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 Wasserfall

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BeitragThema: Re: Wasserfall   Di 11 Aug - 21:34

Brombeerfrost
Auch der Kater behielt sein Grinsen und peitschte mit dem Schwanz. Mittlerweile war es sich sicher, dass sie eventuell doch vertrauenswürdig war. Natürlich konnte er sich auf sein Gefühl nicht verlassen, jedoch wurden die Gefühle von Moment zu Moment stärker.
"Nun", miaute er und legte ein Ohr zu Seite. "Ich musste aus dem Lager. Mir.. war seltsam, ich hatte zu viele Gedanken und brauchte Freiraum. Raus aus dem Lager, einfach in den Wald und jagen.. Vermutlich verstehst du das nicht - zumindest nicht, wieso ich in den Wald wollte", er schmunzelte, "doch ich musste einfach raus. Naja, den Rest kennst du ja." Wieder sah er sie an, forschte in ihren Augen und senkte dann den Blick. "Sturmstern..", sagte er und zögerte einen Moment, leider viel zu lange. "Ja, er ist tot.. Er wurde wohl von einem Streuner umgebracht, soweit ich das mitbekommen habe." Nachdenklich zuckte er mit den Schultern. "Man hat ihn dann in's Lager getragen. Doch ich hätte dir das bestimmt nicht sagen dürfen.."
Sofort zog es ihn zurück in die Gedanken. Was, wenn der Sternenclan nun sauer ist, weil ich einer fremden Katze ein Geheimnis verraten habe? Sein Blick wurde gequält, wenn auch nur für einen Moment. Der Klang ihrer Stimme, welche ihren Namen verriet, riss ihn zurück in die Gegenwart. "Ein wundervoller Name, er passt hervorragend zu dir. Nun, zumindest so, wie ich dich bis jetzt kennengelernt habe. Doch da ich euch nun Beute schulde, werde ich dich wieder sehen, habe ich recht?" Brombeerfrost Augen funkelten vor Belustigung, jedoch auch Vorfreude..
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BeitragThema: Re: Wasserfall   Mi 12 Aug - 17:39

Pollensturm


Die schöne abgemagerte Kriegerin sah ihm direkt in die Augen. Sie fürchtete ihn nicht. Und daher würde sie auch den Blick nicht so schnell senken.
"Nun, jedem das seine. Die Frage ist, warum du dir ausgerechnet ein Kaninchen als Beute ausgesucht hast. Obwohl die größere Überraschung ist, dass du es auch fangen konntest, so dick und protzig wie du läufst", miaute sie und hob das Kinn etwas an. Er mochte größer sein, er mochte ihr stärkemäßig überlegen sein. Aber dennoch würde sie niemals ihren Stolz und ihre Würde aufgeben.
"War es der Streuner, der dauernd mordet?", fragte sie, doch sie erwartete keine Antwort. Immerhin schien Brombeerfrost nichts genaues zu wissen...
Dieser Name...er klang viel zu schön für einen Donnerclankrieger! "Und ja, du hast recht, das hättest du mir nicht sagen dürfen. Aber ich werde es für mich behalten, es sei denn, es wird unumgänglich. Ich werde für dich nicht meinen Clan verraten", miaute sie und sah ihn einen Moment lang an.
Als er ihr dann ein Kompliment machte, sah sie ihn nur an. "Ich kann meinen Namen mögen, weil meine Mutter ihn gut gewählt hat, und wenn ich ihn nicht mag, so muss ich dennoch damit leben, denn nicht ich war es, die diesen Namen ausgesucht hat", miaute sie und als er dann meinte, sie sähen sich wieder, lächelte sie. "Ja, morgen Nacht erwarte ich dich hier. Und ich erwarte ein Kaninchen", miaute sie und blickte ihn einen Moment lang schweigend an. "Ich habe noch wichtigeres zu tun als mich mit dir zu unterhalten, also verschwinde jetzt"
[ Erwähnt: Brombeerfrost ]
[ Angesprochen: Brombeerfrost ]



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BeitragThema: Re: Wasserfall   Do 13 Aug - 17:07

Brombeerfrost
"Ich habe auch nichts anderes erwartet", miaute der Kater monoton und beantwortete damit mehrere Fragen auf einmal. Sein eisiger Blick haftete weiterhin an ihr, und trotz seiner sprunghaften Art, blieb er nach ihrem plötzlichen Stimmungswechsel ruhig. Einfach nur, weil sie es war. Sie, Pollensturm, eine Kätzin, die er eigentlich gar nicht kannte.
"Ich werde dir das Kaninchen bringen. Ich habe einmal gegen das Gesetz verstoßen, doch um meine Sünden rein zu waschen, werde ich wohl noch ein weiteres mal dagegen verstoßen müssen. Ich tue es für den Donnerclan, nicht den Windclan." Seine Stimme blieb ruhig, jedoch zwinkerte er sie provozierend an, bevor er sich auf die Pfoten erhob. Sein seidig langes Fell wehte leicht im Wind des aufkommenden Regens. Die Sonne schob sich bereits langsam über den Himmel - es war Zeit zu gehen, wenn der Kater noch etwas Schlaf abbekommen wollte. Langsam und durchaus elegant tappte er in Richtung Grenze. Doch bevor er sie übertrat, drehte er seinen Kopf noch einmal über seine Schulter und sagte mit einem Grinsen: "Und das ist kein Fett, das sind Muskeln." Dann verschwand er in den tiefen des noch dunklen Waldes.

---> Donnerclan Lager
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BeitragThema: Re: Wasserfall   Fr 14 Aug - 17:27

Pollensturm

Die Kriegerin funkelte ihn nur an und sah ihm nach. Dick und protzig, nicht fett... Sie schüttelte den Kopf darüber, um ihre Gedanken wieder frei zu bekommen. Alles stank nach Donnerclan, sie selbst, die Beute, dieser Ort...die anderen könnten etwas bemerken...
Sie sah sich um und entdeckte im Dämmerlicht einen Tannenzweig. Das Harz roch kräftig, also nahm sie den Ast und zog ihn über die Spur, die der Kater hinterlassen hatte, dann trabte sie zum Wasserfall zurück, nahm die Beute und trug sie an das Wasser heran. Sie tunkte sie hinein, zog sie wieder heraus. Dann sprang sie selbst ins Wasser...
Sie konnte nicht stehen, das Wasser war zu tief, sie zappelte mit den Beinen und konnte so ihr geringes Gewicht wieder an die Oberfläche bringen und sich am Ufer herausziehen. Sie schüttelte sich und versuchte, die klirrende Kälte, die durch die Nässe kam, herauszuschütteln. Aber das klappte leider nicht...
Sie hob die Beute auf und trabte dann los, die Bewegung wärmte sie ein wenig und ihr dünner Körper zitterte nicht mehr so stark
gt: Lager

[ Erwähnt: Brombeerfrost ]
[ Angesprochen: xxx ]



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BeitragThema: Re: Wasserfall   Mo 28 Dez - 13:05

Blütenblatt

In Gedanken versunken starrte sie den tosenden Wasserfall an. Sie kam oft hierher, denn dieser Ort gab ihr Ruhe und Frieden. Der Anblick des Wassers beruhigte sie auf eine besondere Art und Weise, wie nichts anderes es konnte.
Ich sollte vielleicht zurück ins Lager und meinen Pflichten nachgehen, dachte sie. Doch gleichzeitig wünschte sie sich nichts sehnlicheres, als einfach nur hier zu bleiben.
Schließlich rappelte sie sich dann doch auf und beschloss auf dem Rückweg zum Lager noch ein wenig zu jagen. Es war immer noch sehr kalt und die Beute lief nicht gut, aber vielleicht hatte sie ja Glück.

--->WCLager



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BeitragThema: Re: Wasserfall   Di 9 Aug - 21:33

cf: Lager
Sturmwind fühlte sich nicht wirklich sicher, jedes Geräusch ließ sie zusammenzucken. Denn die Angst saß zu tief, um sie zu überwinden. Und doch, auch wenn sie eigentlich jedem misstraute, bei Schilfblick war es weniger schlimm. Sie würde nicht so weit gehen, ihm zu vertrauen, aber zumindest war sie ihm nicht so abgeneigt gegenüber wie anderen. Sie wusste selbst nicht, was es genau war, aber sie hatte bei ihm das Gefühl, dass er sie respektierte und dadurch fühlte sie sich weniger angreifbar. Er ließ ihr ihre Distanz, zwang ihr keine Nähe auf. Dafür war sie ihm sehr, sehr dankbar.
Denn Nähe war etwas, was ihr wirklich Angst machte. Es war zu intim...und wenn man nicht vertraute, dann war das eben sehr schwer.
Die Kriegerin schlich nahezu lautlos durch das Territorium des Windclans, denn es war immer wichtig, leise zu sein. So konnte man die Gefahr vor der Gefahr bemerken...klang seltsam, aber es gab ihr Sicherheit, leise zu sein. Und auch wenn sie es nicht eingestehen wollte, auch Schilfblick gab ihr irgendwie Sicherheit. So abstrus es ihr erschien, aber sie sah sich weit weniger um als wenn sie ohne ihn unterwegs gewesen wäre.
Doch soetwas würde sie niemals denken. Er war im Entferntesten das, was ein Freund darstellen konnte, doch auch vor ihm hatte sie Angst, wie sie sie vor jedem hatte. Ihr Blick war nicht ohne Grund stets ernst und oft traurig. Manchmal fühlte sie sich unvollständig...immerhin hatte sie alle verloren, denen sie ihr Herz geschenkt hatte, und jemand, dem sie blind vertraut hatte, hatte ihr alles genommen. Sturmwind schluckte.
Als sie den Wasserfall erreichte, prüfte sie die Luft und schlich zum Wasser hin, dass im Licht der Sonne schimmerte. Als sie hineinsah, konnte sie ihr eigenes, trauriges Gesicht erkennen. Sie seufzte leise, setzte sich hin und richtete den Blick vom Wasser weg. Es war zu schmerzlich...
Sie sollte anfangen, zu jagen, aber irgendwie war nicht mal der leiseste Geruch in der Luft. Es gab ja schließlich auch einen Grund dafür, dass alle im Windclan einfach nur noch als mager zu bezeichnen waren.



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BeitragThema: Re: Wasserfall   Mi 10 Aug - 0:09


Schilfblick

Angesprochen:Erwähnt:Sonstiges:
Sturmwind---Windclan, 6 Jahre

Schilfblick hatte sich hinter Sturmwind gehalten und war dabei tief in seinen Gedanken versunken. Es war ein seltsames Gefühl sich dem Wasserfall zu nähern... mit einer anderen Kätzin. Stets hatte er es vermieden, diesen Ort mit anderen zu betreten. Es kam ihm wie ein Verrat an Rosenherz vor... dabei war seine geliebte Gefährtin schon vor vielen Blattwechseln zum Sternenclan gegangen...
Noch immer traf ihn der Gedanke an sie... ihr Verlust... wie eiskalte, scharfe Krallen... welche sich durch seinen Brustkorb bohrten und an seinem Herzen rissen. Er vermisste sie... nach all dieser Zeit vermisste er sie immer noch, als wäre ihr Tod erst gestern gewesen. Er vermisste ihr Lachen... das Funkeln in ihren Augen, wenn sie ihn geneckt hatte... die arrogant gehobene Nase, wenn sie wütend auf ihn war... ihr weiches Fell an seinem... die Liebe, die sie ihm schenkte, ohne etwas zu erwarten. Sie war perfekt gewesen... viel zu gut für ihn. Das hatte er leider viel zu spät erkannt. Er wollte nicht daran denken, wollte seinen Kopf klar für die Jagd bekommen... doch er wusste, dass er sich nur selber schützen wollte. Sein Herz schlug schneller... die Ohren neigten sich nach hinten, seine Schnurrhaare zuckten, als er an den Schicksalhaften Tag dachte. Er hatte alles kaputt gemacht... An einem Tag alles verloren, was er liebte. Seine Gefährtin... die ungeborenen Jungen, die sie erwarteten... und warum? Weil er das Gefühl hatte, er könne etwas verpassen... wegen seinem grenzenlosen Egoismus... weil er nicht sah, was er hatte.
Schilfblick wusste, dass er gut aussah... das wusste er schon immer... nur interessierte es ihn nicht mehr. Früher hatte er es ausgenutzt um zu bekommen, was er wollte. Hauptsächlich Spaß... und den hatte er nicht zu knapp. Selbst als Rosenherz seine Gefährtin wurde, führte er Beziehungen zu anderen Kätzinnen. Nichts ernsthaftes, denn sein Herz gehörte nur Rosenherz... aber er nahm, was er bekam. Bis zu diesem Tag... als er sich mit einer Kätzin aus einem anderen Clan traf... er wusste noch ihren Namen, wollte aber nicht an sie denken... Rosenherz hatte sich Sorgen gemacht und war ihm gefolgt... und erwischte ihn in Flagranti mit einer anderen. Er konnte sich an jeden Wort erinnern, was sie ihm an den Kopf warf. Sah sie vor sich, mit Tränen in den Augen. Wie sie herumwirbelte, davon rannte. Er folgte ihr, ohne Nachzudenken. Wahrscheinlich wäre sie in Lager zurück gekehrt... aber so lief sie immer weiter auf die Grenze zu... Und überhörte in ihrem Kummer das nahende Monster. Er hatte sie nicht mehr erreichen können. Hatte sie nicht retten können. Wieder war er an dem Tod einer Katze schuld, die ihm nahe stand. Und er hatte nicht einmal den Mut dem Clan die Wahrheit zu sagen. Erfand eine Geschichte... Niemand wusste davon... nie hatte er es erzählt... Er war Feige.
Ein Zittern lief durch seinen Körper und gewaltsam drängte er die Gedanken zurück. Niemand sollte ihn so sehen...
Schilfblick hatte sich wieder im Griff, als er hinter Sturmwind die Lichtung am Wasserfall betrat. Sie hatte einen kleinen Vorsprung gehabt und nun saß sie am Wasser und blickte in das Klare Nass. Für einen kurzen Moment blieb der Kater stehen, wie erstarrt. Sog das Bild ein, was sich ihm eröffnete. Das Cremefarbene, getupfte Fell mit den braunen Akzenten glänzte und er bewunderte den zierlichen Körper der jungen Kriegerin. Obwohl sie grade saß wusste er, dass sie lange, schlanke Beine hatte. Sie war wunderschön und er beneidete den Kater, der es irgendwann schaffte, ihr Herz zu gewinnen. Sein Blick lag beinah brennend auf Sturmwind und unter seinem Fell begann es zu kribbeln. Er kam sich vor wie ein Jungenschänder, sie so zu betrachten. Erstens war sie doch so viel Jünger als er... Könnte sie doch das Junge seiner Jungen sein...und zweitens, hatte er nicht das Recht sie mit solchen Augen zu sehen. Er beruhigte sich mit den Worten, dass es nur der Gedanken an Rosenherz war, dass er sich so gehen ließ. Das er Sturmwind sonst niemals so gesehen hätte. Sie war ja fast wie eine Tochter für ihn. Das war es. Er sah in ihre eigentlich keine Kätzin für mehr... Nur als eine Kätzin, die er wie eine Tochter liebte. Natürlich machte er sich da Sorgen um sie. Und wollte sichergehen, dass sie an kein Mäusehirn geriet – so wie er es in seiner Jugend gewesen ist.
Mehr als beruhigt von dieser Erkenntnis, näher er sich ihr langsam und ließ sich neben ihr nieder. Eine Schwanzlänge trennte sie und auch er blickte ins Wasser. Sah einen hellbraunen Kater mit grünen Augen, der jünger aussah, als die Blattwechsel die er zählte. “Ich bekomme graues Fell!“, miaute er mit tragischer Stimme, wollte irgendwie ein Gespräch beginnen. Sich ablenken. Überlegte bereits das nächste Thema. “Beute scheint hier genauso rar zu sein, wie im restlichen Territorium... Aber Fische gibt es. Also lass uns Fischen.“ Er hob eine Pfote und wartete, geduldig. Achtete darauf, dass sein Schatten nicht ins Wasser fiel. Wartete... bis ein Schatten unter der Oberfläche sichtbar wurde. Gerade wollte die Pfote hinunterfahren lassen, als er stockte. Windclan-Katzen fischten nicht! Nicht so gezielt! Er hatte es von einer Flussclan-Kätzin gelernt. Aber wie sollte er dies rechtfertigen. So ließ er seine Tatze einfach hinunter platschen, fing auf diese Weise natürlich nichts. Allerdings zog er sie so wieder raus, dass das Wasser in alle Richtungen spritzte. Ein wenig Absichtlich in Richtung Sturmwind. “Ups...“, miaute er und versuchte seiner Stimme einen Unschuldigen Ton zu geben.


