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 Villenviertel

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BeitragThema: Re: Villenviertel   Do 3 Sep - 23:05



Noah
Waldbewohner

Gemäß seiner Aufgabe folgte er Jenna bis zur Tür ihres Zimmers und dann hinaus. Er kam sich fast ein wenig lächerlich dabei vor, aber die junge Frau schien schon mehr oder weniger daran gewöhnt zu sein. Zu Fuß gingen sie dann zu dem Haus dieses Kerls, welchen Noah am liebsten eher meiden würde. Die Reichen an sich waren schon nicht unbedingt sein Fall, aber dieser Kerl war noch schlimmer als die anderen. Jedoch hatte er das Gefühl, dass er eine besondere Wirkung auf Jenna hatte. Vermutlich, weil er so ganz anders war als sie und in sozialen Kontakten und Geld nur so schwamm. Okay, das mit dem Geld war bei beiden gleich, allerdings konnte man wirklich nicht sagen, dass Jenna viel unter Leute kam.
Bevor sie schließlich klingelte wandte sie sich an ihn und bat ihn sich zurück zu halten. Erst damit wurde ihm richtig bewusst, dass sich Jenna für sein Verhalten entschuldigen wollte. Mit einem Mal war ihm das ganze unangenehm, weshalb er lediglich sagte: "Ja, Miss Berlais."
Dann kam der junge Schnösel heraus und Noah stand wie ein typischer Bodyguard hinter Jenna. Sein Gesicht war eisern, hart, jedoch gefühlslos und neutral. Er sah den anderen Mann nicht an, machte wieder den Eindruck, als könnten sie einander nicht sehen. Doch er bekam alles mit. Selbst die kleinste Regung würde ihm nicht entgehen. Er hoffte nur, dass er nicht einschreiten müsste. Er wollte es wirklich nicht. Sich dermaßen in das Leben einer mehr oder weniger fremden Person einzumischen erschien im Falsch, doch es war nun sein Job. Er musste dafür seine eigenen Ideale zumindest ein wenig zurückschieben.

Erwähnt: Jenna, Victor
Angesprochen: Jenna


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BeitragThema: Re: Villenviertel   Fr 4 Sep - 17:27

Victor schwieg eine ganze Weile. Er dachte nach; eigentlich hatte er die Sache von vorhin schon längst zur Seite geschoben.
Er hasste ihren Bodyguard und Jenna ließ sich von ihrem Vater herumschupsen - das alles war nichts neues. Doch das sie deswegen noch einmal zu ihm kriechen würde, damit hatte er nicht gerechnet. Es freute ihn, auch wenn man es nicht mit einer gewöhnlichen Freude vergleichen konnte, und es hob seine Laune wieder etwas an.
Immerhin wollte er nachher keine schlechte Laune haben - das kam nie gut. Sobald man den Alkohol auspacken würde, würde sich das ganze zwar prompt ändern, jedoch ging es ums Prinzip.
"Nun", sagte Victor also und räusperte sich, strich sich dabei leicht durch seinen Bart. Einen Moment sah er sie nur an, bevor er einen Schritt zurück trat, so dass er sich nicht mehr im Türrahmen befand. "Es hat meine Würde deutlich gekränkt, jedoch.. vielleicht lässt sich das ganze bei einer Tasse Kaffee verzeihen?" Mit der Hand machte eine einladende Handbewegung in das große Wohnzimmer, auf seinen Lippen saß ein leichtes Grinsen, dass eigentlich viel mehr aus Spott an den Bodyguard gedacht war. Er wartete nicht lange auf eine Antwort, eigentlich war es fast schon selbstverständlich, dass die gute Jenna seiner Bitte nachgehen würde. Immerhin wollte sie, dass er ihr verzieh, also sollte sie auch das tun, was er wollte. Und letztendlich wollte er eine ganze Menge..
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BeitragThema: Re: Villenviertel   Fr 4 Sep - 18:11

Es war der jungen Frau durchaus sehr unangenehm, hier zwischen Tor und Angel dieses Gespräch zu führen, aber eine Wahl hatte sie nicht. Zum Glück machte er nicht den Eindruck, als hätte sie ihn bei etwas gestört. Das wäre ihr sehr unangangenehm gewesen...
Und dann sagte er, man könne das sicherlich bei einem Kaffee bereinigen, wurde ihr ein wenig mulmig zumute. Sie mochte keinen Kaffee, überhaupt nicht. Und Tee auch nicht...
Aber sie lächelte scheu und trat brav ein, denn sie tat, was man ihr sagte. Dieses Haus hier war um vieles größer als das ihres Vaters, und das war schon ein riesen Teil.
Das hier war fast schon beängstigend. Mit einem scheuen Lächeln folgte sie ihm und blickte ihn dann unsicher an. Sie wusste nicht, was die Gepflogenheiten in diesem Haus waren, wo man sich setzte, um Kaffee zu trinken, wo gegessen wurde, all das war ihr fremd. Sie kannte den Garten des Anwesens, da hatten einige Grillfeiern stattgefunden. Aber hier drinnen...nein, das war ihr neu. Und sie wusste auch nicht, ob es ihr hier gefallen sollte...
Alles war so unbelebt und weiß, so sauber, nichts lag herum und nirgendwo war Unordnung. Das war ja schon bei ihr Zuhause erdrückend, aber da hatte sie ihr Zimmer, in dem sie ihr eigenes kleines Chaos walten lassen konnte. Hier war sie Gast...



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BeitragThema: Re: Villenviertel   Fr 4 Sep - 18:52



Noah
Waldbewohner

Schweigend stand er hinter Jenna. Am liebsten wäre er sofort wieder gegangen, nachdem Jenna sich entschuldigt hatte, obwohl sie eigentlich nicht das geringste getan hatte, aber dieser Victor ließ sie nicht so einfach davon kommen. Für Noah waren seine Worte eine ganz klare Lüge. Er wirkte nicht so, als hätte es ihn wirklich gekümmert, was zuvor geschehen war. Nach der Meinung des Bodyguards wollte er nur an Jenna ran. Aber diese hatte ihn darum gebeten sich zurück zu halten, also akzeptierte er es schweigen. Dieses Grinsen im Gesicht des anderen bestätigte ihn nur noch in seiner Annahme, auch wenn er sich da eigentlich nicht sicher sein konnte.
Er folgte Jenna hinein und fühlte sich absolut unwohl. Er lebte im Wald, schlief mit den anderen in einem lager in Hängematten oder auf alten Matratzen. Sie besaßen kaum Gegenstände und hier war das absolute Gegenteil. Es war viel zu groß und steril. Keinerlei Anzeichen von Gemeinschaft oder Leben schienen sich hier finden zu lassen. Solch ein Leben würde er niemals haben wollen. Dies war eindeutig nicht seine Welt und wenn er nicht so dringend Geld bräuchte, wäre er schon längst nicht mehr hier. Aber er wollte den anderen helfen sich auf den Herbst und Winter vor zu bereiten. Noch war es warm, doch es wurde bereits von Tag zu Tag kälter und gelegentlich regnete es auch oder der Wind fegte nur so übers Land. Sie brauchten Steine und Holz um ihre Unterschlüpfe zu festigen, Planen, Nägel, Bleche, was immer sie kriegen konnten. Decken, Nahrung, Hauptsache sie würden ohne Probleme im Wald bleiben können. Aber davon durfte niemand etwas wissen. Er hatte sehr schnell begriffen, dass ihre Anwesenheit im Wald geheim bleiben musste. Und Geheimnisse haben war seine Spezialität. Egal was geschah, nichts war so schwierig wie ihm ein Gefühl oder eine Reaktion zu entlocken, die er nicht zeigen wollte. Seine Miene war hart und schien unbeweglich.

