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 WindClan Lager

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BeitragThema: Re: WindClan Lager   Mi 11 Okt - 23:34

Taufrost

Erwähnt
Tänzerherz
Angesprochen
Tänzerherz

Taufrost saß beinahe regungslos in einer Ecke des Lagers, wo überhängende Haselzweige einen tiefen Schatten spendeten. Während ihre feinen Tigerstreifen mit dem Dunkel verflossen, glühte ihre andere Gesichtshälfte von den letzten, matten Sonnenstrahlen des Tages. Regen begoss sie inzwischen regelrecht, Tropfen kullerten durch ihr Fell über die erkältete Haut. Ein Frösteln durchzog sie wie eine Welle der Kälte.
Ihr Blick kroch mit penibler Präzision über jeden Stein und jedes Blatt auf der Lichtung, und noch wichtiger, über jede Katze. Argwöhnisch besah sie sich Krieger, in ernste Gespräche vertieft und Junge, die in völligem Kontrast dazu herumtollten ohne Ziel und Sinn, sie sah, wie Schüler eifrig ihren Arbeiten nachgingen oder mit Mentoren sprachen. Manche saßen mit missmutigen Mienen im Eingang ihres Baus und blickten finster nach oben, wo graue Wolkentürme noch mehr Regen versprachen. Oh, es war eine merkwürdige Stimmung, ganz zu schweigen von dem Geruch der Zweibeiner, der die Nasen der Clankatzen belästigte und mit dem sich gleichzeitig alarmierte Unruhe verbreitete.
Natürlich hatte Taufrost ihn längst wahrgenommen, und er war ihr nicht unbekannt. Sie wusste, woher der Gestank stammte und was er bedeutete, und dass wahrscheinlich keine akute Gefahr zu erwarten war. Doch niemand schien ihr Vorwissen ausnutzen zu wollen, niemand erinnerte sich an ihre Streunervergangenheit – oder sie trauten sich einfach nicht zu fragen. Der grauweißen Kätzin war es einerlei; sie würde sich später selbst an den Ort des Geschehens begeben und sich ein Bild von der Lage machen.
Der einzige Grund, weshalb sie noch nicht aufgebrochen war, lag im Kriegerbau und wand sich in unruhigem Schlaf.
Taufrost wusste, dass Tänzerherz schlecht schlief. Schon lang, schon immer.
Sie wusste, dass ihre Schwester sich drei Mal hin und her drehte, kurz nachdem sie eingeschlafen war, und dass sie dann ruhig blieb, bis die Träume begannen.
Sie wusste, dass sie sich zusammenrollte zu einer Kugel, wenn diese Gedanken eine schlechte Wendung nahmen und dass sie ihre Pfote dann auf das linke Auge legte, selten auch auf die Nase.
Sie wusste am Rhythmus des Atems zu erkennen, wie tief ihre Schwester schlief. Sie kannte das Geräusch des leisen Seufzens, das ihr manchmal entfuhr und das leise Grollen, wenn Hass ihre Stirn in Falten legte.
Sie kannte ihre Schwester.
Und diese Falten waren immer da, gleich wie der Hass, dabei spielte es keine Rolle, ob man sie sehen konnte oder nicht. Taufrost machte sich nichts vor; dieses glühende Feuer – Ausmaß eines Waldbrandes, Hitze der Sonne - war immer da. Und sie wusste auch, wem dieser außerordentliche Hass galt.
Doch sie sah es ihrer Schwester nach.
Liebe, die sogenannte, war ein tückisches Ding, das dich noch jahrelang verfolgte und dir tagein, tagaus Lügen zuflüsterte. Es war eine Illusion, Einbildung, Manipulation, und in diesem Fall war die Schildpattkätzin das Opfer gewesen. Opfer dieses verlogenen, dreisten Straßenkaters, der es gewagt hatte, Hand an sie zu legen. Mikael. Sein Name war Symbol der Lüge.
Deshalb sah sie es Tänzerherz nach. Und auch, weil Gefühle ihr nichts bedeuteten.
Und überhaupt deshalb, weil sie Tänzerherz alles nachsah.
Tänzerherz war die Ausnahme der goldenen Regel. Unter allen Igeln im Winterschlaf war sie nicht nur der, der durch den Wald spazierte; sie war ein kletternder Igel, der fliegen konnte. Kein Gesetz umschloss Taufrosts Schwester, keine Regel und keine Riegel würden sie jemals wieder ihrer Freiheit berauben.
Dafür sorgte Taufrost täglich.
Und so kam es, dass sie nicht, dem Regenschauer trotzend, den Müllhaufen der Zweibeiner inspizierte oder ihre Kameraden bei dem aussichtslosen Unterfangen unterstützte, vielleicht ein karges Beutetier zu ergattern. Sie saß stattdessen hier, reglos seit einiger Zeit, kaum vom Regen geschützt, doch mit perfektem Blick auf das gesamte Lager und vor allem auf den Kriegerbau.
Aus diesem müsste jeden Moment die Schildpattkätzin treten, elegant und graziös wie immer, doch vermutlich mit etwas hochgezogenen Schultern. Vielleicht würden ihre Augen noch trüb sein von den blutigen Träumen, die sie in ihrem Schlaf jagten; und ihre Krallen noch unbewusst ausgefahren. Vielleicht würde ihr Herz, ihr Blick, ihre Gedanken noch gefüllt sein von dem Hass, der tief in ihrem Inneren rumorte.
Als die zierliche Katze dann tatsächlich den Bau verließ, machte Taufrosts Herz einen untypischen Satz in ein abgrundtiefes Loch, stolperte, ehe es sich wieder fing. Die Rippen am Körper ihrer Schwester waren selbst aus dieser Entfernung leicht abzuzählen. Sie war dünn, ja sogar mager. Wann war das passiert? Wann habe ich begonnen, sie so zu vernachlässigen?
Tänzerherz sollte die wohlgenährteste Katze in diesem Clan sein, die gesündeste, die kräftigste. Clanregeln interessierten nicht. „Zuerst Königinnen und Älteste“ interessierte nicht. Zum Himmel, selbst der Anführer interessierte nicht. Die graue Kätzin musste jagen gehen für ihre Schwester, und zwar jetzt.
Das Mienenspiel der Schwester entging ihr vollkommen, wie diese zögerte oder wie sie mit sich haderte; sie spürte ihr Unbehagen zwar, doch es war eine weit entfernte Empfindung und im Moment völlig irrelevant. “Du musst etwas essen“, sagte Taufrost, korrigierte sich, “Du wirst etwas essen.“
Es lag nicht eine kleine Spur Frage darin.
“Bleib hier und ruh dich aus. Du solltest dich nicht überanstrengen. Ich werde jagen gehen und komme spätestens bei Nachteinfall mit Beute zurück.“ Dies war ein Versprechen, und sie beide wussten, dass Taufrost es halten würde; egal, was es kostete und wie unwahrscheinlich es war, dass sie etwas fing.
Taufrost erhob sich und suchte mit Eindringlichkeit den Blick ihrer Schwester, versuchte einzuschätzen, welche Art von Gedanken ihren Kopf bevölkerten. Gedanken der Resignation? Melancholie? Verärgerung?
Dann fiel ihr beim nächsten übelriechenden Atemzug noch etwas ein, doch sie zögerte, Tänzerherz darauf anzusprechen. Diese tat nämlich gern stolz und war sehr schnell beleidigt – vielleicht würde sie versuchen, Taufrost ihre Unabhängigkeit zu beweisen… Oder vielleicht fühlte sie sich verpflichtet zu gehen, weil sie ihr einzigartiges Wissen über Zweibeiner beisteuern musste. Zum Wohle des Clans und so weiter. - Ja, das würde ihr sicher noch einfallen.
Aber wenn die Befürchtungen nicht Überhand nehmen sollten, musste sie wenigstens ausschließen, dass ihre Schwester sich auf solche dummen Ideen einlassen würde. Sie musste davon ausgehen, dass Tänzerherz wusste, was für sie das Beste war – nämlich dem Schutzinstinkt ihrer Schwester zu vertrauen.
“Zweibeiner waren im Territorium unterwegs“, meinte sie schlussendlich und nickte mit dem Kinn ungefähr in die Richtung, aus der der Wind die Gerüche trug. “Halte dich von ihrem Müll fern. Egal, was Windstern oder sonst jemand anderes befiehlt. Bleib hier, hier bist du sicher.“ Mit diesen Worten, die hoffentlich eher eindringlich als herausfordernd geklungen hatten, hob die schneefarbene Kätzin ihren Blick zum regenverschleierten Horizont und wandte sich dann um. Sie musste sofort aufbrechen, bevor starker Regen und Dunkelheit die Jagd unmöglich machen würde.
Zeit, ihrer hungernden Schwester endlich etwas zu essen zu besorgen.

//1089 Wörter

//Ich bin nicht zufrieden, muss mich erst noch in den Charakter einfinden... Aber der Post musste einfach raus... Ich hoffe, du kannst damit etwas anfangen x3


don't just turn heads. turn souls as well


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BeitragThema: Re: WindClan Lager   So 15 Okt - 16:03

Aschensturm
Die graue Kätzin fühle sich, als würde sie jeden Moment zusammen brechen... jede Bewegung war zu viel für ihren dünnen, ausgemergelten Körper. Beuteknappheit, die schon seit langem im Windclan herrschte, tat ihrer Konstitution wahrlich nicht gut und es blieb nur zu hoffen, dass sie die Situation bald zu ändern gedachte – denn lange würde die kranke Kätzin diesem Leben nicht mehr standhalten können.
Trotzdem versuchte sie, alles positiv zu sehen und verbarg die tatsächliche Schwere ihrer Erkrankung – selbst vor dem Heiler! Dieser schien es ihr nicht ganz abzunehmen, hatte aber keinen Beweis um ihre Worte zu widerlegen. Ihr Glück...
Kaum vorstellbar, wenn Granitherz von ihrer Schwäche erfahren würde – machte ihr Ältester sich doch sowieso schon mehr als genug Sorgen um sie. Dabei müsste es eigentlich andersherum sein... Ihr tat es weh zu sehen, wie er in den Tag hinein lebte. Ohne Gefährtin... meist für sich alleine. Sie wünschte sich, dass all ihre Jungen die Liebe finden würde... aber schien grade Granitherz dies vehement abzuschmettern.
Seufzend leckte Aschensturm Flohjunges über die Ohren und schnurrte sanft, als er meinte, dass sie doch noch spielen wollten. Die Königin wusste, sie hätte dieses Verhalten schon längst unterbinden müssen... doch stattdessen bestärkte sie ihren jüngsten Sohn darin.
“Ihr könnt später weiter spielen. Jetzt müsst ihr erst einmal ins trockene, damit ihr nicht krank werdet!“, miaute sie und stupste Flohjunges zärtlich an. War beinah erleichtert, als Granitherz den kleinen packte – wenn auch äußerst unsanft – und ihn vor dem Jungenbau zu Boden plumpsen ließ. Doch der kleine Kater sah das anders und sein Verhalten änderte sich rasant. Wimmernd rollte er sich zu einem Häufchen elend zusammen, hilflos, verloren.
Als sie sich ihm näherte, drückte er sich eng an seine Mutter. Diese schnurrte, versuchte ihn zu beruhigen und stieß ihn sanft an, bis sie ihr Nest erreicht hatten.
Die Königin Rehauge, welche vor kurzem geworfen hatte lag in ihrem Nest und Aschensturm nickte der hübschen Kätzin grüßend zu.
“Wie geht es dir und den Jungen, Rehauge? Ist alles in Ordnung? Brauchst du etwas?“, fragte sie die Königin und legte abwartend den Kopf schief. Sie wusste, wie schwer es war, so jung Mutter zu werden – und die Jungen alleine aufzuziehen... deshalb würde sie alle Hilfe anbieten, die sie aufbringen konnte.
Während sie das Fell Flohjunges' Rhythmisch mit der Zunge pfegte, wartete sie auf eine Antwort der anderen Königin.




Ein großes Danke an Gigi (Blutseele) für die tolle Siggi! <3

Meine Charaktere <--- Bei Ideen zu einem Char, nur her damit! Wink
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BeitragThema: Re: WindClan Lager   So 15 Okt - 16:38

Rehauge
Die junge Königin leckte den vier Jungen liebevoll über den Rücken, wärmte sie und zog sie vorsichtig enger an ihren weichen Bauch, in welchem die lebensnotwendige Milch für alle vier war. //Ich werde sie lieben wie meine eigenen Jungen, dass hätte auch Kiefernschweif so gewollt// dachte die Königin mit den schönen grünen Augen. Als Bärenseele aus Höflichkeit lächelte und sagte, er würde nicht weiter stören schmunzelte sie amüsiert. Als Bärenseele dann die Kinderstube wieder verlassen hatte, sah sie wieder sanft auf ihre Kleinen runter. Von nun an waren weder die Jungen noch sie je wieder alleine, auch wenn es schwer werden würde alleine vier Junge groß zu ziehen. Als eine andere Königin in den Bau kam und sie fragte, ob sie ihr irgendwie helfen könnte, schnurrte sie dankbar. "Hallo Aschensturm. Ich brauche gerade nichts, ich bin nur froh das es den Jungen soweit gut geht,
aber ich hoffe, dass sich Scharfzunge die vier nochmal angucken kann."
erwiderte sie lächelnd und sah auf Flohjunges. "Hättest du auch zwei fremde Junge aufgenommen, wenn die Beute so knapp ist wie momentan? Oder bin ich einfach verrückt, dass ich die zwei nicht einfach sterben lassen kann?" fragte sie nach einer Weile, während sie Sichel- und Amaryllenjunges anblickte.
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BeitragThema: Re: WindClan Lager   So 15 Okt - 20:26

Holundermond erwachte durch ein lautes Geräusch. Der weiße Kater mit den unzähligen braunen Tupfen streckte die Glieder und fuhr sich mit der Zunge über das Maul. Unwillkürlich fing sein Magen an zu knurren. 'Mäusedung.', schimpfte er innerlich und erinnerte sich daran, dass die Beute im WindClan momentan ziemlich bescheiden lief. Bevor er sich anfing zu putzen hörte er erneut das Geräusch, das ihn aus dem Schlaf gerissen hatte. Sofort war seine Laune auf dem Tiefpunkt angelangt. Es regnete. Und nicht nur das, es donnerte und blitzte noch dazu. Schweigend trat der Weiße an den Ausgang des Baus heran und blickte mit ausdruckslosem Gesicht nach oben in den dunklen Himmel. Als einige Regentropfen auf seinen Kopf fielen zog er sich zornig zurück in den Kriegerbau.
Nein, da raus würde er nie und nimmer gehen. Der Kater hasste Regen. Fand ihn einfach nur abscheulich. Also setzte er sich wieder nach hinten in den Bau, auf sein Moosbett und fing an sein weißes langes Fellkleid zu putzen. Sein Magen knurrte erneut. 'Was für scheußliche Tage..', beschwerte er sich. 'Die Jagd läuft schlecht und jetzt regnet es auch noch. Und nicht nur Regen, oh nein, da sind auch noch weiße Strahlen am Himmel.' Der Kater seufzte und strich mit der Zunge über sein Rückenfell. 'Was sich der SternenClan wohl denkt? Ist er so erzürnt, über etwas? Aber wieso lässt er es ausgerechnet nur an uns aus? Der WindClan ist der einzige mit schlechter Beute..'
Während sich der weiße Kater putzte, erwachten auch andere Katzen, denen das Wetter wohl ebenso wenig gefiel, wie ihm. Denn es gab nur wenige Katzen, die sich zu der Zeit draußen aufhalten wollten. Er zählte mit seinem langen Fell definitiv nicht dazu. Eine Schande aber auch, dass er ein so flaumig langes Fell besaß. Im Winter schützte es ihm zwar vor Kälte, doch Nässe war der Tod für ihn. Sein Fell saugte die Nässe so schnell ein, dass er nicht mal Gelegenheit hätte es zu verhindern.
Das war ihm schon als Junges und spätestens als Schüler zu eine Blamage geworden. Als Schüler war er mal in den Fluss gefallen, als er mit anderen gespielt hatte. Es war nicht mal Blattleere gewesen, es war sogar ein richtig schöner Tag in der Blattgrüne. Und dennoch, als er in den Fluss fiel, konnte er sich nur mit Mühe an der Wasseroberfläche halten. Sein Fell hatte sich binnen von Sekunden voller Wasser gesogen und er hatte noch nicht viel Kraft besessen und wäre beinahe ertrunken. Glücklicherweise waren die Schüler damals nicht alleine draußen gewesen, sondern hatten ihre Mentoren dabei.
Schnaufend erinnerte sich Holundermond an diese Tragödie. Es war ihm mehr als peinlich gewesen. Dennoch, er hielt immer einen gewissen, großen, Abstand zum Fluss. Rein aus Sicherheit natürlich. Nicht, dass er irgendwie Angst vor dem Fluss oder gar vor Wasser hätte.
Sein Bauch knurrte erneut. So langsam machte ihn das ziemlich wütend, aber auch etwas peinlich fand er es. Er hoffte inständig, kein anderer hörte seinen Magen knurren, er fand so etwas peinlich, warum auch immer. Seine Krallen kratzten auf dem Moosbett herum, bis er auf den Boden des Baus weiter kratzte. Wann hatte er zuletzt ein Kaninchen unter diesen Krallen begraben? Er wusste es schon gar nicht mehr. Oder wann hatten diese Krallen zuletzt einen Kampf gesehen? Auch das konnte er schon nicht mehr sagen. Die Krallen waren lange Zeit nicht mehr mit irgendwelchem Blut besudelt worden. Schade eigentlich. Beides, fand er. Er würde gerne mal wieder einen Kampf austragen. Am besten mit Katzen aus einem der anderen Clans. Aber momentan gab es leider keine Reibereien zwischen den Clans, wie schade, für ihn. Aber allgemein etwas pelziges unter den Pfoten und Krallen zu spüren... Selbst wenn es nur eine mickrige Maus wäre.. Oh, wie gut ihm das jetzt nur täte! Doch leider spielte das Wetter nicht mit. Und der SternenClan wohl auch nicht, wie es schien. Auch vor dem Unwetter hatte er nur selten Beute entdeckt. Gerochen hatte er auch eher weniger welche. Was war nur mit den ganzen fetten Kaninchen los, die sonst immer munter über die Hügel sprangen, wo es so schien, als würden sie Wettrennen abhalten, oder eher Wettspringen. Wo waren diese Kaninchen geblieben? Hatten sie sich tatsächlich alle in ihren Bauen verkrochen? Doch weshalb? Wussten die kleinen fetten Dinger etwas, was den Katzen noch nicht klar war? Darüber nachdenken brachte Holundermond auch nicht unbedingt viel weiter.. Also schob er sein Moosnest wieder auf einen Haufen, drehte sich einmal im Kreis, um den besten Platz auszukundschaften und legte sich nieder. Den Kopf legte er auf die Pfoten und streckte die Hinterbeine ein wenig aus, wie der Bau es ihm eben zu ließ. Ja, dann musste er eben warten, bis das Wetter wieder umschlug, ehe er aus dem Bau konnte. Und ehe er wieder zur Jagd gehen konnte. Und wehe er fand dann keine Beute.

