konzentrieren. Frustriert setzte sie ihre Pfote wieder auf den Boden. „Reicht wohl nicht, um zu jagen, oder?“, miaute sie nüchtern und betrachtete ihre Pfote. Eigentlich empfand sie nie Unmut deswegen, aber jetzt kam sie sich wie eine Last vor. Und das gefiel ihr nicht, sie wollte eine nützliche Katze werden…



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BeitragThema: Re: Die Zweibeinerbrücke   Do 3 Nov - 12:11


Wüstenstaub

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BeerenpfoteFalkensternFlussclan, ca. 24 Monde

Eigentlich hatte Wüstenstaub eine ziemlich starke Abneigung gegenüber Kätzinnen und Junge... und Beerenpfote war für ihn beides. Trotzdem musste er zugeben, dass ihre Gegenwart nicht ganz so ätzend war, wie die vieler anderer Katzen. Sie heulte nicht... jammerte nicht... und lachte auch nicht laut und falsch. Damit konnte er dementsprechend relativ gut leben. Wenn sie jetzt keine Kätzin wäre, wäre es natürlich ideal gewesen.
Immerhin schien sie sehr aufmerksam zu sein. Sie ließ sich seine Worte durch den Kopf gehen, das konnte er erkennen. Als sie dann die Aussage tätigte, dass in diesem Fall nur der Beutegeruch und der Gestank der Zweibeiner wichtig wäre, nickte er zustimmend. “Korrekt... Die anderen Gerüche kannst du getrost vergessen, da sie weder als Beute taugen, noch für eine Patrouille von Bedeutung sind.“, meinte er. Kurz huschte ein zufriedenes Lächeln über sein Gesicht, als seine Schülerin erklärte, dass sie sich seine Worte verinnerlichen würde. Doch bereits kurz darauf wurde er wieder ernst, denn jetzt würde das Training ernsthaft beginnen.
Er beobachtete Beerenpfotes Versuche das Gleichgewicht auf 2 Pfoten zu behalten... es gelang ihr mehr schlecht als recht. Aber er respektierte ihren Ehrgeiz, dass sie es mehr als einmal versuchte. Natürlich sah es interessant aus... und leicht hätte der Verdacht aufkeimen können, dass er es absichtlich machte um sie zu demütigen. Aber dem war nicht so. Wüstenstaub war nicht der Typ Kater, der sich über andere lustig machte. Dafür nahm er das Leben vielleicht eine Spur zu ernst. Natürlich hatte er Humor, der richtete sich aber im Grunde eher gegen sich selbst, als gegen andere.
Als seine Schülerin dann meinte, dass es eher mäßig gelang, konnte eine leichte Überraschung nur schwerlich verstecken. Konnte er da Frustration aus dem Tonfall heraus hören? Das hätte er nicht erwartet. Eigentlich hieß es doch, dass Beerenpfote keine Gefühle zeigte – oder besser gesagt, zeigen konnte. Vielleicht sollte er sich später mit Falkenstern unterhalten und ihm von dem Hauch von Emotion berichten. Andererseits... er konnte ja schlecht wegen jedem Furz zu seinem Anführer rennen... nicht, dass dieser dann die Meinung vertreten würde, Wüstenstaub würde mit seiner Schülerin nicht zurecht kommen und bräuchte Zuspruch von ihm...
Am besten würde er es selbst erst einmal weiter beobachten. Gut möglich, dass er sich geirrt hatte. Konnte ja nun auch nicht wirklich ausgeschlossen werden. “Mehr, als ich erwartet habe.“, miaute er mit einem aufmunternden Lächeln, obwohl er innerlich verzweifelte. Er hatte das dringende Bedürfnis ihr zu sagen, dass sie nicht so schnell aufgeben sollte... die Sorge, dass sie sich nicht mehr anstrengen würde, weil sie es sich vielleicht selbst nicht zutrauen würde, ermächtigte sich seinem Kopf.
“Noch nicht. Aber wir werden eine Möglichkeit finden, wie es dir gelingen wird.“, miaute er und meinte es auch so. Er würde nicht aufgeben. Sie würde Jagen und Fischen können – und wenn er sich dafür jedes Fellhaar einzeln ausreißen musste!
“Wie du weißt, ist beim Fischen das Gleichgewicht sehr wichtig. Wir müssen uns gar nicht drüber unterhalten, dass dies dein größtes Problem ist. Ich denke, dass normales Jagen dir besser liegen würde – aber um Kriegerin zu werden, musst du Fischen können. Deshalb werden wir erst dies in den Griff bekommen. Was du nach deiner Kriegerzeremonie tust, ist dann natürlich dir überlassen. Ob du dich aufs Fischen oder Jagen konzentrierst.“, miaute er und blickte ihr direkt in die Augen – etwas, was er hasste. Er mochte es nicht unbedingt, Kätzinnen anzusehen. Im Grunde sehr albern...
“Beim Fischen musst du sehr konzentriert sein und darfst keine unruhigen Bewegungen machen. Du musst deinen Körper gezielt einsetzen. Fische sind schnell und haben im Wasser natürlich einen großen Vorteil. Du musst Geduld zeigen und warten. Bis sie ein Schatten unter der Schimmernden Oberfläche bewegt. Dann darfst du nicht mehr zögern. Komm mit.“, miaute er. Er lief zum Wasser und sprang mit einem Satz auf einen Flachen Stein, der inmitten des Flüsschens war. Wartete, dass Beerenpfote sich zu ihm gesellte.






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BeitragThema: Re: Die Zweibeinerbrücke   Di 15 Nov - 21:26

Beerenpfote ahnte nicht, dass er eine Abneigung gegen ihr Geschlecht hatte, woher hätte sie es auch wissen sollen? Immerhin war sie ja nicht gerade talentiert darin, andere zu lesen, denn dafür musste man ja zumindest ungefähr wissen, wie man welches Gefühl zeigte. Hätte sie gewusst, dass ihre Gesellschaft in seinen Augen gar nicht so ätzend war, hätte sie sich gefreut. Denn sie wollte ja eigentlich auch nur akzeptiert werden.
Seine Worte waren eine Bestätigung für sie und sie nahm sie mit einem leichten Nicken hin. Sie würde es sich merken, es nicht so schnell vergessen. Denn wenn sie eines nicht konnte, dann war es vergessen. Darin war sie alles andere als gut, auch wenn sie manches gern hinter sich lassen würde. Zum Beispiel die Worte ihres Vaters… Schon bei dem Gedanken drehte sich ihr Innerstes gefühlt nach außen, auch wenn nichts davon etwas an ihrer nahezu starren Haltung änderte, man ahnte es nicht. Wie konnte man auch glauben, dass ein Vater seiner Tochter etwas solches sagte?
Anders als es wohl anderen ergangen wäre, fühlte sich Beerenpfote weder vorgeführt noch in irgendeiner Weise gekränkt. Es war ein seltsames Gefühl, von Wüstenstaub so genau beobachtet zu werden, aber im Endeffekt würde es ihr helfen und deswegen war es gut. Der Krieger war ihr Mentor und anders als ihr bisheriger Mentor schien Wüstenstaub ambitioniert, etwas aus ihr zu machen, und das fühlte sich gut an. Da war keine innere Hoffnungslosigkeit mehr, die sie in der anderen Mentorenbeziehung verspürt hatte. Nun glaubte sie wirklich, dass sie mal etwas lernen und zu einer Kriegerin werden könnte.
Auch seine nächsten Worte entfachten Hoffnung in ihr, dass es besser aussah, als gedacht. Auch wenn das wohl eigentlich nicht positiv war und sie das wusste, klammerte sie sich daran, denn sie wollte nichts weiter als eine gute Kriegerin sein. Sein Lächeln verfehlte bei ihr jegliche Wirkung, denn sie konnte es nicht einordnen, was sie jedoch verstand, waren Worte.
Wüstenstaub analysierte nun ihr Problem beim Fischen. Es klang absolut schlüssig, ja, sie hatte wirklich Probleme mit dem Gleichgewicht auf zwei Beinen, was aber auch in ihren Augen kein besonders überraschendes Ergebnis war. „Wenn ich stehe, kann ich es länger halten“, miaute sie sachlich und erhob sich erneut. Sie richtete sich auf ihren Hinterbeinen auf und balancierte ihre Körpermitte heraus. Die kleine Kätzin war nun so groß wie Wüstenstaub und konnte ihm in die Augen sehen, den Blick, den er ihr zuwarf, erwidern. Für sie war es kein seltsames Gefühl, sie nahm es nicht wahr, was viele andere verspürten. Nämlich die Angemessenheit von Blickkontakt. Das konnte sie schlichtweg nicht einschätzen.
Und obgleich ihr Körper durch leichtes Schwanken zeigte, dass sie an ihrem Gleichgewicht arbeitete, so konnte sie sich doch recht gut halten und auch deutlich länger als im Sitzen mit gehobener Pfote. Erst jetzt fiel Beerenpfote ein, dass Wüstenstaub sie gar nicht aufgefordert hatte und sie ließ sich wieder auf ihre drei Pfoten hinab. Sie lauschte seinen Worten. Keine unruhigen Bewegungen, die waren sowieso keine Eigenart von ihr und das war dadurch wohl das kleinste Problem. Den Körper wiederum gezielt einzusetzen…darin war sie nun wirklich nicht besonders gut. Geduld…sie hatte welche, aber manchmal war die wohl zu schnell verbraucht. Nämlich immer dann, wenn sie etwas nicht so umsetzen konnte, wie sie wollte. Mit sich selbst hatte sie wahrlich keine Geduld…mit anderen dafür umso mehr. Und ihre Ungeduld zeigte sich ja auch nicht wirklich, von daher würde man sie wohl eher weniger bemerken. Sie folgte dem Kater wie befohlen zum Wasser, wo dieser mit einem grazilen Sprung einen flachen Stein erreichte. Sie selbst würde wohl niemals wie ein Reh hüpfen können, viel eher wie eine Kröte, die man zu Boden drückte.
Doch sie kannte sich selbst, sie konnte springen. Denn ihre Hinterbeine hatte sie ja, nur das Landen würde mehr als ungelenk aussehen. Davon ließ sie sich jedoch nicht beirren, sprang und erreichte sogar den Stein, doch auf diesen schlug sie bäuchlings auf, da ihre Pfote auf dem nassen Stein abrutschte. Alle dreie von sich gestreckt lag sie einen kurzen Augenblick da, zog ihre Hinterpfoten, die ins Wasser ragten, auf den kalten Untergrund und drückte sich hoch. Die Schülerin schüttelte sich kurz das Fell und sah dann abwartend zu Wüstenstaub.