<--- WiC-Lager

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Ein großes Danke an Gigi (Blutseele) für die tolle Siggi! <3

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BeitragThema: Re: Wasserfall   Mi 10 Aug - 0:55

Hier war sie gewesen, als ihr Vater ihr ihren Zwillingsbruder genommen hatte. Niemals würde sie vergessen, wie tapfer Windpfote gekämpft hatte. Und welche Schuld auf ihrer Seele lastete durch das, was damals geschehen war. Und es hatte hier begonnen...zumindest hatte das Ende hier seinen Anfang genommen. Bis zu diesem Moment war schon so viel Leid über ihre Familie und sie gekommen, dass sie es nicht vermocht hatte, es auszudrücken. Und diese letzte Trainingsstunde mit ihrem Mentor war ihr noch genau im Gedächtnis. Es war das letzte Mal gewesen, dass sie gelacht hatte. Windpfote und sie hatten gespielt, am Teich. Sie hatten sich im Gras getollt und waren dann in den Teich gekullert. Lachend waren sie herausgeklettert und Bärenherz hatte ihnen mahnend erzählt, sie sollten sich nun zusammenreißen, denn sie wollten ja wie reife Schüler wirken. Windpfote hatte daraufhin sehr ernst getan, sodass sie wieder hatten lächeln müssen. Aber sie waren bereit gewesen, sich mit der Jagd zu beschäftigen. Es war wohl die Erleichterung über die Blattfrische gewesen, darüber, dass kein Schnee mehr fallen würde, der sie so toll gemacht hatte. Auf dem Gesicht der Kriegerin zeigte sich ein trauriges, bitteres Lächeln. Windpfote hatte ihr immer am nächsten gestanden, nicht, dass sie ihre anderen Geschwister nicht auch über alles geliebt hätte, aber die Bindung zwischen den Zwillingen war stärker gewesen. Und dann der Moment, in dem...
Sturmwind kniff die Augen so fest zusammen, dass es wehtat, um die Bilder aus ihren Gedanken zu vertreiben. Dann riss sie sie wieder auf und starrte in das Sonnelicht auf der Wasseroberfläche. Ob Schilfblick es bemerkt hatte, dass sie so...seltsam gewesen war? Niemand war damals dabei gewesen, niemand hatte gewusst, wo es passiert war. Sie hatte niemals darüber sprechen können. Und auch jetzt...schon das Erinnern war zu schmerzhaft, um es jemals in Worte zu hüllen. Sie war noch in ihren Gedanken als Schilfblick etwas sagte. Er saß plötzlich neben ihr, auch wenn sie ins Wasser gesehen hatte, sie hatte es nicht mitbekommen. Warum nur hatte sie diesen Ort gewählt? Sie wusste, dass sie versuchen musste, damit abzuschließen, aber es gelang ihr eben noch nicht. Es tat noch immer sehr, sehr weh...und das würde es wahrscheinlich auch immer.
Graues Fell? Sie blickte Schilfblick ein wenig skeptisch an. "Es gibt Katzen, die sind von Geburt an grau, was sollen die denn sagen?", miaute sie mit einem traurigen Lächeln. Sie hatte sich Mühe gegeben, normal zu wirken, aber irgendwie hatte sie selbst den Schmerz in ihrer Stimme gehört. Unangenehm war das...sie hoffte, er würde nichts dazu sagen. Hier draußen fiel es ihr nicht so leicht, sich normal zu verhalten. Und noch etwas anderes war unangenehm gewesen. Nämlich, dass sie bemerkt hatte, dass er nicht hässlich war. Sicher, er war um einiges älter als sie selbst, aber er war dadurch nicht minder attraktiv. Wenn man etwas auf soetwas gab, was sie selbst natürlich nicht tat. War ja nur eine Feststellung, hatte ja nichts zu bedeuten.
Zum Glück wechselte er dann - Sternenclan sei Dank - das Thema zur Beute. Sie nickte. "Nicht mal ein mickriges Mäuschen", seufzte sie. Hier war es nicht schlimm, wenn sie niedergeschlagen klang. Zumindest etwas. "Du willst Fischen? Kannst du das denn?", fragte sie dann skeptisch. Doch dann tat er etwas seltsames und starrte ins Wasser. Skeptisch, aber doch interessiert, beobachtete sie ihn, er schien genau zu wissen, was er da tat. Sollte es tatsächlich möglich sein, dass er Fischen konnte? Aber dann schlug er plötzlich aufs Wasser, als wäre er blind. Es passte nicht zusammen. Alles in ihr kribbelte verräterisch. Da war irgendetwas, was er verschwieg, was er verheimlichte. Das Wasser spritzte in alle Richtungen und traf auch sie selbst an Beinen und Brust. Sie zuckte zusammen. "Warum hast du den Fisch nicht gefangen?", fragte sie dann verwirrt. Die Kriegerin glaubte aber in dem Moment, in dem sie die Worte ausgesprochen hatte, dass es nicht stimmen konnte. Aber irgendetwas sagte ihr, dass er es gekonnt hätte. So seltsam das auch in ihren Ohren klang. Sie senkte den Blick. "Entschuldige, geht mich nichts an", miaute sie dann und zog sich damit wieder vor ihm zurück. Kurz hatte die Faszination sie aus sich herausbrechen lassen, bei jemand anderem wäre sie jetzt wahrscheinlich davongelaufen. Einfach, weil das Verhalten nicht stimmig war. Aber er hatte etwas an sich, dass sie ahnen ließ, er würde sie nicht töten. Und dass er kein Vertrauter ihres Vaters war, der diesen rächen wollte. Und seltsamerweise wüsste sie unglaublich gern, warum er fischen konnte. Aber er stellte ihr keine Fragen, deswegen sollte sie ihm auch keine stellen. Das war gerecht...und sie war ihm dankbar, dass er sie nie auf die Geschehnisse, die er ja mitbekommen haben musste, angesprochen hatte.



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BeitragThema: Re: Wasserfall   Mi 10 Aug - 19:37


Schilfblick

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SturmwindNachtschwingeWindclan, 6 Jahre

Ruhig saß Schilfblick neben der Kätzin und betrachtete sie nachdenklich von der Seite. Und wieder konnte er nicht umhin zu merken, dass sie wirklich wunderschön war. Er konnte einfach nicht verstehen, warum sich noch niemand um sie bemüht hatte. Grade ihr zurückhaltendes, fast schon kaltes Betragen anderen gegenüber hätte ihn in seiner Jugend mehr als gereizt. Sie war wie ein Kostbarer Jagdgrund, den es zu erobern und beschützen galt. Vielleicht sollte er das ganze einfach mal ins Rollen bringen? Konnte er es doch nicht mitansehen, dass die Kätzin so einsam war. Das hatte sie nicht verdient. Nach all den Verlusten in ihrem Leben hatte sie mehr als ein bisschen Anspruch auf ein wenig Glück. Nachtschwinge könnte ein passender Gefährte für sie sein..., überlegte er. Er sah ganz gut aus, war von annehmbarer Statur... sein Charakter und sein Benehmen waren – so wie er ihn bisher kennen gelernt hatte – tadellos. Zudem konnte er sie beschützen, sodass Sturmwind ein wenig Sorgenfreier durchs Leben gehen könnte. Sobald er wieder im Lager war, würde er diese Gedankengänge fortsetzen und überlegen, wie er ein Treffen für die beiden Arrangieren könnte. Sicher würde ihm etwas einfallen.
Zufrieden mit sich betrachtete er die Kätzin weiter und fragte sich, worüber sie nachdachte, was ihr zu schaffen machen schien. Es musste ein schlimmer Gedankengang sein, denn Sturmwind kniff die Augen zusammen, als hätte sie schmerzen. Ihr ganzer Körper schien zu erstarren und ein Anflug von Sorge durchfuhr seinen Körper. Er wollte sie bereits ansprechen, um sie aus ihren Gedanken zu befreien, als sie bereits wieder die Augen öffnete. Schnell wandte er den Blick ab, sollte sie doch nicht das Gefühl bekommen, er würde sie beobachten. Gerne hätte er erfahren, was sie so dermaßen beschäftigte, dass sie sein Kommen nicht bemerkt hatte... Doch er befürchtete, dass er durch unbedachte Fragen einen Fehler begehen und das zarte Vertrauen zerstörte, was er über die Blattwechsel so mühsam hatte aufbauen müssen. So sagte er einfach nichts und tat, als hätte er ihre Abwesenheit gar nicht bemerkt.
Sein plumper Versuch sie aufzumuntern, misslang kläglich... aber er war ja auch nicht dafür bekannt, sonderlich viel Humor zu besitzen. Besser er ließ so etwas sein, sonst machte er sich noch lächerlich.... Ihr skeptischer Blick sprach Bände, doch passte er nicht zu dem traurigen Lächeln, welches um ihre Lippen spielte. Sie versuchte stark zu sein, dass bemerkte er durchaus... doch scheinbar hatte sie ihren Schutzwall noch nicht wieder komplett aufbauen können und zeigte nur einen Hauch von dem Kummer, der in ihr zu schlummern schien. Schilfblick zog bei ihrer Erwiderung eine Augenbraue hoch und meinte: “Die sollten sich glücklich schätzen... Immerhin wird an ihrem Fell niemand bemerken, dass sie Älter werden.“, schnurrte er, wurde aber im nächsten Moment sehr ernst. Fragend blickte er die Kätzin an, überlegte kurz und seufzte dann lautlos. “Du weißt, dass du jederzeit mit mir reden kannst, wenn dich etwas bedrückt.“ Ein Angebot, welches er selten machte. Er war sich sicher, dass sie dies niemals in Anspruch nehmen würde... aber Sturmwind sollte wissen, dass sie nicht alleine war.
Hätte er in diesem Moment ihre Gedanken erfahren, hätte sich sein Fell voller Männlichem Stolz aufgeplustert. Auch, wenn man es bei Schilfblick nicht unbedingt vermutete und er es auch nicht durchblicken ließ, war er durchaus sehr anfällig für Komplimente. Vor allem oder grade dann, wenn es von einer Kätzin kam.
Gerne hätte er mit seinem Können im Fischen geprahlt... aber das hätte sicherlich zu mehr Fragen geführt, die er nicht unbedingt beantworten wollte... Doch sein gespieltes Vermasseln war von ihr nicht unbemerkt geblieben. Mehr als kritisch betrachtete seine Clankameradin ihn und fragte dann, warum er den Fisch nicht gefangen hatte. Er wollte sie bereits mit einer kühlen Antwort abfertigen... doch dann überlegte er es sich anders. Sturmwind war nicht dumm... und sie würde merken, wenn er sie belog. Würde sich vielleicht sogar von ihm zurück ziehen... Dies wollte er nicht... Zudem schien sie ernsthaft interessiert, wirkte lebhafter als die Zeit zuvor... Den Ausschlag allerdings gab ihre leise Entschuldigung... und das unbewusste zurückziehen der Kätzin.
“Ich habe nicht damit gerechnet, dass es dir auffallen würde... ich wollte nicht etwas zur Schau stellen, was für Wind-Clan-Katzen eigentlich untypisch ist...“, miaute er leise. Still setzte er sich erneut ans Wasser... hob eine Pfote und wartete, bis sich ein Schatten unter der Oberfläche bewegte. Sofort fuhr seine Pfote herunter und er spürte den Glitschigen Fisch an seinen Krallen, als er ihn empor wirbelte und an Land verfrachtete. Ein kurzer Biss und der Wasserbewohner lag still vor seinen Pfoten. Dann blickte er sie an, sah ihr direkt in die Augen. “Ich habe mich in meiner Schülerzeit viel herum getrieben... und habe das Fischen von einer Flussclan-Kätzin gelernt.“, gab er schließlich zu, erwähnte dabei nicht, dass er auch als Krieger nicht unbedingt dem Gesetz der Krieger gefolgt ist... Würde sie davon wissen... er wüsste nicht, wie sie reagierte und würde es mit allen Mitteln verhindern.




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BeitragThema: Re: Wasserfall   Mi 10 Aug - 20:37

Sturmwind war eigentlich kein Mäusehirn, von daher hätte ihr klar sein müssen, dass Schilfblick sie gesehen hatte, dass er mitbekommen hatte, dass sie für einen Moment lang...naja, abwesend gewesen war. Und dass es ihr damit nicht sehr gut gegangen war, das war ja nicht zu übersehen gewesen. Sie schämte sich ein wenig, dass sie es nicht besser hatte verbergen können. Meist gelang es ihr so gut, aber warum ausgerechnet jetzt nicht? Das das ausgerechnet vor Schilfblick passiert war...warum war ihr das nur so unangenehm? Gerade er würde doch wahrscheinlich nicht nachfragen. Oder war es das, dass er es eben nicht würde? Dass sie eigentlich wollte, dass er nachfragte?
Nein! Nein, das war abstrus. Sie wollte ja nicht darüber reden. Und sie würde auch nicht darüber reden. Kein Wort käme ihr über die Lippen, denn es ging niemanden etwas an, was hier geschehen war. Und es ging auch niemanden etwas an, dass es hier passiert war.
Niemanden.
Nur sie.
Sturmwind schluckte und als Schilfblick meinte, dass graue Katzen dann ja zu beneiden wären, musste sie doch leicht lächeln. Sie wusste, dass er sie gesehen hatte. Und dass er beobachtet hatte, wie die Erinnerung sie eingeholt hatte. Und doch...diese belanglose Äußerung erleichterte sie nun doch ungemein. Sie wusste nicht genau, warum, aber es war angenehm, über etwas so dummes nachzudenken, sei es auch nur für diesen einen Moment. Einen sehr kurzen.
Dann spürte die Kriegerin den Blick Schilblicks auf sich, der sie fragend ansah. Sein Angebot war seltsam angenehm und unangenehm zugleich. Sie würde nicht darüber reden. Mit niemandem. Denn es gab ja niemanden, dem sie traute. Oder fing sie etwa tatsächlich an, ihm zu trauen? Ha, nein, im Leben nicht. Sie vertraute nicht. Niemandem. Auch diesem nicht ganz unansehnlichen, netten Kater nicht. Aber auch ihr Vater hatte diese Eigenschaften in sich vereint, zumindest die ersten zwei Monde ihres Lebens. Von daher war das allein niemals Grund genug, jemandem zu trauen. "Danke", miaute sie mit belegter Stimme. Sie fand sein Angebot wirklich sehr nett und bei jedem anderen hätte sie sich die schlimmsten Gedanken gemacht, doch bei ihm erschien es ihr ernst gemeint. Und das verunsicherte sie sehr. Sogar noch mehr als es das bei jedem anderen getan hätte, denn da hätte sie ja ihre Antwort gekannt. Aber Schilfblick war anders. Und das war...nicht unbedingt schlecht? Oder vielleicht gerade schlecht? Sie wusste nicht mehr, was sie denken sollte. Und erst recht nicht, was sie sagen sollte, weswegen sie nach ihrem Danke erst einmal schwieg.
Bis er ihr gestand, dass er nicht erwartet hatte, dass sie es bemerken würde. "Du solltest mich besser kennen", miaute sie mit dem Anflug eines Lächelns. Dann konnte sie ihn dabei beobachten, wie er tatsächlich einen Fisch fing. Auch wenn sie es erwartet hatte, faszinierte es sie ungemein, wie er blitzschnell das silbrige Geschöpf an Land bugsierte. Etwas dergleichen hatte sie noch nie beobachtet. Und seltsamerweise beeindruckte es sie ganz schön...sie konnte gar nicht verstehen, warum. Ach, wahrscheinlich nur, weil sie so versuchen konnten, den Clan zu ernähren. Einen anderen Grund konnte es ja gar nicht geben!
Dann beichtete Schilfblick sogar, dass eine Flussclankatze es ihm beigebracht hatte. Er hatte also das Gesetz gebrochen. Aber es störte sie eigentlich gar nicht, die Faszination überwog. Er blickte ihr nun direkt in die Augen und das machte sie seltsam verlegen. Sie senkte den Blick kurz auf das Spiegelbild im Wasser, dann sah sie ihn von der Seite an. "Bringst du es mir bei?", fragte sie dann vorsichtig. Das würde sie wirklich wahnsinnig gern können...



