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 Lager des FlussClans

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BeitragThema: Re: Lager des FlussClans   Mo 14 Mai - 9:21

Marderjunges wußte nich warum sich alle so beeilten. War es nicht normal das so viel Wasser vom Himmel fiel? So lange war er nun auch noch nicht auf dieser Welt um das beurteilen zu können. Aber so wie die Katzen reagierten schien es doch etwas besonderes zu sein. Plötzlich spührte er wie er am Nacken gepackt und hochgehoben wurde. Der kleine Kater fauchte kurz. Die Katze meinte Sie hätte ihn auch früher tragen können oder er hätte was sagen können. Aber nun war er auch schon alleine gegangen da hätte er den Rest auch alleinen gehn können, dachte er naiv. Er musste doch nicht wie dieser Ampferjunges getragen werden, er war immernoch wütend auf diesen Kater wie er sich einfach hatte tragen laßen. Trotz seinem Gezeter entspannte er sich etwas als Leopardenpfote ihn trug. Er baumelte jetzt in der Luft und leckte seinen kleinen Pfoten sauber. Er spürte wie der Regen auf seine Nase prasselte und er versuchte die Tropfen mit seiner Zunge aufzufangen. Als sie den anderen Katzen näher kam fragte er, "Wo gehen wir hin?" Suchen sie sich einen neuen Ort wo kein Wasser mehr vom Himmel fällt, wo er wieder alleine laufen konnte. Es war ihm etwas peinlich getragen werden zu müßen, so als ob er nicht selber laufen konnte, was in diesem Schlamm wohl auch der Fall war, er fühlte sich klein und schwach dadurch.
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BeitragThema: Re: Lager des FlussClans   Mo 21 Mai - 14:30

Seelenblatt

Die junge Kätzin war völlig durchnässt, das Wasser tropfte ihr vom Körper, die Schnurrhaare hingen schwer an ihrem Gesicht hinab. ? „V-vielleicht könnten wir zu den Trittsteinen gelangen…auch wenn sie unter Wasser sind, könnten wir uns vielleicht dort mit den Pfoten festhalten…“, miaute die Kätzin als Vorschlag, allerdings relativ leise. Ob sie der ältere Kater verstand, wusste sie nicht. Aber es war auch eher ein ausgesprochener Gedanke, als ein wirklicher Vorschlag. Außerdem waren die Trittsteine in einer komplett anderen Richtung. Sie war auch nicht in der Position, Vorschläge zu machen. Dafür war sie noch zu Jung und auch nicht so erfahren wie Mondsturm selber. Seelenblatt schüttelte leicht den Kopf und damit die Regentropfen aus den Augen. Sie blickte dann zu Mondsturm. „Glaubst du Flussabwärts geht es leichter?“, miaute sie zu dem Kater hin, ob er sie verstand, wusste sie nicht. Seelenblatt bemerkte, dass Tölpelfeder sie gehört hatte, diese lief Schwalbenfeder hinterher. „Schwalbenfeder! Schwalbenfeder, warte einen Moment. Ich habe einen Vorschlag. Durch die Steine wird der Fluss zwar langsamer, aber die Strecke dahinter ist kurvig, und im äußeren Rand der Kurven fließt er viel zu schnell. Egal, wo wir eine geeignete Stelle finden, am Rand wird uns das Wasser zur Falle.“
Kurz holte die Kriegerin luft.
“Verzeih. Also. In den Kurven haben wir verloren, aber was, wenn wir uns ein gerades Stück suchen? Wir bringen die Katzen über die Steine in die Mitte, da fließt die Strömung nicht zu schnell… wir lassen sie dann flussabwärts treiben, und holen sie an dem länglichen Stein wieder aus dem Wasser, oder bei den Wurzeln, da… na ja, da, bevor die erste Biegung nach links geht, vor dem Haselstrauch.“ Seelenblatt wurde etwas kleiner. Sie hielt ab sofort lieber den Mund. Seelenblatt hörte, wie Tölpelfeder und Schwalbenfeder anfingen, zu diskutieren. Stumm betete sie zum SternenClan, dass sie alle sicher den Fluss überqueren konnten. Dass alle überlebten. Die Kätzin wich ein paar Schritte zurück, als das Wasser näher kam. Sie schluckte und blinzelte angestrengt gegen den Regen. Sie sah zu, wie auch Mondsturm zu den beiden Kätzinnen ging, mit ihnen redete. Seelenblatt nieste, da Wasser in ihre Nase gelangt war. Sie nahm all ihren Mut zusammen. „Können wir endlich los?? Wenn wir noch länger hier stehen, werden es nicht einmal mehr die Krieger hinüber schaffen!“, miaute die Kätzin.


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Wenn ich nach 4 Tagen in den Clans nicht geantwortet habe bitte schickt mir eine PN I love you

Danke an Ares für das traumhaft tolle Bild von Blut&Viper *.*
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BeitragThema: Re: Lager des FlussClans   Mi 23 Mai - 23:02

Schwalbenfeder stand am Fluss und betrachtete die Krieger vor sich. Die graue Kätzin wünschte sich, es wäre niemals so weit gekommen. Wäre doch nur jemandem viel früher aufgefallen, dass der Fluss über die Ufer getreten war! Immerhin war dies nicht das erste Mal passiert. Schon öfter in der Geschichte der Clans musste das FlussClan Lager evakuiert und verlegt werden, da die Insel überschwemmt wurde. Sie selbst erinnerte sich nicht daran, dass dies in ihrem bisherigen Leben geschehen war, hatte aber als Junges schon oft gruselige Geschichten darüber gehört und sich stets davor gefürchtet, dass das Wasser im Fluss zu steigen beginnt. Schaudernd erinnerte sie sich an diese alten Geschichten. Wie lange das wohl schon her war? Hatten einige der jetzigen Krieger auch schon mitbekommen, dass ein solches Geschehen passiert war?
Und  weshalb hatte es keiner schon früher bemerkt? Der Regen war immer schlimmer geworden, aber erst eine Patrouille, die draußen unterwegs war, hatte berichten müssen, dass der Fluss über die Ufer getreten war und gefährlich nahe ans Lager heran kam. Was wäre wohl geschehen, wenn es diese Patrouille nie gegeben hätte? Wann hätten die Katzen dann bemerkt, dass das Wasser des Flusses immer näher und näher kam? Vermutlich erst dann, wenn ihre Pfoten nass geworden wären. Wenn das Wasser in die Baue hinein gelaufen wäre und diese gänzlich zerstört hätte. Aber dann wäre alles zu spät gewesen. Man merkte ja jetzt schon, dass sich ihre eigene Patrouille zu langsam und zu schwermütig verhielt.
Als Schwalbenfeder dann in ihre kleine Gruppe fragte, ob keine andere Katze eine bessere Idee hatte, als Tölpelfeder, wusste sie schon vor der Frage, dass sich niemand melden würde. Durch den Regen und den Donner hörte die Graue nicht, wie Seelenblatt leise wisperte, sie können doch zu den Trittsteinen laufen. Selbst wenn Schwalbenfeder dies gehört hätte, es wäre auch eine schlechte Idee gewesen. Die Trittsteine waren vermutlich eine der ersten Dinge gewesen, die unter Wasser gesetzt worden waren und nun glatt wie Eis poliert wurden, durch den Strom.
Es herrschte ein angespanntes Schweigen. Alle wussten sie, wie wage und wie heikel der Plan von der Kriegerin doch war, dennoch gab es keine andere Möglichkeit, die man in Betracht ziehen könnte. Und genau deshalb musste es einfach der richtige Weg sein. Der SternenClan hätte sich ansonsten doch schon bei ihnen gemeldet, nicht wahr? Zweifelnd blickte die graue Kriegerin hinauf in den verregneten und stürmischen Himmel. Doch er war zu dunkel und zu wolkenverhangen, als dass man auch nur einen einzelnen Stern hätte sehen können. Seufzend wandte sie sich also wieder den anderen Kriegern vor ihr zu.
Um keine weitere Zeit zu verlieren, befahl Schwalbenfeder, dass sich Tölpelfeder sofort zurück ins Lager bewegen solle und Falkenstern berichten solle, dass sie einen Weg gefunden hatte, hinüber auf das Festland zu kommen. Doch anstelle der zweiten Anführerin zu gehorchen, blieb Tölpelfeder stehen und erwiderte, dass sie Schwalbenfeder nicht einfach ihren waghalsigen Plan austesten lassen würde. Die graue Kätzin war gerührt von der Sorge der anderen. Sie wusste, dass sie es nicht böse meinte, während sie den Befehl missachtete und dass sie sich sorgte und sich die Schuld daran geben würde, wenn Schwalbenfeder dabei etwas zustieß. Aber Schwalbenfeder war nun mal die zweite Anführerin und der Clan war ihre Familie, sie musste gemeinsam mit Falkenstern dafür sorgen, dass es jedem gut ginge und dass jeder heil auf der anderen Seite ankam. Und selbst wenn sie dafür diese Gefahr auf sich nehmen müsste, sie würde es tun. Schon gar nicht würde sie die andere das übernehmen lassen. Selbst wenn es die Idee von ihr war, sie selbst war hier die zweite Anführerin und diejenige, die für die Sicherheit aller Clanmitglieder sorgen musste.
Bevor jedoch die zweite Anführerin erwidern konnte, dass Tölpelfeder dringend schnell ins Lager zurück laufen sollte, meldete sich eine andere Katze zu Wort. Es war Libellenflug, die die Dringlichkeit bemerkt hatte und fauchend zurück ins Lager rannte. Dankend blickte Schwalbenfeder der Kriegerin hinterher. Sie würde sich später richtig bei ihr bedanken, doch jetzt war keine Zeit dazu. Nun erhob auch ihr Vater Mondsturm die Stimme. Er tadelte Tölpelfeder dafür, dass diese nicht auf den Befehl seiner Tochter gehört hatte. Er hatte die Worte klug gewählt, doch die Kätzin hoffte, Tölpelfeder würde sich nun nicht schuldig fühlen oder dergleichen.
Lange konnte sie jedoch nicht nachdenken, da sprach der Vater sie selbst auch schon an. Er sprach an, dass er es nicht unterstützte, wenn sie sich als erste an die Umsetzung von Tölpelfeders Plan machte. Bei der direkten Erwähnung, dass sie seine Tochter wäre, zuckten ihre Ohren. Sie bemerkte die sorgenvolle Stimme und die besorgten Augen. Ein komisches Gefühl machte sich in der Brust der Katze breit. Es war ein leicht beklommenes Gefühl. Vor allem als Mondsturm sagte, dass es Schwalbenfeder wohl anders sah, wenn etwas mit ihm geschehen würde. Ein Schnaufen entwich ihr. Im Inneren wusste sie, dass sie ihren Vater lieb hatte. Doch noch immer konnte sie nicht vergessen, was er getan beziehungsweise was er nicht getan hatte. Er war dennoch ein guter Kater und ein guter Mentor, da war sie sich sicher. Auch durfte sich Schwalbenfeder nicht so sehr von ihren Emotionen ihm gegenüber leiten lassen. Wäre sie überhaupt dazu geeignet zweite Anführerin zu sein, wenn sie so nachtragend gegenüber ihrem Vater war? War das gerecht?
Unsicherheit glomm in ihren Augen auf und erst als ihr Vater erneut die Stimme erhob, holte er sie aus den Gedanken heraus. Mondsturm hatte Recht. In der Zeit, die sie hier zum Tratschen verbracht hatten, war das Wasser weiter gestiegen. Augenblicklich bemerkte die Graue auch schon, wie das Wasser an ihren Beinen zog und sie mit sich nehmen wollte. Nun trat auch sie etwas vom Wasser zurück, gesellte sich zu den anderen Katzen, deren Beine und Pfoten auch noch im Wasser standen, aber wo der Sog nicht so stark war. Voller Sorge blickte die zweite Anführerin in die Runde der Katzen. Ging es ihnen soweit gut? Hatte sich auch ja keiner verletzt? Aber soweit schien alles bei ihnen in Ordnung, nur Seelenblatt stieß ein leises Niesen aus, was bei Schwalbenfeder die Alarmglocken läuten ließ. Hoffentlich würde die Kriegerin nicht krank werden. Eine Erkältung war bei solch einem Wetter aber auch nicht unbedingt ein Wunder.
Als Seelenblatt die Stimme erhob und etwas sagte, blinzelte Schwalbenfeder leicht irritiert. Es kam ihr so vor, als wäre Seelenblatt eine kleine und zurückhaltende Kätzin, aber wie es scheint konnte auch sie ein wenig die Fassung verlieren. War bei einer solchen Situation auch keineswegs verwunderlich. "Wir müssen auf Falkenstern und die anderen warten, Seelenblatt.", versuchte Schwalbenfeder zu erklären. Libellenflug  ist los gelaufen und sagt den anderen Bescheid. Ich denke, dass sie relativ schnell hier ankommen werden und dann werden wir mit der Evakuierung der Katzen beginnen."
Und dann wäre sie selbst die erste, die den Fluss betrat und sich von ihm mitreißen ließ, um auf die andere Seite zu gelangen. Hoffentlich würde alles gut gehen. Nicht auszudenken, wenn der Plan nach hinten los gehen würde! Was würde dann aus dem FlussClan werden? Würden sie alle hier auf der Lagerinsel fest sitzen? Würden sie allesamt sterben? Oder vielleicht würde es ja noch aufhören zu regnen und ein Teil des Lagers, die Lagermitte vielleicht, würde unversehrt bleiben. Aber was wäre, wenn der ganze FlussClan ausgelöscht werden würde von diesem Sturm? Wenn der gesamte Clan bei diesem Unwetter starb? Nein, sie musste aufhören so pessimistisch zu denken! Das brachte doch nichts. Es brachte ihr nichts und dem restlichen Clan schon gar nicht. Eine inkompetente und pessimistisch eingestellte zweite Anführerin brachte in einer solchen Situation einen feuchten Mäusedung.
Kopf schüttelnd verdrängte die zweite Anführerin diese Gedanken. Wann war sie bloß so nachdenklich geworden? Das Wetter machte einen doch tatsächlich verrückt! Die graue Kriegerin musterte den Fluss und das erhöhte Wasser. Sie musste sich mit der Tatsache anfreunden, dass sie nun dort hinein gehen würde und sich treiben lassen würde. Um sich nicht sofort in das Wasser stürzen zu müssen, ging die Kätzin wieder einige kleine Schritte näher an den Fluss heran. Dennoch blieb sie in der Nähe ihrer kleinen Patrouille. Denn nun überkam sie doch ein wenig die Angst. Aber sie war zweite Anführerin des FlussClans. Und zum SternenClan, sie musste das tun. Wenn nicht für sich und ihre Familie, dann aber mindestens für ihren Clan! Das Wasser umspielte die Pfoten und die Beine der grauen Katze. Ein weiterer Schritt und ihre Beine waren noch nasser. Würde sie nun noch einen weiteren Schritt gehen, würde ihr Bauchfell im Wasser hängen. Doch noch traute sich Schwalbenfeder nicht, diesen Schritt zu tun. Aufmerksam betrachtete sie das Wasser vor sich. Spürte das Ziehen an ihr, das von Mal zu Mal stärker zu werden schien. Um sich selbst sicherer zu fühlen, fuhr die Kätzin die Krallen aus und verankerte diese im Boden. So hatte sie wenigstens nicht ganz so viel Angst, sofort weg geschwemmt zu werden.
Etwas unsicher schaute sich die Graue nach ihren Clangefährten um. Waren sie besorgt? Hatten sie Angst um Schwalbenfeder? Sie erinnerte sich an den Ausdruck auf dem Gesicht ihres Vaters, während er ihr gesagt hatte, dass sie um SternenClans Willen unbedingt vorsichtig sein solle. Ein Lächeln huschte über das Gesicht der Kätzin, während sie erkannte, dass sie ihrem Vater wohl doch nicht komplett egal war und er wenigstens ein kleines bisschen was für sie empfand. Unwillkürlich musste sie an ihre Geschwister denken. An Nadelkralle und Weidensprung. Nadelkralle hatte im Gegensatz zu seinen Schwestern überhaupt keine Lust auch nur im Entferntesten eine Bindung zu Mondsturm aufzubauen. Es war wirklich einfach nur schade, was den dreien in der Vergangenheit geschehen war. Doch sie waren nun Krieger und jeder war auf sich alleine gestellt. Sie waren nicht mehr so sehr miteinander verbunden, wie noch als Junge. Wie gerne Schwalbenfeder sich doch wünschte, dass sie alle drei, gemeinsam mit ihrem Vater Mondsturm, eines Tages ein glückliches Leben führen könnten, ohne Streit. Ohne an die Vergangenheit zu denken, sondern nur an die Gegenwart und vielleicht auch an die Zukunft. Ob sie das wohl noch mit erleben würde? Sie selbst wusste, sie würde dem Vater eines Tages bestimmt soweit vergeben können, um eine gute Beziehung zu ihm zu haben. Ihre Schwester Weidensprung bestimmt auch. Was Nadelkralle anging würde das bestimmt noch eine schwere Geburt werden. Der Kater wurde immer augenblicklich wütend, wenn Mondsturm erwähnt wurde oder auch nur in der Nähe war. Es war einfach nicht gerecht. Mondsturm wusste bestimmt, dass er so vieles falsch gemacht hatte und dennoch versuchte er mit seinen Kindern zu kommunizieren. Schwalbenfeder hoffte inständig, dass ihr Vater noch einmal eine Kätzin finden würde, in die er sich Hals über Kopf verliebte. Es war ihm so was von gegönnt. Nur leider schien es keine Kätzin in seinem alter im FlussClan zu geben, die seinem Geschmack entsprach. Wobei es der Kätzin auch egal war, ob er sich in eine Clankatze oder wieder in eine Streunerin verguckte. Hauptsache er würde sein Glück finden und irgendwann zufrieden sterben können.
Schwalbenfeder wusste, dass sie ihrem Vater nun eine Chance geben würde. Die Chance seine Tochter kennen zu lernen. Eine Chance, die er mit Sicherheit nutzen wird und sich um sie kümmern würde. Insofern Mondsturm denn überhaupt Interesse daran hatte, das Verhältnis zu seinen Kindern aufzubauen. Doch daran zweifelte die Graue nicht im geringsten. Hätte er ihr denn ansonsten gesagt, sie solle vorsichtig sein? Wie sie ihn erlebt hatte und von ihm gehört hatte, da war ihr klar, er würde vermutlich für sie sterben wenn er wüsste, dass sie überleben und glücklich sein würde.
Noch immer stürmte es über den Köpfen der Katzen, während die graue Kriegerin hoffte, Libellenflug war schon im Lager angekommen und der FlussClan würde sich schnellst möglich auf den Weg zu ihnen begeben. Ob Schwalbenfeder warten sollte, bis Falkenstern und die anderen eintrafen? Oder sollte sie nun einfach weiter ins Wasser waten und sich schlussendlich treiben lassen? Um keine weitere zeit zu verlieren, entschied sich die Kätzin für letzteres. Die kleine Diskussion mit Tölpelfeder hatte schon lange genug angedauert und wer weiß wie lange Falkenstern brauchte, um den gesamten Clan bis hierher zu führen?
Mit vorsichtigen Schritten watete die hübsche Kriegerin weiter in den Fluss hinein. Nun wurde ihr Bauchfell vom Wasser des Flusses verschluckt und ein kalter Schauer lief über den Rücken der Katze. Das Wasser war eiskalt. Hoffentlich würde es nicht lange andauern, bis sie auf der anderen Seite wieder heraus kommen würde. Dann könnte sie ihr Fell schnell wieder ein wenig trocken lecken und darauf warten, dass die nächsten Katzen zu ihr rüber kamen. Hoffentlich würde jede Katze das heil überstehen und keine verletzte sich bei der waghalsigen Aktion...
Kurz blickte sie noch einmal hinter sich zu den drei verbliebenen Katzen, die dort mit den Pfoten im Wasser standen und nur darauf warteten, dass Falkenstern mit dem Clan zu ihnen kam. Dann holte sie noch ein letztes Mal tief Luft und während sie die Luft wieder ausstieß, ließ sie sich ins Wasser gleiten.