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BeitragThema: Re: Die Zweibeinerbrücke   Do 17 Nov - 17:46


Wüstenstaub

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Im Grunde... verstand er die Kätzin vor sich überhaupt nicht... Es war nicht einmal das Fehlen jeglicher Gefühlsausdrücke. Nein... viel mehr war es, dass sie trotz allem den Mut fand weiter zu machen.
Auch, wenn die Katzen des Flussclans im Grunde ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl besaßen und es selten geschah, dass sie jemanden ausgrenzten... so konnte er sich doch gut vorstellen, dass Beerenpfote häufig missverstanden, wenn nicht sogar abgelehnt wurde.  Immerhin war es schwierig mit ihr zu kommunizieren. Nicht, weil das Gespräch anstrengend oder sie unfreundlich war. Sondern einfach, weil so gar kein Feedback kam. Er wusste nicht einmal, ob sie seine Worte wirklich verinnerlicht hat – oder ob sie es einfach nur so sagte.  Aber er wollte zur Abwechslung selbst mal positiv denken und hoffen, das er sich in ihr nicht täuschte.
Auf seine Worte hin nickte die Schülerin und grade das war es, was ihn verwirrte. Einerseits natürlich gut... so gab es keine unnötigen Diskussionen. Andererseits... fehlte ihm das Gefühl, dass wirklich verstanden wurde! Obwohl... wenn man es genau nahm, hieß eine mündliche Bestätigung und das Zeigen von Emotionen ja auch nicht gleich, dass verstanden wurde... Im Endeffekt war es also so und so eine 50/50 Chance...
Wüstenstaub hatte nicht den Hauch einer Ahnung, was in seiner Schülerin vorging und das sie durchaus zu Emotionen fähig war – diese nur einfach nicht für andere Sichtbar ausdrücken konnte.  Manchmal glaubte er, in ihren Augen etwas aufglimmen zu sehen. Aber im nächsten Moment schien es verschwunden und so wusste er nicht, ob er sich nicht einfach getäuscht hatte. Hätte er gewusst, dass seine Schülerin seit langem wieder ein wenig Hoffnung bekam, doch noch eine Kriegerin werden zu können, dann hätte er sich... gefreut. Wirklich gefreut. Nicht das Schauspiel, was er immer vor anderen abzog. Vermutlich hätte es seinen Ehrgeiz noch weiter gesteigert – den jemanden zu enttäuschen, der an ihn glaubte, war das letzte, was der Kater wollte.
Er beobachtete genau, wie Beerenpfote sich nach ihren Worten, dass sie ihr Gleichgewicht im stehen besser halten könnte, auf die Hinterbeine erhob. Der Krieger musste gestehen, dass er aufgrund diesen Könnens ein wenig überrascht war. Wenn sie so nicht umfiel... dann würden sie es irgendwie schaffen, eine halbwegs respektable Fischerin aus ihr zu machen. “Gut. Gut.“, murmelte er leise, während sie nun auf Augenhöhe mit ihm war. Was zeigte, wie winzig die Schülerin war.  Plötzlich stellte sie ihre Vorderpfote wieder auf den Boden und blickte ihn wortlos an.
Nachdem er dann auf seinen Stein gesprungen war und dort auf Beerenpfote wartete, betrachtete er wie sie es anstellen würde, zu ihm zu gelangen. Befriedigt sah er, wie sie ohne das geringste Zögern zu ihm sprang – und äußerst unsanft landete. Doch – obwohl viele es sicher belächelt hätten – blieb er absolut ernst und sah sie einfach nur an, bis sie sich aufgerappelt hatte.
Dann schenkte er ihr eines seiner geprobten Lächeln und neigte den Kopf. “Sehr gut. Das Landen werden wir allerdings noch üben müssen.“, miaute er und wandte sich dann dem Wasser zu.
“Leg dich bitte abermals auf den Bauch. Nah an den Rand.“, miaute er und führte ihr vor, wie er es meinte, indem er sich selbst auf den Bauch legte. Seine Pfote hob er leicht an.  “Wir versuchen, ob du von einer erhöhten Position auch Fischen kannst, ohne zu sitzen. Ich kannte eine Katze, die hat nur so gefischt – allerdings war sie sehr dick und konnte ihr Gleichgewicht deshalb nicht sonderlich gut halten.“ Er musste ja nicht anmerken, dass es ein Hauskätzchen war... das würde nur unnötige Fragen aufwerfen. “Versuche so bitte, ob du einen Fisch erwischen könntest.“
Wirkte wahrscheinlich gut... wie er neben seiner Schülerin hier auf dem Stein lag....



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BeitragThema: Re: Die Zweibeinerbrücke   Mo 5 Dez - 18:27

Die kleine, dreibeinige Schülerin käme niemals auf den Gedanken, nicht verstanden zu werden, denn sie selbst hatte so große Probleme, andere wirklich zu verstehen, dass sie das für die Normalität hielt. Sie war anders, das wusste sie…sie konnte es sehen, denn die anderen Katzen verstanden einander, sie liebkosten einander und schenkten sich nette Worte. Ihre Mama hatte ihr manchmal was nettes gesagt, aber recht bald damit aufgehört, da sie keine Reaktion zeigte. Vermutlich hatte Schmetterlingsflug wie alle anderen gedacht, dass sie keine Gefühle hatte. Hätte Beerenpfote gewusst, dass Wüstenstaub sie aufgrund ihres Mutes, ihres Weitermachens, nicht verstand, wäre sie fast ein wenig stolz gewesen. Immerhin sagte das ja etwas über andere Katzen aus – nämlich, dass sie aufgegeben hätten. So hätte sie es zumindest für sich selbst definiert.
Beerenpfote merkte zwar, dass sie ausgegrenzt wurde, allerdings war es ihr egal. Es war ihr nicht wirklich wichtig, emotionale Bindungen einzugehen, sie kannte Recht und Unrecht, hielt sich an Regeln und Traditionen. Sie war sehr intelligent und in der Lage, mitzudenken, was sie auch regelmäßig tat, niemals würde sie blind einen Befehl gehorchen, der ihr nicht ganz richtig vorkam, da würde sie lieber noch weiter ausgeschlossen. Sie gehörte zu dem Clan und deswegen war es ihr Clan, aber sie brauchte ihn nicht so wie andere, um glücklich zu sein. Eine seltsame Sache, dass es sie überhaupt nicht scherte, was andere über sie redeten. Sie hatte ihre Ziele und die würde sie auch verfolgen, würde alles tun, was in ihrer Macht stand, ihr Bestes geben. Denn gerade das Beste war gut genug.
Als sie sich erhoben hatte, wirkte er ein wenig erstaunt, wenn das denn das richtige Wort war. Sie war sich nicht ganz sicher, was sie an ihm beobachten konnte, auch kannte sie seine Abstufungen noch nicht. Jede Katze machte zwar das gleiche, aber sie taten es auf unterschiedliche Weise. Und das konnte zu Missverständnissen führen, zumindest hatte sie das hin und wieder beobachtet. Sie ahnte nicht, dass sie ihn durch ihre mangelnde Rückmeldung fast schon ein wenig verunsicherte, immerhin wusste er nichts mit ihren Gefühlen anzufangen. Wie auch, zeigte sie ihm ja nichts davon. Aber damit war er ja nicht die Ausnahme, sondern der Normalfall. Sie war einfach nicht in der Lage dazu, das war weder böse Absicht noch Sympathie.
Wüstenstaub murmelte ein Gut, Gut und Beerenpfote war dadurch ein wenig zufriedener mit sich. Sie war zwar ungemein intelligent, aber sie legte jedes gesagte Wort im Prinzip auf die Goldwaage. Sie denkt nicht daran, dass jemand lügen könnte, sie wäre auch niemals imstande, eine Lüge zu erkennen. Das, was gesagt wurde, war für sie wahr…denn es ergab ja keinen Sinn, etwas Unwahres zu sagen.
Als sie auf den Stein sprang und unsanft landete, sah er sie ernst an. Aber sie glaubte, nicht erwartet zu haben, dass er so reagierte. Die Erfahrung hatte ihr eine andere Reaktion bei Katzen gezeigt, nämlich dass sie lachten. Es hatte sie zwar nie bekümmert, aber in diesen Momenten hatte sogar sie gespürt, dass es erniedrigend war. Wüstenstaub lächelte sogar…es war seltsam. Wie wollte er denn das Landen mit ihr üben? Das interessierte sie schon…denn wie konnte er ihr dabei helfen? Sie würde es ja erfahren, früher oder später. Vielleicht einfach, indem er ihr Hinweise gab. Da sie nun eine Möglichkeit in ihrem Kopf gefunden hatte, konnte sie sich wieder ihrem Mentor zuwenden. Er bat sie, sich auf den feuchten Stein zu legen. Eine eitlere Katze als sie hätte vielleicht gezögert, aber Beerenpfote war es völlig gleich und sie legte sich ohne Zögern nieder und schob sich zum Rand. Als er dann von der dicken Katze sprach, versuchte sie, sich eine solche vozustellen. Im Flussclan hatte sie noch nie eine wirklich dicke Katze gesehen…aber sie entschied, gerne mal eine sehen zu wollen. Denn man musste ja alles mal gesehen haben. Beerenpfote fand es nicht im Geringsten befremdlich, neben ihrem Mentor auf dem Stein zu liegen, das Fell an seinem, denn der Stein war ja nicht riesig. Und da es einem Zweck diente, war es etwas normales und nötiges und damit frei von jedem Makel oder Tadel. So einfach war das.



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BeitragThema: Re: Die Zweibeinerbrücke   Mo 12 Dez - 22:43

Wüstenstaub
Natürlich machte er sich so seine Gedanken, wusste er doch, dass Beerenpfote nicht mit den selben Maßstäben zu bewerten war, wie man es bei anderen Schülern tun konnte... er war sich durchaus darüber im Klaren, dass er vor einer großen Herausforderung stand! Aber er hatte sich bisher noch nie vor einer schwierigen Aufgabe gedrückt und würde jetzt mit Sicherheit nicht damit anfangen. So würde sich auch das Mentoren-Dasein für ihn ein wenig interessanter gestalten. Könnte er doch so aus dem Trott ausbrechen, der immer gleich ablief und ich schon bald zu langweilen begonnen hatte. Ja... wenn er es nun von diesem Standpunkt aus sah, war er im Falkenstern im Nachhinein nun doch dankbar, dass dieser ihm ausgerechnet Beerenpfote zur Schülerin gegeben hatte! Der Anführer neigte nicht zu unbedachten Handlungen und hatte sich mit Sicherheit bereits im Voraus einige Gedanken darüber gemacht, wem er die doch recht schwierige Ausbildung von Beerenpfote anvertrauen könnte. Somit... konnte Wüstenstaub ja im Endeffekt ziemlich stolz darauf sein, dass ihm Falkenstern ein solches Vertrauen entgegen brachte! Jedenfalls hoffte er, dass seine Gedanken die richtige Richtung einschlugen...
Das Beerenpfote ihm im Grunde sehr ähnlich war, übersah er dabei. Sie beide hatten einen unerschütterlichen Willen und gaben stets ihr bestes – allerdings nur dann, wenn es in ihren Augen auch richtig war. Wüstenstaub reizte das Gesetz der Krieger zwar gerne mal bis ans äußerste aus... aber er bewegte sich stets in einer Grauzone und diese Grenze überschritt er nicht.
So war er durchaus dafür, dass man sich mit den Katzen der anderen Clans anfreunden sollte... auch gegen heimliche Treffen hatte er nichts einzuwenden – er selbst musste es ja nicht so halten. Solange der eigene Clan trotzdem noch an erster Stelle stand... konnte er darüber hinweg sehen.
Aber genug davon... er sollte sich besser auf das Training mit seiner Schülerin konzentrieren.
Seine Gedanken wären aber bereits wieder abgeschweift, wenn er gewusst hätte, dass Beerenpfote ihn seltsam fand... wieder etwas, was sie gemein hatten. Ganz normale Katzen waren sie beide nicht. Mit dem Unterschied, dass die Schülerin für ihr Verhalten nichts konnte – und er sich seiner Verhaltensweise durchaus bewusst war – und anderen gezielt etwas vor spielte.
So allerdings sah er nur zufrieden, wie Beerenpfote sich auf ihren Bauch legte. Dicht neben ihm lag die Schülerin nun und wartete auf Anweisungen. Diese folgten prompt.
“Du erinnerst dich, was ich dir über das Fischen erzählt habe? Dass du auf den Schatten unter Wasser achten sollst.“, miaute er. Es war mehr eine Aussage, als eine Frage. “Versuch nun bitte, dies umzusetzen. Es ist nicht schlimm, wenn dir die ersten Fänge durch die Pfoten schlüpfen – du musst erst einmal ein Gefühl dafür bekommen, wann der richtige Zeitpunkt zum zuschlagen ist.“ Aber... vielleicht überraschte sie ihn auch.... wer weiß.

