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 Der Maderbaum

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BeitragThema: Re: Der Maderbaum   Sa 8 Okt - 22:53

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Donnerblut
2 1/2 Jahre, Krieger, SchattenClan
Erwähnt: Feder, Herzfeuer | Angesprochen: Feder
Sobald er sich mit dem Rascheln bemerkbar gemacht hatte und aus dem Gebüsch trat, wirbelte das Junge zu ihm herum, starrte ihn mit nur allzu deutlich erkennbarer Angst und Unsicherheit an. Bei diesem Anblick zog sich die Brust des Katers zusammen. Anscheinend war er wirklich angsteinflößend, wenn er nicht einmal etwas zu tun brauchte um ein kleines Kätzchen zu verängstigen. Doch kaum sprach er dieses eine, begrüßende Wort aus, wich die Furcht und das Junge richtete sich auf. Sein Fell war fürchterlich ungepflegt und mit dem hängenden Schweif strahlte sein Körper Schwäche, Einsamkeit und Trauer aus. Doch der Blick sagte etwas anderes. Keck sah es ihn an und erwiderte ein beinahe schon fröhliches "Hallo". Ein Schauer schoss über den Körper des Kriegers hinweg und er begann mit seinen Pfoten den Boden kaum mekrlich zu kneten.
"Wo ist deine Mutter?", fragte er gerade heraus, verschwendete nicht einen Gedanken daran, dass er vielleicht ein wenig einfühlsamer sein sollte, immerhin war es durchaus auch möglich, dass es sich dabei um ein äußerst sensibles Thema handelte. Doch Donnerblut konnte sowas nicht. Er wusste nicht, wie man mit Jungen umging, wurde in ihrer gegenwart unsicher und tollpatschig. Er bevorzugte es, sich von diesen schwachen, zerbrechlichen Leben fern zu halten um sie nicht zu verderben. Umso mehr störte es ihn, dass ihm nichts anderes übrig geblieben war, als sich dieser kleinen Kreatur anzunehmen und sich nach seiner Situation zu erkundigen. Aber was sollte er tun, wenn es ihm jetzt sagte, dass es alleine war? Dass es keinen Ort hatte, wo es hin konnte, wo jemand sich um es kümmerte und es umsorgte? Nicht, dass er selbst so eine Jungenzeit gehabt hätte, nicht wirklich. Seine Mutter war früh gestorben und sein Vater, Schlangenblick, hatte sich nie viel um ihn geschert. Man hatte ihn gesäugt und ihm anfangs die Nahrung zerkleinert, doch kaum hatte er diese Dinge nicht mehr gebraucht, war er alleine gewesen. Und dann hatte Herzfeuer sich ihm genähert. Sie hatte mit ihm die Beute geteilt und beinahe schon für ihn gesorgt. Sie hatte sein Fell geputzt und ihn nicht alleine gelassen, wenn er in der Nacht gefroren hatte. Wenn er nun daran zurück dachte, dann fiel ihm erst auf, wie schwach und verletzlich er damals gewesen war. Wie offen er seine Gefühle gezeigt hatte und wie er jeden Tag fröhlicher geworden war, alles nur dank Herzfeuer.
Und dann war er Schüler geworden und das alles war Stück für Stück zerschmettert worden. Man hatte es wohl doch geschafft, ihn zu brechen, wenn auch nicht so, wie man es sich gewünscht hatte. Er hatte seine Zeit als Junges selbst vergessen, so viel hatte er erdulden müssen. Kein Training und Wunden, kaum eine Nacht in der er schlafen konnte. Die letzten zwei Monde seiner Ausbildung waren die schlimmsten gewesen. Niedergeschlagen von dem Verlust seiner ersten Liebe und aufgegeben von seinem Mentor hatte man ihn jeden Tag auf's Neue der Prügelei eines Kriegers, eines neuen Mentors ausgesetzt. Die Nächte hatte er nicht ins Lager zurück gedurft und Herzfeuer hatte enorm unter ihm leiden müssen. Und nicht nur unter ihm. Jedoch wusste er nicht genau, was alles mit ihrem Vater gewesen war. Er wusste nur, dass es zu einem Streit mit ihrer Schwester geführt hatte, der immer noch die beiden von einander trennte.
Und nun, da er vor diesem unschuldigen, einsamen Jungen stand, kamen die Bilder an die warme Zeit, an die glückliche Zeit in der Kinderstube zurück und der Schmerz, der immer noch nicht vergangen war, der ihn immer noch plagte, den er niemals vergessen würde, ließ seine Zeit als Junges und seine Schülerzeit wie Tag und Nacht wirken. Sein Blick war abwesend geworden und erst als er bemerkte, dass sein Körper kaum merklich zu zittern begann, riss er sich von den Erinnerungen los. Dieses junge hier war vermutlich ähnlich einsam, wie er damals. Auch wenn es ihn offen und neugierig ansah, er war sich sicher, dass es nur den Schmerz verbarg, den es verspürte, nun, da es alleine war.
Donnerblut öffnete den Mund leicht um etwas zu sagen, schloss ihn jedoch wieder. Ihm war ein Gedanke gekommen, eigentlich war er total unsinnig, ließ ihn jedoch nicht los. Er zögerte noch, überlegte hin und her, bis er schließlich doch beschloss, es auszusprechen. "Wenn du nicht alleine sein willst, dann... Wenn du möchtest, dann... Dann kannst du mit mir mitkommen", schlug er ein wenig unsicher zu, auch wenn seine Stimme an sich fest war. Er war sich nicht sicher, ob er das Richtige tat, doch er bekam das Gefühl, dass er dazu bestimmt war, dieses Junge zu verstehen und dafür zu sorgen, dass sein Leben gut verlief. Es war das erste Wesen, dem er begegnete, welches ihn daran erinnerte, dass es eine kurze Zeit gegeben hatte, in der er glücklich gewesen war. Auch wenn die Erinnerung an das Leid dadurch nur noch schmerzvoller wurde. Aber es gab ihm Hoffnung, dass es vielleicht einen Weg gab, wieder glücklich zu werden. Vielleicht war dieses Junge ja dazu fähig, ihm diesen Weg zu zeigen. Er hoffte bloß, dass er nicht zu optimistisch wurde. Er wollte nicht wieder enttäuscht und verletzt werden. Er sollte vorsichtig dabei sein, sich diesem Jungen anzunähern. Er war immer noch gefährlich, er konnte jederzeit ausbrechen.
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BeitragThema: Re: Der Maderbaum   So 9 Okt - 11:40

Das gesprenkelte Kätzchen hatte nun etwas mehr Vertrauen in den fremden Kater entwickelt. Sie war noch nicht tot, weder von ihm angegriffen noch bedroht worden. Also entschied sie, ihm zu vertrauen. Was hätte sie auch tun können? Wer weiß, wann hier die nächste Katze vorbei gekommen wäre? Bis dahin wäre Feder womöglich schon verhungert, wenn nicht schon früher von einem Fuchs oder einem anderen Tier angefallen.
Als der Kater wieder zum Reden ansetzte, zuckte die Gesprenkelte bei den Worten zusammen und wimmerte auf. Tatsächlich hatte sie in ihrem kleinen Kopf schon total vergessen, was geschehen war. Hatte nur Platz für Gedanken über diesen fremden Kater gehabt und ihre Mama im Eifer total vergessen. Doch nach den Worten der anderen Katze erinnerte sie sich natürlich wieder daran und an das Gefühl, verlassen worden zu sein. Feder kauerte sich wieder nieder und wünschte, sie könnte irgendwie das ganze vergessen. Könnte vergessen, dass ihre Mama einfach weg gegangen und sie hier alleine gelassen hat. Dass sie sie allgemein vergessen könnte. Aber Feder liebte ihre Mama nach wie vor. Sie könnte sie nicht einfach vergessen, wieso auch? In ihrem Kopf war alles, was die Mutter getan hatte richtig und aus Liebe geschehen. Sie wusste ja nicht was richtig und was falsch war. Wie könnte sie da dann wissen, dass eine Mutter ihr Kind nicht einfach allein ließ? So setzte sich der Gedanke in ihren Kopf, das alle Mütter das mit ihren Kindern so taten, was die Sache vielleicht irgendwann erträglicher machte, doch für den Moment war der Verlust noch zu groß.
Feder blickte wieder zu dem dunklen Kater auf und antwortete ihm mit piepsiger Stimme. "S-sie ist weg u-und ich bin jetzt al-alleine." Die Stimme der gefleckten zitterte ein wenig bei ihren Worten und direkt nach dem Satz musste sie schlucken um noch ein wimmern zu unterdrücken. Ihre Mama hat immer gesagt, dass nur feige und schwache Katzen jammerten. Sie wollte nicht feige sein. Sie musste stark sein, das wusste sie. Also würde sie ihr bestes geben, um nicht wie ein elender Fellball zu enden.
Die kleine Kätzin blickte auf ihre normalerweise schneeweißen Pfoten, die jedoch aussahen, als wären sie eher hellgrau mit ein bisschen braun. Ihr war es aber egal, wie sie aussah. Immerhin, so hoffte sie zumindest, würde niemand sie wegen ihres Aussehens beurteilen. Sie erinnerte sich an den Fluss, an dem sie vor ein paar wenigen Tagen gespielt hatte und wodurch ihre Pfoten dreckig geworden waren. Direkt danach, mit noch nassen Pfoten, war sie durch helle Erde gerannt. So hatten sich Staub und Erde in ihren Pfoten verhangen und ihr einst schneeweißes Fell so dunkel werden lassen. Die Erdschicht würde vermutlich recht schnell wieder abgehen. Zur Not könnte sie ja erneut an einen Fluss gehen und spielen. Vielleicht könnte sie dann den Schmerz vergessen, oder zumindest besser verarbeiten was geschehen ist, wenn sie Spaß hatte.
Die Gedanken des Jungen verstummten, als der Kater erneut anfing zu sprechen. Die kleine Katze blickte auf und blinzelte verwirrt. Hatte sie wirklich richtig gehört? Der Kater bot ihr an, mit ihm zu kommen? War das eine Falle? War er ihr doch böse gesinnt? Und wo wollte er sie denn hinbringen? Die gesprenkelte Katze wusste nicht, was sie tun sollte. Sie wusste nicht, wie sie auf die Frage des Katers reagieren sollte. Was würde passieren, wenn sie zustimmte? Und was, wenn sie ablehnte? Sie kannte den Kater nicht, also wusste sie nicht, was das beste in dieser Situation wäre. Das einzig gute in dem Moment wäre, wenn sie zustimmte, so wäre sie auf jeden Fall nicht mehr alleine. Dann hätte sie jemanden an ihrer Seite. Zwar jemanden, den sie nicht kannte, aber was nicht ist kann ja noch werden, oder nicht?
"Wohin denn..?", stellte Feder die Frage, die sie am nötigsten hielt zu wissen. Ihre Stimme klang klarer als zuvor, dennoch schwankte ein wenig Angst und Unsicherheit in ihr mit, die matt grünen Augen immer noch fest auf den Kater gerichtet.
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BeitragThema: Re: Der Maderbaum   So 9 Okt - 22:22

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Donnerblut
2 1/2 Jahre, Krieger, SchattenClan
Erwähnt: Feder | Angesprochen: Feder
Er hatte keine Ahnung, mit was für einem Gesichtsausdruck er der Antwort des Jungen begegnen sollte, wie er dem Kätzchen gegenüber treten sollte. Deshalb blieb seine Mine starr und unveränderlich. Nicht einmal ein Hauch von Wärme wurde ausgestrahlt. Doch das Junge schien davon nicht eingeschüchtert zu werden. Erst als er seine Frage stellte, wurde deutlich, wie nahe es ihm ging, alleine zu sein. Es wimmerte leise auf und kauerte sich hin. Ein wahrlich kläglicher Haufen lag dort nun auf der Erde und nur zu gerne hätte der Krieger irgendwie geholfen, doch er hatte absolut keine Ahnung, wie er das anstellen sollte. Er glaubte sich noch nie im Leben so nutzlos gefühlt zu haben.
Dann kam die Antwort, vor dem es ihm gebangt hatte. Die Mutter der Kleinen war tatsächlich fort gegangen. Sie sah ihn kurz traurig an, unterdrückte ein erneutes Wimmern und starrte dann auf ihre verdreckten Pfoten. Es war Donnerblut schon von Anfang an aufgefallen, wie erbärmlich und dreckig das Junge war. Mit Sicherheit hatte es auch enormen Hunger. Wie lange die Mutter wohl schon weg war? Der Geruch wurde immer schwächer, also war mit Sicherheit bereits eine Weile vergangen. Wann das Kätzchen wohl das letzte Mal etwas gefressen hatte?
Doch bevor er danach fragen konnte, hatte sich schon ein anderer Gedanke in seinem Kopf ausgebreitet. Und so fragte er, ob sie vielleicht mit ihm mit kommen wollte. Er erwartete keine begeisterte Zustimmung, doch überraschte ihn die Rationalität der Reaktion des Jungen. Dass es erst fragte wohin hatte er nicht wirklich erwartet. Er hatte eher gedacht, dass es fragen würde, ob dort seine Mutter wäre oder dass es ihn nur ängstich anstarrte. Doch es war gut, dass es ihm diese Frage stellte, darauf wusste er wenigstens zu reagieren. "Zu dem Lager meines Clans. Hast du schon einmal vom SchattenClan gehört?", fragte er, immer noch ein wenig vorsichtig und unsicher. "Dort sind alle wie eine große Familie." Oder sollten so sein, fügte er in Gedanken an. Für ihn traf diese Aussage nicht zu, konnte er sich ja nicht einmal an alle Namen erinnern. Aber aus irgendeinem Grund wollte er unbedingt das Junge mitnehmen. Als wäre es ein Gegenstand, den er behalten könnte, sein Eigen nennen könnte. Er wusste nicht was genau es war, aber irgendwie faszinierte in dieses kleine Wesen, auch wenn er befürchtete, es mit nur einem falschen Wort oder Blick zerstören zu können.
Er wartete ungeduldig, es fühlte sich wie Blattwechsel an, auch wenn die Antwort vermutlich nur wenige Herzschläge später erfolgen würde. Aber ihm brannte ja noch viel mehr auf der Zunge. Es gab viel mehr, was er noch sagen wollte, was bei ihm wahrlich selten war. Normalerweise war er äußerst kurz angebunden und interessierte sich nicht für andere. Aber jetzt... Es war, als hätte man ihn in seine Zeit als Junges zurückversetzt. Ihn wieder zu dem einsamen, schwachen Etwas degradiert. Ohne, dass wirklich irgendjemand aktiv etwas tat. Es war einfach nur der Anblick dieses Jungen, der ihn verwirrte.
Er räusperte sich leise. "Hrm, äh, hast du Hunger?", fragte er und erinnerte sich daran, dass er ja immer noch die Beute von seiner Jagd mit Sprenkelpelz hatte, welche er im Gebüsch vergraben hatte. Vorsorglich, für den Fall, dass die Mutter oder irgendein anderes Tier sich hier befand, eines, dass die Beute hätte stehlen können. Sie war zwar eigentlich für den Clan gedacht, aber Gesetz der Krieger hieß es, dass es die Pflicht einer jeden Katze war, einem Jungen in Not zu helfen. Und das gehörte auch dazu, oder? Zumal ihm aus irgendeinem eigenartigen Grund der Anblick dieses kleinen, schwachen Körpers überaus missfiel. Er wusste nicht was mit ihm los war, aber je länger er in der Gegenwart des Jungen war, desto mehr fühlte er sich für es verantwortlich. Es war gänzlich irrational, völlig absurd, und dennoch fühlte er so. Und so kam es, dass ihm erst jetzt in den Sinn kam, dass es dem Clan eventuell weniger gut gefallen könnte, wenn er dieses Kätzchen anschleppen würde. Was, wenn Blutstern es nicht akzeptieren würde? Er atmete tief durch und fasste einen Beschluss. Er würde dafür sorgen, dass die Kleine gut aufwachsen würde, egal wie. Er würde ein Auge auf sie haben und wenn man sie nicht im Lager bleiben ließe, dann würde er eben auch gehen. Er sollte zwar eigentlich den Clan über alles stellen, aber war es nicht für alle besser, wenn er gehen würde? Er, mit seiner instabilen Persönlichkeit, mit seiner Brutalität und seinen Wutausbrüchen. Er war letztendlich doch nur eine Gefahr.
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BeitragThema: Re: Der Maderbaum   Mo 10 Okt - 13:33

Als der dunkle Kater Feder so forschend anblickte, fühlte sich die kleine Katze doch ein wenig unwohl in der Haut. War es doch so wichtig, dass man gepflegt aussah? Ihre Mutter hatte immer ein hübsches Fell gehabt, doch sie hatte Feder nur sehr selten geputzt, weshalb Feder dachte, man würde sich als Junges vielleicht auch kaum bis selten nur pflegen. Da lag sie wohl falsch.
Feder wusste gar nicht, wie viel Zeit schon vergangen war, doch sie spürte ein leises Grummeln in ihrem Magen und erinnerte sich, dass sie noch nichts gegessen hatte, da ihre Mutter sie schon her getragen hatte, während sie noch am schlafen gewesen ist.
Nachdem die gesprenkelte Kätzin gefragt hatte, wohin der Kater sie denn mitnehmen würde, schaute dieser sie verwundert an und das Kätzchen hatte schon die Beführchtung, etwas falsches gesagt zu haben. Dann sprach er jedoch wieder und die Ohren der kleinen Katze zuckten. "Clan?", fragte sie verwirrt und überlegte, ob sie davon schon einmal etwas gehört hatte. Sie war sich nicht sicher, aber ihr fiel wieder ein, wie ihre Mutter immer sagte, sie dürften nicht zu bestimmten Territorien gehen, weil dort andere, gefährliche Katzen leben würden, die andere Katzen ohne Fragen zu stellen, auffressen würden. Dann betrachtete Feder mit großen grünen Augen den dunklen Kater vor sich. Nein, sie musste sich irren, diese Katze hier hatte ihre Mama nicht mit ihren Worten gemeint. Sonst wäre sie ja schon tot, oder etwa nicht?
"Was macht man denn im Clan?", stellte sie die Frage, bevor die große Katze sagte, dort seien alle wie eine große Familie. Feder blinzelte bei den Worten. Sie fragte sich, was das Wort überhaupt bedeutete. Familie. Was konnte daran schon so wichtig sein, wenn man von ihr alleine gelassen wird? 'Ob ich wohl jemals wieder eine Familie haben werde..?', stellte sich der Gedanke in den Vordergrund und das Kätzchen maunzte kläglich auf.
Sie konnte sich nicht erklären wieso, aber sie wäre am liebsten zu dem Kater gelaufen und sich schnurrend an ihn gedrückt. Sie wollte seine Wärme spüren, wollte allgemein Wärme spüren, von irgendeiner Katze. Wie lange hatte sich schon niemand mehr zum schlafen an sie gekuschelt? Micki, ihre Mama, hatte das so gut wie nie getan, also musste es schon Tage, wenn nicht sogar Wochen her sein, seit sie nicht alleine hatte schlafen müssen. Und jetzt wollte sie bei diesem fremden Kater sein. Sich auf dem Boden zusammen rollen und seine Wärme spüren, während sie sanft in irendwelche schönen Träume abdriftet...
Die nächste Frage des Katers zog sie aus diesem Tagtraum heraus und die Katze musste kurz blinzeln, um sich wieder im Hier und Jetzt zu befinden. Erneut meldete sich ihr Magen zu Wort, was die Frage des Katers nur bestätigte. Ja, sie hatte hunger. Sehr sogar. Sie glaubte, zuletzt bei Sonnenhoch des letzten Tages etwas zwischen den Zähnchen gehabt zu haben. Es war eine kleine Maus gewesen, wenn sie sich nicht irrte. Klein und grau war sie gewesen. Und jetzt fragte der Kater sie, ob sie hunger hatte. Am liebsten wäre sie aufgesprungen und hätte gesagt, sie würde tausend Mäuse verdrücken können. Doch sie war sich nicht sicher, wie viel der Kater überhaupt zum Fressen auftreiben könnte. "Ja, schon ein wenig..", miaute sie also und versuchte zu verbergen, dass dieses 'bisschen' ein bisschen sehr viel war. Sie hoffte, sie würde dem Kater nicht zur Last fallen und dass er keine Schwierigkeiten bekam, wenn sie ihn um Futter bat. Selbst konnte sie nicht jagen, das müsste sie sich erst noch irgendwie beibringen, wenn sie vorher nicht verhungerte. Irgendwie würde sie es schon schaffen, so hoffte sie jeden falls. Andernfalls hatte sie ein Problem. Ein sehr, sehr großes Problem. Und wenn es hier noch weitere Katzen gab, als nur diesen Kater, würden sie vielleicht auch gar nicht wollen, dass Feder hier blieb und jagte. Dann müsste sie sich einen anderen Ort suchen, wo sie leben könnte. Es musste auf jeden Fall ein schöner Ort sein. Vielleicht mit einer hübschen saftigen Wiese, auf der viele verschiedene Blumen blühten. Oder eine kleine Scheune, damit sie immer ein Dach über dem Kopf hatte, auch wenn es regnet. Ja, das wäre wirklich schön. Aber...der dunkle Kater ihr gegenüber musste definitiv dabei sein, dann wäre sie nie alleine. Vielleicht konnte er ihr ja auch das Jagen beibringen! Oh, wie wundervoll das wäre! Feder war schon wieder total in einen Tagtraum abgedriftet.