// 2140 Wörter (HOLY XD)


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BeitragThema: Re: Lager des FlussClans   So 27 Mai - 16:51

Strahlenfeuer
Angesprochen: Schwalbenfeder- Erwähnt: Nadelkralle, Schwalbenfeder, Libellenflug, Falkenstern, Mondsturm, Tölpelfeder, Seelenblatt

Die weiße Kriegerin, war der restlichen Patrouille gefolgt und hatte nach der Konversation kein einziges Wort mehr rausgebracht. Sie hatte zwar gemeinsam mit den anderen nach einem Weg gesucht, aber sich nicht getraut noch irgendein Wort herauszubringen. Sie stand noch viel zu sehr unter Schock um was zu sagen. Zu sehr unter Schock, von den Worten Nadelkralles.
Diese Ausstrahlung, der Blick, die Körpersprache und die angespannte, bissige Stimme die diese Worte so verächtlich aussprach. Das Szenario hatte die Weiße immer noch glanzklar vor Augen.
Wie sie sich der kleinen Gruppe angeschlossen hatte um der Patrouille anzuschließen, ohne jegliche böse Absichten zu haben. Sie war doch nur vorsichtig gewesen. Sie wollte vorsichtig sein....

Jedoch hatte der Kater, welcher ihr zuvor ein wenig auf den Pelz gerückt war, dermaßen unerwartet auf ihre Worte reagiert. Zuvor hatte sie vielleicht einen Hauch von Schadenfreude gehabt, weil Mondsturms Junge kein gutes Verhältnis zu ihm hatten. Jedoch bereute sie dies sofort als sie Nadelkralle hörte.
Hörte wie er fauchte, dass es sie nichts anginge. Dass sie gar nichts anginge, was in irgendeiner Weise mit seiner Familie zutun hatte. Zuerst erkannte sie die Fassungslosigkeit in seinem Gesicht, welches sich in ein halbes Grinsen verwandelte. Seine Worte kamen ihm vor wie ein Schlag ins Gesicht. Ihre Augen hatten sich vor Schreck stark geweitet und sie hatte ihre Schnauze schokiert ein wenig geöffnet. Wie er ihr anschließend unterstellte eine Affäre mit Mondsturm zu haben, versetzte ihr den nächsten Schlag.
Die Kätzin nahm nur noch verschwommen war, wie Mondsturm leise murmelte, dass dein Wort nicht geschätzt würde und somit verschwand, nachdem Nadelkralle dies bejahte.
Eine unangenehme Gänsehaut breitete sich auf ihrem gesamten Körper aus und sie blickte noch eine Weile fassungslos Nadelkralle an, ehe sie langsam wieder ihre Fassung gewann. Sie blinzelte ein paar Mal und senkte etwas beschämt, verunsichert und perplex den Kopf und den Blick. Auf seine Worte wusste sie keine Antwort. Zu sprachlos war die junge Kriegerin. Jedoch wäre es ihr auch nicht möglich gewesen zu antworten, da der besagte Kater sich ebenfalls so schnell der Konversation entzog und sich ins Lager zurückzog.
Einen weiteren Augenblick hatte die Kätzin noch am selbigen Ort verharrt, bevor sie der zweiten Anführerin folgte, welche zum Rest der Patrouille gegangen war. Nun also lief sie den anderen hinterher, immer noch.

Sie bemerkte erst etwas später, dass Tölpelfeder eine Idee hatte, diese äußerte und hitzig diskutiert wurde, da sie immer noch an Nadelkralle Worte denken musste. Diese Worte hatten sie daran erinnert wie ihre verflossene Liebe ihr das Herz gebrochen hatte. Wie leichtfertig er ihr sagte, dass sie nicht mehr von Wert für ihn war. Wie er es mit einem Hauch von Hass sagte, während er auf die Kätzin hinabblickte. Alles in ihr hatte sich wieder einmal zusammengezogen. Strahlenfeuer war erleichtert gewesen, unterdrücken zu können, dass ihr die Tränen in die Augen stiegen. Sie wollte keine Schwäche oder richtige Emotionen zeigen. Trotzdem hatte es Nadelkralle geschafft innerhalb von kürzester Zeit, so viele Emotionen aus der Kriegerin herauszuholen, wie sie seit mehreren Monden nicht mehr gezeigt hatte. Vielleicht auch Blattwechseln.

Auf jedenfall müsste sie, nachdem das Lager evakuiert und alle Katzen des Clans in Sicherheit gebracht wurden, noch einmal mit Nadelkralle reden. Sie wollte richtig stellen, dass zwischen ihr und Mondsturm nichts weiter war, als eine Freundschaft. Denn mehr war da wirklich nicht. Sie fühlte sich nicht in diesem Sinne zu ihrem ehemaligen Mentor hingezogen. Er war einfach ihr einziger Freund, die einzige Katze, die ihr Vertrauen hatte. Die einzige, nachdem was passiert war. Strahlenfeuer schaffte es nunmal nicht sich einfach irgendwem anzuvertrauen, neue Freundschaften zu schließen erschien ihr stets gefährlich. Sie hatte einfach Angst wieder ausgenutzt, hintergangen und verletzt zu werden...
Jedoch hatte sie nicht nur bei ihm was klarzustellen.
Nein.
Die junge Kätzin wollte natürlich auch noch mit Schwalbenfeder über das ganze reden, welche wahrscheinlich ziemlich verwirrt oder so etwas in der Richtung war. Immerhin hatte Nadelkralle diese Worte einfach so gesagt, ohne jeglichen Zusammenhang zum eigentlichen Thema beziehungsweise Direkten Zusammenhang. Sie wollte sich bei Schwalbenfeder entschuldigen, dass die Konversation so eskaliert war. Irgendwie verspürte sie einfach diesen Drang. Den Drang sich bei ihr zu entschuldigen, was natürlich viel von ihr verlangen würde. Schließlich war es schon lange her, seitdem die Kriegerin sich das letzte Mal bei jemanden für irgendwas entschuldigt hatte. Sie hatte einfach das Gefühl, dass dieses ganze Dilemma allein ihre Schuld gewesen war und sie das wieder gerade biegen müsse.
Strahlenfeuer merkte, dass sie schon wieder zu sehr vom eigentlichen Geschehen abschweifte und schüttelte sich kurz, was hoffentlich keinen auffiel, da sie sich eh schon eher im Hintergrund hielt.

So bekam sie gerade noch mit wie sie überlegten wie man am besten über den Fluss treiben sollte und das Falkenstern mitsamt des Clans hergeholt werden sollte. Zuerst sollte Tölpelfeder dies übernehmen, jedoch übernahm dies Libellenflug nachdem vorherige nicht reagierte. Sie sah der anderen Kriegerin hinterher, fokussierte sich aber wieder auf die restliche Truppe und brachte zu Schwalbenfeders Aussage nur ein unterstützendes Nicken hervor. Sie wusste nicht was sie sagen sollte. Nicht einmal auf Seelenblatts drängende Aussage wusste die sonst so energische und schnippische oder auch wortgewandte Kriegerin nichts zu erwidern. Beziehungsweise wollte sie darauf auch nicht antworten, da es sich irgendwie falsch anfühlte und sie sich mitunter auch nicht traute, nachdem sie das letzte Mal etwas energischer war.

Ihre gesamte Aufmerksamkeit lag auf der zweiten Anführerin, welche nun langsam ins Wasser watete und daran ansetzte, sich von der starken Strömung treiben zu lassen. Sie selber stand am Rand des Wasser, in unmittelbarer Nähe zu Schwalbenfeder. Zumindestens bevor diese in den Fluss gegangen war. „Schwalbenfeder, sei bitte vorsichtig” kam es von der Kriegerin, das erste Mal, seit einiger Zeit heraus. Sie sah der anderen Kätzin immer noch hinterher, fixierte ihren Blick auf den Pelz, welcher im Wasser zu sehen war. In ihren Augen spiegelte sich Sorge und ein wenig Angst wieder. Hoffentlich würde ihr nichts passieren. Zwar verstand sie selber noch nicht, warum ihr die zweite Anführerin so viel "bedeutete". Warum sie sich so stark um sie sorgte, wie sie es im Normalfall nur bei Mondsturm zu tun pflegte. Ein mulmiges Gefühl Flaute in ihrer Bauchgegend auf und irgendwie befürchtete sie, dass es schiefgehen würde.

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BeitragThema: Re: Lager des FlussClans   Di 29 Mai - 11:14

Rauchherz
Krieger |Bruder von Falkenstern und Trauerblüte, Vater von Lichtjunges, Perlenjunges, Kleejunges und Marderjunges| 4 Jahre 6 Monde
ERWÄHNT: Sonnenfell, Trauerblüte, Krähenfeder, Ampferjunges, Kleejunges, Marderjunges, Honigjunges, Falkenstern
ANGESPROCHEN:Perlenjunges, Lichtjunges

Rauchherz kannte seine Schwester gut. Die Beziehung zu ihr war stets sehr eng gewesen und so war er vermutlich der einzige, der ihre Angst erkannte. Er wusste, wie gut sie es verbergen konnte. Sie hatte früh damit begonnen...vier Monde waren sie alt gewesen als ihre Mutter starb. Und dennoch hatten sie sie nie vergessen. Aspentau war immer unter ihnen gewesen. Nie hatten sie daran gedacht, jemand anderen Mama zu nennen. Und auch Mondsturm nannten sie nicht Papa, weil sie wussten, dass es irgendwo einen anderen gab. Dieses Wort allein veränderte keine Beziehung. Aber es wog schwer auf seinem Herzen. Er wusste wie es war, ohne Vater aufzuwachsen. Und umso mehr schämte er sich für sein Fernbleiben. Doch er war in eine tiefe Krise gestürzt und es waren seine Jungen gewesen, die ihn herausgeholt hatten. Er dachte an Blumenwind. Auch sie hatte einst eine Krise durchlebt. Sie hatte zu fressen aufgehört und nichts mehr gemacht. Doch diese Krise hatte sie überlebt. Und danach war alles schwieriger gewesen. Falkenstern hatte keinen solchen Zustand erlebt. Zumindest trug er es nicht nach außen. Er führte seinen Clan selbst in der schwersten Zeit. Nach dem Tod seiner Jungen, dem Verschwinden von Schweiflicht. Rauchherz bewunderte seinen Bruder dafür. Auch jetzt war er ruhig, trug Entschlossenheit und Souveränität nach außen. Und schaffte damit ein Gefühl von Sicherheit. Zwar reichte die nicht aus, um die Angst zu vertreiben, aber es kam immerhin keine Panik auf. Panik wäre in dieser Situation auch das Letzte, was sie brauchten.
Sonnenfell hatte Perlenjunges gefunden und brachte sie zu den anderen. Rauchherz war froh, dass sie unverletzt war. Auch wenn er von Trauerblüte alles erfahren hatte und es ihn schmerzte, wie sehr seine Tochter ihn verachtete, er nahm es ihr nicht übel. Wie könnte er?
Als Sonnenfell mit ihr sprach und sich als ihren Vater bezeichnete, blutete sein Herz. Es tat unendlich weh...er wusste, dass er nach Mangojunges Tod das falsche gemacht hatte, aber dennoch war er der Vater der Jungen. Und sie waren noch klein, zarte drei Monde. Ihr ganzes Leben lag noch vor ihnen! Und es fühlte sich an als wollte Sonnenfell ihm die Chance nehmen, seine Jungen kennenzulernen. Der Kater sorgte sich vermutlich nur, doch besaß er kein Feingefühl. Oder es war ihm gleich, was der Bruder seiner Gefährtin von ihm hielt...weil er es in seinen Augen nicht verdient hatte. Doch obgleich er nicht dagewesen war, er wusste doch alles über sie. Und er liebte sie, würde alles für sie tun.
Trauerblüte fuhr ihren Gefährten an. Rauchherz schluckte. Er wollte nicht, dass sie wegen ihm stritten. Nicht schon wieder. Doch er sah den Blick seiner Schwester. Sie würde von ihrer Meinung nicht abrücken. Die Angst machte sie unnachgiebiger und gereizter. Und dass Krähenfeder ihren Sohn weggenommen hatte machte das Ganze nicht besser. Und der Streitpunkt war wohl weniger er in dieser Unterhaltung als die Tatsache, dass Sonnenfell auch zwei ihrer anderen Jungen zu Krähenfeder schicken wollte. Wobei er nicht sicher war, was sie daran am meisten aufbrachte. Dass er zwei zu Krähenfeder schickte oder dass er nicht an die ganze Familie dachte. Dass er Perlenjunges als seinen Liebling auserkor, der gemeinsam mit Leopardenpfote gerettet werden sollte...dass er Marderjunges, Kleejunges, Lichtjunges und Honigjunges sowie seine Gefährtin selbst nicht erwähnte oder in seinen Worten einfasste hatte Trauerblüte sicherlich wehgetan.
Sonst hätte sie nicht so reagiert. Er kannte seine Schwester in und auswendig. Sie so zu reizen war im Normalfall beinahe unmöglich. Doch die Angst ermöglichte es. Sie meinte das nicht böse oder wollte gemein sein, aber der Verlust ihrer Jungen war das, was sie am wenigsten verkraftet hatte. Und was sie vermutlich nie verwinden würde. Wenn man ihr nun ein Junges wegnahm war die Angst, es nie wiederzusehen, nicht bei ihm zu sein, wenn es starb, unendlich groß.
Lichtjunges schmiegte sich an sein Bein. So schwer Perlenjunges ihm alles machte, so leicht machte Lichtjunges es für ihn. Ihre Herzensgüte und Gutmütigkeit waren wie ein Licht in der Dunkelheit. So empfand er sein kleines, zerbrechliches Töchterlein. Sie war etwas besonderes, so wie all seine Jungen, doch sie war anders. Sie würde vielleicht nicht einmal das Schüleralter erreichen. Grinsezahn hatte gesagt, es könne jeden Tag vorbei sein. Er hatte noch ein ganzes Leben, um sich mit Perlenjunges auszusöhnen, doch bei Lichtjunges könnte jeder Tag der letzte sein. Und er würde sie nicht noch einmal allein lassen. Diesen Entschluss hatte er gefasst als er sich nach Monden zum ersten Mal erhoben hatte. Er würde jetzt eine Beziehung zu seinen Jungen aufbauen. So gut er konnte.
Trauerblüte bat Perlenjunges, ihr zu helfen. Oder besser, Lichtjunges zu helfen. Für Perlenjunges würde das schwer sein, aber Rauchherz ahnte, dass es auch für Trauerblüte mit Schmerz belegt war. Trauerblüte hasste Streit.
Nun riss Sonnenfell wohl eine weitere Kerbe in ihr Herz. Die Worte waren wie Gift...und sie schmerzten bereits den Bruder der Katze, an die sie gerichtet waren. Hoffentlich würde Trauerblüte ihm verzeihen. Da war er sich in diesem Moment nicht sicher. Immerhin musste es sich so anfühlen als machte er sich über ihre Gefühle lustig. Und das, wo der Verlust sie wohl weit schwerer getroffen hatte. Immerhin hatte sie ihre Jungen am Bauch liegen gehabt, sie waren in ihr herangewachsen. Die Beziehung zwischen Jungen und Mutter war immer eine andere als zwischen den Jungen und ihrem Vater. Rauchherz hätte dem Kater, der soeben seiner Schwester unendlich wehgetan hatte, am liebsten über die Nase gekratzt.
Perlenjunges kam nun zu ihm. Und sie sprach mit ihm. „Mehr als ich mich selbst verachte kann mich niemand verachten, Perlenjunges.“ Seine Stimme war belegt, doch es waren ehrliche Worte. Er verachtete sich selbst und das so sehr, dass er sich nicht vorstellen konnte, dass es jemand anders mehr tat. „Und ich weiß, dass du das nicht hören möchtest, aber ich bin sehr stolz auf dich. Und unendlich froh, dass Lichtjunges jemanden wie dich an ihrer Seite hat. Und ich würde deinem Wunsch entsprechen, dass ich mich von dir fernhalte. Du hast jeden Grund, mich nicht zu mögen oder nicht in meiner Nähe sein zu wollen. Doch Lichtjunges sagte mir, sie würde mich gern öfter sehen. Ich werde ihrem Wunsch entsprechen. Und vielleicht bist du irgendwann bereit, dir meine Gründe anzuhören. Du musst weder mit mir sprechen noch auf mich reagieren, wenn du es nicht willst. Aber ich werde mich nicht nur weil du es nicht möchtest von der Kinderstube fernhalten. Ich habe Fehler gemacht – unverzeihliche Fehler – doch ich will nicht aufgeben. Und euch auch nicht erneut im Stich lassen“ , miaute er. Seine Stimme war nicht besonders sicher, aber er stand dazu. Perlenjunges konnte ihn ihr ganzes Leben lang hassen, wenn es ihr half und es ihr dadurch besser ging. Aber Lichtjunges hatte nicht mehr so viel Zeit. Und er wollte jeden Moment mit ihr verbringen, den sie ihm schenkte. Und auch wenn Perlenjunges das vielleicht jetzt noch nicht wusste, würde sie es bestimmt verstehen. Sie liebte Lichtjunges und dennoch würde diese eines schönen Tages sterben. Viel zu jung, um das Leben bereits zu verlassen. Und es gab nichts, was man tun konnte. Die täglichen Kräuter waren wichtig, aber auch sie garantierten ihr kein langes Leben. Seine Tochter würde vor ihm zu Grabe getragen werden. Und bereits dieser Gedanke ließ ihn erneut Falkensterns Stärke bewundern. Dieser hatte drei Junge zu Grabe getragen. Und es war nicht leicht für ihn gewesen. Sturmjunges und Tropfenjunges waren vom grünen Husten dahingerafft worden. Es hatte ihn verändert. Dann Blumenwinds Tod...all die anderen Verluste. Und Eibenpfote hatte ihren Vater verloren. Er war nicht mehr der Kater, mit dem man spielte und tobte. Etwas in seinem Ausdruck hatte sich verändert. Rauchherz wusste, dass Falkenstern seine Tochter geliebt hatte, doch gezeigt hatte er ihr das nicht mehr. Nicht anders bei seiner Gefährtin. Doch als er Eibenlicht verlor, war er da. Ernannte sie im Sterben. Und sprach voller Liebe zu ihr. Schweiflicht war dennoch gegangen. Sie hatte den Verlust nicht ausgehalten. Immer wieder hatte sie Falkenstern Vorwürfe gemacht, hatte ihn beim Trauern von sich ferngehalten. Dann war sie ganz verschwunden. Falkenstern hatte sie suchen lassen. Er hatte sie aufrichtig geliebt. Doch er hatte sie verloren. So, wie er Bussardflügel verloren hatte. Und er war selbst schuld. Er hatte ihrem Drängen nachgegeben, auch wenn er es nicht gut gefunden hatte. Sie war doch seine Schülerin gewesen! Es war unschicklich und falsch, auch wenn es aus Liebe geschehen war. Er hatte ihr nur diesen Wunsch nicht immer und immer wieder abschlagen können. Ein Mal hatte er nachgegeben. Und damit alles verloren. Er liebte seine Jungen, die zwar der Grund für den Tod seiner Gefährtin waren, die er aber auf kenen Fall missen wollte. Es war Bussardflügels Wunsch gewesen, dass er auf die Jungen achtete. Und er würde diesem Wunsch nun endlich entsprechen.
Er blickte unter seinen Bauch und lächelte Lichtjunges an. „Bereit?“, fragte er und versuchte seine Besorgnis zu unterdrücken. Lichtjunges lächelte zurück und nickte. Rauchherz blickte nun auf Perlenjunges. Sie schien ebenfalls bereit. „Dann los“, miaute er und setzte sich in Bewegung. Er ging langsam, damit Lichtjunges ohne Probleme mithalten konnte, und orientierte sich an Perlenjunges Tempo. Es war schon erstaunlich, dass die beiden scheinbar schwächsten Jungen des Wurfes die Stärksten waren. Kleejunges und Marderjunges wurden getragen, da sie allein nicht vorwärtskamen. Doch Perlenjunges schaffte es mit ihrem Bein dennoch, weil sie einen solchen Mut und eine Stärke besaß wie sie selbst den stärksten Kriegern nicht immer anheim war. Und Lichtjunges...war einfach ein Wunder.

