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 Das Lager

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BeitragThema: Das Lager   Do 20 Aug - 15:54

Das Lager liegt relativ weit oben am Hang des Hügels. Der Boden ist erst recht flach und steigt dann steil an. Dies nutzten die jungen Leute um eine Art Höhle in die Erde zu graben. Doch da diese nicht groß genug für alle ist, haben sie ihr von Dornenhecken und Steinen umringtes Lager mit Zelten, Wellblechen, Steinen, Holz und Überresten von Mauern ausgebaut.


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BeitragThema: Re: Das Lager   Fr 21 Aug - 0:31

Als die Sonne am fernen Himmel langsam erwachte und sich ihre Strahlen über den Himmel bis ins Lager schoben, erwachte der Wald. Die Vögel begannen schon am frühen Morgen zu singen, während eine leichte Briese eine angenehme Kühle durch das Lager schob. Anthony erwachte, als die ersten hellen und warmen Strahlen der Sonne durch die undichte Plane hinter dem Fliegengitter ihrer kleinen Hütte glitten und ihm ins Gesicht schienen, wodurch sein Gesicht aussah, als würde es leuchten. Doch lange taten sie es nicht; Anthony erwachte aus seinem Schlaf. Mit einem leichten Stöhnen richtete der Waldbewohner sich auf seinem provisorischen Bett auf, welches aus einer sehr alten Matratze bestand, die er nur schwer hatte auftreiben können, darüber eine Decke, die er einmal pro Woche wusch und noch einer zweiten Decke, um sich zudecken zu können. Seiner Schwester, die gar nicht mal weit von ihm entfernt schlief, damit er auch immer einen Blick auf sie werfen konnte, hatte er eine etwas bessere auftreiben können. Wenn sie schon so aufwachsen musste, dann sollte sie es wenigstens bequem haben, dachte er sich immer wieder. Vorsichtig beugte er sich zur Seite, um keine unnötigen Geräusche zu verursache, und warf einen Blick in ihr Bett. Rachel schlief noch. Ein gutes Zeichen, so hatte er noch etwas Zeit für sich. Behutsam kroch Anthony aus seinem Bett – lediglich in Boxershorts -, nahm sich seine abgenutzte Jeans und schlüpfte in sie, woraufhin seine tätovierte Haut hinter dem Stoff verschwand. Er warf noch einen letzten Blick auf Rachels Bett, um ganz sicher zu sein, dass sie auch wirklich schlief, bevor er sich sein Shirt und eine leere Flasche nahm und daraufhin oberkörperfrei aus ihrem Haus trat, dass aus einer Steinwand, zwei Holswänden und einer Plane mit Fliegengitter bestandt. Wie erwartet blendet ihn die Sonne, wie sie es schon einige Minuten zuvor getan hatte, woraufhin er sich die Hand vors Gesicht hielt und trotzdem in den blauen Himmel blickte. Einen Moment lang genoss er die Stille der Natur, die Wärme auf seinem freien Körper, bevor er sich sein Muskelshirt achtlos in die Hosentasche stopfte und zu einem ihrer Wasserfilteranlagen ging, um seine Flasche aufzufüllen. Auf etwas zu Essen würde er erst einmal verzischten, dafür hatte er nicht genug Appetit, als dass er ihren Vorrat ausdüngen würde. Das Essen wurde bereits erneut knapper, was bedeutete, dass es bald wieder auf die Jagd ginge. Doch das störte ihn nicht, er genoss die Ausflüge in den Wald und das Jagen entspannte ihn. Dabei fühlte er sich frei, eins mit der Natur. Wenn er könnte, dann wäre er ewig im Wald – er hätte sich früher nie erträumen können, wie schön das Waldleben doch sein konnte, auch wenn es hart war. Jedoch musste Anthony sich um seine Schwester kümmern und konnte sie nicht ewig alleine lassen, das musste er beachten. In Gedanken versunken erfernte er sich wieder von der Filteranlage und tappte leisen Schrittes durch das Lager, bis er irgendwann einfach stehen blieb und sich stumm umsah.
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BeitragThema: Re: Das Lager   Fr 21 Aug - 17:24



Sam
Waldbewohnerin

Die Sonnenstrahlen der aufgehenden Sonne kitzelten Sam im Gesicht und weckten sie auf. Sie streckte sich und setzte sich auf, wobei ihre Hängematte schaukelte. Sie schlief in dem zweistöckigen Baumhaus in der mittleren Ebene. Dieses Baumhaus bestand aus fünf Bäumen, wovon vier außen und einer innen standen. Der Boden war aus unterschiedlichen Holzbrettern zusammengeschustert worden und über ihnen waren weitere. An den vier Seiten hingen alte Stoffe, Äste, Ranken und allerlei anderes Zeug. Die Hängematten waren alle an dem mittleren Baum festgebunden und führten dann zu denen Außen, sodass auf dieser Ebene für mindestens vier und maximal acht Personen platz war.
Die junge Frau schlug die Stoffe und Felle beiseite die ihre Decke darstellten und stand auf. Erneut streckte sie sich und kletterte dann an dem mittleren der Bäume herunter. Sie alle hatten Stufen wie eine Leiter, nur nicht so ordentlich. Unten hatten Sie sich aus Ziegelsteinen, Brettern und Überresten alter Kommoden etwas wie Schränke oder eher Regale gebaut. Jeder hatte ein Fach. Sie ging zu ihrem und nahm sich ihre Kleidung heraus, denn im Augenblick trug sie lediglich Unterwäsche und ein großes, fleckiges T-Shirt, welches ihr fast bis zu den Knien reichte.
Sie lebte schon sehr lange ohne Geld und länger als viele andere in diesem Wald. Daher hatte sich auch ihre Kleidung anpassen müssen. Falls man diese denn als solche bezeichnen konnte. Es handelte sich dabei um ein breites Band, welches sie sich wie ein Bandau um ihre Brust wickelte und es von hinten nach vorne nahm, unter den Achseln durch und es hinter ihrem Nacken wieder zuknotete. Ihre Hose reichte ihr nur noch bis zu den Schienbeinen und war durchsetzt von vielen Löchern, welche sie alle mit Bändern abdeckte, indem sie diese um ihr Bein band und zukotete. Bei ihren Schuhen handelte es sich um leichte Schluppen, die sie in einem Geschäft gestohlen hatte.
Sie schnappte sich ihren Bogen und den selbst gefertigten Köcher. Zwar besaß Sam auch normalere Kleidung, mit welcher sie nicht so viel Haut zeigte und man ihre Tattoos weniger sehen konnte, vor allem den Phönix, dessen flammender Schweif in ihrer Hose verschwand, jedoch war diese für die Jagd nicht sonderlich vorteilhaft. Was sie jetzt trug war eng, sodass es nicht flatterte und ließ ihr genügend Bewegungsfreiheit. Bereit zur Jagd trat sie durch die dürftigen Vorhänge und blinzelte der Sonne entgegen.
Sie sah sich in dem Lager um, welches zu ihrem Zuhause geworden war. Anthony war bereits wach und tappte umher. Es ist ein kühler Morgen mit sehr klarer Luft. Jedoch ist die Sonne bereits jetzt warm. Der heutige Tag wird schön werden. Optimal für die Jagd. Vielleicht erwische ich ein Kaninchen oder ein Eichhörnchen. Die Rehe werden was schwerer sein. Aber vielleicht habe ich ja Glück und treffe auf eines.
Notfalls würde sie sich eben auf in die Altstadt machen und etwas klauen. Das konnte sie gut.