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BeitragThema: Re: Wasserfall   Fr 12 Aug - 17:04


Schilfblick

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Sturmwind---Windclan, 6 Jahre

Auch wenn sie immer noch ein wenig abweisend wirkte – um es nicht verlegen zu nennen – freute es ihn doch, dass sich ein kleines Lächeln auf ihrem Gesicht ausbreitete. Sie antwortete zwar nicht darauf, doch er konnte förmlich fühlen, wie sich die Stimmung erhellte. Wer hätte gedacht, dass ein so simpler Scherz ein – wenn auch zaghaftes – Lächeln sich auf ihr Gesicht stahl. Vielleicht sollte er öfters über seinen Schatten springen und ein wenig Lustiger werden... oder besser nicht. Das könnte genauso gut nach hinten los gehen. Er blieb besser so, wie er war. Damit war er bisher ja ganz gut gefahren.
Doch bereits im nächsten Moment verschwand das Lächeln der Kätzin und Schilfblich schloss für einen kurzen Moment innerlich seufzend die Augen. Er hätte ihr dieses Angebot nicht unterbreiten sollen... hätte er doch ahnen müssen, dass es dazu führe dass sie sich zurück ziehen würde. Das leise, beinah erstickt klingende danke kam zögerlich und doch bedeutete es viel. Auch, wenn sie sein Angebot niemals würde annehmen... wusste sie nun, dass sie sich an ihn wenden würde und dies auch so verstanden hatte. Es beruhigte ihn. Fast hatte er schon erwartet, dass sie es anders auffasste, als es gemeint war. Er schenkte ihr ein kleines Lächeln.“Jederzeit.“, miaute er und neigte vor ihr leicht den Kopf. Seine Augen lagen noch immer auf der Kätzin, aber nicht mehr so nachdenklich wie zuvor. So bemerkte er auch, dass sie etwas beschäftigte. Beinah konnte er sehen, wie es in ihrem Kopf ratterte, während sie zu überlegen schien. Die Stille zwischen ihnen machte ihm ein wenig zu schaffen, obwohl er nicht wusste warum. Normalerweise war er erleichtert, wenn ihn niemand zu textete... er genoss es, ein wenig Frieden zu genießen.
Als sie dann kurz darauf meinte, dass er sich eigentlich besser kennen müsste und ihre Mundwinkel sich leicht hoben, stockte bei diesem leichten Lächeln sein Atem und sein Herz geriet aus dem Takt. “Tue ich das? Kennt dich überhaupt irgendwer wirklich?“, fragte er sie leise, weil er seiner Stimme nicht traute. Er wusste nicht, woher diese Worte kamen, warum er sie aussprach... Irgendwie sorgte die Nähe zu Sturmwind dafür, dass sein sonst so klarer Verstand die Konsistenz von Fuchsdung bekam... und dementsprechend nicht mehr viel damit anzufangen war. Zudem ärgerte es einen Teil von ihm, dass sie seinem Blick ständig auswich... Das hatte sie doch überhaupt nicht nötig!
Deshalb überraschte es ihn umso mehr, als sie ihn plötzlich fragte, ob er ihr das Fischen beibringen würde – und ihn dabei von der Seite her ansah. Irgendwas in ihren Augen sorgte dafür, dass er sich verdammt gut vorkam und es kostete ihn Mühe zu verhindern, dass er sich stolz aufplusterte. “Natürlich... es kann ja nicht Schaden, wenn zwei Katzen den Clan mit Fisch versorgen – auch, wenn sie damit sicher nicht ganz so glücklich sind, wie mit Kaninchen.“, miaute er. “Erschrick jetzt nicht... wir müssen dafür ein wenig enger zusammen sitzen.“, warnte er sie vor – obwohl dies ja eigentlich gar nicht so stimmte... Vielleicht war es einfach nur eine Ausrede dafür, näher bei ihr zu sein... Ach verdammt... das vielleicht kann ich streichen..., dachte Schilfblick. Er rückte näher zu der Kätzin, bis sich ihr Fell fast berührte. Er wollte wenigstens einen Hauch Anstand wahren und ihr nicht komplett aufs Fell rücken. “Beim Fischen ist es sehr wichtig, dass du Geduld zeigst. Mehr noch als beim Jagen. Der kleinste Fehler kann dir den Fang kosten. Einem Kaninchen kannst du nachjagen... aber einem Fisch ins Wasser zu folgen wird schwieriger.“, begann er. “Setz dich dicht ans Wasser, aber achte darauf, dass dein Schatten nicht aufs Wasser fällt. Heb eine Pfote, denn du musst schnell sein und nicht zögern. Warte, bis ein Schatten unter der Oberfläche sichtbar wird und schlage dann zu. Heb den Fisch mit der Pfote empor und schleudere ihn an Land. Du musst ihn schnell mit einem Biss töten, sonst könnte er wieder ins Wasser gleiten.“ Ruhig gab er die Erklärung ab und wartete dann, ob sie eine Frage hatte.



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BeitragThema: Re: Wasserfall   Mi 17 Aug - 17:46

Sturmwind war es etwas unangenehm, dieses eine Wort zu sagen. Danke. Sie würde sein Angebot doch sowieso nicht in Anspruch nehmen, warum sagte sie es dann? Verstehen konnte sie es selbst nicht, aber was sollte sie machen? Darüber reden könnte sie ja doch nicht. Und als er dann sein Angebot durch ein 'Jederzeit' bekräftigte, sah sie verlegen auf ihre Pfoten. Eigentlich waren ihre Pfoten ganz hübsch, sie waren fein, nicht besonders groß, die Krallen waren gar nicht zu sehen, wenn sie sie eingezogen hatte. Diese Pfoten sahen weich und harmlos aus. Nicht wie die Pfoten einer Katze, die ihren eigenen Vater getötet hatte. Sturmwind schluckte und blickte wieder auf. Nicht, dass Schilfblick noch etwas bemerken würde...das wäre gar nicht auszudenken. Noch eine unangenehme Situation wäre wahrscheinlich wirklich zu viel. Allerdings könnte sie sich durchaus vorstellen, dass der Kater darüber schweigen würde. Denn es war selten, dass er sie auf seltsames Verhalten ansprach.
Als sie einen Moment geschwiegen hatte auf seine Worte hin und antwortete, entwaffnete sie seine Frage. "Kennt dich denn überhaupt irgendwer richtig?" Das war eine Frage, die ihr ein wenig Angst machte. Eigentlich kannte sie die Antwort. Nein. Niemand kannte sie richtig. Aber sich das einzugestehen, das tat weh. Und deswegen hatte sie bisher auch immer jeden Gedanken darüber verdrängt. Und auch jetzt. Sie wusste nicht, was sie sagen, was sie tun sollte. "Nein." Dieses eine Wort brachte sie heraus. Und musste schlucken. Sie fühlte sich seltsam damit, dieses eine Wort hatte einiges losgetreten. Zumindest in ihrem Kopf. Es schmerzte, sich einzugestehen, dass es niemanden gab, der sie wirklich kannte. Dass man ganz allein war. Ohne Vertraute. Aber das ging nicht. Es ging einfach nicht. Sie konnte nicht.
Als er dann zustimmte, ihr das Fischen beizubringen, freute sie sich. Endlich könnte sie dem Clan wieder Beute nach Hause bringen. Sie kam nicht umhin, ihn zu bewundern, weil er es konnte. Es war wahrscheinlich nicht ganz rechtlich, aber das war doch gleich, denn es war eine Möglichkeit, dem Clan Nahrung zu verschaffen. "Sie sind zufrieden, wenn ihr Bauch voll ist. Egal womit", miaute sie und lächelte dann doch. Es faszinierte sie, etwas neues zu lernen, auch wenn ihr Wasser nicht immer behagte. Sie hatte noch nie gewagt, ins Wasser zu springen. Mit ihrem Bruder war sie zwar hineingefallen, aber das war etwas anderes gewesen. Es war kalt gewesen, nass, fast unangenehm. Aber wenn es den Clan ernährte...
Schilfblick näherte sich ihr, war dicht neben ihr, sodass sich zeitweise sein und ihr Fell berührten. Sie musste sich zusammennehmen, nicht von ihm wegzurutschen. Denn diese Nähe war ihr nicht geheuer, auch bei ihm nicht. Aber wenn sie ihn von der Seite aus beobachtete, da war es auch aufregend. Natürlich nur, weil er ihr etwas neues beibringen konnte!
Als er erklärte, hörte sie ihm genau zu, hing nahezu an seinen Lippen. Einen Fisch zu fangen schien eine Kunst zu sein...und plötzlich hatte sie Respekt vor Flussclankatzen in ihrer Brust. Sie hatte sie immer verstohlen bewundert, aber nun würde sie lernen, wie es funktionierte. Und es schien nicht so einfach zu sein. Man musste geduldig sein, ausharren. Und dann blitzschnell. Das klang wirklich nicht einfach...und ziemlich anspruchsvoll.
Sturmwind beschloss dennoch, dass sie es lernen würde, egal, wie lange es dauerte. Es könnte ihren Clan retten und dafür würde sie alles geben.
"Muss man auch leise sein? Können einen die Fische hören?", fragte sie dann, als er fertig war. Das konnte sie zwar, leise sein, aber trotzdem. Vielleicht konnte man sich ja nebenbei unterhalten, wenn man ja so lange da saß. Aber hatten Fische Ohren? Um ehrlich zu sein, hatte sie in ihrem ganzen Leben noch nie einen Fisch aus der Nähe gesehen, geschweige denn Fisch gegessen. Sie hoffte, es schnell zu lernen, das Fischen. Sie blickte Schilfblick an, relativ direkt, doch sie vermied intensiven Augenkontakt. Er saß schon so nah neben ihr...und das brachte sie schon durcheinander. Da könnte sie jetzt wirklich keinen Augenkontakt halten. Das wäre einfach zu viel.



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BeitragThema: Re: Wasserfall   Do 18 Aug - 9:36


Schilfblick

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Ihm war durchaus bewusst, dass die Richtung des Themenwechsels ihr unangenehm war. Er hatte auch noch nie gehört, dass sie sich jemals wegen irgendetwas bedankt hatte – jedenfalls nicht so, wie jetzt grade bei ihm. Normalerweise hatte sie ihre Stimme im Griff und nun... wirkte sie beinah erstickt. Der Blick der Kätzin war auf ihre Pfoten gerichtet.Schämte sie sich? Da er sich nicht sicher war, sagte er nichts dazu, um sie nicht vor den Kopf zu stoßen, denn im nächsten Moment erhob sie den Kopf und schien sich zu sammeln. Er machte sich Sorgen um sie... wusste er doch aus eigener Erfahrung, wie zermürbend es war, ein Geheimnis alleine zu tragen.
Sie war noch jung... doch mit der Zeit würde es sie noch mehr zerreißen, als jetzt schon... Aber sie drängen brachte genauso viel, als würde man ihn auf seines ansprechen... nämlich gar nichts.
Als sie dann auch noch zustimmte, dass sie niemand wirklich kennen würde, schlug er für einen Moment die Augen nieder. Es war kein Mitleid, dass er empfand... aber es war Trauer. Trauer um die Kätzin, die in ihrem bisherigen Leben nie jemanden besessen hatte, dem sie sich anvertrauen könnte. Nicht, seit ihre Familie auf mysteriöse Weise gestorben war. Sie verdiente es, ein wenig Glück zu haben und irgendwie musste er ihr helfen. Nachdenklich betrachtete er sie von der Seite und überlegte, welcher Kater im Clan einen geeigneten Gefährten für sie abgeben würde. Der ihre Angst vor Nähe verstand und ihr die Zeit gab die sich brauchte, um zu vertrauen – und wenn es ein ganzes Leben dauern würde. Jetzt auf die Schnelle fiel ihm keiner ein, aber er würde ab jetzt jeden Kater genau beobachten.
Schilfblick konnte spüren, wie sich ihr Körper leicht verspannte, als er Näher rückte und er fühlte leichtes Schuldbewusstsein, dass er sich ihr so aufdrängte. Aber er rückte auch nicht ab, sonst würde sie  nachher denken, dass er einfach nur Kontakt aufnehmen wollte... was der Wahrheit ja auch gar nicht mal so sehr widersprach. Als sie dann meinte, dass der Clan zufrieden war, solange ihre Bäuche gefüllt waren und lächelte, zuckte er belustigt mit den Ohren. “Och, da gibt es einige, die immer Meckern, egal ob sie satt werden oder nicht... Einer von denen sitzt grade neben dir.“, erwiderte er mit einem Seitenblick. Und so war es auch, er war irgendwie nie zufrieden und die Schüler, die er ausbildete, taten ihm selber leid. Ein wenig...
Sturmwind hörte genau zu, was er ihr über das Fischen erklärte. Sie war eine kluge und eifrige Schülerin, lernte sehr schnell. Das war ihm schon früher aufgefallen. Das bewunderte er an ihr. Trotz der vielen Verluste in ihrem Leben, zog sie sich nicht deprimiert zurück. Wenn er dachte, wie lange er gebraucht hatte um über den Verlust seiner Gefährtin hinweg zu kommen.... Aber genug davon!
Auf die Frage der Kätzin musste er erst einmal nachdenken. “So genau weiß ich das auch nicht mehr.“, gab er zu. “Es ist schon lange her... aber ich glaube, wir haben uns nebenbei leise unterhalten. Sonst könnte der Flussclan seinen Schülern ja auch nur Theoretisch das Fischen beibringen, wenn sie zwischendurch nicht verbessern dürften.“, überlegte er. Klang einleuchtend. “Versuch es mal.“, fügte er noch hinzu und sah sie an, bemerkte, dass die Kätzin seinem Blick auswich... Absichtlich?