Lichtjunges
Junges |Tochter von Rauchherz und Bussardflügel, Ziehtochter von Trauerblüte und Sonnenfell, Schwester von Perlenjunges, Kleejunges und Marderjunges, Ziehschwester von Honigjunges| 3 Monde
ERWÄHNT: Sonnenfell, Trauerblüte, Krähenfeder, Ampferjunges, Perlenjunges
ANGESPROCHEN:Rauchherz

Der Regen fiel unablässig. Alle waren in Sorge. Überall war Angst. Und sie selbst hatte auch Angst. Weil alle anderen Angst hatten. Perlenjunges war nicht bei ihr. Das war schlimm. Kleejunges und Marderjunges waren da. Aber etwas fehlte. Lichtjunges mochte es nicht, ohne die Schwester zu sein. Trauerblüte war lieb. Eigentlich immer. Lichtjunges vertraute ihr sehr. Doch jetzt war sie unruhig. Sie lächelte die Königin an, die wie eine Mutter für sie war. Sie sagte weder Mama noch etwas anderes in die Richtung, aber das änderte nicht das Gefühl ihres Herzens. Sie liebte sie. Und sie liebte auch Sonnenfell, der nun mit Perlenjunges herankam. Sie selbst befand sich unter Rauchherz. Er war ihr Papa. Sie hatte ihn gefragt, ob er sie nicht öfter besuchen wollte. Seine Augen hatten geglänzt. Er war ganz froh gewesen und sie hatte sich gefreut, als er ja sagte. Glücklich darüber hatte sie sich an sein Bein gekuschelt.
Dann war plötzlich alles ganz schnell gegangen. Eine Fremde kam und nahm Ampferjunges mit. Lichtjunges machte das Angst, sie drückte sich an Rauchherz' Bein. Sie wollte nicht weggenommen werden. Sie wollte bei ihrer Familie bleiben. Die für einen kurzen Moment vollzählig gewesen war.
Sie sah Trauerblüte an. Sie hatte Angst. Lichtjunges konnte es sehen, konnte es riechen, spürte es. Es ging ihr gar nicht gut. Gerne wäre sie zu ihr hingegangen und hätte sich an sie gekuschelt, damit es ihr besser ging. Aber sie durfte nicht unter Rauchherz hervorkommen. Sie hatte das verboten und Lichtjunges machte das, was ihre Mama sagte.
Sonnenfell nicht. Sonnenfell war gemein zu Papa. Sie verstand vielleicht nicht alles, aber dass die Worte des Katers ihren Papa sehr verletzten, spürte sie daran, dass sein Bein leicht zu zittern begann. Unwillkürlich kuschelte Lichtjunges mehr mit ihm. Ihr Papa sollte glücklich sein.
Das perfekte Bild, was sie von Sonnenfell gehabt hatte, bekam einen Riss. Warum tat er ihrem Papa so doll weh? Das war nicht nett. Und dann fuhr er Trauerblüte an. Und sie sah den Schmerz in den Augen der geliebten Mutter. Eigentlich liebte sie Sonnenfell ebenso wie ihre Mutter und auch ihren Papa. Aber in diesem Moment hatte er sich in ihren Augen falsch verhalten. Das bedeutete nicht, dass sie ihn jetzt nicht mehr mochte, aber er war fortan nicht mehr der fehlerlose Kater, als den sie ihn zuvor gesehen hatte. Das Wasser bekam eine leichte Trübung. Bestimmt hatte er es nicht böse gemeint, aber er hatte ihren Papa und ihre Mutter verletzt. Das war nicht in Ordnung. Man sollte niemanden verletzen. Niemanden. Man sollte immer lieb sein. Und sie selbst war das. Auch wenn Sonnenfell ihr damit wehgetan hatte. Sie hatte ihn trotzdem lieb.
Ihre Gedanken wanderten wieder zu ihrem Papa. Sie wusste, dass er jetzt da sein wollte. Für all seine Jungen. Und sie ahnte, dass es Perlenjunges nicht gefallen würde. Aber es gab für alles Gründe. Und seine Gründe hatten jetzt nachgelassen, also war er bereit, sich dem Ganzen zu stellen und von nun an für sie da zu sein. Nun galt es, ihn darin zu unterstützen und zu bestärken. Sie hatte ihn lieb und sie wollte ihm helfen. Sie würde ihm Gehör verschaffen. Wenn es ihr gelang. Dann konnte er ihnen sagen, was ihn dazu gebracht hatte, fortzubleiben, und auch die anderen würden ihm verzeihen. Bestimmt würden sie das. Sie mussten einfach.
Nun kam Perlenjunges zu ihnen. Ihre Worte, die sie an Rauchherz richtete, waren ehrlich, aber sie taten weh. Bedröppelt saß Lichtjunges auf dem aufgeweichten Boden und lauschte den Worten der beiden. Rauchherz war ein guter Papa. Und sie trug ihm seine Abwesenheit nicht nach. Das Leben war zu kurz, um nachtragend zu sein. Besonders ihres, auch wenn sie davon noch nichts wusste. Zwar hatte sie immer mal wieder kleine Aussetzer, aber sie dachte sich absolut nichts dabei. Warum auch? Sie war ein Junges, das alles hinnahm, wie es kam. Dann kamen die Aussetzer eben. Dann hatte sie eben zwei Väter. Darauf hatte sie keinen Einfluss und das musste sie auch gar nicht. Sie kam damit zurecht.
Rauchherz sah nun wieder zu ihr und fragte sie, ob sie bereit war. „Ja, Papa“, miaute sie und strahlte ihn an. Ihr war die Tragweite der momentanen Situation nicht bewusst. Dass es sie ihr Leben kosten könnte. Nicht nur der Fluss, den es zu überqueren galt, sondern auch die Nässe. Die unvermeidbare Nässe. Eine Erkältung kam bei ihr schneller als bei anderen, da ihr Immunsystem schlechter ausgereift war. Und sie konnte an einer kleinen Erkältung sterben.
Sie stand auf und sah zu Perlenjunges. Lächelte diese an, aus ganzem Herzen. Dann lief sie los. Sie blieb unter Rauchherz, damit das Wasser wenigstens von oben abgefangen wurde. So sollte sie es machen, hatte ihre Mama gesagt. Und sie war froh, Perlenjunges neben sich zu haben, die ihr Kraft gab und sie ermutigte. Immer wieder empfand sie einen kurzen Schmerz in der Brust, bekam kaum noch Luft und musste eine Pause einlegen. Aber schließlich gelang es ihnen. Sie erreichten Falkenstern.



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BeitragThema: Re: Lager des FlussClans   Do 7 Jun - 11:30

Falkenstern macht in der Kürze einen Plan, wer wen nach drüben bringen soll. Allen Katzen, die anwesend sind, überreicht er die Schützlinge. Die Jungen werden mit geflochtenen Nestern ausgestattet, die von den Katzen über das Wasser geschoben werden können. Dennoch ist Vorsicht geboten!
Er plant auch die Katzen der Patrouille mit ein. Deren Schützlinge werden erst vor Ort übergeben. Der Flussclan macht sich nun geschlossen auf, um das Lager zu evakuieren. 
(Mentoren nehmen ihre Schüler, außer der Mentor ist nicht anwesend)

Falkenstern ♂ (Aspentau) - Regenpfote ♀ (Blutseele)
Schwalbenfeder ♀ (Hibiskusflocke) - Perlenjunges ♀ (Ares)
Grinsezahn ♂ (Questmaster) - Adlerpfote ♂ (Ares)
Blaufell ♂ (Adoption) - Fischpfote ♂ (Adoption)
Dinkelherz  ♂ (Lavendelwind) - Herbstpfote ♀ (Aspentau)
Funkenblut ♀ (Adoption) - Schreckfuß ♂ (Adoption)
Krähenfeder ♀ (Blutseele) - Ampferjunges ♂ (Honigfrost) inaktiv
Kupferschnee ♀ (Hibiskusflocke) - Berglöwe ♂ (Ares)
Leuchtfeuer ♂ (Adoption) - Käferpfote ♂ (Adoption)
Libellenflug ♀ (Lavendelwind) - Beerenpfote ♀ (Aspentau)
Mondsturm ♂ (Aspentau) - Leopardenpfote ♀ (Hibiskusflocke)
Nadelkralle ♂ (Garévar) - Spechtpfote ♂ (Adoption)
Natternflamme ♂ (Adoption) - Wurzelpfote ♂ (Adoption)
Rauchherz ♂ (Aspentau) - Lichtjunges ♀ (Aspentau)
Seelenblatt ♀ (Blutseele) - Mohnpfote ♂ (Aspentau)
Sonnenfell ♂ (Blutseele) - Abelienpfote ♀ (Aspentau)
Strahlenfeuer ♀ (Strahlenfeuer) - Marderjunges ♂ (Nebelklaue)
Tölpelfeder ♀ (Rauchflug) - Eichenjunges ♀ (Blutseele)
Tränenlicht ♀ (Aspentau) - Kleejunges  ♀ (Blutseele)
Trauerblüte ♀ (Aspentau) - Honigjunges ♀ (Hibiskusflocke)
Weidensprung ♀ (Adoption)
Windschatten ♂ (Adoption)
Wüstenstaub ♂ (Adoption)
Der Flussclan ist nun in Sichtweite der Patrouille. Falkenstern sieht, wie Schwalbenfeder den Fluss betritt. Der Übergang ist noch nicht erprobt und die Anspannung ist für alle beinahe greifbar.
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BeitragThema: Re: Lager des FlussClans   Di 26 Jun - 12:50

Sonnenfell
Der helle Kater saß mit Ampferjunges in der Nähe von Falkenstern, als dieser entschied, dass sie langsam losgehen sollten, schob er seinen Sohn zu Krähenfeder weiter, er leckte dem Jungen ein paar Mal über den Kopf. "Alles wird gut, ja? Krähenfeder passt auf dich auf mein kleiner", miaute er leise. Er selbst stand dann auf und sah sich nach Abelienpfote um, immerhin war sie seine Schülerin, er musste auf sie Acht geben. "Abelienpfote, komm", miaute er aufmunternd, er wollte nicht, dass seine Schülerin Angst hatte, weshalb er dicht bei ihr blieb. Er wartete kurz, blickte über seine Schulter. Als Trauerblüte mit ihrem Bruder und den restlichen Jungen in seiner Nähe waren, lief er langsam los, er ging schräg vor ihr, hielt einen gewissen Abstand, war aber Nahe genug, damit sie wusste, dass er ihr jederzeit helfen konnte.

//Die anderen kommen später


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Wenn ich nach 4 Tagen in den Clans nicht geantwortet habe bitte schickt mir eine PN I love you

Danke an Ares für das traumhaft tolle Bild von Blut&Viper *.*
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BeitragThema: Re: Lager des FlussClans   Mi 27 Jun - 22:45

Falkenstern
Anführer |Bruder von Trauerblüte und Rauchherz, Onkel von Sternenlicht, Kobrablick und Herbstpfote, Großcousin von Beerenpfote, Mentor von Regenpfote, Gefährte von Dünenrauch | 4 Jahre 6 Monde
ERWÄHNT: Schwalbenfeder, Mondsturm
ANGESPROCHEN: GANZER CLAN, Regenpfote

Der große Kater hatte Angst. Nicht um sich selbst, sondern um seinen Clan. Um seine Geschwister, seine Cousine, seine Nichten und Neffen, seine Freunde und Clankameraden...Katzen, die er sein ganzes Leben kannte, Katzen, die er auf die Welt hatte kommen sehen, die er zu Kriegern hatte werden sehen. Er mochte noch nicht besonders alt sein, aber er hatte schon genug erlebt, um diese Gedanken zu denken. Abgesehen davon, dass er der Anführer war, wäre es ihm auch so wichtig gewesen. Es war nicht nur seine Pflicht, die die Angst in sein Herz trieb, nicht die Verantwortung, die ihn zum Grübeln brachte. Auch wenn er wusste, dass er diese trug, dass er verantwortlich war, dass seine Fehler schwere Konsequenzen haben könnten. Doch er musste handeln, es war seine Pflicht, seine Aufgabe. Und er würde sie erfüllen, er würde es gut machen. Bisher war es ihm gelungen, sie hatten keinerlei Grenzsstreitigkeiten gehabt, keine nennenswerten Probleme mit Streunern und besonders keine innerhalb des Clans. Keine schweren Streitigkeiten, keine Verbannungen. Zwar war nicht immer alles gut gewesen, aber er selbst hatte keinen Einfluss darauf gehabt. Außer auf seine Tochter...seine wunderbare Tochter Eibenlicht, viel zu früh gestorben. Er hätte für sie da sein sollen, aber er war es nicht gewesen. Es gab keine Möglichkeit mehr, etwas zu ändern, aber dennoch wünschte er sich oft, einiges anders gemacht zu haben. Doch jetzt war nicht die Zeit dafür, darüber nachzudenenken. Jetzt hatte er andere Verpflichtungen. Er musste seinen Clan evakuieren, was keine der anwesenden Katzen jemals erlebt hatte. Leicht angestiegenes Wasser war schon öfter vorgekommen, doch das Lager verlassen war etwas ganz anderes. Das hatte er allemal in den Geschichten der Ältesten gehört, doch auch die hatten es nicht erlebt. Viele, viele Blattleeren war es her, dass es nötig gewesen war.
Falkenstern hatte dafür gesorgt, dass kein Schüler und kein Junges allein gehen musste. Erst dann waren sie aufgebrochen, er allen voran. Als starker Anführer, sicher und ruhig, als wüsste er, was er tat. Doch er wusste es nicht, hatte genauso wenig eine Ahnung wie die Katzen um ihn herum. Doch er strahlte Sicherheit aus, Ruhe und Zuversicht. Ohne sicher zu sein...vielleicht war es das, was ihn zu einem guten Anführer machte. Er hatte sich darüber nie Gedanken gemacht.
Als alle jemanden unterstützen, hatte er die Gruppe angeführt und war mit Regenpfote vorausgegangen. Dass sie geschwächt war, weil sie der Meinung gewesen war, etwas fremdes, übelriechendes zu probieren, war sie zusätzlich nun auch noch geschwächt. Was bedeutete, dass er doppelt auf sie achten musste. Doch er würde es tun. Sie war seine Schülerin und er würde alles tun, damit sie sicher das Ufer erreichte. Durch den strömenden Regen hindurch, der die Welt in Dunkelheit tauchte, konnte er die Schemen der Patrouille erkennen. Ein Blitz zuckte am Himmel und er konnte sehen, wie Schwalbenfeder das Wasser betrat. Er erkannte sie an ihren Bewegungen, an ihrem Umriss. Sah sie im Wasser verschwinden und spürte unwillkürlich eine tiefe Beklommenheit, die er nicht erklären konnte. Als würde etwas in ihm schreien, sie aufzuhalten, sie zu stoppen und daran zu hindern, weiter ins Wasser zu gehen. Doch sie war zum Einen noch zu weit entfernt und zum anderen kam es ihm albern und seltsam vor. Auch wenn diese Gefühle bisher immer richtig gewesen waren. Aber es war absolut logisch, dass das Überqueren eines reißenden Flusses gefährlich war. Er setzte sein Gefühl damit in Verbindung und glaubte nicht, dass der Sternenclan ihm etwas hatte sagen wollen. Beziehungsweise nicht, wie ernst es war. Doch im nächsten Moment verflog das Gefühl bereits wieder und er glaubte, es sich nur eingebildet zu haben.
Doch im nächsten Moment sah er, wie der Fluss Schwalbenfeder mit sich riss, sie unter Wasser zog, und ein Blitz erleuchtete sie Szenerie. Erschrocken blieb er stehen, musste zusehen, wie seine Stellvertreterin gegen einen Stein schlug und nicht allein wieder an die Oberfläche kam. Erstarrt hielt er inne, fühlte eine unglaubliche Machtlosigkeit. Dann sah er, wie ein Kater sich in die Fluten warf. Instinktiv wusste er, dass es Mondsturm war, der seiner Tochter hinterhersprang. Gebannt starrte er auf die Wasseroberfläche, hoffte, betete, dass die beiden wieder auftauchten und ans Ufer kämen. Doch die Oberfläche wurde nicht durchbrochen.
Falkenstern spürte Wasser an seinen Pfoten ziehen. Es riss ihn aus der Erstarrung, die ihn erfasst hatte, als er Mondsturm und Schwalbenfeder hatte wegtreiben sehen. Sternenclan, bitte schütze die beiden! Erbarme dich und rette ihr Leben! Der Kater schluckte. „Diese Stelle ist nicht sicher...“, miaute er leise. Er musste eine Entscheidung treffen. „Kommt mit, wir gehen zur Biegung und versuchen es dort!“, miaute er laut und stapfte los. Sie konnte nichts tun, um den beiden ersten Opfern zu helfen. Es war jetzt wichtig, nicht in Panik oder Trauer zu verfallen, so sehr ihm auch danach war. Er war Anführer! Er musste sie führen, stark sein und seine Gefühle außen vor lassen, ehe sie es geschafft hatten. Oder zumindest alles versucht war...
Falkenstern kämpfte sich durch den Sturm vorwärts, drängte seinen Clan dazu, nicht zu verschnaufen. Sie hatten keine Zeit mehr, mussten handeln, das Wasser stand ihnen beinahe bis zum Hals. Zögern durften sie jetzt nicht mehr...ein Zeichen des Sternenclans wäre nun mehr als wunderbar. Doch darauf durften sie nicht hoffen, sie mussten es selbst schaffen. Wenn der Sternenclan ihnen half, wäre das gut, doch wenn nicht durften sie nicht verzagen.
Ein Stück flussabwärts hatte er plötzlich ein gutes Gefühl und blieb stehen. Angestrengt suchte er die Umgebung ab und entdeckte einen Baum, der ins Wasser gestürzt war. Es war ein guter Weg aus dem Fluss heraus. „Hier werden wir es versuchen. Macht euch bereit! Wir haben nur einen Versuch. Jeder von uns! Also gebt alles. Jeder nimmt seinen Schützling und hält ihn gut fest. Der Baum auf der anderen Seite ist unser Weg hinaus aus dem Wasser. Am Ufer werden wir uns treffen. Keiner geht ohne den anderen. Ich muss wissen, dass jeder sicher auf der anderen Seite angekommen ist.“ Falkenstern hielt inne und sah seinen Clan an. Er holte tief Luft, ehe er die Stimme erhob. „Habt Mut! Wir schaffen das. Der Flussclan ist stark, jeder von euch ist stark! Und jeder von euch wird das andere Ufer erreichen! Vorausgesetzt, ihr glaubt daran! Ich glaube an euch! An jeden von euch! Und nun lasst uns nicht länger zögern. Lasst uns unsere Leben retten!“, miaute er laut, mitreißend. Legte all seine Stärke, all seine Zuversicht in seine Worte, seinen Glauben und seine Wünsche. Er drehte sich zum Wasser, holte tief Luft, dann blickte er zu Regenpfote. „Komm her“, miaute er mit starker Stimme. Schluckte, ehe er den ersten Schritt machte. Regenpfote hatte er an seiner linken Seite, der Seite, die flussaufwärts zeigte. „Bleib dicht bei mir. Ich pass auf dich auf“, meinte er dann und blickte zu seinem Clan. „Bleibt dicht zusammen, damit ihr euch zur Not gegenseitig helfen könnt. Und nun...“ Er blickte nach vorn, aufs dunkle Wasser, das im Licht der Blitze schimmerte. „..brechen wir auf!“ Damit schritt er ins Wasser, stets darauf bedacht, neben Regenpfote zu bleiben und sie zur Not greifen zu können.


