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 Die Pferdeweide - FlussClan

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BeitragThema: Re: Die Pferdeweide - FlussClan   So 25 Dez - 15:31

Dinkelherz

cf. Lager des FlussClans

Seit dem sie das Lager verlassen hatten, hatte Dinkelherz kein Wort mehr zu Reifpelz gesprochen. Auch nicht, als er bemerkte, an welchen Ort der andere Krieger jagen wollte. Der Ort, an dem er eben noch mit Tränenlicht gewesen war. Das konnte der andere natürlich nicht wissen und Dinkelherz hatte auch nicht vor, ihn darauf anzusprechen. Immerhin würde er nicht ewig Plätze im Territorium meiden können, nur weil damit Gefühle verbunden waren. Auch wenn das bedeuten würde, dass er sich ihnen stellen musste. Denn so wirklich bereit fühlte er sich dafür immer noch nicht. Er war sich bewusst, dass andere Katzen ihn nur schwer verstehen konnten, wenn überhaupt. Klar, einer Person seine Liebe zu gestehen war nie leicht, erst recht nicht, wenn man nicht gerade der mutigste war, aber für ihn würde dieses Geständnis vor alle eins bedeuten: Veränderung. Wenn er sich Tränenlicht zuwandte und sie vielleicht sogar als Gefährtin nahm, würde er Ringelschweif tatsächlich loslassen müssen. Natürlich hatte Reifpelz Recht, sie würde immer in seinem Herzen bleiben, aber sie würde dann trotzdem zu seiner Vergangenheit gehören und nicht mehr zu der Gegenwart. Es war so paradox! Zum einen wollte er nichts mehr, als mit Tränenlicht zusammen zu sein, zum anderen fürchtete er sich auch total davor...
Je länger er darüber nachdachte, desto bewusster wurde ihm, dass er momentan noch nicht sagen konnte, was er wollte und was der richtige Weg war. Er würde einfach seinen ursprünglichen Plan beibehalten und erst einmal die Sache auf sich beruhen lassen. Das war zwar leichter gesagt als getan, aber er fand keine andere Möglichkeit.
Mittlerweile waren sie an der Pferdeweide angekommen und der Anblick der großen, mächtigen Tiere stimmte ihn ein wenig nachdenklich. Wie es sich wohl anfühlte, so groß zu sein? So groß, dass man sogar mühelos einen Zweibeiner umrennen konnte? Er schüttelte entschlossen den Kopf. Nein, er würde jetzt nicht schon wieder abschweifen, denn er musste sich endlich mal auf das Wesentliche konzentrieren. Jagen. Beute machen. Clan versorgen. Das war eine ganz einfache Aufgabe und er würde sie jetzt erfüllen. So schwer konnte es doch nicht sein, einfach mal nicht dämliche Gedanken zu haben!
Dinkelherz nickte Reifpelz einmal kurz zu, dann richtete er seine Aufmerksamkeit auf seine Umgebung. Ein sanfter Wind wehte ihm entgegen und trug den Geruch nach Maus mit sich, weshalb er sich instinktiv an den Boden drückte und langsam vorwärts schlich. Das lange Gras war eine gute Tarnung, zur gleichen Teil erschwerte es ihm die Jagd auch, da die bebenden Halme ihn leicht verrieten. Heute war jedoch der SternenClan auf seiner Seite und er wurde nicht von der Beute bemerkt, was ein schnelles Ende für die Maus bedeutete...
Nachdem er die Beute erlegt hatte, seufzte er kurz auf. Mit einem Mal schien es, als hätte ihn jede Kraft verlassen.
"Lass und bitte wieder zurück!", miaute er zögerlich. Dieser Ort erinnerte ihn zu sehr an Tränenlicht. Er nahm seine Maus und lief eilig zurück ins Lager.

g.t. Lager des FlussClans

//439



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Meine Katzen <3


Zuletzt von Lavendelwind am So 22 Jan - 15:28 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Die Pferdeweide - FlussClan   Do 29 Dez - 17:27

Strahlenfeuer

     
Erwähnt:
Sternenlicht, Nebelwächter, Reifpelz, Dinkelherz, Mondsturm, Nadelkralle, Fischpfote
Angesprochen:
xxx

     
Schon nach kürzester Zeit hatte die weiße Kätzin die Pferdeweide erreicht und blickte um sich. Kurz wandte sie sich in die Richtung aus der sie gekommen war, doch erblickte sie noch nicht die Kätzin – Sternenlicht und den Ältesten Nebelwächter. Anscheinend nahm sich der alte Felzball Zeit und beeinträchtigte dadurch auch ihre andere Clankameradin. Genervt rollte sie die Augen und innerlich knurrte sie. Haben diese Kater nichts besseres zu tun als Kätzininnen abzulenken und zu beeinträchtigen?! Die Antwort auf ihre Frage bildete sich von allein. Natürlich, hatten diese Kater nichts besseres zu tun. Manche waren einfach unerträglich, nutzten so wie es Strahlenfeuer passierte, die Kätzininnen aus, missbrauchten ihre Seelen, ihr Wesen, ihr lebendes Dasein.

Als sie bemerkte das sie mit ihren Gedanken wieder zurück zur Vergangenheit schweifte, schüttelte sie angewidert von sich selbst, da sie es einfach nicht sein lassen konnte, ihren dichten Pelz. Dann nahm sie einen süßes Geruch wahr, hörte leises rascheln. Ruhig hielt sie ihren Körper in schleich Position über die Grasbedeckte Erde. Ihr Gewicht verlagerte sie auf ihre Oberschenkel, sodass die Maus, welche sie wahrgenommen hatte, nicht durch Bodendruck die Gefahr witterte. Mit lautlosen Schritten nährte sich die Kriegerin dem leise raschelnden Gebüsch.

Als sie zwischen den Blättern unbemerkt hindurch spähte, erblickte sie die Maus, welche seelenruhig an einem Körnchen nagte. Ein grinsen schlich sich auf Strahlenfeuers Gesicht und sie machte sich bereit zum finalen Sprung, als sie nah genug dran war. dann sprang sie leichtfüßig nach vorne und landete mit ihren Pfoten neben der Maus, die erschrocken weglaufen wollte. Jedoch kam ihr die Kätzin zuvor und legte blitzschnell ihre rechte Pfote auf den langen Schwanz der eigentlich, doch recht großen Maus. Die Maus entkam nicht und fing verzweifelt an zu quieken.

Mit einem Hieb, beförderte sie das Mäuschen in die Luft und bereitete dem Tier ein schnelles Ende. Sie legte ihre erste Beute auf dem Boden ab und leckte sich das Blut, der frisch gefangenen und getöteten Maus von ihren Lefzen. Stolz blickte sie auf den Fang hinunter und grub schnell ein kleines Loch in das die Maus hineinpasste. Strahlenfeuer legte die Maus hinein und füllte wieder die ausgegrabene Erde in das Loch, damit ihre Beute sicher und versteckt war, damit sie diese nach der Jagd wieder einzelnd aufsammeln könne.

Strahlenfeuer blickte um sich und immer noch fand sie kein Anzeichen welches ihr Bewies das die zwei, beziehungsweise anderen drei Katzen des kleinen Jagdtrupps immer noch nicht den Weg her gefunden hatten. Hönisch spielte die weiße mit dem Gedanken, das sich die Täubchen verirrt hätten. Innerlich konnte sie sich das einfach nicht verkneifen. Doch sie hielt ein wenig an dem Gedanken fest, da es schon irgendwie Belustigend war, wenn es stimmen sollte.

Ein weiteres Geräusch zog wieder die Aufmerksamkeit der Kätzin auf sich und Strahlenfeuer machte sich bereit für einen weiteren Fang. Sie wiederholte ihre Jagdschritte, wie bei der ersten Maus und hatte erneut die Maus bald erreicht. Auf diese Sprang sie, wie bei der anderen, drauf, jedoch ehe sie wegrennen oder sonst was machen konnte, hatte schon das kräftige Gebiss der Kätzin seinen Platz, an dem Genick des Tieres, gefunden. Etwas kaltblütig hatte sie auch diese maus vergraben und machte sich auf den weg um noch mehr Beute einzusammeln, damit sie wenigstens später etwas zum Prahlen hatte.

Nach einiger Zeit hatte die Kätzin eine weitere Maus gefangen und einen unvorsichtigen Vogel, der sich zu tief am Rand des Waldes niedergelassen hatte, gefangen. Allesamt hatte sie die Beute vergraben und mit der Zeit nahm sie einen immer stärker werdenden Geruch von ihren Clankameraden wahr. Die Kätzin dachte sich genervt, das es echt lange gedauert hatte. Natürlich wusste sie das Nebelwächter humpelte und nicht wirklich schnell war, trotzdem störte sie es.

Sie seufzte ehe sie sich das Blut, der Maus welche sie zuletzt gefangen hatte, von ihren Pfoten. Sie war etwas verärgert über ihre Misserfolge. Ihr war klar, das man nicht jedes Tier erwischen konnte und dem Clan damit versorgen konnte, dennoch enttäuschte es die eitle und arrogante Kätzin.

Sie beschloss sich, nachdem ihre dunkelgrauen Pfoten nicht mehr rot waren, sich eine kurze Zeit auszuruhen und gegebenenfalls  zu gucken ob Sternenlicht und Nebelwächter wirklich kamen und sie nicht mehr alleine auf der Wiese war, zumindestens glaubte sie das. Sie wusste nicht genau wo Dinkelherz und Reifpelz hingegangen waren, nachdem sie ihr Gespräch beendet und das Lager verlassen hatten. Eigentlich kümmerte es sie auch nicht, Kater interessierten die Kätzin nicht, was das anging war sie abgebrüht oder völlig Erfroren.

Mit einem weiteren schütteln ihres Körpers ließ sie sich dann schließlich auf dem Boden nieder und verschwand in ihre Gedankenwelt, wo sie ganz alleine war, niemand sie stören oder verletzten konnte. Das verletzen war eingeschränkt, weil auch Gedanken schmerzen konnten, vor allem wenn ihre Gedanken zu Erinnerungen wurden.

Was Mondsturm wohl gerade unternahm? Die Kätzin wusste es nicht. Sie hoffte, das wenn sie wieder im Lager war, sie den Kater entdecken würde und sie bei ihm etwas Gesellschaft fand. Mondsturm war der einzige dem sie vertraute oder annähernd gegenüber freundlich gesonnen war. Nicht so wie seinem Sohn Nadelkralle. Sie konnte es irgendwie nicht fassen das Mondsturm so einen Sohn hatte!

Strahlenfeuer fand, das es fast unmöglich war ihn zu ertragen. Der Kater ging ihr riesig auf die Nerven, allein schon wenn sie ihn sah und wenn er irgendwann Mal ihr auf den Pelz rücken würde, fand es Strahlenfeuer nicht falsch ihn mit einem Hieb ihrer Klaue zu begrüßen oder ihm irgendwas beleidigendes an den Kopf zu werfen. Sie fand die erste Variante ihn zu begrüßen besser und beschloss auch dieses zu tun, wenn Nadelkralle es wagen würde ihr auch nur zu Nahe zu kommen. Ein Grinsen schlich sich auf das Gesicht der Kätzin, irgendwie freute sie sich schon darauf, wenn er zu ihr kommen tun würde.

Wer anderes würde der Kätzin sagen, das sowas nicht gerechtfertigt wäre. Doch Strahlenfeuer sah das anders, der Kater war in ihren Augen: faul, arrogant - natürlich wusste sie das sie das auch war, aber dennoch störte es die Kätzin an ihm; nervig, anhänglich, provozierend und vieles mehr.

Also Strahlenfeuer hatte überhaupt keine gute Meinung von ihm. Manchmal tat der Kätzin sogar Mondsturm Leid, weil er so einen unnützes Junges bekommen hatte. In ihren Augen war Mondsturm tausend Mal besser als Nadelkralle und wenn Mondsturm nicht so viel Älter als sie wäre und nicht ihr ehemaliger Mentor, würde sie sogar ihn eher als Nadelkralle als Gefährten haben wollen. Aber da genau das zu sprach und sie sich nichts aus einem Gefährten machen würde, würde daraus auch nie etwas werden. Allein schon weil Strahlenfeuer kein Interesse an sowas wie einen Gefährten und Junge bekommen hatte, sie lebte lieber ihr freies und belangloses Leben.

Sie bemerkte schließlich, das sie die ganze Zeit auf den Boden gestarrt hatte und um ihre Augen wieder etwas zu entspannen kniff sie diese kurz zusammen. dann öffnete sie diese wieder und fuhr mit ihrem Blick über die Wiese. Ihr fiel auf das es relativ ruhig war. Obwohl in ihrer Nähe, ein riesiger Zaun große Tiere umringte, war kaum etwas zu hören, als die typischen Laute, der Tiere welche sie jagten.

Strahlenfeuer erhob sich wieder von der Erde, schüttelte und entfernte den Dreck und Staub aus ihrem Pelz ehe sie ein wenig durch das saftige grüne Gras streunte. Sie würde erstmal abwarten bis sie Sternenlicht und Nebelwächter gefunden hatte, ehe sie weiter jagte und später wieder zum Lager zurückkehren würde, mitsamt ihrer doch relativ großen Ausbeute.

Die hübsche Kätzin war schon stolz darauf, das sie in relativ kurzer zeit so viel gefangen hatte. Sie glaubte sogar das sie ihren Rekord gebrochen hatte und immer besser wurde und das hieß schon was. Sie zählte sich sogar zu den besten Jägern beziehungsweise zu den besten Kriegern ihres Clans. Da die Kätzin auch viel zeit hatte, konnte sie auch immer ihre Verteidigung, Kampftechnik und ihr können bei der Jagd trainieren.

Dann konzentrierte sie sich wieder auf die Suche nach zwei Pelzen im Gras der Weide. Jedoch hoffte sie das der Älteste im Lager geblieben war und sie nur mit Sternenlicht und Fischpfote jagen ging. Doch die Wahrscheinlichkeit dafür war ziemlich gering, das wusste die Kätzin... Dann viel der Kätzin ein das es auch sein könne, das sie sich das alles nur einbildete und es ihr nur wie eine Ewigkeit vorkam, bis die anderen kamen.

      © Dahlienhauch (Grudngerüst bei Rotbusch) | 2016

     
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BeitragThema: Re: Die Pferdeweide - FlussClan   Do 26 Jan - 4:54

<--- Lager des FlussClans    

Nadelkralle

Gemächlich erreichte der Krieger die Südseite der eingezäunten Wiese. Das Schandmal der Zweibeiner, wie er es gerne bezeichnete.
In einem Affenzahn war er losgeprescht, um seinen Kopf durchzulüften, der kurz zuvor mit befremdlichen Eindrücken und Gedanken befüllt worden war.
Im Nachhinein war er froh, die Reißleine gezogen zu haben. Nun gut, zugegeben - Sein Ego war auch ein wenig angeknackst, da ihn Tränenlicht eiskalt hatte abblitzen und auf Stein beißen lassen.
Doch der Riss war so fein, minimal, dass er kaum der Rede wert war. Auf der anderen Seite war er sehr erleichtert, da er das Thema wirklich nicht hätte vertiefen wollen. Wenn er es nicht besser wüsste, hätte er beinahe vermutet, Tränenlicht wäre depressiv. Doch zum Glück war sie dank seiner Sensoren, sich rechtzeitig aus dem Staub zu machen, nicht mehr Teil seines Interesses und noch viel weniger sein Problem. Dinkelherz war nun an der Reihe, sich um das weinende Herz seiner Geliebten zu kümmern und ihr armes Selbstvertrauen zu stärken.
Als ihm der andere Krieger in den Sinn kam, bemerkte er den schalen Geruch, den ebendieser vor kurzem hier hinterlassen haben musste. Schon im Lager hatte ihm diese strenge Duftnote den Geiste vernebeln wollen - Glücklicherweise ohne bleibende Schäden.
Gütig, wie er war, hatte er sich um Tränenlichts Willen zusammengenommen, einen Vortrag über mangelnde Fellpflege und die daraus resultierenden Folgen auszusparen.
Obligatorisch prüfte er die Luft, konnte aber keine besorgniserregenden Gerüche feststellen.
Einen weiteren Duft allerdings machte er aus, den er jedoch schon kurz nach Verlassen des Lagers bemerkt und dem er möglicherweise gezielt gefolgt war. Doch er war so köstlich, dass es ebenso gut auch ein Zufall sein konnte, sie hier zu treffen.
Nachdem er die Luft geprüft hatte, pirschte er sich zum Zaun vor, der - hölzern und intakt - vor ihm aufragte. Unumwunden bahnte er sich eine Gerade durch das meist so saftige und grüne Gras.
Obwohl er sich im Bau als fauler Krieger einen Namen gemacht hatte, war er mit dem Entschluss an diesen Ort gekommen, Beute zu machen. Beute, die nicht zwangsläufig für ihn bestimmt, sondern zum Wohle des Clans war. Ja, und auch, weil ihn die Aufrichtigkeit in einem schwachen Moment gepackt haben mochte.
Nadelkralle war weder ein großer Jäger, noch besaß er den Spirit dazu, einer zu werden. Miserabel waren seine Qualitäten jedoch auch nicht. Wenn man wollte, waren sie ausreichend.
Aus den Augenwinkeln hatte er sie längst bemerkt - Die weiße Witwe.
Doch er tat so, als hätte er sie gar nicht gesehen und lief voran, als würde er einem Weg folgen. Dabei wusste er gar nicht recht, wie und wo er mit dem Jagen anfangen sollte. Er bevorzugte Vögel. Hier waren allerdings keine Bäume, die erreichbar wären und auf die sich die Beute niederlassen würde. Stattdessen war das ein Ort, an dem man Kleintiere fangen konnte.
Sie erforderten besondere Präzision, Geduld und Wendigkeit. Kleine, flinke Biester hatten ihn schon immer in Rage gebracht. Unpassenderweise drifteten seine Gedanken zu der Kriegerin ab, die an diesem Ort jagte.
Zumindest sah es ganz so aus. Denn sie hatte ihre Beute vergraben, wie er beobachtet hatte, als er angekommen war. Inzwischen tigerte sie auf und ab. Glaubte sie, Nebelwächter im Gras zu finden? Nadelkralle hatte mitbekommen, dass die Katzen eine Patrouille bilden wollten. Offenbar hatte Strahlenfeuer nicht warten können und war vorgelaufen wie eine ungeduldige Schülerin. Und vermutlich war der Alte unterwegs eingeklappt und Sternenlicht war damit beschäftigt, den Knochenhaufen zurück ins Lager zu schleppen. Der Alte war immer für einen Lacher gut.
Unbehelligt suchte er sich einen schattigen Ort, von dem er sie aber im Blick haben konnte, wann immer er es wollte. Und den auch sie sehen konnte.
Nach wenigen Herzschlägen legte er sich auf die Lauer, den grazilen, roten Körper fest auf den Boden gedrückt.
Nadelkralle war kein besonders großer, oder muskulöser Kater. Eigentlich war er sogar kleiner als der Durchschnitt. Seine Schultern und insbesondere seine Krallen waren jedoch nicht zu verachten.
Die gute Mutter hatte ihn damals 'Nadeljunges' getauft, nachdem er ihr bei seiner Geburt mit den ungewöhnlich scharfen, spitzen und langen Krallen fast den Bauch aufgeschlitzt hatte. Der Gedanke daran war einen Seufzer wert. Hätte er das doch bloß getan. Besser früh, als spät.
Ungeduldig zuckte er mit den Ohren, fixierte sich auf eine magere Feldmaus, die einige Fuchslängen entfernt aus ihrem winzigen Loch flitzte.
Ohne einen weiteren Herzschlag zu warten, zischte der Kater los und jagte dem alarmierten Tier hinterher. Er hatte sie eindeutig zu früh verschreckt und sie war zu weit entfernt, als dass er sie jetzt noch hätte fangen können. Was nützte ihm seine Schnelligkeit, wenn die Maus den Vorteil eines kleinen Körpers hatte, der unter jede Wurzel passte.
Doch er ließ nicht ab, ehe sie Bruchteile später verschwunden war.
Die Jagd war kurz gewesen, doch Nadelkralle gab es auf. In seinem edlen Gesicht, das einen beinahe immer arroganten und blasierten Ausdruck trug, war kaum lesen zu können, was er dachte und warum er nach diesem kläglichen Versuch aufgab.
Denn aufgeben aus Frustration war überhaupt nicht sein Ding. Frustration war ja quasi ein Fremdwort für ihn.
Vielleicht hatte ihn der flüchtige Gedanke an seine hohe Mutter betrübt. Was auch immer es war, das den Kater trieb, er hockte sich unter das kahle Dach einer blattlosen Platane.
Wie angenommen, lies sich auch nach einem schnellen Blick zum Wipfel kein Vöglein in den verlassenen, dünnen Zweigen nieder.
Fast gebannt fiel der tiefbraune, stechende Blick des Katers an den Verästelungen herab, die aus dem dicken Stamm sprossen.
Kalt und hart war dieser, als Nadelkralle dicht genug herantrat und ihn mit der Nase berührte.
"Du bist wie ich", erklärte er dem Baum, als wolle er ihn aufmuntern.
Sein linker Mundwinkel zuckte: "- Nur hässlicher"
Eine Weile lang schmunzelte er in sich hinein, über all die Ironie dieser Welt.
Vielleicht würde er irgendwann einmal in einem Wald wandeln, der aus diesen kahlen, eisernen Bäumen bestand. Wenn er den letzten verfluchten Atemzug getan hatte.
Obwohl er es sich heute selbst nicht glauben würde, war es einmal eine seiner liebsten Beschäftigungen gewesen, den klugen, weisen und oft wirren Worten der Ältesten zu lauschen. Während sich viele andere Junge lieber rauften - was wenig später an seiner Tagesordnung stand - hockte er sich gerne in den viel zu dunklen und nach Tod riechenden Ältestenbau.
Manch einer mit Hang zur Tragik hätte jetzt behauptet, die Alten waren eine Art Vaterersatz für ihn gewesen. Wegweiser, die ein Sohn von seinem Vater brauchte.
Doch das war sentimentaler Gedankenabfall, der dazu führte, dass Katzen wie Tränenlicht waren, wie sie waren. Oder - präziser ausgedrückt - dachten, wie sie eben dachten: Die Welt war ein grauer Ort voller Trauer und Leid. Und kaum hatte man ein Lichtlein gesehen, verpasste es einem ne saftige Schelle. Ja, noch hundert Mal daran gedacht, und er würde es glauben.
Im Ältestenbau hatte er das erste Mal vom Wald der Finsternis gehört. Es hieß, es wäre ein einsamer, verlassener Ort, an den Katzen kämen, die zu Lebzeiten unrühmliche oder gar schreckliche Dinge getan hatten. Im Gegensatz zum SternenClan wäre jeder Tote dort auf sich alleine gestellt. Es schienen weder Sonne, Mond, noch Sterne, und doch wäre der Wald unnatürlich erhellt und nie dunkel. Dunkel wären bloß die Herzen der Katzen, die diesen Ort bewohnten.
Irgendwie hinterließ der Gedanke daran einen tröstlicheren Geschmack auf seiner Zunge, als er vielleicht sollte. Doch das war ihm egal.