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BeitragThema: Re: Wasserfall   Fr 19 Aug - 1:45

Schilfblick hatte, wie sie es gehofft hatte, nichts zu ihrem Aussetzer gesagt. Am liebsten hätte sie ihm gesagt, wie dankbar sie dafür war, aber das wäre eine noch viel unangenehmere Situation geworden und das brauchte sie wirklich nicht. Hätte sie seine Gedanken gekannt, hätte sie gewusst, dass er sich um sie sorgte, sie hätte damit nicht umgehen können. Denn das Gefühl, jemandem etwas zu bedeuten, war ihr fremd. Zwar war sie ihren Geschwistern sehr nahe gewesen, aber das war jetzt einige Zeit her und seitdem hatte sie sich verändert. Sie war starrer geworden, kälter, zerbrechlicher. Letzteres hätte sie zwar niemals zugeben wollen, aber doch entsprach es der Wahrheit. Sturmwind war einst vielleicht keine herausragend starke Kätzin gewesen, aber doch auf jeden Fall stärker. Sie war sicherer gewesen in dem, was sie war. Und diese Unsicherheit war zerfressen von Misstrauen und Angst. Keine besonders rosigen Aussichten.
Aber all das war jetzt sie selbst. Und sie war unnahbar geworden, war keine engen Bindungen mehr eingegangen, weil sie die Nähe nicht ertrug. Und war es nicht Nähe, was es bedurfte, damit sich ein anderer um einen sorgte? Zumindest eine Art davon, nicht nur die Nähe im klassischen Sinne wie Körpernähe und dergleichen, sondern eine Nähe, ein Verständnis für einen anderen, der einem, egal in welcher Beziehung, nicht egal war. Sie hätte es Schilfblick niemals erlaubt, sich zu sorgen. Aber das konnte man ebenso wenig beeinflussen wie andere Gefühle, man konnte sich ja nicht verbieten, zu lieben oder zu hassen, man tat es einfach.
Als sie seine Frage mit einem Nein beantwortet hatte, sah sie aus dem Augenwinkel eine Bewegung seiner Augen. Sie konnte es nicht genau erkennen, aber sie wollte auch nicht zu ihm sehen und es genauer betrachten, denn nachher bekam er das mit und dann wäre da wieder eine Nähe, die sie nicht ertrug. Dann schien er eine Weile nachzudenken. Sie war nicht böse drum, aber sein Blick auf ihrem Fell brannte. Sie fühlte sich wie die Beute, die vom Jäger begutachtet wurde, ob sie es wert war, zu springen. Ihr Fell kribbelte unangenehm und sie schlug mit dem Schweif, um ihre Anspannung zu zentrieren und loszulassen, so gut es ging. Hätte sie gewusst, dass er über einen passenden Kater für sie nachdachte, wäre sie wohl verletzt gewesen. Aber sie wusste es nicht und tat gut daran, denn der Gedanke eines Katers an ihrer Seite war ihr mehr als nur zu abstrus. Sie wollte niemanden bei sich, sonst hätte sie sich ja schon jemanden gesucht. Zumindest war es das, was sie sich einredete. Funktionierte nur nicht so toll, sie glaubte es nicht einmal selbst. Hätte sie also jemand gefragt, wäre sofort aufgefallen, dass es nur eine Ausrede war. Aber warum hatte eigentlich Schilfblick niemanden an seiner Seite? Er war ja schon ein stattlicher Kater, attraktiv und er merkte es, wie weit man sich nähern durfte. Zumindest meistens, denn nun saß er ja viel zu dicht neben ihr. Viel zu dicht, auch wenn ihr Fell angenehm kribbelte, das war nicht gut. Aufregend, aber nicht gut. Oder war es nur einfach ungewohnt? Aber es war nützlich und deswegen würde sie es ertragen, ohne zu murren. Es musste sein. Denn sonst wäre er ja nicht so nahe gekommen. Er erschien nicht wie einer dieser Kater, die sich einem aufdrängten, die sich mit Absicht viel zu dicht neben Schülerinnen setzten, weil es ihnen halt ein gutes Gefühl gab. Nein, Schilfblick war nicht so, dass er das gemacht hätte. Er suchte ihre Nähe nicht, das war nur fürs Fischen. Er war viel zu gut, um so ein Kater zu sein.
Als er auf ihre Worte bezüglich des vollen Bauches erwiderte, dass auch er immer meckerte, musste sie lächeln. Wirklich meckernd hatte sie ihn noch nie erlebt und konnte es sich deshalb auch bei bestem Willen nicht vorstellen. "Es gibt Dinge, die muss man akzeptieren. Wenn man nicht verhungern will, muss man fressen. Auch wenn es Fisch ist. Das wirst auch du einsehen müssen", erwiderte sie mit einem leichten Funkeln in den Augen. "Sag mal, schmeckt Fisch?", fragte sie dann unvermittelt. Sie wusste auch nicht, ob sie denn nun von etwas leben wollte, was absolut ekelhaft schmeckte. Aber Leben oder eben nicht Leben, dazwischen gab es in ihrer Situation ja nur äußerst wenig.
Einen Moment lang schwieg er, ehe er auf ihre Frage antwortete. Also wusste er selbst auch nicht, ob Fische hören konnten. Aber sein Argument war überzeugend, denn eine Ausbildung lebte von konstruktiver Kritik. Nur so wurde man besser. Aber vielleicht machten die Flussclankatzen ja Trockenübungen? Das wäre aber seltsam. Wobei man es mit dem Jagdkauern ja auch oft so hielt. War ihre Frage sehr exotisch gewesen? Vielleicht ja, das wusste sie nicht. Aber sie war ganz froh, dass man sich nebenbei unterhalten durfte. Sonst mochte sie die Stille. Aber die Stille fragte halt auch schnell nach Gedanken und sie wollte jetzt keinen Gedanken nachhängen. Viel lieber wollte sie etwas lernen. Dann forderte er sie auf, es zu versuchen. In seiner Erklärung hatte es ja schon kompliziert geklungen...oder zumindest nicht ganz einfach. Als sie sich zurechtrückte, spürte sie sein Fell an ihrem. Ein wenig verunsichernd, aber gleichzeitig haltgebend. Sturmwind hatte nichteinmal gewusst, dass das möglich war gleichzeitig.
Sie setzte sich hin und starrte angestrengt aufs Wasser, verschob ihren Körper und stieß dabei mehrmals ganz leicht an den Krieger neben ihr. Doch sie suchte noch nach der richtigen Postition, die er beschrieben hatte, sodass es ihr kaum auffiel. Schließlich saß sie, die zierliche Pfote erhoben so da, dass ihr Schatten nicht aufs Wasser fiel, sie aber jederzeit hineinlangen konnte. Angestrengt starrte Sturmwind aud die spiegelnde Oberfläche und wartete auf einen Schatten. Da musste doch einer kommen...bei Schilfblick hatte es doch auch funktioniert. Aber sie würde geduldig warten. Es musste ja irgendwann passieren. Und dann war da endlich, was sie erwartet hatte. Ein Schatten. Die Kriegerin konzentrierte sich, spannte den Körper und ließ ihre Pfote vorschnellen. Als ihre Pfote ins Wasser tauchte, war das so überraschend, dass sie erschrocken die Pfote zurückzog, wodurch sie das Wasser auf sich und Schilfblick spritzte. "Oh...entschuldige...", miaute sie verlegen und schüttelte ihre nasse Pfote, während sie ihn verstohlen ansah. "So macht man das wahrscheinlich nicht." Ja, das war wohl ihre schlaueste Erkenntnis heute. Als hätte er es nicht mit eigenen Augen gesehen! Und sie hatte den blöden Fisch nicht fangen können, weil Wasser eben kalt und nass war. Das war mal eine Erwiderung. Wo war sie nur mit ihrem Kopf? Das war keine Glanzleistung, oh nein. Und sie würde es besser machen. Sie hoffte, Schilfblick hätte nicht zu viel Wasser abbekommen. Es war so schon mehr als unangenehm, sich so dämlich angestellt zu haben. Sie betrachtete das Wasser und ihre Nase kräuselte sich, als sie erneut ihre Pfote der Wasseroberläche näherte. Hoffentlich fiel sie nicht hinein...aber eigentlich saß sie ja sicher. Und sie musste einfach nur das Wasser akzeptieren und dem Drang wiederstehen, es sofort abzuschütteln. Erst, wenn der Fisch an Land war. Sturmwind tippte den Wasserspiegel an und musste sich zusammenreißen, ihre Pfote nicht gleich wegzuziehen. Nein, Wasser war wohl nicht wirklich ihr Freund...



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BeitragThema: Re: Wasserfall   Fr 19 Aug - 12:23


Schilfblick

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Er war nie der Typ Kater gewesen, der sich in die Probleme und Sorgen anderer einmischte... Früher war es ihm nahezu egal, mit was seine Clan-Kameraden sich herum schlugen und das hatte sich im Laufe der Zeit sogar noch verschlimmert. Natürlich gab er Ratschläge und verkündete seine Meinung, wenn diese von Nöten war... aber selber ansprechen tat er niemanden. Er fand, dass gehörte sich einfach nicht. Er selbst wollte ja auch nicht, dass sich andere in seinem Leben einmischten – oder in seiner Vergangenheit herum schnüffelten....Aus diesem Grund irritierte es ihn noch mehr, dass er sich Sorgen um Sturmwind machte. Das er ihr gerne einen Teil ihrer Sorgen abgenommen hätte, wenn es denn möglich gewesen wäre. Die schöne Kätzin wirkte in seinen Augen häufig so, als würde sie eine ungeheure Last auf ihren schmalen Schultern tragen – unter der sie früher oder später zerbrechen würde. Er wusste nicht, wie er darauf kam... sie wirkte in Gegenwart anderer zwar kühl und beherrscht, aber keinesfalls so, als hätte sie etwas zu verbergen, was sie schmerzte. Aber in Momenten wo sie sich unbeobachtete fühlte, hing sie Gedanken nach, die alles andere als angenehm zu sein schienen. So wie jetzt. Wieder schien sie – obwohl sie neben ihm saß und sein Fell das ihre bei bestimmten Bewegungen berührte – weit weg von ihm zu sein. Er kannte diesen Blick... hatte er ihn doch selbst bei sich etliche Male entdeckt und wusste, wie tief diese Wunden gingen, die man mit niemanden teilen konnte – oder wollte. Allerdings war er sich auch darüber im klaren, dass er sie von sich stoßen würde, wenn er sie drängen würde, sich im anzuvertrauen... So blieb er still und hegte die Hoffnung, dass sie sich ihm von selbst anvertrauen würde.
Schilfblick sah nachdenklich nach vorne und blickte ins klare Nass. Nur zwischendurch huschte sein Blick zur Seite. Er bemerkte, dass sie ihn aus den Augenwinkeln beobachtete, doch seinen Augen auszuweichen schien, wenn sie sich begegneten. Der Kater schien in einem seiner Worte einen Fehler begangen zu haben, aber er konnte sich beim besten Willen nicht vorstellen, welches dies gewesen sein sollte.Vielleicht schien ihr auch einfach die Nähe zu ihm unangenehm zu sein. Er hatte sich ihr ja nahezu aufgedrängt, wenn man genau darüber nachdachte. Deshalb rückte er nun doch wieder ein Stück zur Seite. Soweit, dass nun Luft zwischen ihnen war, aber nicht soweit, dass es abgeschreckt wirkte. Dabei vergaß er, dass sie es vielleicht anders sah als er. Als würde er die Berührung zwischen ihnen nicht ertragen. Aber so waren Kater... soweit dachten sie nicht. Jedenfalls er nicht. Deshalb fiel ihm auch zu spät auf, dass seine genaue Musterung ihrerseits sie unglaublich nervös machte. Er bemerkte es erst dann, als sie mit dem Schweif durch die Luft peitschte. Sofort kam das schlechte Gewissen. “Tut mir leid... Ich wollte dich nicht anstarren. Das war unhöflich von mir!“, miaute er leise und blickte dann hoch in die Wipfel der Bäume.Hätte er gewusst, was sie wirklich dachte, wäre er wahrscheinlich möglichst unauffällig noch ein Stück näher zu ihr gerutscht. Natürlich nur, damit er ihr zeigen konnte, dass die Nähe zu anderen nichts schlechtes war. Immerhin war er ja der festen Meinung, dass ein Gefährte ihr sehr gut tun würde. Ein Gefährte in ihrem Alter!, verbesserte er sich rasch. Die Frage, weshalb dieser Zusatz überhaupt nötig gewesen war, verbannte er rasch aus seinen Gedanken. Bevor er auf eine unschöne Antwort stieß, dachte er besser gar nicht erst darüber nach. Das auch sie sich Gedanken darüber machte, weshalb er keine Gefährtin an seiner Seite hatte, hätte ihn mehr als überrascht – und in eine äußerst missliche Lage gebracht. Seine natürliche Reaktion darauf wäre gewesen, dass er sie mit harten Worten abgespeist hätte... kurz darauf ein schlechtes Gewissen ob eine seiner wenigen Freunde bekommen und ihr dann doch ein wenig hätte erzählen müssen,um seine harten Worte wieder gut zu machen. Ein wenig... nur das, was auch die Katzen in seinem Alter im Clan wussten. Denn Rosenherz war schon im Sternenclan gewandelt, als Sturmwind geboren wurde.Zudem wäre es ihm mehr als unangenehm gewesen, wenn er gewusst hätte, wie viel sie von ihm hielt... denn genau das, was sie ihm soeben nicht zugeschrieben hatte, war der Fall... Er wollte so dicht neben ihr sitzen. Weil es die Haut unter seinem Fell zum kribbeln brachte und sein Herz schneller schlug. Etwas, was er seit Ewigkeiten nicht mehr gefühlt hatte – und beinah schon vergessen hätte, wie schön es war. Natürlich war es nur, weil er sie gerne hatte... wie eine Tochter eben. Theoretisch könnte sie ja schon fast seine Enkelin sein, wenn man es genau nahm. Mit solchen Gedanken beruhigte er eine dunkle Stimme, die gehässig in seinem Kopf saß  und ihm Dinge einflüsterte die sein Fell zum Glühen brachten. Und zwar nicht, weil er sich schämte.
Als Sturmwind ihm dann anlächelte und meinte, dass es Dinge gab, die auch er einsehen musste, grub er seine Krallen in den Boden, um sie nicht spielerisch anzustoßen. “Ich könnte schon fast in den Ältestenbau wechseln... Ich darf ein wenig mosern. Das ist sozusagen das Recht des Alters.“, miaute er mit einem verschmitzten Grinsen, welches eher an einen Schüler erinnerte, als an einen Krieger. Natürlich erwähnte er sein Alter nicht absichtlich... so etwas würde er niemals tun, um sie daran zu erinnern, dass er so viel Älter war... jedenfalls machte er sich dies erfolgreich klar. Bei ihrer Frage, ob Fisch schmeckte zog er eine Grimasse. “Es ist nicht zu vergleichen mit einem schönen, fetten Kaninchen... und wie die Flussclan-Katzen Fisch als ihre Hauptbeute akzeptieren können, ist mir bis heute nicht klar... Aber er füllt den Magen und im Gegensatz zu dem strengen Geschmack von Mäusen oder gar Fröschen, kann ich damit ganz gut leben.“, antwortete er auf ihre Frage. “Meine Leibspeise würde es nie werden...“ Sturmwind schien noch ein wenig über etwas nachzudenken, was sie nicht mit ihm teilte, aber es war ihm recht. Auch er hatte ja Dinge, die nicht unbedingt für ihre Ohren bestimmt waren. In letzter Zeit hauptsächlich solche Gedanken, die über die Kätzin und einen potentiellen Gefährten handelten.
Als sie dann in Position für einen Angel-Versuch rückte, muss er sich selbst zusammenreißen, denn ihr Fell berührte des öfteren sein Fell und es lenkte ihn mehr ab, als er es für möglich gehalten hätte. Zufrieden sah er ihre perfekte Haltung beim Fischen und hätte nun jemand seinen Blick deuten müssen, mit dem er die Kätzin bedachte, so wäre mit Sicherheit der Begriff Anbetungswürdig gefallen. Um sich selbst zur Konzentration zu zwingen, fuhr er sich kurz mit der Pfote übers Ohr und wandte sich dann ebenfalls dem Wasser zu. Sturmwind schien ein wenig ungeduldig zu werden und doch wartete sie, passte den richtigen Moment ab und ließ dann ihre Pfote nach unten sausen. Eigentlich hätte sie den Fisch wenigstens streifen müssen, aber die Kriegerin schien sich aufgrund des kalten Nass so zu erschrecken, dass sie die Pfote ruckartig zurück zog. Schilfblick sah es kommen und sprang auf, doch es war zu spät. Wasser spritzte auf sein Fell. Wäre er mit einem Schüler hier, hätte er jetzt Zeter und Mordio geschrien und den Schüler zurecht gewiesen... Aber bei Sturmwind war es anders. Fast wie ein Spiel. “Wenn du lieber mit mir schwimmen willst, hättest du das doch gleich sagen können.“, schnurrte er, während er sich schüttelte und belustigt mit den Schnurrhaaren zuckte. Sein Schweif schlug verspielt und strich kurz über ihre Flanke. Versuchte ihr so zu sagen, dass es keine Schande war, den ersten Fang entgehen zu lassen  - und er es ihr nicht übel nahm, mit Wasser bespritzt worden zu sein.
Die Kriegerin beugte sich erneut über das Wasser und er bewunderte ihre Willenskraft. Allerdings schien sie sich leicht zu verspannen. Er öffnete bereits den Mund um etwas zu sagen, als er ihn wieder schloss. Beinah wäre er in sein altes Muster zurück gefallen und hätte sich ihr genähert, mit einem dunklen Schnurren gesagt, dass er darauf achten würde, dass sie nicht ins Wasser fiel. Nie wieder! Er hatte weder vor, mit ihr, noch mit sonst jemanden zu flirten... “Stell dir einfach vor, der Fisch wäre ein Schattenclan-Krieger, der eines unserer jungen Stehlen will und das Wasser wäre ein Busch, hinter dem er lauert. Dann denkst du nicht daran, dass es gleich nass wird.“, miaute er und schwieg danach. Entsetzen breitete sich in ihm aus. Hatte er jetzt grade ernsthaft unsere Jungen gesagt?! Hatte eigentlich ein Junges aus dem Clan gemeint. Jetzt blieb nur zu hoffen, dass Sturmwind nicht darüber nachdachte und es nicht wörtlich nahm....