Erwähnt: Jenna, Victor
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BeitragThema: Re: Villenviertel   Fr 4 Sep - 19:17

"Setz dich einfach auf eine der Couches", sagte Victor in einer für ihn ungewöhnlich ruhigen und neutralen Tonlage und deutete mit seiner Hand auf eine von mehreren Couches, die ummantelt von einem schwarzen, glänzenden Leder waren. Sie waren bereits alt, doch da die Hausmädchen sie regelmäßig einfetteten, sah das Leder noch wie neu aus. Während er sprach, machte Victor sich auf den Weg in die Küche. Wieder schenkte er dem Bodyguard keinerlei Beachtung, er konnte ihn klipp und klar nicht leiden, und das zeigte er ihm auch, indem er ihn ignorierte. Eine ganze Weile, nachdem er in der Küche verschunden war, herrschte Stille, dann fragte er:"Willst du überhaupt Kaffee?", da er sich nicht sicher war, ob sie so etwas überhaupt trank. Jenna schien ihm nicht wie das gewöhnliche Mädchen, welches morgens Kaffee und abends Alkohol trank.
Nachdem der Kaffee fertig war, nahm er die Tassen und ging bereits wieder aus der Küche. Er rechnete eigentlich nicht damit, dass Jenna eine wollte, doch vermutlich würde sie dennoch ja sagen, weshalb er ihr eine Tasse hinstellte. Wenn sie sie nicht anrühren würde, dann käme sie eben in den Abfluss - das war ihm egal. Sein Vater hatte genug Geld und so viel kostete eine einfache Tasse Kaffee ja nun auch nicht! Ohne weiter zu zögern setzte er sich neben sie auf die Couch. Doch damit der Bodyguard nicht wieder überreagieren würde, ließ er eine gewisse Lücke, die Körperkontakt vermeiden würde - vorerst - auch wenn ihn das gehörig auf die Nerven ging.
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BeitragThema: Re: Villenviertel   Fr 4 Sep - 21:31

Der jungen Frau war die Situation sichtlich unangenehm. Doch eine Wahl hatte sie eigentlich eher weniger bis gar nicht. Also folgte sie seiner Aufforderung, auf einem der Sofas Platz zu nehmen und setzte sich, aufrecht, an der vorderen Kante, ohne sich anzulehnen. Man merkte deutlich, dass es ihr unangenehm war und dass sie sich nicht wohl fühlte.
Dann verschwand er und ließ sie in diesem riesigen Raum mit ihrem Bodyguard allein. Der andere wartete draußen, vor der Tür, weil hier drinne ja wahrscheinlich keine Geahr drohen würde...sie persönlich empfand das alles hier als gefährlich...aber es war schön, wenn mal nur ein Gorilla da war...
Und dennoch hatte sie das Gefühl, dass niemand sie hier beschützen könnte. Victor rief aus der Küche, ob sie überhaupt Kaffee wollte, doch sie hatte gar keine Möglichkeit, zu verneinen. Also brachte er zwei Tassen Kaffee mit und stellte sie auf den Tisch. Jenna hatte nicht vor, ihn zu trinken, also starrte sie das schwarze Getränk einen Moment lang an und wollte schon Noah fragen, ob dieser den Kaffee haben wollte, blickte ihn schon an und hatte den Mund geöffnet, doch dann schloss sie ihn wieder. Ihr Vater hatte es streng geregelt, sie durfte ihren Gorillas kein Essen und auch kein Trinken geben, sonst würden sie nachher noch vergessen, wo ihr Platz war...das hatte ihr Vater gesagt. Also schlug sie die Augen nieder und wandte sich ein wenig schuldbewusst von Noah ab.
Victor saß neben ihr, viel zu dicht für ihren Geschmack. Aber was sollte sie tun? Sie wollte ja etwas von ihm bekommen, nicht er etwas von ihr...
Sie starrte auf ihre Hände und schwieg, wusste nicht, was sie sagen sollte...



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BeitragThema: Re: Villenviertel   Fr 4 Sep - 21:52

Nachdem Victor sich gesetzt und die Tasse genommen hatte, an welcher er nun leicht nippte, da sie noch heiß war, herrschte eine ziemlich beklemmende Stille. Victor war sich nicht bewusst, woran genau es lag, vermutlich daran, dass Jenna sich deutlich unwohl fühlte. Er fand jedoch die Anwesenheit des Bodyguard viel nervender und schob es einfach auf ihn. Unsicher stellte er die Tasse wieder ab, riss sich zusammen. Für einen Moment hatte er die Fassung verloren und so etwas durfte ihm nicht passieren! Er räusperte sich, bevor er sprach. "Ich verzeihe euch", sagte er und erwähnte somit das erste mal ihren Begleiter. Schnaufend lehnte sich Victor an die Couch an, verschränkte die Arme und überschlug seine Beine, wobei seine gebügelten Sachen leichte Falten bekamen. Er konnte diesem Kerl nicht leiden, doch wenn er ihm drohen würde, dann würde dieser garantiert außerhalb der Arbeit etwas anstellen - und darauf konnte Victor gut verzischte, er hatte besseres zu tun. Wieder blieb es still, nicht ein Geräusch war im ganzen Haus zu hören. Doch bevor Jenna etwas erwidern konnte, erhob Victor erneut seine Stimme: "Unter einer Bedingung."
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BeitragThema: Re: Villenviertel   Fr 4 Sep - 22:08

Die Stille war wahnsinnig bedrückend, denn dann glaubte sie, ihre Gedanken zu hören. Und die gefielen ihr nicht wirklich...eher gar nicht.
Denn irgendwie war es ja schon ganz schön, dass Victor sich scheinbar für sie interessierte. Es war ein schönes Gefühl, weil endlich jemand mal Interesse an ihr und nicht an ihrem Geld hatte...und er störte sich nicht daran, dass sie von Gorillas begleitet wurde, er sprach sie dennoch an. Und damit war er allein...denn ansonsten wurde sie nur von Arbeitskollegen ihres Vaters angesprochen, die zwar mit ihr sprachen, aber nie richtig. Sie sprachen über Geschäfte, Wetter, das übliche Geplänkel eben...Victor sprach nicht über belanglose Dinge...zumindest bisher nicht...
Als er dann sagte, er würde ihnen verzeihen, kam sie sich vor, als wäre sie eine Verschwörerin. Eigentlich hatte sie ja nicht wirklich etwas getan, es war eher Noah gewesen, für dessen Verhalten sie sich hier entschuldigte, aber dennoch. Es war sein erster Tag gewesen und er hatte nicht wissen können, wen er vor sich hatte. Und von daher war das in Ordnung...sie hätte es ihm ja sagen können...
Doch dann sprach er weiter. Jenna schluckte und sah ihn an. "Und die wäre?", fragte sie dann vorsichtig. Sie hoffte, es wäre eine Kleinigkeit, irgendetwas unwichtiges oder so...aber so sicher war sie sich da nicht.



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BeitragThema: Re: Villenviertel   Fr 4 Sep - 22:41

//das ist ja schon peinlich, wie wenig es ist..

Geschickt legte Victor eine Pause an, wobei die Luft so wirkte, als würde sie knistern. Dann drehte er sich leicht zu ihr, so dass er sowohl einen Blick auf sie, als auch auf ihren Bodyguard werfen konnte. Das, was er vor hatte, würde den Kerl sicherlich alarmieren und wenn er keine geklatscht bekommen wollte, sollte er auf der Hut bleiben. Dennoch richtete er seine Aufmerksamkeit auf Jenna, sah ihr in die schönen Augen und lächelte sie an, wobei sein Lächeln immer mehr zu einem Grinsen wurde. "Einen Kuss", verlangte er und reckte leicht und selbstbewusst das Kinn. Er kannte seine Jenna, irgendwann würde sie seiner Forderung nachkommen - er müsste sich nur gedulden.
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BeitragThema: Re: Villenviertel   Fr 4 Sep - 22:53

Ihr gefiel sein Blick nicht...und dann kam er plötzlich näher, lehnte sich dichter. Und dann seine Worte...sie jagten ihr einen Schauer über den Rücken.
Einen Kuss? Was glaubte er, wer er war? Meinte er das überhaupt ernst? Doch als sie ihn ansah, wie er sein Kinn reckte und sie ansah, ja, er meinte es ernst.
Aber sie würde ihren ersten Kuss doch bestimmt nicht an diesen Kerl verlieren. Da würde sie noch lieber seinen Vater küssen! Oder irgendeinen Mann, den sie noch nie gesehen hatte...
Und doch, irgendetwas war da, was sich regte. Das Gefühl, gewollt zu werden, das machte sich in ihr breit...aber es ging einfach nicht.
Es wäre ja für einen guten Zweck...und es hätte nichts zu bedeuten... Doch diese Überlegung nahm nicht Überhand, sie rückte ein Stück von ihm weg und senkte den Blick. "Es tut mir leid, aber Ihrer Forderung kann ich nicht nachkommen.", sagte sie leise, aber er würde es schon hören, dessen war sie sich sicher.
Es war ihr unangenehm und sie hoffte, Noah würde sich zurückhalten. Es war eine Frechheit, was Victor da verlangte, aber irgendwie...es war schon seltsam. Etwas regte es in ihr, tief in ihrem Inneren.