Erwähnt: Anthony - Angesprochen: xx


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Zuletzt von Rotbusch am Fr 21 Aug - 20:29 bearbeitet; insgesamt 9-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Das Lager   Fr 21 Aug - 17:52

Das kleine Mädchen öffnete die Augen. Das Licht schien durch die Bretterwand, die an einigen Stellen kleine Löchlein aufwies. Sie überlegte nicht lange, die Vorräte waren nahezu erschöpft, was bedeutete, bald würde es wieder auf die Jagd gehen. Und man nahm sie eigentlich immer mit, weil sie sehr gut darin war. Eine ausgezeichnete Jägerin.
Rachel schlug die Decke zur Seite und stand auf. Sie nahm ihre liebste Kleidung, ein dunkelrotes Stück Stoff, dass sie zusammengenäht hatte, sodass es als Oberteil tragbar war, und eine braune Hose, die eng anlang und in der sie sich gut bewegen konnte.
Mit schnellen ung geübten Bewegungen kämmte sie sich ihre roten Haare und band sie zu zwei dicken, geflochtenen Zöpfen.
Einen Moment lang überlegte sie, ob sie noch etwas vergessen hatte, stellte aber fest, dass alles bester Ordnung war. Also ergriff sie ihren Bogen, selbstgebaut, denn die der Erwachsenen waren zu groß für sie. Deswegen hatte Anthony damals unter der Anleitung von John diesen hier gebaut. Anthony kannte sich mit anderen Waffen besser aus, nicht mit solchen Bogen. Feuerwaffen waren eher das, was er einzusetzen wusste, und Messer natürlich.
Messer...also hatte sie doch etwas vergessen. Sie nahm ihren Gürtel, an dem ihr Messer hing und legte ihn an, dann nahm sie auch den kleinen Köcher und trat aus der Hütte.
Die Sonne schien ihr ins Gesicht und sie musste die Augen ein wenig zusammenkneifen. Es war bereits angenehm warm, sie fror zwar generell nicht sehr schnell, aber es war dennoch nicht schlecht, wenn andere es auch als angenehm empfanden.
Sie erblickte Sam und lief auf sie zu. Wie immer war das kleine Mädchen barfuß, aber sie war ungemein geschickt und ihre Füße schienen Schmerz nicht wahrzunehmen, weshalb sich niemand beschwerte. Mit dem Bogen in der einen und dem Köcher in der anderen Hand sah sie zu der jungen Frau hoch und lächelte. "Nimmst du mich mit?", fragte sie und ihre dunklen Augen strahlten vor Freude. Rachel rechnete eigentlich nicht damit, dass die andere Nein sagen würde, immerhin musste die ja wissen, wie gut sie darin war, zu jagen. Rachel hatte ihr ganzes Leben hier im Wald verbracht und hatte den anderen gegenüber dadurch einen großen Vorteil. Denn sie wusste nicht, wie es war, etwas zu haben. Wusste nicht, was ihr arm sein bedeutete. Für sie war es schön, so zu leben, sie wollte es gar nicht anders



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BeitragThema: Re: Das Lager   Fr 21 Aug - 20:20


Sam
Waldbewohnerin

Die junge Frau bemerkte erst nicht, dass Rachel aufgewacht war und hatte sich bereits auf den Weg in den Wald machen wollen, als das kleine Mädchen sie ansprach. Sie wollte mit auf die Jagd kommen. Sam wusste, wie gut die kleine war. Das war allgemein auch kein Wunder immer hin war sie mit diesem Leben sozusagen groß geworden. Sie erinnerte sich noch gut an den Tag, als Anthony mit ihr hier angekommen war. Damals waren sie noch sehr wenige gewesen. Für sie war es enorm schwer gewesen. Nein, das war es noch immer. Es hatte die schmerzhaften Gedanken an ihr eigenes Kind, welches sie verloren hatte, wieder ans Tageslicht gebracht. Sie liebte Kinder, hatte auch geglaubt, dass sie darüber hinweg gekommen wäre, aber das war nicht der Fall. Jedes Mal, wenn sie Rachel sah, nahm sie sich vor sie anzulächeln und mit ihr zu reden, aber sie schaffte es nie. Ich frage mich ... ob sie wohl merkt, dass ich ihr mehr oder weniger aus dem Weg gehe. Ich hoffe nicht ... Ich möchte nicht, dass sie glaubt, es läge an ihr. Bisher wusste niemand, was sie in ihrer Vergangenheit erlebt hatte. Sie würde nicht sagen, dass sie es den anderen verheimlichte, aber sie sprach nicht gerne darüber. Es war vergangen und sie wollte damit abschließen. Es gehörte nicht zu dem Leben, welches sie nun führte.
Weißt du, ich gehe am liebsten alleine auf die Jagd, sagte sie und sprach damit auch die Wahrheit. Warum fragst du nicht deinen Bruder? Er geht bestimmt gerne mit dir.
Sam redete zwar freundlich und ruhig mit Rachel, jedoch brachte sie nie viel hervor. Es bildete sich immer viel zu schnell ein Kloß in ihrem Hals. Sie schenkte dem Mädchen ein kurzes Lächeln und wandte sich dann ab, lenkte ihren Blick auf die umliegende Umgebung.
Es gab viele Gründe, weshalb sie Rachel nicht mitnehmen wollte. Einerseits jagte sie wirklich lieber allein als in einer Gruppe. Das erhöhte die Chancen und gab ihr mehr Zeit, Ruhe und Freiheit. Sie musste sich dann an niemanden anpassen. Zudem könnte sie es nicht ertragen mit Rachel unterwegs zu sein, vor allem nicht alleine. Es brachte nicht nur unschöne Erinnerungen hervor. Nein, sie würde dem Mädchen am liebsten ganz das Jagen verbieten. Sie empfand es als falsch, dass ein Kind mit Pfeil und Bogen Kaninchen tötete, anstatt mit welchen im Garten hinter dem Haus der Eltern zu spielen. Waffen waren nicht für Kinder bestimmt. Aber sie war nicht die Mutter dieses Kindes. Sie fühlte sich zwar fast so, auch wenn sie kaum mit Rachel redete, aber es war nicht der Fall. Zudem würde sie ihr ihre Freiheit rauben, wenn sie ihr irgendetwas verbieten würde.
Sam blickte auf ihre Füße, während sie auf das Dickicht des Waldes schritt, welches ihr Lager umringte. Meistens lief auch sie barfuß umher, doch diesen Sommer gab es viele Wespen und sie war nicht darauf aus, auf eine drauf zu treten. Zum Glück hatte sie diese Schlüppchen gesehen. Sie waren eng und gänzlich aus Stoff. Unter den Ballen und unter der Ferse gab es eine dünne Gummisole, welche vor Dornen und Wespenstichen schützte. So viel Hornhaut sie auch an ihren Fußsolen hatte, Wespen fanden dennoch einen Weg hindurch.