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BeitragThema: Re: Wasserfall   Fr 26 Aug - 21:18

Sturmwind war eine Katze, die ein wenig zerbrechlich wirken konnte. Sie war eine gute Zuhörerin, aber sie sprach nicht über ihre eigenen Sorgen. Diese verbarg sie tief in ihrem Herzen, wo sie sich ausbreiteten wie Krebsgeschwür, wohin sie kamen, rissen sie alles in den Tod - und das mit einem schrecklichen Schmerz. Womöglich hätte es ihr geholfen, jemandem ihr Leid anzuvertrauen, sich jemandem zu öffnen, ihre Sorgen kundzutun. Doch das brachte sie nicht über sich. Alles, was sie erlebt hatte, hatte sie als Katze zurückgelassen, die nicht mehr in der Lage war, Bindungen und Beziehungen einzugehen. Das, was sie Schilfblick entgegenbrachte, dieser Hauch von Freundschaft und Vertrautheit, den hatte sie nur bei ihm. Warum ausgerechnet Schilfblick nicht das gleiche Misstrauen in ihr weckte wie alle anderen, konnte sie nicht sagen. Sie mochte den Kater auf eine Art und Weise, wie sie es niemandem sonst im Clan entgegenbrachte. Denn zu allen anderen war ihre Beziehung noch distanzierter, noch ferner. Hätte sie geahnt, dass der Krieger ihr gern Sorgen abgenommen hätte, sie hätte damit nicht umgehen können.
Und nun saß dieser Kater neben ihr. Und nicht nur neben ihr, nein sogar so, dass sich ihr Fell berührte. Das Gefühl war neu, es war aufregend, und auch ein wenig verstörend. Vielleicht gerade weil sich ihr seit einer gefühlten Ewigkeit niemand mehr genähert hatte, niemand war ihr nah gewesen seit ihr letzter Bruder gestorben war. Und nun saß Schilfblick neben ihr. Er war zwar mehr als doppelt so alt wie sie selbst, aber er sah dennoch durchaus attraktiv aus und seine Gesellschaft war auch wahrlich nicht unangenehm. Das waren böse Gedanken, die sie da dachte. Fatale Gedanken.
Dann rutschte er plötzlich von ihr ab. Warum? Suchte er nun doch Abstand, weil es ihn anwiderte? War er zu dicht gerückt, um es selbst ertragen zu können? Stieß sie ihn ab? Hielt er sie nicht für gut genug, dass ihr Fell das seine berühren durfte? Dabei war es doch nur eine kleine Berührung...nichts besonderes... Auch wenn sie diesen Gedanken dachte, sie wusste, dass sie sich zumindest zum Teil etwas vormachte. Es war etwas besonderes, denn sie erlaubte sonst niemandem, so dicht zu kommen. Als er sie dann zusaätzlich musterte und ihre Anspannung sich in Schweifbewegungen wiederspiegelte, schien er zu bemerken, dass er sie in Verlegenheit brachte. Und er entschuldigte sich. "Ist doch alles okay", miaute sie und schluckte. Nein, eigentlich war es das nicht, denn es hatte sie verlegen gemacht, sie hatte seinen Blick wie heißes Brennen auf ihrem Fell gespürt und hatte sich minderwertig gefühlt. Aber sie würde sich hüten, das zu sagen. Denn er hatte sich ja erklärt. Und es hatte sie ja auch irgendwie...angezogen. Er war attraktiv. Und auch wenn er älter war, hatte er sie dennoch gemustert wie eine Kriegerin, scheinbar ohne auf das Alter zu achten. Und auch wenn sie sich minderwertig gefühlt hatte, gleichzeitig hatte ihr Herz schneller geschlagen. Aber nur, weil sie es nicht gewöhnt war! Weil sie noch niemand so angesehen hatte! Das war der einzige Grund, den sie sich vorstellen konnte.
Als er erwiderte, dass er in den Ältestenbau ziehen könnte, blitzten ihre Augen neckend. "Du bist zwar alt, aber so alt dann doch nicht. Außerdem sollte man ja als weise gelten, wenn man Ältester ist", neckte sie ihn. Es war selten, dass sie so auftaute. Und ihr kam auch nicht in den Sinn, dass Schilfblick sein Alter aus bestimmten Gründen erwähnen könnte. Sie wusste, wie alt er war, und dass er niemals in Erwägung ziehen würde, mehr in ihr zu sehen. Warum sie das jetzt dachte, wusste sie allerdings nicht. Es verwirrte sie eher.
Als er dann davon sprach, wie Fisch schmeckte, seufzte sie. "Wenn dem so ist, dann kann ich deine Abneigung verstehen. Aber es ist besser, als zu verhungern", erwiderte sie ernst. Bei ihrem Versuch, zu Fischen, war sie zu konzentriert, um seinen Blick wahrzunehmen. Sie dachte, er würde sie einfach beobachten. Um zu sehen, wo sie etwas verbessern konnte. Und dann machte sie sich lächerlich. Zumindest fühlte es sich so an, denn sie hatte keine Ahnung, wie er reagieren würde. Ihre Entschuldigung machte sie umso unbeholfener und als er dann auch noch witzelte, dass sie ihm hätte sagen sollen, wenn sie mit ihm schwimmen wollte, wäre sie am liebsten im Erdboden versunken. "Tut mir leid, ich kann nicht schwimmen. Daher wäre ich niemals auf das Angebot gekommen", miaute sie mit belegter Stimme und um ein Lächeln bemüht. Wie dumm sie doch war! Wie hatte sie nur so leichtfertig sein können? Mäusehirn! Ja, sie war eins! Als er dann mit seinem Schweif ihre Flanke strich, war sie erleichtert. Scheinbar nahm er es ihr wirklich nicht übel. Und diese Berührung war seltsam...zum einen war sie erleichtert, dass er ihr nicht böse war, aber zum anderen interessierte es sie auch, wie es sich anfühlte. Dieses Kribbeln, dieses seltsame Gefühl. Ebenso mäusehirnige Gedanken!
Nun versuchte er, ihr die Angst zu nehmen, versuchte, dass es sie weniger Überwindung kosten könnte. Unsere Jungen? Hatte er das wirklich gerade gesagt? Ihr war seltsam, sie fühlte sich unsicher, wusste nicht, was sie davon halten sollte. Aber er meinte bestimmt ein Junges des Clans und nicht das, was in ihrem mäusehirnigen Schädel angekommen war. Es war ja auch 'unser Clan'. Also kein Grund, sich Gedanken zu machen...und doch...dieser Gedanke, der rief Bilder in ihr hoch. Bilder, die sie sich niemals ausmalen wollte. Denn sie waren töricht! Dumm! Hirnrissig!
"In Ordnung", miaute sie und versuchte, ihrer Stimme den seltsamen Klang nicht anzuhaften. Sie wandte sich wieder dem Wasser zu und versuchte, sich zu konzentrieren. Wie kam er dazu, von unseren Jungen zu sprechen...Sie konzentrierte sich nicht darauf, was er gesagt hatte, denn das hätte Bilder in ihr heraufbeschworen, die sie niemals sehen wollte. Denn dann hätte sie nachher noch zu Träumen begonnen. Sie dachte nur daran, dass sie ins kalte Wasser musste. Wohl oder übel. Und dass sie sich Mühe geben wollte.
Sturmwind starrte ins Wasser, konzentriert und nach einer Weile hatte sie die seltsamen Gedanken endlich aus ihrem Kopf verbannt. Zumindest für den Moment. Und endlich sah sie den ersehnten Schatten. Sie zögerte einen Moment, doch dann schlug sie tatsächlich ins Wasser. Sie spürte den Fisch an ihrer Pfote, als sie ihn schwungvoll herauszog und dabei wiederum spritzte und sich selbst ein Bad verpasste. Hoffentlich hatte sie nicht auch Schilfblick getroffen. Das wäre das zweite Mal, dass sie sich so dappig und ungeschickt anstellte.
Der Fisch lag nun an Land, aber er wand sich, zappelte. Sie erinnerte sich, dass Schilfblick gesagt hatte, man solle schnell töten. Sturmwind versuchte, den Fisch mit einer Pfote an den Boden zu heften, doch er zappelte und wand sich, sodass sie ein wenig tollpatschig die zweite Pfote hinzuziehen musste. Ja, heute blamierte sie sich also richtig. Na ganz super, würde wohl nichts werden mit ihren Jungen... Sie verfluchte sich für diesen Gedanken tausendfach, dann hatte sie den Fisch endlich unter Kontrolle und konnte zubeißen. Der Fisch schmeckte seltsam. Nass, eben nach Wasser, aber es hatte einen Eigengeschmack. Und dennoch...sie hatte Hunger. Aber damit war sie nicht allein und sie würde nicht vor dem Clan etwas essen, so viel Hunger sie auch hatte. Sie war ein Klappergestell, wie alle anderen auch. "Schmeckt...komisch", miaute sie und rümpfte ihre Nase, was sie fast ein wenig niedlich aussehen ließ. Jetzt wusste sie wirklcih, was Schilfblick gemeint hatte, als er sagte, dass er den Flussclan nicht verstand. Das also war die Hauptnahrung dieses Clans - Beutetiere mit einem eigenwilligen Geschmack.



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BeitragThema: Re: Wasserfall   Sa 27 Aug - 15:45


Schilfblick

Angesprochen:Erwähnt:Sonstiges:
Sturmwind---Windclan, 6 Jahre

Es kam selten vor, dass Schilfblick vor einem Problem stand, welches er nicht lösen konnte... so wie jetzt...
Der Drang der Kätzin zu helfen zerrte an ihm, brachte eine innere Unruhe mit sich, die er vorher noch nie in diesem Ausmaß verspürt hatte. Er kannte Sturmwind inzwischen gut genug, dass er die verletzliche Kätzin hinter dem Wall aus Stein erkannte, den sie sich zu ihrem Schutz gebaut hatte. Vielleicht sah er es auch nur, weil er ebenfalls sein innerstes vor allen anderen verborgen hielt und sich eine Maske erschaffen hatte, die er zur Schau stellte. Nur Unterschieden sich die Gründe, weshalb sie dies taten – er wusste es zwar nicht ob dem wirklich so war... aber er konnte sich einfach nicht vorstellen, dass sie die selben Gründe hatte wie er... Schilfblick hatte sich aus Feigheit verschanzt... aus Angst, jemand könne die dunklen Geheimnisse ans Licht bringen, die er über all die Blattwechsel so gut versteckt hatte. Und je länger er mit Sturmwind zusammen war, desto mehr bröckelten die Steine, hinter der er seinen wahren Charakter verbarg. Das einzige was dies alles noch zu halten schien, war das komplette Desinteresse ihrerseits an irgendeiner Art Nähe zu ihm – außer auf freundschaftlicher Ebene, wenn man ihr Verhältnis denn als Freundschaft bezeichnen könnte. Er wusste nicht, wie er reagieren würde, wenn sie Interesse an ihm zeigen würde... Wahrscheinlich würde er sich schnellstens eine Kätzin suchen und sie umwerben, damit die Gefahr gebannt wurde, Sturmwind näher an sich heran zu lassen... Und sie nicht einen Schwachpunkt in seiner Abwehr fand. Das er sie in so einem Fall vermutlich verletzen würde, war ihm durchaus bewusst... aber dies war das kleinere Übel, sie war jung und würde darüber hinweg kommen. Nur gut, dass sie eben keine Nähe zu ihm suchte und somit diese Gedanken nur Gedanken blieben.
Und doch verwirrte ihn die Leere, die er verspürte, als er von der schönen Kätzin abrückte, Platz zwischen sich verschaffte. Er beobachtete sie genau, versuchte herauszufinden was sie darüber dachte. Doch ihr Gesicht blieb starr wie zuvor. Hatte sie überhaupt bemerkt, dass sich ihr Fell nicht mehr berührte? Wenn er ehrlich zu sich war, ärgerte ihn diese Emotionslosigkeit schon ein wenig... Er war es stets gewöhnt gewesen, dass die Kätzinnen ihn gerne in ihrer Nähe hatten.. Sturmwinds Reaktion hingegen irritierte ihn mehr, als er zugeben wollte. Führte dazu, dass er ihr etwas entlocken wollte... irgendeine Regung – und sei es, dass sie ihm die Krallen über das Gesicht zog. So wusste er wenigstens, ob er einen Teil in ihr berührte. Warum ihm dies so wichtig war? Weil er ein Mäusehirn war... dazu eitel... und er fühlte sich zu ihr hingezogen, obwohl er nicht verstand warum – und es ihr niemals würde zeigen wollen. Wieder versuchte er sich einzureden, dass es nur daran lag, dass er sie schon als Junges gekannt hatte...
Auch, dass sie dann miaute, dass alles okay wäre, trieb ihn förmlich zur Verzweiflung. “Hat dein Mentor dir nicht beigebracht, dass man nicht lügt?“, miaute er deshalb, die Stimme hart. Unbeabsichtigt. Es war ihm nur so heraus gerutscht, er hatte es eigentlich nur gedacht und bevor er wirklich wusste was er tat, hatte er die Worte ausgesprochen. Am liebsten hätte er sich nun selbst die Ohren zerfetzt...Aber hierfür entschuldigte er sich nicht! Ganz bestimmt nicht...
Beinah erleichterte es ihn, als die Richtung des Gesprächs sich auf sein Alter lenkte. Damit konnte er weitaus besser umgehen. Zudem stand ihr der Humor in den Augen verdammt gut. Seine Schnurrhaare zuckten belustigt und er antwortete: “Ich bin 72 Monde! Und du sagst mir, das ich nicht alt bin? Ich bin viermal so alt wie du. Wenn man es genau nimmt, könntest du – wenn ich denn Junge hätte - ein Junges von den Jungen meiner Jungen sein... Und willst du mir sagen, ich wäre nicht weise? Welche Windclan-Katze kann noch Fischen?!“, miaute er gespielt beleidigt – doch innerlich wand er sich... es so auszusprechen machte die Tatsache unumstößlich... Selbst wenn er Interesse an ihr hätte – was er definitiv nicht hatte – würde der große Altersunterschied nur Probleme machen. Zudem wäre es ja nahezu pervers... Er würde sich wie ein Jungenschänder vorkommen...
Bei seiner Antwort wegen dem Geschmack von Fisch und ihrer Erwiderung darauf, musste er lächeln. “Und es ist besser, als Käfer zu essen... Ich erinnere mich an eine Kätzin, die als Junges immer dicke Insekten Gefangen und mir stolz gezeigt hat, wie gut sie den Clan ernähren kann...“, miaute er mit einem belustigten Schnurren. Er hatte es damals nicht übers Herz gebracht zu erwähnen, dass davon nicht einmal Junge satt werden würden – und wohl auch keine Katze sonderlich scharf auf Würmer und Käfer war... So hatte er immer nur in den höchsten Tönen gelobt und war gespielt ganz außer sich vor Freude über den Fang gewesen. Seine Augen leuchteten bei diesen Gedanken, doch hielt es nicht lange an. Er dachte an seine eigenen Jungen... die niemals die Chance gehabt hatten, einen Insekt zu fangen. Noch immer schmerzte es, als wäre dies alles erst vor kurzem geschehen. Stets hatte er sich Junge gewünscht... aber nach Rosenherz' Tod hatte er diesen Traum mit ihr begraben.
Er wurde erst wieder abgelenkt, als Sturmwind verlegen meinte, dass sie nicht schwimmen könne. Überrascht blickte er auf. “Zu meiner Zeit als Schüler gehörte dies noch zum Training – nun gut, vielleicht nicht wirklich schwimmen... aber wenigstens strampeln, damit wir nicht unter gehen.“ Tröstend stupste er sie leicht mit der Nase an. “Mach dir da keinen Kopf. Viele Katzen können nicht schwimmen – und ich sehe dabei auch aus, wie ein Fisch an Land.“ Aber wenn man heimlich seine Geliebten Treffen wollte, musste man wohl oder übel über seinen Schatten springen... oder in seinem Fall durchs Wasser schwimmen, um nicht entdeckt zu werden. Allerdings... er hätte nichts dagegen mit ihr am Wasser zu spielen. Dort, wo man ohne Probleme stehen konnte... Kurz überlegte er tatsächlich, ob er ihr dies tatsächlich anbieten sollte.
Doch er wurde erneut abgelenkt, denn auf seine Worte hin, was sie beim Fischen denken könnte, erwiderte sie nur eine Zustimmung. Ein wenig war er enttäuscht, gestand es sich aber nicht ein. Wenn sie wenigstens verlegen gewesen worden wäre... bei dem Gedanken an gemeinsame Junge. Aber nichts... genau der gleiche Blick wie zuvor... Innerlich seufzte er frustriert, schob dies aber mit einem Ohrenzucken fort.
Der nächste Fangversuch war bereits besser und zufrieden nickte er – obwohl er abermals ein paar Tropfen abbekam. “Das war doch super. Du lernst sehr schnell!“, miaute er aufmunternd und stieß sie abermals freundschaftlich an – ja, er suchte Kontakt... aber das gab er nicht zu. Belustigt sah er zu, wie sie den Fisch tötete und ihn dann mit gerümpfter Nase ansah. Bei ihrer Aussage über den Geschmack und den niedlichen Gesichtsausdruck den sie trug, konnte er nicht anders. Er brach in Lachen aus... hoffentlich nahm sie es ihm nicht übel....