// 803 Wörter


Wenn ich nach 3 Tagen nicht im RPG antworte, schreibt mir zur Erinnerung bitte eine Pm!♥️
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BeitragThema: Re: WindClan Lager   Sa 21 Okt - 14:43

Flohjunges war nicht einverstanden, dass er und Rankenjunges nun hinein sollten. Sie wollten doch spielen, wollten doch toben. Regen machte ihnen nichts.
Aber man hatte sie gezwungen, man hatte ihn gezwungen. Er hatte Rankenjunges verloren. Nun wimmerte er, weinte, die Fähigkeit zu sprechen hatte er verloren. Denn Rankenjunges war sein Verstand. Rankenjunges machte ihn zu sich selbst, dem einen, der er gerne war. War sie nicht bei ihm, waren es schlimme Gestalten, die er war. Entweder wie jetzt, das jämmerliche Häufchen Elend, das nichts konnte. Oder der andere, den er niemals sehen wollte. Niemals wollte er er sein. Denn damit mochte er nicht leben, konnte er nicht leben. Er wusste ihn zu beruhigen, ihn zu besänftigen. Doch er spürte, dass er immer mehr wollte. Spürte, dass er öfter kam.
Doch jetzt...er vernahm nicht wirklich, was seine Mutter sagte, verstand es nicht, konnte nicht, er lag da, ohne die Fähigkeit zu laufen. Lag da und strampelte mit den Beinchen. Spürte Hunger, kroch auf den Bauch der Mutter zu und fiepte wie ein Neugeborenes. Am Bauch der Mutter suchte er nach einer Zitze und wartete, dass die Milch in sein kleines Bäuchlein strömte. Viel war es nicht. Aber es war warm und es fühlte sich gut an. Als die Milch versiegt war, jammerte er weiter, kuschelte sich dann aber an Aschensturms Bauch und schlief ein. Es mochte seltsam aussehen, wie ein so großes Junges sich so benahm. Und für die Mutter dürfte es besonders schwer sein, immerhin waren Flohjunges Stimmungen nicht leicht zu ertragen. Er war nicht nur einer, er war mehrere. Und er brauchte Rankenjunges, um zu leben. Brauchte sie, um zu sein.
Im Traum kehrte sie zu ihm zurück. Gemeinsam lagen sie am Bauch der Mutter und schliefen den Schlaf, den nur ein Junges schlafen könnte. Frei, selig.

//der nächste kann nur besser werden...


Cf: irgendwo
Sturmwind war in ihren Gedanken versunken, während sie ihren mageren Körper durch das Territorium bugsierte. Aus ihrem Maul baumelte ein Fisch, der Geschmack war nicht das, was ihr zusagte, aber sie spürte auch den Hunger in ihrem Bauch, der es ihr unmöglich machte, es zu verschmähen. Aber nicht nur sie hatte Hunger. Der ganze Clan hungerte. Die Königinnen, die Ältesten, Schilfblick...warum nur dachte sie schon wieder an ihn? Bestimmt nur, weil er es ihr ermöglicht hatte, diesen Fisch zu fangen und damit vielleicht die Bäuche der Königinnen zu füllen. Das war der einzige Grund, den sie akzeptieren durfte.
Wenn sie daran dachte, wie er es ihr beigebracht hatte...ein seltsames Kribbeln huschte durch ihr Fell. Er war ihr so nah gewesen wie seit Monden niemand mehr...und sie konnte es einfach nicht vergessen. An jenem Tag hatte sie sich leichter gefühlt. Sie hatte sich ihm ja sogar ein Stück weit anvertraut, indem sie ihm sagte, wo ihr Mentor gestorben war. Wenn er sich richtig erinnerte, würde er wissen, dass somit auch ihr Zwillingsbruder am Wasserfall sein Leben gelassen hatte.
Die Kriegerin war sich sicher, Schilfblick zu nah herangelassen zu haben. Ihn jetzt wieder zu entfernen allerdings wäre unglaublicher Schmerz. Sie wollte ihn nicht zurückweisen, wollte ihn nicht auch verlieren. Wenn sie schon diesen Fehler gemacht hatte, dann war es so. Aber dichter kommen sollte er auch nicht. Es war dicht genug...für eine Freundschaft jedenfalls. Warum betonte sie das? Warum war das wichtig? Er war ein attraktiver Kater, er war älter als sie und würde sich niemals auf jemand junges und unerfahrenes wie sie einlassen. Besonders nicht, wenn er die Wahrheit kennen würde...aber das war ja auch nicht wichtig! Sie waren Freunde! Freunde! Nicht mehr...oder...?
Schnell verbannte sie die Gedanken, so gut sie konnte. Sie war ein Wrack, niemand kannte sie. Auch er nicht. Und wenn er sie kannte, würde er keinen Kontakt mehr wollen. Es wäre das Ende...für ihre Freundschaft. Dabei war er der einzige, der vielleicht ein bisschen traurig wäre über ihren Tod. Wäre er das?
Die braunen Pfoten versanken im aufgeweichten Boden und die Kätzin kämpfte sich vorwärts. Der Regen fiel...sie war nicht gern nass. Und nun war sie völlig durchnässt und noch immer ein Stück vom Lager entfernt. Der Fisch in ihrem Maul war schwer, aber sie würde ihn bestimmt nicht hier lassen. Es reichte schon, dass sie ihren Vater getötet hatte. Ein trauriger Zug erschien um ihre Augen herum und sie war froh, dass niemand bei ihr war, der es sehen könnte. Wenn sie sich allerdings jemanden hätte aussuchen müssen, der bei ihr war, dann wäre es Schilfblick gewesen. Er hätte sie nicht danach gefragt, respektierte ihr Schweigen. Immer wieder kehrten ihre Gedanken zu ihm zurück. Das war ihr unangenehm und machte sie irgendwie verlegen, auch wenn niemand da war, der es mitbekommen könnte.
Das Lager kam in Sicht und sie hielt einen Moment inne. Musste sich erst sammeln, ehe sie das Lager betrat. Auch wenn der Regen so dicht fiel, dass vermutlich niemand sehen würde, dass sie etwas beschäftigte. Sie holte noch einem tief Luft, wobei sie den Fisch intensiver schmeckte. Das würde wirklich niemals ihre Leibspeise werden. Ein Kaninchen war ihr da doch um einiges lieber. Sie betrat das Lager und blickte sich um. In einiger Entfernung entdeckte sie Schilfblick hinter den Regenmassen. Wie sie sich so sicher sein konnte, dass er es war, wusste sie selbst nicht. Aber sie war überzeugt davon. Einen Moment sah sie in seine Richtung, hoffte beinahe schon, dass er zu ihr kommen und sie ansprechen möge...aber dann entschied sie sich anders. Warum sollte er auch kommen? Er hatte sicher besseres zu tun mit einer attraktiven Kriegerin oder so...
Mit eiligen Schritten watete sie zur Kinderstube. Seit ihrem letzten Besuch hatte sich einiges getan. Rehauge hatte ihre Jungen bekommen, allerdings hatte sie Aschenfalls Körper auf der Lagerlichtung gesehen. Die Königin war gestorben. War die Frage, ob ihre Jungen lebten oder nicht...aber eigentlich machte sich Sturmwind kaum Gedanken darüber. Sie entdeckte Dünenrauch mit ihrer Mutter Regenwind, die nun auch hier weilten. Scheinbar war auch Dünenrauch jetzt einige Königin. Vor ihr lag wie stets Aschensturm mit ihrem Jungen Flohjunges. Sie kannte beide nicht besonders gut – aber eigentlich kannte sie auch kaum jemanden. Sie legte den Fisch ab. „Ich dachte, ich bringe es gleich zu euch“, miaute sie und wandte sich schnell wieder um. Denn da war wieder eine Erinnerung...Schilfblick hatte von ihren Jungen gesprochen...sie war ein dämliches Mäusehirn! Erbarmungswürdig, das war sie. Sie schlüpfte aus der Kinderstube und blieb einen Moment lang einfach stehen, um sich wieder zu fangen. Sturmwind wäre gern eine Königin, aber es war dumm. Sie wäre eine schlechte Mutter...


Tänzerherz war zu ihrer Schwester getreten. Zweifel hatten ihren Körper bewohnt, wie sie es immer taten. Seit sie verloren hatte, wer sie rettete. Mikael war ihr Licht gewesen, als Dunkelheit sie umfing, er war die Beute gewesen in der Zeit des Hungers, er war der, der ihr ein neues Leben geschenkt hatte. Sie wusste, die Schwester hatte in bestem Wissen gehandelt, aber sie hatte nicht gesehen, was wirklich war. Dass sie selbst nur deshalb noch lebte, weil dieser Kater sie gerettet hatte, mochte ihre Schwester nicht hören. Sie hatten nie darüber gesprochen. Und vermutlich war es auch gut so, aber dennoch konnte sie nicht davon ablassen.
Als sie sich zu ihr setzte, bestimmte ihre Schwester, dass sie etwas essen solle. Sie blickte Taufrost an, die nun ankündigte, Jagen zu gehen. „Nein, Taufrost. Der Regen wird stärker werden, es bringt nichts, zu jagen.“, miaute sie mit kühler Stimme. Sie versuchte stets, es er Schwester nicht vorzuwerfen. Aber es ging nicht. Sie hatte ihr genommen, was man Hoffnung nannte. Und Liebe. Zurück blieb eine zerstörte Katze, gegeißelt von ihrer Vergangenheit und unfähig, davon abzulassen. Sie liebte die Schwester, aber sie hasste sie auch. Mied manchmal tagelang den Kontakt zu ihr. Nicht nur, weil sie ihr die Liebe genommen hatte, auch, weil sie ihre Erinnerungen nicht verbergen konnte, wenn sie bei ihrer Schwester war. Zusammen hatten sie schlimmes erlebt, zusammen waren sie mehrmals beinahe gestorben. Und ein Teil von Tänzerherz war bereits tot. Das, was man ihnen angetan hatte, war ohne Gleichen. Sie wagte nicht einmal, an den schlimmsten Tag ihres Lebens zu denken – dem, an dem sie ihre Mutter verloren. Wobei, verloren hatten sie sie eigentlich schon, als sie das Licht der Welt erblickten. Aber an jenem Tag hatten sie sie getötet. Das war es, was sie niemals vergessen würde. Und nun...fühlte sie sich schrecklich daran erinnert. Unter einem Busch lag der Leichnam einer Katze und sie litten Hunger. Schlimme Gedanken kamen hoch, die sie nicht verarbeiten konnte. Niemals würde sie das verarbeiten können. Sie wusste, dass es der Weg gewesen war, zu überleben. Und in der Not...musste man tun, was man sonst niemals getan hätte. Sie wusste das. Ernst blickte sie die Schwester an. Als diese meinte, dass Zweibeinermüll im Territorium wäre, seufzte sie. „Das habe ich auch gerochen. Du musst mich nicht beschützen, ich weiß, was ich tue“, miaute sie und schluckte. „Und ich bin eine Kriegerin des Windclans. Als solche folge ich dem Befehl meines Anführers. Solltest du auch versuchen“, miaute sie.
Nun begann es wirklich zu schütten. Tänzerherz schüttelte ihren schmalen Körper und erhob sich. „Ich werde jetzt in den Kriegerbau gehen. Würde dir auch guttun.“ Die Kriegerin seufzte. Sie wollte weitermachen. Wollte endlich abschließen. Aber es ging einfach nicht. Sie wartete einen Moment, ob Taufrost ihr folgen würde.

//sorry



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BeitragThema: Re: WindClan Lager   Sa 21 Okt - 21:28

Schilfblick
Der Kater beobachtete von seinem geschützten Platz aus, wie Sturmwind das Lager betrat und sich mit einem raschen Blick umsah.
Für einen kurzen Moment hatte er das Gefühl, sie würde in seine Richtung sehen und ihr Blick für einen kurzen Moment auf ihr verweilen. Aber schon im nächsten Moment hatte sie sich abgewandt und rannte mit ihrem Fisch in den Bau, wo die Königinnen mit ihren Jungen lebten.
Halt... Moment... Fisch?` Wenige Herzschläge lang zeigte sich auf dem Gesicht des Kriegers ein kleines Lächeln, als er daran zurück dachte, wie er der Kätzin am Wasserfall das Fischen gelehrt hatte. Es war noch gar nicht so lange her... und doch fühlte es sich an, als wären Monde seitdem vergangen. Als hätte er die Kätzin seit Ewigkeiten nicht gesehen... sie seit Ewigkeiten nicht in seiner Nähe gehabt.
Er würde nicht so weit gehen, dass er sagen würde, er vermisse sie... nein, dies war keinesfalls der Fall! Aber... ihre Gesellschaft genoss er schon. Sie war eben wie... eine Tochter für ihn. Familie eben.
Schilfblick sah, wie Sturmwind kurz darauf aus dem Jungenbau heraus trat, ein merkwürdiger Ausdruck lag auf dem hübschen Gesicht der Kriegerin. Im Normalfall hätte es vermutlich niemand bemerkt... aber es war nicht das erste Mal, dass der Kater die Kätzin beobachtete... und so fiel es ihm auf, wenn ihre stoischer, fast ausdruckslose Mimik, die sie vor anderen zur Schau stellte, auch nur den Hauch einer Veränderung aufwies.
Oh... hätte er nur gewusst, dass die hübsche Kriegerin sich noch immer Gedanken über seine unbedachte Bemerkung über gemeinsame Junge machte... dass er damit etwas angesprochen hatte, was sie sich insgeheim wünschte... Mutter zu sein. Nie hätte er es für möglich gehalten! Vor allem nicht, dass sie auch noch vermutete, sie wäre eine schlechte Königin... Denn er glaubte genau das Gegenteil! Sie würde alles für ihre Jungen tun... einfach alles.
Für einen kurzen Moment erschien ein Bild vor seinem inneren Auge... er sah Sturmwind... liegend in einem Nest, mit sanften Blick auf drei winzige Junge schauend... Jungen, die eindeutig seine Fellfarbe hatten. Fast entsetzt über diese Vorstellung schüttelte Schilfblick den Kopf und wandte seinen Blick schnellstmöglich von Sturmwind ab, konzentrierte seine Aufmersamkeit auf andere Katzen... dabei wäre ihm selbst ein Stein recht gewesen, solange er davon abgelenkt worden wäre...
Aus diesem Grund beobachtete er nun Taufrost und Tänzerherz. Erstere kannte und schätze er als fähige Kriegerin... ihre Schwester allerdings... mit dieser konnte er nicht sonderlich viel anfangen. Ihrer Schnippische, arroganten Art konnte er nichts abgewinnen. Er schob sie in die gleiche Kategorie wie Schimmerblatt... nicht einmal Ansatzweise mit Sturmwind zu vergleichen!
Und schon wieder schlich sich die Kriegerin in seine Gedanken... Seufzend schielte er zu der Kätzin und erhob sich. Wenn er eh ständig darüber nachdachte wie es ihr ging... konnte er sie genauso gut auch fragen. Langsam lief er durch den Regen hindurch zu ihr. Neigte zur Begrüßung leicht den Kopf. “Sturmwind... du solltest dich nicht im Regen aufhalten. Geh in dein Nest, sonst erkältest du dich noch.“, miaute er, die Stimme fast streng – als würde er mit einer unartigen Schülerin reden... Großartig... wirklich Großartig....


Aschensturm
Beruhigend summte sie ihrem Sohn etwas vor, während dieser an ihrem Bauch lag und nach Milch suchte.
Die Königin wusste, dass sie so gut wie versiegt war und das viel mit Sicherheit nicht mehr zu erhalten war... aber Flohjunges war in dem Alter, wo er auch feste Nahrung zu sich nahm... wenn er denn dazu in der Lage war.
Natürlich machte sie sich Sorgen um ihren Sohn... er benahm sich seltsam, das war ihr durchaus bewusst... und sie selbst trug auch nicht sonderlich viel dazu bei, dass sich sein Verhalten änderte...
Aber... sie konnte einfach nicht... sie hatte Angst, dadurch alles noch schlimmer zu machen... deshalb bestärkte sie ihren kleinen in solchen Momenten und sprach mit ihm auch immer, als würde seine... tote Schwester... noch bei ihnen sein. Dabei konnte sich Flohjunges doch an diese überhaupt nicht erinnern... oder? Er war doch grade erst geboren... er konnte es nicht wissen...
Nur sie selbst... wusste von Rankenjunges... ihr kleines Mädchen. Ihre geliebte Tochter, die keine Chance auf ein Leben gehabt hatte. Aschensturm kniff die Augen zusammen, noch immer trauerte sie über diesen Verlust... hatte nie darüber geredet. Denn niemand wusste, dass sie eigentlich zwei jungen geboren hatte... von denen eines nicht Lebensfähig gewesen war.
Erst Rehauges Stimme riss sie aus ihren Gedanken und sie lächelte die Königin freundlich an, ihren eigenen Kummer verbergend, wie sie es seit jeher Meisterlich vollbrachte.
“Es freut mich zu hören, dass es euch gut allen gut geht. Die Zeiten sind schwierig... jetzt, wo die Beute so knapp ist. Ich hoffe, bald laufen die Kaninchen wieder über die Heide und der Frischbeutehaufen füllt sich.“, schnurrte die Kätzin. “Scharfzunge wird sich die Jungen bestimmt ansehen, sobald er die Zeit dafür gefunden hat.“
Sie wusste, dass es momentan genug Probleme gab, um die sich der Heiler kümmern müsste. Vermutlich waren auch seine stärkenden Kräuter bald aufgebraucht...
Da trat die Kriegerin Sturmwind in den Bau und überrascht erblickte die Königin einen Fisch, der aus dem Maul der Kätzin baumelte. “Vielen Dank, Sturmwind. Es hat dich sicher Mühe gekostet, den Fisch in die Pfoten zu bekommen.“, miaute sie dankend, doch die hübsche Kriegerin war bereits wieder aus dem Bau getreten... fast, als wäre sie geflohen. Nachdenklich blickte Aschensturm zum Ausgang... ob Sturmwind Probleme hatte? Vielleicht... sollte sie mit ihr reden? Ihre Hilfe anbieten? Ja... falls der Regen demnächst nachließ... obwohl sie sich sicher war, die Kätzin würde ihre Hilfe abschlagen.
In diesem Moment überraschte Rehauge sie mit der Frage, ob sie ebenso gehandelt hätte. Ohne zu zögern nickte die Kätzin mit dem Kopf. “Ich hätte nicht einen Herzschlag gezögert und sie ebenfalls aufgenommen. Die kleinen können nichts für unsere Momentane Situation... es wird schwierig... aber wir sind ein Clan und unterstützen einander.“, gab sie zur Antwort und wandte sich dann seufzend dem Fisch zu, schob diesen zu Rehauge. “Nimm du... du brauchst ihn dringender als ich, immerhin hast du vier Mäuler zu stopfen.“, miaute sie mit einem belustigten Schnurren und ihre Augen blitzten schelmisch.