//725 Wörter, bam! xd <3


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BeitragThema: Re: Der Maderbaum   Di 11 Okt - 16:25

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Erwähnt: Feder, Seidenwind | Angesprochen: Feder
Das Junge sah ihn verwundert an, als er den Clan erwähnte und schien sorgfältig zu überlegen, ob sie mit dem Begriff etwas anfangen konnte. Letztendlich fragte sie doch nach, was man in einem Clan machte. Seine erste Antwort war, dass sie angeblich wie eine große Familie waren, jedoch erschien das selbst ihm als zu plump und ungenau. Also versuchte er seine Worte sorgfältiger und besser zu wählen. "Ein Clan ist eine große Gemeinschaft an Katzen, in der man für einander sorgt und nach dem Gesetz der Krieger lebt. Da es für uns nichts wichtigeres als unseren Clan gibt, tun wir alles um unseren Clan zu beschützen. Unser Gesetzt unterstützt uns dabei." Er wusste es wirklich nicht besser zu beschreiben. Für ihn traf nur die Hälfte zu, wenn überhaupt. Aber er wusste, dass ein Clan genau so sein sollte, im Idealfall. Es lag nur an Katzen wie ihm, seinem Vater und seinen ehemaligen Mentoren, dass dies nicht der Fall war.
Er betrachtete das Kätzchen, wobei sich nun sogar ein wenig Interesse in seinen Blick schlich, jedoch gab er sich ziemlich große Mühe einen eher indifferenten Eindruck zu machen. Er hätte zwar nur zu gerne das Junge einfach aufgehoben und wie Beute mit sich bis zum Lager getragen, doch das konnte er auf keinen Fall tun. Was letztendlich auch der Grund war, weshalb er überhaupt ein Gespräch führte.
Dann kam ihm in den Sinn, dass sie vielleicht hungrig war und kaum hatte er nachgefragt, ertönte ein leises Grummeln, welches eindeutig von ihrem Magen ausging. Dass sie ein wenig unwillig zugab, dass sie Hunger hatte, war seiner Meinung nach dadurh völlig überflüssig, weshalb er sich nicht die Mühe machte, diesen Worten große Beachtung zu schenken. Wortlos wandte er sich ab und trat zurück ins Gebüsch. Zwei Schwanzlängen weiter hatte er die Beute vergraben und buddelte sie nun wieder aus. Dabei wurde ihm zum ersten Mal unwohl, als er betrachtete, wie verunstaltet die Maus aussah. Es hatte sie wirklich übel zugerichtet. Sowas konnte er doch keinem Jungen geben. Nur leider bezweifelte er, dass das Kätzchen sich über einen Frosch freuen würde. Nun gut, ihm würde schon noch etwas einfallen. Er hob beide Beutetiere auf und trat wieder aus dem Gebüsch, in der Hoffnung, dass das Junge nicht weggelaufen war. Vielleicht hätte er ihm sagen sollen, dass es auf ihn warten sollte? Wieso hatte er daran nicht gedacht? Er war wahrlich schlecht im Umgang mit so kleinen Wesen. Besser er brachte es möglichst schnell zum Clan, damit es wieder eine vernünftige Mutter hatte. Seidenwind würde es doch bestimmt aufnehmen wollen, oder? Er konnte sich beim besten Willen nicht vorstellen, dass die Kätzin ein Junges ablehnen würde.
Aber bevor er dem Jungen die Maus gab, legte er diese ab und begann sie erstaunlich sorgfältig in kleinere Stücke zu zerteilen. Er entfernte die Knochen und das Fell so gut es ging um damit zu verstecken, was er dem Körper angetan hatte, als ihn die Wut übermannt hatte. Wie schon so oft bereute er es, dass er sich so schwer zurückhalten konnte. Und doch, egal wie viel Reue er empfand, er kam nicht darüber hinweg. Er konnte auch nicht wieder gut machen, was er Herzfeuer angetan hatte. Er konnte nichts von all seinen Taten ungeschehen machen und er wusste genau, dass er noch vieles tun würde, was er bereuen würde. Er hoffte nur, dass irgendwann eine Zeit beginnen würde, in der er mit seinen Sünden leben konnte und in der er keine neuen mehr begehen würde. Eine friedliche Zeit, wenn man so wollte. Er musste nicht alles bekommen, was er sich wünschte, er wäre schon glücklich damit, einen Tag ohne Gefühlsschwankungen zu haben. Einen, an dem er nicht wieder und wieder all das Schlechte durchlebte, was eigentlich der Vergangenheit angehören sollte.
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//Sry, ist nicht so dolle geworden


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BeitragThema: Re: Der Maderbaum   Di 11 Okt - 20:00

Nachdem Feder fragte, was denn dieser Clan überhaupt war, lieferte der Kater endlich eine etwas bessere Beschreibung, die Feder schon mehr sagte. Dieser Clan schien etwas ganz besonderes zu sein. Es hörte sich wirklich, wirklich sehr schön an, so wie der dunkle Kater das beschrieb. Man war nie alleine. Hatte überall seine Freunde und Familie um sich herum und niemand war jemals einsam. Oh, Feder fand das einfach nur perfekt! Doch dann fiel ihr auf, wie monoton der Kater dies ausgesprochen hatte. Ob er diesen Clan wohl nicht mochte? Dann erinnerte sie sich jedoch, wie er sie gefragt hatte, ob sie denn mit ihm kommen würde. Er hätte sie doch niemals gefragt, wenn er es dort nicht mochte.
Die gesprenkelte Kätzin dachte nun tatsächlich darüber nach, mit dem Kater mit zu gehen. Die Hoffnung, ihre Mama könnte wieder kommen, hatte sie in der Zwischenzeit nun komplett aufgegeben. Also wieso sollte sie nicht mit gehen? Dort hätte sie mit Sicherheit ein schöneres Leben, als alleine. Und vor allem auch ein weit aus längeres Leben. Der kleine Körper des Jungen regte sich, als diese tief einatmete. "Okay.", miaute sie, hielt kurz inne, zögerte für einen Herzschlag und sprach dann weiter. "Ich..ich komme mit dir mit."
Sie hoffte, sie tat das Richtige. Aber sie glaubte nicht, dass sie etwas falsches bei dieser Entscheidung tun könnte. Alles war besser, als alleine in einem fremden Territorium herum zu streunern, da war sie sich sicher!
Der dunkle Kater wandte sich von dem Kätzchen ab, nachdem er gefragt hatte, ob sie Hunger habe und als ihr Magen einen Laut von sich gegeben hatte. Angst flammte in den grünen Augen der Katze auf, als der Kater auf eines der Gebüsche zu ging, die hier oft vertreten waren. Allgemein war es hier nicht sonderlich...schön. Aber es war nicht weiter schlimm. Der große Baum mit den seltsamen Blättern war dem Jungen nach wie vor gruselig und bis auf weiteres würde sie sich diesem auch nicht mehr nähern. Zum Glück war die Fichte aber mehrere Schwanzlängen von beiden Katzen entfernt, wodurch die kleine gesprenkelte wirklich erleichtert war. Der Kater mit dem blaugrauen Fell verschwand in einem der Büsche und Feder war, als würde jemand mit einer eiskalten Kralle in ihr Herz greifen. Verwirrt und ängstlich maunzte sie leise auf und starrte auf das sich bewegende Gebüsch, hinter das der Kater verschwunden war. Sie hatte Angst. Sehr große Angst. Sie wollte nicht schon wieder alleine gelassen werden. War sie doch gerade erst dabei den Kater zu mögen. Da durfte er nicht gleich wieder verschwinden, nicht er! Vor lauter Sorgen fing ihr kleiner dünner Körper an zu zittern und ihre kleinen Krallen fuhren hinaus und verankerten sich in der Erde.
Auf einmal bebte der Busch erneut und es war, als würde ein warmer Schauer durch Feder hindurch gehen, als sie dem dunklen Kater wieder gegenüber stand. Hatte sie doch tatsächlich geglaubt, er hätte sie alleine gelassen! Und was hatte er da? Essen! Während er die Maus auf dem Boden ablegte und damit beschäftigt war sie zu häuten, kroch die Gesprenkelte näher an ihn ran. Die Vorderpfoten eng am Körper und das Hinterteil in die Luft gestreckt, wackelte sie näher an das Essen heran. Angekommen, wo sie hinwollte, nämlich zwei Mäuselängen von dem Kater entfernt, beobachtete sie aufmerksam, was der blaugraue da mit seiner erlegten Beute tat. Die Knochen lagen schon neben dem winzigen Körper des grauen Wesens, das er längst in kleine Stücke zerlegt hatte und die Kralle des Katers entfernte gerade sorgfältig das Fell. Feder bewunderte die Sorgfalt, mit der der Kater diese Tätigkeit vollbrachte. Auf einmal ging ihr ein Gedanke durch den Kopf. Ja, sie wollte so werden wie dieser Kater. Er faszinierte das kleine Kätzchen. Sie würde ab sofort nicht mehr von seiner Seite weichen und ihn stets beobachten, bei allem, was er tat.
Dann war der Kater fertig. Die Maus lag zerstückelt, ohne Knochen und ohne Fell zwischen dem Blaugrauen und der Gesprenkelten. Ob sie jetzt fressen durfte? Zögernd blickte sie zu dem Kater empor, sie wusste nicht, ob sie einfach anfangen sollte zu fressen. Immerhin war es nicht ihre Beute, sondern die des Katers. So würde sie auch auf seine Zustimmung warten. Es wäre falsch, einfach das Fressen hinunter zu schlingen, was ein anderer gefangen hatte, ohne dass die Katze dem zustimmte. Sie fände es einfach falsch. Als würde sie sich etwas nehmen, ohne zu fragen. Also bat sie ihn stumm. Nur mit ihrem Blick. Ihre matt grünen Augen blickten in seine blauen.


//745 Wörter. <3


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BeitragThema: Re: Der Maderbaum   Mi 12 Okt - 20:10

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Ein wenig ungeduldig wartete er auf die Reaktion des Kätzchens, nachdem er grob er klärt hatte, was für ein Ort ein Clan war. Dabei versuchte er nicht darüber nachzudenken, was wäre, wenn sie ablehnen würde, auch wenn er sich an sich eigentlich keinen Grund vorstellen konnte, der das Junge dazu bewegen könnte, alleine zurück zu bleiben. Aufmerksam hielt er sie ihm Blick und dann antwortete sie endlich. Ihm kam es vor, als hätte er eine halbe Ewigkeit darauf gewartet. Und zu seinem Glück stimmte sie auch noch zu. Wärme schoss überraschend durch seinen Körper und für einen Augenblick lang war er veriwrrt. Erst dan realisierte er, dass es Freude war, was er fühlte. Es war so lange her, dass er einmal bekommen hatte, was er wollte, dass er schon vergessen hatte, wie es sich überhaupt anfühlte. Für ihn wäre es in diesem Moment in Ordnung gewesen, zu sterben. Mit noch einem kleinen, warmen Funken im Herzen, so wie er es schon lange nicht mehr verspürt hatte. Für andere mochte dies eine Kleinigkeit sein, etwas was vielleicht ein leichtes Lächeln auf die Lippen zauberte, doch Donnerblut selbst wusste nicht einmal, wann er das letzte Mal nicht unglücklich oder wütend gewesen war, von fröhlich war dabei gar nicht erst zu reden. Vielleicht irgendwann in den ersten Monden seiner Ausbildung. Wenn er schätzen müsste, würde er sagen, dass das schon sieben oder gar acht Blattwechsel her war. So lange lebte er schon in der Dunkelheit seiner Welt.
"Das ist gut", antwortete er nur, doch ein Hauch der minimalen Wärme, die er einen herzschlag lang verspürt hatte, gelangte in den Klang seiner sonst so monotonen, rauen und manchmal sogar gereizten Stimme. Er war so irritiert von der ganzen Situation, dass er selbst es nicht einmal bemerkte. Dies war vermutlich auch besser so, denn ansonsten hätte er seinen Kopf gegen den nächstbesten Felsen gerammt, davon konnte man ausgehen.
Dann wandte er sich ab um die Beute zu holen und dem Jungen etwas Nahrung zu geben. Es dauerte nicht lange, doch noch bevor er wieder aus dem Gebüsch trat, keimte in ihm schon die Angst, das Kätzchen könnte während seiner Abwesenheit weggelaufen sein. Ein wenig hektisch kam er wieder hervor, doch seine Sorge war unbegründet. Er wurde direkt von dem kleinen Wesen angestarrt und vielleicht irrte er sich, doch auf ihn machte es einen erleichterten Eindruck. Ob es froh war, dass er immer noch da war? Oder war es eher die Beute in seinem Maul, die es haben wollte? Nun, damit sollte er sich wohl nicht zu sehr befassen. Stattdessen begann er, die Maus sorgfältig auseinander zu nehmen um zu verbergen, wie er zuvor mit ihr umgegangen war. Er bemerkte es nur aus dem Augenwinkel heraus, doch das Junge kam nun näher und sah ihm zu, wie er die Beute vorbereitete. Es war ihm etwas unangenehm, denn für jemanden der so grobmotorisch war wie er und in erster Linie auf Kraft vertraute, war es definitiv nicht leicht, ein so kleines Beutestück sorgfältig zu bearbeiten. Es forderte viel von seiner Konzentration und er brauchte vermutlich ein vielfachses Länger als jede andere Katze. Aber woher sollte er auch wissen, wie sowas ging? Er hatte keine Mutter gehabt, die es ihm hätte zeigen können, er hatte es nur vor langer Zeit einmal beobachtet, als Herzfeuer es für ihn gemacht hatte. Er wusste noch, wie er ein wenig hilflos an seinem Beutestück genagt hatte und sie ihm ihre Hilfe anbot. Natürlich hatte er erst abgelehnt, immerhin war es ein Ding der Undenkbarkeit gewesen, sich von einer Kätzin beim Essen helfen zu lassen. Doch letztendlich war er wohl doch freundlich gewesen und hatte ihre Hilfe angenommen. Auch dies war einer der Momente, die er sehr wertschätzte unter all seinen unschönen Erinnerungen, jedoch war er leider mit der Zeit in Vergessenheit geraten. Dass er sich nun daran erinnerte, war für ihn sowohl schmerzvoll, als auch besänftigend. Es tat ihm selbst weh, was aus ihm geworden war.
Als er fertig war, legte er die Beutestücke zwischen sich und dem Kätzchen ab und verscharrte schnell - und ein wenig unordentlich - die entfernten Reste. Doch es passierte nichts. Das Junge starrte die Stücke an und sah dann ein wenig fragend zu ihm hoch. Was wollte es? Hatte es etwa noch nie Fleisch gefressen? Wurde es noch gesäugt? Was sollte er tun, wenn das der Fall war? Als Kater war dies alles, was er geben konnte und selbst dafür war es nicht viel. "Was? Ich dachte du hast Hunger?", fragte er ein wenig forsch. Er war wahrlich nicht für den Umgang mit so jungen Katzen geeignet. Dafür fehlte ihm die Wärme und Freundlichkeit, die man eigentlich einem Jungen entgegenbringen sollte, vor allem wenn es verlassen worden war. Und zum wiederholten Male war es der selbe Grund, weshalb es ihm fehlte: Er hatte es selbst nie wirklich kennengelernt. Da half auch nicht die Wärme seiner einstigen Freundin drüber hinweg.
Ein wenig in Gedanken versunken behielt er seine kleine Gesellschaft im Blick und überlegte vor sich hin. Er hätte nur zu gerne alles Mögliche gefragt, doch selbst er erkannte, dass das Meiste davon überflüssig oder zu unsensibel wäre. "Hast du einen Namen?" Letztendlich entschied er sich für diese kleine Frage. Irgendwie müsste er das Junge schließlich ansprechen können, zumindest solange sie noch keinen Clannamen hatte.
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BeitragThema: Re: Der Maderbaum   Do 13 Okt - 19:55

