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 WindClan Lager

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BeitragThema: Re: WindClan Lager   So 29 Apr - 11:54

Dohlenjunges

Das Kätzchen lag einsam in dem viel zu großen Nest. Sie bemerkte aus den Augenwinkeln, wie eine andere Königin, Aschensturm, sich bewegte. Sie spürte den Blick der Königin auf ihr, unter ihrem Pelz fing es an zu kribbeln. “Dohlenjunges. Warum kommst du nicht zu uns? Du musst doch nicht alleine da hinten sitzen. Bei Flohjunges und mir ist noch genügend Platz im Nest.“, schnurrte sie mit zärtlicher Stimme und sah das Junge erwartungsvoll an. Dohlenjunges zuckte bei der Stimme der Kätzin zusammen, sie wandte den Kopf und sah die Königin unsicher an. „W-was?“, miaute sie leise. Sie rappelte sich auf, ihr kleiner Körper war dünn und ihr Pelz struppig, da sie Mühe hatte sich selbst zu putzen. Sie tappte unsicher zu der Königin hin, blieb vor dem Nest stehen. „W-was? Warum willst du das?“, miaute die kleine Kätzin leise, sie kannte es nicht, dass andere sie bei sich haben wollten. Ihre etwas zu großen Ohren zuckten unsicher, kleine Tränchen sammelten sich in ihren Augen. Die Angst, dass die Königin sie anlog, war groß. “Weil ich dich gern habe, Dohlenjunges.“, schnurrte sie zärtlich. “Na komm schon her, du musst keine Angst haben!“ Dohlenjunges zuckte leicht zusammen. Die Königin sollte sie gern haben? „Mich hat niemand gern…“, murmelte die kleine Kätzin leise. Sie hatte gar nicht gemerkt, dass Morgenjunges zu ihnen rüber sah. Erst, als Aschensturm es ansprach, bemerkte sie die Blicke des anderen Jungen. “Schau mal, Dohlenjunges. Morgenjunges ist wach und ich glaube, sie möchte mit dir Spielen. Warum freundest du dich nicht mit ihr an? Wenn ihr genug gespielt hast, kommt du zum kuscheln zu mir. Ist das ein Plan?“, fragte sie ruhig und senkte die Stimme, als wäre es ein Geheimnis und nur für Dohlenjunges bestimmt. Dohlenjunges Ohren zuckten leicht, sie lauschte den Worten der Königin. Dann schüttelte sie aber leicht den Kopf. „Niemand will mit mir spielen…nichtmal Morgenjunges“, murmelte die Kätzin leise. Sie war immer alleine gewesen. Nie hatte jemand freiwillig mit ihr gespielt. Die Kätzin sah kurz zu Morgenjunges, traurig darüber, dass die Königin wohl meinte, ein anderes Junges würde mit ihr spielen wollen. Dohlenjunges kletterte vorsichtig in das Nest, legte sich aber ganz am Rand hin, so weit weg von Aschensturm und Flohjunges, wie es nur ging. Sie wollte ihnen keinen Platz wegnehmen. Außerdem wollte sie Morgenjunges den Platz bei Aschensturm lassen, denn das andere Junge würde bestimm auch her wollen. Das war eine Marotte von Dohlenjunges, sie achtete mehr auf andere, als auf sich selbst. Sie gönnte den anderen alles, nur sich selbst nichts. Sie war es nicht Wert, dass sich jemand um sie sorgte, dass jemand mit ihr spielte, dass jemand sie….mochte.
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Wenn ich nach 4 Tagen in den Clans nicht geantwortet habe bitte schickt mir eine PN I love you

Danke an Ares für das traumhaft tolle Bild von Blut&Viper *.*
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BeitragThema: Re: WindClan Lager   Mo 30 Apr - 2:15

Zwischen zwei Blitzen erlosch das Leben von Tigerjunges.
Als wäre das nicht genug, bricht nun Wasser in die Kinderstube ein. Noch tropft es auf ein unberührtes Nest, doch schon in kürze könnte sich das Loch in der Wand ausweiten.
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BeitragThema: Re: WindClan Lager   So 13 Mai - 16:14

Moosblüte


Moosblüte beeilte sich nicht sonderlich auf dem Rückweg, da sie nicht vor hatte, völlig außer Atem im Lager anzukommen. Was würde das denn für einen Eindruck machen!
Erst als sie die dicken Wolken am Horizont bemerkte, die sich beunruhigend schnell bewegten, entschloss sie sich dazu, das Tempo ein wenig anzuziehen. Gerade als der erste Tropfen fiel, erreichte sie das Lager. Sie hasste Regen. Es gab nichts mehr erniedrigendes als nass und triefend draußen zu stehen, kaum fähig die Augen aufzumachen, ohne dass Wasser hineinläuft. Die Katzen aus dem FlussClan mussten verrückt sein.
Sehnsüchtig dachte die schöne Kätzin an die Sonne, die noch kurz zuvor geschienen und ihren Pelz so schön gewärmt hatte. Doch von dieser war nun nichts mehr zu sehen, weshalb sie sich schleunigst in den Kriegerbau zurückzog. Nach einer kurzen Inspektion der Nester legte sie sich in das, welches ihr am bequemsten und frischesten erschien. Sorgfältig zupfte sie das restliche Heidekraut aus ihrem schönen Pelz, bevor sie es sich gemütlich machte. Müdigkeit überrollte sie und sie schloss die Augen, um ein kleines Nickerchen zu machen, während über ihr das Gewitter anfing zu toben.
Als sie aufwachte, regnete es immer noch und der Wind wehte mit einer erbarmungslosen Geschwindigkeit durch das Lager. Sie streckte ihre Glieder, fuhr sich kurz mit der Zunge über den Pelz und ging nach vorne zum Ausgang, um hinausgucken zu können. Es war weniger los, als sie erwartet hätte. Normalerweise herrschte bei einem solchen Sturm immer allgemeine Panik, außer bei ihr natürlich, und alle versuchten verzweifelt, das Lager zu sichern, sodass nicht nachher die Baue wegflogen. Die Kuhle, in der sich das Lager befand, fing langsam aber sicher an, sich in eine Pfütze zu verwandeln. Zwar bot sie ein wenig Schutz vor dem pfeifenden Wind, dem Wasser waren sie aber ausgeliefert.
Mit einem Stirnrunzeln bemerkte Moosblüte, dass die Kinderstube sich bedrohlich nahe an dem Wasser befand. Die Kätzin legte den Kopf fragen schief und überlegte, ob es möglich war, dass dort der Regen tatsächlich eindrang. Und ob es sich lohnen würde, mal nachzusehen?
Nach kurzem Nachdenken entschied sie sich jedoch erst einmal dagegen. Ihr lag nicht sonderlich viel an Jungen und es machte einfach keinen Sinn, sich den Pelz nass zu machen und eine Erkältung, wenn nicht sogar grünen Husten zu riskieren, nur weil ein paar Schreihälse in Gefahr sein könnten. Nein, so eine war sie nicht. Die Königinnen würden es wenn ja auch schnell bemerken. Immerhin hatten sie ihr Leben dafür geopfert, sich um diese Biester zu kümmern. Eine Tatsache, die Moosblüte nicht nachvollziehen konnte. Sie hatte sich damals anders entschieden...und es bis heute nicht bereut.



 Ein großes Danke an  Honigfrost <3
Meine Katzen <3
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BeitragThema: Re: WindClan Lager   So 8 Jul - 17:45

Windstern
Anführer | Gefährte von Blitzflug, Ziehvater von Federpfote, Mentor von Rotpfote | 7 Jahre
ERWÄHNT: Scharfzunge, Dünenrauch, Falkenstern, Gimpeljunges, Dohlenjunges, Amaryllenjunges, Schlehenjunges, Lerchenjunges
ANGESPROCHEN: Aschensturm

Der Sturm tobte und Windstern wusste, dass dieser Sturm Folgen haben würde. Dafür brauchte er nicht die Verbindung eines Anführers zum Sternenclan, nein, das war wirklich offensichtlich. Bang wartete er, dass Scharfzunge wiederkam und Bericht erstattete. Er musste wissen, wie es um die Jungen stand. Der Gedanke, sie an den Flussclan zu geben, schmerzte ihn zwar, aber das Leben war weitaus kostbarer als im rechten Clan zu verhungern.
Scharfzunge schien ein wenig erschöpft als er wiederkam. Er begann auf Nachfrage sogleich seinen Bericht. Eines von Dünenrauchs Jungen würde es vermutlich nicht schaffen...es war schade drum. Gerade das Licht der Welt erblickt, dann erlosch es schon. Als der Heiler meinte, die Verbindung zum Sternenclan sei stark und als er dann von einer Katze sprach, die grau gewesen sei mit einer sandfarbenen Vorderpfote erschien ein Bild vor seinem inneren Auge. Es war eine Flussclankatze, Aspentau. Er hatte sie gekannt. Sie waren sich auf einer großen Versammlung begegnet. Es war ihre erste gewesen und sie und ihre Schwester hatten ein wenig verloren gewirkt. Sie war ein wirklich liebes Ding gewesen, zwar scheu, aber freundlich und ehrlich. Sie hatte Junge bekommen, wenn er sich richtig entsann. Er hatte einmal mit Laufbeere darüber gesprochen. Irgendwie hatte er die Kätzin gemocht, sie war so erfrischend gewesen. Sie war vergeben, er hatte auch nicht daran gedacht, je was mit ihr anzufangen. Aber wenn sie sich auf großen Versammlungen begegnet waren, dann hatte er schon gerne mit ihr gesprochen. Sie hatte ihm von Aspentaus Schicksal erzählt, dass sie gestorben war und sieben Jungen hinterließ. Nun sei sie es, die sich darum kümmerte. Und er wusste, dass Falkenstern eines dieser Jungen war.
Für einen Moment hörte er Scharfzunge nur mit einem Ohr zu. Doch als er dann meinte, dass Sicheljunges es nicht geschafft habe, es aber für die anderen wenigstens ein bisschen Hoffnung gab, war Windstern erleichtert. Er wollte nicht, dass Junge starben. Niemand sollte sterben, wenn es sich vermeiden ließe. Aufmerksamer nun hörte er den Ausführungen des Heilers zu und überlegte, was sie tun sollten. Sollten sie das Risiko eingehen, sie bei sich zu behalten? Oder sollten sie die Jungen in einen anderen Clan bringen? Sofort dachte er an den Flussclan. Vielleicht, weil er eben ohnehin an Falkenstern gedacht hatte, vielleicht aber auch, weil der Flussclan derzeit außer dem Donnerclan am wohlgenährtesten war.
Ich werde den Königinnen mal meine Aufwartung machen“, meinte er mit einem müden Lächeln zu dem Heiler und wandte sich dann um. Er stapfte hinaus, wo ihn sofort der Sturm empfing. Der Wind peitschte ihm entgegen, der Matsch sog sich an ihm fest und er verlor beinahe die Orientierung, weil er nichts sehen konnte. Endlich erreichte er die Kinderstube. Er sah Aschensturm, die sich mit Dohlenjunges unterhielt. Als wäre es ein ganz normaler Tag. Er sah Dünenrauch, die mehr als schwach war und am Bauch ihre Jungen liegen hatte. Und als er das eine Junge sah, wusste er mit einem Mal, dass Scharfzunges Vision etwas über den Vater der Jungen aussagte. Und beim Anblick des Jungen lag es nahe, dass es sich um Falkenstern handelte. Allerdings war das so ziemlich der unromantischste Kater, den er je gesehen hatte. Und Dünenrauch war schon eine nette Katze, was hatte sie an einem unfreundlichen Kater gefunden? So rechtschaffen und regelkonform er war...vielleicht war es auch sein Bruder. Er sollte später mit Dünenrauch darüber reden.
Als er in das Nest von Rehauge blickte, fand er nur die Jungen vor. Überrascht trat er näher und erkannte, dass das getigerte Junge aufgehört hatte zu atmen. Es waren nun drei Junge am Leben, doch die Königin war fort. Ob sie nur kurz austreten gegangen war? Er hoffte es. Der Tod eines Jungen konnte schrecklich sein, das war sicher. Er hoffte, Federpfote niemals zu verlieren. Nicht noch mehr, als er es schon hatte. Er ließ seinen Blick weiterwandern und entdeckte eine tropfende Stelle. „Verdammt!“, fluchte er leise. Nun waren aus zwei Problemen drei Probleme geworden. Der seltsame Geruch, dem Haselmond nachging, der hoffentlich nichts zugestoßen war – er würde sofort jemanden losschicken, sie zu suchen, wenn der Sturm aufhörte – die Jungen, die scheinbar von ihrer Mutter verlassen wurden und nun auch noch das undichte Buschwerk, das als Dach der Kinderstube fungierte.
Er sah zu Aschensturm, der einzigen gerade ansprechbaren Königin. „Es tut mir leid, dich das zu bitten, doch...Rehauge scheint fort zu sein. Und die Jungen brauchen Wärme. Kannst du sie erst einmal zu dir nehmen, ehe wir eine andere Lösung gefunden haben?“, fragte er freundlich. Er würde ihr keine Jungen zuteilen, wenn sie das nicht wollte. Den Flussclan gab es immer noch, zur Not gab es auch Schattenclan oder Zweibeiner. Nur den Donnerclan mochte er nicht in Erwägung ziehen. Irgendwie war der ihm nicht geheuer. Nicht seit Jaguarstern an der Macht war...
Bang wartete er auf die Antwort der Königin. Wenn das Überleben der Jungen gesichert war, würde er Nebelfluch wegen der Decke um Rat fragen. Sie hatten nicht viel Zeit, sonst müssten sie die Königinnen umquartieren. Und die erschöpfte Dünenrauch war eindeutig nicht in bester Verfassung, auch das eine Junge an ihrem Bauch hatte vermutlich nicht mehr viel Zeit vor sich. Dann die Jungen von Aschenfall und Rehauge...es musste eine Lösung geben, ohne den Bau zu evakuieren.


Ammernschlag
Kriegerin | Schwester von Nebelfluch und Blitzflug | cholerisch, will von allen geliebt werden | 3 Jahre
ERWÄHNT: Windstern, Nebelfluch, Blitzflug, Wisperwind, Windherz, Weißflügel
ANGESPROCHEN: /

Ammernschlag hatte sich mit Weißflügel unterhalten und war dann vom Regen überrascht worden. Regen an sich hatten sie langsam mal gebraucht, aber diese Naturgewalten waren nicht mehr als Regen zu bezeichnen. Es waren Wasserfälle, die vom Himmel niedergingen, peitschender Wind und ein Gewitter, das lauter nicht hätte sein können. Es war mehr als klug, sich in den Bau zurückzuziehen. Sie und der Krieger hatten noch einen Moment gezögert, denn eigentlich hatten sie einen Spaziergang machen wollen, doch binnen weniger Augenblicke waren sie durchnässt gewesen. Ein Spaziergang bei diesem Wetter würde auch keine Erholung bringen, da war sie sich sicher.
Also hatte sie stattdessen den Bau vorgeschlagen. Unterhalten konnte man sich auch dort, also wäre es ja vielleicht doch möglich, dass sie etwas Zeit miteinander verbrachten...
Die schmale Kriegerin sprang auf und lief geduckt zum Kriegerbau. Der Boden war bereits aufgeweicht, etwas solches hatte sie noch nie erlebt und sie hatte auch keine Ahnung, ob es noch weitere Konsequenzen geben würde. Würde einer der Bauten nicht standhalten? Möglich wäre es. Der Windclan war so mager, so unterernährt, dass Windstern in letzter Zeit darauf verzichtet hatte, sie die Baue ausbessern zu lassen. Es war eigentlich klug von ihm gewesen, denn keine Katze hätte dazu die Kraft gehabt, aber jetzt könnte es Folgen haben. Hoffentlich würde es nicht so sein...
Bereits von dem kurzen Weg erschöpft setzte sie sich vor ihr Nest und begann, ihr Fell trocken zu lecken. Hoffentlich würde mit dem Regen auch die Beute wiederkommen. Lange würden sie es nicht mehr aushalten. Windstern hatte schon verschiedene Patrouillen ausgeschickt, die doch leider nie etwas ergeben hatten. Hoffentlich hatten Geisterwolke und Borkenpfote mehr Glück. Sie mussten einfach, der Sternenclan wollte doch sicher nicht, dass sie verhungerten...
Von ihrem Bruder wusste sie, dass Windstern den benachbarten Flussclan um Hilfe bitten würde, wenn Geisterwolke und Borkenpfote nicht bald zurückkehrten. Nebelfluch musste es ja wissen, immerhin war er der zweite Anführer des Clans. Blitzflug war in letzter Zeit seltsam. Sie liebte ihre Schwester und sie wusste, dass diese eine Beziehung mit Windstern hatte. Aber in der letzten Zeit kamen teilweise romantische Äußerungen aus ihrem Maul...das konnten nur Hormone sein! Sie wusste, was das bedeutete, hatte sie es ja selbst einmal im Geheimen erfahren. Ihre Geschwister wussten nichts davon, außer Windherz hatte es niemand gewusst. Die Heilerin hatte Stillschweigen bewahrt, sogar ihrem Schüler gegenüber. Das rechnete sie ihr hoch an. Es war ein Jammer, dass die Heilerin gestorben war. Ihr Schüler war ein guter Heiler, aber eben einfach kein Freund. Zumindest nicht der ihre.
Windherz war ihr mehr eine Mutter gewesen als alle anderen Katzen des Clans. Ihre eigene hatte sie sogar umbringen wollen, als sie noch ein Junges gewesen war. Ammernschlag hatte das schwer getroffen, doch sie war noch da. Und hatte noch ihre Geschwister. Alle bis auf Wisperwind, die sich vor ein paar Monden davongemacht hatte. Doch mit ihr war sie auch nie besonders gut zurechtgekommen. Was nicht bedeutete, dass sie die Schwester nicht dennoch geliebt hätte. Denn das hatte sie und tat es noch immer. Es war vielmehr Wisperwinds Egoismus gewesen, der Ammernschlag ein ums andere mal sauer aufgestoßen war. Deswegen hatte sie den Kontakt begrenzt, da sie ihr ja nicht die Chancen im Clan nehmen wollte... die Worte der Mutter waren noch immer in ihrem Kopf und würden von dort vermutlich auch niemals ganz verschwinden. Ob es Wisperwind gut ging? Wenn ihr etwas passiert wäre, wüssten sie es doch bestimmt...oder? Ammernschlag seufzte und fühlte sich mit einem Mal schlecht, an die negativen Eigenschaften ihrer Schwester gedacht zu haben. Sie hatte auch positive...
Die Kriegerin beschloss, nicht mehr darüber nachzudenken. Nicht jetzt, wo ohnehin alles trostlos wirkte. Erst später, wenn die Sonne wieder am Himmel stand und die Welt in ihr schönes Licht tauchte. Erst dann.



Bärenseele
Krieger | Enkel von Tamariskenschweif | 16 Monde
ERWÄHNT: Scharfzunge, Schlehenjunges, Amaryllenjunges
ANGESPROCHEN: /


Der Kater hatte sich in den Kriegerbau zurückgezogen. Der Sturm tobte noch immer und er war niemand, der gerne nass wurde. Sein Fell war dicht und es ließ sich nicht besonders gut trocknen. Es war rau und normal zwar nicht besonders anfällig für Schmutz, aber das Wasser war eben kein Dreck.
Bärenseele lag ruhig in seinem Nest, zumindest schien es nach außen hin so. Innerlich war er aufgewühlt. Er hatte nicht besonders viel von Aschenfall gehalten, der schönen Kätzin, die die Liebe seines Vaters erlangt hatte. Doch sie hatte ihre Ehre beschmutzt und damit eigentlich jeglichen Anspruch auf seine Unterstützung verloren. Und doch wusste er, wie wichtig Ehre war. Er war damit aufgewachsen und es war seine Pflicht gewesen, ihr zu helfen. Zwar war für sie jede Hilfe zu spät gekommen, doch hatte er immerhin drei Jungen lebendig geborgen. Zwei kleine Kater und ein kleines Mädchen. Doch sie war deutlich schwächer gewesen als die anderen. Es war nicht sein Problem. Strenggenommen. Doch es war auch schwierig, nicht daran zu denken. Amaryllenjunges, Sicheljunges und Schlehenjunges. Er hatte ihnen Namen gegeben und sie an Rehauges Bauch gelegt. Er hatte einer Königin eine Last auferlegt, er war verantwortlich. Also musste er auch in gewisser Weise diese Verantwortung tragen. Er hatte nicht wirklich vor, Zeit mit den Jungen zu verbringen. Nein, das war weder seine Art noch war es etwas, was ihm Freude machen würde. Auch wenn Freude nicht wichtig war. Ehre ging über alles und so würde er tun, was diese von ihm erwartete. Er musste die Jungen nicht mögen, um sie zu unterstützen. Immerhin war es sein Vater gewesen, der sich von Aschenfall lossagte. Auch wenn sie es war, die die Verbindung zerstörte, indem sie seinen Vater zwang, einen Widerling zum Duell zu fordern. Nur deshalb hatte er ihn verloren, wo er ihn doch endlich gewonnen hatte. Doch er konnte es nicht ändern. Er trug es mit Würde, wie er auch all die Äußerungen seines Großvaters mit Würde ertrug. Tamariskenschweif war niemand, der sich durch Freundlichkeit oder Befolgen der Etikette auszeichnete. Er provozierte permanent, machte seiner Tante das Leben schwer und verletzte diese. Er hatte seine Tante gern, sie war es, die ihn aufgezogen hatte. Nach dem Tod seiner Mutter hatte sein Vater ihn niemals ansehen können. Bärenkralle wusste, warum. Inzwischen jedenfalls.
Der junge Krieger versuchte, nicht daran zu denken. Draußen hörte er es stürmen und instinktiv stellte sich sein Fell auf. Er wusste nicht, warum, aber irgendwie hatte er das Gefühl, dass etwas geschehen war. Der Kater erhob sich und schaute just in dem Moment aus dem Kriegerbau, als Scharfzunge den leblosen Sicheljunges zum Heilerbau trug. Also hatte es der kleine Kater nicht geschafft. Es ließ ihn eigentlich kalt, dennoch schmerzte es auch ein wenig. Es war wie ein leises Kribbeln, nichts, was wirklich auffiel, aber es war da. Ungesehen und unbeachtet.
Bärenseele wich zurück und legte sich in sein Nest. Er schien erstarrt, irgendwie wie in Trance, wie er zu seinem Nest zurückging. Er achtete nicht auf die anderen, tat er sehr selten und da machte dieser Moment keinen Unterschied. Sein magerer Körper ließ sich nieder und rollte sich ein.


Sturmwind
Kriegerin | heimlich verliebt in Schilfblick | 17 Monde
ERWÄHNT: Schilfblick, Taufrost
ANGESPROCHEN: /

Die Kriegerin hatte sich in den Kriegerbau zurückgezogen. Sie hatte sich nicht unbedingt fair verhalten, hatte Taufrost irgendwie ignoriert und so getan, als hätte sie die andere nicht gesehen. Sie hatte...aber sie hatte keine Lust gehabt, ihr zu begegnen. Taufrost war hartherzig und erschien ihr egoistisch. Ganz anders als ihre Schwester Tänzerherz brachte sie sich im Clan kaum ein und versorgte nur ihre Schwester. Auch war sie keineswegs freundlich oder tat so, dass sie irgendetwas auf den Clan gab. Eigentlich war auch Sturmwind niemand, der sich anderen gegenüber freundlich zeigte. Sie war stets distanziert und auch wenn sie freundlich sprach, es schien nie von Herzen zu kommen. Doch ihr war der Clan wichtig, er war das Wichtigste in ihrem Leben. Die Konstante, die ihr Halt gab, die ihr die Sicherheit gab, durchzuhalten. Beziehungen hatte sie nur wenig, die einzige war die zu Schilfblick. Und auch die war unglaublich kompliziert. Der Kater war deutlich älter als sie und dennoch brachte er ihr Herz zum Schlagen, erreichte sie und ließ sie nicht mehr los. Dennoch wagte sie nicht einmal, daran zu denken. Sie hatte Angst vor den Gefühlen, die in ihr lebten...davor, dass sie sie zeigte und er anders dachte...und eigentlich war sie mehr als sicher, dass er anders dachte. Er war älter, gutaussehend und in ihren Augen beinahe perfekt. Sie dachte an die Berührungen am Wasserfall, die ihr ständig durch den Kopf gingen. An die Begegnung vor der Kinderstube...wo er sie behandelt hatte wie eine Schülerin. Sie war jung, aber doch nicht mehr so jung...sah er das denn nicht? Sie war keine Schönheit, sie war keine gute Partie, aber...warum konnte das Leben ihr nicht ein einziges Mal gewogen sein? Warum wollte der Sternenclan nicht, dass sie ein wenig Glück empfand? Schnell schob sie den Gedanken beiseite. Ihr Glaube an den Sternenclan war eines der wenigen Dinge, die ihr geblieben waren. Und an dem sie verzweifelt festhielt. Unter anderem, weil sie daran glauben wollte. Denn immerhin war ihre ganze Familie dort...bis auf ihren Vater. Der hatte dort nichts zu suchen...er war ein schlechter Kater gewesen. Er hatte ihr alles genommen und sie war es gewesen, die es beendete. Aber es war zu spät gewesen...sie war eine Mörderin, hatte ihren eigenen Vater getötet. Und auch wenn er ihr so viel Leid zugefügt hatte, ihr alles genommen hatte, sie fühlte sich durch diese Tat nicht besser, viel eher schlechter. Es war eine Weile her, aber es kam ihr vor, als wäre es erst grade geschehen. Und es war wie ein schmaler Schnitt, verborgen unter ihrem Fell und niemandem offenbar. Sie hatte nicht das Recht dazu, Glück zu fordern. Sie hatte einfach nicht das Recht...sie hatte nie mit jemandem über alles gesprochen. Nur ihr Mentor hatte Bescheid gewusst. Aber dieser war ebenfalls ein Opfer ihres Vaters geworden. Wie könnte Schilfblick jemals etwas anderes als eine Mörderin in ihr sehen? Und würde er sie überhaupt ernst nehmen? Immerhin war sie doch so viel jünger als er...und er konnte ja alle haben. Und die mit Abstand schönste Katze war Schimmerblatt. Jedenfalls seit Wisperwind verschwunden war. Und auch Moosblüte war eine strahlende Schönheit. Doch die war ein wenig...speziell. Allerdings war es kein Wunder, dass die beiden schönsten Katzen des Clans befreundet waren. Immerhin umgaben sie sich eben einfach mit dem besten, was es im Clan gab. Und ihrer Meinung nach hätte Schilfblick bei beiden Chancen, denn er war ja durchaus attraktiv...
Die junge Kriegerin versuchte, die Gedanken an ihren Freund, wenn man ihn denn so nennen konnte, zu verscheuchen. Doch als sie auf sein leeres Nest sah, spürte sie einen Stich. Sie hatte gesehen, wie er das Lager verlassen hatte, wie er mit Taufrost gesprochen hatte...und sie konnte dieses unsägliche Gefühl der Eifersucht nicht verhindern. Am liebsten wäre sie mit ihnen mitgegangen. Aber sie war ja so dämlich gewesen, Taufrost zu ignorieren. Und auch Schilfblick hatte sie irgendwie...getroffen. Doch er war nicht ihr Gefährte, sie erwarteten keine Jungen...so sehr sie diese Gedanken auch faszinierten.
Sturmwind fühlte sich mit einem Mal nicht wohl in ihrem Nest. Sie sah die leeren Nester von Taufrost und Schilfblick und es tat weh, in Gedanken malte sie sich aus, was die beiden so trieben...und dass sich etwas zwischen ihnen entwickelte. Dass sie einander nahe kamen und...
Ruckartig stand die Kriegerin auf, ging hinaus in den Sturm. Vorm Kriegerbau blieb sie einen Moment stehen, spürte den kalten Regen, der gegen ihren mageren Körper schlug und an diesem herunterrann. Die Kälte war nicht angenehm, aber sie konnte sie spüren, konnte einen Moment lang ihre Gedanken darauf lenken und verharrte an Ort und Stelle...


