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 Die Pferdeweide - FlussClan

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BeitragThema: Re: Die Pferdeweide - FlussClan   Mo 27 März - 21:01

Fischpfote
Vergnügt trabte der junge Kater über das kurze Gras, um sich mit seiner Mentorin Sternenlicht zu treffen. Er wusste, sie musste hier irgendwo in der Nähe sein, aber wenn er ehrlich war, hatte er es nicht sonderlich eilig. Was auch immer sie machen würden, es würde bestimmt ewig dauern und sicher nicht zu den spannenden Sachen, wie zum Beispiel atemberaubenden Kampftricks gehören, die er bei den älteren Schülern gesehen hatte. Natührlich war dem Schüler bewusst, dass er zuerst Grundlagen lernen musste, bevor er in einem Kampf ein ernstzunehmender Gegner sein konnte. Doch das änderte nichts an seiner Vorstellung, schon jetzt ein großer Krieger sein zu können.
Ein kurzer Anfall von schlechtem Gewissen bewog ihn dazu, doch ein wenig nach der Kriegerin Ausschau zu halten. Prompt wurde er jedoch von einem wesentlich interessanteren 'Ding' abgelenkt: Auf einem kleinen Stein versuchte ein roter Käfer verzweifelt den Weg um ein Blatt herum zu finden. Fischpfote beobachtete den Vorgang für ein paar Herzschläge fasziniert und schnaubte den Käfer dann an, der sich davon allerdings nicht beirren ließ. Erst als der Schüler mit der Pfote nach ihm langte, machte er sich verärgert brummend davon. Der Kater sah dem Käfer nach, leicht enttäuscht darüber, dass dieser nur so kurz eine Ablenkung geboten hatte.
Widerstrebend setzte er also seinen Weg fort und witterte nun endlich den Geruch von Sternenlicht. Kurz darauf war er auch schon bei der Kätzin angelangt, die sich in einer Gruppe von anderen Katzen befand, und ließ sich - ohne ein Wort der Entschuldigung für sein verspätetes Ankommen oder der Begrüßung - vor ihr auf seinen Hintern plumpsen. Jetzt war er doch etwas neugierig, was seine Mentorin wohl geplant hatte, und dies zeigte er auch durch einen erwartungsvollen Blick in ihre Richtung. Auch die anderen Katzen bedachte er kurz mit Blicken, weiter beachtete er sie allerdings nicht, sondern dachte eher über den Käfer nach, den er zuvor beobachtet hatte.
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BeitragThema: Re: Die Pferdeweide - FlussClan   Mi 29 März - 0:00

Sternenlicht hatte gerade Strahlenfeuer angesprochen, als sie eine Bewegung bemerkte. Die braune Kriegerin wandte den Kopf und erblickte ihren Schüler Fischpfote. Sie lächelte die Kriegerin noch einmal an. „Entschuldige mich, ich muss ihm ein wenig erklären“, miaute sie und huschte dann zu besagtem Kater. Sie blickte Fischpfote freundlich an. Wusste er, wer sie war? Vermutlich hatten seine Eltern es ihm erzählt, denn allzu viel gab es ja nicht an Tratsch und da wurde gern auf die Mörderkinder zurückgegriffen. Hatte er Eltern? Oder war er Waise, so wie sie selbst? Eine Schande, dass sie das gar nicht wusste...sie müsste mal mit ihrem Onkel reden, um das herauszufinden. Wohlwissend, wie schmerzhaft es war, nach Eltern gefragt zu werden, die man nicht hatte. Oder die man liebte, obgleich sie schreckliches getan hatten...hätten Fischpfotes Eltern ähnliches getan, hätte sie es allerdings wahrscheinlich gehört.
Mit einem freundlichen Lächeln setzte sie sich und sah ihn an. „Also, ich werde dir jetzt etwas sagen. Während deiner Ausbildung werde ich dir beibringen, was du wissen musst, um deine eigenen Techniken zu entwickeln. Ich werde dich nicht alles lehren, was ich weiß. Denn das sollte niemand können. Frag mich nicht danach, verstanden?“, miaute sie mit freundlicher, aber dennoch strenger Stimme. Denn wenn sie über eines absolut nicht reden würde, dann über ihren Vater, den Mörder, und das, was er aus ihr gemacht hatte. Eine Katze mit den Fähigkeiten, zu töten, mit der Erfahrung, wie man anderen seinen Willen aufzwang. Und wie man es ertrug, wenn jemand etwas mit einem machte, was man selbst nicht wollte. Aber das würde sie nie, nie wieder tun. Und sie war mehr als froh, Nebelwächter zu haben, der ihr sagen konnte, was sie lehren durfte und was nicht. Ohne ihn würde sie das nicht schaffen.
Während sie auf eine Antwort wartete, fragte sie sich, warum ausgerechnet sie so skeptisch von anderen betrachtet wurde. Ja, sie war es gewesen, die bei dem Mörder gelebt hatte, die den Mörder geliebt hatte...aber Kobrablick und Herbstpfote waren ebenso seine Kinder. Doch die beiden hatten andere Chancen als sie selbst. Und es war nicht so, dass sie es den beiden nicht gönnte, sie neidete es auch nicht, denn sie hatte dafür anderes. Sie hatte Eisjäger. Einen Kater, den sie so gern mochte, der ihr ganzes Leben lang schon ihr bester Freund war. Und den sie gern mal wiedersehen würde, denn er fehlte ihr...
Sternenlicht zwang sich, zu ihrem Schüler zurückzukehren. Sie konzentrierte sich auf ihn und wartete seine Reaktion ab.