//out... Gott.... ich bin so grottig :/\\




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BeitragThema: Re: Die Zweibeinerbrücke   Mo 20 Feb - 10:50

Beerenpfote wusste nicht, dass ihr Mentor sie als eine Herausforderung bezeichnete und hätte sie es gewusst, sie hätte sich nichts daraus gemacht. Hier war sie vielleicht die einzige, die das nicht als eine Beleidigung auffasste, für sie war es eine realistische Einschätzung der Tatsachen, immerhin war sie ja wirklich schwieriger als andere zu unterrichten. Besonders, wenn der Mentor ja ihr fehlendes viertes Bein besaß. Da mochte es sehr schwer fallen, sich in jemanden ohne dieses Merkmal hineinzuversetzen.
Hätte sie allerdings seine Gedanken über clanübergreifende Freundschaften gekannt, sie hätte ihm widersprochen. Denn für sie war der Clan als Konstante zu sehen, sie brauchte ihn, um sich orientieren zu können im sozialen Leben. Vielleicht mochte es sein, dass es daran lag, dass sie nicht wusste, was genau eine Freundschaft beinhaltete. Noch nie hatte sie einen Freund gehabt oder jemals darüber nachgedacht, sich einen zu suchen. Das käme ihr niemals in den Sinn. In dieser Hinsicht unterschied sie sich wohl sehr von anderen Katzen. Aber schon der Begriff heimliche Treffen wäre für sie ein Grund, dagegen zu sein. Denn nichts sollte im Clan geheimgehalten werden müssen. Für sie gab es ein Alles oder Nichts, keine Kompromisse.
Als Wüstenstaub nun meinte, ob sie sich erinnerte, neigte sie bestätigend den Kopf, denn sie verstand nicht, dass es eine Aussage war, etwas, was keiner Antwort bedurfte. Betonungen verstehen konnte sie nicht, für sie waren es die Worte, die sie nüchtern betrachtete, auf die sie reagierte. Da gab es keine Abstufungen. Zumindest noch nicht. Denn bisher hatte sie es nicht gelernt, darauf zu achten, weil es ihr auch gar nicht wichtig erschien. Bisher war ihr das nicht aufgefallen, dass man in unterschiedlichen Tonlagen sprach.
Auf dem Bauch liegend streckte sie ihre Vorderpfote ins Wasser, um abzuschätzen, wo sie ihre Pfote sah, um die Spiegelung einzuschätzen. Sie drehte ihre Pfote hin und her und betrachtete, wie sich die Spiegelung veränderte. Dann zog sie ihre Pfote aus dem Wasser und rutschte ein wenig dichter an Rand, sodass ihre Vorderpfote über dem Wasser schwebte. Auch wenn sie so einen Schatten warf, was sie nicht sollte, anders könnte sie nicht schnell genug mit der Pfote ins Wasser schlagen. Sie ruckelte hin und her, bis möglichst wenig Schatten auf die Wasseroberfläche fiel. Dann wartete sie. Sie entdeckte einen feinen Schatten unter  der Wasseroberfläche und wartete einen Moment, ehe der Schatten in einer Position war, in der sie an ihn heranlangen konnte. Vorsichtig spannte sie ihren Körper, dann schnellte sie vor. Während sie mit der Pfote ins Wasser schlug und den glitschigen Fisch an dieser spürte, merkte sie, wie sie ihr Gleichgewicht verlor. Mit einem lauten Platschen landete sie im Wasser des Flusses, doch den Fisch hatte sie erwischt und dieser war tatsächlich auf dem Stein gelandet. Doch sie selbst schlug nun mit ihren Beinen, um sich an der Oberfläche zu halten. Es war ihr unangenehm, dass sie versagt hatte. Sie drückte sich mit der linken Schulter gegen den Stein, um die Pfote auf den Stein zu bekommen. Pitschnass hing sie nun da und strampelte mit den Hinterbeinen, um sich wieder auf den Stein zu ziehen. Sie hatte versagt. Und das vor ihrem Mentor. Er musste sich schrecklich schämen…



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BeitragThema: Re: Die Zweibeinerbrücke   Fr 18 Aug - 18:22

Wüstenstaub
Der Krieger beobachtete seine Schülerin mit einem gespielt freundlichen Gesichtsausdruck – doch innerlich konnte er seine Ungeduld kaum noch bezähmen.
Er war schon eine gefühlte Ewigkeit mit seiner Schülerin außerhalb des Lagers und in seinen Augen hatten sie kaum Fortschritte gemacht. Ein langer, steiniger Weg stand ihnen bevor – er hasste es schon jetzt.
Zudem er ihre Reaktionen auch nicht immer Verstand... oder besser gesagt... schienen sie beide sich gegenseitig nicht zu verstehen. Obwohl er sich manchmal fragte, ob Beerenpfote vielleicht auch einfach nur so tat. Das musste er unbedingt heraus finden...
Als die junge Kätzin sich vorsichtig dem Rand des Steins näherte, auf dem sie saßen und versuchte, seine Anweisungen zu befolgen. Dabei wackelte sie herum wie ein Hund auf der Suche nach einem Knochen... Ihr Schatten fiel aufs Wasser und er wollte sie grade ermahnen, als ihm bewusst wurde, dass ihr Hampeln genau damit zu tun hatte. Sie versuchte, ihre Position zu verbessern. Deshalb sagte er nichts und gab ihr die Chance, es auf ihre eigene Art und Weise zu bewerkstelligen.
Geduldig schien Beerenpfote zu warten und als sie nach vorne Schoss, hätte Wüstenstaub fast erwartet, sie würde mit einem Fisch aufwarten - doch sie verlor ihr Gleichgewicht und strampelnd landete sie mit dem Gesicht voran im Wasser. Sofort schoss der Krieger nach vorne und riss seine Schülerin zurück.
Obwohl sie äußerlich kaum eine Reaktion zeigte, schien es ihm, als stände sie bedröpelt und tropfend vor ihm. Nur deshalb verkniff er sich einen gemeinen Spruch und legte stattdessen den Kopf schief. “Na, da hab ich schon schlimmere erste Versuche gesehen. Das wird schon werden.“, miaute er mit einem Schnurren.
Er wollte sie bereits zu einem neuen Versuch ermutigen, als sich der Himmel über ihnen auftat. Sturzbäche fielen vom Himmel und in wenigen Sekunden hing sein Fell platt am Körper. „Zurück ins Lager.“, stieß er aus und packte Beerenpfote am Nackenfell. Da eh schon nass, schwamm er mit seiner Last hinüber, war sich nicht sicher, ob sie mit ihren drei Beinen schwimmen konnte... dies würde er später heraus finden...
Am Ufer ließ er sie los und wartete darauf, dass sie sich bewegte, bevor er sich eilig Richtung Lager begab.

Tbc FC Lager

//mieser Post :/ Sry.




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BeitragThema: Re: Die Zweibeinerbrücke   Mo 25 Sep - 12:14

Beerenpfote war es sehr unangenehm. Sie versagte nicht gerne, viel lieber machte sie keine Fehler. Und beinahe hätte sie es auch geschafft. Eine eigentlich zufriedenstellende Leistung, aber das war nicht genug. Da war dieses Wörtchen beinahe und dann auch noch eigentlich. Nein, sie war ganz und gar nicht zufrieden mit sich.
Auch wenn Wüstenstaub meinte, es hätte schon schlechtere erste Versuche gegeben, das beruhigte sie nicht. „Aber auch bessere“, miaute sie tonlos. Als würde all das von ihr abprallen. Doch sie mochte es nicht. Gar nicht.
Plötzlich brach der Himmel über ihnen auf und es begann zu schütten. Sturzbäche waren es, die da vom Himmel fielen. Schneller als sie gucken konnte war sie durchnässt und man konnte ihren kleinen, zierlichen Körper gut erkennen. Das weiche, flauschige Fell stand nicht wie sonst etwas ab, was den Blick auf die dünnen Beine und vor allem die erschreckend dünnen Flanken freilegte. Besonders viel aß sie eben nicht, sie wollte keine Last sein.
Daher dürfte es wohl ein leichtes für den starken Kater sein, sie am Nacken zu nehmen und wie ein Junges ans Ufer zu bugsieren. Gerne hätte sie protestiert, dass es definitiv zu viel Nähe war, aber sie wusste auch, dass es dumm wäre, da sie seine Hilfe ja brauchte. Wie schön es wäre, wenn es nicht so wäre. Doch das war Wunschdenken, etwas, was Beerenpfote nicht verfolgte.
Am Ufer setzte Wüstenstaub sie ab und sie schüttelte sich, sagte aber nichts. Seine Anweisung war klar gewesen. Zurück zum Lager. Deshalb machte sie sich auch sogleich auf den Weg. Es musste seltsam aussehen, noch seltsamer als sonst, immerhin war der Boden glitschig und so glitt sie mehrmals aus, doch sie bewegte sich so effektiv wie irgend möglich.

Gt: Lager

//das nennst du mies? Der hier ist noch schlechter



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BeitragThema: Re: Die Zweibeinerbrücke   Di 2 Okt - 19:57

Amselpfote
Tochter von Kupferschnee,
Schwester von Abelienpfote und Spechtpfote,
Schülerin von Rauchherz

cf: Lager des FlussClans
Die gescheckte Schülerin war schon lange außer Sichtweite ihrer Clangefährten als ihr Kopf endlich die Wasseroberfläche durchbrach. Die helle Stelle die sie in der Dunkelheit des Flusswassers ausmachen hatte können war tatsächlich ein Schritt in die richtige Richtung gewesen. Sie schnappte nach Luft und Wasser flutete ihre Lungen. Sie hustete und noch mehr Wasser kam in ihre Lungen und versperrte den Weg für das Element was wirklich wichtig war: Sauerstoff. Ihr Kopf war nun klar, aber die langen Beine wurden immer müder. Sie war eine Versagerin, doch das hatte sie zuvor schon zu genüge durchgekaut. Sie war bereit gewesen zu sterben und jetzt…konnte sie den Tod einfach nicht mehr hinnehmen, egal was ihre Clankameraden von ihr hielten. Sie musste das ganze überleben. Musste zurück zu ihrer Familie und ihnen eine Stütze sein. Egal, in welcher Weise. In ihrem Hirn klickte es und ihre Beine paddelten heftiger. Ihre Gliedmaßen wurden derweil immer schwächer – die Kälte sog all die übriggebliebene Energie aus ihnen – aber der Wille war da und die frisch aufkommende Panik machte ihn nur noch stärker. In heftigen Bewegungen warf sie ihren Kopf zu allen Seiten, um herauszufinden wo sie war und ob sie bald an eine Stelle kommen würde an der das Ufer relativ gut zu erreichen war. Eine Stelle, an der auch ihre schwachen Pfoten noch Halt finden würden. Als sie bemerkte wie die Bäume nur so vorbeiflogen und sie schon beinahe bei der Zweibeinerbrücke war keuchte die Schülerin entsetzt auf. Sie musste den Fluss hier verlassen. Unverzüglich. Musste das sichere Ufer erreichen. Wenn sie es vor der Schlucht nicht aus dem Wasser schaffte war sie definitiv dem Tode geweiht. Ihr zuvor schon hektisches Paddeln wurde noch schneller. Unkontrolliert. Sie mahnte sich ruhig zu bleiben – perfektioniert - kontrolliert. Dennoch wurde ihr Atem schneller und sie drohte zu hyperventilieren. In eh schon so unruhigem Wasser keine gute Idee, wie sich schnell herausstellte. Sie schluckte weiter Wasser und der Regen der erbarmungslos auf sie niederprasselte machte das Atemholen für Amselpfote zur Qual. Zahllose Male versuchte sie näher ans Ufer zu kommen, aber jedes Mal wurde sie vom Strom wieder in die Mitte des Flusses gezogen. Sie keuchte heftiger und gleichzeitig viel flacher als zuvor. Ein weiteres Mal schienen ihr die Katzen an den Augen vorbeizuziehen, die ihr in ihrem Leben am wichtigsten waren. Schließlich kam ihr Meerblick vor Augen. Er stand einfach nur vor ihr – in der für ihn so typischen missmutigen Art und Weise – und schüttelte den Kopf. Ich habe dich vor der Zweibeinerbrücke gewarnt. Ich habe dich vor dem Fluss gewarnt. schienen seine Gesichtszüge zu sagen. Er hatte Recht behalten. Sie war eine Versagerin. Versagerin, Versagerin, Versagerin…das war der einzige Gedanke der nun ihren ehemalig so klaren Kopf füllte und das Paddeln und Luftholen noch schwerer machte. Amselpfote gurgelte seltsam und keuchte dann heftig. Zu. Viel. Wasser. Ihre Lungen waren voll. Sie versuchte das Wasser auszuhusten und verschluckte sich nur noch mehr. Schatten bildeten sich an den Rändern ihrer Augen. Wieder dieser Tunnelblick. "Hilfe.", krächzte sie. Es war kaum mehr als ein flüstern. "Hilfe! Bitte!" Etwas lauter. Es war ihr letzter Ausweg. Die letzte Chance. Das letzte Aufbäumen vor dem sicher geglaubten Tod.
Die dunkelgrünen Augen wurden trübe. Das Paddeln wurde immer schwächer – das letzte bisschen an Widerstand vor dem Tod schwand mit jeder Sekunde ein bisschen mehr. Meerblick hatte recht gehabt. Man sollte der Zweibeinerbrücke nicht vertrauen, dachte sie halb benommen und trieb langsam aber sicher unter die Wasseroberfläche.
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BeitragThema: Re: Die Zweibeinerbrücke   Mi 3 Okt - 12:42

Sprenkelpelz
Infos: 13 Monde | Schattenclan | single – hin und hergerissen zwischen Nebelfeder & Seidenwind
ERWÄHNT: Nebelfeder, Blutstern
ANGESPROCHEN: Amselpfote

Cf Krähenort – Schattenclan-Territorium


Oh man... er hatte nicht den leisesten Schimmer, wo er war... Eigentlich hatte er einfach nur zur Grenze gehen wollen und von dort über das Territorium des Donnerclans zum Fluss...
Aber irgendwo musste er falsch abgebogen sein und hatte sich total verlaufen. Den Fluss hatte er zwar erreicht... aber nicht dort, wo er eigentlich hin wollte. Scheinbar war er inmitten des Flussclan-Territoriums... Blieb nur zu hoffen, dass keiner von diesen Fischköpfen ihn hier erwischte... Blutstern würde sicherlich Freudensprünge vor Begeisterung machen, wenn sie ihn ins Lager zurück bringen müssten...