Tänzerherz
Kriegerin | Schwester von Taufrost | 2 Jahre
ERWÄHNT: Taufrost, Schilfblick
ANGESPROCHEN: /

Die schmale Kriegerin, die im Moment wie wohl alle Windclankatzen durchaus auch als mager bezeichnet werden konnte, lag in ihrem Nest und überlegte. Ihre Schwester ging ihr nicht aus dem Kopf. Sie liebte sie, sie hasste sie. Es fiel ihr schwer, ihre Gefühle dieser Katze gegenüber zu benennen. Sie hatten schlimmes erlebt, sehr schlimmes. Sie hatte überlebt, weil Taufrost für sie stark gewesen war. Was man von ihnen verlangt hatte...es nagte noch immer an ihr. Doch sie waren hungrig gewesen, hatten gelitten. Und war es nicht das gewesen, was ihre Mutter sich gewünscht hätte? Dass sie überlebten? Oder war der Preis zu hoch gewesen? Moralisch hatte sie es noch immer nicht verwunden, nicht gänzlich jedenfalls. Sie wusste, warum sie es getan hatte, und vermutlich würde sie es wieder so machen. Der Instinkt, zu überleben, war zu groß. Tief in jeder Katze verankert hatte er dafür gesorgt, dass sie als Jungen das Leben gewählt hatten. Es war eine Erinnerung, die sie verdrängt hatte. Tänzerherz hatte versucht, ihr Leben dort beginnen zu lassen, wo sie von Mikael gerettet worden war. Dort hatte ihr Leben begonnen. Nicht in den Monden zuvor, nicht in ihrer Zeit als Junges, nicht in ihrer Zeit als Gefangene, getrennt von ihrer Schwester. Eine Zeit, die sie tief traumatisiert hatte und die sie niemals hinter sich lassen würde. Ein Teil davon würde immer bestehen bleiben. Doch der Clan gab ihr eine Möglichkeit, ihrem Leben einen Sinn zu geben. Und er gab ihr Sicherheit. Er war ihr Ursprung, ihre Eltern waren Windclankatzen gewesen. Nur waren sie niemals im Clan geboren worden, sie waren dort nicht aufgewachsen und hatten nicht die unbeschwerte Jugend genossen. Sie waren durch die Hölle gegangen. Sie hatten gehungert, sie waren verletzt worden, hatten verloren und den Tod ehren gelernt.
Manchmal hatte sie das Gefühl, Taufrost wäre noch immer dort. Sie ließ nicht ab davon, ums Überleben zu kämpfen. Aber nicht um das Überleben des Clans, sondern um das ihrer Schwester. Dabei hatte Tänzerherz sie nie darum gebeten...sie hatte es nie gewollt. Sie wollte nicht, dass jemand etwas für sie riskierte. Und erst recht nicht ihre Schwester, zu der sie eine ganz besondere Beziehung hatte. Doch nach Mikaels Tod war alles anders geworden. Sie mochte nicht glauben, dass Taufrost es mit Absicht getan hatte, aber die Angst war da. Diese Fixierung, die sie beide miteinander verband, die dafür sorgte, dass sie sich auch nach diesem Ereignis nicht trennten, war extrem. Hatte Taufrost ihn wirklich getötet, weil sie geglaubt hatte, dass er ihr etwas tat? Oder war es die Eifersucht gewesen, die sich auch später immer wieder in ihr Leben gemischt hatte? Die Kaltherzigkeit, die Taufrost zur Schau stellte, hatte Tänzerherz noch nie gemocht. Auch wenn sie selbst im Kontakt zu anderen eher kühl war, so lag ihr doch das Wohlbefinden jeder Katze im Clan am Herzen. Und so war es ihr nicht recht, dass ihre Schwester nun tatsächlich Schilfblick überredet zu haben schien, gemeinsam in den Sturm hinauszulaufen. Das eine war, wenn sie sich selbst in Gefahr brachte, etwas anderes war es, wenn sie Clankameraden hineinzog. Sie gefährdete den Kater...und das nur, damit sie ihr etwas zu essen bringen könnte. Dabei würde sie es ohnehin ausschlagen. Sie wollte keine Sonderbehandlung, sie wollte eine normale Clankatze sein. Und sie wünschte sich, dass ihre Schwester das auch wäre. Ihr war durchaus klar, dass sie eine Vergangenheit hatten, dass sie schlimmes erlebt hatten. Aber war es so schwer, nach Regeln zu leben?
Die gemusterte Kriegerin seufzte und blickte auf das leere Nest ihrer Schwester. Sie liebte sie. Und sie hasste sie. Ein Teil von ihr wünschte sich sogar, dass die Schwester gar nicht wieder ins Lager käme. Gleichzeitig betete sie zum Sternenclan, dass dieser sie wohlbehalten ins Lager brachte. Dabei war ihr Glaube an den Sternenclan gar nicht so stark. Nach allem, was sie erlebt hatte, war das wohl nicht verwunderlich. Doch sie glaubte an den Himmel. Daran, dass dieser alles sah. Denn er war immer der gleiche gewesen. Er war die Konstante in ihrem Leben, die sie gerettet hatte. Sie liebte es, ihn zu betrachten, ob bei Tag oder bei Nacht. Sie liebte es, emporzuschauen und ihn zu finden. Er lässt sie für einen Moment vergessen, dass sie Angst hat. Er lässt sie vergessen, dass der Stolz, den sie zu haben scheint, wirklich geworden ist. Er ist keine Fassade mehr, ebenso das hitzige Gemüt. Es ist zu einem Teil von ihr geworden. Denn niemand, nicht eine einzige Katze des Clans, weiß, wer sie wirklich ist. Niemand weiß, was geschehen ist. Niemand. Und auch ihre Schwester weiß nicht alles. Vielleicht hätten sie darüber gesprochen, wenn diese nicht ihr Lebenslicht getötet hätte. Wenn sie nicht ebenso kaltblütig getötet hätte wie die, die ihre Mutter umbrachten. Vielleicht hätten sie reden können. Doch sie konnten nicht. Meistens waren ihre Interaktionen gewissermaßen Zickereien. Und dennoch suchten sie stets die Nähe der anderen. Ob das ihnen beiden guttat...sei dahingestellt. Ein Seufzen entfuhr ihr. Sie war nicht so stark, wie sie tat...


Federpfote
Schülerin | Ziehtochter von Windstern, Halbschwester von Borkenpfote, beste Freundin von Rotpfote, Schülerin von Blitzschlag | 6 Monde
ERWÄHNT: Rotpfote, Windstern, Blitzflug, Borkenpfote
ANGESPROCHEN: /

Federpfote hatte sich mit den meisten anderen Schülern in den Schülerbau zurückgezogen als der Regen einsetzte. Seit der Windclan Hunger litt, waren die Aufgaben weniger geworden. Sie hatte es beobachtet und nicht selbst erlebt, aber dennoch war es nichts, was sie nicht mitbekam. Die Bauten wurden vernachlässigt, da keine Katze mehr Kraft hatte. Eigentlich lagen sie die meiste Zeit bloß herum. Es hatte seine Gründe, sie selbst spürte die auch. Ihr ohnehin schon nicht besonders hübscher Körper war ausgezehrt und kraftlos. Das Training mit ihrer Mentorin war lasch, aber es erschien ihr unglaublich anstrengend. Sie hielt einfach nicht mehr durch. Es ging nicht. Blitzflug konzentrierte sich auf die Jagd, denn das war es, was momentan den Clan retten konnte. Oder eher könnte. Denn es waren kaum Beutetiere zu finden. Eine Königin hatte sogar ihr Leben verloren...es war eine Schande.
Die getigerte Schülerin sah sich im Bau um. Rotpfote fehlte schon eine ganze Weile. War er zu seiner Schwester zurückgekehrt? Der Gedanke schmerzte, aber sie konnte es nicht ändern. Sie hatte für ihn mit ihrem Vater gestritten, obgleich es nicht zu ihr passte. Sie hatte es getan, weil er ihr wichtig war. Sie hatte Haselmond beobachtet, die noch weit deprimierter schien als sie selbst. Die Kriegerin mochte gruselige Augen besitzen, doch ihr Herz war auf dem rechten Fleck. Ihre Treue war unbeschreiblich und sie vermisste noch immer ihren Gefährten, war ihm treu. Es mochte ein kitschiger Gedanke sein, aber es war irgendwie auch etwas schönes. Natürlich ging das Leben weiter und sie verstand jeden, der jemand neuen in sein Leben ließ. Aber dennoch...es war doch nichts verkehrtes, wenn man jemanden so sehr liebte, dass kein anderer je daran reichte, oder? Es war irgendwie echt romantisch und schön. Und es steigerte ihre Bewunderung für die Kätzin um einiges, ohne dass es ihr bewusst war. Eine solche Treue brachte diese nämlich auch dem Clan entgegen, in dem sie nicht geboren worden war. Etwas besonderes, da war sich Federpfote sicher. Rotpfote...schien da anders zu sein. Oder war ihm etwas geschehen? Windstern hatte nach ihm suchen lassen, doch es war ohne Erfolg gewesen. Hin und wieder hatte Federpfote überlegt, zum Zweibeinerort zu gehen und nach Rosa zu suchen. Vielleicht wusste sie etwas von ihrem Bruder...oder dieser war bei ihr. Denn dass er seine Schwester sehr liebte, das wusste sie sicher. Und sie hatte gedacht, dass ihr Vater es verstehen würde...doch er tat es nicht. Natürlich musste er als Anführer noch extremer auf die Regeln achten, aber...konnte er denn keine Ausnahme machen? Ihr war klar, dass er das nicht konnte. Aber sie war eben auch ein Kind, dass die Realität nicht sehen wollte.
Ihr Blick wanderte zum Nest ihres Halbbruders. Borkenpfote war vor einiger Zeit mit Geisterwolke aus dem Lager gegangen und bisher war keiner von beiden zurückgekehrt. Sie hatte immer unter ihm gelitten, aber er war auch ihr Bruder, wie sie nun wusste. Und auch er wusste es noch nicht sehr lange. Vielleicht würde sich ihre Beziehung verbessern, wenn er jemals wiederkam. Sie hoffte es, wollte eine zweite Chance. Auch bei ihrem besten Freund Rotpfote, der irgendwie auch sauer auf sie gewesen war. Sie wusste nicht, was sie wieder falsch gemacht hatte...aber scheinbar machte sie vieles falsch.
Die junge Katze legte ihren Kopf auf die Pfoten und seufzte. Der Bau erschien ihr irgendwie leer und trostlos. Draußen tobte der Sturm und machte ihr Gefühl dadurch nicht besser...ihr fehlte die Sicherheit, die ihr sonst ihr Vater und Rotpfote gegeben hatten. Doch nun war sie allein...zumindest in diesem Moment.


Flohjunges
Junges | Sohn von Aschensturm, Bruder von Granitherz und Gletscherpfote | sieht seine tote Zwillingschwester als Realität an | 4 Monde
ERWÄHNT: Aschensturm, Dohlenjunges, Morgenjunges, Aschenfalls Jungen, Dünenrauch, Windstern, Dünenrauchs Jungen, Regenwind
ANGESPROCHEN:/

Das Junge schlief unruhig. Sein Körper, mager und zierlich, zuckte unruhig. Zu ihm drang nichts durch, er bekam nichts mit von der Unterhaltung seiner Mutter mit den anderen Jungen. Aber die interessierten ihn auch nicht. Sie waren ihm völlig gleich, eigentlich waren das alle irgendwie. Ihn interessierte seine Umgebung herzlich wenig. Er hatte Ringeljunges, sie war sein Leben. Mehr brauchte er nicht. Seine Mutter kümmerte sich um alles weitere, das war schon okay so.
Es gab schlimmeres. Es gab schlimmeres in ihm. Es gab ihn, der Beute zerfetzte und sich danach sehnte, seine Krallen in jemanden zu schlagen. Es gab ihn, der jämmerliche Kater, der das Sprechen nicht einmal beherrschte. Und es gab ihn selbst. Den, der er sein wollte. Der normale Kater. Doch das war er nicht. Nicht nur. Und zum Glück hatte er Ringeljunges, die ihm half. Doch im Traum konnte sie nichts für ihn tun. Im Traum war er manchmal allein. Und das waren Alpträume. Einen solchen durchlebte er gerade, während in der Kinderstube so einiges geschah, was nicht das geringste mit ihm machte.
Der kleine schwarzbraune Kater schreckte hoch, bemerkte nicht, dass Dohlenjunges dichter gekommen war, bemerkte auch Morgenjunges nicht. Sie waren ihm egal. Er beschäftigte sich nicht damit. Warum auch? Er hatte alles, was er brauchte. Und er hatte Glück, er war als der normale Kater erwacht. Nicht als der jämmerliche Tropf.
Er sah sich um und entdeckte seine Schwester neben sich. Fröhlich stupste er sie an und sie hob den Kopf, sprang auf die Pfoten und ging in Spielposition. Sie war ihm also nicht mehr böse! Erleichtert ließ auch er sich ins spielende Kauern fallen und wackelte mit seinem Hintern, ehe er nach vorn sprang. Sie wich ihm spielerisch aus und sie jagten gemeinsam durch die Kinderstube. Dabei achtete er nicht auf seine Mutter, nicht auf die beiden einzelnen Jungen, die mit dieser sprachen, nicht auf das Nest, in dem Rehauge liegen sollte, wo aber nur die Jungen Aschenfalls lagen, und auch nicht auf die mit dem Tode ringende Dünenrauch, ihre Jungen und ihre Mutter. Und auch Windstern, der seine Mutter ansprach, nahm der kleine Kater nicht wahr. Sogar als er in das durchnässte Nest sprang, hinterfragte er das nicht. Gemeinsam mit Ringeljunges sprang er ins Wasser, tobte herum und freute sich seines Lebens. Die ernste Lage war ihm nicht bewusst, er war in seiner eigenen Welt. Und den Weg in diese Welt zu finden war für alle Außenstehenden wohl nahezu unmöglich...


Krähenjunges
Junges |Tochter von Dünenrauch und Falkenstern, Enkelin von Regenwind, Schwester von Fasanenjunges | neugeboren
ERWÄHNT: Regenwind, Rehauge, Scharfzuge, Rehauges Jungen, Fasanenjunges
ANGESPROCHEN: /

Ein winziger schwarzer Körper lag an der Seite einer Ältesten. Krähenjunges hatte bei ihrer Mutter getrunken und war dann eingeschlafen. Doch dann war sie einfach aufgeweckt worden. Sie hatte protestierend gequiekt, doch das hatte keine Wirkung gehabt. Doch in ihrem Bauch war Hunger, sie hatte diesen nicht stillen können. Und der süße Geruch des Honigs war anregend gewesen, sodass sie brav aufgegessen hatte, was Scharfzunge ihr hingelegt hatte. Es war nicht so lecker gewesen wie der Geruch sie hatte glauben lassen, aber es war auch nicht so schlimm gewesen, dass man es nicht essen konnte. Also hatte sie gegessen. Und ihren kleinen Bauch gefüllt.
Dann hatte sie sich wieder eingerollt. Eine warme Zunge hatte ihren Körper berührt. Sanft und stetig war sie über den kleinen Körper gestrichen. Krähenjunges hatte es genossen, denn es hatte Wärme und Kraft durch ihren Körper fließen lassen. Sie bekam nicht mit, wie hart das Leben gerade dem Windclan mitspielte. Sie wusste nicht, dass ihre Mutter mit dem Tode rang. Sie wusste nicht, dass Rehauge ihre Jungen im Stich gelassen hatte. Sie wusste nicht, dass gerade ihr Bruder Gimpeljunges sein Leben aushauchte. Sie wusste nur, dass ihr Bauch jetzt einigermaßen voll war und der Hunger nachließ. Dass ihr zwar noch ein bisschen kalt war, aber der Bauch der Katze, an dem sie lag, warm war, wenn er auch keine Milch versprach. Er war warm und angenehm. Und sie spürte eine gewisse Liebe, die ihr entgegenschlug. Sie mochte es. Mochte es sehr.


Schlehenjunges
Junges | Schwester von Amaryllenjunges, wurde von Bärenseele gefunden | neugeboren
ERWÄHNT: Amaryllenjunges, Rehauge
ANGESPROCHEN: /

Das kleine, weiße Kätzchen lag schweigend da. Es war nicht besonders stark, der kleine Körper war unterernährt und dadurch war sie nicht besonders kräftig. Zwar hatte sie eben etwas getrunken und dann hatte sie auch noch diese komische Pampe gegessen, doch eigentlich war ihr Körper dem Tode näher als dem Leben. Doch Schlehenjunges wollte leben. Sie wollte! Auch wenn sie noch nicht bewusst darüber nachdenken konnte, auch wenn sie noch nichts sah und noch nichts hörte, tief in ihr schlummerte der Lebenswille einer Kämpferin. Ihr Bruder Sicheljunges hatte es nicht geschafft. Dabei hatte er mehr Kraft besessen als sie selbst. Zumindest hatte es nach außen hin so gewirkt. Für das weiße Junge war das egal gewesen. Oder besser: sie hatte es nicht begriffen. Wie sollte sie auch? Da war jemand neben ihr, das hatte sie gespürt. Und dann hatte er sich nicht mehr bewegt. Ein Junges, das gerade erst das Licht der Welt erblickt hat, kann das noch nicht benennen oder begreifen. Auch Blaubeerjunges hatte es nicht geschafft. Aber an sie hatte Schlehenjunges nicht mal mehr Erinnerungen. Neben ihr hatte sie nicht in einem Nest gelegen.
Neben ihr waren noch mehr Körper. Sie wusste es, ohne es zu wissen. Sie spürte ihren Bruder Amaryllenjunges. Sie wusste wohl nicht, wer er war, aber seine Berührungen waren da. Unbeholfen und wohl mehr unbewusst, aber das kleine Katzenmädchen freute sich darüber. Sie konnte es nicht ausdrücken, konnte nicht schnurren oder miauen, aber sie fand Berührungen gut. Nicht so gut, dass sie sie zum Leben brauchen würde. Sie könnte alles überwinden.
Der kleine Körper erschauderte als sich plötzlich die wärmende Quelle entfernte. Rehauge ging. Wohin? Das mochte nur der Sternenclan wissen. Doch mit ihr ging die Wärme und das kleine Junge war nicht besonders stark. Dieses zierliche, kleine Geschöpf war entkräftet und stand auf der Schwelle des Todes.


Regenwind
Älteste | Mutter von Dünenrauch, Großmutter von Krähenjunges und Fasanenjunges | 8 Jahre 1 Mond
ERWÄHNT: Dünenrauch, Fasanenjunges, Krähenjunges, Aschensturm, Flohjunges, Windstern, Falkenstern, Rehauge
ANGESPROCHEN: /

Die Älteste hatte fürchterliche Angst. Der Sturm war es nicht, aber er machte es nicht besser. Ihre Tochter rang mit dem Tode, ihr einziger Lichtblick im Leben. Sie hatte es nie verwunden, den Flussclan verlassen zu haben. Aber sie hatte auch ihrer Mutter nie wieder unter die Augen treten wollen. Es war schwierig gewesen, in einem neuen Clan zurechtzukommen. Man hatte ihr nie so vertraut wie den anderen. Man hatte Vorurteile gegen sie gehabt...und eigentlich lagen sie alle damit richtig. Wenn sie die Wahl hätte, würde sie den Clan verlassen und in den Flussclan zurückkehren. Wahrscheinlich wusste Falkenstern nicht einmal, dass sie aus dem Flussclan war. Dass sie eine Flussclankatze war, die es liebte zu schwimmen und die es sich stets verboten hatte, weil sie wusste, dass sie den Clan verlassen würde. Aber ohne sichere Aufnahme im Flussclan war das keine Option gewesen. Außerdem war da in ihr auch dieser Stolz...sie wollte nirgendwo betteln gehen. Sie wollte nicht aus Barmherzigkeit aufgenommen und versorgt werden. Und sie hatte Angst gehabt. Irgendwie. Ihr einziger Vertrauter war Nebelwächter gewesen, sie hatte Vertrauen zu ihm gefasst und ihm so vieles erzählt...doch nun war sie hier und er war es nicht. Es war für sie beide schwer gewesen. Er war ihr Freund gewesen...es war nie mehr als Freundschaft, aber es war eine tiefe Freundschaft gewesen. Zumindest für sie selbst. Etwas vergleichbares hatte sie danach nie wieder empfunden. Und als sie dann Dünenrauchs Vater kennengelernt hatte...sie dachte, alles würde gut werden. Sie hätte endlich etwas, wofür es sich zu leben lohnte. Doch er hatte sie verraten. Er hatte zwei ihrer Kinder mitgenommen und sie hatte sie nie wiedergesehen. Sie wusste ja nicht einmal, ob sie noch lebten...
Und jetzt musste sie auch um ihr Augenlicht bangen. Dünenrauch kämpfte. Ihre Jungen waren an ihrem Bauch, klein und zerbrechlich. Gimpeljunges hatte es nicht geschafft. Es war die falsche Zeit gewesen, um mit einem Kater zusammen zu sein. Und ihre Tochter erfuhr dies nun auf undenkbar schmerzvolle Art und Weise. Es tat weh, sie so zu sehen. Gedankenverloren leckte Regenwind Krähenjunges die Ohren. Dieses kleine Kätzchen erschien ihr irgendwie erstaunlich, als hätte sie es bereits gesehen. Doch das war ein dummer Gedanke, ein Gedanke, den sie nicht verstand und der sie...verunsicherte. Aber sie liebte die kleinen Kätzchen. Fasanenjunges war bereits jetzt aufgeweckt, er war so lieblich dabei. Später würde er ihrer Tochter bestimmt hin und wieder Probleme bereiten. Da war sie sich absolut sicher. Aber es war eben, wie es war. Und ebenso wie sie selbst würde Dünenrauch ihre Jungen erbarmungslos lieben. Sie würde ihre Eskapaden hinnehmen und nicht verurteilen. Zumindest teilweise...denn Regenwind war immer schon der Meinung gewesen, dass das Herz sich nicht an die Regeln hielt. Kein Herz dachte sich etwas dabei, wenn es schneller schlug, weil jemand attraktives in der Nähe war. Ob Clan oder nicht, das Herz interessierte es nicht. Aber eine Regel konnte man brechen, gegen das eigene Herz zu leben erschien ihr weniger sinnvoll. Und doch hatte sie Angst, dass Falkenstern ihrer Tochter nicht gerecht wurde. Er war groß, eindrucksvoll und scheinbar unnahbar. Umgeben von einer Ausstrahlung, die Unfreundlichkeit und Ablehnung auszudrücken schien, sollte er der liebevolle Gefährte sein? Sie konnte es sich nur sehr schwer vorstellen. Eigentlich gar nicht. Aber es war wohl so...zumindest hoffte sie es. Wenn er ihrer Tochter ehrliche Avancen machte, wäre es an der Zeit, sie in ihre Vergangenheit einzuweihen. Es war als schnüre ihr irgendetwas bei diesem Gedanken die Kehle zu.
Völlig in Gedanken schrak sie hoch, als Windstern die Kinderstube betrat. Sie hatte nur noch Augen für ihre Tochter und die Jungen gehabt und so war ihr entgangen, dass Rehauge verschwunden war. Und auch das Wasser, was einem Bach gleich auf eines der hinteren Nester strömte, hatte sie nicht bemerkt. Dabei hatte sie doch aufpassen wollen! Windsterns Stimme zerriss die Stille, die plötzlich um sie geherrscht hatte. Er fragte nach Rehauge, doch keiner wusste eine Antwort. Während er mit Aschensturm sprach erwachte Flohjunges. Regenwind hielt den kleinen Kater für äußerst seltsam, aber sie hatte nur feine Andeutungen gemacht. Der Mutter schien es recht zu sein. Und wenn sie ehrlich war...wäre es Dünenrauch, sie würde es ähnlich sehen. Flohjunges sprang und tobte herum als würde er mit jemandem spielen. Aber da war niemand...
Regenwind schüttelte den Kopf. Leicht, kaum merklich, vertrieb sie die Gedanken und widmete diese wieder ihrer Familie.


Tamariskenschweif
Ältester | Großvater von Bärenseele, Vater von Erdbeerblatt | 10 Jahre 2 Monde
ERWÄHNT: Bärenseele, Schlehenjunges, Amaryllenjunges, Erdbeerblatt
ANGESPROCHEN: /

Der Kater lag da. Schweigend. In seinem Kopf arbeitete es. Es war sichtbar an den Falten, die seine Stirn immer wieder neu warf, an dem Zucken seiner Lefzen und an dem Schnippen seiner Ohren. Sein Körper war schon lange nicht mehr gut genug. Aber sein Verstand war intakt. Und er war in der Lage, dem Geschehen zu folgen. Das Geschmeiß hatte überlebt. Nur zum Teil, immerhin, aber etwas hatte überlebt. Die Jungen der widerlichen Kätzin, die ihm seinen Sohn genommen hatte! Seinen Sohn! Zwar hatte er immer gesagt, ihm sei es wichtiger, die Ehre stimme als dass er lebe, aber...es stimmte nicht ganz. Nicht so sehr, wie er es sich immer eingeredet hatte. Er hatte seinen Sohn geliebt. Einen ehrenlosen Kater zum Duell fordern...wie hatte er nur so dumm sein können? Und er musste die Pfütze jetzt auslecken! Er hatte keinen Sohn mehr, nur noch eine unfähige Tochter und einen Enkel.
Tamariskenschweifs Augenlid zuckte. Dieser Haufen von Schmarotzern und Speichelleckern würde weiterleben! Sie hatten den Tod ihrer Tochter verdient, hatten sie doch aus ihr ein ebensolches Stück gemacht! Keinerlei Willenskraft, keinerlei Ehre! Beinahe hätten sich diese Familien verbunden! Zum Glück hatte er es abwenden können! Ja, zum Glück!
Oder etwa nicht? Hatte er nicht seinen Sohn dafür geopfert? War es das wert gewesen? Pah! Natürlich war es das! Immerhin wollte er einen strammen Sohn, einen ehrenhaften Sohn. Mit diesem Subjekt wäre er das nicht mehr gewesen! Sie war eine Schande und ihre Schande hätte auf ihn abgefärbt wie das mit Feigheit verwaschene Blut ihrer Familie!
Der alte Kater musste die Tränen wegschlucken. Er hatte nach außen hin so getan, als kümmere ihn nichts. Er musste daran denken, wie seine Tochter zu ihm kam. Wie sie es ihm sagte, völlig aufgelöst. Und an seine Reaktion. „Gut, gut. Ein ehrenvoller Tod...“ Das waren seine einzigen Worte gewesen. Nun, leider nicht ganz. Er hatte auch seine Tochter noch angeraunzt, sie solle sich nicht so anstellen. Er war nicht wirklich fair zu ihr. Er wusste das. Er behandelte sie wie Abschaum, dabei liebte er sie. Es war wohl eine sehr seltsame Art und Weise, sie zu lieben. Aber indem er ihr einredete, sie sei ein hässliches Ding und dadurch, dass er sie völlig einnahm, verlor er sie nicht. Seit dem Tod seiner Gefährtin...sie war ihr so ähnlich. Er wollte sie nicht auch noch verlieren. Aber anstatt dass er einmal einen herzlichen Umgangston mit seiner Familie pflegte, legte er das gleiche Verhalten an den Tag wie seine eigenen Eltern. Er hatte es nie geschafft, in ihren Augen angesehen zu sein. Durch seine Verwundung, seinen Makel, war er zu jemandem geworden, der keinen Schlachtruhm mehr verdienen konnte. Nur dieses eine Mal hatte er ein gut gemacht gehört. Aber danach hatten sie ihn auch nicht mehr beachtet. Und sein Sohn war ohne seine Anerkennung gestorben. Er war widerlich zu ihm gewesen. Und er wusste um ein Gespräch zwischen seinen beiden Kindern. Er wusste, dass Hirschklaue Erdbeerblatt geraten hatte, ihn versauern zu lassen. Weil er sie so schlecht behandelte. Pah! Der Kater hob den Kopf ein wenig und schaute sich um. Wo war seine unfähige Tochter eigentlich? Nichts konnte sie richtig machen! Wahrscheinlich betete sie mal wieder den Sternenclan an! Dieser Humbug würde ihr auch nie etwas bringen. Erst recht keinen angemessenen Gefährten! Zum Glück war Bärenseele mehr wie sein Vater! Er hatte wenig von seiner dummen Mutter und auch wenig von Erdbeerblatt, die ihn größtenteils aufgezogen hatte. Dafür musste er nun sogar dankbar sein! Eine Unverschämtheit, mit was man ihn hier zurückließ! Aber wenigstens konnte er dafür sorgen, dass sein Enkel zu etwas ordentlichem wurde. Und nun brauchte der nur noch die richtige Gefährtin, damit endlich mal etwas gutes innerhalb seiner Familie geschah. Ja, so war es. Gleich morgen würde er sich auf die Lauer legen und jede junge Katze im Clan genau unter die Lupe nehmen. Denn sein Enkel würde keine Speichelleckerin oder Schmarotzerin zur Gefährtin nehmen!