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BeitragThema: Re: WindClan Lager   Do 26 Okt - 15:06

Rehauge beobachtete Aschensturm ruhig aus ihren grünen Augen. Die andere Königin schien etwas zu bedrücken...sollte sie sie fragen? Die noch junge Mutter entschied sich dazu, sie zu fragen ob sie darüber reden wollte. Da kam auf einmal eine Kriegerin mit einem Fisch im Maul in die Kinderstube und legte diesen vor Aschensturm und Flohjunges ab. Kurz darauf war sie schon wieder verschwunden. Ihr Magen knurrte leise als sie den Fisch sah, doch sie war nie eine Katze gewesen, die alleine alles für sich behielt. Als Aschensturm ihr den Fisch zuschob schmunzelte sie ebenfalls. "Lass uns teilen, das ist die beste Lösung wie wir beide etwas in den Magen bekommen. Ich finde es kommt nicht darauf an, wie viele Jungen man hat, sondern das man gerecht teilt um allen die gleiche Chance zu geben" miezte sie freundlich und teilte den Fisch in der Mitte. Sie schob die andere Hälfte zu Aschensturm und biss dann glücklich in ihre Hälfte. Der ölige, fischige Geschmack breitete sich schnell auf ihrer rauen Zunge aus, folgte dem Stück Fischfleisch, als sie dieses herabschluckte. Nie hatte sie gedacht, dass es sich so gut anfühlte wieder essen zu können. Aus sanften Augen sah sie auf ihre kleine Familie runter. Sie würde Aschenfalls Jungen genau so sehr lieben wie ihre eignen, da war sie sich sicher. Nach einer Weile hob sie wieder den Blick und sah Aschensturm sanft an. "Du sahst eben so traurig aus, bedrückt dich etwas?" fragte sie vorsichtig um sie nicht zu verschrecken.
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BeitragThema: Re: WindClan Lager   So 29 Okt - 1:17

Taufrost

Erwähnt
Tänzerherz, Sturmwind, Schilfblick
Angesprochen
Tänzerherz

Taufrost ignorierte Tänzerherz Aussage, der Regen würde ihren Jagdversuch zunichtemachen. Nun, zweifellos, sie wäre inzwischen nicht nasser, wenn sie ein Bad im Bach genommen hätte. Aber beim SternenClan, oder wer immer da oben über ihnen wachte – falls es jemanden geben sollte -, ein bisschen Wasser würde sie sicherlich nicht davon abhalten, für ihre Schwester ein Beutetier in die Krallen zu bekommen, und wäre es nur eine mickrige Maus.
Sie hatte die Geduld, sie hatte das Geschick und die Fähigkeiten. Und am Wichtigsten von allem:
sie hatte einen verdammt guten Grund.
Als Taufrost sich schon umgewandt hatte, hörte sie Tänzerherz, wie sie sie zurückrief. Sie drehte sich wieder der Schildpattkätzin zu und blickte in irritierend schöne Augen, die im trüben Regenlicht blassbraun wirkten.
„Das habe ich auch gerochen. Du musst mich nicht beschützen, ich weiß, was ich tue.“
Die Kühle in der Stimme ihrer Schwester bemerkte Taufrost, aber es war ein unwesentliches Detail, das sie nur registrierte und einordnete. Ob Tänzerherz ihre Schwester hasste? Natürlich. Ob das wichtig war? In keinster Weise, solange es Tänzerherz nicht irgendwie zu dummen Aktionen verleiten würde, mit denen sie sich selbst in Gefahr brachte. Rosenweiß kam Taufrost dabei in den Sinn.
Ah, Gefühle, Gefühle. Was war damit schon anzufangen.
Taufrost wusste, dass ihre Schwester bis zu einem gewissen Grad selbst auf sich aufpassen konnte; zumal sie das gleiche Training von den Clankatzen erhalten hatte wie sie selbst. Und all die Krieger um sie herum würden eventuellen Gefahren standhalten können, Taufrost Zeit verschaffen, bis sie ihre Schwester erreicht hatte.
Doch wenn sie schlicht an den Moment nach dem Tod der Mutter dachte, als man die Geschwister trennte und Taufrost nur beobachten konnte, wie ein brutal kräftiger Kater Schmetterling wegzerrte… Wenn sie an Rosenweiß dachte und an den Kater, der sie und Tänzerherz immer belästigte… - oh, der Anblick der bewusstlosen Tänzerherz, wie man sie in den Heilerbau trug, während Taufrost mit Entsetzen und Überraschung zusah. Einfach nur zusah. Nur zusah.
Wenn ihre Gedanken zu diesen Augenblicken schweiften und zu ihrem eigenen Versagen, dann war ihr egal, was ihre Schwester vielleicht fähig war zu tun oder nicht. Dann erinnerte sie sich nämlich daran, dass es ihre Bestimmung war, Tänzerherz zu schützen; und dass sie für keinen Vertrauensbeweis der Welt von dieser Pflicht abweichen konnte.
“… solltest du auch versuchen“, endete in diesem Moment die schildpattfarbene Kätzin und Taufrost nahm sich einen Herzschlag Zeit, ihre Schwester ganz genau zu betrachten, ehe sie antwortete. Beide wussten sie doch, dass ihr der Clan nicht wirklich viel bedeutete, also weshalb noch spielen? Waren sie darüber nicht schon hinaus, seit sie an einem Tag vor zwei Jahren im Schoß derselben Mutter geboren worden waren? Geboren in ein Leben, das ihnen scheinbar nichts anderes zugedacht hatte als Schmerz, Tod, Blut. So viel Blut.
Zurück in die Gegenwart katapultiert nahm es Taufrost als Ironie auf – “solltest du auch mal versuchen.“  Doch Humor gehörte nicht zu ihrem Repertoire an Fähigkeiten. Mit wem hätte sie denn auch gelacht als Junges? Ganz sicher nicht mit der angsterfüllten Schmetterling. Und selbst wenn - über was hätten sie sich amüsieren können?
“Ich befolge keine Befehle, wenn ich deiner Gesundheit damit zuwider handele“, konstatierte sie also nüchtern und blinzelte dicke Regentropfen aus ihren Augen.
Kaum hatte sie ihren Satz zu Ende gesprochen, fuhr eine unangenehm kühle Böe über die Lichtung, und im nächsten Moment war es, als ständen sie unter einem Wasserfall. Es waren keine warmen Tropfen mehr von aufgeheizten Wolken, es fühlte sich an wie flüssiger Schnee in ihrem Fell.
Taufrost grub ihre Krallen in die nun weiche, schlammige Erde. Dies würde eine sehr lange und harte Jagd werden.
Als Tänzerherz meinte, es würde ihr guttun, sich im Kriegerbau auszuruhen, brauchte die schneegraue Kätzin nicht nochmal ein paar Herzschläge Stille, um die zwiegespaltene Ironie wahrzunehmen. Es war nett von ihrer Schwester, sogar eine Zustimmung abwarten zu wollen. Doch sie wusste; Tänzerherz würde sich mit jedem anderen ein Nest teilen wollen als mit Taufrost.
Es grämte diese nicht, denn für sie lag der eigentliche Punkt der Ironie darin, dass Ruhe im Kriegerbau das letzte war, woran sie beim neuerlichen Regenschauer gedacht hatte – sie verschwendete auch jetzt keinen Gedanken daran. Es war keine Option, nicht für sie, nicht jetzt, nicht solange Tänzerherz hungerte und fror und vielleicht sogar in Gefahr war.
“Nein danke. Geh ruhig, ich komme zu dir, sobald ich kann“,  erwiderte sie schlicht; wandte sich nun von ihrer Schwester ab und dem Lagerausgang zu. Bestimmtheit lag in ihren Schritten, Entschlossenheit, denn sie würde verdammt noch mal etwas zu essen finden für ihre Schwester. Für all die Tage, in denen sie ihrer Schwester nicht genug Aufmerksamkeit geschenkt hatte. Für all die Rippen, die man unter dem wirbelnden Fell zählen konnte. Himmel, wie konnte sie völlig ignorieren, wofür ihre Gefühle hatten weichen müssen in dem modrigen Verschlag ihrer Kindheit? Wie konnte die Sicherheit ihrer Schwester so an ihr vorbeigegangen sein?
In diesem Moment erhaschte sie einen Blick auf Sturmwind, ehe die Kriegerin mit einem Fisch im Maul in der Kinderstube verschwand. Taufrost blieb stehen, hielt sich selbst zurück, ehe sie noch die Zähne blecken würde. Dieses Beutetier – egal welches Beutetier – hätte im Magen ihrer Schwester landen sollen, und nicht als Milch in den Mäulern irgendwelcher gefräßigen Jungen.
Während sie ihre Möglichkeiten durchging und versuchte abzuschätzen, wie wahrscheinlich es war, dass sie etwa eine Maus oder ein mageres Kaninchen fangen würde – bei diesem Wetter – tauchte Sturmwind wieder vor der Kinderstube auf und hielt einen Moment inne.
Durch den Regen war ihre Miene nicht zu erkennen, aber Taufrost, die als Junges nichts anderes gelernt hatte als Katzen zu studieren, war sich sicher, dass sich mehr als die übliche Bedrücktheit in der Haltung der cremefarbenen Kätzin wiederspiegelte. Das würde vielleicht von Bedeutung sein, wenn die beiden gleich eine kleine Reise zum Wasserfall unternehmen würden. Eine zu Tode getrübte Jagdpartnerin war dreimal schlimmer, als überhaupt eine haben zu müssen.
Der drahtige Krieger Schilfblick wagte sich nun aus dem Augenwinkel der Schneegrauen heraus. Sie hatte ihn als mürrischen Kater kennengelernt, verschlossen auf eine Art, die ihr bekannt vorkam. Dass ausgerechnet er sich jetzt an Sturmwind wandte, überraschte Taufrost ein wenig. Allerdings – ein Instinkt sagte ihr, dass es kein Gespräch war, das eine höfliche Katze unterbrochen hätte.
Doch Höflichkeit, ach. Was war damit schon anzufangen.
Sie warf durch den strömenden Regen einen kurzen Blick zu Tänzerherz zurück, um sicherzugehen, dass diese sich tatsächlich in Richtung Kriegerbau begab,
dann lief sie auf das Paar vor der Kinderstube zu.
Wenn Taufrost saß, wenn sie stand, war sie im Grunde nichts Besonderes, von normaler Größe und normaler Statur.
Doch wenn sie sich bewegte… dann erzählte ihr Körper eine andere Geschichte.
Wie der Schatten, der einen an heißen Sommertagen verfolgt, war sie grazil, lautlos, unberechenbar. Sie konnte sich verstecken, wenn sie wollte, mit diesen Bewegungen wie Wasser; doch richtete sie die Augen nur ein wenig direkter auf ihr Gegenüber, dann war ihr Gang alles andere als ein Versteck, dann war er eine hell erleuchtete Wiese oder ein Pfad bei nächtlichem Vollmond. Er war Präsenz. Und sie eine geborene Jägerin.
Nun steuerte sie auf Sturmwind zu, denn diese Kätzin würde genau dieses Arsenal erweitern: Taufrost wollte, oder eher musste lernen Fische zu fangen.  
//1188 Wörter

//hoffe, das ist okay, wenn Taufrost so unterbricht. ansonsten gebt kurz Bescheid und ich editier^^


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BeitragThema: Re: WindClan Lager   So 29 Okt - 13:20

Dohlenjunges (first post)

Das kleine Jungtier lag in einem einzelnen Nest in der Kinderstube. Die großen Ohren zuckten leicht als sie aufwachte, gähnend streckte sie sich und kletterte aus dem Nest raus. Sie tappte aus der Kinderstube raus, immerhin hatte sie keine Mutter die sie fragen müsste, und sah sich im Lager um. Sie leckte sich neugierig über die Nase und entdeckte Nebelfluch. Sie legte leicht den Kopf schief und ging dann zu dem zweiten Anführer hin. Vielleicht konnte er ihr ja schon ein paar kleine dinge beibringen! Das magere Kätzchen tappte zu dem viel größeren Kater hin und maunzte freundlich. „hallo Nebelfluch!“ schnurrte sie freundlich. Sie stupste den Kater mit der Nase gegen das Bein. „Kannst du mir was beibringen? Bittee!!! Es ist so langweilig alleine im Bau“ miaute sie, die letzten Worte flüsterte sie. Das Jungtier hatte wirklich niemanden. Sie war ganz alleine.


Baumgeviert ----- >

Wolfsblick

Der große Kater kam mit einer mikrigen Maus im Maul ins Lager zurück. Sein langer Pelz klebte an seinem abgemagerten Körper. So würde zumindest niemand merken, dass er sich mit seiner Gefährtin am Baumgeviert getroffen hatte. Er ging durch das Lager, blieb kurz stehen als die kleine Dohlenjunges an ihm vorbei zu Nebelfluch lief. Kurz sah er ihr nach und trug dann die Maus zu dem ebenso mikrigen Frischbeutehaufen. Dort legte er die Maus ab, sie würde schon von jemanden gefressen werden. Er konnte noch warten. Die Jungen, Königinnen und Ältesten waren wichtiger. Er schüttelte seinen Langen Pelz und blickte sich dann um. Rasch erblickte er Granitherz und so lief er auf den Kater zu. „Hallo Granitherz! Hast du Zeit zur Jagd?“ miaute der große Kater zu dem anderen. Zu zweit konnten sie wahrscheinlich mehr finden, obwohl die Beute wirklich rar war.


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Wenn ich nach 4 Tagen in den Clans nicht geantwortet habe bitte schickt mir eine PN I love you

Danke an Ares für das traumhaft tolle Bild von Blut&Viper *.*
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BeitragThema: Re: WindClan Lager   Di 31 Okt - 17:43

Nebelfluch
Der schwarze Kater war erst vor kurzem ins Lager gekommen und hatte sich ein wenig Abseits zurück gezogen hatte, von wo aus er dem Treiben seiner Clankameraden zusah.
Sein Blick war fast teilnahmslos und wie stets ließ er nicht durchblicken, wie es in ihm aussah. Doch er machte sich Sorgen... gewaltige Sorgen. Mit jedem Sonnhoch welches vorüber zog, wurden die Katzen des Windclans schwächer. Die Beute war so rar geworden, dass die einige von ihnen schon seit Tagen hungerten – wie Windstern oder er selbst -, damit die restlichen Katzen die spärliche Nahrung zu sich nehmen konnten, welche noch zu finden war... Nur... auch ihre Kraft neigte sich dem Ende zu und viel länger würden sie so nicht überleben können...
Dies wurde ihm schlagartig bewusst, als er die Königin Aschensturm dabei beobachtete, wie sie versuchte ihr Junges in den Jungenbau zu tragen – ohne Erfolg. Ihr fast bis auf die Knochen abgemagerter Körper würde schon bald seine Funktion einstellen, würde sich nichts ändern. Die Kätzin brauchte tatsächlich die Hilfe ihres ältesten Sohnes, der seinen kleinen Bruder grob am Nackenfell packte und ihn vor dem Bau fallen ließ, bevor er sich zum Rande des Lagers begab. Aus seinen blauen Augen betrachtete Nebelfluch den grauen Krieger, der zwar dünn war, aber doch in besserer Verfassung schien als die meisten anderen Katzen des Clans.
Misstrauen schlich sich in das Herz des zweiten Anführers.... er traute diesem Kater nicht über den Weg.
Vermutlich hätte er sich noch weiter Gedanken darüber gemacht, aber eine Stimme riss ihn aus seinen Gedanken und er wandte seinen emotionslosen Blick zu der Katze, die ihn angesprochen hatte. Es war Dohlenjunges. Die winzige Schildpattfarbene Kätzin blickte ihn aus großen Augen an und ein Lächeln zierte ihr Gesicht. Das seine jedoch blieb unbewegt. Als sie ihn mit einem Schnurren fragte, ob sie ihm etwas beibringen könnte und ihn mit der kleinen Nase am Bein anstupste, zog er dieses reflexartig näher an den Körper. Berührungen... Er hasste sie...
“Nein. Geh mit Morgenjunges oder Glanzjunges spielen.“, miaute er nur und wandte seine Aufmerksamkeit anderen Katzen zu. In diesem Fall Taufrost, die sich soeben von ihrer Schwester Tänzerherz abwandte und sich zu Sturmwind und Schilfblick gesellte. Ein wenig überraschte es den Krieger, dass grade diese beiden Katzen zusammen saßen... hielt doch grade die Kätzin sich von ihren Clangefährten fern – nicht, dass er sie deswegen nicht verstehen könnte...



Granitherz
Der graue Kater hatte eine miserable Laune... seine Mutter war so geschwächt, dass sie nicht einmal mehr Flohjunges tragen konnte und dies stieß ihm mehr als Sauer auf. Neulich hatte er ihr eine Amsel gebracht... und ihr fiel nichts besseres ein, als diese mit der vemaledeiten Königin Rehauge zu teilen. Er hätte seiner Mutter dafür am liebsten das Fell über die Ohren gezogen... was kümmerte es ihn, ob die anderen Katzen verreckten? Solange es seiner Familie gut ginge...
Ein unwirsches Knurren entwich ihm, als er den Blick einer anderen Katze auf sich spürte. Als er den Kopf wandte, blickte er direkt in die Augen Nebelfluchs. Unwillkürlich stellte sich sein Fell auf und für einen kurzen Moment erwiderte er den Blick – bis er die Augen abwandte. Der Kater war ihm unheimlich... er hasste ihn! Froh war er, dass Dohlenjunges den schwarzen Kater abzulenken schien und er so von dessen alles zu sehend scheinenden Blick verschwinden konnte.
Stattdessen konzentrierte sich Granitherz nun auf Wolfsblick und schnaube verächtlich, als dieser mit einer mickrigen Maus zurück ins Lager kehrte. Also bitte... er selbst jagte des öfteren Erfolgreich... auf dem Territorium der anderen Clans. Natürlich brachte er die Beute nicht mit ins Lager... vollkommen irre war er dann doch nicht. Die Knochen verschwinden zu lassen war ein leichtes...
Da bemerkte er, wie der Krieger in seine Richtung blickte und sich ihm näherte. Dreh um.... dreh bloß um..., dachte Granitherz, doch Wolfsblick tat ihm diesen Gefallen nicht. Stattdessen sprach dieser ihn an und fragte, ob er ihn auf die Jagd begleiten würde. Naja... besser als im Lager zu verschimmeln.
“Wieso nicht...“, miaute er deshalb und erhob sich, streckte sich rasch und sah Wolfsblick abwartend an. “Ein Bestimmtes Ziel im Blick?, fragte er, erwartete, dass der andere Kater den Ort bestimmen würde, wo sie jagen sollten.