Die Strafe, die daraufhin folgen würde, wollte er sich gar nicht erst vorstellen...
Nun gut... Er war ja nicht komplett auf den Kopf gefallen und würde schon wieder nach Hause finden! Natürlich hätte er auch umdrehen können, bevor er sich noch tiefer im Territorium verirrte... aber er wollte doch für Nebelfeder einen Fisch fangen... diesen Stolz präsentieren und ihr Held sein! Okay... wenn er es sich so durch den Kopf laufen ließ... klang es schon ziemlich kitschig... vielleicht war es ihr auch peinlich... er hätte sie erst fragen sollen...
Aber dann wäre es ja keine Überraschung mehr gewesen!
Mit einem tiefen Seufzen, welches vor Selbstmitleid nur so triefte, lief Sprenkelpelz am Ufer entlang, inmitten des Regens. Konnte er ja nicht wissen, dass sich kein Fisch naher der Oberfläche würde zeigen würde, wenn der Regen so unablässig die Oberfläche aufwirbelte. Immerhin war er ja keine Flussclan-Katze, denen das Fischen im Blut lag.
Doch wäre er an diesem Tag, in genau dieser Stunde nicht am Fluss gewesen, unvorsichtig das Gebiet eines anderen Clans betretend, so hätte er wohl die Kätzin nicht gehört, dessen Hilfeschreie durch das Unwetter auf seine Ohren stießen. Zuerst hatte er gedacht, der Wind würde ihm einen Streich spielen, doch dann hörte er sie erneut. Es kam vom Fluss und seine Augen huschten über die aufgewühlte Oberfläche, auf der Suche nach dem Ursprung der Schreie.
Und dann sah er es. Einen kleinen Kopf, welcher sich immer wieder an die Oberfläche durchkämpfte, doch von den Wellen stetig abermals in die Tiefe gezogen wurde. Sprenkelpelz zögerte nicht.
Obwohl er nicht wirklich gut Schwimmen konnte und Wasser auch nicht unbedingt schätzte, stürzte er sich in die Fluten. Mit der Stärke der Strömung hatte er jedoch nicht gerechnet... sie zehrte an ihm, versuchte ihn nach unten zu ziehen und das ein ums andere Mal gelang es ihr. Er kämpfte sich nach oben, suchte nach der Katze, welche er zuvor gesehen hatte und da... eine kleine Nase wurde soeben vom Wasser verschluckt.
Sprenkelpelz paddelte mit den Pfoten, ließ sich von der Kraft des Wassers führen und tauchte unter, als er bei der strampelden Katze angekommen war. Sein Zähne packten die Kätzin, er wusste nicht genau wo, aber wichtig war nur, dass er sie hatte. Dabei jedoch verschluckte er eine Menge Wasser, bekam selbst kaum Luft.

Er kämpfte sich nach oben und in die Richtung, wo er das Ufer vermutete. Anstrengender, als jemals vermutet, hatte er das Gefühl, nicht eine Schwanzlänge vorwärts zu kommen. Doch irgendwann fanden seine Pfoten halt und er zog seine kleine Last an Land, wo er sie prustend und keuchend zu Boden fallen ließ. Mit dem Gefühl, so viel Wasser geschluckt zu haben, dass er nie wieder würde trinken müssen, ließ er sich neben der Katze fallen, welche sich als Schülerin entpuppte. Er stieß sie mit der Pfote an. “Lebst du noch?“
Wow... was für eine selten dämliche Frage...




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BeitragThema: Re: Die Zweibeinerbrücke   Do 4 Okt - 1:56

Amselpfote
Tochter von Kupferschnee,
Schwester von Ablielienpfote und Spechtpfote,
Schülerin von Rauchherz

Alles um sie herum war schwarz, nur Meerblick kam in ihr Blickfeld und lächelte ihr entgegen. Sie hatte nicht gewusst, dass der Kater lächeln konnte. Vielleicht war es das Ganze dann doch wert gewesen. Nur um ihn lächeln zu sehen. Sie lächelte zurück. Das Paddeln ihrer Pfoten nur noch eine ferne Erinnerung an etwas das mal gewesen war. Sie wusste, dass sie sich noch bewegten, allerdings wusste sie nicht, in welcher Hinsicht und ob sie ihre Pfoten überhaupt noch über Wasser hielten. Das Atmen hatte die junge Kätzin schon lange ausgegeben. Sie seufzte – fühlte sich friedlich in die Dunkelheit gleiten, als etwas an ihrem Pelz riss. Sie aus dieser friedlichen Umgebung herausriss und sie erbarmungslos wieder in die eigentliche Realität verfrachtete. Sie schnappte nach Luft, doch um sie herum war nur Wasser und die Strömung die an ihrem rostroten Pelz riss.  Dann trafen ihre Pfoten auf etwas Hartes… sie wurde auf matschigen Grund geschleift. Plötzlich war sie wieder frei von dem scharfen Druck auf ihrem Pelz und lag nur noch kraftlos und benommen auf dem weichen Grund. Fühlte ein paar lange Momente gar nichts. Keine Gefühlsregung, keinen Regen und auch keinen anderweitigen äußeren Einfluss. Neben ihr wurden anscheinend Worte geformt und ausgespuckt, aber ihr war als ob eine Schicht aus Wasser sie daran hinderte herauszufinden was diese Worte zu bedeuten hatten. Alles fühlte sich verschwommen an.  Vielleicht war sie im SternenClan? War das die erste Prüfung? Gab es überhaupt Prüfungen? Sie wusste es nicht, konnte sich in dem Moment nicht an die Geschichten erinnern, die ihr als junges Kätzchen von den Ältesten erzählt worden waren. Dabei hatte sie doch so viel Zeit mit den Ältesten verbracht…
Sie seufzte und in dem Moment wurde ihr klar, dass sie sich definitiv nicht im SternenClan befand. Ihre Kehle kratzte fürchterlich. Sie brauchte Luft. Sauerstoff. Ihre Lungen fühlten sich jedoch so an, als hätten sie sich in den Fluss selbst verwandelt. Sie wusste nicht wie lange sie einfach nur bewegungslos dagelegen hatte, aber jetzt krümmte sich ihr athletischer Körper zusammen und sie hustete hemmungslos. Hustete so viel Wasser, dass es schon fast unglaublich schien dass das alles in den kleinen Körper gepasst hatte. Ihr wurde schlecht. Noch während sie hustete kam sie auf die Beine und erbrach sich. Amselpfote zitterte und brach zusammen. Erbrach sich noch einmal. Die Welt um sie herum schwankte, als wäre sie noch immer in dem auf und ab der Strömung des Flusses gefangen. Ihr wurde schummrig und sie wollte sich gerade wieder auf den wunderbar festen, stabilen Boden legen, als ihr bewusst wurde, dass da etwas in ihrer Nähe war, was da nichts zu suchen hatte. Nicht etwas, jemand. Sie konnte es nicht riechen, ihre Nase und Mund war noch mit Wasser und Erbrochenem zugestopft, aber sie konnte es spüren. Eine Bewegung in ihrem Augenwinkel die mit den vor einer Weile seltsam gemurmelten Worten einherging ließ sie dann heftig zusammenzucken. Eindringling! Gefahr! Sie sprang einen Satz nach hinten und wäre um ein Haar mit eben dieser Gefahr zusammengekracht. Sie zuckte noch einmal zusammen. Wo war ihr Orientierungssinn wenn man ihn brauchte? Die schlanke Kätzin keuchte und drehte sich zu dem Angreifer um. "Wer…? Was…zu… suchen?" konnte sie gerade noch ausspucken, ehe ihre Beine unter ihr nachgaben und sie nur noch zu dem Fremden aufschauen konnte. Tatsächlich. Ein Fremder – ein Kater. Er schien genauso nass wie sie zu sein. Vielleicht ein wenig erschöpfter als üblich für eine Katze die einfach nur am Rande des Flusses stand und in die Fluten schaute. Selbst wenn das Wasser auch so hemmungslos von oben auf die beiden niederprasselte. Hatte er ihr etwa…geholfen? Hatte er sie gerettet? Ihr Verstand war noch immer trübe aber je heftiger diese Erkenntnis in ihr Gehirn floss, umso großer wurden die dunkelgrünen Augen der Kätzin. Wer war dieser Fremde bloß?
Ein Streuner? Ein Kater aus einem anderen Clan? Sie versuche erneut es durch ihren Geruchssinn zu bestimmen und wurde mit einer Brise Flusswasser begrüßt. Schwach noch etwas anderes…vielleicht SchattenClan? Sie hatte noch nicht allzu viel mit den Katzen der anderen Clans zu tun gehabt und war sich nicht sicher. Aber er war definitiv niemand aus ihrem Clan und ein gewisser Hass schlich sich in ihre Gedanken, der aber sofort wieder unterdrückt wurde als sie daran dachte, was der Kater für sie getan hatte. Sie verdankte ihm ihr Leben. Sie war wertlos – eine Versagerin – und dennoch war jemand für sie in die Fluten gesprungen und hatte sie vor dem Tode bewahrt. "Hast du…wirklich? Danke." Ihre Kehle war noch immer geschwollen und die Worte waren kaum mehr als ein Krächzen. Dennoch kamen sie ihr wie unwillkürlich von den Lippen und die Kätzin blinzelte verwirrt. Hatte sie das richtige gesagt? Sie wusste es nicht. Sollte sie noch etwas anderes sagen? Vielleicht warum sie dankbar war, oder war das unnötig? Der Kater wusste ja, dass er ihr das Leben gerettet hatte, nicht wahr? "Dafür… dass du mich aus Fluss geholt…, ja?" Sie kam sich dämlich vor. Ihre Kehle noch immer wund und sie unfähig ganze Sätze zu bilden. Der Kater würde im nächsten Moment bestimmt hemmungslos zu lachen anfangen, so erbärmlich wie sie da vor ihm hockte. Er musste denken, sie wäre geistig zurückgeblieben. Zu all ihrem übel fing sie jetzt auch wieder stark zu zittern an. Stärker als zuvor. Ihr ganzer Körper bebte und ihre Zähne schlugen in einem stetigen Rhythmus laut zusammen. Es war kalt und ihre Energiereserven waren durch die Nahtoderfahrung und das damit verbundene Erbrechen komplett aufgebraucht. Sie war froh, dass sie nicht mehr stand, sonst wäre sie noch einmal zusammengebrochen. Noch eine solche Blamage hätte sie vermutlich nicht ausgehalten. Schließlich seufzte sie aber ergeben und kämpfte sich mit letzter Willenskraft dann doch auf ihre vier Pfoten. Blamage oder nicht, sie wollte mit dem Kater auf einer Höhe sein, wenn er ihr antwortete. Zumindest so gut wie – sie war ja nur eine Schülerin und noch viel zu klein für so eine ausgewachsene Katze, auch wenn sie schon zu den größeren Katzen ihres Alters gehörte.
Sie hasste es aber so wehrlos zu sein. Auch wenn er ihr bestimmt nichts tun würde, jetzt, nachdem er schon ihr Leben gerettet hatte, nicht wahr?! Dennoch blickten sie ihn mit großen Augen kampfbereit an. Nur für den Fall, dass er ihr doch versuchen würde etwas anzutun. Ein Witz, wenn man ihren restlichen Körper auch nur mit einem kurzen Blick streifte. Sie war nur ein paar Momente von einem erneuten Zusammenbruch entfernt.
Falkenstern hatte sie enttäuscht, alle anderen waren in ihrer Meinung über sie bestätigt worden. Sie hatten sie gesehen, als das was sie war und das was sie trotz all ihrer Anstrengungen bleiben würde: Überperfektionistisch bei allem was sie tat und trotz dessen noch immer eine Versagerin.
---------------------
Erwähnt: Meerblick, Falkenstern
Angesprochen: Sprenkelpelz
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BeitragThema: Re: Die Zweibeinerbrücke   Do 4 Okt - 20:40

