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 WindClan Lager

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BeitragThema: Re: WindClan Lager   Do 4 Mai - 12:58

Tänzerherz kannte ihre Schwester. Zumindest soweit, wie man eine andere Katze kennen konnte. Taufrost war anders als andere, das wusste die Kriegerin. Und sie liebte sie, auch wenn sie sie hasste. Sie hatte ihr genommen, was sie am meisten geliebt hatte. Jenen Kater, dem sie ihr Leben verdankte. Und ihrer Schwester verdankte sie dessen Tod. Sie konnte nicht vergeben, konnte sie aber auch nicht ziehen lassen. Es war ein Kampf, für die Ewigkeit fortdauernd, stets unausgefochten in ihrem Herzen, den Liebe und Hass miteinander fachten. Niemals würde dieser Kampf enden, niemals ihr Herz Frieden finden.
Als sie sich nun zu Taufrost gesetzt hatte, dauerte es einen Moment, ehe diese reagierte. Dann jedoch wandte sich die Kriegerin ihr zu und ihre Worte waren wie pures Gift, als bestünden sie aus Verachtung und Tod. Es tat weh. Immerhin hatte die Schwester ihr ihren Traum genommen, das, wofür sie gelebt hatte. „Immerhin habe ich Träume“, miaute sie tonlos. Es klang nicht so überheblich, wie sie es gern gehabt hätte, war viel mehr ein Ausdruck dessen, wie leer sie sich fühlte, wie verloren in einem Clan, zu dem sie gehörte, aber dennoch nicht gänzlich. Ein Teil von ihr war noch immer fort, war gestorben an der Seite ihres Herzens. Und von dort würde dieser Teil niemals wiederkehren, war verloren bis ans Ende jeder Zeit.
Ihre Schwester, die für sie gekämpft hatte, mit der sie schreckliche Erfahrungen geteilt hatte, ahnte noch immer nichts von der Echtheit der Gefühle, die Tänzerherz für Mikael gehegt hatte. Sie hatte es ihr gesagt, doch die Schwester hatte ihr nicht geglaubt. So, wie ihr auch niemand geglaubt hatte, dass Rosenweiß nicht diejenige war, die sie verwundet hatte. Die Freundin musste schreckliches fühlen, Verrat und Trauer. Keine Gefühle, die man als erstrebenswert bezeichnen könnte. Eher jene, die man niemandem wünscht, nicht einmal dem ärgsten Feind. Gern hätte sie die Freundin wiedergesehen, allerdings fürchtete sie auch davor. Doch zu schwer wog ihr Gewissen, dass keines ihrer Worte etwas am Schicksal der Freundin hatte ändern können. Man hatte sie verbannt und manches Mal fühlte sich Tänzerherz, als wäre es auf ihren Geheiß hin geschehen. Sie hatte nur helfen wollen. Hätte sie das gelassen, dann wäre Rosenweiß noch hier.
Taufrost gab einen weiteren Kommentar ab, dass sie ihr ja hätte guten Abend sagen können. Ja, vermutlich wäre das eine Möglichkeit gewesen, vermutlich war das die, die man als Freundlichkeit bezeichnet hätte. Aber der Kriegerin war das gleich, sie war zu ihr gekommen, entgegen ihrer Erfahrungen, denn wenn sie bei Taufrost war, so wandelten ihre Gedanken meist zu Mikael, der Vergangenheit außerhalb des Windclans und Geschehnissen, über die sie kein Wort verlieren mochte. Leichter war es, das Ganze zu verdrängen, wenn man nicht neben einer Leidensgenossin saß. Dennoch hatte sich Tänzerherz heute für diesen Weg entschieden. Anstatt etwas auf die Worte der Schwester zu erwidern, was mit Sicherheit nicht freundlich ausgefallen wäre, blickte sie empor zum Himmel. Sie liebte den Himmel. Egal wo sie auch war, der Himmel war der selbe, und sie hatte etwas, woran sie sich halten konnte. Wunderschöne Farben mischten sich, sanfte Töne im Licht der untergehenden Sonne. Das Licht würde erlischen, doch am nächsten Morgen würde es sich sanft zu altbekannter Stärke kämpfen. Eine sanfte Hoffnung, die in ihr war, kämpfte sich stets erneut an die Oberfläche.
Taufrost war eine Katze, die stets auf ihr Fell achtete, weshalb sie auch jetzt dazu übergegangen war, dieses zu pflegen. Tänzerherz war in dieser Hinsicht ihrer Schwester unähnlich, ihr war es gleich, ob ihr Fell nun perfekt saß oder nicht. Sie hatte Glück, dass ihr Fell nicht vieler Pflege bedurfte, meist saß es gut, ohne dass sie Aufhebens darum machen müsste.
Die Schwester hingegen sah sie nun an und meinte, sie sähe schrecklich aus und müsse ihr Fell pflegen. Tänzerherz war nicht entgangen, wie schlecht gelaunt die Schwester heute erschien, weshalb sie nur seufzte und den Kopf schüttelte. „Es gibt niemanden, den ich beeindrucken muss, von daher ist es gleich, wie mein Fell sitzt“, miaute sie nur und blickte sich dann im Lager um. Vielleicht würde ja jemand fragen, ob sie ihn begleitete oder dergleichen. Die Gedanken bewegten sich in eine Richtung, die nicht die richtige war, nicht nach vorn, sondern zurück wandten sie sich, in eine Vergangenheit, die sie zu vergessen sich sehnte...



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BeitragThema: Re: WindClan Lager   Sa 6 Mai - 9:50

Sicheljunges
Dumpf fiel das kleine Fellbündel zu Boden, es dauerte nicht lange, da schwand auch schon die vorher dagewesene Wärme und eine Kälte breitete sich aus. In der Tat war das, worauf er lag, weich und eigentlich warm und auch der viel größere Fellball, der dort reglos lag sendete noch eine schwache Wärme aus. Unbeholfen öffnete Sicheljunges das Mäulchen, schloss es aber schnell wieder, da sich ansonsten diese unangenehme Flüssigkeit weiter in seinem Mund verbreitet hätte. Er konnte nichts sehen, nichts hören, und auch wenn er wusste, dass hier mindestens eine weitere Katze lag, fühlte er schon einsam. Instinktiv versuchte er, mit seinen schwachen Glieder über den Boden zu robben, um ein anderes, kleines Fellbündel zu erreichen, dessen Anwesenheit er bemerkt hatte. Das Atmen fiel ihm schwer, es war kaum möglich, und doch war er nicht in der Lage, panisch zu werden, er hörte nur auf, sich zu bewegen, als er ein sich bewegendes Fellbündel an seiner Seite spüren konnte. Viel Wärme lieferte das Ganze immer noch nicht, aber es beruhigte ihn, zu spüren, dass sich neben ihm etwas bewegen konnte. Er versuchte, sich näher gegen den reglosen Fellball zu drücken, doch die Kälte krabbelte langsam seinen ganzen Körper hinauf. Müsste nicht langsam eine Katze aktiv werden, um ihn aus dieser misslichen Lage zu befreien? Ob es dem Kätzchen neben ihm genauso erging, wusste er nicht, allerdings hörte es nicht auf sich zu bewegen und um sich zu treten, es legte nur ab und zu eine kleine Pause ein.
Wirklich kontrollieren konnte Sicheljunges seine Glieder im Moment nicht mehr, sie taten was sie wollten: Sie ahmten das zappelnde Ding neben ihm nach. Vielleicht würde es ihm dadurch wärmer werden, auch wenn er noch immer kaum atmen konnte und er bemerkte, wie anstrengend es war, so herumzuzappeln.


Zuletzt von Sichelschnitt am Do 8 Jun - 22:10 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: WindClan Lager   Di 9 Mai - 18:19

Wüstenpfote
Die Schülerin biss die Zähne zusammen, ihre Kiefermuskeln waren zum zerreissen gespannt, weil sie nur mit mühe ihre Wut und ihren Ärger unterdrückte. Sie sah zu, wie Ammernschlag den Heiler anfauchte und ihn neidermachte, aber den Kater schien das wenig auszumachen, oder gar gar nichts auszumachen. "An bösen Worten, die man ungesagt hinunterschluckt, hat sich noch niemand den Magen verdorben." Weshalb er Heiler war, musste er ihr ja wirklich nicht beantworten, auch wenn ihm einige vor Schärfe triefende Argumente eingefallen wären, denn das sah man dem Heiler an. "Du kannst die Übungen jetzt machen, Wüstenpfote. Ich zeige sie dir und Ammernschlag hilft dir dabei, da sie ja scheinbar noch viel zu viel Energie hat, mit der sie bisher nichts anzufangen wusste.", miaute er nun ein wenig weicher in Richtung der verletzten Schülerin, Wüstenpfote zuckte überrascht mit einem ohr, sie hatte noch nie so einen weichen Ton in der Stimme des Heilers gehört. Als er sie mit dem Schweif näher an sich heran lockte, stand die Schülerin auf und tappte steifbeinig zu dem Heiler hin, blickte zu ihm hoch. "Setz dich und drück den Kopf gegen meine Pfote.", meinte er kurz und knapp, setzte sich ebenfalls und streckte eine Pfote an die von ihm aus rechte Kopfseite der Kätzin. Wüstenpfote blinzelte und sha die Pfote an, wirklich? Das sollte sie tun? "Pass gut auf, Ammernschlag: Du übernimmst dann.", befahl er kühl und blickte dabei weiterhin Wüstenpfote an. Die Schülerin schluckte und schloss die Augen, sie setzte sich und drückte den Kopf gegen die Pfote des Heilers, drückte dagegen und keuchte leise, ihr Hals tat weh, ihr Nacken, und ihre Wunden. Wofür war das gut? Damit ihre Wunden wieder aufbrachen?? Die Kätzin verstand es nicht genau, aber der Kater vor ihr war der Heiler, also musste er wissen, warum er sie dies tun ließ. Sie fauchte dann vor schmerz als die Pfote plötzlich verschwand und sie nach vorne fiel. Schnaubend und niesend rappelte sie sich aus dem Staub wieder auf und blickte Scharfzunge hinterher, wie er zu Zimtfeuer lief, die ins Lager gehumpelt kam, leise knurrte sie, eher frustriert als Wütend, da sie nun noch länger im Lager festsitzen würde. Auch Windstern kam ins Lager, und der Kater sah wirklich nicht gut aus, sie schnaubte und blickte dem Heiler hinterher, wie er die verletzten Katzen in seinen Bau brachte. Die Schülerin seufzte und blickte sich im Lager um, sie wollte endlich wieder raus…..Wo war denn ihre schwester Lichtpfote? Oder ihre Freundinnen Gepardenpfote und Eishauch? Sie wollte ein wenig zeit mit anderen verbringen….
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Wenn ich nach 4 Tagen in den Clans nicht geantwortet habe bitte schickt mir eine PN I love you

Danke an Ares für das traumhaft tolle Bild von Blut&Viper *.*
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BeitragThema: Re: WindClan Lager   Mi 24 Mai - 16:19

Mit erhabenen Schritten betrag Weißflügel die Lichtung des Lagers, während ihm eine magere Maus aus dem Maul baumelte. Es hatte ihm sehr viel Zeit gekostet, um überhaupt die frische Spur einer Beute zu finden, und der weiße Kater hätte beinah die Hoffnung aufgegeben, während ihm das halb verhungerte Ding nicht letztendlich über die Pfoten gestolpert. Nicht, dass Weißflügel zu ungeschickt fürs Jagen wäre, ganz im Gegenteil. Er war ein recht guter Jäger, aber es ließ sich schlichtweg nichts auftreiben. Jede Windclankatze litt unter Hunger, und wenn sie nicht bald etwas änderte, würden sie daran zugrunde gehen, da war der Kater sich sicher. Die Krieger waren jetzt bereits erschöpft und mussten bis an ihre Grenzen gehen, es würde wohl nicht sehr lange dauern, bis die ersten Katzen aufgrund des Hungers erkrankten, vielleicht sogar starben. Und das war etwas, dass er keinem zumuten wollte, denn dann wäre die Trauer nur noch großer.
Als Weißflügel seine Maus auf den kleinen Beutehaufen warf, von welchem die meiste Beute auch bereits bessere Tage gesehen hatte, wurde das seltsame Gefühl in seiner Brust nur noch größer. Er hatte bereits von Anderen gehört, dass sie die Idee hatten, außerhalb des Territoriums zu jagen. Keine allzu schlechte Idee, doch viel zu gefährlich, wie Weißflügel empfand. Die Reise würde zu lange dauern und die Krieger waren zu geschwächt, als dass sie so einen langen Weg sicher schaffen würden – und vielleicht gab es da auch gar keine Beute.
Um seinen erschöpften Körper von dem weitern Laufen ein wenig zu schonen, legte Weißflügel sich irgendwo an den Rand der Lichtung, steckte sich die Pfoten unter die Brust und gähnte einmal ausgiebig, wobei seine weißen Schnurrhaare zuckten. Er würde sich für den Rest des Tages erst einmal ausruhen, denn auch, wenn er heute noch nicht sonderlich viel geschafft hatte, so zerrte die Müdigkeit an ihm. Sein Körper fühlte sich so schwach an wie er dünn war, und der ohnehin dünne Krieger wirkte sehr mager. Ähnlich wie bei seinen Clankameraden stachen ihm die Rippen hervor, während bei jedem Schritt die Schultern zu sehen waren. Seine Wangen waren ein wenig eingefallen und das Fell hing leblos herunter. Er hatte also bei weitem bessere Tage gehabt, auch wenn der Weiße seinen Anmut noch lange nicht verloren hatte. Solange er stehen könnte, würde er auch nicht aufgeben und kämpfen. Und dieser Anmut ließ den Kater auch während einer Dürre noch gut aussehen. Nein, unattraktiv war er bei weitem nicht, dennoch interessierten ihn die meisten Kätzinnen nicht. Seitdem seine Gefährtin von ihm gegangen war, wollte er mit diesem Thema nichts mehr zu tun haben. Der Schmerz, der in seiner Brust saß, und die Angst, wie sein Vater irgendwann einen schweren Fehler zu begehen und einer neuen Gefährtin etwas anzutun, war zu groß, als dass er aktiv nach einer Partnerin suchen würde. Das dachte er zumindest, denn die Wirklichkeit sah ein wenig anders aus. In Wahrheit hatte er sich bereits wieder in jemanden verguckt – Ammernschlag. Er liebte sie, das wusste Weißflügel ganz genau, und vielleicht war das auch der Grund, warum er sich bis jetzt noch nicht getraut hat, sie anzusprechen. Er sah sie immer nur an; wenn er sie auf der Lichtung umherlaufen sah, wenn sie auf Patrouillen vor ihr lief, auf Versammlungen… Seit ein paar Monden bekam er sie einfach nicht aus dem Kopf. Ob Ammernschlag seine Blicke bereits bemerkt hatte, wusste der Kater nicht. Einerseits hatte er Angst davor und hoffte, dass sie es nie herausfinden würde. Aber andererseits war die Liebe eine starke Emotion, vor der er sich einfach nicht verstecken konnte. Das Bedürfnis, ihr nach zu sein, mit ihr zu reden und ihre Stimme zu hören, war einfach zu groß. Da war es ihm sogar egal, dass sie selbst mit so einigem kämpfte, was ihr das Leben schwermachte und ihren Charakter beeinflusste. Für ihn wurde sie dadurch besonders, denn so waren nicht alle Kätzinnen. Dass sie deswegen auch sehr leicht aneinandergeraten könnten, weil auch in ihm eine aggressive Ader steckte, die jederzeit zum Vorschein kommen könnte, vertrieb er einfach ganz weit nach hinten, in die hinterste Ecke seines Bewusstseins. Auch die Tatsache, dass er mehr für seine Tochter da sein müsste, ließ die Liebe ihn vergessen.
Ein schweres Seufzen verließ die Lippen des Katers, als er Ammernschlag auch noch auf der Lichtung erblickte. Er hatte sie eben erst entdeckt, wie sie mit einem Jungen sprach, aber das reichte schon aus, um sein Herz schneller schlagen zu lassen. Er sehnte sich so schrecklich nach ihr, auch wenn man ihm äußerlich nichts davon ansehen konnte. Dafür war seine Maske zu perfekt, er zu beherrscht und ruhig. Der Drang zu ihr zu gehen war groß, aber er traute sich nicht. Es ärgerte ihn, sehr sogar, denn er war alles andere als schüchtern. Trotzdem hockte er wie festgewachsen auf der Lichtung und blickte nur zu ihr herüber, wie er es sonst auch immer tat. Noch nie hatte er sich getraut, sie wegen etwas anderem als den Kriegersachen anzusprechen. Vielleicht war sie sich seiner Existenz gar nicht bewusst? Er war zwar ein guter Krieger, aber das hatte nichts zu bedeuten. Es garantierte nicht, dass sie ihn auch wirklich kannte, mehr als Clankatzen es für gewöhnlich taten, denn untereinander kennen tat man sich immer.
So ließ der sonst so Wort- und Gefühlskarge Kater sein Kinn auf den Boden sinken und blickte ihr einfach mit gespitzten Ohren entgegen, in der stillen Hoffnung, sie würde irgendwann mal zu ihm herübersehen. Denn das würde ihn bereits glücklich stimmen.
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BeitragThema: Re: WindClan Lager   Do 1 Jun - 0:16