Feder hatte gedacht, der Kater würde sich mehr darüber freuen, dass sie sich dazu entschlossen hatte, mit ihm mit zu kommen. Doch wieso sollte ihn das auch schon großartig freuen? Wer weiß wie viele andere Katzen er diese Frage schon gestellt hatte. 'Mäusehirn!', schalt sie sich selbst und nervös zuckten ihre Ohren. Sie hoffte, in diesem Clan würde es ihr gefallen. Und sie hoffte auch, dass sie dort nah bei dem Kater wäre, immerhin war dieser nun der einzige, den sie kannte. Das kleine Kätzchen fand, der Kater schaute ein wenig zu ernst und gleichzeitig traurig drein. 'Ob alles mit ihm in Ordnung ist..?', fragte sich die Kleine und fast schon hätte sie nach gefragt, doch im ersten Moment traute sie sich nicht. Aber was sollte er schon groß tun? Sie auffressen? Also startete sie den Versuch.
"Magst du den Clan etwa nicht? Du hast ohne Freude über ihn gesprochen..", murmelte sie und blickte mit großen grünen Augen zu ihm herauf. Sie hoffte, ihre Worte hatten ihn nicht verletzt. Aber sie wollte so gerne wissen, was ihm fehlte, um ihm zu helfen. Ja, sie wollte ihn glücklich sehen. Hören, wie er schnurrte. Und wie er lachte und Freude ausstrahlte. Aber der dunkle Kater tat eher das Gegenteil von alledem. Und Feder hatte sich nun in den Kopf gesetzt dies zu ändern.
Der Magen des kleinen Kätzchens knurrte erneut und sie hörte auf nachzudenken und blickte wieder zu der vor ihr zerlegten Maus. Die Kätzin hatte nur auf eine Aufforderung oder eine Erlaubnis des Katers gewartet, doch dieser schien verwirrt. Feder wusste nicht, wie sie ihm das erklären sollte, ohne sich zu blamieren und so sagte sie lieber nichts und blieb still. Was ein Fehler war. Der Kater nahm an, sie würde vielleicht kein Fleisch fressen, da sie noch zu jung war. Wenn sie das doch nur gewusst hätte. Immerhin wurde sie von ihrer Mutter nur sehr wenig gesäugt und hat schon sehr früh, fast zu früh, Beute fressen müssen. Auf einmal reagierte der dunkle Kater ein wenig grob. Die Worte an sich waren nicht das schlimme, doch wie er sie aussprach. Feder zuckte vor Schreck zusammen, wich einen kleinen Schritt zurück und riss vor Erstaunen ihre matt grünen Augen weit auf, mit denen sie den Kater anstarrte. Ihre weißen Schnurrhaare bebten und die orangenen Ohren zuckten. Sie hatte wahrlich nicht mit einer solchen Reaktion gerechnet, weshalb es für sie ein so großer Schrecken war. Sie hatte doch nie vor gehabt etwas falsches zu tun und nun hatte sie ihn verärgert. Wie sollte sie das jetzt nur wieder gut machen? Angst blitzte in ihren Augen auf. Nicht etwa Angst vor dem Kater, nicht doch. Es war Angst, dass der Kater nun böse auf sie war und sie das nicht wieder gut machen könnte. Sie hatte Angst, ihn zu verlieren. So war er doch momentan der einzige, den sie hatte. Auch wenn sie sich nicht wirklich kannten oder nahe standen, so hatte Feder doch gehofft, dass sich das ändern könnte. Doch jetzt hatte sie alles kaputt gemacht. Oder? Konnte sie die Situation vielleicht doch noch retten?
Das gesprenkelte Kätzchen beruhigte sich wieder ein wenig, setzte sich jedoch weder aufrecht hin, noch blickte sie ihm fest in die Augen. Nach wie vor war ihre Haltung geduckt und sie blickte immer noch ein wenig ängstlich zu dem Kater empor. "Tut... tut mir Leid!", fiepte sie mit hoher Stimme. Wohl wissend, dass eine einfache Entschuldigung nichts wieder gut machen konnte. Dennoch wollte sie nicht, dass so etwas zwischen ihnen stand! "Ich dachte nur.. Ich... Also.. Darf ich denn? Ich meine, einfach so? Feder hoffte inständig, der Kater würde verstehen, was sie damit meinte. Sie wusste nicht, ob sie sich trauen würde noch mehr zu sagen, es war ihr ohnehin schon peinlich genug. Wie hatte sie auch erwarten können, dass er ihre stumme Frage verstand? Das war wirklich naiv von ihr gewesen. Sehr naiv!
Der große Kater hatte seine Haltung ein wenig verändert und strahlte nun eine Art von.. ja, es war Neugierde aus. Feder hätte zu gerne gewusst, woran er denn so neugierig war. Hätte sie gewusst, dass er ihr am liebsten tausend Fragen hätte stellen wollen, so hätte sie mit Freuden jede einzelne seiner Fragen so gut sie konnte beantwortet. Doch er stellte nur eine einzige Frage. Und Feder schnappte erschrocken nach Luft. Sie hatte doch tatsächlich vergessen sich vorzustellen! Da war sie nicht nur naiv, sondern auch noch unhöflich! Wie peinlich! Nervös schabte sie mit ihrer dreckigen weißen Pfote auf dem Boden herum. "Ich heiße Feder.", miaute sie leise, den Blick von dem Boden und dem Fressen hin und her wechselnd. Dann schaute sie jedoch wieder in die hübschen blauen Augen des Katers. "Und du?" Die Kleine war tatsächlich sehr interessiert daran zu erfahren, wie der große Kater wohl hieß. Bisher kannte sie nur ihre Mama mit Namen, auch nur weil andere Katzen sie oft so genannt hatten. Dieser Kater wäre damit der zweite, den sie mit Namen kennen würde. Sein Name würde definitiv für immer in ihren Gedanken bleiben, da er ja auch der erste war, der sie freundlich behandelt hatte.


Wenn ich nach 3 Tagen nicht im RPG antworte, schreibt mir zur Erinnerung bitte eine Pm![Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
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BeitragThema: Re: Der Maderbaum   Do 13 Okt - 21:06

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Donnerblut
2 1/2 Jahre, Krieger, SchattenClan
Erwähnt: Feder, Herzfeuer | Angesprochen: Feder
Er hatte das Gefühl, dass das kleine Kätzchen von irgendetwas enttäuscht war, als seine Reaktion auf ihre Zusage so knapp ausfiel. Jedoch kam ihm nicht im Geringsten in den Sinn, woran dies liegen könnte, dass sie gehofft hatte, er würde sich freuen. Für ihn war Freude einfach etwas gewesen, was er schon lange nicht mehr wirklich ausdrücken konnte, er hatte einfach vergessen, wie es ging. Seine Gesichtsmuskeln wussten nicht mehr, wie man lächelte und seine Stimmbänder hatten das Lachen verlernt. Sein Körper kannte nur Anspannung und Wut. Er wusste nur, wie man zuschlug, aber nicht, wie man berührte. Daher kam auch seine Angst, dass er dieses kleine Wesen verletzen oder gar zerstören würde, wenn er ihm zu nahe käme. So wie er auch Herzfeuer immer nur verletzt hatte, wenn er sie berührt hatte. Es war gut gewesen, sie von sich zu stoßen, für sie zumindest. An diesem Glauben hielt er fest, er war das einzige, was ihn davor bewahrte, einfach zu der Kätzin zurück zu gehen und sie als sein Eigen fest zu legen.
Die Frage des Jungen riss ihn dann aus den Gedanken und überraschte ihn etwas. Bisher hatte es immer nur geredet, wenn er eine Frage gestellt hatte. Er hatte nicht erwartet, dass es von sich aus etwas sagen würde. Zudem musste er nun überlegen, was er antworten sollte. Er wollte nicht unbedingt lügen, also beschloss er ehrlich zu sein, zumindest soweit es ging. „Es ist nicht so, dass ich den Clan nicht mag. Ich habe nur mehr erlebt, als mir gut tut und dadurch meine gute Beziehung zu meinen Kameraden vor langer Zeit verloren“, antwortete er ein wenig nüchtern. Er wusste nicht, ob das Kätzchen damit etwas anfangen könnte, geschweige denn, ob es verstanden hatte, was er gesagt hatte. Aber generell wollte er auch eigentlich nicht, dass sich ein so junges und unschuldiges Wesen mit dem beschäftigte, was er hatte erdulden müssen. Es war nichts, was man einem Jungen erzählen sollte. Wenn es dem Clan beitrat, dann würde es sowieso früher oder später davon erfahren, da musste er nicht jetzt seine ganze Lebensgeschichte auspacken nur um erklären zu können, weshalb er nicht in hohen Tönen von seinem Clan erzählte.
Eine Weile saßen sie sich schweigend gegenüber, die Beute zwischen sich, ohne dass das Junge sie anrührte. Erst als er ein wenig forsch nachfragte, reagierte es, jedoch nicht so, wie er es sich erhofft hatte. Sie zuckte erschrocken zusammen und wich vor ihm zurück, die Augen weit aufgerissen. Sie duckte sich weg und starrte ihn ungläubig, verletzt und ängstlich an, als hätte er sie angebrüllt. Donnerblut erstarrte und ganz leicht konnte man sehen, wie sich seine blauen Augen weiteten. Er zwang sich dazu, sich wieder zu bewegen, trat ebenfalls einen Schritt zurück, dann wandte er den Blick ab. Ja, der Krieger, der keine Brutalität scheute, vor allem dann nicht, wenn er in Rage geriet, dieser Krieger sah nun weg, denn er konnte den schwachen, verletzten Anblick dieses kleinen Kätzchens nicht ertragen. Er fühlte sich fast wie damals, als er Herzfeuer noch genutzt hatte um sich abzuregen. Jedes Mal, wenn die Wut abgeklungen war, hatte er diesen Schmerz verspürt und dagegen angekämpft, seinen Blick ab zu wenden. Auch dieses Mal kämpfte er. Denn es war seine Schuld, dass das Junge Angst hatte, er hatte es verletzt, nun musste er auch ansehen, was er angerichtet hatte. Er hatte keine Ehre, nicht ein bisschen, doch wenigstens das musste er tun. Er durfte nicht den Blick von dem abwenden, was er selbst schuld war.
Beinahe wäre er zusammengezuckt, als sie sich leise entschuldigte, jedoch half es ihm dabei, seine Augen wieder auf sie zur richten. Er wollte dem Kätzchen sagen, dass es keine Schuld an irgendetwas hatte, doch solche noblen und sanften Worte wollten ihm nicht über die Lippen kommen. Sie steckten wie ein gewaltiger Kloß in seinem Hals fest. Doch immerhin konnte er auf die Frage antworten, das konnte er tun. „Friss dich satt, es ist ein gutes Stück bis zum Lager des Clans“, sagte er, die Stimme tief und rau, ein wenig leiser als zuvor. Er wollte schließlich nicht, dass sie erneut Angst vor ihm hatte. So etwas sah er nicht gerne, es tat ihm nicht gut. Auch wenn es vielleicht egoistisch und arrogant war, zu denken, dass das irgendjemanden interessieren könnte oder er auch nur das kleinste Recht hatte, sich über das Verhalten anderer zu beschweren.
Doch seine eigene Neugierde half ihm schließlich dabei, seine Schwäche in den Hintergrund zu schieben und sich mehr oder weniger auf das Wesentliche zu konzentrieren. Als er seine Frage gestellt hatte, schnappte das Junge nach Luft und für einen Herzschlag lang dachte er, er hatte es wieder verängstigt, selbst wenn er nicht wusste, wie das bei einer so einfachen Frage möglich sein konnte. Doch sie sah ganz anders aus als zuvor, mehr, als hätte sie sich an etwas wichtiges erinnert, was sie vergessen hatte. Ihre dann folgende Antwort war so leise, dass er sich anstrengen musste um sie wirklich zu verstehen. „Feder also?“, hakte er nach um sicher zu gehen, dass er richtig gehört hatte. „Das passt“, murmelte er und war schon wieder dabei in Gedanken zu versinken, als sie noch eine Frage ihrerseits anfügte. Er zögerte einen kurzen Moment, kam jedoch zu dem Schluss, dass es unsinnig wäre, seinen Namen nicht zu nennen. Es würde nicht das geringste bringen. Zudem war es ja nur ein Name, nichts wichtiges. „Donnerblut“, sagte er. „Ich bin ein Krieger des SchattenClans.“ Er war sich nicht ganz sicher, weshalb er den Rest noch hinzugefügt hatte, aber irgendwie hatte es ihm danach verlangt. Er hatte das Gefühl, dass es mit einem Mal wichtig geworden war, wer er war, dass er nicht irgendein Mitglied sondern ein Krieger war. Vielleicht würde sie ja auch Fragen, was das bedeutete? Er war sich ziemlich sicher, dass sie so gut wie gar nichts über den Clan wusste, zumindest nicht mehr, als er ihr bis jetzt erzählt hatte. Da sie sich ihnen anschließen wollte, war es besser, wenn sie schon ein bisschen was von ihm erfahren würde.
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BeitragThema: Re: Der Maderbaum   Do 20 Okt - 12:39

Feder war mal wieder etwas in ihren Gedanken versunken. Sie überlegte, wie das Leben in diesem Clan wohl aussah, wie man dort wohl lebte und ob der Clan sie überhaupt akzeptieren würde. Der dunkle Kater war wohl schon sein gesamtes Leben lang in diesem Clan und er war noch am Leben. Konnte sogar jagen und mit Sicherheit auch gut kämpfen. Also wäre es definitiv nicht verkehrt, sich diesem Clan anzuschließen. Vielleicht würde sie dann auch endlich Freunde haben. Oh, wie sich das kleine Kätzchen freuen würde, wenn es Freunde hätte! Daran, ob es dort bestimmte Regeln einzuhalten gab, dachte sie für den Moment nicht.
Die große Katze brachte die Gesprenkelte mit seinen Worten wieder in die Realität zurück. Doch die Kleine legte nur den Kopf ein wenig schräg und schaute den Kater an. Sie verstand nicht, wie man durch etwas Erlebtes die Beziehung zu seinen Kameraden verlieren konnte. Wenn man doch mit ihnen befreundet sein wollte, dann ging das doch. Egal wie schwer es auch sein mag, wenn man etwas wirklich will, dann kann man es auch erreichen. Aber so wie ihr Gegenüber es sprach klang es nicht so, als hätte er alles dafür gegeben, wieder eine Beziehung zu den anderen aufbauen zu können. Natürlich konnte sie sich auch irren, immerhin kannte sie auch keinen von den anderen Katzen und sie wollte ihm auch nichts falsches vorwerfen.
Die Beute in Form von der kleinen verkleinerten Maus, lag zwischen den beiden Katzen, die schweigend gegenüber saßen. Feder hatte still auf eine Aufforderung des Katers gewartet, der diese stumme Frage jedoch nicht verstanden hatte und sie etwas genervt angepampt hatte. Nachdem sich das kleine Kätzchen daraufhin bei ihm entschuldigt hatte, war er nochmals kurz still, während sie wieder an gekrochen kam. Der Kater meinte, sie solle fressen. Also beugte sich das gesprenkelte Kätzchen nun herab und hob einen kleinen Brocken der zerfetzten Maus auf. Sie kaute in geduckter Haltung mehrmals darauf herum, bis sie ihn dann herunter schluckte. Es kam ihr fast wie eine Ewigkeit vor, seit sie zuletzt etwas gefressen hatte. Dies war auch das erste Stück Beute, das nicht ihre Mutter gefangen hatte, das sie aß. Ihr Magen stieß nochmal zwei leise Grummel hinter einander aus und das Kätzchen nahm das nächste Stück der Maus auf und kaute es. Sie war dem Kater wirklich dankbar für das Essen. Irgendwann würde sie ihm auch mal etwas fangen. Irgendwann, sobald sie es gelernt hatte.
Als Feder das letzte Stückchen in ihr kleines Maul nahm und darauf herum kaute, sprach der dunkle Kater wieder. Er fragte sie nach ihrem Namen und leise folgte ihre Antwort, woraufhin dann auch der Kater endlich seinen Namen nannte, den die Kätzin schon die ganze Zeit unbewusst hatte wissen wollen.
'Donnerblut!', dachte sie nun zufrieden. Sie freute sich, nun den Namen der Katze zu wissen, die ihr nun das Leben gerettet hatte und sie nun zu diesem Clan bringen würde. Doch der Kater hatte noch etwas gesagt. Er sei ein Krieger des SchattenClans. Doch was war ein Krieger denn überhaupt? Feder wollte schon nachfragen, doch sie wollte nicht ständig nur Fragen stellen und den Kater am Ende noch damit belästigen, also blieb sie still. Im Endeffekt würde sie es ja früher oder später sowieso erfahren. Da sie dem Kater ohnehin in seinen Clan folgen würde, würde sie dort auch alles weitere in Erfahrung bringen können. Trotzdem hatte er einen seltsamen Namen. Der Kater sah nicht aus wie ein Donner oder gar wie Blut. Doch sie selbst sah ja auch nicht aus wie eine Feder. Dennoch hatte ihre Mutter sie nach einer solchen benannt, da sie so klein und leicht war, als sie zur Welt gekommen war. Vielleicht hatte dann auch der Name des Katers eine Bedeutung. Aber auch dies fragte sie nicht nach, würde es sich aufheben, für später. Immerhin hatte sie nun alle Zeit der Welt mit diesem Kater, das hoffte sie zumindest sehr.
Die Gesprenkelte schleckte sich mit der Zunge über das Maul und blickte dann dem Kater in seine blauen Augen. Sie war nun fertig mit ihrem Mahl, hatte sogar alles von der kleinen Maus geschafft, worauf sie sehr stolz war. Und nun war sie Aufbruchs bereit. Bereit dazu, mit diesem fremden Kater in seinen fremden Clan mit zu kommen. Noch unwissend darüber, was diese Entscheidung für sie zu bedeuten hätte.
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BeitragThema: Re: Der Maderbaum   Fr 4 Nov - 17:48

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Donnerblut
2 1/2 Jahre, Krieger, SchattenClan
Erwähnt: Feder | Angesprochen: Feder
Dieses Junge vor ihm würde noch sehr viel über den Clan lernen müssen. All die Gesetze und Regeln, die Traditionen und Bräuche. Bis jetzt war ihr wohl noch nichts davon geläufig, falls sie überhaupt wusste, dass es sowas in einem Clan gab, nein, dass es einen Clan ausmachte. Ihre Traditionen, ihr Alltag und ihre Art des Zusammenlebens war es schließlich, was sie von anderen Katzengruppen unterschied. Dennoch musste der Krieger im Stillen anfügen, dass er nicht mehr viel auf all diese Dinge gab und wieder einmal spürte er, wie weit er sich doch von all den Katzen um ihn herum entfernt hatte.
Als er eher knapp und ungenau erklärte, weshalb er nicht vor Freude aufsprang, wenn er von seinem Zuhause sprach, legte sie nur den Kopf schief. Er schien sie verwirrt zu haben, ob nun durch seine eher vagen Worte oder etwas anderes. Jedenfalls sagte sie nichts. Wenn Donnerblut gewusst hätte, dass sie das Gefühl hatte, dass er nicht viel für seine Beziehung zu anderen getan hätte, dann hätte er nicht gewusst, ob er wütend geworden wäre oder ihr zugestimmt hätte. Natürlich hatte er sich nicht um die Zuneigung der anderen bemüht, jedoch war es ihre Schuld. Sie hatten ihn zuerst alleine gelassen und den Strafen seines Mentors überlassen. Sie hatten jedes Mal weggesehen, wenn er mit zerfetztem Pelz und frischen Schrammen erst am Morgen wieder zurückgekommen war. Und Katzen die wegsahen, die hasste er. Seiner Meinung nach gab es nichts schlimmeres als mit seinem Schmerz alleine gelassen zu werden. Es war eine grausame Qual.
Nachdem er das Junge erst verängstigt und ihm dann gesagt hatte, es solle fressen, kroch es endlich näher und begann ein Stück nach dem anderen zu verspeisen. Ihr Magen grummelte noch etwas, gab jedoch bald Ruhe. Derweil gab sich Donnerblut Mühe, das Kätzchen nicht zu sehr anzustarren um diesem nicht noch mehr Unbehagen zu bereiten. Stattdessen hatte er seine Ohren aufmerksam aufgerichtet und hielt seine Umgebung im Blick. Man wusste schließlich nie, ob nicht doch irgendetwas in den Büschen lauerte.
Dann stellten sie sich einander vor und endlich wusste er den Namen der kleinen Kätzin. Jetzt könnte er sie vernünftig ansprechen und musste sich seine Sätze nicht erst zurechtlegen. Doch es wunderte ihn, dass sie ihn nur anstarrte, jedoch keine einzige Frage stellte. Dabei müsste es doch eigentlich sehr vieles geben, was sie nicht verstand oder wissen wollte. Immerhin war nicht nur der Name eines Kriegers ungewöhnlich, sondern auch der Rang an sich. All diese Dinge gab es außerhalb eines Clans nicht, zumindest nicht soweit er wusste. Für ihn war all das immer selbstverständlich, natürlich gewesen, doch ihr musste es dabei anders gehen. Also, warum stellte sie keine Fragen? Hatte sie Angst vor ihm?
Nein, er sollte sich nicht länger mit diesen Gedanken befassen. Es wurde allmählich spät und sie sollten sich jetzt auf den Weg machen. Also erhob er sich und nahm den Frosch, der noch bei ihm war, auf. „Komm, Feder, lass uns gehen“, sprach er und marschierte einfach los. Erst nach einigen Schritten fiel ihm ein, dass sie ja wesentlich kürzere und untrainierte Beine hatte als er, weshalb er noch einmal stehen blieb um Feder aufholen zu lassen. Danach gab er sich große Mühe nicht zu schnell vorweg zu gehen. „Sag Bescheid, wenn du müde bist.“ Auch wenn er dies sagte, er hoffte inständig, dass sie nicht müde werden würde. Er hatte Angst sie dann tragen zu müssen und dabei zu verletzen. Und bei seinen Kiefern war das leider mehr als wahrscheinlich, zumal er absolut nicht mit Jungen umgehen konnte und ihm so einiges an Feingefühl fehlte.
Er war bereits ein gutes Stück gegangen, als er sich noch einmal an das Junge wandte. Ein paar Augenblicke lang sah er schweigend auf es herab, richtete seinen Blick dann wieder nach vorne. „Hast du Angst vor mir?“, fragte er durch den Frosch in seinem Maul hindurch. Er war sich nicht sicher, ob er die Antwort hören wollte, doch er hatte sich nicht zurückhalten können. Ihr ängstliches Verhalten von vorher und ihr Schweigen beunruhigten ihn und gaben ihm das Gefühl, dass er nur existieren musste um sie zu verletzen. Feder wirkte in seinen Augen so schwach und zerbrechlich, dass er sich mit jedem Herzschlag sicherer war, dass sie lieber nichts mit ihm zu tun haben sollte, auch wenn er zugeben musste, dass dieser Gedanke schmerzte.