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BeitragThema: Re: Wasserfall   Mi 28 Sep - 21:05

Sturmwind hatte keine Ahnung davon, dass Schilfblick sich Gedanken über sie machte. Auch ahnte sie nicht, dass er erkannte, dass sie etwas verbarg. Eigentlich war sie nicht dumm und hätte es sich denken können, aber igendwie war ihr das nicht gelungen. Sie käme niemals auf die Idee, dass jemand genug auf sie achtete, um zu bemerken, dass sie etwas versteckte. Warum sollte das auch jemand tun? Sie hatte ja eigentlich niemanden mehr im Clan, gut, sie hatte Schilfblick...er war der einzige, den sie als Freund betrachten würde, wenn sie jemanden angeben müsste. Alle anderen waren zwar da und sie würde alles tun, um ihnen beizustehen, aber sie ließ niemanden an sich heran. Schilfblick war eigentlich schon zu nah...sie hatte sich zu wenig unter Kontrolle in seiner Gegenwart. Bestimmt nur, weil niemand gänzlich allein sein wollte...nicht, weil sie ihn mochte...also sie mochte ihn, aber eben nicht so...
Wenn sie gewusst hätte, dass er sich Gedanken machte, dass sie seine Mauer zu Fall bringen könnte, dass er sich sofort jemand anderen suchen würde, auch wenn er sie dadurch verletzte. Aus Angst... Sie hätte es vielleicht nicht gut verkraftet, vielleicht wäre es der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht, der sie doch zum absoluten Zusammenbruch geführt hätte. Dabei mochte sie ihn - natürlich freundschaftlich. Dennoch hätte sie alles getan, um ihm zu gefallen...welch dummer Gedanke! Sie musste ihm ja nicht gefallen. Dazu hatte sie keinen Grund. Sie waren ja nur Freunde... Als er ihre ausweichende Antwort auch wirklich als solche verstand, zuckte sie leicht zusammen. Es war ihr absolut noch nie passiert, dass jemand diese Antwort hinterfragte. Alle waren damit immer zufrieden gewesen. "Ich glaube, er hatte keine Gelegenheit dazu", miaute sie und in ihre Augen trat ein trauriger Schimmer. Sie musste daran denken, wie ihr Mentor hier gestorben war, um sie zu retten. Vor ihrem eigenen Vater...die Kriegerin schluckte. Das waren Gedanken, die sie nicht denken wollte. Nie und jetzt schon gar nicht.
"Schade, dass du keine Jungen hast, die würden dir gut stehen", miaute sie mit einem Lächeln und musste an seine Äußerung denken, dass er ja von unseren Jungen gesprochen hatte... "Und ja, es ist wirklich weise", spöttelte sie, doch in ihren Augen war gleichzeitig auch Anerkennung. Wenn auch nur einer seiner Gedanken ihr bekannt gewesen wäre, hätte ihr Fell unangenehm gekribbelt und am liebsten hätte sie sich verkrochen. Und sie hätte ihre Träume gar nicht mehr bremsen können...wobei sie natürlich nicht von ihm träumte! Es war eher...die Vorstellung, nicht allein zu sein.  Nichts weiter...Schilfblick war ein Freund, er war ja viel zu alt...zwar attraktiv, aber nur ein Freund.
Als er von dem Jungen erzählte, lächelte sie. Das war ein süßer Gedanke...wie gern sie Jungen hätte...nein! Nein, es war nur ein dummer Gedanke...sie hatte viel zu viele Sorgen, um eine gute Mutter sein zu können. "Vielleicht muss man nur genug Käfer essen, um satt zu werden", lächelte sie.
Als Schilfblick meinte, dass das Schwimmen damals zur Ausbildung gehört hatte, kam ihr in den Sinn, dass er vielleicht doch mehr als nur ein wenig älter war als sie selbst. Aber warum es sie so störte, wusste sie nicht. Oder besser, sie wollte es nicht wissen. Denn eigentlich kannte sie die Antwort ja. Sie war nur nicht das, was sie weiterbringen würde, denn er hatte ja keinen Grund, etwas mit ihr zu machen. Er konnte jede haben. Und sie niemanden.
Dumme, mäusehirnige Gedanken waren das!
Seine Worte entlockten ihr Erleichterung, denn so könnte er sie retten, wenn sie wirklich reinfallen würde. Er würde sie doch retten? Lieber nicht nachfragen...sonst könnte er nein sagen. Und das wäre weit schlimmer als der Gedanke, dass er es sagen könnte. Ihre Augen sprachen Bände über ihre Gedanken in diesem Moment und wenn sie es gemerkt hätte, wäre die Scham groß gewesen, aber sie dachte gar nicht darüber nach, dass sie ja eine Maske aufrecht erhalten musste. Doch sie fing sich wieder.
Nachdem sie den Fisch an Land geholt hatte, lobte er sie. Ein dümmliches Lächeln erschien auf ihrem Gesicht ob des Lobes. Vielleicht hatte sie ja doch - nein! Sie musste wirklich aufhören, so zu denken. Das war dumm. Es waren dumme Wunschträume, die niemals wahr werden würden. Und so verschwendete sie nur Zeit. Auch wenn es schöne Gedanken waren...
Sie tötete den Fisch und als er zu lachen anfing, sah sie ihn geknickt an. Hatte sie einen Fehler gemacht? Hatte sie sich so dämlich angestellt? Sie senkte den Blick auf den Fisch und seufzte leise. Vielleicht sollte sie doch aufgeben...
"Hat dir dein Mentor nicht gesagt, dass es gemein ist, andere auszulachen?", miaute sie dann leise und sah ihn an. Sie hätte es nicht erwartet, dass er das tat, aber vielleicht verstand sie es ja auch falsch. Wahrscheinlich...



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BeitragThema: Re: Wasserfall   Mo 3 Okt - 22:19


Schilfblick

Angesprochen:Erwähnt:Sonstiges:
Sturmwind----Windclan, 6 Jahre

Eine leise Verzweiflung griff mit eisigen Krallen nach dem Herzen des Kriegers. Sein Verhalten erinnerte ihn viel zu sehr an seine Jugend und das bereitete ihm eine höllische Angst. Er hatte so viele Katzen verletzt... war schuld an dem Tod vieler... und als würde sich das Rad des Schicksals erneut drehen, fühlte er sich in einer scheinbar ausweglosen Situation gefangen. Ein wenig erkannte er in Sturmwind sich selbst wieder... so, wie er geworden ist. Jeden weg stoßend, der ihm zu nahe kommen wollte... Aber dann wiederum war sie ganz anders. An ihr war nichts... falsch. Nicht wie an ihm, der seinen Charakter versteckte, weil er zu feige ist seiner Vergangenheit ins Auge zu blicken. Er musste dringend über all dies nachdenken. Über sein Verhalten... die Worte, die ihm wieder willen entschlüpften. Charakterzüge, die sich ihren Weg ans Licht bahnten... die er aber eigentlich vor vielen Blattwechseln aufgegeben hatte... und die diese eine Kätzin zurück an Licht brachte. Und dann hatte er auch noch einen Fehler begangen... denn Sturmwind war bei dem Gedanken an ihren Mentor die Traurigkeit ins schöne Gesicht gestiegen. Er hätte es nicht erwähnen sollen... “Es tut mir leid, Sturmwind.“, miaute er, überraschend sanft in Anbetracht seines sonstigen ernstes. Jeden anderen hätte er wahrscheinlich darauf hingewiesen, dass er in der Gegenwart leben sollte und sein Mentor auch nicht zurück käme, wenn man sich selbst geißelte... Aber... bei dieser Kätzin brachte er es einfach nicht übers Herz!
Er war erleichtert, dass sie ihm bereits kurz darauf wieder ein Zögerliches Lächeln schenkte. Schilfblick versuchte, sich nichts anmerken zu lassen – aber diese gut gemeinten Worte rissen eine schlecht Verheilte Wunde wieder auf... Nach all dieser Zeit. “Ich wäre ein schrecklicher Vater. Schlimmer als eine Königin. Sie dürften wahrscheinlich keinen Schritt machen, ohne das ich panisch hinterher laufen würde.“, schnurrte er. Nur würde er es niemals heraus finden... Das seine Jungen niemals das Licht der Welt erblickt hatten, wussten nur die älteren Krieger und die Ältesten. Und er war dankbar darum... Dankbar, dass Sturmwind davon nichts ahnte.
Unter ihrem anerkennenden Blick wurde ihm warm. Auf ein eine sanfte, wohltuende Art. Er verzog den Mund zu einem leisen Lächeln und seine Ohren zuckten leicht. Sie hielt wirklich viel zu viel von ihm.
Er ahnte ihre Gedanken nicht, als sie meinte, dass man eventuell einfach nur genügend Käfer essen müsste um satt zu werden. Der Krieger lachte belustigt auf und musterte die Kätzin. “Also ich möchte nicht unbedingt auf Käferjagd gehen – aber wenn du unter jeden Stein schauen willst, werde ich dir dabei zusehen und dich mit Rat und Tat unterstützen.“ Er zog sie ein wenig auf, hoffentlich nahm sie dies auch so auf. Allerdings war er sich da nicht so sicher... da er eigentlich nicht unbedingt für seinen Humor bekannt war, konnte man da schon einiges falsch interpretieren.
Genau wie sie es wohl scheinbar tat, als er wegen der unfreiwilligen Dusche in Gelächter ausbrach. Er versuchte sich wieder in den Griff zu bekommen. Es gelang ihm mehr schlecht als Recht. “Ich lache dich nicht aus! Ich lache dich an!“, miaute er  und musste dabei tief ein- und ausatmen, um weitere Anfälle zu vermeiden. Nicht, dass er noch einen Schluckauf bekam! “Dein Gesicht war ein Geschenk an den Sternenclan.“, sagte er – ein schlechtes Kompliment – aber mehr, als andere von ihm bekamen.
Als er den durchdringenden Schrei eines Falken hörte, blickte er zum Himmel. “Wir sollten langsam zum Lager zurück kehren.“, miaute er.






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BeitragThema: Re: Wasserfall   Mi 5 Okt - 14:36

Sturmwind ahnte nicht, dass sie in dem Kater etwas wachrief, was er tief in sich verborgen hatte. Nie im Leben hätte sie geglaubt, sie könnte so viel in jemandem verändern, oder besser, so viel aus jemandem herauslocken. Aber auch er lockte viel mehr aus ihr heraus, als ihr lieb war. Eigentlich hatte sie gelernt, sich im Griff zu haben, hatte es beherrscht, ihre Gefühle zu verdecken. Doch er brachte sie ins Bröckeln...und es gefiel ihr zwar nicht, weckte aber auch ungekannte Gefühle in ihr. Eine Aufregung, die ihr Herz schneller schlagen ließ und viel zu viele mäusehirnige Gedanken...zum Glück konnte die ja keiner lesen, denn ihr wäre das sehr peinlich. So war es schon peinlich, dass sie es nur dachte...da schämte sie sich vor sich selbst.
Als er sich entschuldigte, lächelte sie matt. "Nein, entschuldige meine dämliche Reaktion. Es ist nur einfach...er ist hier gestorben, weißt du? Und er ist für mich gestorben...", miaute sie und wurde bei den letzten Worten so leise, dass sie nicht einmal mehr sicher sein konnte, es ausgesprochen zu haben. War vielleicht auch nicht schlecht, wenn er das nicht hörte...denn diese Selbstmitleidtour würde ihn bestimmt nerven. Sie selbst war ja schon genervt davon, wie musste es dann anderen gehen? Nein, sie sollte da nicht drüber reden. Auch wenn er es angeboten hatte, das war bestimmt nicht ernst gemeint. Nur eine Plattitüde...so wie bei allen...aber er war ja anders, oder? Allerdings hatte er keinen Grund, sich für sie zu interessieren. Es gab so viele schöne Kriegerinnen im Clan, die ohne ein dämliches Trauma daherkamen, dass sie selbst wohl kaum eine Alternative war. Wenn sie nur an Schimmerblatt oder Wisperwind dachte...die beiden spielten mit den Katern. Und die waren ihnen ja nicht einmal böse...
Sturmwind würde niemals mit den Gefühlen anderer Katzen spielen, zumindest nicht bewusst. Wenn es passieren sollte, dann würde sie es unbeabsichtigt tun. Immerhin war das ja nicht fair, wenn man dem anderen etwas vormachte. Es war niemals fair, aber auf der Gefühlsebene am allerwenigsten.
Als er meinte, dass er ein schrecklicher Vater wäre, sah sie ihn überrascht an. "Ich hätte mir so einen Vater gewünscht. Das zeigt doch, wie sehr du sie liebst. Und irgendwann würdest du bestimmt nicht mehr um sie rumglucken", meinte sie mit einem Lächeln. Ja, so einen Vater zu haben, einen, der einen liebte, das war etwas tolles. Und wenn der dann übervorsichtig war, dann war das eben so. Sie würde das nicht kümmern. Vielleicht lag es daran, dass ihre Mutter ihr niemals diese Liebe hatte entgegenbringen können, weil ihr Vater sie umgebracht hatte. Oder daran, dass ihr Vater all ihre Geschwister umgebracht hatte. Bis sie schließlich ihren Vater umgebracht hatte...wenn Schilfblick das wüsste, hätte er sie dann noch gern? Wenn er sie denn jetzt wirklich gernhatte... Sturmwind ahnte nicht, dass sie eine Wunde aufgerissen hatte, indem sie ihm sagte, dass er ein guter Vater wäre. Sie war noch nie eine besonders kontaktfreudige Katze gewesen und hatte so auch niemals gehört, dass Schilfblick seine tragende Gefährtin verloren hatte. Sonst hätte sie es niemals ausgesprochen, denn sie mochte den Kater irgendwie und das letzte, was sie wollte, war, ihm wehzutun. Denn Freunde verletzte man nicht...und erst recht nicht, wenn man...nein, so weit sollte sie gar nicht denken. Das war einfach nur töricht. Sie sollte sich das aus dem Kopf schlagen, immerhin war er ein anerkannter Krieger. Und deutlich älter...und gutaussehend noch dazu. Neben ihm wäre sie eine Lachfigur.
Dann sprach er über die Käfer. Er scherzte, oder? Etwas anderes konnte sie sich nicht vorstellen, von daher musste es ja so sein. Es gab keinen Grund für ihn, es ernst zu meinen. "Weißt du, in der Käferjagd wurde ich leider nicht ausgebildet. Du hingegen scheinst dich ja damit auszukennen. Deswegen wäre es mir eine Ehre, es von dir zu lernen", miaute sie und verneigte sich leicht vor ihm. Ihre Augen blitzten und ein Lächeln hatte sich nun doch für den Moment auf ihren Lippen manifestiert. Das war sehr selten bei ihr und es hatte ganz bestimmt mit ihm zu tun. Auch wenn er nicht derjenige war, den sie als einen humoristischen Kater kannte, sie hoffte, dass er wirklich gescherzt hatte, denn ansonsten hätte sie sich jetzt ganz schön blamiert.
Als er dann lachte und sie gekränkt zu ihm sah und schon dachte, dass ihre Träume wirklich das dümmste waren, was sie je gedacht hatte, weil er sie eben doch nur auslachte, erwiderte er, dass er sie anlachte. Skeptisch blickte sie ihn an, aber ihr Herz wollte ihm einfach glauben. Und er versuchte dann ja auch, sich zusammenzureißen. Also war es wohl wirklich nicht böse gemeint...oder?
Dann machte er ihr sogar eine Art Kompliment. Naja, sie beschloss zumindest, es als solches zu sehen. Konnte man ja nie genau wissen. Aber es mutete schon wie eines an. Auch wenn sie nicht glaubte, jemals eines bekommen zu haben. "Danke", miaute sie ein wenig unsicher. Was machte er nur mit ihr? Das war nicht gut...gar nicht gut...sie dachte wirklich dummes Zeug, ja, ihr Kopf wurde ja förmlich von dummen Ideen bewohnt.
Der Schrei eines Falken zerriss die Luft und unwillkürlich zuckte sie zusammen. Schilfblick meinte, sie sollten ins Lager zurück. Eigentlich hatte er recht, aber sie fand es ausnahmsweise mal wirklich schön hier draußen...sie hatte kaum Angst gehabt, kaum darüber nachgedacht, dass hinter jedem Busch jemand lauern könne, der sie tötete.
Dennoch nickte sie und lächelte. "Ich folge dir", miaute sie und machte sich bereit, loszulaufen.