Ruhig hatte der große Kater dagesessen, die Flanken eingefallen wie bei allen hier, doch den Kopf dennoch erhaben. Seine Haltung war einwandfrei, er wirkte nach außen hin, als hätte der Hunger ihn bisher verschont. Doch die Wahrheit war eine andere. Er litt. So wie alle sehnte er sich nach etwas zu essen und wäre es nur eine kleine, magere Maus. Doch niemals hätte er selbst gefressen, solange die Ältesten und die Jungen nichts hatten. Niemals. Seine Ehre verbot es ihm und er würde stets danach leben.
So wie es sein Vater getan hatte. Er vermisste Hirschklaue, hätte gern mehr Zeit mit ihm gehabt, doch das war ihm nicht vergönnt gewesen. Er war gestorben im Kampf um seine Ehre, im Kampf gegen Ebermond, einem unfairen Kampf...Ebermond war es, der hätte sterben sollen. Nicht Hirschklaue. Ebermond hatte Aschenfall verführt, ihr etwas vorgespielt und seinen Vater dadurch diskreditiert. Seine Ehre wiederherzustellen war ihm wichtig gewesen. Bärenseele hätte sich nicht anders verhalten. In vielem sah er es ähnlich wie sein Vater, fast schon krankhaft war dieses Streben nach Ehre und Ansehen, das tief in ihm verankert war.
Es war Zeit, dass er endlich seinen Pflichten nachging. Er hatte zu jagen, seinen Clan zu ernähren, damit das beißende Hungergefühl nachließ. Das, was auch in seinem eigenen Bauch tobte. Ein Gefühl wie er es vorher nicht gekannt hatte. Doch...die Beute, die war nicht zurückgekehrt. Noch immer hoffte er, eines Tages bei der Jagd endlich wieder saftige Kaninchen zu erwischen, die den Clan nähren konnten. Doch momentan...machten sie Jagd auf die Gerippe von ehemaliger Beute. Es war frustrierend. Als er das Lager gerade verlassen hatte, nahm er einen seltsamen Geruch war. Eine Mischung aus Blut und noch etwas anderem. Im ersten Moment konnte er es nicht zuordnen, aber sein Fell stellte sich auf und er blickte sich wachsam um. Seine Ohren lauschten angestrengt. War da etwas? Ruhig blickte er sich um, ehe er dem Geruch folgte. Das Bild, das sich ihm bot, war erschreckend. Halb unter einem Busch ragte ein Körper heraus. Das Fell erkannte er...er hätte es unter tausenden erkannt. Vor ihm lag Aschenfall, die Katze, die ihm seinen Vater genommen hatte. Nun ja, im übertragenen Sinne. Eigentlich hatte sie ihn nur betrogen und daraus war dann das entwachsen, was ihm seinen Vater genommen hatte. So kurz nachdem er ihn gewonnen hatte...
Vorsichtig, langsam näherte er sich ihr mit gestelzten Schritten. Warum rührte sie sich nicht? Woher kam der Geruch nach Blut? Als er näher kam, sah er es. Sie hatte...entbunden. Da waren...Junge. Schockiert betrachtete er das Bild vor seinen Augen. Das Blut...die Jungen, die noch an der Nabelschnur waren...wie machte man das denn? Sie konnten ja unmöglich da dran bleiben, er musste sie ins Lager bringen. Sie würden sterben...wenn sie es denn noch schaffen konnten. Bärenseele schluckte und hob das erste Junge vorsichtig hoch. Es war silbrig grau, feine Streifen zeichneten sich ab. Es war bereits ganz kühl...wie alt mochten sie sein? Bereits einige Stunden? Oder waren es erst Minuten? Augenblicke? So kalt wie sie waren, eine ganze Zeit. Mit klaren Bewegungen leckte er das Junge gegen den Strich, um die Durchblutung anzuregen. Doch er konnte sich nicht zu lange mit einem aufhalten. Immerhin waren es drei. Er trat über das Junge hinweg und holte das zweite heran. Es war kalt. Ganz kalt...nur ganz flach war die Atmung. Der Sternenclan würde es aufnehmen, das ahnte er bereits, als er versuchte, es zu retten. Doch dem kleinen weißen Jungen mit den Flecken schien er nicht helfen zu können. So sehr er auch seine Zunge über das Fell fahren ließ, es regte sich nicht mehr. Bärenseele schluckte. Der Kater konnte nichts mehr für das Junge tun. Mit ernstem Blick wandte er sich nun dem letzten Jungen zu. Es lag halb unter Aschenfalls Bein und an seinem Bauch entdeckte er die Nabelschnur. Was sollte er nun tun? Er musste das Junge von seiner toten Mutter trennen, sonst würde es ebenfalls sterben. Heiler holen war eine Möglichkeit, aber der war gerade mit Verletzten beschäftigt.
Der Krieger blickte sich um, entdeckte ein paar Spinnweben und holte sie her. Nun blickte er auf das Junge...ein Stück von dessen Bauch entfernt nahm er die Nabelschnur zwischen die Zähne und dachte nur, wie widerlich das war, ehe er zubiss. Würgend spuckte er das Blut aus, ehe er die Spinnweben an die Nabelschnur drückte, die am Bauch des Jungen hing. Gezielt und zweifelsohne geschickt zog er das Junge unter dem Bein der Verstorbenen hervor. Sie war ganz kalt und er erschauderte leicht, als er sie dabei berührte. Das kleine weiße Junge mit dem Fleck am linken Auge schien fitter als sein verstorbenes Geschwisterchen. Fleißig und geflissentlich leckte er dem Kätzchen das Fell gegen den Strich. Vielleicht hatten die beiden Glück und würden es schaffen. Er sollte sie zu Rehauge bringen, immerhin war die – soweit er wusste – die einzige Königin momentan. Doch ihre Jungen waren noch nicht da...und die Kleinen brauchten Milch. Er musste mit Windstern reden. Vielleicht könnte einer der anderen Clans helfen. Das waren Junge. Die waren nicht verantwortlich für das, was ihr Vater getan hatte. Dennoch spürte er einen leichten Groll in seinem Herzen gegen diese beiden winzigen Wesen. Schnell schob er die Gedanken beiseite, schob die beiden nebeneinander und nahm sie am Nackenfell hoch. Mit stelzigen, aber dennoch festen Schritten, betrat er das Lager wieder und blickte sich um. Windstern war wohl in seinem Bau. Er steuerte auf diesen zu und legte die Jungen davor ab. „Windstern?“, miaute er in den Anführerbau hinein. Die Stimme ernst, respektvoll...



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BeitragThema: Re: WindClan Lager   Do 1 Jun - 19:19

Rehauge
Die runde Königin hatte sich in die Kinderstube zurück gezogen. Sie spürte, dass ihre Jungen bald kommen würden und sie wollte nicht, dass die anderen Katzen sofort mitbekamen, dass sie geworfen hatte. Langsam lies sich die Kätzin auf ihr Moosnest nieder und schloss die Augen etwas. Sie schlief immer schlechter, die Aufregung machte sich in ihr breit. Bald würden ihre Jungen da sein.Ruckartig hob sie ihren Kopf als ein höllischer Schmerz durch ihren Körper jagte. Die Jungen kommen! Eigentlich würde ich den Heiler holen...aber er wird zu viel mit den Verletzten zutun haben...ich schaff das schon alleine, meine Eltern haben kein Weichpelz groß gezogen und Kieferschweif ist bei mir...er wird mich nicht zu ihm holen dachte sie, atmete ruhig und kontrolliert. Erneut war da dieser höllische Schmerz. Rehauge bohrte ihre schwarzen Krallen in das Moos und atmete leicht zitternd, kniff die Augen zusammen. Die Schmerzen steigerten sich immer weiter, bis das erste Junge zur Welt kam. Es war fast weiß, eher Cremefarbend, mit brauner Musterung. Sie zog das Junge zu sich zwischen die Pfoten und begann das Fell des Kätzchens gegen den Strich zu lecken. Ihr gelb-grüner Blick war sanft auf das erste Junge gerichtet, bis sich erneut unheimlicher Schmerz in ihr aufwellte und mit einem Mal abfiel, als auch das zweite Junge das Licht der Welt erblickte. Angestrengt keuchend, zog sie auch das zweite Junge zu sich und begann auch das zweite Junge trocken zu lecken, leckte das Fell der beiden Jungen sanft gegen den Strich. Der Hunger nagte an ihr und hatte die Geburt noch zusätzlich erschwert, doch da waren sie. Zwei kleine, wunderschöne Jungen. Ein sanftes Schnurren stieg in ihrem Hals auf und lies ihre knochige Brust vibrieren. Vorsichtig leckte sie den Jungen über die Köpfe und schob sie an ihren Bauch, damit sie trinken konnten. Lange betrachtete sie die kleinen Geschöpfe. Ich wünschte, du wärst hier und würdest sie sehen Kiefernschweif... Ihr Blick wanderte zum Erstgeborenen und sie überlegte etwas. Dann lächelte sie. "Du wirst Lerchenjunges heißen, und du-" Rehauge richtete ihren Blick auf das zweite, getigerte Junge."Du wirst Tigerjunges heißen. In Erinnerung an die Mutter und die Schwester eures Vaters." sagte sie liebevoll und leckte das Fell der Jungen weiter gegen den Strich.
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BeitragThema: Re: WindClan Lager   Do 1 Jun - 20:11

Tigerjunges
Kälte machte sich augenblicklich in der Kätzin breit und sie wimmerte leise. Plötzlich wurde sie sacht gegen etwas gedrückt und hörte eine leise Stimme. Sie verstand nicht was gesagt wurde, auch wenn sie sich sicher war, dass die Katze die das gesagt hatte bei ihr sein musste.  
*Auch egal.* Sie kuschelte sich an das weiche, warme Fell vor ihrer Mutter, während sich ein leckerer Geruch in ihrer Nase breit machte, der ihr das Wasser im Maul zusammen laufen ließ. Sie kroch in die Richtung, von wo sie den Geruch vermutete und stieß gegen etwas. Sie knabberte leicht daran und bearbeitete den Bauch von Rehauge mit ihren Pfötchen. Als das nichts brachte hörte sie auf daran zu knabbern und versuchte es mit saugen. Eine warme Flüssigkeit floss in ihr Maul, dabei kam ein komischer Laut ihre Kehle rauf und sie drehte den Kopf weg. Neben ihr lag etwas und sie stupste es entschlossen an. *Was ist das?* Sie rückte weg von dem Fell und schnupperte. Ihre Nase stieß gegen Fell und sie nieste. *Es hat auch Fell!*Neugierig machte sie einen Schritt vor und stupste -diesmal vorsichtiger- das Fellbündel an.
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BeitragThema: Re: WindClan Lager   Fr 2 Jun - 13:19

Lerchenjunges

Bittere Kälte und stechende Gerüche waren die ersten Dinge, die Lerchenjunges in der Welt außerhalb des Bauches ihrer Mutter empfingen.
Wie eine Wand empfing sie diese Kälte, diese beinahe vollkommene Abwesenheit von der molligen Wärme, die sie bisher gekannt hatte. Eine Abwesenheit von allem, was ihr bisher vertraut war, was für sie leben bedeutete. Und dazu kam der Hunger, etwas, das sie noch nie zuvor verspürt hatte - ein grollendes, schmerzendes Ungetüm, das sich in ihrem Magen eingenistet hatte. Das Ungetüm verlangte nach Milch, das wusste Lerchenjunges instinktiv, und sie wusste, dass sie jetzt an den Bauch ihrer Mama gehörte. Dorthin und nirgendwo anders.
Doch sie war zu schwach, um nach ihrer Mutter zu schreien oder überhaupt irgendetwas zu tun außer sich elendig und zitternd hinzukauern. Lerchenjunges Muskeln brannten, ihr Herz raste und pumpte Schmerzstöße durch ihren Körper. Sie fühlte sich wie von einem Dachs überrollt.
In dem Moment, in dem ihr Verstand ihr sagte, dass sie jetzt in Panik verfallen und losschreien musste, wurde sie gepackt und hochgehoben. Die Muskeln in ihrem Nacken versteifte sich und sie war unfähig, auch nur eine Pfote zu heben, bevor sie sanft wieder abgesetzt wurde. Voller Entsetzen und Unsicherheit, was gerade passierte, wollte sie ihrem Instinkt nachgeben und loskreischen, als sie plötzlich merkte, wie etwas über ihren Rücken strich, rau und warm.
Lerchenjunges spürte, wie die beißende Kälte ein wenig nachließ und atmete zittrig aus, ihr winziges Herz immer noch im Stakkato gegen ihre Rippen pochend. Reglos lag sie da, während ihre Mutter sie säuberte und wärmte.
Doch der Moment der Nähe war schon wieder vorüber – die Wärme ihrer Mutter verschwand, sie war verloren, vergessen und für immer verlassen in dieser Welt. So fühlte es sich für das Kätzchen nämlich an, während ihre Mama – auch wenn sie das noch nicht verstand – mit den schmerzhaften Wehen kämpfte, die ihre kleine Schwester auf die Welt bringen würde. Alles, was die Cremefarbene momentan wusste, war, das sie sich fühlte wie in den Schnee geworfen und dass das böse Ungetüm in ihrem Magen keine Ruhe geben wollte.
So lag sie da also wie ein kleines Häufchen Elend. Ihr späterer Sinn für Eigenverantwortung schien noch nicht das Licht der Welt erblickt zu haben, und sogar die Neugier, die sie später als Junges nicht stillen würde können, hatte sich für einen Winterschlaf im hintersten Winkel ihres Bewusstseins versteckt. Selig schlummernd lag der Wissensdurst dort und gab sich mit der Autonomie die Zunge - im Gegensatz zu Lerchenjunges selbst. Vor Entsetzen atmete das Neugeborene ganz flach, konnte nur an ihren Platz am Bauch ihrer Mama denken, der für sie bestimmt war. An die warme, süße Milch, nach der sich ihr Magen so sehr sehnte. All die Düfte, die zuvor auf sie eingestürmt waren, warteten darauf, von ihrem noch so jungen Gehirn verarbeitet zu werden - der Geruch von Blut, ihrer Schwester und Mutter, die anderen Königinnen, die schale Spur von Frischbeute. Doch all das nahm sie gar nicht wahr, konnte es kaum, mit ihrer winzigen Nase und dem so unerfahrenen Verstand.
Dann, endlich, wurde sie wieder hochgehoben, und die nächsten Minuten versanken schlicht in einem dumpfen, weichen Gefühl der Geborgenheit und Wärme. Die Milch, die die Mutter in ihrem erschöpften, geschundenen Körper für ihre Jungen gesammelt hatte, wurde nun von beiden voll ausgekostet. Für Lerchenjunges schmeckte sie himmlisch, schmeckte nach Leben und wie das Versprechen, dass sie nie wieder allein und kalt auf dem Boden kauern müsste. Eine raue Zunge fuhr ihr unablässig über den Rücken und samtweiches Fell hüllte das Kätzchen ein. Ohne jegliches Zeitgefühl dauerte der Himmel auf Erden eine Ewigkeit für die kleine, cremefarbene Tigerkatze, und erst nach langer Zeit füllte sich ihr Bauch warm und voll an. So entsetzt, wie sie noch vorhin gewesen war, so zufrieden war sie jetzt: die leise Stimme ihrer Mutter war nur ein Murmeln, das an ihren bald so aufmerksamen Ohren vorbeiglitt und ihre Schwester, die neben ihr trank, trat völlig in den Hintergrund.
Zumindest, bis das glückliche Kätzchen einen Stoß in die Seite erhielt – und noch einen. Irritiert hielt sie inne und trat mit ihren schwachen Pfötchen in die Richtung, aus der das Stupsen gekommen war, ohne jegliches Interesse daran, was für Unbequemlichkeiten diese Welt noch mit sich bringen würde. Sie wollte nur weiter trinken- nur noch ein bisschen, ein kleines bisschen, ein paar Tropfen von dieser köstlichen Flüssigkeit, bevor sie dem dumpfen Ziehen der Müdigkeit nachgeben würde, das an ihren Augenlidern und ihrem Verstand zupfte.
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BeitragThema: Re: WindClan Lager   Mo 5 Jun - 4:55