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BeitragThema: Re: Die Pferdeweide - FlussClan   Mi 29 März - 21:00

Fischpfote
Sternenlicht war nun zu ihm hinüber gekommen und sah ihn freundlich an. Fischpfote legte leicht den Kopf schief, als sie zu sprechen begann und erklärte, was sie für seine Ausbildung geplant hatte. Er wusste nicht, ob er erleichtert oder enttäuscht sein sollte, dass seine Mentorin nichts zu seinem verspäteten Ankommen gesagt hatte (er nahm sich eben für wesentlich wichtiger, als er tatsächlich war). Wahrscheinlich war Erleichterung doch das bessere Gefühl, Enttäuschung drückt einen schließlich nur nieder. Ein Satz erregte auch besonders seine Aufmerksamkeit: 'Frag mich nicht danach, verstanden?' Natürlich war der graue Kater durch diese Formulierung jetzt umso neugieriger, was er wohl nicht lernen durfte, als wenn sie es gar nicht erst erwähnt hätte. Er hatte verschiedenes über Sternenlicht und ihre Familie gehört, aber nur nebenbei oder eher versehentlich, denn es hatte niemand direkt mit ihm über die braune Kätzin gesprochen, erst recht nicht seit sie seine Mentorin war. Also konnte er nicht sagen, was davon stimmt und was nicht. Der Schüler glaubte aber, dass das meiste nur erfunden sein konnte. Das waren Geschichten, die Ältesten kleinen Jungen erzählten, um sie zu erschrecken, da war er sich ganz sicher.
"Okay.", meinte Fischpfote schließlich, während er mit den Krallen Grasbüschel herausrupfte. Sie war zwar die ganze Zeit freundlich, aber der Kater hörte durchaus den strengen Unterton. Normalerweise würde ihn das nicht wirklich stoppen, doch er wollte es sich nicht mit seiner Mentorin verscherzen. Wenn er die Kätzin also jemals nach dem Wahrheitsgehalt dieser Geschichten fragen würde, dann ganz sicher nicht jetzt. Es wäre dumm, darauf herumzureiten, wo es ihr doch scheinbar wirklich wichtig war.
"Und was machen wir jetzt?", fragte der Schüler ungeduldig und stand auf, weil er nicht mehr sitzen konnte. Er bemerkte, dass seine Pfoten voller Erde waren und leckte sie abwesend, während er darauf wartete, dass Sternenlicht antwortete.
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BeitragThema: Re: Die Pferdeweide - FlussClan   Fr 31 März - 20:32

//@Lotus: sollen wir es finden?

Sternenlicht wusste, wie viel über ihre Vergangenheit bekannt war. Und auch wenn sie nicht wusste, ob Fischpfote auch nur die leiseste Ahnung hatte, wer sie war, sie musste davon ausgehen. Denn selbst wenn er es jetzt nicht wusste, er würde erfahren, dass eine Mörderin ihn ausbildete. Von daher würde sie mit offenen Karten spielen. Es hatte keinen Sinn, es verbergen zu wollten.
Sie sah die Neugier in seinem Blick, also hatte er es noch nicht gewusst. Mist. Naja, nun hatte sie es angesprochen. Die Worte kamen nicht mehr zurück, nur, weil sie es wollte. Also sollte sie sich nicht grämen, es brachte eh nichts.
"Mein Vater war ein Mörder. Das wolltest du wissen, oder? Ja, ich habe bei ihm gelebt, er hat mich großgezogen.  Und ja, ich könnte dich töten, aber ich bin nicht er, ich werde dich nicht anrühren. Aber du wirst nicht lernen, was ich weiß, ich werde niemals sagen können, dir alles beigebracht zu haben. Denn das, was ich weiß, werde ich niemals anwenden und ich würde es mir nicht verzeihen, wenn dadurch jemand zu schaden käme.", miaute sie, denn sie wollte nicht, dass er sich jetzt während dem Training Gedanken darüber machte. Wobei diese Äußerung wohl genau das gleiche nach sich ziehen würde. Sie sollte mehr nachdenken...
"Also, du kennst ja bereits das Territorium. Heute werden wir uns dem Jagen widmen", begann sie. "Das Jagen ist die wichtigste Fähigkeit. Jagen ist das, wodurch wir am Leben bleiben. Ohne Jagen, würden wir verhungern. Wir wären nicht imstande, zu überleben. Verstehst du?Jagen sieht leicht aus, aber das ist es nicht. Doch es ist etwas, für das man keine besonderen Talente benötigt, manche können es sehr gut, andere nicht, aber ich bin noch nie einer Clankatze begegnet, die es nicht zumindest basisch beherrschte. Also mach dir keine Gedanken, dass du es nicht könntest, denn genau solche Gedanken sorgen dafür. Vielleicht kannst du es nicht von Anfang an, aber dafür bin ich da. Bist du bereit?" Die braune Kriegerin betrachtete ihren Schüler und hoffte, ihn nicht verstört zu haben.



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BeitragThema: Re: Die Pferdeweide - FlussClan   Fr 31 März - 20:47

//Nein, Bärenfang wird es finden//
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BeitragThema: Re: Die Pferdeweide - FlussClan   So 9 Apr - 16:31