Angesprochen: Baum
Erwähnt: Dinkelherz, Tränenlicht, Strahlenfeuer, Nebelwächter, Sternenlicht


sei gegrüßt...
you walked into the room you know you make my eyes burn...
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come take a walk on the wild side...
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i think i´ll love you forever...
now my life is sweet like cinnamon...
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BeitragThema: Re: Die Pferdeweide - FlussClan   Fr 27 Jan - 23:44

<-----Lager des FlussClans

Steinkralle
Leise, als wäre er auf der Jagt, war er dem älteren Kater gefolgt, darauf bedacht immer genügend Abstand zu ihm zuhalten, doch versuchte er ihn nicht aus den Augen zu verlieren, denn er hatte ein ganz schöner Tempo drauf. Er hatte ihn bereits ein paar mal fast verloren, musste Steinkralle wiederwillig zugeben. Er beobachtete wie der Kater auf den Zaun zu pirschte, fragte sich einen Moment lang was er wohl vorhatte. Ihm war bekannt, dass Nadelkralle nicht grade als aktiver Kater galt, eher als faul. Vorsichtig ging der Kater in Deckung, wollte nicht sofort von ihm entdeckt werden. Er sah so aus als würde er sich über irgendetwas Gedanken machen. Über was wohl? Über den Clan? Über sein Leben? Über eine andere Katze? Vielleicht sogar über eine Kätzin, die ihm sein altes Herz gestohlen hatte? Am liebsten würde der junge Kater Gedanken lesen können. Er liebte es sich in die Leben anderer einzumischen und solche eine Gabe wäre dabei recht nützlich. Sein Bauchfell streifte über den Boden, nahm Dreck und kleine Gräser auf, als er sich langsam dem Älteren näherte. Dass er erst kurz vorher sein Fell gesäubert hatte, war ihm egal. Wie gesagt, er war ein Krieger. Krieger durften ab und an dreckiges Fell haben. Es fand es höchst ungewöhnlich, dass sich jemand alleine soweit vom Lager entferne, auch wenn es ganz normal war und je länger er sich Gedanken über ihn machte, desto neugieriger wurde Steinkralle auf den anderen Kater. Hatte er etwas zu verbergen? Führte er ein Doppelleben? Nein, das war es vermutlich nicht. Wieso sollte ein Kater, wie Nadelkralle es war, ein Doppelleben führen? Andererseits konnte dieser auch schon seit längerer Zeit eine Beziehung mit einer Kätzin außerhalb seines Clans haben, doch so richtig traute er dies dem älteren nicht zu.
Als er den zugegeben jämmerlichen Versuch des Katers, eine Maus zu erlegen beobachtete, schnurrte er leise amüsiert. Wie ein unbeholfenes Junges, welches nichts von der Jagt verstand, hatte er ausgesehen. Was auch immer Nadelkralle versucht hatte zu fangen, war viel schneller gewesen. Der junge Krieger tippte auf eine Feldmaus. Hatte der ältere Krieger denn wirklich schon vergessen wie man jagte? Viel zu früh, hatte er sich auf das Tier gestürzt. Er hätte keine Chance gehabt, da half es ihm auch nicht mehr, dass er für sein erstaunlich schnell war. Schließlich ließ er sich unter einer alten Plantane nieder und der graue Kater wagte sich noch etwas näher an ihn heran, beobachtete wie er den kahlen Baum mit seiner Nase berührte. Leise konnte er hören wie der, für ihn kuriose, Kater zu dem Baum sprach. Hatte er gesagt, dass der Baum wie er war? Hatte er sich verhört? Verglich sich der Kater wirklich mit einer alten, kahlen Plantane? War er etwa Krank im Kopf? Der junge Krieger konnte nur den Kopf schütteln über die Verwirrtheit seines Clankameradens. Als dieser auch noch hinzufügte, dass der Baum hässlicher war als erselbst, musste der er insgeheim widersprechen. Die beiden taten sich nicht viel. Was dem Baum an Blättern fehlte, fehlte Nadelkralle an Persönlichkeit. Zumindest in seinen Augen. Steinkralle hatte nicht wirklich was gegen den Krieger, doch mochte er ihn auch nicht sonderlich. Er wäre ihm auch nicht gefolgt, läge jetzt noch entspannt im Lager und würde auf seinen jüngeren Bruder warten, wenn es ihn nicht so in den Pfoten gekitzelt hätte, dem anderen Kater zufolgen.
Sollte er sich dem anderen zeigen? Oder sollte er vielleicht doch noch eine Weile in Deckung bleiben? Er wollte wirklich nicht von Nadelkralle angemeckert werden, weil er ihm unerlaubt gefolgt war. Allerdings war da auch noch diese neugier die in Steinkralle loderte. So viele Fragen über den älteren flogen ihm durch den Kopf. Was wollte er hier? Jagen war es auf jeden Fall nicht und falls er hier doch jagen wollte, dann hatte er zu tiefst Mitleid mit ihm. Sein Jagtversuch war lächerlich gewesen. Zudem war der Kater der faulste Krieger, den Steinkralle je untergekommen war und somit das komplette Gegenteil von ihm selbst. Es schien ihm höchst unwahrscheinlich, dass ausgerechnet dieser Jagen ging obwohl er doch genauso gut auf der faulen Haut liegen könnte. Doch weiter konnte er gar nicht über den Kater nachdenken, denn ein anderer Geruch stieg ihm in die Nase. Woher kannte er diesen Geruch? Immer mehr bekannte Gerüche stiegen ihm in die Nase, doch er konnte keinen wirklich zuordnen. Natürlich erkannte er, dass die anderen Katzen ebenfalls aus seinem Clan stammten, doch wer genau sich hier noch aufhielt konnte er nicht sagen. So gerne der junge Krieger auch ein gutes Gedächtnis, man konnte ja aber auch nicht alles haben.
Er entschied sich dazu, sich noch eine Weile zu verstecken, denn er wollte möglichst viel über den Grund für Nadelkralles Aufenthalt an diesen Ort erfahren. So drückte sich Steinkralle näher an den Boden der Wiese, suchte Schutz in dem längeren Gras und wartete darauf das der Kater was tat.

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BeitragThema: Re: Die Pferdeweide - FlussClan   Sa 28 Jan - 4:00

Nadelkralle

In der naiven und hoffnungsvollen Sicherheit, in der sie sich zu wiegen glaubten, flitzte eine Maus nach der anderen über die Weide, die ja als reiche Nahrungsquelle solcher im FlussClan-Territorium bekannt war.
Nach einer Weile sahen sich die braun, weiß, - graubepelzten Tierchen nicht einmal mehr um, ob ein potentieller Feind und Jäger in der Nähe war.
Dumme Tiere, zischte eine Stimme in seinem Kopf. Festgewurzelt, wie die Platane neben ihm, hockte Nadelkralle noch immer da, wo er sich vor kurzem niedergelassen hatte. Doch sein Blick war nun starr auf das weite Feld vor sich gerichtet. Er beobachtete die Beute, die ihm eben nur ganz haarscharf durch die Krallen gegangen war und schien dabei die Umwelt völlig außen vor zu lassen.
Selten passierte es ihm, dass er sich vollkommen in tiefen Gedanken wiederfand. Noch seltener, dass er das Gefühl für seine Figur verlor. Wer er war? Ein miserabler Krieger. Ein Kater, dem man aber nicht so schnell etwas vormachte. Und um diesen Eindruck war Nadelkralle auch stets bemüht.
Nun jedoch war sein Blick beinahe verträumt, Schultern und der rot-getigerte Schweif hingen unachtsam in seinem Fleisch.
Eine Maus wagte es sogar, bis auf eine Fuchslänge an ihn heranzukommen, ehe sie im Moment erfror, die winzigen Tasthärchen beben lies und alarmiert davonhuschte.
Der Kater sah das Schauspiel ohne Frustration, lediglich mit gelassener Melancholie. Dumme Tiere, die wissen, wie man lebt.
Was war das ganze Leben wert, wenn man nichts riskierte? Er konnte nachvollziehen, dass ihm Clankameraden seine Faulheit und fehlende Disziplin übelnahmen, schließlich ging es zumindest teilweise auf ihre Kosten. So wie im Lager eben. Tränenlichts Maus war in seinem Magen gelandet, weshalb er den kurzfristigen Entschluss gefasst hatte, sie zu ersetzen. Beeinflusst worden war die Entscheidung durch Strahlenfeuers Duftnote. Nichtsdestotrotz würde er mit einer Maus ins Lager zurückkehren... bald.
Was er nicht verstehen konnte, war, dass dem hübschen Großteil seiner Bau - und Clangenossen nichts, aber gar nichts, über das Gesetz der Krieger ging. Es bot so viele unangenehme Einschränkungen und Verzichte. Natürlich wollte es die Stärke und Moral des Clans sichern, doch das mit der Moral war so eine Sache.
Der Unterschied zwischen vielen anderen und ihm war, dass er zu seiner schlechten Moral stand. Die Annahme, er würde es sich dadurch leicht machen, war falsch. Auch, wenn die Oberfläche etwas anderes behauptete. Denn schließlich wurde er dafür ja verachtet, was der Annahme im mindesten widersprach. Es viel den Kritikern im Gegenzug leichter, über seine guten Züge hinwegzusehen.
Besaß er die denn? Unbewusst kräuselte er die Nasenspitze.
Da stieg ihm ein frischer Geruch in die Nase, den die leichte Brise in seine Richtung trug. Unmittelbar befand sich der Krieger wieder in der Realität. Eindringlich durchstreiften seine Augen die hoch bewachsene Wiese, die Nähe, die Ferne, während er versuchte, den Geruch einzuordnen.
Es war kein ihm gänzlich unbekannter, ungewöhnlicher Geruch, daher ahnte er, es wäre eine Katze aus dem FlussClan. Da er sich aber nicht hundertprozentig sicher sein konnte und einem Kampf nicht ausweichen würde - sollte es sich doch um eine fremde Katze mit vertuschtem Geruch handeln -, befand er sich in höchster Achtsamkeit.
Zunächst blieb er sitzen, da er es als persönlichen Nachteil sah, sich ins hohe Gestrüpp zu stürzen, wenn der Fremde ihn doch längst beobachtete. Verdammt! Wie lange tat der das wohl, ohne, dass Nadelkralle es bemerkt hatte? Wie war ihm das überhaupt entgangen?
Leicht verärgert verfluchte er die Knochen seiner Mutter zum eintausendsiebenhundertdreiundneunzigsten Mal.
"Komm raus!", seiner Stimme fehlte jegliche Süffisanz, als sie über das Land fegte. Sie war selten so tief und ernst, hatte sonst immer Schalk und Spott inne. Fast entwich ihm ein Knurren.
Doch irgendwas gab ihm das Gefühl, er hatte es nicht mit ernsthafter Gefahr zu tun.
Plötzlich wischten einige Büschel Gräser zur Seite und gaben den Blick auf grauen, kurzen Pelz frei, der sich deutlich von dem Grün abhob.
Alle Anspannung entwich seinen Gliedern. Die Tatsache, dass die Katze außergewöhnlich dicht herangekommen war, um ihn zu beobachten, verriet einmal mehr, wer sie war. Oder eher gesagt - er.
Er besaß keinen guten Sehsinn, wie der rote Kater wusste.
Schnurstraks, aber gelassen bahnte sich Nadelkralle einen Weg zu Steinkralles Versteck.
Als er näher kam, erblickte er den Grauen, wie er sich auf den Boden gedrückt und getarnt hatte. Er war erstaunlich lange unentdeckt geblieben. So lange, dass Nadelkralle nicht einmal wusste, seit wann ihn der andere überhaupt beschattet und verfolgt hatte.
Einen langen Augenblick lang wirkte es so, als seien dem älteren Krieger sämtliche Gesichtszüge entglitten. Kalt, als säße ihm die Anspannung von eben noch immer in den Knochen, sah er auf den jungen Kater herab, als er schließlich vor ihm Halt machte.
Seine dunklen Augen fixierten die des anderen. Nadelkralle pflegte es, für jede Situation passende Worte zu haben. Dass er sprachlos war, war ein Phänomen, von dem er selbst noch nichts wusste.
Und das würde wohl auch noch eine Zeit lang so bleiben.
Denn schnell hatte der rote Kater seine übliche Visage zurück, das typische Funkeln in den Augen, das jede Glaubwürdigkeit zunichte machte.
"Hast du was verloren?", blaffte er, klang aber nicht besonders verärgert.


sei gegrüßt...
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BeitragThema: Re: Die Pferdeweide - FlussClan   Sa 28 Jan - 14:23

Steinkralle
Mit jeden Augenblick den der graue Kater dort kauerte, wurde er neugieriger. Was wollte sein Clankamerade mit dem roten Fell hier ganz alleine? Dass er eine heimliche Liebe aus einem anderen Clan hier traf, hatte der junge Krieger mittlerweile ausgeschlossen. Es waren einfach zu viele andere FlussClan-Katzen an diesen Ort. Doch wollte er nun erst recht wissen, was Nadelkralle hier her trieb. Er beobachtete den Kater genau, wie er da saß, sein Blick auf den Boden fixiert, und verächtlich schaute. War er denn wirklich so ein schlechter Jäger, dass er die Mäuse, welche ebenfalls an Steinkralle vorbei flitzten, einfach nur beobachtete und sie dabei verfluchte dass sie schneller waren als er? Jämmerlich. Zum ersten mal in seinem Leben zweifelte er an der Kriegerausbildung seines Clans und das obwohl er selbst eine wundervolle Ausbildung in grade diesem genossen hatte. Nur zu gerne würde der junge Kater eine der Mäuse fangen, zwar war er so zusagen auf einer geheimen Mission, doch wenn er schon mal hier war, konnte er ja auch gleich für seinen Clan jagen. Für eine kurzen Moment, ließ er den älteren Kater unbeobachtet und widmete sich einer der Feldmäuse, die dem Krieger etwas zu nahe kam. Da er weiterhin unentdeckt bleiben wollte, konnte er sich schlecht auf die Maus stürzen, schlich sich somit noch ein wenig näher an sie heran und erlegte sie schließlich mit einen schnellen Biss. Er nahm sich vor nun öfters an diesen Ort zukommen um zu jagen. Die Mäuse waren hier viel zu zutraulich, kannten die Gefahr scheinbar nicht. Seine Beute zu vergraben, könnte ihn auffallen lassen und so behielt er das Nagetier im Maul während er seine Aufmerksamkeit wieder dem Kater unter der Plantane widmete.
Dieser schien, in der Zeit in welcher Steinkralle die Maus erlegt hatte, etwas bemerkt zu haben. Aber was hatte er entdeckt? Hatte er die anderen FlussClan-Krieger ebenfalls gerochen? Oder war er sich dessen Anwesenheit schon lange bewusst? War es vielleicht erselbst den der ältere Kater bemerkt hatte? War er aufgeflogen? Hatte er sich doch zu nah an den anderen herangewagt? Der graue Kater verfluchte, wie so oft, seine schlechten Augen. Es war Fluch und Segen zugleich, denn dank seiner miesen Sehkraft hatte der Krieger ein besseres Gehör als die meisten anderen Katzen, hatte somit auch die Worte deutlich verstanden gehabt, die Nadelkralle zu der kahlen Plantane gesprochen hatte. Seine Befürchtung, er sei von dem faulen Krieger entdeckt worden, bestätigte sich als dieser ihn aufforderte raus zu kommen, doch Steinkralle dachte nicht daran. Gut, er mochte aufgeflogen sein, aber das Gras bot ihm dennoch den selben Schutz. Der rote Kater konnte ihn also gar nicht entdecken. Wenn er lang genug still sein und sich nicht bewegen würde, würde er vielleicht glauben, dass er seiner Nase nun auch nicht mehr trauen konnte. Ein kleiner Windstoß ließ das Gras, in welchem er sich versteckte, leicht zu Seite wischen. Rasch drückte sich der graue Kater noch Näher an den Boden, wollte nicht entdeckt werden, denn er hatte gemerkt dass Nadelkralle in seine Richtung sah. Doch der Krieger war schon auf den Weg zu seinem Versteck. Deutlich erkannte Steinkralle, dass der Kater deutlich verwundert war. Er sah aus als sei er aus allen Wolken gefallen, auch erkannte der jüngere, dass er scheinbar für einen Augenblick Sprachlos war. Nadelkralle und Sprachlos, das hatte er auch noch nie erlebt. Allein dafür lohnte es sich schon aufgeflogen zu sein.
Die Maus im Maul sah der, noch immer kauernde Kater, zu ihm hoch, bevor er sich schließlich langsam aufrichtete und das Nagetier nieder legte.
"Ich schätze man könnte sagen, dass ich meinen Bruder verloren habe, natürlich nicht richtig, denn Adlerpfote lebt ja noch, es wäre eine Tragödie wenn er bereits in seinem jungen Alter zum SternenClan gegangen wäre, ich glaube er treibt sich zur Zeit mal wieder irgendwo mit Regenpfote herum, vielleicht an der Grenze, sicher bin ich mir natürlich nicht, naja, auf jeden Fall ist er nicht Tot, ich habe ihn lediglich aus den Augen verloren. Ich würde mir ja eine Ausrede einfallen lassen weshalb ich dir gefolgt bin, aber das ist erstens zwecklos und zweitens ist es nicht neu, dass ich neugierig bin und nicht still im Lager sitzen kann. Übrigens ein sehr schöner Ort um zu Jagen, die Mäuse scheinen hier sehr naiv zu sein, man kann sie sehr leicht fangen, dieses Exemplar kam so nah an mich ran, dass ich es fangen konnte ohne meine Deckung aufzugeben. Sag mal war deine Ausbildung zum Krieger schlecht? Hattest du einen schlechten Mentor? In deinem Alter solltest du ein ausgezeichneter Jäger sein, aber ich habe deinen wirklich jämmerlichen Versuch diese Feldmaus zu fangen beobachtet, viel zu schnell los gerannt bist du, hattest keine Chance auch wenn du zugegeben recht schnell bist, aber die Maus war wendiger als du es bist, gewundert hat es mich aber auch nicht, dass du kein guter Jäger bist, meistens liegst du ja faul rum und lässt andere die arbeit machen, wenn du mal wieder richtig jagen lernen möchtest, könnte ich dir helfen", viel zu schnell verließen die viel zu vielen Worte den Mund seiner Katers. Er machte kaum Punkt und Komma, verschluckte sich fast an seinen Worten. Es würde ihn Wundern, wenn der Kater ihm richtig hätte folgen können. Warum musste er, denn auch immer um den heißen Breit herum reden? Konnte er nicht einmal direkt zum Punkt kommen? Vermutlich nicht, nein. Seinen Kopf schief gelegt, schaute er den rot getigerten Kater an, war gespannt auf seine Reaktion. Steinkralle befürchtete, dass der Krieger sauer sein könnte, doch ob er das war weil er ihm gefolgt war oder weil er nicht gemerkt hatte, dass ihm jemand folgte, wusste er nicht. Natürlich, würde er es aber gerne wissen, wäre es anders wäre er nicht Steinkralle. Er war schon irgendwie stolz darauf, dass es ihm gelungen war solange unbemerkt zubleiben. Normalerweise wäre er in dem grünen Gras mit seinem grauen Fell schnell aufgefallen, doch Nadelkralle war wohl ein höchst unachtsamer Kater, achtete vermutlich gar nicht auf seine Umgebung, wenn er alleine aus dem Lager ging. Leichtsinnig, wie der junge Krieger fand, denn es konnte immer ein Feind an der nächsten Ecke lauern.