Sprenkelpelz
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ERWÄHNT: Nebelfeder, Seidenwind
ANGESPROCHEN: Amselpfote

Wie diese Flussclan-Katzen es täglich im Wasser aushalten konnten... war für Sprenkelpelz eine Frage, über die er sich die nächsten Monde gewiss noch Gedanken machen würde!
Er selbst würde sich freiwillig so schnell nicht mehr auf nur in die Nähe eines Flusses wagen! Vor allem nicht bei einem solchen Wetter, bei dem man eigentlich als Vernünftige Katze sein warmes, weiches Nest nicht einmal verlassen sollte. Aber... vernünftig und normal traf bei ihm ganz klar nicht zu. Wenn er es nicht schon vorher gewusst hätte – dann definitiv jetzt.

Natürlich... er hatte eine gute Tat vollbracht und das kleine Ding gerettet... aber so im Nachhinein betrachtet, war es eine ziemlich dumme Idee gewesen! Immerhin hätte er selbst sterben können. Sonderlich viel Talent zum Schwimmen hatte er ja nicht! Ehrlich gesagt... er war bisher noch nie im Wasser gewesen! Also im Wasser schon! Aber eben nicht in einem Fluss, sondern höchstens in einem Bächlein. Wo er durch watten konnte...
Hätte er im Voraus gewusst, dass Schwimmen doch so... kräftezehrend ist, um es mal harmlos auszudrücken, dann hätte er sich vermutlich dreimal überlegt, ob er wirklich so frohen Mutes in den Fluss hüpfen sollte!
Ach Mäusedreck... was machte er sich da vor! Selbst dann wäre er zur Rettung geeilt... er war sich ja auch so der Gefahr bewusst gewesen und hatte nicht gezögert. Er hätte es sich ewig vorgeworfen, es ewig bereut, wenn er sie nicht gerettet hätte.... Zudem er dann auch das Gesetz der Krieger gebrochen hätte.. Oder nicht? Galt dieses auch für Katzen aus fremden Clans? Vielleicht sollte er Seidenwind später fragen!
Wie er nun auf die Königin kam, wusste er auch nicht, hätte er im Angesicht des Todes doch eigentlich an Nebelfeder denken sollen... nun gut... im Endeffekt ja auch egal...

Jedenfalls hatte das Schwimmen gegen den Strom ganz schön an seinen Kräften gezerrt. Unverständlich, wie diese dürre Schülerin den Kampf gegen das Wasser so lange bestreiten konnte! Wer wusste, wie lange sie in den Fluten schon um ihr Leben kämpfte?! Mit seiner zusätzlichen Last war es ihm selbst noch schwerer gefallen, überhaupt an die Oberfläche zu kommen. Immer wieder hatte die Wellen über ihm zugeschlagen und ihn herunter gedrückt. Kaum hatte er sich zurück nach oben gekämpft, wurde er erneut hernieder gesogen.
Dabei war ihm aufgefallen, wie schwer es war, gleichzeitig nach Luft zu schnappen und die Schülerin im Maul zu behalten. Irgendwie hatte er es jedoch geschafft, beides zu bewältigen und nach und nach hatte er einen Rhythmus gefunden, der ihn an Land brachte. Wobei er ehrlicherweise zugeben musste, dass er am Ende die Orientierung verloren hatte. Das er tatsächlich festen .- okay... weichen, schlammigen Grund – unter den Pfoten bekam, war für ihn eine unglaubliche Erleichterung. So hatte er seine Last ans Ufer gezerrt und sie dort fallen lassen, während er einen Schwall Wasser ausspuckend kurz neben ihr zusammen sackte.

Jedoch bei weitem nicht solchen Strapazen ausgesetzt wie die Flussclan-Schülerin, erholte sich der Kater schnell und erhob sich, zwar auf Zitternden Beinen, jedoch stehen bleibend. Ein paar Schritte entfernte er sich, nicht von der Kätzin, aber vom Wasser und ließ sich erst in sicherer Entfernung auf seinen Hintern fallen. Was für ein... schrecklicher Tag! So gut begonnen und nun so endend!
Von seinem Platz aus beobachtete er nun die Schülerin, welche er im ersten Moment für tot hielt und schon überlegte, sie abermals anzustupsen. Hatte er ja keine Erfahrung damit, was es zu tun gab, wenn eine Katze zu viel Wasser geschluckt hatte.... Doch da schnappte sie so plötzlich nach Luft und ein Schwall Wasser schoss aus ihrem Mund, dass er mit einem erschrockenem Fauchen auf die Beine sprang. Beim Sternenclan! Musste sie ihn so erschrecken!
Noch immer mit angelegten Ohren betrachtete er Amselpfote, welche sich wacklig erhob – und erbrach. Angewidert rümpfte Sprenkelpelz die Nase und verzog das Gesicht. Igitt... Und die Entleerung ihres Magens schien überhaupt kein Ende nehmen zu wollen. Was fraßen diese Fischköpfe nur?!

Und da schien sie ihn zu bemerken, denn sie blickte zu ihm, zuckte zusammen und sprang einen Satz zurück. Allerdings scheinbar in die falsche Richtung, denn stieß sie fast mit ihm zusammen.
Sie stieß stammelnd etwas aus, keinen vollständigen Satz, doch konnte er sich zusammen reimen. Und im nächsten Moment brach sie abermals zusammen und blickte ihn mit leicht panischen dunkelgrünen Augen an. Trotz dieser Angst waren sie ausgesprochen schön! Um sie etwas zu beruhigen, wollte er sie wenigstens nicht im Unklaren lassen, mit wem sie es zu tun hatte.
“Ich bin Sprenkelpelz. Aus dem Schattenclan. Und du bist?“, miaute er, die Frage einfach der Höflichkeit halber stellend. Was er hier zu suchen hatte... darauf ging er dann doch lieber nicht ein. Was sollte er auch sagen? Ach... ich hab gedacht, dass ich der Kätzin, die mir heute die Unschuld genommen hat, zum Dank einen Fisch mitbringen könnte! Wie erbärmlich würde das denn klingen?! Nur alleine bei dem Gedanken, er könnte es tatsächlich aussprechen, begann er, unruhig mit den Pfoten zu treten.
Ein Glück, dass er von diesen Gedanken abgelenkt wurde, als ihre Augen immer größer wurden. Verdammt! Diese Augen waren wirklich unglaublich! Sie bedankte sich bei ihm, krächzend kamen diese Worte und er musste sich bemühen, sie zu verstehen. Zwar waren ihre weiteren Worte mehr eine Frage, aber sie war ja auch noch ein wenig verwirrt, von ihrer Nahtot-Erfahrung. Er kam sich wirklich wie ein Held vor!
Tatsächlich erschien ein schiefes Lächeln auf seinem Gesicht. Wo er sich ernsthaft zu fragen begann, woher dies kam! Und woher sein Gesicht wusste, wie man schief lächelte, tat er es doch sonst eher nicht. Weil er dabei wie ein Tölpel wirkte – jedenfalls in seinen Augen.

“Also... Jaaaah... ich dachte, du könntest Hilfe gebrauchen.“, antwortete – und seine Heldenvorstellung verpuffte. Weil es ja auch nicht offensichtlich war, dass sie eben diese benötigt hatte. Er war wirklich ein Mäusehirn....
Da bemerkte er ihr Zittern, hatte sie Angst? Oder war ihr Kalt? Er wusste es nicht... tippte aber mal auf ersteres, denn sie zeigte keine Anzeichen mehr von Furcht. Eher schien sie plötzlich rauflustig. Sicher war er sich da allerdings nicht. Trotzdem hatte er das Gefühl, er müsse ihr zeigen, dass er im Ernstfall ganz klar gewinnen würde.
So erhob er sich und blickte von oben herab auf die Schülerin hinab, wobei er überrascht fest stellte, dass sie gar nicht mal so klein war, wie es anfangs den Anschein gemacht hatte. Trotzdem... er war größer und Punkt. Doch sah er auch die Schwäche, die den schlanken, athletischen Körper erbeben ließ. Die Kälte des Wassers, des beißenden Windes, der auch ihm unter sein kurzes, durchnässtes Fell fuhr. Mit dem Unterschied, dass er selbst nicht so lange im kalten Nass gefangen war wie sie und deshalb die Kälte noch nicht bis zu den Knochen gekrochen war.
Er wollte sie fragen, ob sie Hilfe bei der Rückkehr zum Clan brauchte und öffnete den Mund. “Soll ich dich wärmen?“

Ähhh... bitte was?! Wo kam das denn her? Er wollte etwas sagen, etwas kluges... doch fiel ihm nichts ein.... Flucht wäre vielleicht auch noch eine Alternative gewesen....
Verlegen aufgrund dieses unbedachten Angebots, jedoch leicht trotzig blickte er die Schülerin an. Was sollte sie nur von ihm halten.... Wie konnte er nur eine so blöde, vollkommen unangebrachte Frage stellen? Bei ihm war wirklich Hoffnung und Malz verloren....




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BeitragThema: Re: Die Zweibeinerbrücke   Mo 8 Okt - 19:12

Amselpfote
Tochter von Kupferschnee
Schwester von Abelienpfote und Sprechtpfote
Schülerin von Rauchherz