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BeitragThema: Re: Wasserfall   Mi 5 Okt - 22:34


Schilfblick

Angesprochen:Erwähnt:Sonstiges:
SturmwindWisperwind, SchimmerblattWindclan, 6 Jahre

Sie schienen beide Gefangene ihrer Gefühle zu sein – ohne, dass der andere davon auch nur das geringste ahnte. Sturmwind, weil sie so viel schlechtes in ihrem bisherigen Leben erfahren musste... und Schilfblick, weil er zu feige ist sich seinen Taten der Vergangenheit zu stellen. Lieber unterdrückte er alles, stieß jeden zurück der ihm ein wenig Glück schenken könnte. Aus Angst.
Hätte er gewusst, dass es ihr ähnlich ginge wie ihm... wer weiß, wie seine Reaktion ausgefallen wäre. Die Kätzin trieb ihn jedenfalls in in die Enge... in eine gefürchtete Richtung. Vielleicht war es gut, dass er nichts ahnte. So konnte er sich einreden, dass er sie wirklich nur als Tochter sah.
Und obwohl sie sagte, dass er sich nicht entschuldigen bräuchte aufgrund seiner unbedachten Äußerung... so empfand er doch anders. “Nein, Sturmwind. Es war keine dämliche Reaktion von dir, sondern eine ganz normale in Anbetracht, dass du eine Katze verloren hast, die dir nahe stand. Du hattest wahrscheinlich nie die Gelegenheit gehabt, diese Tatsache zu verarbeiten.“, miaute er als Antwort – und er sprach aus Erfahrung. Auch er hatte viele Dinge nicht verarbeitet – weil er sie tief in seinem Herzen eingeschlossen hatte und sich weigerte, sich näher damit zu befassen. Bei ihren leisen Worten trat er einen Schritt näher zu ihr und strich ihr tröstend mit dem Schweif über die Flanke. “Es ist die Aufgabe eines Mentors seinen Schüler zu beschützen. Jeder Krieger, der nur ein wenig Ehre hat, hätte das Gleiche getan wie er. Du trägst daran keine Schuld. Auch ich habe als Schüler... egal. Es ist jedenfalls nicht deine Schuld.“ Beinah wäre ihm heraus gerutscht, dass auch ihm damals viel genommen wurde. Ja, dass er Schuld am Tod seines Vaters trug – aber bei ihm war es wirklich aufgrund seiner Unvorsichtigkeit soweit gekommen. Obwohl die Älteren Katzen im Clan davon wussten, hatte er nicht die Absicht, dass Sturmwind davon erfahren sollte. Irgendwie... wollte er in ihren Augen der Held bleiben, den sie scheinbar in ihm sah. Es war ein gutes Gefühl...
Aus seinen grünen Augen betrachtete er die Kätzin vor ihm und hätte ihr gerne einen Teil ihrer Sorgen abgenommen. Hätte er gewusst, dass sie sich in diesem Moment mit Schimmerblatt und Wisperwind verglich, hätte er ihr deutlich gemacht, dass sie es optisch sehr wohl mit den beiden aufnehmen könnte. Zudem hatte Sturmwind Charakter – welchen die anderen beiden Kätzinnen vermissten, jedenfalls in seinen Augen. Es hatte gedauert, bis er andere nicht auf ihr Aussehen reduzierte... und auf den Charakter dahinter achtete. Und Sturmwind hatte einfach beides. Auch, wenn sie selbst es nicht sah.
Kurz darauf jedoch hatte er mit einem ganz anderen Problem zu kämpfen... nämlich den leichten Stich in der Brustgegend, als Sturmwind meinte, dass sie sich gerne so einen Vater gewünscht hätte, der mit beiden Augen über sie wachte... Obwohl er sich ja selbst immer und immer wieder einzureden versuchte, dass sie viel zu jung wäre und er sie nur als eine Art Tochter sah... gefiel es ihm überhaupt nicht, dass sie ihn nicht als Kater wahrnahm – oder wahrzunehmen schien... eine wirklich alberne Reaktion, die ihm zu denken geben sollte. Was er natürlich nicht tat. “Das sagst du jetzt, wahrscheinlich hätte ich dich früher oder später mit meiner Überfürsorge zum verzweifeln gebracht.“, miaute er und setzte ein leicht gezwungenes Lächeln auf. Dieses Thema war nicht gut für seinen Seelenfrieden... er hatte das dringende Bedürfnis ihr von Rosenherz zu erzählen... von den Jungen, die nie die Chance hatten die Welt zu entdecken... aber dann hätte er ihr auch erzählen müssen, wie seine ehemalige Kätzin verstarb und was der Grund dafür wäre... denn er hatte den dunklen Verdacht, dass er Sturmwind nicht würde anlügen können... Warum auch immer!
Und wieder war es gut, dass er ihre Gedanken nicht lesen konnte. Denn hätte er gewusst, dass sie ihn gedanklich als gutaussehend bezeichnete, wäre er vor Stolz gleich ein wenig gewachsen. Natürlich wusste er selbst, dass er nicht hässlich war – sondern das Gegenteil, sonst würden die Kätzinnen ihm nicht ständig schöne Augen machen... aber es von Sturmwind zu hören das wäre... einfach etwas anderes! Sie war eben nicht wie jede Kätzin.
Das einfach Gespräch über Käfer verbesserte seine Laune hingegen sichtlich – vor allem gefiel ihm ihre freche Antwort. Wofür er jede andere Katze mit einem vernichtenden Blick bedacht hätte. “Du willst, dass ich in meinem hohen Alter noch auf Käferjagd gehe? Meine Augen sind nicht mehr das, was sie mal waren! Ja, ich werde sie ja nicht mal mehr krabbeln sehen. Ich werde dir also Anweisungen geben, wie du es am besten anstellst! Und dir dabei zusehen, wie du auf dem Bauch über den Boden robbst!“, antwortete er mit einem Lachen in der Stimme – und stellte sich tatsächlich vor, wie sie auf die Jagd nach Kabbeltieren gehen würden. Eine erheiternde Vorstellung! Er sah sie an und sein Lächeln verblasste etwas, viel mehr erschien ein seltsamer Ausdruck in seinem Gesicht, denn er sah das Lächeln der Kätzin und es war... anbetungswürdig. Sie sollte öfter lächeln! Oder nein... sie sollte nur für ihn Lächeln. Kein anderer Kater sollte sie so sehen... die Gefahr war zu groß das... ja... was genau? Das man sie ihm weg nahm? Was er nicht einmal besaß, konnte man auch nicht weg nehmen... Manchmal war er wirklich ein Mäusehirn...
Selbst mit ihrem leicht beleidigten Gesicht, welches sich kurz darauf zeigte, war sie in seinen Augen noch immer wunderschön. Niemand konnte ihr das Wasser reichen. Auf ihr zögerliches Danke schenkte ihr ein schiefes Lächeln. “Immer wieder gerne.“, schnurrte er und verfluchte sich innerlich selbst. Wieso brachte sie diese Seite in ihm zum Vorschein? Er hatte sie doch über all die Blattwechsel so gut in die hinterste Ecke seines Wesens verbannt!
Doch der Moment war nur allzu schnell vorbei, als die Kätzin bei dem Schrei eines Falken zusammen zuckte und gen Himmel blickte. Sie stimmte ihm zu, dass es Zeit wurde ins Lager zu gehen – obwohl er das Gefühl hatte, dass dem nicht so ganz stimmte. Aber egal... “Na, dann nach dir.“, miaute er und ging langsam los, wartete bis zu ihm aufschließen würde, bevor er los rannte.

tbc WiC Lager

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BeitragThema: Re: Wasserfall   Di 18 Okt - 20:38

Sturmwind ahnte nicht, dass es Schilfblick ging wie ihr. Und dass sie ihn in eine Richtung trieb, die ihm nicht besonders gefiel, die gefährlich wurde für den Kater, den er darstellen wollte. Den starken, den sie so bewunderte…er schien so unnahbar, als könnte er sie immer beschützen… Sturmwind erschrak über ihre eigenen Gedanken. Dass er sie immer beschützen könne…wie konnte sie sich das denn einreden wollen? Er war ein Freund, er würde für den Clan alles geben, aber doch nicht für sie. Also nicht übermäßig, da gab es andere Kaliber, die es schaffen könnten, sein Herz zu erobern. Warum nur dachte sie so? Sie sollte das einfach ausblenden, einfach nicht beachten. So, wie sie ihre Gefühle ja auch sonst in sich begrub. Wieso ging das jetzt nicht? Solang sie nicht hinsah, war es möglich, aber wenn sie ihn ansah…da war wieder das Bild von ihren Jungen. „Wenn es nur eine gewesen wäre…“, miaute sie seufzend und mit einem traurigen Lächeln. Irgendetwas in ihr drängte sie schon fast, ihm doch alles zu erzählen. Aber das…würde ihn von ihr stoßen. Und das wollte sie nun wirklich nicht, denn seltsamerweise gefiel ihr die Nähe zu dem älteren Krieger. Das verwirrte sie, denn eigentlich war sie niemand, der besonders gern in der Nähe – also in intimer Nähe – zu anderen war. Als Schilfblick meinte, es sei die Aufgabe eines Mentors, seinen Schüler zu schützen, sah sie ihn an und lächelte, blickte ihm in die Augen. Das tat sie selten, denn es war ihr eigentlich zu intim, aber irgendwie war alles anders, wenn sie Schilfblick ansah. Wenn er ihr nahe war, fühlte sie etwas, was sie nicht fühlen wollte…egal, was es war, es war aufregend, neu, es kribbelte im ganzen Körper. Aber es war ein Gefühl, was ihre Mauer schwächen konnte…was dafür sorgen konnte, dass sie aufbrach. Und damit würde sie ihn vertreiben…  „Es mag sein, dass es die Aufgabe eines guten Mentors ist, aber es ist nicht unbedingt leicht für den Schüler, denn das sind Dinge, die einen niemals loslassen, glaub mir“, miaute sie mit belegter Stimme und merkte erst dann, dass sie ihm ja tatsächlich in die Augen gesehen hatte. Betreten senkte sie den Blick. Was machte er nur mit ihr? Doch seine Worte, dass er selbst als Schüler…sie legte den Kopf schief. Eigentlich war sie nicht besonders neugierig, aber das interessierte sie schon. Doch er wiegelte ab, schien es nicht sagen zu wollen. Hätte sie gewusst, warum, wäre sie wirklich ehrlich erschrocken. Aber das Bild, was sie von ihm hatte…das würde sich nicht so schnell ändern. Er war ihr Freund, ihr einziger. Der einzige, zu dem sie gehen würde, wenn sie Probleme hätte…sofern sie bereit war, darüber zu reden.
Sturmwind ahnte nichts von seinen Komplimenten, die er nur im Kopf aussprach, sonst hätte sie sich vermutlich nicht zu helfen gewusst. Noch immer waren Fragen in ihrem Kopf, was er hatte sagen wollen, warum er es nicht ausgesprochen hatte…vertraute er ihr nicht? Allerdings konnte sie ihm daraus ja schlecht einen Vorwurf machen, immerhin erzählte sie ihm ja auch nicht alles. Ein seltsamer Gedanke, dass sie überhaupt Sorge hatte, er könne ihr nicht vertrauen. Immerhin war ihre Beziehung zueinander ja nie besonders eng gewesen…es war zwar die intimste, die sie führte, aber für andere wäre eine solche Beziehung wohl nichts Besonderes und auch nichts wert. Aber für sie…war es ein Grund, wieder ein wenig aufzuleben.
Als sie meinte, dass sie sich einen  Vater wie ihn gewünscht hätte, veränderte sich für einen Moment etwas. Was, das wusste sie nicht genau, aber sie spürte, dass da etwas war. Und seine Worte…wusste er überhaupt, wie gern sie es sehen würde, wenn er so über sie wachte? Sie schluckte, versuchte diesen Gedanken loszuwerden. Denn der war nicht dienlich, immerhin…war sie ja viel zu jung. „Die Verzweiflung wäre es mir mehr als wert gewesen“, schnurrte sie und sah ihn dabei für einen kurzen Augenblick bewundernd an. Was tat sie hier eigentlich? Das war ja peinlich, eine Schande war das. Und sein Lächeln…zwang er sich dazu? Es war wie eine Kralle, die sich in ihr Herz bohrte, ein Stich. War das nicht das richtige Thema? War es einfach das? Sie hoffte es, konnte ja aber nicht wissen, dass es um Rosenherz ging. Diese hatte sie ja schließlich niemals kennengelernt und kannte auch ihre Geschichte nicht.
Sie war erleichtert, dass das Gespräch auf die Käfer kam, denn es war ein leichteres Gefühl in ihr, wenn das Thema sie nicht so tief traf. Warum auch immer es sie so tief getroffen hatte, dass er gezwungen gelächelt hatte. Er wäre ganz sicher ein wunderbarer Vater und Gefährte. Nein, nur Vater. Zumindest für sie selbst war das das Maximum. Sie waren ja nicht mehr als Freunde. „Oh, großer Schilfblick, ich werde eine brave Schülerin sein! Von heute an werde ich dir das Augenlicht sein, damit du auch weiter Käfer jagen kannst!“, miaute sie und es überraschte sie wirklich, wie fröhlich und glücklich sie sich mit einem Mal fühlte. Dabei war ja eigentlich nichts weiter geschehen. Sie unterhielten sich nur über ein so dämliches Thema, dass sie sich bei jedem anderen schämen würde. Aber nicht so bei Schilfblick.. Und wenn sie immer nur über Käfer sprächen, sie war einfach nur froh, überhaupt mit ihm zu reden. Sie tat sich sogar den Gefallen, sich auf den Boden zu legen, als wolle sie wirklich auf Käferjagd gehen, um ihn dann von unten heran lächelnd anzusehen. Doch sein Blick hatte sich verändert, wirkte vielleicht…verträumt? Sie wusste ihn im ersten Moment nicht einzuordnen, aber es verunsicherte sie ein wenig.
Als er dann mit seinem …Kompliment herausplatzte und sie sich bedankte, ein wenig ungelenk, weil sie unsicher war, ob es eines war, erschien ein schiefes Lächeln auf seinem Gesicht. Er war ja ohnehin schon attraktiv, aber das schoss nun wirklich den Vogel ab! Schade, dass er so viel älter war und sicherlich auch an reiferen Katzen Interesse hatte. Dennoch taten seine Worte gut und sie lächelte leicht.
Viel zu schnell war der Ruf des Falken erklungen und hatte den Moment zunichte gemacht. Blöder Falke… Als er meinte, sie solle vorgehen, sah sie ihn an. Er war wohl noch jemand, der einer Kriegerin Respekt entgegenbrachte, jemand der alten Schule. Der ihnen den Vortritt ließ mit diesem wunderschönen, galanten Lächeln. Sie setzte sich in Bewegung, schloss zu ihm auf und trotz seiner Aufforderung blieb sie mit ihm auf einer Höhe. Es war irgendwie schön, neben ihm zu gehen. Sie musste ihre Gedanken echt mal wieder in den Griff bekommen…
Gt: Lager