Fischpfote
Der Kater ließ seine Pfoten in Ruhe und sah Sternenlicht mit leicht geweiteten Augen an, als sie plötzlich und für ihn so unerwartet die Fragen beantwortete, die er sich kurz zuvor in Gedanken gestellt hatte. Ja, alles was sie sagte hatte er so oder so ähnlich schon gehört - vielleicht sogar noch krasser formuliert. Er legte den Kopf schief. Na ja, so schlimm klang das gar nicht, man konnte sich schließlich nicht aussuchen bei wem man aufwächst. Und mit wem man verwandt ist erst recht nicht. Er selbst hatte seine Mutter schon im Alter von drei Monden verloren und sein Vater hatte sich auch nicht die Mühe gemacht bei ihm zu bleiben. Fischpfote hatte gehört, er hätte den Clan verlassen, schon kurz nachdem seine Mutter an grünem Husten gestorben war.
Ein Vater, der einen im Stich gelassen hatte, war vielleicht immernoch besser als ein Vater, der ein Mörder war, aber trotzdem, seine Mentorin und er waren in der Hinsicht letztlich nicht so verschieden: Perfekter Vater? Fehlanzeige.
"Mach..." Der Schüler räsuperte sich kurz - er musste wohl doch erstmal seine Stimme wieder finden. "Mach dir keine Sorgen. Ich will das gar nicht lernen, also werde ich dich auch nicht danach fragen."
Er beschloss, das Ganze erstmal zu vergessen (was natürlich einfacher gesagt als getan war) und sich auf das Training zu konzentrieren. Ja, das Territorium kannte Fischpfote schon. Aber er hatte so viele Orte gesehen, die er noch genauer anschauen und erkunden wollte - nur würden sie dafür jetzt keine Zeit haben. Ob vielleicht ein anderer Schüler später Lust hatte, mit ihm durch das Territorium zu streifen?
Ob sie wohl schon jemanden getötet hat?...Nein, darüber denke ich jetzt nicht nach. Der junge Kater schüttelte leicht den Kopf, um den Gedanken loszuwerden und hörte wieder Sternenlichts Erklärung zu.
"Jagen - wichtigste Fähigkeit - alles klar.", miaute er und versuchte sich an einer ernsten Miene, damit seine Mentorin wusste, dass er das alles für sehr wichtig nahm. "Wir können anfangen!" Fischpfote kauerte sich sofort auf den Boden, in eine, wie er fand, schon ziemlich guten Jagdkauerstellung. Zusammen mit anderen hatte er als Junges immer die Schüler nachgeahmt, wenn diese im Lager ihre Übungen wiederholt hatten. Deswegen war Fischpfote ziemlich zuversichtlich, dass er die Kauerstellung schon sehr gut beherrschte.
In der Realität sah das natürlich etwas anders aus: Sein Schweif war schnurgerade in die Höhe gestreckt und zuckte an der Spitze wild hin und her. Außerdem war es durch seine leicht mollige Statur schwer, eine relativ stabile Position zu finden. Und noch musste er sich ja auch nicht fortbewegen. In seinem Kopf spielte das alles aber nur eine geringfügige Rolle; seiner Meinung nach klappte das schon ganz gut.
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BeitragThema: Re: Die Pferdeweide - FlussClan   Mo 24 Apr - 19:08

Nadelkralle

Nadelkralle tauchte auf. Wenn er vorher gewusst hätte, wie unbequem seine Anwesenheit sein würde, dann... wäre er trotzdem zur bunten Patrouille - bestehend aus Sternenlicht, Fischpfote und Strahlenfeuer - gestoßen.
Das hohe Gras strich an seinem roten Pelz entlang, was den Kontrast, den er darstellte, zusätzlich betonte.
"Hallo", es klang wie eine Frage.
Nadelkralle senkte ausgesprochen langsam den Kopf, ehe ein halbes Lächeln auf seinem Gesicht erschien.
Unmittelbar vor ihm demonstrierte Fischpfote seine Jagdhaltung, indem er sich auf den Boden presste.
Der Krieger lief unumwunden an ihm vorbei. Mit seinem speckigen Körper und dem langen, zitternden Schweif erinnerte ihn der Jüngere an eine fette Maus, die nur darauf wartete, geschnappt zu werden.
Bisher war er in solchen Situationen meist passiv gewesen. Hatte weder einen Schüler gehabt, noch achtete er selbst darauf, penibel auszuführen, was ihm irgendwann einmal eingetrichtert wurde.
Er mochte eben kein Konventionen.
Ehe er sich neben Sternenlicht niederließ, Krieger zu Krieger, bedachte er einen respektvollen Abstand. Erneut lächelte er, und rollte schließlich den Schweif ein.
"Unser Jagdausflug ist leider schon beendet", erklärte er, und deutete auf Krähenfeder und Saphirmond, die sich am anderen Ende der Pferdeweide umhertreiben mussten.
"Aber ich dachte, ich stoße zu euch, ehe ich wieder untätig und faul werde"
Prüfend traf sein Blick nun auch Strahlenfeuer.
Sie erfüllte ihre Rolle der launischen Diva perfekt, indem sie sich ein wenig abseits hielt, unwillig zu zeigen, dass sie zum Trupp gehörte.
Nadelkralle sah sie noch einige Herzschläge lang an, ehe er sich auf Fischpfote fixierte.
Da der Kater nicht sein Schüler war, stand ihm ein Kommentar nicht zu, so schätze er. Vorerst wartete er lieber die Reaktion seiner Clangenossen ab.

// OUT: Hoffe, dass das so für den Einstieg in Ordnung ist...


sei gegrüßt...
you walked into the room you know you make my eyes burn...
heavens in your eyes...
come take a walk on the wild side...
you are my one true love...
(i´m your little harlot)
i dont know what you do, but youre unbelievable...
i think i´ll love you forever...
now my life is sweet like cinnamon...
heaven is a place on earth with you...
(without a dark paradise)
you make me crazy, you make me wild...
and he is in the sky with diamonds...