Erwähnt: Anthony, Rachel - Angesprochen: Rachel


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BeitragThema: Re: Das Lager   So 23 Aug - 19:24

Gedankenversunken beobachtete Anthony, wie Sam die Lichtung verließ und Rachel, welche nun ebenfalls erwacht war, links liegen ließ. Irgendwo konnte er es verstehen. Nicht, dass er seine kleine Schwester für eine schlechte Gefährtin hielt - keinesfalls, sie lernte schnell und zeigte genügend Interesse, was ihn innerlich immer wieder stolz machte - jedoch schien die junge Frau lieber alleine unterwegs zu sein, und da es bei ihm des öfteren auch zu traf, verwunderte ihn ihre Reaktion nicht. Er hoffte lediglich, dass Rachel es nicht falsch verstehen würde, immerhin war sie noch jung und könnte denken, dass Sam ihre Anwesenheit mied. Das muss sie lernen, dachte er nachdenklich und biss sich besorgt auf die Lippe. Seine Schwester wirkte wie gemacht für dieses Leben, sie passte so gut hier rein, dennoch fragte er sich hin und wieder, ob es nicht doch besser gewesen wäre, wenn er mit ihr bei den Reichen geblieben wäre. Nicht dass er da lieber leben wollte, er liebte sein jetziges Leben, endlich fühlte er sich frei, dennoch bereitete es ihm hin und wieder Bauchschmerzen. John zeigte ihm so viel, das er wiederum ihr zeigen konnte, sie ging sogar ohne Beschwerden zur Schule, auch wenn die Kinder, wie er bemerkt hatte, nachdem er sie einmal abgeholt hatte, sie nicht wirklich leiden konnte. Dennoch war sie so glücklich und irgendwie konnte er es nicht verstehen. Oh Rachel... Anthony konnte ihr so wenig bieten und das enttäuschte ihn jeden Tag aufs neue. Er hatte nicht einmal genug Geld, um ihr mal etwas schönes zu holen, immerhin war sie doch noch ein Kind! Seufzend verschränkte er die Arme vor der nackten Brust und bemerkte nicht einmal, wie er sie von der Ferne aus anstarrte. Vermutlich würde es für die Anderen wie der strenge Blick eines aufmerksamen Bruders wirkte, er jedoch kam sich so falsch vor.. Ich bin schon wieder so sentimental.
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BeitragThema: Re: Das Lager   So 23 Aug - 22:33

Das kleine Mädchen sah die junge Frau an, ihr Blick war durchdringend. "Du glaubst nicht, dass ich dir die Beute verjage oder dir im Weg bin", sagte sie und es war eine Feststellung, nichts sonst. Es erschien ihr für einen Moment lang so klar und so eindeutig, dass sie selbst der Grund dafür war, dass Sam sie nicht mitnahm.
Aber anders, als man es wohl erwartet hätte, schien es sie kaum zu kümmern. Es war mit den Augen eines Kindes gesehen, dass von allen Seiten mit Ablehnung großgeworden war. Einer mehr oder weniger, machte da keinen Unterschied. "Du meidest mich", sagte sie, hob ihre Sachen höher und wandte sich von Sam ab. Sie wollte jetzt etwas nützliches tun. Und die Vorräte waren knapp.
Als sie nun sah, dass Anthony sie anstarrte, blickte sie ihn einen Moment lang an. Sagte aber nichts und ging auch nicht zu ihm hin.
Rachel schenkte ihm nur ein selbstbewusstes Lächeln, dann drehte sie sich um und verschwand in den Büschen rund um das Lager. Sie entdeckte einen vielversprechenden Baum, legte ihre Sachen ab und begann, ihn heraufzuklettern.



Der Mann bewegte sich mit absoluter Sicherheit durch die Gegend um das Lager. Er kannte sich hier bestens aus, war länger ohne Heimat als alle anderen hier, zumindest von den Jahren her. Er war auch um einiges älter als die meisten. Wahrscheinlich war das auch mit ein Grund dafür, dass die anderen zu ihm auf sahen.
Über seine Schulter hatte er einen großen Sack gelegt, was er selbst am Anfang als sehr befremdlich empfunden hatte, denn er fühlte sich damit wie der Weihnachtsmann. Für das Geld, was er in der letzten Zeit verdient hatte, hatte er einiges einkaufen können. Und was man kaufte, teilte man. Er hatte Milch, Käse, Wurst und etwas Fleisch, aber auch Dosen, denn die hielten sich einfach länger, auch wenn sie nicht so gut schmeckten. Und er hatte eine Tafel Schokolade dabei, die er Rachel geben wollte. Das kleine Mädchen war ihm ebenso wie ihr Bruder ans Herz gewachsen und er wollte ihr etwas gutes tun. Und dann war er auf seinem Rückweg tatsächlich noch zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort gewesen. Nun, eigentlich war das recht oft der Fall. John hätte gerne gewusst, warum es immer wieder ihn traf, der alten Herren oder jungen Mädchen zur Seite stehen musste. Oder Schlägereien...eigentlich durfte man gar nicht darüber nachdenken, was er bei einem normalen Einkaufsbummel alles schon erlebt hatte.
An seinem linken Arm hatte er ein besonderes Geschenk. Er hatte den Hund gerade im richtigen Moment gesehen und nun ging der Schäferhund schwanzwedelnd unter seinem Arm. Ja, manchmal war es auch Glück...
Er blickte auf den Hund und lächelte. Er würde sicherlich einen guten Hund abgeben. Scharf abgerichtet würde er alles tun, was man ihm befahl. Und er hatte auch vor, das zu tun. Zumindest zum Teil...denn eigentlich brauchte er nur einen Hund, der im Notfall Signal gab. Und schützte...also würde er ihn doch akribisch abrichten. Aber vielleicht hatte er Glück und der Kleine kannte schon ein paar Kommandos.
Das Lager kam in Sicht und John ging als erstes zum Futterspeicher, legte den Sack ab und lud alles in die Kühlboxen, was gekühlt werden musste. Die Schokolade nahm er in die eine, den Hund in die andere Hand und verließ den Raum dann wieder, in dem sich die gesamten Lebensmittel befanden. Er sah Anthony und ging zu ihm. "Ich hab dir was mitgebracht", sagte er mit recht neutraler Stimme, aber zu großen Gefühlsregungen neigte er generell nicht. Er reichte ihm die Tafel Schokolade. "Sie soll ja auch mal was besonderes bekommen, nicht wahr?", sagte er mit dem Anflug eines Lächelns. Dann streichelte er dem Hund über den Kopf. "Ihn hier hab ich gefunden. Ich glaube, sie wird ein guter Schutzhund werden", sagte er und kraulte der Hündin das Bäuchlein und nahm es auch hin, als diese spielerisch nach ihm schnappte. Dann winkte er ihn ab und der Hund lief schwanzwedelnd herum. "Ich dachte, ich bringe ihn mit. Vielleicht ist er ja ein guter Begleiter" Er dachte dabei an die kleine Schwester des Jungen, denn er sorgte sich, dass sie hier zu kindesungerecht groß wurde. Sie sollte auch tierische Freunde haben, nicht immer nur töten. Auch wenn sie das gut machte.
Er lehnte sich neben Tony an und blickte auf die Lichtung.



