Warrior Cats Online RPG
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 Krummer Baum

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BeitragThema: Re: Krummer Baum   Sa 14 Okt - 20:13

Magmapfote
Die Schülerin ahnte nicht, dass ihre Mentorin fast so viele Komplexe hatte wie sie selbst – und der Kampf ihr wahrscheinlich genauso wenig lag, wie Magmapfote die Jagd.
Trotzdem fühlte sich die Kätzin bei der Kriegerin gut aufgehoben und entspannte sich ein wenig, als Meisenflug meinte, sie wisse jetzt Bescheid und sie könnten mit dem Training beginnen. “Okay.“, miaute Magmapfote euphorisch und ihre Krallen fuhren vor Aufregung ein und aus.
Sie hätte es nicht für möglich gehalten, doch es machte ihr tatsächlich Spaß zu trainieren und sie gab ihr bestes, damit ihre Mentorin stolz auf sie sein konnte. Sie hoffte, sie hatte sich beim Ausweichen nicht allzu dämlich angestellt und hatte die Kriegerin grade danach fragen wollen, als Zweibeiner sich mit lautem Gegröle und Geschrei näherten. Sofort waren die beiden Katzen auf einen Baum geflüchtet und hockten nun schon eine ganze Weile dort oben.
Magmapfote hatte sich verängstigt und zitternd an Meisenflug gedrückt und einfach nur gehofft, die Zweibeiner würden bald ihrer Wege ziehen.
Doch erst als das Unwetter begann, packten die Zweibeiner zusammen und eilten davon. Erleichtert atmete die Schülerin aus und wäre beinah von dem Ast gepurzelt, hätte sie sich im letzten Moment nicht mit den Krallen festgehalten.
“Da sind Blutstern und Vipernzunge!“, miaute Magmapfote und wollte rufen, als auch sie die angespannte Stimmung der beiden Katzen unter ihr wahrnahm. Von Natur aus Neugierig spitzte sie die Ohren und lauschte dem Gespräch, welches die beiden führten – und empfand großes Mitleid mit der schwarzen Kätzin. Bisher hatte sie Vipernzunge immer für sehr nett gehalten... Er schäkerte mit den Kätzinnen im Lager und war eigentlich immer gut drauf... sah dabei auch noch gut aus... das er so mies war, hätte sie nicht erwartet.
Sie wartete, bis die beiden verschwunden waren und wandte sich dann an Meisenflug. “Wusstest du, dass zwischen den beiden was gelaufen ist? Warum war Vipernzunge so ein Haufen Fuchsdung? Ob Lorbeerschatten weiß, dass sie der Anführerin ins Gehege gerät?“, flüsterte die Schülerin verschwörerisch und sah in diesem Moment keine Mentorin in der Kätzin, sondern eine Freundin – mit der sie unbedingt darüber tratschen wollte.
Doch darauf würde sie wohl warten müssen – wenn es überhaupt geschehen würde...
Auf die Frage der Kätzin miaute sie: “Ich geh zuerst.“
Schnell wie der Blitz huschte Magmapfote am Stamm hinab und rannte über den Platz ins Dickicht. Dort drückte sie sich eng auf den Boden und wartete auf ihre Mentorin.

//sry :/ \\


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BeitragThema: Re: Krummer Baum   Fr 10 Nov - 10:26

Meisenflug war wahrlich stolz auf ihre Schülerin. Sie hatte sich gut gemacht, hatte fleißig gelernt und die Mitarbeit war hervorragend. Es könnte ein leichtes sein, aus ihr eine gute Kriegerin zu machen. Allerdings waren ihre eigenen Kampfkünste mehr als nur fehlerhaft. Sie konnte es einfach nicht, konnte nicht angreifen. Im Training war es noch ganz okay gewesen, denn sie hatte ja nur Scheinangriffe machen müssen. Aber schon das war wirklich schwer für die Kriegerin gewesen.
Als dann die Zweibeiner kamen waren sie schnell auf den Baum geklettert. Oben hatte sich Magmapfote an sie gedrückt, sie schien ängstlich.
Magmapfote sprach ihre Mentorin auf Blutstern und Vipernzunge an. Gerne hätte sie geantwortet, wollte aber erstmal vom Baum runter. Immerhin waren die Zweibeiner nur in ihren seltsamen Bauten verschwunden und wenn der Regen nachließ, könnten sie sofort wieder hervorkommen. Und das war gefährlich und absolut nichts, was sie gern haben wollte. Als Magmapfote sagte, sie ginge zuerst, folgte Meisenflug ihr auf dem Fuß. Schnell hatte die Schülerin das Dickicht erreicht und sich dort auf den schlammigen Boden gedrückt.
Die Kriegerin ließ sich bei ihr nieder und blickte hinaus, um sicherzugehen, dass die Zweibeiner weg waren. Oder zumindest ihnen nicht gefolgt.
Ich weiß nicht, was zwischen den beiden gelaufen ist. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die beiden zusammen passen“, miaute sie dann nachdenklich. „Kater können mit Gefühlen oft nicht umgehen. Dann sind sie dumm wie ein Stück Krähenfraß. Und machen manchmal Fehler, die sie bereuen. Aber sie kapieren es eben nicht. Und ich denke nicht, dass Lorbeerschatten etwas davon weiß, was Vipernzunge eben gesagt hat. Und auch Donnerblut...ich vermute, keiner von beiden ahnt etwas“, fügte sie an und schüttelte nur den Kopf. „Das wird Stress geben

//kein Kommentar



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BeitragThema: Re: Krummer Baum   So 15 Apr - 11:54