Goes to: SchattenClan-Lager
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BeitragThema: Re: Der Maderbaum   Sa 5 Nov - 23:28

Das mehrfarbig gesprenkelte kleine Kätzchen freute sich darauf, diesen Clan kennen zu lernen. Es wollte, dass der Kater sich dort wieder wohler fühlte. Und wenn sie selbst es schaffte, dass der Kater sie mochte und sich auf sie verlassen konnte, dann wäre das doch schon ein großer Schritt, oder? Aufgeregt richtete sie sich auf und blinzelte zu dem großen Kater hoch. Sie war so viel kleiner als er, dennoch hatte sie keinerlei Angst mehr vor dem dunklen. Im Gegenteil sogar, sie wollte bei ihm bleiben. Egal wo er hingehen würde, das Junge würde ihm folgen. Immerhin hatte Feder nun niemanden mehr, weswegen sie sich in den Kopf gesetzt hatte, dass dieser Kater nun ihre Familie sein würde.
Als Donnerblut sich umblickte, beschlich das kleine Kätzchen ein wenig Angst. Ob hier etwas gefährliches in der Nähe war? Sie hatte Angst, dass dem so war und dass sie angegriffen werden könnten. Dennoch, der große Kater würde sie mit großer Garantie beschützen können! Fast schon war sie stolz auf Donnerblut, dass er sie verteidigen würde. Dann sprach der Kater ihren Namen aus und sie wurde aus ihren Gedanken heraus gerissen.
Donnerblut meinte, dass sie nun los gehen sollten. 'Losgehen..', dachte Feder und ihre Ohren zuckten nervös. Sie hatte wirklich große Angst davor, von den vielen anderen Katzen aus dem Clan nicht akzeptiert zu werden. Was wäre, wenn sie nicht bleiben durfte? Wenn es ihr verboten war, dem Clan beizutreten? Sie wollte doch so gerne bei Donnerblut bleiben! Erst jetzt bemerkte das gesprenkelte Kätzchen, dass der große dunkle Kater schon einige Schritte vor gelaufen war, nun setzte auch sie sich in Bewegung. Sie sprang schnell an seine Seite, doch der Kater war dennoch schneller als sie und die Kleine fiel immer mehr zurück. Erst nach kurzer Zeit fiel auch dem Kater selbst auf, dass er schneller war, als die andere und blieb stehen, sodass Feder ihn einholen konnte. Donnerblut sprach, sie solle Bescheid sagen, wenn sie müde werden würde. Feder bemerkte erst nach seinen Worten, wie erschöpft sie doch war. Aber sie wollte Donnerblut nicht noch mehr Schwierigkeiten bereiten, weshalb sie schwieg und tapfer ihren Weg fortsetzte. Hätte sie gewusst, dass er selber die Befürchtung hatte, ihr weh zu tun, wenn er sie in seinem Maul hoch heben und tragen würde, vermutlich hätte sie ihn ungläubig angestarrt mit ihren lieblichen hellbraunen Augen.
Schweigend liefen sie nebeneinander her. Bis Donnerblut auf einmal dieses Schweigen brach und das kleine Junge fragte, ob es Angst vor ihm habe. Vor Schreck blieb Feder stehen und starrte den Kater überrascht an, dann sprang sie vor und lehnte sich schnurrend an die Beine des dunklen Katers. "Ich habe keine Angst vor dir!", miaute sie wahrheitsgemäß und blinzelte ihn schnurrend mit glänzenden Augen an.
Ja, wieso sollte sie Angst vor ihm haben? Er hat ihr nichts getan. Gab ihr sogar etwas zu fressen und nahm sie nun mit in sein Heim, in seinen Clan. Sie hätte niemals Angst vor ihm haben können, er war viel zu gut zu ihr gewesen. Sie kamen nun immer näher an das Lager heran. Die Gesprenkelte bemerkte es, denn hier roch es immer stärker nach fremden Katzen und ihr dreckiges Fell begann sich leicht aufzustellen. Dennoch versuchte sie keine Angst zu zeigen, ging aber trotzdem etwas näher an Donnerblut heran und lief an seiner Seite weiter.

g.t. SchattenClan Lager

550


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Ort : Irgendwo im Nirgendwo huuiii

BeitragThema: Re: Der Maderbaum   Di 3 Jan - 17:29

Hagelschweif

Erwähnt: Blitzschlag, (Schneesturm), DistelblattAngesprochen: //

c.f: Schattenclanlager
Auf dem Weg zum Marderbaum hielt Hagelschweif ihr Tempo vom Anfang ein, da sie es nicht wagte auch nur einen Schritt schneller zu werden. Sie wollte sich weiterhin mit Distelblatt unterhalten, sie wollte es wirklich und versuchte beinahe schon krampfhaft an irgendetwas zu denken, was sie sagen wollte. Aber jede Idee, alles was ihr einfiel - was nicht besonders viel war - verwarf sie ganz schnell wieder, da sie sich nicht traute, das Wort zu erheben und überhaupt irgendetwas zu sagen. Sie wollte nicht, dass Distelblatt dachte, dass sie verzweifelte Versuche startete, Kontakte zu knüpfen. Oder dass Distelblatt insgesamt einen schlechten Eindruck von ihr bekam, weil sie seltsame Sachen sagte. Dann wäre sie sowas wie ein Sonderling und das war sie in diesem Clan schon genug, allein von ihrer Statur und ihrer seltsamen Brombeerallergie. Unwillkürlich schnaubte sie einmal. Sie wollte doch auch nur dazu gehören, aber es ist ihr noch nie gelungen, das zu erreichen. Nicht, seitdem Schneesturm tot ist. Ihr Blick glitt nach oben in Richtung des Himmels und für einen Augenblick nahm ihr Blick etwas trauriges an. Die Sonne stand jetzt hoch am Himmel, aber sie wusste genau, wie das Silbervlies in der Nacht aussah. Und sie wusste, dass ihr Bruder dort war und immer auf sie und ihre Geschwister aufpasste. So oft hatte Hagelschweif sich gewünscht, so zu sein wie ihre Brüder. Selbstbewusst und Selbstsicher. Immer war sie schon das Gegenteil gewesen. Sie war genau so, wie eine Schattenclankatze nicht sein sollte. Das hatte ihr Mentor ihr oft genug eingeprägt, dass sie nicht gut genug war. Dass sie fehl am Platz war. Wie oft hatte sie schon darüber nachgedacht, einfach alles hinzuschmeißen, alles was sie kannte und sie immer und immer wieder abstieß und trotzdem alles, was sie liebte. Ihr Leben als Schattenclankatze. Neu anfangen. Nicht in einem anderem Clan, nein, möglicherweise als Streuner. Sich irgendwo etwas suchen, wo sie nicht alleine war. Wo sie vielleicht auch normal war. Aber das traute sie sich dann doch nicht und sie wusste, dass das falsch war. Immerhin liebte sie ihren Clan und das Gesetz der Krieger trug sie schon immer dicht an ihrem Herzen. Nein, das war keine Option. Niemals würde es ihr so schlecht gehen in ihrem eigenem Zuhause, inmitten ihrer eigenen Familie, dass aus diesem spärlichem Gedanken eine Tat würde. Hagelschweif blickte wieder auf den Weg vor ihr. 'Am Ende stolper ich noch über meine eigenen Pfoten' dachte sie sich murrend. Das durfte nicht passieren. So ungeschickt konnte keine Katze sein! Auch wenn es nicht das erste Mal wäre, dass das passieren würde. In der Ferne erkannte sie die kleine Fichte und Hagelschweif bekam einen Schub von Unsicherheit. Jetzt würde es gleich ernst werden. Es würde sicherlich bestimmen, ob Distelblatt sie in die Kategorie 'völlig unnütz' einstufte, oder in 'nur unsicher'. Sie war sich ganz sicher, dass sie bei den meisten Katzen in der ersten Kategorie steckte, immerhin war es das, was sie nunmal war. 'Wir sind da.' sprach sie innerlich aus. Es selber zu sagen, war ihr noch zuviel, weswege sie einfach kurz vor dem Baum halt machte und ihre Begleiterin unsicher ansah.

[515 Wörter]

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BeitragThema: Re: Der Maderbaum   Di 3 Jan - 18:31

Distelblatt
Sie bewegte sich mit flüssigen Bewegungen hinter Hagelschweif her, passte sich dem gleichmäßigem Tempo perfekt an. Es war zu merken, dass die Helle sich nicht traute schneller zu werden, Distelblatt wusste nicht wieso, aber sie musste es auch nicht verstehen, es reichte ihr vollkommen den Fakt zu akzeptieren. Sie war zufrieden mit der Geschwindigkeit, immerhin würden die beiden Kriegerinnen diese gesparte Energie wenigstes für die Jagd übrig haben. Ihre Augen waren nach Vorn ausgerichtet, aber ihr blattgrüner Blick, streifte immer wieder die  gemusterte Gestalt vor sich. Der Körper wirkte selbst im Laufen ein wenig zu unentspannt, zu verkrampft. Als würde sie innerlich mit sich Ringen. Ich hoffe nicht, dass sie sich wegen mir so quält... dachte sie leicht besorgt. Dennoch blieb sie still und genoss die angenehme Ruhe. Hagelschweif war wirklich niemand der viel Sprach, aber sie empfand es keineswegs als unangenehm.  Doch was sie selbst ein wenig mit Unruhe füllte, war die Körperspannung der anderen Kätzin. Es fühlte sich fast so an, als würde sie an etwas denken was sie bedrückte und ihr schwer zu schaffen machte, oder als würde sie sich zu etwas zwingen wollen. Egal was es war, vielleicht auch beides, Hagelschweif sollte es nicht tun. Distelblatt ließ die Grauweißgetigerte für den Moment mit ihren Gedanken in Frieden um sie nicht zu unterbrechen, oder gar zu erschrecken. Somit ließ sie ihren eigenen Gedanken freien lauf und diese brachten sie zurück zu ihren Erinnerungen an ihre nicht all zu Fern liegende Schülerzeit. Noch immer dankte sie ihrer verstorbenen Mentorin Tulpenschweif für das gute, strenge und harte Training. Nur  so war aus ihr eine ausdauernde und gute Kriegerin geworden. Während sie ihrer verstorbene Ziehmutter nicht nachtrauerte, war der Verlust von Tulpenschweif wie ein Riss im Herzen. Sie war für die wie eine bessere Mutter gewesen, eine Schwester und Freundin. Doch nun hatte sie die Welt verlassen und wandelte beim SternenClan. Eines Tages... dachte sie. Eines Tages werde ich dich wiedersehen und dir für alles danken können.  Ich hoffe, dass du stolz auf mich sein kannst. mit einem bittersüßen Lächeln schwelgte sie in dieser Vergangenheit. Es interessierte sie nicht, dass ihre leiblichen Eltern sie verlassen hatten, bevor sie die Augen zum ersten Mal aufschlug, denn sie kannte sie nicht und Trauerte ihnen keineswegs nach. Wer sein Junges und den Clan verließ, war für sie ein Verräter. Denn der Clan....das Leben hier und die Gesetze der Krieger waren extrem wichtig für die Schwarze. Tulpenschweif hatte ihr die Liebe zur Treue beigebracht. Und Distelblatt würde es niemals vergessen. Es war Teil von ihrer Selbst. Sie blies die Luft aus ihrer, ebenfalls tiefschwarzen Nase und nahm so die Gerüche der Umgebung wieder genauer wahr. Die beiden Kriegerinnen würden bald ankommen... Ein Schnauben zog Distelblatts Aufmerksamkeit aus ihrer eigenen Gedankenwelt, wieder in die Wirklichkeit. Ihre intensiven, grünen Augen legten sich erneut auf Hagelschweif. Sie konnte ihren Gesichtsausdruck nicht sehen, doch lag eine Wärme und Sanftheit in ihnen. Sie wusste selbst wie hart es sein konnte, schlecht von anderen Katzen behandelt zu werden. Als Junges hatte ihre Ziehmutter Blütenduft sie wie Dreck behandelt, wenn sie Distelblatt mal nicht ignorierte, als wäre diese Luft. Sie selbst war nun jemand anderes, als dieses verletzliche Junge, doch in ihren Augen war es mit Hagelschweif genau so. Sie wirkte seelisch verletzlich, unsicher und immer wieder aufs Neue zerrte es an Distelblatts Beschützerinstinkt. Sie konnte es nicht leiden, wenn andere Katzen mies behandelt wurden. Falls sie es jemals mitbekomme sollte, dass mit der Grauweißgetigerten schlecht umgegangen wurde, würde sie sich einmischen. Und es auf ihre freundliche Art und Weise lösen. Es nützte nichts die andere Katze anzufauchen und sich Feinde zu machen, man sollte Feindseligkeiten im eigenen Clan am besten mit Freundlichkeit begegnen, dass nimmt ihnen die schärfe der Krallen.(Den Wind aus den Segeln) Sie würde Hagelschweif verteidigen, wenn sie es selbst nicht konnte. Aber so, dass diese sich nicht fühlte, als wäre sie nichts Wert oder  unnütz. Denn das wollte Distelblatt auf keinen fall in Hagelschweif auslösen. Und so sah sie die andere Kriegerin auch nicht, denn in ihren Augen, war diese ein wertvolles Mitglied des Clans. Egal was sie selbst dachte, oder jemand anders ihr einredete. Auch die Schwarze entdeckte nun die Fichte in der Ferne, kurz beschleunigte sie etwas und lief neben Hagelschweif, ohne ihr zu sehr auf die Pelle zu rücken. Sie wollte ja nicht, dass die Helle sich erschreckte oder gar verletzte. Ihre kleinen, aber kräftigen Pfoten trafen sanft und fast schon lautlos auf den Boden und sie freute sich schon auf die Jagd die gleich begann. Es juckte sie zwischen den Krallen Beute zu erlegen und ihren Clan zu ernähren. Sie bedachte Hagelschweif mit einem freundlichen Seitenblick als sie ebenfalls anhielt. Sie wusste den Ausdruck in den stechend grünen Augen zu deuten. Auch wenn die Hellgemusterte es nicht aussprechen konnte, die Botschaft war klar. Wir sind da. Wir sind angekommen. Der unsichere Blick, ließ den eigenen, hellgrünen Blick der Schwarzen weicher werden. Sie nickte, um ihr zu zeigen, dass sie verstand. Das sie nicht verurteilte. Sie erwiderte den Blickkontakt fest und hob dann die schwarze, zarte Nase um zu schnuppern. Der Mardergeruch wirkte schal, er war wirklich nicht vor Ort, sofort entspannten sich ihre straffen Muskeln etwas. Der Beutegeruch war förmlich über all. "Wir können uns hier etwas trennen wenn du möchtest. Du könntest auf dieser Seite nach Beute Ausschau halten." sie deutete mit der Schwanzspitze nach links, wo der Boden etwas ebener  und weicher Aussah, schon von hier konnte man das Rascheln in den kleinen Büschen hören. "Und ich gehe nach rechts und jage dort. Dann sind wir einander nicht im Weg und können so viel Beute wie möglich erwischen." sprach sie gut überlegt und beurteilte die Situation trotz ihren jungen alters  sehr analytisch. So würde sie Hagelschweif weder einengen, noch bedrängen und trotzdem in spürbarer Nähe sein. So, dass die Grauweißgetigerte sich nicht einsam fühlen konnte. Um ihre Worte noch etwas zu veranschaulichen tapste sie mit vorsichtigen Pfoten um den Marderbaum herum, aber konnte Hagelschweif immer noch sehen. Aufmunternd lächelte sie ihr zu und zwinkerte freundlich. "Viel Erfolg." wünschte sie mit leiser, warmer Stimme um Hagelschweif zu ermutigen und gleichzeitig um die Beute nicht durch ihr Miauen zu verscheuchen.