(c)Tulpenfeder
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BeitragThema: Re: Die Pferdeweide - FlussClan   Di 25 Apr - 9:44

Die braune Kriegerin beobachtete gefasst, wie Fischpfote sich scheinbar wunderte, dass sie seine Frage erraten hatte. Doch in einem war sie gut – und sie dankte dem Sternenclan dafür – nämlich darin, andere zu lesen. Sie konnte sich einfühlen, nachvollziehen, wieso etwas geschah. Zumindest zum Teil, denn nur, weil es ihr logisch erschien, gab es ja nicht zwingend genau diese Gefühle beim Gegenüber. Doch bisher hatte sie meist richtig gelegen, nur sehr selten hatte sie sich dadurch blamiert. Nun gut, besonders alt war sie ja auch noch nicht, sie hatte noch viel Zeit, sich zu blamieren. Und das würde sie bestimmt tun, wenn jemand mitbekam, wie das mit ihrer Unsicherheit, was ein Schüler wissen durfte und was nicht, wo sie verpflichtet war aufzuhören und wo, weiterzumachen, zunahm, würde sie wahrscheinlich schnell keine Mentorin mehr sein. Aber sie wollte beweisen, dass sie gar keine schlechte Kriegerin war, wollte beweisen, dass sie etwas konnte, was andere nicht vermochten, es aber nicht zwingend nutzen musste. Noch immer war sie im Clan nicht ganz angenommen. Man hinterfragte sie, sie sah es in ihren Gesichtern. Aber sie war treu, sie war loyal. Bis auf ihre gelegentlichen Ausflüge zum Schattenclan. Denn die verstießen gegen das Gesetz, das wusste sie auch. Allerdings würde sie sie niemals aufgeben. Immerhin war Eisjäger mehr als nur irgendeine Bekanntschaft. Er war ein Freund aus frühester Kindheit, sie wollte ihn nicht verlieren. Und erst recht nicht enttäuschen. Das könnte sie nicht ertragen. Zu lange war das letzte Treffen bereits her, sie vermisste ihn schmerzlich.
Fischpfote erwiderte auf ihre Worte, sie solle sich keine Sorgen machen, er würde nicht danach fragen. Das verwunderte sie ein wenig, sie selbst hätte es sehr gern gelernt, auch wenn sie es niemals hätte anwenden können. Doch er schien gar nicht in Versuchung gebracht zu werden, sich selbst und seinem Innern treu darin, wie er anderen gegenübertrat. Sternenlicht beneidete ihn um diese kindliche, naive Einstellung. Wäre sie bei ihrer Mutter großgeworden, hätte sie vielleicht auch eine Kindheit gehabt, eine Phase des Staunens und dieser kindlichen Naivität. Mit Sicherheit wäre sie keine Mörderin geworden.
Nun wechselte die braune Kriegerin das Thema und sprach über das Jagen. Sie selbst hatte es damals nicht beigebracht bekommen, Herbststurm hatte von Anfang an dafür gesorgt, dass sie selbstständig jagte. Und irgendwann war sie besser gewesen als er. Wie stolz sie damals doch gewesen war!
Fischpfote begann mit seiner Vorführung eines Jagdkauerns. Sie war niemand, der behauptete, es sei wichtig, wie es aussah. Immerhin hatte sie selbst wohl auch nicht die perfekte Jagdhaltung genutzt, um zu überleben. Doch seit sie sie kannte, war es leichter.
Im Augenwinkel bemerkte sie eine Bewegung und am Geruch erkannte sie Nadelkralle, der sich ihnen näherte. Als er dichter an ihnen war, begrüßte er sie mit einem Hallo, das klang, als wäre die Seuche der Weichpelze ausgebrochen. Ein so kurzes Wort so fragend auszusprechen bedurfte bestimmt einiger Übung.
Da waren sie wieder, diese Gedanken, die sie hin und wieder hatte. In ihnen war sie ihrem Vater sehr ähnlich – zu ähnlich. Dennoch schlug ihr Herz am rechten Fleck.
Hallo“, antwortete sie mit distanzierter Freundlichkeit, ohne aufzublicken. Warum auch? Sie wusste, wie Nadelkralle aussah. Wichtiger war, dass sie Fischpfotes Jagdkauern beurteilte. Die Kriegerin betrachtete ihn eingehend und wollte gerade zu sprechen beginnen, als Nadelkralle sich neben sie setzte und meinte, dass sein Jagdausflug bereits beendet wäre. Er fuhr weiterhin fort, dass er sich ihnen anschließen wolle, um nicht faul herumzuliegen. Gerne hätte Sternenlicht ihn gebeten, Fischpfote etwas zu sagen, sie war als Mentorin wohl noch sehr ungeübt.
Natürlich“, miaute sie nur und beschloss, trotz der Möglichkeit, sich zu blamieren, etwas zu Fischpfotes Kauern zu sagen. „Man sieht dir an, dass du sehr ungeübt bist. Deine Muskeln sind noch nicht besonders ausgeprägt, aber das werden wir im Training schon hinbekommen“, begann sie und wartete gebannt, ob Nadelkralle etwas dazu sagen würde. Bitte, Sternenclan, lass ihn schweigen! Dein Schweif bietet dir keinerlei Sicherheit, wenn du ihn in die Höhe reckst. Du musst ihn nutzen, um dein Gleichgewicht zu halten. Und vor allem musst du Schleichen, momentan würde dich eine taube Maus auf fünf Schweiflängen hören. Aber ansonsten zeigst du gute Ansätze.“ Die Kriegerin hatte freundlich gesprochen, mit jener Distanz in der Stimme, die ihr eigen war. Wie sollte sie ihm sagen, wie er die Pfoten leiser aufsetzte?
Konzentrier dich bitte. Deine Pfoten dürfen nicht einen einzigen Laut von sich geben. Du musst sie sachte aufsetzen, sonst gibt es eine Erschütterung. Das ist sehr wichtig, denn sonst ist alles im Umkreis verschwunden. Probier es nochmal“, miaute sie dann. Ihr Pelz brannte, es kam ihr vor wie eine Prüfung. Nadelkralle war ein anerkannter Krieger – aufgrund seiner Fähigkeiten, wohl kaum wegen seines Charakters – und es wäre mehr als unangenehm, wenn er erzählen würde, wie schlecht sie als Mentorin geeignet war.



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BeitragThema: Re: Die Pferdeweide - FlussClan   Mi 26 Apr - 20:34

Strahlenfeuer

Angesprochen: Nadelkralle, Sternenlicht- Erwähnt: Sternenlicht, Flusspfote, Nadelkralle, Saphirmond, Krähenfeder, Mondsturm
Die weiße Kätzin hatte noch einige Augenblicke dort gesessen, gewartet das die anderen auch endlich den Weg zu ihr finden würden, was zumindestens Sternenlicht schaffte. Strahlenfeuer verspürte einen gewissen Drang ihre Augen zu rollen. Erst wollte ihre Clangefährtin zur Pferdeweide und plötzlich entschied sie sich anders. Das konnte und wollte sie auch nicht wirklich verstehen.