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BeitragThema: Re: WindClan Lager   Do 23 Aug - 15:53

Aschensturm
Infos: 32 Monde | single | Mutter von Granitherz, Scherbenpfote, Flohjunges | Diabetes
ERWÄHNT: Dohlenjunges, Morgenjunges, andere Junge, Granitherz
ANGESPROCHEN: Windstern

Die Königin beobachtete Morgenjunges, welches noch immer in einiger Entfernung saß und Dohlenjunges betrachtete. Doch die kleine Kätzin kam nicht näher... und ihr Plan, dass Dohlenjunges sich mit ihr anfreunden solle, ging auch nicht auf... denn die kleine schüttelte bei ihren Worten nur den Kopf und meinte, dass niemand mit ihr würde spielen wollen.
Ein tiefer Seufzer entwich der Kätzin und sie schloss für einen kurzen Moment die Augen. Sie wusste nicht, was sie noch erwidern sollte... Zur Zeit fehlte ihr die Kraft zu diskutieren. Allgemein fehlte ihr für alles die Kraft.
Sie wusste, allen Katzen im Windclan ging es schlecht... sie alle waren dünn und ausgemergelt. Die Knochen traten hervor und bei den Katzen, welche kurzes, feines Fell besaßen, stachen sie offensichtlich zu Tage.
Aber sie wusste auch, dass sie selbst am schlimmsten dran war... die unbekannte Krankheit, welche ihr die Kraft raubte, setzte ihr bei der Momentanen Situation noch stärker zu. Manchmal befürchtete sie, nicht mehr zu erwachen, wenn sie es wagen würde die Augen zu schließen... Aber sie konnte ihre Jungen doch nicht im Stich lassen! Keines von ihnen...
Sie tat, als bemerke sie den besorgten Blick ihres Ältesten nicht und spielte seine Sorge hinunter... doch diese war begründet. Es war ihr klar...
Die Königin schüttelte den Kopf und richtete ihre Aufmerksamkeit wieder auf Dohlenjunges. “Wenn du es nicht versuchst, kannst du es nicht wissen.“, miaute sie verschmitzt. Die kleine musste aufhören, alles so pessimistisch zu sehen. Aber... vielleicht war es auch eine gute Einstellung und sie selbst verschönerte alles? Wer wusste das schon?
Doch immerhin trat die kleine Kätzin tatsächlich näher und krabbelte zu ihnen ins Nest – allerdings so weit am Rand das Aschensturm befürchtete, sie würde im nächsten Moment bereits wieder heraus purzeln. Die Königin reckte sich und langte mit der Pfote nach Dohlenjunges, zog das Junge zu sich und leckte ihr über die Ohren. “Jetzt liegst du richtig.“, schnurrte sie liebevoll, wurde jedoch im nächsten Augenblick abgelenkt, als ein Schatten im Eingang zum Bau erschien.
Windstern drängte sich hinein und sein Blick flog kurz über die Anwesenden Katzen. Dann stutzte er und Aschensturm folgte seinem Blick – und entdeckte das leere Nest. Wo, beim Sternenclan, war Rehauge? Sie hatte gar nicht mit bekommen, dass die Königin den Bau verlassen hatte. Wie konnte ihr das entgehen? Doch scheinbar verpasste sie so einiges, denn der Jungenbau hatte ein Leck und munter tropfte es in eines der Nester. Sie schluckte und zog die zwei Jungen näher zu sich.
Davon wurde aber scheinbar Flohjunges wach, der schon eine ganze Weile herum gezuckt hatte... Der kleine Kater erhob sich und sprang wie gestochen durch den Bau – als würde er mit jemanden spielen.
Sie liebte ihren Sohn... natürlich war sie sich bewusst, dass er... speziell war... um es mal nett auszudrücken. Aber... das würde sich schon verwachsen. Sie beobachtete, wie er im Wasser spielte und wollte ihn grade zu sich rufen, als Windstern sich ihr näherte und sie ansprach.
Respektvoll neigte Aschensturm den Kopf und wartete, was ihr Anführer zu sagen hatte. Sein erster Satz war bereits eine Entschuldigung... er fragte, ob sie die Jungen. welche eigentlich Rehauge anvertraut worden waren, übernehmen würde, bis diese zurückkehrte – oder eine andere Lösung gefunden wurde.
Sanft blickte die Königin zu ihrem Anführer. “Natürlich, Windstern. Es wird mir eine Freude sein für sie zu sorgen.“, miaute sie und erhob sich. Es fiel ihr schwer, das gehen... selbst das stehen... doch sie versuchte, es nicht zu zeigen. Langsam holte sie ein Junges nach dem anderen und brachte sie in ihr eigenes Nest, bevor sie sich dazu legte und den Schweif schützend um die hilflosen kleinen legte.
Erst dann blickte sie erneut den großen Kater an, fragend. Innerlich bereits damit beschäftigt, sich auf die Vorwürfe Granitherz' vorzubereiten.

Nebelfluch
Infos: 36 Monde | single | Bruder von Ammernschlag & Blitzflug | Zweiter Anführer
ERWÄHNT: Windstern, Blitzflug, Ammernschlag, Moosblüte, Sturmwind
ANGESPROCHEN: Zimtfeuer

Nebelfluch stand im Lager und anders als die anderen Katzen, suchte er keinen trockenen Platz... nein, er schien den Regen nicht einmal zu bemerken.
Aber Wasser, welches von oben kam, hatte ihn noch nie sonderlich gestört. Sein Problem war solches, durch welches er schwimmen müsste. Regen war einfach nur... Regen... wurde er nass, war es halt so. Sein Fell würde früher oder später Trocknen. Warum also, sollte er sich irgendwo unter stellen? So empfindlich war er nun wirklich nicht...
Der Kater beobachtete Windstern, welcher sich nach einem Nachdenklichen Blick durchs Lager zum Jungenbau begab. Kurz folgte Nebelfluchs Blick seinem Anführer, dann wandte er sich ab.
Selbst er musste zugeben, dass der Kater den Clan gut führte... er hatte stets ein offenes Ohr für die Katzen, für die er verantworlich war und er erkundigte sich stets nach ihrem Empfinden.
Nebelfluch selbst war da ganz anders. Wenn man ihn nicht direkt ansprach, erkannte er die Probleme und Sorgen der Clan-Katzen erst gar nicht. Das lag nicht daran, dass ihm seine Kameraden nicht interessierten – nein, es lag viel eher daran, dass ihm einfach die Fähigkeit der Empathie fehlte.
Er hatte seine Gefühle seit jeher unter Kontrolle, manchmal fragte er sich selbst, ob er überhaupt welche hatte - und würde es seine Schwester nicht geben, wüsste er tatsächlich keine Antwort darauf. Der Kater hatte einfach nie gelernt, sich auszudrücken und war von klein auf darauf getrimmt worden, keinerlei Schwäche zu zeigen... Und Gefühle waren in den Augen seiner Eltern immer eine Schwäche gewesen.
So hatte er gelernt, diese zu unterdrücken und irgendwann was es einfach zu einem Teil von ihm geworden. Es kostete ihm keine Anstrengung mehr, wie es in seiner Jugend der Fall gewesen war. Er lächelte nicht... er wurde nicht wütend... er wüsste auch gar nicht, wie er dieses Auszudrücken hätte. Was er empfand, drang nicht nach außen, sondern tobte als unerkannter Sturm in seinem inneren.
Als ein Blitz den dunklen Himmel erhellte, blickte Nebelfluch kurz empor, bevor er seinen Blick über die Katzen schweifen ließ, die sich wie er auf der Lichtung aufhielten.
Moosblüte erschien soeben am Eingang des Kriegerbaus, vermutlich hatte sie ein Nickerchen gehalten... vom Arbeiten hielt diese Kätzin wahrlich nicht viel. Er würde sie später mit zum Jagen nehmen, dann würde sie dem Clan auch mal etwas gutes tun, anstatt sich nur von dem zu ernähren, was die anderen fingen...
Da drückte sich Ammernschlag an der Kätzin vorbei und Nebelfluchs Blick flog über den abgemagerten Körper seiner Schwester. Es gefiel ihm nicht, aber auch hier zeigte er keine Regung. Die Kätzin war in seinen Augen die einzige, die ihm noch geblieben war. Wisperwind hatte sich klamm heimlich aus dem Staub gemacht und war für ihn somit gestorben. Hätte sie sich verabschiedet... okay... aber so? Nein... er vergab keine zweiten Chancen. Hatte er nie, würde er nie.
Und Blitzflug? Seit sie die Gefährtin Windsterns wurde, sah er seine Schwester deutlich weniger und wenn, so konnte er kein vernünftiges Gespräch mit ihr führen. Er kannte sie nicht mehr... wenn er es denn überhaupt jemals getan hatte.
So blieb ihm nur noch Ammernschlag, auf die er nun verstärkt ein Auge hatte. Doch abermals wurde er abgelenkt, als Sturmwind aus dem Kriegerbau trat und hätte er wohl nur einen Funken Verständnis für die Gefühle anderer besessen, so hätte er vermutlich bemerkt, dass die Kätzin nicht ganz so zurück gezogen schien wie sonst. So aber wandte er den Blick wieder ab und überlegte, was er tun könnte.
Er hasste es untätig zu sein und da kam ihm Zimtfeuer in den Sinn. Er hatte die Kätzin schon lange nicht mehr gesehen... War sie nicht verletzt worden? Irgendwas war da gewesen. Aber war das nicht schon lange her? Wusste er nicht, war ihm aber auch egal. Wichtig war nur, dass sie fit war und ihren Aufgaben wieder nachgehen könnte.
Nebelfluch lief los und sein Gang war weder fließend noch elegant, wie es bei anderen Katzen der Fall war.
Nein... er lief pragmatisch, Selbstbewusst, fast schon aggressiv. So war es schon immer. Er tänzelte nicht herum, sah keinen Grund dafür. Weder bei sich, noch bei anderen. Allerdings sehe er wohl auch ziemlich lächerlich aus, wenn er sich bei seiner Optik wie Granitherz oder Moosblüte bewegen würde...
Der Krieger trat in den Heilerbau und tatsächlich entdeckte er dort Zimtfeuer. Die Kätzin mit der ungewöhnlichen Fellfarbe und dem interessanten Muster lag in einem der Nester... dafür hatte er jedoch keinen Blick. Für ihn war sie einfach braun mit weiß.

“Zimtfeuer. Wenn du nicht mehr verletzt bist, dann nimm deine Aufgaben als Kriegerin wieder auf. Wir können es uns nicht leisten, intakte Katzen durchzufüttern.“, miaute er. Es war nicht böse gemeint, auch, wenn es vermutlich so aufgefasst werden könnte. Aber das Feingefühl, welches bei der Konversation mit anderen Katzen benötigt wurde, fehlte dem Kater auch. So häufig sprach er auch nicht mit seinen Clan-Kameraden. Es sei denn, es war nötig.
“Du bist Einsatzbereit?!“, fügte er noch hinzu. Es sollte als Frage gemeint sein, klang aber eher nach einer Aussage.
Nebelfluch blickte die Kätzin an, während das Wasser aus seinem Fell zu Boden tropfte und sich unter seinen Pfoten eine Pfütze bildete.




Ein großes Danke an Gigi (Blutseele) für die tolle Siggi! <3

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BeitragThema: Re: WindClan Lager   Mo 3 Sep - 19:55

Zimtfeuer


Es war wirklich faszinierend, aber Zimtfeuer war davon überzeugt, dass die Zeit im Heilerbau langsamer verging als außerhalb. Eine andere Erklärung hatte sie nicht für die Tatsache, dass absolut gar nichts zu passieren schien. Wenigstens ihre Wunden schienen gut zu verheilen, dank zu den Umschlägen, die Scharfzunge mehrmals täglich gewechselt hatte. Und der Geruch der Kräuterpampe störte sie auch nicht mehr. Aber wenn der Heiler sie nicht bald wieder entlassen würde, würde sie vermutlich vor Langeweile sterben. Zugegeben, sie war ein wenig verstimmt, dass niemand auf die Idee gekommen war, sie zu besuchen, allerdings konnte sie es auch irgendwie verstehen. Es war unvorstellbar, dass sich irgendwer freiwillig hier aufhalten könnte und da sie ja nicht in Lebensgefahr schwebte oder noch nicht mal eine wirklich ernste Wunde hatte, konnte sie es verzeihen. Demnach war es auch kein Wunder, dass Nebelfluch, der ja immerhin zweiter Anführer war, die erste Katze war, die sie besuchen kam. Den Grund erahnte sie schon und sie wurde nicht enttäuscht.
Natürlich hatte sie jetzt nicht von dem Kater erwartet, dass er sie fragte, wie es ihr ginge oder wenigstens versuchte, ein wenig Smalltalk zu machen, bevor er es zu dem Wichtigen herunterbrach. Das schlechte Wetter und der nun schon eine Weile andauernde Regen sollte eigentlich genug Gesprächsstoff geben. Doch man durfte nicht vergessen, dass es Nebelfluch ging, um den es hier ging, weshalb Zimtfeuer schon fast überrascht war, dass er so viel sagte. Ein einfaches >Du bist wieder einsatzbereit< wie am Schluss hätte doch ausgereicht. Für einen kurzen Moment zögerte sie, da sie eigentlich nicht vor hatte, sich gegen seine Autorität aufzulehnen, aber sie konnte diesen einen Kommentar von ihm, dass sie ihre Pflichten aufnehmen sollte, nicht einfach so stehen lassen.
Glaub mir Nebelfluch, wenn es nach mir ginge hätte ich diesen Bau erst gar nicht betreten“, sagte sie in einem viel ruhigerem Ton als sie sich zugetraut hatte. „Aber ich vertraue Scharfzunge und ohne seine Entlassung wollte ich nicht gehen“, fügte sie hinzu, stand dann aber auf, wobei ihr noch eine Menge Moos im hübschen Fell hängenblieb. „Wenn du mich jedoch brauchst, bin ich einsatzbereit.“ Sie hatte es sich nicht verkneifen können, das letzte Wort ein wenig überzubetonen, aber sie bezweifelte, dass dem Kater das auffallen würde. Nichts gegen seine emotionale Intelligenz, aber er schien nicht gerade wie der verständnisvolle Typ. Sie reckte das Kinn vor und sah beinahe schon ein wenig trotzig aus, obwohl sie sich die beste mühe gab, kompetent zu wirken. Oh, sie wollte hier einfach nur raus.
„Ich bin gesund, wirklich!“, beteuerte sie deshalb und verfluchte sich innerlich für den flehenden Unterton, den ihre Stimme schon fast angenommen hatte. Doch der Gedanke, dass sie sich gerade ihre Chance kaputt gemacht hatte, aus diesem Bau herauszukommen, hatte sie unmittelbar in leichte Panik versetzt. Bei jeder anderen Katze hätte sie diesen Preis wahrscheinlich gerne gezahlt, nur um ihren Standpunkt zu verteidigen und zu beweisen, dass sie nicht faul war oder gerne hier den ganzen Tag rumlag. Aber bei Nebelfluch...da war ihr eigentlich eh egal, was er von ihr hielt. Es kümmerte ihn ja nicht, es war ihr nur ums Prinzip gegangen. Dummes Prinzip, dumme Zimtfeuer.
In einem kläglichen Versuch, noch gesünder und noch fähiger zu wirken, schüttelte sie sich kurz, um das nervige Moos loszuwerden. Dieses hing an manchen Stellen allerdings so fest, dass sie kurz mit den Zähnen nachhelfen und es auf ungeschickte und höchst unelegante Weise heraus zupfen musste. Als sie mit den Verrenkungen fertig war und mit nun sauberen Pelz vor ihm stand, versuchte sie sich in einem selbstsicheren Lächeln, wohl wissend, dass es bei Nebelfluch nichts bringen würde.
„Wir können los. Auf der Stelle.“ Dass es regnete, störte Zimtfeuer nicht. Egal, ob es regnete, schneite oder die Sonne schien, sie wollte raus. Und Nebelfluch würde ihr jetzt hoffentlich die Erlaubnis erteilen.



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BeitragThema: Re: WindClan Lager   Di 4 Sep - 11:57


Leopardenpfote

WindClan | 8 Monde | weiblich | Steckbrief

Schwester von Gepardenpfote (gesucht) | Schülerin von Wolfsblick




Obwohl sich ihr geschwächter Körper nicht mehr als nötig bewegte, war Leopardenpfote bis zum Zerreißen gespannt. Ruhelos lag sie im Eingang des Schülerbaus und taxierte jeden Flecken, der für ihre Augen sichtbar war. Ihr Magen knurrte schon lang nicht mehr, doch ihr Bauch war aufgebläht vom Hunger. Schon eine ganze Weile war ihr Mentor Wolfsblick mit Granitherz unterwegs zum Jagen. Seit 2 Monden unterrichtete er sie mehr oder weniger. Das letzte Mal war eine Katastrophe gewesen. Ihr war im wahrsten Sinne schwarz vor Augen geworden, weil sie für Gepardenpfote auf den kleinen Anteil ihres Beutestücks verzichtet hatte. Wolfsblick hatte sie dafür ziemlich angefaucht, aber Leopardenpfote musste eingestehen, dass er recht hatte. Nachdem der Hunger manchen Katzen schon das Leben gekostet hatte, war es nicht förderlich, wenn sie ihre letzten Kräfte auch noch aufs Spiel setzte. Altruismus war nichts, was sie diesen Hunger überstehen ließ.
Sie erhob sich schwerfällig und schlüpfte aus dem Bau, nur um sich rasch eine trockene Stelle auf dem Lagerplatz zu suchen. Von dort aus hatte sie einen viel besseren Blick auf das Lager und würde so keinesfalls verpassen, wenn etwas passierte. Vielleicht würde sie sich auch irgendwie nützlich machen können, bis es Wolfsblick zurück ins Lager bringen würde.


Angesprochen: -
Erwähnt: Wolfsblick, Granitherz

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BeitragThema: Re: WindClan Lager   Mi 5 Sep - 14:21

Nebelfluch
Infos: 36 Monde | single | Bruder von Ammernschlag & Blitzflug | Zweiter Anführer
ERWÄHNT: Windstern, Ammernschlag, Moosblüte, Schimmerblatt
ANGESPROCHEN: Zimtfeuer, Leopardenpfote
 
Der schwarze Kater stand noch immer im Eingang des Heilerbau's und beobachtete von dort aus die Kätzin Zimtfeuer.
Sein Blick flog abschätzend über ihren Körper, als sie sich erhob, doch es war rein analytisch und ohne Hinterganken. Er wollte einfach sichergehen, dass sie wirklich wieder fit war.
Aber er sah nichts, was ihn beunruhigte. Sie belastete alle vier Pfoten und solange sie dies tat, konnte sie jagen und kämpfen – war also einsatzbereit. Wenn eine Katzen nicht mit ihrem Kopf in den Pfoten vor ihm stand, war diese in seinen Augen nicht berechtigt, sich eine Pause zu gönnen oder sich im Heilerbau von Scharfzunge verhätscheln zu lassen.
Wenn er bei jedem Wehwechen und jeder Wunde jammern würde, käme er ja gar nicht mehr zu anderen Dingen.
Er wusste, dass der Heiler und auch sein Anführer dies anders sahen... wenn Katzen nicht hundert Prozent einsatzbereit waren, sollten sie sich ausruhen. Schwachsinn... er hatte sich auch nie eine Pause gegönnt und es hatte ihm ja wohl nicht geschadet. Dies sei jedoch mal dahin gestellt.

Zimtfeuer sprach und Nebelfluch's Augen zuckten von ihren Pfoten zurück zu ihrem Kopf. Ruhig hörte er sich ihre Erwiderung auf seine Aussage an. Den vielleicht etwas provokanten Unterton überhörte dabei. Er nahm nicht an, dass sie ihn ärgern oder seine Autorität in irgendeiner Weise würde ankratzen wollen. Sie hatte eine pragmatische Erklärung abgeliefert, warum sollte er daraus also allzu viel interpretieren? Und selbst wenn er es täte... vermutlich wäre ihm auch dies egal, weil sie gegen die Rangfolge im Clan sowieso nicht tun könnte – außer ihn zu beseitigen und das sollte sie mal Versuchen. Sie bei Racheplänen zu beobachten, wäre auf alle Fälle mal eine Abwechslung.
Sie blickte ihn nach ihrer Ansage an und er starrte zurück. Erwartete sie darauf eine Antwort? Scheinbar... Er war in diesem Gesprächsding einfach nicht gut... Aber gut... dann sagte er halt was dazu.

“Deine Rückkehr zu deinen Pflichten ist meine Entscheidung. Wenn Scharfzunge damit nicht einverstanden ist, soll er zu mir kommen und es mit mit klären.“, miaute er. Dabei fand er es eigentlich unnötig... wenn er sagte, sie solle ihren Aufgaben wieder nachkommen, dann war er ihm egal, wer oder ob jemand das Gegenteil gesagt hatte... wenn es nicht grade Windstern gewesen wäre, dann war sein Befehl der einzige, der befolgt werden musste.
Zudem sie in diesen Zeiten wirklich jede Katze gebrauchen konnten! Schlimm genug, dass sich Schimmerblatt schon eine ganze Weile praktisch in Luft aufgelöst hatte... Später würde er Moosblüte fragen, ob sie einen Plan davon hatte, wo sich die Kätzin herum trieb... War in diesem Moment auch sein geringstes Problem, denn Zimtfeuer überforderte ihn ein wenig.
Normalerweise schaffte er es, das unnötige Gefasel anderer Katzen auszublenden und zwischendurch ein Hmhm... Ja... oder nein von sich zu geben – obwohl er oft keine Ahnung davon hatte, was genau er nun kommentierte. Allerdings war er dann auch nicht alleine... es waren andere Katzen um ihn herum, die ja an seiner Stelle zuhören konnten. So aber stand er mit der Kätzin alleine im Heilerbau... Ehrlich gesagt, kannte er sie ja nicht einmal wirklich. Er kannte ihren Namen... sah sie im Lager... ging mit ihr auf Patrouille... Und das wars. Er hatte sich bisher noch nie mit ihr unterhalten...
Was wiederum auch keine Überraschung war, denn die einzigen, mit denen er Kontakt pflegte, waren Ammernschlag und Windstern. Die anderen waren einfach nur... da. Er half bei Problemen, die den Clan betrafen. Alles weitere konnten sie auch erledigen, ohne ihn damit zu behelligen.
Mit neutralem Gesichtsausdruck blickte er zu Zimtfeuer und als sie hinzu fügte, dass sie bereit wäre, wenn er sie bräuchte, legte er den Kopf leicht schief. Nebelfluch verstand Floskeln nicht als solche, sondern nahm alles wörtlich.

“Ich persönlich braucht gar nichts von dir, sondern der Clan benötigt deine Hilfe.“, sagte er. Tatsächlich war es nicht böse gemeint und sollte auch keine Abfuhr bedeuten. Natürlich konnte es sehr gut so aufgefasst werden.
Er dachte schon, das Gespräch wäre damit beendet, doch scheinbar brannte der Kätzin doch noch etwas auf der Seele. Wäre schön, wenn sie es direkt ausgesprochen hätte... aber stattdessen begann sie nur hektisch damit, Moosreste aus ihrem Fell zu zupfen.
Nebelfluch beobachtete sie dabei wortlos, wartete, bis sie damit endlich fertig werden würde. Jede andere Katze hätte vermutlich gefragt, ob Zimtfeuer bei den schwer zu erreichenden Stellen Hilfe benötigen würde... nicht so der schwarze Kater. Vermutlich hätte er nicht einmal geholfen, wenn sie ihn darum gebeten hätte. Denn es wäre ihm eindeutig zu nahe gewesen.
Dann – endlich – schien sie das letzte bisschen aus ihrem Fell beseitigt zu haben und sie blickte ihn noch einmal an, meinte, dass sie von ihrer Sicht aus direkt los könnten. Er nickte.
Gut. Dann werden wir die Grenzen Patrouillieren und schauen, ob uns Beute vor die Pfoten läuft. Wenn du dir nicht sicher bist, dass du das Tempo halten kannst, sag Moosblüte Bescheid, dass sie mich begleitet - ich kann keine Katze gebrauchen, die zurück fällt.“ 
Auch hier klang es wohl ganz anders, als es gemeint war.... Es sollte keine Herausforderung sein und auch k
eine Kritik an ihrer womöglich fehlenden Konstitution sein... Er stellte einfach Tatsachen klar.
Nebelfluch
trat aus dem Kriegerbau und wurde vom strömenden Regen begrüßt. Eine normale Katze würde bei diesem Wetter vermutlich nicht freiwillig den Bau geschweige denn auf Patrouille gehen...  Aber er war nicht normal und bevor er untätig im Lager herum saß, tat er lieber etwas nützliches.
Sein Blick flog über die Lichtung auf der Suche nach einer weiteren Katze, welche er aus ihrer Komfortzone holen konnte und ihm stach Leopardenpfote ins Auge. Die Schülerin sah schlecht aus...
Aber solange sie noch Pfoten zum laufen hatte, würde sie ihren Teil dazu beitragen müssen, das Überleben des Clans zu gewährleisten. Er hatte eine harte Erziehung durchlaufen und er hatte gelernt, dass nur die stärksten überleben würden. Das Leben war hart und grausam. Wer dabei nicht mit halten konnte, musste zurück gelassen werden, um die anderen nicht zu behindern. So einfach war das.

Leopardenpfote. Du begleitest mich. Komm her. Es geht los, sobald Zimtfeuer bereit ist.“, rief er der Schülerin zu und wartete darauf, dass die beiden Katzen zu ihm kamen.




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BeitragThema: Re: WindClan Lager   So 9 Sep - 17:05

Zimtfeuer


Zimtfeuer wäre niemals auf die Idee gekommen, die Entscheidungen von Windstern offen anzuzweifeln und zu hinterfragen, da sie der festen Meinung war, dass der Anführer eigentlich wusste, was am Besten für den Clan war. Doch just in diesem Augenblick, wo Nebelfluch vor ihr stand, kam sie nicht drumherum sich zu fragen, was er sich dabei gedacht hatte. Natürlich besaß der schwarze Kater eine starke autoritäre Ausstrahlung und durch seinen massigen, muskulösen Körper und die vielen Narben, die ihn bedeckten, würde kaum einer es in Frage stellen, dass er fähig dazu war, seinen Clan zu verteidigen. Aber Muskeln waren für die Kätzin nicht das Einzige, was ein zweiter Anführer brauchte. In Wahrheit bezweifelte sie sogar, dass diese überhaupt nötig waren. Die allgemein eher sehnigen Katzen des WindClans waren der beste Beweis dafür, dass man sich auch ohne durchschlagen konnten und andere Fähigkeiten und Eigenschaften mindestens genauso nützlich sein konnten.
Um einen Clan möglichst erfolgreich führen zu können brauchte man, so fand Zimtfeuer es zumindest, ein gewisses Einfühlvermögen. Man musste wissen, wie sich die anderen fühlten, was sie dachten, was ihre Ängste waren. Man musste verstehen. Aber ohne abwertend sein zu wollen, Nebelfluch schien keins dieser Dinge zu erfüllen. Zimtfeuer konnte nur hoffen, dass er ein taktisches Genie war.
Nichtsdestotrotz, sie freute sich sehr darüber, als er ihr die Erlaubnis erteilte, oder eher den Befehl, dass sie wieder ihren Pflichten nachgehen konnte. Es wurde auch höchste Zeit. Doch nach seiner Reaktion zu urteilen, hätte sie sich gar nicht so sehr ins Zeug legen müssen. Er schien kein Freund von langen Aufenthalten im Heilerbau zu sein. Das musste die hübsche Kätzin dem Kater lassen, er schien zumindest seine Rolle als Krieger sehr ernst zu nehmen.
Bei anderen Katzen hätte sie sich jetzt vielleicht ein bisschen dafür geschämt, dass sie geradezu peinlich versucht hatte, gut dazustehen. Aber wie schon gesagt, Nebelfluch war nicht normal. Sehr unwahrscheinlich, dass er über ihre Verhaltensweise philosophieren und sie verurteilen würde.
Ein kleines Schmunzeln erschien auf ihrem Gesicht, als sie an die Verwirrung des Katers dachte, als sie meinte, sie wäre bereit, falls er sie brauchen würde. Seine Erwiderung, er bräuchte nichts von ihr sondern der Clan, fand sie eher amüsant als verletzend. Sie fragte sich, unter welchem Stein er aufgewachsen war, dass er noch nicht einmal solche einfachen Redewendungen verstand.
Die nächste Bemerkung jedoch verstimmte sie ein bisschen.
„Pfff. Als ob Moosblüte schneller ist als ich...“, schnaubte sie leise, unsicher , ob er sie überhaupt hören konnte. War vielleicht auch besser so. Denn obwohl niemand so wirklich die eingebildete Kätzin mochte, konnte es ja sein, dass er abfällige Kommentare über Clanmitglieder nicht sehr wertschätzte. Falls er denn überhaupt verstehen könnte, was sie damit gemeint hat. Bei ihm konnte man ja nie wissen. Aber selbst das konnte ihre gute Laune nicht vertreiben, die in ihr aufkeimte und die Vorfreude, die ihre Pfoten kribbeln ließ. Mit einem sehr zufriedenem Gesichtsausdruck verließ sie den Bau, den auch der Regen nicht wegwischte. Dabei war es sehr viel Regen. Der Boden war komplett aufgeweicht und schlammig und es hatten sich bereits kleine Bäche und Pfützen gebildet, da der Boden unmöglich alles aufsaugen konnte.
Der zweite Anführer hatte während sie das Wetter bewunderte Leopardenpfote ins Auge gefasst und befahl ihr, sich der Patrouille anzuschließen. Zimtfeuer bekam direkt Mitleid, als sie die ausgemergelte Schülerin betrachtete, versuchte sich aber nichts anzumerken und schenkte ihr nur einen freundlichen Blick. Der Beutemangel machte sich immer mehr zu schaffen. Auch sie selbst war deutlich dünner geworden, aber jetzt erst wurde ihr bewusst, welche Ausmaße diese Not annahm. Und ein Blick in den Himmel verriet ihr, dass auch heute die Chancen auf Nahrung schlecht waren. Ebenso wie die meisten Katzen würden auch die Kaninchen im Bau bleiben.
Aber auch wenn Zimtfeuer es Leopardenpfote wirklich gegönnt hätte, hier zu bleiben und ihre Kräfte zu schonen, so war sie doch glücklich über die Anwesenheit der Schülerin. Denn sie verspürte nicht gerade die Lust darauf, mit Nebelfluch alleine zu patrouillieren. Das unangenehme Schweigen konnte sie schon beinahe schreien hören. Und was noch schlimmer war, nur sie würde diese komische Atmosphäre spüren, währenddessen er davon nichts wahrnehmen würde. Nein, darauf konnte sie verzichten, weshalb sie der anderen Kätzin gleich noch ein aufmunterndes Lächeln schenkte.
„Von mir aus können wir direkt losgehen“, miaute Zimtfeuer und marschierte auch schon Richtung Lager Ausgang. Sie konnte es kaum erwarten, wieder über das Moor zu laufen, selbst wenn sie dabei den peitschenden Regen ins Gesicht bekommen würde. Über die Schulter warf sie noch einen Blick zurück, um sich zu vergewissern, dass die anderen auch kamen, dann verließ sie das Lager.