Erwähnt: Hagelschweif, Blütenduft(tot), Tulpenschweif(tot), Eltern(tot) Angesprochen: Hagelschweif

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BeitragThema: Re: Der Maderbaum   Do 5 Jan - 21:29

Hagelschweif

Erwähnt:DistelblattAngesprochen:Distelblatt

Es waren zwar nur wenige Herzschläge, aber Hagelschweif kam es vor wie neun Leben, bis die pechschwarze Kriegerin ihr antwortete. Eine viel zu große Zeitspanne, in der sie sich den Kopf zerbrechen konnte, über was Distelblatt ihr wohl antworten würde. Was die Kriegerin wohl sagen würde? 'Höchstwahrscheinlich etwas schlechtes' dachte die Kätzin sich, die immernoch nicht verstanden hatte, dass Distelblatt ihr wirklich nichts böses wollte und ihr sogar helfen wollte, ein bisschen mehr aus sich herauszukommen und zu reden und vielleicht sogar eine mögliche Freundschaft zu schließen. Nein, sie war vielzu vertieft in jedem einzelnem schlechten Aspekt, den man an ihr sehen kann. Viel zu verstört, als dass sie sehen könnte, wie lieb Distelblatt doch mit ihr war. Sie bemerkte auch den geschickten Vorschlag der Kriegerin nicht. Es war geradezu raffiniert vorzuschlagen, sich vorerst beim Jagen zu trennen und, auch wenn Hagelschweif es nicht direkt dachte, war sie erleichtert, dass sie nicht direkt vor Distelblatts Nase jagen musste. Unter forschen Augen, die einen doch so schnell verurteilen können, wenn man einen Fehler machte. So, wie es doch schon so viele bei Hagelschweif getan hatten. Sie konnte sich praktisch an jedes einzelne Wort erinnern, das über sie und ihre Fähigkeiten gesagt wurde. Über jeden Lacher, wenn ihr wieder etwas entwischt ist, nur weil sie zu angespannt war und zu allem Überfluss dann angefangen hatte zu zittern wie Espenlaub. "Und sowas nennt sich Krieger! Pah!", "Da könnte ja ein Hauskätzchen besser jagen als du!", "An deiner Stelle würde ich mich ja schämen!" Die Sätze, die man ihr schon an den Kopf geworfen hatte, umkreisten ihre Gedanken, schüchterten sie ein. So konnte sie aber eine gewisse Distanz einhalten und vielleicht, hoffentlich und ganz vielleicht, konnte sie dann auch jagen wie ein normaler Krieger und Hagelschweif hoffte und betete zum Sternenclan, dass sie die Kraft hätte, um sich normal zu benehmen.  Um Distelblatt zu antworten, nickte sie, schaute auf den Boden oder zur Seite, vermied den bloßen Augenkontakt, damit die selbstsichere Kriegerin neben ihr nicht sah, wie ängstlich ihr Gesichtsausdruck war. Hagelschweif versuchte alles, um sicherer zu wirken und nicht wie ein hilfloses, verlorenes Junge auszusehen, aber mittlerweile wusste sie, dass sie unglaublich schlecht darin war, ihre Emotionen zu verstecken. Unsicher schaute sie in die Richtungen, die Distelblatt gezeigt hatte und sie bewunderte die junge Kriegerin. Sie hatte bis jetzt nur wenig Erfahrung und doch wirkte sie so sicher, so bestimmt. Sie wusste was sie wollte und sie bewunderte die Klugheit, die die Schwarze mitbrachte. Als sie um den Marderbaum herumlief merkte sie, wie gut die Idee war. Sie waren wirklich nicht weit entfernt und doch noch nache genug beieinander, um miteinander zu kommunizieren und sich nicht aus den Augen zu verlieren. Auf das Zwinken und das aufmunternde Lächeln, welches Distelblatt ihr zuwarf, versuchte sie ebenfalls etwas hoffnungsvoll zu lächeln, doch in ihrer gesamten Unsicherheit war sie sich nicht sicher, ob ihr das wirklich gelungen ist. "Dir auch viel Erfolg." miaute sie noch leise und nickte dann, bevor sie ein wenig nach links lief. Langsam und zielstrebig, doch trotzdem entging ihr nicht, wie ihre Pfoten bei jedem Schritt zitterten. Sie konnte sich regelrecht vorstellen, wie sie mit den kleinen Erderschütterungen jedes Beutetier im Radius des ganzen Territoriums verjagte. Sie sah sich um, zwischen den kleinen Büschen und Gräsern, die hier am Marderbaum wuschen, fühlte die weiche Erde unter ihren doch so empfindlichen Pfoten. Sie fühlte sich weich an, angenehm und ihr wäre es auch recht gewesen, wenn sie den ganzen Tag auf dieser weichen, warmen Erde stehen würde, eigentlich perfekter Grund zum jagen. Die Erde würde jeden Absprung komplett abfedern, sie könnte leicht wie eine Feder laufen. Ja, könnte. Unsicher öffnete sie ihr Maul, um die Gerüche der Umgebung in sich aufzunehmen und die besten Beutetiere zu orten. Es war unglaublich und sie bestaunte es jedes Mal aufs Neue, wie viel man doch riechen konnte und wie unterschiedlich die ganzen Gerüche doch waren und wie präzise man jeden einzelnen Geruch voneinander unterscheiden konnte. Doch anstatt die Vorteile des Gebiets voll auszuschöpfen, spürte sie, wie ihr Herzschlag anfing zu rasen und ihre Atmung schneller ging, als würde sie viel zu lange sprinten, als dass es gut wäre für ihren sensiblen Körper. Ihr wurde schwindelig und beinahe hatte sie das Gefühl, sie müsste sich kurz hinsetzen, um nicht umzukippen, doch sie zwang sich dazu stark zu bleiben und stehen zu bleiben. Sie durfte nicht umfallen! Ihr durfte nicht schwarz vor Augen werden! Sie musste zeigen, dass auch sie zu etwas fähig kann! Und Distelblatt war nett zu ihr, sie wollte dies nicht durch so etwas lächerliches zerstören! Also blieb sie stehen. Stocksteif und zitternd vor Angst. Sie hatte das Gefühl, dass die Welt um sie herum schneller wurde und in immer schnelleren Kreisen um sie zirkelte, mit dem einzigem Ziel sie komplett außer Gefecht zu setzen. Mittlerweile hatte sie ihre Umgebung fast komplett ausgeblendet. Es war nur noch sie, mit ihren schlotternden Körper, den klappernden Zähnen, dem eingekniffenem Schweif und ihre panische Angst vor den Fehlern die sie gleich begehen würde. Ihre extreme Angst vor dem nächsten Schritt, den sie setzen würde, den sie würde sicherlich hinfallen. Es wäre, als würden tausende Augen sie anstarren und sie konnte jedes einzelne vor sich sehen. Jede Augenfarbe. Jede Form. Und kein einziges Augenpaar vermittelte ihr Wärme, oder gab ihr Sicherheit. Alle starrten sie an. Gierten nach dem Moment, an dem sie den ersten Fehler machen würde. Die Augen dürsteten mit rauer Begierde nach ihren Fehlern. Am liebsten würde sie laut jaulen und zusammenbrechen, genau dort auf der Stelle. Oder Zurückrennen. Wegrennnen. Ganz weit weg. Bloß weg. Hauptsache weg. Hagelschweif schloss die Augen, versuchte panisch sich selbst zur Ruhe zu bringen. Sie versuchte tief einzuatmen und tief auszuatmen. So wie es ihr gesagt wurde, wie sie es machen sollte, doch sie glaubte immernoch nicht daran, dass dieses Atmen half. Eher hatte sie das Gefühl, sich an ihrem eigenem Atem zu verschlucken. Schlagartig öffnete sie die Augen wieder, starrte auf den Boden. Versuchte sich auf die kleinen Grashalme zwischen ihren Pfoten zu konzentrieren, um an etwas anderes zu denken. 'Bitte hilf mir!' schrie sie in Gedanken aus sich heraus. Sie wusste nicht genau, wen sie da um Hilfe bat, aber irgendjemand war ihr genug. Irgendjemand, der ihr ins Ohr flüsterte, dass alles gut ist. Irgendjemand, der ihr hilft, sich zu beruhigen und sich auf die Jagd zu konzentrieren. Irgendjemand, der ihr sagte, dass sie das gut kann. Sehr gut sogar eigentlich. 'Bitte!' Jaulte sie innerlich. Sie musste es aus sich heraus bekommen. Ihre Gedanken fraßen sie von innen heraus auf und sie konnte nichts tun, um es zu verhindern. Sie wollte sich mit Pfoten und Krallen dagegen wehren, aber alles, was sie gegen ihre Angst machen konnte war still dastehen, zittern und praktisch sehen, wie sie auf ganzer Linie versagte. Es brauchte noch länger und die Graugemusterte war sich nicht ganz sicher, wie lange sie schon zitternd auf den Boden starrte, unfähig sich zu bewegen. Es könnten nur einige Herzschläge gewesen sein oder auch mehrere Minuten. Sie hoffte inständig, dass Distelblatt nichts von ihrer Panikattacke mitbekommen hatte, auch wenn dies wohl eher unwahrscheinlich war. Hagelschweif nahm einen weiteren tiefen Atemzug und versuchte einen Schritt vorwärts zu setzen, ihre Pfote zitterte, sodass sie sie beinahe nicht hochbekommen hätte. Sie versuchte ihren ganzen Körper in Bewegung zu setzen und setzte ihre Pfote wieder ab. Knacks. Hagelschweif zitterte so stark, war so verunsichert und damit beschäftigt, ihren Schwindel und ihre innere Verzweiflung unter Kontrolle zu bringen, dass ihr Körper ihr Gewicht nicht mehr halten konnte und ihre Pfote knickte um. Machte irgendetwas, was Hagelschweif nicht verstand. Sie strauchelte, unmöglich sich wieder zu fangen und normal zu stehen, fiel sie also.

[1277 Wörter]

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BeitragThema: Re: Der Maderbaum   Fr 6 Jan - 16:40

Distelblatts Blick lag auch als sie den Marderbaum umrundet hatte noch kurz auf der anderen, hellen Kriegerin. Sie konnte die Unsicherheit selbst noch in dieser Entfernung wahr nehmen, denn es war gar nicht zu übersehen. Die ganze Körperhaltung ihrer Gefährtin spiegelte ihre innere Unruhe und Verstörtheit wieder. Es war nicht schwer zu sehen, wie unwohl sie sich fühlte und wie sehr etwas sie zu beschäftigen schien. Die junge schwarze Kriegerin wusste nicht was Hagelschweif alles erlebt haben musste, wie mit ihr Umgegangen wurde. Wie sehr sie tief verletzt wurde. Distelblatt war unwissend, und doch zeriss es ihr bei diesem Anblick das Herz. Denn bis eine Katze so zerstört wurde, so erniedrigt wurde, musste viel geschehen sein. Mussten viele verletzende Worte gefallen sein. Die Schwarze selbst hatte erlebt wie sehr bloße Worte jemanden schaden konnten. Wie sehr es einen innerlich kaputt machte, wie sehr es weh tat. Doch sie selbst war dadurch nur stärker geworden, hatte die Vergangenheit abgeschüttelt. Ließ die Emotionen nicht an ihr starkes herz heran. Und daran unterschieden sich die beiden Kätzinnin wie der Mond und die Sonne. Distelblatt war strahlend wie der Feuerball, selbstsicher und emotional stabil. Sie war an ihren Herausforderungen gewachsen und ließ sich nicht von ihnen zerstören. Hagelschweif unterdessen war wie der Mond, still und schüchtern. Sie war zerbrochen und die Schwarze war sich sicher, dass sie die Einzelteile wieder zusammen setzen konnte. Sie musste es einfach. Und genauso wie der Mond wurde die Grauweißgetigerte unterschätzt. Doch die Grünäugige konnte ihr Potential erkennen, konnte sehen was wirklich in der unsicheren Katze steckte. Sie bewunderte ihr Gegenstück, obwohl diese selbst sich zu hassen schien. Doch die Schwarze war sich sicher, sie musste der Katze nur ihre Augen öffnen, damit sie die Wahrheit erblicken konnte. Trotzdem war dies leichter gesagt als getan. Denn jetzt wo Hagelschweif den Kopf hängen ließ und ihren Blickkontakt vermied, war es schwer für Distelblatt zu entscheiden, was sie tun sollte. Wie sie handeln sollte. Nachdenklich legte sie den Kopf schief, doch der Abstand zwischen ihnen sollte ihr Entspannung schenken. So etwas wie Vertrauen schenken. Hagelschweif sollte wissen, dass sie zu nichts gezwungen war. Als sie das gezwungene Lächeln der Kätzin erblickte, weichte ihr Blick noch mehr auf. Sie hatte sich sogar dazu durchgerungen Distelblatt ebenfalls Erfolg zu wünschen. Die schwarze Kriegerin war mehr als nur stolz auf Hagelschweifs Bemühungen. Distelblatt wollte sie nicht weiter mit ihrem Blick unter Druck setzen und drehte den Kopf zu Seite. Ihre Ohren richteten sich auf die Umgebung und nahmen die leisen raschelnden Geräusche war, das Tapsen von winzigen Pfoten auf der weichen Erde. Nur aus dem Augenwinkel behielt sie Hagelschweif im Blick, nur zur Sicherheit, falls etwas passieren sollte. Falls diese lieber zurückkehren wollte, oder falls es ihr noch schlechter gehen sollte. Distelblatts Instinkte der Jagd schalteten sich ein und sie drängte ihre Sorge um die hellere Kriegerin zurück in einen Bereich ihres Hinterkopfes. Solange sie diese nicht bedrängte sollte doch eigentlich alles ruhig und problemlos verlaufen. Ihr blattgrünen Augen fokussierten sich, ihr muskulöser Körper spannte sich an und sie senkte sich hinab in eine Jagdstellung. Ihr trainierter Körper fand die Position ganz von alleine, ging flüssig in die nächsten Bewegungen über. Ihr Kopf war für einen Moment ganz Frei von Sorge, von jeglichen Gedanken. Alles bis auf die Beute vor ihren Augen war verschwunden. So bemerkte sie nichts von Hagelschweifs Panikattacke. Hörte weder wie sie um Atem rang oder taumelte. Wie sie mit sich kämpfte um nicht zu ersticken. Wie sehr sie doch litt. Hätte sie dies auch nur ansatzweise mitbekommen, wäre sie wahrlich vor Sorge vergangen. Denn wenn Distelblatt sie so leiden sehen würde, währe ihr Herz schwer von der Last der Sorge, und der des Selbstvorwurfes. Denn sie hatte die Kriegerin dazu gebracht mit ihr zu kommen um gemeinsam zu jagen. Und wenn sie bemerken würde, wie sehr sie mit sich rang, würde sie sich alleine die Schuld geben. Doch ihre intensiven Augen waren ganz auf die Jagd konzentriert. Leichtfüßig bewegte sie sich vorwärts. Ihre Schultern bewegten dich flüssig und geschmeidig. ihr Körper war hauch nah am Boden ohne ihn verräterisch zu streifen. Ihre Pfoten huschten leichtfüßig über den weichen Untergrund. Die fette Wühlmaus, die sie mit ihrem Blick förmlich verschlung, war das einzige Objekt das ihre Gedankenwelt füllte. Für einen Augenblick war sie ganz verloren in dem Rausch der Jagd. Diese Beute ist reichlich fett, sie wird eine ganze Katze sättigen können! Mit einem blitzschnellen Sprung schoss sie vorwärts. Warf sich mit einer geschickten Bewegung nach vorne und innerhalb eines Augenblickes hang das kleine Geschöpf ahnungslos und nun tod in ihrem Maul. Stolz funkelten ihre intensiven, grünen Augen und nun wo die Aufregung der Jagd abklang, wandte sie den Blick sofort neugierig zu Hagelschweif. Wie es wohl bei ihr läuft? Ob sie sich trotz meiner Gegenwart zum jagen bringen konnte? Ein wenig Sorge lag in ihren Augen, als sie den Kopf zu der Grauweißgetigerten drehte. In ihrem Blickfeld tauchte Hagelschweif auf, sie war wie erstarrt. Zitterte und war bewegungslos. Distelblatts Augen weiteten sich besorgt. Dies war nur das Ende der Panikattacke, von der die unwissende Katze leider nichts mitbekommen hatte. Sie wollte die Kriegerin grade rufen, sich erkundigen ob alles Okay war, wenn es das doch so offensichtlich nicht war. "Hagelschweif!" ihre Stimme war erfüllt vor Entsetzen, Panik, Angst und Sorge. All das vermischte sich in diesem einen Namen. Denn sie sah wie die Kriegerin sich zitternd bewegte. Wie sie eine Pfote hob und einen Schritt nach Vorne tat. Und fiel. Distelblatts - bis eben noch warmes Herz - schien von einer eisigen Kälte der Angst gepackt zu werden. Dieses Gefühl hielt sie im griff und zerquetschte ihre Herz. Für einen Augenblick schien die Welt stillzustehen. Sie sah die gebrechliche Gestalt fallen. Einfach so. Schon im nächsten Augenblick raste ihr Herz und sie ließ die Maus achtlos aus ihrem Maul fallen, mit dem lauten Ruf des Namens. Ihre Pfoten bewegten sich von alleine, sie sprintete zu der zusammengesunkenen Kätzin. "Hagelschweif, Hagelschweif!" miaute sie, ihre Stimme triefte vor Sorge. Noch immer schien die Panik um die helle Katze ihr Herz zu zermahlen. Was ist passiert? Ist es meine Schuld? Verdammt, ich hätte sie nicht zwingen sollen mit mir zu kommen! Ihre Gedanken rasten, nachdem sie bis eben wie gelähmt war. Ihre tiefschwarze Nase berührte die gefallene Katze ganz zart. Sie schnüffelte und tastete sie sorgsam und ganz sanft ab. Sie war keine Heilerin, sie wusste nicht wieso ihre Freundin - ja sie sah sie jetzt schon als solche - zusammengebrochen war. "Was ist passiert? Bitte, bitte antworte mir wenn du kannst!" sie wimmerte fast und die sonst so ruhige Katze war wirklich einer Panikattacke nah. Noch nie hatte ihre Stimme vor einer anderen Katze so schwach und unsicher geklungen. Sie wusste nicht, was sie tun sollte. Noch nie war eine Katze einfach so in ihrem Beisein gefallen, zusammengebrochen. Plötzlich umfasste Entschlossenheit ihr Herz in einer stählernen Hitze und verdrängte den eiskalten Griff der Panik, der Angst. Sie würde die Katze mit eigener Kraft zurück ins Lager ziehen, wenn es sein musste. Würde alles daran setzen, dass es ihr besser gehen würde. Seelisch und körperlich. Jetzt erst recht! Es musste etwas getan werden! Irgendjemand musste Hagelschweif doch in ihrem Leide helfen! Und es beschämte sie, dass sie der Kriegerin bis jetzt, leider noch keine Hilfe gewesen war. Sie würde ihre ganze Kraft dafür einsetzen, sie von ihrem Leid zu befreien. Doch nun wartete sie mit stark klopfenden Herzen auf eine Erwiderung der Grauweißen.