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BeitragThema: Re: Villenviertel   Fr 4 Sep - 23:16

Victor hatte es geahnt, noch bevor es geschehen war. Es war eine große Forderung für ein Mädchen wie Jenna, mit solch einer Erziehung. Er hätte damit kein Problem, immerhin hatte er schon viele Menschen geküsst, auch wenn es nie etwas bedeutet hatte. Doch bei Jenna? Er konnte sich gut vorstellen, dass sie durch die Hilfe ihres Vaters noch eine Jungfrau, wenn nicht sogar ungeküsst war. Und gerade das machte sie so interessant. Wenn er sie für sich gewinnen könnte, dann... Doch sie wich ihm aus, lehnte sich von ihm weg und das war ein klares Zeichen und es stand nicht zu seinen Gunsten. Eine Weile blieb ihm sogar der Mund leicht offen stehen, lediglich als ihm bewusst wurde, dass er den 'Wettstreit' zwischen sich und dem Bodyguard verloren hatte, klappte er seinen Mund wieder zu und setzte sich gerade hin. So ein Pech aber auch, dachte er und sah Jenna aus schmalen Augen an. Er würde den Fehler von vorhin so oder so verzeihen, dennoch hatte er gehofft, dass er mehr dafür bekäme. Es war fast schon eine Enttäuschung, immerhin hatte er sich mehr erhofft und auch mit dem gerechnet. Doch es ließ sich nicht ändern. Victor konnte sich gut vorstellen, wie der Bodyguard ihn nun stumm, lediglich in seinen Gedanken, auslachte, und genau das nervte ihn wieder.
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BeitragThema: Re: Villenviertel   Fr 4 Sep - 23:34

Sein Blick ging ihr durch Mark und Bein, es war so ein stiller Vorwurf, eine stille Enttäuschung, die von ihm ausging. Und sie spürte das...und am liebsten hätte sie nachgegeben. Wenn sie damit nicht dem Ruf ihres Vaters hätte schaden können, wenn sie sich prostituierte, so wie er es nannte, dann hätte sie es wahrscheinlich getan. Denn wann immer Erwartungen an sie gestellt wurden, sie strebte danach, sie zu erfüllen.
Jenna erhob sich und kaute kurz unsicher auf ihrer Lippe. Wenn sie länger bleiben würde, dann könnte es sein, das sie doch noch nachgab. "Bitte verzeiht, dass ich Eurer Bitte nicht nachkommen kann, doch es gibt Regeln, an die ich mich zu halten habe. Deswegen bezieht meine Absage nicht auf Euch, der Fehler liegt ganz auf meiner Seite. Entschuldigen Sie mich, ich wünsche Ihnen einen angenehmen Abend", sagte sie noch ein wenig unsicher und wagte es dabei nicht, ihm auch nur einen Moment in die Augen zu sehen. Denn sein Blick, der so still Vorwürfe machte, war schmerzlich...
Ihr fiel erst jetzt auf, dass sie vom Du zum Sie gewechselt hatte, das war wahrscheinlich der Druck gewesen.
Sie stand noch einen Moment lang da, dann blickte sie zu Noah und suchte irgendwie Halt bei seinem Anblick. Es ging nicht, sie könnte das unmöglich machen, wenn ihr Vater zusah...
"Ich finde selbst hinaus", sagte sie noch und stürmte dann nahezu aus diesem riesigen Haus heraus. Sie hatte Angst, fühlte sich unwohl und wollte nicht mehr in dieser Situation sein. Deswegen rannte sie förmlich aus dem Anwesen, ihre Schritte ließen die Geräusche von den Wänden widerhallen. Es klang, als rannte man durch eine riesige Halle.
Am Anfang hatte sie noch Haltung bewahren können, war nur schnell gegangen...doch als sie außer Sichtweite war, war sie gelaufen...
Draußen sah sie zu Noah, blickte ihn an, hoffte irgendwie auf einen Rat seinerseits.



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BeitragThema: Re: Villenviertel   Sa 5 Sep - 14:37



Noah
Waldbewohner

Er hatte das ganze Geschehen schweigend beobachtet und sich an Jennas Bitte gehalten. Als er die Forderung von Victor gehört hatte, hatte er sich ein wenig angespannt, doch beschlossen, Jenna die Entscheidung zu überlassen. Ihm war zwar klar und deutlich gesagt worden, dass niemand dem Mädchen zu nahe kommen durfte, doch es war die Entscheidung der jungen Frau, was letztendlich "zu nah" war. Dennoch erleichterte es ihn, als sie sich Victor entzog. Es stimmte ihn zwar auch ein wenig bedrückt, da Jenna ein Recht auf all die sozialen Erfahrungen hatte, welche für andere normal waren, aber vermutlich war es so besser.
Ab dem Punkt war er bereit dazwischen zu gehen. Sie hatte gesagt, dass sie nicht wollte und Noah kannte den jungen Mann nicht gut genug um sagen zu können, ob er es dennoch versuchen würde. Doch dazu kam es nicht. Man konnte nur deutlich merken, wie enttäuscht er war. Dann entschuldigte sich Jenna und ging aus dem Raum, Noah folgte ihr augenblicklich. Als sie rannte, blieb ihm nichts anderes übrig als es ihr gleich zu tun, immerhin sollte er sie ja im Auge behalten.
Schließlich waren sie draußen und Jenna sah ihn hilfesuchend an, doch nun konnte er nichts mehr sagen. Der andere Bodyguard war da, somit durfte er keinen Kontakt zu der jungen Frau aufnehmen. Zumindest nicht erkennbar. Als sein Kollege kurz woanders hinblickte, nickte er Jenna aufmunternd zu und für einen kurzen Augenblick war es, als würde er die Vorhänge seiner Augen beiseite ziehen und ihr einen freundlichen Blick schenken. Doch dies geschah so schnell und war ebenso schnell wieder vorbei, dass man sich da nicht wirklich sicher sein konnte.

Erwähnt: Jenna, Victor
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BeitragThema: Re: Villenviertel   Sa 5 Sep - 15:42

Victor Gesichtsausdruck hatte eine Mischung aus Frustration und etwas das darauf hinwies, dass er verärgert war. Die plötzliche Flucht, die Jenna und ihr Bodyguard angetreten hatte, machten alles nur noch schlimmer. Doch letztendlich machte sich Victor nichts daraus, immerhin gäbe es noch weiteres Chancen, sie zu dem zu überreden, was er von ihr verlangte. Irgendwann käme wieder die Situation, in der Jenna nicht davon rennen könnte - auf dem nächsten Gartenfest oder so etwas ähnlichem.
Nachdem die beiden aus dem Wohnzimmer gegangen waren, erhob auch Victor sich von der Couch, strich sich seine Klamotten wieder gerade und folgte ihnen bis in den Türrahmen. Dort blieb er jedoch stehen, lehnte sich mit verschränkten Armen gegen den Rahmen und sah zu den, mittlerweile drei, Personen, welche sich von seinem Haus enternten. Seine braunen Augen sahen ihnen eiskalt hinterher, seine Mimik gab nicht eine weitere Emotion frei und so sollte es auch bleiben, er hatte schon genug Schwäche gezeigt!
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BeitragThema: Re: Villenviertel   Mi 9 Sep - 19:08