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BeitragThema: Re: WindClan Lager   Do 2 Nov - 22:50

Dünenrauch hatte im Regen gestanden, als die ersten Wehen es ihr nicht länger möglich machten, nun zu stehen. Der Schmerz zwang sie auf die Knie und sie wünschte sich nichts sehnlicher, als eine helfende Pfote. Sie machte sich wirklich Sorgen, denn es wären ihre ersten Kinder und sie war sich auch nicht sicher, ob alles so ablief, wie es sollte. Kamen Jungen denn immer so früh? Sie war sich wirklich nicht sicher… Doch als hätte der Sternenclan sie erhört, trat Regenwind aus dem Bau. Die Augen ihrer Mutter erfassten sie sofort, woraufhin sie sich ihr glücklicherweise mit eiligen Schritten näherte. Normalerweise wäre Dünenrauch nun aufgefallen, wie schwer Regenwind das schnelle Laufen wieder fiel, doch dafür hatte sie im Moment gewiss keine Nerven. Ihre Gedanken waren einzig und allein bei den Schmerzen, die ihren Bauch erfassten und sie lähmte.
Mutter“, miaute Dünenrauch gequält und blickte benannte Katze mit glanzlosen Augen entgegen, während diese sie ein dummes Kind nannte und ihr tadelnd befahl, in die Kinderstube zu gehen. Sogleich nahm Dünenrauch ihre Hilfe an, indem sie sich von ihr zurück auf die Pfoten helfen und dann in Richtung Bau dirigieren ließ. Sie konnte gar nicht beschreiben, wie dankbar sie ihrer Mutter momentan war. Denn alleine hätte sie es sicherlich nicht auf die Reihe bekommen, da war sie sich ziemlich sicher. Auch wenn Regenwind nicht gerade erfreut wirkte.
In der Kinderstube angekommen, legte Dünenrauch sich in eines der freien Nester. Sie erblickte Aschensturm und Rehauge, woraufhin ihr die Situation ein wenig unangenehm wurde, sah die beiden Königinnen jedoch nur an und schwieg. Ihre Angst war momentan zwar größer als der Schmerz, doch es brachte sie durcheinander, so dass sie versuchte sich auf ihre Mutter zu konzentrieren. Ihre schönen grünen Augen legten sich voll und ganz auf Regenwind, während diese ihr befahl zu warten und dann verschwand. Sie wollte nicht, dass sie verschwand, wäre der Hilfe des Heilers allerdings nicht abgeneigt. Dünenrauch ließ sie also ohne Widerworte gehen. Stattdessen legte sie ihren Kopf auf die Pfoten und schielte auf ihren Bauch. Sie könnte schwören, dass sie nun Bewegungen in ihm spürte. Oder war es nur Einbildung? Der Gedanke, dass ihre und Falkensterns Kinder lebten und sich munter bewegten, gefiel ihr auf jeden Fall, wodurch auch sogleich ein Lächeln auf ihr Gesicht trat. Falkenstern… wie sehr sie ihn sich jetzt an ihre Seite wünschte. Was er wohl gerade tat? Dass der Fluss über die Ufer trat und drohte das Flussclan Lager zu überschwemmen, davon ahnte sie natürlich nichts. Aber vermutlich war das auch besser so, denn ansonsten würde sie sich nur unnötige Sorgen machen. Ihre Liebe zu diesem Kater war so groß, dass sie vermutlich sogar mit Wehen zu ihm geeilt wäre, um ihm zu helfen – nun, zumindest hätte sie es wohl versucht. Umso besser war es also, dass sie in diesem Nest blieb und auf Regenwinds Rückkehr wartete. Dabei lauschte sie dem Gespräch der beiden Königinnen. Sie wollte nicht unbedingt in ihre Privatsphäre eindringen, doch es beruhigte sie, ihre Stimmen zu hören, welche sie ablenkten. Hin und wieder spürte sie zwar ein starkes Ziehen im Bauch, ließ es sich allerdings nicht sonderlich ansehen.
Regenwind kehrte zurück und der jungen Kätzin entwich ein Seufzen. Nun fühlte sie sich nicht mehr so allein und konnte sich an den Pelz ihrer Mutter schmiegen, während diese ihr mit der Zunge über ihren eigenen fuhr, um sie zu wärmen. Das führte dazu, dass ihr aufgebrachtes Herz sich wieder ein wenig beruhigte, während sie auf den Heiler warteten. „Ist gut“, mauzte sie auf die Aussage ihrer Mutter hin, legte dennoch die Ohren an. „Aber ich habe Angst.“ Das hatte sie wirklich… ihre Sorge war groß. Ihr war klar, dass Katzen bei Geburten bereits gestorben waren. Und im Moment ging es ihr und ihren Clankamerade nicht gerade gut, der Hunger nagte an ihnen. Es machte Dünenrauch schwach, so dass ihr hin und wieder die Augen zufielen. Sie öffnete sie allerdings immer wieder, wenn der Schmerz zurückkehrte und Wehen durch ihren Körper zum Beben brachten. Zusammen mit dem Heiler warteten sie dann auf die Geburt, während sie versuchte, dessen Anweisungen nachzugehen. Es half ihr sehr, dass mehrere Katzen ihr aufmunternde Worte gaben, dennoch blieb die Sorge im Kopf der Kätzin. Als Dünenrauch dann merkte, dass wohl losginge, konnte sie nicht mehr länger in ihrem Nest liegen. Sie fing an sich aufzurichten, während sie sich ein paar Mal im Kreis drehte. Dabei leckte sie sich selbst den Körper, während sie sich immer wieder fallenließ und wiederaufrichtete. Solange, bis es das erste Junge aus ihrem Körper schaffte. Ein junger Kater mit einem verschmierten, braunen Fell [Fasanenjunges] kam zur Welt und plumpste in das Nest. Sogleich machte Dünenrauch noch eine Drehung, um sich zu ihrem Jungen zu beugen und ihm kräftig über das Fell zu lecken. Ein wenig dauerte es, doch dann fing das Neugeborene an zu mauzen und sich zu bewegen. Doch das war noch nicht alles; kurz darauf kam noch ein zweites Junges zur Welt, eine pechschwarzer Kätzin [Krähenjunges], gefolgt von einer schneeweißen [Lilienjunges] und einer weiß-schwarzen Kätzin [Gimpeljunges]. Während Dünenrauch nun zusammen mit ihrer Mutter und dem Heiler die restlichen Katzen zum Atmen animierte, füllte sich ihre Brust mit purem Glück. Sie spürte so viel Freude wie noch nie, und sie war sich sicher, dass sie ihre Jungen jetzt schon so sehr liebte, wie nur eine Mutter es könnte. Doch Dünenrauch war schwach. Gerade so konnte sie das letzte Junge an ihrem Bauch absetzen, da ließ sie sich langsam auf die Seite fallen, während sie ihre Augen schloss. Ihr Atem ging noch immer schnell, während sie nur aus Schlitzen ihre Umwelt betrachtete. Sie wollte ihre Jungen betrachten, sie bemuttern und lieben, doch sie fühlte sich so schrecklich schwach und hatte das Gefühl, als wäre jede weitere Bewegung unmöglich. Umso glücklicher war sie, ihre Mutter an ihrer Seite zu haben, welche über ihre Jungen hüten würde. Ihre Jungen, ihre wunderbaren Jungen. Nie hätte sich Dünenrauch erträumen könnten, mal welche zu haben. Doch nun war sie so froh darüber. Sie musste es Falkenstern erzählen, er würde sich sicherlich freuen! Aber nicht jetzt, jetzt musste sie ruhen…
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//Sollte ich ein Junges von Dünenrauch und Falkenstern vergessen haben (es gab leider viele Wechsel), dann bitte Bescheid sagen!



"You never walk alone."
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BeitragThema: Re: WindClan Lager   Do 9 Nov - 12:56

Tänzerherz hasste es, wie ihre Schwester sich verhielt. Warum musste sie sich so stur und dumm verhalten? Es war wie eine Besessenheit, sie schützen zu wollen. Dabei war es Taufrosts Schutz, der ihr das genommen hatte, was sie am meisten liebte. Sie hatte ihr Mikael genommen, der zwar wirklich kein Heiliger gewesen war, der aber eines getan hatte: sie gerettet. Er hatte ihr Momente des Glücks beschert in einer Zeit, in der nur der Himmel noch an ein Leben erinnerte. Die Sterne hatten ihr Kraft gegeben, aber sie hatte nun mal das Pech gehabt, den Streunern zu gefallen. Warum die Streuner sie und nicht die Schwester gewählt hatten, war wohl einfach Zufall und Schicksal, es gab keinen konkreten Grund. Vielleicht war es ihr sanfteres Wesen gewesen, dass sie dazu animiert hatte, sich für Tänzerherz zu entscheiden. Sie seufzte und schloss kurz die Augen. Wie stets war dort Mikael, der auf sie wartete. „Das Leben hat für mich bisher nie positive Seiten gehabt. Wenn der Regen fiel, wurde ich nass – doch wenn du bei mir bist, dann tanzen die Tropfen und ich kann mich nicht sattsehen daran. Du bist mein Grund zu leben, Schmetterling. Und ich werde dich hier rausholen.“
Schnell schlug sie die Augen wieder auf. Manchmal fragte sie sich, ob Windstern gewusst hatte, was geschehen war. Ihr Name war so treffend und er hatte ihn ihr gegeben, als er sie nicht kannte. Auch jetzt kannte niemand ihre ganze Geschichte. Nicht einmal der Schwester hatte sie alles erzählt. Niemandem. Und es würde auf ewig ihr Geheimnis bleiben. Niemals würde sie darüber sprechen, das hatte sie sich geschworen.
Kein Befehl handelt meiner Gesundheit zuwider! Außerdem solltest du endlich lernen, was es bedeutet, in einem Clan zu leben. Ein Einzelschicksal ist nicht so wertvoll wie das des ganzen Clans.“, erwiderte Tänzerherz kühl. Sie war alt genug, um sich selbst zu versorgen. Und Taufrosts Starrsinn würde auch nichts bringen, bei so starkem Regen würde wohl kein Beutetier freiwillig draußen herumlaufen. Doch ihre Schwester war starrsinniger als jede andere Katze, der sie jemals begegnet war. Es war auch eine gewisse Grausamkeit in ihr, die Tänzerherz ein wenig erschreckte. Sie wollte nicht dauernd von Taufrost umsorgt werden. Sie wollte dem Clan dienen, sie wollte etwas gutes tun. Ihren Dank zeigen für die Aufnahme. Doch das konnte sie nicht, wenn sich ihre Schwester immer so dämlich verhielt. Sie stellte Tänzerherz über den Clan und das war dieser mehr als nur nicht recht. Sie hasste es. Sie wollte einfach nur eine von vielen sein. Das war absolut genug, etwas besonderes musste sie nicht mehr sein. Das war nicht das, was sie wollte. Sie wollte unsichtbar sein in der Masse...
Der Regen, den sie prophezeit hatte, brach nun richtig los. Spätestens jetzt würde niemand mehr etwas essbares finden. Und auch wenn sie Hunger litt...sie wollte nicht, dass ihre Schwester das tat. Diese schien all ihre Worte falsch zu verstehen. Und auch jetzt, als sie meinte, dass auch Taufrost sich unterstellen sollte, hatte sie das Gefühl, als nähme die Schwester sie gar nicht richtig ernst. Das war nichts neues für sie. Aber es war dennoch nicht besonders angenehm.
Tu, was du nicht lassen kannst. Aber egal, wie fett die Beute ist, die du mir bringst, ich werde sie verschmähen“, miaute sie ihrer Schwester noch hinterher, als diese sie einfach stehenließ. Wie konnte man nur dermaßen ignorant sein? Wie konnte man die Realität so sehr aus den Augen verlieren? Tänzerherz schüttelte den Kopf und wandte sich nun endlich gen Kriegerbau. Unterwegs entdeckte sie Nebelfluch, der sich nicht untergestellt hatte, und Dohlenjunges, die scheinbar einen Gesprächspartner suchte. Der zweite Anführer schien darüber allerdings nicht besonders erfreut, auch wenn man es äußerlich kaum sah. Sie hatte nur überlebt, weil sie andere Katzen lesen konnte. Und durch Mikael...Sie hielt inne und wandte sich den beiden zu. Sie hatte keine Ahnung, dass der zweite Anführer kurz zuvor mit dem Blick den Weg ihrer Schwester verfolgt hatte.
Hallo ihr beiden. Ich will auch gar nicht lange stören“, miaute sie freundlich, wenn auch distanziert. So war sie eben. Konnte sie nicht ändern. „Dohlenjunges, du solltest in die Kinderstube gehen. Sonst wirst du krank und nachher müsstest du dann länger auf deine Ernennung warten. Wäre doch blöd, oder?“, miaute sie laut, damit das Junge sie durch den lauten Regen verstehen konnte. Hoffentlich würde sie nicht gegen den Wunsch Nebelfluchs handeln. Der Kater war schließlich der zweite Anführer und naja...sie nur eine dahergelaufene Kriegerin. Sie mochte die kühle Art Nebelfluchs, dass er nicht auf Berührungen drängte, denn sie selbst konnte die auch nicht ertragen. Schon die, der ihre Schwester sie immer wieder aussetzte, waren zu viel. Sie wollte einfach nicht berührt werden, konnte das Gefühl nicht mehr getrennt sehen von der Erinnerung. Wäre Mikael hier...er dürfte sie berühren. Wann immer er wollte...aber er war nicht hier, würde nie wieder hier sein. Taufrost hatte ihn ihr genommen...


Sturmwind wusste nicht, dass sie mit dem Fisch im Maul ein Lächeln auf Schilfblicks Gesicht gezaubert hatte. Sie hatte Erinnerungen wachgerufen, die auch sie selbst befangen hatten, als sie sich dieser Prozedur ausgesetzt hatte. Sie konnte nicht schwimmen, wusste, dass es riskant war, dann zu fischen. Das Gleichgewicht zu verlieren war leicht...und wenn man dann allein war, könnte es durchaus sein, dass man nicht wieder herauskam. Und gerade, wenn man durch eine Hungersnot sehr geschwächt war, standen die Chancen schlecht.
Aber der Gedanke an Schilfblick hatte ihr Mut gemacht. Und es war ihr gelungen, einen Fisch zu ergattern. Den brachte sie den Königinnen, die sich bedankten, doch Sturmwind war wieder aus der Kinderstube raus, bevor Aschensturm geendet hatte. Das war vielleicht unfreundlich, aber sie hatte es nicht ausgehalten. Diese Königinnen zu sehen, mit ihren Jungen...das rief Träume wach, die niemals erfüllt würden. Träume, die sie sich nicht erlaubte. Eine schrecklichere Mutter als sie würde sich unter der Sonne nicht finden. Unfähig, auf sich selbst aufzupassen...Mörderin des eigenen Vaters. Nein, sie war kein guter Einfluss. Sie war verdorben. Unwürdig...
Trauer umschloss ihr Herz ob dieser Gedanken, ließen ihre Fassade bröckeln. Und ausgerechnet der Kater, der Grund dafür gewesen war, konnte es sehen. Hätte sie geahnt, wie er über sie dachte, ihr Herz hätte einen Sprung gemacht. Vielleicht hätte sie mit seiner Hilfe wirklich eine gute Mutter werden können. Was waren das für Gedanken, die sich ihren Weg bahnten? Sie war Schilfblick aus dem Weg gegangen in der letzten Zeit, weil sie sie hatte verbannen wollen. Er war zu nah an sie herangekommen. Und sie hatte den Abstand zurückzugewinnen versucht. Natürlich war das nicht besonders leicht, sie mochte seine Gesellschaft und eigentlich wollte sie auch die Distanz nicht. Aber sie hatte sich gesagt, dass er zu viel in ihr wachrief. Sie hatte einen Fehler gemacht am Wasserfall, hatte zu viel offenbart. Er wusste zu viel über sie als dass sie ihn gänzlich hätte von sich stoßen können. Aber sie hatte Angst, noch mehr zu zeigen. Angst, dass er sah, was sie wirklich war. Eine Mörderin. Eine schreckliche Kreatur. Deswegen hatte sie ihn gemieden. Hatte den Abstand gesucht. Weil sie ihn nicht verlieren wollte. Eine seltsame Sichtweise mochte das sein, aber für Sturmwind war sie mehr als nur logisch.
Als nun aber Schilfblick zu ihr kam, spürte sie ein seltsames Kribbeln im Fell. Sie war aufgeregt, wusste nicht recht, was sie tun sollte. Seine Worte waren...ein wenig streng, als wäre sie eine Schülerin. Es tat weh...irgendwie. Nur, weil er ja augenscheinlich an ihrer Selbstständigkeit zweifelte. Gleichzeitig sprach aus seinen Worten ja auch Besorgnis. Und das wiederum fühlte sich fast schon gut an. Sie blickte ihn aus ihren blauen Augen an, schaffte es jedoch nicht, seinem Blick standzuhalten und senkte ihn leicht. „Das gilt aber ebenso für dich. Du kannst dich genauso erkälten wie ich“, miaute sie und versuchte einen ähnlichen Ton anzuschlagen wie er. Sternenclan, was tat sie hier? Das war doch wirklich hirnverbrannt. Ein leichtes Lächeln versuchte, die Situation zu retten. Sie wollte ihn nicht von sich stoßen. Irgendwie schon, aber viel lieber wollte sie seine Gesellschaft. „Ich hab es geschafft, zu fischen. Durch dich haben jetzt die Jungen einen vollen Bauch“, miaute sie dann mit einem freieren Lächeln. Sie war ihm wirklich dankbar dafür, dass er es ihr gezeigt hatte. Er hatte ihr damit irgendwie auch Hoffnung geschenkt. Allerdings auch Träume, die sich wohl nie erfüllen würden...und sie merkte schon wieder, dass sie sich viel zu sehr öffnete. Sie war wirklich unbelehrbar. Sie musste ihn wohl wirklich meiden, um ihre Fassade zu behalten...dabei wollte sie seine Nähe doch. Nicht, weil sie ihn liebte oder so...aber sie fühlte sich wohl bei ihm. Nichts besonderes, allenfalls ein Freund. Nicht mehr...immerhin wäre sie eh niemals gut genug für ihn.
Aus dem Augenwinkel sah sie eine Bewegung. Sie wollte nicht, dass jemand sie so sah. Dass Schilfblick das tat, war schon schlimm genug, aber niemand anders. Noch ehe sie genau erkennen konnte, wer da kam, lächelte sie den Krieger noch einmal an und wandte sich zum Kriegerbau. Sie rechnete nicht damit, dass jemand mit ihr jagen gehen wollte. Mal abgesehen davon, dass es jetzt auch keinen Sinn machte. Weder die normale Jagd noch das Fischen. Die Wasseroberfläche war zu unruhig, um Schatten erkennen zu können.
Würde Schilfblick ihr in den Kriegerbau folgen? Sie hoffte es irgendwie...