//hoffe, das war ok so, hibi


Mondsturm
Krieger |Vater von Nadelkralle, Weidensprung und Schwalbenfeder, verliebt in Seelenblatt, Mentor von Leopardenpfote| 8 Jahre 8 Monde
ERWÄHNT: Schwalbenfeder, Seelenblatt, Nadelkralle, Weidensprung, Falkenstern, Rauchherz, Trauerblüte, Strahlenfeuer
ANGESPROCHEN: /

Mondsturm spürte die zwei Herzen in seiner Brust schlagen, wusste, dass er keine Entscheidung würde treffen können, wenn beide Katzen in Gefahr waren. Wie sollte er sich entscheiden, wen er rettete und wen nicht? Er liebte sie, sie beide. Auf andere Art, aber dennoch war es Liebe. Und selbst wenn nicht…könnte er damit leben, eine Entscheidung zu treffen? Zu entscheiden, wer es schaffte und wer nicht? Über Leben und Tod zu entscheiden? Es kam ihm unmöglich vor, er könnte es nicht. Würde er in solch einem Fall eine Katze retten?
Schnell schob er die Gedanken beiseite, die ihm den Atem nahmen. Er durfte nicht darüber nachdenken, er sollte aufhören, sich in solchen Gedanken zu verlieren. Sie waren nicht wirklich. Und er hatte keine Ahnung, welche Entscheidung er in solch einem Moment treffen würde und er hatte nicht vor, das herauszufinden. Sicher war für ihn, für beide würde er sterben. Ebenso auch für seine anderen beiden Kinder, aber das war in diesem Moment nicht gefragt. Bei ihm waren seine Tochter Schwalbenfeder und Seelenblatt, die einen unglaublichen Reiz auf ihn ausübte. Auch bei Strahlenfeuer würde er nicht zögern, sie zu retten. Er hatte sie ausgebildet, sie geformt, so gut er konnte und versucht, ihr ein gutes Vorbild zu sein. Bei einem hatte er dabei offensichtlich versagt: Feingefühl. Denn die Situation im Lager wäre auch ohne ihr Zutun schwierig und festgefahren gewesen, doch so war sie beinahe eskaliert. Man mischte sich nicht in Familienangelegenheiten anderer ein, das tat man einfach nicht. Zumindest nicht so. Aber es würde ihm nicht helfen, sich darüber den Kopf zu zerbrechen. Das würde es alles noch schlimmer machen. Und so der Sternenclan wollte, würde es eine solche Situation nicht erneut geben und damit war es nun nicht mehr der Rede und auch nicht der Gedanken wert.
Seelenblatt nieste. Er spürte, wie sich etwas um sein Herz zusammenzog. Vielleicht war er noch ängstlicher, was Krankheiten betraf, als andere. Im Besonderen bei seiner Familie und Katzen, die er liebte. Denn er hatte nie vergessen, wie machtlos man einem körperlichen Gebrechen gegenüberstand. Er hatte nichts tun können, um Aspentau zu retten. Noch immer löste der Gedanke an die hübsche, zierliche Katze einen Schmerz in seinem Herzen aus. Sie war seine erste große Liebe gewesen, doch sie hatten nie eine Chance gehabt. Damals war er jemand gewesen, der an jeder Pfote mindestens eine Kätzin hatte, ein Beau, heiß begehrt in der Damenwelt. Nur Aspentau hatte ihn nicht gesehen. Diese hübsche kleine Katze mit dem silbrig grauen Fell und der sandfarbenen Vorderpfote. Sie hatte ihn abgewiesen, so freundlich und lieb…
Er war für sie dagewesen. Hätte alles für sie getan. Doch sie hatte einen anderen gewählt. Noch immer fragte er sich, wie sein Leben heute wäre, wenn sie sich damals für ihn entschieden hätte. Wäre dann heute sein Sohn Anführer? Hätte er eine gute Beziehung zu seinen Kindern? Wäre sie noch am Leben oder hätte sie die Geburt doch auf kurz oder lang umgebracht?
Sie war schon lange fort. Doch er hatte sie in ihren Kindern immer und immer wieder gesehen. Graumond, die aus Liebe zu ihrem Gefährten starb, Blumenwind, ermordet vom Sohn ihres Gefährten, Kornblume, die starb, um ihren Sohn zu retten, Rauchherz, der sanfte und humorvolle Kater, Trauerblüte mit ihrer unbändigen Liebe für ihre Jungen und Falkenstern mit seiner immensen seelischen Stärke. Haselschweif war ein Kater gewesen, der eher glanzlos wirkte, und auch wenig Ähnlichkeit mit seinen Eltern aufwies. Das recht egoistische Wesen mochte so gar nicht zu ihnen passen. Doch er hatte es auch nicht geschafft, war als junger Krieger gestorben. Allerdings schien das Glück auch diese Familie verlassen zu haben. Graumond zerbrach nach dem Tod ihres Gefährten und aß nicht mehr, Blumenwind wurde Zeugin des Mordes an ihrem Vater und unfreiwillig Mutter und wurde später ermordet, gemeinsam mit ihren Jungen. Rauchherz musste seine Gefährtin und seinen Sohn begraben, Trauerblüte verlor beinahe alle ihrer Jungen, Kornblume warf sich vor ein Monster, um ihren Sohn zu retten, der recht wenig aus seiner zweiten Chance machte, und Falkenstern…er zeigte es nicht offen, wie sehr ihn das alles traf. Aber Mondsturm wusste, dass es so war. Seine Gefährtin verschwunden, all seine Jungen hatte er dem Sternenclan übergeben müssen ebenso wie beinahe all seine Geschwister. Glück war etwas anderes. Aber auch er selbst hatte nicht unbedingt Glück gehabt. Zwielicht war der falsche Weg gewesen, doch er hatte es zu spät erkannt. Als es bereits zu spät war. Er liebte seine Jungen, doch eine Weile fiel es ihm sehr schwer, ihnen in die Augen zu sehen. Immer wieder hatte er in ihnen seine ehemalige Gefährtin gesehen. Er hatte versucht, ihr zu vergeben, doch er konnte nicht. Sie hatte ihn nicht nur betrogen, das hätte er wohl verzeihen können. Doch es war im Angesicht des Todes geschehen. Sie wusste, dass sie sterben würde, und hatte sich nicht zu ihm, sondern zu einem Streuner gelegt. Er konnte es ihr nicht vergeben. Noch weniger, da sie ihn hatte Glauben machen wollen, es wären seine Jungen. Doch da er um ihre Situation wusste, hatte er zuvor mit dem Heiler gesprochen, damit dieser ihm Kräuter gab, um eine Schwangerschaft zu verhindern. Er hatte geglaubt, so vielleicht mehr Zeit mit ihr zu haben. Doch so hatte er alles verloren. Seine Gefährtin, seine Kinder…und ein Stückchen von sich selbst. Es war ihm nicht leicht gefallen damals. Und er hatte eigentlich nie wieder Gefühle für eine Katze haben wollen. Doch dann war Seelenblatt aufgetaucht. Er hätte schon blind sein müssen, um ihre Schönheit nicht zu sehen. Doch sie war nicht nur im äußeren, sondern auch im Innern schön. Er verdiente sie nicht…oder besser: sie verdiente einen besseren als ihn. Mal abgesehen davon, dass er schon viel zu alt für sie war. Aber kannte Liebe Alter?
Schnell schob er all das von sich. Wenn er begann, so zu denken, würde er nachher noch auf die wahnwitzige Idee kommen, um sie zu werben. Er, der alte Kater, der ohne Probleme ihr Großvater sein könnte! Sie war jünger als seine Kinder!
Ihre Stimme riss ihn aus seinen Gedanken und er war froh darum. Er wollte jetzt nicht über all sowas nachdenken, es brachte ihn nicht weiter. Zumindest half es nicht jetzt, wo der Clan gerettet werden musste. Ohne zu zögern hatte er eben für Schwalbenfeder Partei ergriffen und würde es nun auch bei Seelenblatt tun, sofern es nötig wäre. Ihren Worten entnahm er nur die Quintessenz: Angst. Und es war keine Angst, für die man sich in irgendeiner Weise schämen musste, denn sie war in ihnen allen. Und sie hatte absolut ihre Berechtigung. Nur traute sich nicht jeder, sie offen zu zeigen. Mondsturm warf einen Seitenblick auf Seelenblatt, deren Schatten er durch den Regen ausmachen konnte. Sie war nicht mehr als ein Fleck in der Dunkelheit, doch ließ dieser Fleck sein Herz schneller schlagen.
Er wandte sich an seine Tochter. Musste es tun. Er wollte nicht, dass sie in den Fluss stieg, hatte absolut kein gutes Gefühl dabei. Doch es war ihre Pflicht und würde sie eine andere Katze schicken, würde ihr Ansehen im Clan bis zum Boden fallen. Oder ins Negative übergehen, wenn besagte Katze es nicht schaffte. Er hatte Angst. So wie Seelenblatt, wie sie alle. Für einen Moment nahm Mondsturm nichts mehr wahr. Er sah nur seine Tochter, die sich vorsichtig ins Wasser gleiten ließ. Weder sah er aus dem Augenwinkel Falkenstern mit dem Clan herannahen, noch hörte er Strahlenfeuers Worte. Abwesend legte er seinen Schweif auf Seelenblatts Rücken, während er auf seine Tochter starrte. Er wollte sich bei ihr Halt holen, vielleicht auch ihr nah sein in diesem Moment, um nicht allein zu sein. Doch er merkte gar nicht, wie er es tat, hatte nur Augen für Schwalbenfeder. Sein Herz hämmerte in seiner Brust, raste und versuchte, dadurch die Situation ins Positive umzukehren. Seine Augen auf sie gerichtet, am ganzen Körper angespannt, die Pfoten vergraben im Uferschlamm hielt er einige Augenblicke inne. Ein Blitz erzuckte, erhellte die Umgebung und tauchte sie in gespenstisches Licht, als er sah, wie der Fluss an seiner Tochter riss, wie er sie kämpfen sah…Dann der Stein. Sie kam nicht wieder hoch. Panik wallte in ihm auf, doch auch der Wunsch, alles zu tun, um sie vielleicht zu retten. Blitzschnell löste er sich von Seelenblatt, sprang ins Wasser und wurde von dunklem, kalten Nass empfangen. Er schwamm und schwamm, seine Beine traten das Wasser und er näherte sich dem Stein, wo er untertauchte und in der Dunkelheit etwas zu erkennen versuchte. Er tat, was er konnte, er musste sie finden. Das Wasser zog an ihm, zerrte ihn unter Wasser und trieb ihn fort…


Rauchherz
Krieger |Bruder von Falkenstern und Trauerblüte, Vater von Lichtjunges, Perlenjunges, Kleejunges und Marderjunges, Onkel von Sternenlicht, Kobrablick, Herbstpfote und Honigjunges| 4 Jahre 6 Monde
ERWÄHNT: Sonnenfell, Trauerblüte, Schwalbenfeder, Dinkelherz, Libellenflug, Kupferschnee, Mondsturm, Seelenblatt, Meerblick, Sternenlicht, Perlenjunges, Ampferjunges, Kleejunges, Marderjunges, Honigjunges, Falkenstern
ANGESPROCHEN:Lichtjunges

Rauchherz fürchtete sich. Nicht direkt vor seinem eigenen Tod, es war vielmehr die Angst, seinen Jungen niemals nahe sein zu können. Er hatte zwei Monde ihres Lebens verpasst, es war unverzeihlich. Und es hatte erst etwas mit Lichtjunges nicht stimmen müssen ehe er aus seiner Apathie erwachte. Aber er war immerhin schon weiter damit, wen er als Mentor haben wollte. Sein Neffe Meerblick war wohl der einzige, der wusste, wie man mit drei Beinen verfuhr. Zumindest mit einem Bein weniger am Hinterteil. Perlenjunges' Bein war zwar dran, doch es war nicht funktionsfähig und so musste sie sich auf ihre anderen Beine verlassen. Wer könnte mehr Verständnis haben als jemand, dem das Bein fehlte? Es wäre das Richtige, sowohl für Meerblick, der dadurch vielleicht endlich wieder in sein Leben zurück fand, und auch für Perlenjunges. Sie war eine gescheite kleine Katze und sie würde den sturen und verbitterten Krieger auf Trab halten. Sie konnte das beste daraus machen, sie war einfach so. Lichtjunges war ein ganz anderes Thema. Er war froh, dass Falkenstern diese Entscheidung traf. Er wusste am besten, welche Katze Rücksicht auf ein Junges nehmen konnte, ohne es das Junge merken zu lassen. Marderjunges würde er von Schwalbenfeder ausgebildet werden sehen. Zumindest hoffte er, sein Bruder würde keinen Widerspruch einlegen. Dass die Kriegerin einen Schüler verdiente stand außer Frage, aber vielleicht wäre ja sie auch die Richtige für Lichtjunges...er wollte sich lieber eine Alternative überlegen, falls es nicht klappte. Lichtjunges ging in dieser Hinsicht vor, denn anders als Marderjunges und Kleejunges konnte er sie nicht einfach nur nach Sympathie verteilen. Also eine Alternative wäre in jedem Fall Dinkelherz. Aber auch Libellenflug oder Kupferschnee. Sternenlicht würde mit Marderjunges sicherlich auch zurechtkommen. Ach, es war alles nicht so einfach. Aber er war froh, sich auf diese Weise ein wenig ablenken zu können. Den Schmerz, den er in dem Gespräch mit Perlenjunges empfunden hatte, konnte er nicht einfach so beiseite schieben. So leicht war es nicht, von der eigenen Tochter verachtet zu werden.
Lichtjunges hatte es lange unter ihm ausgehalten, aber sie durfte sich nicht überanstrengen. Als Falkenstern sie ihm zugestand, hatte er sie ins Maul genommen. Es war ein angenehmes Gewicht, sie war klein, wenn auch ein wenig pummelig. Und sein Körper strotzte plötzlich vor Stärke. Jetzt kam es darauf an, dass er nicht versagte. Sonst würde er sich ebenfalls in die Fluten stürzen und hoffentlich nie wieder auftauchen...
Sie erreichten nun das Ufer, zumindest konnten sie bereits die Schemen der Patrouille sehen. Doch er sah auch Schwalbenfeder ins Wasser treten, die Blitze zucken und sie gegen einen der Felsen schlagen und versinken. Er erkannte Mondsturm, der ihr folgte...er konnte es verstehen. Wäre sie seine Tochter gewesen, er hätte es auch getan. Die Wahrscheinlichkeit, zu überleben, war zwar schwindend gering, doch ewig mit der Schuld leben zu müssen, nicht gehandelt zu haben, war eindeutig der schlimmere Weg.
Er konnte Seelenblatt sehen. Sie wirkte mitgenommen. Wenn er die Blicke seines...wie man ihn auch nennen mochte... richtig gedeutet hatte, dann war etwas zwischen ihm und ihr. Auch wenn sie es nicht auslebten, vermutlich wegen Mondsturms Jungen. Der Kater hatte so vieles getan, vielleicht sollte er mal mit Schwalbenfeder reden? Dabei war die gerade vom Fluss fortgerissen worden, ebenso wie Mondsturm. Vermutlich würden sie sie nie wiedersehen...
Rauchherz war froh, als Falkenstern alle ansprach und sie anführte. Dass er nicht denken musste, dass er einfach seinem Bruder folgen konnte. Aus dem Augenwinkel sah er Mohnpfote, der zu Seelenblatt trat und ihr den Schweif an den Rücken legte. Er war ein guter Kater, so jemanden wünschte er sich als Schwiegersohn. Ehrlich, freundlich...
Der Matsch zog an seinen Pfoten während er hinter Falkenstern herstapfte. Dann hielt dieser an, sprach zu ihnen. Die Zuversicht des Anführers tat Rauchherz gut und er merkte, wie neue Kraft in seine Glieder fuhr. Er sah zu Trauerblüte, die neben ihm lief. Ihm war nicht entgangen, dass sie sich mehrmals heimlich nach Sonnenfell umgesehen hatte.
Dann rief Falkenstern zum Aufbruch und Rauchherz reihte sich ein. Sein Bruder würde als letzter gehen, wie er ihn kannte, um allen helfen zu können, die Hilfe brauchten. Er lächelte ihn an, doch Lichtjunges' Körper mochte es verbergen. Doch er war sicher, sein Bruder verstand. Er setzte Lichtjunges in eines der Nester, die die Schüler netterweise hergetragen hatten und trat ins Wasser. Das Ziel vor Augen, den ins Wasser ragenden Baumstamm so schnell wie irgend möglich zu erreichen, damit er Lichtjunges trocknen konnte. Beim Sternenclan, sie durfte noch nicht sterben!
Sobald das Wasser ihm bis zur Brust stand, riss es an ihm. Es würde schwerer werden als jede Flussüberquerung zuvor. Doch er würde es schaffen. Für Lichtjunges. Er warf sich in die Fluten und begann sogleich, zu kämpfen. Es war schwer und er spürte seine Kräfte schwinden, den Kopf so weit wie möglich über Wasser, um Lichtjunges in ihrem kleinen Nest sicher festzuhalten. Wasser spülte in sein Maul, die Äste zwickten ihn. Doch er würde es schaffen. Seine Muskeln zitterten bereits als er den Baum fast erreicht hatte. Jetzt nur nicht aufgeben. Er hatte es Bussardflügel versprochen, die Jungen zu beschützen! Mit letzter Kraft konnte er sich am schweren Stamm festkrallen. Das Nest mit dem Jungen war zwischen ihm und dem Stamm eingeklemmt, sodass er es kurz loslassen und Lichtjunges am Nacken greifen konnte. Nachdem er das Nest nun den Fluss weiterentlangtreiben hatte lassen, zog er sich ächzend auf den nassen Baumstamm hinauf. Er war rutschig durch die Nässe und damit ein weiteres Hindernis, doch leichter zu überwinden als der Fluss. Am ganzen Körper zitternd erklomm er das höher gelegene Ufer und suchte mit Lichtjunges unter einem Busch Schutz. Schwer atmend legte er sich hin und begann, das Fell seiner Tochter zumindest vom gröbsten Wasser zu befreien. „Alles gut, meine Kleine...wir haben es geschafft...“, keuchte er leise und fuhr mit der Zunge über die Schlappohren seiner Tochter.