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BeitragThema: Re: Die Pferdeweide - FlussClan   So 29 Jan - 1:05

Krähenfeder
CF: ----> Lager
Es war ein schöner Anblick,  die oftmals unter den Schmerzen in der Schulter leidende Kätzin so enthusiastisch  und zuversichtlich zu sehen. Auf jeden Fall besser,  als wenn sie niedergeschlagen oder genervt war,  weil sie nicht aus dem Lager konnte,  da ihr Bein sie daran hinderte.  Krähenfeder war froh,  dass die ältere Kriegerin mit kam und sich nicht einschränken und unterkriegen ließ. Sie stand da,  mit erhobenem Schwanz und Kopf,  sah aus wie jede andere, vollkommen gesunde Katze.  Das jedoch machte sie in den blassen graublauen Augen,  der größeren Kriegerin nur nich sympathischer.  Der langhaarigen Kätzin war es relativ egal,  wohin  die beiden Kätzinnen nun schließlich gingen,  Hauptsache hinaus aus dem Lager hinaus. Das gute Wetter verlieh ihr eine relativ selten vor kommene,  sehr gute Laune und tat der Seele gut. Jedenfalls weitaus besser,  als die Hitze die bald schon wieder kommen würde wie jedes Jahr. Denn unter dieser litt sie durch ihren dichten,  sehr dicken Pelz sehr.  Als Saphirmond die Pferdeweide auswählte und festlegte,  nichts die kräftige Kriegerin zustimmend. Schließlich hatte sie recht,  fischen konnte man wirklich auch bei windigem Wetter gut,  da sollte man eher die Windstille ausnutzen um an Land zu jagen. Der anderen Kriegerin war anzusehen,  dass es sie freute heraus,  nach draußen zu kommen und auch Krähenfeder war guter Dinge und erfreut zu jagen.  "Also zur Pferdeweide. " bei den leisen Worten zuckten ihre leicht schräg stehenden Ohren und sie erhob sich ebenfalls auf ihre relativ großen Pfoten. Nun setzte auch sie sich in Bewegung und folgte der Grauen zum Lagerausgang.  Rasch erreichte sie dieses Ziel durch ihre langen Beine. Auch Saphirmond schien win gutes Tempo anzulegen und nicht viel auf die schmerzende Narbe an ihrer Schulter zu achten. Also tat auch sie andere Kriegerin dies nicht und behielt ihr Tempo bei. Sie liebte es zu laufen,  denn der Wind war so kühler als sonst und umstrich ihren erwärmten Körper und drang zart durch das dichte Fell.  Kühlte sie angenehm und nicht zu sehr.  Sie liebte es wie er an ihrem Pelz entlang strich.  Und ihre langen Beine waren beim Laufen nur noch ein positiver,  unterstützenden Punkt. Sie erleichterten es ihr sehr schnell voran zu kommen. Immer weiter ließen die beiden Kätzinnen das Lager hinter sich.  Nun führte sie,  lief nur kurz vor der kleineren Kriegerin. Doch schon als sie im neuen Gebietsabschnitt ankamen,  strömten ihr allerhand Düfte zu.  Darunter auch einige bekannte.  Nicht nur die der Gräser und der Pferde in der Nähe.  Auch der Geruch zweier bekannter Kater. Sie bremste ein wenig ab,  denn ab hier sollten sie wohl eher langsamer und somit leiser sein,  wenn sie nicht alle Beutetiere vorwarnen und vertreiben wollten. Von dem Lauf war sie kein Stück außer Atem und ließ ihren Blick gemächlich schweifen und über sie Landschaft wandern. Die junge Kriegerin war sich noch nicht ganz sicher,  was sie nun tun sollten. Erstmal alleine jagen oder sich zu den Clankameradengesellen?  Sie wartete kurz auf Saphirmond um ihr diese Optionen als Frage zu stellen.  "Steinkralle und Nadelkralle sind hier in der Nähe.  Wollen wir zu ihnen,  wenn sie auch jagen... Oder lieber erstmal für uns bleiben und direkt hier jagen? " schlug sie nun beides vor.  Ihr selbst war es schnuppe,  sie hatte nicht wirklich feste Freundschaften mit ihnen,  aber manchmal waren Gruppenjagden doch recht amüsant.
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BeitragThema: Re: Die Pferdeweide - FlussClan   So 29 Jan - 3:38

Nadelkralle

Fast ein wenig zu naiv war der Blick, den ihm der bernsteinbeäugte Kater zuwarf. Beinahe glaubte er, schauspielerisches Talent in dem jungen Krieger entdeckt zu haben, wurde durch dessen Antwort aber schnell ernüchtert und vom Gegenteil überzeugt.
Schlaff baumelte eine tote Maus zwischen Steinkralles Kiefern. Gut so. Er wollte dem Grauen keine verfrühte Einfältigkeit andichten, die ein hängender Unterkiefer bezeugt hätte.
Da erhob sich der andere und stieß einen Sturzbach aus, der sich gewaschen hatte.
Nadelkralle blickte ihn unumwunden an, während er hören musste.
Bruder, Tragödie, SternenClan, Regenpfote, Grenze, tot, Ausrede, zwecklos, neugierig, Mäuse, Deckung, Ausbildung, jämmerlich, Chance, gewundert, faul, Arbeit - Nadelkralle wusste nicht recht, ob er dessen Ton und Art amüsant finden sollte. Doch seine Mundwinkel zuckten kaum merklich, als sein Hirn wichtige Fetzen filterte. War da überhaupt ein Wort von Wichtigkeit, wenn es in einer solchen Dosis und unter diesen Umständen aus Steinkralles Mund floss?
Besonders eindrucksvoll fand er es nicht, dennoch machte er sich gerne die Mühe, den anderen Kater zu verstehen. Schließlich verabscheute er nichts annähernd so sehr, wie Langeweile.
Seine Schweifspitzte zuckte angeregt, als der zusammenhangslose Text allmählich Sinn ergab und Nadelkralle realisierte, dass ihn der andere, jüngere Krieger gerade ziemlich offenkundig, frech und respektlos beleidigt hatte.
Eine ungeheuerliche Gräueltat, die er gewiss wusste, mit seinen Mittelchen zu strafen. Vielleicht würde er es sich zur Aufgabe machen, den vorlauten Krieger von nun an zu schikanieren, rügen, benachteiligen, wann immer ihm danach war. Und ihm so zu zeigen, was Verfolgung, Beschattung und Kontrolle wirklich bedeutete.
Funkelnd stellte er den anderen auf den Prüfstand, lies ihm ausreichend Ruhe in seinen Gedanken, die sich möglicherweise genauso überschlugen, wie die Laute, die sein Maul verließen.
Wie ein Junges hatte Steinkralle den Kopf schief gelegt, als wäre der Rote seine Mama und er das unartige Bürschchen, das sich versteckt hatte, um der täglichen Fellpflege zu entgehen.
Bösartige Töne von Ideen dünsteten in Nadelkralles Kopf und zogen ein qualvolles Schweigen nach sich, in dem keiner der beiden Kater wusste, welche Schlüsse gezogen und Entscheidungen getroffen wurden.
Plötzlich machte der Ältere auf den Ballen kehrt und schlug unbehelligt und gemächlich den Weg ein, den er zuvor gekommen war. Das Antlitz lag nun im Schatten, die Augen halb geschlossen, dass sie keine Einsicht mehr boten. Als lägen sie jemals gänzlich offen.
Singend rief er über die Schulter:
"Pass auf, wenn du deine Maus trägst! Sonst muss ich noch ansehen, wie du dich an deinen Worten und ihrem Blut verschluckst und qualvoll hustend daran erstickst"


sei gegrüßt...
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heavens in your eyes...
come take a walk on the wild side...
you are my one true love...
(i´m your little harlot)
i dont know what you do, but youre unbelievable...
i think i´ll love you forever...
now my life is sweet like cinnamon...
heaven is a place on earth with you...
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BeitragThema: Re: Die Pferdeweide - FlussClan   So 29 Jan - 4:30

Steinkralle
Der jüngere Kater beobachtete sein Gegenüber genau, wartete geduldig bis dieser sein schwall aus Worten gefolgt war. Natürlich, wusste er was Nadelkralle für einen Charakter hatte, doch er hatte keine Angst davor den Kater so offen zu beleidigen. Immerhin war es nichts anderes als die Wahrheit, es war wirklich nicht sein Problem wenn er damit nicht umgehen konnte. Steinkralle hatte ihm ja sogar seine Hilfe angeboten und wenn dieser sie nicht wollte, dann war es eben sein Pech, aber dann sollte er auch mit der Wahrheit zurecht kommen. Vielleicht war es nicht richtig von ihm gewesen auf solche Art mit einem älteren erfahreneren Krieger zu reden, aber es wäre schließlich auch nicht richtig gewesen grade diesen anzulügen. Lieber war er ehrlich als feige... naja zumindest in diesem Moment. Sonst war der graue Kater ja eher... zurückhaltend.
Fast schon erschrocken, beobachtete er wie die Mundwinkel des roten Katers zuckten. Er amüsierte Nadelkralle! Er amüsierte ihn! Dass er das noch erleben durfte. Doch verwunderte es ihn schon, dass ihn etwas so simples wie viel zu schnelles Gerede, zu amüsieren schien. Die meisten fanden es eher nervig, wenn Steinkralle so viele Informationen in so kurzer Zeit preis gab.
Seine Freunde konnte der Kater, nicht annähernd so gut verstecken, wie Nadelkralle sein unscheinbares kurzes Lächeln. Es irritierte ihn auch nicht als sich grade dieser umdrehte und den selben Weg zurücklief den er gekommen war. So schnell wollte sich der junge Krieger aber nicht abschütteln lassen, immerhin schien Nadelkralle ihn lustig zu finden. Schnell vergrub er seine erbeutete Maus, ehe er dem älteren mit großen Sprüngen folgte, bis er neben ihn lief. "Danke für den Rat, allerdings denke ich eher, dass du ihn selber besser gebrauchen könntest als ich, solltest du jemals eine Maus fangen, denn ich mag zwar etwas sehr schnell reden und vielleicht bin ich auch etwas hyperaktiv aber dumm bin ich nicht, außerdem ist es unhöflich zu sprechen, wenn man etwas im Maul hat, doch das ist dir wahrscheinlich neu. Du weist hoffentlich, dass ich nicht so schnell gehen werde, ich will dir nicht umsonst den ganzen Weg vom Lager hier her gefolgt sein, wenn wir schon beim Thema sind: Du bist wirklich unachtsam, du scheinst dich kein bisschen auf deine Umgebung zu konzentrieren wenn du alleine aus dem Lager gehst, dieses mal bin nur ich dir gefolgt, doch beim nächsten mal könnte es ein Feind sein und egal wie faul du als Krieger sein magst und egal was du für einen komischen Charakter haben magst, wäre es schade wenn du durch Unachtsamkeit sterben würdest, vor allem würde dass aber auch ein schlechtes Licht auf die Ausbildung unseres Clans werfen, sollten die anderen Clans davon Wind bekommen. Verstehst du? Würde überhaupt jemand um dich trauern, wenn du zum SternenClan gehen würdest? Ich sehe dich nie mit irgendwelchen anderen Katzen und wenn dann scheinst du sie zu nerven, apropos nerven, ja mir ist durchaus bewusst das ich nerven kann aber ich hab auch deine Mundwinkel zucken sehen also kann ich ja nicht ganz langweilig sein, gib es einfach zu. Sagst du mir denn jetzt eigentlich was du hier draußen machst? Triffst du eine Kätzin, oder verfolgst du eine Kätzin oder verschwörst du dich gegen den Clan, dir würde ich das nämlich locker zutrauen, du wirkst nicht so als würdest du unseren Clan besonders mögen, hab auch mal gehört, dass deine Mutter eine Streunerin war, also wäre es nicht ganz so abwegig wenn du lieber ihren Weg gehen würdest, aber andererseits hab ich auch mitbekommen, dass du deine Mutter recht oft zu verfluchen scheinst, deshalb nehme ich mal an du mochtest sie nicht besonders. Ist ja auch egal, meine eigentliche Frage war ja was du hier draußen machst und meine eigentliche Aussage war, dass ich nicht eher gehen werde bis ich zumindest so grob weis was du hier machst, dann kann ich mir im Lager Gedanken darüber machen und vielleicht komm ich dann sogar von selbst drauf", und erneut verschluckte sich der graue fast an seinen eigenen Worten als er fröhlich neben seinen Clankameraden herlief. Er für seinen Teil genoss diese Unterhaltung, es war spannend sich mit dem nicht ganz so freundlichen Kater etwas anzulegen. Sorgen, dass er ihn angreifen würde machte er sich nicht, immerhin waren sie in einem Clan und da sah man es nicht gerne wenn man sich gegenseitig attackierte. So sprang lief ein Stück vor, wobei er eher sprang als lief. Er genoss es sehr wie ihm das Gras an seinen dreckigen Bauch kitzelte, das erinnerte ihn daran wie er zum ersten mal das Lager verlassen durfte.

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BeitragThema: Re: Die Pferdeweide - FlussClan   So 29 Jan - 12:26

Saphirmond
an Krähenfeder | Steinkralle | Nadelkralle

---> Lager des FlussClans


Saphirmond genoss den Wind im Fell, als sie in einem angenehmen Tempo rasch zur Pferdeweide liefen. Es war wahrlich schönes Wetter und gern beobachtete sie Krähenfeder, wie sie auch sichtlich erfreut mit ihr rannte. Sie war ihr sympatisch, alle male, ehrlich und freundlich. Natürlich kannte die kleine Kätzin sie nicht recht gut, doch auf jeden Fall verspürte sie keine Abneigung gegen sie. Saphirmond genoss jeden Atemzug außerhalb des Lagers und freute sich auch innerlich, ohne es wirklich zu merken, darauf, die junge Kätzin beim jagen zu sehen. Sie sah zu, wie Krähenfeder die Führung übernahm und folgte ihr gemächlich, auch wenn ein wenig zurück bleibend. Mittlerweile konnte sie gut mit ihrer Verletzung laufen, auch wenn das einsacken, wenn sie mit der linken Pfote auftrat, ein wenig seltsam aussah. Am Anfang, als sie noch Schülerin war, hatte sie es immer geärgert und sie war stehts schlecht gelaunt gewesen, doch viele Monde und viele Blattwechsel hatten sie dazu gebracht, sich mit der Narbe abzufinden. Sie dachte mit leicht schrägem Kopf während ihres kleinen Sprintes darüber nach, als die größere Kätzin auf einmal plötzlich langsamer wurde. Sie hohlte rasch auf und stand nun neben der Kriegerin, mit ihrer linken Pfote erhoben, um den Schmerz zu lindern. Während sie einmal kurz schnaufte, um den Schmerz zu unterdrücken, der durch ihren kleinen Sprint gekommen war, nahm auch sie den Grund für das zögern der Kätzin war. Nadelkralle, Steinkralle dachte sie. Auch sie stand ruhig da, da Ausdauer ihre hervorragende Fähigkeiten war. Ihre Ohren zuckten, als Krähenfeder kurz später Aussprach, was beide wahrgenommen hatten. Auch sie suchte nun die Landschaft ab und fand ein wenig weiter in der Sonne die beiden Kater. Es war ein lustiger Anblick. Nadelkralle, im gleichen Alter wie Saphirmond, wurde umsprungen vom jungen Krieger Steinkralle. Mit ihren blauen Augen schaute die graue Kätzin zu Krähenfeder. Was spricht gegen eine gemeinsame Jagd. Gerade, wenn du es sonst alleine bewältigen müsstest. miaute sie aufrichtig. Wäre sie in der Lage, zu jagen, hätte sie gerne Zeit mit der jungen Kätzin verbracht, doch nun, alleine, waren ihre Chancen auf jeden Fall geringer als in einer Gruppe. Bei dem Gedanken zappelte sie ein wenig mit ihrer linken Pfote, um die Verärgerung abzuschütteln. Doch sie selbst bemerkte es gar nicht wirklich, es war schon fast eine Gewohnheit geworden. Es half ihr.
Sie zweifelte nicht an dem Jagdgeschick von Krähenfeder, doch es war wahrlich eine bewährte Methode. Mit hoch erhobenem Schwanz stolzierte sie auf das Kater paar zu, wobei sie stärker humpelte als im Lager. Sie hoffte, Krähenfeder würde mit ihrer Wahl einverstanden sein, doch die größere Kriegerin hatte anscheinend ihre Schüler Angewohnheiten noch nicht richtig abgelegt. Die kleine Kätzin schlängelte sich durch das Gras und man sah nur ihre Schwanzspitze ein wenig aus dem Gras gucken. Als sie die Kater erreichte, merkte sie die dicke Luft zwischen den beiden. Verwundert zuckte ihre Schwanzspitze ein wenig, doch sie entschloss sich nichts desto Trotz ihnen wenigstens ein Angebot zu machen. Dank ihrer Gewohnheit nahm sie wiedermal ihre linke Pfote leicht vom Boden und schaute trotzdem gleichberechtigt zu den größeren Katern auf. Guten tag. miaute sie in einer respektvollen, freundlichen Stimme, nachdem das gequassel von Steinkralle ein Ende fand. Sie war den letzten Wortfetzen, die sie mitbekam, nicht gefolgt und entschied sich dazu, es zu ignorieren. Ich hoffe, ich unterbreche nichts wichtiges. Ich bin mit Krähenfeder hier, sie wollte jagen gehen. unbewusst zuckten ihre Ohren bei diesem Satz. Ich sehe, ihr habt schon gejagt, doch vielleicht habt ihr noch Zeit und Lust uns ein wenig Gesellschaft zu leisten, beim jagen. miaute sie, schielte kurz auf die Maus in Nadelkralles Mund und setzte sich dann. Ihre linke Pfote stand nun auch endlich auf dem Boden, ihre weiße Schwanzspitze zuckte ein wenig. Mit ihrem hübschen Gesicht zuerst zu Steinkralle, doch dann zum erfahreren Krieger gewandt, wartete sie auf Krähenfeder und auf die Antwort der Kater.


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BeitragThema: Re: Die Pferdeweide - FlussClan   So 29 Jan - 13:25

Krähenfeder
Angesprochen: Nadelkralle, Steinkralle, indirekt Saphirmond
Sie hörte das kurze, leise Schnauben, dass Saphirmond von sich gab, als auch sie zum Stehen kam und sich umsah. Auch sie sog die Düfte der Umgebung ein. Es tat wohl beiden Kätzinnen gut aus dem Lager zu kommen. Und dieser Ort war auch nicht grade verachtungswürdig. Mit den langen, grünen Grashalben, den vielen Beutegerüchen, einigen wohlduftenden Kräutern und Blüten in der nähe war das Gebiet grade zu ein Gerüchewunder.  Falls man neue Schüler aus dem Lager führte, sollte man viellecht nicht als erstes hier her kommen, das würde die unerfahrenen Näschen nur überfordern. Aber grade deswegen vielleicht, überlegte sich Krähenfeder, würde sie, falls sie denn einen Schüler oder Schülerin bekam, grade hierher kommen und es als ersten Ort wählen. Sie war nicht gehässig oder fies, es war einfach eine unterhaltsame Idee und der betroffene Schüler konnte dann auf jeden Fall so einiges über seinen ersten Tag erzählen, dass der Wahrheit entsprach und nicht am Fell herbei gezogen war. Die junge, blaugraue Kriegerin zuckte mit den schräg stehenden Ohrenspitzen, falls ihr zukünftiger Schüler jedoch ein Lügner sein würde, wäre sie keine nette Lehrerin mehr sondern eine sehr strenge Mentorin. Bei Lügengeschichten bekam sie schon immer die Kriese, genauso bei Langweilern und Katzen die das Gesetz viel zu eng sahen. Einige dieser Regeln waren ihrer Meinung sehr veraltet und engstirnig. Während andere wieder rum recht logisch erschienen. Aber dies konnte selbst die direkte Kriegerin wohl schlecht einfach äußern. Verschweigen war ihrer Meinung nach ebenso schlimm wie lügen, aber dort musste wohl eine Außnahme gemacht werden, jedenfalls vorerst. Nun aber entschied sie sich das Schnauben ihrer Clangefährtin zu ignorierten, warum sollte sie auf dem Fakt herum sticheln, dass ihr die Schulter zu schaffen machte? Was daran ändern taten mitleidige Worte auch nicht. Zumal Saphirmond wohl genügend Katzen im Clan fand, die sie schon wie eine Älteste behandelten und sie damit echt runter zogen. Krähenfeder selbst gehörte nicht dazu. Nun ließ sie ihre blassen grauen Augen über die schöne Landschaft wandern und konnte sogar ebenfalls Steinkralle und Nadelkralle in der Ferne entdecken, fast hätte sie bei dem Anblick gelacht. Der ältere Krieger schien überfordert mit dem aktiven Jüngeren. Was sie aber auch leicht verstehen konnte, wenn er die Worte wie ein Wasserfall heraus sprudeln ließ, war es schon recht schwierig alles aufzuschnappen, was er damit aussagen wollte.  Sie musterte die beiden kurz, ein merkwürdiges Gespann gaben sie schon ab. Nadelkralle mit seinem rotgetigertem Pelz und den anmutigen, fast schon grazilen Zügen, die dennoch ziemlich genervt wirken konnten, wie grade jetzt. Und dann Steinkralle, der junge graue Kater so abenteuerlustig und ein wenig anstrengend. Letzterer war sogar einen Mond jünger als sie selbst. Aber wenn sie wählen müsste mit wem sie zusammen einen Jagdausflug oder eine Patrouille ausführen sollte, würde sie den Grauen wählen, da er nicht so langweilig und gemütlich war wie Nadelkralle und auch nicht so oberflächlich. Sie war sich sicher, dass sie mit dem Jüngeren eher ein Abenteuer der was interessantes erleben konnte, als mit dem Älteren. Naja aber nun ging es ja nicht um sowas, sondern einfach nur eine verträgliche Jagd unter Clanangehörigen. Sympathisch musste sie beide nicht finden, Hauptsache miteinander klar kommen.  Auch wenn sie selbst mit ihrer großen Klappe wohl nicht die freundlichste war. Doch nun spürte sie den blauen Blick ihrer Begleiterin auf sich und sah ebenfalls zu ihr, während sie sprach. Sie nickte, was sprach schon dagegen? Also war es wohl entschieden. Auch wenn sie nichts dagegen hätte auch alleine zu jagen, schließlich war sie es gewohnt. Sie erhaschte eine etwas zapplige Bewegung der kleineren Kriegerin, ignorierte es aber. Wenn Saphirmond etwas sagen wollte, würde sie es schon tun. Sie folgte der Grauen, als diese auf die Kater fast schon zustolzierte und hätte bei dem Anblick beinahe geschmunzelt. Das konnte doch lustiger werden, als sowieso schon erwartet. Aber ihr war es recht, besser als Langeweile oder ein normaler Alltag. Sie ließ sich von ihren langen Beinen gemächlich hinübertragen und hatte wie immer eine selbstsichere, entspannte Körperhaltung. Die Ohren waren wie immer aufgestellt und der blasse Blick funkelte etwas schelmisch als sie ebenfalls die Spannung zwischen den Katern spürte.  Es war verständlich, denn die beiden Krieger waren so unterschiedlich, dass sie sich wohl nur recht schwer vertrugen, dies warf also die Frage auf, wieso sie überhaupt zusammen unterwegs waren, wenn man das hier überhaupt als gemeinsamen Ausflug werten konnte. Krähenfeder selbst war weder klein noch außergewöhnlich groß, so dass sie zwar Saphirmond überragte, aber immer noch ungefähr so groß war wie ein tick kleinerer Kater. Ihr dickes Fell ließ sie etwas muskulöser wirken, als sie wirklich war und wenn sie es angriffslustig aufplusterte wirkte sie schon ziemlich bedrohlich. Doch im Moment sah sie eher wie eine liebe Rauchwolke aus. Als sie gemächlich ebenfalls ankam und neben der anderen Kriegerin stehen blieb, nickte sie den Katern zu. Nachdem Saphirmond sie begrüßt hatte, wollte sie es nicht auch nochmal tun. Sie ließ die muskulöse Kätzin aussprechen und da sie schon alles erklärte, hatte sie selbst eher nichts mehr beizutragen, was sie auch nicht unbedingt wollte. Stattdessen verzogen sich ihre Leftzen zu einem Lächeln. "Nicht das es mich stören würde, selbst wenn wir was wichtiges unterbrechen." sprach sie ehrlich und vielleicht ein wenig stichelnd, aber das freundliche schimmern in ihren Augen, schwächte die Worte ab. "Aber ihr seht auch nicht grade aus, als wäre bei euch eine freudige Stimmung...woran das wohl liegen mag?" ihre blassen gräulich blauen Augen fixierten kurz Steinkralle der wenn immer er sprach, jemanden grade zu überfiel. "Da wäre es wohl doch schön gemeinsam etwas nützliches für den Clan zu tun." fügte sie hinzu um die Stimmung dann doch nicht zu sehr zu verschlechtern. Sie hoffte einfach das die beiden Kater nicht so empfindlich reagierten wie einige andere Katzen und den Spaß verstanden. Zwar bezweifelte sie dies bei Nadelkralle....wie auch bei Steinkralle, aber hoffen durfte man ja wohl noch. "Wenn ihr allerdings nicht wollt, sagts einfach direkt."  miaute sie mit ihrer leicht rauchigen Stimme, sie hasste es wenn Clanmitglieder sich zu etwas zwangen was sie eigentlich nicht wollten. Denn sie merkte immer recht deutlich, wenn eine gewisse Abneigung zwischen Katzen herrschte. So wie jetzt grade bei den zwei unterschiedlich alten Kriegern.
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BeitragThema: Re: Die Pferdeweide - FlussClan   Mo 30 Jan - 19:47