Magmapfote
Die Schülerin mit dem leuchtend roten Fell blickte nachdenklich zu ihrer Mentorin empor. Sie war erleichtert, die Sanfte, Freundliche Kätzin als Mentorin bekommen zu haben.
Blutstern hatte gut entschieden... Meisenflug würde mit ihrer ruhigen Art ganz sicher stärker auf die schüchterne Schülerin einwirken können, als jede andere Katze im Clan - so jedenfalls dachte Magmapfote.
Niemals hätte sie vermutet, dass ihre Mentorin sich Sorgen darüber machte, keine ausreichenden Kenntnisse für die Ausbildung einer jungen Katze zu besitzen. In ihren Augen war die Kätzin eine perfekte Kriegerin.
Ihre Gedanken wurden abrupt abgerissen, als die Zweibeinerjungen kamen. Mit ihrer Mentorin hatte sie auf einem Baum gehockt, zitternd vor Angst und war erleichtert gewesen, als der Regen einsetzte und endlich ruhe einkehrte.
Sie wollte direkt vom Baum herunter klettern, doch Meisenflug hatte sie aufgehalten. Im ersten Moment hatte Magmapfote nicht verstanden warum – aber dann hatte auch sie Blutstern und Vipernzunge bemerkt. Still hatte sie die beiden Katzen beobachtet und sofort angefangen zu tratschen, als sie gegangen waren. Doch Meisenflug hatte erst einmal vom Baum gewollt und antwortete erst, als sie die schützende Sicherheit der Büsche erreicht hatten.
Die Schülerin war ein wenig enttäuscht von der wagen Antwort... hatte sie mit ihrer Mentorin doch ein wenig darüber herum spinnen wollen. Da sie eigentlich keine einzige weibliche Freundin hatte... nun ja... da sah sie Meisenflug vielleicht ein wenig als solche an.
“Ich kann es mir auch nicht vorstellen... Also... ich weiß nicht... ich kann mir Blutstern überhaupt nicht mit einem Gefährten vorstellen... wenn dann mit einem, der ein wenig... ernster als Vipernzunge ist. Und Vipernzunge... interessiert sich ja sonst für einen ganz anderen Typ Kätzin.“, miaute sie. Unter ihrem dichten Fell wurde die junge Kätzin rot, dann grinste sie leicht und schielte zu Meisenflug empor. “Aber es hört sich so an, als würdest du ganz genau wissen, wovon du sprichst. Gibt es da einen Kater?“ Im nächsten Moment jedoch legte sie die Ohren an, wurde sich bewusst, was sie da gefragt hatte! “Es tut mir leid... das geht mich überhaupt nichts an...“, miaute sie leise und blickte zerknirscht drein.


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BeitragThema: Re: Krummer Baum   So 22 Apr - 16:57

Meisenflug war erleichtert als sie gemeinsam mit ihrer Schülerin unter ein paar Büschen in der Nähe Schutz gesucht hatte. Sie waren den Zweibeinerjungen entkommen. Zumindest erst mal, denn sie hatte nicht das Gefühl, als würden sie ausbleiben. Sie hatten all ihre Dinge zurückgelassen und sich lediglich zurückgezogen. Sie würden wiederkommen. Und es wäre das beste, wenn Magmapfote und sie selbst dann nicht mehr hier wären. Doch noch tobte der Sturm und der Regen prasselte unermüdlich auf den aufgeweichten Boden. Auch Zweibeinerjunge wollten diesen Naturgewalten nicht ausgesetzt sein, da war sich die Kriegerin sicher. Daher konnte sie erleichtert ausatmen und sich beruhigen.
Magmapfote war unverletzt – Sternenclan sei Dank. Denn sie hätte wohl kaum einen Feind bezwingen können, denn mit Verteidigung und Defensive allein kam man nicht weit. Es war eine Schande, dass sie selbst eine so unfähige Kämpferin war. Sie schämte sich dafür, fühlte sich als Mentorin ungeeignet. Aber sie würde hoffentlich einen Weg finden, damit zurechtzukommen. Und ihrer Schülerin das Training zu ermöglichen, was sie brauchte. Und wenn sie dafür einen anderen Krieger bitten müsste, ihr zu helfen. Sie überlegte, wer ein guter Kämpfer war. Ihr fiel Moorkralle ein, doch den wollte sie nicht fragen – selbst wenn er der letzte Krieger der Welt wäre! Er war egoistisch und ein absolutes Flohhirn. Er war nur in seinen Fertigkeiten gut, doch sozial war er weit hinter dem kleinsten Jungen. Und die arme Häherpfote musste es ertragen...das arme kleine Geschöpf. Ihre Schwester Braunellenpfote hatte da wohl ein besseres Los gezogen. Doch Blutstern wusste, was sie tat. Sie hatte sicherlich aus einem guten Grund Moorkralle zum Mentor gemacht.
Dieser Gedanke führte sie zurück zu dem Gespräch, was sie mit Magmapfote begonnen hatte, die scheinbar gern tratschte. „Blutstern ist ebenso eine Katze wie du und ich. Aber vor allem ist sie Anführerin. Ich rechne es ihr hoch an, dass sie keinen Gefährten über ihren Clan stellt. So bleibt ihr Blick ungetrübt und unvoreingenommen, was sie als Anführerin noch besser macht“, miaute sie mit einem Lächeln. „Aber mit Vipernzunge hast du recht. Er ist eindeutig unter ihrem Niveau. Und ich weiß nicht, ob ich wissen möchte, warum du dich mit seinem Geschmack auskennst...“, miaute sie und ließ den letzten Teil bedeutungsvoll ausklingen. Ihre Schülerin war doch hoffentlich nicht auf diesen Kater hereingefallen? Oder wusste sie etwas über jemand anderen? Meisenflug musste sich widerwillig eingestehen, dass es sie wirklich interessierte. Für sie selbst hatte Vipernzunge nie etwas übrig gehabt und eigentlich hatte sich die Kriegerin daran nie gestört. Aber generell gab es keinen Kater im Clan, der sich für sie interessierte. Und ein tolles Gefühl war das nunmal auch nicht. Sie wäre lieber zumindest von einem begehrt worden – den hätte sie abweisen können, wenn er ihr nicht gefiel. Aber so war sie stets außen vor bei Gesprächen über Kater. Daher verwunderten sie Magmapfotes Worte ein wenig, dass sie sich scheinbar damit auskenne. Sie schob direkt hintenan, dass es sie nichts angehe. Damit hatte sie zwar recht, aber Meisenflug wollte nicht so sein. Es sprach nichts dagegen, zu antworten. „Nicht in dieser Hinsicht. Einen Gefährten hatte ich noch nicht. Doch ich habe zwei Brüder – und glaub mir, es war nicht immer leicht. Besonders Sperberschlag hatte seine Probleme mit Gefühlen...ich habe es verstanden, auch wenn er mich und meinen Bruder in gewisser Weise verraten hat. Er hat es erst viel später gemerkt. Und da er mit seinen Gefühlen nicht klargekommen ist, ist er heute beim Sternenclan“, seufzte die Kriegerin. Ihre Geschichte war ein offenes Geheimnis, von daher war es ihr auch recht, wenn Magmapfote es wusste. Selbst wenn diese es weitertrug, es gab bereits mehr als eine Katze im Clan, die es wusste. Sie sah ihre Schülerin an, mit der sie gemeinsam im trüben Licht des Regens unter einem Busch hockte. Hier waren sie einigermaßen geschützt und würden ausharren bis der Regen nachließ. Das war besser als die Schülerin zu verlieren.