Tränenlicht
Kriegerin |stumm | wurde als Junges vom Flussclan gefunen | 3 Jahre
ERWÄHNT: Dinkelherz, Kleejunges, Falkenstern, Rauchherz, Lichtjunges, Schwalbenfeder, Mondsturm
ANGESPROCHEN: /

Tränenlicht hatte große Angst. Vor allem. Sie war keine gute Schwimmerin. Zwei mal war sie bereits beinahe ertrunken. Als Junges, gefangen in einem Sack, und als junge Schülerin bei den Übungen mit ihrem Mentor. Falkenstern hatte sie damals gerettet, damals hieß er noch Falkenpfote. Ein Schüler, wie sie selbst auch. Doch er hatte die Kraft besessen, sie zu retten. Es war ihr wirklich unangenehm, noch immer. Doch sie konnte keine Worte dafür finden, denn ihre Kehle blieb immer stumm.
Immerhin hatte sie nun Dinkelherz an ihrer Seite. Dass er zuvor schon einmal eine Gefährtin gehabt hatte, kümmerte sie nicht weiter. Wer war sie schon, dass sie das kümmern durfte? Er hatte sie geliebt, aber das bedeutete nicht, dass er sie nicht auch lieben konnte. So einfach war das. Und seine Gefährtin war tot, sie würde nicht wieder lebendig werden und sich in ihre Beziehung drängen. Selbstverständlich war sie immer irgendwie dabei, aber es war etwas anderes, einer Toten zu gedenken oder einer lebenden. Für sie war es jedenfalls in Ordnung.

Falkenstern hatte ihr Kleejunges gegeben. Sie sollte nicht nur sich selbst, sondern auch ein Junges sicher auf die andere Seite bringen...es war verdammt schwer, diesen Gedanken zu ertragen. Denn wenn sie sich selbst heil nach drüben brachte grenzte es ja bereits an ein Wunder. Doch vielleicht schaffte sie es ja, wenn sie in der Nähe von Dinkelherz blieb. Zum Glück war eine Patrouille vorausgegangen, um einen sicheren Weg zu finden, sodass es wenigstens nicht daran liegen würde. Durch diesen Gedanken bestärkt folgte sie Falkenstern und schon bald konnte sie den Fluss sehen. Sie sah auch Schwalbenfeder, die ins Wasser trat. Und das, was dann geschah. Sie schlug gegen einen Stein und versank. Beinahe wäre der weißen Kriegerin das Junge aus dem Maul gefallen, so erschrocken war sie. Wenn nicht einmal Schwalbenfeder, eine herausragende Schwimmerin, den Fluss hatte bewältigen können...wie sollte sie selbst es dann schaffen? Und welche Chancen hatte Kleejunges denn, das Ganze zu überleben, wenn sie bei ihr blieb? Mondsturm war seiner Tochter hinterhergesprungen und nun ebenfalls verschwunden. Was sollte sie nur tun? Wenn Kleejunges bei ihr blieb, wäre das ihr Todesurteil. Aber sie wollte bestimmt nicht schuld sein, wenn ein Junges starb. Sie wollte an niemandes Tod Schuld tragen!
Ängstlich blickte sie zu Dinkelherz, der neben ihr ging. Angst war noch gar kein Ausdruck für das Gefühl, dass sich ihrer bemächtigte. Sternenclan sei Dank erklang da Falkensterns Stimme. Er forderte alle auf, ihm zu folgen. Sie konnten später der Toten gedenken, da hatte er schon recht. Jetzt galt es, die Lebendenen zu retten. Wie auch immer sie dabei helfen sollte...doch Falkenstern hatte ihr vertraut, ihr ein Junges gegeben und ihr aufgetragen, es sicher auf die andere Seite zu bringen. Sie würde alles tun, um den Anführer nicht zu enttäuschen – schon allein um Kleejunges' Leben zu retten.
Ein Stück weiter hielt Falkenstern die Katzen an und sprach zu ihnen. Bisher war es nur Angst gewesen, die ihr Herz bewohnte, nun war dort auch ein winziger Schimmer Hoffnung. Er war nicht groß, aber er war da...und vielleicht wäre es das Zünglein an der Waage, und führte dazu, dass sie beide es lebendig auf die andere Seite schafften.
Tränenlicht sah noch einmal zu Dinkelherz, ehe sie Kleejunges in das Nest setzte und dieses packte, es aufs Wasser zog und sich dann hineinwarf. Die Nässe merkte sie kaum, immerhin klebte das Fell ihr schon lange am Körper. Aber die Angst, die das Wasser auslöste, merkte sie sehr wohl. Kräftig trat sie mit ihren Beinen, kämpfte gegen das Wasser, das sie immer wieder herunterziehen wollte. Es gelang ihr mehr schlecht als Recht, sie kam kaum vorwärts und wusste nicht recht, was sie noch tun sollte. Doch Aufgeben würde sie nicht. Sie würde die Angst besiegen...oder zumindest würde sie die andere Seite erreichen. Das war ihr Ziel. Und sie würde Kleejunges nicht enttäuschen. Und Dinkelherz...nein, sie wollte, dass er stolz auf sie war. Dass er sich nicht schämte, ihr eine Chance zu geben. Und dass er bei ihr bleiben würde...
Diese Gedanken waren es, die Tränenlicht dazu brachten, nicht aufzugeben und weiterzukämpfen. Sie erreichte den Baumstamm, klammerte sich daran fest, spürte die schwindende Kraft ihres Körpers, das Adrenalin, das langsam nachließ. Vorsichtig hob sie Kleejunges aus dem Nest und erklomm mit ihr gemeinsam das rettende Ufer. Sie erkannte Rauchherz, der sich gemeinsam mit Lichtjunges unter einem Baum verbarg und steuerte auf ihn zu. Immerhin war es sein Junges, sie sollte in seiner Nähe rasten. Hoffentlich würde auch Dinkelherz zu ihr kommen. Sternenclan, lass es ihn geschafft haben! , bat sie stumm und ließ sich auf den Biden plumpsen. Kleejunges setzte sie nun vorsichtig auf den Boden und sank dann in sich zusammen. Es hatte sie sehr angestrengt und sie konnte kaum die Augen offen halten.

Trauerblüte
Königin |Schwester von Falkenstern und Rauchherz, Mutter von Honigjunges, Ziehmutter/Tante von Lichtjunges, Perlenjunges, Marderjunges, Kleejunges und Leopardenpfote, Tante von Sternenlicht, Kobrablick, Meerblick und Herbstpfote, Gefährtin von Sonnenfell| 4 Jahre 6 Monde
ERWÄHNT:Falkenstern, Rauchherz, Sonnenfell, Perlenjunges, Tränenlicht, Krähenfeder, Lichtjunges, Kleejunges, Honigjunges, Mondsturm
ANGESPROCHEN: /

Trauerblüte hatte schreckliche Angst um ihre Jungen. Um ihre ganze Familie. Sie selbst war zwar eine passable Schwimmerin, doch sie war schon lange nicht mehr im Wasser gewesen. Und die Königin konnte ja schlecht all ihre Jungen hinüberbringen. Zwar war sie sich sicher, dass keine der Katzen absichtlich eines der Jungen forttreiben ließ, aber...Tränenlicht war eine miserable Schwimmerin und Kleejunges zu verlieren war ein schrecklicher Gedanke. Warum hatte nicht Sonnenfell Kleejunges tragen können? Sie kannte den Grund, der darin lag, dass er eine Schülerin hatte und dass alle Mentoren ihre Schüler nach drüben begleiteten. Natürlich hatte Falkenstern da keine Ausnahme machen können. Er war ein gerechter und fähiger Anführer, ihr Bruder. Und wenn er Tränenlicht vertraute...oder ihr zutraute, ein Junges auf die andere Seite zu bringen, dann musste sie ihr auch trauen. Sie mochte die Kriegerin irgendwie, auch wenn diese stumm war wie ein Fisch. Wahre Größe lag nicht nur in Worten, sondern auch in Taten. Und Tränenlicht war freundlich, hilfsbereit und liebevoll. Sie war eine gute Katze und das war das Wichtigste. Sie sollte also endlich Vertrauen haben. Wenn es doch nur so leicht wäre...
Doch es fiel ihr leichter als die Sache mit Krähenfeder. Sonnenfell hatte ihr das gemeinsame Junge überlassen und sie fühlte sich dadurch verraten. Sie hatte noch nie eine besonders gute Meinung von sich selbst gehabt und hatte sich stets gewundert, dass Sonnenfell Interesse an ihr hatte. Aber er hatte es...und sie waren Gefährten geworden. Doch da war die Eifersucht in ihr...eine fiese Stimme, die leise Verwünschungen murmelte, die ihr Gedanken in den Kopf setzte, dass Sonnenfell lieber mit einer anderen zusammen wäre. Und Krähenfeder nährte diesen Gedanken. War bereits etwas zwischen ihnen? Hatte sie deshalb ohne ein Wort Ampferjunges mitgenommen? Weil sie ihn bereits als ihren Sohn betrachtete? Es fühlte sich an, als würde sich ihr Herz zusammenziehen. Das mochten nur wirre Gedanken sein, aber sie hatten dennoch eine Wirkung. Sonnenfells letzte Worte kamen ihr in den Sinn. Die waren alles andere als freundlich gewesen. Sie hatten verdammt wehgetan und sie konnte den Spott in seiner Stimme nicht verkraften. Auch wenn er respektlos gewesen war, sie liebte ihn ja...sonst wäre sie wohl kaum seine Gefährtin geworden. Aber dennoch kratzte es an ihrer Beziehung, an dem Gefühl, ob es richtig war, bei ihm zu bleiben. Liebte er sie überhaupt noch? Konnte er denn nicht verstehen, dass sie ihren Bruder nicht aus dem Leben seiner Jungen hinausdrängen wollte? Er liebte diese mehr als sich selbst, sie wusste das. Und sie kannte auch den Grund, warum er ihnen fern geblieben war. Sie hatte es bei ihrer Schwester Blumenwind erlebt. Nachdem sie von Farbjunges verraten worden war, als schlechte Mutter dargestellt worden war, hatte sie ein ähnliches Verhalten gezeigt. Hoffentlich hatte Farbjunges ihre Entscheidung bereut und wahnsinnig gelitten! Eigentlich war Trauerblüte niemand, der jemand anderem etwas schlechtes wünschte, aber dieses Subjekt verdiente in ihren Augen eine Lektion. Blumenwind hatte alles für sie aufgegeben, sogar ihren Gefährten, der nichts von Farbjunges hatte wissen wollen. Weil sie das Junge geliebt hatte, der kleinen Katze eine wunderbare Mutter gewesen war...doch das Junge war zur Versammlung gegangen, hatte sich hingeschlichen. Blumenwind war ihr gefolgt und hatte sie nach Hause holen wollen...doch Farbjunges hatte sie kalt angesehen. „Du bist nicht meine Familie, Blumenwind. Du bist ein Nichts! Ich werde jetzt mit meinem Vater gehen. Der Vater, der mich liebt und den richtigen Weg kennt.“ Trauerblüte hatte daneben gestanden. Sie ging mit einem Streuner, den sie nicht kannte. Und warf dafür das Beste hin, was sie in ihrem Leben jemals gehabt hatte. Trauerblüte wusste nicht, was aus der Katze geworden war. Aber sie hatte gehört, dass sie zum Wisperclan gegangen waren. Und dass ihr Vater nach kürzester Zeit verschwunden war. Es geschah ihr Recht, allein zu sein. Man erntete immer das, was man säte...
Über ihre Gedanken war sie schweigsam mit den anderen mitgelaufen, hatte kaum etwas mitgeschnitten. Honigjunges trug sie im Maul, ihre wunderbare kleine Tochter. Sie und Ampferjunges waren alles, was ihr noch von ihrem Wurf geblieben war. Drei Junge hatte sie begraben müssen. Drei tote Kinder...ein Schmerz, den sie nicht verarbeitet hatte. Noch immer hoffte sie beim Aufwachen, dass all ihre Jungen an ihrem Bauch lagen. Doch so war es nicht. Nicht mehr...seit Monden nicht. Sie hatte andere Junge dort liegen, deren Tante sie war. In diesem Moment kam ihr der Gedanke, dass die Jungen Sonnenfell Onkel nennen konnten. Es war eine zutreffende Bezeichnung und sie konnte ebenso liebevoll sein wie Papa. Denn sie wusste, wie es war, von der Tante großgezogen zu werden. Laufbeere war wunderbar gewesen, aber sie hatte nie Mama zu ihr gesagt. Stets war es der Name oder eben Tante gewesen. Und da sie die Tante der Jungen war, war Sonnenfell als ihr Gefährte der Onkel. Vielleicht würde Perlenjunges das beruhigen...doch sie glaubte es nicht. Wenn der Vorschlag von ihr kam bestimmt nicht. Sie liebte die kleine Katze, doch sie war auch in manchen Dingen unverbesserlich. Und sturer als jeder Bock. Vielleicht sollte sie Lichtjunges vorschlagen, Onkel zu Sonnenfell zu sagen. Lichtjunges war die einzige, die wirklich zu ihr durchdrang...wobei es am besten wäre, Sonnenfell würde ihr sagen, dass er das wollte. Doch sie würde ihm das wohl nach seinen letzten Worten nicht mehr glauben. Wieder zog sich ihr Herz schmerzhaft zusammen.
Plötzlich hörte sie das erschrockene Aufkeuchen ihres Bruders Rauchherz, der neben ihr ging. Sie folgte seinem Blick und konnte gerade noch sehen, wie Mondsturm in die Fluten stürzte und nicht wieder emporkam. Sie stockte, sah sich vorsichtig um. Sonnenfell war noch da. Sie sah ihn nicht direkt an, schon die ganze Zeit über hatte sie sich immer wieder heimlich umgewandt. Vielleicht auch, weil sie fürchtete, er würde direkt zu Krähenfeder laufen...
Sie sah wieder nach vorn. Unbändige Furcht ergriff sie und sie war froh, inmitten der Katzen zu sein, sonst wäre sie wahrscheinlich einfach davongerannt. Falkenstern ergriff das Wort, blieb ruhig und stark. Der Flussclan konnte wahrlich froh sein, ihn zu haben. Er führte sie weiter und blieb dann stehen. Da er so sicher war, beruhigte sie sich ein wenig. Der Sternenclan mochte ihm ein Zeichen gegeben haben, wer wusste es, jedenfalls hatte er den Übergang gewählt und machte ihnen nun allen Mut.
Rauchherz war der erste, der ins Wasser trat. Falkenstern würde zuletzt gehen, um allen zu helfen, die es brauchten, das wusste sie instinktiv. Also folgte sie Rauchherz ins Wasser, setzte Honigjunges in ein aus Zweigen geflochtenes Nest und packte dieses, damit es nicht davontrieb. Sie biss so fest zu, dass ihre Kiefer schmerzten, doch sie würde nicht zulassen, ihre Tochter zu verlieren.
Das Wasser riss an ihrem zierlichen Körper, zerrte an ihr und versuchte, sie unter die Oberfläche zu ziehen. Doch wie durch ein Wunder gelang es ihr, oben zu bleiben und das andere Ufer zu erreichen. Sie nahm Honigjunges aus ihrem Nest und erklomm den Baum, keuchend und schwer atmend stand sie nun auf der anderen Seite. Rauchherz, der kurz zuvor angekommen war, hatte unter einem Busch Schutz gesucht und die Königin gesellte sich zu ihm. Ihr Körper zitterte, ihre Atmung ging schnell...doch sie hatten es geschafft. Und kurz darauf sah sie auch Tränenlicht. Nun würde alles gut werden. Sie würden es schaffen. Erschöpft schob sie Honigjunges zwischen ihre Vorderbeine und leckte ihr über die Ohren. Um sich selbst zu beruhigen und vielleicht auch, um sie zu beruhigen...aber es gab Hoffnung.