Amselpfote bemerkte wie angewidert er von ihr am Anfang war und sie konnte es ihm nicht verübeln – sie selbst wäre schon von ihrer bloßen Anwesenheit angewidert gewesen und jetzt benahm sie sich auch noch so als würde sie gleich sterben – sie hätte an seiner Stelle da schon längst umgedreht und wäre geflohen. Das tat er aber zu ihrer Überraschung aber nicht. Er hatte sie aus dem Fluss gezogen und war geblieben.
Sprenkelpelz. SchattenClan. Wenigstens hatte er sich etwas aus ihrem Gestammel zusammengereimen können und ihr sogar vernünftig geantwortet. Und sie selbst hatte den SchattenClan sogar richtig identifiziert. Falkenstern würde stolz auf sie sein, wenn es ihn denn überhaupt interessierte. Wenn er überlebt hatte, nachdem sie es nicht geschafft hatte ihn zu retten. Aber was dachte sie sich bloß? Jemand anderes hatte ihm bestimmt schon geholfen - ihm größeren Nutzen gebracht als sie das je tun könnte; und außerdem war er ein Anführer mit mehr als nur einem Leben. "Mein Name ist Amselpfote, ich komme aus dem FlussClan." Beim SternenClan, ein ganzer Satz, das hatte sie bei ihrem Talent jetzt selbst nicht erwartet.
Dann lächelte er und sie begann sich ein wenig wohler und sicherer zu fühlen. Er hatte sie gerettet. Sie hatte keine Ahnung warum, aber dieser Riese hatte sie aus dem Fluss gezogen und damit ihr Leben gerettet. Jetzt, wo er sie sah schien er seine Entscheidung noch nicht einmal zu bereuen, obwohl er so entkräftet schien. Eine ausgewachsene und vor allem so große Katze sollte den Fluten besser standhalten können und sie war ja nicht allzu schwer nicht wahr? Dann dämmerte ihr es. SchattenClan natürlich. Diese Katzen konnten in ihrer Jugend nicht allzu viel mit dem Wasser zu tun gehabt haben, wenn denn überhaupt einmal. Das brachte natürlich eine Frage auf. "Was zum Finsteren Wald machst du auf unserem Territorium?" Amselpfote wollte nicht undankbar klingen, hatte sie ihre Dankbarkeit ja schon zuvor durch wenige verwirrende Worte zum Ausdruck gebracht, aber sie wollte wirklich wissen was bei dem Kater im Hirn freigedreht war, sodass er einfach so auf das Territorium eines meistens eher feindselig gestimmten Clans marschiert war. Sie hasste ihn nicht, konnte ihn nicht hassen denn er war ihr Retter, aber es war doch mehr als nur ein wenig absurd, dass er hier einfach nur so vor ihr Stand als hätte er alles Recht der Welt genau hier vor ihr zu stehen. Hatte der SchattenClan vielleicht all den Respekt vorm FlussClan verloren?
"Ich hätte es übrigens auch selbstständig aus dem Fluss geschafft, aber trotzdem ...danke." Auch wenn sie wusste, dass das auf keinem Fall der Wahrheit entsprach, musste sie stark wirken. Sie musste das beste Beispiel abgeben, damit dieser Kater aus dem SchattenClan und anderweitige Katzen nicht dachten, der FlussClan sei schwach. Vor allem nicht in Zeiten wie diesen, in denen sie gerade eben von einem Moment auf den anderen ihr Lager aufgeben hatten müssten. Ihre noch immer klappernden Zähne unterstützen die starke Wirkung die die Schülerin erzeugen wollte nicht gerade, aber sie gab ihr Bestes. Der Kater machte das mit der Tatsache, dass er so klar und deutlich über ihr kauerte nicht gerade einfacher, aber sie erwiderte seinen Blick ohne mit den Augen zu blinken. Sie war nur eine Schülerin und könnte kämpfen, wenn es darauf ankam. Wenn nur ihre Beine nicht so zittern würden…
Sie biss die Zähne zusammen und wollte ihm gerade sagen, dass sie ihm zwar dankbar war er aber nun lieber von ihrem aus dem Gelände des FlussClans verschwinden sollte, als der Kater ihr anbot sie zu wärmen. Vollkommen verblüfft trat sie einen Schritt zurück, ihre Augen wurden noch größer und sie starrte ihn für einen Moment einfach nur an. Vielleicht war sie ja doch im SternenClan. Seit wann waren Katzen so nett ... zu ihr? Sie wusste, dass der Kater sie nicht wirklich kannte und noch dazu aus einem fremden Clan kam. Dennoch hatte er ihr das Leben gerettet und schien auch jetzt noch um ihr Wohlergehen besorgt zu sein. Meerblick hätte sie nur angefahren und ihr gesagt, dass sie das eben aushalten müsste wie alles Schlechte im Leben und hätte es dabei belassen. Irgendwie musste Amselpfote bei der Vorstellung lächeln. Was lief nur falsch mit ihr? Ihre Augen fokussierten wieder auf den Kater und sie wurden schmaler, als ihr etwas dämmerte. Niemand konnte einfach so viel Zeit darauf verwenden einer fremden Katze zu helfen, wenn nicht etwas für den Retter selbst raussprang - nicht wahr? Vor allem wenn dieser jemand so beängstigend aussah wie Sprenkelpelz. Dunkel, riesig, einfach nur bedrohlich. Sie schluckte, war aber dennoch stolz darauf, dass ihre Angst sich nicht so schnell in ihren Körper geschlichen hatte. Hatte wahrscheinlich mit ihrer Verwirrung zu tun und mit der Tatsache das er ihr Leben gerettet hatte und bisher noch keine Anzeichen gemacht hatte, sie anzugreifen… oder so. Wäre ja auch dämlich. Oder? So langsam wurde die rostrote Kätzin misstrauisch.
"Ist das ein Hinterhalt? Bist du deswegen hier und hast mich gerettet und willst jetzt mein Vertrauen gewinnen? Ich werde dich nämlich niemals zu unserem Lager führen und selbst wenn ich es täte – wir sind stark genug um es mit ein paar SchattenClan-Schwächlingen aufzunehmen." Sie begann das Unterholz in dem sich lichtenden Regen nach weiteren Eindringlingen abzusuchen und versuchte weiterhin stark zu wirken. Vielleicht war das der Moment in dem sie dem Clan beweisen konnte, dass sie keine Versagerin war, denn auch wenn ihre Stimme durch das Krächzen und Klappern nicht wirklich selbstbewusst wirkte, würden die SchattenClaner es sich nach ihren Worten bestimmt dreimal überlegen, bevor sie versuchen würden sie dazu zu bringen ihnen zu zeigen wo das Heim der Schülerin war. Oder der spärliche Rest, der nach der Katastrophe davon übriggeblieben war. Sie hoffte es zumindest sie könnte selbstbewusst genug wirken, aber bei ihrer Erfolgsrate sollte sie eigentlich besser wissen.
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BeitragThema: Re: Die Zweibeinerbrücke   Sa 13 Okt - 15:41

Sprenkelpelz
Infos: 13 Monde | Schattenclan | single – hin und hergerissen zwischen Nebelfeder & Seidenwind
ERWÄHNT: Nebelfeder, Schwalbenfeder, Weidensprung
ANGESPROCHEN: Amselpfote

Aus hellblauen, fast farblos wirkenden Augen betrachtete der schwarze Kater die junge Schülerin.
Nachdenklich fragte er sich, wie alt sie wohl sein mochte... das Alter anderer zu schätzen fiel ihm besonders schwer und so vermied er es tunlichst, denn war er schon des öfteren damit auf die Nase gefallen.
Dieses Kätzchen hier sah jedenfalls recht jung aus, wie er befand. Fragen wollte er allerdings auch nicht, immerhin ging es ihn ja auch rein gar nichts an! Allgemein wollte er nicht unbedingt etwas fragen, denn die Interaktionen mit Clan-Externen Katzen war nichts, was einfach für ihn war. Tatsächlich wirkte er leicht Arrogant, wenn er andere nur mit Blicken taxierte... dabei war es einfach nur seine Schüchternheit, welche ihm die Worte verwehrte und ihn nur still starren ließ.

Deshalb war er ganz erleichtert gewesen, als sie anfing zu sprechen. Zwar zerstückelte Fragen, jedoch war er ja nicht ganz blöd und konnte sich zusammen reimen, was ihr Gestammel zu bedeuten hatte. So hatte er ihr Antworten können, wer er war und woher er kam. Auch sie nannte ihm ihren Namen und fügte hinzu, dass sie aus dem Flussclan stamme.
Fast schon amüsiert zuckten seine Ohren und mit leicht schief gelegtem Kopf miaute er: “Flussclan? Ich dachte immer, dass Flussclan-Katzen bereits als Junges schwimmen konnten. Deine Bewegungen sahen eher nach panischem herum strampeln aus.“ Konnte er es sich nicht verkneifen, sie ein wenig zu ärgern. Dabei war ihm klar, dass bei einer solch starken Strömung vermutlich auch Krieger Probleme hatten. Er selbst hatte es ja am eigenem Leib erfahren... Zwar war er nicht aus dem Flussclan und hatte keine sonderliche große Erfahrung in Punkto schwimmen. Allerdings hielt er sich nicht unbedingt für Schwach. Trotzdem hatte das Wasser an seinen Kräften gezehrt. Wie also musste es erst einem Schüler ergangen sein? Oder in diesem Fall, einer Schülerin.

Beruhigend lächelte er sie an und für einen kurzen Moment hatte er das Gefühl, sie begann, in seiner Gegenwart zu entspannen. Doch lang dauerte es nicht an, denn es schien, als würde der Sinn seiner Worte zu ihr durchdringen. Ein scharfer Blick und ein Fluch, gefolgt von der Frage, was er auf fremden Territorium zu suchen hatte.
Nun war Sprenkelpelz an der Reihe, unruhig zu werden. Tatsächlich überkam ihn Verlegenheit, denn sein Grund war schon ziemlich... blöd. Um es mal harmlos auszudrücken. Denn es hätte ja nun nicht unbedingt ein Fisch sein können, den er Nebelfeder hätte bringen können. Zudem bei solche einem Regen sowieso kaum Beute zu finden war.
Nun also überlegt er fieberhaft, was er sagen könnte... aber bis auf die Wahrheit, kam ihm nichts in den Sinn... und selbst diese hörte sich in seinen eigenen Ohren Unglaubwürdig an. Eigentlich hatte er sich vor so einem kleinen Ding ja auch nicht zu rechtfertigen! Aber nun gut... dann wollte er mal so gnädig sein und ihr eine Antwort geben.
“Ich wollte einen Fisch fangen.“, miaute er deshalb und kam sich bei diesen Worten mehr als dämlich vor. Auf die Frage, welche sie sich insgeheim stellte, hätte er eine definitiv wohlklingendere Frage gestellt. Jedenfalls für ihn... sie hätte es wohl für weniger gut befunden. Tatsächlich hatte er nämlich wirklich nicht sonderlich viel Respekt vorm Flussclan... dies lag aber nicht an dem Clan an sich, sondern an ihm. Allgemein hatte er vor nur wenig Katzen Respekt. Denn mussten sie sich diesen erst Verdienen, immerhin gab es ihn nicht kostenlos.
In das Gebiet eines anderen Clans einzudringen, war trotzdem etwas, was sogar er selbst nicht als gut heißen konnte... aber darüber hatte er sich im voraus einfach keine Gedanken gemacht.

Da meinte sie, dass sie es auch ohne seine Hilfe aus dem Fluss geschafft hätte und dankte ihm, eher aus Höflichkeit, so schien es. Jedenfalls riss es ihn aus seinen Gedanken und e r konnte sich ein verächtliches Schnauben nicht verkneifen. “Meine Liebe...“, spottete er. “Hätte ich dich nicht aus dem Fluss gefischt, wärst du wie ein Stein unter gegangen und würdest inzwischen mit dem Sternenclan wandeln! Aber wenn es dir besser geht, im Glauben zu leben, du hättest es auch alleine geschafft... dann bitte. Ich will dich nicht davon abhalten. Aber ein Tipp an deinen Mentor... er sollte die Sache mit dem Training vielleicht ernster nehmen.“
Vielleicht hätte er es nicht sagen sollen... nein... ganz sicher hätte er dies nicht tun sollen. Aber er ärgerte sich über das Verhalten der Schülerin... Mehr, als er zugeben wollte. Hätte er sie man bloß nicht gerettet... Sich selbst in Gefahr gebracht, für ein solche undankbares Geschöpf. Allerdings hätte er in ihrer Situation wohl auch nicht anders reagiert.... ihren Stolz und ihren Mut musste er durchaus bewundern. Immerhin war sie – wenn auch keine kleine Kätzin – dennoch ein ganzes Stück kleiner als er.
Trotzdem versuchte sie, ihm die Stirn zu bieten... jedoch das Klappern ihrer Zähne half nicht gerade dabei, dieses Ziel zu erreichen. Doch er sagte nichts dazu... so viel Anstand hatte er noch.
Seine ziemlich... persönliche... Frage, sie zu wärmen, ließ sie allerdings ihre Angriffslustige Art vergessen und die Überraschung, welche über ihr Gesicht zuckte, war überdeutlich zu erkennen. Da hätte sie nicht auch noch den Schritt zurück treten müssen, welcher ihm das Gefühl gab, eine ekelige Nacktschnecke zu sein, welche ein eindeutiges Angebot gemacht hätte... Schön war dieses jedenfalls nicht.

Er konnte ja nicht wissen, dass es ihr mendelndes Selbstbewusstsein nicht fassen konnte, dass jemand nett zu ihr war. “Also... du musst nicht... Hm... ich dachte nur, weil dir kalt... ach... vergiss es.“, stammelte er. Man... nun kam er sich tatsächlich wie das letzte Mäusehirn vor.
Ahnte nicht, was für Gedanken, was für Szenarien durch den Kopf Amselpfote's huschten.