Die junge Frau hatte nicht mehr klar denken können, sie hatte sich so sehr in die Enge getrieben gefühlt, so bedrängt gefühlt, dass sie einfach nur noch hatte weglaufen können. Es tat ihr ein wenig leid, denn sie musste Victor damit ziemlich vor den Kopf gestoßen haben.
Mit ihrer Entscheidung war sie mit einem Mal nicht mehr wirklich glücklich, weil sie nicht wusste, ob sie richtig gewesen war. Und Noah reagierte nicht, zumindest nicht im ersten Moment.
Dann plötzlich war da ein Zuspruch in seinen Augen, nur ganz kurz, sodass sie nicht mehr sicher war, ob er wirklich dort gewesen war oder sie ihn sich eingebildet hatte...
Doch er hatte genickt, also war es wohl durchaus möglich, dass da für einen kurzen Moment etwas gewesen war. Doch darauf schwören würde sie nicht.
Plötzlich spürte sie einen Blick auf sich ruhen, er schien sich förmlich durch ihre Haut in ihr Fleisch zu bohren. Jenna schluckte und blickte unwillkürlich in die Richtung, aus der der Blick kam...
Victor stand im Rahmen der Tür und sah sie an, sein Blick schien Bände zu sprechen. Vorwurf, Wut, Enttäuschung, ein Gemisch daraus. Einfach durch die Kälte, die in seinen Zügen lag...
Auf den Armen der jungen Frau bildete sich Gänsehaut und sie wusste unwillkürlich nicht mehr, ob sie nicht alles noch schlimmer gemacht hatte.
Sie wandte sich ab, den Blick gesenkt und ging los. Doch während sie ging, blickte sie erneut zu ihm zurück...irgendwie fühlte sie sich schuldig, zu gehen, ihn dort einfach stehen zu lassen. So war sie sonst nicht und eigentlich hatte sie auch noch nie eine solche Situation erlebt, sodass es ihr schwer fiel. Dennoch wandte sie den Blick von ihm, ging fort. Denn das, was er gefordert hatte, war sie nicht bereit, zu geben. Wie könnte sie auch?
Das wäre der guten Dinge doch zu viel.Das Leben unter das Wort des Vaters zu stellen, war okay, es war okay, Dinge für seine Bank zu tun, die ihr Leben einschränkten, es war sogar okay, von Gorillas begleitet zu werden, wenn es der Sache diente. Doch was überhaupt nicht okay war, war jemanden deswegen zu küssen, an jemanden deswegen seinen ersten Kuss zu verlieren...
Nein, das ging zu weit. Und sie würde es ihrem Vater beichten, wenn er danach fragte. Es ihm so zu erzählen, das wagte sie nicht. Dafür schämte sie sich zu sehr ihrer Reaktion...
Jenna Berlais ging. Sie ging in Richtung ihres Elternhauses, folgte der Straße. Obgleich sie begleitet war von zwei Männern, sie war dennoch allein. Denn sie fühlte sich allein...wie könnte man vertrauliche Gespräche führen, wenn man nicht wüsste, wer einem lauschte? Was derjenige mit diesem Wissen täte? Nein, keiner wollte, dass sie mit ihm sprach...
Als sie das Haus erreichte, trat sie ein und ging direkt nach oben in ihr Zimmer. Sie brauchte Bedenkzeit, musste allein sein mit ihren Gedanken ohne all die Vorwürfe um sie herum. Denn die Männer, die sie begleiteten, begleiteten sie garantiert nicht aus Sympathie...nein, sie taten es wegen dem Geld. Wahrscheinlich verabscheuten sie dieses dumme Mädchen, das sie begleiteten, wahrscheinlich konnten sie sie ebenso wenig leiden wie die ganzen reichen Menschen in diesem Viertel...
Jenna ließ sich aufs Bett fallen und starrte an die Decke. Gab es denn keine Möglichkeit, aus diesem Käfig zu entfliehen?



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BeitragThema: Re: Villenviertel   Fr 11 Sep - 22:41



Noah
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Er hätte Jenna nur zu gerne etwas gesagt, ihr in irgendeiner Weise Mut gemacht, doch dies war ihm nicht möglich. Nicht solange der andere Bodyguard dabei war. Allerdings wüsste er auch keinen Weg, wie er Mr. Berlais davon überzeugen könnte, ihm die Schicht alleine zu überlassen. Er bezweifelte, dass der Mann das zulassen würde.
Somit blieb ihm nichts anderes übrig, als Jenna schweigend heim zu geleiten und scheinbar teilnahmslos mit anzusehen, wie sie immer wieder zurück blickte. Selbst ein absoluter Hohlkopf hätte die Schuldgefühle, die in starken Wellen von ihr ausströmten, wahrnehmen können. Aber er durfte nichts sagen. Er konnte nicht. Dann wäre er den Job vermutlich sofort wieder los. Er war sich bewusst, dass er das früher oder später sowieso schaffen würde, allein schon, weil er seine Ideale nicht verraten würde. Es war nur eine Frage der Zeit, bis er Jenna irgendetwas erlauben würde, sie bei etwas unterstützen würde, was ihn den Job kosten würde.
Die junge Frau machte sich ohne Umwege direkt auf in ihr Zimmer und zog die Tür zu. Dennoch konnte Noah hören, dass sie sich auf ihr Bett fallen ließ. Er selbst positionierte sich neben der Tür und atmete einmal tief durch. Es klang fast wie ein Seufzer. Er war zwar sehr ausdauernd und gut trainiert, aber die Arbeit eines Bodyguards, vor allem von jemandem wie Jenna, die ständig neue Teenager-Probleme hatte, war anstrengend und zerrte an den Nerven. Mal ganz abgesehen von der lästigen Anwesenheit des anderen Gorillas. Kein Wunder, dass es dem Mädchen schlecht ging, wenn es ständig von ihnen beiden beschattet wurde.
Mit einem Mal kam Noah eine Idee, welche zwar gewissermaßen moralisch verwerflich war, allerdings ihm äußerst gelegen käme. Er musste dafür sorgen, dass Mr. Berlais dem anderen Bodyguard nicht mehr traute und ihn feuerte. Es wäre am leichtesten, wenn Jenna etwas sagen würde, jedoch war die junge Frau dazu viel zu lieb. Aber was sollte er dann tun? Er würde es im Notfall zwar tun, aber eigentlich wollte er nicht dafür sorgen, dass irgendwer seinen Job verlor. Damit wäre er nicht besser als die ganzen Reichen. Und es handelte sich schließlich um keinen absoluten Notfall. Er war einfach nur genervt. Nun ja, er müsste es wohl erst einmal so aushalten.
Das würde schon noch werden. Ach, wie wenig er diesen Job doch mochte. Aber er brauchte das Geld um etwas zur Gemeinschaft beitragen zu können. Er könnte auch jagen, darin war er gewiss nicht schlecht, ebenso wenig in anderer körperlicher Arbeit, jedoch gab es auch Dinge, die man nicht erjagen konnte und dennoch mehr als gut gebrauchen konnte.

... einige Zeit später ...
Noah merkte, wie sein Kollege auf seine Armbanduhr schaute. Anscheinend wäre bald Schichtwechsel. Blöd, dass er sich selbst keine Uhr leisten konnte.
Es wunderte ihn ein wenig, dass er nichts von Jenna gehört hatte, fragte sich, ob sie vielleicht irgendetwas im Schilde führte. Jedoch erinnerte er sich daran, dass Mr. Berlais gesagt hatte, er hätte aus Sicherheitsgründen Gitter vor ihre Fenster bauen lassen. Vielleicht ist sie ja nur eingeschlafen, überlegte er und hob dann den Kopf, als er Schritte hörte. Zwei großgewachsene Männer kamen auf Noah und seinen Kollegen zu. Anscheinend waren sie für nächste Schicht eingeteilt. Sie machten ziemlich viel Krach. Jeder Schritt brachte den Boden zum Ächzen und Noah fragte sich, ob sie überhaupt in der Lage waren, wirklich für Jennas Schutz zu sorgen, wenn sie selbst schon so viel Krach machten. Jedoch nutzte er ihre polternde Ankunft und klopfte zweimal kurz und unauffällig gegen Jennas Tür. Sozusagen seine Art zu sagen "Bin jetzt weg. Bis dann."
Er nickte den Männern zu und ging dann die Treppe hinunter. Er verließ das Haus und atmete draußen die kühle Nachtluft ein. Dann begab er sich auf den Weg zum Wald, ging wachsam die leere, trostlose Straße entlang und freute sich insgeheim schon auf die frische, gut riechende und natürliche Luft, die ihn im Lager erwarten würde.