Abelienpfote
Schülerin |Tochter von Kupferschnee, Schwester von Spechtpfote, Schülerin von Sonnenfell | 7 Monde
ERWÄHNT: Kupferschnee, Spechtpfote, Trauerblüte, Honigjunges, Falkenstern
ANGESPROCHEN: Sonnenfell

Abelienpfote war verwirrt gewesen, hatte nicht gewusst, wohin. Sie hatte sich nach ihrer Mama umgesehen, nach ihrem Bruder. Doch beide hatte sie in dem Gewühl nicht gefunden. Dann hatte Falkenstern sie alle zusammengerufen und hatte ein wenig Ordnung reingebracht. Abelienpfote war froh gewesen, dass sie nun einen Auftrag hatte und sich zu ihrem Mentor gesellen sollte. Dieser rief sie auch sogleich herbei und sie folgte dem Kater. Er blieb in der Nähe seiner Familie, aber hielt dennoch Abstand. Abelienpfote wunderte sich darüber, blieb aber stumm. Es ging sie nichts an, wenn er wollte, dass sie es wusste, würde er es ihr sagen. Da er aber gerade wahrscheinlich genauso viel Angst hatte wie sie selbst auch würde er es wenn auf später verschieben. Das war in Ordnung, auch wenn Ablenkung in diesem Moment wirklich nicht falsch gewesen wäre. Und sie würde ihrem Mentor gerne helfen. Er war nett zu ihr und das rechnete sie ihm hoch an. Er kritisierte ihre mangelnden Fähigkeiten im Kampf nicht, die vor allem in ihrer Langsamkeit und mangelnder Stärke lagen. Aber er lobte sie für ihr Naturtalent, wie er es sagte, das Schwimmen. Vielleicht war es das, was ihr gerade wenigstens etwas Mut machte. Immerhin war das hier nicht der normale Fluss. Und sie war auch noch lange nicht so weit, allein hinüberzukommen. Sie war ja gerade erst einen Mond Schülerin. Doch sie trainierten kaum das Schwimmen, denn laut der Aussage ihres Mentors beherrsche sie das bereits. Doch sie wollte es nicht nur beherrschen, sie wollte perfekt darin sein. Sie musste alles perfekt machen, damit sie irgendwann den Mut finden konnte, ihren Bruder offen zu verteidigen. Noch hatte sie den nicht, verfiel in alte Muster, die sie als Junges bei Kupferschnee gelernt hatte. Ihrer Mutter, die Spechtpfote niemals eine Chance gegeben hatte...deren Liebling sie gewesen war, das perfekte Töchterlein. Ihr Streben nach Perfektion lag unter anderem auch in der Erwartungshaltung, die ihr entgegengebracht wurde. Nicht von ihrem Mentor, der nur eine gute Kriegerin aus ihr machen wollte, aber von ihrer Mutter. Der Mutter, die jedes Recht darauf verloren hatte, als sie ihre Jungen verließ und ihrem Sohn das Leben verbaute. Und doch konnte Abelienpfote ihr nicht böse sein, nicht richtig jedenfalls. Sie liebte ihre Mama, aber sie liebte auch ihren Bruder. Gefangen in ihrer Situation konnte sie keine Partei ergreifen, auch wenn sie zu der des Bruders tendierte.
Die eher kleine Schülerin stapfte durch den Matsch, den aufgeweichten Boden, der sonst fest war Stein. Sie hatte es noch nie erlebt, dass dieser Boden, festgetreten durch Generationen von Katzen, matschig wurde. Allerdings war sie auch gerade erst sieben Monde jung. Vielleicht lag es ja daran. Im Maul trug sie eines der Nester aus Zweigen, in die die Jungen gesetzt werden sollten. Sie hatte fleißig geholfen, sie zu flechten. Wenn sie helfen konnte, tat sie das immer. Sie wollte niemals Schuld sein, wenn jemand keinen Zuspruch erhielt. Sie war schon Schuld an ihrem Verhalten gegenüber ihrem Bruder...
Das bunte Fell klebte an ihrem Körper und sie hatte wirklich Lust, sich irgendwo zu verkriechen. Doch sie wusste, dass es nicht ging, hatte verstanden, dass sie jetzt fliehen mussten, da es ansonsten ihr Ende bedeuten konnte.
Als die Patrouille in Sicht kam, war Abelienpfote im ersten Moment erleichtert. Doch dann sah sie Schwalbenfeder, die zweite Anführerin, im Wasser gegen einen Stein schlagen und versinken. Einer der Krieger sprang ihr nach. Er war schon älter, aber in diesem Moment konnte sie sich bei besten Willen nicht an seinen Namen erinnern. Sie sah zu ihrem Mentor. „Ich hab Angst, Sonnenfell. Wenn zwei Krieger den Weg nicht schaffen, wie soll ich das können?“, miaute sie nun und sah mit großen Augen zu ihrem Mentor auf. Zwar schwamm sie laut seinen Aussagen bereits ebenso gut wie jeder Krieger des Clans, aber sie hatte es ihm nie so recht glauben wollen. Immerhin war sie eine Schülerin!
Nun rief Falkenstern sie alle an, ihm zu folgen. Sie würden also einen anderen Weg nehmen. Doch so richtig Mut machen tat ihr das auch nicht. Sie hatte gerade wahrscheinlich zwei Katzen sterben sehen...
Scheu blieb sie an der Seite ihres Mentors, ängstlich sah sie sich um. Sie suchte nach ihrem Bruder, ihrer Mutter. Doch sie hatte bei Sonnenfell zu bleiben und das tat sie auch. Als Falkenstern ihnen nun eine neue Stelle wies und einige Katzen sich sofort ins Wasser begaben, sah sie zu Sonnenfell. „Schaffen wir das wirklich?“, fragte sie vorsichtig. Sie vertraute ihm, wenn er sagte, sie könnten es, würde sie Hoffnung schöpfen. Sie gab ihr Nest an Trauerblüte, die Honigjunges hineinsetzte und ins Wasser ging. Angestrengt beobachtete sie, wie die Königin und Gefährtin ihres Mentors den Fluss überquerte und auf der anderen Seite das rettende Ufer erklomm. Zumindest würde Sonnenfell um sie nicht trauern müssen.


Beerenpfote
Schülerin |Großcousine von Falkenstern, Trauerblüte und Rauchherz | dreibeinig, sehr rational | 6 Monde
ERWÄHNT: Falkenstern, Libellenflug, Wüstenstaub, Schwalbenfeder
ANGESPROCHEN: /


Beerenpfote hatte sehr mit den Widrigkeiten zu kämpfen. Vielleicht sogar mehr als die meisten anderen. Sie war gerade erst Schülerin geworden und sie war alles andere als eine gute Schwimmerin. Auch war sie nicht besonders gut zu Fuß, der Matsch machte ihr sehr zu schaffen. Wenn ihr das eine Vorderbein, das sie besaß, nicht die Stabilität bieten konnte, die sie benötigte, war das alles andere als positiv für sie. Sie konnte generell schon schlechter das Gleichgewicht halten als andere. Ihr Mentor – Wüstenstaub – hatte keine Ideen für sie. Deswegen hatte Falkenstern beschlossen, dass es jemand anders probieren sollte. Mit Wüstenstaub war es besprochen, doch es war über Beerenpfotes Kopf hinweg entschieden worden. Sie hätte nichts dagegen gehabt, immerhin war ein Mentor, der wirklich wollte, besser als einer, der keine Lust hatte. Dennoch ärgerte sie sich ein bisschen, dass niemand sie gefragt hatte.
Doch es war, wie es war.
Falkenstern rief nun alle zusammen und sie folgte seinen Anweisungen. Er teilte sie Libellenflug zu. Beerenpfote kannte die Kriegerin nicht besonders gut, aber das war nicht schlimm. Das war auch nicht wichtig, um gemeinsam einen Fluss zu überqueren. Die Schülerin wusste, dass sie Hilfe brauchen würde, und wenn Falkenstern glaubte, dass die Kriegerin das beherrschte, würde sie es auch beherrschen. Der Anführer kannte seine Krieger und ihre Fähigkeiten am besten, sie selbst konnte sich kein Urteil erlauben. Dafür kannte sie die meisten zu wenig und hatte auch noch nicht genügend Kennzeichnen für gute Krieger. Also würde sie auf Falkenstern vertrauen. Sie gesellte sich zu Libellenflug und sah diese an, doch es gab kein Lächeln oder ähnliches. Sie war noch nie besonders emotional und konnte auch noch keine Emotionen imitieren. Wusste auch nicht, wieso. Niemand hatte es ihr jemals erklärt. Weder der Vater, der sie und die Mutter verlassen hatte, noch die Mutter, die vor einigen Monden verschwand. Sie verstand keine Ironie, keine versteckten Botschaften. Das hatten einige versucht. Sie hatte ja Familie. Falkenstern, Rauchherz und Trauerblüte waren ihre Cousins und ihre Cousine. Sie versuchten stets, sie zu unterstützen, doch Beerenpfote entging nicht, dass es sie vielleicht sogar überforderte.
An Libellenflugs Seite folgte sie den Clankatzen zum Ufer, wo sie wie die anderen gerade noch erkennen konnte wie Schwalbenfeder und Mondsturm versanken. Doch Beerenpfote wurde nicht von Angst ergriffen. Dieser Weg war der Falsche gewesen, das war für sie offensichtlich und sie wusste, dass keiner es an dieser Stelle schaffen konnte. Also war sie mehr als abgeneigt, hier ins Wasser zu gleiten. Es wäre der sichere Tod und einfach nur dumm.
Als der Anführer verkündete, sie würden eine andere Stelle nehmen, folgte sie ihm bereitwillig. Er schien ebenso wenig begeistert von dieser Stelle wie sie selbst. Wenig betroffen durch den wahrscheinlichen Tod zweier Katzen folgte sie den anderen. Der Matsch machte ihr hier noch mehr Probleme, denn nun war bereits auch pfotentief Wasser auf dem Boden. Sie rutschte immer wieder weg und war über und über mit Schmutz beschmiert. Doch Aufgeben war nichts, was ihr eigen war. Also lief sie weiter, kämpfte sich jedes Mal wieder hoch und spürte, wie langsam aber sicher ihre Kräfte nachließen. Aber sie machte weiter, ließ sich nichts anmerken.
Sie erreichten die nun von Falkenstern auserkorene Stelle. Skeptisch betrachtete sie, wie einige Katzen das andere Ufer erreichten. Es schien also möglich zu sein. Mit Libellenflug würde sie es vielleicht schaffen, allein waren ihre Chancen gen null. Abwartend blickte sie zu der Kriegerin.

Mohnpfote
Schüler | bester Freund von Herbstpfote, Schüler von Seelenblatt, verliebt in Perlenjunges| 8 1/2 Monde
ERWÄHNT: Falkenstern, Schwalbenfeder, Mondsturm, Herbstpfote, Sternenlicht
ANGESPROCHEN: Seelenblatt

Mohnpfote war die ganze Sache sichtlich nicht egal. Er hatte aus der Entfernung die Situation bei Perlenjunges beobachtet. Er wusste nicht genau, warum dieses Junge ihn so interessierte. Vielleicht war es ihre Intelligenz, das sie anderen Jungen voraus war. Dass sie ihre eigene Meinung vertrat, auch wenn die nicht richtig sein mochte, aber sie stand dazu. Sie war ausnehmend ehrlich.
Die Diskussion mit Rauchherz oder vielmehr Trauerblüte konnte er nicht verstehen. Aber es mochte um die verworrenen Familienränke gehen, zu deren Teil auch er irgendwie geworden war. Doch gehörte er wohl nur zu Sternenlicht und Herbstpfote. Denn die beiden hatten ihn aufgenommen, obwohl er das Junge von Wasserschweif und Blauschweif gewesen war. Wasserschweif, der der Gefährte der Mutter der beiden gewesen war...und sie betrogen hatte. Und er selbst war das Beweisstück. An dem Tage, an dem Wasserschweif und Blumenwind miteinander brachen, hatte diese ein Abkommen mit Herbststurm getroffen. Sie war erst an diesem Tag gezeugt worden und dennoch war Mohnpfote einen halben Mond älter. Und laut Angabe des Heilers waren er und seine Geschwister recht spät, Herbstpfote und die ihren recht früh gekommen. Er war der Beweis dafür, dass Wasserschweif schon während der Beziehung mit Blumenwind etwas mit Blauschweif gehabt hatte. Er hasste seine Eltern dafür, diese Schuld auf ihn abgewälzt zu haben. Er wollte nicht der Beweis sein. Wie gerne hätte er gute Eltern gehabt, die eben nicht ohne Reue solche Schuld und Sünde lebten. Aber er konnte es nicht ändern. Und er war froh, dass seine Eltern nicht mehr im Flussclan lebten und er so nicht andauernd mit ihnen konfrontiert war. Er schämte sich für das schändliche Verhalten seines Vaters. Wenn seine Gefühle ihn zu jemand anderem trieben, hätte er erst die bereits geführte Beziehung beenden müssen. Er hatte seine Ehre verloren und seinen Namen beschmutzt. Öffentlich, denn er hatte Junge gezeugt, die der Beweis dafür waren. Der ganze Clan wusste es. Auch wenn die wenigsten es ihn spüren ließen, er selbst schämte sich für seine Herkunft.
Herbstpfote war noch unterwegs. Sie war nicht in Gefahr, das gleiche galt für Sternenlicht. Beide waren nicht im Lager gewesen und da beide nicht auf den Kopf gefallen waren, würden sie nichts riskieren. Ihnen würde es sicher gut gehen und er würde sie wiedersehen, wenn der Sturm nachließ.
Mohnpfote horchte auf, als Falkenstern alle zu sich rief und folgte der Anweisung. Er war ein pflichtbewusster Kater, ein Kater mit Ehrgefühl, der sich treu an das Gesetz der Krieger hält und nach diesen Regeln lebt.
Als Falkenstern meinte, sie alle sollten mit ihren Mentoren gehen, war er ein wenig erleichtert. Alleine wäre das für ihn wirklich nicht so leicht geworden. Zwar war er schon recht gut und all das, Seelenblatt hatte ihm beinahe alles beigebracht, aber dennoch gab es ihm ungemeine Sicherheit, bei seiner Mentorin zu sein. Vielleicht brauchte er weniger die körperliche Hilfe als die moralische Unterstützung.
Er reihte sich in seinen Clan ein und stapfte mit ihnen hinab zum Ufer. Sie erreichten es schneller als erwartet und er konnte die Schemen der vorausgegangen Patrouille erkennen. Als er die Augen zusammenkniff konnte er Schwalbenfeder erkennen, die gerade ins Wasser glitt. Angestrengt verfolgte er ihren über der Oberfläche tanzenden Kopf, doch dann geriet sie sichtlich ins Taumeln und wurde mitgerissen. Er glaubte das Geräusch zu hören, als sie gegen einen Stein prallte und versank. Mohnpfote hielt für einen Moment den Atem an, war völlig erstarrt. Dann sah er wie Mondsturm sich ins Wasser warf. Bestimmt, um seine Tochter zu retten. Er würde es wahrscheinlich ebenso schaffen wie sie...entweder sie beide überlebten, oder sie schafften es beide nicht. Ihre Chancen waren zwar nicht besonders gut, allerdings war Mondsturm ein erfahrener Krieger und auch Schwalbenfeder hatte in ihrem Leben sicherlich schon einiges erlebt und gemeistert.
Der Schüler trat zu seiner Mentorin. Ihm war aufgefallen, dass sie Mondsturm irgendwie toll fand. Verständlich, immerhin war dieser ein großer Krieger der schon viel für den Clan getan hatte und auch wenn er alt war, er hatte nichts von seiner Attraktivität eingebüßt. Zumindest soweit Mohnpfote es beurteilen konnte. Tröstend legte er ihr den Schweif an den Rücken, wollte ihr beistehen und Mut machen. „Mondsturm ist ein großer Krieger. Wenn einer es schafft, dann er“, miaute er leise und erstaunlich ruhig. Auch wenn sein Herz in seine Pfoten gesunken war und er kaum noch hoffen konnte, dass der Clan sicher das andere Ufer erreichen konnte. Doch er wollte Seelenblatt Mut zusprechen. Sie hatte es verdient, glücklich zu werden.
Gemeinsam folgten sie den anderen ein Stück den Fluss entlang. Schließlich blieb Falkenstern stehen und ordnete die Überquerung an. Die ersten machten sich daran und schafften es auch. Er blickte zu Seelenblatt. „Bist du bereit?“, miaute er ruhig. Wartete ihre Antwort ruhig ab. Innerlich war er wahnsinnig angespannt, hatte Angst und traute sich kaum, den Weg anzutreten. Doch er wusste, dass es nicht half, sich verrückt zu machen. Er versuchte, auf Falkensterns Worte zu vertrauen und Hoffnung zu haben.

Lichtjunges
Junges | Tochter von Rauchherz, Schwester von Perlenjunges, Kleejunges und Marderjunges, Cousine von Sternenlicht, Meerblick, Kobrablick und Herbstpfote, Nichte von Falkenstern und Trauerblüte | 3 Monde
ERWÄHNT: Falkenstern, Rauchherz, Trauerblüte, Sonnenfell, Kleejunges, Marderjunges, Perlenjunges
ANGESPROCHEN: /

Lichtjunges war irgendwie erleichtert als sie nicht mehr laufen musste. Es war schrecklich anstrengend gewesen und besonders viel Spaß hatte es auch nicht gemacht, im Schlamm herumzurutschen. Zumindest nicht jetzt, wo überall diese angespannte Atmosphäre war. Ansonsten hätte sie dem Ganzen schon etwas abgewinnen können. So aber übernahm sie die Anspannung der anderen, ohne so richtig zu verstehen, was denn eigentlich los war. Sie war drei Monde alt, hatte die erste Zeit ihres Lebens nicht mitbekommen und war dadurch lange Zeit hinter ihren Geschwistern hintenangestanden. Besonders hinter Perlenjunges, die ihnen allen voraus war. Doch Lichtjunges hatte gut aufgeholt, seit ihr kleines Herzchen ihren Körper versorgen konnte. Das schafften die Kräuter, die Grinsezahn ihr mehrmals am Tag bereitete. Sie mussten stets frisch sein, wenn sie es richtig verstanden hatte, auch wenn ihr noch nicht ganz klar war, was für Konsequenzen das hatte.
Rauchherz hatte sie hochgenommen. Ihr Papa war zurück und sie freute sich wahnsinnig darüber. Dass er weg gewesen war, war schade, aber er hatte sicherlich seine Gründe gehabt und wenn er jetzt wieder da war, interessierte das ja auch nicht mehr. Wichtig war nur, dass er sie lieb hatte und sie hatte ihn ja auch lieb. Sie hatte auch Trauerblüte lieb, auch Sonnenfell, ihre Geschwister und eigentlich jeden anderen auch. Sie schloss sie ein in ihr kleines Herz, schwach und nicht von Dauer. Doch ihre Gefühle würden bleiben, selbst wenn ihr Herzchen eines Tages aufhören würde zu schlagen.
Das Junge wusste noch nicht um seine Krankheit, um die Schwäche seines Herzens. Doch es würde sie nur darin bestärken, alle zu lieben und ihnen stets nur Gutes zu wünschen. Das Leben war zu kurz für Streit, zu kurz für Kummer. Man sollte jeden Tag nehmen, wie er kam, sich an ihm erfreuen und die kleinen Dinge sehen, wie einen Krabbelkäfer auf einer Blume, einen Regenbogen oder den angenehmen Duft von Katzenminze. Und doch hing Lichtjunges bereits jetzt ein leichter Hauch von Melancholie an. Er haftete an ihr wie eine Klette, die sich nicht entfernen ließ. Ihre Augen strahlten, doch war dort immer auch ein Schimmer dessen, was sie nie erleben würde. Einmal hatte sie Trauerblüte erzählt, sie wolle später auch einen Gefährten haben und wollte eine genauso tolle Mama sein wie sie. Die Traurigkeit in Trauerblütes Augen und Worten war ihr nicht entgangen. Und sie wusste nicht, was sie falsches gesagt hatte. Es war ein kindlicher Gedanke des perfekten Erwachsenenlebens. Sie wollte eine große Kriegerin werden, ehrlich und stark. Und auch dabei wurden die Augen Trauerblütes traurig und sie wusste nicht warum. Wenn Kleejunges das gesagt hatte, hatten sie immer stolz geglitzert. Ebenso bei ihren anderen Geschwistern. Nur bei ihr nicht...da war etwas, was Lichtjunges noch nicht wusste. Und sie wusste, dass sie es nicht wusste. Dass ihre Trauerblüte ein Geheimnis hatte und es vermutlich mit ihr zusammenhing. Sie war vielleicht nicht die klügste Katze im Wurf, aber sie besaß ein sehr gutes Gespür für die Gefühle anderer.
Ihre Ohren zuckten und sie versuchte, durch den Regen etwas zu erkennen. Bisher hatten sie das Lager noch nie verlassen und sie wollte die Welt dort draußen unbedingt kennenlernen. Sie wollte sehen, wovon die Krieger sprachen, den Fluss, die Pferde, die Stachelbeersträuche. Und die Sternenfelsen. Die wollte sie auch sehen. Dennoch ließ das Gefühl der Anspannung nicht nach und schlug bald darauf in Angst um. Nun wurde auch Lichtjunges ängstlich, doch anders als die älteren Katzen hatte sie nicht gesehen, wie eine Katze im Wasser verschwand. Ihre Augen waren noch nicht soweit, dass sie auf diese Entfernung etwas klar erkennen konnte, was für ihr Alter ganz normal war. Die Angst jedoch, die überall aus allen Ritzen kroch, die sich über ihnen zusammenbraute, die bemerkte sie. Und so wurde auch das kleine, dickliche Junge ängstlich, die kleinen Schlappohren zuckten unruhig und sie blickte sich aus ihren strahlend blauen Augen um, so gut sie konnte. Leopardenpfote und Perlenjunges gingen zusammen, da die beiden Katzen, die sie mit auf die andere Seite nehmen würden, in der anderen Patrouille waren. Sie würden gleich auf sie treffen und dann würde alles gut werden...oder?
Der Clan hielt einen Moment inne. Dann hörte sie Falkenstern sagen, sie würden ein Stück weiter gehen. Also wurde sie erneut durchgeschaukelt, das dichte Fell klebte ihr am Körper und die Angst war eiskalt. Schließlich blieben sie stehen. Lichtjunges war noch nie geschwommen, sie kannte den Fluss nicht und wusste auch nicht, wie es sich anfühlte, von unten nass zu werden. Bis heute hatte sie nicht einmal den Regen gekannt, sie war immer die erste, die man hineinholte. Ihr Papa setzte sie nun in eines der geflochtenen Nester. Es pikste ein bisschen am Po, aber das war wohl nicht schlimm. Es schien wichtig zu sein. Also blieb sie sitzen. Dann begann alles zu schaukeln. Ihre kleinen Krallen bohrten sich in die Zweige, auch wenn die so winzig waren, dass sie damit wohl kaum Halt finden könnte. Sie sah ihren Papa an, der das Nest fest im Maul hatte. Er sah angestrengt aus, ängstlich und schrecklich erschöpft. Aber der Anblick beruhigte sie. Er war bei ihr und würde sie nie mehr alleinlassen.
Plötzlich stießen sie an. Lichtjunges plumpste um und blieb bedröppelt liegen, während ihr Vater sich an den Baum krallte und sie ergriff. Er zog sie nach oben. Keuchte, aber schaffte es. Lichtjunges sah sich mit großen Augen um. Hier war sie noch nie, es war ganz anders als das Lager. Die Angst wich ein wenig, denn auch Rauchherz schien nun zumindest etwas weniger Angst zu haben. Er setzte sie auf dem Boden ab und legte sich zu ihr, sie spürte seine Zunge auf ihrem Fell und begann zu schnurren, erst unsicher und angestrengt, dann kräftiger. Ihr Papa sprach ihr gut zu und es beruhigte sie wirklich. Auch wenn sie recht wenig getan hatte bei der Überquerung des Flusses, es hatte sie ungemein angestrengt und sie war wirklich müde. So müde, dass sie zwischen Rauchherz Beinen einschlief. Eigentlich hatte sie auf Perlenjunges warten wollen. Aber sie hatte die kleinen Äuglein nicht länger offen halten können...