Nadelkralle

Fast war der rote Kater zu der Platane zurückgekehrt, die er kurzerhand angesteuert hatte. Er wollte eine Maus ins Lager bringen, er würde eine Maus ins Lager bringen.
Die Äste warfen einen dünnen Schatten auf sein selbstgefälliges Gesicht, dass er wie zum Gruß leicht gen Himmel gehoben hatte. Als wollte er die Schwachen Strahlen einfangen, die die Sonne gnädig herabschickte.
Seine ausgeführten, gemächlichen Bewegungen demonstrierten, wie entspannt er innerlich war. - Auch, wenn es gar einen Moment so gewirkt haben mochte, als hätte ihn der junge Krieger verärgert.
Andere würden auch ohne seine Bemühungen denken, was sie denken wollten. Schließlich bildete man sich Meinungen immer danach, wie man sie für sich selbst als angenehmsten empfand.
Wieso sollte er also irgendjemanden von etwas überzeugen, von dem er selbst nicht einmal wusste, ob es so war?
Nein, er wollte sich eigentlich nicht zu sehr mit sich selbst auseinandersetzen. Es genügte ihm, dass er über andere Bescheid wusste und sich mit ihren Existenzen eingehend beschäftigte.
Wenig überrascht blinzelte er, als der Graue fast lautlos durch das Gras huschte und sich gleichen Schrittes an seine Seite gesellte.
Nadelkralle war nicht entgangen, dass Steinkralle überrascht gewesen war. Überrascht darüber, wie milde die Reaktion des Älteren war, entgegen seiner ursprünglichen Erwartungen und eventuellen Erfahrungen. Der Graue war jung. - Er wollte sich ausprobieren, seine Grenzen austesten, da er das in seiner Schülerzeit offenbar nicht zu Genüge getan hatte. So zumindest erschloss es sich Nadelkralle. Denn er provozierte und stichelte gezielt. Das konnte der Getigerte als Spezialist auf dem Gebiet mühelos feststellen.
Er war gespannt, wie lange noch sich der unerfahrene Krieger in seiner Gunst und Aufmerksamkeit sonnen wollte. Mit bösen Verbrennungen war immer zu rechnen.
Als das Wort 'unhöflich' fiel, runzelte er vielsagend die Stirn. Der Kater bräuchte noch einige Nachhilfestunden in puncto Respekt, Höflichkeit und Gepflogenheiten. Doch hätte er sich mit ihm dafür einen ungeeigneten Mentor gesucht. Was kümmerte es ihn, dass der junge Kater sein Mundwerk nicht im Griff hatte?
Den restlichen Vortrag lies er ungerührt über sich ergehen. Zwar spielte Steinkralle auf seine Mutter an, was er unter anderen Umständen womöglich als heikle Gratwanderung empfunden hätte, doch wusste er ja bereits, dass es der graue Kater darauf anlegte, ihn aus der Fassung zu bringen.
Beinahe wäre ihm danach gewesen, zu lachen, als sein Blick zu Strahlenfeuer herüberschnellte, die noch immer wie eine Irre durch das Gras peitschte.
Nadelkralle selbst hätte sich an ihrer Stelle nicht mehr um die späte Jagdgesellschaft geschert. Es brannte ihn unter den Krallen, ihr etwas zuzurufen. So schöne Kommentare geisterten in seinem Kopf herum, die er gerne auf sie losgelassen hätte.
Er kannte die Kriegerin nicht mehr, als er die anderen Katzen seines Clans kannte und kennen wollte.
Wusste nur, sie war die geborene Diva: Launisch, zickig, kratzbürstig. Doch keine Kätzin, die Dreck im Pelz duldete. Immer auf Perfektion und Fehlerlosigkeit aus, so schien es ihm.
Obwohl er kein Flohhirn war, reizte es ihn auf eine seltsame Art und Weise, ihren Gesichtsausdruck entgleisen zu sehen, wenn er ihr näher kommen würde. Welche Schrauben er verstellen musste, das glaubte er bereits zu wissen. Trotzdem war sie eine... Herausforderung.
Sein dunkler Blick schweifte in die Landschaft zurück, bedeckt wie eh und jäh. Es war ihre Schönheit. Schließlich war er noch immer ein Kater. Wenn er ehrlich war, wollte er einfach nur diese Hülle. Ihren weichen, duftenden Pelz berühren, sie berühren. Seine Zunge schnellte über den Mund.
Ihr über das hübsche Gesicht lecken und den blasierten Ausdruck fortwischen, der nur dafür sorgen würde, dass sie im Alter runzlig und faltig war.
Hüpfend entfernte sich Steinkralle in Richtung des Baumes, während sich Nadelkralle mit zuckender Schweifspitze durch das dichte Gras trollte.
Was dachte der andere denn, was er hier treiben würde? Tja, was trieb er hier? Vor endlos scheinenden Blattwechseln hatte er hier zuletzt gejagt. Damals war er schmächtiger gewesen, sein Ausdruck weniger ausgefeilt, als er es jetzt war.
Er erinnerte sich daran, wie er über den bewachsenen Boden gepirscht war, Beute bereits im Visier.
"Halt dich geduckt, Nadelpfote!", die Stimme fegte grollend durch das hohe Gestrüpp. Noch ehe das kleine Tier alarmiert verschwunden war, hatte sich der Kater mit dem roten Fell zu der Stimme umgedreht.
Die Katze, die rücksichtslos die Beute des Schülers vertrieben hatte, konnte nun in das Gesicht des jungen Katers sehen, der ihm einige Fuchslängen entfernt gegenüberstand. Sein getigertes Fell stach im Grün so auffällig heraus, dass ihm in dem Moment der Gedanke kam, dieser Kater würde sich niemals anpassen können. Wie recht er mit der abwertenden Prophezeiung hatte, wusste er damals noch nicht.
Er sah, wie sich die runden Bernsteine in Nadelpfotes Gesicht auf ihn richteten und alle Züge aus dessen Antlitz schwanden. Zurück blieb die unverbrauchte, aber nicht unschuldige, überraschte, erschrockene und wunde Seele seines Sohnes. Am liebsten wäre er zu ihm gegangen und hätte ihm mit einem Schlag auf die Schnauze alle Dümmlichkeit ausgetrieben. Er sah ihr in dem Augenblick so ähnlich, dass er sich selbst dafür hasste, ihre Kopie in die Welt gesetzt zu haben.
Konnte förmlich sehen, wie sich in den glänzenden Augen eine leise Frage bildete, die er jedoch niemals aussprechen würde. - "Papa?"
Wenn man glaubte, sein Sohn würde jemals weinen, dann hatte man einen naiven Trugschluss gefasst. Noch fataler, man meinte, ihn trösten zu müssen. Die Gerissenheit war Nadelpfote im Mutterleib schon eingepflanzt wurden. Er konnte nicht anders sein, als er es war.
Je eher er selbst sich davon distanzierte, so dachte der erfahrene Kater einmal mehr, desto eher würde er über die Schande und den Schmerz hinwegkommen, den sie ihm bereitet hatte.
Nadelkralles Kopf schnellte verräterisch hoch, als er hörte, wie sich große Körper näherten. Zum verdammten SternenClan, er wurde noch wahnsinnig, wenn er nicht ganz schnell in den Griff bekam, was sich hier abspielte!
Er stoppte unschlüssig, als eine graue Kätzin neben ihm auftauchte. Sie hatte den richtigen Abstand bedacht, um sich ausgiebig von ihm mustern lassen zu können.
Saphirmond. Der Rote hörte gar nicht hin, als sie die Mund öffnete und einigen Worten Luft machte.
Stattdessen betrachtete er mit bescheidender Zurückhaltung ihren weiblichen Körper. Sie war eine leicht gedrungene, kleine Kätzin mit hellgrauem Fell. Ihr Gesicht hätte er als kindlich beschrieben - Schön, wirklich schön, aber so jung, dass man nicht auf ihr wirkliches Alter hätte schließen können.
Doch er wusste schließlich, dass sie sich im selben Alter befand, wie er. Lediglich eine Narbe auf ihrer Schulter, in deren Folge sie offenbar humpeln musste, trübte das hübsche Bild und zeichnete sie als Krüppel ihres Alters.
"Hallo", erwiderte er ungewohnt schlicht, aber süßlich säuselnd ihre Ankunft, von der kein Wort die Tiefen seines Verstandes hatte erreichen können.
Sein Blick war bereits auf die zweite Katze gerichtet, die sich nun an Saphirmonds Seite gesellte.
Ihre Begrüßung war ein schlichtes Nicken, das Nadelkralle nicht quittierte.
Sie war beinahe so groß wie er, wirkte durch ihren buschigen Pelz jedoch deutlich stämmiger, als er es war. Auf ihrem rauchgrauen Gesicht lag ein steinerner, harter Ausdruck.
Ihr Name war Krähenfeder, doch war sich der Kater sicher, dass 'eiserne Jungfrau' besser gepasst hätte. Sie sah nicht so aus, als würde sie sich jemals die Zunge geben.
Weder mit dem anderen, noch mit dem ihren Geschlecht. Von ihren wohl dosierten Worten hatte er mehr aufgenommen, was womöglich auch an ihrer Attraktivität lag, die im Vergleich zu Saphirmonds blass war. Nichtsdestotrotz verriet sein amüsierter Ausdruck, der stets den Eindruck machte, als empfände der Kater die Welt als großen Witz, dass ihn ihre Art unterhielt.
"Du hast sicherlich recht, Krähenfeder. Mein Freund sieht wirklich nicht danach aus, als würde er Spaß haben. Ihr könnt bestimmt dazu beitragen, dass sich unsere Stimmung erhellt", führte er aus und hatte in die gewohnte Rolle zurückgefunden.

Erwähnt: Steinkralle, Strahlenfeuer, Saphirmond, Krähenfeder (ind. Zwielicht, Mondsturm)
Angesprochen: Saphirmond, Krähenfeder


sei gegrüßt...
you walked into the room you know you make my eyes burn...
heavens in your eyes...
come take a walk on the wild side...
you are my one true love...
(i´m your little harlot)
i dont know what you do, but youre unbelievable...
i think i´ll love you forever...
now my life is sweet like cinnamon...
heaven is a place on earth with you...
(without a dark paradise)
you make me crazy, you make me wild...
and he is in the sky with diamonds...


(c)Tulpenfeder
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BeitragThema: Re: Die Pferdeweide - FlussClan   Mo 30 Jan - 21:07

Steinkralle
Der junge Kater blieb abrupt stehen als er hörte, dass sich zwei Katzen näherten. Angestrengt versuchte er sie bereits aus weiten erkennen zu können, doch seine Augen waren nun mal nicht die besten und somit konnte er die beiden Katzen erst als Saphirmond und Krähenfeder identifizieren, als sie vor ihm standen. Er kannte die beiden kaum, hatte nie wirklich mit ihnen gesprochen, konnte deshalb nicht sagen ob er sich leiden konnte oder nicht. Saphirmond schien einen ganz netten eindruck zu machen. Sie begrüßte ihn und seinen neuen Freund höflich und fragte dann ob sie und Krähenfeder den beiden bei ihrer Jagt Gesellschaft leisten sollten. Die andere Kätzin hingegen machte ihren Mund auf und schien sich über ihn lustig zumachen. Wie unhöflich, dachte sich der graue Krieger, schaute die Kätzin leicht verletzt an.
Andererseits sollte grade er, sich nicht darüber beschweren, wenn sich andere über ihn lustig machten, denn immerhin hatte er wenige Augenblicke zuvor noch ziemlich offen über Nadelkralle lustig gemacht. Dennoch war es nicht schön immer zu hören wie nervig man war. Ständig durfte er sich das von seinen Clankameraden anhören, so langsam hatte er es satt, doch vielleicht erging es dem roten Kater ja genauso wie ihm. Es war ja möglich, dass er es ebenfalls satt hatte immer zu hören, was er doch für ein fauler, unhöflicher Kater war.
"Weist du Krähenfeder, ich weis dass ich manchmal ziemlich nerven kann, aber du hast bestimmt auch eine oder vielleicht sogar mehrere nervige Eigenschaften, deine Anwesenheit ist momentan für mich recht nervig, doch ich lasse es über mich ergehen, denn rein zufälliger Weise kann Nadelkralle nicht Jagen, beziehungsweise kann er es nicht besonder gut. Das einzige dass wir beide bis jetzt an Beute gefangen haben, ist eine Maus und die habe ich gefangen als ich ihn gefolgt bin, musste nicht mal aus meinem Versteck raus um das fette Ding zu fangen, hier wird wohl viel zu selten gejagt, die Mäuse sind hier nämlich erstaunlich zutraulich, naja wie gesagt, der da ist kein guter Jäger, hab beobachtet wie er eine Maus fangen wollte, war wirklich Jämmerlich mit anzusehen, ich hoffe für ihn, dass ich der einzige bin der diesen traurigen Versuch beobachtet hat. Apropos, Nadelkralles nervige Angewohnheit ist es, dass er so furchtbar faul ist, wobei es auch ein bisschen nervt dass er nicht gut Jagen kann, aber meine Hilfe wollte er auch nicht, ich hätte ihm gerne gezeigt wie man richtig Jagt, naja selbst Schuld. Andererseits stellt euch mal vor, was wäre, wenn eine Katze die nicht bei uns im Clan ist beobachten würde, wie jämmerlich er jagt, die würde ernsthaft an unsere Ausbildung zweifeln, vermutlich würde die Katze denken dass wir alle genauso schlecht Jagen wie er oder sogar, dass wir alle genauso schlecht Kämpfen wie er Jagt und dann könnten die unsren Clan angreifen, das ist schon ein ganz schönes Risiko. Also, eure Hilfe bei der jagt ist auf jeden Fall erwünscht, zusammen jagen macht sowieso mehr Spaß als alleine zu jagen, oder seht ihr das anders? Ich persönlich finde es immer viel lustiger, dann kann man sich nebenbei noch so schön unterhalten und sich besser kennenlernen", es hätte ihn gewundert, wenn die drei seinen Worten hätten folgen können, so schnell hatte er gesprochen. Vielleicht sollte er sich doch mal angewöhnen in einem normalen Tempo und vor allem nicht so viel zu reden, dann würden ihn bestimmt auch weniger Katzen nervig finden. Auf der anderen Seite aber wollte er sich auch nicht verstellen müssen, damit er von anderen gemocht wurde. Er wollte so gemocht werden wie er war und er war ja nicht immer so. Normalerweise war er ja ein ganz netter Kater und frech war er sonst auch nicht. Steinkralle selbst wusste nicht was in diesem Moment mit ihm los war, dass er so mutig war, sonst war er ja auch immer etwas zurückhaltend. Bereits jetzt lächelte er wieder breit. Man würde ihm gar nicht zutrauen, dass er vor kurzem noch seine Clankameraden beleidigt hatte. "Dann lasst uns mal anfangen zu jagen oder? Und Nadelkralle, glaub nicht, dass ich vergesse worüber wir grade geredet haben, ich möchte das du mir das später noch erzählst, eher lasse ich dich nicht in ruhe, kannst du dir ja gut vorstellen oder nicht?", wandte sich der graue Kater nun an seinen neuen Freund. Es brannte ihm bis in die Fellspitzen, so neugierig war er auf die Grüne des Katers und er würde keine Ruhe geben, bis er diese kannte, egal wie lange es ihn dauern würde diese Information aus dem roten Kater raus zukommen.

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BeitragThema: Re: Die Pferdeweide - FlussClan   Mo 30 Jan - 22:02

Saphirmond
an Steinkralle | Nadelkralle

Sie schnippte mit den Ohren. Einmal. Dann noch einmal. Sie ließ Nadelkralle sein doch recht unverschämtes Verhalten durchgehen, so wie er sie musterte mit seinen intensiven, bernsteinfarbenen Augen. Ihre Schwanzspitze klopfte ein wenig missbilligend auf den staubigen Boden, der trocken von der Sonne war.Ihr schon relativ langes Fell hinterließ Spuren auf dem Boden und feiner Sandstaub setzte sich in ihrem Schweif fest. Für einen Moment abgelenkt überlegte sie, ob nicht bald Regen dem Wald gut tun würde.
Ihre strahlend blauen Augen musterten den kater genauso unverschämt zurück, nachdem sie ihn zwar begrüßt, aber keine wirkliche Antwort erhalten hatte. Sein rotes Fell, was in der Sonne wie Feuer aussah, war mit sandfarbenen Streifen durchsäbelt und bildete einen wirklich hübschen Kontrast zu dem grünen Gras, welches die vier Katzen umzingelte. Er wirkte ein wenig wie ein Waldbrand im Miniformat. Über diesen Gedanken schmunzelte die Kätzin und wirkte belustigt. Sie blickte ihn nicht sauer an, sondern eher mit einer Art von Stolz und Sturheit, dass sie es nicht kommentarlos Geschehen ließ, aber doch auch nicht wegen so einer kleinen Handlung wütend wurde. Ganz im Gegenteil, Saphirmond musste sich eingestehen, sie fühlte sich geschmeichelt in ihren Jahren und mit ihrer gut sichtbaren Narbe so angesehen zu werden. Das ließ sie sich allerdings nicht anmerken, während sie den grazilen, feuerroten Kater ebenso studierte, wie der alte Flohsack anscheinend sie.
Nadelkralle erwiderte endlich irgendetwas, doch es war klar, dass er nicht wirklich zugehört hatte, was die kleine Kätzin dann doch nervig fand. Sie leckte sich einmal über die Schnauze, sichtlich desinteressiert in seinem folgenden Verhalten.
Sie ließ ihre klaren Augen kurz über die Gras Landschaft schweifen und sah für einen Augenblick dem Gras beim tanzen zu. Es wiegte sich leicht in der Briese, welche zwar noch an Blattfall erinnerte, doch auch die Blattgrüne mit sich trug. Sie atmete einmal tief ein und genoss die frische Luft, da ihr als Wasser Liebhaberin Kälte dieser stärke nicht viel bedeutete, was allerdings zwischen FlussClan Katzen keine Besonderheit war. Die kalte Luft kühlte sie und auch ihre Schulter, die immer noch vom Sprint pochte. Es machte Saphirmond in diesem Moment nicht viel aus, da der Tag ihr zu schön war, um ihn mit Gemecker zu füllen, ganz abgesehen davon, dass sie es nicht vor Nadelkralle, geschweige denn Krähenfeder hätte machen wollen. Sie hatte ja raus gewollt und sie war zunehmend glücklich darüber.
Sie nahm nicht wirklich den Kommentar von Nadelkralle war, da er ja nicht allzu wichtig zu sein schien. Der rote Kater war bei ihr in Achtung kein Zentimeter gewachsen, das musste sie sagen, im Gegenteil zu Krähenfeder, der sie bereits ein leichtes vertrauen entgegenbrachte. Ihre Ohren zuckten nach hinten, als sie Steinkralles Stimme wieder einmal vernahm. Halb schloss sie ihre Augen und legte den Kopf schief, im Versuch, dem Kater zu folgen. Der junge Krieger musste umbedingt lernen langsamer zu reden. Missbilligend schnippte sie mit dem Ohr und drehte langsam ihren Kopf zu Steinkralle. Sie mochte nicht wirklich, wie die beiden miteinander umgingen im Clan. Natürlich konnte man nicht immer miteinander auskommen und gerade der jüngere Kater schien sehr tolerant zu sein, oder auch gut im Kontakte pflegen zu sein. Die hübsche, graue Kätzin öffnete ihre strahlend blauen Augen und fixierte den hellen Kater. Es wäre schön, zusammen zu jagen. entgegnete sie, noch am versuchen, sein Gespräch nachzuvollziehen und im Versuch, unwichtige, oder ihrer Meinung nach, belanglose Aussagen zu ignorieren. Aber Steinkralle, miaute sie in einer respektvoller, aber doch auch freundlicher Tonlage, du solltest deine Zunge ein bisschen hüten. Ich weiß nicht, was zwischen euch vorgefallen ist, doch Nadelkralle ist trotz allem ein Krieger mit weitaus mehr Erfahrung. Der letzte Part ihrer Aussage klang unterschwellig ironisch, gemünzt auf den ersten Augenblick ihrer Begegnung. Ihre Eisblauen Augen blitzten ein wenig, als sie den hellgrauen Kater ansah. Sie wollte ihn nicht rügen oder zurecht rücken, doch eher warnen, dass er dieses Verhalten lieber nicht an den Tag legen sollte, um nicht die Gunst vieler Katzen zu verlieren. Ich würde euch beide bitten, eure kleine Fiedel auf später zu verschieben. fügte Saphirmond hinzu und schenkte auch Nadelkralle einen Blick zu. Sie hatte nicht wirklich Lust sich in ihr Gespräch einzumischen, doch sie hatte noch weniger Lust, den schönen Tag mit voll gelaberten Ohren ausklingen zu lassen. Kurz leckte sie sich über ihre weiße linke Pfote, die in einem seltsamen Kontrast zum Boden stand, um ihre Aussage ein für alle mal zu beenden. Sie machte deutlich, dass ihre Intention war, das Gespräch der beiden für die Jagd zu verschieben. Wiedermal blickte sie auf und blinzelte ruhig, ihre Schwanzspitze lag auch mittlerweile ruhig auf dem staubigen Boden. Sie hoffte eine ruhige Jagd Gesellschaft gefunden zu haben und drehte ihre Ohren ein wenig besorgt in Richtung Krähenfeders. Sie würde der grauen Kätzin zutrauen, irgendwelche spitzen Sprüche zu äußern, doch noch kannte Saphirmond die blaugrau Äugige nicht gut genug, um dies zu beurteilen.
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BeitragThema: Re: Die Pferdeweide - FlussClan   Di 31 Jan - 7:21