Amaryllenjunges

Das Katzenjunge hätte tatsächlich weitergestrampelt, wenn alleine sein Kampfgeist entschieden hätte.
Den konnte man ihm nicht absprechen. Seltsam eigentlich, denn das behaarte Würmchen hatte kaum etwas, was man als Leben hätte bezeichnen können. Es besaß ja nicht einmal einen Namen.
Und seine Mutter war tot, da war er ihrem Schoß kaum entschlüpft. Zwischen ihnen mehr als ein symbolisches Band, das ihn in den ersten Stadien seiner Existenz auf sein Leben vorbereitet hatte, und sich nun als tückische, tödliche Schnur entpuppte.
Das eine Ende der Schnur hatte entschlossen, zu sterben. Oder war es letztendlich Aschenfalls Körper, der versagt hatte?
Eines war sicher: Der Kampfgeist, der tief in ihrem Sohn zu schlummern schien, war wohl eine Fügung des Schicksals.
Irgendwann war Amaryllenjunges einfach abgetaucht. Es war, als wäre er aus dem All im freien Fall durch die Luft geschnitten, und in einem See zähem Honig gelandet.
Der Vorteil von Honig gegenüber Wasser bestand in der Dichte. Statt den geschwächten Kater durch den Aufprall zu töten, umschlang ihn eine weiche Masse, sanft wie ein Moosnest, in dem er hätte liegen können.
Augenblicklich hatte er sich an die eigenartige Situation gewöhnt. Selbst, wenn es ihm möglich gewesen wäre, sie zu beschreiben, hätte er es kaum gekonnt.
Doch keimte in ihm ein vertrautes Gefühl auf, das ihn vor langer Zeit einmal bewohnt haben musste.
Ein ursprüngliches, das seinen Geist mit Stille fühlte.
Er dachte nichts. Nicht einmal an die qualvollen Momente zuvor, in denen er zwar strampeln, aber auch atmen musste. Drei, vier rasselnde Atemzüge hatte der Sauerstoff gebraucht, um seine gierigen Lungen zu füllen, ehe er dem Ersticken einen kleinen Vorsprung voraus hatte. Und jedes Mal wusste er schon, dass auf diesen Vorsprung ein einziger, elendiger Zug folgen würde, in dem ihm das Wasser in seinen Lungen das kleinste Bisschen Luft raubte.
Das gab es hier nicht. In der Honigblase konnte Amaryllenjunges nicht ersticken, denn er musste gar nicht atmen. Es war seine Blase. Sein Zustand.
Und auch, wenn er dem Nichts entgegensteuerte, so war er doch zufrieden.

Die Sonne knallte auf das flachbewachsene Land des WindClans.
Je länger sie den Boden erhitze, desto stärker wurde die Anziehungskraft, die ein unförmiger Busch auf eine bunte Schaar flügelartiger Insekten ausübte.
Sie vollführten einen sonderbaren, kreisrunden Tanz.
Im Gegensatz zu den Erdbewohnern, die der Witterung längst auf den Grund gegangen waren, schien ihnen ihr Ritual unumgänglich.
So, als wollten sie weitere potentielle Teilhaber über ihren Fund in Kenntnis setzen.
Denn so einen Bissen bekam auf Boden des WindClans diese Tage schließlich kaum einer mehr.
Auch nicht der einjährige Kater, der die Futterstelle plötzlich gefährlich nah passierte.
Amaryllenjunges bekam von all dem nichts mit.
Während sich etliche Insekten und deren Larven einen Weg durch den Leib seiner Mutter bohrten, befand er sich dazwischen. Sein eigener Körper so mickrig und klein, dass er es nicht einmal geschafft hatte, sich unter dem Bein einer Toten herauszuwinden.
Mit dem Jungen war zweifellos nicht mehr viel anzufangen. Selbst sein Geist - wenn es je einen besessen hatte - schien längst fort zu sein.
Es war lediglich seine Hülle, die dabei war, ihre letzten Ressourcen zu veratmen.
Ob es seinen Geschwistern ähnlich wie ihm erging? Zumindest war er der einzige, der Geräusche des Sterbens machte.
Der Profit an Aschenfall war nicht halb ausgenutzt, da fielen sie über Amaryllenjunges Schwester her, die nicht lange genug gelebt hatte, um von ihren Brüdern bemerkt zu werden. Einen nach dem anderen würden sie markieren, und vermutlich einen Mond lang von den Überresten zehren können.
Auch, wenn man jeden Knochen unter den Katzenpelzen zählen konnte.
Erst, als ein fünftes Klappergestell hinzukam, surrten die Fliegen für einen Moment auf und zogen einen hohen Bogen über den Kopf des Katers.
Sein Gesicht zeugte von Schock, Unglauben, Erkennen. In seinen Augen spiegelte sich ein ganz eigenartiger Glanz, der keinen Zweifel daran ließ, dass die Katze zu seinen Pfoten keine Fremde war.
Was dann passierte, war wider seinen Willen. Mechanisch und gekonnt wandte er sich dem zu, was vermeintlich noch zu retten war. Als seine Zähne die Nabelschnur durchtrennten, kroch ihm der Ekel sichtlich die Speiseröhre empor.
Der Retter befand sich inmitten der toten Halbtoten, drauf und dran, ihr Schicksal in seine Pfoten zu nehmen.
Auch Amaryllenjunges, treibend in seiner schalldichten Blase, spürte bald, dass irgendetwas nicht stimmte. Doch er war zu müde, und zu glücklich, um sich gegen die unsichtbare Kraft aufzulehnen, die ihn einlullte.
Er merkte nicht, dass seine Mutter und er nicht länger miteinander verbunden waren. Waren sie es je wirklich gewesen?
Der gefleckte, verschmutzte, und abgemagerte Kater wurde eilig an das Fell seines Bruders gedrückt, bis der fremde Kater sie schließlich endgültig von ihrer Familie trennte. Seine Mutter hatte er niemals kennengelernt. Er spürte keinen Wehmut, keinen Schmerz, als man ihn forttrug. Nur einen ächzenden Ruck, den seine Knochen taten, als seine Schutzblase Risse bekam.
Was geschah nur mit ihm?
Mittlerweile erreichte der ausgewachsene Kater den Ort, von dem er gekommen sein musste. Den Ort, der nur kurze Strecke entfernt lag von dem, der zwei Katzen ihr Leben gekostet hatte. Wenn alle so wären wie ihr Retter, hätte man die gebärende Kätzin dann retten können?
Vielleicht mussten Amaryllenjunges und seine Geschwister nicht alleine die Last der Schuld auf ihren schmalen Schultern tragen. Ob er jemals so etwas wie Schuld würde empfinden können? Oder war es dafür bereits zu spät?
In den undefinierbaren Augenblicken, die er im Maul des Katers baumelte, änderte sich etwas in ihm. Es waren dessen spitze, kriegerische Zähne, die die Blase zum Platzen brachten. Auf das Junge brachen etliche unbekannte Empfindungen herein.
Die Kälte war die Erste, die ihn mit ihren Klauen packte. Als Reaktion darauf begann sein Körper unkontrolliert zu beben.
Auch die Atmung, die ihm allzu bekannt war, wurde wieder Teil seines Bewusstseins. Amaryllenjunges war mehr denn je ein hechelndes, schlotterndes, fühlendes Häufchen Katze.
Unter all den Schmerzen, die ihn immer tiefer in ihren Sog zogen, stach ein Gefühl so angenehm hervor, dass es sich ihm im Untergrund beruhigend aufdrängte.
Es war die Geborgenheit der Mutter, die er nie würde spüren können.
Und die Bärenseele niemals würde spenden können.
Aber Amaryllenjunges kannte kein Gefühl, das ihn mehr tröstete, und intensiver hätte sein können, als die Nähe dieses fremden Katers.


sei gegrüßt...
you walked into the room you know you make my eyes burn...
heavens in your eyes...
come take a walk on the wild side...
you are my one true love...
(i´m your little harlot)
i dont know what you do, but youre unbelievable...
i think i´ll love you forever...
now my life is sweet like cinnamon...
heaven is a place on earth with you...
(without a dark paradise)
you make me crazy, you make me wild...
and he is in the sky with diamonds...


(c)Tulpenfeder
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BeitragThema: Re: WindClan Lager   Di 6 Jun - 0:58

Windstern hatte geschlafen. Es war anstrengend gewesen, ein Leben zu verlieren. Gerade, wenn man auch noch am Hungertuch nagte. Das machte das Ganze nicht gerade angenehmer. Eher im Gegenteil. Zum Glück waren die Hunde nun fort und niemanden war wirklich etwas geschehen. Gut, er hatte ein Leben verloren, aber das war nicht weiter von Belang. Seinen Kriegern hatte keiner das Leben genommen. Honigfrost und Zimtfeuer waren verletzt, doch würde Scharfzunge sie hoffentlich wieder hinbekommen.
In seinen Träumen war er woanders. Bei ihm war seine Schwester, doch ihr Blick war ernst. Immer wieder sah sie ihn durchdringlich an. Was war nur? Er ahnte nicht, dass sie versuchte, um Hilfe zu rufen...nicht für sich. Gemeinsam saßen sie immer wieder vor dem Lager...
Plötzlich drang eine Stimme in sein Bewusstsein. Sie gehörte nicht Windherz. Windstern schlug die Augen auf und blinzelte ein paar Mal, ehe er sich aufsetzte und die Glieder streckte. War da eine Stimme gewesen oder hatte er sie sich eingebildet? Manchmal wusste man ja nicht genau. Also er für seinen Teil zumindest nicht. Wenn er jetzt hereinrief, wäre es unangenehm, wenn niemand davor stand. Der große Kater erhob sich und ging mit schweren Schritten zum Eingang seines Baues, vor dem er Bärenseele erblickte. Vor ihm lagen zwei Jungen...erstaunt blickte er Bärenseele an. Soweit er wusste, war derzeit nur eine Königin in der Kinderstube und die hätte ihre Jungen ja keinem Fremden überlassen, damit er sie zu ihr brachte. Er blickte den Krieger an. „Woher kommen die?“, fragte er mit freundlicher Stimme. Hoffentlich war ihre Mutter wohlauf, denn er wüsste nicht, wie er sie sonst durchbringen sollte. Der Clan durfte keine weiteren Jungen haben, so schwer es war, immerhin litten sie fürchterlichen Hunger. Sie würden nur sterben, wenn sie hier waren...
Das sind die Jungen von Aschenfall, Windstern. Ich habe sie draußen gefunden, Aschenfall und eines der Jungen haben es nicht geschafft. Die beiden habe ich mitbringen können. Auf das eine sollte Scharfzunge bald einen Blick werden, ich bin unsicher, ob ich das mit der Nabelschnur richtig gemacht habe“, erklärte der Krieger nun und Windstern seufzte. Aschenfall war tot...und eines ihrer Jungen. Ein Wunder, dass zwei unterernährte Würmchen es geschafft hatten und atmeten. „Wo hast du sie gefunden? Ich werde sie holen gehen“, fragte der Anführer mit ruhiger Stimme. Aschenfall war wohl die erste, die dem Hunger gänzlich erlag. Trauer füllte Windsterns Blick als er die beiden Jungen betrachtete. Noch war nicht ganz sicher, ob es sich um Kater handelte, aber er würde es vermuten. Doch das konnte sich in den ersten Tagen noch ändern. Immerhin waren sie mangelernährt, da könnte sich noch etwas offenbaren. „Ich nehme an, sie haben keine Namen. Du solltest ihnen welche geben und sie dann in die Kinderstube bringen. Vielleicht haben wir Glück und Rehauge hat bereits geworfen. Ansonsten...“, meinte er und holte tief Luft, ehe er weitersprach, „bringst du sie zum Flussclan. Wir können sie nicht ernähren und Falkenstern hat ein gutes Herz, er würde sie bestimmt nehmen.“ Es war seltsam, diese Worte aus seinem eigenen Maul zu hören. Aber er musste das beste für die Jungen entscheiden. Und das war das Leben. Wenn sie es woanders finden konnten, war dort ihr Zuhause. Nirgendwo sonst.
Als er dann hörte, wo Bärenseele die Jungen gefunden hatte, stockte ihm einen Moment der Atem. Das konnte nicht sein! Wie gehetzt huschte sein Blick durchs Lager. „Ich werde sie holen gehen.“, meinte er nur und sprang los. Als er das Lager verließ, prasselten die Bilder aus seinem Traum wieder auf ihn ein. Er erreichte die Stelle...und da, wo Aschenfall lag, hatte Windherz gesessen. Wieso war er nicht aufgewacht? Wieso nur? Wäre sie dann noch am Leben? Erschrocken blickte er zum Himmel. „Vergebt mir, ich habe nicht verstanden...verzeiht mir diesen Tod“, murmelte er leise, ehe er das tote Junge sanft auf Aschenfalls Körper legte. Er nahm Aschenfall am Nackenpelz und zog sie sanft ins Lager. Sein Körper schmerzte dabei, als würde er zehn Krieger ziehen, doch die Wahrheit war eine abgemagerte Königin mit einem klapperdürrem Jungen. Der Hunger fraß ihn auf, von innen. Und nicht nur ihn.
Traurig sah er auf die Tote, leckte ihr die Wange und seufzte. „Verzeih mir. Hoffentlich hast du eine gute Jagd...“, flüsterte er leise.



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BeitragThema: Re: WindClan Lager   Do 8 Jun - 22:50

Sicheljunges
In Gedanken war der Kater überrascht, als er auf einmal keinen Boden mehr unter sich spüren konnte, dafür aber einen seltsamen Druck am Nacken. Auch wenn er nicht wusste, was gerade vor sich ging, war er nicht in der Lage, seine Überraschung durch eine Bewegung zu signalisieren. Ruhig ließ der Kater das über sich ergehen, was gerade passierte und nun passieren würde. Was würde überhaupt passieren? Sicheljunges konnte keine Gedanken fassen, war nicht in der Lage zu denken, als ob diese Funktion noch nicht dazu bereit wäre, verwendet zu werden, wenn sich etwas in seinem Kopf abspielte, verschwand es genauso schnell wieder und er fühlte sich wie nasser Klumpen, der zu Nichts in der Lage war.
Was nun passierte, wusste er nicht ganz. Etwas raues fuhr regelmäßig über seinen Körper, es fühlte sich äußerst unangenehm an, seltsamerweise hatte dieses Geschehen aber die positive Auswirkung, dass die Kälte Wärme Platz machte und es dem Kater wohlig warm wurde. Seinetwegen hätte es für immer so weitergehen können, doch gerade, als begann, sich an dieses unangenehme Gefühl zu gewöhnen, hörte es auf einmal auf.
kaltes Etwas wurde neben ihn gelegt, doch er spürte, wie es sich auch langsam erwärmte. Es bekam wahrscheinlich auch gerade dieses raue Ding über den Körper. Durch die jetzig vorhandene Wärme etwas gekräftigt, war er in der Lage,  überrascht mit dem Ohr zu zucken, als er wieder einen Druck am Nacken spürte und erneut den Boden unter seinem Körper verlor. Reflexartig hielt der Kater still und zog seine Hinterläufer an, während er ab und zu gegen das Fellbündel neben ihm baumelte, ebenso spürte er einen kleinen Windzug, als würde Sicheljunges seine Position verändern, ohne sich selbst bewegen zu müssen. Wie war das möglich? Wahrscheinlich lag das an diesem Etwas, das ihn und den anderen Fellbündel gewärmt hatte. Es fühlte sich irgendwie falsch an, von diesem nun getragen zu werden, aber es fühlte sich dennoch gut an, er fühlte sich geborgen durch diese körperliche Nähe von dem großen Fellbündel und dem kleinen Fellbündel, welches neben ihm baumelte.
Es dauerte allerdings nicht lange, da fühlte er wieder Boden unter sich und drehte den kleinen Kopf, auch wenn er nichts sehen konnte. Als er dies realisiert hatte, richtete er sein Köpfchen wieder starr nach vorne. Wo war eigentlich der andere Fellbündel? Oder besser gesagt, die anderen zwei? Soweit Sicheljunges es wahrgenommen hatte, lag ein weiteres, kleines Fellbündel in seiner Nähe, ebenso wie ein großer Fellbündel, bestimmt so groß wie dieser, der sie gewärmt hatte, und dennoch fehlten diese Beiden an seiner Seite. Sie hatte sich vorhin schon kaum bewegt, was wohl mit ihnen los war?
Sicheljunges versuchte, sich auf die seltsamen Brummgeräusche zu konzentrieren, die abwechselnd hinter ihm und vor ihm erklangen. Mit so seltsamen Lauten unterhielt man sich hier? Ohne einen Funken schlauer zu sein, blendete Sicheljunges das Gebrumme der beiden Katzen aus und drehte seinen Kopf nur in die vermutete Richtung, in die die eine Katze verschwand, dabei konnte er nur einigermaßen die Vibration im Boden spüren, die immer sanfter wurden, je weiter sich dieser Kater entfernte.
Was würde nun passieren?
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BeitragThema: Re: WindClan Lager   Fr 9 Jun - 19:53