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Zuletzt von Aspentau am So 13 Sep - 19:54 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Das Lager   So 23 Aug - 23:28

Als Rachel ihn anlächelte, musste auch Anthony schmunzeln. Sie wirkte so glücklich und das schob seine Sorgen etwas zur Seite. Er war froh, dass sie mit so wenig auskam, es erwärmte sein Herz.
Als John sich ihm näherte, zudem mit einem kleinen Fellbündel in der Hand, nickte er ihm vorerst durchaus höfflich zu, immerhin hatte er den nötigen Respekt vor dem älteren Mann und wollte es sich mit auch nicht verspielen, auch wenn er da vermütlich mehr anstellen musste, als einmal nicht zu grüßen. "Das glaube ich nicht", sagte Anthony verblüfft, als John ihm die Tafel Schokolade gab, und seine Mundwinkel zogen sich von ganz alleine zu einem warmen Lächeln, als er erst die Tafel betrachtete, dann Rachel hinterher sah. "Willst du es ihr nicht selber geben?", fragte er, war jedoch insgeheim froh darüber, dass er sie ihm gegeben hatte, so konnte Anthony ihr wenigstens etwas bieten. Zufrieden steckte er sie sich vorerst in die Hosentasche - er durfte sie nur nicht vergessen, sonst hätte er die flüssige Schokoladenpampe in seiner Tasche - und betrachtete erst einmal den Welpen. "Er scheint etwas her zu machen", gab er zu und nickte. "Eine gute Idee ihn mitzubringen, wir können ihn wirklich gebrauchen. Wie so vieles andere.." Das Lächeln verschwand aus dem Gesicht des jungen Mannes und er verschränkte erneut seine Arme. Wieder wurde ihm so mulmig zu Mute. Eigentlich wollte er John damit nicht nerven, jedoch war dieser bis jetzt immer für ihn da gewesen, weshalb es einfach so aus ihm heraus sprudelte. "War es eine dumme Idee, sie schon als Baby mit hier raus zu bringen?", fragte er unsicher, sah ihn jedoch nicht an. "Vielleicht hätte ich mit ihr woanders hingehen sollen.. Es ist schön hier, doch sie war noch so klein und ich so .. so unerfahren, fast schon leichtgläubig und durchaus betrunken, als ich herkam. Vielleicht ginge es ihr woanders noch besser, hier kann ich ihr doch gar nichts bieten. Sie hat ihre Eltern nicht einmal richtige kennengelernt und die anderen Kinder sind so gemein zu ihr... das hättest du sehen müssen, und trotzdem geht sie immer wieder hin, als wäre nichts." Er stöhnte schwer, bevor er sich an den Kopf fasste und sich dann durch die Haare strich. "Ich habe einfach immer wieder das Gefühl, als müsste ich ihr irgendetwas als Entschädigung geben, dafür, dass sie nicht selbst über ihr Leben entscheiden konnte. Sie ist doch noch so schrecklich jung und über die halbe Bevölkerung hasst sie, obwohl sie niemand kennt. Irgendwie muss ich ihr doch mehr geben können.."
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BeitragThema: Re: Das Lager   Mo 24 Aug - 16:10


Sam
Waldbewohnern

Sie hielt inne, als Rachel etwas sagte. Bei jedem weiteren Wort, das das Kind sprach, presste sie die Zähne fester aufeinander. Ihre Nase begann zu kribbeln und sie kniff die Augen zu. Sie hatte nie gewollt, dass das Mädchen glaubte, sie würde sie nicht mögen. Auch wenn es diesem nichts auszumachen schien, so wünschte Sam sich, dass Rachel den wahren Grund kennen würde. Aber sie brachte es ja kaum über sich mit ihr zu reden, also wie sollte sie ihr ihre Geschichte erzählen? Und würde es überhaupt etwas bringen? Bestimmt würde das Mädchen ihre Schwäche nicht verstehen. Wer konnte es ihr auch verübel. Sie machte sich ja selbst Unmengen an Vorwürfen, weil sie es nicht hinter sich lassen konnte. Vermutlich würde es ihr helfen, wenn sie es einfach mal jemandem erzählen könnte, doch es gab niemanden. Obwohl sie hier von so vielen umringt war, gab es keine Person, die irgendetwas konkretes über Sam wusste. Und das, obwohl sie schon mit am längsten hier war.
Die junge Frau atmete tief durch und presste die Lippen aufeinander, trat entschlossen in den Wald und lief dann in einem lockeren Tempo los. um das Lager herum würde sich nicht viel finden lassen. Sie hatte beschlossen tiefer in den Wald hinein zu gehen. Sie war absolut zielsicher mit ihrem Bogen. Sah sie ein Tier, so erlegte sie es auch.

gt: Wald

Erwähnt: Rachel
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BeitragThema: Re: Das Lager   Do 27 Aug - 19:23

Der Mann sah den jüngeren an. "Es ist nicht an mir, zu entscheiden, wie viel Schokolade deine kleine Schwester essen darf", sagte er mit einem leichten Lächeln. Meistens war der nun schon nicht mehr ganz so junge Mann sehr ernst, seine Vergangenheit beherrschte ihn, machte ihn zu dem, was er jetzt war. Er hatte unzählige Menschen getötet, ohne je zu zögern, je zu hinterfragen, was ihr Vergehen war. Er hatte gemordet...im Auftrag der Regierung, aber dennoch war es Mord. Und auch wenn diese Menschen Fehler gemacht hatten, rechtfertigte das wohl kaum, sie zu töten...
John wollte nicht, dass Anthony oder irgendjemand hier, ob nun Sam, Rachel oder sonst jemand, jemals in seine Lage gerieten. Getötet zu haben war ein schreckliches Gefühl.
Damals hatte er hier anderen geholfen, um seine Seele wieder reinzuwaschen, aber schnell hatte er gemerkt, dass seine Seele niemals rein sein würde, egal, was er tat, wie vielen Menschen er half und wie vielen er das Leben rettete, niemals würde seine Schuld dadurch vergehen.
Denn Mord verjährt nicht. Und auch in seinen Gedanken, er schämte sich dessen ein wenig, dass er sich an viele dieser von ihm herbeigeführten Tode nicht mal erinnerte.
Er hatte sie hinter sich gelassen, hatte sich hier ein neues Leben aufgebaut, gänzlich anders als das, was er zuvor geführt hatte. Und er bereute es nicht, das einzige, was er bereute, war, dass er erst so spät den Dienst quitiert hatte...denn vielleicht würde Joss dann noch leben, vielleicht wäre sie an seiner Seite, vielleicht hätten sie eine kleine Familie...eigene Kinder, ein kleines Häuschen, einen Hund...
Augenblicklich hatte er davon nur den Hund. Und die anderen Punkte auf dieser Liste würden sich wohl niemals erfüllen...denn Joss war tot.
Als Tony fragte, ob es eine dumme Idee gewesen war, Rachel schon als Baby hierher zu bringen, sah er ihn an. Sein Blick war ernst. "Sieh sie dir an. Ist sie glücklich?", fragte er ihn und seine Stimme war dabei ebenso ernst wie der Blick in seinen Augen.



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BeitragThema: Re: Das Lager   Do 27 Aug - 20:27

Anthony schwieg und ließ seine recht dunklen, jedoch warmen Augen über das Lager gleiten. Er überlegte, wobei er sich innerlich wie gespalten fühlte. Einerseits hatte John recht, es ging ihr hier gut und sie besaß alles, was sie sich angeblich wünschte. Doch er hatte als Kind mehr und auch wenn es teilweise Sachen waren, die niemand brauchte, hatte Rachel das gleiche Recht auf sie. Er konnte es sich allerdings nicht leisten und das gab ihm jedes mal einen Tritt in den Magen. "Natürlich ist sie glücklich", sagte er und zwang sich ein Lächeln auf, welches jedoch nur so vor Verzweiflung schrie. Vielleicht war sie glücklich mit dem bisschen, doch er war es nicht. Ist es egoistisch, wenn ich mir für sie mehr wünsche?, schoss es ihm durch den Kopf und er schüttelte leicht den Kopf. Eigentlich blieb ihm keine andere Möglichkeit; wenn er Geld wollte, dann musste er es sich verdienen. Doch wie? "Ich würde ihr nur gerne mehr geben", nahm der den Gesprächsfaden wieder auf und blickte John einen Moment an. "Es muss doch eine Möglichkeit geben. Etwas, dass ich tun kann. Ich habe Papiere, einen Ausweis, irgendwie müssen sie mir doch helfen, an Geld zu kommen." Nachdenklich runzelte er seine Stirn. Es gab auch hier ein paar Leute, die bei den Reichen arbeiten, also musste es eine Möglichkeit geben. Doch selbst wenn, hätte er genug Durchhaltevermögen, um so etwas durch zu ziehen? Anthony hatte nicht einmal eine beendete Ausbildung, er war also ein Niemand, und er selbst hielt sich auch hin und wieder für einen.
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BeitragThema: Re: Das Lager   Do 27 Aug - 20:58