Krähenfeder

Nach ihrem Ankommen bei den beiden Gegensätzlichen Katern, viel ihr zuerst die unverschämte Art und Weise Nadelkralles auf, mit der er ihre Begleiterin Saphirmond musterte. Grade zu anglotzte und sie war sich sicher, wenn er weiter so gestarrt hätte, würde er anfangen zu sabbern. Und das ohne überhaupt auf die Worte zu hören, die das Maul der hübschen, kleineren Kriegerin verließen. Denn egal was sie grade sagte, ob es ihm gefallen oder missfallen würde, er schien sie gar nicht zu registrieren. Denn er reagierte kaum bis gar nicht. Sondern taxierte sie stattdessen mit seinem bernsteinfarbenen Blick. Krähenfeder war nicht zum ersten Mal in ihrem Leben froh, keine so offensichtliche Schönheit wie Saphirmond zu besitzen. Richtig verübeln konnte sie es dem oberflächlichen, rotgetigerten Kater wirklich nicht, dass er seine Augen kaum von der muskulösen Grauen lösen konnte, Saphirmond war wirklich nicht zu verübeln. Und das mochte schon so einiges heißen, wenn Krähenfeder dies über eine andere Kätzin dachte. Denn sie gab nicht viel auf Äußeres. Fast schon angewidert von dem benehmen des älteren Katers, zuckte ihre zarte gräuliche Nase. Sie war froh, dass er sie nicht so ansah, sonst hätte sie ihm wohl wirklich laut und deutlich ihre Meinung zu seinem beschämenden Benehmen kund getan, und das wäre für niemanden schön geworden. Nun ja die größere Kriegerin war wohl keine so auffallende Schönheit wie die Ältere. Sie war weder mit einer angenehmen kleineren Größe beschenkt, noch mit solchen atemberaubenden Augen, noch mit dem gut gebauten Körper. Alles an ihr selbst wirkte wohl doch etwas ungewöhnlicher. Zufrieden war sie blasse Blaugraue trotzdem. Wie gesagt, sie gab nicht viel auf das pure Aussehen. Denn am Beispiel des rötlichen Katers zeigte sich nur zu deutlich, dass ein anziehendes Äußeres absolut nichts über das Innere verriet. Er mochte für einen Kater ziemliche schlank sein, feine Gesichtszüge besitzen, doch alleine wie er grade Saphirmond anstierte, machte ihn so großkotzig, dass es ihr graute, auch nur in der Nähe seines Sichtfeldes zu bleiben. Doch nun war es zu spät einfach zu verschwinden, und sie musste wirklich aufpassen nicht zu viel zu sprechen, sonst würde ihr noch entfahren, was sie von ihm dachte. Und diese Worte könnten ebenso wirksam wie ihre Krallen sein, die sie ihm bildlich durchs Gesicht zog, damit er die andere Kätzin nicht mehr so mit Blicken taxierte. Denn an Saphirmons stelle, wäre es ihr mehr als nur unangenehm. Und wäre sie in ihrer Haut, würde sie wohl weitaus nicht so freundlich bleiben. Doch glücklicherweise, war Krähenfeder sie selbst und niemand anderes. Während sie nun also sprach, wanderte der Blick des Katers nur kurz zu ihr. Und sie war mehr als nur beruhigt, dass sie keine Schönheit war, dass sie nicht angeglotzt wurde wie eine fliegende Maus. Allein das süßlich, säuselnde Hallo als Begrüßung ließ sie fast würgen. Was für eine falsche Schlange. Während kurzer Blickkontakt bestand, verzog sie keine Miene, aber sie war sicher, dass ihre blassen Augen die Anwiederung die sie verspürte, zeigten. Wirklich mühe diese zu verstecken gab sie sich jedenfalls nicht, wieso auch. Ehrlichkeit währte am längsten. Und auch der stets amüsierte Ausdruck, den er Trug nervte sie jetzt schon, wieder etwas, dass total gekünstelt und falsch wirkte. Wie sie so gern betonte, verabscheute sie Lügner, Katzen die Dinge Verschwiegen...und dies beinhaltete auch Schauspieler. Denn man wusste nie, was war wahr und was nicht. Nun ja, sie musste ja keine Freundschaft schließen, das auf keinen Fall. Hauptsache sie überstand den gemeinsamen Jagdausflug, falls es dann so weit kam, und konnte dann wieder getrennte Wege gehen. Kein Wunder, dass sie bisher nichts mit diesem Kater zu tun gehabt hatte, wäre reine Zeitverschwendung ihrer Seits gewesen.  Als der Rotgestreifte ihr nun antwortete und in eine seiner Rollen zurück fand, wirkte er höflich, doch die Worte so gestelzt und falsch, das es sie schauderte. Am liebsten hätte sie ihr Fell gesträubt, doch da es so dicht war, wäre dies viel zu auffällig. "In deiner Gegenwart scheint wahre Freude wohl eher ein Trugbild..." brummte sie leise, weil sie es sich dann doch nicht verkneifen konnte. Sie war einfach zu ehrlich und direkt. Nicht einmal schaffte sie es das Maul zu halten. Zum Glück waren die Worte jedoch so leise, dass sie hoffte, dass sie überhört wurden.  Besonders bei dem Redeschwall den der jüngere Krieger Steinkralle als nächstes erneut heraus ließ, sollte es wohl kein Wunder sein, wenn ihr bissiger Satz vollkommen unterging. Nur zu gerne wand sie ihre blassen Augen von dem gut aussehenden, charakterlich aber missratenen Kater ab und blickte stattdessen den Grauen an. Dieser hatte bei ihrer Ankunft die Augen ziemlich zusammen gekniffen und wenn Krähenfeder raten müsste wieso, würde sie entweder auf eine schlechte Sicht oder einfach nur Dummheit tippen. Hoffen tat sie auf ersteres, denn beim zweiten Fall wäre er ja noch gestrafter, nachdem er seine Energie und Worte schon nicht einteilen konnte. Doch wirklich wenig intelligent kam er ihr nicht vor, weswegen sie sich lieber auf die erstere Option fest legte. Ein amüsanter Gedanke. Wie es wohl war schlecht zu sehen? Sie wusste es nicht.  Doch der leicht verletzte Blick, mit dem er sie bedachte, überraschte sie. War sie dem Jüngeren so schnell auf den Kragen getreten? Dann musste er wohl ziemlich sensibel sein, denn die vorherigen Worte waren noch Garnichts gegen das, was sie noch bringen konnte, wenn sie das Maul öffnete. Als er nun begann zu sprechen, spitzen sich ihre leicht schrägen Ohren und sie versuchte wirklich konzentriert und mühsam den Worten zu folgen und nichts zu verpassen. Schon bei den erste Sätzen schlich sich ein amüsiertes glitzern in ihre recht farblosen Augen und sie konnte ein Schnauben nicht zurück halten. "Ich denke, ich weiß sehr gut wie nervig auch ich sein kann." sie klang fast schon belustigt. Denn im Gegensatz zu anderen Katzen störte es sie kein bisschen, dass andere durch ihre Ehrlichkeit und direkte Art beleidigt waren. Immerhin war es nicht Krähenfeders Problem, wenn die Sensibelchen nicht mit der Wahrheit klar kamen. Sie selbst akzeptierte sie und nahm es nicht allzu sehr zu Herzen wie andere über sie dachten. " Ich weiß über meine, mehreren, nervigen Eigenschaften bescheid, aber im Gegenzug zu dir stören mich diese kein Stück." sprach sie langsam und ein leicht spöttisches Lächeln legte sich auf ihre bis eben harten Gesichtszüge. "Es tut mir ja seehr leid, das meine Anwesenheit dich stört." die Stimme triefte nur vor Ironie, und wer nicht ganz taub und blöd war, konnte es klar und deutlich heraushören. Wenn nicht ihr Gesichtsausdruck zu den Worten sogar gereicht hätte. "Naja, aber da eure Jagd nicht recht erfolgreich scheint, wie du berichtest, wird es wohl gar nicht so schlimm sein mit euch zu jagen. Wir werden uns schon noch ertragen können." Vielleicht mochten ihre versöhnlichen Worte im ersten Moment überraschen, aber nur weil sie gnadenlos offen war, musste sie sich ja keine direkten Feinde machen. Außerdem war es nur ehrlich von ihr, denn sie würde versuchen mit ihnen auszukommen und eine erfolgreiche Jagd zu bestreiten. Denn sie war nicht nett gewesen, weswegen sie auch die mehr als unfreundlichen Worte Steinkralles nicht zu ernst nahm. Er war schließlich ziemlich beleidigt, jedenfalls im ersten Moment. Weitergehend folgte sie seinem Wortschwall und nickte überlegend. Sie hatte ihn ausreden lassen und versuchte sich nun an alles zu erinnern, denn unterbrechen war bei dem grauen Kater nicht möglich. Auch er schien mehr, als nur ein wenig abfällig, über Nadelkralle zu reden, und das amüsierte sie. Bevor sie es verhindern konnte zuckten ihre Schnurrhaare verräterisch. Die Vorstellung das der junge, aufgedrehte Kater versuchte dem Älteren das Jagen wirklich beizubringen und Ratschläge gab, die der Rotgetigerte genervt abwies, war einfach zu köstlich. Nun aber zu den Letzen, weitaus freundlicheren und persönlicheren Worten des jungen Kriegers. Sie nickte einlenkend, es schlug auf jeden Fall eine bessere Richtung ein. Besser kennen lernen...musste jetzt nicht unbedingt sein, aber wenigstens sollten so keine weiteren anfänglichen Streitereien entstehen...hoffte sie zumindest. Die letzten Worte die er an den Älteren wendete, machte sie neugierig, aber nachzufragen wäre dann wohl doch etwas zu weit gegangen. Wenigstens machte Steinkralle den ´Vorschlag mit dem Jagen loszulegen und nicht lange weiter zu diskutieren. "In der Gruppe jagen wird euch sicher auch mehr Spaß bringen...und alles vereinfachen." stimmte sie seinen vorigen Worten zu, aber bedachte bei den letzten Worten, dann doch wieder Nadelkralle mit einem stichelnden, leicht spöttelndem Blick. Denn nach den Worten des reingrauen Katers, war dieser wohl wirklich ein miserabler Jäger. Nun ja, eine Maus war wirklich eher eine mickrige Beute, und dass obwohl diese ziemlich gut lief in letzter Zeit. Sie selbst war durch ihre langen Beine eine gute Läuferin. Aber weder die beste noch eine schlechte Jägerin. Ein Durchschnitt würde sie sich nennen, auch wenn andere ihre Techniken wohl positiver beäugt hätten als sie selbst. Die ganze Zeit über, hatte sie Saphirmond auch aus dem Augenwinkel wahrnehmen können, wie ruhig und geduldig sie das Geglotze des oberflächlichen Katers ertrug, aber vielleicht störte es die schöne Kätzin auch gar nicht so sehr. Immerhin musste sie es durch ihr gutes Aussehen gewöhnt sein so beobachtet zu werden, dachte Krähenfeder jedenfalls. Denn sie schien eher desinteressiert an seinem auffälligen Verhalten. Doch bei den anfänglich ja doch frechen Worten des Grauen, schnippte die Schwanzsspitze missbilligend, und Krähenfeder hoffte inständig, dass die ältere Kriegerin ihre eigenen Worte nicht ebenfalls so missbilligte und sie deshalb einen miesen Eindruck von ihr gewann. Die Blaugraue wollte es sich nicht schon wieder mit allen verscherzt haben nur weil sie ehrlich und etwas scharfzüngig war.  Auch Saphirmond schien die gemeinsame Jagd zu gefallen, aber das wusste sie ja schon, weil die mit ihr darüber gesprochen hatte, bevor sie zu den Katern getreten waren. Als sie nun doch den Krieger zurecht wies, zuckten ihre eigenen Ohren, und anstatt darüber zu spotten, dass er zurecht gewiesen und gerügt wurde, blieb sie lieber still, bevor sie ach eine Art Standpauke von der freundlichen Kriegerin bekam. Doch als sie dann die unterschwellige Ironie in den Worten der Grauen wahr nahm, hätte sie beinahe laut los gelacht. Saphirmond war wirklich eine Kätzin nach ihrem Geschmack! Nun doch erneut amüsiert funkelten ihre Augen, als sie den Blick senkte um ihre Belustigung nicht zu sehr zur Schau zu stellen. Sie lauschte den weiteren Worten, in denen sie die beiden Kater darauf hin wies ihre Sachen einfach später zu klären. Doch auch Krähenfeder, die eigentlich vergnügen in sowas sah, stimmte ihr zu. Denn je länger sie hier rum standen, vergeudeten sie Zeit und Energie. Und die Beute flog immerhin nicht von alleine in die Mäuler der Katzen. Bei dem Gedanken schnaubte sie leise. Wie dämlich eigentlich. Nun da alle Gespräche oder eher Diskussionen beendet schienen, räusperte sie sich und streckte sie kurz. Das lange stehen war auf Dauer nerviger und anstrengender als Laufen. Sie fühlte sich schon fast als wenn ihre größeren, weichen Pfoten platt gestanden waren, und so schwer war sie nun auch nicht, dass dies schnell geschah. "Ich denke auch, dass wir jetzt am besten mit der Jagd beginnen sollten." miaute sie und hatte sogar einen recht freundlichen Ton angeschlagen. "Sonst stehen wir hier noch bis in die Nacht und die Beute stirbt an alters schwäche, bevor wir sie finden." nun war der gewohnt leicht stichelnde, belustigte Klang wieder zurück, aber diesmal war er nicht gegen die Kater gerichtet und sollte sie diesmal wohl nicht reizen oder provozieren. Sondern einfach nur daraufhin weisen, dass sie anfangen sollten, bevor der ganze Tag um war, ohne, dass etwas gefangen wurde. "Also, teilen wir uns auf um ein größeres Gebiet abzusuchen? Oder treiben wir uns gegenseitig die Beute entgegen?" der letztere ihrer Vorschläge gefiel ihr wenn sie ehrlicher als sowie so schon war, noch besser als der erste. Denn dieser war mal was anderes, sie konnten wirklich zusammen jagen und würden daraus sogar Vorzüge ziehen können. Denn während einer die Beute aufscheuchte, konnte der andere diese fangen, ohne dass das arme Opfer merkte wie ihm geschah. Somit könnten sie auch Nadelkralles eher weniger ausgeprägte Jagdkünste gut einsetzen, und er würde sich in seinem ´Stolz´ nicht so angekratzt fühlen nach all den spöttelnden Worten. Und es klang nach einer weitaus spaßigeren und nicht so langweiligen Methode. Denn wenn sie sich aufteilten, wäre der Flair der Gruppenjagd ja eher verloren gegangen. Nun aber richtete sie ihre Augen auf jedes einzelne Gruppenmitglied und wartete auf die unterschiedlichen Antworten, oder sogar andere Vorschläge und Ideen. Während ihre blassen blaugrauen Augen über die Gestalten streiften, flogen sie grade zu über Nadelkralle, nur ein wenig länger über Steinkralle und hafteten am längsten auf Saphirmond. Von allen Drein, war sie ihr weitaus die sympathischste Clangenossin. Und diejenige die ihren Respekt wohl am meisten verdient hätte, weswegen sie auch eher auf ihre Meinung, als auf die der Kater hoffte. Aber natürlich würde sie allen zuhören, immerhin sollte es ja wenigstens etwas gesellschaftlich voran gehen. (2121 Wörter)
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BeitragThema: Re: Die Pferdeweide - FlussClan   Sa 4 Feb - 1:51

Nadelkralle

Hatte Krähenfeder irgendetwas gesagt, das Steinkralle gekränkt haben könnte? Lag es an ihrem Tonfall oder gar an ihrem grimmig, hart anmutenden Gesicht, das den jungen Krieger womöglich geängstigt hatte?
Offenbar musste es so gewesen sein. Ein weiterer Wortschwall viel ungnädig und so plötzlich über sie herein, wie ein Platzregen in der frühen Blattfrische.
Zwar traute er dem Krieger auch zu, dass er sich aus dramaturgischen Gründen über sie echauffieren wollte - Was er ihm ebenso wenig krumm genommen hätte -, um sich einmal mehr in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu rücken, doch war das doch ein schlechter Moment und bei weitem nicht die beste Methode, Eindruck in der Welt der Kätzinnen zu schinden.
Steinkralle schien wirklich nicht talentiert im Umgang mit anderen. Vielleicht aber auch war das seine verquere, eigene Masche, andere um die Kralle zu wickeln.
Nadelkralle jedoch hatte zu keinem Augenblick das Gefühl, Steinkralle wäre ein kalkulierter, durchtriebener Kater. Er war verschroben und besaß das Talent dazu, anderen auf den Schweif zu treten. Vermutlich teilten sie diese beiden Eigenschaften, wobei sich Nadelkralle zugestehen musste, eine deutlich bessere Katzenkenntnis zu besitzen. - Bitte, irgendwann war es auch mal gut mit seinen Zugeständnissen!
Unabhängig von diesen Gemeinsamkeiten, die Nadelkralle alleine aus Zusehen und ,-hören erschlossen hatte, waren sie keine Freunde.
Denn nachdem der graue Krieger nach einer gefühlten Ewigkeit tatsächlich ein Ende gefunden hatte, keimte in dem roten Kater eben die Vermutung auf, Steinkralle hielt sie beide für genau das: Freunde.
Es hatte gereicht, nur Wortfetzen von dem aufzulesen, was der andere vom Stapel gelassen hatte, um zu verstehen, dass er sich um Kopf und Kragen redete. Deshalb scherte es ihn auch nicht, dass ihn Steinralle offenkundig bloßgestellt, beleidigt und gedemütigt hatte. Bestenfalls fern von jeglichem Respekt gewesen war.
- Er gab sich damit ganz von selbst die Gunst, die Person zu sein, die nun im schlechtesten Licht stand. Bravo, Steinkralle! Es war zu ernüchternd und offensichtlich, als dass es Nadelkralle ein Grinsen entlockt hätte. Was die Schadenfreude betraf, so besaß er mittlerweile gehobene Ansprüche.
Auch die Drohung ließ er unbeantwortet verebben. Lediglich ein undeutlicher Blick streifte das graue Gesicht des Katers, der offensichtlich gekränkt, aufgebracht und freudig aufgeregt zu einem Zeitpunkt sein konnte. Was ein Schüler.
Er musste zugeben, dass er bisher mehr seiner gedanklichen Aufmerksamkeit in Anspruch genommen hatte, als die beiden Kriegerinnen zusammen. Das war allerdings auch nicht verwunderlich. - Hätte er ihm seine rot-getigerte Schweifspitze hingehalten, hätte der sie sicherlich nicht losgelassen, bis er den Schweif abgerissen hätte und in den Pfoten hielt.
Ob er auf Kätzinnen stand?
Beinahe wäre ihm danach gewesen, einfach aufzuspringen und die Gedanken verdunsten zu lassen - Was keine wirkliche Schwierigkeit für ihn darstellte.
Doch höflich, wie er war, hielt er Contenance, legte den Schweif nahezu anständig um seine Pfoten und bemerkte mit funkelnden Augen, dass er sie anscheinend nicht so kalt lies, wie sie ihm glauben machen wollte.
Jede Kätzin war eine Herausforderung. Es gab die störrischen, kalten - Berühmte Exemplare Tränenlicht und Krähenfeder-, die sanftmütigen, lieben - Ein ebensolches Geschöpf musterte ihn, in milder Empörung darüber, dass er sie betrachtete -, und die divenhaften, launischen - Strahlenfeuer.
Alles reizte ihn. Denn alles war für den Moment, schillerte farbig, relativ und jung. Dauer war grau, faltig und erschreckend bedrückend.
Mehr, als er selbst fähig war, zu ahnen, fürchtete sich Nadelkralle vor der Beständigkeit.
Vielleicht war es deshalb so, dass ihn dritte Kategorie am meisten reizte. Strahlenfeuer jedoch war die Art der Kätzin, die am wenigsten Verständnis für jemanden wie ihn überhaben könnte.
Wenn andere schon nicht leiden, dulden konnten, wie er war, dann würde das eine temperamentvolle Kätzin wie sie niemals können.
Ganz anders war da Saphirmond, die seine Aufmerksamkeit gerade eben auf sich gelenkt hatte. Zwar hatte er das Gefühl, vieles von dem, was sie versuchte, hinter trotzend stolz anmaßenden Augen zu verbergen, sehen zu können. Doch das machte sie eben auch süß. Unterstrich ihr unverhältnismäßig junges Äußeres. Nadelkralle hatte auch ein Herz für süße Kätzinnen.
Fast hätte er vor Entzücken geschmunzelt, als sie als Reaktion auf Steinkralles Unerhörtheit den Kopf schief legte. Hach, sie war ein liebreizendes Geschöpf! Am liebsten hätte er...
Da spitzten sich automatisch seine Ohren, als sie ihr Wort an Steinkralle wandte. - Blitzkralle hätte eher gepasst. Ja, rügte sie ihn gerade etwa?
Er hatte schon etwas ähnliches erwartet, doch ihre direkte Art war mehr, als er sich erhofft hatte. Innerlich wusste er, dass das kein positives Indiz für sein Ansehen bei ihr war, trotzdem stellte ihn diese Aufmerksamkeit und Genugtuung zufrieden.
Geflissentlich überhörte er den missbilligen Unterton, den sie an ihn richtete. Nahm ihn mit wohlwollendem Blick zur Kenntnis, erwiderte jedoch nichts. Sollte sie das als Zeichen seines Einverständnisses deuten. Diese Fiedel war vorüber.
Die Geburt war wie gewohnt schwer, schwerer jedoch als andere Zusammentreffen, die er bisher erlebt hatte. Aber er für seinen Teil genoss ja die Unterhaltung, die dadurch zustande kam und ihn amüsierte. Die kleine Show musste weitergehen.
Endlich, dachte er. Die Jagd könnte losgehen. In der Luft lag noch die Spannung, die Steinkralle durch seine Worte überreizt und bis zum Zerbersten gespannt hatte.
Nadelkralle war offen sensationsgeil, doch dass die dunkelgraue Kätzin mit dem flauschigen Pelz den jüngeren Krieger zerfetzte, das stellte er sich doch auf eine andere Weise vor.
Und momentan sah sie ganz danach aus, als ginge sie gleich einem der Kater an die Kehle. Wie ein tollwütiger Fuchs lauerte sie still, innerlich schäumend.
Er wagte die Prognose, dass sein Körper vorerst ganz bliebe. Für ihn hatte sie eine leise Antwort übrig, die jedoch zu keiner seiner Fragen passte. In deiner Gegenwart scheint wahre Freude wohl eher ein Trugbild.
Es war so leise, dass es niemand hören konnte, an den es nicht gerichtet war. Seltsamerweise ging dieser Kommentar nicht an ihm vorüber, wie alles andere. Zwar nahm er keine offensichtliche Notiz davon, doch traf er offenbar einen Nerv, der sein System einen Augenblick lahm legte. - Wusste keine gescheite Ironie, die diesen Satz erklärte.
"Das waren kluge, weise Worte", warf er mit lächelnder Stimme ein, um ihren ehrlichen Worten, die sie soeben gegen Steinkralle erhob, den Wind zu nehmen. Und auch, um sich selbst von dem Gedanken zu befreien, der ihn nachhaltig gefasst hatte. Amen.
Ihr Trotz und die Gelassenheit, auf die sie schwor, würden den jüngeren Krieger nur weiter verwirren und brüskieren. Nein, ein Kampf würde hier heute nicht stattfinden!
Tatsächlich war es eine neue Erfahrung für ihn, in der Rolle des neutralen Vermittlers zu sein. Der gute, unparteiische, korrekte Vermittler. - Den liebten doch alle, oder?
"Nachdem wir nun alle zu der freudigen Übereinkunft gekommen sind, dass eine gemeinsame Jagd schön wäre", er ließ seine Bernsteine über die verschiedenen Pelze wandern, "würde ich Krähenfeder meinen Zuspruch erklären und vorschlagen, wir teilen uns auf"
Er blinzelte zu Steinkralle, bei dem er sich nicht sicher war, ob er sich selbst regelmäßig unter berauschende Kräuter setzte. Selbst müsste er keine Kräuter missbrauchen, um in Ekstase zu geraten.
Ein selbstgefälliges Grinsen schlich sich in sein Gesicht.
"Und wie Steinkralle ausgeführt hat, bin ich ein unfassbar schlechter Jäger. Ich übernehme also die Rolle des Treibers", erklärte er schwülstig.
Eine Weile blieb er still, ehe er sich erneut jedes einzelne der Gesichter ansah, als müsste er ihnen Bedeutung zusprechen.
"Du gehst mit mir jagen", urteilte er schließlich und blickte entschieden in die Runde.
Seine Stimme klang unverschämt sanft für einen Befehl.
Doch wie, als würde er sich seines unangemessenen Verhaltens peinlich bewusst werden, schob er kleinlich, beinahe freundlich und mit einem vorsichtigen Lächeln hinterher:
"Bitte, Krähenfeder"

// 1244


sei gegrüßt...
you walked into the room you know you make my eyes burn...
heavens in your eyes...
come take a walk on the wild side...
you are my one true love...
(i´m your little harlot)
i dont know what you do, but youre unbelievable...
i think i´ll love you forever...
now my life is sweet like cinnamon...
heaven is a place on earth with you...
(without a dark paradise)
you make me crazy, you make me wild...
and he is in the sky with diamonds...