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BeitragThema: Re: Der Maderbaum   Fr 6 Jan - 21:51

Hagelschweif

Erwähnt:DistelblattAngesprochen: Distelblatt

Hagelschweif fiel und sie fiel eine ganze Weile. Das Fallen schien gar nicht aufhören zu wollen. Sie fiel immer weiter in eine tiefe Dunkelheit. Es zog sie nach unten, bis sie jegliches Gefühl von Zeit verloren hatte. Dass sie eigentlich nur für wenige Sekunden fiel, realisierte sie nicht. Als sie auf den Boden aufkam, registrierte sie überhaupt nicht, wie sie mit der Nase voraus mit dem Boden kollidierte und ihr ganzer Körper sich praktisch überschlug. 'Oh nein.' Sie blieb liegen. Frustriert und Geschlagen. Für wenige Herzschläge hatte sie nicht einmal den Willen, wieder aufzustehen und nahm Distelblatt auch nicht wahr. 'Du hast schon wieder versagt.' Sie spürte, wie sie in viele kleine Scherben zebrach und zu einem kleinem Häufchen Elend wurde. 'Wie immer.' Sie sah sich selber und sah, wie sie früher jedes Mal eifrig alle kleinen Scherben zusammengesucht hatte und sie immer wieder zusammengesetzt hatte und es immer wieder neu versucht hatte. 'Distelblatt wird sicher nie wieder mit dir etwas zutun haben wollen. Sieh doch nur, was du angerichtet hast!' Doch sie merkte auch, wie nach jedem Mal die kleinen Scherben wackeliger und unsicherer wurde. Es lohnte sich für Hagelschweif nicht mehr, es nochmal zu versuchen. Zu oft, hat sie gezeigt, wie herrvorragend gut sie im Versagen ist. Wieso sollte sie es wieder versuchen? Sie hatte gedacht, dass sie es vielleicht dieses eine Mal schaffen könnte, mit jemanden, der auch wirklich was mit ihr unternehmen wollte, aber nein. 'Du bist so eine Versagerin!' Am Rande ihres Bewusstseins hörte sie die Stimme ihrer Begleiterin, welche regelrecht vor Sorge triefte. Sofort fühlte Hagelschweif sich schlecht, gefüllt mit Schuldgefühlen. Keiner sollte sich um sie sorgen, weil sie wie ein tollpatschiges Junge gestürzt war! Für diesen Moment wollte sie am liebsten auf der Stelle sterben und zum Sternenclan gehen. Oder wo unnütze Katzen sonst hingehen. Nicht, weil sie nicht mehr leben wollte, sondern einfach nur, weil ihr die Gesamtsituation so unangenehm war. Sie wollte der Scham entgehen, Distelblatt zu sagen, dass sie einfach nur zwei linke Pfoten hatte. Als sie spürte, wie die Schwarze sie anfing abzutasten und Hagelschweif bemerkte, dass sie einfach reglos liegengeblieben ist in ihrer kompletten Frustration. Sie schlug ihre grünen Augen auf und Panik ergriff sie, als sie sah, wie besorgt Distelblatt war. "E-es tut mir Leid." stammelte sie und setzte sich auf. Erleichtert bemerkte sie, dass sie keine besonderen Verletzungen davon getragen hatte, bis auf ein bisschen Schmerz an ihrer Nase, mit der sie zuerst den Boden berührt hat und ein wenig Schmerz in der Pfote, mit der sie umgeknickt war. Jedenfalls konnte sie noch aufstehen, das kannte Hagelschweif auch schon ganz anders. Unsicher erhob sie sich und sah Distelblatt an. "I-ich bin nur...ehm gefallen. Alles gut." miaute sie leise. Geradezu beschämt kniff sie ihren Schweif ein. Es tat ihr unheimlich Leid, dass sie der Anderen solche Sorgen bereitet hatte und sie überlegte, ob sie ihr zur Versicherung, dass ihr wirklich nichts passiert war, den Schweif auf die Schulter legen sollte, oder sie sanft mit ihrer dunklen Nase anstupsen. Beinahe hätte sie es getan, doch im letzten Moment traute sie sich dann doch nicht. Sie war sich einfach nicht sicher, ob Distelblatt eine solche Geste als unpassend ansehen würde, oder sonst dann noch negativer von ihr denken würde. "Ich w-wollte nicht, dass du dir Sorgen machst..." gab sie dann zu und schaute voll Traurigkeit auf den Boden. Die Kriegerin konnte einfach nicht glauben, was sie da schon wieder angestellt hatte und am liebsten würde sie sich in einen kleinen Fellball zusammenrollen und einfach nur ihre Emotionen passieren lassen. Aber das konnte sie ja hier nicht einfach so machen. 'Bitte hasse mich nicht.' fügte sie noch in Gedanken hinzu. Sie konnte das nicht laut aussprechen, immerhin waren sie ja kaum befreundet, kannten sich somit nur flüchtig. Sowas konnte sie nicht sagen! Aber sie hoffte wirklich, dass die junge Kätzin vor ihr, immernoch daran interessiert war, mit ihr zu sprechen, oder sie überhaupt jemals wieder anzuschauen.  

[656 Wörter]

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BeitragThema: Re: Der Maderbaum   Sa 7 Jan - 10:43

Distelblatt
Alles schien sich in diesem Augenblick langzuziehen. Der Fall, wie eine Ewigkeit, der Aufprall, der Ruf und die Zeit bis zu irgendeiner Art von Zeichen. Die Zeit der Sorge kam ihr wie eine nicht enden wollende Katastrophe vor. Sie dachte nicht einen Herzschlag daran, dass es Hagelschweifs Schuld war. Denn es war keinesfalls ein Grund wieso die Kriegerin sich zu schämen hatte, jedenfalls nicht in ihren gerechten Augen. Es schien der Schwarzen, als würde die Kriegerin sie und ihre laute, sanfte Stimme nicht wahrnehmen. Ist sie etwa ohnmächtig? Dieser Gedanke füllt sie mit Furcht, denn wenn eine Katze das Bewusstsein verlor, war der Sturz schlimmer als erwartet und konnte schwere Schäden hinterlassen. Und Hagelschweifs Sturz sah nicht grade sanft aus. Wie sie mit der Nase aufschlug und sich praktisch überschlug. Distelblatt schauderte. Es sah grässlich schmerzhaft aus. Und sie hoffte inständig, dass es ganz und gar nicht so war, wie es aussah. Während sie bang auf irgendeine Reaktion hoffte, stupste sie hauchzart einige Stellen des schlanken Körpers an, besah die Pfote mit der sie so heftig umgeknickt war. Betete dafür, dass diese nicht geprellt oder sogar gebrochen war. Sie hatte oft Heiler darüber reden hören, wie Schlimm letzteres war. Und solch eine nachtragende Verletzung hatte Hagelschweif nicht verdient, genau das konnte sie am wenigsten gebrauchen... Erst als die Weißgraugetigerte die grünen Augen aufschlug und das erste was sie sagte eine gestammelte Entschuldigung war, atmete Distelblatt erleichtert aus. Seufzte als die Last der ersten großen Sorge von ihr abfiel. Noch immer blieb die Angst um mögliche Verletzungen, aber wenigstens ging es der Hellen gut genug um zu antworten.  Dann erst wurde ihr klar, dass die Gestreifte sich bei ihr entschuldigte. Sich entschuldigte! Distelblatts blick flackerte vor Sorge, eine Mischung aus Wärme und Verärgerung. "Du brauchst dich doch nicht entschuldigen!" sie versuchte so sanft wie möglich zu miauen, aber das leichte Entsetzen darüber konnte sie nicht verbergen. Sie hat sich verletzt und entschuldigt sich dafür! Ich kann es kaum glauben! Die Arme muss echt schlimmes erlebt haben.... sie schüttelte ablehnend den Kopf. "Es gibt wirklich nichts, verstehst du, nichts wofür du dich entschuldigen musst."sprach sie nun sanfter, wieder ruhiger und ihr Blick war beinahe traurig wenn sie daran dachte, wie sehr Hagelschweif gelitten haben musste, um sich so zu verhalten. Um sich darüber zu entschuldigen, dass sie sich wegen einem winzigen Fehler verletzte. Als Hagelschweif sich nun erhob, wollte Distelblatt ihr sofort aufhelfen, aber trat zurück um ihr genügend Platz zu lassen. Sie sah die Panik ab der ersten Sekunde, als die Kätzin die Augen öffnete und sie erblickte. Lag es nun doch wirklich an ihr, dass Hagelschweif die Kontrolle verloren hatte und hingefallen war? Bin etwa wirklich ich Schuld? Sie seufzte Innerlich traurig. Ich wünschte sie könnte sich wenigstens in meiner Nähe wohl fühlen.... Bei den nächsten Worten, blickte sie ihr Gegenüber prüfend, mit einem warmen Blick an. "Das habe ich gesehen...aber bist du sicher, dass alles gut ist? Der Sturz sah echt schmerzhaft aus. Wir sollten auf jeden Fall den Heiler besuchen, nicht das du dich noch ernsthaft verletzt hast." in ihren Worten war keinerlei Spott zu finden, nur ernstgemeinte Sorge um das Wohl der anderen Kriegerin. Als sie sah wie sehr Hagelschweif sich schämte, tat ihr das Herz in der Brust weh. Es fühlte sich schwer an und abermals konnte sie nur erahnen, wie sehr die Kätzin litt. Wie sehr sie sich selbst hasste. Wie sehr sie sich für sich selbst schämte. Die Schwarze wollte auf keinen Fall, dass die Helle sich noch unwohler fühlte, sich abermals in Gedanken selbst fertig machte - denn sie konnte sich gut Vorstellen, dass diese genau das grade tat, oder getan hatte - und wollte sie besänftigen, ihr zeigen, dass es nichts gab, was ihr Leid tun musste. "Hey.." murmelte sie deshalb und ließ ihre Stimme noch weicher werden. "Sowas passiert jedem noch so erfahrenen Krieger mal.   Einigen sogar sehr oft, es muss dir also wirklich nicht peinlich sein." sprach sie aufmunternd.  Ihre tiefschwarze Schwanzspitze streifte die Schulter der Hellen und spendete ihr somit Trost, sie versuchte ihr durch die sanfte Berührung zu zeigen, dass sie sie weder verurteilte, noch auslachte, oder  gar als unnütz oder nervig empfand. Distelblatt wollte der Getigerten zeigen, dass es vielen passierte, das es Zufall war, ein Unglück, das Jeden treffen konnte. Unterschwellig machte sie ihr sogar das Kompliment, eine fähige und erfahrene Kriegerin zu sein. Die Schwarze wollte ihr wirklich deutlich zeigen, dass sie keinesfalls lächerlich war, dass sie es Wert war geschätzt zu werden und es nicht verdiente für immer alleine zu versauern. Noch einen Augenblick länger lag ihre dunkle, weiche Schwanzspitze auf der zierlichen Schulter der Grauweißen. Erst dann, als ihre Zuneigung und ihr Respekt offenlagen und verdeutlicht waren, zog sie ihre Berührung langsam zurück, es sollte keines falls unangenehm für die andere Kriegerin werden. Als diese dann sogar noch einen ganzen Satz sprach und sich ihr Blick voller Traurigkeit auf den Boden richtete, zerbrach es der etwas kleiner geratenen Kriegerin fast das Herz. "Ich mache mir aber gerne Sorgen um dich, das ist schon okay." erwiderte sie. "An Besorgnis ist jeden Fall noch niemand umgekommen, soweit ich weiß." versuchte sie zu scherzen und Hagelschweif so die Anspannung zu nehmen. Ihr zu zeigen, dass es nichts schlechtes war, dass die Schwarze sich um sie sorgte. Denn die Trauer die die grünen Augen der hell gemusterten Katze überflutete, war für sie selbst kaum zu ertragen. "Und das ich mich sorge, ist nichts Schlechtes." sprach sie dann nach einer kurzen Pause zögerlich und ganz sacht. "Es zeigt doch nur, dass ich dich mag, dass du etwas bedeutest. Das es mich kümmert, was mit dir passiert." Distelblatts wahre Worte verließen schließlich ihr nachtschwarzes Maul und ihre Augen blickten fest und ehrlich. In ihnen lag keinerlei Zweifel daran, dass sie fest an ihr Gesagtes glaubte. "Ich weiß...dass du schlecht von dir selbst denkst. Es ist nicht grade schwer dies in deinen Augen zu lesen. Deswegen wird es schwer für dich sein mir zu glauben. Dennoch möchte ich, dass du genau dies tust. Sieh mich an, ich schätze dich wirklich Wert und ich werde auch nicht schlecht von dir denken, nur weil du eine Jagd nicht schaffst."  sie seufze tief als sie die nächsten Worte sagte und hoffte, dass Hagelschweif ihr nicht den Rücken kehren würde. "Ich weiß es ist viel von dir verlangt, indem du meine Nähe aushalten musst. Es fällt dir bestimmt nicht leicht." Noch immer gab Distelblatt sich selbst die Schuld an Hagelschweifs Unfall, irgendwie musste sie es ihr ja zu schwer gemacht haben, sie zu sehr gedrängt haben, sie überfordert haben. "Aber ich bitte dich inständig, bitte ertrage mich noch etwas länger. Du wirst merken, dass ich dir nichts böses will.." bat sie leise und mit sanften, traurigen Augen.
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BeitragThema: Re: Der Maderbaum   So 8 Jan - 19:13

Hagelschweif

Erwähnt:DistelblattAngesprochen:Distelblatt

Sanft testete sie aus, ob sie mit ihrer Pfote wirklich auftreten konnte und es tat etwas weh, wenn sie auftrat, aber da hatte sie schon schlimmere Schmerzen gespürt und sie war sich sicher, dass dieser Schmerz bald verfliegen würde. Als Distelblatt anfing zu sprechen, sah Hagelschweif sie unsicher an. Dieses mulmige Gefühl in ihrem Bauch sagte ihr, dass sie schnell abhauen sollte, weil sie Angst davor hatte, was die Schwarze wohl als nächstes sagen würde. So war Hagelschweif ganz schön überrascht, dass die Kriegerin ihr sagte, dass sie sich nicht entschuldigen musste. Und dabei hatte sie doch sowas Dummes angestellt und die komplette Jagd versaut! Und wie ihr das Leid tat, dass sie jedes Beutetier in der Gegend verscheucht hatte und sie damit sogar Distelblatts Zeit verschwendet hatte! Wäre sie mit jemand anderem gegangen, hätte sie sicherlich eine erfolgreiche Jagd gehabt! Sie Sah Distelblatt an und das Entsetzen in ihrem Gesicht verwirrte sie. Es war doch ihre eigene Schuld, dass sie alles kaputt gemacht hatte, oder?
Der warme Blick, den sie ihr dann zuwarf wärmte Hagelschweifs verunsichertes Herz und sie hörte die Sorge aus Distelblatts Stimme, als sie ihr sagte, dass sie zum Heiler gehen sollten, falls sie sich wirklich ernsthaft verletzt haben sollte. Hagelschweif war sich mittlerweile nicht mehr ganz sicher, was sie fühlen sollte. Ihr Gegenüber gab ihr ein Gefühl von Sicherheit und Güte, was ihr vorher so nicht bekannt war, weshalb sie auch nicht wusste, wie sie mit diesem Gefühl umgehen sollte. Es verunsicherte sie und nahm ihr gleichzeitig etwas ihrer Unsicherheit. "I-ich ehm, ich denke, dass alles gut ist, ja. Es sah sicherlich schlimmer aus, als es ist, denke ich." miaute sie und brachte sich selbst dazu, die Kriegerin vor ihr sogar etwas anzulächeln. Aber zum Heiler gehen? Schlangenblick war ein sehr guter Heiler, immerhin war sie sogar relativ oft bei ihm und ließ sich in irgendeiner Weise von ihm behandeln, doch sie wusste auch, dass der Kater dazu neigte, hin und wieder Kommentare abzulassen, die in gewisser Weise spöttisch oder gar beleidigend sind. Solche zynischen Kommentare waren genau die, die Hagelschweif viel zu ernst nahm und sich in ihre Gedanken einbrannten, weswegen sie es grundsätzlich mied, unnötig die Zeit des Heilers zu verschwenden. Aber vielleicht war es doch ganz sinnvoll, falls die Schmerzen an ihrer Nase und ihrer Pfote nicht aufhörten. Und sie war ja auch keine Heilerin, weswegen sie sich nicht ganz sicher war, ob ein pochender, konstanter Schmerz einfach nur normal war, oder auf etwas ernsteres hinwies, wie eine Prellung. Sie beschloss, einfach nichts mehr zum Heiler zu sagen, vielleicht würde Distelblatt es ja wieder vergessen. Dies war zwar höchst unwahrscheinlich, wie Hagelschweif dachte, aber ein Versuch war es wert. Unangenehm schaute sie auf den Boden, wusste nicht mehr, was sie noch sagen sollte, da sprach Distelblatt auch schon weiter, zum Glück, ansonsten würden sie jetzt wahrscheinlich schweigen da rumstehen.
Sie sagte, dass jedem noch so erfahrenem Krieger so etwas passieren kann und einigen passiert das auch sehr oft. Hagelschweif war gerührt, wie sanft die Schwarze doch mit ihr war, doch sie zweifelte daran, dass so etwas wirklich erfahrenen Kriegern passierte. Dass sie stürzten, weil sie eine Panikattacke hatten, nur weil sie mit einem anderem Krieger jagen wollten! Das macht man doch sogar als Schüler und das passiert doch auch nur den wenigsten, dachte Hagelschweif. Doch sie schätzte es wirklich sehr, als ihr Gegenüber ihr dann noch die Schweifspitze auf die Schulter lag und Hagelschweif schenkte ihr ein dankbares Lächeln, bevor sie wieder auf den Boden schaute, weil sie einfach nicht wusste, was sie noch sagen wollte, oder sich vielmehr nicht traute, noch weiter zu reden.
Voller Überraschung richtete die Graugemusterte ihren Blick dann wieder auf Distelblatt, als diese sagte, dass sie sich gerne Sorgen um sie machte. Wie bitte? Sowas hatte sie noch nie gehört, weswegen es ihr auch schwer fiel, ihrer Begleiterin zu glauben. Niemand machte sich gerne Sorgen um jemanden, der sowieso unwürdig war, aber, vielleicht sah Distelblatt ja jemand anderen in ihr? Vielleicht versuchte Distelblatt ja wirklich hinter ihre Unsicherheit zu schauen und versuchte, die Hagelschweif zu finden, die normalerweise nur rauskam, wenn sie alleine war. Aber, wieso sollte die Kriegerin das tun? Wieso für sie? So sehr sie auch nachdachte, so fand sie keinen guten Grund, der wirklich sagte, wieso ausgerechnet sie sich viel Mühe, für eine kleine Kriegerin machte.  "An Besorgnis ist jeden Fall noch niemand umgekommen, soweit ich weiß." hörte sie die Andere Miauen und wieder huschte ein kleines, unscheinbares Lächeln über ihre Lippen. "Allerdings" gab sie zu und sie hätte noch etwas hinzugefügt, von wegen dass dann schon viele Krieger gestorben wären, aber sie hielt sich im rechten Moment noch zurück und unterließ es, während sie ihren Blick wieder auf den Boden richtete. Irgendwie, glaubte Hagelschweif nicht, dass der Satz gut angekommen wäre. Sie wusste nicht, was sie noch sagen sollte, doch Distelblatt sprach nach einer zögerlichen Pause weiter und Hagelschweif hob ihren Blick langsam, sah ihr Gegenüber wieder an. In ihrem Blick lag immernoch eine Menge Unsicherheit, aber in gewisser Weise auch Hoffnung und die Ehrlichkeit, die sie Distelblatt in Distelblatt sah, zerrte an ihren Selbstzweifeln und versuchte diese wegzuschlagen und sie spürte, wie ihr eine Last von den Schultern fiel. Noch nie hatte ihr jemand so direkt gesagt, dass sie auch etwas bedeutete, dass sie jemanden etwas bedeutete, dass jemand sie mag. Ein ehrliches Lächeln und ein erleichterter Gesichtsausdruck nahm ihr Gesicht an und sie strahlte Dankbarkeit aus. Erst als die Schwarze dann ihre schlechten Gedanken über sich selbst ansprach, bröckelte sie wieder und ihre Unsicherheit kam wieder hervor. Auch dies hatte noch nie jemand angesprochen. Mit ihr darüber geredet, was auch der Grund dafür war, wieso sie jetzt zurückzuckte. An sich wäre es lieber gewesen, wenn Distelblatt nichts darüber gesagt hätte, aber wahrscheinlich ist das auch nötig. Eine gute Idee und wahrscheinlich brauchte Hagelschweif mal jemanden, der ihr sagte, dass sie nicht so unscheinbar war, wie sie dachte. Je mehr Distelblatt sagte, desto mehr kreisten ihre Gefühle hin und her und verwirrten sie, ließen sie gut fühlen, aber gleichzeitig auch irgendwie schlecht. Es waren Gefühle, die ihr bis dato unbekannt waren, solche Gefühle waren vorher einfach nicht da gewesen. Als Distelblatt ihr dann auch noch sagte, dass sie ihre Nähe aushalten muss und sie ertragen muss, bekam sie wieder etwas 'Panik', denn das war gar nicht das, was sie fühlte. Sie wollte ja, dass Distelblatt da war. "Ich ehm...Du..." Sie wusste überhaupt nicht, wie sie anfangen wollte, oder was sie überhaupt sagen sollte. "Danke." miaute sie dann einfach. Ein Anfang von dem, was sie fühlte. Ein kleines bisschen von den Gefühlen, die sie gerade empfand. "Dass du mich ertragen willst." Ihre Stimme wurde leise und sie brauchte eine Weile, bevor sie weitersprechen konnte. "Ich weiß, dass ich nicht einfach bin. Und anders. Und..." Sie konnte nicht glauben, dass sie es wirklich über's Herz gebracht hat, dies zu sagen. Bei jeder anderen Katze, hätte sie das nicht machen können. "Ich schätze es, dass d-du so geduldig mit m-mir bist..." Sie spürte, wie ihre Stimme anfing zu zittern. "E-es ist nur, dass ehm d-dass mein ganzer K-körper aussetzt, so-sobald ich m-mit jemanden rede und d-dann passiert sowas w-wie eben...." Wo sie jetzt schon darüber reden, konnte sie das auch sagen. Vor allem, weil sie inständig hoffte, dass Distelblatt wirklich daran interessiert war, sie wirklich kennen zu lernen. Und Hagelschweif hoffte auch, dass sie gut zum Ausdruck brachte, dass sie wirklich, wirklich Dankbar für ihre Bemühungen war.