Jedenfalls war sie sogar etwas erleichtert, als Sternenlicht zu Flusspfote ging um ihm etwas beizubringen. Bisher hatte sie selber noch nie einen Schüler gehabt und das tun müssen, was ihr auch recht war. Jedoch ruhte ihr Blick auf den beiden und sie lauschte den Worten Sternenlichts. Nach einiger Zeit verlor sie das Interesse und sah sich auf der Pferdeweide um. Erst jetzt bemerkte sie das auch andere Katzen sich dazu entschlossen hatten, hier zu jagen. Unter ihnen erkannte sie Saphirmond, Krähenfeder und Nadelkralle. Bei dem Anblick des Katers verengten sich ihre Pupillen sofort zu Schlitzen. Strahlenfeuer hoffte für ihn, das er wusste, dass sie es nicht begrüßen würde wenn er in ihre Nähe kam und entspannte sich wieder etwas. Sie legte ihren Schweif wieder ordentlich um ihre Pfoten, da sie mit diesem ein wenig neben ihrem Körper bepeitscht hatte. Anschließend fuhr sie mit ihrer zart rosanen Zunge über ihre Pfoten und glättete ihr Fell und entfernte kleine Grasstückchen, da sie die Kätzin störten.

Als sie dann nach einer Weile eine Bekannte Stimme Wahrnahm zuckte sie zusammen. Es war die Stimme von Nadelkralle. Ihre Pfote senkte sich wieder und fand ihren Platz auf dem Boden unter ihr und sie drehte ihren Kopf in die Richtung wo er, Sternenlicht und Flusspfote waren. Genervt rollte sie ihre Augen obwohl sich in ihrem inneren eine leichte Wolke aus Angst aufbaute. Es war eigentlich logisch das ihr Hass gegenüber Katern sich aufgrund ihrer Erfahrung zürnte und sie somit versuchte ihre wahren Emotionen zu verbergen. Angst. Jedes Mal, wenn ein Kater ihr zu Nahe kam, mit ihr sprach oder sonstiges, erinnerte sie sich immer an das was passiert war und verspürte diese quälende Angst. Angst, wieder reingelegt zu werden. Angst, wieder mit gebrochenem Herzen zurückgelassen zu werden. Angst, an diesem Schmerz dann vollständig zu zerbrechen.

Dann tat sie aber etwas, was sie sonst noch nie getan hatte und völlig untypisch für sie war. Ruhig erhob sie sich, schüttelte sich den Dreck aus ihrem Pelz und ging mit einer eleganten Bewegung zu den anderen. Ihre Fassade strahlte wie immer Kälte und Abschätzung aus. Sie musterte Nadelkralle. "Das sind ja ganz neue Töne, die du da von dir gibst." Man konnte aus ihrer Stimme heraushören, dass sie sich wirklich überwinden musste von selber mit jemandem oder überhaupt einem Kater zu reden. Auch wenn sich die Angst in ihrem gesamten Körper ausbreitete versuchte sie standhaft zu bleiben und ihre wahren Gefühle zu verbergen. Je länger sie den Kater ansah desto mehr wandelte sich ihre Angst in Hass um und sie spürte einen Hauch Erleichterung. Mit Hass konnte sie deutlich besser umgehen als mit der Angst. Wieder in ihrer üblichen Fassung musterte sie Nadelkralle erneut.

Darauf folgend glitt sie an ihm vorbei näher an Sternenlicht heran und fing an zu reden. "Ich gehe etwas weiter weg, vielleicht habe ich da nochmal Glück" Ob Körpersprache als auch Stimme waren wie immer. Arrogant, selbstbewusst, kalt und man hörte wahrscheinlich einen Hauch davon, dass sie Nadelkralles Anwesenheit, nervte und man sehen konnte, dass sie angespannt war. Sie fühlte sich in der Nähe von ihm und allen anderen Katern außer Mondsturm einfach nicht wohl. Aus solchen Momenten wand sie sich meist mit Unfreundlichkeit, Ignoranz oder durch plötzliches aufstehen und verschwinden, raus.

Kaum hatte sie zuende gesprochen drehte sie sich wieder um und glitt an ihnen vorbei durchs Gras. Da sie nochmal an Nadelkralle vorbeiging musterte sie ihn noch ein drittes Mal und signalisierte ihm, dadurch das ihre Augen zu Schlitzen wurden, dass er sie in Ruhe lassen sollte, wenn ihm sein roter Pelz lieb war. Dann wurde sie etwas schneller und verschwand im hohen Gras. Erst als sie mehrere Meter von ihnen entfernt war wurde sie langsamer und blieb schlussendlich stehen. Dann entspannte sie sich sofort und atmete erleichtert aus. Sie schloss ihre Augen und atmete tief die frische Luft ein und ihr Atem wurde wieder regelmäßig, da er sich leicht verschnellert hatte, weil aus Angst sich ihre Kehle zugeschnürt hatte. Sie lauschte den ruhigen Geräuschen um sich und wurde wieder seelenruhig. Danach öffnete sie ihre Augen wieder und ihre Mundwinkel zuckten etwas. Sie war alleine, keine anderen Katzen, die sie sehen würden. Dies war das was sie liebte. Ruhe, alleine zu sein und einfach frei sein, wie sie sich unter anderen Katzen nie fühlte.