Rehauge
Sanft leckte die Königin weiter über das Fell ihrer beiden Jungen und beobachtete sie mit ihren gelb-grünen Augen. Lange hatte sie auf diesen Moment gewartet, doch hatte sie gehofft ihn nicht alleine zu erleben. Außer ihr war sonst weder eine andere Königin, noch ihr Gefährte Kiefernschweif bei ihr. Ein leises seufzen entkam ihr, dann schüttelte sie den Kopf leicht. Sie sah wieder ihre Jungen an und schob ihre Schnauze zwischen Tiger- und Lerchenjunges. "vertragt euch ihr beiden" sagte sie sanft und schnurrte leise. Der Hunger nagte an der schönen Kätzin und magerte sie ab. Sie war aber froh, dass sie genug Milch hatte um ihre Jungen zu versorgen. Sanft fuhr sie mit ihrer Zunge über die Rücken ihrer Kleinen. Ihr eingefallenes Becken hob und senkte sich ruhig, während sie langsam begann ihr Brustfell zu putzen. Obwohl sie gerade eine Geburt hinter sich hatte und der Hunger an ihrer Kraft zehrte, wollte sie nicht schwach wirken. Sie musste immerhin ihre Kinder versorgen und sich um sie kümmern.
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BeitragThema: Re: WindClan Lager   Mi 19 Jul - 14:19

Der Gestank des Müllhaufens breitet sich immer weiter über das Hochland aus. Gegen Sonnentief dreht der Wind und bringt den beißenden Geruch von alten, angefaulten Essensresten und Ratten mit sich. Nun kann man ihn sogar schon im Lager des WindClans riechen...
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BeitragThema: Re: WindClan Lager   Sa 29 Jul - 17:26

Bärenseele hatte Windsterns Worte gehört. Als dieser ihn gefragt hatte, wo er sie gefunden hatte, und er antwortete, schien der Anführer einen Moment zu stocken. Als würde das Blut aus seinem Gesicht entweichen, so guckte der große graue Kater ihn an. Dem Krieger war nicht ganz wohl gewesen dabei. Aber er hatte seine Pflicht getan.
Windstern wies ihn an, die Jungen in die Kinderstube zu bringen. Sollte Rehauge bereits geworfen haben, sollte er sie ihr anvertrauen. Wenn nicht...hatte er tatsächlich die Worte gehört? Er sollte die beiden dem Flussclan bringen? Auch wenn es die Jungen eines widerwärtigen Katers waren, der seinen Vater ermordet hatte, sie entstammten ja dennoch diesem Clan und sollten in diesem auch groß werden. Andererseits würden sie hier wohl nicht überleben. Sie brauchten Milch und die konnte ihnen nur eine Königin geben. Da aber durch die Hungersnot nicht besonders viele Jungen auf die Welt gekommen waren, beziehungsweise auch auf dieser geblieben waren, sah es sehr schlecht aus mit Königinnen. Rehauge war die einzige. Die einzige Chance für diese beiden kleinen Katzen, im Windclan aufzuwachsen.
Doch noch mehr brachte ihn Windsterns Bitte, den Jungen Namen zu geben, in Verlegenheit. Als der Anführer loslief, hatte er nichts mehr erwidern können. Er betrachtete die beiden Jungen. Sie waren winzig, schrumpelig und man könnte unmöglich auf ihren Charakter schließen. Dennoch brauchten sie Namen. Und es sollten gute Namen sein, keine, die an Ebermond oder sein scheußliches Verhalten erinnerten. Ehrvolle Namen. Denn Ehre war wichtig, Anstand und Loyalität, das waren ernste Güter und sie mussten bereits im Namen Anklang finden.
Außerdem musste er sich beeilen. Er blickte das erste Junge an, das er gefunden hatte. Aschenfalls Großmutter fiel ihm ein, eine starke Kätzin, die für ihre Ehre gekämpft und gestorben war. Sichelblatt war ein gutes Vorbild, da war er sich sicher. Dann würde das eine Junge Sicheljunges heißen. Und das andere...er versuchte sich an den Namen von Sichelblatts Großvater zu erinnern. Kurz schloss er die Augen. Amaryllensee. Ja, das war es gewesen. Nun gut, waren die beiden eben nach Aschenfalls Großeltern benannt. Immerhin waren die prinzipientreu und ehrbar gewesen. Mit der Pfote schob er die beiden Jungen aneinander und nahm sie hoch. Es musste unbequem sein und seine Kiefer schmerzten dabei, denn normalerweise sollte man wohl nur eines zur Zeit tragen, aber es musste sein. Bärenseele betrat die Kinderstube und entdeckte Rehauge. Erleichterung überkam ihn, die er zwar in keiner Regung zeigte, aber doch tief empfand. An ihrem Bauch lagen Junge. Er trat zu ihr heran und legte die beiden nieder. Ein angenehmer Schmerz machte sich in seinem Kiefer breit, der von der Anstrengung herrührte. „Es freut mich, sehen zu können, dass es dir und deinen Jungen gut geht“, miaute er mit ernster, distanzierter Stimme. Er war nicht so jemand, der Gefühle zeigte. „Diese beiden sind die Jungen von Aschenfall, sie starb bei der Geburt, ebenso eines ihrer Jungen. Diese beiden jedoch sind noch am Leben und es würde mich beglücken, wenn du sie aufnähmst.“ Es mochte seltsam klingen. Aber es war die Wahrheit. Auch wenn er eigentlich nichts mit diesen Jungen zu schaffen haben wollte, ein gutes ehrbares Umfeld wünschte er ihnen dennoch. „Ihre Namen sind Sicheljunges und Amaryllenjunges.“ Während er die beiden vorstellte, wies er auf das jeweilige Junge. Ob sie die beiden aufnehmen würde? Er hoffte es. Dann hätte er seine Aufgabe erfüllt und musste nicht mehr zum Flussclan gehen.

//sorry, der ist mies

Ammernschlag hatte das Junge zurück zur Kinderstube geschickte und den kleinen, dürren Körper dabei beobachtet, wie er sich geknickt in diese Richtung bewegte. Das lag ihr nicht, das streng sein. Viel lieber wollte sie, dass man sie liebte. Am liebsten wäre ihr, alle täten das. Aber eigentlich wusste sie, dass das unmöglich war.
Immerhin hatte nicht mal ihre eigene Mutter sie geliebt. Sie hatte sie zum Sterben ausgesetzt und es war reines Glück gewesen, dass man sie gefunden hatte. Das hätte andernfalls ihr Ende bedeutet. Allerdings wäre ihr dann auch einiges erspart geblieben. Windherz hatte sie bei sich im Heilerbau aufgenommen. Oft war sie dort gewesen, ein wenig kränklich. Und bald waren sie zu zweit gewesen. Mit Blitzflug, hinter der sie sich ein wenig verstecken konnte, hatte sie die Jungenzeit überlebt. Auch ohne die Liebe einer Mutter...
Mutter. Das waren die schmerzlichsten Gedanken, die sie quälten. Nicht nur die an die eigene, die sie schändlich behandelt hatte, sondern auch noch an ihr kleines Geheimnis. Niemand wusste davon. Nur Windherz. Sie hatte es niemandem gesagt. Und auch Ammernschlag hatte immer geschwiegen. Und sie würde es weiterhin. Denn wenn sie allein daran dachte, es auszusprechen, wuchs ein so großer Frosch in ihrem Hals, dass sie es niemals hätte aussprechen können. Sie hatte etwas verloren, ein Überbleibsel einer schlimmen Zeit, aber dennoch auch Teil ihres Herzens. Windherz hatte ihr gesagt, dass es sein können, dass es nicht erneut möglich war, da es aufgrund eines Traumas geschehen war. Dabei war das immer ihr Traum gewesen. Als das hatte sie sich gesehen. Schon immer.
Doch mit dieser Diagnose hatte sie es nicht gewagt, es zu versuchen. Mal abgesehen davon, dass es keinen Kater in ihrem Leben gab außer ihrem Bruder. Und sie wagte auch nicht, sich jemandem zu nähern. Zwar wollte sie, dass alle sie liebten – aber dieser Schritt, den konnte sie noch nicht gehen. Wenn sie ihn denn jemals gehen könnte.
Ihr wäre im Traum nicht eingefallen, die Blicke, die Weißflügel in ihre Richtung warf, und das nun schon seit längerem, auf sich zu beziehen. Wie hätte sie ahnen sollen, dass er der Kater war, von dem sie lange schon geträumt hatte? Er träumte von ihr, er liebte sie...und sie hätte es im kühnsten Traum nicht vermutet. Und auch jetzt, sie registrierte es nicht. Oder wollte sie es vielleicht nicht registrieren?
Er war ein netter Kater, wenn man danach gucken wollte, dann konnte man ihn attraktiv nennen. Hätte sie natürlich nicht...das wäre ihr nicht eingefallen, immerhin... Ammernschlag versuchte stets, sich soetwas aus dem Kopf zu verbannen. Denn niemand würde sie gern genug haben...so sehr sie es sich auch wünschte. Aber wenn man nicht darüber nachdachte, dann wurde es besser. Nicht viel, aber ein wenig.
Die kleine Katze blickte sich um und entdeckte ihre Schwester Blitzflug. Sie standen einander sehr nahe, aber auch sie wusste nichts von dem, was damals noch mit ihr geschehen war. Blitzflug war die Gefährtin des Anführers geworden. Sie hatte damit einen Kater ergattert, den die Eltern niemals an ihrer Seite gewollt hätten, denn der war ja für die dritte Schwester reserviert gewesen. Ob Blitzflug es deswegen getan hatte? Nein, vermutlich nicht. Blitzflug war eine ehrliche Katze und sie hatte nie etwas auf das Geschwätz der Mutter gegeben. Wenn eine Katze sich endgültig freigemacht hatte, war das Blitzflug. Und Windstern liebte sie. Man konnte es sehen. Wie gerne würde sie auch von einem Kater so angesehen...dass es bereits jemanden gab, nahm sie nicht wahr.
Bestimmt würde es nicht mehr lange dauern und Blitzflug würde Junge bekommen. Ihr Traum wurde wahr – bei ihrer Schwester, nicht bei sich, aber da war kein Neid. Sie gönnte es ihr, von ganzem Herzen. Und sie versuchte, zu hoffen, dass es eines Tages auch bei ihr so aussehen würde. Doch es fiel schwer...denn es gab da diesen Teil an sich, den sie nicht mochte. Diese Cholerik...welcher Kater würde es denn auf Dauer mit ihr aushalten?
Plötzlich kam ihr ein seltsamer Geruch in die Nase. Unangenehm, verdorben, aber sie konnte ihn nicht zuordnen. Fürchterlicher Gestand traf es aber ganz gut. Sie blickte sich um und entdeckte Weißflügel, der wohl zufällig gerade in ihre Richtung sah. Vielleicht wusste der weiße Krieger ja Rat, um was es sich handelte. Mit eleganten Schritten bewegte sich die ausgesprochen kleine und drahtige Katze auf den Kater zu. „Hallo Weißflügel, weißt du, was das für ein Geruch ist?“, fragte sie dann und blickte sich suchend um. Der musste ja irgendwoher kommen.
Zusätzlich begannen nun auch noch schwere Tropfen vom Himmel zu fallen. Ihr erster Gedanke war: das wird eine Katastrophe.

Windstern saß noch bei Aschenfalls Körper, als sich der widerliche Geruch bemerkbar machte. Wenn er eines nicht gebrauchen konnte, dann war es, dass es noch mehr Probleme gab. Und das jetzt...es hätte Aschenfalls Abend werden sollen. Und keiner, der sich so schrecklich gebärdete. Der große Kater seufzte. Was musste Aschenfall nur alles ertragen...sie war tot, hatte ihre Jungen nicht Großwerden sehen...und nun würde ihr letzter Abend auch noch ein Debakel werden. Hätte er sie retten können, wenn er verstanden hätte? Oh Windherz, verzeih mir. Ich habe dich nicht verstanden. Und nun habe ich diese Schuld auf mich geladen. Wie kann ich das jemals gut machen? Oh Aschenfall, vergib mir meine Ignoranz und meinen Starrsinn, der verhinderte, dass ich dich rechtzeitig fand...  
Der Anführer sah sich um. Schnell erhob er sich und entdeckte Haselmond. Er vertraute der Kriegerin bedingungslos, sie war die Gefährtin von Rotstern gewesen und dieser ein überaus fähiger Kater. Auch wenn beide nicht im Windclan geboren waren, man hatte sich stets auf die beiden verlassen können. Und zumindest auf Haselmond konnte er sich noch verlassen. Sie war da, sie hatte Rotpfote aufgezogen. Apropos. Wo war sein Schüler eigentlich? Er hatte ihn schon seit einiger Zeit nicht mehr gesehen.  
Da nun jedoch dicke Regentropfen vom Himmel fielen, wäre es möglich, dass er sich einfach untergestellt hatte. Bestimmt war es so, er konnte jetzt auch noch nicht nachsehen. Erst musste er jemanden nachsehen lassen, was es mit dem Geruch auf sich hatte. Das Fell klebte bereits an seinem muskulösen Körper als er die seltsame Kriegerin mit den milchigen Augen erreichte, die einen nie wirklich anzusehen schien. Er hatte schon mal überlegt gehabt, Windherz zu fragen, damals, als Haselmond aufgenommen worden war, was es mit ihren Augen auf sich hatte. Doch die Frage kam ihm bereits in seinem Kopf so respektlos vor, dass er sie nie gestellt hatte. Obgleich es nie aufgehört hatte, ihn zu interessieren.  
Haselmond, ich möchte, dass du mit jemandem nachsehen gehst, was es mit diesem Geruch auf sich hat!“, miaute er laut, denn der Regen prasselte nun schon so laut, dass es die Stimmen dämpfte und leisere Geräusche übertönte. Ein richtiger Sturzbach kam da vom Himmel...die arme Aschenfall.
Binnen kürzester Zeit hatte sich der Boden auch schon vollgesogen, sodass er nun durch Matsch zum Heilerbau stapfte. Scharfzunge hatte gerade Zimtfeuer versorgt und Honigfrost, seine ehemalige Schülerin, lag bewusstlos in ihrem Nest. Er war nass und tropfte, seine Pfoten schlammig, aber er musste Scharfzunge informieren. „Bärenseele hat Aschenfalls Junge gefunden. Eines davon sollst du dir ansehen, sagt er, weil er nicht weiß, ob er es richtig gemacht hat“, miaute er und schüttelte ein wenig Wasser aus seinem Fell. „Draußen geht die Welt unter, es schüttet und der Boden ist bereits nur noch Matsch. Aschenfalls Leiche liegt draußen. Kann ich sie zu dir hereinbringen?“, fragte er dann. Nein, dann würden sie erst am nächsten Tag Totenwache halten. Oder eben, wenn der Regen nachgelassen hatte. Oder zumindest geklärt war, was für ein gefährlicher Geruch das da draußen war...  
Hoffentlich hatten sich Blitzflug und Federpfote untergestellt. Nicht, dass sie krank würden...das würde er sich so schnell nicht verzeihen. Auch wenn er nichts für diesen Regenguss konnte...