Regenwind ließ ihre Tochter nicht gerne zurück. Aber sie musste den Heiler informieren. Denn die Jungen waren zu früh. Ihre Tochter hatte ihr von dem Treffen erzählt und auch, wann es stattgefunden hatte. Und das war zwar schon eine Weile her, aber es war noch nicht lang genug her. Bis zu einem halben Mond zu früh waren die Jungen. Genau wusste sie es nicht, es war aber in ihrem Kopf eingebrannt, dass sie noch nicht hätten kommen dürfen.
Als sie zu Dünenrauch zurückkehrte, hatte keine der beiden Königinnen sich um ihre Tochter gekümmert. Schande über sie! Schande über diese Generation! Früher hätten sich alle ihrer Tochter angenommen. Aber die Zeiten hatten sich geändert.
Regenwind legte sich neben ihre Tochter und leckte ihr beruhigend das Fell. Auf ihre Aussage hin gestand ihre Tochter, dass sie Angst hatte. „Ach, Kind, du bist nicht die erste Königin dieser Welt. Also reiß dich zusammen. Denk gar nicht daran, was schiefgehen kann. Du wirst Mutter, das ist nunmal nicht leicht“, miaute sie beinahe ein wenig streng. Dünenrauch war wirklich ihre Tochter. Sie hatte den gleichen Fehler gemacht wie sie damals. Nur dass Falkenstern vermutlich ein besserer Vater sein würde. Und vielleicht sogar ihr Gefährte bleiben würde. Auch wenn es gegen das Gesetz war, gegen die Liebe konnte man eh nichts tun. Liebe kennt keine Gesetze. Liebe passiert einfach, unabhängig von Rang und Namen. Und nun war es eben der Anführer des Flussclans. Das war eine wirklich großartige Beziehung. Würden sie noch im Flussclan leben. So aber war sie verrucht und würde nicht gebilligt werden. Sie aber billigte die Beziehung. Es war ehrliche Liebe. Das, was ihre Tochter von Falkenstern erzählt hatte – er war nicht wie sonst gewesen. Er war herzliche gewesen, liebevoll. Etwas, was sie schon seit vielen Blattwechseln nicht mehr an ihm gesehen hatte. Und auch gehört hatte sie nichts davon. Aber sie lebte halt auch hier...
Die Geburt begann und Dünenrauch gab ihr Bestes. Regenwind war nur ihr Beistand, auf die Geburt selbst konnte sie nicht einwirken. Aber sie tat, was sie konnte.
Als das erste Junge das Licht der Welt erblickte, war Regenwind unglaublich stolz auf ihre Tochter. Sie meisterte die Schmerzen, sie meisterte die Unruhe. Sie würde eine gute Mutter abgeben. Als nun noch drei weitere Junge geboren wurden, half Regenwind dabei, die Jungen zu lecken, ihren Kreislauf anzukurbeln und die Atmung zu animieren. Und alle vier atmeten. Liebevoll betrachtete sie ihre Tochter und die vier kleinen Wesen an ihrer Seite. Die Geburt war unter normalen Anstrengungen schon schwer, aber die Katzen des Windclans litten Hunger. Und so fiel eine ungeheure Anspannung auch von der Ältesten ab, als die Jungen wohlbehalten auf der Welt waren und am Bauch ihrer Mutter lagen. „Ruh dich aus, mein Kind, ich achte auf euch“, miaute sie und betrachtete die Jungen. Ihre Tochter war entkräftet, brauchte vermutlich den Beistand des Heilers. Sie hoffte, dass ihre kleine Tochter es schaffen würde. Was, wenn nicht...? Regenwind leckte das Blut von ihrem Fell, während die Angst ihr Herz verschnürte. Wenn ihrer Tochter etwas geschah...weder Rehauge noch Aschensturm könnten vier Junge aufnehmen. Dafür waren die Zeiten zu hart. Nicht lange, und sie hatte den Entschluss gefasst. Wenn Dünenrauch etwas geschehen sollte, würde sie ihre Jungen zu Falkenstern bringen. Er würde Bescheid wissen. Da war sie sich absolut sicher...
Diese Gedanken ängstigten sie. Aber sie hatte sich einen Plan machen müssen. Sonst wäre sie verzweifelt und im Falle des Falles nicht mehr in der Lage gewesen, zu handeln. Doch nun bat sie den Sternenclan, ihrer Tochter Kraft zu schenken. Ihr die Möglichkeit zu geben, ihren Jungen Namen zu geben. Sie hoffte und bangte einfach nur. Vielleicht könnte Scharfzunge ihr ja helfen? Flehend blickte sie in Richtung des Heilers. Er sollte ihrer Tochter helfen!



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BeitragThema: Re: WindClan Lager   Fr 10 Nov - 13:43

Dohlenjunges
Das Jungtier war aus der Kinderstube raus gekommen. Sie legte leicht den Kopf schief, als sie Nebelfluch erblickte und ging dann zu dem zweiten Anführer hin. Vielleicht konnte er ihr ja schon ein paar kleine dinge beibringen! Das magere Kätzchen tappte zu dem viel größeren Kater hin und maunzte freundlich. „hallo Nebelfluch!“ schnurrte sie freundlich. Sie stupste den Kater mit der Nase gegen das Bein. „Kannst du mir was beibringen? Bittee!!! Es ist so langweilig alleine im Bau“ miaute sie, die letzten Worte flüsterte sie. Das Jungtier hatte wirklich niemanden. Sie war ganz alleine. “Nein. Geh mit Morgenjunges oder Glanzjunges spielen.“, miaute er nur und wandte seine Aufmerksamkeit anderen Katzen zu. Dohlenjunges zuckte zurück, als der Kater auch sein Bein Wegzog. Die Großen Ohren knickten ein und hingen trostlos an ihrem kleinen Kopf. Ihr pelz klebte an ihrem mageren Körper da es so schüttete. Sie bemerkte gar nicht, dass Tränenherz näher kam. Als die Kätzin anfing zu reden, zuckte das Jungtier zusammen. „Hallo ihr beiden. Ich will auch gar nicht lange stören“, miaute sie freundlich, wenn auch distanziert „Dohlenjunges, du solltest in die Kinderstube gehen. Sonst wirst du krank und nachher müsstest du dann länger auf deine Ernennung warten. Wäre doch blöd, oder?“, miaute sie laut, damit das Junge sie durch den lauten Regen verstehen konnte. Dohlenjunges sank zusammen und wurde ganz klein, als die Kriegerinsie auf ihre Ernennung ansprach. „Ja….Tränenherz“ miaute sie leise und rappelte sich auf. Auf wackligen Beinen tappte sie zurück zur Kinderstube. Dort angekommen, verkroch sie sich direkt in ihrem Nest. Das Köpfchen lag am Nestrand und mit traurigem Blick starrte sie an die Wand. Niemand wollte etwas mit ihr zu tun haben. Sie seufzte leise und blinzelte träge. Morgenjunges und Glanzjunges brauchte sie gar nicht zu fragen, die beiden würden eh nicht mit ihr spielen wollen.
302

Wolfsblick
Er musste unbedingt jagen gehen, das konnte nicht warten. Er selbst konnte noch warten. Die Jungen, Königinnen und Ältesten waren wichtiger. Er schüttelte seinen Langen Pelz und blickte sich dann um. Rasch erblickte er Granitherz und so lief er auf den Kater zu. „Hallo Granitherz! Hast du Zeit zur Jagd?“ miaute der große Kater zu dem anderen. Zu zweit konnten sie wahrscheinlich mehr finden, obwohl die Beute wirklich rar war. “Wieso nicht...“, miaute der andere Kater und erhob sich, streckte sich rasch und sah Wolfsblick abwartend an. “Ein Bestimmtes Ziel im Blick?, fragte er. Der große Kater überlegte Kurz. „Vielleicht gibt es an der Zweibeinerfarm ein paar dickere Mäuse, dort sind zwar auch Hunde, aber ein Versuch ist es wert“ miaute er nachdenklich und sah Granitherz wieder an. Innerlich sträubte sich sein Pelz, wenn er an die Hunde dachte, aber zu zweit würden sie bestimmt mehr jagen können.

Lilienjunges
So warm…..es war so schön warm… Wo war sie? Warum war sie hier? Ihr Herzchen klopfte wild, als sich unruhe breit machte. Sie wurde herumgeschoben und gequetscht. Immer fester wurden bewegungen um sie herum, bis plötzlich nichts mehr war. Die Dunkelheit war einem grellen Licht gewichen, welches sie sogar durch ihre geschlossenen Augen erkennen konnte. Und die Wärme…die war einer eisige Kälte gewichen. Erschrocken piepste das Junge als sie plötzlich von etwas rauem abgeleckt wurde. Fiepend wand sich das Jungtier, rief instinktiv nach ihrer Mutter. Sie wurde von diesem anderen Wesen an etwas weiches und warmes geschoben. Fiepsend suchte sie nach dem, was ihr Körper verlangte. Hungrig saugte sie sich an der Zitze fest und nuckelte daran. Langsam beruhige sie sich, schmiegte sich enger an das Warme vor ihr.


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Wenn ich nach 4 Tagen in den Clans nicht geantwortet habe bitte schickt mir eine PN I love you

Danke an Ares für das traumhaft tolle Bild von Blut&Viper *.*
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BeitragThema: Re: WindClan Lager   So 3 Dez - 12:18

Fasanenjunges

Der Start ins Leben sollte für Fasanenjunges nicht einfach werden. Da die Beuteknappheit den WindClan fest im Griff hatte, war es keine gute Zeit, um ein Junges zu sein. Vor allem wenn man so schmächtig war wie er. Das braune, nasse Fell klebte ihm am kleinen Körper und man konnte jede seiner Rippen sehen.
Zuerst schien er wie gelähmt, lag nur zitternd da und atmete flach. Doch er war nicht alleine. Eine kräftige Zunge fuhr ihm mehrmals über das Fell, machte ihm das Atmen leichter und er brachte ein klägliches Mauzen zu Stande. Eine Weile noch wand er sich unkoordiniert am Boden, machte sich dann aber aif wackeligen Beinen auf den Weg, einem inneren Instinkt folgend. Zielsicher fand er die Zitze und fing gierig an zu saugen. Er spürte Bewegungen neben sich, registrierte, dass da noch wer war. Aber er wusste noch nicht, dass dies seine Geschwister waren, die ihn nun sein ganzes Leben begleiten würden.
Allgemein wusste er noch nichts. Er wusste nicht, dass er eine HalbClankatze war, entstanden aus einer verbotenen Liebe. Er wusste nicht, dass das Leben jeder einzelnen Katze im WindClan bedroht war.
Und er wusste nicht, welchen Pfad der SternenClan für ihn vorgesehen hatte.



 Ein großes Danke an  Honigfrost <3
Meine Katzen <3
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BeitragThema: Re: WindClan Lager   Sa 3 Feb - 14:14

Das Leben ist grausam. Es ist hart. Rücksichtslos und gnadenlos.
Ebenso gnadenlos wurde der kleine schwarze Körper aus der Königin gepresst, hinein in die eisige Kälte des Hungers. Ein schrecklicher Sturm tobte, flog wie eine Krähe über das Land und warf tiefschwarze Schatten. Nichts davon ahnte das winzige schwarze Geschöpf, das nun zitternd und fiepend ins Leben starten würde. Sie hatte keine Ahnung, was Leben bedeutete. Sie hatte keine Ahnung, was dieses für sie bereithalten würde. Sie wusste nur, dass alles um sie herum kalt war. Die Augen und Ohren noch blind und taub gegen ihre Umgebung. Eine raue Berührung regte ihr kleines Herzchen und ihre Atmung an, sodass das Fiepen nun viel leichter ging. Mit einem Mal, mit der Wärme, die in sie strömte, war da ein Gefühl. Hunger. Das magere Kätzchen kroch in die Richtung, in der ihr Instinkt ihr Milch versprach. Es war anstrengend, aber das Kätzchen schaffte es, eine freie Zitze zu finden und begann, kräftig zu saugen. Warme Milch füllte ihren Bauch, doch schon bald versiegte sie. Da war sie noch gar nicht richtig satt. Kläglich fiepte sie als Reaktion. Sie wollte mehr essen. Ihren kleinen, mageren Bauch füllen mit dem Saft, der ihr Leben sichern würde. Doch gegen diese traurige, gnadenlose Gewissheit der Natur, dass die Mutter keine Milch mehr hatte, konnte das schwarze Kätzchen nichts tun. Der Hunger, der im Windclan herrschte, nahm weder auf sie noch auf ihre Geschwister Rücksicht. Gnade gab es nicht. Es war das Leben, was die Jungen erwartete. Und von Beginn an würde es nicht an seinen schlechten Eigenschaften sparen. Es würde tun, was es wollte. Ohne Rücksicht auf Verluste. So, wie das Leben es seit jeher tat.
Für das kleine Katzenmädchen war das alles nicht von Bedeutung, sie verstand es nicht. Wenige Augenblicke war sie nun alt, doch sie spürte den Hunger, der ihrem mageren Körper die Kräfte raubte. Hilflos wie sie war, begann sie einfach, um Hilfe zu klagen. Noch waren es keine Worte, die die kleine Kehle verließen, Klagelaute, die das Junge selbst nicht hörte. Die Flanken des Jungen bebten, es konnte die Welt noch nicht verstehen. Weiter klagend kroch sie herum und stieß schließlich gegen einen anderen, weichen und warmen Körper. Der Geruch war ein wenig herber, aber nicht unangenehm. Das andere roch so ähnlich wie sie selbst. Der kleine, magere Körper, den sie erkundete, noch immer klagend, hatte in etwa die Größe ihres eigenen. Das Jammern erschöpfte sie, und so rollte sie sich ein, dicht an dem anderen Jungen, das ihr Wärme spendete.



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BeitragThema: Re: WindClan Lager   Sa 3 März - 18:54

Taufrost

Erwähnt
Tänzerherz, Schilfblick, Sturmwind
Angesprochen
Schilfblick
“Ein Einzelschicksal ist nicht so wichtig wie das des ganzen Clans“, klangen die Worte der Schwester in Taufrosts Kopf nach. Während sie über die Lichtung watete – wässriger Schlamm umspülte ihre Pfoten – dachte sie daran, ob ihr Leben sich damit beschreiben ließ.
Einzelschicksal, das klang so kalt, so wertlos, nach irgendeinem Individuum – ob Katze oder Ameise –, das dem Schicksal zum Spielball geworden war. Taufrost dachte an die grausamen Tage in den Fängen der Streuner, und sie dachte auch an den unbeschreiblichen Ausdruck in Schmetterlings Gesicht, als ihre Mutter vor ihren Augen… Nicht daran denken.
Taufrost dachte an die einsame Nacht, in der ihre Schwester neben ihr in albtraumhaften Qualen geschrien hatte, bis sie selbst von dem Geräusch wach wurde. Dies war die Nacht gewesen, in der sie begriffen hatte, dass Altes zugunsten von Neuem weichen muss, und dass manche Dinge einfach keinen Platz haben in dieser Welt. Zu diesen Dingen gehörte ihr freies Schicksal.
Alles, was von ihr übrig bleiben durfte, war ihre eigene Schwester, und dies war von nun an ihr einziges Ziel gewesen: Schmetterling am Leben erhalten, beschützen, versorgen. Einzelschicksal traf es doch eigentlich ganz gut – ein Weg, den sie sich nicht ausgesucht hatte, und den sie völlig allein gehen musste.
Doch der Unterschied lag darin, dass ihr Leben solange wichtiger war als das des Clans, solange Tänzerherz sie brauchte- und dass deren Leben über dem aller Clankatzen stand, war absolut keine Frage. Das war der Grund, weshalb sie jetzt auf Sturmwind zusteuerte mit der Zielstrebigkeit eines Hundes, der Witterung aufgenommen hatte. Sie würde nicht eher ruhen, als dass sie Tänzerherz versorgt wusste.
Deren letzten Worte kamen ihr in den Sinn: “Egal, wie fett die Beute ist, die du mir bringst, ich werde sie verschmähen.“ - Darum würde sie sich später kümmern. Vielleicht könnte Taufrost zwei Fische fangen und den ersten einer der ach-so-hilfsbedürftigen Katzen geben – das würde Tänzerherz‘ Gewissen beruhigen und ihr erlauben, selbst etwas zu essen.
Taufrost knirschte mit den Zähnen. Es war beinahe krankhaft, dass ihre Schwester in den Hungerstreik trat, ja sogar bereit war zu sterben, bevor der Clan versorgt war. Diese absurde und hirnlose Treue sorgte die graue Kätzin schon seit geraumer Zeit, aber bisher hatte keiner ihrer Therapieversuche Erfolg gehabt.  Stattdessen musste sie sich mit solchen zeitverschwenderischen Ideen herumschlagen wie der, den Clan zur Zufriedenheit ihrer Schwester zuerst zu versorgen. Absurd, einfach absurd.
Aber wenn Taufrost eines wusste, dann war es das: egal wie verrückt die Maßnahmen auch sein mochten, die sie zum Schutz ihrer Schwester ergreifen musste – und wenn sie dabei jedes einzelne hungrige Maul im Clan stopfen musste – sie würde es alles, absolut alles auf sich nehmen, wenn es Tänzerherz zu gute kam. Das war für sie so selbstverständlich, dass sie dem Gedanken nicht mehr als eine Minute ihrer kostbaren Zeit zugestand.
Sturmwind war gerade in der Kinderstube verschwunden – also trabte die graue Kätzin auf Schilfblick zu, ein sandfarbener, drahtiger Krieger, der Sturmwind hinterherzusehen schien. Sein Fell schien schlammig-grau, verwaschen vom Regen, besprenkelt mit Schmutz, und wie immer waren seine Muskeln auf den ersten Blick nicht zu entdecken. Doch wer genauer hinsah, erkannte den Krieger als zäh und weitaus stärker, als man es zuerst annahm. Er war der richtige für diese Aufgabe, vielleicht sogar noch geeigneter als die gesprächigere Sturmwind. Taufrost räusperte sich vernehmlich, als sie neben ihm stand, und suchte seinen Blick.
“Schilfblick, du musst mir das Fischen beibringen. Jetzt, meine ich. Tänz- …der Clan braucht unbedingt Beute“, kam sie umgehend zur Sache, fing sich aber gerade noch, als ihren Lippen Tänzerherz‘ Name entwischen wollte. Sie wusste von Erfahrung, dass eine solche Aussage nur als selbstsüchtig und habgierig verstanden würde. Ein dazu passendes Schnauben konnte sie gerade noch unterdrücken. Es ist habgierig, seine Schwester nicht verhungern lassen zu wollen? Himmel, diese Katzen sind einfach gestört.
Und währenddessen nagte die Schuld an Taufrosts hungerndem Magen; erinnerte sie, dass sie Tänzerherz schon viel zu lange vernachlässigt hatte. Es war Zeit, sich endlich um die wichtigen Dinge zu kümmern.
//655 Wörter


Lerchenjunges

Erwähnt
Sicheljunges, Tigerjunges, Dünenrauch & Jungen
Angesprochen

Lerchenjunges schreckte mit einem Mal aus diesem komaartigen Schlaf, der neugeborenen Jungen zu eigen ist. Zwischen Milch trinken, herumstrampeln und bewegungslos liegen besteht für diese winzigen Wesen kein großer Unterschied – unter einer Decke von Wärme und Geborgenheit fühlt sich jede Freude gleich an, ein stetes honigsüßes Tropfen in ihren Sinnen, durchbrochen höchstens von gelegentlichen Hungergefühlen. Doch diese werden ja innerhalb weniger Sekunden wieder gesättigt, und das Junge versinkt wieder in seinem   traumwandlerischen Zustand aus Glück und Seligkeit.  Das Gedächtnis hat dabei keinen Platz für Unannehmlichkeiten – Hunger und Kälte, die unangenehmen Gerüche von fremden Jungen im Nest, all das verschwindet, nistet sich höchstens ein als ein Gefühl des Unwohlseins, das bald in warmer Milch ertränkt wird.
Zum ersten Mal seit seiner schmerzvollen Geburt schreckte dieses Junge wirklich aus diesem Schlaf, durchbrach die Eisdecke, die einen reißenden Fluss von Empfindungen bisher zum Schweigen gebracht hatte. Noch immer dumpf, ja, aber vergleichsweise grell stachen dem sandfarbenen Jungen plötzlich Geräusche in die Ohren, Gerüche in die Nase.
Die kühlen Fellknäuel neben ihr nahm sie wahr mit zitternden Pfoten, die Luft hatte an klammer Feuchtigkeit gewonnen und ein scharfer Luftzug brachte das Prasseln des Regens in die Stube. In einem Nebel der Gedanken tauchten Schreie auf – es mochten die von Dünenrauch sein, die noch in den Wehen lag, oder später die ihrer Jungen, die mit blinden Augen in die Welt stolperten. Lerchenjunges wusste nichts von diesen Dingen. Noch nicht. Aber sie spürte, wie die Atmosphäre sich verändert hatte, wie plötzlich Angst unter dem Moosdach der Kinderstube hing.
Sie zitterte, zitterte am ganzen Körper, und war zu überfordert, als dass auch nur ihre Instinkte hätten reagieren können. Sie schrie nicht, zappelte nicht, hielt nur wie erstarrt das kalte Näschen in die Höhe und spürte, wie Verwirrung und Furcht in ihrem Körper rauschten.
//296 Wörter


don't just turn heads. turn souls as well


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BeitragThema: Re: WindClan Lager   So 11 März - 22:39