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BeitragThema: Re: Wasserfall   Sa 22 Okt - 15:06

Cf: Lager
Die Kriegerin hatte nur gestöhnt, als Granitherz Kolibriflug fragte, ob sie kein Interesse an ihm hatte, und war weitergelaufen. Sie würde Kolibriflug später sagen, dass es nur seine Art war, zu manipulieren und keineswegs ehrliches Interesse. Auch, dass sie einen besseren haben könnte. Doch dann meinte Granitherz zu ihr, dass sie ihm ja unendlich verfallen sein müsse und sie sah ihn an. Er war gutaussehend, schon, aber er war nicht das, was sie mochte. Er war nicht das, was sie begehrte…unwillkürlich schlich sich Brombeerfrost in ihre Gedanken. Der große Donnerclankater, den sie hier im Windclanterritorium getroffen hatte…ein Kribbeln lief durch ihr Fell und seltsam verträumtes Lächeln trat in ihr Gesicht. Erst kurz darauf fiel ihr ein, dass sie dem Kater ja noch eine Antwort schuldete und ihr Lächeln als eine solche hätte verstanden worden können. Ein wenig erschrocken darüber, dass sie sich damit hätte bloßgestellt haben können, seufzte sie. „Ach, Granitherz, du erscheinst mir sehr verzweifelt, wenn du glaubst, mit mir zurechtkommen zu können. Und sei froh, dass ich wirklich überhaupt kein Interesse an dir habe, denn mit mir wärst du wirklich überfordert“, miaute sie fröhlich und beiläufig. Hoffte, damit ihre kurze Verwirrung wieder auszugleichen. „Außerdem bist du ein riesiger Dummkopf und damit komme ich nicht klar“, miaute sie und sah ihm dabei in die Augen. Sie hatte abgebremst, um während ihren Worten neben ihm zu gehen. Dann schnippte sie ihm mit dem Schweif auf die Nase und machte ein paar Sätze nach vorne, um Abstand zwischen sich und den Kater zu bekommen. Jetzt, wo sie über ihr Verhalten nachdachte, machte sie sich Gedanken. Zwar hatte sie wirklich kein Interesse an ihm, aber sie hatte sich so peinlich benommen, dass, wenn man so wollte, alles schon so deuten konnte, dass sie sich für ihn interessierte. Und er schien auch gleich weiter darauf herumzuhacken. „Ich? Mit dir alleine? Oh, wenn es eines gibt, was ich nicht möchte, dann das. Aber da du es erwähnst, scheinst du ja davon zu träumen. Vielleicht brauchst du Steinpfote ja, um nicht übermütig zu werden? Aber wenn du möchtest, können wir gerne herumturteln!“, miaute sie spöttisch lachend und lief weiter. Kurz darauf schloss Kolibriflug zu ihr auf und hatte Lichtpfote dabei. Ein wenig verwundert war Pollensturm schon, denn sie hatte die Frage der Schülerin nicht mehr hören können, da sie bereits das Lager verlassen hatte. Doch sie hatte nichts dagegen, vielleicht würden sie ja doch etwas fangen, auch wenn sie daran zweifelte. Schon seit Tagen hatte sie nichts mehr von der Jagd nach Hause bringen können, denn es gab nicht einmal eine magere Maus. Der Frischbeutehaufen wurde immer leerer und der Clan immer hungriger, schon wenn eine Maus am Tag gefangen war, war es ein glorreicher Tag…sie nagten wirklich am Hungertod.
Als sie am Wasserfall ankamen, hörte sie das gleichmäßige Plätschern und roch das frische, klare Wasser. Sie mochte diesen Ort wirklich gern. Als alle da waren, sah sie sich um. Sie sollten sich aufteilen, dann hatten sie größere Chancen, etwas zu fangen. Ihr Blick fiel auf jenes Gebüsch, an dem sie damals Brombeerfrost getroffen hatte. Sie lächelte Kolibriflug an. „Geh du doch dort hinten nachsehen, ob du Beute findest“, miaute sie freundlich und wies in eine Ecke nahe des Wasserfalls, wo vermutlich Beutetiere hinkämen. Da Kolibriflug eine gute Jägerin war, wollte sie nicht riskieren, dort einen Schüler hinzuschicken, der nachher aus Versehen Beute verjagte. Denn sie brauchten jedes Beutetier, sei es noch so mickrig.
„Steinpfote, Lichtpfote, seht ihr euch dort um“, miaute sie und wies in eine andere Richtung. Sie blickte zu Granitherz. „Ich gehe nach dort“, miaute sie und wies auf das Gebüsch, bei dem sie, sobald sie es ansah, an den zweiten Anführer des Donnerclans denken musste. „Du bist ja eventuell intelligent genug, um dir selbst zu überlegen, wo du jagen gehst, ohne Kolibriflug oder die Schüler zu stören, nicht wahr?“, miaute sie mit einem Lächeln und wandte sich von ihm ab, trabte zu dem gebüsch und prüfte die Luft. Da war…Kaninchengeruch…und ein leichter Geruch nach Donnerclan. Aber der war da vermutlich nur, weil sie sich daran erinnerte. Anders war es ja nicht möglich. Vorsichtig folgte sie dem Geruch nach Kaninchen. Schon ewig hatte sie das nicht mehr gerochen…zumindest war es eine gefühlte Ewigkeit.
Unter einem Busch fand sie das Kaninchen. Es war tot…und es war fett. Das stammte bestimmt nicht vom Territorium des Windclans. Wie erstarrt stand sie da und blickte hinab auf das Beutestück. Das musste von Brombeerfrost stammen…hatte er also sein Wort gehalten.
Ein wenig unruhig blickte sie sich um, hoffte, keiner hätte es bemerkt. So könnte sie einfach sagen, sie hätte es gefangen…wenn sie sich denn aus der Schockstarre lösen könnte…



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BeitragThema: Re: Wasserfall   So 23 Okt - 11:56


Granitherz

Angesprochen:Erwähnt:Sonstiges:
PollensturmKolibriflug, Steinpfote, LichtpfoteWindclan, 18 Monde

Er war ziemlich guter Laune, als er das Lager verließ. Den ganzen Weg zum Wasserfall über hatte er ein hinterhältiges Grinsen auf dem Gesicht. Alleine deshalb, weil er mit drei Kätzinnen und Steinpfote - unterwegs war. Nicht, dass er die Nähe jetzt so dringend benötigte... aber auf alle Fälle war es angenehmer, als mit Katern auf die Jagd zu gehen. Jetzt hatte er wenigstens etwas zum gucken!
Das Pollensturm ihn betrachtet hatte, war ihm jetzt nicht aufgefallen, er hatte anderen Gedanken nachgehangen. Vielleicht war dies auch gut so, denn sonst hätte er zusätzlich etwas gehabt, womit er sie aufziehen und ärgern könnte. Jedenfalls soweit sie dies zuließ.
Deshalb war es wohl auch mehr als gut, dass er nicht wusste, was in ihrem hübschen Kopf vorging.
Ihre Worte, dass er mit ihr überfordert wäre, belustigten ihn. Sie hatte nicht den Hauch einer Ahnung, wie er wirklich war. Ja... selbst seine Geschwister hatten davon nicht wirklich eine Vorstellung. Das sollte seiner Meinung nach auch so bleiben. Er fand, dass Pollensturm durchaus hübsch war, dies ließ sich auch schlecht leugnen. Aber er stand eher auf große Kätzinnen. Vielleicht ein wenig Masochistisch, da er ja selbst nicht sonderlich hoch gewachsen war... Und außerdem – er warf einen raschen Blick auf seine Schwester – lagen seine Interessen auf einer ganz anderen Person. Das Geplänkel mit Pollensturm genoss er trotzdem zutiefst und würde ganz bestimmt nicht darauf verzichten.
Über ihre Worte, dass er ein Dummkopf wäre, wollte er etwas erwidern – doch sie schnippte mit dem Schweif auf seine Nase und rannte los. Sein Lachen verfolgte sie, während er den Kopf schüttelte und ihr langsamer folgte. Jetzt in diesem Moment hatte er das Gefühl, dass sie weit jünger wäre als er – dabei war die Wirklichkeit genau andersrum. Aber ihrem Alter entsprechend benahm die Kätzin sich wirklich nicht. Dafür hatte sie scheinbar viel zu viel Spaß daran, andere – insbesondere ihn – aufzuziehen. Trotzdem huschte der Gedanke durch seinen Kopf, dass, wie sie mit ihm umging, ihre Worte lügen strafte, dass sie kein Interesse an ihm hatte. Wenn er nicht gewusst hätte, dass es einfach ihre Art war zu spielen, dann hätte er es mit Sicherheit ernst genommen.
Trotzdem... das war ja kein Grund sie weiter aufzuziehen.
“Dann lass uns turteln. Steinpfote kann in der Zwischenzeit Kolibriflug und Lichtpfote... beschäftigen.“, miaute er als Antwort auf ihre Worte. Er und übermütig... er wusste nicht, wann er überhaupt mal übermütig gewesen war. Ein Charakterzug, den er sich jetzt nicht unbedingt zusprechen würde. Äh... stopp... Lichtpfote? Warum war dieses Häufchen elend denn jetzt auch mit von der Partie? Na... ob das mit den beiden Schülerinnen mal gut gehen wird. Steinpfote war ja nun genau das Gegenteil der anderen Kätzin. Aber ihm sollte es egal sein.
Am Wasserfall angekommen teilte Pollensturm direkt die Gebiete zum Jagen ein. Ihm sollte es recht sein. Als älteste von ihnen hatte sie das Recht, Anweisungen zu geben – so, wie er es bei seinen Geschwistern machte. Deshalb schwieg er, obwohl ihm dies mehr als schwer fiel. Er hasste es, wenn er selbst Befehle bekam und etwas ausführen musste, was er selbst nicht geplant hatte. Aber... ob jetzt unbewusst oder nicht... die Kriegerin gab ihm die Auswahl, wo er jagen wollte. Zwar mit einem dummen Spruch... aber nun gut. Diese Entscheidung fiel ihm verdammt schwer... Einerseits war da Kolibriflug, die er bei weitem noch nicht genug aufgezogen hatte... auf der anderen Pollensturm, mit der er seinen Schlagabtausch noch nicht beendet hatte.
Mit einem Schulter zucken folgte er erst Pollensturm, langsamer als sie. Hielt sich hinter ihr. Kolibriflug konnte er gleich ja immer noch aufsuchen. Da er selbst grade nicht unbedingt aufs Jagen aus wahr, wollte er ihr wenigstens die Gelegenheit geben etwas zu fangen. Er wollte ja nicht, dass der Clan verhungerte. Oder anders gesagt... er wollte nicht, dass seine Geschwister verhungerten.
Da nahm er den Geruch eines Kaninchens wahr. Misstrauisch kniff er die Augen zusammen, als Pollensturm los lief. Zwar vorsichtig, aber nicht so, als wäre sie auf der Jagd. Er folgte ihr, beobachtete, wie sie an einem Busch stehen blieb und ihr Körper sich für einen Moment anspannte. Hier stimmte etwas nicht. Das würde selbst einem Mäusehirn auffallen...
Langsam schlich er näher, blieb dicht hinter ihm stehen, sah auf das fette Kaninchen. Es konnte noch nicht allzu lange hier liegen, denn noch tummelten sich keine Fliegen um das Tier. Es stank auch nicht wie Krähenfraß, was bei längeren Verbleib so gewesen wäre. Es war alles sehr verdächtig... erneut prüfte der Kater die Luft, konzentrierte sich stärker und nahm einen schalen Geruch nach Donnerclan wahr. Er erstarrte, kniff die Augen zusammen. “Was ist hier los, Pollensturm?“, fragte er, so leise, dass nur sie ihn verstehen würde, selbst, wenn die anderen in der Nähe waren.





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BeitragThema: Re: Wasserfall   Di 25 Okt - 17:16

Pollensturm dankte dem Sternenclan, dass Granitherz es scheinbar nicht bemerkt hatte als sie ihn so verträumt angestarrt hatte. Das wäre auch wirklich eine Einladung gewesen, sie damit aufzuziehen. Damit kam sie zwar zurecht, aber dennoch war es ihr anders lieber, wenn es in dem Geplänkel nicht um sie ging oder darum, ob sie etwas von ihm wollte. Denn das konnte sie wirklich verneinen. Er war viel zu jung, viel zu unerfahren, um ihr gefallen zu können. Sie mochte es, ihn aufzuziehen und mit ihm zu scherzen, aber eine Konkurrenz für Brombeerfrost stellte er nun wirklich nicht dar. Das war ein schauriger Gedanke, denn immerhin verband sie nichts mit dem zweiten Anführer des Donnerclans außer einer Abmachung, dass er seine gestohlene Beute zurückzuzahlen hatte. Mehr war da ja nicht…auch wenn ihr Fell bei dem Gedanken an den großen Kater zu kribbeln begann, es hatte nichts zu bedeuten. Denn ein Gesetz brechen würde sie für ihn nicht. Naja, hatte sie das nicht schon, indem sie dem Anführer die Begegnung vorenthalten hatte?
Pollensturm machte sich keine Gedanken, wie sie auf andere wirken könnte, es war ihr auch schlichtweg nicht wichtig. Wenn man sie für jünger hielt, war das eben so. Wenn sie dafür ihren Spaß hatte, war es ihr das allemal wert. Als Granitherz dann meinte, Steinpfote könne Lichtpfote und Kolibriflug beschäftigen, während sie turtelten, lachte die Kriegerin und ihre Augen blitzten amüsiert. „Oh, großer Granitherz, verschweige unser Vorhaben! Nicht, dass eine Katze meint, unsere innige Zweisamkeit stören zu müssen!“, schnurrte sie spöttelnd und lief einfach weiter. Als sie den Wasserfall erreicht hatten, teilte sie die anderen ein, nur bei Granitherz unterließ sie es. Er machte auf sie den Eindruck einer Katze, die nicht gern Befehle befolgte, also gab sie ihm nur indirekt einen. Nämlich dass er Kolibriflug und die Schüler nicht stören sollte. Zwar war sie sich relativ sicher, dass Steinpfote sich von ihm nicht stören lassen würde, aber Lichtpfote erschien ihr ein wenig…zu schüchtern, zu zurückhaltend, um den Kater aushalten zu können.
Dann fand sie das Kaninchen. In dem Moment war sie so überrascht, so geschockt, dass sie es gar nicht fassen konnte. Und so achtete sie auch nicht darauf, dass Granitherz ihr gefolgt war. Natürlich war das mehr als unvorsichtig von ihr gewesen, aber sie hatte nun ja auch nicht damit rechnen können, dass hier ein totes Kaninchen lag. Nun, vielleicht doch…sie war wohl die einzige, die es erklären könnte. Aber wollen tat sie das nicht, denn sie hatte ja gesagt, sie würde es für sich behalten. Aber um ehrlich zu sein hatte sie auch nicht damit gerechnet, dass Brombeerfrost Wort hielt. Verraten hätte sie ihn dennoch nicht…irgendwie kam es ihr schäbig vor. Während sie so auf das Kaninchen starrte bemerkte sie Granitherz neben sich. Na super…hätte es nicht Kolibriflug sein können? Der Kriegerin hätte sie es erklären können, aber bei Granitherz war sie da unsicher. Auf seine leise Frage hin sah sie ihn an. „Ich habe keine Ahnung“, miaute sie matt und es wirkte ehrlich. Der Krieger war nicht dumm und würde den Donnerclangeruch bemerkt haben, also wäre es dumm, ihn herunterzuspielen. „Es ist ein frisch geschlagenes Kaninchen. Und vermutlich hat es ein Kater aus dem Donnerclan hergebracht. Ich denke nicht, dass es giftig ist…“, miaute sie und bemerkte gar nicht, dass sie von einem Donnerclankater sprach und nicht von einer Katze. Ein ziemlich dummer Fehler, den sie nicht mal sah, weil sie noch so überrascht war. Es war riskant gewesen von dem Kater, immerhin waren bis vor kurzem, wenn sie sich nicht täuschte, Schilfblick und Sturmwind hier gewesen, um zu jagen. Was, wenn er noch gar nicht allzu lange weg war? Wenn Granitherz dem Geruch folgen wollte und Brombeerfrost fand? Nicht auszudenken, was dann passierte…



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