[1242 Wörter]

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BeitragThema: Re: Der Maderbaum   So 8 Jan - 21:46

Distelblatt

Distelblatts Augen lagen mit einer ungeahnten Intensität auf Hagelschweif, als diese ganz sacht ausprobierte ihre Pfote zu bewegen. Denn ohne es zu wissen lag die Sorge wie in einem Spiegel in ihrem blattgrünen Blick. Die Schwarze sah wie der Schmerz durch das Gesicht der anderen Kriegerin huschte. Der Schmerz war nicht sofort verflogen, was klar war, nach dem harten Sturz, und Distelblatt war entschlossen die Hellere zum Heiler zu schleppen wenn dies sein musste. Denn den Schmerz, der in diesem Augenblick ihre Gesichtszüge unauffällig verzerrten, würde sie nicht vergessen. Am Besten wäre es wohl sofort zurück zu kehren um die Grauweiße untersuchen zu lassen, damit sich bloß nichts Böses nachher heraus stellte und schon zu spät war und es wohlmöglich durch mehr Bewegung noch schlimmer wurde. Doch sie verdrängte die großen Sorgen erstmal, als sich der unsichere Blick der Helleren auf sie richtete. Vergessen würde sie es sicher nicht, nur im Hinterkopf behalten, aber nun gab es anderes um was sie sich kümmern musste Nämlich Hagelschweifs seelischer Zustand, der Dank ihres eigenen Tuns wohl ziemlich hin und her gerissen wurde. Während sie Sprach, sah sie die Überraschung in dem grünen Blick. Doch wieso, wieso gab sie sich immer an allem selbst die Schuld? "I-ich ehm, ich denke, dass alles gut ist, ja. Es sah sicherlich schlimmer aus, als es ist, denke ich."  es freute sie immer wieder aufs neue Hagelschweif sprechen zu hören, egal wie oft sie Stotterte, oder wie sehr sie sich verhaspelte, oder wie sehr sie stammelte. Die Hauptsache war, dass sie sprach. Und das sogar relativ gut in der kurzen Zeit.  "Okay..." murmelte sie langsam. Denn sie hatte den Schmerz gesehen und der Aufprall sah auch nicht grade sanft aus. "Aber wir werden später trotzdem zum Heiler gehen...stell dir vor es könnte etwas passiert sein und du merkst es nicht mal. Wenigstens was für deine Schmerzen solltest du bekommen, wenn diese nicht besser werden." sprach sie sanft und ließ es so fast wie mütterliche Sorge wirken, auch wenn es nicht direkt beabsichtigt war. Denn so wie sie sich um Hagelschweifs wohl bemühte war es wie die Bemühungen einer guten Freundin oder eines Familienmitgliedes. Sie wusste das es lange dauern würde, bis die Helle sie als solche akzeptierte, aber sie würde  die Zuversicht niemals verlieren, da war sie sich absolut sicher. Was sie an der Erwiderung noch glücklicher machte, als das Gesprochene selbst, was das zögerliche Lächeln, was Hagelschweif ihr schenkte. und dies war ein großes Geschenk. Das dankbare Lächeln nach dem ersten, ermutigte sie bei ihrem Sprechen nur noch und sie hoffte, dass sie nicht über die Stränge schlug und die andere Kriegerin wieder verunsicherte in ihrem Tun. Distelblatt merkte zwar, dass die Grauweiße ihre Worte nicht ganz abkaufte, aber sie selbst dachte fest daran, dass jeder Krieger mal stürzen konnte, nicht unbedingt wegen der Anwesenheit einer anderen Katze...aber es konnte passieren und somit war es Distelblatt egal welcher Grund es bei ihrer Clankameradin auslöste, denn in ihren Augen brauchte sie sich für nichts schämen. Sie schenkte der Kriegerin ein schiefes  Grinsen, als diese über ihren ´Witz´ lächelte und ihre nächsten Worte schienen die Stimmung jedoch leider wieder zu kippen. Sie merkte wie unangenehm Hagelschweif ihre Worte waren. Die innere Zerissenheit waren nicht nur in ihren hellgrünen Augen zu sehen, sondern auch in ihren stammeligen Worten. "Ich ehm...Du..."  die Schwarze wusste, dass sie damit nun wohl zu weit gegangen war und die andere Kriegerin nicht mit ihrer eigenen Unsicherheit hätte belasten sollen. Dafür war es einfach zu früh und die Grauweißgetigerte wirkte unsicherer und wieder zog knapp an einer aufkommenden Panik vorbei. Als diese sich dann bedankte, überraschte es die Schwarze dann doch. Sie zeigte ihre eigenen, inneren Gefühle. Auch nur ein bisschen, aber es nahm ihr die Angst, die grade aufgestiegen war. Denn diese hatte sie umfasst als sie de Unsicherheit gesehen hatte. ´Kurz hatte sie gefürchtet jeden Fortschritt zwischen ihnen zerstört zu haben mit ihrem dummen Handeln, aber nun war sie froh über ihre eigene Ehrlichkeit, nur nochmal würde sie Hagelschweif nicht so überfordern. "Dass du mich ertragen willst." dieser eine kleine Satz, war leise aber so klar gesprochen, dass es der kleinen Schwarzen einen Stich versetzte. Hagelschweif empfand sich wohl wirklich als nur eine Last, die man nicht ertragen konnte, aber in Distelblatts Augen war sie dies ganz und gar nicht. Sie hoffte, dass sie ihr das irgendwann zeigen konnte. Kurz huschte die sichtbare Trauer durch ihre Augen. Sie blieb still und ließ der anderen Katze so viel Zeit wie sie brauchte um fort zu fahren. Ihre warmen Augen verließen sie jedoch nicht eine Sekunde und schienen sie stumm stützen zu wollen. "Ich weiß, dass ich nicht einfach bin. Und anders. Und..."  es war schwer ruhig zu bleiben, während die Helle sich so durchrang zu sprechen, während sie litt und dieses leid ihr offenbarte. Es freute sie, dass sie so tiefe Gefühle aussprechen konnte, aber zugleich zerrte es an ihr. "Ich schätze es, dass d-du so geduldig mit m-mir bist..." sie beherrschte sich so sehr, doch das Zittern in Hagelschweifs Stimme brach diesen Wiederstand, diese respektvolle Zurückhaltung und sie trat näher an die Kriegerin. Legte ihr entschlossen und ganz sanft die Nase an die Stirn. Wollte ihr zeigen, dass sie da war und auch nicht gehen würde. Noch ließ sie die Helle zu Ende sprechen. Was ich ebenfalls schwer fiel, nach der traurigen ´Rede, aber ihr jedoch sehr wichtig war, das die Getigerte alles sagen konnte, was sie wollte, ohne gestört und unterbrochen zu werden. "E-es ist nur, dass ehm d-dass mein ganzer K-körper aussetzt, so-sobald ich m-mit jemanden rede und d-dann passiert sowas w-wie eben...." Ganz sachte atmete sie Hagelschweifs Duft ein, ehe sie die Nase von ihr löste um ruhig sprechen zu können. "Dich muss man nicht ertragen. Du..." sie bebte ebenfalls ein wenig vor Emotionen, doch wollte der Hellen eindeutig zeigen wie wertvoll sie eigentlich war. Ihr erklären, dass anders sein, nichts schlimmes oder verwerfliches war.  "Jeder ist anders, alle unterscheiden sich. Und du bist nun mal du. Du bist so wie du bist. Und ich akzeptiere dich so. Und das sollte jeder andere auch tun." erklärte sie sanft und ein wenig traurig, war jedoch wieder gefasster und sah die gemusterte Kriegerin mit einem selbstsicheren und überzeugten Blick an. "Du musst mich nicht für meine Geduld schätzen, es reicht mir...wenn du mich vielleicht als deine Freundin akzeptierst." sprach sie sanft und schenkte ihr ein zartes Lächeln. Dieses wurde etwas sicherer bei ihren nächsten Worten, mit denen sie die Angst der anderen Katze nehmen wollte. "Keine der Katzen in diesem Clan ist einfach, alle sind anders. Und um ehrlich zu sein, bist du eine der freundlichsten und liebenswürdigsten Katzen hier. Ich bin offen gesagt lieber in deiner Nähe, als in der von vielen anderen Kriegern hier wie zum Beispiel Eisenbiss, oder Blutstern oder Donnerblut oder oder..." sie lachte ein wenig, es klang ehrlich und etwas gelöst nachdem die Getigerte so ehrlich zu ihr war. "Und trotzdem akzeptiere ich jeden so wie er ist. Denn das ist das richtige. Und du hast keinen Grund dich dafür zu entschuldigen wie du bist. Denn das ist es was ich an dir mag. Du solltest dich nicht ändern wollen." ihr Blick wurde wieder ernster, aber in dem Blattgrün ihrer Augen lag noch immer das freudige Funkeln. "Und das du deinen Körper nicht ganz im Griff hast, ist zwar schwierig, aber nicht unlösbar, ich möchte dir helfen. ich will dir wirklich helfen, dass du dich vielleicht wenigstens in meiner Nähe wohl fühlen kannst, es wäre doch schön wenn wir beide demnächst zusammen jagen gehen können und du keine Angst davor haben musst was passiert?" sie sprach ganz ehrlich und wollte Hagelschweif ihr Interesse und ihre Unterstützung zeigen. "Ich bin sicher, dass diese Reaktionen deines Körpers..." ihre Schwanzspitze legte sich zart an die helle Stirn. "Von hier geleitet werden. Das du Angst...und Panik bekommst und das dein Körper dann überfordert ist." sie wusste nicht ganz genau was in der gemusterten Kriegerin vor sich ging, konnte es sich aber gut vorstellen. "Ich werde dir helfen, denn ich möchte dir wirklich zeigen, dass du Wertvoll bist und keine Unsicherheit zu fühlen brauchst." sie ließ ihren schwarzen Schwanz sinken und blickte Hagelschweif an, hoffte dass sie nicht abwehrend auf ihre  Unterstützung, ihre Worte reagieren würde. "Ich bin sicher, dass du irgendwann....die Gegenwart anderer Katzen ertragen kannst, ohne zusammen zu brechen...ohne das du dich fühlst, als würdest du ersticken." ihre Stimme bebte förmlich vor Einfühlsamkeit, denn in ihren Augen musste es wirklich mehr als nur schrecklich sein, sich so beengt zu fühlen, sich so niedrig und wertlos zu fühlen. Distelblatt schwoll förmlich das Herz vor Kummer wenn sie daran dachte, dass  Hagelschweif ihretwegen zusammen gebrochen war. Sie wusste das die andere Katze wohl nie gesprächig sein würde, nie wirklich jemand sein würde, der sich unter anderen Katzen wohl fühlte, aber dennoch könnte sie wenigstens gemeinsam mit ihr an der Angst arbeiten, an dem niedrigen Selbstwertgefühl, das die andere so sehr plagte.  "Ich verspreche dir, dass ich dir so gut helfen werde wie ich nur kann. " murmelte sie dann ganz leise, fast zaghaft. Denn noch immer wollte sie sich ihr nicht gezwungenermaßen aufdrängen, denn jeder Fortschritt war nur möglich, wenn Hagelschweif dies freiwillig wollte.
(1523 Worte)
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BeitragThema: Re: Der Maderbaum   Mo 9 Jan - 21:32

Hagelschweif

Erwähnt:Echsenschweif, Sternenklang (Mutter, tot), DistelblattAngesprochen:Distelblatt

Vorsichtig setzte die Graugemusterte sich hin und wickelte ihren Schweif sorgfältig um ihre Pfoten. Sie hatte nicht das Gefühl, dass die beiden in den nächsten Momenten zurück zum Lager aufbrechen würden und sitzen war einfach allgemein angenehmer, als Stehen. Gerade jetzt mit ihrer schmerzenden Pfoten war Sitzen also wirklich angenehmer.
Hagelschweif war ein wenig zerknirscht darüber, dass Distelblatt die Sache mit dem Heiler offenbar nicht vergaß. Aber sie hatte ja auch Recht, wie die Grauweiße für sich schloss, es war sinnvoll, sich das ganze einmal ansehen zu lassen. Falls wirklich etwas sein sollte, und sei es nur eine Verstauchung oder Prellung, eigentlich wollte sie diese nicht noch schlimmer machen und dann noch am Ende noch als dumm bezeichnet werden, weil sie nicht direkt zu Schlangenblick gegangen ist. Sie fand die Sorge und Sanftheit, mit der Distelblatt sprach, immernoch verblüffend und erstaunlich und es war wie eine
Salbe für ihre arme, geschlagene Seele.
Als Hagelschweif darüber sprach, wie sie sich fühlte spürte sie wieder wie die Angst sie durckam. Sie wusste nicht, wo sie hinschauen sollte, da sie Angst hatte vor dem, was sie in Distelblatts Gesicht sehen würde. Spott vielleicht? Die schwarze Kriegerin hatte ihr in der kurzen Zeit zwar schon mehr als einmal gezeigt, dass sie sie nicht verspotten würde und dass alles, was Hagelschweif okay war. Dass sie sich alle Zeit der Welt nehmen konnte und sich so oft 'blamieren' konnte, wie sie wollte, ohne dass Distelblatt in irgendeiner Weise sie auslachen würde. Aber Hagelschweif hatte immernoch Probleme damit, dies zu glauben. Sie hatte einfach Angst davor, dass sie doch wieder in den Dreck gezogen werden würde. Sie hatte das schon so oft mitgemacht und wüsste nicht, ob sie noch einmal ohne Hilfe wieder aufstehen könnte. Als Distelblatt dann auf sie zutrat wurden ihre Augen groß und sie erstarrte vor Schrecken. Was würde ihre Begleiterin jetzt tun? Und Hagelschweif hätte wohl mit allem und nichts gerechnet, aber nicht damit, dass die Schwarze ihr liebevoll die Nase an die Stirn legte. Sie bekam einen Zuversichtsschub dadurch und sie konnte nicht anders, als zu lächeln. Es war so eine schöne Geste und Hagelschweif könnte ewig so stehen bleiben und einfach nur Zuversicht und Wärme 'tanken.' Dann nahm sie ihre Nase weg und Hagelschweif lächelte dankbar. Was die Kriegerin sagte, war wahr. Ihr wurde immer beigebracht, dass man im Clan in einer großen Familie ist und dass jeder jeden akzeptiert, weil jeder gut ist, so wie er ist, doch leider hatte Hagelschweif davon nie viel mitbekommen. Angefangen mit ihrem Vater, der sie und ihre Geschwister verstoßen hatte, nachdem seine Gefährtin gestorben ist. Aber Echsenschweif hatte sich immerhin entschuldigt, anders als andere Katzen, wie ihr ehemaliger Mentor.
"Du musst mich nicht für meine Geduld schätzen, es reicht mir...wenn du mich vielleicht als deine Freundin akzeptierst." hörte sie die Andere sagen. 'Freundin?' Hagelschweif testete diesen Begriff in ihren Gedanken, wie er sich anfühlte. Sie hatte noch nie Freunde gehabt, doch sie schätzte, dass es sich gut anfühlte, welche zu haben. Also sah sie ihr Gegenüber an und nickte lächelnd. 'Ja, ich wäre gerne deine Freundin.' Und sie musste auch lächeln, bei den weiteren Worten der Kriegerin. Es stimmte, viele Katzen im Schattenclan waren eben mehr 'Schattenclan-mäßig'. Mehr hart im Nehmen. Das freudige Funkeln in den grünen Augen verlieh ihr weiterhin Sicherheit und sie nickte wieder. "Es wäre wirklich schön, wenn wir demnächst problemlos zusammen jagen könnten." stimmte sie dann zu.
Und Distelblatt hatte wieder recht, ihre Panik kam wahrscheinlich wirklich nur aus ihrem Kopf und aus ihrer Angst einen Fehler überhaupt erst zu machen, worauf ihr Körper dann reagierte. Je mehr Distelblatt sagte, desto mehr ging ihr Herz auf. Wo war die Kriegerin ihr ganzes Leben lang bloß gewesen? Sie war ihr so, so dankbar für das, was sie für Hagelschweif tun wollte. Sie nickte einfach zuversichtlich. "O-okay. Wenn du sagst, wir kriegen das hin...dann, denke ich, d-dass wir das hinkriegen." miaute sie dann und lächelte, beinahe sogar etwas zuversichtlich.