Scharfzunge (Vertretung)

Scharfzunge hatte Zimtfeuer versorgt als Windstern den Bau betrat. Die Kriegerin – oder Königin – wie man es auch sagen wollte, hatte die geburt nicht überlebt. Auch war es ihm entgangen, dass sie Junge erwartete. Wie konnte das passieren? Windherz wäre schrecklich enttäuscht von ihm. Als Windstern ihn fragte, ob er die tote Kriegerin reinbringen dürfte, nickte er. Als er den mageren und dürren Körper sah, wusste er mit einem Mal, dass er nichts hätte tun können. Weder für die Königin, noch für das Junge, das Windstern auf ihr postiert hatte. Es war einfach viel zu dünn. Er hätte es nicht durchbekommen. Ein seltsames Gefühl beschlich ihn, das eine seltsame Ruhe auslöste. Der Heiler würde sich die beiden Jungen ansehen. Gerade als er sich auf den Weg machen wollte, kam Regenwind hereingestürmt. Dünenrauch warf und das zu früh. Zumindest laut der Einschätzung ihrer Mutter. Dass diese aber wahrscheinlich der Wahrheit entsprach, musste er nicht überprüfen. Denn es gab etwas erstaunliches, was Mütter betraf. Sie erkannten so einiges, wo ein Heiler lange für suchen musste. Er selbst war in dieser Hinsicht nicht besonders gut. Besonders was zwischenkätzisches betraf. Meistens war er eher genervt von anderen. Aber Windherz war da anders gewesen. Sie hatte ihn gekannt, wie es nur eine Mutter gekonnt hatte. Und auch wenn er sicher war, dass er etwas besonderes gewesen war, so war ihm nicht entgangen, dass sie sich in beinahe jeden hineinversetzen konnte. Doch er war da anders. Aber dennoch hatte Windherz einen Heiler in ihm gesehen. Und ihren Aussagen nach zu urteilen, machte er das gut. Und nun war es seine Aufgabe, die Kinderstube aufzusuchen. Er suchte sich alle Kräuter zusammen, die er benötigte. Sowohl für die Jungen von Aschenfall als auch für die von Dünenrauch und die Königin selbst. Außerdem war auch Rehauge niedergekommen, wenn er das richtig verstanden hatte. Doch der Hundeangriff hatte noch Folgen gehabt. Und da das ernst gewesen war, hatte er hier nicht weggekonnt. Bei Aschenfall hätte es nichts geändert, aber jetzt war es wichtig, dass er sich beeilte.
Mit den Kräutern eilte er hinaus. Schlamm und strömender Regen empfingen ihn. Auch wenn Windstern davon gesprochen hatte, das hatte er nicht erwartet. Ein solches Ausmaß eines Sturms hatte er noch nie erlebt. Mühsam kämpfte er sich durch den Matsch, in den seine Pfoten einsanken und der an ihnen zerrte. Hinzu kam die Schwäche durch die Hungersnot, die dafür sorgte, dass seine Kraft immer weiter verschwand. Erschöpft erreichte er die Kinderstube und schüttelte das Wasser, was sich abschütteln ließ, aus dem Fell, ehe er sich zuerst Dünenrauch zuwandte. Sie hatte Jungen geboren, die an ihrem Bauch hockten. Sie waren sehr klein und der Verdacht der Ältesten war richtig gewesen. Anhand des Aussehens der Jungen stimmte er zu, dass sie zu früh gekommen waren. Allerdings bedeutete das nicht, dass sie Schäden davon getragen haben mussten. Er näherte sich den Kleinen, wandte dann aber den Blick zur Königin. Diese sah sehr viel schlechter aus. Die Geburt hatte ihrem Körper Kraft abverlangt, die er nicht besaß. Er murrte und besah sich die erschöpfte Katze genauer. Sie schlief bereits, so müde war sie. Sie hatte viel Blut verloren, das konnte der Kater sehen, und auch ansonsten sah sie nicht aus wie das Leben. Und wenn er in das Gesicht der Ältesten neben ihr blickte, konnte er Sorge sehen. So ernsthafte Sorge, dass sich sogar sein Herz ein wenig zusammenzog. „Ich kann dir nicht versprechen, dass sie wieder wird. Sie hat viel Blut verloren und ihr Körper ist ausgelaugt.“, miaute er mit kalter Stimme. Doch das, was er sagte, war sein Ernst. Er hielt nichts davon, anderen etwas vorzugaukeln oder deren Nerven zu schonen. Er hatte seine Nerven auch niemals geschont und niemand hatte das für ihn getan. Nun ja, beinahe niemand. Immerhin war da seine Schwester gewesen, dann Windherz...und Rosenduft. Seine beste Freundin. Die erste Katze, die unter seiner Führung starb...Windherz hatte ihm vertraut, Rosenduft hatte ihm vertraut. Beide hatte er bitter enttäuscht. Er erinnerte sich, dass seine Mentorin ihm sagte, dass er alles richtig gemacht hatte. Aber es war nicht richtig gewesen, denn Rosenduft und ihre Jungen waren gestorben. Er hatte sie nicht retten können.
Mit einem Mal erinnerte ihn Dünenrauch an seine einzige Freundin. Und es tat weh. Wahrscheinlich hatte ihm niemand die Gefühle zugetraut, doch sie waren da. Niemals war es mehr als Freundschaft gewesen, auch wenn viele immer geredet hatten. Doch das hatten sie auch bei Windherz und ihrem Bruder getan, da keiner von deren Verwandschaft wusste. Alles unaufmerksame Narren.
Scharfzunge schluckte und wandte sich seinen Kräutern zu. Er war für alle Eventualitäten gerüstet, zumindest in diesem Moment. Schnell wählte er die Kräuter aus und machte alles zu einer Art Brei, die Dünenrauch schlucken sollte. Dann machte er eine weitere Paste, die er ihr auf die Brust rieb. Sie würde ihren Kreislauf anregen, damit der wieder einigermaßen in Schwung kommen würde. Nun hatte er für sie alles getan, was er tun konnte. Jetzt half es, zu beten. Auch wenn er sich sicher war, dass der Sternenclan niemanden zu sich rief, wenn er es verhindern könnte.
Sein Blick wanderte zu den vier Jungen. Sie waren recht vielfältig, keines glich dem anderen. Eines war rabenschwarz und schon jetzt zierlich gebaut. Mager waren sie alle, aber irgendetwas regte das kleine, schwarze Kätzchen in ihm.
Vor ihm war mit einem Mal eine Königin, die er nicht kannte. Sie war grau, doch an ihrer linken Wange, unter ihrem Auge, befand sich ein weißer Fleck wie eine Träne. An ihrem Bauch lagen zwei Junge. Sie waren ebenso zierlich wie das Junge, was er eben betrachtete. Eines war braun und das andere...es sah aus wie das Junge an Dünenrauchs Bauch. Nur war dieses hier wohlgenährt. Ansonsten glichen sie einander wie ein Ei dem anderen...
Verwirrt schüttelte der Kater den Kopf. Er betrachtete das Junge erneut und wieder spürte er, dass mehr hinter ihr steckte als auf den ersten Blick zu erkennen. Doch er hatte keine Ahnung, wer sie war. Aber er beschloss sich, Windstern über die Vision zu informieren. Er untersuchte das kleine Junge und schob ihm ein paar Kräuter zur Kräftigung hin, die er mit Honig beträufelt hatte. Ansonsten war das Junge zwar schwach, aber auf den ersten Blick gesund. Nun wandte er sich dem nächsten Jungen zu. Es war schneeweiß und anhand des Körperbaus dem ersten recht ähnlich. Doch war da auch ein Unterschied, diese hier schien später schlank gebaut zu sein, wohingegen das andere zierlich werden würde. Wortklauberei, doch wenn man es sich genau besah, war da ein Unterschied. Er könnte ihn jetzt auf Anhieb nicht benennen, es war eher eine Ahnung. Auch dieses Junge untersuchte er genau, befand es für gesund und gab ihm eine Kräutermischung. Dann waren noch zwei Jungen übrig. Das dritte Junge war getigert mit einer weißen Brust. Es schien etwas forscher zu sein als die vorherigen, zeigte mehr Aktivität. Das hier würde bestimmt kein Junges werden, was es seiner Mutter leicht machte. Aber es würde auch ein Kämpfer sein. Er legte dem Jungen eine Kräuterpackung hin und wandte sich dem letzten des Wurfes zu. Es war ein langhaariges Junges, was recht verwirrend war, waren die anderen doch kurzhaarig. Es hatte cremefarbenes Fell und ein dunkles Gesicht sowie dunkle Pfoten. An irgendjemanden erinnerte es ihn...
Vor ihm war eine Katze. Sie war schwach. Sie war nicht in einer Kinderstube, lag nicht in einem Nest. Sie war grau mit einer sandfarbenen Pfote am rechten Vorderbein. An ihrem Bauch lagen Junge. Es waren sechs, doch er konnte nur eines scharf sehen. Und das war cremefarben mit einem grauen Gesicht und grauen Pfoten.
Das Bild war verschwunden. Er drehte scheinbar langsam durch. Heute musste die Verbindung zum Sternenclan stärker sein als sonst. Das Junge war nicht so vital wie die anderen drei. Er würde es im Auge behalten müssen. Dennoch gab er ihm den gleichen Brei wie seinen Geschwistern. Er hatte keinen Einfluss auf die Lebensgeister anderer Katzen. Nicht einmal auf seine eigenen, wenn er ehrlich war.
Bleib bei ihnen, Regenwind, und achte darauf, dass jedes von ihnen trinkt und warm ist. Die Voraussetzungen für Junge sind derzeit nicht die besten“, murrte er und wandte sich von diesem Nest ab. Er sagte nicht dazu, dass die Älteste Bescheid sagen sollte, wenn ihr etwas komisch vorkam. Das waren ihre Enkel, wenn sie es da nicht von allein begriff, konnte er es auch nicht ändern.
Seine Pfoten brachte ihn nun zum Nest von Rehauge. Sie hatte tatsächlich geworfen. Allerdings konnte er auf den ersten Blick sehen, dass dieser Wurf nicht das gleiche Glück hatte wie der von Dünenrauch. Denn schon im ersten Moment, wo er in das Nest sah, sah er zwei Jungen, die es nicht schaffen würden. Soweit er wusste, waren auch die Jungen von Aschenfall unter diesen Fünfen. Es machte für ihn selbst wenig Unterschied, wessen Jungen starben. Keines sollte sterben. Er betrachtete die Königin. Sie schien zwar erschöpft, aber recht gut aufgestellt. Auch wenn nicht, hätte er ihr die Wahrheit gesagt. „Also, Rehauge. Zwei der Jungen werde ich vermutlich nicht retten können. Ich werde es versuchen, aber ich sehe eigentlich keine Chance auf Erfolg“, miaute er und widmete sich dem ersten dieser Jungen. Tigerjunges atmete kaum noch, er legte dem Jungen ein paar Kräuter vor die Schnauze, doch es rührte diese nicht an. Dann wandte er sich Sicheljunges zu. Das Junge kämpfte, er konnte es sehen, doch unwillkürlich wusste er, dass dieses Junge zu lange ohne Versorgung vor dem Lager hatte ausharren müssen. Es hatte sich verkühlt und das kleine Herz schlug unregelmäßig. „Mein kleiner Sicheljunges...“, vernahm er leise eine Stimme in seinem Kopf. Scharfzunge wusste, dass er Sicheljunges nicht würde helfen können. Er legte ihm lediglich Himbeerblätter gegen die Schmerzen hin, die er mit Honig beträufelte. „Gute Reise, kleiner Kerl“, miaute er leise, beinahe schon sanft. Dann wandte er sich dem nächsten Jungen zu. Es war schneeweiß mit einigen Flecken. Dieses Junge würde anspruchvoll werden für die Mutter. Er beschnüffelte Amaryllenjunges und stellte dann eine Kräutermischung zusammen. Anhand seiner Versorgung schätzte er, dass er hier das zweite Junge von Aschenfall vor sich hatte. Auch die Ähnlichkeit zum toten Jungen war bei diesem hier gegeben. Nun beschmierte er die Kräuter mit Honig und legte sie vor dem Jungen ab. Der Geruch würde es schon zum Fressen animieren. Immerhin durfte selbst einem neugeborenen Jungen der Hunger hier nicht fremd sein. Nun wandte er sich einem kleinen, reinweißen Jungen zu. Auch dieses hier war wohl ein Junges der verstorbenen Königin. Als er es für die Untersuchung berührte, hatte er das Gefühl, von Schmetterlingen umgeben zu sein. Er schüttelte den Kopf ob dieser seltsamen Gefühle, stellte auch für dieses Junge eine Kräutermischung zusammen und legte es vor der kleinen Schlehenjunges ab. Dann wandte er sich dem letzten Jungen zu. Scharfzunge betrachtete das helle Junge mit den getigerten Beinen und dem getigerten Gesicht mit dem braunen Nasenrücken. Er erkannte einen Wissensdurst in dieser Katze, doch auch etwas ehrgeiziges, wenn nicht gar egoistisches. Es würde Rehauge sicherlich viel Freude bescheren, dieses aufgeweckte und verschlossene Junge. Auch für Lerchenjunges legte er nun einen Kräuterbrei bereit, den er mit Honig beschmiert hatte.
Nun wandte er sich wieder den beiden Sorgenkindern zu. Sicheljunges Atmen war erstorben. Das kleine Katerchen war zum Sternenclan gegangen. Es war eine Schande. Ein so junges Geschöpf, das beinahe nichts im Leben gehabt hatte. Es hatte nicht einmal die Welt gesehen, da es noch blind und taub gestorben war. „Ich nehme es mit. Dann kann es mit der Mutter und dem anderen Jungen beerdigt werden“, miaute er nun und hob den leblosen Körper hoch. Es würde nicht lange dauern, so vermutete er, da würde er auch das andere schwache Junge in seinem Bau liegen haben, ehe der Regen endete und man sie beerdigen könnte. Er betrachtete noch einmal alle Anwesenden, ob sich irgendeine Situation gravierend verändert hatte, aber dem war nicht so. Mit den restlichen Kräutern, die er neben dem Jungen ins Maul nahm, machte er sich auf, den schrecklichen Weg bis zum Heilerbau zu bewältigen.
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BeitragThema: Re: WindClan Lager   Do 15 März - 15:16

Morgenjunges erwachte durch laute Geräusche. Der Donner hatte das kleine Junge geweckt. Und die Kälte, verbunden mit diesem unlöschbaren Hunger. Leise maunzend öffnete sie ihre blauen runden Äuglein. Das Unwetter war schlimmer geworden, als zuvor, wo sie noch wach gewesen war. Nun regnete es nicht nur und donnerte leise ab und zu. Nein, nun grölte der Donner laut vor sich hin und Blitze zuckten am Himmel, sodass Morgenjunges es sogar von ihrem Platz aus in der Kinderstube sehen konnte. Die dunkle cremefarbene Kätzin setzte sich nun auf und blickte sich um. Ihr war gar nicht aufgefallen, was während ihrem Nickerchen so alles geschehen war. Nun aber sah sich das 3 Monate alte Junge um. Es war mehr los, als sonst. Zudem schien es so, als wäre etwas passiert. Neugierig setzte sich die cremefarbene Kätzin in Bewegung, um herauszufinden, was genau los war. Dann entdeckte sie, was anders war. Der Heiler des Clans, Scharfzunge, war in der Kinderstube. Dies hatte zu bedeuten, dass entweder jemand krank wurde oder aber dass es neue Junge gab. Erfreut ging Morgenjunges auf den Heiler zu, um zu hören, was alle miteinander sprachen.
Wie es aussah, hatte Dünenrauch ihre Jungen zur Welt gebracht! Auch Rehauge hatte ihre Jungen bekommen. Welch eine Schande, bei so einem Unwetter.. Doch die größere Schande war wohl diese, dass nicht alle Jungen es geschafft haben am Leben zu bleiben. Geschockt blickte Morgenjunges zu, wie Scharfzunge ein lebloses Junges hochnahm und so nach draußen in den Regen kroch.


Wenn ich nach 3 Tagen nicht im RPG antworte, schreibt mir zur Erinnerung bitte eine Pm!♥️
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BeitragThema: Re: WindClan Lager   Mo 16 Apr - 16:52

Das weiße Junge war schwach. Gemeinsam mit den Geschwistern war sie geboren worden. Draußen, vor dem Lager. Ihre Mutter war dabei gestorben und hatte ihre vier Jungen allein gelassen. Ihre Schwester war direkt nach der Geburt gestorben. Schlehenjunges hatte es nicht mitbekommen. Eine gefühlte Ewigkeit war vergangen, ehe sie eine Berührung bemerkt hatte. Sie war aufgehoben worden, hatte den Grund unter den Pfoten verloren, aber Angst hatte sie nicht gehabt. Sie ahnte nicht, dass Bärenseele, der sie gefunden hatte, ihr und ihren beiden Brüdern ihre Namen gegeben hatte. Sie wusste nur, dass sie abgelegt worden war und warme Körper neben sich hatte spüren können. Es fühlte sich gut an. Geborgen.
Zwar spürte sie, dass sich die Körper unterschiedlich bewegten, aber sie verstand es nicht. Sie wusste nicht, dass Sicheljunges sich schwächer bewegte, weil er starb. Und sie hätte es auch nicht verstanden. Sie war ein Junges, neugeboren und unbedarft. Und etwas wie der Tod war ihr unbekannt. Für sie gab es nur das Jetzt, in dem sie gerade einfach nur Hunger hatte.
Sie bemerkte auch zwei fremde Körper. Junge, die nicht rochen wie sie und die beiden, zu denen sie selbst gehörte. Fremde. Aber das war ihr egal. Viel wichtiger war, dass sie Hunger hatte. Dieses Gefühl hatte auch dann nicht nachgelassen, als der Heiler die Kinderstube erreichte. Dieser widmete sich erst einem anderen Wurf, ehe er sich dem Nest von Schlehenjunges und ihren Geschwistern näherte. Sie quiekte, beschwerte sich und wollte unbedingt etwas essen, ihr kleiner, magerer Körper schrie danach. Doch es gab nichts, was diesen Hunger stillen konnte. Dann wurde sie berührt. Sie merkte, wie jemand an ihr roch und sie genau begutachtete, ohne zu wissen, was das eigentlich bedeutete. Sie protestierte, aber es änderte nichts. Dann jedoch roch sie etwas, was ihr gefiel. Scharfzunge hatte ihr eine Kräutermischung mit Honig beschmiert und dieser tat seine Wirkung. Sie kroch interessiert darauf zu und leckte daran. Eigentlich war sie noch ein wenig zu klein, um die Kräuter gut essen zu können, aber sie würgte es dennoch herunter. Immerhin war ihr Bauch leer und dieses Zeug roch einfach köstlich. So ganz war es das zwar nicht, aber es war besser, als Hunger zu haben.