Hast du denn schon Erfahrungen gemacht? In Beziehung auf Kater, meine ich“, miaute sie mit ruhiger Stimme. Innerlich brannte sie vor Neugier, aber auch vor Scham, es gefragt zu haben. Denn eigentlich war das absolut nichts, was sie etwas anging.



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BeitragThema: Re: Krummer Baum   So 22 Apr - 19:27

Magmapfote
Die Schülerin hoffte, dass der Regen bald nachlassen würde – es störte sie zwar nicht unbedingt, wenn sie nass wurde, aber die wärmenden Strahlen der Sonne waren ihr dann doch lieber.
Vielleicht... vielleicht würde ja ein farbiger Streifen am Himmel erscheinen! Das wäre unglaublich schön.
Als sie ein Junges war, hatte sie häufig den Geschichten der Ältesten gelauscht und eine Kätzin hatte ihr immer erzählt, wenn ein Streifen aus Farben am Himmel erschien, musste man nur den Anfang finden... dann könnte man wie über eine Brücke laufen und am anderen Ende würde eine Sternenclan-Katze warten und einen Wunsch erfüllen.
Oh, sie erinnerte sich daran, wie oft sie deshalb als Junges versucht hatte, aus dem Lager zu schleichen... wollte sie doch unbedingt einen Wunsch erfüllt haben. Wie naiv sie damals doch gewesen war... aber trotzdem. Jedesmal, wenn es geregnet hatte, sah sie in den Himmel und hoffte.
Ein kleines, melancholisches Lächeln erschien auf ihrem Gesicht und sie wurde erst aus ihren Gedanken gerissen, als Meisenflug ihr auf ihre Frage antwortete. Im ersten Moment schien Magmapfote verwirrt, doch sie begriff rasch, worum es ging und sie. Ein wenig verlegen scharrte sie mit den Pfoten... ein wenig klang es für sie, als würde ihre Mentorin sie für ihr Getratsche Schelten. Natürlich hatte sie recht... Blutstern war auch nur eine Kätzin. Obwohl sie kalt und unnahbar wirkte... hatte sie nicht vielleicht auch Gefühle? Hatte sie Träume... Sehnsüchte... und Wünsche, wie jede andere Katze? Die Schülerin hatte nie darüber nachgedacht...
Aber dann stimmte ihr ihre Mentorin in Hinsicht auf Vipernzunge zu und Magmapfotes Augen blitzten erleichtert auf – bis sie die offene Frage stellte, woher sie den Geschmack des Schattenclan-Kriegers zu kennen gedachte.
Röte schoss der Kätzin in die Wangen und sie dankte dem Sternenclan für ihr feuriges Fell – so war ihre Verlegenheit nicht direkt anzusehen. Zuerst überlegte sie zu lügen... überlegte es sich dann aber anders. Es war so lange her... Ärger würde sie deswegen bestimmt nicht mehr bekommen.
“Weißt du... als ich noch ein Junges war, habe ich mit häufig mit Flammenpfote aus dem Lager geschlichen... Ich weiß, dass es gefährlich und dumm war – aber du weißt ja, wie ungeduldig man auf sein Schüler-werden wartet... Jedenfalls haben wir aus einem dieser Ausflüge Vipernzunge mit einer Kätzin aus einem anderen Clan gesehen. Ihrem Aussehen nach war sie damals eine Schülerin, kurz zur Ernennung zur Kriegerin. Sie war hübsch und wirkte sehr unschuldig und naiv... Ich habe sie auf meiner ersten großen Versammlung gesehen, sie wurde grade zur Kriegerin ernannt. Ich habe allerdings ihren Namen vergessen... Flammenpfote wollte es damals Blutstern erzählen – aber ich habe ihn davon abgehalten, weil wir doch das Lager gar nicht hätten verlassen durften.“, miaute sie leise, wagte es nicht, Meisenflug anzusehen. “Ein weiteres Mal haben wir ihn in der Nähe des Zweibeinerorts entdeckt. Da waren wir grade Schüler. Wir sollten für Schlangenblick Katzenminze für seinen Vorrat besorgen. Vipernzunge hat sich mit einer unheimlich süßen Kätzin getroffen, aber auch sie schien sehr unschuldig und hat ihn aus großen Augen angehimmelt. Also... Also schätze ich, dass dies sein Typ ist. Unschuldig... Kätzinnen, die ihn anhimmeln. Und wie es ausschaut, außerhalb unseres Clans. Dies alles passt nicht auf Blutstern.“
Hoffentlich hatte sie nicht zu viel gesagt... Sie war ein wenig erleichtert, als das Thema auf Meisenflugs Geschichte fiel. “Ich... hatte nur eine Schwester, die kurz nach unserer Geburt starb. Ich wünschte, ich hätte mit ihr aufwachsen können... Das mit deinem Bruder tut mir leid... aber wenn er am Ende doch noch klar sehen konnte, ist es irgendwie ein Trost. Finde ich.“, miaute sie leise. “Warum hast du keinen Gefährten? Gefällt dir niemand? Meine Mutter hatte immer die Ansicht vertreten, ein Kater müsse um die Kätzin seines Herzens kämpfen... bis sie meinen Vater kennen lernte. Er wollte sie nicht und hatte sich für eine ganz andere interessiert... aber sie gab nicht auf und hat ihre altmodischen Ansichten über Bord geworfen. Es hat sich gelohnt.“ Sie kicherte leise, welches im nächsten Moment erstarb.
Ihr Lächeln verblasste, als Meisenflug sie fragte, ob sie selbst schon Erfahrungen mit Katern gemacht hatte. Kummer überschattete ihr Gesicht, als sie meinte: “Ich... Ich war seit meiner Zeit als Junges in Flammenpfote verliebt. Er war mein bester Freund... meine erste Liebe... einfch alles für mich. Als Schüler kamen wir offiziell zusammen, aber es hat nicht lange angedauert. Meine dumme Eifersucht hat alles kaputt gemacht...“, miaute sie leise und blickte hinab auf ihre Pfoten.