Haselmond war in ihren Gedanken versunken. Sie war in eine Zeit gewandert, die sie langsam fürchtete, zu vergessen. Es lag lange zurück, viele, viele Monde waren seitdem vergangen. Und sie hatte die verloren, die ihr am meisten bedeuteten. Sie hatte auch einen Sohn gewonnen, aber das machte den Verlust nicht weniger schwer. Sie hatte ihren Gefährten verloren, den Kater, den sie ihr ganzes Leben geliebt hatte. Und noch immer wusste sie nicht, wo sich ihr geliebter Ruuze nun aufhielt. Und doch wusste sie, spürte sie, dass er nicht mehr am Leben war. Wie, das wusste sie nicht. Doch vielleicht merkte es ein Herz, wenn sein anderer Teil aufhörte, zu schlagen. Vielleicht schlug es dann trauriger...einsamer. Manchmal hatte sie das Gefühl.
Haselmond war nie besonders nachtragend gewesen oder in irgendeiner Weise rachsüchtig, aber sie vergaß es auch nicht. Sie erinnerte sich, wie es im Wolkenclan abgelaufen war. Sie erinnerte sich, dass sie nicht ernannt worden war. Warum...nun, wer konnte das schon sagen. Aber die Vermutung, es läge an ihrer Blindheit, war wohl nicht aus der Luft gegriffen. Alle dort hatten es gewusst, hatten sie gemieden, sie verspottet. Nur einer war für sie dagewesen. Rotbuschjunges. Wenn sie sich konzentrierte, vermochte sie es, sich an seinen Geruch zu erinnern, den, aus der Kinderstube, an seine Stimme. Doch mit der Zeit hatte es nachgelassen. Es war nicht mehr so klar, nicht mehr so eindeutig. Verwaschener. Sie erinnerte sich eher noch an die Worte, aber die Stimme war ihr verlorengegangen.
Als sie dann wenig später mit ihm aufgebrochen war, mit ihm trainiert hatte...und dann schließlich zu den Verbannten gelangt war, da hatte sich etwas geändert. Noch immer trug sie das X der Verbannten. Gut verborgen unter dem weichen Fell, an der rechten Schulter. Haselmond hatte keine Ahnung, dass es versteckt war. Sie wusste nur, dass niemand sie je danach gefragt hatte. Also glaubte sie, dass sie sich diese Narbe nur eingebildet hatte. Dass man Wunden nicht zwangsläufig sehen konnte – wie könnte sie etwas anderes glauben? Sie hatte das Blut gerochen, es gespürt, als sie es putzte, aber vielleicht sah man es nicht.
Damals war aus zwei Freunden mehr geworden. Mit einem leichten Lächeln erinnerte sie sich an Ruuzes plötzlich aufkeimende Eifersucht, als sie Zeit mit Ratte verbracht hatte, einem Kater, der ebenfalls zu den Verbannten gezählt hatte. Er war nett gewesen und sie hatte ihn gemocht, aber ihr Herz hatte immer nur einem Kater gehört. Und nachdem sie von den Verbannten getürmt waren und ihrer Schwester die Freiheit verschafften, waren sie und Ruuze nur kurz im Wolkenclan geblieben. Man hatte sie aufgenommen, weil sie Wespenstich gerettet hatten. Einen anderen Grund hatte es nicht gegeben. Tigermonds Geständnis, es rührte sie noch immer. Nie könnte sie es vergessen. Doch all das verblasste...je mehr Zeit verging, desto schwächer wurden die Eindrücke. Die Kerninformationen waren ihr geblieben, sogar die meisten Worte, die sich in ihr Gedächtnis gebrannt hatten, aber Gerüche und Stimmen...wurden weniger.
Dann das Leben im Zweibeinerwald mit ihrem einen wunderbaren, perfekten Jungen. Lucille. Oh Lucille...wie sie ihre kleine Tochter vermisste. Sie war das Zünglein an der Waage gewesen und hatte entschieden, dass sie einen Clan um Aufnahme bitten würden. Und Ginsterstern hatte sie aufgenommen. Er hatte ihnen Namen gegeben, Ruuze war zu Rotbusch geworden, Lucille zu Nelkenpfote und sie selbst von Haselpfote zu Haselmond. Sie hatte ihren Kriegernamen erhalten. Etwas, was sie stets gewünscht hatte, um es dem Wolkenclan zu beweisen. Sie hatte es geschafft. War am Ziel gewesen, alles war perfekt.
Und dann war ihre Welt zerbrochen. Erst Lucille, die gemeinsam mit Ginsterstern starb. Und dann vor acht Monden Rotsterns Verschwinden. Immerhin hatte sie ihren kleinen Rotpfote. Ohne ihn wäre sie ein Schatten ihrer Selbst geblieben. So hatte es wieder Sinn.
Haselmond war nicht aufgefallen, dass der Regen stetig zu fallen begonnen hatte und nun bereits ihr Fell durchnässt war. Auch fiel er Windstern erst in dem Moment auf, wo er ihr durch den Regen zubrüllte, sie solle nachsehen, um was für einen Geruch es sich handele. Die Worte rissen sie aus ihrer Trance und sie nahm wahr, was er meinte. Der Geruch, auch wenn er vom Regen niedergeschlagen wurde, war noch deutlich zu vernehmen. Sehen konnte sie nichts, aber das hätte ihr bei diesem starken Regen vielleicht auch nichts mehr geholfen. Denn der Himmel war schwarz, der Regen laut und es waren eher Bäche als Tropfen, die da herabfielen. Sie solle sich jemand anderen suchen und mit ihm nachsehen. In der Nähe konnte sie Tänzerherz wahrnehmen und rief ihr zu, dass sie mitkommen möge, doch es war zu leise, denn in dem Moment ertönte ein lauter Donner. Haselmond achtete nicht darauf sondern bewegte sich dem Geruch entgegen, ihre Pfoten versanken im Schlamm und machten das Vorankommen mühselig. Aber sie hatte eine Aufgabe bekommen und würde sie erfüllen. So lange es eben dauerte. Der Regen erschwerte ihr die Orientierung erheblich, besonders aber die Einschätzung von Gefahren.
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BeitragThema: Re: WindClan Lager   So 30 Jul - 16:50

Rehauge hatte damit begonnen mit ihrer Zunge gegen den Strich das Fell ihrer Jungen zu lecken, als Bärenseele die Kinderstube mit zwei Jungen betrat. Als dieser die kleinen Fellbündel abgelegt hatte, richtete sie ihren grünen Blick auf die Kleinen. Nachdem er die Situation beschrieben hatte, richtete sie ihren Blick auf den Krieger. "Selbstverständlich nehm ich die beiden auf, ich kann sie doch nicht einfach sterben lassen" sagte sie sanft und leckte den Jungen über die kleinen Köpfe. Vorsichtig hob sie diese am Nacken hoch und legte sie an ihren Bauch, damit sie ebenfalls trinken konnten. "Ich werde mich um die beiden kümmern, sodass ihre Mutter im Sternenclan stolz sein kann" versprach sie und sah dann wieder zum Krieger hoch. "Wie geht es dir Blutseele? Bedrückt dich irgendwas?" fragte sie vorsichtig und legte ihren schönen Kopf etwas schief.
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BeitragThema: Re: WindClan Lager   So 30 Jul - 18:02

Wüstenpfote
Die Schülerin hatte neben dem Heilerbau gelegen, ihre Wunden waren mittlerweile fast komplett verheilt, nur auf den größten waren noch krusten zu sehen, auch zwickten sie und zogen ein wenig wenn sie sich bewegte, aber sie fühlte sich bereit, wieder aus dem Lager zu gehen. Sie hatte auch die Geburt der jungen mitbekommen, hatte das Blut und das maunzen der kätzin gerochen und gehört. Aber sie war liegen geblieben, sie wartete nur auf eine möglichkeit, aus dem Lager zu gehen, der würde schon noch kommen. Als es dann anfing zu tröpfeln, und dann auch noch zu schütten, konnte sie auch den beißenden gestank der sich im Lager ausbreitete noch riechen, die Schülerin kniff die Augen zusammen und streckte die Zunge raus, was war das??? Die Kätzin rappelte sich auf und schüttelte sich, da sie pitschnass war. Kurz zischte sie aufgrund der schmerzen ihrer krusten auf den Wunden, aber sie ließ es sogleich wieder, wenn sie zeigte, dass sie schmerzen hatte, würde sie nie raus dürfen. „Haselmond, ich möchte, dass du mit jemandem nachsehen gehst, was es mit diesem Geruch auf sich hat!“, miaute er laut, denn der Regen prasselte nun schon so laut, dass es die Stimmen dämpfte und leisere Geräusche übertönte. Die Schülerin blickte blinzelnd zu dem Anführer hin, auch er war vollkommen durchnässt und stapfte durch den Schlamm zum Heilerbau. Die Schülerin nieste kurz da ihr wasser in die Nase gekommen war und sah dann zu Haselmond, die gerade der Kriegerin Tänzerherz etwas zurief, aber sogleich ertönte ein lauter donner und die Schülerin zuckte mit aufgerissenen Augen zusammen. „Reiss dich zusammen!“ schimpfte sie sich selber und sah, wie Haselmond das Lager verließ. Entschlossen stapfte ihr die Schülerin mit nassem Fell hinterher, wobei sie ein wenig im Schlamm versank. Sie schnaubte und stapfte der Kriegerin hinterher aus dem Lager raus, wobei sie ein wenig zurück fiel, da sie durch den schlamm nicht gut voran kam.
---- > Kräuterweide
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Danke an Ares für das traumhaft tolle Bild von Blut&Viper *.*
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BeitragThema: Re: WindClan Lager   Di 1 Aug - 15:23

Die kleine dunkle cremefarbene Kätzin erwachte in einem weichen Bett aus Moos. Ihre runden und tiefblauen Augen öffneten sich blinzelnd, und gähnend öffnete das kleine Kätzchen ihr Mäulchen. Sie schmatzte, bis sie dann zur Besinnung kam und richtig erwachte. Fast sofort war Morgenjunges hellwach und sprang auf. Sie befand sich in der Kinderstube, hatte neben ihrer Schwester geschlafen, wie immer eng aneinander gekuschelt. Und nun war sie heute die erste, die wach war. Oh, was könnten sie heute wohl alles erleben? Voller Vorfreude plusterte sich das dunkle Fell des kleinen Kätzchens auf und sie stieß ein wohliges Schnurren aus. Dann stupste sie vorsichtig ihre Schwester Glanzjunges mit der Pfote in die Seite. "Hey du! He, wach endlich auf!"
Obwohl es dem WindClan nicht unbedingt gut ging und die Beute rar war, dementsprechend auch Morgenjunges nicht viel auf den Knochen hatte, verringerte es nicht ihren Spieltrieb und die Lust, ein Abenteuer zu erleben. Wer wusste denn schon, was sie heute sehen würden? Doch auf einmal hörte sie von außerhalb der Kinderstube seltsame Geräusche, die ihr etwas Angst bereiteten. Vorsichtig schlich sich das Junge näher an die Öffnung und blickte hinaus auf die Lagerlichtung. Es schüttete wie aus Kübeln. Dicke große und schwere Regentropfen fielen vom Himmel hinunter auf die Erde und alles draußen war matschig geworden. Zunächst war Morgenjunges etwas enttäuscht, da der Regen verhinderte, dass sie raus gehen und spielen konnte. Doch dann dachte sie länger darüber nach und hatte ein tolles neues Spiel. Glanzjunges und sie könnten nach draußen auf die Lichtung gehen und durch die Pfützen springen!
Um ihrer Schwester die Idee sofort mitzuteilen, eilte Morgenjunges wieder zu dieser zurück. "Glanzjunges, draußen regnet es, aber wir können durch die Pfützen springen und uns jagen!", prahlte sie stolz ihre grandiose Idee heraus und wartete ungeduldig, was ihre Schwester davon hielt.

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Wenn ich nach 3 Tagen nicht im RPG antworte, schreibt mir zur Erinnerung bitte eine Pm!♥️
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BeitragThema: Re: WindClan Lager   Mi 2 Aug - 21:42

Glanzjunges
Sie war noch gänzlich in dem traumlosen, dunklen Schlaf versunken, in welchen sie sich immer häufiger flüchtete, sobald das quälende Hungergefühl zu stark wurde und sie es nicht mehr schaffte der einhergehenden Energielosigkeit zu trotzen, als die Stimme ihrer Schwester zu ihr durchdrang und eine Pfote, welche in ihre Seite stieß, sie schließlich weckte. Ihre erste Reaktion war ein leises Schnauben, dann zog sie sich kurz zusammen und öffnete anschließend blinzelnd die blass-braunen Augen. So erhaschte sie noch einen knappen Blick auf das braune Fell des anderen Jungen, bevor dieses bereits zum Ausgang der Kinderstube geeilt war. Glanzjunges konnte nicht ganz nachvollziehen, wie man direkt nach dem Aufstehen schon so viel Energie haben konnte. Sie selbst fühlte sich durch den Hunger häufig kraftlos, zumal sie mehr bei anderen darauf achtete, dass sie genug fraßen, als bei sich selbst. Ein besonderes Auge hatte sie dabei auf Morgenjunges. Obwohl sie gleich alt waren, tendierte die hellere der beiden dazu, sich wie eine ältere Schwester zu verhalten, was nicht nur an den unterschiedlichen Persönlichkeiten lag, sondern auch daran, dass sie bereits seit geraumer Zeit keine Eltern mehr hatten. Es war recht natürlich, dass in Familien in denen Vater oder Mutter oder gleich beide wegfielen, jemand anderes sich erwachsener verhielt, als es für sein Alter üblich war. Und im Falle dieser Geschwister war es Glanzjunges, welche gerne mal  Dinge vorgab, aber sich dafür auch in gewisser Weise um ihre Schwester kümmerte und versuchte auf diese aufzupassen.
„Is‘ ja gut“, murmelte sie verschlafen, blieb jedoch noch einen Herzschlag lang liegen, bevor sie sich auf den Rücken rollte und streckte. Dann rappelte sie sich auf die Pfoten und wollte ihr Fell säubern, als Morgenjunges bereits wieder zurückkam. Ihre Augen leuchteten vor Begeisterung, als sie voller Freude von ihrer Idee erzählte, sich gegenseitig durch die Pfützen zu jagen. Ihre Euphorie machte es ihrer Schwester nicht gerade leicht, nicht sofort zuzustimmen, doch sie wenn es regnete, wollte sie erst wissen, wie schlecht das Wetter war. So begann Glanzjunges zu lauschen, stellte ihre großen Ohren auf und hörte zu, wie der Wind über die Kuhle des Lagers hinwegfegte und an den Spitzen der Kinderstube zerrte. Die Regentropfen waren bereits so dick, dass man sie fallen hören konnte, doch im Bau war es immer noch trocken. Die cremefarbene Kätzin rümpfte die Nase leicht, ließ sie hin und her zucken – ein Zeichen dafür, dass sie nachdachte und abwog. „Hmm… Ich weiß nich‘ ganz“, gab sie zurück und tapste leichtfüßig aber zurückhaltend zum Ausgang der Kinderstube.
Draußen war es grau und mit jedem Atemzug schien es dunkler und dunkler zu werden. Man konnte sehen, wie der Wind stürmte und über das Land fegte, an Gräsern, Sträuchern und Büschen rüttelte. Der Regen peitschte fast schon wie Geißeln, zumindest kam es dem hellen Jungen so vor. Mit einem zweifelnden und unzufriedenen Blick gab Glanzjunges nun ihre Einschätzung preis: „Ich glaube nicht, dass das eine gute Idee wäre. Wir sollten lieber im Trockenen bleiben bis das Wetter besser ist. Dann können wir immer noch durch die Pfützen springen.“
Sie war zwar ein Junges und spielte dementsprechend auch gerne, doch sie hielt sich auch sehr strickt an Regeln und achtete stark darauf, keinen Unsinn anzustellen oder irgendjemandem zur Last zu fallen. Und auch wenn es das erste Unwetter war, welches sie in ihrem Leben sah, so war sie sich jetzt schon sicher, dass es für Junge nicht ungefährlich wäre raus zu gehen. Und wenn etwas passieren würde, dann müssten sich die anderen um sie kümmern und das wäre nicht gut. Bis jetzt kamen sie ganz gut alleine zurecht, ohne Eltern oder ältere Geschwister. Glanzjunges wollte, dass es auch so blieb. Ihr würde es nicht gefallen, wenn sich jemand in ihre kleine Familie einmischen würde.