John lächelte. "Sie ist niemand, der andere beneidet. Sieh sie dir an, wenn sie etwas haben will, dann sagt sie es. Sie ist ein Kind, Kinder sagen immer die Wahrheit, bis zu einem bestimmten Alter, und auch dann merkst du noch, wenn sie lügen. Erst bei Erwachsenen muss man aufpassen", sagte John und musste dabei unwillkürlich an seinen ehemaligen Chef denken. Claudia ist gekauft worden. Du weißt, was das bedeutet. - Jeder macht seinen eigenen Dreck weg
Er verdrängte die Gedanken so gut er konnte.
"Weißt du, ein normaler Mann in deinem Alter würde arbeiten gehen. Du kannst ja mal mit Noah sprechen, wenn der mal wieder hier auftaucht. Der arbeitet für einen reichen Mann und bewacht dessen Tochter. Die ist wirklich hübsch, überleg es dir. Vielleicht kannst du da ja auch anfangen. Wir müssten dich ein wenig herrichten, so stellt dich niemand ein, aber das wäre eine Möglichkeit. Oder du versuchst, Verkäufer zu werden. Deine Ausbildung zuende zu machen, die Möglichkeit hast du auch. Im Leben hast du viele Möglichkeiten", sagte er und blickte über das Lager. Und er hatte sich tatsächlich das hier ausgesucht...



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BeitragThema: Re: Das Lager   Do 27 Aug - 23:17

Nachdenklich runzelte Anthony seine Stirn, wobei er sich weiter im Lager umsah. Es war relativ leer, einige Leute, wie Sam oder Noah zum Beispiel, waren bereits weg, andere schliefen vermutlich noch. Dann dachte er wieder an Johns Vorschlag: Ja, eigentlich war es keine allzu schlechte Idee. Er hätte die angebrachte Freundlichkeit für einen Verkäufer, doch dieser Beruf reizte ihn nicht genug. Seine Ausbildung fortsetzten wollte er auch nicht, immerhin kannten die Leute ihn da und wussten, dass er schon vor langem verschwunden war - und das bedeutete nie etwas gutes. Er benötigte also einen Job, der nicht direkt von Staat ausging, vielleicht sollte er wirklich einmal mit Noah reden. "Danke", sagte Anthony zu John und nickte ihm anerkannt zu, bevor er die Schokolade aus seiner Hosentasche fischte und sie einen Moment anblickte. Er atmete tief durch, bevor er zu Rachel ging. Er folgte dem gleichen Weg, welchen sie gegangen war, rief ein, zwei mal ihren Namen, dabei wieder mit einem Lächeln auf den Lippen, bevor er sie auf einem Baum wiederfand. Er stickte seine Hände und die Schokolade in die Hosentaschen und blieb vor dem Baum stehen. "Hey, Kleine", rief er Rachel zu und hatte seinen Blick nach oben gerichtet. "Kommst du runter? Ich habe etwas für dich."
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BeitragThema: Re: Das Lager   Sa 29 Aug - 23:01

John lächelte und sah dem jungen Mann nach, der nun zu seiner Schwester ging, um ihr die Tafel Schokolade zu geben. Er blickte auf den Hund hinab, der ihn mit wedelndem Schwanz ansah. Ja, da hatte er einen Glücksgriff gelandet.
Er griff in seine Tasche, in der er ein wenig Wurst hatte, die er sich extra für diesen Zweck behalten hatte, und hielt sie dem Hund vor die Nase und ließ sie über den Kopf nach hinten wandern. Der Hund folgte mit der Nase dem Fleisch und setzte sich dadurch hin. "Zit!", sagte John, in dem Moment, als sich der Hund setzte.
Das würde er noch einige Male wiederholen müssen. Außer er hatte absolutes Glück und hätte einen bereits ausgebildeten Hund erwischt...der Schäferhund war etwa ein Jahr alt, konnte also wirklich etwas gelernt haben. Und so gut wie er das gemacht hatte, könnte es sich sogar um einen Polizeihund handeln. Ja, das wäre wirklich absolutes Glück. Aber er würde es versuchen.
Der Mann holte noch ein Stück Wurst aus der Tasche und wiederholte das Kommando. Der Hund setzte sich.
Lächelnd kraulte er den Hund, der sich total über die Zuneigung freute. Ein Glücksgriff...
"Kom", sagte er zu dem Hund und dieser reagierte instinktiv richtig. Gemeinsam mit dem Hund verließ er das Lager und ging in den Wald, wo dieser eine Fährte aufzunehmen schien. John war bereit, dem Hund zu folgen.
gt: Wald

Rachel saß auf dem Baum und klaubte die Eier aus dem Nest, als sie ihren Bruder hörte. Sie blickte hinab und lächelte ihn an, ihre Augen strahlten dabei. "Guck mal, ich hab Eier gefunden", sagte sie und blickte in das Nest, in dem sie nur eines zurückließ. Sie fand es gemein, einer Mutter alle Eier zu nehmen, denn dann wurde sie traurig. So aber merkte sie es eigentlich gar nicht...
Das war auch irgendwie grausam, aber sie würde weiter brüten und sich über ihr eines Kind so freuen, als wären es drei oder vier. Das war einer Vogelmutter egal, sie liebte ihr Kind. Und sie würde es versorgen und es würde genug Futter bekommen.
Sie legte die Eier vorsichtig in die Tasche an ihrem Gürtel und kletterte hinab zu ihrem Bruder. Am Boden angelangt, sah sie zu ihm hoch. "Was möchtest du mir geben?", fragte sie mit einem Lächeln und ihre Augen glühten vor Vorfreude



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Zuletzt von Aspentau am So 13 Sep - 19:50 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Das Lager   Sa 29 Aug - 23:40

Mit einem Lächeln ging Anthony leicht in die Hocke, um zusammen mit Rachel auf Augenhöhe zu sein. Sie war mit die Kleinste, er wollte ihr lediglich anders gegenüber treten, wenn er mit ihr sprach.
"Zeige mir mal die Eier", sagte er und hielt ihr eine Hand hin, grinste sie dabei frech an.
Anthony nahm die Vogeleier aus ihrer Hand, hielt sie leicht gegen das Licht der aufgehenden Sonne und verzog daraufhin das Gesicht, als würde etwas nicht stimmen, als hätte sie einen Fehler gemacht. "Rachel, Schätzchen", sagte er und räusperte sich, dann schwieg er. Lediglich der Wind säuselte leise durch das Lager, scheuchte die Blätter des Waldes auf. Langsam richtete er sich wieder auf und gab ihr das Ei zurück, woraufhin er sie erneut angrinste und ihr durch die Haare fuhr. Er wusste, dass er ihr damit die Frisur ruinierte - daher tat er es auch. Vorsichtig nahm er sich die Schokolade aus der Hosentasche und hielt sie ihr hin. "Für dich", sagte er und verschränkte die Arme.
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BeitragThema: Re: Das Lager   Do 3 Sep - 23:43

Das Mädchen sah ihn prüfend an und zögerte, doch immerhin war er ihr Bruder, also gab sie ihm die Eier doch noch. Er hielt sie gegen die Sonne und verzog das Gesicht, da war sie einen Moment am überlegen, ihm gegen das Bein zu treten.
Doch sie stampfte nur auf dem Boden auf und als er ihr die Eier zurückgab, war sie zufrieden. "Reiche Leuten lieben das, die kann man verkaufen", sagte sie ein wenig trotzig.
Und dann holte er die Schokolade aus der Tasche. Sie bekam große Augen und strahlte ihn an, die Haare hingen ihr nun zum Teil ins Gesicht und sie wirkte wie ein kleiner Wirbelwind.
"Du bist der beste Bruder, den man haben kann!", strahlte sie und viel ihm um die Hüften. Denn höher kam sie einfach nicht.
Dann nahm sie sie ihm aus der Hand, lachte und rannte los, in ihre Hütte. Sie würde sich die Tafel gut einteilen, damit sie lange etwas davon hatte. Auf ihrer Matratze setzte sie sich hin und starrte den Schatz an, den ihr Bruder ihr da gegeben hatte.