Windstern war im Heilerbau geblieben, um Scharfzunges Bericht abzuwarten. Er selbst hatte in diesem Fall versagt, denn er hatte nichts verstanden. Windherz hatte ihn informiert und er...er seufzte. Nun saß er hier im Heilerbau herum, neben sich den Leichnam einer Königin und den eines Jungen. Es war keine beruhigende Situation. Ein Seufzen entfuhr ihm. Er selbst war noch nicht wieder ganz fit, die Hunde steckten ihm noch in den Knochen. Nun ja, eher das Leben, das er verloren hatte. Er trauerte diesem kaum nach, denn er hatte damit Blitzflug beschützt. Und er hatte dabei nicht gezögert...vermutlich hätte er es für jede Katze seines Clans getan. Und er war froh gewesen, als er sah, dass es seiner Gefährtin gut ging. Warum nur musste sie sich immer wieder so in Gefahr begeben? Sie würde bald Mutter sein...von seinen Jungen. Dann musste sie vorsichtiger werden. Aber ihm war schon klar, dass sie das niemals werden würde. Er bedauerte sogar ein wenig, dass sie Junge bekam. Die Zeiten waren denkbar schlecht und er schämte sich, seine Gefühle nicht im Griff gehabt zu haben. Es war im Affekt geschehen und er hätte nie gedacht, dass dieses eine Mal eine solche Wirkung haben würde. Aber genau das war geschehen. Ein mal war ein mal zu viel. Er liebte seine Jungen zwar schon in diesem Moment, aber dennoch schämte er sich, diesen dieses Leid zuzumuten. Den Hunger...die Not. Die Schwäche seines Clans, die er mit aller Macht am Leben halten wollte. Doch es gelang ihm nicht. Er hatte Geisterwolke und Borkenpfote sogar losgeschickt, um beim Zweibeinernest nach Beute zu suchen. Der Anführer war am Verzweifeln. Auch die Jungen von Aschenfall. Er hatte Bärenseele gesagt, sollte Rehauge nicht geworfen haben und etwas erübrigen können, sollte er sie zum Flussclan bringen. So sehr er sich dafür schämte, er würde es wieder anordnen. Denn das Leben der Jungen war wichtiger als dass sie im eigenen Clan groß wurden.
Er sah eine Bewegung im Augenwinkel und wandte den Blick, sodass er sehen konnte wie der völlig durchnässte Scharfzunge mit einem Jungen im Maul den Bau betrat. Windstern musste nicht fragen, er sah sofort, dass das Junge es nicht geschafft hatte. Er schluckte und blickte den Kater direkt an. „Werden sie es schaffen, Scharfzunge?“, miaute er und man musste nicht besonders gut darin sein, in anderen zu lesen, um seine Sorge aus seinen Worten herauslesen zu können. Doch Windstern sah auch das besorgte Gesicht des Heilers, den mageren Körper, der durch das nasse Fell betont wurde. Die Chancen standen demnach schlecht. Dafür brauchte Windstern auch nicht den Sternenclan zu fragen, es war zu offensichtlich. Er beobachtete nun schweigend, wie Scharfzunge das Junge zu seiner Mutter und seiner Schwester legte. Beklommenheit ergriff das Herz des Anführers und er fühlte sich mit einem Mal mutlos und erschöpft. Als hätte nichts mehr einen Sinn...aber so durfte er nicht denken. Er musste für seinen Clan stark sein! Für Blitzflug, für Federpfote, für seine ungeborenen Jungen und für Rotpfote. Bei Rotpfote fiel ihm Haselmond ein. Er hatte sie losgeschickt als der Regen gerade begonnen hatte. Sie war noch immer nicht zurückgekehrt. Hoffentlich war ihr nichts geschehen...da er keine Ahnung hatte, wohin sie der Geruch geführt hatte und dieser bei dem starken Sturm nicht mehr wahrzunehmen war, konnte er ihr keine Patrouille hinterherschicken. Er hätte warten sollen. Der Sturm hatte sich angekündigt, aber er hatte nicht darauf gehört und sie womöglich in den Tod geschickt...



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BeitragThema: Re: WindClan Lager   Mi 18 Apr - 12:40

Scharfzunge betrat den Heilerbau und war sichtlich erschöpft. Sein Körper bebte unter der Anstrengung und als er das Junge ablegte, war er erleichtert, das Gewicht nicht mehr tragen zu müssen. Er hatte Windsterns Worte vernommen, doch er bettete erst das Junge zur Ruhe und legte die restlichen Kräuter ab, ehe er sich umwandte. Die Sorge war Windstern anzusehen und auch glaubte er, einen Moment lang Mutlosigkeit zu erkennen. Doch er glaubte nicht, dass Windstern aufgeben würde. Er trat auf diesen zu und setzte sich. „Dünenrauch ist niedergekommen. Es steht schlecht um sie. Wenn sie die Nacht übersteht, sehe ich jedoch gute Heilungschancen. Ich hab getan, was ich konnte. Ihre Jungen sind bis auf eines wohlauf und versorgt. Eines bereitet mir ein wenig Sorge.“ Der Heiler hielt kurz inne. „Bei diesem Sturm ist die Verbindung zum Sternenclan stärker. Bei jedem Jungen konnte ich etwas spüren. Zwei von Dünenrauchs Jungen waren mit Visionen verbunden. Die kleine Schwarze sah ich als wohlgenährtes Junges am Bauch einer mir fremden Königin, die einen Fleck wie eine Träne unter dem Auge hatte. Bei ihr war noch ein weiteres Junges und das Gefühl der Liebe war stark.“ Scharfzunge leckte sich über die Lefzen, als ein Regentropfen ihn an der Nase kitzelte. „Das andere Junge, das langhaarige, sah ich am Bauch einer Katze, die der anderen Königin glich. Nur war diese grau mit einer sandfarbenen Vorderpfote. Bei ihm waren noch fünf weitere Junge, doch die konnte ich nicht scharf sehen. Ich vermute eine Verwandschaft zwischen ihnen, da ihr gesamter Körperbau einander glich wie ein Blatt dem anderen“, miaute er ruhig und ernst. Der Heiler war sich nicht sicher, was diese Visionen bedeuten mochten, doch er wollte sie seinem Anführer nicht vorenthalten. Vermutlich ging es den Clan gar nichts weiter an, denn heute war einfach die Grenze zum Sternenclan, die Grenze zwischen den Lebenden und den Toten schwächer, sodass Eingebungen möglicher waren. Das allein war ein Zeichen dafür, wie schwer der Sturm wütete. Der Sternenclan erleichterte jenen, die diesen Sturm nicht überlebten, den Übergang in ihre Welt. Darüber jedoch schwieg Scharfzunge, denn er wollte Windstern nicht unnötig in Panik versetzen. Zwar war dieser ein besonnener Anführer und normal sagte er ihm schonungslos das, was er glaubte, doch dieses Mal hielt er es für geschickter, zu schweigen.
Die gefundenen Jungen sind schwach. Rehauge ist jedoch einigermaßen kräftig und kann sie versorgen. Derzeit sind noch zwei von den Vieren am Leben. Sicheljunges konnte ich nicht retten und ob ich Schlehenjunges helfen kann, weiß ich nicht. Amaryllenjunges ist das vitalste von den dreien gewesen, aber auch um ihn sorge ich mich. Ich weiß nicht recht, warum, aber ich habe bei ihm das Gefühl eines herannahenden Unheils empfunden. Es wird wohl persönlicher Natur sein, aber ich will es dir nicht vorenthalten. Rehauges Jungen sind ebenfalls schwach. Es sind zwei Mädchen, von denen eines wohl überleben wird. Bei dem anderen...ich glaube nicht, dass ich Tigerjunges retten kann. Ich habe alle mit Kräutern versorgt und nun hilft uns nur, den Sternenclan um Hilfe zu bitten“, schloss er seinen Bericht ab. Der Heiler war erschöpft und wandte sich um, suchte aber zuvor noch nach Wüstenpfote. „Wenn du Wüstenpfote siehst, sag ihr, dass ich es nicht gutheiße, wenn sie einfach ihr Nest verlässt. Ihre Wunde ist noch nicht gänzlich verheilt und muss noch regelmäßig behandelt werden. Eine Entzündung könnte sie innerhalb kurzer Zeit töten“, murrte er und legte sich dann in sein Nest. Er konnte jetzt nichts mehr ausrichten. Da war es besser, die Zeit zu nutzen, um sich zu erholen.
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BeitragThema: Re: WindClan Lager   Sa 28 Apr - 13:46


Schilfblick
Die grünen Augen des Kater, denen er seinen Namen verdankte, lagen auf Sturmwind und er versuchte, der Kätzin bis in die Seele zu blicken. Aber keine Chance... sie verschloss sich vor ihm, wie jedes mal, wenn sie im Lager Kontakt miteinander hatten.
Aber außerhalb... da war sie anders. Er erinnerte sich an den Tag, den sie gemeinsam am Wasserfall verbracht hatte. Erinnerte sich an die fröhliche Kätzin, die tief in der schweigsamen, zurückgezogenen Kriegerin versteckt lag.
Ich wünschte, sie würde öfter Lachen..., dachte er sich, wagte aber nicht, den Gedanken weiter zu spinnen. Zu tief gingen seine Gefühle für die junge Kriegerin – natürlich nur, weil sie wie eine Tochter für ihn war. Mehr? Nein... mehr lag hinter seiner Sehnsucht nach ihr ganz gewiss nicht verborgen. Dies war auch besser für sie...
Trotzdem hatte es ihm nicht gefallen, dass sie sich offensichtlich von ihm fern gehalten hatte... wenn, dann müsste er derjenige sein, der diesen Cut machte, zu ihrem besten. Allerdings schien er dazu nicht im Stande zu sein, denn sobald die Kriegerin das Lager betreten und sich am Rande nieder gelassen hatte, waren seine Pfoten wie von Geisterhand gesteuert los marschiert und zu ihr geeilt.
Mürrisch war sein Blick, streng seine Worte die er zu ihr sprach. Wollte er doch deutlich machen, wie viel erfahrener und vor allem älter er war. Seine Augen fixierten sie und Sturmwind hielt seinen Blick stand – doch nicht für lange. Fast schon unterwürfig wandte sie ihre Augen ab und doch versuchte sie ihm die Stirn zu bieten, denn die Worte die sie zu ihm sprach... in einem Tonfall, der dem seinen verdammt nahe kam. Unwillkürlich stellte sich sein Fell auf, Verärgerung blitzte in den Grünen Tiefen auf, als er sie fast schon strafend Anfunkelte. “Wenn ein älterer Krieger mit dir spricht, solltest du Respekt zeigen.“, miaute er tadelnd. Warum, dass wusste er nicht... doch er hatte das Gefühl, er müsse sie bestrafen... dafür, dass sie sich von ihm fern gehalten hatte? Oder war es der Versuch, sie endgültig von sich zu stoßen? Vielleicht auch etwas von beidem... “Ich habe schon endlose Blattwechsel überlebt und werde dies auch noch weitere tun. Krieger meiner Generation sind noch aus härterem Holz gearbeitet.“, miaute er und ja... selbst in seinen Ohren klang es, als wäre er schon halb Scheintot... Gut so... es machte den Altersunterschied zwischen ihnen überdeutlich, fast schon greifbar!
Schon im nächsten Moment jedoch huschte ein Lächeln über Sturmwinds Gesicht und der Krieger schämte sich seiner Worte. Doch er konnte sie weder abschwächen noch zurück nehmen.
Und auch ein Lächeln konnte er nicht schenken, verbot er sich.
Nur sein Zufriedenes Schnurren und der Gesichtsausdruck, der weicher wurden zeigten seine Zuneigung und seine Freunde über den Erfolg der Kriegerin, die tatsächlich gleichsam Tochter und so viel mehr für ihn war.
“Das hast du gut gemacht, Sturmwind. Ich wusste, dass du eine talentierte Jägerin bist.“, miaute er, lobend. Wie ein Mentor, seinen Schüler loben würde.
Aus den Augenwinkeln bemerkte er eine Bewegung und wandte den Kopf, um nach dem Ursprung dessen zu sehen. Die Kätzin Taufrost kam auf sie zu und Schilfblick kam nicht umhin, ihre Bewegungen insgeheim zu bewundern. Die Bewegungen der Kriegerin waren einmal und unter tausenden wieder zu erkennen. Verspielt... grazil... wandelbar... Besonders faszinierend war es, wenn sie neben Nebelfluch ging. Denn der Gang des zweiten Anführers des Windclans sprach eine komplett andere Sprache, denn der schwarze Kater machte sich keine Mühe, seine Pfoten leise aufzusetzen. Sein Ganz war so hart wie sein Äußeres. Zielstrebig und Kraftvoll.
Er wusste nicht, was sie wollte und wandte seinen Blick wieder Sturmwind zu – doch die Kriegerin hatte ihm bereits den Rücken gekehrt und verschwand Richtung Kriegerbau. Verwirrt blickte er der Kätzin nach. Verstehe einer diese Kätzinnen...
Ein schon aufdringlich zu nennendes Räuspern vermittelte ihn, dass Taufrost ihn erreicht hatte und sein Blick war undefinierbar, als er sich ihr zuwandte – sein Gesicht allerdings mürrisch, leicht genervt.
Die Frage seiner Clan-Kameradin ließ seine Ohren zucken und er fragte sich, woher sie wusste, dass er fischen konnte. Eigentlich kannte nur Sturmwind dieses Geheimnis und er wollte die Kriegerin bereits fragen, wie sie darauf komme, dass er Techniken des Flussclans beherrschte, als er innerlich seufzte. Was brachte es schon, sich jetzt noch zu verteidigen? Der Clan litt Hunger und wenn er durch Fisch zu stillen war, dann musste er etwaige Fragende Blicke wohl über sich ergehen lassen... Er war alt genug, dass keiner seinen Mentor kannte... notfalls würde er sagen, dieser hätte es ihm in seiner Zeit als Schüler gelehrt.
Trotzdem konnte er die doch recht frechen, aufdringlichen Worte der Kätzin nicht kommentarlos akzeptieren. “Müssen tu ich gar nichts. Ich könnte es dir beibringen, wenn du höflich fragen würdest. Aber was erwartet man von euch jungen Kriegern? Höflichkeit und Respekt ist bei eurer Ausbildung scheinbar nebensächlich gewesen.“, miaute er mürrisch. Ja... meckern beherrschte er gut. Würde er erst Ältester werden, wäre er ein Paradebeispiel dafür! “Aber für den Clan werde ich es tun... “

Erwähnt: Nebelfluch
Angesprochen: Sturmwind, Taufrost


Granitherz
Er schnaubte bei den Worten des Kriegers, als dieser meinte, dass bei der Zweibeinerfarm sicher Beute zu finden sei – allerdings auch Hunde vor Ort waren und sie deshalb würden vorsichtig sein müssen.
“Ich habe keine Angst vor Hunden...“, miaute der graue Krieger überheblich und sein Schweif peitschte durch die Luft. “Sie sollten sich besser vor mir fürchten!“ Ja... Arroganz und Hochmut waren perfekte Begleiter für den Windclan-Krieger.
In einer geschmeidigen Bewegung erhob er sich und streckte sich kurz, bevor er einen raschen Blick auf den Jungenbau warf. Hoffentlich ging es seiner Mutter gut... er würde etwas fangen – für sie. Und während sie es fraß, daneben sitzen... damit sie nicht wieder auf den Mäusehirnigen Gedanken kam, die Beute mit ihren Baugefährten zu teilen.
Ohne weitere Worte oder Zeit zu verschwenden eilte der Krieger aus dem Lager und schlug die Richtung zur Zweibeinerfarm an. Wolfspelz würde schon folgen.

Tbc Zweibeinerfarm
Angesprochen: Wolfspelz


Nebelfluch
Fast erleichtert war der schwarze Kater, als Tänzerherz sich an Dohlenjunges wandte und ihr zurief, dass sie sich vielleicht besser in die Kinderstube begeben sollte und das Junge ihren Worten folge leistete.
Er konnte weder mit Gefühlen, noch mit Jungen sonderlich viel Anfangen und am liebsten war es ihm, wenn sie sich so weit wie möglich von ihm fern hielten. Dies bezog sich eigentlich auf alles, was ihn innerhalb seiner Wohlfühlgrenze zu belästigen suchte.
Somit sah er zwar, dass Dohlenjunges zusammenzuckte und geduckt Richtung Jungenbau huschte und darin verschwand, doch machte er sich keine Gedanken darüber. Diese Art von Empathie hatte der Krieger selbst nie kennen gelernt. Es war nicht böse von ihm gemeint, sondern tatsächlich einfach nur das fehlende Verständnis für die Gefühle anderer.

Erwähnt: Tänzerherz, Dohlenjungs


Aschensturm
Ein Schatten legte sich auf das Gesicht der Kätzin und Schmerz ließ ihr Herz verkrampfen, als sie den Leblosen Körper des Jungen erblickte. Sie erinnerte sich an ihre verstorbene Tochter... an Rankenjunges, deren Verlust sie noch immer nicht überwunden hatte.
Niemand sollte erleben, wie sein eigenes Junges starb... nein... falsch ausgedrückt. Kein Junges sollte sterben. Weder an Krankheit... noch Hunger... noch Schwäche.
Dies war der einzige Grund, warum die Königin überhaupt noch Kämpfte und die Nahrung annahm, die ihr ältester Sohn ihr brachte. Für Flohjunges! Sie musste durchhalten, bis er alt genug war ohne sie zu überleben.
Die Königin blickte Scharfzunge nach, als der Heiler mit dem toten Jungen den Bau verließ und nur deshalb sah sie, wie Dohlenjunges mit hängenden Ohren und Schweif in ein Nest schlich, abseits der anderen. Hupfensee's Nest..., dachte die Königin und Mitleid mit dem Elternlosen Jungen übermannte sie. Wieso hatte bisher niemand die kleine Kätzin aufgenommen? Sie war ein so liebreizendes Geschöpf... das einzige was der Kätzin einfiel, dass sie aufgrund der Zustände im Windclan einfach... übersehen wurde.
Zu gerne hätte sie das Junge zu sich ins Nest getragen, aber sie wusste, dass sie nicht einmal ihren eigenen Sohn zu tragen vermochte... und die kleine Kätzin war größer und schwerer als Flohjunges. Deshalb wandte sie sich mit ihren sanften, Bernsteinfarbenen Augen an Dohlenjunges. “Dohlenjunges. Warum kommst du nicht zu uns? Du musst doch nicht alleine da hinten sitzen. Bei Flohjunges und mir ist noch genügend Platz im Nest.“, schnurrte sie mit zärtlicher Stimme und sah das Junge erwartungsvoll an.