Ihr Blick glitt um sie herum und suchten das Gras ab, ihre Ohren lauschten den Geräuschen auf der Suche nach einem Beutetier, was sie vielleicht als FlussClankatze erwischen konnte. Zudem sah sie sich auch im Himmelbereich um, welcher in sanften orange und gelbtönen leuchtete. Dämmerung oder auch allgemein der Sonnenuntergang, war laut Strahlenfeuer eine der schönsten Zeiten des Tages, zusammen mit dem Sonnenaufgang, da bei diesem nicht sonderlich fiel anders war. Da sie keine Beute wahrnahm beschloss sie sich den Sonnenuntergang eine Weile anzuschauen und suchte dafür eine etwas höher gelegene Stelle auf der Pferdeweide wo sie ihn gut sehen konnte. Als sie eine gefunden hatte, ließ sie sich auf dem Boden nieder und beobachtete wie die Sonne sank und sich der restliche Himmel, welcher nicht von den letzten Strahlen erleuchtet wurde, sich dunkel färbte. Ihr Blick wurde weich und ein ganz leichtes Lächeln schmückte ihr sonst so kaltes und eisernes Gesicht.
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BeitragThema: Re: Die Pferdeweide - FlussClan   Di 2 Mai - 4:32

Nadelkralle

Zwei Worte. Ein jämmerlicher Bissen für jemanden, der sich von Worten und Aufmerksamkeit ernährte.
Unruhig komplettierte Nadelkralle das Dreieck zwischen Sternenlicht, Fischpfote, und ihm. Erste demonstrierte ihrem Schüler prompt, dass sie auch anders konnte. Faselte irgendwas von Muskeln, Gleichgewicht, sachtes Pfotenaufsetzen...
Nadelkralle schaltete ab.
So sehr er auch gewollt hätte, Sternenlichts Reaktion hatte ihn enttäuscht. Sie war die erste Katze seit langem, die ihn freundlich behandelte.
Distanziert, aber freundlich. An ihren Augen hatte er es erkannt. Dort lag nicht der übliche Funken Abschätzigkeit und sauren Erkennens, wenn sein Gegenüber bemerkte, dass es Nadelkralle war. Nein, sie hatte gar nicht erst aufgesehen.
Irgendwas an dem Geschmack auf seiner Zunge störte ihn. Seine Reaktion war falsch. Doch Reaktionen waren willkürlich, ehrlich, unbeeinflussbar und gerade deshalb jenseits von Gut und Schlecht.
Ernüchterung schmeckte genau genommen auch nach nichts.
Eine Zeitlang ging das Ganze noch so weiter. Nadelkralle hockte wortlos da, achtete auch gar nicht darauf, ob von ihm erwartet wurde, etwas sinnvolleres als bloßes Dasitzen und Atmen beizutragen.
Seine bernsteinfarbenen Augen lagen irgendwo in der Ferne. Als er den Kopf ein wenig drehte, verfing er sich in einem Schatten, der die blasierten Züge in seinem Gesicht untermalte.
Als wüsste Nadelkralle darum, war er mit einem Mal auch ganz ruhig, fast eingefroren. Er begriff selbst erst, was vor sich ging, als sie ihm direkt gegenüberstand. Strahlenfeuer. Eben noch war sie Schweiflängen entfernt gewesen, hatte sich peinlich genau dem imaginären Dreck gewidmet, der sich durch ihr außerordentliches Engagement in ihrem Pelz gesammelt haben musste.
Jetzt stand sie wortwörtlich vor ihm. War das ein Frontalangriff?
Da er saß, wirkte der Blick zur großen Kätzin fast ein wenig unterwürfig. Auf seiner Stirn stand ein einzelnes Fragezeichen, aber Nadelkralle blinzelte nicht, als ihn ihre Eisaugen trafen. Er hatte sich das Blinzeln vor langer Zeit abgewöhnt, und tat es nur noch, wenn er wollte.
"Das sind ja ganz neue Töne, die du von dir gibst",
Strahlenfeuer hatte es einfach drauf, verachtend zu sein. Es brannte ihm unter den Krallen, das zu quittieren.
Sein Mund öffnete sich, er holte tief Luft, doch irgendetwas ließ ihn zögern. Das Bild der Kätzin vor seinen Augen verschwamm, und wurde durch ein ähnliches Bild ersetzt. Es war der gleiche Körper, aber eine andere Katze.
Blinzelnd signalisierte er ihr, dass er sie verstanden hatte, damit sie endlich vorbeiziehen konnte. Mit dem Zugeständnis konnte er leben.
Er schätzte, dass es seinen Wert hatte.
Letztlich entschuldigte sie sich bei Sternenlicht mit einer faulen Ausrede, um die Gruppe endlich verlassen zu können, deren Teil sie nie wirklich gewesen war.
Ging eine Seuche um, vor der sie sich schützen wollte, oder ertrug sie den Anblick der anderen einfach nicht mehr?
Fischpfote war wirklich keine Schönheit, doch rechtfertigte das nicht ihr Fluchtverhalten.
Der rote Kater fing sich einen weiteren, exklusiven Blick, ehe sie im hohen Gras davonglitt.
Die Situation hatte den einzigen Reiz verloren, der ihr geblieben war. Nadelkralle fühlte sich wie ein schlechter Statist. Bestellt, und nicht abgeholt. Das war er nicht gewohnt. Ihr plötzliches Verschwinden sorgte dafür, dass sich seine Ernüchterung in Unzufriedenheit umwandelte.
Eigentlich war er sogar ein wenig verärgert.
Unentschlossen, wen er nun für diese Gefühle bestrafen sollte, fuhr er zu den verbliebenen Katzen herum. Seine kalten, dunklen Augen fanden leicht ein Opfer.
"Was Sternenlicht sagen wollte, ist, dass du zu fett bist. Deshalb deine schlechte Kondition, Haltung und Bewegung. Nicht zu vergessen dein Aussehen", sein Blick hatte sich auf das eingeschossen, was der Körper des leicht molligen Schülers war.
"Denkst du, diese Muskeln sind umsonst? Meinst du, ich wäre Krieger geworden, wenn ich so speckig gewesen wäre wie du? Hier ein wohlwollender Rat: Pass auf, dich einmal mehr zu bewegen, als futternd vorm Schülerbau herumzulungern. Sonst bist du bald der fetteste Fang, den der FlussClan je gesehen hat"
Seine Stimme war fern von Witz und Spott, als glaubte er wirklich, was er da sagte. Zum Teil war es vielleicht so. Zum Größeren hatte er gerade einen Schüler beleidigt. Einige Herzschläge vergingen, ehe Nadelkralle die Tragweite seiner Worte verstand. Verletzend und respektlos.
Sie brachten nicht die Erleichterung, die er sich erhofft hatte. Mehr fühlte er sich wie ein unerzogenes Junges, mit einem Gedanken im Kopf: Das gibt Ärger.
Warum scherte es ihn nur, was der Schüler von ihm dachte? Seit wann lag ihm etwas daran, wie es anderen ging? Wieso fühlte es sich nicht an, als hätte er erfolgreich eine Sprengung verhindert, sondern als stünde ihm die Explosion noch bevor?
Sternenlicht hatte sicher auch keine Antworten für ihn. "Entschuldige" - Das war sicher überfällig. Die beiden würden es sich teilen müssen, aber Nadelkralle stand nicht der Sinn danach, sich zu erklären. Nicht jetzt, und auch nicht später.
Er brauchte Luft zum Atmen. Diese hier war verbraucht und abgestanden und stank nach schlechter Gesellschaft.