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BeitragThema: Re: Das Lager   Sa 5 Sep - 16:00

Diese Freude, die Freude, die jedes Kind in ihrem Alter bei den kleinsten Dingen empfand, machte Anthony glücklich. Er freute sich, wenn seine Schwester es tat und meistens verschwanden auch seine Sorgen, wenn er Rachel sah. Er war mehr als ein großer Bruder, er hatte sie aufgezogen und daher, seiner Meinung nach, eine viel engere Verbindung zu ihr. Normalerweise interessierten sich die älteren Geschwister nicht für ihre Jüngeren, die meisten zumindest. Doch bei ihm war das anders und darüber war er froh. Die Umarmung amüsierte ihn, weshalb er ihr auch mit der Hand durch die Haare wuschelte und kurze Zeit ihre Umarmung erwiderte.
"Ich werde vielleicht bald gehen, pass also auf dich auf und mach keinen Unsinn!", rief Anthony ihr nach, als Rachel bereits am wegrennen war. Er hatte entschieden auf eigenem Fuß etwas in der Stadt aufzutreiben. Bis Noah nach Hause käme, würde es garantiert noch dauern und da Sam und John bereits in Richtung Wald verschwunden waren, entschied er sich für die Altstadt. Doch auch wenn es draußen noch frisch war, wusste er nicht, wie lange er weg bleiben und wie schnell es dunkel und dadurch auch kalt werden würde, daher folgte er Rachel vorerst in die Hütte.
Vorsichtig schob er die Plane beiseite und schaute sich in der recht dunklen Hütte um, sah Rachel einen Moment an und nahm dann seinen Mantel, der irgendwo an der Wand an einem provisorischen Harken hing. Er sollte sauber und notdürftig auch faltenfrei bleiben, damit er nicht allzu sehr auffiel, daher konnte er nicht irgendwo in der Ecke liegen.
"Ich weiß nicht, wann ich heute wieder nach Hause komme", sagte er in Rachels Richtung und begab sich bereits wieder in Richtung Ausgang. "Lauf nicht zu weit weg und geh nichts zu spät ins Bett, hörst du, Kleine?" Anthony richtete seinen Blick ein letztes mal auf Rachel, die viel mehr an ihrer Schokolade interessiert war, bevor er sie anlächelte und aus der Hütte ging. Ein letztes mal sah er sich auf der Lichtung um, richtete dann seinen Mantel, wodurch der ziemlich große Mann noch größer wirkte und verließ das Lager.
gt: Altstadt
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BeitragThema: Re: Das Lager   Di 26 Jan - 21:37

cf: das Villenviertel

Erst spät in der Nacht kehrte Anthony zurück ins Lager der Waldbewohner. Zufrieden stellte er fest, dass im Lager eine friedliche und angenehme Stille herrschte, was zumeist hieß, dass alles in Ordnung war. Die meisten schienen bereits zu schlafen, bei der Uhrzeit kein Wunder, und Anthony hoffte, dass Rachel nicht zu lange wach geblieben war. Es tat ihm leid, dass er den ganzen Tag keine Zeit für sie gehabt hatte, doch es ließ sich auf Dauer nicht immer vermeiden. Außerdem hatte es sich ja letztendlich gelohnt, immerhin konnte Noah nun bei seinem Boss punkten und schaden konnte das auf keinen Fall. Wer weiß, vielleicht könnte er tatsächlich mal ein gutes Wort für ihn einlegen, die Anforderungen erfüllte er durch seine Ausbildung ja, auch wenn ihm eventuell die Praxis noch fehlte. Aber daran konnte Anthony nun auch nichts mehr ändern.
Lautlos betrat Anthony die Hütte von ihm und Rachel und musste erst einmal einen Moment in der Tür verweilen, bevor er in der Dunkelheit überhaupt etwas erkennen konnte. Vorsichtig begab er sich zu Rachels Bett und ging vor ihr in die Hocke, stellte zufrieden fest, dass sie bereits schlief und gab ihr einen kleinen, liebevollen Kuss auf die Stirn, bevor er seine Sachen für die Gegend der Reichen ablegte und sich ebenfalls ziemlich müde in sein ‘Bett‘ legte, um den Rest der Nacht noch einmal mit Schlaf zu verbringen.
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BeitragThema: Re: Das Lager   Do 4 Feb - 16:39

(Ich hoffe es ist okay, den Zeitsprung zum Morgen zu machen. Scheinbar hat ja keiner mehr in der Nacht was zutun und dann seinen ersten Post zu schreiben ist etwas schwierig :'D)

First Post

Mit den ersten Sonnenstrahlen erwachte Abigail aus einem tiefen und einigermaßen ruhigen Schlaf. Es war früh und kalt und die junge Frau zog das dünne Laken, das ihr als Decke diente, hilflos enger an ihren Körper.
Nach einer kurzen Weile erhob sie sich auf die Füße und tappte leise zu der Kleidung, die provisorisch aber trotzdem gefaltet und geordnet auf dem Boden lag. Sie warf sich den viel zu großen, braunen Mantel um und zog die fast zu kleine dunkelgraue Hose darunter. Als letzten Kälteschutz wickelte sie sich einen alten, schwarzen Schal um den Hals. Der Anblick des Stoffes schmerzte in ihrem Herzen. Die Blonde hatte ihn noch von ihrem Zuhause. Obwohl sie die Vergangenheit gerne vergraben hätte, sie brauchte den Schal im Winter und konnte sich sowieso nie von ihm trennen.
Mit einem Seufzen band sie ihre Haare in einem nicht sehr professionell aussehenden Dutt zusammen und erhob sich bevor sie die Holzpalette, die als ihre Tür diente, zur Seite schob und auf den Lagerboden trat.
Abby streckte sich ausgiebig und schnappte sich die Tomate, die sie in ihrer Manteltasche aufgehoben hatte. Sie war schon älter und nicht das ausgiebigste Frühstück, aber immerhin musste sie sich dem neuen Tag nicht mit leerem Magen entgegenstellen.
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BeitragThema: Re: Das Lager   Di 3 Mai - 20:00

Rachel hatte mit dem Kopf auf der Schokolade geschlafen. Ja, sie wusste, dass diese schmelzen würde, aber dennoch war das ein Schatz, den sie beschützen musste. Sie hatte nicht gemerkt, wie ihr Bruder nach Hause gekommen war. Hatte einen Traum geträumt, wie ihn nur kleine, unbescholtene Mädchen träumen konnten. Voller Frieden und Freude...
Sie schlug die Augen auf. Sie musste zur Schule gehen. Schnell schlüpfte sie in ihre Klamotten und kämmte ihr Haar, was sich wie immer nicht richtig bändigen ließ. Sie war aber auch sehr ungeduldig, was das anging. Sie flocht ihre roten Wellen zu Zöpfen und nahm ihre Schultasche. Ihr Bruder war gestern spät gekommen, sie überlegte, ob sie ihn wecken sollte. Wenn nicht, wäre er ihr bestimmt böse...
Sie ging also zu seinem Bett und pustete ihm ins Gesicht. "Ich muss los, Schlafmütze", sagte sie vergnügt und knuffte Anthony liebevoll in die Schulter.