Erwähnt: Jenna
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BeitragThema: Re: Villenviertel   So 13 Sep - 18:54

Die junge Frau lag auf ihrem Bett und starrte an die Decke. Die Gedanken in ihrem Kopf versuchte sie zu ordnen, doch es gelang ihr nicht. So viele Eindrücke schlugen auf sie ein, so viele Ideen und so viel unterdrückte Neugierde. Wie gern sie wüsste, was eine Party war, wie man sich dort fühlte, was man dort machte. So oft hatte sie davon gelesen, aber mit eigenen Augen gesehen hatte sie das noch nie. Und kein Buch beschrieb wirklich den Gegenstand an sich, denn eigentlich wusste ja jeder, was das war, weil jeder schon mal so etwas besucht hatte...
Victor war der erste, der sie auf eine Party einlud, der sich überhaupt traute, mit ihr zu sprechen...sie dachte an die Reaktion ihres Vaters, als er gehört hatte, dass sie den Sohn von seinem wichtigsten Kunden verärgert hatte.
Sie musste tun, was nötig war, um diese Geschäftsbeziehung nicht zu gefährden. Jenna stand auf und ging zum Fenster, öffnete es und lehnte sich so weit vor, dass ihr Gesicht zwischen den Gittern war und sie die Welt ohne es betrachten konnte. Der Wald erschien ihr wunderbar...wie gern sie dahin gehen würde, sie war noch nie im Wald spazieren. Wobei, ein Mal schon. Mit ihrer Mutter...als diese noch gelebt hatte, war alles besser gewesen. Ihr Vater hatte sich nicht so krankhaft um sie gesorgt, er war lockerer gewesen, und ihre Mutter...ja, sie vermisste ihre ruhige, sanfte Art, das Lachen, was hier im Haus geherrscht hatte.
Doch nun war es anders, ihre Mutter war tot, von einem Feind übermannt, den das stärkste Mauerwerk und das dichteste Gitter nicht abhalten konnte, ein Feind, der mit Muskelstärke allein nicht abzuwehren war.
Der Krebs hatte die Fröhlichkeit des Hauses gestohlen, hatte lange Zeit unterschwellig an Kraft gewonnen bis zu seinem finalen Schlag, bei dem man ihn entdeckte. Es war zu spät gewesen...das war leider oft der Fall. Ein Ewink-Sarkom war ziemlich schwer zu erkennen und wenn man es bemerkte, war es meist zu spät. Die Chance auf Heilung hatte bei ihrer Mutter bei 20% gelegen, war also sehr gering gewesen. Und die Ärzte hatten Recht behalten, das Melagnom hatte gesiegt...
Den Rest des Nachmittags verbrachte Jenna Berlais in Gedanken und über dem Buch, was sie sich heute gekauft hatte. Es war wirklich fesselnd, sie beschloss, dass es wohl ihr neues Lieblingsbuch war.
Das, was der Frau geschehen war, wünschte sie niemandem, doch sie bewunderte auch ihre Stärke, ihren Mut und ihren Willen, dass sie weitergemacht hatte, nachdem man ihr das Leben genommen hatte. 'Ein gestohlenes Leben' war ein wirklich passender Titel dafür...
Und immer wieder musste Jenna bemerken, wie der Gedanke in ihr hochkam, heute doch zu der Party zu gehen. Zwar hatte sie keine Ahnung, wie sie sich verhalten sollte und was sie dort erwartete, aber die Neugier darauf wuchs. Doch es hatte zu viele Konsequenzen, wenn sie ging. Sie wollte nicht, dass Noah seinen Job verlor, nur weil sie einen auf Egotrip machte. Er war nett, er sprach mit ihr...
Es war nicht so, dass sie die anderen Bodyguards hasste, sie verdarben ihr nur den Spaß, erlaubten niemandem, sie anzusprechen, auch nur ein Gespräch war zu viel...besonders die, die nun demnächst Noah und den anderen ablösen würden. Die waren ganz besonders schrecklich, deswegen hatte sie ihren Vater auch gebeten, dass diese die Nachtschicht bekamen, weil sie sich bei ihnen nicht wohlfühlte und sie sie vom Lernen abhielten.
Plötzlich hörte sie Schritte, dann ein Klopfen. Stimmengemurmel drang durch die Tür, scheinbar wurde die Tagesschicht abgelöst...
Jenna schlug das Buch zu und legte es auf den Nachttisch, setzte sich auf und überlegte nun fieberhaft, wie sie hier herauskäme. Dieser Entschluss war recht spontan, denn nun gefährdete sie Noah nicht mehr und die anderen beiden waren wahrscheinlich auch leichter auszutricksen. Die junge Frau ging erst zu ihrem Fenster, dann zu dem ihres Badezimmers. Beide waren vergittert, aber eigentlich hatte sie das gewusst. Nun musste sie also kreativ sein. Es waren zwei und sie war ihnen körperlich unterlegen, außerdem wollte sie die beiden ja nicht verletzen.
Dann lächelte sie, ging zu ihrem Laptop und fragte Google, was man auf eine Party anziehen würde. All die Outfits waren schrecklich anstößig in ihren Augen, deswegen klappte sie den Laptop zu und ging zu ihrem Schrank, um einfach den zu fragen. Sie öffnete die Türen und entschied sich dann für ein Kleid, weil das ja sicherlich ein wenig lockerer war als das, was sie sonst trug. Als sie dann ihre Kleider durchwühlte und nicht wirklich fündig wurde, war sie ein wenig deprimiert. All ihre Kleider waren für förmliche Anlässe, es waren Abendkleider und demnach, auch wenn Abend war, wohl eher nicht geeignet. Ein wenig entmutigt ließ sie sich auf einen Stuhl fallen und starrte in den Schrank hinein, als ihr eine Kiste auffiel. Erschreckend eigentlich, dass sie sie noch nie gesehen hatte. Aber sie hatte ein Ankleidezimmer, dass sie nicht selbst einräumte, also wusste sie eigentlich nie, was sich darin befand. Sie durfte sich ja nicht mal selbst Kleidung kaufen, das war nur zusätzlich, ihr Vater hatte eine Stylistin engagiert, die für sie einkaufte. Ein Mal die Woche, viel zu oft für Jennas Geschmack.
Doch nun würde sich das vielleicht als gut herausstellen, denn als Verona angefangen hatte, hatte sie Kleidung für eine normale junge Frau gekauft, vielleicht war da also etwas drinnen. Als Jen nun die Kiste öffnete, lagen darin also tatsächlich moderne Kleider, die man auch mal außerhalb eines Theaters anziehen konnte. Nach kurzem Zögern entschied sie sich für ein dunkelblaues Kleid im Cocktailstil, allerdings recht kurz, was ihr nicht sehr angenehm war, aber was sollte sie machen? Vielleicht würde Victor ihr so verzeihen...
Also zog sie sich um und sah in den Spiegel. Ja, man könnte so gehen...dennoch zögerte sie. Was, wenn jemand etwas dazu sagen würde, wie ungeschickt sie gekleidet war? Wie wenig Stilbewusstsein sie hatte? Nun, sie würde da durch müssen...eine andere Wahl hatte sie nicht. Sie kramte Schuhe heraus und überlegte nicht lange, nahm ihren langen, schweren Morgenmantel und steckte die Ballerinas in die Taschen, dann nahm sie eine Rolle Klopapier und ließ sie in die Toilette fallen, nahm den Pümpel und drückte es so tief hinein. Dann spülte sie und betrachtete das Wasser, das nun nicht mehr ablaufen konnte. Ja, das war der erste Streich.
Sie schlug die Badezimmertür zu und stapfte zu ihrer Zimmertür, riss diese auf und ignorierte die beiden Gorillas, die sie verwundert ansahen. Mit schnellen Schritten ging Jenna hinab ins Erdgeschoss zu dem Badezimmer, dicht gefolgt von den beiden Männern, die sich davor positionierten als sie sich darin einschloss.
Das Mädchen legte den Morgenmantel ab und zog die Ballerinas an, ging zum Fenster und machte es auf. Jetzt gerade erst fiel ihr ein, wie ungeschickt ein Kleid zum Klettern war, aber das würde ja sicher niemand sehen...also würde sie es überleben. Sie kletterte auf die Fensterbank und ließ ihre Beine nach draußen baumeln. Es war nicht besonders tief, das würde sie schaffen, auch trotz ihrer Höhenangst. Sie musste es einfach schaffen. Also raufte sie ihre Röcke und sprang hinab. Der Rasen federte ihren Sprung ab und so konnte sie ohne Probleme durch den Garten laufen. Sie bewegte sich schnell und zielstrebig, vorne am Tor musste sie sich kurz verstecken, als ein Bediensteter ihres Vaters das Gelände verließ, doch dann konnte sie hinaus huschen.
Es war ein lauer Abend, nicht mehr wirklich warm, aber noch immer angenehm. Ein schöner Abend, könnte man sagen. Dennoch war sie sehr aufgeregt und wusste nicht recht, ob sie nicht lieber eine Jacke mitgenommen hätte. Jetzt war es aber zu spät, sie konnte nichts mehr machen. Also ging sie die Straße entlang. Sie war noch nie um diese Uhrzeit allein hier entlanggegangen. Generell war sie noch nie allein draußen gewesen, deswegen war es ein sehr komisches Gefühl, irgendwie aufregend, aber auch beängstigend. Als sie näher kam, hörte sie leise Musik. Und je näher sie kam, desto lauter wurde sie. Laute Musik war ihr ebenso unbekannt wie Partys an sich und es färbte ihre Wangen ein wenig rötlich, so aufgeregt war sie.
Kurz zögerte sie noch, ob sie das wirklich tun sollte, dann drückte sie doch ganz vorsichtig den Klingelknopf...
Es dauerte nicht lange, dann machte man ihr auf. Sie trat hinein und sah sich um, alles war voller Menschen, doch sie konnte Victor nicht entdecken...die Musik dröhnte, Jugendliche tranken und grölten, alles war voll und laut. Es waren so viele Geräusche, die da auf sie eindrangen, so viele Eindrücke, dass sie sich völlig überfordert fühlte. Sie stand einfach da, total unsicher. Keiner schien sie überhaupt nur zu bemerken...