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BeitragThema: Re: WindClan Lager   Di 11 Sep - 21:10

Dohlenjunges
Info´s: 4 Monde / Wind Clan / Waise
ERWÄHNT: Aschensturm, Windstern, Flohjunges, Morgenjunges
ANGESPROCHEN: Aschensturm


Das kleine Kätzchen kauerte einsam in einem Nest, als Aschensturm sie ansprach. Sie solle doch zu ihr und Flohjunges ins Nest kommen. „W-was? Warum willst du das?“, miaute die kleine Kätzin leise, sie kannte es nicht, dass andere sie bei sich haben wollten. Ihre etwas zu großen Ohren zuckten unsicher, kleine Tränchen sammelten sich in ihren Augen. Die Angst, dass die Königin sie anlog, war groß. “Weil ich dich gern habe, Dohlenjunges.“, schnurrte sie zärtlich. “Na komm schon her, du musst keine Angst haben!“ Dohlenjunges zuckte leicht zusammen. Die Königin sollte sie gern haben? „Mich hat niemand gern…“, murmelte die kleine Kätzin leise. Sie hatte gar nicht gemerkt, dass Morgenjunges zu ihnen rüber sah. Erst, als Aschensturm es ansprach, bemerkte sie die Blicke des anderen Jungen. “Schau mal, Dohlenjunges. Morgenjunges ist wach und ich glaube, sie möchte mit dir Spielen. Warum freundest du dich nicht mit ihr an? Wenn ihr genug gespielt hast, kommt du zum kuscheln zu mir. Ist das ein Plan?“, fragte sie ruhig und senkte die Stimme, als wäre es ein Geheimnis und nur für Dohlenjunges bestimmt. Dohlenjunges Ohren zuckten leicht, sie lauschte den Worten der Königin. Dann schüttelte sie aber leicht den Kopf. „Niemand will mit mir spielen…nichtmal Morgenjunges“, murmelte die Kätzin leise. Sie war immer alleine gewesen. Nie hatte jemand freiwillig mit ihr gespielt. “Wenn du es nicht versuchst, kannst du es nicht wissen.“, miaute die Königin verschmitzt. Die Kätzin sah kurz zu Morgenjunges, ihre ohren zuckten leicht, sie war traurig darüber, dass die Königin wohl meinte, ein anderes Junges würde mit ihr spielen wollen. Dohlenjunges kletterte vorsichtig in das Nest, legte sich aber ganz am Rand hin, so weit weg von Aschensturm und Flohjunges, wie es nur ging. Sie wollte ihnen keinen Platz wegnehmen. Außerdem wollte sie Morgenjunges den Platz bei Aschensturm lassen, denn das andere Junge würde bestimm auch her wollen. Das war eine Marotte von Dohlenjunges, sie achtete mehr auf andere, als auf sich selbst. Sie gönnte den anderen alles, nur sich selbst nichts. Sie war es nicht Wert, dass sich jemand um sie sorgte, dass jemand mit ihr spielte, dass jemand sie….mochte. Erschrocken zuckte sie zusammen als Flohjunges im Nest hochschreckte, aber er schien sie nicht einmal zu bemerken. Erschrocken quietschte Dohlenjunges auf, als die Königin mit einer Pfote nach ihr langte und sie zu sich ins Nest zog. Die Königin leckte ihr über die Ohren. “Jetzt liegst du richtig.“, schnurrte sie liebevoll. Dohlenjunges schloss reflexartig die Augen und schnurrte leise, als sie jedoch Pfotenschritte hörte, kauerte sie sich zusammen. Als Windstern in den Bau kam schmiegte sie sich automatisch an Aschensturm, sie sah zu dem Anführer hoch. Der Kater hatte einige Jungen dabei, er sah zu Aschensturm. . „Es tut mir leid, dich das zu bitten, doch...Rehauge scheint fort zu sein. Und die Jungen brauchen Wärme. Kannst du sie erst einmal zu dir nehmen, ehe wir eine andere Lösung gefunden haben?“, fragte er freundlich. Dohlenjunges zuckte mit den Ohren und sah zu Aschensturm hoch, was würde die Königin sagen? Diese neigte freundlich den Kopf. “Natürlich, Windstern. Es wird mir eine Freude sein für sie zu sorgen.“, miaute sie und erhob sich. Dohlenjunges fiepste leise, sie kauerte sich erneut zusammen und sah Aschensturm nach, als diese zu den Jungen ging. Eines nach dem anderen trug sie die Jungen zu Dohlenjunges und Flohjunges ins Nest. Die Königin legte sich dann wieder zu den Jungen ins Nest, sie zog sie alle an sich. Auch Dohlenjunges. Die Kleine Kätzin maunzte leise, neugierig sah sie die anderen Jungen an. Dann sah sie zu Aschensturm hoch. „Darf ich auch bleiben?“, miaute sie vorsichtig. Sie würde wieder gehen, sollte sie den Jungen nur Platz wegnehmen. Die Kätzin hob den Kopf etwas weiter und sah zu Morgenjunges rüber. Sie überlegte, ob sie gemeinsam spielen würden.


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BeitragThema: Re: WindClan Lager   Di 11 Sep - 22:47

Glanzjunges
Zwei runde Augen lugten groß und himmelblau aus der Kinderstube hervor. Blinzelnd zeigte sich ein Schimmer von Neugier und Faszination, als sie die fallenden Regentropfen betrachtete. Ein Sturm wütete und schien die Erde ganz im festen Griff zu haben. Am liebsten, ja da würdehinaustreten. Nicht, dass es in der Kinderstube nicht schön war - aber so hautnah hatte sie noch kein Gewitter erlebt. Wie würde es sich sohl anfühlen, wenn die Tropfen auf ihren Körper prasselten udn ihren kurzen Pelz durchnässten? Wie würde der Wind an ihren Ohren vorbeistreichen und sich der Boden unter ihren Pfoten anfühlen? War es nicht ein einzigartger Moment den man erleben musste? Wenigstens einmal, für nur ganz kurz?

Sie wich kurz etwas zurück, als eine Gestalt eintrat, der sie Ehrfurcht schuldete. Windstern, der Anführer höchst persönlich! Sie besah neugierig wie er mit Aschensturm sprach, Granitherz Mutter, mit der sie auch schon ein paar sehr liebe Worte gewechselt hatte. Sie mochte die hübsche Kätzin - auch wenn sie im Moment müde und unwohl aussah. Wie gerne würde sie ihre Hilfe anbieten, doch noch war sie zu jung um zu versuchen für sie Beute zu erjagen. Das cremefarbene Junge sah nun also zu wie die Königin Junge zu sich nahm und auch Dohlenjunges zu sich holte. Ein Lächel zierte das Gesicht des fröhlichen Kätzchens, das Junge hatte so niedergeschlagen gewirk, da würde ihr die Zuneigung und Pflege durch Aschensturm bestimmt gut tun! Ihre Schwester Morgenjunges könnte diese bestimmt mit einem Spiel schnell auf andere Gedanken bringen, doch überlegte sie selbst ebenfalls teilzunehmen. Wäre es nicht weitaus schöner und unterhaltsamer miteinander zu spielen, als trübe im Nest zu liegen? Denn war nicht jeder Augenblick einzigartig und es wert, dass man das Beste aus ihm heraus holte?

Sie konnte sehen, das Windstern einen Fleck anstarrte und leise etwas sagte, doch war ihre eigene Aufmerksamkeit, wieder von etwas anderem angezogen. Nun da Aschensturm alle Pfoten voll hatte, wortwörtlich mit so vielen Jungen die sich an sie drängten udn kuschelten, war die Chance doch da, einen kleinen Ausflug nach draußen zu machen. Natürlich nur ganz kurz. Um es am eigenen leib und direkt zu erleben. Die Öhrchen gespitzt tappelten die winzigen Pfoten nun also den kurzen Weg. Die Rippchen drückten dabei stark durch das einst so glanzvolle Fell, welches nun mehr eher stumpf wirkte. Der Nährstoffmangel zeigte sich nur allzudeutlich, selbst bei den Jüngsten des WindClans. Doch statt müde und trostlos in einem Delirium zu liegen, wie es viele andere Katzen vermutlich taten, behielt se ihr sorgloses Gemüt bei. So auch, als ihre Augen das ganze Chaos draußen begutachteten. Über die Landschaft streiften. Ihre Pfoten rutschten leicht über den grund und sie probierte das neue Gefühl wahrlich aus. Der Regenfall war fast schon schmerzhaft auf ihrem knochigen, langbeinigen Körper und innerhalb von Sekunden klebte das Fell klatschnass an ihr. Zeigte erstrecht die Dramatik des Hungers, indem es jeden einzelnen Knochen betonte. Ungewöhnlich dunkel, fast beige mutete sie nun an, als die den Kopf nach oben reckte und in den Himmel starrte. Ihre eigenen Augen spiegelten den grauen, düsteren Horizont wieder.  Sie schloss die Iriden und ein kleines Lächeln lehte sich auf die schmale, zarte Schnauze. Es mochte ungemütlich, wild und laut sein. Kalt und hart - doch irgendwie schön.

Wie es den anderen Katzen des Waldes wohl während eines solchen Unwetters ging? Die Krieger ihres eigenen Clans hatten ohnehin schon Sorgen Beute aufzutreiben, doch nun? Und die der anderen Clans? Ob sie auch Schwierigkeiten bekamen? Blinzelnd öffnete sie ihre Äuglein wieder und nieste. Unbewusst hatte sie angefangen zu zittern und zu beben. Wahrscheinlich wäre es besser wieder in der Kinderstube zu verschwinden, doch noch wollte sie die nach Regen duftende Luft einen Moment länger riechen. Während sie also wieder nach oben sah und die Augen gegen den Regen zusammen kniff, schnellte die kleine rosafarbene Zunge mehrfach hervor und fing ein paar Tropfen des Wassers auf.
Doch trotz dieser Ablenkung und dem Erlebnis das ihr kleines Herz etwas schneller vor Aufregung schlagen liße, kam sie nicht an dem Gedanken vorbei, wo wohl Granitherz hin verschwunden war...und ob es ihm gut ging.


Erwähnt: Aschensturm, Granitherz @Ares Windstern @Aspentau Dohlenjunges @Blutsteele Morgenjunges @Hibiskusflocke
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BeitragThema: Re: WindClan Lager   Do 13 Sep - 21:18

Granitherz
Infos: 23 Monde | single | Sohn von Aschensturm | Bruder von Steinpfote, Flohjunges, Scherbenpfote & Gletscherpfote | verliebt in Glanzjunges
ERWÄHNT: Glanzjunges
ANGESPROCHEN: Wolfsblick

Cf Zweibeinerfarm

Der graue Kater mit dem kaum wahrnehmbaren Tigermuster trat durch den Eingang ins Lagers. Auf dem Weg zurück hatte sich seine Laune nicht unbedingt verbessert, denn je näher er dem Ort kam, an dem er lebte – desto größer wurde die Präsenz eines ganz gewissen Kätzchens...
Von wegen Einbildung... wäre ja auch zu schön um wahr zu sein.
Zudem war die Nässe bereits bis zu seiner Haus gekrochen und ihm war kalt. Er hasste es... er hasste Wärme... und Kälte... und Regen... und zu viel Sonne... Er mochte es nicht, wenn er schwitzte... aber frieren war noch schlimmer.
In diesem Moment wäre er nur zu gerne wieder ein Junges, welches sich dicht an die Mutter kuscheln könnte und es warm und gemütlich hätte. Nicht, dass Aschensturm dem abgeneigt wäre... aber er war inzwischen zu alt dafür, um bei seiner Mutter im Nest zu liegen. War vielleicht auch ganz gut, denn hätte er gewusst, dass sie bei ihrer höchst angeschlagenen Gesundheit die Jungen einer anderen säugte, wäre er vermutlich an die Decke gegangen...
Granitherz lief an den Rand des Lagers, zu einem halbwegs geschützten Plätzchen. Er hatte eigentlich direkt in den Kriegerbau gehen wollen... aber dann würde sein Nest nass werden und darauf hatte er auch keine Lust. Blieb ihm also nichts anderes übrig, als vorerst sein Fell wenigstens ansatzweise zu trocknen.
Die anderen Katzen um ihn herum ignorierte er, hatte weder Lust sich mit ihnen zu unterhalten, noch ihre Tätigkeiten zu verfolgen. Was sollten sie bei diesem Sturm auch machen?
Okay... er hatte beim eintreten Nebelfluch passiert, der wohl zusammen mit Zimtfeuer aufbrechen wollte... nur der zweite Anführer konnte so blöd sein und freiwillig das Lager verlassen. Er stellte sich nicht einmal unter und ließ den Regen einfach auf sich hernieder prasseln... Was für ein Mäusehirn!
Hätte er so etwas empfinden können, dann wäre es wohl Mitgefühl für Zimtfeuer gewesen. Es war ganz gewiss nicht grade prinkelnd, mit dem schwarzen Kater auf Patrouille zu gehen. Spaß verstand er nicht... Gespräche führte er nicht... und aus der Reihe tanzen wurde mit diesem unheimlich neutralen Gesichtsausdruck quittiert, der dafür sorge, dass sich alles in ihm zusammen zog. Ja... Nebelfluch war ihm suspekt... aber Zimtfeuer musste sich ja nun mit ihm herum ärgern und nicht er. Also alles gut.
Doch trotzdem blickte er kurz zu dem schwarzen Krieger... ein Fehler... denn dieser stand nahe dem Jungenbau, dem Granitherz zuvor den Rücken zugewandt hatte...
Fast Augenblicklich trat alles um ihn herum in den Hintergrund. Der Regen schien abzunehmen, die Kälte zu verschwinden, seine Clan-Kameraden zu verblassen. Nur noch die eine Katze zählte, welches vor dem Jungenbau stand und in diesem Moment die Nase gen Himmel richtete. Er sah, wie es die Augen zusammen kniff, sah, wie eine rosafarbene Zunge hervor schnellte.
Für einen kurzen Moment lag in dem Blick des Katers etwas dunkles, besitzergreifendes, voller Begierde sah er zu dem Jungen.
Doch schlagartig wurde er in die Gegenwart gezerrt, als Wolfsblick ebenfalls das Lager betrat und sich zu ihm gesellte. Ihm fiel die Frage des Katers ein, die dieser in der Scheune gestellt hatte und  auf die er noch nicht hatte geantwortet. “Warum sollte es mich nicht interessieren? Ich bin gerne auf dem Laufenden“, miaute er mit einem Schulterzucken. Fügte dann leiser hinzu: “Und mach dir keinen Kopf... mir ist es vollkommen egal, aus welchem Clan sie stammt. Ich nehme es mit den Regeln nicht so genau.“ Dies war vielleicht die größte Untertreibung, die der Kater am heutigen Tage von sich gegeben hatte. Regeln waren für ihn da, um gebrochen zu werden.
Wieder zuckte sein Blick zu Glanzjunges, dieses mal möglichst darauf bedacht, nicht offen zu zeigen, dass er sie anstarrte. Doch wenn Wolfsblick seinen vorherigen Blick bemerkt hatte, so könnte er sich vermutlich in Verbindung mit Granitherz' recht unbedachter Frage eins und eins zusammen zählen. Ob er seine leicht dahin gesagten Worte anschließend nicht doch bereuen würde, blieb abzuwarten.
Der Blick des Katers flog über den Körper der kleinen Kätzin und sein Kiefer verkrampfte sich. Es gefiel ihm nicht, wie dünn sie war... Ihr sonst so wunderschönes, cremefarbenes Fell war stumpf und die Rippen stachen beängstigend hervor. Aber ihre Augen... ihre Augen waren noch genauso schön, wie eh und je. Er konnte in diesem strahlendem Blau versinken.
Himmel... waren das seine Gedanken? Wie peinlich war das denn?
Mühsam zwang er sich den Blick von Glanzjunges abzuwenden, obwohl alles in ihm drängte, zu ihr zu gehen. Aber er hatte sich noch nie etwas sagen lassen... nicht einmal von sich selbst.
Somit starrte er Wolfsblick an... zwar kein ganz so hübscher Anblick, aber nicht so verräterisch....




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BeitragThema: Re: WindClan Lager   Do 13 Sep - 21:51

Wolfsblick
Info´s: 1 ½ Jahre / Wind Clan / Gefährte von Knotenpelz /
ERWÄHNT: Knotenpelz, Granitherz, Glanzjunges
ANGESPROCHEN: Granitherz


Völlig durchnässt kam der Langhaar Kater im Lager an. Schlechtes Gewissen machte sich in ihm breit, er hatte nichts für seine Clan Gefährten gejagt. Obwohl sie doch alle so sehr Frischbeute brauchten. Der Kater sah sich fast schon automatisch nach Granitherz um. Immerhin musste er noch mit dem Kater reden, er solle bloß nichts über Knotenpelz erzählen. Obwohl, der Kater kannte ja ihren Namen nicht. Vielleicht würde es ja glimpflich ausgehen, sollte er etwas erzählen. Aber er wollte es nicht darauf ankommen lassen. Rasch erkannte er den anderen Kater, so trottete er zu ihm. Wolfsblick folgte Granitherz‘ Blick und sah ein kleines, zerbrechlich wirkendes Junges vor der Kinderstube stehen. Kurz wandte er den Blick wieder Granitherz zu, da verstand er. Dies war das Junge, von dem der graue Kater vorhin noch gesprochen hatte. Kurz legte Wolfsblick den Kopf schief, als er sich an den Namen des Jungen zu erinnern versuchte. Glanzjunges. Das war es. Das kleine Kätzchen hieß Glanzjunges. Und wahrscheinlich war sie einmal auch wirklich glänzend, aber nun stachen ihre kleinen Rippen hervor, sie wirkte fertig. Abgemagert wie der Rest von ihnen. Bei Wolfsblick selbst sah man es nicht gleich, aufgrund der Massen an Fell das er mit sich schleppte. Wolfsblick schnaubte leise, als er den Blick des anderen Katers sah, aber bevor er etwas sagen konnte, sprach Granitherz ihn auch schon an. “Warum sollte es mich nicht interessieren? Ich bin gerne auf dem Laufenden“, miaute der andere Kater mit einem Schulterzucken. Wolfsblick zuckte kurz mit den Ohren. Seine letzte Frage hatte der Krieger doch noch gehört? Er kniff leicht die Augen zu, als Granitherz leise weiter redete. “Und mach dir keinen Kopf... mir ist es vollkommen egal, aus welchem Clan sie stammt. Ich nehme es mit den Regeln nicht so genau.“, miaute der Kater leise. Wolfsblick schnaubte leise, seine Schnurrhaare hingen an seinem Gesicht herab, unablässig tropfte von ihnen Wasser. „Ich warne dich, erzähle niemanden etwas von ihr. Verstanden?“, zischte er leise. Er wollte die Kätzin schützen, auch, wenn er im Moment nicht wusste, wie es ihr ging. „Also. Was willst du wissen? Du meintest ja, ich solle dir von ihr erzählen“, miaute er dann leiser. Er gab sich schlicht weg geschlagen, Granitherz würde wahrscheinlich sowieso nicht aufhören, ihn auszuquetschen. Wolfsblick registrierte, wie Granitherz wieder das Kätzchen ansah. Auch er selbst sah zu ihr, er konnte schon fast die Begierde spüren, die der andere Kater empfand. Leise schnaubte er. „Wenn du willst, dass sie irgendwann deine Partnerin wird, solltest du sichergehen, dass sie diese dumme Hungersnot überlebt. So dünn wie sie ist, müsste man Angst haben, sie zu töten wenn man sie an stupst“, miaute der Kater tonlos. Sorge machte sich in ihm breit. Wenn schon Glanzjunges so aussah, wie würden dann die anderen jungen in der Kinderstube aussehen? Und erst Recht die Königinnen? Diese brauchten doch doppelt Energie, um die jüngsten im Clan zu säugen. Und wenn die Königinnen keine Milch mehr hatten, starben die Jungen.  Wolfsblick zuckte mit den Ohren als Granitherz den Blick von der Kätzin abwandte und stattdessen ihn anstarrte. Fast so, als wolle er sich von der Kätzin ablenken. Der Kater zuckte mit den massigen Schultern. „Nur ein gut gemeinter Rat. Jage für sie. Meinetwegen auch für ihre Mutter und ihre Wurfgeschwister. Das rückt dich in ein gutes Licht“, miaute der Kater. Obwohl er eigentlich davon gar keine Ahnung hatte. „Vielleicht hinterlässt du so einen guten Eindruck, dass du ihr Mentor wirst. Zwei Mäuse mit einem Schlag“, miaute er ruhig. Kurz nieste er als etwas Wasser in seine Nase gelangte. Er schüttelte den Kopf und knurrte widerwillig. Der Kater hasste den Regen. Kurz sah er hoch zum Himmel. „Beim Sternen Clan! Wann hört endlich dieser Regen auf! Dann wäre auch wieder mehr Beute da!“, knurrte er ungehalten. „Die meiste Beute wird bestimmt ertrinken wenn dieser elendige Regen nicht aufhört!“


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BeitragThema: Re: WindClan Lager   Do 13 Sep - 23:18

Glanzjunges
Das Junge saß noch immer an Ort und Stelle, wartend. Doch worauf? Ihre Äuglein waren beinahe geschlossen, doch nicht ganz. Der regen prasselte unnachgibig und erbarmungslos weiter auf ihre zarte Gestalt hinab. Nässe kühlte ihren Körper nach und nach weter aus, doch über den bohrenden Hunger hinaus konnte sie das beben ihrer dürren Flanken kaum spüren. Und sie empfand die Situation nicht  schmerzhaft hoffnungslos, nicht grausam oder schlecht.  Keinesfalls. Es war eher so, dass jede dieser Empfindung neu war, und sie in ihren Erfahrungen bereicherte. Immerhin würde es ein solches Unwetter vermutlich lange nicht mehr geben und es am eigenen Leibe zu spüren war...echt. Es versicherte ihr, es wirklich und wahrhaftig erlebt zu haben. Lange sollte sie nicht mehr draußen bleiben. Es konnte gefährlich werden, doch was wusste sie denn schon über Gesundheit und Normalität. So saß sie dort , ein kleiner Körper inmitten oder direkt unter dem wütenden Sturm. Natürlich gäbe es wahrhaft schönere Momente zu erleben, als eiseskälte, ein rauer Wind und schmerzhaft festen Regen, doch die Wärme des Baues könnte sie auch ein wenig später genießen, und könnte diese durch die gespürte Kälte noch weitaus mehr genießen.

Die gespitzten Ohren empfingen noch über das Pfeifen des Windes patschende Geräusche von sich nähernen Pfoten. Zunächst konnte sie es nicht recht zuordnen, bis sie eine Bewegung aus ihrem Augenwinkel wahrnahm, und das seltsame Gefühl sie beschlich, angesehen zu werden. Normalerweise merkte man es vermutlich nicht, wenn man kurz betrachtet wurde, doch dieser Blick war beinahe glühend auf ihrem Fell. Heiß udn bohrend, auf warm prickelnde Art und Weise. Und so musste sie das Köpfchen einfach senken, vom regen abwenden und ihn drehen. Gradeso sah sie noch, wie Granitherz seinen hübschen Blick abwandte, und sich seinem Begleiter zudrehte. Wolfsblick, den schwarzbepelzten Krieger mit dem langen Pelz, der nun sicher durch das Wasser eine Menge wiegen musste, war nur kurz hinter dem attraktiven Krieger eingetroffen. Beide tauschten Worte miteinander und schienen über etwas wichtiges zu sprechen. Jedenfalls sah der langhaarige Kater so aus, als läge ihm etwas auf dem Herzen, während sie sich wunderte, ob Granitherz sie grade wirklich angesehen hatte, oder sie es sich doch einbildete etwas warmes in diesen frostblauen Augen erhaschen zu können.
Doch kaum hatte sie ihn erblickt, spürte sie soetwas wie Erleichterung, als wäre der Sinn ihres Wartens erfüllt worden. Seltsam icht wahr? Doch... natürlich logisch, immerhin war er bei diesem Unwetter außerhalb des sicheren Lagers gewesen udn hätte verletzt werden können. Doch, wie es wohl außerhalb aussieht? Wie sich die Landschaft bewegte und veränderte unter der faszinierenden Macht des Sturmes? Neugierde begann erneut in ihr zu sprießen. Wie gerne würde sie die schöne Unbekanntheit des Gebietes ihres Clans erkunden, statt ihre Tage ein und aus fast gleich und eintönig zu leben. Natürlich sorgte sie dafür, dass ein jeder so einzigartig wie nur möglich war und genoss die Momente mit ihrer Schwester Morgenjunges, das rasante Spiel mit der energetischen und lieben Dohlenjunges oder die Gespräche mit der liebreizenden Königin Aschensturm.

Sie legte das Köpfchen leicht schief, während ihre Seelenspiegel nun interessiert, aber höflich abwartend auf den zwei Kriegern lagen. Wolfsblick sah auf eine Erwiederung ihres Granitherzes erleichtert aus, oder zumindest beruhigt. Moment, ihres? Wie mutig von ihnen, bei einem solchen Wetter hinauszugehen und ihr Leben für den Clan einzusetzen! dachte sie mit einem aufsteigenden Hauch von Bewunderung. Doch von Granitherz war sie kaum überrascht, er war immerhin des öfteren ziemlich heldenhaft! Wolfsblick kannte sie zwar noch nicht näher, doch immerhin genug um zumindest seinen Namen zu wissen. Plötzlich huschten die Augen der beiden Kater nacheinander kurz zu ihr, weswegen sie etwas verlegen den Blick erwiederte und lächelte. Worüber sie sich wohl unterhalteten? Die Neugier und das Bedürfnis erneut Worte mit Granitherz zu wechseln kribbelten ihr in den Pfoten und brachten sie dazu sich doch in Bewegung zu setzen.