Doch spuckte sie diese nur zu schnell aus. Fragte, ob es ein Hinterhalt wäre und er sie nur deswegen gerettet hätte, um ihr Vertrauen zu erschleichen. Nun war er beleidigt... wirklich beleidigt.
“Wenn ich mich an eine Flussclan Katze heran machen würde, weil ich Plane, euch zu Infiltrieren... dann würde ich mich an jemanden wie Schwalbenfeder oder Weidensprung heran machen... und nicht an so ein hoch aufgeschossenes, dürres Ding ohne den Hauch einer Figur, wie du es bist.“, miaute er pikiert. “Außerdem hätte der Schattenclan es gar nicht nötig, solch Hinterhältige Taktiken zu benutzen! Wir sind dem Flussclan sowieso weit überlegen und würden einen direkt Angriff bevorzugen. Für seichten Weiberkram ist der Donnerclan zuständig.“
So! Das hatte sie nun davon... wie sie allgemein auf den Gedanken kommen konnte, dass man dann ausgerechnet ihn hätte geschickt, war eigentlich schon lachhaft. Wenn sie schon so etwas planen würden, dann hätten sie einen Charmebolzen wie Vipernzunge ins Gefecht geschickt. Der konnte immerhin mit Worten umgehen – und benahm sich nicht so peinlich, wie es Sprenkelpelz gerne passierte...




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BeitragThema: Re: Die Zweibeinerbrücke   Mi 17 Okt - 2:59

Amselpfote
Tochter von Kupferschnee
Schwester von Abelienpfote und Spechtpfote
Schülerin von Rauchherz

Die Schülerin hielt den arroganten Blicken mit denen der Kater sie taxierte ohne zu zögern stand. Ihre dunkelgrünen Augen sprühten Funken von Selbstbewusstsein und Stolz. Innerlich wurde ihr allerdings immer elender zu mute. Lange würde sie dieses Schauspiel nicht mehr aufrecht halten können, dafür war sie einfach nicht talentiert genug. Selbst wenn es um die Würde des FlussClans ging. Sie war nur ein erbärmliches Exemplar der stolzesten Katzen des Waldes und sie schämte sich dafür nicht ohne Grund. Kupferschnee, Meerblick, Falkenstern und jetzt vielleicht auch der Kater – alles Katzen die besseres von ihr erwartet hatten und enttäuscht worden waren.
Auf seine Beleidigungen ging sie deswegen nicht direkt ein, waren sie doch allzu wahr und sie wusste das. Sie war keine Katze die von Katzen von außerhalb mit dem FlussClan in Verbindung gebracht werden sollte. Da fragte sie sich noch, ob die anderen Clans keinen Respekt mehr vor dem FlussClan hatten? Der Kater hatte bestimmt keinen, so erbärmlich wie sie so vor ihr ihm stand. Ihr Blick verdüsterte sich. Tränen traten ihr in die Augen, da ihr Körper zu schwach war, um sie zurück zu halten und sie senkte den Blick. Kein Grund vor einer Katze die eh schon von ihr dachte, dass sie schwach und zu nichts nütze war, noch schwächer auszusehen.
Sie schluckte. "Warum wolltest du einen Fisch fangen? Bei dem Wetter? Gibt es in eurem Territorium nicht genug Beute?" Ihre Stimme klang kraftlos und die Realität schien ein paar Meter von der Kätzin weggerückt zu sein. Was tat sie hier bloß? Sie wollte den FlussClan vor diesem Kater stark wirken lassen? Da hätte man erst einmal eine fähigere Katze auftreiben müssen um dieses Ziel auch tatsächlich zu bewältigten. Sie bemerkte seine Unruhe nicht und in diesem Moment war sie ihr auch herzlich egal. Sie war gescheitert. Der riesige Kater der sich als Sprenkelpelz vorgestellt hatte schien in keinem Fall eingeschüchtert zu sein. Warum sollte er auch, war sie doch so viel kleiner und unerfahrener als er… Vielleicht hätte sie sich auch einen Kriegernamen geben sollen. Das hätte vielleicht ein wenig mehr Respekt erzeugt, auch wenn sie so klein war. Vielleicht hätte er ihr sogar geglaubt, trotz ihrer schlanken Statur, die sie durch das ihr nass am Körper klebende Fell nicht gerade kräftig aussehen ließ. Natürlich viel ihr das Ganze gerade in dem Moment ein, in dem sie sich dem Kater schon lange vorgestellt hatte. Typisch. Versagerin…sein Spott war für sie dann nur ein logisches Endergebnis des Desasters. "Vielleicht wäre es besser so gewesen.", murmelte sie nachdenklich vor sich hin, als er davon redete das sie ohne seine Hilfe garantiert ertrunken wäre. Sie im SternenClan, dass wäre schon was. Es war nicht so, dass sie es als positiv empfand zu sterben. Ihre Ziele würden unerreicht bleiben und sie würde ihre Fähigkeiten und somit sich selbst nie perfektionieren können, aber wenigstens wäre dann allen anderen eine große Last von den Schultern genommen worden. Nicht einmal Rauchherz, ihr Mentor, hatte genug Zeit gefunden sie zu trainieren. Zwar aus sehr persönlichen Gründen, allerdings ignorierte sie das jetzt mal gekonnt. Man musste sich die Welt ja nicht unnötig schönreden.
Trotz allem schaffte sie es schließlich den Kater zu ignorieren und die Umgebung abzusuchen. Tatsächlich viel ihr nichts Ungewöhnliches auf. Der Wald war still und ließ nur das leise Tröpfeln des Regens in ihren Augen verklingen. Irgendwo raschelte es leise, wahrscheinlich ein kleines Beutetier welches wahrscheinlich von den Regenmassen aus seinem Bau getrieben war. Keine fremde Gerüche, außer der Kater und sein schwacher Geruch nach SchattenClan, gemixt mit dem des Flusses. Sie atmete tief durch und wollte das gerade zur Kenntnis nehmen, als sie mit ihrer neuen Konzentration auf die Worte des Katers bemerkte, dass er fortfuhr sie zu verspotten. So hatte sie das nicht gemeint, dachte sie innerlich. Sie hatte nur gedacht, dass die SchattenClan-Katzen sich an den schwächsten Zweig des Clans wenden würden, der trotz ihrer Loyalität ja mal sie war. Schwach, imperfekt. Der Kater bestätigte das durch seine Worte nur, deswegen korrigierte sie ihn nicht. Schwalbenfeder…ja das war wirklich eine wunderbare Kätzin. Ein Abbild davon was sie nie werden könnte, egal wie sehr sie sich bemühte. Natürlich hatte die beiden Kätzinnen auch Fehler, jeder hatte Fehler, aber wenigstens konnten sie mit ihren Fehlern arbeiten und waren im Clan respektiert. Und jetzt redete dieser Kater aus dem verfeindeten Clan auch noch von ihnen als wären sie besonders… so besonders, wie Amselpfote wohl nie sein würde, egal wie sehr sie sich anstrengte und um Perfektion bemühte - Sprenkelpelz hatte ihr das hier und jetzt ja eindeutig klar gemacht.
Als er den DonnerClan erwähnte lachte sie halbherzig auf. Sie hatte tatsächlich mehr Geschichten über die dämlichen Taktiken des DonnerClans, als die des SchattenClans gehört. Der DonnerClan war immer derjenige, der Heldenmut an erste Stelle stellte und selbst die dämlichsten Sachen durchzog, weil es mutig war und Ehre brachte. Der SchattenClan war in diesen Geschichten immer viel schlauer! Also war eine Invasion des SchattenClans wieder so eine missglückte Annahme ihrerseits. Aber wen wunderte das noch? Sie jedenfalls nicht, sie war es gewöhnt regelmäßig blamiert zu werden.
"Ich meine nur weil du so einschüchternd wirkst und…" fing sie an sich zu rechtfertigen, stoppte aber dann in der Mitte des Satzes. Ihr Köper fing mit neuer Kraft an zu zittern und sie schwankten. Sie hatte all ihre Energiereserven im Fluss zurückgelassen und diese Unterhaltung kostete ihr noch einmal den letzten Rest der noch in ihrem schlanken Körper verblieben war. Sie versuchte weiter in einer starken Pose vor dem Kater zu stehen, aber ihre Gemütslage und ihr schwindendes Körpergefühl machten das nicht gerade einfach. Ihr wurde schwarz vor Augen, doch sie riss sie nur noch weiter auf und blieb beharrlich stehen. Vielleicht könnte sie so beweisen, dass sie überhaupt Mut besaß, bis der Kater von ihrem Territorium verschwand. Vielleicht konnte sie so beweisen, dass sie nicht so nutzlos war, wie andere und vor allem sie selbst dachte. Amselpfote schwankte weiter. Es war kein schönes Bild. Wenn das nicht besser wurde würde sie sich selbst eins mit den Pfoten über die Ohren geben müssen, um sich wachzuhalten. Ohnmacht war nie gut, dass hatte Grinsezahn ihr erzählt - vor allem wenn man allein war. Und sie war ja fast allein, nicht wahr? Allein mit jemandem der sie gerettet hatte, aber eigentlich der Feind war und das mit seinen letzten Worten nur allzu deutlich klargemacht hatte. Was ja eigentlich noch schlimmer war als nur allein zu sein. Allein und wehrlos…
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BeitragThema: Re: Die Zweibeinerbrücke   Mo 22 Okt - 20:44

Sprenkelpelz
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ERWÄHNT: Nebelfeder, Moorkralle, Seidenwind
ANGESPROCHEN: Amselpfote