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BeitragThema: Re: WindClan Lager   Do 3 Aug - 4:47

Lerchenjunges

Erwähnt
Tigerjunges, Amaryllenjunges, Sicheljunges, Rehauge
Interaktion
Amaryllenjunges oder Sicheljunges; Rehauge

Lerchenjunges hatte nicht lange geschlafen, bevor eine weitere Unannehmlichkeit ihre glücklichen Träume zerriss, und daran erinnerte sie ihr instinktgetriebener Körper mit schweren Pfoten und einem weiten Gähnen. Ihr Bauch gluckste noch von den gierigen Schlucken, mit denen sie ihn vor ihrem Nickerchen gefüllt hatte. Doch wie der Rhythmus eines Neugeborenen es eben verlangt, meldete sich schon wieder ein unmissverständliches Hungergefühl; diesmal zupfte es sanft und zögerlich in ihrem Inneren.
Die sandfarbene Kätzin, deren Fell noch feucht und dank ihrer Mutter völlig verzaust war, bemühte sich mit zitternden Beinchen, näher an den Bauch Rehauges heran zu krabbeln. Ihre Schwester, die wohl neben ihr liegen musste, registrierte sie kaum.
Blind und orientierungslos streckte sie ihren Kopf nach vorne und tastete sich vorwärts, um eine Zitze zu finden – für sie zweifellos Quelle des Lebens und der süßesten Milch, die sie je in ihrem Leben kosten würde. Des süßesten Essens, das ihren Magen je erreichen könnte, so dachte sie.
Denn von Milch träumt ein Junges, noch Wochen nach seiner Geburt, weil sein Gaumen noch nicht die Bekanntschaft mit würzigen Mäusen und Amseln und dem saftigen Fleisch eines Feldhasen gemacht hat. Ein Junges kennt nicht die Befriedigung, wenn sich das lange Auf-der-Lauer-Liegen endlich auszahlt, die Krallen sich um das Tierchen schließen und ein schneller Biss ins Genick die nächste Mahlzeit garantiert.
Es kennt nicht den Stolz eines Kriegers, der zur Höhe des Frischbeutehaufens beiträgt und das warme Gefühl in seiner Brust, wenn ein Ältester mit dankbarer Miene das erlegte Stück aus dem Haufen zieht. Ein Junges hat seiner Mutter noch nicht stolz sein erstes, selbsterlegtes Beutestück präsentiert oder spielerisch mit Freunden darum gerauft, es hat noch nie eine Maus mit einem Liebsten geteilt oder sich nach einer köstlichen Mahlzeit das Fell in der warmen Sonne geputzt.
Nein, Junge – und so auch dieses – kennen nur das honigsüße Wasser des Lebens, das ihre Mutter ihnen schenkt, und trinken nur, um danach schlafen zu gehen.
Es erhält sie, nährt sie, heilt sie, und für lange Zeit wird nur dies der Stellenwert sein, den das Essen im Leben eines Kätzchens hat.
Und Lerchenjunges hatte keine Ahnung, dass dies in der jetzigen Zeit ein Segen des SternenClans war. Nein, sie wusste nichts von hungernden Katzen, zählbaren Rippen, stumpfen Pelzen und knurrenden Mägen. Auch von der knochentiefen Erschöpfung, die den Körper ihrer mageren Mutter schüttelte, war sie sich nicht bewusst.
Dass all die Schüler und Krieger dieser schönen Momente beraubt waren und schon lange kein Frischbeutehaufen mehr im Lager zu finden war, das war alles noch so weit entfernt von ihrem kleinen Gedankenkosmos, so weit entfernt von ihren instinktgetriebenen Empfindungen und dem forschen Verstand, der ihr mit der Zeit eigen werden würde.
Alles, was die kleine Lerchenjunges momentan interessierte, war, endlich die nächstgelegene Zitze zu ertasten. Doch bevor ihre zerknitterten, kurzen Schnurhaare finden konnten, wonach Lerchenjunges suchte, stieß ihre Nase plötzlich auf einen kalten Haufen, dessen flaumiger Pelz so widerliche Gerüche ausstieß, dass sogar ihre verstopfte Nase sie wahrnahm. Ihre geschlossenen Augenlider zuckten und ihr Kopf schnellte zurück, ihre Nase kräuselte sich in einem entzückenden Muster. Ekelhaft. Widerlich. Unbekannt.
Wie hatten solch abstoßende, stechende Gerüche den Weg in ihre kleine heile Welt gefunden? Wie war das überhaupt möglich? Bisher war alles Watte und Wärme und Milch und Schlummer gewesen, von der eisigen Kälte abgesehen, die sie am Anfang empfangen hatte; und es hätte alles genau so weitergehen können. Was war das? Wieso war es hier?
Mit dem ungetrübten Wohlgefühl war es wohl tatsächlich vorbei, denn als Lerchenjunges erneut ihr Näschen vorstreckte – diesmal vorsichtiger – war der stinkende Fellhaufen immer noch da, kühl und eng an den Bauch ihrer Mutter gepresst. Oh, wie hätte die Kleine denn wissen können, dass sie nun doch nicht mehr weit von dem Hunger und Tod entfernt war, der ihrem Clan im Nacken saß und ihm das Fett von den Rippen saugte?
Die Beuteknappheit forderte ihre ersten Tribute, hatte dem Anführer ein Leben genommen und zwei Jungen die Mutter.
Wie hätte sie wissen können, dass die zwei Fellhaufen neben ihr und ihrer Schwester stanken nach Trauer und Verzweiflung? Sie hatten gelegen in dem Fruchtwasser, das ihre tote Mutter in eine der letzten Taten ihres Lebens ausgestoßen hatte, in Blut und Schlamm, im Geruch von Verwesung.
Das Leben hatte sie hierhergebracht, doch der Tod hatte sie geboren, und er hing ihnen trotz Bärenseeles provisorischer Wäsche im Fell wie dunkle Gewitterwolken, die den ganzen Himmel erstickten.
Es war ein Selbstschutzmechanismus, der Lerchenjunges sich abwenden ließ, der ihr das Interesse am Unangenehmen entzog und ihr Näschen weiter auf die Suche nach Milch schickte.
Während ihr kleiner Kopf noch immer erfüllt war von Boten des Blutes und Todes, schrie ihr Bauch nun energischer, rief nach Milch und schließlich konnte das kleine Junge ihm geben, nach was er verlangte.
Die pure Unschuld und Unwissenheit, die ihr noch innewohnte, vertrieb während dem Trinken jegliche Gedanken an die Jungen, die sie später lieben würde wie Blutsgeschwister – die Jungen, die momentan nicht mehr waren als unterkühlte, zitternde Fellknäuel an ihrer Seite.
//825 Wörter


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BeitragThema: Re: WindClan Lager   Fr 4 Aug - 12:14

cf: Grenze Windclan - Flussclan

Mit schweren Schritten betrat Dünenrauch zusammen mit ihrem Schüler Zackenpfote das Lager. Schwere Schritte, weil sich ihre zarten Pfoten voll Wasser und Schlamm gezogen hatten, auf dem Weg von der Grenze nach Hause. Der nun recht starke Regen hatte sie gnadenlos überfallen und ihnen die Heimreise erschwert, aber auch hier schien er keine Katze zu verschonen. Zusammen mit einem schrecklichen Gestank, der sich über das Land zog. Woher kam nur dieser Gestank? An der Grenze zum Flussclan hatte sie ihn noch nicht vernommen. Sie könnte jemanden fragen, ob bereits etwas über diesen Geruch bekannt war, aber sie überlegte es sich letztendlich anders. Noch dazu kam, dass Zackenpfote sich auf dem Weg scheinbar ein wenig verletzt zu haben schien, und normalerweise wäre sie auch stehen belieben, damit er sich ausruhen könnte, nur wären sie dann nie vor dem schlimmsten Teil des Sturms angekommen. So hatte sie ihn letztendlich nur ein wenig gestützt, in der Hoffnung, dass es ihrem Schüler halbwegs gut ginge.
Fröstelnd schüttelte Dünenrauch ihr Fell, als sie dann im Lager ankamen, sie über ihre Schulter sah und sich an ihren Schüler wendete: „Zackenpfote, nimm dir bitte etwas zu Essen, bevor es komplett durchnässt. Dann begibst du dich in den Schutz der Pflanzen oder deines Baus und ruhst dich aus. Wenn die Pfote noch immer weh tut, gehst du bitte zum Heiler“, befahl sie ihm und zuckte mit den Ohren, als Zeichen, dass er für heute befreit wäre und sich aufwärmen dürfte. Unter diesen Umständen könnte sie ihm nichts beibringen, zumal ihr Bauch erneut schmerzte. Das letzte Mal hatte sie es ignoriert, auf etwas geschoben, dass sich logisch erklären ließ. Dem Hunger zum Beispiel, der sie alle plagte. Doch ahnte sie nicht, was der eigentliche Grund war.
Auch Dünenrauch ging nun an den Rand des Lagers, um sich Schutz zu suchen, als sie erneut der Schmerz erfasste. Ihr Bauch – dünn wie bei jeder hungernden Windclankatze und doch mit einer Wölbung, die Zweifel schuf – zog sich zusammen, so dass die goldbraune Kätzin mit vor Schmerz verzogenen Gesicht langsam zu Boden ging, den Atem anhielt und ihre Augen zusammenkniff. So lange, bis der Schmerz wieder nachließ und sie langsam ausatmen konnte. Nein, Dünenrauch ahnte definitiv nicht, woher diese Schmerzen kamen. Ahnte nicht, dass sie von Falkenstern trächtig war, denn für Gespräche mit ihrer Mutter, die sie genau auf so etwas vorbereiten sollten, hatte sie sich als Jungkatze nie interessiert, ihr nie zugehört. Hätte sie ihrer Mutter nur zugehört, dann wüsste sie wohl, dass es nicht der Hunger, sondern die heranwachsenden Babys waren, die unter schwerem Hunger litten und daher zu ihren Bauchschmerzen führten.
Ein Jammern verließ die Kehle von Dünenrauch, als sie sich wiederaufrichtete und sich über die Schnauze leckte. Nun fühlte sie sich noch viel schwächer als zuvor. Ihr Blick war getrübt und sie sehnte sich nach der Nähe von Falkenstern. Doch weder konnte sie zu ihm gehen, noch wollte sie den Heiler aufsuchen, um nach Mitteln gegen ihre Schmerzen zu fragen. Sie dachte sich, dass er viel zu tun hatte und sicherlich ständig Katzen wegen ihrem Hunger kämen, weshalb nicht auch sie ihn nerven wollte. Das ginge schlichtweg gegen ihre Prinzipien.
Unsicher ließ sie ihren Blick über das Lager schweifen, ob sie eventuell jemand gesehen hatte. Denn das wollte sie nicht. Wollte nicht, dass sich jemand Sorgen machte und deswegen seine eigenen Tätigkeiten unterbrach. Wollte nicht, dass man sich um sie kümmerte, denn den anderen Katzen ging es genauso schlecht wie ihr. Auch wenn sie sich das letztendlich nur einredete, um zu leugnen, dass es ihr nicht so gut ging.
| 510 |

Lange hatte Weißflügel in ihre Richtung gesehen. Und zwar so, dass es nicht zu auffällig wäre, er sie aber immer im Blick hätte. Sie beobachten könnte, weil es ihn so glücklich machte, sie zu sehen, auch wenn es gleichzeitig schmerzte zu wissen, dass er sie nicht haben konnte. Oder sich zumindest nicht traute, sie darauf anzusprechen. Vielleicht bestünde eine Chance, auch wenn sie vermutlich klein war. Liebe konnte man nicht erzwingen, und wenn er nicht ihr Typ war, dann hätte sich das ganze bereits erledigt. Genau deswegen wollte er sie vermutlich auch nicht fragen, um zu verhindern, dass er enttäuscht werden würde. Von ihr abgewiesen werden würde, weil sie ihn ganz einfach wie jeden anderen Krieger sah… Liebe war wirklich schrecklich, wenn man so darüber nachdachte, und er seit neustem viel zu emotional. So sah er sie also wie immer einfach in sich vertieft an, so dass er im ersten Moment weder diesen schrecklichen Geruch vernahm, noch sah, dass Ammernschlag sich in Bewegung gesetzt hatte und nun auf ihn – tatsächlich, auf ihn! – zulief. Sie kam direkt auf ihn zu und er dummer Fellball hatte es nicht einmal bemerkt, obwohl er doch die ganze Zeit in ihre Richtung gesehen hatte. Scheinbar waren seine Gedanken dann doch zu weit abgedriftet. Ein wenig irritiert schreckte Weißflügel zu schnell hoch und musste sich einen genervten Ton verkneifen, als ihm bewusstwurde, wie dämlich das ausgesehen haben musste. Und was sie jetzt wohl dachte? Er hoffte, dass sie sich keine Sorgen machen würde, ob sie ihn vielleicht gestört hätte, denn das wollte er nicht. Sie sollte sich keine Sorgen machen! Weshalb er ihre Begrüßung sogleich erwiderte, indem er freundlich „Sei gegrüßt, Ammernschlag“ sagte. Doch nun stand sie direkt vor ihm und auf einmal fühlte sein Kopf sich schrecklich leer an. Seine ganzen Gedanken und Sorgen waren mit einem Mal verschwunden und seine Konzentration lag voll und ganz bei den Worten, die sie an ihn richtete. Doch er verstand nicht ganz. Geruch? Erst, als er sich auf seine Außenwelt konzentrierte, vernahm auf er den Geruch – und rümpfte sogleich die Nase. „Es riecht nach Zweibeinern“, sagte er aus Erfahrung und hatte kurzzeitig das Gefühl, als würde sich der Geruch der Zweibeiner auf seine Zunge legen und dort etwas Pelziges hinterlassen. „Ich glaube, so einen Geruch habe ich bereits bei den Zweibeinern vernommen. Ich weiß nicht, was es ist, aber es riecht schrecklich.“ Den Blick kurzzeitig in Richtung Windstern gerichtet, der sich scheinbar bereits um das Problem kümmern ließ, setzte er sich wieder ordentlich hin, um seinen Blick daraufhin erneut auf sie zu richten. „Aber mache dir keine Sorgen, man wird sich schon darum kümmern.“ Weißflügel versuchte besonders freundlich zu klingen, ohne sie in irgendeiner Weise zu beleidigen. Immerhin gab es genügend Kätzinnen, die wütend werden könnten, wenn man so etwas sagte – weil man dann versuchte sich um sie zu kümmern und sie schwächer dastanden. Zumindest schienen einige das so zu interpretieren. Für ihn war es etwas ganz Normales, sich um andere zu kümmern, wenn sie bei ihm Rat suchten. Du denkst zu viel, unterbrach er sein Gedankenkarussell und versuchte fast schon krampfhaft etwas zu finden, mit dem er elegant das Thema wechseln könnte, um sich auch weiterhin mit Ammernschlag unterhalten zu können. Und leider stach ihm ein offensichtliches Thema direkt entgegen: „Du siehst erschöpft aus, hast du bereits etwas gegessen? Vielleicht..“ – er zögerte – „ich habe eine Maus gefangen, vielleicht können wir sie uns teilen? Es bringt dem Clan nichts, wenn die Krieger hungern – und bei dem Regen wird sich die Beute nicht mehr lange halten.“ Er hoffte sehr, dass sie ja sagen würde, denn das würde ihn mehr als nur glücklich stimmen.
| 604 |



"You never walk alone."


Zuletzt von Brombeerfrost am Mo 7 Aug - 19:52 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: WindClan Lager   So 6 Aug - 21:29

Granitherz
Nach einer erfolglosen Jagd hatte sich der Kater am Rande des Lagers niedergelassen. Mit halb geöffneten Augen hatte er scheinbar träge das Treiben im Clan beobachtet.
Doch dem war nicht so... seine ganze Aufmerksamkeit war nur auf eine einzige Kätzin gerichtet und alles in ihm verlangte, ja drängte nahezu in ihrer Nähe zu sein. Aber es ging nicht... durfte nicht sein! Diese Kätzin war Tabu. Zu rein... zu freundlich... zu perfekt. Das genaue Gegenteil von ihm.
Wenn sie ihn anblickte... mit diesem uneingeschränkten Vertrauen in den Augen... dann wollte er nichts anderes tun, als sie zu beschützen... sie niemals enttäuschen.
Und doch... und doch würde er genau das Gegenteil tun, wenn er weiterhin beinah fanatisch nach ihr verlangte. Irgendwann würde sie sehen, dass nichts an ihm so war, wie es den Anschein hatte.
Das er nicht der große Held war, den sie in ihm sah. Das alles nur Show... alles nur eine Maske war. Wenn sie wüsste, wenn sie entdeckte, was er alles getan hatte... was er weiterhin tat... sie würde sich von ihm abwenden und ihm damit einen Schlag versetzen, von dem er sich nicht so schnell – vielleicht niemals – würde erholen können. Deshalb hatte er entschieden, sich von ihm fern zu halten...
Er hatte es für eine kluge Idee gehalten – nicht damit gerechnet, dass die Anziehung so stark ist, dass er sie in jeder Faser seines Körpers spürte.
Vielleicht war dies der Grund, warum er sich in letzter Zeit des öfteren Außerhalb des Lagers aufhielt... weil es dann leichter war. Er sie nicht sehen... nicht hören musste... und nicht diesen Duft wahrnahm, den nur sie zu eigen hatte.
Dringend musste er diese Schwäche überwinden! Denn die Kätzin wurde älter... und die Vorstellung, sie würde sich irgendwann einem anderen Kater zuwenden...
Nur mit viel Mühe gelang es ihm, die Krallen eingezogen zu lassen, doch das leise Fauchen, welches ihm entwich, konnte er nicht unterdrücken. Blieb zu hoffen, es hätte keiner mitbekommen.
Als der Regen stärker wurde, erhob sich Granitherz und wollte grade in den Kriegerbau gehen, als er seine Mutter erblickte, die zu Flohjunges eilte und versuchte, ihn in die Kinderstube zu bekommen. Ein unwirsches Knurren entwich ihm, als er sah, wie die viel zu dünne Kätzin sich abmühte.
Alle Katzen des Windclans waren durch die Beuteknappheit geschwächt... doch seine Mutter hatte schon immer eine labile Gesundheit gehabt... Jetzt war sie nur noch Haut und Knochen. Granitherz trat zu den beiden Katzen, packte Flohjunges am Nackenfell und trug ihn zum Jungenbau, vor den er ihn absetzte und anschließend ohne weitere Worte zu verlieren zum Kriegerbau eilte.
Dort ließ er sich im Eingang nieder – und hoffte, dass der Regen so schnell wie möglich enden würde...