(c)Tulpenfeder
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BeitragThema: Re: Die Pferdeweide - FlussClan   Sa 4 Feb - 13:27

Steinkralle

Geduldig hatte er jeden einzelnen von ihnen zugehört, hatte sie nicht ein einziges mal unterbrochen. Sein Blick huschte immer wieder zwischen den drein umher. Erst lag er auf der silber-grauen Kätzin namens Saphirmond, dann auf dem rot getigerten Kater Nadelkralle und schließlich auf der dunkelgrauen Kätzin Krähenfeder. Sie alle waren sich so unterschiedlich, was man auch an ihrer Art und Weise zusprechen merken konnte und wenn der junge Krieger es sich genau überlegte, mochte er keinen von ihnen wirklich gerne. Zwar sprachen sie es nicht aus, doch fanden sie ihn sonderbar, sprach ihnen zu viel, war zu respektlos oder einfach zu aufgedreht. Ihre Blicke und ihre Körpersprache verrieten sie. Sein Blick, welcher sonst so fröhlich war, wurde allmählich immer ausdrucksloser. Katzen konnten so gemein sein, auch wenn es unabsichtlich war. Sie sollten ihm lieber direkt sagen, dass sie keine Lust auf eine Jagt mit ihm hatten. Sie wären zwar die ersten die das täten, doch es war ihm lieber als immer die Ausreden zu Ohren zubekommen, warum andere Katzen nicht mit ihm Jagen gehen konnten. Er hatte keine Lust mehr darauf mit ihnen zu Jagen, da jagte er lieber ganz alleine so wie er es immer tat. Noch nie hatte er jemanden gefunden der ihn auf seinen Jagtausflügen begleiten wollte, immer waren alle viel zu beschäftigt um was mit ihm zu unternehmen, das sagten sie jedenfalls. Vielleicht war das auch einer der Gründe warum sich Steinkralle immer einsamer fühlte. Früher hatte ja wenigstens sein Bruder noch was mit ihm gemacht, aber den bekam er mittlerweile ja kaum noch zu Gesicht. Selbst er hatte nun besseres zutun. Er fühlte sich wie ein riesiges Mäusehirn, weil er für einen kurzen Moment wirklich geglaubt hatte, aus ihm und Nadelkralle könnten Freunde werden. Ihm war sehr wohl bewusst, weshalb er dem älteren Kater gefolgt war. Er hatte diesen schon länger beobachtet und war davon ausgegangen, dass er nichts gegen seine Macken einzuwenden hätte, immerhin war der rote Krieger auch mehr als genug verkorkst. Naja, da hatte er sich wohl geirrt.
Nadelkralle hatte den Wunsch ausgesprochen mit Krähenfeder zujagen und somit blieb ihm nur noch Sapfirmond als Jagtpartnerin, doch er hatte keine Lust mehr. Es war überhaupt nicht seine Art andere Katzen stehen zulassen, eher im Gegenteil, meistens war er es den die anderen Katzen stehen ließen. Langsam erhob sich der junge Kater wieder. Sein Geschwafel von vorhin in welchem er gesagt hatte, dass es viel mehr Spaß machte zujagen, wenn man zu zweit war, war eine Vermutung von ihm gewesen. Er hatte nie das Vergnügen gehabt mit anderen zu Jagen und nie hatte er sich während der Jagt mit jemand anderem als der Beute selbst unterhalten, doch jetzt wo er die Chance hatte diese Erfahrung zu machen, wollte er sie nicht. Eine ganze Weile stand Steinkralle stumm da, sein Blick auf etwas in der Ferne gerichtet. Er versuchte sich zu konzentrieren und dies verlang eine riesen Anstrengung von ihm. Lange überlegte er, wie er sich kurz fassen könnte, immerhin gehörte das nicht grade zu seinen Stärken. "Entschuldigt mich, ich habe vergessen dass mein Bruder auf mich wartet. Wir wollt-... Ja...ich hab vergessen, dass er wartet das wars auch schon", die Bemühungen des grauen Katers, langsam und deutlich zu sprechen waren deutlich rauszuhören. Um ein Haar hätte er wieder los geplappert, hatte sich in letzter Sekunde aber noch fangen können. "Ich wünsche euch viel Spaß bei der gemeinsamen Jagt", dieses mal klappte es schon viel besser, doch seine Anstrengung war noch immer zu hören. kaum hatte er die Wort ausgesprochen, trottete er auch schon zu dem Ort wo er die Maus vergraben hatte. Es war ihm gar nicht nach rumspringen zumute und das war ihm wirklich noch nie passiert. Im Gedanken versunken, fing er an die Maus wieder aus zu graben und als er sie schließlich im Maul hatte, machte er sich auf den Rückweg in Richtung Lager, blieb allerdings stehen als er außer Sichtweite der anderen drei FlussClan-Katzen war. Dort verbuddelte er die Maus erneut und hielt ausschau nach noch mehr Beute. Er würde sich schlecht fühlen, würde er nur mit einer Maus zurück ins lager kehren. So machte er sich auf die Suche nach weiterer Beute und entdeckte schon bald einen kleinen Vogel. Dieser hatte den Kater auch schon gesehen, doch anstatt wegzufliegen, hüpfte er davon. Er musste sich wohl einen Flügel verletzt haben, oder er hatte schlicht und einfach noch nicht gelernt wie man flog. Steinkralle machte sich gar nicht erst die Mühe sich hinzukauern und näher zu schleichen, immerhin hatte der Vogel ihn schon entdeckt. Mit schnellen Schritten folgte er dem gefiederten Vieh, bis er schließlich nah genug dran war um ihn mit einen gezielten Biss in den Nacken um sein Leben zu bringen. Prompt fiel ihm wieder ein warum er es nicht sonderlich mochte Vögel zu fangen. Sein ganzes Maul war voller Federn, welche ihm zusätzlich an der Nase kitzelten und ihm somit zum Niesen brachten. Wie er Vögel doch hasste. Schnell legte er den Vogel zu der Maus bevor er sich erneut der Jagt widmete. Dieses mal musste er sich ein ganzes Stück von seiner bereits erlegten Beute entfernen, da die meiste Beute ,durch seine unvorsichtige Jagt auf den Vogel vorhin, geflohen war. Schließlich erlegte er noch eine weitere Maus, welche deutlich kleiner war als die erste, wohlgenährte dicke Maus, doch er gab sich zufrieden. Etwas ungeschickt versuchte er alle drei Beutetiere in sein Maul zu bekommen, was ihm schließlich auch gelang. Darauf bedacht seine Beute nicht zu verlieren, machte sich Steinkralle auf den Weg zurück ins Lager. Sollten die anderen doch sehen wie sie ohne ihn mit der Jagt voran kamen.

--------> Lager des FlussClans

//933 Wörter


Zuletzt von Farblicht am Sa 4 Feb - 15:48 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Die Pferdeweide - FlussClan   Sa 4 Feb - 15:03

Saphirmond
an Krähenfeder | Nadelkralle | Steinkralle

Leicht zuckte sie belustigt mit den Schnurrhaaren, als Krähenfeder auch ihre Kommentare abgab. Die kleine Kätzin war nicht sonderlich gut darin, offene, witzige Bemerkungen zu machen und es amüsierte sie, wie gut Krähenfeder mit ihren Worten umging. Nadelkralle hatte es auf jeden Fall mit jedem Haar verdient und das ließ einen amüsierten Blick über das hübsche Gesicht blitzen. Sie hatte sich zuerst Sorgen gemacht, sie würde übertreiben, doch es war die perfekte Menge Salz. Kurz ließ sie ein belustigtes Funkeln zu Krähenfeder rüber blitzen, was sie nicht verheimlichte, bevor sie aufstand und ihr Blick wieder zu einem entschlossenem wurde. Ihre Schwanzspitze wackelte ein wenig, denn sie hatte sichtlich gute Laune, selbst nach dem frechen Verhalten, welches der rote Kater an den Tag gelegt hatte. Sie würde nicht sagen, dass sie selten gemustert wurde, doch eher auf eine heimliche und schämende Art und Weise, nicht mit solch einer Offensichtlichkeit, die jeder bemerken konnte.
Scharf schaute sie den gut aussehenden Kater an und durchbohrte ihn mit einem warnenden Blick, ihre eisblauen Augen kniff sie leicht zusammen. Sie mochte es überhaupt nicht, wie er auf ihre Aussage gegen Steinkralle reagierte. Und du miaute sie mit klarer, stechender und doch noch respektvoller Stimme, solltest deine Probleme auch selbst lösen können. Es war ihr heraus gerutscht, als sie seinen zufriedenen, widerlichen Blick aufschnappte, den er zur Schau stellte, als sie zu Steinkralle gesprochen hatte. Innerlich zuckte sie leicht, da sie nicht wirklich in der Position war, so etwas zu ihm zu sagen, ohne die Geschichte zu wissen, doch Stur zuckte sie nicht mit einem Muskel. Ihre Gute Laune war leicht überschattet von ihrem missbilligendem Blick, während sie keine Wut, sondern einfach nur ihr Missfallen an seinem Verhalten zeigte. Sie vermutete, dass es ihm egal sein würde, doch sie hatte es gesagt und dabei blieb sie. Sein Verhalten ihr gegenüber konnte sie ignorieren, doch sichtlich spielte er mit den Gefühlen des jungen Katers, was Saphirmond nicht mochte mit anzusehen.
Statt dem roten kater weiter Aufmerksamkeit zu schenken, wandte sich nun die hübsche tabby-Kätzin dem jungen Krieger zu. Grade wollte sie noch einen freundlichen Satz sprechen, da stutzte sie. Er wirkte gekränkt. leicht genervt, was eher auf die gesamte Situation als gegen den Kater war, seufzte sie. Er konnte nicht einmal eine Anmerkung verkraften, die sie aus reiner Höflichkeit gemeint hatte und nicht ernst? Doch schnell revidierte sie ihren genervten Blick und wurde irritierter. Anscheinend war es nicht ihr Kommentar gewesen, sondern eher Nadelkralle, wie sie an dem Blick des Katers erkennen konnte. Scharf blickte sie zwischen Steinkralle zu Nadelkralle umher, die Luft war dick und erstickend, also sagte sie nichts. Sie hörte nicht die Worte des älteren Kriegers.
Dann, hastig und doch um Langsamkeit und Verständlichkeit bemüht entschuldigte sich der niedergeschlagene Kater. Steinkralle! miaute sie ihm zu, in einem irritierten Ton. Doch sie machte keine Anstalten ihn aufzuhalten. Zum einen war es seine Entscheidung, zum anderen schien er so gekränkt, dass sie ihn ließ. Nicht wirklich sorgte sich Saphirmond um ihn, so meinte sie, denn dafür kannte sie ihn viel zu wenig. Sie besiegelte den Vorfall mit einem kurzen lecken über die Schnauze, was eine kleine Angewohnheit für sie war.
Kurz leckte sie sich über ihre Narbe, dann schaute sie zu ihrer dunkelgrauen Begleiterin, da sie keine Lust hatte, in Nadelkralles Gesicht zu schauen. Sie hatte nicht wirklich Lust sich mit dem Konflikt andere auseinander zu setzen, denn das Verhalten des roten Katers zeigte seine Inkompetenz im Fach Freundschaft. Sie war freundlich, doch das hieß nicht, dass sie ihre Schnauze in alles stecken müsste.
Ihr Charakter verriet ihren Willen ein wenig. Leichte Besorgnis spiegelte sich in ihrem Gesicht, während sie an Steinkralle dachte. Ich werde ihn später einmal auf die Jagd einladen... dachte sie ein wenig von Schuld angefressen, doch sie hatte nicht seine Reaktion erahnen können und es war ihr nicht so viel Wert, lange Gedanken daran zu verschwenden. Wäre es Krähenfeder an seiner Stelle gewesen hätte sie wahrscheinlich deutlich aufgeregter und betroffener reagiert, denn sie war ihr sympatisch.
Sie schüttelte den Gedanken ab, da er ihr unangenehm war und meinte zu Krähenfeder: Es ist Schade, dass Stachelkralle keine Zeit mehr hat, doch ich halte es für eine gute Idee, zusammen zu jagen. Ich kann es im Moment nicht und zu zweit kann es eine Erleichterung sein. Ihr Gesicht verzog sich, während sie das sagte. Nadelkralle sah es nicht, da Saphirmond zu Krähenfeder sah, lediglich ihre zuckenden Ohren. Eigentlich wollte sie die größere Kätzin nicht zu etwas bringen, gegenüber dem sie deutlich abgeneigt stand, doch es war die bessere Option und es war kindlich, die schlechtere wegen Missbilligung zu nehmen. Sie hoffte, die Kriegerin sah es genauso wie sie und nahm ihre Entscheidung ihr nicht krumm. Doch auch wollte die hübsche Kätzin nicht allein umher wandern, aus vielerlei Gründen, abgesehen von dem roten Kater, der abseits saß.
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BeitragThema: Re: Die Pferdeweide - FlussClan   Sa 4 Feb - 17:26

Krähenfeder
In Krähenfeders Augen gaben Nadelkrall und Steinkralle ein seltsames Paar Freunde ab. Sah es nur der Graue so...oder auch der Rotgetigerte? Letzteres konnte sich die blasse Kätzin wohl kaum vorstellen. Jemand der so oberflächlich war, und genervt in Anwesenheit des anderen Katers wirkte...konnte er überhaupt wahre Freundschaft fühlen? Sicherlich war er nicht kalt und jeder Katze sollte dies möglich sein, wieso nicht auch Nadelkralle. Aber die beiden? Schwer zu glauben. Wirklich, sehr schwer. Naja, vielleicht würde es ja etwas werden. Ihre Worte waren wie immer nicht sorgsam gewählt als sie mit dem jungen Krieger sprach, doch hatte sie noch ziemlich freundlich geklungen - für ihre Verhältnisse. Und das sie den Grauen so sehr kränkte, wäre ihr nie bewusst geworden, wenn er nicht so sensibel reagieren würde. Doch ihr Blick, wanderte zunächst zu dem älteren der beiden Krieger. Er setzte sich ´anständig´ hin und wirkte dadurch einfach nur so offensichtlich gelassen, dass es amüsiert rüber kam. Ja er schien sich zu erfreuen, sich darüber lustig zu machen oder wenigstens gefallen daran zu finden, wie sie mit dem jungen grauen Kater sprach. Und das verärgerte sie ungemein. Sie mochte es nicht wie zufrieden sein Gesichtsausdruck wirkte. Verächtlich zuckten ihre Schnurrhaare. Und noch weniger mochte sie es, mit was für einem Blick er Saphirmond bedachte. Musternd, beobachtend. Beinahe zu intensiv. Die Luft zwischen den vier Katzen schien wirklich zu dick um noch recht Atmen zu können. Gut, anscheinend hatte der Rotgetiegerte ihre Worte verstanden und auch die Botschaft in ihnen, auch wenn er noch immer eine Maske über seinem wahren Ich trug. "Das waren kluge, weise Worte." die größere Kätzin gab sich keinerlei mühe, ihren ekel vor dem älteren Krieger zu verbergen. Stattdessen verzog sie angewidert das Gesicht und ihre blassblaugrauen Augen funkelten fast schon herausfordernd. Der Kommentar brachte nicht grade Erleichterung in die Anspannung der Katzen, auch wenn es ihre vorigen Worte abschwächen mochte und vielleicht erträglicher und "witziger" machte und dar stehen ließ. Die lächelnde Stimme reizte ihr wahrlich nicht grade geduldiges Wesen und das glühen ihrer sonst so kühlen Augen nahm zu.  Würde die Anwesenheit der anderen Kriegerin nicht so beruhigend auf sie wirken, wäre sie ihm bestimmt schon an die Kehle gegangen. Wenigstens wäre das nicht so langweilig gewesen, wie diese Diskussion die grade stattfand.  Sie war genervt und froh darüber, dass nun über die Jagd gesprochen wurde, anstatt weiter leere, überreizte Worte. Sie war wahrlich kein Talent im nett sein und somit eher schlecht darin Stimmungen zu heben. Denn gezwungene Freundlichkeit war ihr nicht ehrlich genug und somit tat sie auch nicht so. Als Nadelkralle schließlich ihrem Vorschlag zustimmte, zuckte erneut ihre Nase. Bei jeder anderen Katze wäre sie darüber erfeut gewesen, doch seine Zustimmung lösten Abneigung aus und den Wunsch einfach davon zu laufen. Den so schwülstig wie seine Stimme klang und die Worte betonte, rannen ihr eisige Schauer über den Rücken. Doch in diesem Moment, war dies ja noch nicht das schlimmste. Sondern seine nächsten Worte überraschten und entsetzten sie fast schon. So sehr, dass sie aus der sonst so guten Fassung geriet und ihr fast die Kinnlade herunter klappte. Ihr Blick sprühte und sagte mehr als deutlich: Was zum Wald der Finsternis?! Nimm die Worte zurück! Mit dir geh ich nirgends hin!  Sein "Urteil" war für sie wie ein Todesstoß, wieso um alles in der Welt, ausgerechnet sie? Hätte er sich nicht mit Steinkralle zusammen tun können? Seinem Freund? Anderseits war es wohl für Saphirmond besser, sonst würde er sie nur noch während der Jagd weiter anstarren...und wer wusste schon was genau er dabei dachte? So musste sie wohl ein Selbstopfer bringen! Mehr als nur verstimmt, verzog sich ihr Gesicht, dessen Züge nun wieder normal und leicht grimmig wirkten. Warum musste er bei dem Befehl so grässlich sanft und weich klingen, sie misstraute ihm mehr als nur ein bisschen im Moment. Ihre Augen verengten sich als er sie auch noch Bittete. Was an ihm war ehrlich und was gespielt? Und wer hatte ihm eigentlich die Befugnis erteilt, dass er das einfach so entscheiden konnte? Klar er war älter als sie selbst...aber Saphirmond auch! Naja es war jetzt eh zu spät. Und besser sie, als die schöne, silbergraue Kriegerin. "Na gut...wenns sein muss." brummte sie also. Was für ein schlimmes Schicksal. Aber wenn er ihr wenigstens die Beute ordentlich zutrieb, sollte es schon irgendwie gehen und erträglich sein. Ihre Aufmerksamkeit schwankte allerdings zu dem Jüngesten in der Runde. Steinkralle. Er war seltsam stumm geworden und sah ziemlich mitgenommen aus. Waren ihre Worte härter gewesen als sie gedacht hatte? Oder war er einfach nur hypersensibel? Krähenfeder sah kurz leicht verwirrt aus. Seine nächsten Worte waren nichts weiter als eine Lüge, als eine Entschuldigung dafür, dass er flüchten, abhauen konnte. Doch sie ah ihm nur still hinter her. Wie er den Schwanz einzog, und dass obwohl sie sich bemüht hatte nicht allzu unfreundlich zu sein. Innerlich seufzte sie, konnte sie denn wirklich keiner verstehen? Die worte des Reingraue waren ungewöhnlich kurz und kontrolliert, und dann war er auch schon auf und davon. Feigling. Dachte sie und ihre Stimmung sank noch weiter hinab, wenn dies noch möglich war. Nicht weil sie ihm hinterher trauerte, nein, eher weil sie erneut der Grund dafür war, dass Katzen sie mieden und verletzlich reagierten. Konnte denn wirklich keine Katze ihrer Art standhalten? Anscheinend nicht. Wenigstens schien Saphirmond amüsiert über ihre Worte und nicht gereizt oder wütend darüber. Auch ihre Begleiterin schien zu sehen wie schön sich Nadelkralle am Schicksal des ´niedergemachten´ Katers erfreute und ermahnte ihn scharf. Nun war es an der Graublauen sich zu amüsieren. Für einen Moment jedenfalls. Auch sie schien missfallen an dem Verhalten des Rotgetigerten zu finden und Krähenfeder mochte ihre Art, wie sie trotzdem noch so sanft dabei wirken konnte. Sie selbst hatte das Schicksal, fast immer recht unfreundlich zu sein und dabei auch noch grimmig zu wirken. Saphirmond rief dem flüchtenden Kater einmal hinterher, auch sie wirkte über seine Flucht irritiert. Jeder Blinde konnte sehen, welch schwache Ausrede der jüngere Kater benutzte. Nunja, wenigstens hatte sein Verschwinden auch eine postivie Wendung, jedenfalls für Krähenfeder. Das Aufteilen würde so nicht mehr funktionieren und sie wäre nicht mit Nadelkralle alleine. Fast könnte sie dem Grauen dafür danken, dass er so sensibel reagierte. Doch Saphirmond wirkte recht geknickt, wahrscheinlich weil es ihr leid tat. Denn sie war einfach zu freundlich und nett, jedenfalls in Krähenfeders Augen. Aber sie mochte das. Denn die silbergraue Schaffte es dabei dennoch ehrlich und offen zu sein. Und das schätzte sie wert. ist Schade, dass Stachelkralle keine Zeit mehr hat, doch ich halte es für eine gute Idee, zusammen zu jagen. Ich kann es im Moment nicht und zu zweit kann es eine Erleichterung sein." Saphirmonds Worte retteten wirklich ihre fallende Stimmung. Sie erwiderte den hübschen klarblauen Blick und verzog ebenfalls, jedoch offensichtlicher das Gesicht, denn sie wollte es ganz und gar nicht vor dem Krieger verstecken. "Ich stimme Saphirmond zu." miaute sie geschmeidig und klang dabei deutlich erleichtert und zufrieden. Auch versteckte sie nicht vor ihm, wie ungern sie mit ihm gegangen wäre. Sein benehmen dabei war ebenfalls total irritierend gewesen und hatte ihr Misstrauen wachsen lassen.  "Ich denke, dass ihr beide die Beute aufschrecken könnt, denn du bist keinesfalls Nutzlos Saphirmond, und Nadelkralle kann diese dann zu mir lenken und ich fange sie." miaute sie dann ihre Strategie. "Oder aber ich scheue sie auf und treibe sie für euch, wenn ihr nicht mehr könnt." schlug sie als alternative zum Ende der Jagd vor. Sie wollte Saphirmond dabei haben und ihr Zeigen, dass sie auf jeden Fall helfen konnte, selbst mit schmerzender Schulter. Denn bei beidem müsste sie ihr Bein nicht viel bewegen und somit die Narbe an der Schulter nicht belasten. "Was denkt ihr?" miaute sie dann, denn wollte nun als Jüngeste der Rune nicht zu respektlos wirken, auch wenn sie auf solches Verhalten eigentlich nicht viel Wert legte.
(1305 Wörter)
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BeitragThema: Re: Die Pferdeweide - FlussClan   Mi 8 Feb - 2:22