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BeitragThema: Re: Krummer Baum   Mo 13 Aug - 15:03

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Meisenflug
Kriegerin | beste Freundin von Bachschatten, Mentorin von Magmapfote | 14 Monde
ERWÄHNT: Blutstern, Vipernzunge, Flammenpfote, Granitherz, Kobrablick, Wolkenflug
ANGESPROCHEN: Magmapfote

Der Regen fiel unablässig und schien gar nicht enden zu wollen. An den Weg ins Lager war also noch nicht zu denken. Sie würde Magmapfote einer Gefahr aussetzen, die sie vermeiden konnte. Wenn sie sich erkältete, weil sie selbst zu ungeduldig gewesen war...nein, das stand nicht zur Debatte. Auf keinen Fall. Ihr war der Schutz der kleinen Katze aufgetragen worden und sie würde die ganze Sache sehr ernst nehmen. Sie musste dankbar sein für die Chance, die sie erhielt. Auch wenn sie noch immer ein wenig daran zweifelte, dass sie eine gute Mentorin sein würde. Immerhin konnte sie überhaupt nicht kämpfen. Und überhaupt nicht war da noch eine Beschönigung.
Sie starrte hinaus in die Dunkelheit. Es war unglaublich, wie stark der Regen mit seinem Getöse den Himmel verdunkelt hatte. Als wäre es tiefste Nacht und das mitten am Tage. Sie musste an ihre Mutter denken. Sie hatten sich nie versöhnt. Und manchmal bereute sie das. Aber wenn sie daran dachte, was sie Bachschatten angetan hatte...was sie seiner Familie angetan hatte...was sie ihren Jungen angetan hatte...sie hatte ihr nicht vergeben können. Und das hatte gute Gründe.
Sie blickte auf ihre Schülerin. Sie wirkte in diesem Moment so kindlich, so naiv und unerfahren, dass Meisenflugs Herz aufging. Dieses kleine Kätzchen schien, als könnte es kein Wasser rühren.
Auf ihre Nachfrage bezüglich des Geschmacks des Kriegers bekam sie eine ehrliche Antwort. Zumindest glaubte sie das. „Ich hab mich als Junges auch hin und wieder aus dem Lager gestohlen. Ich denke, das ist jedem so gegangen. Auch wenn du recht hast, es ist sehr gefährlich.“, miaute sie mit einem Lächeln und dachte dann über Vipernzunge nach. Wie konnten Geschwister nur so unterschiedlich sein? Schlangenblick war ein tugendhafter, treuer Kater mit einer Regelkonformität wie sie sich jeder Anführer nur wünschen konnte und Vipernzunge...war das Gegenteil. „Blutstern wird wissen, was sie tut. Sie ist eine kluge Katze und ich bin sicher, dass sie sich nicht auf ihn einlassen würde. Sie findet garantiert jemand besseren.“ Den Gedanken hatte sie laut ausgesprochen und merkte es erst jetzt. „Aber vielleicht hat Vipernzunge sich auch geändert. Auch wenn ich daran nicht glaube.“, setzte sie schnell hinzu und war froh, das Thema wechseln zu können.
Das Leben ist manchmal nicht so, wie man es sich wünscht. Ich verstehe, dass es dich traurig macht, sie verloren zu haben. Aber ich bin ganz sicher, dass sie die ganze Zeit bei dir gewesen ist. Und mein Bruder...er hat schreckliches erleiden müssen, um zu verstehen. Er hat alles verloren. Und schließlich sein Leben. Ich denke allerdings, dass das das einzige in seinem Leben war, was er nicht bereut hat. Denn er ist gestorben, um andere zu retten.“ Die schlanke Kriegerin dachte einen Moment lang an ihren von Selbsthass zerfressenen Bruder, der nichts gutes mehr an sich gelassen hatte. Dachte an den Schmerz in seinen Augen, wenn Finkenglut und sie ihn besucht hatten. Er hatte sich nicht vergeben, dass er sie verraten hatte. „Ich stell mir immer vor, dass er jetzt glücklich ist. Vielleicht hat er im Sternenclan ja sogar jemanden kennengelernt, wer weiß. Auf jeden Fall hat er sein gutes Herz wiedergewonnen.