Elegant huschten ihre Pfoten trittsicher über den rutschigen Boden, währe sie nicht so mager und knochig würde es wahrscheinlich weitaus hübscher anmuten.  Doch trat sie nur langsam und mit leichtem zögern näher. Immerhin wollte sie nicht unhöflich sein udn das Gespräch unterbrechen oder stören. Erst einige Zeit später als der pelzige schwarze Kater etwas ungehalten knurrte, kam sie  kurz vor ihnen zum Stehen. Sie hatte wohlerzogen und nachsichtig abgewartet bis das das ganze Gespräch und alle Erwiederungen beendet waren. "Hallo ihr zwei." begrüßte sie mit lieber Stimme und blickte sie aus großen, fast schon ein wenig bewundernd funkelnden himmelblauen Augen an. Das leichte flattern was sie im Bauch spürte, tat sie als das gewohnte Ziehen des leeren Magens ab und erhob erneut das Stimmchen. "Wie ist es dort draußen so?" fragte sie neugierig. "Ich hoffe es geht euch gut und ihr habt es heil überstanden?" wollte sie sich sorgsam vergewissern, als ihre Augen erst über Granitherz, trotz der Hungersnot, attraktiven Körper wanderten. Es war ein unschuldiger, unwissender Blick, rein und besorgt. Ehe sie auch Wolfsblick genauer eingehend betrachtete. Anschlißend hob sie fragend den Blick und sah nochmal kurz von einem zum anderen. "Ich hoffe...das ich euch nicht störe oder unterbrochen habe?" nun klang sie etwas entschuldigend, doch ihre Stimme begann am Ende etwas zu zittern, gemeinsam mit ihren Flanken die erneut vor eisiger und nasser Kälte bebten und erschauderten.  "Es ist kalt.." stellte sie leiser fest und bemerkte kaum, dass sie ihre Gedanken laut ausgesprochen hatte. Dabei besah die beiden, frierten sie auch? Der dicke Pelz des Schwarzen sah zwar wärmend aus, doch was wenn es vollommen nass wäre? Bestimmt nicht angenehm! Und Granitherz samtiges Fell, welches sonst so weich aussah, dass sie versucht war es zu berühren, wirkte genauso klitschnass udn kurz wie ihr eigenes. Nun, da sie an ihrem tiefpunkt was die Kälte udn Nässe anging angekommen war, konnte sie schon fast die körperwärme der anderen beiden Krieger spüren, die so weitaus größer und stärker, majestätischer anmuteten als sie selbst. Besonders Granitherz´ wärme schien fast anziehend und wohlig einladend, grade weil sie unbewusst dichter neben ihm stand. Immerhin war er ja ihr einziger Bekannter in dieser Runde. Zittrig, wirkten ihre Schultern noch schmaler und gebrechlicher durch den Hunger, und sie lehnte sich instinktiv an die wärmende Quelle. So schön warm... Für einen kurzen Moment war es wirklich so, als wäre es molligwarm, auch wenn das wärmende Kribbeln aus ihrem Inneren kam und wohl kaum, durch die zarte, zaghafte Berührung ihrer Seite, an der des gräulichen Kriegers. Ihre Augen wirkten groß und unschuldig, als sie nun direkt neben ihm, von unten zu ihm aufsah und auf Antworten wartete wie es sich gehörte.


Angesprochen: Wolfsblick @Blutseele Granitherz @Ares
Erwähnt: Aschensturm @Ares Morgenjunges @Hibiskusflocke Dohlenjunges @Blutseele
1075 Wörter
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BeitragThema: Re: WindClan Lager   Fr 14 Sep - 20:54

Granitherz
Infos: 23 Monde | single | Sohn von Aschensturm | Bruder von Steinpfote, Flohjunges, Scherbenpfote & Gletscherpfote | verliebt in Glanzjunges
ERWÄHNT: Aschensturm, Moosblüte, Schimmerblatt
ANGESPROCHEN: Wolfsblick, Glanzjunges

Er spürte den Moment, als Glanzjunges zu ihm brachte, denn unter seinem Fell begann es zu kochen. Trotz der Kälte, welche bis auf seine Haut drang, wurde ihm plötzlich heiß. Er hasste, was sie in ihm auslöste und konnte es doch nicht verhindern, so sehr er es auch wollte.
Sein Glück war es, dass Wolfsblick sich auch nach der Zweibeinerscheune zu ihm gesellte und ihn somit eine gute Ablenkung bot. Allerdings waren die Themen nicht unbedingt erfreulich für Granitherz.
Aber er reagierte auch ein wenig krass auf die Worte des Katers mit dem langen, zerzausten dunklen Fells... Denn als Wolfsblick ihm drohte, dass er niemanden von dessen Gefährtin erzählen sollte, fuhr Granitherz' Kopf herum und bleckte die Zähne, Blitze schossen aus seinen blauen Augen. “Wenn dir das Leben deiner Gefährtin etwas wert ist, Wolfsblick... dann wage es nie wieder mir zu drohen!“, zischte er. Wenn er etwa hasste... dann Drohungen. Er selber drohte nie... nein... es war stets ein Versprechen, welches er gab. Einfach etwas haltloses daher zu quatschen, war nicht unbedingt sein Stil.
Ehrlich gesagt, wollte er nun auch gar nicht mehr allzu viel über die Gefährtin des anderen Katers wissen. Soll er doch sonst wem davon erzählen! Aber stopp... richtig... er hatte im Windclan ja niemanden! Stets hockte er trostlos wie ein Häufchen Elend alleine im Lager herum. Und er - Granitherz - war so aufopferungsbereit ihm Gesellschaft zu leisten! Na, das konnte Wolfsblick ja nun vergessen! “Vergiss es! Behalte deine Geheimnisse doch für dich.“, miaute er und es klang schon recht beleidigt, wenn man es genau betrachtete.
Und leider wurde die ganze Situation nicht besser... Denn sein Clan-Kamerad versuchte tatsächlich, ihm Ratschläge zu geben... Ihm! Es gab wohl keinen Kater, welcher auch nur annähernd so perfekt war, wie er!
Aber es war nicht nur alleine das... Granitherz ärgerte sich, dass er so leicht zu durchschauen war... Konnte es wirklich so offensichtlich sein, dass er auf ein Junges stand? Beim Sternenclan! Ein Glück, dass niemand seine Gedanken lesen konnte! Die waren nämlich bei weitem nicht Jugendfrei! Er musste unbedingt verhindern, dass im Lager das Gerücht entstand, er hätte Interesse an einer... Gefährtin. Selbst das Wort hinterließ ein ungutes Kribbeln auf seiner Haut und ein Schauer fuhr ihm über das Fell.
“Welche Maus hat dich denn gebissen? Hab ich jemals den Eindruck erweckt, ich wolle eine Gefährtin?“, er spuckte Wolfsblick das letzte Wort förmlich entgegen. “Mir ist es vollkommen egal, ob sie verreckt oder nicht. Ich interessiere mich weder für sie, noch für irgendeine andere! Keine ist es Wert, dass ich mich ein zweites Mal nach ihr um drehe! Schimmerblatt nicht, Moosblüte nicht – und gang gewiss kein abgemagertes Kätzchen, wo ich mich beim Ficken an den spitzen Knochen verletzte! Ich stehe auf Kätzinnen mit einer Figur! Was soll ich also mit einer, die von Regentropfen zu Regentropfen hüpfen muss, damit sie überhaupt nass wird?!“
Okay... jetzt wurde es schon sehr persönlich... Aber nein! Er konnte so etwas nicht auf sich sitzen lassen. Niemand... absolut niemand sollte auf den Gedanken kommen, er wäre weich oder zahm geworden!
Doch Wolfsblick hatte scheinbar noch nicht genug gesagt, denn nun kam der Vorschlag, Granitherz solle für das Junge jagen.
Voller Unglauben blickte der Kater seinen Clan-Kameraden an. Meinte er das jetzt ernst?!
“Wenn sie dir so wichtig ist, dann jage du doch für sie! Ich will ihr weder Nahrung bringen, noch ihr Mentor werden und sie schon gar nicht als Gefährtin haben! Also tu mir den Gefallen und behalte deine Unsinnigen Ratschläge für dich – oder verteile sie an jemanden, der sie hören will!“
Vermutlich hätte Granitherz noch mehr gesagt... doch er hörte eine Stimme, die ihm durch Mark und Bein ging... Eine Stimme, die er so lange nicht gehört hatte, weil er es vermied, in ihrer Nähe zu sein.
Kurz schloss er die Augen und betete zum Sternenclan, dass dieser ihm Kraft geben würde, diese Begegnung zu überstehen. Er überhörte die beiläufige Bemerkung Wolfsblicks über den Regen... denn wie immer, wenn er sich auf Glanzjunges konzentrierte, rückte alles um ihn herum in den Hintergrund und machte die zierliche Kätzin zum Mittelpunkt seiner Welt. Wie hatte es ihm nur entgehen können, dass sie sich ihm näherte? Ach ja... richtig... er hatte sich geweigert, abermals den Blick über sie gleiten zu lassen. Beim Sternenclan... was war er erbärmlich...
Der Kater blickte zu Glanzjunges, welche sie begrüßte und sengende Eifersucht durchfuhr ihn und wütete in seinem Körper. Es ging ihm gehörig gegen den Strich, dass sie sich auch an Wolfsblick gewandt hatte... aber er schluckte herunter, welch harte Beleidigung ihm auf der Zunge lag... nicht wollend, dass die – zugegeben riesigen – Ohren des Jungen so derbe Flüche aufnahmen.
Jedem anderen Gegenüber hätte er sein Temperament nicht im Zaum halten können... doch Glanzjunges war nun einmal nicht irgendwer... doch wie lange noch würde sie das sehen, was er wollte, dass sie sah... und nicht den Kater, der hinter dieser glatten Fassade lauerte, welche er nur für sie aufzog. Was war nur der Grund, dass er wollte, sie sehe ihn als Held? Als Held, der er einfach nicht wahr. Niemals sein würde.
“Außerhalb des Lagers ist es ungemütlich, Glanzjunges. Der Wind ist stark und die Kälte dringt bis auf die Knochen. Wir haben in einer Scheune der Zweibeiner Zuflucht gesucht und wurden von diesen gefangen genommen... aber wir konnten ohne bleibende Schäden entkommen.“, schnurrte er und der Kontrast zu seinem sonstigen Verhalten, ja selbst vor seinem vor kurzem erst niederträchtigen Worten, war faszinierend. Auf ihre Frage, ob sie denn ein Gespräch unterbrochen hätte, schüttelte der Kater den Kopf. “Nein... Wolfsblick wollte mir nur grade erzählen, dass er schreckliche Angst bei den Zweibeinern gehabt hatte. Ein Glück, dass ich an seiner Seite war... nicht wahr, Wolfsblick.“
Vielleicht übertrieb er da ein wenig... vielleicht war auch jedes Wort gelogen. Aber woher sollte Glanzjunges dies wissen? Sie war ja nicht dabei gewesen und hatte nicht die Show gesehen, die Granitherz dort in der Scheune, hoch oben auf einem Balken abgezogen hatte... Dies war wohl auch besser so.
Da bemerkte er ihr Zittern... nicht nur ihre Stimme, sondern auch ihr Körper begann zu erbeben. Sein Blick war nicht unbedingt besorgt, aber doch flackerte etwas undefinierbares auf, als er ihre leise Stimme hörte. Die Ohren gespitzt vernahm er, dass ihr Kalt wäre  und im nächsten Moment schmiegte sie sich an ihn
Seine Welt geriet aus den Fugen und sein Denken setzte aus. Das einzige, was in diesem Moment durch seinen Kopf schoss, war der Gedanke daran, nicht in Panik zu verfallen.
Er hatte kein Problem mit Jungen und das diese seine Nähe suchten, dürfte für die anderen nicht überraschend sein. So würde es nicht unbedingt seltsam für seine Clan-Kameraden sein, dass sich Glanzjunges ausgerechnet ihn ausgesucht hatte, um sich zu wärmen. Er hatte einen guten Draht zu Jungen... immerhin hatte er bis auf Flohjunges jedes seiner Geschwister mit aufgezogen... denn Aschensturm hatte häufig über längere Zeiträume im Heilerbau verbleiben müssen. In diesen Momenten war er derjenige gewesen, der bei seinen Geschwistern lag... sein Vater war nämlich kein Fan von zu engen Familienbindungen gewesen.
So kam es allerdings auch, dass Granitherz sich in der Nähe von Jungen nicht unwohl fühlte oder gar nicht wusste, was er tun sollte... Tja... nur leider war dieses Junge, welches in diesem Moment an ihm geschmiegt war, nicht irgendein Junges... Wohl zum ersten Mal in seinem Leben fühlte Granitherz sich hilflos.
Er war hin und her gerissen zwischen dem Drang, davon zu laufen – und Glanzjunges nie wieder los zu lassen. Er wollte sie mit in sein Nest nehmen und jedem an die Kehle gehen, der sie auch nur ansah... Diesen dringenden Wunsch musste er ganz dringend beseitigen! Egal wie!
Er räusperte sich... aber wusste nicht, was er sagen sollte... wann war ihm das jemals passiert? Vermutlich noch nie... Er warf Wolfsblick einen warnenden Blick zu... wehe dieses Mäusehirn begann zu grinsen!
Der Krieger blickte von seinem Clan-Kameraden zurück zu dem Jungen, blickte direkt in diese unglaublich schönen blauen Augen. Er musste sie los werden! Solange er sich wenigstens noch ein wenig im Griff hatte!
“Willst du nicht lieber in den Jungenbau gehen, wenn dir kalt ist?“, fragte er sie deshalb vorsichtig – und betete....




Ein großes Danke an Gigi (Blutseele) für die tolle Siggi! <3

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BeitragThema: Re: WindClan Lager   Sa 15 Sep - 20:45

Wolfsblick
Info´s: 1 ½ Jahre / Wind Clan / Gefährte von Knotenpelz /
ERWÄHNT: Knotenpelz, Granitherz, Glanzjunges
ANGESPROCHEN: Granitherz, Glanzjunges


Wolfsblick stand bei Granitherz, gerade eben hatte er noch gemeint, der Kater solle bloß nicht herumerzählen, wer seine Gefährtin sei. Da fauchte der andere auch schon los. Der Kopf des anderen Katers fuhr herum, Blitze schossen aus seinen Blauen Augen. “Wenn dir das Leben deiner Gefährtin etwas wert ist, Wolfsblick... dann wage es nie wieder mir zu drohen!“, zischte er. Wolfsblick fing an zu knurren, er würde sie beschützen, auch wenn es ihm selbst das Leben kosten würde. Wolfsblick wollte gerade etwas erwidern, aber der andere Kater schnitt ihm wütend das Wort ab. “Vergiss es! Behalte deine Geheimnisse doch für dich.“, miaute er beleidigt. Wolfsblick zuckte mit den Ohren, er zischte wütend. „Was ist dir für eine Maus über die Leber gelaufen?“, fauchte er wütend. „Man kann doch schon fast spüren, wie gefesselt du von ihr bist!“, fauchte er gereizt. Der Kater hatte ja Stimmungsschwankungen wie eine Trächtige Kätzin!! Wolfsblick versuchte die Stimmung etwas zu mildern, was er mit seinen WIRKLICH gut gemeinten Ratschlägen wohl eher nicht schaffte. Es brachte Granitherz nur noch weiter gegen ihn auf. “Welche Maus hat dich denn gebissen? Hab ich jemals den Eindruck erweckt, ich wolle eine Gefährtin?“, der andere Kater spuckte Wolfsblick das letzte Wort förmlich entgegen. Der dunkle Kater schluckte überrumpelt, er öffnete das Maul, am aber einfach nicht zum reden. “Mir ist es vollkommen egal, ob sie verreckt oder nicht. Ich interessiere mich weder für sie, noch für irgendeine andere! Keine ist es Wert, dass ich mich ein zweites Mal nach ihr um drehe! Schimmerblatt nicht, Moosblüte nicht – und gang gewiss kein abgemagertes Kätzchen, wo ich mich beim Ficken an den spitzen Knochen verletzte! Ich stehe auf Kätzinnen mit einer Figur! Was soll ich also mit einer, die von Regentropfen zu Regentropfen hüpfen muss, damit sie überhaupt nass wird?!“, fauchte der Kater aggressiv. Wolfsblick legte die Ohren an, sein Schweif peitschte wütend durch die Luft. „Wenn sie dir zu mager ist, dann jage etwas für sie du Mäusehirn!“, fauchte er zurück. Doch Granitherz hatte noch nicht genug.
“Wenn sie dir so wichtig ist, dann jage du doch für sie! Ich will ihr weder Nahrung bringen, noch ihr Mentor werden und sie schon gar nicht als Gefährtin haben! Also tu mir den Gefallen und behalte deine Unsinnigen Ratschläge für dich – oder verteile sie an jemanden, der sie hören will!“, knurrte der andere Kater noch wütend, dies brachte Wolfsblick komplett aus der Bahn. Erschrocken trat dieser einen Schritt zurück. Was? Der große Kater schluckte, er wollte etwas erwidern, da kam auch schon Glanzjunges zu ihnen. Aber er konnte sich nicht auf das Kätzchen konzentrieren, zu tief brannten sich diese Worte in seinen Kopf. *Verteile deine Ratschläge an jemanden, der sie hören will*. Wolfsblick seufzte leise. Tja. Wenn das nur so einfach wäre. Aber er würde sich vor Granitherz nicht die Blöße geben. Der Kater wandte den Kopf und sah Glanzjunges an. "Hallo ihr zwei." Miaute das kleine Kätzchen, die hohe Stimme passte perfekt zu ihrem kleinen Körper. „Hallo, Glanzjunges“, miaute er freundlich, seine Stimme war rau von den Gefühlen die in ihm tobten. "Wie ist es dort draußen so?" fragte sie neugierig. "Ich hoffe es geht euch gut und ihr habt es heil überstanden?", miaute sie weiter. Der Kater schnurrte leise, typisch Junges. Wollten alles Wissen. der er einfach nicht wahr. Niemals sein würde.
“Außerhalb des Lagers ist es ungemütlich, Glanzjunges. Der Wind ist stark und die Kälte dringt bis auf die Knochen. Wir haben in einer Scheune der Zweibeiner Zuflucht gesucht und wurden von diesen gefangen genommen... aber wir konnten ohne bleibende Schäden entkommen.“, schnurrte plötzlich Granitherz neben ihm. Wolfsblick sah fast schon überrascht zu dem anderen Kater. Seid wann konnte dieser denn Schnurren? Er hatte ihn schon schnurren gehört, aber nicht so…echt. So, gefühlvoll. Glanzjunges sah währenddessen von ihm zu Granitherz,  das Kätzchen musterte den Kater, ehe sie bei ihm das gleiche tat. Sie beendete ihre Musterung, sah erneut von einem zum anderen. "Ich hoffe...das ich euch nicht störe oder unterbrochen habe?", das Stimmchen der Kätzin klang entschuldigend. Aber da Wolfsblick es so vorkam, als würde sie Granitherz ansprechen, hielt er sich heraus. Auf die letzten Worte des Kätzchens schüttelte der graue Krieger neben ihm den Kopf. “Nein... Wolfsblick wollte mir nur grade erzählen, dass er schreckliche Angst bei den Zweibeinern gehabt hatte. Ein Glück, dass ich an seiner Seite war... nicht wahr, Wolfsblick.“, schnurrte der Kater. Wolfsblick legte leicht die Ohren an. Nein. Er würde den anderen Kater sicherlich nicht vor einem Jungen anfauchen. Deshalb nickte er leicht. „Dort war ein riesiger Hund, Glanzjunges. Granitherz war sehr mutig, weißt du?“, miaute er leise murrend. Irgendwie wollte er den anderen Kater vor der Kätzin gut dastehen lassen. Er hatte selbst keine Ahnung warum. Plötzlich erschauderte das kleine, viel zu dünne vor ihnen.  "Es ist kalt.." stellte sie leise fest. Wolfsblick sah, wie sie am ganzen Körper zitterte. Sein Instinkt riet ihm, sie wieder zurück in die Kinderstube zu schicken. Aber wieder einmal war Granitherz schneller. “Willst du nicht lieber in den Jungenbau gehen, wenn dir kalt ist?“, fragte der graue Krieger vorsichtig. Erneut zuckten seine Ohren. Auch so einen Ton hatte er noch nie bei dem Kater gehört. Wolfsblick sah weiterhin Glanzjunges an, aufmunternd schnurrte er sie an. „Granitherz hat Recht, geh zurück in den warmen Bau und in dein Nest. Dort wirst du wieder trocken und dir wird bald wieder warm“, riet er ihr freundlich. Im Jungenbau hatte sie sicherlich Freunde und auch Geschwister, an die sie sich schmiegen konnte um wieder warm zu werden. Aber dies wusste er natürlich nicht. Dafür kannte er sie zu wenig. Wolfsblick wandte den Kopf und sah Granitherz an. Der dunkle Kater wartete eine Reaktion des anderen Kriegers ab. Vielleicht würde dieser ja über seinen Schatten springen und das Junge begleiten. Und sei es auch nur, damit sie sicher in der Kinderstube ankam. Wie er schon vorhin erwähnt hatte, man konnte förmlich riechen, wie gefesselt er von der kleinen Kätzin war. Wolfsblick nieste kurz als ihm ein Tropfen Wasser in die Nase rann. Automatisch schüttelte er den Kopf, nebenbei noch seinen ganzen Körper. Die Wassertropfen flogen durch die Luft, doch dies würde wohl kaum einen Unterschied machen. Für einen kurzen Moment stand sein langes Fell von seinem massigen Körper ab, ehe es von den vielen Regentropfen wieder hinabgezogen wurde. Leise schnaubte er. Teilweise war so ein langer Pelz wirklich lästig.


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BeitragThema: Re: WindClan Lager   So 16 Sep - 0:38

Glanzjunges
Die zarte Kätzin sah von einem zum anderen, die Stimmung war irgendwie...bedrückt. Oder  bildete sie es sich einfach ein? Dies könnte natürlich auch sein...immerhin waren die Zwei Krieger grade erst dem Sturm außerhalb des sicheren Lagers entflohen und konnten unmöglich so entspannt und ausgeglichen sein wie Katzen, die keienr solchen Gefahr ausgesetzt wesen waren. Ebenso machte der Regen und Wind die ganze Situation nciht grade gemütlich und so erahnte sie nicht ansatzweise was grade für eine Art Streit zwischen den zwei Katern stattgefunden hatte, oder erstrecht nicht was zuvor in der Scheune zwischen ihnen stattgefunden hatte. So also wartete sie, abwartend, ob man sie begrüßte und sie die zwei auch nicht störte oder verärgerte. Doch zu ihrer Erleichterung begrüßte Wolfsblick sie mit rauer Stimme und der schöne Graue schüttelte seinen Kopf. Natürlich vermutete sie nichts hinter der etwas zu rauen Stimmlage des schwarzen Kriegers oder den Blicken, die die zwei austauschten. Auch das folgende Schnurren des Zottelfelligen und die folgenden Worte Granitherzes ließen sie nichtsahnend der schlechten Stimmung und Spannungen. “Außerhalb des Lagers ist es ungemütlich, Glanzjunges. Der Wind ist stark und die Kälte dringt bis auf die Knochen. Wir haben in einer Scheune der Zweibeiner Zuflucht gesucht und wurden von diesen gefangen genommen... aber wir konnten ohne bleibende Schäden entkommen.“ schnurrte der Graue nun und sie lächelte, die Begrüßung fiel also sanft und willkommend aus, was sie mehr als nur erfreute.Denn sie wollte keinefalls stören oder nerven... Doch als der Satz beendet war, wurden ihre Augen groß, gar riesig und sie blinzelte Beide erstaunt an. "Gefangen! Das klingt ganz schön abenteuerlich und gefährlich!" rief sie aus und ihr Herz machte Sprünge. Was wenn ihnen...was wenn Granitherz etwas geschehen wäre? Sie wollte es sich garnicht ausmalen! Zweibeiner hatte sie noch nie selbst gesehen, nur schlimme Geschichten über sie und ihre Hunde gehört... "Wie konntet ihr bloß entkommen?" fragte sie und klang wirklich bewundernd und beeindruckt, ihre Augen legten sich nun wieder auf den Grauen, der ihr auch diese Geschichte aufgetischt hatte, nachdem sie beide so verwundert gemustert hatte. Die schnurrende Stimme des grauen Kriegers beruhigte sie etwas, besonders weil sie sich über den warmen und angenehmen Ton erfreute. Man könnte beinahe sagen, dass sie den beruhigenden, melodischen Ton liebte, denn er verursachte ein warmes und wohliges Gefühl in ihrer Brust. Den überraschten Blick des schwarzen Katers verpasste sie leider, da der ach so heldenhafte Krieger in seiner Ausmalung des Geschehens fortfuhr und sie ihre Augen somit erneut auf ihn legte, zu ihm aufsah. “Nein... Wolfsblick wollte mir nur grade erzählen, dass er schreckliche Angst bei den Zweibeinern gehabt hatte. Ein Glück, dass ich an seiner Seite war... nicht wahr, Wolfsblick.“ sofortig huschte ihr Blick zu dem besagten Krieger, welcher nun seine Ohren anlegte. Also fürchten sich auch Krieger? dachte sie überrascht und erstaunt. Dabei wirkten sie doch so furchtlos, groß und unantastbar! Ob sich der Schwarze dafür schämte? In ihren Augen musste er sich dies keinesfalls! Und was für ein Glück, dass Granitherz dort mit ihm gewesen war!  Ob Granitherz auch jemals irgendetwas fürchtet? kurz tauchte dieser Gedanke in ihrem Köpfchen auf und sie sah nachdenklich aus, während sie nun kurz den Grauen musterte. Irgendwie sah der Schöne immer so erhaben und glorreich aus, als könnte nichts und niemand ihm etwas anhaben...Anschließend sah sie wieder zu dem "ängstlich gewesenden" Krieger zurück. Fast schon fragend und mitfühlend sah sie nun also den dunkleren Kater an, welcher doch schließlich bestätigend nickte. Jene Bewegung bestätigte ihren Glauben an Granitherz nur umso mehr. Sie glaubte bisher sowieso schon ejdes einzelne Wort was schnurrend und seicht wie Honig das Maul des Helleren verließ, doch durch Wolfsblick folgende Worte wuchs ihr Vertrauen umso mehr. Und das Bild des wunderbaren Helden wurde ausgeschmückt und weiterentwickelt. „Dort war ein riesiger Hund, Glanzjunges. Granitherz war sehr mutig, weißt du?“ diesmal schnappte sie hörbar nach Luft. Ein Hund auch noch! Von diesen gab es wirklich sehr furchteinflößende Geschichten! Kein Wunder also, dass selbst ein großer Krieger wie Wolfsblick Angst bekam! "Ihr wart in so großer Gefahr..und habt es trotzdem unbeschadet geschafft.." wisperte sie erhfürchtig und das himmelblau ihrer Augen glitzerte schon beinahe. Sie hatten ihren ganzen Glauben, niemals hätte sie eine Lüge dahinter sehen oder spüren können. Das murren des Schwarzen schob sie auf dessen Verlegenheit seine Schwäche so preis zu geben, doch sah sie ihn einfühlsam an. "Beindruckend..." flüsterte sie an jenen gewandt, denne r schien so offen udn gut mit der Furcht umgehen zu können, während sie selbst nicht gerne darüber nachdachte was ihr wohl Angst machen würde, oder wie sie in einer solchen Gefahr gehandelt hätte. Um unbeschadet Zweibeinern und einem Hund entkommen zu können, hätten die zwei sehr ruhig und beherrscht bleiben müssen und das konnte ma einem verängstigten Kater hoch anrechnen! Doch sah sie anschließend wieder zu Granitherz, der nun wirklich wie der größte und tapferste Kater des Waldes wirkte. "Ein Glück, dass du bei ihm warst! Du bist so tapfer und stark.." bewundernd blinzelte sie ihn lächelnd an. Es kam selten vor, dass sich so glorreiche Krieger mit Jungen abgaben, sie konnte sich wirklich glücklich schätzen schon mehrfach mit ihm reden zu können, und dass er seine wertvolle Zeit für sie hergab! Ihr Zittern und Beben durch die kalte Nässe war leider nicht zu beherrschen und viel auffälliger, als es ihr lieb gewesen wäre... “Willst du nicht lieber in den Jungenbau gehen, wenn dir kalt ist?“ denn jene umsorgende und herzallerliebste Frage ließ sie ertappt mit den Öhrchen zucken. „Granitherz hat Recht, geh zurück in den warmen Bau und in dein Nest. Dort wirst du wieder trocken und dir wird bald wieder warm“ und auch Wolfsblick schnurrte Worte die sie wieder in die Kinderstube bringen sollten. Ein wenig enttäuscht sank ihr Herz, sie waren doch grade erst zurück gekommen und das Gespräch so kurz! Aber lieb, dass sich beide um sie Sorgen zu machen schienen war es schon udn so lächelte sie überglücklich. "Ich wäre jetzt nirgendwo lieber als hier!" antwortete sie aufrichtig und offen. Denn ihr bebender Körper war an den von ihrem Helden gedrückt und sie blickte ihm bei diesen Worten direkt in die Augen.  Während sie sprach klapperten zwar vor Kälte ihre weißen Zähnchen etwas, doch schien jeder Kälteschmerz oder die unangenehme Nässe im Gegensatz zu der wohligen Wärme und dem flatternden Herzen, welches sie in Granitherz Nähe verspürte, zu verblassen. Ihrem weichen Stimmchen hing ein Schnurren an, welches von dem klackernden Geräusch begleitet wurde. Und auf ihren Leftzen lag ein fröhliches, sorgloses und zuckersüßes unschuldiges Grinsen. Sie empfand es als sehr liebe Geste, dass beide sich nach ihrem Wohl erkundigten, oder besser gesagt, ihr rieten sich nicht im Sturm aufzuhalten, dennoch machte es sie auch etwas verlegen - zum einen auch wegen ihrer eigenen Schwäche, die so offensichtlich und greifbar war. So also versteckte sie kurz lächelnd ihr Gesicht an Granitherz Seite und rieb so ihr zartes Wängchen an dem wohlduftenden, jedoch nassem Pelz. Seine innere Panik bemerkte sie kein Stück weit und sah sein Nichthandeln als Bestätigung, dass das Suchen der Nähe für ihn in Ordnung ging. Sie wollte seine Seite wirklich noch nicht verlassen, irgendwie hatte sie den Grauen mehr vermisst als anfänglich angenommen und fände es schade ihn so schnell wieder verlassen zu müssen, lieber nahm sie eine Erkältung oder Unterkühlung in Kauf. Nun blinzelte sie von ihrer anschmiegenden Position wieder zu Wolfsblick, ihr gebrechlicher Körper bebte nun eng an Granitherz Seite gepresst, so dass er jede einzelne Regung spüren musste. Das Niesen des Katers hatte sie besorgt aufschauen lassen und so sah und spürte sie wie der Langhaarige sich schüttelte. Denn nun regnete es nicht nur von oben herab, sondern spritzte auch direkt in ihr Gesicht. (lol sorry) Ein zittriges, aber deutliches und melodisches Kichern entfuhr ihr amüsiert und sie schüttelte sich ebenfalls, doch bei ihr änderte es leider nciht wirklich etwas, da ihr Pelz sowieso extrem kurz anlag und vom Wasser durchtränkt war...sie würde dringend jemanden brauchen der es ihr trocken leckte. Vielleicht ja sogar Granitherz? Es würde sie jedenfalls extrem freuen, wenn er mit in die Kinderstube kam! Ein leises Lachen entfuhr ihr jedoch und lenkte sie kurz von dem besagten Helden ab, als sie Wolfsblicks Pelz sah. Der erst zu allen Seiten abstand und sich dann durch weiteren regenfall wieder nach unten zog. Amüsiert tapste sie sogar ein paar Schritte von ihrer vorherigen Aufmerksamkeitsquelle hinfort auf den schwarzen Kater zu und streckte das winzige Pfötchen zitternd nach seinem dicken Pelz aus. "Das sah lustig aus!" kicherte sie und blinzelte um trotz des Regenfalls ordentlich sehen zu können.  Sie konnte es sich garnicht vorstellen wie es mit einem so langen Fell sein musste. Bestimmt war es viel Arbeit, ihr eigenes war ja eher pflegeleicht. Trotzdem mochte sie das Gefühl sehr, wenn eine Zunge sorgsam und sanft darüber strich. Der Gedanke erinnerte sie wieder an Granitherz Anwesenheit und sie drehte ihren Kopf ihm zu, hatte das Pfötchen aber immernoch fragend nach dem Fell des Schwarzen ausgestreckt, immerhin wollte sie nicht unhöflich sein und es einfach anfassen, denn sie kannte ihn ja nicht so gut wie den gräulichen Kater. "Ma-magst du mit in die Kinderstube kommen?" ihr waren ihre vorherigen Gedankengänge wieder eingefallen. Doch war sie nun doch etwas verlegen, was wenn er ablehnte? "Ich meine, du kannst so auch Aschensturm und deinen Bruder besuchen, wenn du mich begleiten möchtest.." fügte sie also hinzu, unbewusst ließ sie ihm so kaum eine Wahl, wenn er nicht schlecht darstehen wollte.