Aschensturm
Sehnsüchtig hatte die graue Kätzin beobachtet, wie ihre Clankameraden das Lager verließen und betraten... und zu gerne hätte sie sich einer Patrouille angeschlossen...
Nur leider war ihr bewusst, dass sie dadurch nur aufhalten würde und in der jetzigen Zeit, wo sie mit dem Hungertod kämpften, durfte sich einfach keine Verzögerung geleistet werden.
Es war nur so... sie war schon seit so vielen Blattwechseln im Lager eingesperrt, dass sie kaum noch wusste, wie es dort draußen war. Im Heidekraut zu tollen... auf der Jagd nach Kaninchen, nach Mäusen. Sie sehnte sich danach... und wusste, dass es doch nicht möglich war.
Nicht, dass sie mit ihrer Aufgabe als Mutter unzufrieden wäre! Nein... sie liebte alle ihre Jungen mit einer solchen Inbrunst, dass sie sie vor allem und jeden Verteidigen würde. Sah nicht einmal, dass ihre Jungen nicht die Engel waren, die sie in ihren Augen waren.
Ein leiser Seufzer entwich ihr, als ein Regentropfen vom Himmel fiel und ihr auf die Nase tropfte. Überrascht sah sie zum Himmel und bereits wenige Augenblicke später, schüttete es und der regen fiel in Bächen vom Himmel.
Sofort erhob sich die Kätzin, schwankte einmal kurz aufgrund ihrer Schwäche und eilte dann in die Mitte des Lagers, wo ihr jüngster Sohn Flohjunges mit sich selbst spielte. Sie wollte ihn am Nackfell nehmen und in den Bau tragen... aber es klappte nicht. Sie bekam ihn einfach nicht hoch und so versuchte sie ihn, mit der Schnauze sanft in Richtung Jungenbau zu drängen. Verzweifelt. Die Königin befürchtete, dass der kleine Kater erkranken würde, wenn der Regen sein Fell durchnässte.
Da erschien ein grauer Kater neben ihr und packte das Junge eher unsanft. Sie erkannte Granitherz und blickte dem Krieger hinterher, als er Flohjunges zum Bau trug und ihn dort absetzte – um Anschließend im Kriegerbau zu verschwinden.
Ein wenig besorgt blickte sie ihrem ältesten Sohn nach. Hatte sie doch das Gefühl, etwas stimmte mit ihm nicht. Doch dann schüttelte sie den Kopf. Sie machte sich einfach zu viele Sorgen!
Schnell eilte die Königin zum Jungenbau und stupste Flohjunges weiter hinein. Dort begann sie, sein nasses Fell mit der Zunge zu trocken, bevor sie sich um sich selbst kümmerte und sich dann in ihr Nest legte. “Komm her, mein Kleiner.“, schnurrte sie sanft in Richtung ihres kleinen Sohnes.




Ein großes Danke an Gigi (Blutseele) für die tolle Siggi! <3

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BeitragThema: Re: WindClan Lager   So 13 Aug - 19:31

Morgenjunges schaute trotzig ihre Schwester an. Wieso wollte die ihr nur immer den ganzen Spaß vermiesen? Das Wetter war doch super! Noch nie hatten sie ein solches Unwetter erlebt und das war die beste Chance, dazu auch noch raus zu gehen und es zu spüren. Am liebsten wäre das Junge einfach raus gesprungen, durch die Pfützen gerannt und hätte sich nass gemacht. Klar, auch ganz alleine würde sie ihren Spaß dabei haben, aber gemeinsam mit Glanzjunges würde es noch so viel mehr Spaß machen!
"Aber so schlimm ist es doch gar nicht," protestierte sie und schmollte. Doch Glanzjunges sah nicht so aus, als könnte Morgenjunges sie dazu überzeugen, doch nach draußen zu gehen. Als die Schwester dann zum Eingang lief, um nach draußen zu schauen, glomm ein kleines Stück Hoffnung in dem dunklen Kätzchen auf und ihre blauen Augen fingen vor Freude an zu leuchten. Doch sie hatte sich zu früh gefreut, denn Glanzjunges meinte nur, es sei keine gute Idee und sie sollten doch lieber abwarten, bis es aufhörte zu regnen und können danach immer noch raus.
Natürlich wusste Morgenjunges, dass ihre Schwester damit nicht unrecht hatte. Dennoch wäre sie so gerne genau jetzt durch die Pfützen gesprungen und nicht erst später... Frustriert ging auch sie wieder zum Eingang der Kinderstube, dort ging sie aber nicht hinaus, sondern legte sich davor und blickte nach draußen. Der Himmel schien fast schon schwarz zu sein und das Junge war fasziniert von den ganzen hellen Lichtern, die ab und zu im Himmel aufleuchteten. Manchmal zuckte sie auch zusammen, wenn der Donner grollte oder wenn die Geräusche der Blitze kamen, aber Angst davor hatte sie keineswegs.
Auf einmal knurrte ihr der Magen und am liebsten hätte sie etwas gefressen, ganz viel. Doch momentan gab es einfach so gut wie keine Frischbeute im Clan und jeder litt an Hunger. Sie wusste nicht einmal mehr, wann sie zuletzt etwas gefressen hatte. War es erst gestern gewesen? Oder lag es doch schon mehr als einen Tag zurück..? Morgenjunges wusste es nicht mehr und voller Hunger starrte sie hinauf zu den Blitzen, hoffte, dass das Gefühl einfach wieder verschwinden würde.

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BeitragThema: Re: WindClan Lager   So 24 Sep - 17:51

Glanzjunges
Sie konnte ihrer Schwester deutlich ansehen, dass diese ganz anders über die Situation dachte und unbedingt hinaus stürmen wollte um durch die Pfützen zu toben. Doch trotz ihrer Erwiderung, dass es doch nicht so schlimm sei, schien sie auf Glanzjunges zu hören und blieb in der Kinderstube. Sie legte sich am Eingang hin und schaute nach draußen.
Das andere der beiden Jungen fühlte sich ein wenig schlecht, ihr den Spaß verdorben zu haben, hielt diese Entscheidung jedoch für richtig. Sie nahm sich nun die Zeit, ihr Fell zu glätten und legte sich anschließend zu Morgenjunges. Denn auch wenn sie es nicht so offen zeigte, faszinierend fand sie den Sturm dennoch. Es handelte sich um eine Gewalt, die keine Katze jemals kontrollieren könnte – dieser Gedanke war erschreckend und atemberaubend zugleich. Wie viel es wohl noch gab, was hinter dem lag, was einer Katze möglich war? Ob der SternenClan wohl all diese Dinge in den Pfoten hatte? Vielleicht ritten sie auch gerade auf den dunklen, sich aufbauschenden Wolken und kämpften für ihre Nachfahren… Ob sie überhaupt kämpfen mussten? Was tat eine SternenClan-Katze eigentlich den ganzen Tag? Gingen sie jagen und patrouillieren so wie die Krieger des WindClans? Aber es gab ja nur den einen SternenClan, wieso sollte man dann also an Grenzen entlang laufen? Hatten sie überhaupt Grenzen? Wenn Glanzjunges so darüber nachdachte, dann war ziemlich wenig von ihren Ahnen bekannt. Außer den Heilern und den Anführer war ihnen auch nie jemand begegnet und es wurde von denen, die sie gesehen hatten, auch nicht viel erzählt. Ob sie wirklich so mächtig waren, dass sie einen solchen Sturm heraufbeschwören konnten?
Das Knurren eines Magens riss sie schließlich aus ihren Gedanken und sie blickte auf ihre Schwester. Sie war ebenfalls viel zu dünn und auch wenn sie sich nicht beklagte, so musste sie enorm hungrig sein. Aber Glanzjunges konnte daran nicht wirklich etwas ändern. Sie konnte kein Essen herzaubern und selbst wenn sie nun zum Frischbeutehaufen laufen würden, es gab keine Garantie, dass es dort auch etwas für sie geben würde. Früher oder später würde bestimmt ein Clanmitglied zu ihnen kommen und etwas vorbei bringen. Sie mussten sich einfach nur etwas mehr gedulden.
Um die Zeit zu überbrücken, begann sie Morgenjunges Fell zu putzen. Es war nicht auffällig dreckig oder zerzaust, aber Glanzjunges war einfach keine bessere Beschäftigung eingefallen, geschweige denn ein interessantes Gesprächsthema. Deshalb hatte sie beschlossen, vorerst einfach zu schweigen.

//sry, mir fiel nicht wirklich was ein


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BeitragThema: Re: WindClan Lager   Sa 7 Okt - 22:04

Morgenjunges starrte hinaus aus der Kinderstube. Das Unwetter schien kein Ende zu nehmen und auf einmal fragte sich das kleine Kätzchen, ob die schönen Blitze und der unaufhörliche Regen wohl für irgendjemanden Schaden bedeuteten. Für sie momentan nicht. Der WindClan lebte zwar in einer Senke, aber bisher schien es nicht danach, dass diese sich mit dem Regenwasser füllte. Also beschäftigte sie sich nicht weiter damit.
Dann spürte sie einen warmen Pelz an dem ihren. Glanzjunges hatte sich zu ihr gesellt und schaute auch hinaus zu dem Unwetter. Das Junge fragte sich, ob die Schwester wohl Angst davor hatte oder es einfach nur vernünftiger fand, in der Kinderstube zu bleiben. Das braune Kätzchen betrachtete Glanzjunges kurz, fragte sich, worüber die andere wohl nachdachte und blickte dann aber wieder nach draußen und zu den vielen Blitzen, die sich am dunklen Himmel abzeichneten.
Als ihr der Magen knurrte, wünschte sie sich, sie wäre schon eine Schülerin. Dann hätte sie mit Glanzjunges schon ganz viel Frischbeute für den Clan fangen können. Niemand leugnete es, dass der WindClan momentan keine gute Jagd machte. Dennoch, sie waren sicher nicht die einzigen, die Hunger litten. Hoffentlich verstarb keine Katze am Hungertod. Morgenjunges konnte sich vorstellen, dass dies eine der schlimmsten Wege war, zu sterben.
Ganz in Gedanken versunken bemerkte das Junge erst jetzt, dass Glanzjunges angefangen hatte ihr das Fell zu putzen. Sie beklagte sich nicht, sie genoss es eher, ihrer Schwester so nah zu sein. Immerhin hatten die beiden nur noch einander, was sie ohnehin schon näher zusammen gebracht hatte. Seufzend schloss Morgenjunges die Augen, stieß lange, leise Schnurrer aus und genoss es, wie Glanzjunges mit der Zunge über ihr Fell fuhr.

//276
Meiner wurde auch nicht gut, sry. :'D Irgendwie brauchen die beiden ein Thema oder eine andere Katze, die sie anspricht. XD


Wenn ich nach 3 Tagen nicht im RPG antworte, schreibt mir zur Erinnerung bitte eine Pm!♥️
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BeitragThema: Re: WindClan Lager   Mo 9 Okt - 17:00

Bärenseele war kein Kater, der über Gefühle sprach oder dergleichen. Er war ein Kater, der es seinem Vater nie hatte Recht machen können und es dadurch auch sich selbst niemals hatte Recht machen können. Selbstkritisch, ernst, verschlossen und verschroben. Ja, das war er. Besessen von Ehre, dem einzigen Gut, was man niemals verlieren sollte. Es war wie sein Vater sagte: „Wenn du ihm Kampf stirbst, werde ich traurig sein. Sollte ich aber hören, dass du bei der Flucht getötet oder es gar überlebt hast, dann bist du nicht mehr mein Sohn. Du würdest Schande über uns alle bringen! Am besten ist es, du stirbst einen Heldentod. Ja, das wäre das beste.“ Die Worte waren grausam und hart, aber Bärenseele verstand sie. Das waren die Worte, die bereits sein Großvater zu seinem Vater sagte, als dieser in die Schlacht mit den Verbannten zog. Sein Vater hatte es nie direkt zu ihm gesagt, aber er hatte erzählt, wie viel er von seinem Vater hielt...
Auch er liebte seinen Vater. Nie hatten sie ein gutes Verhältnis gehabt, stets war es vereist gewesen wie im tiefsten Winter. Es gab sicherlich viele Katzen, die die Verhältnisse der Familie nicht geschätzt hatten. Doch Bärenseele hatte es akzeptiert, es hatte ihn angespornt. Es hatte sein Herz kalt gemacht für jedwedes Mitgefühl, hatte es zu einem Stein werden lassen, der in seiner Brust weilte anstatt eines Herzens. Doch heute, als er den leblosen Körper Aschenfalls fand, hatte er es empfunden. Ein solches Ende hatte sie nicht verdient gehabt. Niemand hatte das. Und so war er froh, dass er Amaryllenjunges und Sicheljunges hatte retten können. Möge der Sternenclan sie führen, auf dass sie es ins Leben schaffen mögen.
Nun begann Rehauge ein Gespräch. Ihm war nicht nach reden, von Natur aus war er eher schweigsam. Sein Stolz und seine Ehre waren ausschlaggebend, dass er sich stets ans gute Benehmen band, auch wenn er weit von Herzlichkeit und Emotionen entfernt war. Verborgen waren sie ihm, wie die Sterne es waren, wenn die Sonne am Himmel stand. Fremd und weit entfernt, Schleier längst vergessener Zeiten. Man mochte nicht ahnen, dass Bärenseele ein junger Kater war, so ernst und erwachsen wie er war. Gelächelt? Es war lange her, dass er das getan hatte. Sein Freund Weißflügel mochte der einzige sein, der es gesehen hatte. Der Freund war ihm teuer, doch verstand er nicht alles, was den Kater bewegte. Obgleich bedeutend älter, so war er doch von einer romantischen verträumten Natur wie Bärenseele es niemals hätte sein mögen. Er wusste um die Liebe, die den Kater mit Ammernschlag verband, unter Freunden erzählte man sich dergleichen. Und sie waren gute Freunde, vielleicht war Weißflügel sogar der einzige, den er hatte. Doch ein Gefühl wie Liebe – in Bärenseeles Augen gab es das nicht. Er wusste von seinem Vater, dass es doch so war, und doch wusste er, dass er selbst einen Verrat niemals verzeihen würde. Nichts brächte ihn je dazu. Und die Liebe – ein Hirngespinst, welches seinem Leben fernbleiben würde.
Es ist alles in bester Ordnung“, erwiderte der Kater abweisend, aber mit einem leichten Lächeln. Es war nicht herzlich, es war höflich und angebracht, nicht besonders breit, nur ein leichter Zug. Keine Katze würde etwas anderes als reine Höflichkeit darin sehen. Denn es war schlichtweg der Ausdruck dessen.
Ich werde eure Ruhe nicht weiter stören, ich wünsche einen angenehmen Abend“, miaute er noch, neigte den Kopf zum Gruß und wandte sich um. Mit starken, selbstbewussten Schritten verließ er die Kinderstube. Ein Ort, der ihm unangenehm war. Er gehörte nicht dorthin, es war nicht seine Welt. Doch da er nun den schützenden Bau verlassen hatte, war er binnen kürzester Zeit durchnässt. Sein Körper, der wie der aller Windclankatzen gezeichneter des Hungers war, war nun in seiner ganzen Pracht zu erkennen. Das Fell klebte an ihm und an Kinn, Brust und Bauch sammelte sich das Wasser, um von seinem Körper gen Boden zu fallen. Tatsächlich entdeckten seine Augen den Freund, wie er mit Ammernschlag sprach. Der Freund mochte sein Glück genießen, dachte Bärenseele bei sich mit einem leichten Lächeln, und trat den Weg zum Kriegerbau an. Er betrat ihn und bemerkte zufrieden, dass der Bau bisher dem Wetter trotzte und keine Tropfen hereinließ. Mit sicherem Schritt maß er den Weg zwischen Eingang und seinem Nest und verharrte vor diesem, um den Dreck und das Wasser aus seinem Fell zu befreien.