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BeitragThema: Re: Villenviertel   So 13 Sep - 19:50

Victor war in der Tür stehen geblieben, selbst, als Jenna bereits außer Sichtweite war. Es hatte in ihm gekocht, seine Enttäuschung war augenblick zu Wut umgeschwungen und seine brauen, fast schon schwarzen Augen hatten ihnen finster nachgeblickt. Doch als weit und breit niemand mehr zu sehen war und es langsam lächerlich wurde, hatte er sich auf den Fersen umgedreht, das Haus betreten und die Tür zugeschlagen. Der Knall war im ganzen Haus zu hören gewesen und die stemmige, dunkelbraune Holztür hatte gefährlich gezittert. Wortlos war Victor an den Hausmädchen vorbei maschiert, das Kinn protzig geregt und das Gesicht vor Wut verzogen, woraufhin die Angestellten seines Vaters je einen Schritt von ihm gewichen waren. Doch seine Wut war nach und nach von ihm gewichen, seine Enttäuschungen hatte er herunter gewürgt und seine Stimmung war quälend langsam zurückgekehrt. Als die ersten Gäste geklingelt hatte, einige Leute, die er durch sein Studium kannte, hatte er ihnen mit ernstem Blick geöffnet. Glücklicherweise hatte es die feiersüchtigen Leute nicht verschreckt, und als dann nach und nach immer mehr kamen, erhellte sich auch Victor Mine.
Nun war das Haus brechend voll, überall hockten Jugendliche mit einer Flasche Alkohol in der einen Hand und einem Mädchen auf dem anderen Knie. Die Musik dröhnte in die Nacht, der gepflegte Garten mit dem Pool war hell erleuchtet und überall rannten Angestellte herum, welche in der Masse untergingen. Viele der Zimmer waren besetzt, hier und da hing mal eine Krawatte – doch es waren immer nur die unwichtigen Zimmer, immer nur die unwichtigen Menschen, die nicht zu ihrem Gunsten kamen. Victor befand sich unter all ihnen. Er stand neben einer Gruppe von Mädchen und ein paar Jungen, draußen, angelehnt an die Wand mit einer Bierflasche in der Hand, immer auf der Suche nach seinem nächsten one night stand. Denn was wäre es für eine Party, wenn der Partygeber nicht auch seinen Spaß ernten würde.
Überall herrschten angeregte Gespräche und eine gute Stimmung, der Abend zog sich in die Länge und die Feier würde noch lange nicht enden.


Es war für Anthony keine schwere Aufgabe gewesen, den richtigen Weg zu finden. Zwar kannte er sich in der Gegend nicht allzu gut aus, immerhin sahen die Häuser alle gleich aus und die Straßennamen kamen ihm auch seltsam vor, jedoch gab es selbst um diese Uhrzeit genügend Menschen, die ihm den Weg hatten sagen können. Erstaunlich eigentlich, es schien hier wohl doch noch vernünftige Menschen zu geben. Letztendlich war Anthony lediglich den Lichtern und der Musik gefolgt, immerhin – wie wahrscheinlich wäre es, dass er auf die falsche Party ginge?
Nach einigen Minuten kam Anthony vor einer ziemlich großen Villa zum stehen. Es war eindeutig, dass in ihr eine Feier stattfand, die Hausnummer traf ebenfalls zu, weshalb er sich ein letztes mal durch die dunklen Haare stich, bevor er auf die Tür zuging und klingelte. Er rechnete schon damit, dass ihm niemand öffnen würde, wer wusste schon, wie laut die Klingel letztendlich war, als eine junge Frau mit einer Schürze ihm öffnete.
„Guten Tag, mein Herr“, sagte sie, doch bevor Anthony überhaupt etwas erwiedern konnte, verschwand sie bereits wieder. Der Mann blieb mit offenem Mund stehen, schloss diesen jedoch sofort und machte hinter sich die Tür zu, nachdem er das Haus betreten hatte. Hier drinne schien die Musik noch viel lauter zu sein, für einen Mann, der im Wald lebte, fast schon zulaut. Einen Moment lang verzog Anthony sein Gesicht, bevor er sich den Mantel aufknöpfte und weiter ins Haus trat. Die Feier schien noch nicht lange im Gange zu sein, dennoch befand sich bereits der erste Dreck in den Ecken, lediglich hier und da huschte mal ein Hausmädchen vorbei, um es zu säubern – jedoch kamen sie bei den Massen an Menschen nicht hinter.
Um nicht weiter aufzufallen, ließ Anthony sich ein Glas mit Champagner geben, mit welchem er dann aus dem Eingangsbereich verschwand und in den nächsten Raum trat. Auch hier befanden sich viele Menschen, einige lehnten knutschend an der Wand, andere unterhielten sich nur. Doch eine Person fiel Anthony sofort in den Blick; mitten im Raum stand eine noch augenscheinlich junge Frau in einem, was seinen Geschmack anging, wunderschönem Kleid. Langsam setzte er sich in Bewegung und lief auf die Frau zu, als würde er an ihr vorbeigehen wollten, tat es auch – doch als ihm auffiel, dass sie wie versteinert da stand, drehte er sich mit einer flotten Bewegung wieder um und blickte sie aus blauen Augen an. „Entschuldigung, geht es Ihnen gut?“, sprach er die Frau ohne Scharm an und bezweifelte bereits, dass sie ihn überhaupt wahrnahm.
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BeitragThema: Re: Villenviertel   So 13 Sep - 20:18