Angesprochen: Granitherz @Ares Wolfsblick @Blutseele
Erwähnt: Aschensturm @Ares Flohjunges @Aspentau
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BeitragThema: Re: WindClan Lager   So 16 Sep - 12:04

Granitherz
Infos: 23 Monde | single | Sohn von Aschensturm | Bruder von Steinpfote, Flohjunges, Scherbenpfote & Gletscherpfote | verliebt in Glanzjunges
ERWÄHNT: Aschensturm, seine Geschwister
ANGESPROCHEN: Wolfsblick, Glanzjunges

Das Knurren, welches Wolfsblick ausstieß, juckte ihn nicht im geringsten. War nicht das erste Mal, dass er diesem Geräusch gegenüber stand... in der Scheune der Zweibeiner hatte der andere Kater ja nun auch fast Pausenlos gebrummt. Wirklich ernst nehmen konnte er ihn deshalb nicht mehr. Er selbst war mit diesem Geräusch eher geizig... wusste aber, dass viele Kater dazu neigten. Ob sie es brauchten, um sich wie ein Kater zu fühlen? Ein anderer Sinn fiel ihm nicht ein – und selbst diesen fand er ziemlich erbärmlich.
Er wusste auch so, dass er ein Kater war... da brauchte er kein Imponiergehabe. Aber er war ja sowieso nahezu perfekt! Da war es kein Wunder, dass er sich von der Masse abhob.

Als der andere Krieger dann auch noch zischte, warf Granitherz ihm einen hochmütigen Blick zu. “Du bist mir über die Leber gelaufen. Du mischt dich in Dinge ein, die dich nichts angehen! Es ist nicht mein Problem, dass du niemanden hast und selbst deine Gefährtin dich nicht ständig an ihrer Seite ertragen kann.“, miaute er und seine Stimme triefte voller Spott. Ob er wusste, wie verletzend er war? Nein... das tat er tatsächlich nicht und wenn es so wäre, dann wäre es dem grauen Kater vermutlich egal. “Ich weiß ja nicht, was du dir da einbildest zu sehen – aber das dürre Ding ist mir genauso egal, wie die restlichen Katzen hier im Clan. Mit Ausnahme meiner Mutter vielleicht.“ Und seiner Geschwister... aber die brauchte er ja nicht unbedingt erwähnen. Gefesselt von so einem schmächtigen Ding... also bitte! Wolfsblick litt scheinbar auch unter Einbildung und Wahnvorstellungen...
Dies zeigte auch sein nächster Satz.... Was, beim Sternenclan, hatte er denn an der Tatsache, dass er keinesfalls auf ein Junges stand, nicht verstanden?
Gereizt zuckten die Lefzen des grauen Kater. “Bist du tatsächlich so blöd, wie du aussiehst? Oder kannst du einfach nicht verstehen, was ich gesagt habe? Dann werde ich es noch einmal ganz langsam sagen... Ich – habe – kein – Interesse – an – einer – Kätzin! Weder an Glanzjunges noch an einer anderen! Denkst du, ich habe die Absicht, so ein verweichlichter Pfotenheld wie du zu werden? Der herum jammert und seiner Gefährtin die Pfoten küsst? Lieber stürze ich mich in den nächsten Abgrund!“ So! Hoffentlich war er nun deutlich genug gewesen... Warum sollte er für sie Jagen, wenn sie ihm doch am Allerwertesten vorbei ging? Das widersprach sich doch...
Und im nächsten Moment veränderte sich das Verhalten Granitherz', als das Junge sich zu ihnen Gesellte, das ihm ja so egal wäre... machte eine hundertachtzig Grad Wendung. Eben noch gereizt und am herum stänkern, schien er nun die Ruhe selbst zu sein und eben der Kater zu werden, der er in Glanzjunges Augen sein wollte. Es war schon faszinierend, wie schnell er seine Launen an- und abschalten konnte...
Zwar gefiel ihm die Aufmerksamkeit nicht, welche das Junge auch dem anderen Krieger schenkte... aber er musste schlichtweg damit leben...

Er selbst hatte die Auseinandersetzung mit Wolfsblick bereits vergessen... was aber daran lag, dass Kritik und Beleidigungen an ihm abperlten. Das Wolfsblick die – zugegebenermaßen recht harten – Worte des Kriegers zu Herzen genommen haben könnte... daran dachte er schlichtweg gar nicht.
Jetzt im Moment jedoch warf er einen scharfen Blick zu Wolfsblick, als dieser Glanzjunges anschnurrte. Wollte dieser ihn verarschen? Er hatte eine Gefährtin und hatte gefälligst nicht diese Kätzin an zu schnurren! Und mit ihr reden bräuchte er schon mal gar nicht. Nicht, dass es ihm wichtig wäre... Es war doch alles nichts als Einbildung... Oder?
Warum hatte er das dringende Bedürfnis gehabt, den anderen Kater bloß zu stellen? Deshalb erzählte, dieser hätte Angst? Das es eben nicht nur seine Vorstellungskraft war? Diese Möglichkeit gefiel ihm nicht besonders. Nur leider passierte nach seinen Worten genau das Gegenteil. Anstatt das Glanzjunges Wolfsblick nun verächtlich ansah – wie es ja bei Feigheit eigentlich gerechtfertigt wäre – blickte sie ihn bewundernd an. Was zum Sternenclan stimmte mit dieser Kätzin nicht?
Das Wolfsblick von der Lüge Granitherz' nicht begeistert war, konnte selbst dieser an den verärgert zurück gelegten Ohren erkennen – doch er verriet ihn nicht. Aber wieso nicht? Es verwirrte ihn wirklich. Er selbst war so egoistisch und ich-bezogen, dass er es nicht verstehen konnte, dass jemand vollkommen uneigennützig handeln könnte. Deshalb zuckten seine Ohren nun ungläubig und auch sein Blick zeigte überraschung, als er zu Wolfsblick blickte. Dieser meinte gerade, da wäre ein großer Hund gewesen und dass er – Granitherz – sehr mutig gewesen wäre.
Der Kater kniff leicht die Augen zusammen und wartete darauf, was für eine Retourkutsche nun kommen würde... doch tatsächlich folgte nach diesen Worten keine weiteren... allerdings ignorierte der Krieger ihn nun auch. Gut... damit konnte er ja grade noch so leben. Auch, wenn er lieber im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stand...

Granitherz warf nach den Worten einen Blick auf Glanzjunges, welche mit diesen unglaublichen, Augen abwechselnd zu ihm und dem anderen Kater blickte. Er hatte das Bedürfnis, sich in die Brust zu werfen und zu schnurren, vermied aber beides und bewunderte für einen Moment einfach nur die Engelgleiche Kätzin. Beim Sternenclan... er zog wahrlich seltsame Vergleiche!
Glazjunges stellte die Frage, wie sie entkommen wären und das die ganze Situation doch sehr gefährlich war!
“Anfangs sah es auch gar nicht gut aus... der Zweibeiner wollte seinen Hund auf uns hetzen. Aber dem haben wir es gezeigt. Wolfsblick hat ihn abgelenkt, sodass ich mich anschleichen und dem Hund aufs Gesicht springen konnte. Wir haben ihn mit unseren Krallen bearbeitet, bis er wimmernd davon gekrochen ist – der Zweibeiner hatte eine solche Angst, dass er ihm direkt gefolgt ist! So konnten Wolfsblick und ich aus der Scheune laufen und zum Clan zurück kehren.“, log Granitherz eiskalt und ja... dieses mal stellte er Wolfsblick nicht als Feigpfote hin... mit einem Hund konnte er es schließlich nicht alleine aufnehmen
Dabei war die Wahrheit ja bekanntlich eine andere... nämlich die, dass sie beide aus sicherer Entfernung den Hund angefaucht und gewartet hatten, bis dieser mit seinem Zweibeiner verschwand... Aber in Glanzjunges Gegenwart hatte es sich ja nun des öfteren gezeigt, dass der Krieger es mit der Wahrheit nicht ganz so genau nahm. Allerdings gefiel ihm die offene Bewudnerung der kleinen Kätzin gegenüber Wolfsblick alles andere als gut. Wenn sie jemanden bewundern wollte, dann ihn! Und zwar nur und ausschließlich ihn!
Doch bereits in den nächsten Herzschlägen bekam er genau das, was er sich wünschte, denn das Junge richtete ihre Aufmerksamkeit nun auf ihn und meinte bewundernd, dass Wolfsblick Glück gehabt hatte, jemanden wie ihn an seiner Seite gehabt zu haben. “Man tut was man kann...“, miaute Granitherz gespielt verlegen, wobei ihm insgeheim bei der offensichtlichen Bewunderung ganz warm wurde. Ja... es gefiel ihm sehr.

Da bemerkte erihr zittern und hatte gemeint, sie solle doch zurück in den Bau gehen und auch hier stimmte der dunkle Krieger ihm zu... Wieder etwas, was ihm nicht gefiel... er war der einzige, der ihr etwas zu sagen hatte, der sich um sie Sorgen musste. Doch er schluckte die Verärgerten Worte hinunter, schwieg. Was sicherlich auch besser so war...
Er spürte den Blick seines Clan-Kamerads auf sich – doch er vermied es, diesen zu erwidern, sah stattdessen auf einen Punkt nahe des Schülerbaus.
Da nieste Wolfsblick und nun fuhr der Kopf Granitherz' doch herum und er öffnete bereits den Mund, um diesen wütend anzufahren, dass er sich gefälligst von ihm fern halten solle, wenn er krank wäre.
Doch auch diese Worte kamen nicht aus seinem Mund, stattdessen biss er sich auf die Zunge und verfluchte die Anwesenheit Glanzjunges, welche dazu führte, dass er unbedingt die Ruhe selbst sein wollte, um die Vorstellung zu bewahren, die sie von ihm hatte. Denn dieser perfekte Krieger... der war er wohl nicht einmal im entferntesten. War er doch eigentlich genau das Gegenteil von diesem...

Da wurde er von einer hellen Stimme aus seinen Gedanken gerissen, als Glanzjunges meinte, sie wäre nirgendwo lieber als genau dort, wo sie nun war und sie drückte sich an ihn. Die Worte hatte sie gesprochen und ihn direkt dabei angeblickt... und Granitherz hatte das dringende Bedürfnis, sie mit sich zu nehmen und sie vor den Blicken aller anderen zu verbergen. Sie gehörte ihm! Er wollte sie nie wieder los lassen...
Er nahm kaum das zittern in ihrer Stimme war, kaum, dass sie mit den Zähnen klapperte... die Nähe des kleinen Körpers, die Hitze, die sich von der Stelle ausbreite und sich in seinem ganzen Körper verteilte, an der sie ihn berührte, war viel zu mächtig, viel zu präsent, als das er einen klaren Gedanken fassen konnte. Aber nein... das stimmte nicht... ein paar Gedanken schossen ihm doch unweigerlich durch den Kopf. Und nicht eine davon war Jugendfrei...

Noch schlimmer wurde es, als sie ihr Gesicht in seinen Pelz drückte und ihre Wange daran rieb. Sofort kamen ihm Bilder in den Sinn, die sie in einer eindeutigen Stellung vor ihm zeigte... unter ihm... gerne auch über ihm... wie auch immer sie wollte. Wolfsblick hatte er vergessen, dass er sich mitten im Lager befand, wo ein jeder seiner Clan-Kameraden ihn sehen konnte, hatte er vergessen... Der hungrige Ausdruck in seinen blauen Augen verstärkte sich, wurde dunkler, fast sehnsüchtig zu nennen.
Er neue Wassertropfen, welche ihn trafen, rissen ihn aus seiner Phantasie und er blinzelte mehrmals, sah dann zu dem Ursprung dessen und wäre gerne zurück gewichen, wenn er dann den Kontakt zu Glanzjunges nicht hätte unterbrechen müssen.

Er sah wie Wolfsblick sich schüttelte und gefühlt Massen an Wasser aus seinem Fell schossen. Hatte der den überhaupt keinen Funken Verstand? Zwar war Granitherz' Fell noch nicht einmal Ansatzweise getrocknet... aber die Wasserspritzer, welche ihn nun trafen, machte die ganze Situation auch nicht besser. “Beim Sternenclan... schenk diesem Fellball ein Hirn...“; murmelte er leise zu sich selbst. Er warf einen genervten Blick auf seinen Clan-Kameraden und bemerkte den Pelz, der nun noch stärker in alle Richtungen Abstand – und in den Augen des grauen Katers nun noch ungepflegter wirkte.
Auch Glanzjunges wurde von den Tropfen getroffen und ihr Kichern war wie Musik in seinen Ohren – wäre es nicht an Wolfsblick gerichtet gewesen. Er ahnte nichts von den Gedanken des Jungen, dass sie sich insgeheim wünschte, er würde ihr helfen, ihr Fell zu trocknen. Vielleicht hätte es ihn beruhigt und nicht die krasse Reaktion ausgelöst, die ihn kurz darauf befiel...
Erst spürte er es... die kleine Kätzin brach den Kontakt zu ihm ab und der Verlust eben jenem ärgerte ihn, sodass er gegen das Bedürfnis ankämpfen musste, sie nicht zu sich zurück zu ziehen... Er hatte nicht das Recht dazu, war kein Familienmitglied... viel zu offensichtlich wäre es dann, dass die junge Kätzin ihm vielleicht doch etwas bedeutete... Doch das war noch nicht das schlimmte... nein, dass war der Moment, als er sah, wie Glanzjunges ihre Pfote in Richtung Wolfsblick ausstreckte, diesen beobachtete.
Eifersucht schoss heißer und brennender den je durch seinen Körper, während eisige Krallen nach seinem Herzen griffen und langsam zu drückten. Wut stieg empor und seine Augen wurden vor Zorn heller. Er wusste nicht, ob die kleine Kätzin es mit bekommen hatte. Wusste nicht, ob er sein Gesicht, seine Gefühle rechtzeitig wieder unter Kontrolle gehabt hatte, bevor sie sich zu ihm umwandte...
Doch die Wut in seinem inneren war nicht verraucht, wütend wie ein Waldbrannte tobte sie durch seinen Körper, sodass er kaum noch klar denken konnte und die Maske des perfekten Kriegers, des Helden in diesen Moment einfach nicht mehr aufrecht halten konnte. Auf ihre Worte, ob er nicht mit in die Kinderstube kommen wurde und das er so ja auch seine Familie besuchen könnte, reagierte er nur mit einem abfälligen Schnauben. Sein Blick war kühl, als er von Glanzjunges zu Wolfsblick sah, obwohl das Feuer ihn immer noch beherrschte.

“Frag doch Wolfsblick. Auf dessen Nähe bist du ja so scharf.“, meinte er, die Stimme vielleicht ein wenig gereizter, als beabsichtigt. “Meine Familie kann ich auch alleine besuchen, da brauche ich keine fremde Begleitung.“ Absichtlich betonte er das fremd, wollte deutlich machen, dass sie nicht zu ihm, nicht zu seiner Familie gehörte. Er wollte sie verletzen, denn das grünäugige Monster namens Eifersucht hatte von ihm Besitz ergriffen.
Ohne sich weiter um die beiden Katzen zu kümmern, erhob sich Granitherz und stolzierte leicht steif davon, ab in den Kriegerbau. Scheiß auf die Nässe in seinem Fell, die würde trocknen... Er lief zu seinem Nest, doch bevor er sich hin legte, begann er mit der Zunge wieder und wieder über sein Fell zu fahren, trocknete es so, während seine Gedanken noch dort draußen warten.
Was würde Wolfsblick jetzt tun? Würde er sich ihr nähern und das tun, woran er selbst die ganze Zeit dachte, wenn er in der Nähe des Jungen war?Wütend fauchte Granitherz auf. Ganz, ganz böses Terrain... Das Bedürfnis, hinaus zu stürmen und Wolfsblick an die Kehle zu gehen, war fast übermächtig. Er versuchte sich abzulenken, seine Gedanken auf andere Wege zu lenken. Es gelang nur mäßig gut.
Leise stieß er einen derben Fluch aus, bevor er sich in seinem Nest zusammen rollte und das Gesicht unter seinem Schweif verbarg – doch an Schlaf war noch längst nicht zu denken...




Ein großes Danke an Gigi (Blutseele) für die tolle Siggi! <3

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BeitragThema: Re: WindClan Lager   So 16 Sep - 16:12

Wolfsblick
Info´s: 1 ½ Jahre / Wind Clan / Gefährte von Knotenpelz /
ERWÄHNT: Granitherz, Glanzjunges
ANGESPROCHEN: Granitherz, Glanzjunges


Wolfsblick ignorierte größtenteils das Gezanke des anderen Katers. Der redete doch sowieso nur Stuss. Er log sich selbst an. Auch die Beleidigungen des Katers ignorierte er. Oder er versuchte es zumindest. Bei jedem Wort zuckte er leicht zusammen. Wolfsblick seufzte leise, als Glanzjunges allerdings zu ihnen kam, setzte er eine freundliche Miene auf. "Ich hoffe...das ich euch nicht störe oder unterbrochen habe?", das Stimmchen der Kätzin klang entschuldigend. Aber da Wolfsblick es so vorkam, als würde sie Granitherz ansprechen, hielt er sich heraus. Auf die letzten Worte des Kätzchens schüttelte der graue Krieger neben ihm den Kopf. “Nein... Wolfsblick wollte mir nur grade erzählen, dass er schreckliche Angst bei den Zweibeinern gehabt hatte. Ein Glück, dass ich an seiner Seite war... nicht wahr, Wolfsblick.“, schnurrte der Kater. Wolfsblick legte leicht die Ohren an. Nein. Er würde den anderen Kater sicherlich nicht vor einem Jungen anfauchen. Deshalb nickte er leicht. „Dort war ein riesiger Hund, Glanzjunges. Granitherz war sehr mutig, weißt du?“, miaute er leise murrend. Das Kätzchen sah ihn und Granitherz staunend an. "Ihr wart in so großer Gefahr..und habt es trotzdem unbeschadet geschafft.." wisperte sie ehrfürchtig, sie sah dann zu Wolfsblick. "Beindruckend..." flüsterte sie. Wolfsblick brummte leise. Er zuckte leicht mit dem Schweif. „Ohne Granitherz wäre ich da nicht rausgekommen“, miaute er. Okay. Das war nun ziemlich dick aufgetragen. Eigentlich hatten sie den Hund ja nur aus sicherer Entfernung angefaucht, aber das würde er dem Jungen nicht sagen.“Anfangs sah es auch gar nicht gut aus... der Zweibeiner wollte seinen Hund auf uns hetzen. Aber dem haben wir es gezeigt. Wolfsblick hat ihn abgelenkt, sodass ich mich anschleichen und dem Hund aufs Gesicht springen konnte. Wir haben ihn mit unseren Krallen bearbeitet, bis er wimmernd davon gekrochen ist – der Zweibeiner hatte eine solche Angst, dass er ihm direkt gefolgt ist! So konnten Wolfsblick und ich aus der Scheune laufen und zum Clan zurück kehren.“, miaute Granitherz. Er log genauso wie Wolfsblick selbst. Das Junge wandte ihre Aufmerksamkeit dann Granitherz zu, was ihm nur recht war. "Ein Glück, dass du bei ihm warst! Du bist so tapfer und stark.." bewundernd blinzelte sie den grauen Kater lächelnd an. Wolfsblick grinste leicht, ein guter Schritt in die richtige Richtung. “Man tut was man kann...“, miaute Granitherz verlegen, Wolfsblick zuckte mit den Ohren. Er wusste, dass Granitherz dies nur spielte. Wolfsblick nieste kurz als ihm ein Tropfen Wasser in die Nase rann. Automatisch schüttelte er den Kopf, nebenbei noch seinen ganzen Körper. Die Wassertropfen flogen durch die Luft, doch dies würde wohl kaum einen Unterschied machen. Für einen kurzen Moment stand sein langes Fell von seinem massigen Körper ab, ehe es von den vielen Regentropfen wieder hinabgezogen wurde. Leise schnaubte er. Teilweise war so ein langer Pelz wirklich lästig. Er sah auf, als er Glanzjunges hohes Kichern hörte. Das Kätzchen hatte sich dicht an Granitherz geschmiegt, kichernd sah sie ihn an. “Beim Sternenclan... schenk diesem Fellball ein Hirn...“; murmelte Granitherz selbst leise. Wolfsblick ignorierte den Kater, er sah Glanzjunges zu, wie sie zitternd vor Kälte zu ihm tappte. Sie sah ihn aufmerksam an und streckte eine kleine Pfote nach seinem langen Pelz aus. Aber sie berührte ihn nicht. "Das sah lustig aus!" kicherte sie und blinzelte um trotz des Regenfalls ordentlich sehen zu können. Wolfsblick brummelte leise, er fand es nicht lustig. Aber ja. Das Kätzchen wandte den Blick von ihm ab, sie sah zu Granitherz. "Ma-magst du mit in die Kinderstube kommen?", miaute sie sichtlich verlegen. "Ich meine, du kannst so auch Aschensturm und deinen Bruder besuchen, wenn du mich begleiten möchtest.." fügte die kleine Kätzin hinzu. Wolfsblick erkannte die Chance, er winkte leicht mit der Schwanzspitze, wollte Granitherz so antreiben. Aber der Kater reagierte komplett anders als erwartet. “Frag doch Wolfsblick. Auf dessen Nähe bist du ja so scharf.“, meinte der graue Kater giftig. Er fauchte schon fast. Wolfsblick legte die Ohren an. Er knurrte leise. “Meine Familie kann ich auch alleine besuchen, da brauche ich keine fremde Begleitung.“, zischte Granitherz. Er drehte sich um und stolzierte pitschnasser zum Kriegerbau. Verärgert fauchte Wolfsblick auf, er wollte dem Kater nach und ihn ordentlich die Ohren waschen, aber er konnte das Junge nicht einfach so stehen lassen. Der Kater überlegte kurz, dann hatte er DIE Idee! Er neigte den Kopf zu dem Kätzchen hinab, stupste sie leicht an. „Ich glaube Granitherz möchte zuerst sein Fell putzen. Aber ich glaube er ist zu schüchtern, um Hilfe zu bitten“, flüsterte er in ihr Ohr. „Wie wäre es, wenn du ihm Hilfst? Du kommst doch sicherlich an Stellen ran, an die er nicht rankommt“, miaute er. Der Kater leckte sich kurz über die Nase. „Komm, ich begleite dich“, miaute er freundlich. Er sah dies als Chance für den Kater, ein wenig Zeit mit dem Jungen zu verbringen. Und zwar ohne, dass jemand auf dumme Gedanken kam. Jede Katze gab sich mit einer anderen gerne die Zunge. Naja, mit Ausnahme von ihm. Er putzte sich immer alleine. Und so würde es dem Jungen auch rasch wieder warm werden. Der Kater trabte langsam los, er hielt seinen Schweif etwas über dem Jungen, so tropfte zwar immer wieder etwas Wasser auf den kleinen Körper, aber bei weitem nicht so viel, als wenn sie alleine durch den Regen lief. Beim Kriegerbau angekommen hielt er am Eingang inne. Er schnupperte kurz, Granitherz war drinnen in seinem Nest. „Granitherz? Hier ist jemand für dich“, miaute er ruhig, leicht grinste der Kater. Dann sah er hinab zu Glanzjunges. „Geh einfach rein. Er wird sich bestimmt freuen“, miaute er freundlich.


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BeitragThema: Re: WindClan Lager   So 16 Sep - 19:29

Glanzjunges
Das zarte Kätzchen ist mehr als nur gebannt von den abenteuerlichen Geschichten und der Freude erneut mit Granitherz sprechen zu können, dass sie die wenigen, aber sichtbaren negativen Anzeichen garnicht bemerkt, die ihr hätten zeigen können, dass irgendetwas zwischen den beiden Kriegern nicht stimmte, oder dass sich ein Donnerwetter zusammenbraute, welches aus dem Grauen auszubrechen drohte. Das Missfallen, welches ab und zu in den schönen Augen zu sehen ist, bemerkt sie nicht, konzentriert sich zu sehr auf die positiven Aspekte. Die Wärme, das Schnurren, die angenehme Stimme, den Körperkontakt. Hätte sie doch bloß zu Anfang bemerkt, wie sehr der Schöne sich an ihrer Aufmerksamkeit und der wenigen Anerkennung störte, welche sie dem dunkleren Kater schenkte. Als Dank dafür, dass dieser an Granitherz Seite gewesen war und mit ihm die Gefahr und das zugleich sehr episch klingende Abenteuer bestritt und erlebte. Doch nichts was sie entdeckte zeigte für sie auf den plötzlichen Stimmungswechsel hin, der wie ein Richtungswendender Sturm auf sie zu kam, nichts zeigte ihr wie viel der Kater innerlich kochte, spürte oder wütete. Nach Außen hin hatte er sich so gut im Griff, jedenfalls gut genug um für eine Weile weiter das perfekte Ebenbild eines Helden zu wahren. Wie sollte sie es auch bemerken, wenn er ein so genialer Schauspieler war, der ohne mit der Wimpern zu zucken, lügte? Doch leider würde sie eine andere Seite, als die ihr bekannte, zum Ende des Gespräches zu Gesicht bekomen...etwas, dass sie nciht nur überraschen sondern auch verletzen würde... Die Gedanken im Kopf des schönen grauen Kriegers, waren ihr verborgen. Ob es nun Eifersucht, Wut, Frust, Selbstzufriedenheit, Überheblichkeit,  Liebe, Leugnung oder sogar Verlangen und Begierde war. Sie war nichtsahnend all jener Emotionen, denn wenn sie ihn betrachtete, sah sie nur ihren Helden, ihren Granitherz, der sich so lieb und bewundernswert verhielt. Und sie genoss jeden Herzschlag und Atemzug, den sie an seiner Seite erleben durfte, es war schon beinahe wie eine Ehre!