Es war alles ganz anders geplant gewesen. Aber Nadelkralle war schon häufiger der Gedanke gekommen, dass er einfach nicht der Typ für strikte Planung und Gewissenhaftigkeit war.
Wenn er eine Sache anging, wusste man nie wirklich, wie es ausging. Meist endete es in einem bunten, wirren, aber in jedem Fall unerwarteten und extravaganten Chaos. Manchmal war er sogar wirklich nett. Zumindest solange, bis er den Mund aufmachte.
Inzwischen tat ihm Leid, was er gesagt hatte. Und ihm war auf eine Art auch klar, warum er das gesagt hatte. Oder genauer: Warum er so gehandelt hatte. Wenn man als Junges nicht auf den Kopf gefallen war, dann ergaben nur wenige Dinge keinen Sinn.
Hinter einer leichten Anhöhe war gerade die Sonne versunken. Es war nicht irgendeine Erhöhung im Boden, sondern die Anhöhe, auf der Strahlenfeuer saß. Nadelkralle war nicht zufällig in ihrer Nähe, aber er war ihr auch nicht gefolgt. Vielleicht hatte er ja auch einen Faible für Sonnenuntergänge. Er war die Tauglichkeit dieser Annahme durchgangen, und sie war so unverfänglich und charmant wie das Lächeln, das er gerne spielen ließ.
Sie war einige Fuchslängen entfernt, sodass sie ihm bei drehendem Wind zwar riechen, aber nicht sehen konnte.
Der Krieger sah auf ihren langen, reinweißen Rücken, der mit grauen, unregelmäßigen Tupfen übersät war. Ihr langer Schweif lag im Gras wie eine dünne Schlange, ihre Ohren jedoch erweckten den Eindruck, sie wäre angespannt.
Wenn er es nicht besser gewusst hätte, hätte er sich auch nicht so plump an sie herangewagt. Strahlenfeuers Lauscher waren einfach ein wenig zu groß. Eigentlich war sie entspannt, sonst hätte sie sich bereits nach ihm umgedreht und seine Illusion zerstört: Die, dass sie ihn duldete.


sei gegrüßt...
you walked into the room you know you make my eyes burn...
heavens in your eyes...
come take a walk on the wild side...
you are my one true love...
(i´m your little harlot)
i dont know what you do, but youre unbelievable...
i think i´ll love you forever...
now my life is sweet like cinnamon...
heaven is a place on earth with you...
(without a dark paradise)
you make me crazy, you make me wild...
and he is in the sky with diamonds...


(c)Tulpenfeder
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BeitragThema: Re: Die Pferdeweide - FlussClan   Di 20 Jun - 22:44

Sternenlicht hatte Nadelkralle streng angesehen, als dieser meinte, dass ihr Schüler einfach fett sei. Da hatte sie wirklich keine Lust, etwas zu erwidern. Und er schien zu merken, wie unangebracht es war, denn er entschuldigte sich. Bei ihr, nicht bei ihrem Schüler. Sie seufzte, wandte sich dann aber wieder Fischpfote zu. Dieser schien allerdings keine Lust mehr zu haben, weswegen sie entschied, dass es keinen Sinn hatte, das Thema weiterzuführen. Er würde nicht mehr lernen. Sie schüttelte den Kopf. „Genug für heute“, miaute sie. „Geh zurück ins Lager, wir machen morgen weiter.“ Die braune Kriegerin sah dem Schüler nach. Nadelkralle hatte schon recht, er war ein wenig pummelig. Sie schüttelte den Kopf. Sie selbst war stets schlank gewesen, hatte nie zu viel gefressen. Allerdings war sie auch nicht in der Kinderstube großgeworden...nur die ersten zwei Monde. Und die waren nicht wirklich in Erinnerung. Nur Teile, kleine Momente, die sie erinnerte, mehr nicht. Aber es war in Ordnung. Sie hatte eine schöne Jungenzeit gehabt. Auch wenn es nicht in der Kinderstube gewesen war.
Nadelkralle hatte sich entfernt, aber sie wollte nicht einfach kommentarlos gehen. Sternenlicht wandte sich in die Richtung, in die zuvor auch Strahlenfeuer gegangen war. Elegant setzte sie sich in Bewegung und trat zu den beiden. Sie schienen beide nicht besonders aktiv, von daher war eine Störung ja nichts verwerfliches. „Ich bringe Fischpfote ins Lager, ihr müsst also nicht mehr auf mich achten“, miaute sie und da war ganz eindeutig eine Spitze in ihrer Stimme. Immerhin hatte sie die Patrouille angeführt, nicht Strahlenfeuer, die hatte sie einfach stehen lassen ohne Rücksicht auf sie. Nun, das war nichts neues. Und auch Nadelkralle, der sich ihnen angeschlossen hatte, hatte sich kommentarlos das Weite gesucht. Nachdem er ihren Schüler beleidigte. Nun, sie war es nicht anders gewohnt, man brachte ihr weniger Respekt gegenüber, das wusste sie. Aber dennoch traf es irgendwo. Sie mochte eigentlich gar nicht daran denken, es war deprimierend und baute nicht wirklich auf. Sie würde sich jemand anderen suchen, um die Grenzen entlangzulaufen. Das hatte sie eigentlich im Nachhinein mit Strahlenfeuer machen wollen. Aber nun...brauchte sie Abstand von der egoistischen Kätzin. Und auch Nadelkralle...was fiel ihm ein, ihren Schüler zu beleidigen?! Für wen hielt er sich? Den Gesandten des Sternenclans? Selbst dem hätte sie es nicht gestattet...oh, sobald sich die Möglichkeit ergab, würde sie ihn darauf ansprechen. Aber nicht hier, nicht vor anderen. Er hatte es auch nicht leicht gehabt, da musste sie ihn ja nicht vorführen.
Sie warf noch einen Blick auf die beiden, wandte sich um und trabte los. Was hatte sie nur geritten?
Gt: Lager