Nadelkralle

Der rote Krieger hatte seine Bitte kaum abgelassen, da fing Steinkralle an, unruhig umherzurutschen.
Als hätte ihm ein Floh in den Hintern gebissen, sprang er plötzlich auf.
Nadelkralle sah ihn an.
Das graue Gesicht war unruhig, unschlüssig. Ob ihm der Vorschlag des Älteren nicht gefiel?
Wollte er lieber mit der burschikosen, buschigen Krähenfeder, statt der süßen, besonnenen Saphirmond jagen?
Stirnrunzelnd prangte die Frage auf Nadelkralles Antlitz. Wollte er jetzt den Zwergenaufstand proben?
Wenn Steinkralle nun meinte, sich in die Entscheidung einmischen zu müssen, dann würde ihn der andere hier und jetzt mahnen. Es war ihm egal, dass da zwei Weibchen in der Nähe waren.
Hätte er mit Krähenfeder gejagt, dann hätten sich die beiden Katzen gegenseitig zerfetzt, statt ihre Beute. Zumindest hätten sie sich ordentlich in die Wolle bekommen, war sich Nadelkralle sicher.
Ja, vermutlich hatte er seinen Wunsch aus Wohlwollen geäußert, und ferner zugunsten eigener Belange.
Vermutlich.
Stumm hoffte er, der junge Kater würde etwas Banales vom Stapel lassen.
Inzwischen merkte er, wie sich die hellgraue, kleine Kätzin im zugewandt hatte. Ehrlicherweise hätte er gar nicht wahrgenommen, dass sie ihn musterte, durchbohrte, wenn sie nicht plötzlich ein für sie ungewöhnliches, scharfes Fauchen von sich gegeben hätte.
"Und du...solltest deine Probleme auch selbst lösen können". Einen langen Herzschlag ergötzte sich an dem feurigen und zugleich eisigen Blick, den sie nur ihm zuwarf. Blendete die anderen Anwesenden aus und stellte sich vor, sie wären in einer anderen Situation. Das hohe Gras eignete sich perfekt, um...- Auch, wenn sie so klein war. Gerade, weil sie so klein war. Seine dunklen Augen reflektierten glänzend ihr Spiegelbild.
Ja, das gefiel ihm.
Hatte sie ihn gerade zurechtgewesen? Sein Gesicht zeigte leichte Empörung, änderte den Ausdruck zäher, als alter Honig Fäden zog.
Doch erwiderte er nichts. Dazu war er nicht hysterisch genug. Eigentlich dachte er sich, dass ihre Bemerkung doch ziemlich überflüssig war. Hatte er denn um Hilfe geschrien, wie ein armes Junges? - Nein. Interessant, dass sie sich offenbar doch genötigt fühlte, ihn diesbezüglich zu informieren. Es war definitiv ihr Drang gewesen, Gerechtigkeit zu schaffen, der sie dazu gebracht hatte, Steinkralle zu mahnen und sich überhaupt erst in den Konflikt - der eigentlich keiner war - einzumischen.
Diese Eigenschaft, so hatte Nadelkralle beobachtet, besaßen viele 'gute' Katzen. Gerechtigkeitssinn war ein Privileg, so glaubte man. Doch war er eigentlich ein Fehler. Gerechtigkeit war unnatürlich. Der Kampf dagegen, ein müdes, aber stets in großen Ehren gehaltenes Unterfangen.
So ließ der Getigerte die kleine Rüge über sich ergehen.
Scheinbar hatte auch Steinkralle seine Worte gefunden, die er offensichtlich angestrengt gesucht hatte. Es passte nicht zu ihm, begriffsstutzig zu sein. Gar verlegen. Nadelkralle hatte ihn als fröhliches, maßloses Plappermaul erlebt, das sich noch ausprobierte und gern über die Stränge schlug. Was sollte nun also dieses verlegene, beinahe scheue Gehabe?
Mühsamer, als er es weismachen wollte, ging es ihm über die Lippen.
Obwohl er sonst keine Geste der Rührung zeigte, zuckten überrascht seine Ohren. - Er wollte sich aus dem Staub machen? Zweifellos war seine Begründung eine müde Ausrede. Nadelkralle hatte wirklich nicht erwartet, dass einer der Krieger aus der Jagdpatrouille aussteigen würde. Am wenigsten hatte er es von ihm erwartet.
Es tat ihm fast ein wenig Leid, als sich der junge Krieger plötzlich schneller vom Acker machte, als ein Hase auf der Flucht. Er sah ihm nicht hinterher, sondern ließ den Blick schweifen.
Gerade hatte er beschlossen, sich dem Kater einmal anzunehmen. Wenn nicht jetzt, dann irgendwann. Bald. Es war kein Mitleid, vielleicht tat es ihm selbst einfach ein wenig weh, dass es dem anderen jetzt schlecht ging, dass er sich ausgeschlossen und angegriffen fühlte.
Nicht einmal Saphirmonds herzzerreißender Ruf konnte den Kater noch aufhalten.
Obwohl sie versuchte, es zu verbergen, war für den übrigen Kater deutlich sichtbar, dass sie so etwas wie ein schlechtes Gewissen plagte.
Resigniert wandte er den Blick ab, ließ die Trübseligkeit von dannen ziehen.
Als wäre nichts geschehen und sie noch immer vollzählig, drehte er sich Krähenfeder zu.
In seinen Augen unaufdringliche Fragezeichen.
An ihrem grimmigen, verstimmten Blick erkannte er sofort, dass sie seine Bitte vernommen hatte. So, wie sie aussah, hatte er sie gerade darum gebeten, das Nest mit ihm zu teilen. War es denn so schlimm, mit ihm zu jagen? Er war ein unterhaltsamer Zeitgenosse, das wusste er. Konnte witzig sein, wenn er wollte. Auf wessen Kosten seine Späße gingen, das war doch egal, oder?
Was war schon schlimmer, als schlechte Gesellschaft. Mit einer Partnerin wie Tränenlicht, hätte man sich gleich begraben gehen können, dachte er.
Die Abscheu, die er stets zu ignorieren und umzumünzen schien, war in letzter Zeit doch ziemlich hervorgestochen. Es musste an der schlechten Stimmung liegen, die Dinkelherz im Lager verbreitete. Sein Drama, dass er vorführte, verteilte sich im FlussClan wie übelriechender Schweinedung.
"Na gut...wenns sein muss", presste sie zwischen mahlenden Kiefern hervor.
Sie machte sich generell keine Mühe damit, ihre ganz eigenen Launen und Empfindungen zu verbergen. Nadelkralle ignorierte das.
Stattdessen lächelte er. Tatsächlich. Statt ihr Missfallen zu missachten, setzte er seinen guten Willen gekonnt fort. Das Lächeln sah nicht einmal böse oder hinterhältig aus. Gar nicht gespielt.
Zweifelsohne winzig und schlicht, aber ohne doppelten Boden.
"Schön", murmelte er. Und meinte es so.
Bevor sich die zwei Jagdgenossen weiter austauschen konnten, kommentierte die Dritte das Geschehen. Wie immer diplomatisch und gehalten. Nun ja, fast. Ihm war ja die besondere Ehre ihrer Gefühle zuteil geworden. Nur ihm hatte der lodernde Blick ihrer eisfarbenen Perlen gegolten. Nur ihm.
Eine Schande, dass Steinkralle keine Zeit mehr hatte? - Bitte. Sie war doch nicht doof, hatte genauso durchschaut, dass es eine billige Ausrede gewesen war. Wem wollte sie hier also etwas vormachen?
Ein diskretes Schweigen hätte er eher von ihr erwartet, anstatt diese beteuernde und falsche Bekundung.
Er sah, wie sie sich vehement ihrer Freundin zudrehte, um ihm zu zeigen, dass sie ihn geflissentlich ignorieren konnte. Innerlich amüsierte ihn ihr Verhalten. Und obwohl es ein Trugschluss sein mochte, glaubte er, sie tat das alles aus Berechnung. Wenn Krähenfeder ihm die kalte Schulter zuwandte, dann nahm er ihr das ab.
Ebenso die Überraschung, die kurz in ihren düsteren Augen aufgeblitzt war, als sie realisiert hatte, dass er um sie gebeten hatte. Das war ihm nicht entgangen, er hatte es bloß übergangen.
Großmütig stimmte Krähenfeder Saphirmond zu. Auch sie drehte ihm ihr Hinterteil zu. Ein schönes Hinterteil, zu seiner freudigen Überraschung.
Kühl erläuterte sie ihre Strategie, in der sich die hellgraue Kätzin und er zusammentun und ihr die Beute zutreiben sollten. Oder - alternativ - sie würde sie ihnen zuspielen.
- Alles schien ihr gewillt, wenn sie ihn damit bloß von sich fern halten konnte. Selbst, dass sich dann ihre Busenfreundin Saphirmond mit ihm begnügen musste.
Ohne jegliche Irritation und mit gelassener Haltung antwortete Nadelkralle:
"Wie Steinkralle erzählt hat, bin ich ein schlechter Jäger. Und, Himmel - Wenn mich ein Feind so sehen würde... so unfähig, dann würde er uns alle doch für einen schwachen Gegner halten. Also, anstatt meine Schwachstelle zu übergehen, würde ich stattdessen vorschlagen, wir korrigieren sie"
Seine Ausführung klang ruhig und wohlwollend. Es schien ihn nicht zu stören, dass es erneut um sein vermeintlich schädliches Defizit ging.
Ihm gefiel, dass Krähenfeder nach der Meinung gefragt hatte. Damit auch nach seiner. Sie mochte vielleicht launisch sein, doch war offensichtlich zu Höflichkeit in der Lage, wenn sie wollte.
Obwohl er selbst nicht viel Wert auf Respekt legte, oder zumindest den Kriegergeist nicht allzu ernst nahm, erinnerte ihn das unwillkürlich daran, wie man ihn in jüngeren Jahren behandelt, angesehen hatte.
Wenn er recht überlegte, dann war er eigentlich... gar nicht behandelt worden. Bilder aus seiner Schülerzeit drängten sich ihm auf. - Er brachte den Ältesten neues Moos, beschwerte sich über die dreckige Menge, die er vorher hatte entfernen müssen. Doch es kam keine Bemerkung, kein Nicken, kein missbilligender Blick.
Und sein Vater? Nein, darüber wollte er eigentlich nicht nachdenken. Selten ängstigten ihn Gedanken, doch konnte er in dem Moment nicht leugnen, dass ihn die schwache Ausflucht trübe stimmte.
Das kam so häufig vor, wie ein Frosch, der rückwärts sprang.
Vielleicht hätte es dem histrionisch anmaßenden Kater gut getan, ein paar Male öfter etwas auf die Pfoten zu bekommen. Das zumindest hätte ein strenger Beurteiler gedacht, der seine Vergangenheit kannte.
Doch womöglich war das auch alles nur Schwachsinn. Nur sein subjektiver Wahn, sein Durst nach Aufmerksamkeit und Beachtung, der ihn Glauben ließ, die Welt hatte ihn damals im Stich gelassen.
Nadelkralle wollte gar nicht wissen, wie es eigentlich war. Er wollte es einfach. Er wollte keine komplizierte Geschichte, sondern seine ganz eigene Inszenierung vom Leben.
"Krähenfeder, könntest du mir nicht zeigen, wie man richtig jagt, während Saphirmond", er warf ihr einen Blick zu, "uns die Beute zutreibt? Du könntest sogar deine Schulter dabei schönen. Ich denke, Krähenfeder müsste mir sowieso erstmal einige Trockenübungen zeigen"
Der Ton war fast selbstironisch, bescheiden. Nichts an ihm machte den Anschein, dass er eben noch in kritische Gedanken versunken war.
Lieber würde er Monde lang jagen, fischen, schwimmen, die Ältesten und Jungen pflegen, Dinge tun, die er nicht gerne tat, wenn er dafür fern von all dem Übel war, das sich über die Blattwechsel in seinem Kopf eingenistet hatte.
Es viel ihm schwer, mit wirklicher Schwäche umzugehen.


sei gegrüßt...
you walked into the room you know you make my eyes burn...
heavens in your eyes...
come take a walk on the wild side...
you are my one true love...
(i´m your little harlot)
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now my life is sweet like cinnamon...
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(without a dark paradise)
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and he is in the sky with diamonds...


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BeitragThema: Re: Die Pferdeweide - FlussClan   Fr 10 Feb - 18:01



//Entschuldigt den relativ kurzen Post *krank*//





Saphirmond
ALLGEMEIN
[FC] Kriegerin
40 Monde
ANGESPROCHEN
Nadelkralle
Krähenfeder
KOMMT
///
WÖRTER
718
Ø17.1
ERWÄHNT
///
GEHT
///
Saphirmond schaute ihn mit ihren stechenden blauen Augen an, wie er da sein Gesicht verzog. Sie peitschte ein wenig mit dem Schwanz, immer noch fest davon überzeugt, nicht ihre Worte zu bereuen. Kurz kniff sie die weiß umrandeten Augen zu, als der träumende Anblick sich in Nadelkralles Augen wiederspiegelte und sie wollte absolut nicht wissen, woran der Krieger dachte. Entschlossen und froh, Krähenfeder nicht alleine mit ihm ziehen zu lassen, verebbte ihr Schwanz schlagen in ein kleines zucken der Schwanzspitze, welches ihr Desinteresse ausdrücken sollte.
Die hübsche Kätzin tat es nicht viel dran, so angeschaut zu werden, auch wenn diese Katzen bei ihr im Ansehen nicht gerade stiegen, doch sie wollte absolut nicht solche Blicke auf Krähenfeder sehen im Moment, Angst vor einem Konflikt wie auch die schlechte Laune ihrer Freundin.
Freundin? Konnte sie schon diesen Begriff benutzen? Unsicherheit spiegelte sich kurz in ihren Augen, als sie leicht zu der großen Kätzin schaute. Dabei war Saphirmond eher eine nicht sehr leicht aufzutauende Kätzin, doch sie fühlte sich sehr wohl mit der Ehrlichkeit von Krähenfeder.
Ein wenig überrascht stockte sie für ein paar Augenblicke, überrumpelt vom Ausdruck auf Nadelkralles Gesicht. Er schien sich wahrlich zu freuen über die Antwort der dunkel grauen Kätzin, doch auch das ließ nicht das Eis zwischen Saphirmond und dem Kater schmelzen.
Sie fühlte sich ein wenig niedergeschlagen, da sie die Situation nicht wirklich gut hatte lösen können und ließ leicht die Schulter hängen. Kurz darauf überspielte sie es mit einem Lecken über ihre Schulter, während dessen sie der jungen Kätzin zuhörte.
Ich denke, dass ihr beide die Beute aufschrecken könnt, denn du bist keinesfalls Nutzlos Saphirmond, und Nadelkralle kann diese dann zu mir lenken und ich fange sie. Bei den warmen Worten musste sie ein wenig lächeln, geschmeichelt von der außergewöhnlich sanften Art der grauen Kätzin. Keine Sorge, schnurrte sie ein wenig jagen werde ich durchhalten. Der Plan hört sich gut an. Ihre weißen Schnurrhaare zuckten ein wenig, dann leckte sie sich kurz über ihre Nase. Schon wieder, diese Angewohnheit. Für sie war das Thema gerade beendet worden, da mischte sich Nadelkralle mal wieder ein. Ich glaube, du hast mit Grund deine Schülerprüfung abgeschlossen. meinte sie in einem höflichen Ton, während sie sich zu dem feurigen Kater umdrehte. Da saß er, gaffte überall hin, aber bloß nicht in die Augen. Ob er wohl wirklich ein Problem mit direkten Kontakt hatte, oder einfach nur trunken vor disrespekt war ihr ein Rätsel, welches sie nicht interessierte zu lösen.
Wenn du umbedingt darauf bestehst, können wir natürlich auch deinen Wunsch befolgen. Ihre Stimme war nun etwas sanfter, doch auch distanzierter als bei ihrem ersten Treffen. Der Kater saß ihr unangenehm im Nacken. Die Aussage des Katers reizte sie ein wenig, denn sie wollte endlich weg von diesem Platz und wollte die dicke Luft hinter sich lassen. Wenn das so weiter geht, finden wir bis Sonnenuntergang nichts. meinte sie sichtlich leise, doch weder besorgt noch spitz.
Sie zuckte leicht mit den Ohren, als ihr Blick über die Landschaft glitt und den traurigen Ausdruck auf Nadelkralles Gesicht vernahm. Kurz sah sie ihm in die Augen, dann wandte sie sich aber doch ab. Anscheinend hatte auch er Gründe, sich zu verhalten, wie er es tut, auch wenn sie diese nicht tolerieren musste. Ihre Schnurrhaare zuckten, in Gedanken dabei, vielleicht doch etwas freundlicher zu ihm zu sein. Saphirmond wollte nun schließlich nicht auf Kleinigkeiten herum hacken... obwohl sein Verhalten auch wiederum keine Kleinigkeit war. Kurz schüttelte sie ihren hübschen Kopf um die verwirrenden Gedanken los zu werden und ließ es vorerst ruhen.
Ein wenig erborst schaute sie doch bei seinen nächsten Worten auf, doch sprach mit freundlicher Stimme. Ja, das wäre gut für meine Schulter. Nach einer kurzen Pause sprach sie weiter. Doch sie stockte kurz, nicht recht wissend, was sie sagen sollte, ich denke nicht, dass du Trockenübungen brauchst. Immerhin bist du ein Krieger des FlussClans. Zufrieden mit ihrem Satz stand die kleine Kätzin auf. Sie hatte ihm kein großes, unwissendes Lob ausgesprochen sondern hatte es mit dem Stolz zum FlussClan gekuppelt. Auch wenn sie nicht recht wusste, wie viel Wert er auf seinen Stolz legte, würde er bei einer Widerrede den Stolz der zwei Kätzinnen verletzen.
Doch sie konnte nicht sagen, sie wollte nicht etwas positives erwähnen, denn er schien in negativen Gedanken versunken, was sie nicht sehen mochte.
©Akeleifrost


Zuletzt von Akeleifrost am So 12 Feb - 12:27 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Die Pferdeweide - FlussClan   Sa 11 Feb - 13:28