[657 Wörter]

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BeitragThema: Re: Der Maderbaum   Do 12 Jan - 21:14

Distelblatt
Als sich Hagelschweif vorsichtig hinsetzte, nahm Distelblatt dies als Grund es ebenfalls zu tun. Die Atmosphäre wirkte so entspannter und weniger angestrengt durch das angespannte Stehen. Die hellere Katze schien sich somit wirklich ganz auf das ´Gespräch´ einzulassen, schien nicht mehr so ruhelos und als wolle sie davon laufen, jedenfalls vorerst nicht. Die Schwarze entspannte ihren Körper und ließ sich regelrecht zusammen sinken, was sie noch ein wenig kleiner machte, als sie eigentlich schon war. Doch es störte sie nicht, so konnte sie ihre Jagdpartnerin in Ruhe betrachten, ohne, dass ihr Blick zu eindringlich wirkte.  Sie genoss Hagelschweifs zögerndes Lächeln, ihre ruhige Art und wie sie versuchte ihren Gefühlen Ausdruck zu verleihen. Die schwarze Kriegerin war mehr als froh, wie sie sich öffnete. Und das ihr die tröstende, beruhigende Geste ebenfalls nicht unangenehm war, stimmte sie zufriedener. Die Schwarze würde Hagelschweif nicht dazu drängen ihre Vergangenheit, ihre Erlebnisse offenzulegen, gleich alles heraus zu plaudern und ihr anzuvertrauen. Denn das war schier unmöglich und sie würde ihr viel, viel Zeit dafür lassen. Falls sie jemals darüber sprechen wollte, wäre sie für die Helle da und würde ihr zuhören. Nun denn sie ihr aber das Angebot bereitet hatte, ihre Freundin zu sein, wartete sie nervös. Es war als wäre sie während der Wartezeit wie auf die Folter gespannt und betete darum, dass die Helle es annahm. Denn eine Freundin wie sie, wäre für Distelblatt eine Bereicherung und eine Wohltat. Irgendwo tief in ihr belebte sie den ausgeprägten Beschützerinstinkt und motivierte sie dazu, sie sofortig in ihr Herz zu schließen. Sollte irgendjemand der Grauweißgemusterten weh tun, würde Distelblatt derjenigen Katze die Ohren zerfetzen, da war sie sich sicher.  Es war vielleicht idiotisch, doch die kleine Kriegerin wirkte so schutzbedürftig, dass Distelblatt gar nicht anders  konnte, als sie beschützen zu wollen. Erst das erneute Nicken der Hellen, ließ die Schwarze erleichtert aufatmen.  Das Lächeln und der Ausdruck in den schönen Augen, war der Dunklen Bestätigung genug. Inzwischen war es ihr ein Leichtes die Gedanken der Hellen daraus zu lesen, besonders wenn sie es ihr so offen hin legte. Sie erwiderte dieses kleine, warme Lächeln, mit einem noch viel Größeren. Dann sind wir jetzt Freunde! schien ihre funkelnden dunkelgrünen Augen zu sagen, laut und deutlich, mit einer offenen und ehrlichen Freude darüber. "Es wäre wirklich schön, wenn wir demnächst problemlos zusammen jagen könnten." sie nickte, fast schon begeistert von der etwas selbstsicherer klingenden Antwort. "Das wäre es" sprach sie sanft und wiederstrand dem Drang, der Hellen erneut die Schwanzspitze auf die Schulter zu legen. Denn sie sollte ihr Glück wohl nicht zu weit treiben. "O-okay. Wenn du sagst, wir kriegen das hin...dann, denke ich, d-dass wir das hinkriegen." das fast schon zuversichtliche Lächeln, wärmte ihr freudevoll klopfendes Herz. "Da bin ich mir sicher. Wir zwei schaffen das schon." miaute sie mit einem deutlich hörbaren Schnurren in der Stimme. "Zusammen." fügte sie dann noch hinzu um der Grauweißen zu zeigen, dass auch sie einen großen Anteil darin hatte, dass sie es schaffen konnte und Distelblatt selbst dabei nur eine helfende Stütze war. Sie ließ Hagelschweif genug Zeit diese worte zu verdauen, währenddessen wanderte ihr grüner Blick wieder über die verletzt wirkende Pfote der anderen Kriegerin.  "Aber lass und nun erstmal ins Lager zurück kehren, deine Verletzungen versorgen. Danach können wir immer noch entscheiden wo wir als nächstes hin wollen."  Sie lächelte ermutigend, da sie wusste, dass der Heiler des Öfteren schroffe Bemerkungen von sich geben konnte. Doch sie wollte ihr zeigen, dass sie ihr auch hierbei zur Seite stand. Das die Helle sich keine Sorge über Worte einer anderen Katze machen brauchte, da Distelblatt bei ihr blieb und sie unterstützte.

(604 Worte)
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BeitragThema: Re: Der Maderbaum   Do 12 Jan - 22:56

Hagelschweif

Erwähnt: DistelblattAngesprochen: Distelblatt

Hagelschweif war auf gewisse Weise erleichtert, als Distelblatt sich hinsetzte, denn es gab ihr das Gefühl, dass die Schwarze sich auch wirklich noch mit ihr unterhalten wollte und dies nicht nur irgendeine „Wohl-oder-übel-muss-ich-jetzt-wohl-mit-ihr-reden“-Konversation war. Wäre sie ein wenig besser darin, Körpersprache und ähnliches zu deuten, wäre der Graugemusterten wahrscheinlich auch bewusster, dass ihre Begleiterin keineswegs genervt war, so wie Sie es Hagelschweif schon so oft in der kurzen Zeit gesagt hatte. Doch dieses nagende Gefühl in ihr, wollte nicht aufhören sie anzuknurren und zu sagen, dass diese Unterhaltung doch nichts anderes war, als alle anderen Unterhaltungen, die sie je geführt hat. Sie verstand auch nicht, wieso sie denn noch so fühlte, wie sie es tat. Distelblatt hatte wirklich deutlich gemacht, dass sie nicht schlecht von ihr dachte. Sie waren sogar Freunde! Freunde! Hagelschweif hatte wirklich eine Freundin gefunden! Und allein das grenzte schon an ein Wunder. Ein Geschenk vom Sternenclan, so wie sie es empfand. Und sie wollte sich auch wirklich Mühe geben, nichts schlechtes zu denken und trotzdem saß sie da und war im inneren Konflikt, weil sie einfach nicht glauben konnte, dass Distelblatt so lieb zu ihr war. Außerdem wusste die Kriegerin nicht einmal, wie eine Freundschaft funktioniert? Musste man sich irgendwie besonders benehmen? Sie war zwar nie richtig glücklich gewesen vorher, aber sie hatte sich nie darum bemühen müssen, eine Freundschaft aufrecht zu erhalten. Sicherlich würde eine Freundschaft doch brechen, wenn sie sich selber nicht genug einbrachte. Oder ging das auch so von alleine?
Der wärmende Ausdruck, die Freude in Distelblatts Augen und in ihrem Lächeln zwangen Hagelschweif allerdings dazu,  wenigstens zu versuchen, ihre negativen Gedanken zu vergessen und sich einfach auf die positiven Gefühle einzulassen. Ja, einfacher gesagt als getan, aber die kleine Kriegerin versuchte es trotzdem, so gut wie es eben nur ging und lächelte ihr kleines, unsicheres Lächeln zurück. "Da bin ich mir sicher. Wir zwei schaffen das schon." hörte sie Distelblatt schnurren. Durch das Schnurren bekam Hagelschweif wieder einen Zuversichtsschub. Ja, vielleicht könnte das funktionieren. Und hoffentlich, wurden sie wirklich gute Freundin, denn sie mochte die Schwarze wirklich unglaublich gerne. "Zusammen." Zusammen. Dieses Wort fühlte sich richtig gut in Hagelschweifs Gedanken an. Wirklich sehr gut. Sie wusste nicht, ob sie irgendwie zu viel fühlte, aber sie freute sich unsagbar viel darüber, wie ihr kleiner Unfall sich entwickelt hat zu Freunden.
Dann sprach ihr Gegenüber ihre verletzte Pfote an und innerlich seufzte sie, war ein bisschen geknickt. Sie hatte wirklich geglaubt, dass diese Sache vergessen werden könnte und sie beide das mit dem Heiler ja auch ein bisschen aufschieben könnten, aber nein. Nein. Distelblatt war offenbar was das angeht, sehr verantwortungsvoll, aber eigentlich war das ja auch nichts schlechtes und es fühlte sich gut an, dass jemand um ihr Wohlergehen sorgte. Etwas zögernd saß sie noch da. Sie wollte nicht, wirklich nicht. Sie wollte sich nicht wieder schämen. Sie hatte Angst vor den Blicken, die sie im Lager bekommen könnte. Sie wollte keinen Kommentar zu ihrer Unfähigkeit hören. Und sie wollte sich auch nicht wieder rechtfertigen, oder sagen, wie dämlich sie doch war und nichts besseres als ein Mäusehirn, welches nicht einmal seine eigenen Pfoten korrekt heben konnte!
Sie stand langsam auf. Es musste ja sein und es war ja wirklich richtig. Denn nach der kleinen Ruhepause für ihre Pfote, zuckte jetzt ein stechender Schmerz durch ihre Pfote, als sie jene aufsetzte. ‚Verdammter Mäusedung!‘ fluchte sie gedanklich, während sie kurz vor Schmerz zusammenzuckte. Natürlich hoffte sie jetzt, dass Distelblatt das nicht gesehen hatte, was aber wohl auch eher unwahrscheinlich war. Bevor diese sich allerdings zu viel Sorgen machen konnte, miaute sie: „Dann lass uns los.“  Sie versuchte ihre Stimme durch den zuckenden Schmerz nicht zu doll zittern zu lassen und hoffte sehnlichst, dass sie darin Erfolg hatte, aber das glaubte sie nicht. Langsam lief sie los und setzte ihre Pfote normal ab. Sie durfte nicht zeigen, dass sie ihr auf einmal doch mehr weh tat, als sie dachte. Also biss sie die Zähne zusammen und lief einfach nur ein bisschen langsamer in Richtung Lager.

Tbc: Schattenclanlager
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BeitragThema: Re: Der Maderbaum   Sa 14 Jan - 8:04

Distelblatt
Das kleine unsichere Lächeln von Hagelschweif reichte ihr vollkommen als Belohnung. Zwar war alles, was sie in der kurzen Zeit mit der hellen Kriegerin erlebt hatte, mehr als nur ein Auf und Ab gewesen, doch nie würde sie es bereuen oder gar etwas anderes erlebt haben wollen, denn grade das was hier passierte, bereicherte ihr eigenes Leben ungemein. Denn alle Sorgen, die sie sich um die Helle machte, waren wie vergessen. Denn der Gedanke an Freundschaft erfüllte sie. Freunde. Sie hatte es wirklich geschafft. Hagelschweif war nun ihre Freundin. Die verschlossene, introvertierte Katze, hatte sich freiwillig ihre Freundin genannt, hatte sich freiwillig auf eine Verbindung zu ihr eingelassen! Die Schwarze grinste förmlich fröhlich vor sich hin.  Das Schnurren in ihrer Kehle wollte gar nicht mehr versiegen, denn die Zuversicht, die in Hagelschweifs Augen aufflackerte, machte sie glücklicher und schürte ihren eigenen Glauben daran, dass sie ihr wirklich helfen konnte aus sich heraus zu kommen. Ja, es würde funktionieren. Denn schon jetzt ging es einen Schritt nach dem anderen, immer nur Vorwärts. Wenn auch langsam und manchmal mit einigen Pfoten wieder zurück. Das wichtigste jedoch war, dass es Hagelschweif dabei gut ging, denn Distelblatt konnte es wirklich nicht aushalten, diese sanfte Katze noch einen weiteren Tag so leiden zu sehen. So einsam und mit schmerzender Seele. Die Schwarze schüttelte innerlich stark den Kopf. Und in ihren blattfarbenden Augen glühte die Zuversicht wie ganz sachte auch in denen der Grauweißen.
Sie bemerkte den wenig begeisterten Ausdruck in ihrem Gesicht, als sie die Verletzung ansprach, und es war der hell Gemusterten auch nicht vorzuwerfen. Distelblatt konnte gut verstehen, wieso die Sensible sich dagegen sträubte den heiler zu besuchen. Es war bestimmt nicht leicht die Kommentare zu ertragen, wenn man sich diese viel zu sehr zu Herzen nahm. Und die Schwarze wusste einfach, dass Hagelschweif genau dies tat. Doch die Schwarze würde dieses Mal mit dabei sein und ihr beistehen. Mit einer eleganten Bewegung erhob sie sich auf ihre kleinen schwarzen Pfoten und sah zu der Hellen, die noch etwas unentschlossen da saß. Ihre grünen Augen lagen ruhig und abwartend auf ihr, denn sie würde sie nicht drängen, besonders nicht, wo sie verletzt war und die Schwarze nicht wusste, wie sehr es wirklich weh tat. Sie sah wie die Grauweißgemusterte ihre Pfote aufsetzte und sofortig Schmerz durch ihre Augen zuckte und diese trübte. Selbst wenn Distelblatts Blick nicht aufmerksam und musternd auf ihr gelegen hätte, wäre dieses zusammenzucken, dass nicht nur ihre Augen, sondern auch ihren Körper durchlief, deutlich sichtbar gewesen. Besorgnis schlich sich nun in ihre eigenen Seelenspiegel. Der Sturz war vielleicht doch ernster als es zuerst schien? Grade wollte sie ihre Besorgnis in Worte fassen, als Hagelschweif ihre Stimme erhob. „Dann lass uns los.“ Distelblatt schloss ihr dunkles Maul wieder und nickte, wenn auch vorsichtig und mit leicht gekräuselter Stirn. Denn selbst in ihrer, ungewöhnlich klaren Aussage, war der Schmerz zitternd zu hören.  Es war wohl sicherlich nicht gut, wenn die kleine Kriegerin nun auch noch ihre Pfote belastete. Als Hagelschweif sich nun einfach normal in Bewegung setzte, schrillten ihre inneren Alarmglocken, schnell huschte sie ihrer neuen Freundin zur Seite. Noch immer wurde ihr angenehm warm ums Herz als sie den Begriff benutzte um Hagelschweif zu Betiteln. "Du solltest deine Pfote nicht so belasten. Versuch am besten auf drei Pfoten zu humpeln und die Verletzte hebst du hoch. ich weiß, es sieht vielleicht schlimmer aus, aber es nützt nichts wenn du den ganzen Weg leidest und deine Pfote dadurch noch mehr Schaden nimmt, nur weil du dir die Schwäche nicht anmerken lassen willst." sprach sie vorsichtig, um Hagelschweif ihre Sorge zu zeigen, einen Tipp zu geben und sie gleichzeitig nicht irgendwie zu kränken. "Ich kann dich auch etwas stützen, wenn du möchtest." fügte sie als kleine Hilfe hinzu, aber nur als Angebot, dass Hagelschweif auch ablehnen könnte wenn sie wollte.  Denn wenn es nach Distelblatts eigener Meinung ging, würde sie die andere Kriegerin am liebsten ins Lager tragen um für sie alle weiteren Schmerzen zu vermeiden. Denn sie würde jeden Nackenschmerz und Muskelkater ertragen, nur damit Hagelschweif nicht litt, doch diese Vorstellung war dann leider doch so absurd, dass die Schwarze sie für sich behielt. Sie konnte sich ja nicht einfach als Mutter aufführen, denn dafür war sie einfach im Vergleich zu Hagelschweif viel jünger und dazu noch nicht mal mit ihr verwandt, doch wenigstens eine freundschaftliche Stütze konnte sie anbieten und ihr helfen.

---> Tbc: Das Lager
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BeitragThema: Re: Der Maderbaum   Fr 12 Okt - 16:23

Irislicht

Erwähnt:Moorkralle, SeidenwindAngesprochen:Moorkralle


<- Schattenclanlager

Irislicht hatte sich dazu entschieden zum Marderbaum zu gehen. Sie hatte das Gefühl, dass sie schon Ewigkeiten nicht mehr hier war und ganz abgesehen davon, gab es hier wenigstens ein paar Möglichkeiten, sich unter Ästen und Sträuchern trocken zu halten. Durch die paar Sträucher und Büsche rund um den Marderbaum herum und in der Nähe konnte es tatsächtlich sein, dass vereinzelte Beutetiere noch unterwegs waren. Manchmal hatte sie das Gefühl, dass die wenigsten Krieger jemals freiwillig zum Marderbaum gingen, was auch gewissermaßen verständlich war. Der Marder, der in der Fichte hauste, war alles andere als freundlich. Nein, er war griesgrämig und zornig, wenn man ihm und seinem Territorium zu nahe trat und sich erwischen ließ. Jede Katze wusste, dass diese listigen Marder zwar klein waren, aber trotzdem ganz schön biestig und die eine oder andere Narbe hinterließen konnten. Allerdings war der Marder auch mittlerweile schon älter und bei dem Sturm kam er ganz sicher nicht raus.
Irislicht versuchte zwar trotz des Regens, so elegant wie möglich zu laufen, doch der Regen hatte ihr Fell so dicht an ihren Körper geheftet, dass jegliche Eleganz wohl verloren war. Aber immerhin hatte der Regen nun endlich nachgelassen und es nieselte nur noch. Wenigstens etwas. Auf dem Weg versuchte Irislicht durch ihren Gang wenigstens ihre Eleganz ein wenig zu wahren, doch der Regen hatte ihr gesamtes Fell an ihren Körper geklebt, womit wohl auch jegliche Eleganz verloren war. Trotzdem war es die Bemühungen wert.
Sie hatte auf dem Weg nicht so viel mit Moorkralle gesprochen, denn, um ehrlich zu sein, war sie ein wenig eingeschnappt und sie tat ihrer Laune auch mit Nichtachtung kund. Moorkralle hatte gesagt, dass er sie gegen Schimmerblatt oder Moosblüte eintauschen würde. 'Pah', dachte sie sich abwertend. Die beiden Kätzinnen waren zwar hübsch, aber um Längen nicht so schön wie sie und Moorkralle schätzte wahre Schöhnheit wohl nicht und bevorzugte eher zweitklassige Kätzinnen. Diese Bemerkung hat sie sich aber verkniffen, immerhin war sie gerade damit beschäftigt, nicht mit ihm zu sprechen. Oder, so wenig wie möglich. Er sollte sich entschuldigen, auch wenn Moorkralle niemals so etwas tun würde. Alle weiteren Bemerkungen von Moorkralle, dass Irislicht sehnsüchtig andere Päärchen betrachtete und dass niemand sie haben will, wegen ihren Affären, ließ sie äußerlich kalt und sie schnaubte nur abschätzig. Nein, die Genugtuung würde sie ihm nicht geben. Irislicht wusste war der Krieger tat und sie wusste auch, dass sie ihn amüsierte. Er hatte sich schon immer so über sie lustig gemacht und es hat echt lange gedauert, bis Irislicht angefangen hat zu kontern und zurückzuärgern. Auch die Sache mit Seidenwind. Es war gefährlich gewesen, die Königin zu erwähnen und sie wusste, dass Moorkralle nur Schlechtes über sie sagen würde, aber Irislicht hatte mit seiner Reaktion immerhin ihr Ziel erreicht. Zu gerne hätte sie ihm mal die Meinung gegeigt, aber das würde zu weit vom Thema ablenken. Sie hatte Seidenwind nicht erwähnt, um sie zu verteidigen, sondern lediglich um Moorkralle ein bisschen in Flammen aufgehen zu sehen. Er war zwar nicht explodiert, so wie es Irislichts Art gewesen wäre, doch man konnte den Stimmungsumschwung deutlich dem Kater ansehen.
Nach nicht allzu langer Zeit kamen sie dann doch noch an. Über den Weg hin, hatte sich ihr Gemüt auch tatsächtlich ein wenig beruhigt. Vorerst stellte sie sich unter einen hochgewachsenen Strauch, in der Nähe vom Maderbaum. "So Moorkralle," miaute sie neckisch, "Du willst mich in Action sehen, ja? Willst sehen, wie ein richtiger Krieger jagt, hm?" miaute sie provozierend. Moorkralle konnte auch gut jagen, aber sie wollte sehen, wie er darauf reagiert und ob er wirklich mit ihr "jagen" wollte." Da es mittlerweile nur noch nieselte konnte es auch sein, dass ein paar Tiere so langsam wieder herauskommen. Und durch die regnerische Luft waren die Katzen praktisch unriechbar und somit unsichtbar. Natürlich war es jetzt auch schwerer, die Beute zu erfassen, aber das war wohl das kleinste Problem. Sie blitzte Moorkralle, während sie auf seine alles entscheidende Antwort wartete frech an und ließ ein charmantes Lächeln über ihre Lippen huschen.

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