Regenwind hatte sich den Kopf zerbrochen über ihre kleine, dumme Tochter, die sich einfach in den Anführer eines anderen Clans verlieben musste. Sie verstand es, sie selbst war die letzte, die ihr Vorwürfe machen dürfte, immerhin hatte sie selbst auch keine Katze aus dem Clan gewählt, damit diese Vater ihrer Jungen würde. Nein, sie hatte sich für einen Streuner entschieden. Und sie hatte ihm vertraut. Doch bei Dünenrauch gestaltete es sich zumindest ein bisschen anders. Denn nach dem, was ihre Tochter ihr erzählte, schien der Kater ehrliches Interesse an ihr zu haben. Er hatte ihr etwas zu essen gegeben und versprochen, Beutestücke zu hinterlegen. In einer Hungersnot konnte der Anführer eines anderen Clans kein größeres Opfer bringen. Gut, bisher litt nur der Windclan Hunger, doch sie fürchtete, dass es sich ausbreiten möge.
Ein fürchterlicher Regen setzte ein. Die Älteste überlegte nicht lange und verließ den Bau. Es fehlte ihr, zu schwimmen. Regen war nicht das selbe, aber es erinnerte sie wenigstens ein bisschen an den Clan, dem ihre Treue immer gehörte und dem sie noch heute nachtrauerte. Warum sie nicht zurückgekehrt war? Wegen ihrer Mutter. Weil sie es unmöglich ertragen könnte, die Mutter zu sehen. Die Katze, die sie verraten hatte, die ihr ganzes Leben zerstört hatte. Wäre sie im Flussclan aufgewachsen – ihre Tochter müsste nicht das Gesetz brechen. Sie könnte offen an Falkensterns Seite leben, in Liebe und Ehre. Nicht wie es jetzt war...in Schande, aber doch in Liebe. Regendwind hielt nichts davon, Katzen für ihre Gefühle zu verurteilen oder Beziehungen schlechtzureden. Wenn das Herz entschieden hatte, konnte der Verstand es nicht mehr im Zaum halten. So war es und so würde es immer sein. Immer.
Durch den Regen entdeckte sie das bekannte Fell ihrer Tochter. Doch warum war sie noch draußen? Das konnte keinen guten Grund haben. Die Älteste trabte los, musste jedoch nach zwei Schritten in eine langsamere Gangart wechseln, da dafür ihre Kräfte nicht reichten. Der Schlamm machte alles noch schwerer. Als sie Dünenrauch erreichte, seufzte sie. Das Wasser legte das Fell der Tochter eng an den Körper und machte deutlich, um was es sich handelte. „Du dummes Kind! Was hab ich dir gesagt?!“, miaute sie vorwurfsvoll und seufzte. „Nun steh auf und geh in die Kinderstube“, fügte sie an und versuchte, der Tochter auf die Beine zu helfen. Sie stützend und schiebend versuchte sie nun, ihre kleine Dünenrauch in die Kinderstube zu bekommen. Die Jungen...würden in dem wohl schlechtesten Mondzyklus geboren, den sie sich hätten aussuchen können. Das Leben meinte es nicht besonders gut mit ihnen.
Als sie schließlich die Kinderstube erreichten, war auch Regenwind entkräftet. „Du dummes Kind wartest jetzt aber bis der Heiler hier ist, in Ordnung? Ich geh ihn holen und du rührst dich nicht.“, meinte sie mit fester Stimme, doch musste sie keuchen. Sie war eben nicht mehr so fit,es hatte ja seine Gründe, wenn man Älteste wurde. Nachdem sie tief Luft geholt hatte, verließ sie die Kinderstube und stapfte durch den Regen zum Heilerbau. „Scharfzunge, meine Tochter bekommt ihre Jungen. Ich glaube, es ist ein wenig zu früh. Komm bitte“, miaute sie, drehte sich um und kehrte sogleich wieder in der Kinderstube bei ihrer Tochter ein. Neben dieser platzierte sie sich und begann, ihr beruhigend das Fell trocken zu lecken. „Bleib ruhig, Kind. Du schaffst das, verstanden?“, miaute sie und erwartete tatsächlich die Zustimmung. Sie machte sich schreckliche Sorgen. Unter diesen Umständen könnte so vieles passieren. Sie hatte den toten Körper von Aschenfall gesehen...die arme Kleine. Und auch sie war guter Hoffnung gewesen. Sternenclan möge ihre kleine Tochter beschützen! Sie konnte sie nicht auch noch verlieren! Was hätte sie denn dann noch im Leben?


Ammernschlag hatte sich entschieden, Weißflügel anzusprechen. Sie hatte gehofft, er würde freundlich reagieren, und in der Tat war es so. Der weiße Kater wirkte zwar im ersten Moment verwirrt, konnte ihr dann aber eine Antwort auf das Thema geben. Damit war sie mehr als nur zufrieden, sie konnte den Geruch nicht zuordnen, hatte aber jemanden fragen wollen, der sie damit nicht aufzog. Denn sie war ja...von recht cholerischer Natur. Und nichts hasste sie mehr, als andere anzumeckern. Aber so war sie eben...leider. Und sie konnte ja nichts gegen ihre Natur unternehmen, da hatte sie schon alles versucht. Ihr Wunsch war es, geliebt zu werden, geschätzt, vielleicht eines Tages eine eigene, kleine Familie...doch vorher müsste sie sich ihrer Vergangenheit stellen. Und dazu war sie noch nicht bereit. Ihre Geschwister schienen bereits abgeschlossen zu haben, doch sie selbst vermochte es nicht. Vielleicht, weil ihr Dinge geschehen waren, die niemandem geschehen sollten. Dinge, die unaussprechlich für sie blieben. Sie wusste, andere hatten schlimmes erlebt, wahrscheinlich war es noch weit schlimmer. Wenn sie manchmal Taufrost und Tänzerherz sah, wähnte sie sich selbst in einer behüteten Zeit. Etwas an den beiden machte sie traurig...sie konnte gar nicht in Worte fassen, was es war.
Weißflügel jedenfalls erhob sich auf beinahe schon amüsante Art und Weise. Er schien selbst nicht zufrieden über dieses Hinsetzen, doch die Kriegerin sagte nichts dazu. Sie würde ihn nicht bloßstellen, dazu hatte sie keinen Grund. Seine Antwort, dass er es mit Zweibeinern in Verbindung brachte, beunruhigte Ammernschlag hingegen sehr. Sie hatte Angst vor diesen Wesen, verstand sie nicht und wusste nichts mit ihnen anzufangen. Sie machten immer wieder Dinge im Territorium, die der Natur widersprachen, rissen Bäume um, gruben Löcher, was auch immer ihnen einfiel. Doch Weißflügel wusste sie zu beruhigen. Im ersten Moment wäre sie beinahe aus der Haut gefahren, aber er schien sie nicht belehren zu wollen. Es war in Ordnung, wie er es sagte. Innerlich musste sie sich das ein paar mal vorsagen, aber dann funktionierte es.
Als er dann fortfuhr und meinte, sie sähe erschöpft aus, wäre sie beinahe aus der Haut gefahren. Doch Sternenclan sei Dank sprach er weiter und sie wusste, warum er das sagte. Zum Glück hatte sie sich rechtzeitig auf die Zunge gebissen, sonst wäre es wirklich unangenehm geworden. Tonlos machte sie das aufgeklappte Maul wieder zu. „Ich...wenn du möchtest“, stammelte sie dann ein wenig verwirrt. Es war wirklich unangenehm, was sie da fabrizierte. Im ersten Moment wollte sie ihn noch anschnauzen, nun machte er sie sprachlos. Der anfangs noch leichte Regen hatte sie bei ihrer Unterhaltung nicht weiter gestört, doch plötzlich wurde er um einiges stärker. Das Fell am mageren Körper klebend hob sie die mickrige Maus hoch, die Weißflügel bei sich hatte, schnippte mit dem Schweif als Zeichen, er möge ihr folgen, und lief so schnell sie konnte an den Rand des Lagers, wo sie sich unter einen Busch quetschte. Ob er ihr hierhin folgen könnte? Sie hoffte es, denn hier waren sie einigermaßen geschützt vor dem immer stärker werdenden Regen. Es war widerlich da draußen, aber hier drunter war es auch eng...was hatte sie sich dabei gedacht? Nichts! Sie war dumm wie eine Astgabel, zu gar nichts zu gebrauchen. Zu nichts und wieder nichts...Hoffentlich hatten ihre Geschwister das nicht mitbekommen. Es wäre so unglaublich peinlich...

//sorry, der ist mies


Rankenjunges lief und Flohjunges folgte ihr. Der kleine dunkle Körper tollte durch das Lager, anzufangen wusste er nichts mit den anderen. Er hatte sich, er hatte Rankenjunges, sie waren genug. Dann noch die Mutter, doch war sie nicht Rankenjunges. Sie hatte nicht den gleichen Einfluss auf ihn wie die Schwester, deren Verhalten so vieles beeinflusste. Der Regen. Er fiel, doch er machte Rankenjunges nichts aus. „Warte auf mich! Ich kann nicht mehr!“, rief er seiner Schwester in Gedanken zu, seinem Selbst, seinem Ich. „Na los, stell dich nicht an!“, erwiderte sie und der kleine Kater strengte sich an, sie zu erreichen. Plötzlich jedoch trat seine Mutter auf den Plan, wollte ihn erhaschen und forttragen. Rankenjunges und er jedoch, sie wollten spielen, sie wollten noch nicht hinein. Der Regen, er machte ihnen nichts, wenn sie es nicht wollten, so glaubten sie. Und so waren sie nicht einverstanden. „Wir wollen noch spielen, Mama“, miaute der Kater für die beiden, er sprach für zwei, lebte für zwei. Nicht nur er atmete in seinem Körper, da waren mehr. Sein Herz schlug nicht für ein Leben, es schlug für mehrere. In einer Brust. Verbunden durch einen Geist, der sich nicht lösen kann. Aschensturm konnte sie nicht heben, die Leben, die den kleinen Kater bevölkerten. Sein Bruder hingegen, der hob sie hoch und brachte sie zur Kinderstube. Schmerz erfüllte den kleinen Kater, als Rankenjunges nicht folgen wollte. Er wimmerte, wurde zu einem hilflosen Jungen ohne Orientierung, zu dem, der Rankenjunges verlor. Als Aschenstum sich ihm nun zuwandte, gurrte er, wimmerte, sprach nicht mehr, konnte nicht mehr. Wie ein Junges, dass die Welt erblickte, lag er am Bauch seiner Mutter und jammerte. Wusste nicht, warum er jammerte, wusste nicht, was er verloren hatte. Nur, dass ihm jemand fehlte.

//und der noch viel schlimmer


Aspentau schrieb:
Vor ihr stand Mikael. Er lächelte sie an. Der graue Kater seufzte. „Du weißt, dass es schwer wird? Ich würde für dich sterben, ich würde alles für dich tun. Und das werde ich auch. Aber wenn wir es nicht schaffen...sie werden dir noch weit schlimmer wehtun. Das könnte ich mir nicht verzeihen“, miaute er leise in ihr Ohr. Er war der einzige, der wirklich mit ihr sprach. Ihre Schwester war weg, viel zu weit entfernt, sie war von ihr getrennt worden, nachdem... Sie blickte in Mikaels eisblaue Augen. Das Herz in ihrer Brust schlug schneller, wenn er da war.Der Blick seiner Augen ließ sie dahinschmelzen, auch wenn sie ihn fürchtete. Gerade war niemand in der Nähe, daher ging es. Er blickte sie streng an. „Morgen, verstanden? Bis dahin verhältst du dich ruhig“, fügte er nun hinzu und blickte sich um, als er niemanden entdeckte, sah er sie wieder an. „Ich liebe dich...“ Zarte Worte, fast weich. Sie schmolz dahin, anders konnte sie gar nicht, wenn er sie ansah. Sie lächelte. „Ich dich auch“, miaute sie leise, woraufhin er sie streng ansah. „Du solltest mich nicht lieben, ich bin ein schlechter Kater und du hast besseres verdient. Du liebst mich nicht, haben wir uns verstanden?“, miaute er mit harter Stimme. Sie wich zurück und nickte leicht, auch wenn ihr Herz etwas anderes sagte. Er seufzte und wandte sich dann von ihr ab. Die Kätzin zuckte zusammen und kauerte sich auf den Boden.
Dann war da Blut, Schmerz! Sie spürte Krallen in ihrer Haut, spürte den Schmerz, sah das Blut. Sie sah, wie Mikael kämpfte. Dann spürte sie, wie er sie hochhob. Schwarz. Eisblaue Augen...ersterbende, eisblaue Augen...
Keuchend fuhr Tänzerherz aus dem Schlaf. Schnell richtete sie sich auf und leckte sich panisch durch ihr Fell. Sie versuchte, sich zu beruhigen, aber so leicht war das nicht. Es war sogar schwer, denn noch immer konnte sie nicht vergessen, was geschehen war. Niemals würde sie das vergessen. Sie musste nach draußen, sie musste den Himmel sehen. Der Himmel hatte ihr immer Kraft gegeben. Denn er war immer stetig, immer der selbe gewesen. Das einzige, was ihr geblieben war. Alles andere hatte sie verloren.
Ihre Mutter. Ihre Freiheit. Ihre Schwester. Ihre große Liebe. Ihre einzige Freundin. Noch immer fühlte sie sich schuldig, ganz grausam war es. Aber sie hatte nichts tun können. Gar nichts. Tänzerherz schluckte, noch immer quälten sie die Schuldgefühle. Sie lebte jetzt in einem Clan, mit ihrer Schwester. Und als sie eine Freundin gefunden hatte, wurde diese wegen ihr verbannt. Dabei hatte sie gesagt, dass die Kätzin keine Schuld traf und nichts getan hatte. Aber niemanden hatte es interessiert. Denn sie hatten sie ja bereits verbannt und waren nicht bereit, sie zurückzuholen. Tänzerherz schlüpfte aus dem Bau. Ihre Flanken waren eingefallen, sie war mager wie alle anderen auch. Sie hatte Hunger, großen Hunger. Aber damit war sie nicht allein. Und auch wenn sie inzwischen wusste, dass die Mutter aus dem Windclan stammte, sie selbst fühlte sich zwar heimisch, aber doch außen vor. Und wenn nun die Beute bereitlag, sie wollte nicht fressen. Erst die, die wirklich aus diesem Clan stammten. So albern das war, war sie ja immerhin selbst ein Teil dieses Clans. Und doch war sie allein...
Kurz schloss sie die Augen und schreckte zurück, riss die Augen wieder auf. Mikaels blaue Augen waren noch immer da, wirkten einen Moment lang nach. Sie fing sich wieder und sah sich um, hoffte, niemand hatte diesen kleinen Ausrutscher bemerkt. Doch sie entdeckte niemanden, der sie zu beobachten schien. Hoffentlich hatte sie niemanden übersehen, denn eine Antwort auf die Frage, was sie denn gerade gehabt hätte, kannte sie nicht. Sie könnte sich bestimmt immer herausreden, aber sie war nicht gern unehrlich. Nur, wenn es sein musste.
Sie entdeckte ihre Schwester und zögerte einen Moment, da ihr erneut Mikaels Augen in den Sinn kamen, aber dann wandte sie sich ihr doch zu. Sie war unsicher, was sie ihr gegenüber empfinden sollte. Immerhin war sie ihre Schwester und dafür liebte sie sie, gleichzeitig war in ihr aber auch der Hass auf die Schwester, weil diese Mikael getötet hatte. Und bis heute war sie sich nicht sicher, ob diese deswegen Reue empfand. Tänzerherz schluckte. Dir Kriegerin hoffte, dass es so war. Sie redete es sich ein, um nicht an ihren Gefühlen zu zerbrechen. Wortlos setzte sie sich neben Taufrost, sah diese nicht einmal an, sie konnte gerade nicht. Noch immer waren die Augen in ihrem Kopf. Es fühlte sich schlimm an, nicht zu wissen, ob der Sternenclan Mikael vergeben hatte. Er hatte es nicht verdient, den Sternenclan nicht zu erreichen, so schlimm seine Taten auch gewesen sein mochten, er hatte sie gerettet und hatte sein Leben dafür gelassen. Niemals könnte sie diese Schuld tilgen. Niemals.
//hoffe damit kannst du einsteigen, Rauch^^



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WindClan Lager
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