Respektieren musste man die Stärke der Kätzin, dies musste der Kater zugeben.
Obwohl doch noch sichtlich jung und vermutlich unerfahren, einer Situation gegenüber stehend, welche für sie mit Sicherheit auch in irgendeiner Form beängstigend war und gerade noch einmal dem Tode entkommen, stand sie trotzdem aufrecht – wenn auch auf vor Anstrengung zitternden Pfoten.
Sie wollte keine Schwäche zeigen und ja... grade das konnte Sprenkelpelz wohl mehr als jeder andere verstehen.
Früher war er ebenso gewesen... okay... schon damals größer und mit Sicherheit nicht so redselig. Dies hatte sich erst geändert, nachdem er Nebelfeder näher kennen lernte.
Andererseits ließ ihr Verhalten nicht grade auf große Intelligenz schließen... Einen ihr überlegenen Krieger aus einem fremden Clan mit ihren Worten so zu provozieren, war wahrlich nicht grade klug. Sie konnte froh sein, dass nur er es war, der hier vor ihm stand... und das er nicht unbedingt für Wutanfälle und Temperamentausbrüchen bekannt war. Wenn er sich vorstellte, dass Moorkralle an seiner Stelle vor der Flussclan-Kätzin stehen würde... der Sternenclan möge es verhindern!
Tatsächlich war aber auch er ein wenig pikiert... aber noch lange nicht genug, um eine Schülerin anzugreifen, dessen Verstand nicht weiter reichte, als bis zu den Spitzen ihrer Schnurrhaare.
Vielleicht hätte er nicht ganz so hart geurteilt, wenn er von dem starken Drang nach Perfektion und dem daraus folgendem kränkelnden Selbstbewusstsein wüsste. Aber da er eben nicht in die Köpfe anderer schauen konnte, festigte sich seine Meinung doch recht Vorurteilsbehaftet.
Allerdings wurde er sichtlich nervös, als er sah, wie sich ihr Blick verfinsterte und sich ein verräterischer Schimmer in ihren Augen bildete. Beim Sternenclan! Lass sie bloß nicht heulen!, betete Sprenkelpelz. Denn mit Tränen konnte er absolut nichts anfangen! Fühlte er sich dann doch so schrecklich hilflos, war mit der Situation vollkommen überfordert.
Und dann fragte sie ihn leise, warum er denn bei diesem Wetter einen Fisch fangen wollte und ob es auf seinem eigenen Territorium denn keine Beute geben würde. Ja... das wiederum war eine gute Frage... jetzt wo er darüber nachdachte, kam er sich wie ein Mäusehirn vor.
Er stieß einen tiefen Seufzer aus und überlegte kurz, ob er nicht einfach lügen sollte... dann aber entschied er sich, dass eine Lüge ihn nur noch mehr in den Dung stoßen würde. Zudem die Schülerin nun nicht mehr ganz so kampflustig wirkte, wie noch kurz zuvor.
“Auf dem Territorium des Schattenclans läuft die Beute sehr gut... Grade jetzt, wo der Regen nachlässt, werden Schlangen, Frösche und Eidechsen hervor kommen, um sich zu Sonnen. Nein... ich wollte meiner...“. er stoppte. Was war Nebelfeder nun eigentlich? Seine... Gefährtin? Er wusste es nicht, wollte sie auch nicht einfach als solche bezeichnen, ohne sie zu fragen! “Meiner Freundin einfach mal etwas anderes mit bringen...“, miaute er somit. Ja... Freundin klang definitiv besser... harmloser... nicht unbedingt richtiger, aber sicherer, falls es seine Clan-Kameradin nicht so sah oder sehen wollte, wie er.
Da meinte sie auf seine Aussage, dass sie ohne ihn ertrunken wäre, dass es wohl besser so gewesen wäre. Sein Blick verfinsterte sich augenblicklich. “So solltest du niemals denken. Man darf sein Leben nicht sinnlos weg werfen. Du solltest an die Katzen denken, welche du zurück lässt, bevor du solche Dinge sagst.“, miaute er und seine Stimme wurde kühl. Mitleid hatte er mit der Kätzin nicht... Auch konnte er sie nicht verstehen.
Sein ganzes bisheriges Leben war nicht leicht gewesen und trotzdem hatte er sich nie gewünscht, damals gestorben zu sein. So konnte er es nicht nachvollziehen, was so schlimm sein könnte, sich so etwas zu erhoffen!
Diese Kätzin war wirklich mehr als seltsam... und litt auch noch an Paranoia... nun suchten ihre Augen die Umgebung ab, doch kam scheinbar selbst sie auf den Entschluss, dass tatsächlich nur er hier war und sonst niemand. Es somit auch keinen Hinterhalt geben würde.
Auf seine – zugegebenermaßen – recht unfreundlichen Worte, erwiderte sie nichts. War vielleicht auch besser so... käme es im anderen Fall ja zu einer möglichen Diskussion, die wohl keiner der beiden wirklich hätte gewinnen können.
Allerdings schien sich ihre Laune ein wenig zu heben, nur minimal, doch immerhin lachte sie... aber werde würde es nicht können, wenn man an diese Hasenherzigen Donnerclan-Katzen dachte? Solch einen Haufen von feigen Hauskätzchen.... Aber gut... so etwas musste es nun einmal auch geben. Konnte ja nicht jeder Clan so großartig sein, wie der seine!
Da erhob sie die Stimme und die Ohren des Katers zuckten, richteten sich aufmerksam nach vorne. Sie meinte, er wirke einschüchternd... nun gut... da konnte er kaum widersprechen...
Es schien, als würde sie noch etwas sagen wollen und so wartete er geduldig... doch anstatt weiter zu sprechen, begann sie plötzlich stark zu zittern und schwankte bedrohlich. Sprenkelpelz stieß einen derben Fluch aus, für den Seidenwind ihn wohl getadelt hätte... “Jetzt hör endlich auf, die starke Kriegerin zu spielen! Jedes Mäusehirn sieht, dass du fast zusammen klappst! Also spar dir deine Schauspielkünste für jemanden, der dir diese abkauft und lass dir endlich helfen!“, knurrte er leise, besorgt. Seit wann waren die Flussclan-Katzen denn so uneinsichtige, dumme Bienenhirne?





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BeitragThema: Re: Die Zweibeinerbrücke   Sa 3 Nov - 2:35

Amselpfote
Tochter von Kupferschnee
Schwester von Abelienpfote und Spechtpfote
Schülerin von Rauchherz

Hätte sie die Gedanken des Katers erahnen können, wäre ihr vermutlich noch elender Zumute gewesen. Noch jemand, der sie zum größten Teil nur als eine schwache, dumme Kreatur beachtete. Nicht viel mehr wert als das Treibholz das durch den heftigen Regen den Fluss hinuntergespült wurde, für immer verschwand und von niemandem wirklich vermisst wurde. Vermisst vielleicht ein bisschen aus Nostalgie, eine Erinnerung an die alten Zeiten, aber das war es auch schon. So hätte Amselpfote das zumindest für sich gedeutet. Aber sie konnte keine Gedanken lesen und Gesichtsausdrücke bei ihrer Schwäche und dem Regen schon gar nicht. So war der Kater nur ein weiterer Fremder der sich damit brüstete das verbliebende Selbstbewusstsein anderer zu zerstören und sich dann darüber lustig zu machen, obwohl er doch in Wirklichkeit bestimmt selbst keine Ahnung hatte was er vom Leben wollte. Ja, Amselpfote war eine Versagerin, das wusste sie, aber er war doch so offensichtlich illegal in das Territorium des FlussClans eingedrungen und wollte bei dem Wetter einen Fisch fangen, und dass obwohl er ihr doch gerade klar gemacht hatte das die Beute im Territorium des SchattenClans gut lief. Seine offensichtliche Nervosität bei der Frage ließ es ihr dann auch nicht unbedingt leichtfallen, den Respekt vor ihm aufrechtzuerhalten. Ja, er hatte sie gerettet. Ja, er war älter, erfahrener und weitaus größer als sie. Aber war er denn wirklich so viel besser? Er war in das Territorium eines verfeindeten Clans eingedrungen, nur um einen Fisch zu fangen und das trotz der Tatsache das die SchattenClan-Katzen sich doch immer so arg darüber lustig machen wie sehr die FlussClan-Katzen stanken und wie irgendwer jemals so etwas ekliges und glitschiges wie einen Fisch essen könnte. Und dennoch hatte er den ganzen Aufwand gemacht nur um einer Freundin einen Fisch zu bringen? Schon bei der Vorstellung eine Schlange oder Kröte zu essen krampfte sich der Schülerin der Magen zusammen. Hätte einer ihrer Geschwister sie gefragt ob sie ihnen so etwas mitbringen könnte, wäre sie zur nächsten Pfütze gegangen, hätte ein bisschen Schlamm in ein Blatt gepackt und dann über deren Gesichtsausdruck gelacht, wenn sie ihnen das zum fressen gab. Schmeckte bestimmt genauso wie Kröte. Natürlich war Fisch tausendmal besser, dass musste Amselpfote zugeben, aber sie würde sich dennoch nicht wundern, wenn die Katzen aus dem SchattenClan diese genauso sehen würden wie sie die Kröte sah. Dieser Clan hatte einfach keinen Geschmack! "Also du meinst so was wie Gefährtin, oder? Bei dem Aufwand…" Sie hatte die Katzen in ihrem Clan manchmal dabei beobachtet wie sie miteinander umgangen und diese Definition 'Gefährte' gab wirklich den einzigen Ausschlag warum manche Katzen einfach alles für die andere Katze machen würden. Ihr Mentor hatte seine Gefährtin verloren und war Monde lang so traurig gewesen. Bestimmt meinte der Kater Gefährtin, oder nicht? Das war der einzige Grund warum er gegnerisches Clanterritorium eindringen und riskieren würde einen Krieg anzuzetteln und das alles nur wegen einem Fisch, sie blieb irgendwie immer wieder an dieser Tatsache hängen – der ihm wahrscheinlich noch nicht einmal schmecken würde.
Sie hatte das noch nie erlebt und fragte sich wirklich, wie eine Katze so unendlich selbstlos sein konnte, wenn es um eine andere bestimmte Katze ging und so böse zu allen anderen. Waren sie im Clan nicht alle eine Familie und waren auf eine bestimmte Art selbstlos, während sie immer noch ihren eigenen Charakter beibehielten? Manche der Katzen die sich Gefährten nannten schienen regelmäßig zu einer Katze zu verschweißen und das irritierte die junge Kätzin sehr. Sie wusste wie es sich anfühlte ihre Geschwister zu lieben, aber das schien auf einer ganz anderen Stufe zu sein.
Dass der Kater der da vor ihr stand zu einer solchen Art gemorphten Katze gehörte linderte nur nach ihrem Respekt auch ein wenig ihre Angst vor ihm. Die Vorstellung war einfach herrlich. Vielleicht sollte sie doch nicht so viel mehr Respekt vor den SchattenClan-katzen als vor den DonnerClan-katzen haben. Sein Statement, dass sie sein Leben nicht so einfach wegwerfen würde war dann aber doch nicht mehr ganz so amüsant. Er hatte sie nicht verstanden und mal wieder einmal wurde sie fehlinterpretiert. Sie hätte es nicht weggeworfen. Ohne sein Eingreifen wäre es ein berechtigter Tod geworden und ja, ihre Familie hätte ein wenig um sie getrauert aber am Ende wäre es wohl allen besser ohne sie ergangen. Falkenstern, Rauchherz und Meerblick wären wahrscheinlich froh gewesen, dass diese nervige Bürde von ihren Schultern genommen worden war. Kupferschnee wäre froh gewesen das diese Imperfektion ausradiert war. Ihre Geschwister wären vermutlich traurig gewesen, aber Abelienpfote war stark und konnte auch ohne sie klarkommen und Spechtpfote hatte Abelienpfote die ihn sowieso viel besser verteidigen konnte als Amselpfote das je gelungen war. Es wäre also kein großer Verlust gewesen, wenn sie einfach in den Fluten untergegangen wäre, auch wenn sie nie behauptet hatte, dass sie sich freiwillig in den Fluss gestürzt hatte. Sie war ja nicht suizidgefährdet! Sie behauptete nur das es wahrscheinlich kein Zufall war, dass sie gerade da in den Fluss gestürzt war und bisher noch niemand außer dem Kater der sie kaum kannte Anstalten gemacht hatte nach ihr zu kommen um zu sehen, ob sie noch lebte. Sie blinzelte bei seinen Worten kurz den Fluss hinauf, ließ es dann aber bleiben. Natürlich würde niemand kommen. Falkenstern zu retten war jetzt gerade oberste Priorität, da konnte man eine so unwichtige Schülerin gerne vergessen. Das konnte sie niemandem übelnehmen; sie hätte die gleichen Entscheidungen gemacht.
Aber der Kater der da so überlegen vor ihr stand hatte sie gerettet und war noch nicht weggerannt obwohl er sich in fremden Clanterritorium und somit in Gefahr befand. Er konnte ja nicht wissen, dass ihr niemand zu Hilfe kommen würde und dass er trotzdem bei ihr blieb rechnete sie ihm hoch an. Sie war sich in diesen Momenten ziemlich sicher, dass er keine Halluzination war und das es solche Katzen wirklich gab ließ sie annehmen, dass es wirklich gute Katzen auf dieser Welt gab die auch außerhalb des FlussClans existierten. Vielleicht war er doch nicht so eine gemorphte dumme Katze sondern einfach nur ein Kater der so lieb war einer guten Freundin so ein dummes Geschenk wie einen Fisch bei dem Wetter nicht zu verwehren. Ihr Vertrauen wuchs ein wenig und um ehrlich zu sein, hatte sie gar keine andere Wahl als ihm zu Vertrauen. Er knurrte sie zwar an, aber er klang ehrlich besorgt, nicht wahr? "O..o…okay." Die Rostrote nickte schwach und torkelte auf den Kater zu, in der Hoffnung er würde ihr helfen und sie nicht auffressen. Auffressen…nein das machten Katzen nicht mit anderen Katzen, nicht wahr? Das wäre Kanbibalisbus. Was sie aßen war Baute, oder so was ähnliches. Ziemlich sicher irgendwas warmes saftiges, blutiges, … sie war sich ziemlich sicher, dass sie bald in die Pfoten des Katers krachen würde, würde er nicht vorher ausweichen, aber im Moment war ihr das ziemlich egal. Alles war ziemlich verschwommen und ihre Sinne waren genauso verwirrt wie ihr Hirn. Sie brauchte nur einfach nur irgendetwas das ihrem zitternden, halb ohnmächtigen Körper halt gab und der warme Körper Sprenkelpelz‘ schien ihr viel besser geeignet als irgendein weit entfernter Baumstamm oder Stein oder gar der Matsch von dem aus sie wahrscheinlich wieder in den Schlamm rutschen würde. Man wusste ja nie.
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