Krähenfeder
Es war schon fast vergessen, dass Steinkralle regelrecht geflohen war, sie machte sich keinerlei Gedanken mehr darum. Als Saphirmond jedoch Nadelkrall tadelte und er leicht empört wir te, war dies mehr als eine Genugtuung. Er blieb stumm, darüber war sie etwas enttäuscht, es wäre lustig gewesen diese Empörung über den Tadel auch in seiner Stimme zu hören. Schade, wirklich schade. Aber es war ja natürlich nicht so, dass sie wirklich schadenfroh oder gehässig war...nur  dem Rotgestreiften hätte sie es schon gewünscht, dass er seine Entrüstung etwas mehr zeigte. Doch bevor sie sich weitere Gedanken darüber machen könnte, ging es im Geschehen weiter, alle schienen sich über die Überreaktion des jungen, grauen Katers zu wundern, aber schon verließ er die Runde. So ein Lügner. Doch aus dieser Vorfall beschäftigte sie nicht weiter sonderlich, sie war es gewöhnt, dass Katzen vor ihr reiß aus nahmen und sie mieden, nachdem sie das Maul öffnete. Wenn sie ihr nicht schon wegen des  miesepetrigen Gesichtsausdruckes fern blieben.  Doch nachdem sie nun über die Jagd sprachen, schien Nadelkralle mit seinem ´schön´ als Erwiderung seltsam ehrlich, und das überraschte die blasse Kriegerin dann doch mehr als sie erwartet hätte. Es war schön? Mit ihr als Gesellschaft jagen zu gehen? War heute Gegenteilstag oder irgendeine irrsinnige Logik geboren worden? Denn der rote schien es wirklich so zu meinen, ohne irgendetwas zu künsteln.  Nun aber dankte sie Sahirmond innerlich sehr, wandte sich ihr zu, es war einfach wunderbar, wie sehr sie sie retten konnte. Dabei entging ihr jedoch nicht der Blick den Nadelkralle dort hin wandern ließ...wohin er nicht gehörte! Gereizt zuckte ihre Nase und am liebsten hätte sie sich selbst schnell wieder ihm zugewand. Nicht weil sie ihn unbedingt ansehen wollte, nein weil sie ihm bloß nicht ihre Kehrseite weiter zeigen wollte. Er war schon recht seltsam...oder einfach nur ein Kater. Wer wusste das schon. Sie selbst hatte jedenfalls nicht wirklich Erfahrung mit Umgang des anderen Geschlechts. Immerhin war sie keine Schönheit der sich jeder an den Hals schmiss, oder die von vielen vom Weiten bewunderte. Bei letzterem gehörte wohl die sanfte Schönheit Saphirmonds. Sie wirkte gefasst, nicht abgehoben und ihr Aussehen stach sofort ins Auge. Man konnte ihre Ausstrahlung garnicht übersehen, selbst wenn man es wollen würde. Es war, als wolle man den Vollmond in einer pechschwarzen nacht ignorieren, wenn man direkt in den düsteren, sternenlosen Himmel blickte. Einfach unmöglich, dieses Licht nicht zu entdecken. Der ältere Krieger gab seine Schwäche frei, stellte sie erneut in den Raum und betonte sie. Sein nicht vorhandenes Können in der Jagd, war er wirklich so grausig udn unfähig darin wie er es selbst sagte? Aber Krähenfeder könnte nicht verstehen, wieso er damit übertreiben wollte. Eins musste sie ihm dann doch lassen, er stand dazu. DIe ruhige und wohlwollend klingende Ausführung brachte die junge Krigerin dazu ihm zuzuhören, ob sie wollte oder nicht. Eine Korrektion seiner schwäche? Wollte er in seinem Alter und seiner Erfahrung wie ein Schüler das Jagen neu erlernen? Verbessern? Oder worauf spielte er an. Sie hatte sich ihm zugedreht und den Kopf leicht schräg gelegt, musternd und überlegend. Und grade weil sie ihm ihre Aufmerksamkeit schenkte, merkte sie wie sein Blick abschweifte. Sie kannte diesen Ausdruck, es zeigte das er in Erinenrungen schwelgte. Woran er wohl dachte? Sie kräuselte ihre hellen Schnurrhaare, das wollte sie dann wohl wirklich nicht ernsthaft wissen. Ganz bestimmt nicht. Aber andererseits, musste sein heutiges Verhalten genau zu diesen früheren Zeiten ausgebildet worden sein. Nun aber zuckten ihre Ohren, als er erneut sprach. Warum - um des SternenClans Willen - war schon wieder sie sein aus erkorenes Opfer, wenn er doch so offensichtlich Saphirmond mit blicken begehrte?  Sie sollte ihm zeigen wie man richtig jagt? Trockenübungen machen? Wer war sie, seine Mentorin? Sie runzelte die Stirn und ihr Blick war mehr als kritisch nah an verärgerung, aber auch überraschung. Wollte er wirklich so sehr an seiner schlechten Jagdkunst arbeiten?  Oder was wollte er wirklich damit bezwecken? Doch er klang so bescheiden, dass es der schlecht gelaunten Kätzin schwer fiel, an seinen Worten zu zweifeln. Doch wieso sie? Klar sie war eine gute - vielleicht sogar begnadete - Jägerin, aber weitaus jünger, unerfahrener und besonders ungeduldiger als Saphirmond. Selbst mit der schmerzenden Narbe, wäre sie eine weitaus bessere Wahl als Lehrerin. Denn Krähenfeder lagen weder gute und ausführliche Erklärungen, noch die Geduld ruhig zu bleiben, wenn jemand sich dumm anstellte. Doch bevor sie etwas äußerte, musste sie nachdenken, denn der Vorschlag war an sich nicht dümmlich, auf Dauer würde es dem Clan schon mehr bringen wenn Nadelkralle sein Jagdverhalten besserte...aber... sie seufzte geschlagen und blickte zu der anderen Kriegerin in der Runde. Bevor sie vorschnell ablehnte, nur weil sie nicht wollte - und obwohl sie nicht wirklich gegenargumente hatte -, oder annahm weil es logisch klang - obwohl sie es lieber ablehnen würde - wollte sie doch lieber hören, was Saphirmond dazu sagte. Für den Erfolg der Jagd wäre es vielleicht garnicht so schlecht, auch wenn Krähenfeder dies nicht so gerne sehen wollte. Ihr abwarten zeigte eine geste seltenen Respektes und Anerkennung, nicht oft ließ sie ältere Krieger vor ihr sprechen. Oftmals unterbrach sie diese, und ignorierte andere Meinungen als die ihre. Denn trotz ihrer vorlauten Art, war sie recht gut darin Tipps zu geben oder Ratschläge Sie konnte für Clanmitglieder da sein...solange es nur nicht mit Geduld zu tun hatte und diese nicht zu sensibel für ehrliche Worte waren. SIe ah, das die Grraue wohl etwas niedergeschlagen wirkte, war es weil sie nicht verhindern konnte, das Steinkralle ging? Saphirmond war wirklich udn wahrlich eine freundlcihe Kätzin. Und um ehrlich zu sein bewunderte Krähenfeder dies wirklich mehr als nur ein bisschen. Denn obwohl die andere ehrlich war, konnte sie sogar noch lieber und freundlciher sein, als Krähenfeder es jemals schaffen könnte. Nicht mal einen Prozent dieses sanften Wesens hatte sie in sich. Es machte ihr nichts...meistens jedenfalls. Nur wenn es ihr, so wie jetzt, so offensichtlich gezeigt wurde, wie mies sie eigrntlich zu anderen war.. Es tat ihr nun doch etwas leid, dass sie Steinkralle vertrieben hatte und Saphirmond ein wenig geknickt wirkte. Doch die Blassblaugraue musste ebenfalls anmerken, dass die ältere Kriegerin der beiden dies gut überspielen konnte. In ihren Augen sollte sie dies nicht tun, denn es zeigte nur, wie gut ihre Persönlichkeit war.  Als sie selbst über die Jagd gesprochen hatte, und die andere lächelte, hatte sie sich gefreut. Es kam nicht oft vor, dass ihre ehrlichen Worte zu positiven Reaktionen führten. Doch schien Saphirmond nun besser gestimmt als noch vor wenigen Augenblicken.  Langsam hatte sie das Gefühl, dass nicht wirklich das Eis zwischen ihnen brach, aber es einfacher wurde. Es eine bessere Stimmung zwischen ihnen gab. Obwohl beide, sie und Saphirmond nicht wirklich einfach auftauten. Es schien einfach ein glücklicher Zufall, dass sie sich trotz dessen so gut verstanden, und das freute sie wirklich. Es kam so selten vor, dass sie selbst jemanden sympathisch fand, geschweige denn, dass es jemand in ihrer Nähe aushielt.  Als Saphirmond meinte, dass sich Krähenfeders eigener Plan gut anhörte, war dieses Lob mehr Wert als jede Beute, die sie gleich erlegen würden. Sie war nicht übermäßig stolz, aber es war schön zu hören...und irgendwie auch wichtiger, als wenn eine andere Katze sich über ihre Aussage geäußert hatte. Fast schon kam es ihr wie die Erwiderung einer Freundin vor, auch wenn es für diese Bezeichnung wohl noch etwas zu früh war.  Die Stimme der anderen Kätzin war ein reines Schnurren und sie schien wirklich wieder besserer Laune. Doch nun war Krähenfeder wirklich gespannt, wie Saphirmond auf den Einwand des feuerfarbenen Katers reagierte. Was hielt sie davon? Ihr selbst viel keine wirkliche Ausrede ein... Doch dann zuckten ihre schiefliegenden Ohren, der höfliche Ton der Grauen besänftigte die, doch etwas stichelnden Worte. Denn sie meinte, dass Nadelkralle seine Abschlussprüfung ja wohl mit Grund bestanden hätte.... das war wohl wahr. Wäre er vollkommen unbegabt, wäre er sicher kein Krieger geworden oder? Dennoch tat es ihr irgendwie leid, er hatte seine Schwäche offen gelegt und sogar nach Hilfe, nach Unterstützung gefragt... Als Saphimonds Stimme nun sanfter wurde, und anbot seinem Wunsch nach zu gehen, nickte Krähenfeder automatisch etwas. Beides war ihr recht, denn sie wollte Nadelkralle - trotz ihrer Unfreundlichkeit - nicht einfach nutzlos herumstehen lassen, ihn überfordern. Ein wenig Übungen konnten ihm wirklich und wahrlich nicht schaden.. Sie sah wie die kleinere Kätzin stockte, kurz wirkte sie ein wenig erzürnt, erbost über die Erwähnung ihrer Schulter, die sie nach Nadelkralles Worten, besser nicht belasten sollte. Doch dort stimmte die Größere zu, sie hatte es ihr ebenfalls geraten...auch wenn sie nicht ganz so darauf bedacht war, immerhin machte es Saphirmond nicht weniger Wert, als jeden anderen Krieger, weswegen sie diese immer in ihre Planung mit ein Band. Die blasse Kätzin seufzte laut und erhob sich. "Wir wollten wirklich beginnen. Nadelkralle...wie entscheidest du?" letzteren Endes wandte sie sich an den Rotgetigerten, wie würde er auf Saphirmonds Worte reagieren? Würde er trotzdem Übungen wollen? Wenn ja müsste sie sich an Geduld üben... wenn nein, würden sie ersterem Plan oder dem zweiten folgen? Ihrem eigenen, oder dem vom älteren Krieger? Ihre blassblaugrauen Augen wanderten von dem Kater...zu der anderen Kätzin.
(1506 Wörter)
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BeitragThema: Re: Die Pferdeweide - FlussClan   So 19 Feb - 5:00

Nadelkralle

Der rote Krieger war der erste, der die verlaufene Grenze zwischen Weide und Erdboden erreichte.
Wo das hohe, wilde Gras des Pferdeplatzes auf den schattigen, festen Grund des daran angrenzenden Gebiets traf.
In seinen Augenwinkeln tauchte die Platane auf. Wie die beiden Kätzinnen wohl aus dem Pelz geschaut hätten, wenn sie ihn dabei gesehen hätten, wie er mit dem Baum sprach?
Was sie sich wohl zugeraunt hätten?
Die Mäuler wurden sich noch immer zerrissen, als ihn der fleckige Schatten der wenigen, hoch gewachsenen Bäume bedeckte.
Den beiden den Rücken zukehrend, dachte er an die Augenblicke zuvor.
Er hatte gesehen, wie die beiden sich verhielten. Sie waren noch unsicher im Umgang miteinander, woraus er schloss, dass sie sich noch nicht lange vertraut waren. Und beide merkten sie ihre Unterschiede, die sie vorsichtig werden ließen - Schließlich wollten sie es sich mit der anderen nicht verderben. Obwohl Nadelkralle wusste, dass sie es gut meinten, fand er dieses Verhalten zutiefst lächerlich. Es war nichts persönliches, sondern vielmehr seine Persönlichkeit.
Niemals hätte er sich angepasst. Das widerstrebte vollkommen dem, was er beabsichtigte. Vieles, was man ihm nachsagte, stimmte. - Er war faul, gerissen, wenig vertrauensvoll und unmoralisch. In welchem Maße, das war jedoch nicht zu sagen.
Schwierig, sich auf ihn einzulassen. Eine schlaue Katze täte das sicher auch nicht. So auch Saphirmond und Krähenfeder.
Warum sollte man sich mit jemanden auseinandersetzen, den man nicht einmal leiden konnte? Sie duldeten seine Anwesenheit, doch mehr auch nicht.
Nadelkralle hatte ihre Worte zunächst - ebenso wie sie - stehengelassen. Hatte entschlossen genickt, da die Jagd drängte und er als gutes Beispiel voran gehen wollte. Sollten sie sehen, dass er einen guten Willen besaß. Und vor allem, dass es nichts gab, was seine Laune hätte trüben können. Was ihn ernsthaft hätte rühren können.
Geschmeidig drehte er sich um. Er musste laut sprechen, aber nicht rufen:
"Ihr habt recht, lasst uns gleich anfangen"
Schallend hallte sein Ton durch das Grün. Er wollte nicht unhöflich sein, sondern die Situation vereinfachen. Unbefangen lächelte er. Als hätte ihn Saphirmond niemals gerügt.
"Ich glaube, du hast mit Grund deine Schülerprüfung abgeschlossen", und "Doch, ich denke nicht, dass du Trockenübungen brauchst. Immerhin bist du ein Krieger des FlussClans"
Eine Missbilligung, überzogen mit süßem Honig. Ein Krieger des FlussClans. Er dachte an die Platane. Was bedeutete das schon? Es bedeute, im richtigen Moment vorzugeben, etwas zu sein.
Sie war einsam,- die kahle, helle Platane. Trotzdem verharrte sie, die grotesken Verästelungen stolz in die Höhe reckend, gleich einer außergewöhnlichen Skulptur. Sie war außerdem besonders.
Eine Besonderheit, die man argwöhnisch betrachtete. Die dazu verleitete, zu gaffen und zu urteilen. Und zu beleidigen. Schließlich hatte Nadelkralle das hässliche Ding beleidigt. Unerheblich, ob der Baum das verstanden hatte.
Vielleicht hätte er seinem stillen Freund auch einen Gefallen getan, wenn er im Gegenzug etwas bekommen hätte. Doch der Baum war zu hoch, der Stamm zu glatt und die Zweige zu dünn, als dass sich darauf ein Vogel niedergelassen hätte, oder er ihn hätte erklimmen können.
So war es mit allen vereinzelten Bäumen, die sich an diesem Ort befanden. Sie waren verkommen und wenig verlockend. Dagegen war der Erdboden hier ein kleines Paradies für jegliches Tier, das nicht fliegen konnte.
Mit schiefem Gesicht besah er die verräterischen Bäume. Glück für die Vögel, dass der Fänger am falschen Platz war.
Die beiden Kätzinnen waren noch immer mit sich beschäftigt. Doch warteten sie noch auf seine Antwort, was er gerne nutzte. Er spürte, dass die Aufmerksamkeit ihm galt.
"Saphirmond, wie wäre es, wenn du es erst einmal an Ort und Stelle versuchst? Du treibst uns die Beute zu..?", er klang zögerlich, und zugleich entschlossen.
Sein Tonfall war wie immer überzeugend, doch er hätte sich beim besten Willen auch nicht zusammenreimen können, was dagegen sprach. Schließlich konnte sie so wirklich ihre Schulter schonen, die ihr zweifellos Probleme machte, ohne dabei nutzlos zu sein.
Das 'Uns' war für ihn beschlossene Sache. Er wollte mit Krähenfeder jagen, wie er es geäußert hatte.
Der Unwille darüber stand ihr zeitweise ins Gesicht geschrieben. Trotzdem war sie eisern und hatte keine Show abgezogen - Was ihn auch nicht von seinem Ziel abgebracht, höchstens unterhalten hätte.
Und obwohl er ihr so zuwider sein mochte, richtete sie sich letztendlich an ihn. So aufgesetzt das Gehabe ihm gegenüber auch war, umso echter war ihr Respekt. Sie hatte gute Erziehung genossen. Er ehrte das insgeheim nicht besonders, doch ließ es sein kleines Herz höher schlagen.
Schließlich liebte er seine Zeit. Sie gebot ihm etwas von der ihren.
"Kommst du zu mir, Krähenfeder?",
es tönte beinahe selbstironisch. Als würde er sich einen großen Spaß aus der Tatsache machen, dass sie jeden Kontakt mit ihm vermeiden wollte. Es hatte schon bessere Scherze gegeben, fand er.
Ob sie ihm wirklich zeigen würde, wie man richtig jagte? So, wie er erbeten hatte?
Er war sich nicht sicher. Was das betraf, hatte er nicht gelogen. Ein schlechter Jäger war er.
Zumindest gab es keinen Anlass, der vom Gegenteil überzeugte.
Sein Körperbau war hingegen sehr grazil und zeugte nicht davon, dass sich häufig auf die faule Haut gelegt wurde. Nadelkralle war so oft alleine, dass auch niemand mit Bestimmtheit hätte sagen können, was er in seiner freien Zeit tat.
Er machte für gewöhnlich einfach keine Arbeit, die Teamgeist oder besondere Disziplin erforderte.
Letztere hatte er für die Belange des Clans nämlich wirklich nicht über. Das Nötigste war gerade genug. Mehr konnte man von ihm nicht erwarten.
Die meisten, die er kannte, waren alt und stolz genug, ihre Beute selbst zu jagen. Mit den Ältesten hatte er nichts mehr zu schaffen, das übernahmen nun die neuen Schüler. Und die Kinderstube? Er hielt sich gerne weit entfernt davon, um das Geplärr nicht hören zu müssen, das die kleinen Monster von sich gaben.
Nadelkralle machte sich über vieles seine Gedanken. Doch gewisse Gebiete wollten nicht betreten werden. Es reichte, sich einmal die Pfoten zu verbrennen, das brauchte er kein zweites Mal genießen.
Überließ er lieber anderen.
Überließ lieber anderen, für die Fortbestehung des Clans zu sorgen. Außer ihm gab es genug andere Kater, die ihre Lust für etwas ehrenhaftes spenden konnten. Er spendete seine der Vergnügung.
Wenn er ehrlich war, dann hatte er sich auch noch nie mit der Frage auseinandergesetzt, ob er einmal Vater sein würde. Doch, warum hätte er auch?
Die Erinnerungen an seine Eltern waren durchweg.. nicht vorhanden. Eltern sein war ihm ein Wert ohne Bedeutung. Es gab nichts, was ihn daran gereizt hätte.


sei gegrüßt...
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BeitragThema: Re: Die Pferdeweide - FlussClan   Mo 20 Feb - 20:37

cf: Lager
Sternenlicht blieb an der Seite des Ältesten. Den ganzen Weg über wachte sie über ihn, denn er war ihr sehr, sehr wichtig. Wichtiger, als es vielleicht gut für sie war. Die braune Kriegerin hatte ihr Herz an ihn gehängt, dabei wusste sie doch von ihrem Papa, dass man sich niemals binden sollte. Das war wohl seine wichtigste Lektion gewesen, allerdings hatte er sie selbst nicht beherrscht. Immerhin hatte er ihre Mutter geliebt, mehr als sein eigenes Leben. Und auch sie selbst wurde von ihm geliebt. Ebenso ihre Geschwister. Das war eine Überzeugung, die ihr durchs Leben half, denn es war ihr damals sehr, sehr schwergefallen. Zu sehen, dass man nicht geliebt wurde, tat sehr, sehr weh. Und sie wünschte dieses Schicksal wahrlich niemandem, nicht einmal ihrem ärgsten Feind. Niemals würde sie vergessen, wie es damals war, niemals könnte sie das verdrängen. Es war purer Schmerz gewesen...aber sie hatte Katzen an ihrer Seite gehabt, die sie unterstützten... Falkenstern... und Nebelwächter. Es war so schrecklich, von der eigenen Mutter nicht geliebt zu werden, dass auch das damals nicht geholfen hatte. Aber sie hatte sich gemüht, das beste daraus zu machen. Auch, wenn es ihr nie gänzlich gelang...sie hatte es immer im Hinterkopf, dass sie nicht geliebt wurde. Nicht mal von ihrer eigenen Mutter...und das nur, weil sie ihrem Vater so verflucht ähnlich sah. Wie hatte sie das damals verflucht... doch nun...inzwischen war alles anders. Sie hatte die Liebe der Mutter gewinnen können, und es gab nichts in ihrem Leben, über das sie sich mehr freute. Nun, vielleicht, dass ihre kleine Schwester Herbstpfote überlebt hatte. Immerhin waren alle anderen damals gestorben und es schmerzte noch immer, daran zu denken. Schließlich hatte sie an jenem Tag ihre Eltern und ihre Geschwister verloren. Das war noch immer ein herber Schlag, aber noch weit schlimmer war, wer daran schuld war. Nämlich sie selbst, sie hatte ein Monster geboren, indem sie Dorn damals mitnahm. Weil sie es nicht über sich brachte, ihn dort liegen zu lassen...und weil sie gehofft hatte, dann endlich zu ihrer Mama zu können. Dass sie ihre Schuldigkeit ihrem Vater gegenüber getan hatte, damit er sie endlich ziehen ließ. Doch es hatte zum Konflikt kommen müssen...
Sie entdeckte die Pferdeweide, sah die wunderbaren, majestätischen Tiere, wie sie langsam und ruhig das Gras zupften. Sie betrachtete sie gern, es half ihr, sich zu beruhigen. Manchmal war in ihr diese Spannung, die sie zu zerreißen drohte. Dann half nichts mehr, sie war zu nichts in der Lage. Aber hierher zu kommen und diese wundersamen Wesen zu betrachten, das half ihr stets. Oder sich mit Eisjäger zu treffen...er machte aus dem schlimmsten Tag einen guten, den man niemals wieder vergessen wollte. Er konnte wirklich das Strahlen in ihrem Herzen entfachen, wie es kein anderer konnte. Niemand auf der Welt...wobei...Nebelwächter schaffte es auch wieder. Auf andere Art und Weise. Liebevoll betrachtete sie den Ältesten erneut. Sie war ihm so dankbar...und sie empfand es als traurig, dass er niemanden hatte. Wobei sie ganz sicher war, es hatte diese eine gegeben, aber danach...sie wusste nicht, was sie voneinander getrennt hatte. Liebend gern hätte sie ihm geholfen, aber sie wagte es nicht, ihn danach zu fragen. Denn sie wollte keine Wunden aufreißen, die vielleicht zu heilen begannen.
Sie seufzte. Sternenlicht entdeckte Strahlenfeuer, die bereits gejagt hatte, und lächelte freundlich. Etwas entfernt waren Krähenfeder, Nadelkralle und Saphirmond. Sie mochte diesen Ort und was sie nicht mochte, waren Katzenansammlungen. Das war ihr noch immer nicht geheuer. Deswegen war es ihr jetzt auch reichlich voll hier. Mit gezielten, graziösen Schritten ging sie auf die Kriegerin zu. „Wollen wir vielleicht woanders hingehen?“, miaute sie freundlich. Es war nicht so, dass sie direkt Angst hatte. Aber in ihr war noch immer dieses Streunergen, dieses Gefühl, ab und an ganz allein sein zu wollen, herumstreunen zu wollen...wobei ihre Streunereien sie stets zum Schattenclan führten. Immerhin war dort ihr allerbester Freund.
Und sie wusste, dass viele im Clan sie fürchteten. Und wenn sie ehrlich war, war das nicht abzuweisen, sie war eine ausgebildete Mörderin. Ein trauriger Ausdruck trat in ihre Augen. Wie oft hatte sie sich gewünscht, einfach eine ganz normale Katze zu sein...keine, die die ersten Monde ihres Lebens bei einem Mörder gelebt hatte, die von ihm alles – wirklich alles – gelernt und gezeigt bekommen hatte, was er wusste. Bei wie vielen Gräueltaten hatte sie zugesehen? Wie viele Katzen hätte sie retten können? Noch immer war dieses schreckliche Gefühl in ihr, diese Schuld. Und niemals könnte sie sie abtragen...ein unangenehmer Schauer fuhr durch ihr Fell. Am liebsten hätte sie sich an Nebelwächter gekuschelt, doch das käme jetzt sehr, sehr seltsam. Das war ihr dann wohl bewusst. Auch wenn sie ihr Sozialverhalten von einem Stein gelernt hätte, wäre ihr das aufgefallen. „Vielleicht zu den Sternenfelsen?“, miaute sie, auch wenn ihr jener Ort eigentlich nicht behagte, immerhin waren dort ihre Eltern gestorben...aber...sie konnte nicht anders, sie wollte nicht bei so vielen Katzen bleiben. Im Lager war das etwas anderes, aber hier...sie verjagten die Beute. Also, es waren einfach zu viele. Sternenlicht hielt die Luft an, während sie auf die Reaktion der anderen Kriegerin wartete...



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BeitragThema: Re: Die Pferdeweide - FlussClan   Di 21 März - 18:24

Amethystenjunges
Müde tappte das kleine Junge weiter. Es waren bereits einige Tage vergangen als Amethystenjunges ihre Mutter verloren hatte. Leise mautzte sie "Mama?"
Sie wusste nicht, was sie tun sollte. Amethystenjunges hatte große angst und wusste nicht, was sie tun sollte. Wieder mautzte sie "Mama?" dieses mal etwas lauter. Ihr Pfoten schmerzten und ihr Margen knurrte. Langsam tappte sie weiter mit immer wachsener Angst. Was sollte sie jetzt tun? Würde sie verhungern?
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