Dann stellte Magmapfote eine Frage. Eine Frage, die wehtat. „Nun...ich weiß es nicht, Magmapfote. Es hat nie einen Kater gegeben, der sich für mich interessiert hat. Und ich wüsste jetzt auch keinen, für den ich mich interessiere. Also es gibt sicherlich ein paar hübsche...wobei die eher weniger in unserem Clan anzutreffen sind“, bemerkte sie mit einem leichten Lächeln. Aber es waren dumme Gedanken, Spinnereien. Keiner dieser Kater kam für sie ernsthaft in Betracht. Zum einen, weil sie sie gar nicht näher kannte, und zum anderen auch, weil keiner von ihnen sie jemals angesehen hatte. „Kobrablick hat wirklich etwas an sich. Es ist wohl nicht das klassisch schöne wie bei Granitherz aus dem Windclan, aber er ist dennoch attraktiv. Allerdings sind beide nichts für mich, weil ich einen Gefährten haben möchte, der mir treu ist und mich wirklich mag. Und so einen hab ich leider noch nicht gefunden. Wenn du einen kennenlernst, sag ihm, wo er mich findet“, scherzte sie nun. Sie versuchte, zu überspielen, was ihr hoffentlich gelang. Denn eigentlich kümmerte es sie weit mehr als sie zugeben wollte. Doch ihre eigene Unsicherheit, die sie nach außen hin verschwinden ließ, machten ihr die Sache schwer. Sie war immer die einzige gewesen, die keinerlei Katergeschichten vorzuweisen hatte. Sie hatte sich nie auf etwas eingelassen, weil es nichts gegeben hatte, auf dass sie sich hätte einlassen können. Kein Kater interessierte sich für sie. Vielleicht war sie einfach zu hässlich. Oder zu unfähig. Wer wusste das schon.
Sie war ein wenig erleichtert als nun Magmapfote berichtete. Das mit der Eifersucht kannte sie. Sie selbst war wahnsinnig eifersüchtig...es war ein Zeichen von Unsicherheit. Und mit einem Mal hatte sie das Gefühl, ihrer Schülerin unglaublich ähnlich zu sein. Hatte Blutstern sie ihr deswegen anvertraut? Weil sie sie verstehen konnte?
Bist du es denn noch? Verliebt, meine ich“, miaute sie dann und schaute ihrer Schülerin ins Gesicht. Flammenpfote war der Schüler von Wolkenflug, wenn sie sich nicht täuschte. Immerhin hatte sie ein Bild vor Augen. Sie schwieg einen Moment. Sie kannte die Eifersucht. Sie selbst konnte sie nicht besiegen, aber sie könnte helfen. Sie könnte Magmapfote helfen, sich selbst besser anzusehen. Bei sich selbst half das nicht viel, wenn man sich dauernd sagte, man wäre gar nicht so schlimm und von der Umwelt doch genau das vermittelt bekommt. „Eifersucht ist etwas, was der Unsicherheit entspringt. Der Angst, den anderen zu verlieren. Aber es wirkt auch, als würdest du ihm nicht trauen. Dabei traust du nicht ihm nicht, sondern eigentlich dir. Eifersucht ist etwas, was nur schwer zu kontrollieren ist. Aber wenn es dir wichtig ist, versuche ich dir dabei zu helfen, sie zu kontrollieren“, bot sie leise an. Sie wollte ihr nicht auf die Pfoten treten. Immerhin begann sich gerade etwas an ihrer Beziehung zu verbessern. Und sie waren ja eh durch das Training zusammen unterwegs.



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BeitragThema: Re: Krummer Baum   Mi 22 Aug - 16:36

Magmapfote
Die junge Kätzin sah dem Regen zu, der keine Anstalten machte in naher Zukunft zu enden. Was gebe sie dafür, jetzt in ihrem Nest zu liegen... schön warm und trocken im Schülerbau. Andererseits... es gab sicher schlimmeres als hier mit Meiseflug zu sitzen und über Kater zu quatschen... erst jetzt war der roten Kätzin aufgefallen, wie sehr sie eine Freundin vermisst hatte...
Obwohl... die Kriegerin als Freundin zu bezeichnen, ging wahrscheinlich zu weit. Zwar war diese nicht unbedingt älter als sie selbst, aber würde sie sich mit einer Schülerin anfreunden wollen? Ach Mäusedreck... diese Gedanken brachten nichts.
Da erhellte ein Blitz den Himmel und irgendwo auf dem Territorium schien er eingeschlagen zu sein. Selbst auf diese Entfernung hin hörte sie den Knall und die Kätzin zuckte zusammen. Sie drückte sich dicht an ihre Mentorin. Diese musste sie für einen schrecklichen Feigling halten... was ja nun auch der Fall war...
Doch das Gespräch mit Meisenflug lenkte sie von ihren Ängsten ab und die Kriegerin gestand, dass sie als junge Katze selbst das Lager verlassen hatte. Überrascht riss Magmapfote die Augen auf. Das hätte sie nun wirklich nicht gedacht! “Irgendwie hatte ich die Vorstellung, dass du dich immer an die Regeln gehalten hast!“, miaute die Schülerin und lachte verlegen.