All das hier war zu viel für sie, es war laut, berstend voll und niemand achtete auf sie...doch das war sie ja eigentlich auch nicht anders gewöhnt.
Hoffentlich würde sie bald Victor finden, um sich zu entschuldigen und dann wieder gehen zu können. Das war...unglaublich aufregend, prickelnd und stimulierend, aber doch auch irgendwie fern und bedrohlich. Es war unbekannt, und auch wenn das Unbekannte sie anlockte, so wich sie doch zurück aus dem Schatten, der es barg, und blieb lieber im Licht.
Sie sah sich um und wusste nicht so recht, was sie machen sollte, fühlte sich so außen vor. Und es war so komisch, dass niemand bei ihr war...
Dann plötzlich kam jemand auf sie zu und sprach sie an, ein wenig erschrocken wich sie erst zurück, denn sie hatte ihn nicht bemerkt. Er war wirklich groß, hatte einen Körper, den wohl jeder als attraktiv bezeichnen würde, und auch ein schönes Gesicht, zumindest nach ihrem Empfinden.
Ihre Wangen färbten sich rötlich, das alles war sehr überraschend und sie wusste nicht, was sie sagen sollte. Immerhin hatte sie noch nie wirklich mit jemandem gesprochen...
Ein wenig schüchtern senkte sie den Blick, denn sie hatte durch die laute Musik kaum etwas verstanden. Doch sie vermutete, er habe nach ihrer Befindlichkeit gefragt, zumindest hatte es so geklungen. "Ja, alles in Ordnung. Ich suche nur jemanden", sagte sie und senkte dabei noch weiter den Blick. Es war ihr wahnsinnig unangenehm...
Hatte sie so seltsam gewirkt? So abgehoben von den anderen? War sie so schlecht gekleidet? Oder war es einfach ihr Wesen, was das alles verursachte? Weil sie nicht wusste, was sie tun sollte?
All diese Fragen füllten ihren Kopf, dessen Wangen heiß glühten. Sie kannte sich mit all diesen Dingen nicht aus, traute sich das alles nicht zu...es war einfach zu viel...
Unsicher blickte sie umher, unwissend, was sie sagen sollte. Jennas Finger spielten miteinander, so versuchte sie, die Unsicherheit herunterzuspielen, die Nervosität in den Griff zu bekommen, doch das gelang ihr nicht wirklich bis gar nicht.
Immer wieder blickte sie scheu zu ihm, dann in den Raum, auf ihre Füße. Das alles war einfach viel zu aufregend. Wenn ihr Vater das gewusst hätte, dann wäre das wahrscheinlich ein Weltuntergang geworden...



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BeitragThema: Re: Villenviertel   So 13 Sep - 20:39

Anthonys Blick ruhte auf der Frau, seine Augen blickten sie freundlich an, wobei sein Blick forschend war. Sie wirkte stark verunsichert, das lag jedoch vermutlich nicht daran, dass sie mit einem fremden Mann redete. Nein, denn sie hatte schon zuvor so verängstigt gewirkt, irgendwie bemitleidenswert. Und das hatte seine durch Rachel erworbenen Instinkte geweckt. Wieso wusste er nicht, doch die junge Frau sah so hilfsbedürftig aus und er konnte ihr nicht helfen - und dafür war er auch nicht hergekommen. "Verzeiht", sagte er höflich und ging einen kleinen Schritt zurück, um nicht ganz so aufdringlich zu wirken, "aber ich kann Euch wohl nicht helfen. Vielleicht solltet ihr Euch herumfragen - irgendeiner der Gäste wird schon wissen, wo Ihr die Person finden könnt." Auf Anthony Lippen schlich sich ein Lächeln. Er wollte die Frau ermutigen, immerhin schien sie es nötig zu haben, zudem empfand er sie als höchst attraktiv, da könnte Freundlichkeit nicht schaden.
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BeitragThema: Re: Villenviertel   So 13 Sep - 21:27



Noah
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Nur noch ein Schritt und er wäre aus dem Villenviertel raus. Doch er zögerte. Ein ungutes Gefühl hatte ihn beschlichen, jedoch konnte er es nicht wirklich bestimmen. So stand er einfach in der Gegend rum und starrte in die Ferne. Mit einem Mal kamen Erinnerungen in ihm auf. Erinnerungen an seine Zeit als Jugendlicher. Nicht, dass es so lange her war, immer hin war er gerade erst 24, allerdings war er damals nicht ganz so verschlossen gewesen. Er hatte stets offen rebelliert, egal ob gegen seinen Vater oder sonst irgendjemanden. Zwar war es für Teenager normal, sich gegen andere aufzulehnen, doch er war vermutlich ein wenig extremer gewesen als andere. Zusätzlich waren die Umstände sehr speziell gewesen. Aber eigentlich besaß jeder junge Erwachsene eine rebellische Ader. Selbst Jenna.
Moment mal ..., schoss es ihm durch den Kopf. Warum war er da nicht früher drauf gekommen? Jetzt, wo sein Job nicht mehr in Gefahr war, gab es eigentlich keinen Grund mehr für die junge Frau, nicht auf die Party zu gehen um das Geschäft ihres Vaters zu retten. Eigentlich unterstützte er das, jedoch traute weder Victor noch dessen Freunden. Besser er ging zurück und vergewisserte sich, dass Jenna nicht abgehauen war.
Noah machte kehrt und drehte dem Wald den Rücken zu. Er beeilte sich nicht, aber er ging dennoch zügig zurück. Auf seinem Weg kam er erneut am Haus dieses reichen Typens vorbei und er hörte nur zu deutlich die laute Musik. Für seinen Geschmack war sie fast ein wenig zu laut, aber er war auch nicht gerade häufig auf Partys gewesen. Im Augenblick konnte er sich generell kaum erinnern, ob er jemals auf einer Party gewesen war. Vielleicht eine, aber es war schon eine ganze Weile her. Wenn er recht überlegte, hatte er nicht gerade die Kindheit oder Jugend gehabt, die man als normal bezeichnen könnte.

Erwähnt: Jenna, Victor
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BeitragThema: Re: Villenviertel   Mi 30 Sep - 22:54

Jenna sah auf, blickte den Mann an, dann senkte sie den Blick wieder leicht und respektvoll. Sie wagte nicht, aufzusehen. Denn das hatte sie noch nie gewagt...
"Ich danke Ihnen dennoch. Einen schönen Abend wünsche ich", sagte sie leise und sah sich um. Ging einfach drauflos, um sie herum waren Menschen, die sie ängstigten, denn noch nie hatte sie soetwas erlebt. Die Musik dröhnte auf sie ein, schlug sie schon fast. Immer wieder musste Jenna irgendwelchen taumelnden Jugendlichen ausweichen und sich durch die Massen schlängeln.
Das alles wurde ihr viel zu viel, das war nicht mehr annehmbar, sie hatte das Gefühl, keine Luft mehr zu bekommen, als würde sie wirklich hier jetzt auf der Stelle ersticken.
Ihr Blick huschte umher und da sah sie eine Terrassentür, die geöffnet war. Luft...ja, das brauchte sie jetzt. Der jungen Frau war bereits schwindelig und sie taumelte leicht, ihr wurde schlecht von diesem Gestank nach Alkohol. Mit eiligen Schritten näherte sie sich auf unsicheren Beinen der rettenden Tür und trat hinaus. Die kühlere Luft schnitt ihr im ersten Moment in die Lunge, doch dann beruhigte es sich. Sie lehnte sich einen Moment lang an den Türrahmen und versuchte, einen klaren Gedanken zu fassen. Wie sollte sie bei all den vielen Leuten Victor finden? Wie hatte sie das glauben können? Wie hatte sie seine Forderung ablehnen können...wenn sie das jetzt nicht rückgängig machen könnte, dann würde ihr Vater ziemliche Probleme bekommen. Und sie hatte ihn aus der Haut fahren sehen als er erfuhr, dass eventuell Antonio von Schilling die Bank wechseln würde...
Die kalte Luft half ihr jedoch, sich zu beruhigen und so wieder einen einigermaßen klaren Eindruck machen zu können. Sie schluckte und richtete sich auf, strich eine ihrer langen Haarsträhnen aus dem Gesicht und blickte sich grob um. Eigentlich hatte sie nun wieder reingehen wollen, aber da entdeckte sie Victor tatsächlich hier draußen. Unschlüssig, was sie nun tun sollte, sah sie ihn an. Er stand da, lehnte an der Wand, in der Hand hatte er ein Bier...und irgendwie kam sie nicht umhin, zu sehen, dass er nicht gerade unattraktiv war. Alles, was nötig ist...
Vorsichtig und unsicher ging sie auf ihn zu, bewegte sich dabei aber automatisch elegant, denn so hatte sie es gelernt. Auch wenn sie den Blick stets senkte, ihr Körper war aufrecht und schien selbstsicher zu sein, doch man musste nur in ihr Gesicht sehen, um zu wissen, dass das alles nicht mehr als eine Fassade war...die Unsicherheit las man in ihren Augen, die Schüchternheit auf ihren Wangen.
Und nun war sie nur wenige Meter von Victor entfernt, sie blieb plötzlich stehen, wusste nicht, was sie sagen oder machen sollte. Sah einfach zu ihm hin...