Erwähnt: Scharfzunge, Granitherz, Flohjunges
Angesprochen: Dohlenjunges

//Schilfblick okay... aber die anderen Posts: SOOOORRY... Ich bräuchte für Nebel dringend einen Posting-Partner, damit ich ihm gerecht werden D:\\




Ein großes Danke an Gigi (Blutseele) für die tolle Siggi! <3

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BeitragThema: Re: WindClan Lager   Sa 28 Apr - 19:58

Dohlenjunges

Während das kleine Jungtier bei Nebelfluch war, kam Tränenherz näher. Als die Kätzin anfing zu reden, zuckte das Jungtier zusammen. „Hallo ihr beiden. Ich will auch gar nicht lange stören“, miaute sie freundlich, wenn auch distanziert „Dohlenjunges, du solltest in die Kinderstube gehen. Sonst wirst du krank und nachher müsstest du dann länger auf deine Ernennung warten. Wäre doch blöd, oder?“, miaute sie laut, damit das Junge sie durch den lauten Regen verstehen konnte. Dohlenjunges sank zusammen und wurde ganz klein, als die Kriegerin sie auf ihre Ernennung ansprach. „Ja….Tränenherz“ miaute sie leise und rappelte sich auf. Auf wackligen Beinen tappte sie zurück zur Kinderstube. Dort angekommen, verkroch sie sich direkt in ihrem Nest. Das Köpfchen lag am Nestrand und mit traurigem Blick starrte sie an die Wand. Niemand wollte etwas mit ihr zu tun haben. Sie seufzte leise und blinzelte träge. Morgenjunges und Glanzjunges brauchte sie gar nicht zu fragen, die beiden würden eh nicht mit ihr spielen wollen. Sie bemerkte aus den Augenwinkeln, wie eine andere Königin, Aschensturm, sich bewegte. Sie spürte den Blick der Königin auf ihr, unter ihrem Pelz fing es an zu kribbeln. “Dohlenjunges. Warum kommst du nicht zu uns? Du musst doch nicht alleine da hinten sitzen. Bei Flohjunges und mir ist noch genügend Platz im Nest.“, schnurrte sie mit zärtlicher Stimme und sah das Junge erwartungsvoll an. Dohlenjunges zuckte bei der Stimme der Kätzin zusammen, sie wandte den Kopf und sah die Königin unsicher an. „W-was?“, miaute sie leise. Sie rappelte sich auf, ihr kleiner Körper war dünn und ihr Pelz struppig, da sie Mühe hatte sich selbst zu putzen. Sie tappte unsicher zu der Königin hin, blieb vor dem Nest stehen. „W-was? Warum willst du das?“, miaute die kleine Kätzin leise, sie kannte es nicht, dass andere sie bei sich haben wollten. Ihre etwas zu großen Ohren zuckten unsicher, kleine Tränchen sammelten sich in ihren Augen. Die Angst, dass die Königin sie anlog, war groß.
324


Wolfsblick
Der Kater sah Granitherz ruhig an. Er wusste nicht Recht, was der Kater hatte. Es schüttete wie aus Eimern, und er scherzte? “Ich habe keine Angst vor Hunden...“, miaute der graue Krieger überheblich und sein Schweif peitschte durch die Luft. “Sie sollten sich besser vor mir fürchten!“, miaute der andere Krieger. Wolfsblick sah zu, wie sich Granitherz geschmeidig erhob und kurz streckte. Sehr wohl bemerkte er, wie der andere einen Blick zur Kinderstube warf. Ohne weitere Worte oder Zeit zu verschwenden eilte der Krieger aus dem Lager und schlug die Richtung zur Zweibeinerfarm an. Wolfsblick verdrehte die Augen, er lief dem anderen Krieger rasch nach
--- > Zweibeinerfarm


Lilienjunges
So warm…..es war so schön warm… Wo war sie? Warum war sie hier? Ihr Herzchen klopfte wild, als sich unruhe breit machte. Sie wurde herumgeschoben und gequetscht. Immer fester wurden bewegungen um sie herum, bis plötzlich nichts mehr war. Die Dunkelheit war einem grellen Licht gewichen, welches sie sogar durch ihre geschlossenen Augen erkennen konnte. Und die Wärme…die war einer eisige Kälte gewichen. Erschrocken piepste das Junge als sie plötzlich von etwas rauem abgeleckt wurde. Fiepend wand sich das Jungtier, rief instinktiv nach ihrer Mutter. Sie wurde von diesem anderen Wesen an etwas weiches und warmes geschoben. Fiepsend suchte sie nach dem, was ihr Körper verlangte. Hungrig saugte sie sich an der Zitze fest und nuckelte daran. Langsam beruhige sie sich, schmiegte sich enger an das Warme vor ihr.


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Wenn ich nach 4 Tagen in den Clans nicht geantwortet habe bitte schickt mir eine PN I love you

Danke an Ares für das traumhaft tolle Bild von Blut&Viper *.*
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BeitragThema: Re: WindClan Lager   Sa 28 Apr - 22:14

Taufrost

Erwähnt
Dohlenjunges, Tänzerherz, Sturmwind, Schilfblick, Nebelfluch
Angesprochen
Schilfblick

Auch wenn sein Blick nichts verraten wollte, war die Miene Schilfblicks mürrisch, leicht verzogen, als er sich Taufrost zuwandte. Aha. Er war also in seiner üblichen Stimmung. Das hieß, griesgrämig und nicht zu Gesellschaft aufgelegt.
Mit seiner antisozialen Haltung kam sie eigentlich gut klar – wenn da nicht diese ständigen Kommentare waren. Interessierte sie sich für ihre Clankameraden? Nein. Rannte sie deshalb herum und rieb das jedem unter die Nase? Nein. Dieses Verhalten kam dem von schrumpeligen Ältesten so nah, dass es fast schon wieder kindisch war.
Aber Taufrost interessierte wie gesagt sich nicht für ihre „Kameraden“, und Schilfblick machte da keine Ausnahme. Sie ignorierte den ersten Teil seiner Ansprache und schenkte nur dem letzten Satz Aufmerksamkeit:
Er hatte sich bereit erklärt, ihr zu helfen.
- Das Gesicht der silbergrauen Kätzin zeigte zwar nichts als blanke Neutralität, weder Freundlichkeit noch Unfreundlichkeit, doch in dem Moment musste sie sich beherrschen, sich ihre Überraschung nicht anmuten zu lassen. Sie war sich noch nicht einmal sicher gewesen, ob er überhaupt fischen konnte – sie meinte, sich erinnern zu können, wie ein paar Schüler mal darüber spekuliert hatten; und Sturmwinds Fisch hatte schlussendlich den Ausschluss gegeben. Aber am Ende war es nicht mehr als ein wohlplatziertes Raten gewesen.
Sie ertappte sich dabei, wie sie ein kurzes Dankgebet an den SternenClan schickte – welch dumme Angewohnheit. Sie verbrachte zu viel Zeit mit diesen verweichlichten Clankätzchen, die das Gefühl hatten, ihr Schicksal würde von toten Alten gelenkt, die dann auch zufälligerweise im Himmel wohnten. Absoluter Mäusedreck.
Taufrost blinzelte kurz aus eisblauen, kalkulierenden Augen, um sich zu konzentrieren. Rief sich das Bild von Tänzerherz in den Sinn, deren Rippen unter dem Fell zu zählen waren. Hörte ihre Stimme, die kaum merklich schwächer klang, und doch deutlich genug wahrnehmbar für ihre Schwester – ihre Schwester, sie, Taufrost; die Tänzerherz im Stich und beinahe hatte aushungern lassen. Noch immer lastete die Scham und die Schuld schwer, sich nicht besser gekümmert zu haben.
Ich habe meine Pflicht nicht vergessen, dachte sie bei sich, ich habe nicht vergessen, was in mir sterben muss, damit du lebst.
Ein letztes Mal schickte sie einen unauffälligen Blick in Richtung Tänzerherz. Diese Blicke waren eine Angewohnheit, die aus dem dringenden Bedürfnis heraus entstanden war, ständig wissen zu müssen, wo ihre Schwester sich aufhielt. Es war nicht mehr als ein leichtes Neigen des Kopfes und ein schnelles Blinzeln– das reichte ihr inzwischen, um ein Bild von der Lage zu bekommen. In diesem Moment schien Tänzerherz in der Nähe der Kinderstube mit Dohlenjunges und dem Zweiten Anführer beschäftigt zu sein. Das war gut, das war sicher, dort konnte nicht allzu viel geschehen. - Und vielleicht sah Nebelfluch ja, in was für einem miserablen Zustand Tänzerherz sich befand, und fühlte sich schlecht. Das würde ihm auf jeden Fall Recht geschehen. So, wie sie den Zweiten Anführer kannte, bezweifelte sie allerdings, dass ihn empathische Welle des Mitleids ergreifen würde (oder überhaupt eine Art emotionale Welle).
“Gut. Für den Clan.“ sagte sie jetzt an Schilfblick gewandt. Letzteres fügte sie hinzu für den Fall, dass er noch etwas Überzeugungsarbeit brauchte. Ob ihre nüchtern klingende Stimme das Argument wie beabsichtigt vermittelte, wusste sie nicht, aber schlussendlich war es ihr egal. Sie wollte einfach nur noch aufbrechen und aufhören, hier ihre Zeit mit seinen Meckereien zu vergeuden: “Du führst“, nickte sie ihm zu, damit er den Weg zeigen würde. Es war ja nicht so, als wüsste sie nicht, wo es zum nächsten Gewässer ging – sie hatte ja sogar schon geübt, zu schwimmen – aber vielleicht kannte der Krieger ja einen besonders guten Platz für Fische. Sie musste alle Chancen ausnutzen, die sie bekommen konnte.
Ungeduldig fuhr Taufrost ihre langen Krallen etwas tiefer in die Erde und plusterte ihr Fell gegen den Wind auf, der in einer neuen Bö über das Lager fegte.
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don't just turn heads. turn souls as well


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BeitragThema: Re: WindClan Lager   Sa 28 Apr - 22:39

Morgenjunges war ganz starr vor Schreck gewesen. Sie hatte gerade tatsächlich beobachtet, wie Junge geboren worden sind und dann wurde vor ihren Augen ein Junges nach draußen getragen. Es war tot. Das war ihr sofort klar gewesen. Einen anderen Grund hätte es nicht gegeben, dass der Heiler das Junge mit hinaus in die eisige Kälte und das Unwetter nahm. Zitternd wandte sie sich ab. Wollte nun doch nicht weiter in die Nähe dieser Katzen gehen. Das cremefarbene Kätzchen hatte Angst, große Angst. Würde sie auch so einfach, so schnell sterben können? Einfach ein lebloses Fellknäuel sein, dass man schließlich aus der Kinderstube hinaus tragen würde müssen? Ihr kleiner Magen stieß ein leises Knurren aus. Sie litt Hunger. Jedoch war dies nichts neues im WindClan, wo momentan doch jede Katze nicht genug zu Fressen bekam und an Hunger litt. Doch in diesem Moment fühlte es sich für das Junge ganz anders an. In diesem Moment war es ein weiterer Schritt in Richtung Tod für sie. Ob der SternenClan sie denn nun auch zu sich holen würde?
Die sonst so taffe und angeberische Katze war von einem auf den anderen Blick ruhig und nachdenklich geworden. Was Glanzjunges wohl so von ihr denken und halten würde? Vermutlich würde ihre Schwester sie gar nicht wieder erkennen, so wie Morgenjunges gerade drauf war. Doch das kümmerte das helle Junge gerade herzlich wenig. Allgemein war ihr Empfinden gerade irgendwie... leer. Die Situation, die sie beobachtet hatte war einfach zu viel gewesen für das junge Köpfchen der Katze. In solch einem Alter schon an den Tod zu denken, war gewiss nicht normal.
Verzweifelt blickte sich die cremefarbene Katze um, suchte zwanghaft nach einer Ablenkung, nur um nicht mehr an den leblosen Körper des kleinen Jungen zu denken, welches eben gerade hinaus in den Sturm getragen worden war. Da erblickte sie Dohlenjunges. Sie hatte noch nie ein richtiges Gespräch mit dem anderen Jungen geführt, hatte immer nur verneint, wenn es mit ihr spielen wollte, so hatte Morgenjunges doch viel lieber ganz alleine mit Glanzjunges etwas gespielt. Doch nun schlief ihre Schwester in einer der hinteren Ecke der Kinderstube und Morgenjunges brauchte eine bessere Ablenkung. Also war sie gerade dabei auf Dohlenjunges zu zulaufen, als diese von einer anderen Kätzin angesprochen wurde. Es war eine hellgraue Kätzin und Morgenjunges erkannte in ihr Aschensturm, die mit ihrem eigenen Jungen Flohjunges in der Kinderstube lag. Sie betrachtete die beiden Katzen und wie Dohlenjunges vorsichtig auf die Königin zu ging und dann fragte, wieso diese wollen würde, dass das Junge sich zu ihnen legte. Morgenjunges neigte den Kopf. Dohlenjunges war etwas merkwürdig, fand sie. Aber dennoch war da ein Drang in ihr, sich mit der anderen anzufreunden. Jedoch wollte sie nicht einfach so in das Gespräch der beiden rein platzen, also setzte sie sich in die Nähe der beiden und belauschte sie. Vielleicht war das unhöflich, jedoch war Morgenjunges das völlig schnuppe. Wichtig war in diesem Moment nur, dass sie eine Ablenkung gefunden hatte und schon gar nicht mehr an das leblose tote Junge denken musste, das der Heiler mit genommen hatte.


// 510 Wörter


Wenn ich nach 3 Tagen nicht im RPG antworte, schreibt mir zur Erinnerung bitte eine Pm!♥️
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BeitragThema: Re: WindClan Lager   So 29 Apr - 11:45

Aschensturm
Die Königin blickte mit einem sanften Lächeln zu dem Jungen, welches in einiger Entfernung einsam in seinem Nest saß und sie nach ihrer Frage, ob es sich nicht zu ihnen gesellen wollte, überrascht und zweifelnd anblickte.
Aschensturm konnte ja nicht wissen, dass Dohlenjunges soeben eine Begegnung mit Nebelfluch hinter sich hatte... sonst hätte sie die Stimmung des kleinen Jungen vielleicht nachvollziehen können. Der zweite Anführer des Windclans war vielleicht ein tapferer Krieger... aber Empathie gegenüber anderen schien er nicht empfinden zu können. Dies hatte sie schon des öfteren bemerkt und jedes mal wurde das Herz ihr schwer. Mütterliche Zuneigung hatte ihm gefehlt, das wusste sie, kannte sie doch seine Mutter...
Ihre Ohren zuckten, als Dohlenjunges zu stottern begann und unsicher schien, ob sie nun zu ihnen herüber kommen sollte oder nicht.
Stammelnd stellte sie die Frage, warum Aschensturm dies wolle und die viel zu großen Ohren des Kätzchen zuckten leicht. Das Herz ging der Königin auf und sie wollte das Junge an sich ziehen und ihr tröstend über den Kopf lecken.
“Weil ich dich gern habe, Dohlenjunges.“, schnurrte sie zärtlich. “Na komm schon her, du musst keine Angst haben!“ Sie sah die Tränen des Kätzchens und hätte ihr die Angst und den Kummer am liebsten abgenommen. Wusste aber, dass dies nur die Zeit mit sich bringen würde.
Da bemerkte sie eine Bewegung und wandte den Blick kurz von ihrer kleinen Gesprächspartnerin ab. Sie erblickte Morgenjunges und ein leises Schnurren entwich ihr.
Normal unzertrennlich von ihrer Schwester Glanzjunges, schien sie in diesem Moment alleine zu sein und schielte vorsichtig zu Dohlenjunges herüber. Artig saß sie auf ihrem Hintern, die Ohren gespitzt. Aschensturm konnte ein Lächeln nicht unterdrücken. Sie kannte Morgenjunges als ein sehr selbstbewusstes, übermütiges Kätzchen und diese Ruhe war ungewöhnlich für sie. Vermutlich gibberte sie auch jetzt und wartete ungeduldig, dass Aschensturm ihr Gespräch mit Dohlenjunges beendete.
“Schau mal, Dohlenjunges. Morgenjunges ist wach und ich glaube, sie möchte mit dir Spielen. Warum freundest du dich nicht mit ihr an? Wenn ihr genug gespielt hast, kommt du zum kuscheln zu mir. Ist das ein Plan?“, fragte sie ruhig und senkte die Stimme, als wäre es ein Geheimnis und nur für Dohlenjunges bestimmt.

Erwähnt: Nebelfluch, Morgenjunges, Glanzjunges
Angesprochen: Dohlenjunges



Schilfblick
Die Meinung Taufrost's über ihn hätte ihn belustigt... tatsächlich traf ihre Beschreibung seinerseits ziemlich gut auf ihn. An allen etwas auszusetzen, stetig am Meckern und selten ein Freundliches Wort auf den Lippen schien Schilfblick kein Kater zu ein, mit dem man gerne seine Zeit verbrachte.
Nur die wenigsten Katzen wussten, dass er nicht immer so mürrisch war, wie es in den letzten Blattwechseln den Anschein gehabt hatte. Doch Fehler, die er in der Vergangenheit begangen hatte und die ihn bis in die Gegenwart verfolgten, hatten dafür gesorgt, dass der Kater sich veränderte. Ob zum Schutz für andere – oder für sich selbst blieb mal dahin gestellt.
Sein Drang, alles kommentieren zu müssen, hatte er allerdings beibehalten – nur war es in Verbindung mit seinem mürrischen Verhalten schon sehr anstrengend und nicht leicht zu ertragen.
Ein Glück, dass Taufrost ihm selten Grund zum nörgeln gab – denn dadurch, dass sie seine Aussagen einfach zu überhören schien, gab sie ihm keinen Anlass über ihre Worte herzufallen. Ob es von ihr nun einfach Ignoranz oder etwas anderes war, konnte er nicht wissen. Obwohl er zugeben musste, dass es ihm schon ein wenig gegen den Strich ging... Nun gut... man konnte nicht alles haben.
Hätte der Kater geahnt, dass die Kätzin nur geraten hatte, dass er das Fischen beherrschte, so hätte er nicht so voreilig zugesagt. Seine sonstige Achtsamkeit war durch die Nähe zu Sturmwind ins Wanken geraten und somit hatte er sich nun in eine Angelegenheit hinein manövriert, die ihm nicht sonderlich gut gefiel. Er hatte Angst vor möglichen Fragen, die Auftreten könnten... Aber darüber konnte er sich auch Gedanken machen, wenn es soweit war.
Als Taufrost ihm mit neutraler Stimme zustimmte und für den Clanmiaute, blickte er sie aus scharfen, grünen Augen an. Er kannte sie nicht sonderlich gut... aber sie wirkte in seinen Augen nicht unbedingt wie eine Katze, der das Wohl des Clan sonderlich am Herzen lag... Aber davon hatte der Windclan seltsamerweise so einige Katzen... Granitherz blitzte vor seinem inneren Auge auf. Vergleichbar mit der Kätzin vor ihm – und doch gänzlich anders. Egal... es lag nicht an ihm die Katzen zu beurteilen. Hatte er selbst sich in seiner Jugend ja auch nicht mit Ruhm bekleckert und das Gesetz der Krieger ein ums andere Mal gebrochen.
Auf ihr Nicken und ihre Aussage, dass er führen solle, schnaubte er und verkniff sie die garstige Antwort, dass er als der ältere bestimmt nicht hinter einer Neunmalklugen jungen Kätzin herlaufen würde. Schilfblick streckte sich kurz, lockerte seine Muskeln, bevor er ein rasches Tempo anschlug. Je früher sie am Wasserfall waren... desto früher konnte er sich auf den Rückweg machen...

Angesprochen: Taufrost
Erwähnt: Nebelfluch, Granitherz, Sturmwind

tbc Wasserfall





Ein großes Danke an Gigi (Blutseele) für die tolle Siggi! <3

Meine Charaktere <--- Bei Ideen zu einem Char, nur her damit! Wink
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WindClan Lager
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