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BeitragThema: Re: Lager des FlussClans   Mo 23 Jul - 19:00

Regenpfote

Benommen stolperte sie neben Falkenstern her. Ihre beine zitterten, sie fühlte sich nicht gut. Aber sie musste weitergehen, sonst würde sie sterben. Sie starrte auf die reißenden Wassermassen, schluckte mühsam. Dort sollte sie hindurch schwimmen? Starr vor Angst sah sie zu, wie Schwalbenfeder in das Wasser sprang. Die Kätzin wurde allerdings von der Strömung fortgerissen, sodass Mondsturm ihr hinterhersprang, um ihr zu helfen. Als Falkenstern losging, stolperte sie ihm erneut hinterher, sie zitterte, ihr Pelz war pitschnass. Ein Stück flussabwärts blieb er stehen. Angestrengt suchte er die Umgebung ab, Regenpfote sah wartend zu ihm hoch, sie folgte seinem Blick und entdeckte auch den Baumstamm im Wasser. „Hier werden wir es versuchen. Macht euch bereit! Wir haben nur einen Versuch. Jeder von uns! Also gebt alles. Jeder nimmt seinen Schützling und hält ihn gut fest. Der Baum auf der anderen Seite ist unser Weg hinaus aus dem Wasser. Am Ufer werden wir uns treffen. Keiner geht ohne den anderen. Ich muss wissen, dass jeder sicher auf der anderen Seite angekommen ist.“ Falkenstern hielt inne und sah seinen Clan an. Er holte tief Luft, ehe er die Stimme erhob. „Habt Mut! Wir schaffen das. Der Flussclan ist stark, jeder von euch ist stark! Und jeder von euch wird das andere Ufer erreichen! Vorausgesetzt, ihr glaubt daran! Ich glaube an euch! An jeden von euch! Und nun lasst uns nicht länger zögern. Lasst uns unsere Leben retten!“, miaute er laut. Er drehte sich zum Wasser, holte tief Luft, dann blickte er zu Regenpfote. „Komm her“, miaute er mit starker Stimme. Regenpfote trat zitternd neben ihn, er hatte sich so hingestellt, dass sie gegen ihn geschwemmt wurde, sollte sie untergehen. „Bleib dicht bei mir. Ich pass auf dich auf“, meinte er dann und blickte zu seinem Clan. „Bleibt dicht zusammen, damit ihr euch zur Not gegenseitig helfen könnt. Und nun...“ Er blickte nach vorn, aufs dunkle Wasser, das im Licht der Blitze schimmerte. „..brechen wir auf!“ Damit schritt er ins Wasser. Regenpfote tat es ihm nach, fast sofort riss das Wasser an ihren geschwächten Beinen, kurz ging sie unter, als sie von den Pfoten gerissen wurde. Prustend und keuchend rappelte sie sich wieder auf, sie wollte Falkenstern stolz machen. Sie musste die überquerung einfach schaffen.
372

Seelenblatt

Die völlig durchnässte Kätzin wartete darauf, dass Schwalbenfeder das Zeichen gab, damit sie losgehen konnten. Sie konnte die Stimmen ihrer Clan Kameraden hinter sich hören, Falkenstern war also schon mit ihnen auf den Weg hier her.  Erschrocken zuckte die Kätzin zusammen, als sie ein Gewicht auf ihren Rücken spürte. Sie merkte gleich, dass es ein Schweif war. Seelenblatt wandte den Kopf und sah Mondsturm an, dessen Schweif war es, der auf ihren Rücken lag. Verwechselte er sie mit jemanden? Und warum klopfte ihr Herz so schnell? Die Kätzin schluckte mühsam, sie wandte den Blick wieder von ihm ab, sah weiter zu Schwalbenfeder. Erschrocken sog sie die Luft ein, als sie sah, wie Schwalbenfeder von einem Stein getroffen wurde und unterging. Schneller, als sie sehen konnte, sprang ihr Mondsturm hinterher. Mit vor Angst geweiteten Augen starrte sie auf die Szenerie. Beide Katzen kämpften in den Fluten, gingen unter, wurden weggetragen. „M-mondsturm?!“, rief sie keuchend. Sie wusste nicht, warum sie ausgerechnet den Namen des Katers und nicht den der Kätzin sagte. Die Kätzin bemerkte nicht, wie sich ihr Schüler Mohnpfote ihr näherte. Erst, als er ihr seinen Schweif auf den Rücken legte, bemerkte sie ihn. „Mondsturm ist ein großer Krieger. Wenn einer es schafft, dann er“, miaute er leise und erstaunlich ruhig. Seelenblatt blinzelte, benommen sah sie ihren Schüler an, der Schock saß tief in ihrer Brust. „J-ja…du hast Recht“, stammelte sie. Als Falkenstern den Clan etwas weiter flussabwärts führte, folgte sie ihm mit Mohnpfote. Sie würde gemeinsam mit ihrem Schüler den Fluss überqueren, an seiner Seite sein, ihm helfen, wenn er ihre Hilfe benötigte. Sie sah zu, wie die ersten Katzen anfingen zu schwimmen, es auch hinüber schafften. „Bist du bereit?“, miaute Mohnpfote dann ruhig. Seelenblatt nickte leicht. Sie ging um ihren Schüler herum, stellte sich so auf, dass er notfalls gegen sie geschwemmt wurde. „Gehen wir“, miaute sie, dann watete sie in den Fluss. Mit kräftigen Beinbewegungen fing sie an zu schwimmen, das Wasser riss an ihrem langen Fell, machten es ihr schwer, zu schwimmen. Sie hielt sich dicht an Mohnpfote, achtete darauf, dass er sicher am anderen Ufer ankam.
351

Sonnenfell

Der helle Kater war stets schräg vor seiner Gefährtin gelaufen, er hatte immer darauf geachtet, sie nicht abzuhängen, immer in ihrer Nähe zu bleiben. Abelienpfote lief dicht neben ihm, er bemerkte deutlich die Anspannung in der jungen Katze. Seine Schülerin trug eines der Nester, die extra für die jungen geflochten worden war. Am Fluss angekommen, sah er mit Schrecken, wie Schwalbenfeder und Mondsturm in den Fluten mitgerissen wurden. Der Krieger war älter als Sonnenfell selbst, aber auch stark. Wenn er schon mitgerissen wurde, wie schwer würden es erst die Schüler haben? Und die ältesten? Die Stimme seiner Schülerin riss ihn aus den Gedanken. „Ich hab Angst, Sonnenfell. Wenn zwei Krieger den Weg nicht schaffen, wie soll ich das können?“, miaute sie nun und sah mit großen Augen zu ihrem Mentor auf. Sonnenfell schluckte, er wandte den Kopf zu Abelienpfote, drückte seine Nase kurz an ihre Stirn. „Keine Sorge, wir schaffen es. Halte dich dicht bei mir. Wir schwimmen gemeinsam rüber. Notfalls krallst du dich an meinem Rücken fest, ja?“, miaute er aufmunternd. „Du bist eine gute Schwimmerin, Abelienpfote“, miaute er. Er sah auf, als Falkenstern alle aufforderte, zu schwimmen. „Schaffen wir das wirklich?“, fragte Abelienpfote vorsichtig. Sonnenfell nickte. „Gemeinsam“, miaute er. Er sah zu, wie sie ihr Nest an Trauerblüte weiter gab. Eisige Angst fraß sich in sein Herz, was, wenn es Trauerblüte nicht schaffte? Wenn sie ertrank? Er schüttelte kurz den Kopf, sah zu, wie zuerst Rauchherz ins Wasser ging, dann Trauerblüte. Auf Abelienpfotes Nest saß Honigjunges. Er hörte das ängstliche Miauen des Kätzchens, würde gerne seiner Gefährtin helfen. Aber er konnte seine Schülerin nicht zurücklassen. Nervös sah er zu, wie Trauerblüte das Nest fest zwischen ihren Zähnen hielt, während sie schwamm. Seine Muskeln waren zum zerreißen gespannt, bereit, jederzeit loszuspringen um ihr zu helfen. Erleichtert atmete er aus, als sie es auf die andere Seite schaffte. Gemeinsam mit Honigjunges erklomm sie einen Baum, verschwand so aus seinem Sichtfeld. „Komm, Abelienpfote, gehen wir“, miaute er aufmunternd. Er sah zu Seelenblatt und Mohnpfote, tat es der Kriegerin gleich. Er stellte sich dicht neben seine Schülerin, während er ins Wasser watete. Sofort riss die Strömung an seinen Beinen, aber er schaffte es, auf den Pfoten zu bleiben. „So, wie wir es geübt haben“, miaute er zu seiner Schülerin. Der helle Kater fing an zu schwimmen, kräftig pflügten seine Pfoten durch das Wasser. Er behielt seine Schülerin im Blick, blieb neben ihr und stützte sie. Nach schier endlos langen Momenten kamen sie auf der anderen Seite an. Er stupste Abelienpfote zu dem Baum, wo auch schon die anderen saßen. „Komm, rauf mit dir“, miaute er. Seine Ohren zuckten, als er das Schreien eines Jungen hörte. Erschrocken wandte er den Blick wieder zum Fluss, sah, wie Ampferjunges unterging, vom Wasser mitgerissen wurde. Wie betäubt sah er, wie Krähenfeder dem Jungen hinterherschwimmen wollte. Als die Kriegerin allerdings selbst drohte zu ertrinken, rettete sie sich ans Ufer. „Ampferjunges….nein“, hauchte er, sein Kopf fühlte sich an, als wäre er in Moos gepackt. „Nein! Beim Sternen Clan Nein!“, jaulte er verzweifelt. Er ließ Abelienpfote stehen, immerhin war diese bereits auf den Weg auf dem Baum. Der Kater lief am Rand des Flusses entlang, suchte nach seinem Jungen. „Nein….nein…nein bitte nein“, jaulte er immer wieder.
538


Krähenfeder
Die junge Kriegerin trottete mit den anderen Katzen mit, im Maul hielt sie Ampferjunges, das junge von Sonnenfell und Trauerblüte. Sie war sich dem Hass der Kriegerin sehr wohl bewusst. Sie würde ihr beweisen, dass sie fähig war, ihr Junges sicher auf die andere Seite zu bringen. Am Wasser angekommen, ließ sie zuerst einigen anderen den Vortritt, dann setzte sie Ampferjunges in eines der vorbereiteten Nester. „Schön festhalten kleiner“, miaute sie sanft. Sie biss in das Nest, als sie in das Wasser ging. Mühsam kämpfte sie gegen die Strömung an, sie hatte Trauerblüte mit Honigjunges genau beobachtet. Nun versuchte sie es auch. Das kleine Nest hielt sie fest im Maul, während sie schwamm. Doch leider würde es kein gutes Ende nehmen. Ungefähr bei der Hälfte des Weges, lockerte sich plötzlich das Nest zwischen ihren Zähnen. Erschrocken sog sie die Luft ein, wodurch sie Dummerweise etwas Wasser schluckte. Hustend versuchte sie, das sich langsam auflösende Nest erneut zu fassen, schaffte es sogar. Doch es zerbrach endgültig. Sie würde nie die Angstschreie des Jungen vergessen können, die in diesem Moment an ihre Ohren drangen. Ampferjunges wurde von den Fluten mitgerissen, bald schon erstarben seine Schreie. „Nein!“, miaute sie keuchend. Sie schwamm dem Jungen hinterher, doch als sie selbst drohte unterzugehen, musste sie sich ans rettende Ufer kämpfen. Völlig entkräftet sackte sie am Ufer zusammen. „Nein…beim Sternen Clan“, flüsterte sie leise, verstört. Sie war für den Tod eines Jungen verantwortlich. Zitternd vom Schock sah sie zu, wie Sonnenfell an ihr vorbei lief, er rief immer wieder nach dem Jungen. Vergeblich. Krähenfeder senkte den Blick. Sie hatte versagt.


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Wenn ich nach 4 Tagen in den Clans nicht geantwortet habe bitte schickt mir eine PN I love you

Danke an Ares für das traumhaft tolle Bild von Blut&Viper *.*
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BeitragThema: Re: Lager des FlussClans   Mo 13 Aug - 17:02

Dinkelherz


Es war eine Qual darauf zu warten, dass endlich die Patrouille zurückkehrte, hoffentlich mit guten Nachrichten und einem sicheren Weg aus dem Lager und über den Fluss. Mit jedem Herzschlag, der verging, sammelte sich Wut und Frust an, weil die Situation so ausweglos erschien und es ihn verrückt machte, nichts tun zu können. Nichts außer zu warten und zu beten. Schließlich erschien Libellenflug und obwohl sie selbst nicht sehr optimistisch wirkte, ein kleiner Funken Hoffnung schaffte es trotzdem sich in ihm breit zu machen. Falkenstern schien nicht lange zu zögern und teilte die Katzen in Gruppen ein. Dinkelherz konnte in diesem Moment nicht anders, als den Kater zu bewundern. Trotz der prekären Lage schaffte er es, Ruhe zu bewahren und mit einem klaren Kopf zu denken. Und er bewies auch, dass er seine Katzen gut kannte, denn er teilte Dinkelherz zu Tränenlicht ein, damit er sie unterstützen konnte. Für einen Moment fürchtete er, dass seine Gefährtin beleidigt wäre, da der Anführer anscheinend ihre Fähigkeiten kritisierte, aber er schlug den Gedanken wieder in den Wind. Zum einen schien Tränenlicht nicht die Art Kätzin zu sein, die man so verletzen konnte, dafür schien sie viel zu bescheiden und zum anderen gab es wichtigere Dinge zu retten als ihren Stolz. Ihr Leben.
Also presste er sich kurz an sie, wie um ihr zu zeigen, dass er ihr nicht nur körperliche, sondern auch emotionale Unterstützung geben würde. Selbst wenn auch er nicht der beste Schwimmer war und seit dem Ertrinken von Ringelschweif seine Probleme mit Wasser hatte. Sie würden sich gegenseitig helfen und gemeinsam Kleejunges sicher transportieren.
Völlig durchnässt, die Beine voller Schlamm und hoffnungsvoll kamen sie an der Stelle an, die die Patrouille als sicher empfunden hatte. Doch anscheinend war diese Einschätzung alles andere als sicher, denn im Wasser wurde Schwalbenfeder umhergewirbelt, anscheinend bewusstlos und auch Mondsturm, der vermutlich sie retten wollte, schien keinerlei Kontrolle über die Situation zu haben.
Dinkelherz keuchte auf, alle Muskeln in seinem Körper spannten sich an und alles in ihm schrie, dass man den beiden helfen musste. Aber auch Falkenstern hatte erkannt, dass jeder Versuch in einem weiteren Tod enden würde. Es fiel Dinkelherz schwer, einen Klagelaut zu unterdrücken, weshalb er kurz das Gesicht in dem Fell von Tränenlicht vergrub. Ihr Geruch, selbst wenn er von dem Regen gedämpft war, gab ihm ein wenig Trost und half ihm dabei, nun klar zu denken. Er würde alles daransetzen müssen, sie zu retten. Er durfte nicht noch eine Gefährtin verlieren, das würde er nicht aushalten.
Der Clan setzte sich mühsam in Bewegung, langsam und zäh, obwohl jede Sekunde zählte. Schließlich erreichten sie eine Stelle, bei der es machbar erschien. Mit klopfendem Herzen beobachtete der dunkelbraune Kater wie die ersten Katzen in den Fluss stiegen und er konnte es kaum fassen, als sie es tatsächlich an das andere Ufer schafften.
„Es wird alles gut“, miaute er leise und es klang sogar fast so, als ob er es wirklich glauben würde.
Im Nachhinein konnte er sich gar nicht so genau daran erinnern, wie sie über den Fluss gekommen waren. Er hatte Tränenlicht geholfen, das Nest zu tragen und den Kopf oben zu behalten, um ja nicht zu viel Wasser zu schlucken. Als er wieder festen Boden unter den Pfoten hatte wäre er fast direkt zusammengebrochen, hatte es aber noch geschafft gemeinsam mit Tränenlicht Kleejunges zu Rauchherz zu bringen. Dann gab er sich der Erschöpfung hin, gönnte seinen zitternden Beinen eine Pause und wartete darauf, dass sein rasendes Herz sich beruhigte.