Dann wechselte das Thema und es kam ihr nur recht. Magmapfote tratschte gerne -. sehr gerne! Und mit einer Kätzin ging das so viel besser, wie mit einem Kater! “Genau das meine ich ja! Blutstern ist eine so starke Kätzin und... ich weiß nicht... ich hab mir irgendwie immer einen anderen Typ Kater an ihrer Seite vorgestellt. Aber Liebe macht vielleicht wirklich blind!“, miaute Magmapfote nachdenklich. Auf Meisenflugs hastige Worte, dass Vipernzunge sich geändert haben könnte, blickte die Schülerin sehr kritisch. Na... daran glaubte sie auch nicht.
Da wurden die Worte, die sie wechselten ernster und still hörte sie zu, wie ihre Clan-Kameradin über ihren Bruder sprach – und über ihre – Magmapfotes Schwester. Ein wenig ließ sie die Ohren hängen, lächelte aber tapfer. “Ja... Leckermaul hat mir gesagt, dass sie jetzt beim Sternenclan ist und von dort aus auf mich aufpasst. Es war irgendwie... tröstlich. Du weißt schon, der Gedanke, dass sie nicht einfach verschwunden ist.“ Ihr Kopf neigte sich leicht zur Seite, während sie ihre Mentorin beobachtete, dann lächelte sie. Meisenflug wahr scheinbar eine ebenso hoffnungslose Romantikerin wie sie selbst. “Ja... das hat er bestimmt. Ich glaube auch, dass es so für ihn besser ist... vielleicht hat er so endlich Frieden gefunden.“
Als das Gespräch auf die Kater kam veränderte sich der Blick der älteren Kätzin leicht und nachdenklich betrachtete Magmapfote ihre Gesprächspartnerin. “Vielleicht hast du es nur nicht bemerkt?“, miaute sie aufmunternd und lachte dann leise. “Du magst also gutaussehende Kater?“, grinste sie und ihre Augen blitzten Frech. Sie stimmte ihrer Mentorin zu... Kobrablick und Granitherz waren beide einfach... hrhr... allerdings auch ziemlich untreu. Etwas, was ihr selbst auch nicht gefallen würde. “Och... so ein paar sind bei uns im Clan doch nicht zu verachten.“, miaute sie und überlegte. Die Schüler brauchte sie nicht zu erwähnen... da war Flammenpfote ganz weit vorne ihr Favorit... aber Meisenflug war ja älter als sie. “Bachschatten und Moorkralle sehen doch gut aus... okay... letzterer war ein dummer Vorschlag. Sein Temperament ist ein wenig zu überschäumend... um es mal nett auszudrücken.“ Die Schülerin überlegte weiter. Aber wirklich einfallen tat ihr tatsächlich niemand. Niedergeschlagen sah sie Meisenflug an. “Kannst du nicht jemanden in Betracht ziehen, der nicht ganz so hübsch ist? Was für Charaktereigenschaften sind dir denn wichtig?“
Hach... sie würde so gerne die Gefährtenberaterin fpr Meisenflug sein! Sie wollte, dass die Kätzin jemanden fand und glücklich war! Und sie wollte dabei helfen!

Doch dann geriet sie selbst wieder in den Mittelpunkt und scharrte verlegen mit den Pfoten. “Ich glaube... ja... ich glaube, ich bin immer noch verliebt in ihn... Ich wünschte, es würde etwas geben, womit man es einfach abstellen kann.... Irgendein Kraut...“, miaute sie leise und blickte überrascht auf, als Meisenflug ihr Anbot, ihr bei diesem Problem zu helfen. Sie hörte den Worten der Kätzin zu und es klang logisch! Sehr logisch sogar.
Die Augen der jungen Katze leuchteten auf. “Oh... das wäre super, wenn du mir helfen könntest!“, miaute sie aufgeregt und ihr Schweif peitschte durch die Luft.


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BeitragThema: Re: Krummer Baum   Mo 8 Okt - 22:24

//Ich hoffe das klappt so (:

Finkenglut
Bruder von Meisenflug

cf: Lager des SchattenClans
Er folgte Bachschatten, überholte ihn aber bald in einer ebenso zielstrebigen Manier wie die, die der schwarz weiße Kater vorgelegt hatte. Der magere Kater entspannte sich ein wenig, sobald er das Chaos des Lagers hinter sich gebracht hatte. Natürlich machte er sich noch immer unglaublich große Sorgen um seine Schwester, aber umso weiter er diese Hektik die im Lager des SchattenClans geherrscht hatte hinter sich ließ, umso unwahrscheinlicher erschien es ihr, dass sie tatsächlich arg verletzt irgendwo im Territorium liegen und sterben würde. Das Gewitter schien bisher nur den einen Baum am Lager als eines seiner Opfer gefordert zu haben und sein feiner Gehörsinn hatte kein weiteres Krachen vernommen. Finkenglut versuchte also vom Besten auszugehen, erwartete aber das Schlimmste. Glücklicherweise war auch Bachschatten mitgekommen. So hatte er jemanden an seiner Seite, der ihn unterstützen könnte, falls das Schlimmste denn wirklich zutreffen würde und Meisenflug und ihre feige Schülerin irgendwo verletzt auf dem Gelände lägen und Hilfe bräuchten. Das Gewitter nahm anscheinend auch ein wenig ab. Der Kater seufzte erleichtert, sein wachsamer Blick noch immer durch das durch den heftigen Regen kaum noch auszumachendes Gelände streifend. Wo war dieser verdammte schief gewachsene Baum nur? Bei dem Gewitter sah alles gleich aus: düster und nach dünnen Strichen, die in der Luft zu schweben schienen. Der Matsch in den sich der Waldboden momentan verwandelt hatte war auch nicht besser. Er ließ jegliche Pfotenspuren und Gerüche innerhalb von ein paar Sekunden verschwinden und den Kater nun schon mehrfach zweifeln, ob er immer noch auf der richtigen Fährte war; und das obwohl er diesen Weg als Schüler schon etliche Male gegangen war und ihn  praktisch mit geschlossenen Augen gefunden hätte, würde man das von ihm erwarten. Aber der Regen irritierte ihn. Es gab schon einen Grund, warum er das Wasser das so unbarmherzig von oben auf ihn und seinen Clangefährten einprasselte, hasste. Die Beute verschwand, das Territorium  wurde zu einem unübersichtlichen Schlammbad und die Kälte die damit einherging zog ihm auch die restliche Energie aus dem Körper die nach dem ganzen Stress der letzten Stunden noch übriggeblieben war. Aber er musste seine Schwester finden. Nur wegen Blutstern und ihrer dämlichen Idee Meisenflug eine Schülerin zu geben war diese nun ganz allein im Wald und einer solchen Naturgewalt ausgesetzt und Finkenglut spürte die Wut in seinem Inneren aufkochen, für die er in Realität keine Kraft mehr hatte. Von Zeit zu Zeit wurde er ein wenig langsamer und lies sich zurückfallen um mit Bachschatten Blicke auszutauschen die hoffentlich zur Verständigung beitrugen. Ob der beste Freund ihrer Schwester denn irgendetwas gesehen hatte. Irgendein Lebenszeichen gefunden hatte – sich sicher war, ob sie noch richtig gingen. Finkenglut hatte einfach keine Kraft mehr für viele Worte und wollte seine Energie nicht unnötig verschwenden, solange seine Schwester nicht gefunden hatte. Allerdings vertraute Meisenflug Bachschatten und so war auch Finkenglut in einem gewissen Maße gewillt ihm sein Vertrauen und seine Kameradschaft anzubieten. Etwas, dass in seinem Leben außerhalb seiner Familie und seinem Mentor noch nie vorgekommen war.
Als er schließlich den vertrauten Umriss des gekrümmten Baumes vor sich sah und der Regen sich langsam lichtete, seufzte Finkenglut mehr als erleichtert auf. Sie hatten es gepackt. Hatten die Stelle tatsächlich gefunden und den schlimmsten Teil der Sachen die von oben herabkommen konnten, überlebt. Jetzt mussten sie nur noch Meisenflug finden und alles wäre perfekt. Seine hellgrünen Augen strichen suchend über das Gelände und er lächelte, als er die beiden schließlich zusammengekauert unter ein paar Ästen wahrnahm. Sie waren es tatsächlich. Sein Lächeln wurde breiter. Nicht das kalte, aufgesetzte Lächeln, das er bei jedem anderen seiner Clankameraden aufgesetzt hätte. Ein warmes, herzliches, liebendes Lächeln. Seine Augen funkelten warm, als er auf die beiden Kätzinnen zusteuerte.
Magmapfote ignorierend hielt er auf seine Schwester zu; seine Zunge bürstete das Fell zwischen ihren Ohren und er schnurrte. "Wir haben uns schon Sorgen gemacht.", meinte er ruhig, glücklich zu wissen das es ihr nun gut ging. Er trat einen Schritt zurück und musterte sie. Nein, es ging ihr definitiv gut. Es war eine seltsame Stimmungsblase, in die er hier gerade hereingeplatzt war, aber Meisenflug hatte definitiv keine äußeren Verletzungen. "Magmapfote." Er wandte sich an die Schülerin und begrüßte sie ebenfalls relativ freundlich, da er wusste, dass Meisenflug das von ihm erwartete. Allerdings fehlten die Herzlichkeit in seiner Stimme und die Wärme in seinen Augen. Man musste seine Gefühle ja nicht unnötig verschwenden und es war gut, wenn jüngere Katzen einen gewissen Respekt vor ihm hatten.
"Wir wollten nur sicher, dass alle während des Gewitters im Territorium verbliebenen Katzen bei Gesundheit sind." erklärte er das plötzliche Auftauchen dann, um etwaige Fragen schon im Vorhinein zu um umgehen. "Wie geht es euch beiden?" Die Frage war an seine Schwester gerichtet und die Wärme in der Stimme des Katers nahm wieder zu. Er hätte noch fragen können, ob die beiden andere Katzen auf dem Gelände des Clans angetroffen hatten oder wussten ob einer ihrer Clankameraden noch in der Nähe herumstreunte, aber das überließ er dann eher Bachschatten. So sehr kümmerte es ihn dann doch nicht, was seine Clankameraden denn im Territorium trieben, jetzt, wo er Meisenflug vor sich hatte und sich sicher sein konnte, dass es ihr gut ging.
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Erwähnt: Blutstern
Angesprochen: (Bachschatten), Meisenflug, Magmapfote



Keine Zukunft vermag gutzumachen,
was du in der Gegenwart versäumst.

| Astrid Lindgrien

Der Schmerz ist ein heiliger Engel;
durch ihn werden wir größer als durch alle Freuden.