//der ist nicht gut...



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BeitragThema: Re: Die Pferdeweide - FlussClan   Di 27 Jun - 19:56

Strahlenfeuer
Angesprochen: xxx - Erwähnt: Sternenlicht, Nadelkralle

Ihr Blick glitt immer noch über die Ebene. Als sie ein kleines rascheln waren, zuckten ihre Ohren und die weichen Züge im Gesicht der weißen Kätzin, verhärteten sich wieder. Aus dem Wind nahm sie den Geruch des Katers wahr, welcher ihr wahrscheinlich am meisten Sorgen bereitete. Nadelkralle schien sie absichtlich oder unabsichtlich, was sie aber bezweifelte, gefolgt. Mit einer eleganten und doch noch ruhigen Bewegung setzte sie sich auf, aber gab keinen Kommentar von sich, mit dem sie versuchte ihn zu Beleidigen und zu vergraulen. Sie drehte ihren Kopf und suchte das hohe Gras, nachdem Kater ab und als ihre Augen auf bernsteinerne trafen, war sie sich sicher. Es musste Nadelkralle sein.

Einen Moment hielt sie den Blickkontakt, bis ein brauner Pelz diesen unterbrach. Ihr Blick glitt zu Sternenlicht hoch und ihr Ausdruck wurde sofort von emotionslos zu kalt und abweisend. Die Art wie die Kätzin mit der Weißen sprach, gefiel ihr überhaupt nicht. Außerdem leugnete sie eine Tatsache, was den Zorn der Kätzin auf sich zog. Ihr langer Schweif schlug hin und her und sie spannte sich immer mehr an, desto mehr die Kätzin von sich gab. Zwar war dies nur ein Satz, welcher aber in diesem Fall dafür Sorgen würde, dass sie sich von Strahlenfeuer fernhalten sollte. Sie duldete allgemein schon wenige neben sich, aber nervende Katzen, Lügner und Leugner sowie Herzensbrecher, riskierten etwas. Zudem dauerte es extrem lange bis sich der Zorn der Kätzin senkte, wenn er es überhaupt tat. Doch als die andere Kriegerin dann endlich verschwand, verfolgte sie diese noch kurz mit ihrem Blick und kurz blitzten ihre weißen Zähne hervor, als würde sie fast fauchen wollen. Jedoch beließ sie es bei einem leichten Aufblitzen. Ihr blauer Blick 'zuckte' zu Nadelkralle. Ihr Pupillen verngten sich und wurden zu Schlitzen, was bedeuten sollte, dass er verschwinden oder sie einfach in Ruhe lassen sollte.

Nebenbei fragte sie sich etwas, wie Sternenlichts eigentlich fröhliche und positive Stimmung auf einmal zu umschwenken konnte. Immerhin hatte Strahlenfeuer ausnahmsweise Mal nichts angestellt, weshalb sie so reagierte. Der weiße Schweif peitschte immer noch hin und her, aber nun, da Sternenlicht weg war, minimal ruhiger. Zwar war sie von Zorn erfüllt, wollte aber ihre Kraft, welche sie noch zum Jagen verwenden wollte, dafür verschwenden.Zudem war sie etwas verwirrt von sich selber, da sie gegenüber Nadelkralle recht 'freundlich' war, wenn man es mit ihrem 'normalem' Verhalten verglich.

Ihr eiserner Blick lag immer noch auf dem Kater und ihr Schweif schlug immer noch hin und her. Jedoch desto länger sie dort einfach nur so stand, ihn wütend beziehungsweise angespannt 'anstarrte' desto mehr entspannte sie sich wieder und es war nur noch ein schwingen, dass sie mit ihrem Schweif ausführte. Sie spürte den zarten Wind der durch ihr Fell pfiff. Ein genervtes Augenverdrehen und seufzte konnte sie sich einfach nicht verkneifen und schüttelte sich anschließend. Daraufhin drehte sie dem Kater wieder ihren Rücken zu, sah über die Ebenen und fing kurze Zeit später an sich mit ihrer Zunge über eine ihrer besprenkelten Vorderpfote zu fahren. Das würde sie etwas ablenken und beruhigen. Sollte es jedoch dazu kommen, dass ihr Nadelkralle ihr auf die Nerven gehen, dann könnte sie nicht versprechen ruhig zu bleiben.
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Die Pferdeweide - FlussClan
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