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BeitragThema: Re: Das Lager   Di 3 Mai - 21:12

Mit einem tiefen Stöhnen merkte Anthony, wie sich sein bedeutungsloser Traum langsam aber sicher auflöste und eine erdrückende Schwere übrig blieb, die sich über seinen Körper legte - auch Müdigkeit genannt. Wie in Zeitlupe rollte Anthony seinen Körper leicht zu Seite und klimperte mit den Augen, doch der Schleier wollte nicht verschwinden, so dass er eine Hand auf sein Gesicht legte und sich mit einem lauten Gähnen aufrichtete. Auch wenn der junge Mann nach dem vergangenen Abend sofort eingeschlafen war und ihn nichts hatte wecken können, fühlte er sich noch immer erschöpft, gar ausgelaugt. Kurz gesagt: Er war einfach unglaublich müde, was bei ihm jedoch keine Seltenheit war.
"Lass das..", brummte Anthony leise, als Rachel scheinbar keinerlei Erbarmen zu zeigen schien. Natürlich war seine Stimme weder genervt, noch streng und das würde sie auch wissen, immerhin lebte die Beiden schon lange genug zusammen und Rachel kannte seine morgendlichen Launen, die ab und zu die Überhand gewannen. Doch mittlerweile war es ihm sogar möglich, die Augen so zu öffnen, dass seine Umgebung weder verschwommen, noch grell wirkte - sein Blick richtete sich direkt auf Rachel und ein Lächeln verweilte auf seinen Lippen. Er liebte seine Schwester, mehr als alles andere auf der Welt, und das wurde ihm wiedereinmal bewusst. "Verzeihung, ich war wohl zu lange wach..", gestand er, als müsse er sich vor ihr rechtfertigen. Das tat er gerne, immerhin war seine Schwester intelligent genug, um es zu verstehen, auch wenn er es sich selbst nicht ganz erklären konnte. Doch auch, wenn sie noch jung war, ging es ihr wohl nicht anders als ihm - sie passte genauso auf ihn auf wie er auf sie, nur eben etwas anders. Wieder riss ein Gähnen ihn aus den Gedanken, ehe er sich vollkommen aufsetzte und sich durch die verwuschelten Haare fuhr und seine Frage an Rachel stellte: "Soll ich dich zur Schule bringen?" Wieder lag ein Lächeln auf seinen Lippen, was er sich manchmal selbst nicht erklären konnte.
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BeitragThema: Re: Das Lager   Di 14 Jun - 23:07

Rachel sah ihren großen Bruder entgeistert an. "Boah, Tony! Das wäre voll peinlich. Alle würden mich auslachen!", beschwerte sie sich über seinen Vorschlag. Das er auf diese Idee kam! Was würden die anderen reden...dabei redeten sie so schon genug. Es war nicht so, dass das kleine Mädchen sich dadurch beeindrucken ließ, sie hatte dadurch nicht weniger Lust, zur Schule zu gehen. Sie küsste ihren Bruder auf die Wange, lächelte ihn an und huschte dann hinaus.
Die Sonne stand bereits über den Baumwipfeln als sie sich aufmachte. Sie war nicht besonders spät, aber eben auch nicht wirklich pünktlich. Das war schon ärgerlich manchmal, dass sie so trödelte. Die Lehrer ermahnten sie immer wieder deswegen, aber manches war einfach zu interessant, um nicht beachtet zu werden. Zum Beispiel der Schmetterling, der eine Blüte umkreiste und sich schließlich doch auf ihr niederließ. Seine Flügel waren hellgelb, fast schon weiß, und erinnerten Rachel an Zitroneneis. Sie mochte Eis...aber das war teuer. Sie wusste, dass sie nicht wie die meisten der anderen Kinder mit in die Eisdiele konnte, wo sie sich dann in den Pausen oft gleich mehrere Kugeln Eis bestellten. Für Rachel war es eine Besonderheit, auch nur eine einzige Kugel zu essen. Und es machte sie immer richtig glücklich, wenn mal genügend Cents abfielen.
gt: Schulviertel


Sie kannte den Weg. Auch wenn sie ihn noch nie zuvor gegangen war...aber sie wusste dennoch, woran sie sich orientieren musste. John hatte ihn ihr beschrieben. Und auch wenn sie gewusst hatte, dass sie diesen Weg wenn allein antreten würde, hatte sie gehofft, es an Marvins Seite zu tun. Der Gedanke an ihn war immer da...und seit sie diese Stadt betreten hatte, war da noch ein anderes Gefühl.
Mayra konnte es nicht einordnen, wollte das auch gar nicht, denn sie hatte eigentlich gar keine Lust, über irgendetwas nachzudenken. Denn das war mit einem Schmerz verbunden, den sie nun wirklich nicht mehr ertragen wollte. Als sie durch die Gassen der Stadt geschlendert war, hatte sie sich vor jeder der Ecken gefürchtet. Es war viel Zeit vergangen, aber... jede Wunde hinterlässt eine Narbe. Nun hatte die junge Frau die letzten Häuserzeilen hinter sich gelassen und hatte den Wald betreten. Toshiro und sie waren früher oft im Wald gewesen... - Ein Schmerz durchfuhr sie. Reiß dich zusammen, May! Du hast ihn verloren Sie rang um Kontrolle über ihre Gedanken und nach einigen Augenblicken hatte sie sie wiedererlangt. Diese Stadt hatte wieder aufgerissen, was sie zu vergessen versucht hatte.
Mayra blieb einen Moment lang stehen und sog die Luft ein. Sie musste sich beherrschen, sonst würde sie seltsam auffallen. Und das wäre nicht dienlich.
Selbstsicher schritt sie nun wieder aus, folgte dem Weg. John würde ihr helfen. Das hatte er gesagt. Doch sie fürchtete sich dennoch, dass er nicht mehr da war, wo er gesagt hatte. Doch er hatte sie gerettet und sie schuldete ihm Vertrauen. Das gab ihr ein bisschen Sicherheit und als sie dann das Lager entdeckte, begannen ihre Augen wieder zu strahlen. Auch wenn sie nicht wusste, woher sie dieses Strahlen nahm. Ihr kam ein kleines Mädchen mit rotem Haar entgegen, achtete jedoch eher auf einen Schmetterling als auf die Fremde. Sie folgte dem Mädchen mit dem Blick und ging ein paar Schritte rückwärts, ehe sie sich wieder umdrehte und auf das Lager sah. Mayra lächelte als der Wind ihr durchs Gesicht fuhr. Der Wind erschien ihr wie ein Erwecken aus der Starre und machte ihr Herz ein wenig leichter.
Sie hatte den Ort gefunden, an dem sie John finden würde. Doch nun blieb sie stehen und sah sich um. Die junge Frau konnte ihn nirgendwo entdecken. Unschlüssig blieb sie einen Moment stehen, dann entschied sie, dass sie nicht so lange gelaufen war, um dann aufzugeben. Sie ging zu einer der Hütten und klopfte auf das Holz neben dem Vorhang. Sie brauchte Antworten, sonst würde sie nachdenken...und das war zu schmerzhaft. Viel zu viel hatte sie verloren und erlitten, um sich gern zu erinnern...