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BeitragThema: Re: Villenviertel   Di 6 Okt - 23:09



George
Villenviertel

Das 11-jährige Mädchen öffnete langsam und so leise wie möglich die Haustür, in der Hoffnung, dass Janette nicht mitbekommen würde, dass sie erst jetzt nach Hause kam. Zumal sie ziemlich dreckig war, eine aufgeplatzte Lippe, eine Schramme über dem Auge und wunde Fingerknöchel hatte. Ein deutliches Zeichen dafür, dass sie sich mit irgendwem geprügelt hatte und anschließend durchs Unterholz gelaufen war. Sobald sie keine Schule mehr hatte, teilweise sogar während der Schulzeit, trieb sie sich im Wald herum. Einfach nur um diesem öden Alltag zu entkommen, der ihr wie ein goldener Käfig vorkam. Sie hasste das Leben in einer reichen Familie. Viel lieber wäre sie arm und hätte dafür ein aufregendes Leben mit Leuten, denen sie wirklich etwas bedeutete. Ihr Ziehvater scherte sich einen Dreck um sie und ihre Mutter konnte nicht ab haben, dass sie nicht so ein perfektes, puppenhaftes Mädchen geworden war, wie sie es sich gewünscht hatte. Aber sie war eben nur ihre Adoptivmutter und sie hatten so gut wie gar nichts gemein. Ihre unterschiedlichen Vorstellungen von einem guten, erfüllten Leben führten ständig dazu, dass sie sich stritten. Als Janette zum Beispiel erfahren hatte, dass sie sitzen geblieben war, weil sie sich nicht um die Schule gekümmert hatte und häufig auch geschwänzt hatte, hatten sie erst die gesamte Nachbarschaft zusammen gebrüllt, zumindest George, und anschließend mehrere Tage nicht ein Wort miteinander gewechselt. Morgen war der erste Schultag in der neuen Klasse und das Mädchen hatte jetzt schon keinen Bock. Vielleicht sollte sie einfach wieder schwänzen, was war schon dabei. Was brachte einem schon ein toller Abschluss, wenn man doch nur von Leuten umringt war, denen nichts wichtiger war als Leistung und Geld.
Andererseits war sie nicht mehr auf der selben Schule wie zuvor, vielleicht bestand ihre Klasse mal nicht nur aus verwöhnten Gören, Muttersöhnchen und erbärmlichen Schnöseln. Naja, sie konnte ja mal reinschauen. Notfalls könnte sie sich ja einfach aus dem Staub machen, so wie es letztes Jahr auch schon öfters getan hatte.
Sie zog leise die Schuhe und ihre Jacke aus, drückte nicht auf den Lichtschalter und ließ den Flur somit ihm dunkeln. Es bestand zwar nur eine geringe Chance, dass ihre Mutter nicht mitbekommen hatte, dass sie noch nicht zuhause war, aber einen Versuch war's wert.

Erwähnt: Janette
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BeitragThema: Re: Villenviertel   Di 6 Okt - 23:44

Janette saß in der Küche am Tisch, den Laptop darauf und ihre Finger hämmerten auf diesen ein. Sie war gut in dem, was sie tat, sie war eine der besten, wenn nicht sogar die Beste. Aber sie arbeitete hart, um diesen Status nicht zu verlieren.
Und eigentlich hatte sie Pläne gehabt, eine kleine perfekte Tochter, die das perfekte Leben leben konnte, dass sie sich immer gewünscht hatte.
Aber nein, sie hatte einen Quälgeist und nur Arbeit, weil ihr dämlicher, unfähiger Mann sich völlig aus der Sache raushielt.
Als hätte sie das absolute Gehör hielt sie inne, als die Tür ins Schloss fiel. Wie ein Wachhund schien es ihr schon fast, denn das war so leise, dass es nur dann zu hören war, wenn man darauf achtete. Aber eigentlich hatte sie das nicht getan...vielleicht hatte sie ja doch so einen Mutterradar.
Die Frau erhob sich und ging mit großen, zielstrebigen Schritten durch das große Wohnzimmer nach vorn in den Flur. Sie hatte ihre hohen Schuhe nicht ausgezogen und so klackten die Absätze laut auf dem weißen, glänzenden Boden.
"Junge Dame, weißt du, wie spät es ist?", fragte sie mit scharfem Ton als sich ihre Tochter doch tatsächlich auch noch davonstehlen wollte.
Sie stemmte die Hände in die Hüften und sah das Mädchen streng an. Wenn sie sie betrachtete, da fielen ihr sofort all die Zeichen auf. "Du hast dich schon wieder geprügelt? Du bist doch keiner dieser Dorftrottel, ich verstehe nicht, wie du dich nur immer wieder so ungehobelt verhalten kannst!", sagte sie zischend.



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BeitragThema: Re: Villenviertel   Mi 7 Okt - 0:04



George
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Sie verharrte mitten in der Bewegung, als sie die viel zu lauten Schritte ihrer Adoptivmutter vernahm. Verdammt, fluchte sie innerlich und richtete sich auf. Trotzig und mit einem Blick, der wirklich alles sagte, sah sie zu Janette auf und verschränkte die Arme vor der Brust.
"Na und?", erwiderte sie und war sich dabei bewusst, dass diese Konversation in einem Streit enden würde. "Lieber wäre ich ein Dorftrottel als jemand wie du." Das junge Mädchen scheute wirklich vor nichts. Sie sagte was sie wollte und sie zeigte ihrer Ziehmutter nur zu gerne, dass sie nichts von all dem hielt, was sich diese aufgebaut hatte. Für George war das alles wertlos. Es war auch nicht das erste mal, dass sie so respektlos mit der Frau redete. Schon oft hatte sie dafür mächtig Ärger bekommen, doch sie tat es dennoch. Sie blieb stur und unbeugsam. Sie würde nicht unbedingt sagen, dass sie ihre "Mutter" hasste, viel mehr war sie stets wütend auf deren Handeln und Ansichten. Vermutlich wäre sie sogar ein wenig traurig, wenn Janette sterben würde, doch das hieß definitiv nicht, dass sie glücklich war noch, dass sie die Frau mochte. Sie war einfach eine nervtötende, arrogante, eingebildete, uneinsichtige, verlogene, geldgeile Tante, die George lieber höchstens als Tante gehabt hätte, anstatt als Mutter.
"Ich geh' jetzt hoch, ich bin müde", sagte sie, ohne groß auf die Reaktion von Janette zu achten und wollte sich an ihr vorbei und zum eigenen Zimmer begeben. War nur die Frage, ob die Frau ihr Adoptivkind so einfach davon kommen lassen würde.

Erwähnt: Janette
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