| Adalbert Stifter

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BeitragThema: Re: Krummer Baum   Fr 12 Okt - 15:32

Bachschatten

Erwähnt:Finkenglut, Meisenflug, MagmapfoteAngesprochen:
Finkengut, Magmapfote, Meisenflug


<- Schattenclanlager

Bachschatten verfluchte das Wetter. Das trübe, graue Wetter behinderte seine Sicht und auch Finkenglut schien Probleme haben, den krummen Baum zu finden. Zwar hatte der Regen mittlerweile abgenommen, dennoch regnete es noch und durch die Nässe und die Wolke schien das gesamte Gelände gleich verschlammt auszusehen. Nervös blickte er zu Finkenglut rüber, denn dieser schien noch angespannter als Bachschatten selber zu sein. Das hatte man schon am Schrittempo erkennen können. Bachschatten hatte ein zügiges Tempo vorgegeben, um schnell am Ziel zu sein, aber dennoch nicht so schnell, dass man leicht ausrutschen könnte. Denn der Boden war mehr als nur nass und rutschig. Finkenglut hatte ihn trotzdem noch überholt, was total verständlich war. Immerhin machte er sich auch Sorgen um Meisenflug und ihre Schülerin. Vor Anspannung, und wegen dem Regen, standen seine Nackenhaare senkrecht ab und Bachschatten konnte regelrecht spüren, wie verkrampft und unentspannt er war. Seine Muskeln würden sich bestimmt beschweren, sobald der Langhaarige aufhörte, sich zu bewegen. Nach einer gefühlten Ewigkeit, knurrte Bachschatten kurz entnervt und schnaubte ungeduldig. War der Weg zum krummen Baum schon immer so lang und anstrengend?! Bachschatten tauschte einige Blicke mit Finkenglut aus und wenn er die Blicke richtig deutete, ging es Finkenglut genauso. Aber Bachschatten war sich nicht komplett sicher, denn Finkenglut war für ihn immer schon ein wenig undurchschaubar gewesen. Nie wusste Bachschatten so recht, was in dem Krieger vorging, oder wie er ihn einschätzen sollte. Ganz am Anfang war Bachschatten überzeugt, dass Finkenglut ihn hasste, aber Meisenflug hatte immer gesagt, dass er nicht alles persönlich nehmen sollte, wenn ihr Bruder ein wenig schroff rüberkam. Dennoch dachte Bachschatten, dass Finkenglut ihn mittlerweile mehr duldete.
Der Regen riss ihn wieder aus den Gedanken. Er spürte, wie die Nässe durch sein Fell drang und auf seine empfindliche Haut traf.
In diesem Regen fühlte sich Bachschatten verloren und machtlos. Allein schon, weil sein langhaariges Fell mit Wasser getränkt war und ihm wie Steine am Körper hing. Es zehrte an seinen Kräften und, wenn es nicht um seine beste Freundin gehen würde, würde er auch wieder umdrehen. Er hasste dieses Gefühl an seinen Pfoten, wenn er in den aufgeweichten, nassen Boden sank. Doch das war es ihm wert. Es musste ihm wert sein.
Schlussendlich sah er doch den Baum und Bachschatten zog sein Tempo nochmal an. Am liebsten würde er gerade Freudensprünge machen, doch dass verkniff er sich vor Finkenglut. "Endlich..." miaute er jedoch erleichtert und schaute lächelnd zu Finkenglut. Dieser hatte kurz darauf auch schon die beiden Katzen gefunden und trabte auf sie zu. "Zum Glück geht es euch beiden gut!" bestätigte er Finkengluts Aussage, dass sie sich Sorgen gemacht hatten. Meisenflug und Magmapfote schienen aber beide wirklich unverletzt, wenn auch die Stimmung ein wenig seltsam wirkte, was Bachschatten jedoch ignorierte, als er Magmapfote zunickte.
"Wir wollten nur sicher, dass alle während des Gewitters im Territorium verbliebenen Katzen bei Gesundheit sind." hörte Bachschatten den Krieger sagen und Bachschatten nickte bestätigend. "Das stimmt. Im Lager ist ein Baum umgekippt und jetzt herrscht das reine Chaos. Aber dem Sternenclan sei Dank ist niemand verletzt! Wir haben schon gedacht, dass hier ähnliches passiert sein könnte!" berichtete er dann und sah Meisenflug liebevoll an. Jetzt, wo er sie hier ansah, wurde ihm ganz warm. Die Kälte von seinem nassen Fell wich komplett aus seinem Körper und er fühlte sich als könnte er fliegen und ... natürlich waren das alles ganz platonische Gefühle. Er ist nur wirklich erleichtert, dass es Meisenflug, und Magmapfote natürlich auch, gut geht.  "Wisst ihr, ob außer euch beiden, noch jemand unterwegs ist? Im Lager hat man kaum eine Übersicht mehr, wer eigentlich gerade da ist, weil es gerade drunter und drüber geht. Nicht, dass sich doch noch jemand hier draußen verletzt hat." fragte er dann und schaute sich nochmal um. Man konnte nur einige Katzenlängen weit sehen und der Rest war grau, trüb und verschwommen. Stets durchzogen mit Regen. Das Wetter ließ ihn einen kalten Schauer über den Rücken laufen. Wahrscheinlich wird aber jede Katze, die sich noch hier draußen rumtreibt, längst einen trockenen Busch oder ähnliches gesucht haben. Der ganze Regen war ja schrecklich.  Sein Fell würde bestimmt mehrere Sonnenaufgänge brauchen, bis es wieder komplett trocken ist!

|691 Wörter
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