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BeitragThema: Re: Das Lager   Mi 10 Aug - 20:49

Als Anthony seiner kleinen Schwester nachsah, wie sie das Lager verließ um selbständig den Weg zur Schule anzutreten, legte sich ein unglaublich warmes Lächeln auf seine Lippen. Er liebte seine Schwester sehr, bewunderte sie dafür, dass sie auch in solch einer scheinbar aussichtslosen Situation immer gut gelaunt durchs Leben schritt. Er selbst war nicht verwöhnt, doch er kannte bessere Umstände und anfangs viel es ihm sehr schwer, sie zu missen. Hatte man sich einmal daran gewöhnt in einem schönen Haus zu wohnen und eine vernünftige Arbeit zu haben, war es schwer loszulassen. Trotzdem hatte Tony es getan und war mit seiner Schwester geflohen. Zugegeben, zuvor hatte er einen seiner berühmten Wutanfälle, doch das hatte ihn nicht daran gehindert, seiner Sachen zu packen und ein neues Leben zu beginnen. Und das bereute bis heute nicht.
In seinen Gedanken versunken, schloss Anthony den Vorhang, welcher als Tür diente, und begann damit, die kleine Hütte aufzuräumen. Viel gab es nicht zu tun, immerhin konnte man nichts liegen lassen, wenn man nichts besaß. Doch es war eine Angewohnheit, er tat es von ganz alleine, wie eine typische Routine. Es beruhigte ihn, ebenso wie das Laufen durch den Wald, das Jagen, das Schwimmen… letzteres tat er immer seltener, doch er hatte schon kurz nach Rachels Geburt gelernt, auch mal auf Sachen verzichten zu müssen. Früher wäre es wohl der Alkohol gewesen, welcher sowieso eine beruhigende Wirkung hatte, doch so etwas konnte er sich nicht mehr leisten. Eher würde er seiner Schwester irgendetwas besorgen, wie die Tafel Schokolade von John, als dass er riskierte, wieder der Sucht zu verfallen. Es war einfach zu viel passiert, außerdem war er angehender Polizist gewesen – auch, wenn er es jetzt nicht mehr war, wollte er zumindest das Gefühl und vor allem die Vernunft behalten.
Als es plötzlich an der 'Tür' klopfte, zuckte Anthony sichtbar zusammen. Er hatte weder die Schritte vernommen, noch damit gerechnet, dass um diese Zeit jemand bei ihm vorbeisehen würde. Er selbst war ja noch nicht einmal richtig wach, er hatte sogar darüber nachgedacht, noch ein wenig zu schlafen.. es dann jedoch sein gelassen. Und trotzdem stand ihm der Schlaf aufgrund der viel zu langen Nacht im Gesicht, über seine Haare wollte er nicht einmal nachdenken. Mit einem Seufzen nahm er sich sein Shirt und zog es sich über den Kopf, während er die kurze Strecke zur Tür ging und den Vorhang zur Seite schob. „Huch?“, machte er und zuckte etwas, da ihm ein völlig fremdes Gesicht entgegensprang. Wie war das möglich? „Wer bist du?“, fragte Anthony also das für ihn im Moment wichtigste und konnte die Skepsis hinter seinen eigenen Worten hören. Er dachte eigentlich, dass sie hier sicher seien, also wie hatte eine völlig Fremde den Weg zu ihnen gefunden? Oder war sie gar keine Fremde? Anthonys Augenbrauen zogen sich leicht nach unten, trotzdem blieb seine ganze Ausstrahlung höfflich.
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BeitragThema: Re: Das Lager   Mi 10 Aug - 22:05

Die junge Frau hatte einen Moment gezögert, bevor sie geklopft hatte. Sie kam sich vor wie ein Eindringling. Denn niemand hier kannte sie und sie kannte auch niemanden. Wie sollte sie sich überhaupt verhalten? Allerdings...John hatte ihr angeboten, dass sie herkommen könnte. Also würde sie ja hier bleiben können. Ja, sie musste nur optimistisch denken. Immerhin war hier dieses kleine Lager, nicht weit entfernt von ihrer Geburtsstadt, und hier schien die Welt in Ordnung. Das kleine Mädchen, was sie gesehen hatte, fasziniert von einem Schmetterling auf dem Weg zur Schule...wo sah man das heute schon noch. Zumindest nicht in dem Betonklotz, in dem sie mit ihren Eltern gelebt hatte, nachdem ihr Vater...sie wollte lieber nicht daran denken. Das waren Wunden, die sie nicht aufreißen wollte. Wunden, die niemals ganz verschwinden würden. Es würde immer etwas zurückbleiben.
Als sie nun klopfte, tat sie es mit einem mulmigen Gefühl. Was, wenn jemand sie wegschickte? Wenn man sie hier nicht wollte? Nein, sie sollte so nicht denken.
Dann ging der Vorhang der Hütte auf und vor ihr stand ein junger Mann. Sie hatte mit allem gerechnet, aber irgendwie nicht damit. Er war groß und man könnte ihn auf jeden Fall gutaussehend nennen. Und er schien ebenso überrascht zu sein wie sie selbst. Der Mann schien skeptisch zu sein, wahrscheinlich war nicht vielen dieses Lager hier bekannt. Den Reichen hätte es bestimmt nicht gefallen...
"Hi, ich bin Mayra", meinte sie fröhlich und ihre Augen strahlten aufgeweckt, während sie ihm ihre Hand entgegenstreckte. "Ich bin auf der Suche nach John", fügte sie dann fröhlich hinzu und lächelte ihn offen und entwaffnend an.



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BeitragThema: Re: Das Lager   Do 11 Aug - 20:00

Anthony fühlte sich etwas überrumpelt, was vielleicht daran lag, dass es ihn an Schlaf mangelte – zumindest versuchte er es sich einzureden, da sein Gehirn im Moment einfach nicht verstehen wollte, wo diese Person herkam. War sie eine Gefahr? Hatten die Reichen sie geschickt, um das Lager auszukundschaften und sie dann auszulöschen? Ein dummer Gedanke, wenn er man genauer darüber nachdachte. Mal abgesehen davon, dass es sie in einer gewissen Weise eh nicht interessierte, gab es genügend Polizeikräfte, die sich der Sache annehmen könnten, sollten sie den Standort ihres Lagers herausgefunden haben. Es war die Verwirrung, die ihn Hirngespinste zusammenreimen ließ, die er versuchte mit einem leichten Kopfschütteln zu verdrängen.
Öh, Anthony“, sprach der Mann mit einem leichten Stottern und nahm zögerlich ihre Hand. Auch wenn er kein Wilder war und sich auch heute noch oft die Hand mit einer Person gab, kam es ihm im Moment seltsam vor. Vielleicht hatte er sich hier ja doch recht gut eingelebt, immerhin sah er so gut wie alle Menschen als Freunde, wobei er nie daran zweifelte, nicht hier hinzugehören.  Und trotzdem konnte er seine Skepsis gegenüber der Frau nur schlecht unterdrückten, da half auch kein nettes Lächeln. „Du kennst also John?“ Die Tatsache machte es nur seltsamer, da er der Meinung war, dass nicht jeder den Mann kannte. Und wenn sie es tat, dann schien sie zumindest nicht zu lügen. Sein Lächeln wurde etwas wärmer. Anthony war prinzipiell ein netter Mensch, außerdem war auch er mal neu gewesen, wodurch er seine verrückten Gedanken zügeln konnte. „Entschuldige“, sagte er aufgrund seiner Reaktion, „John ist derzeit leider nicht im Lager.“
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