So also wartete sie mehr als gespannt auf die Antworten ihrer Fragen, nachdem sie sich vergewissern konnte auf beiden Seiten willkommen zu sein. Ihre Augen glitzerten udn waren groß und weit wie der klare Horizont. Und so klebten diese förmlich an Granitherz, as dieser die Situation zu schildern begann. Jede einzelheit machte ihn nurnoch weiter zu einem tapferen Helnde, den sie für seinen "Mut" bewundern musste. Und Wolfsblick setzte sogar noch einen drauf, als dieser den Hund als riesig bezeichnete und Granitherz unterstützte. So fügten sich die Bilder und falschen Wahrheiten perfekt aneinander. Ihr blieb kurz das kleine Mäulchen offen stehen, denn der Schwarze hatte sich als Köder angeboten, während Granitherz dem riesigen Ungeheuer sogar mitten ins Gesicht gesprungen war! Ins Gesicht! Und ohne Kratzer davon gekommen! So glaubte sie dem zotteligen Krieger sofort, als dieser meinte, dass er ohne den Grauen niemals rausgekommen wäre. Doch musste sie Granitherz anrechnen, dass er noch weitaus perfekter war als zuvor schon, falls diese steigerung in ihrem Herzen und Kopf überhaupt noch möglich war, da sie ihn sowieso schon mit Bewunderung und größter Anerkennung besah. Und so lauschte sie mit rieseigen Augen und schnappte beinahe nach Luft. "Unglaublich!" wisperte sie ehrfürchtig, wahrlich beeindruckt. Welche Krieger schafften es schon unverletzt aus so einer Situation? Sie ist so gefesselt, dass sie jedes Wort genießt und alles um sich herum  vergisst. Nunja, fast alles - Granitherz mal ausgeschlossen, immerhn erzählte dieser den großteil des Märchens. Dabei wurde sie vollkommen von der samtigen Stimme des lügenden Katers eingelullt und hatte das Gefühl, dem schönen Laut ewig lauschen zu können. Sie konnte es wirklich kaum fassen, wie mutig udn selbstlos der Graue gehandelt hatte, und nun so verlegen und bescheiden ihrer Bewunderung entgegen trat. Sie schüttelte das Köpfchen. "Ihr müsstet dafür eine Auszeichnung oder sowas bekommen, das muss gewürdigt werden!" miaute sie aufgeregt. "Ich werde deine  mutige Tat aufjedenfall weitererzählen." sprach sie den latzten Satz vollkommen an den Grauen gewandt. Sie bezweifelte, das jeh jemand diese Tat nachmachen oder übertreffen könnte!

Wolfsblicks niesen hatte sie aufmerksam gemacht, die Tropfen seines Felles hatten sie getroffen udn sien Anblick sie zum kichern gebracht. Doch gleichzeitig fragte sie sich nicht, ob der Kater vielleicht krank werden könnte? Doch kam es nie so weit, dass sie dein lustigen udn ungewöhnlichen Pelz berühren könnte, sie war in der Luft verharrt und als sie bemerkte wie seltsam Granitherz reagierte, zog sie die Pfote rasch zurück. Sie hatte so viel Hoffnung in ihre Bitte, ihre Einladung gesteckt, dass die Kälte und harten Worte sie trafen. Das zarte Kätzchen war so überfordert und verwirrt, dass es einige tapsige und unsichere Schritte zurück trat und sich klein machte.  Eben noch hatte sie an der Seite des Grauen verweilt, warm udn wohlig. Mit prickelndem Fell und flatterndem Herzen. Hatte tief in die frostblauen Augen gesehen, die gleichzeitig so dunkel udn tief wirkten. Und nun? War in jenen schönen Seelenspiegeln so viel...von etwas, dass sie noch nie beim ihm gesehen hatte. Mit einem Schlag fühlte sie die eiseskälte und Nässe der Umgebung in ihren Knochen, das beben ihres gebrechlichen und  ausgehungerten Körpers. Und noch viel Schlimmer: einen unbekannten, zerreißenden Schmerz in ihrer Brust. Der Körperkontakt, die Ferne zwischen ihnen wurde ihr auf einmal zu bewusst. All jene grausige Ungemütlichkeit und nagende Schwäche, die zuvor seine Nähe verdrängt hatte, brach über sie ein wie ein Hagelschauer. Was...was hatte sie falsch gemacht? Was hatte sie getan, was ihn so wütend machte?
“Frag doch Wolfsblick. Auf dessen Nähe bist du ja so scharf.“ seine schnurrende, wunderbare Stimme, war so schwarf, beinahe brennend und es trieb ihr Tränen in die Augen. Wieder einmal glänzten ihre wunderbaren Augen, nur aus dem gegenteiligen Grund von übersprühender Freude. "G-granith-herz?" ihr zartes, melodisches Stimmchen kam fast als ein gebrochened, verirrtes und verlorenes Wimmern heraus, als sie zusehen musste, wie er sich von ihr abwandte. Der Schöne schritt, nein stolzierte fast schon davon, elegant und anmutig wie immer. Zum Kriegerbau. Nur seine Worte hallten noch in ihrem inneren nach. Besonders das eine. Fremd. Schmerzlich, fast zerreißend wurde ihr bewusst, dass sie nicht zu seiner Familie gehörte. Und er ihr direkt ins Gesicht klatschte, dass sie selbst keine hatte. Denn damit lag er so, so richtig. Sie hatte nie Eltern, beide waren verschwunden oder verstorben, bevor sie diese kennenlernen konnte. Auch sonst besaß sie keine älteren geschwister, bei denen sie Halt, Sicherheit oder Geborgenheit suchen konnte. Immerhin war sie selbst diejenige die sich um Morgenjunges kümmerte und auf jene acht gab.... Ein kleines, leises, aber herzzereißendes Geräusch drank aus ihrem dünnen Hälschen, während sie zu Boden sah. Sie hatte unbewusst noch so viel mehr in Granitherz gesehen und gefundne, etwas, dass sie sehnlichst brauchte. Und jetzt hatte sie es vermasselt. Alles zerstört. Wie konnte sie bloß so dumm sein? Was sollte sie nun tun? In jenem schrecklich zurückgelassenen und einsamen Moment würde sie ncihts lieber tun, als zuflucht bei Granitherz zu suchen, doch grade dieser hatte sie nun mit sich selbst im Zwiespalt gelassen. Sie musste das wieder in Ordnung bringen...nur wie? Sie könnte nicht bis morgen warten, es würde das Jetzt vollkommen zerstören und sie nur weiter traurig und ein wenig angebrochen lassen. In ihrem eigenen Strudel aus verzweifelten Gedanken, bekam sie garnicht mit, dass auch Wolfsblick verwirrt und verärgert über das Benehmen es grauen Katers war. Erst als sie angestupst wurde sahs ie ruckartig und etwas verschreckt auf und blickte den schwarzen krieger aus tränennassen, unendlich geknickten Augen an. „Ich glaube Granitherz möchte zuerst sein Fell putzen. Aber ich glaube er ist zu schüchtern, um Hilfe zu bitten“ sprach jener Krieger und sie blcikte ihn etwas ratlso und unsicher an. Sie bezweifelte, dass jener sie sehen wollte, nachdem sie...was auch immer sie verbrochen hatte. „Wie wäre es, wenn du ihm Hilfst? Du kommst doch sicherlich an Stellen ran, an die er nicht rankommt“ fuhr der Langhaarige also fort, während sie nachdenklich schwieg. Dann nickte sie. Sie könnte sich entschuldigen und es wieder gut machen! Was auch immer ihn verärgert hatte, sie würde fragen und es ganz bestimmt nie wieder tun! Sie wollte nicht, dass er sie auch verließ... Freundlich miaute der dunkle Krieger, dass er sie begleiten würde und so folgte sie ihm, tapsend udn immernoch am ganzen Leibe zitternd. Diesmal jedoch auch ein wenig nervös, unsicher und aufgeregt. Während sie Wolfsblick folgte, ratterten ihre Gedanken. "Pass auf, dass du dich auch trocknest, nicht, dass du noch krank wirst.." wisperte sie und traute sich kaum mit ihm zu reden, ehe sie kurz später vor dem Kriegerbau standen. „Geh einfach rein. Er wird sich bestimmt freuen" noch kurz sah sie den Kater an, welcher sie mit den letzten Worten erneute ermutigte. Der letzte Stupser in die richtige Richtung den sie brauchte. "D-danke.." flüsterte sie ohne ihn jedoch anzusehen. Natürlich wollte die kleine Kätzin nicht unhöflich sein, doch der Krieger im inneren des Baues spukte ihr im Köpfchen herum und verlangte jedes bisschen Aufmerksamkei und Konzentration von ihr, die sie in ihrem vollkommen verwirrten und verunsicherten Zustand irgendwie zustande bringen konnte. Seine Worte hatten sie Verletzt, doch trotzdem würde sie diejenige sein, die um Vergebung bat, da sie bei sich die Schuld an seinem plötzlich veränderten Verhalten gab. Anders konnte sie sich diesen krassen Kontrast einfach nicht erklären. Und somit tapste sie zaghaft in den unbekannten Bau hinein. Ihre runden, blauen Augen getrübt von Tränen und Verletzlichkeit. Doch trotzdem konnte sie besagten Krieger sofort entdecken. "Bitte v-verzeih mir.." wisperte sie weich und blickte ihn mit rieisgen, fast schon flehenden Augen an, ehe sie bebend und unsicher näher trat. "Was auch immer ich getan habe...es tut mir leid und i-ich werde es nie wieder tun.." platzte es rasch aus ihr heraus, sie hatte Angst, dass er sie wieder davon schicken würde, sie nun hasste. "Natürlich...kannst du deine Familie immer ohne mich besuchen...ich...wollte nur unbedingt..dass du weiter Zeit mit mir verbringst...w-weil...ich..." sie wurde immer leiser und spürte ein seltsames Kribbeln. "Weil..es mich sehr glücklich mache würde..." sie schluckte schwer und sah ihn weiter an, während sie nun kurz vor ihm zum Stehen kam. Sie schwieg nun und hielt beinahe die Luft an, wagte es kaum sich irgendwie falsch zu bewegen und hoffte, dass er ihr sagen würde, was ihn gestört hatte und, dass er ihr vergab...

1705 Wörter
Angesprochen: Granitherz @Ares Wolfsblick @Blutseele
Erwähnt: Morgenjunges @Hibiskusflocke, Eltern
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BeitragThema: Re: WindClan Lager   So 16 Sep - 21:21

Granitherz
Infos: 23 Monde | single | Sohn von Aschensturm | Bruder von Steinpfote, Flohjunges, Scherbenpfote & Gletscherpfote | verliebt in Glanzjunges
ERWÄHNT: Aschensturm, seine Geschwister, Wolfsblick
ANGESPROCHEN:Glanzjunges


Er war niemand, der sich groß um die Gefühle anderer scherte. Weder um die seinen, noch die seiner Familie und schon gar nicht um die seiner Clan-Kameraden.
So übersah er auch Wolfsblicks Reaktionen auf die zugegebenermaßen recht unpassenden Äußerungen seiner selbst. Das dieser die Worte nicht so gleichgültig hinnahm, wie es den Anschein hatte, konnte er nicht erkennen. Ebenso wenig den Schmerz, der kurz in den Augen des anderen aufgeblitzt hatte.

Größtenteils fern jeglicher Empathie anderen gegenüber, war Granitherz tatsächlich nicht in der Lage, sich in seine Mit-Katzen hineinzuversetzen. Deshalb fehlte ihm häufig der Kontext zu den Äußerungen und Taten jener, die ihn Umgaben.
Er überspielte dies mit dummen Sprüchen, seiner enormen Arroganz oder Feindseligkeit. Einfach um zu verbergen, wie unsicher er in Hinsicht auf die Menge an Gefühlen war, die andere zu beherrschen schienen und welche ihm selbst so fremd waren. So rettete er sich in solche, die er kannte. Wut... und Freude...
Ja, vielleicht war sein Verhalten überspitzt und in den Augen vieler nicht so recht nachvollziehbar. Aber dies war ihm doch lieber als zuzugeben, dass er absolut keine Ahnung davon hatte, wie sich Liebe, Zuneigung, Enttäuschung und all diese ihm so fremden Dinge anfühlten.
Natürlich hegte er irgendeine Form von Gefühl für seine Familie... für jeden von ihnen würde er falls nötig sein Leben geben. Wie er es so oft für Steinpfote beinah getan hätte... Aber es war nicht so schillernd und zufriedenstellend wie andere es oft darstellten. Er sah nicht mit Freude, wie seine Geschwister aufwuchsen. Er erzog sie einfach, damit sie nicht verweichlicht wurden. Konnte nicht verstehen, warum seine Mutter jedweder Katze so viel Zuneigung schenkte, Familien-angehörig oder nicht. Er konnte die Liebe nicht nachvollziehen, die Windstern jedes mal in den Augen hatte, wenn er seine Gefährtin anblickte. Ebenfalls verwirrte ihn die Freundschaft, welche Moosblüte und Schimmerblatt zusammen hocken ließ. Kichernd und lästernd über jeden, den sie erblickten. Sich Geheimnisse anvertrauend, die sonst keine Katze über sie erfuhr.

Er verstand dies alles nicht. So wusste er zwar, dass das, was er Glanzjunges entgegen brachte, nicht normal war – jedenfalls nicht für ihn – aber was genau der Grund dafür war, dies machte sich ihm nicht ersichtlich.
Natürlich war er nicht dumm... er hatte Ohren, Augen und ein Gehirn, welches er mitunter sogar benutzte... Das es in irgendeiner Form Liebe war, welche er empfand, war ihm schon klar. Aber er wusste nicht wie weit, wie tief diese ging. Und er wusste nicht, ob es nicht vielleicht doch eine eher verkorkste Art eben dieser war. Wenn er sie liebte...hätte er dann nicht wie ein Mäusehirn durch die Gegend hüpfen müssen? Mit den Pfoten flatternd wie ein Tölpel? Mit glänzenden Augen das Bedürfnis haben, jedem zu erzählen, dass er glücklich wäre? Das er sie als Gefährtin haben wolle? Jede Nacht neben ihr einschlafen...jeden Tag neben ihr aufwachen wollte?
Aber... so war es nicht. Er spürte nur diesen Hass gegen alle, die sich ihr näherten... den Hass auf die Kätzin, wenn sie nicht ihn, sondern andere beachtete.Er spürte diesen Drang, sie zu beherrschen. Jedem und insbesondere ihr zu zeigen, dass sie ihm gehörte.
Wenn er sie liebte... müsste er ihr dann nicht vertrauen? So wie Aschensturm ihrem Gefährten vertraute? Obwohl dieser sie belog und betrog? Aber das tat er nicht. Sah er sie nicht, so stellte er sich alles mögliche vor. Wie Glanzjunges einem anderen Kater etwas schenkte, was eigentlich ihm gehören sollte. Und wenn er sie sah, dann verlangte sein Körper nach Dingen, für die der zierliche Körper der Kätzin einfach noch zu jung war... und doch war es ihm egal.
War das Liebe? Konnte man es so nennen? Oder war es nur der Wunsch zu besitzen und zu beherrschen?

All dies machte ihm schier verrückt. Er dachte zu viel. Das hatte er nie getan. Lebte er doch sonst in den Tag. Tat, wozu er Lust hatte. Was anstand... er machte sich keine Gedanken darüber, was der Morgen bringen würde. Er ließ sich einfach überraschen.
Diese Situation in der er aber nun steckte, überforderte ihn. Vor allem jetzt, wo er sich genau dem Problem gegenüber sah,welches er so eifrig vermieden hatte.

Glanzjunges war bei ihm... in der Nähe eines anderen Katers, der zwar sehr wohl bemerkt hatte, dass die Nähe der Kätzin Granitherz nicht so kalt ließ, wie dieser es gerne hätte und ihm helfen wollte – aber dadurch den Übersteigerten Egoismus, die grenzenlose Arroganz des Katers ankratzte.
Denn jemand wie er brauchte keine Hilfe... Von niemanden. Und vor allem brauchte er auch keinen. Weder Glanzjunges, noch seine Familie, noch Freunde. Wobei er letztes eh nicht hatte und in diesem Moment wohl den einzigen vergraulte, der es auf längere Zeit mit ihm ausgehalten hatte, ohne den Verstand zu verlieren oder zu hoffen, ihm würden Augen und Ohren abfallen.

Er wollte nicht, dass jemand diese so offensichtliche Schwäche von ihm sah. Die Schwäche, dass er vielleicht doch nicht ganz so Selbstverliebt war, wie es den Anschein hatte... denn eine ganz bestimmte Kätzin hatte trotz seines grenzenlosen Egos scheinbar noch Platz in seinem Herzen, welches doch sonst hauptsächlich für sich selbst schlug. Und genau das verunsicherte ihn... er hasste es. Er hasse sie... und ein wenig sogar sich selbst dafür.
So konnte er kaum damit umgehen, dass der Grund seiner Selbstzweifel nun so nah bei ihm war, an ihn gedrückt und seinen Lügen lauschte, welche wie selbstverständlich über seine Lippen kamen. Er suhlte sich in dem Bewundernden Blick, welchen sie ihm schenkte und welcher ihm das Gefühl gab, er wäre der einzige für sie. Und genau das wollte er. Sie sollte nur ihn beachten, nur ihn bewundern. Er wollte der Mittelpunkt ihres ganzen Seins werden.
Er vernahm wie sie meinte, sie müssen dafür Ausgezeichnet werden, dass sie es jedem erzählen würde und er konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen. Ein ehrliches Lächeln, so selten auf seinem Gesicht zu sehen. “Nein, Glanzjunges... als Krieger ist es unsere Pflicht, tapfer und mutig zu sein. Wir wollen keine Anerkennung dafür.“, schnurrte er, fast schon ungewöhnlich sanft.
Es war... perfekt. In diesem Moment. Einfach alles.
Doch Wolfsblick zerstörte diese Illusion, die er sich nur zu gerne hervor gerufen hatte und riss Granitherz in eine Realität, die er in diesem Moment weder wollte, noch ertrug – so musste er sich nämlich mit drei Problemen gleichzeitig herum schlagen...

Seine Maske aufrecht zu erhalten... seine Begierden zu kontrollieren... und seiner Schwäche die Nahrung nehmen. Nichts davon schien ihm zu diesem Zeitpunkt wirklich zu gelingen und schuld war das Kätzchen, welches ihn in den Abgrund zu stoßen schien.
Das war wohl auch der wirkliche Grund – neben seiner schier unfassbaren Eifersucht – als er wütend wie ein Stier auf das Junge los ging, welches mit ihrer unschuldigen Frage das Feuer in ihm anfachte, welches er so mühsam zu unterdrücken versucht hatte.
Wie hätte er auch mit ihr in den Jungenbau gehen können? Seine Mutter hätte ihn sofort durchschaut, besaß sie doch diese Unheimliche Gabe, ihm bis in die Seele gucken zu können. Als wäre er wie ein offenes Buch für sie, welches sie nur aufschlagen und durchblättern musste, um zu erfahren, was ihn quälte, was ihn beschäftigte.
Und er kannte sie...niemals würde sie zulassen, dass er sich Glanzjunges so näherte, wie er es wollte. Wie es ihn verlangte. Er wusste, Aschensturm liebte ihn... er war ihr Ältester Sohn... ihr ganzer Stolz... und doch würde sie selbst sein Wohl niemals über das einer unschuldigen Kätzin setzen. Und genau das war Glanzjunges... Wusste er es doch selbst besser als kein anderer.

Sie war unschuldig und rein und er hatte sie nicht verdient. Weder ihre Nähe, noch ihre Aufmerksamkeit... und schon gar nicht sie.
Und doch... er konnte einfach nicht anders. Es war, als würde sie ihn anziehen wie Licht die Motten. Er konnte sich nicht von ihr fern halten. Er hatte es versucht... aber sie machte ihn... glücklich? Ja... jedenfalls in den Momenten, wo sie ganz die Seine war... und genau das wollte er... Sie... Ganz... Alles von ihr. Er wollte der erste für sie sein... der beste... der letzte... der einzige.
Und je mehr Zeit er damit verbrachte, sich dagegen zu wehren, desto stärker wurde der Drang. Kaum noch zu beherrschen machte es ihn fast Wahnsinnig und er konnte an fast nichts anderes mehr denken.

Und inmitten dieser Gedanken hatte sich die Kätzin, die sich eben noch so dicht an ihn gedrückt hatte und somit die Leere in seinem inneren mit ihrer Gegenwart gefüllt hatte, von ihm entfernt. Hatte sich einem anderen zugewandt. Diesem mehr Beachtung geschenkt hatte wie ihm.
Und all die Eifersucht, all der Hass und die Wut hatten sich ihrer Bahn gebrochen und ungerechtfertigt die einzige Katze angefeindet, welche ihm das Gefühl gab, Zuhause zu sein. Er hörte ihre zitternde Stimme, als sie fragend seinen Namen nannte... doch ihm war nichts anderes übrig geblieben, als sich von ihr zu entfernen... denn er wusste, noch eine Sekunde länger in der Gegenwart dieser Katze und er hätte für nichts mehr garantieren können. Er hätte das Getan, was eindeutig nur als falsch und verwerflich bezeichnet werden könnte... er hätte sich genommen, was er begehrte. Genommen, was er als seins ansah. Vor den Augen aller hätte er sie gezeichnet und damit wohl das zerstört, was diese Kätzin zum leuchten brachte.

So hatte er versucht sie von sich zu stoßen und obwohl ihn die Gedanken krank machten, was Wolfsblick wohl in diesem Moment mit dem Jungen würde anstellen, traute er sich nicht, den Kriegerbau zu verlassen, um nicht doch einen Blick auf das nun geschehene zu werfen. Er traute sich nicht, traute seiner Reaktion nicht.
Und dann hörte er den Kater... hörte, wie er meinte, er – Granitherz – hätte Besuch. Und zum ersten Mal in seinem Leben betete der Krieger tatsächlich. Betete zum Sternenclan, dass weder das Junge noch der Krieger so dumm waren, sich ihm jetzt zu nähern. Doch sein Flehen war vergebens und sein ganzer Körper verspannte sich, als er die fast lautlos zu nennenden Pfotenschritte hörte, die sich ihm leicht wie eine Feder näherten. Sich nicht bewusst, was sie in ihm anrichtete, ertönte diese helle, melodische Stimme und selbst er konnte den Kummer hören, der aus ihren Worten sprach.
Er hörte sie neben seinem Ohr, doch er bewegte sich nicht.Versteckte sein Gesicht noch immer unter seinem Schweif, doch sein voller Anspannung fast unkontrolliert zitternder Körper verriet, dass er nicht schlief und jedes Wort aufnahm, welches sie sprach.
Leicht zuckte sein Ohr in ihre Richtung, ein Eingeständnis, dass er ihr zuhören und sie nicht direkt vertreiben würde... Ihre Entschuldigung traf ihn...denn hatte sie doch nichts falsch gemacht, sondern nur er... er war derjenige, der sich nicht unter Kontrolle hatte... der in ihrer Gegenwart all das zu verlieren schien, was ihn ausmachte. Erkannte er sich doch selbst kaum wieder.
Er hörte, wie sie ihm sagte, dass er natürlich alleine seine Familie besuchen könnte... und kurz stockte ihre Stimme. Stille machte sich breit und Granitherz zog seinen Schweif ein wenig zur Seite. Sah nach, ob sie überhaupt da war oder er sich dies alles nur eingebildet hatte... Den darin war er in letzter Zeit ja verdammt gut geworden...
Sein Blick fiel auf sie... sah die vor Kummer überschatteten Augen, die geknickt nach unten gerichteten Ohren. Sah die Unsicherheit und den Schmerz, den er ihr mit seinen so harten, so unbedachten Worten zugefügt hatte. Doch schon früh musste er lernen, dass sich Worte nicht ungeschehen machten... so sehr man sich auch wünschte zurück zu nehmen, was den Mund verließ. Es waren keine Taten, die man irgendwie vertuschen oder grade biegen konnte... nein... Worte verletzten mehr, als jede Kralle es zu tun vermochte.
Da sprach sie weiter und er wünschte sich, dass er sie in diesem Moment nicht angesehen hatte... Als sie meinte, dass sie wollte, dass er Zeit mit ihr verbrachte, weil es sie glücklich machte, reagierte sein Körper, bevor sein Verstand die Worte und sein Handeln zu begreifen vermochte.
Mit einem Satz war Granitherz auf den Beinen, langte mit einer Pfote nach Glanzjunges und zog sie an seinen Körper. Er wollte etwas sagen, doch seine Zunge fand keine Worte – eine faszinieren und zugleich beängstigend neue Erfahrung für ihn. Doch waren Worte in diesem Moment überhaupt notwendig?
Er spürte den zierlichen, viel zu dünnen Körper an seinem, spürte die Kälte, die Nässe die von ihr ausging und wie selbstverständlich fuhr seine Zunge über ihr Fell.
Zuerst noch fast sanft, jedenfalls für ihn... dann jedoch wurde das anfangs halbwegs zarte Streichen härter, drängender und bereits im nächsten Moment veränderte sich die Situation abermals. Es war, als wäre sein Kopf wie leer gefegt und nur Instinkt schien ihn zu leiten, als er sie noch näher zu sich, unter sich zog. Seine Zunge, eben noch ihren Nacken streifend verschwand und an deren Stelle versenkten sich seine Zähne in ihren Nacken. Nur kurz huschte der Gedanke durch seinen Kopf, dass er vorsichtig sein müsste. Zu zart war diese Partie, zu verletzlich. Doch kurz darauf war er auch schon wieder verschwunden und vielleicht wurde sein Griff nun auch eine Spur zu fest. Er wollte nehmen, was sie ihm in seinen Augen angeboten hatte. Was ihm gehörte, seit er sie das erste Mal vor fast zwei Monden gesehen, mit ihr gesprochen hatte.
Er konnte sich dem Drang nicht mehr erwehren... sie zu der seinen zu machen. Jetzt und für immer.

Doch kurz bevor er sich nehmen konnte, was er begehrte, hallte die Stimme seiner Mutter durch seinen Kopf. Wie ein verfluchter Schutzengel für die Kätzin, die viel zu jung für das war, was er vor hatte. Hier, wo jederzeit jemand sehen konnte, was er zu tun gedachte.
Er blickte hinab. Glanzjunges konnte sich seiner nicht entledigen. Sie war nur ein Junges... er ein Krieger. Ausgebildet und bereit alles zu tun, was er wollte.
Und dieser kleine Anflug von Realität reichte. Mit einem Fauchen ließ er die Kätzin los, trat zurück. “Bleib mir vom Leib. Beim Sternenclan, halt dich bloß von mir fern!“, fauchte er, die Panik, welche in seiner Stimme mit schwang, kaum noch zu überhören.
Er wirbelte herum, ließ das Junge in seinem Nest zurück. Kümmerte sich nicht um ihr Wohl, denn er wusste, er war zu weit gegangen und er wüsste, würde er jetzt bleiben, so könne er für nichts mehr Garantieren.

Ohne auf seine Clan-Kameraden zu achten, stürmte er durch das Lager dem Ausgang entgegen, stieß Wolfsblick dabei an, doch brachte es ihn nicht zum stoppen.
Weg... er musste einfach nur weg!
Und mit diesem Gedanken brach er durch den Ausgang des Lagers.



Tbc... vermutlich unbestimmter Ort im Terri




Ein großes Danke an Gigi (Blutseele) für die tolle Siggi! <3

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BeitragThema: Re: WindClan Lager   Mo 17 Sep - 19:01

Wolfsblick
Info´s: 1 ½ Jahre / Wind Clan / Gefährte von Knotenpelz /
ERWÄHNT: Knotenpelz, Granitherz, Glanzjunges
ANGESPROCHEN: Granitherz, Glanzjunges

Der dunkle Kater sprach dem kleinen Jungen Mut zu, dass sie zu Granitherz in den Krieger Bau gehen könne. Doch das Junge schien auch an ihn zu denken, nicht nur an Granitherz. "Pass auf, dass du dich auch trocknest, nicht, dass du noch krank wirst.." wisperte sie leise. Wolfsblick blinzelte überrascht. Sonst kümmerte es doch auch niemanden, ob er gesund oder krank war. Der Kater nickte leicht. „Geh einfach rein. Er wird sich bestimmt freuen", miaute er freundlich. Die Kätzin sah zum Eingang des Krieger Baues. "D-danke.." flüsterte sie ohne ihn jedoch anzusehen. Wolfsblick machte dies nichts aus, er sah zu, wie die kleine Kätzin in den Kriegerbau ging. Wolfsblick schnaubte leise. Gut so. Nun würden sie bestimmt miteinander reden, oder sich einfach nur gegenseitig putzen. Wolfsblick gähnte kurz, sollte er auch in den Bau gehen? Oder sollte er ihnen etwas Zeit lassen? Der dunkle Kater wusste es nicht. Er hob den Kopf und sah gen Himmel. Oftmals blinzelte er wegen des Regens, aber er spürte es nicht. Seine Gedanken kreisten um Knotenpelz. Ging es der Kätzin gut? Dachte sie überhaupt noch an ihn? Er wusste es nicht, aber er hoffte es. Noch nie hatte er eine Kätzin getroffen die so war, so war wie….sie. Der Kater seufzte leise. Er konnte nur hoffen und bald wieder zum Baumgeviert gehen, um sie zu treffen. Wolfsblick schüttelte sich erneut den langen Pelz aus, er trat dann zum Eingang des Baues. Er würde sich auch ein wenig trocknen und dann später auf die Jagd gehen. Kurz bevor er in den Bau trat hörte er Granitherz‘ wütendes Fauchen. “Bleib mir vom Leib. Beim Sternenclan, halt dich bloß von mir fern!“, hörte er den Kater fauchen. Wolfsblick hörte die Panik in der Stimme des Grauen Kriegers. Sein Körper spannte sich an in der Erwartung, dass Glanzjunges rausstürmen würde und er sie beschützen müsse. Doch mit Granitherz hatte er nicht gerechnet. Der graue Kater stürmte aus dem Bau und rempelte ihn an. Wolfsblick stolperte fauchend zurück, er machte einen Buckel und starrte dem Kater fassungslos hinterher. Granitherz stürmte regelrecht aus dem Lager hinaus. Wolfsblick war dies im Moment aber egal, er musste nachsehen, wie es Glanzjunges ging. Der dunkle Kater ging sofort in den Kriegerbau, er fand auch sogleich Granitherz‘ Nest. In diesem saß die völlig verstörte Glanzjunges. Der Kater trat zu dem Kätzchen ans Nest, besorgt schnupperte er an ihr. Er konnte überall an ihr Granitherz riechen, vorallem an ihrem Nacken. Der Kater musste sie gebissen haben. Wolfsblick legte instinktiv einige Male über den zitternden Körper. Dann stupste er sie an, versuchte, sie zum Aufstehen zu bewegen. „Du solltest wieder in die Kinderstube, Glanzjunges“, miaute er ruhig. „Dort ist es warm und sicher. Ich werde Granitherz suchen gehen“, miaute der dunkle Kater ruhig. Er musterte das Junge ruhig, sie schien keine Verletzungen zu haben, also musste Granitherz sie nur festgehalten haben. Aber warum? Warum tat dies der Kater? Wolfsblick wusste keine Antwort darauf. „Oder möchtest du lieber hierbleiben?“, miaute er zu der kleinen Kätzin. Auch wenn er sich nicht vorstellen konnte, dass das Junge lieber in dem Nest sitzen wollte.


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Wenn ich nach 4 Tagen in den Clans nicht geantwortet habe bitte schickt mir eine PN I love you

Danke an Ares für das traumhaft tolle Bild von Blut&Viper *.*
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BeitragThema: Re: WindClan Lager   Mo 17 Sep - 20:43

Glanzjunges
Vor etwa zwei Monden, hatte etwas ganz kleines, zartes und reines angefangen in ihrem Herzen zu sprießen, zu wachsen um in zukunft wahrhaftig aufblühen zu können. Es war keinefalls so, als wäre sie wirklich einsam, denn immerhin hatte sie ihre Schwester Morgenjunges. Und eigentlich, so dachte sie, hatte sie nie mehr verlangt, nie mehr gewollt oder gebraucht. Sie hatte sich keinen trüben Gedanken des Vergangenen gewidmet, immerhin konnte man an diesen Geschehnissen nie mehr etwas ändern. Hatte jeden Tag neu erlebt und mit Hoffnung und Frohsinn den darauffolgenden entgegen geblickt. Hatte sich um ihre Schwester gekümmert, war meistens oder sogar Größtenteils in ihrer Nähe - und ab und zu kam es sogar dazu, dass sie sich höflich und zaghaft anderen Clanmitgliedern näherte, um sie besser kennen zu lernen, mehr zu interagieren.  So kam es auch dazu, dass sie ihn erblickte, und sogar mit ihm sprach. Auch seine Mutter Aschensturm durfte sie ein wenig kennen lernen, sie mochte die kränkliche Königin sehr. Doch knnte sogar sie selbst bemerken, dass ihre Begegnung mit Granitherz, etwas anders war. Sie bewunderte ihn und sein Können, seine Art mit ihr umzugehen. Er war etwas besonderes, zumindest in ihren himmelblauen Augen und jede weitere Konversation hatte diesen Eindruck nurnoch bestätigt und gefestigt.
Doch nun, nachdem die harten Worte sie getroffen hatten, konnte sie garnicht anders, als zu bemerken, dass sie ihn wahrscheinlich als eine Art seltsames Familienglied betrachtete. Immerhin...war er ihr doch so schnell, so wichtig geworden! NIe hatte sie die körperliche Wärme oder Zuwendung eines Elternteiles vermisst, wie die seine nachdem er ihr den Rücken gekehrt hatte. Er hatte eine eigene Familie, zu der sie eben nicht gehörte, und der Stich in ihrem Herzen, war vollkommen neu, überraschend und unerträglich. Angst ihn wegen irgendeines dummen, leichtfertigen Fehlers zu verlieren, hatte sie wie eine Welle überschwemmt. Das Gewicht seiner Worte hatte sie fast erdrückt. Glanzjunges hätte ihn niemals beabsichtigt verärgert, oder verletzt oder sonst irgendetwas negatives in jener HInsicht! Sie wollte stets nur, dass das Leben schön war, udn die Katzen glücklich. Auch Granitherz. Besonders er. Doch wer war sie schon, um einen Platz in dem Herzen eines Helden zu verdienen, der schon genug Sorgen udn Probleme hatte, eine eigene Familie und kleine Geschwister auf die er acht gab? Dennoch...sein sanftes, schnurrendes Verhalten...er hatte sie zuvor nicht abgewiesen oder von sich Fern gehalten. Es hatte ihr Hoffnung gegeben, worauf wusste sie nicht einmal selbst, außer, dass sie am glücklichsten war, wenn sie sich an ihn kuscheln könnte und er eines seiner seltenen, wahrhaftigen Lächeln zeigte. Es hatte ihr junges Herz zum flattern gebracht ihn so zu sehen, als er hinab sah mit diesen frostblauen udn zugleich irgendwie dunklen Augen. Nicht eine Sekunde lang hätte sie ihm kein vollstes Vertrauen entgegengebracht. Das Kätzchen blickte zu ihm auf, nciht nur wortwörtlich, sondern auch mit Bewunderung und so viel mehr. “Nein, Glanzjunges... als Krieger ist es unsere Pflicht, tapfer und mutig zu sein. Wir wollen keine Anerkennung dafür.“ in diesem Moment war alles vollkommen, denn seine sanfte, schnurrende Stimme und das Lächeln, ließen sie ganz weich und warm im Inneren werden. Noch wusste sie das Gefühl nicht zu benennen, aber es war zart und rein. Grade frisch erblühend. Und doch im nächsten Moment vorbei. Sie wusste ncoh immernicht ganz genau was sie wirklich getan hatte, beschloss jedoch nciht mehr so aufdringlich zu sein, vermutlich sollte sie nicht einfach zu Kriegern tapsen und ihre seltsamen Pelze berühren, es gehörte sich nicht und ein wenig schämte sie sich für die Neugierde die sie empfunden hatte. Bereute es jemals die Seite Granitherzes verlassen zu haben. Denn sobald der Kontakt gebrochen war spürte sie wieder jeden Regentropfen udn die beißende Kälte und das grummelnde zerren des Hungers in ihrem Bauch. Sie wünschte, sie hätte nciht so gehandelt, und es gab nicht oft Momente in denen sie an Vergangenem hing. Vielleicht aber lag es auch an ihrer Einstellung, dass sie den Mut finden konnte sich zu entschudligen, nciht einfach unter dem Schmerz der Worte brach und sich wimmernd zusammenrollte. Stattdessen hatte sie sich von Wolfsblick ermutigen lassen, auch wenn siees nun etwas mied ihm ins Gesicht zu sehen.  Noch immer war sie Innerlich zittrig und unsicher, ihre Stimme war so zaghaft gewesen, als sie sich an ihn wandte, und er trotzdem weiter ging, und auch als sie es wagte in den Kriegerbau zu gehen. Mit einem letzten Wink des zarten Schweifes verabschiedete sie sich höflich von dem schwarzen Kater, durch dessen Zuspruch sie in den befremdlichen Bau trat.

Sie sprach zu ihm, mit rasendem und nervös flatterndem Herzen. Kälte, Nässe und Hunger deutlich spürbar und nicht grade ilfreich dabei die richtigen Worte zu finden. So unendlich unsicher, zitternd und noch immer kummergefüllt. Vermutlich sollte sie seine Worte respektvoll akzepiere udn ihm seine Ruhe von ihr gönnen, nach den abenteuerlichen Ereignissen war er bestimmt müde und ausgelaugt. Noch immer war es wundersam wie unbeschadest er aus der Konfrontation mit dem Hund und den Zweibeinern davon gekommen war - doch die schwere auf ihrem herzen udn ihren Schultern machten es unmöglich ncihtstuend in die Kinderstube zu gehen, nciht um Vergebung zu bitten. Selbstw enn er sie davon schicken würde weil er genug von ihr hatte, weil sie kein Teil seiner Familie war... Er musste wissen, dass es ihre zarten Schritte gewesen waren, die sich näherten, doch auch als sie sprach, schwieg er und wandte sich nciht zu ihr um. Es machte den ganzen Moment noch weitaus angespannter udn sie wagte es kaum zu Atmen, als sie verstummte und die tränennassen Augen flehendlich auf ihm lagen. Bitte...verzeih mir....Granitherz betete sie in Gedanken. Sieh mich an...nurnoch einmal kurz...bevor ich gehe und dich in Frieden lasse.. Sie zitterte nicht nur von der Kälte, sondern auch der Last ihrer Gedanken und Gefühle. Der stille Moment akm ihr unendlich lange vor...und fast wollte sie schon geschlagen da sKöpfchen sinken lassen und sich ebenso leise aus dem Staub machen wie sie gekommen war, als sich der Schweif des Katers etwas senkte. Und sie seine Augen endlich, endlich auf sich spüren konnte, ihre hoben sich und blickten in seine. Glanzjunges war niemand der nachtragend war, eher bat sie selbst um Verzeihung, vergaß verletzende Worte, nur um ein besseres Heute oder Morgen erleben zu können. Und besonders dem schönen Grauen würde sie selbst jene verletzende Worte vergeben udn vergessen, wenn er sie nur jetzt wieder einmal glücklich machen könnte. Sie würde lernen ihn besser zu verstehen, und ihn nicht mehr zu verärgern. Sie wollte sich anstrengen besser die Gedanken zu verstehen, die in seinem Kopf vorgehen mussten, damit sie früher spüren würde, wenn ihm etwas missfiel - so wie es auf dem Lagerplatz geschehen war, denn dort hatte sie es nicht geahnt, bis es aus ihm heraus sprudelte. Und selbst dannoch verstand sie kaum, was hinter den kalten Worten liegen musste und was dazu geführt hatte.  Doch als er sie nun nach gefühlten, nervenzerrenden Ewigkeiten ansah, hoben sich ihre geknickten Öhrchen leicht und hoffnungsvoll und in den trüben, schmerzlichen Augen legte sich das bekannte kleine Funkeln, wenn sie ihn entdeckte und er sie ansah. Ehrliche Freude darüber ihn zu sehen und ihn in ihrer Nähe zu wissen. Sie hatte wahrhaftig gesprochen, denn es war Glück was sie durch ihn empfand, oder nicht? Für sie stand es außer Frage, dass er sich positiv auf sie auswirkte und ein ganz wunderbarer Kater und Krieger war. Plötzlich sprang er auf und ihre Augen weiteten sich kurz, nicht aus Angst, sondern Überraschung. Im gleichen Moment langte seine Pfote nach ihr und wie eine feder konnte er sie ohne Schweierigkeiten zu sich ziehen. Der kleine zaghafte, überraschte Laut welcher aus ihrem zierlichen Kehlchen drang, wurde zu einem erleichterten und fröhlich melodischem Kichern. Die Erleichterung und Freude durchflutete sie wie eine Welle im Sturm, ihr wurde fast Schwindelig so leicht und unbeschwert wie sie sich ohne die Last auf ihrer Brust fühlte, und sie wagte wieder zu atmen. Granitherz sprach ncht, doch schien er ihr vergeben zu haben. "Danke.." wisperte sie mit einem Lächeln, als sie sich an ihn schmiegte, trotz ihres noch klitschnassen, kalten Felles. Und auch dies schien ihn nciht zu stören, stattdessen begann er ihr wie in ihrem vorherigen, geheimen Wunsch mit der Zunge über den Pelz zu fahren. Automatisch entspannte sich ihr Körper, welche runter großem, unbekannten Stress gestanden hatte udn ein kleines Seufzen entfuhr ihr dabei. Insgeheim hatte sie gehofft, dass er ihr Fell waschen udn trocknen würde, als sie ihn in die Kinderstube einlud - vermutlich ein etwas selbstsüchtiger wunsch oder? Doch Morgenjunges war einfach zu unbegabt udn ungeübt - und Aschensturm hatte schon alle Pfoten voll mit anderen Jungen zu tun, da wollte sie diese nicht noch zusätzlich stören oder belasten. Oftmals sahs ie wie andere Mütter ihre Jungen abtrockneten oder putzten, oder einfach nur das abstehende Fell glätteten. Es kam selten oder ehergesagt so gut wie neimals vor, dass jemand anderes als sie selbst oder ihre Schwetsre ihren Pelz bearbeiteten und so  verlor sie sich ganz in dem warmen, wohligen und entspannenden Gefühl welches die raue Zunge auf ihrem Fell in ihr auslöste. Schnurrend schlossen sich ihre Augen halb und sie fühlte sich wie ein geborgenes Junges, welches sie nunmal war. Sie konnte spüren, dass die Zunge etwas mehr drück ausübte udn rauer über ihren Pelz glitt, doh dachte sie sich nichts dabei und schnurrte weiter, während kribbelnde Wärme ihren entspannten Körper erfüllte. Sie trocken, warm und sicher in Granitherz Nest lag und sein bekannter Duft sie vollkommen umgab. Sie konnte spüren, dass sich etwas änderte, in der wohligen, ruhigen Stimmungsblase um sie herum. Denn noch immer schnurrend und träumerisch, hatte er sie fast schon unter sich gezogen. Verwirrt blinzelte sie, als sie statt die rhythmisch streichende Zunge, plötzlich Zähne an ihrem gebrechlichen Nacken spürte - und erstarrte. Hatte sie ihn verärgert? Sie wusste, er würde ihr niemals weh tun....würde er nicht, oder? Ein leises, erschrecktes Geräusch verließ ihr Maul, als sich jene Zähne fest in ihren Nacken drückten und sie war wie gelähmt. Sein viel größerer, schwerer Körper war über ihrem und ein stechender, pochender Schmerz ging von ihrem Nacken aus. Sie atmete wimmernd ein und hielt die Luft an, wagte sich nicht zu bewegen. Es tat nicht  allzu schlimm weh, dennoch jagte es ihr einen Heidenschreck ein und hatte ihr ein Gemisch aus Fiepen udn Wimmern entlockt. Sie hatte noch nie gesehen, dass eine Königin soetwas bei ihrem Jungen tat..oder überhaupt gesehen, dass irgendwer irgendjemanden so behandelte. Konnte nicht wissen, welche Pläne, nein welche Instinkte von Granitherz Besitz ergriffen hatten. Glanzjunges hielt ganz still und presste die Augen zusammen, verunsichert und verwirrt. Die prickende, warme und herzerwärmende Wohligkeit war verflogen, ersetzt durch eine unheimliche Ungewissheit. Doch ncoh immer, egal wie dumm es sein mochte, vertraute sie dem Kater der ihr die Luft zum atmen raubte und seine Zähne in ihrem Nacken vergruben hatte. Und dann... war alles vorbei. Wie zuvor schien sich seine Stimmung um 180 Grad gewendet zu haben, denn der Körperkontakt zwischen ihnen brach ab. Die Zähne udn Wärme verschwanden. “Bleib mir vom Leib. Beim Sternenclan, halt dich bloß von mir fern!“ sie öffnete zaghaft ihre Augen, am Leibe zitternd, jedoch nciht vor Kälte. Sie wusste nicht einmal wieso, während sie im verstummt und wie versteinert nachsah. Wohin lief er? Ließ sie wieder zurück....doch hatte sie Panik gehört, klar und deutlich. Wieso? Hatte sie etwas falsch gemacht, erneut? Oder...vermutlich hatte er ihr nie weh tun wollen! Nein, sie wusste er hätte ihr nicht weh getan, nciht absichtlich, wo er doch immer so lieb zu ihr war...so lieb, sanft udn fürsorglich... und doch konnte sie noch immer ein dumpfes Pochen in ihrem Nacken spüren. Sie bewegte sch noch immer nicht und starrte schon fast in die Luft vor sich. Sorge um Granitherz erfüllte sie, statt an das zu denken was ihr grade fast wiederfahren war. Sie bemerkte nicht wie der bekannte schwarze Kater, Wolfsblick eintrat um nach ihr zu sehen. Erst als er an ihr schnupperte, zuckte sie ruckartig und bebend vor ihm zurück, während das Gefühl sie übermannte, ein viel zu großer Körper würde über ihr ragen und ihr die Luft zum atmen nehmen. Sie schüttelte fast panisch den Kopf. Nein, er hatte ihr nicht weh tun wollen! Erst nach mehrfachem Blinzeln kehrte ihr verträumter, traumatisierter Blick ins Hier und Jetzt zurück und sie erkannte den krieger vor sich. Bei der Bewegung winselte sie schon fast leise, es waren zwar keine wirklichen Wunden an ihrem Genick zurück geblieben, doch versteckten sich kleine verräterische Abdrücke, unter dem getrockneten nun wieder seidigen Fell. Wenn er gewollt hätte, hätte er ihr mit Leichtigkeit, wie einem Kanninchen, das Genick brechen können. Doch warum sollte er? Er würde nie... Noch immer kreisten ihre Gedanken verwirrt und  verworren um das Geschehen. Erst als der schwarze Kater sie ansprach, sah sie ihn wirklich an. „Du solltest wieder in die Kinderstube, Glanzjunges“, miaute dieser ruhig. Und wie betäubt nickte sie und erhob sich auf unsichere Beine. „Dort ist es warm und sicher. Ich werde Granitherz suchen gehen“ erneut nickte sie, stumm und tapste vorwärts. Weitaus weniger elegant als zuvor, unbedacht und mechanisch. Sie machte sich sorgen um den Kater, der einfach davon gestürm war, nachdem er...was auch immer er getan oder versucht hatte. "Pass...gut auf ihn auf.." flüsterte sie und hörte ihre eigene Stimme, als wäre sie ganz weit entfernt und gedämpft.
Der Weg zur Kinderstube kam ihr unendlich lang vor, bis sie eintrat und sich nun wieder nass in ihr eigenes Nest legte. Hier roch es bekannt, aber sie vermisste den angenehmen Duft des grauen Katers. Sie rollte sich nun unbedacht zusammen und legte das Köpfchen auf die Pfoten, während ihr Schweif auf ihrer Nase ruhte. Sie wollte Aschensturm nicht ansehen, zu sehr erinnerte sie Glanzjunges an ihren Sohn, den sie seltsamerweise vermisste, sich um ihn sorgte ... und der sie so verunsicherte. Eine Weile starrte sie so vor sich hin. Schweigsam und gedankenverloren. In ihrem Nacken war jetzt nurnoch ein leichtes, kaum spürbares ziehen - als hätte sie ihren Kopf etwas zu rückartig bewegt und die dortigen Sehnen strapaziert, von den kleinen Zahnabdrücken in der Haut,welche unter dem Samtigen Fell verborgen lag, war nun nichts mehr zu sehen.

2301 Wörter
Angesprochen: Granitherz @Ares Wolfsblick @Blutseele
Erwähnt: Morgenjunges @Hibiskusflocke Aschensturm @Ares


Zuletzt von Glanzjunges am Di 18 Sep - 20:42 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: WindClan Lager   Di 18 Sep - 19:34

Wolfsblick
Info´s: 1 ½ Jahre / Wind Clan / Gefährte von Knotenpelz /
ERWÄHNT:Granitherz, Glanzjunges
ANGESPROCHEN:Glanzjunges


Der große, dunkle Kater stand vor Granitherz‘ Nest im Kriegerbau. In diesem Nest saß die kleine Glanzjunges. Wolfsblick sah auf das Junge hinab, er konnte deutlich Granitherz an ihr riechen. Der Kater neigte den Kopf und stupste sie an, bewirkte dabei aber nur, dass sie zitternd zurück schreckte. Innerlich schalt er sich selbst. So Mäusehirnig konnte auch nur er handeln! „Du solltest wieder in die Kinderstube, Glanzjunges“, miaute er ruhig. „Dort ist es warm und sicher. Ich werde Granitherz suchen gehen“, miaute der dunkle Kater ruhig. Er musterte das Junge ruhig, sie schien keine Verletzungen zu haben, also musste Granitherz sie nur festgehalten haben. Aber warum? Warum tat dies der Kater? Wolfsblick wusste keine Antwort darauf. „Oder möchtest du lieber hierbleiben?“, miaute er zu der kleinen Kätzin. Auch wenn er sich nicht vorstellen konnte, dass das Junge lieber in dem Nest sitzen wollte. Er sah zu, wie das Junge fast schon benommen nickte. „Okay“, whisperte sie leise. "Pass...gut auf ihn auf.." flüsterte sie kaum hörbar. Wolfsblick zuckte mit den Ohren, er lauschte angestrengt ihren Worten. „Keine Sorge, ich bringe ihn schon zurück“, miaute er ruhig. Wolfsblick sah zu, wie sie aufstand und aus dem Nest stolperte. Er wollte ihr schon helfen, doch er hielt sich zurück. Denn er glaubte kaum, dass sie es ertragen würde, wenn er sie hochheben würde. Der Kater folgte der kleinen Kätzin aus dem Bau hinaus und folgte ihr dann durch den Regen zur Kinderstube. Ruhig sah er zu, wie das Kätzchen seinen kleinen Körper in die Kinderstube schleppte. Er erwartete schon das wütende Fauchen einer Königin, aber dieses blieb aus. Wolfsblick zuckte leicht verwirrt mit den Ohren. Wo war die Mutter des Jungen? Schlief diese womöglich? Er zuckte leicht mit den massigen Schultern, dann wandte er sich ab. Der Regen prasselte erbarmungslos auf seine muskulöse Gestalt nieder, sein langer Pelz krauste sich unter den Tropfen. Wolfsblick überlegte kurz, dann setzten sich seine Pfoten in Bewegung. Er würde Granitherz nachgehen. Auch, wenn er durch den Regen dessen Spur wohl verlieren würde. Aber er würde ihn schon fingen. „Dieses Mäusehirn“, murrte er leise, er blinzelte gegen den Regen an. Er trabte weiter, durch den Ausgang des Lagers und den Pfotenschritten des Katers nach. „Glanzjunges so zu verschrecken“, knurrte er leise. Rutschend hielt er inne und sah zurück. Konnte er das Junge nun wirklich alleine lassen? Aber sie war so….verstört. Es wäre sicherlich nicht gut, wenn er bei ihr bleiben würde. Vor allem, wie würde das aussehen?? Die Königinnen würden ihn schräg ansehen, wenn er in die Kinderstube gehen würde. Der Kater schüttelte leicht den Kopf, er konnte das Junge jetzt nicht alleine lassen. Der Kater drehte am Absatz um und rrottete zurück ins Lager. Er blinzelte gegen den Regen an auf dem Weg zur Kinderstube. Dort angekommen quetscht er sich hinein, drinnen schüttelte er seine Pfoten aus. Als er windstern sah neigte er leicht den Kopf. Der Anführer stand bei aschensturm, diese hatte einige junge an ihrem Bauch. Wolfsblick sah sich um und sah glanzjunges bei einem weiteren jungen ib einem Nest. Wo war denn nur ihre Mutter? Der Kater sah sich um, dann rrottete er zu den jungen. Er setzte sich an den Rand des nestes. Freundlich schnurrt er die jungen an, es war ein tiefes, warmes schnurren. "Ich leiste euch ein wenig Gesellschaft", miaut er ruhig


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Wenn ich nach 4 Tagen in den Clans nicht geantwortet habe bitte schickt mir eine PN I love you

Danke an Ares für das traumhaft tolle Bild von Blut&Viper *.*
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BeitragThema: Re: WindClan Lager   Mi 19 Sep - 20:21

Aschensturm
Infos: 32 Monde | single | Mutter von Granitherz, Scherbenpfote, Flohjunges | Diabetes
ERWÄHNT: Die Jungen, Glanzjunges, Windstern, Rehauge, Granitherz
ANGESPROCHEN: Wolfsblick, Dohlenjunges

Aschensturm war sich nicht sicher, ob Windstern noch etwas würde sagen wollen, deshalb blickte sie ihn einfach nur freundlich an.
Die Jungen an ihrem Bauch begannen hungrig zu saugen und sie hoffte, dass sie noch genügend Milch hatte. Trotz ihres geschwächten, kränklichen Zustandes war dieses seltsamerweise nie ein Problem gewesen... doch die Beuteknappheit würde sich nun einmal selbst in dieser Hinsicht bemerkbar machen.
Nun bereute sie es, dass sie sich die Beute mit Rehauge geteilt hatte... hätte sie gewusst, dass sie die Jungen der Königin würde vorübergehend säugen müssen, so hätte sie sich selbst gestärkt, anstatt an die Kätzin zu denken – die ihre Jungen einfach im Stich ließ.
Wut überfiel die sonst so sanftmütige Königin. Sie konnte einfach nicht verstehen, wie man so etwas tun könnte. Jungen mussten beschützt und behütet werden! Ihnen Schaden zuzufügen – gewollt oder ungewollt... nein! Das durfte einfach nicht gestehen! Nicht zugelassen werden.
Trotzdem huschte ihr Blick Schuldbewusst zu Flohjunges, welcher in einer Pfütze spielte. Bei ihm hatte sie auch Fehler begangen. Bei all ihren Jungen... zu spät hatte sie erkannt, was sie tat.
Aber sie würde es wieder gut machen! Und wenn es das letzte war, was sie tat!
Der Blick, mit dem sie nun Windstern ansah, wirkte vermutlich ein wenig träumerisch, denn ihre Augen blickte leer, während sie nachdachte.
Sie riss sich aus ihren Gedanken, indem sie mit den Ohren zuckte und sah zu Dohlenjunges. Die kleine Kätzin beobachtete die Jungen, freundlich und neugierig. Das Herz ging der Königin auf und sie lächelte liebevoll. In diesem Moment blickte Dohlenjunges auf und fragte leise, fast schon ängstlich die Antwort erwartend, ob sie auch bleiben dürfte.
Sanft leckte Aschensturm dem Jungen über den Kopf und sie nickte. “Natürlich darfst du das, Dohlenjunges. Du bist herzlich Willkommen.“, schnurrte sie. Niemals würde sie ein Junges abweisen. Das könnte sie nicht.
Da bemerkte sie, wie eine Katze langsam in den Bau schlich und sich in ein Nest legte, ihnen den Rücken zuwandte. Sie erkannte Glanzjunges und besorgt beobachtete sie das Junge. Die Kätzin sah nicht zu ihnen, begrüßte sie nicht einmal. Ihre sonstige so fröhliche Art schien verschwunden. Nur warum? Die Königin wollte sich bereits erheben und zu ihr gehen, als Wolfsblick direkt nach dem Jungen durch den Eingang kam. Die dunkle Stimme des Katers war freundlich und er meinte, er würde dem Jungen Gesellschaft leisten. Verwirrt ließ sich Aschensturm zurück sinken und beobachtete die beiden Katzen.
Der Kater hatte sich zu dem Jungen gesellt und Aschensturm atmete tief ein, stieß den Atem besorgt wieder aus – dabei nahm sie den Geruch ihres ältesten Sohnes war.
Kurz blitzte Sorge in ihren blauen Augen auf und erneut prüfte sie die Luft, konnte allerdings nicht ausmachen, wer von den beiden Katzen so nach Granitherz roch. Sie vermutete, dass es Wolfsblick war, denn war dieser doch mit Granitherz auf der Jagd gewesen, oder nicht?
Andererseits... schien ihr Sohn in letzter Zeit häufig mit dem Jungen zu reden... und sie wusste von seinen Stimmungsschwankungen. Diese hatte er bereits als Junges gehabt und groß gebesserte hatte es sich nicht... War das Junge Opfer seines Zorns geworden? Denn konnte der Kater mehr als nur verletzend werden...
Ihr Herz sank hinab und fragten wandte sie sich an Wolfsblick. “Was ist passiert? Ist mit Glanzjunges alles in Ordnung?“
Von dem Jungen würde sie vermutlich keine Antwort erhalten, denn diese schien sie zu ignorieren, weshalb sie sich an den Kater wandte. Wenn er das Junge schon begleitete, würde er vermutlich auch wissen, warum die Kleine Kätzin so traurig war.




Ein großes Danke an Gigi (Blutseele) für die tolle Siggi! <3

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