Libellenflug


Libellenflug war erleichtert, dass Falkenstern so schnell reagierte und es schaffte, mit nur wenig Worten eine Ordnung in die aufgelöste Katzenmenge zu bringen. Wenn alle sich ganz genau an die Anweisungen hielten, würden sie es vielleicht tatsächlich schaffen, alle über den Fluss zu bringen. Doch als sie sich umblickte und die Jungen sah, die Ältesten und die Kranken, wurde ihr etwas flau im Magen. Für gute Schwimmer war der Weg machbar, aber wie sah es für die anderen aus? 
Beerenpfote kam auf sie zu, da sie ihr als Partnerin zugeteilt wurde. Die Schülerin begrüßte sie nicht wirklich, aber das machte der Kriegerin auch nichts aus. Sie war gerade eh nicht in der Stimmung, mit jemandem zu reden und auch aufbauende Worte wollten ihr nicht über die Lippen kommen. 
Der Clan setzte sich in Bewegung, mühte sich durch den Schlamm, bis sie endlich am Ufer des Flusses ankamen. Seit Libellenflug die Patrouille verlassen hatte, hatte sich die Situation jedoch dramatisch geändert. Schwalbenfeder hatte sich ins Wasser begeben, bereit den Weg zu testen. Der Fluss war aber stärker als sie und die Kätzin hatte keine Chance. Ebenso wenig Mondsturm, der ihr vermutlich helfen wollte. Die Katzen waren jedoch zu weit entfernt, sodass eine Rettung vom Ufer aus unmöglich war. Und sich selbst in die Fluten zu werfen wäre äußerst dumm. Würden sie jetzt zwei Krieger verlieren, ohne auch das Geringste dagegen tun zu können? 
Libellenflugs Herz zog sich zusammen, als sie ihren Clangefährten den Rücken zukehrte, um den restlichen zu folgen. Beerenpfote ging die ganze Zeit schweigend an ihrer Seite. Ob der Anblick der um das Leben ringende Katzen ihr etwas ausgemacht hatte? Jedenfalls ließ sie keine solche Emotion erkennen.
Die Kriegerin hatte den Blick auf den Boden gerichtet gehabt, um sehen zu können, wo sie hintrat, weshalb es sie überraschte, als sie plötzlich stehen blieben. Eine neue Stelle, an der sie ihr Glück versuchen würden. Und diesmal hatte es der SternenClan gut mit Ihnen gemeint. Tatsächlich schafften es die ersten Katzen ans andere, sichere Ufer. 
"Komm Beerenpfote", miaute Libellenflug entschlossen und trat ins Wasser. Sofort umspielte es ihre Beine und sie spürte den Sog und stetigen Strom des Flusses. Es würde keine leichte Aufgabe sein. Jedoch ging sie weiter, hochkonzentriert. Beim Schwimmen musste sie sich mehr anstrengen als sonst, den Kurs zu halten und es war zusätzlich schwierig, auf die Schülerin aufzupassen. Erleichterung überkam sie, als sie den Baum erreichten und sie das Holz unter den Pfoten spürte. Sie hatten es geschafft.



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BeitragThema: Re: Lager des FlussClans   Di 21 Aug - 16:25

Adlerpfote
Der junge Kater hatte unruhig in der Nähe Grinsezahn's gestanden und auf das Kommando gewartet, dass sie den Fluss überqueren würden. Falkenstern hatte ihm dem Heiler zugeordnet und der Schüler nahm sich vor, sein bestes zu geben und keine Last zu sein.
Da kam das lang ersehnt Kommando und Adlerpfote trat an Grinsezahn's Seite zum Fluss. Ohne zu zögern glitt der Kater in die Wellen. Sofort wurde er von der Strömung erfasst und wurde ein paar Schwanzlängen weg geschwemmt, bevor er sich fangen konnte und gegen den Song ankämpfte.
Es war anstrengend... seine Beine Schmerzten und er schluckte Unmengen an Wasser. Zwischendurch ging er unter, kam prustend zurück an die Oberfläche. Sein Herz schlug wie verrückt.
Erleichterung durchfuhr ihn erst, als er festen Boden unter den Pfoten hatte. Erschöpft ließ er sich kurz zu Boden sinken, ruhte sich einige Herzschläge aus, bevor er sich wieder auf die Beine kämpfte. Langsam, auf zittrigen Beinen schleppte er sich näher zu den Katzen, die bereits auf der Sicheren Seite des Flusses warteten.
Adlerpfote ließ sich in der Nähe von Trauerblüte nieder und legte seinen Kopf auf den Pfoten ab. Er war zwar kein Junges mehr... aber der Tag war anstrengend gewesen. Vor allem der Fluss hatte sein Opfer gefordert. Er war müde... ihm war kalt... aber er durfte jetzt nicht schlafen. Noch waren sie nicht in Sicherheit.
Der Schüler gähnte und seine Ohren zuckten leicht, als er ein sorgenvollen Keuchen vernahm. Sein Blick wandte sich zu der Königin, doch deren Augen waren Starr nach vorne auf den Fluss gerichtet. Adlerpfote sah nun ebenfalls, was die Aufmerksamkeit der Königin fesselte. Der Älteste Berglöwe war soeben ins Wasser geglitten, neben ihm die Kriegerin Kupferschnee. Doch was Trauerblüte wohl vor Sorge aufspringen ließ, war das Junge, welches der Älteste trug. Er konnte auf die Entfernung nicht genau erkennen, um welches sich handelte, aber dies war im Grunde auch egal. Berglöwe schien auf alle Fälle Probleme zu haben, denn die Strömung trieb ihm weit ab. Kupferschnee blieb bei ihm, hatte aber alleine nicht die Chance, die beiden Katzen ans Ufer zu bringen.
Adlerpfote wandte sich an Trauerblüte: “Ich kann auf Honigjunges aufpassen.“, miaute er. Sie würde schon verstehen... und tatsächlich sprang die Königin auf und rannte zum Fluss. Fast schien es, als würde die Königin fliegen. Ihre Pfoten berührten fast den Boden und ohne zu zögern stürzte sie sich in die Wellen. Bewundernd blickte der Schüler ihr nach, bevor er sich zu Honigjunges gesellte. “Alles klar, Winzling?“, schnurrte er. Ein Versuch, die Kätzin abzulenken.  

Perlenlied
4 Monde | Flussclan | single | Tochter von Rauchherz | Ziehtochter von Sonnenfell & Trauerblüte | Schwester von Lichtjunges & Marderjunges
ERWÄHNT: Trauerblüte, Sonnenfell, Lichtjunges, Kupferschnee, Schwalbenfeder 
ANGESPROCHEN: Berglöwe, Rauchherz

Die kleine Kätzin ignorierte den Kater neben ihr so gut sie konnte. In diesem Moment hasste sie ihre ganze Familie...
Ganz vorne auf dieser Liste stand jedoch Trauerblüte. In ihren Augen war die Kätzin so falsch und verlogen, wie sie es noch bei keiner anderen Katze erlebt hatte. Wusste die Königin doch ganz genau,,, wie eng Perlenjunges mit Lichtjunges verbunden war... Hatte sie absichtlich dafür gesorgt, dass ausgerechnet Rauchherz sich nun um Lichtjunges kümmern sollte? Ja... das würde zu dieser Katze passen...so dachte die kleine Kätzin jedenfalls. Ihr selbst bliebt damit keine andere Wahl, als sich neben dem Kater zu halten, um ein scharfes Auge auf ihre Schwester haben zu können.

Aber den Kater, welcher ihr Erzeuger war... den musste sie ganz gewiss nicht beachten. Alleine das er mit ihr sprach, brachte sie in Rage. Sie wollte nichts mit ihm zu tun haben... sie wollte ihn schlichtweg einfach nicht in ihrem Leben.
Die Ohren der kleinen Kätzin zuckten, als Rauchherz sie erneut ansprach. “Wenn du weißt, dass ich es nicht hören will... warum sagst du es dann?“, miaute sie schnippisch, ohne ihn anzublicken. Stur sah sie weiterhin geradeaus und wünschte sich, den Kater bereits wieder los zu sein...
Vor ihnen sah sie Sonnenfell... der Kater war in der Nähe Trauerblüte's und doch schien eine Kluft sie zu trennen. Indirekt gab sie auch hier Rauchherz die Schuld. Aber nicht nur ihm alleine... Auch die Königin trug viel Mitschuld. Sie beharrte dermaßen Krampfhaft auf ihrer Meinung, dass die Jungen Sonnenfell nicht Vater nennen durften, dass sie überhaupt nicht zu merken schien, dass sie ihn genauso verletzte, wie er es bei ihr tat.
Warum gab jeder Sonnenfell die Schuld? Warum sah niemand, dass Trauerblüte noch schlimmer war? Weil sie immer so nett tat? Es machte Perlenjunges wütend. Es war ungerecht.

Da sprach Rauchfell und meinte, dass Lichtjunges ihn gerne öfter würde sehen wollen und sie, Perlenjunges, ihn gerne ignorieren könnte, wenn sie dies wolle – er sich aber nicht vom Jungenbau fern halten würde, nur weil Perlenjunges es so wollte. Nun blickte Perlenjunges den Kater an ihrer Seite doch an und ihre grünen Augen blickten viel zu ernst für ihr Alter. “Spiel dich nicht so auf. Ein Vater sein wollen und ein Vater zu sein sind zwei Dinge, die nicht weiter voneinander entfernt sein können. Nicht jeder Erzeuger darf sich mit Recht auch Vater nennen... Ein Vater muss nicht Blutsverwandt sein... Ein Vater ist jemand der ein Junges erzieht... es bedingungslos liebt... an seinem Nest sitzt, wenn es krank ist... Also erwarte nicht, dass ich jemals mehr in dir sehen werde, als genau dies... einen Erzeuger. Mein Vater ist Sonnenfell.“ Sie wusste, wie hart ihre Worte waren. Viel zu reif für ihr Alter war sich Perlenjunges bewusst, was sie sagte. Doch sie war noch nicht fertig. “Wenn Lichtjunges dich sehen will, ist dies okay. Wenn sie Zeit mit dir verbringen will, so ist dies ihre Entscheidung... Aber bedenke... Jede Enttäuschung macht uns ein wenig Kälter... ein wenig Härter...und ein wenig Distanzierter... Also sorge dafür, dass du deine zweite Chance bei ihr nicht kaputt machst. Denn solltest du sie verletzen und enttäuschen... dann werde ich einen Weg finden, dich zu zerstören.“
Es war nicht so, dass die junge Kätzin Wut oder gar Hass auf diesen Kater empfand... er war ihr nur einfach schlichtweg egal. Nur störte es sie, dass er sich wieder in die Familie drängen würde – weil er grade Lust dazu zu haben schien.

Perlenjunges blickte zu Lichtjunges, wusste, dass die kleine ihre Worte wahrgenommen und verstanden hatte. Sie wirkte traurig, doch sie würde darüber hinweg kommen. Lichtjunges war stärker, als sie aussah. Vielleicht nicht Körperlich... aber sie hatte Charakterliche Stärke. Kurz drückte Perlenjunges ihre Nase an die Wange ihrer Schwester, bevor Falkensterns Stimme erklang und sie zum Aufbruch drängte.
Lichtjunges blickte sie an und das Gesicht der kleinen Katze hellte sich auf. Perlenjunges musste ebenfalls lächeln. Im Gegensatz zu ihrer Schwester wusste sie durchaus, dass das Leben so vieler Katzen auf dem Spiel stand... doch sie versuchte, sich nichts anmerken zu lassen. Wollte der Kätzin Kraft geben, die ihr näher stand als jeder andere.

Die junge Katze blickte sich um und ihre Augen suchten Schwalbenfeder -mit der sie den Fluss ja würde überqueren. Nur war die Kätzin nirgends zu sehen. Na... das klappte ja alles Prima. Sie verdrehte die Augen und seufzte, zuckte mit den Schultern. Sie überblickte rasch die Situation und trat dann zu Kupferschnee und Berglöwe. Der Älteste stand aufrecht da und die Muskeln, welche noch immer unter seinem Pelz zu sehen waren, schienen sich zu weigern, das Alter des Katers anzuerkennen. Er war schon beeindrucken, so fand Perlenjunges. Impsoant... Mächtig... Würdevoll...
Natürlich wusste sie, dass die Gelenke den Ältesten trotz allem schmerzten. Grade bei diesem Wetter musste es fast unerträglich sein... Doch er zeigte es nicht und würde man nicht sehen, wie mühsam es ihm manchmal fällt sich zu erheben, so hätte Perlenjunges niemals diese Schwäche bei ihm vermutet.
Trotzdem... in seiner Nähe fühlte sie sich bei der Überquerung des Flusses sicherer als bei den anderen Katzen... vielleicht mit Ausnahme von Sonnenfell, Trauerblüte und Grinsezahn. Vielleicht liegt es allerdings auch nur daran, dass sie so oft im Ältestenbau zu Besuch war, dass es ihr manchmal so vor käme, als würde der Älteste zu ihrer Familie gehören. Sie hätte gerne einen Opa... allerdings hatte sie bisher nicht gewagt, ihn zu fragen. Das wäre ja auch mehr als Repsektlos...
Deshalb verspürte sie eine gewisse Eifersucht auf die Jungen der Königin Kristall... denn diese waren tatsächlich die Enkel des Ältesten.
Aber egal.. anstatt ihren Gedanken nachzuhängen, sollte sie sich lieber auf das hier und jetzt konzentrieren. Da wandte sich Berglöwe zu ihr und fragte, wo ihr Flussüberquerungspartner war. Perlenjunges zuckte mit den Schultern und miaute: “Ich weiß es nicht... Bis sie kommt, schließe ich mich einfach Kupferschnee und dir an. Wenn es genehm ist..“ Fragend blickte sie zu den beiden Katzen und lächelte, als der Älteste nickte. Seine Idee, sie solle in eines der Nester krabbeln, gefiel ihr allerdings weniger. Sie traute diesen Dingern nicht... und der Blick des alten Katers verriet ihr, dass auch er daran zweifelte.
Da vernahm sie ein Jaulen, welches ihr durch Mark und Bein ging. Ihr Blick flog zur Seite. Wie in Zeitlupe sah sie, wie das Nest sich auflöste, in denen Ampferjunges saß und wie ihr Bruder kämpfte, um über Wasser zu bleiben. Seine Schreie erstickten, als die Fluten ihn mitrissen. Sie sah Krähenfeder, die zurück ans Ufer schwomm. Fassungslos blickte Perlenjunges zu der Kätzin. Sie war für Ampferjunges verantwortlich! Warum rettete sie sich selbst? Sie sah Sonnenfell, der nach seinem Jungen schreiend den Fluss entlang eilte. Ihr Kopf fuhr herum, suchte nach Trauerblüte... nach Lichtjunges und im nächsten Moment sprang Perlenjunges nach vorne. Bereit, sich ins Wasser zu stürzen, um ihren Bruder zu erreichen.
Doch scharfe Zähne gruben sich in ihr Nackenfell und rissen sie zurück. Mit einem Schmerzerfüllten Fauchen wehrte sie sich, wollte dem Griff entkommen. Doch dieser lockerte sich nur, gleichwohl sie noch eisern zurück haltend. “Du würdest ertrinken! Damit wäre niemanden geholfen!“, vernahm sie die gedämpfte Stimme Berglöwes. Der Älteste hielt sie unerbittlich fest. Sich Anfangs noch wehrend, verstummten ihre wütenden Schreie schon bald. Er hatte recht... Ihr Glieder fielen hinab, fast leblos baumelte sie im Maul des Katers, während sie an die Stelle starrte, an denen sie Ampferjunges das letzte mal gesehen hatte.

Sie bekam es kaum mit, wie Berglöwe mit Kupferschnee an seiner Seite kurz zögerte, bevor er in die reißenden Fluten glitt. 
Erst den Schwall Wasser, welchen sie verschluckte, brachte sie wieder in die Gegenwart. Hustend spuckte sie aus und hielt den Kopf nun höher. Versuchte dem Kater zu helfen, indem sie ebenfalls mit den Pfoten paddelte. Doch dieser raunte ihr nur zu, sie solle still halten. Die Angst verging und Verärgerung machte dieser Platz. Doch sie beherrschte sich... er hatte vermutlich recht.
Im Maul des Ältesten bekam die junge Katze nicht mit, wie sehr dieser kämpfte, um sich und seine Last ans rettende Ufer zu befördern. Kupferschnee hielt sich dicht neben ihnen und auf der anderen Seite erschien plötzlich Trauerblüte. Erleichterung durchfuhr Perlenjunges... Ihre Mutter war da, nun wurde alles gut. Flankiert von den beiden Kätzinnen gelangten sie ans Ufer und Berglöwe brachte sie zu einem Busch. Panik überkam sie, als sie Lichtjunges entdeckte, die Leblos bei Rauchherz lag... doch im nächsten Moment bewegten sich die Flanken ihrer Schwester rhythmisch... sie schlief nur.
Erleichterung durchfuhr Perlenjunges. Jetzt fehlte nur noch der Rest ihrer Familie... Hoffentlich fand Sonnenfell Ampferjunges und brachte ihn wohlbehalten zurück... 


Berglöwe
9 1/2 Jahre | Flussclan | single |  Opa von Libellenflug, Kristall und Principessa | Uropa von Hoppeljunges, Morgenjunges, Frostjunges und Otterjunges
ERWÄHNT: Sonnenfell, Lichtjunges, Kupferschnee, Schwalbenfeder, Rauchherz 
ANGESPROCHEN: Trauerblüte, Kupferschnee, Perlenjunges

Der Älteste gesellte sich zu Kupferschnee. Die Kriegerin sollte auf dem Weg über den Fluss an seiner Seite bleiben. Irgendwie kam er sich vor wie ein Invalide... War er schon so alt, dass er wie ein Junges begleitet werden musste? Er selbst empfand es nicht so, aber er verstand die Sorge Falkensterns... Das Gesetz der Krieger besagte nun einmal, dass man sich um die Ältesten und Jüngsten im Clan kümmern sollte. So gerne er es auch verdrängte... er war nicht mehr der jüngste...
Kurz wurde er abgelenkt, als Perlenjunges sich zu ihnen gesellte. Er mochte die kleine Kätzin. Allgemein war die ganze Familie zauberhaft.
Allerdings wusste er auch über die Schwierigkeiten in der Familie... Perlenjunges kam die Ältesten oft besuchen und ihre Lebensfrohe Art ließ Berglöwe an seine eigene Jugend denken. Doch die junge Kätzin war auch sehr nachtragend... stur wie ein Esel und äußerst Eigenwillig.
Sie hatten viele Gespräche geführt und als Unbeteiligter konnte er die Sicht des Jungen sehr gut verstehen – auch, wenn es ihn ein ums andere Mal überraschte, wie reif diese junge Kätzin war. Sie besaß eine innere Stärke, die viele Katzen ihr Leben lang niemals erreichten. Perlenjunges hatte ihn um Rat gebeten... aber seine Antwort hatte ihr nicht gefallen. Er meinte, sie solle versuchen, Rauchherz zu verstehen. Sie müsse ihm nicht verzeihen... aber wenigstens anhören. Doch in dieser Hinsicht stellte die kleine auf Durchzug...
Schuld an diesem Uneinsichtigen Verhalten waren drei Katzen – so fand er. Zum einen war da Rauchherz... natürlich hatte der Kater viele Fehler begangen und zu lange gewartet, um diese zu korrigieren. Berglöwe respektierte den Mut des Kriegers, dass er nun versuchen wollte, einen Draht zu seinen Jungen zu finden. Grade Perlenjunges machte es dem armen nicht leicht. Aber in seinen Augen ging der Krieger es auch vollkommen falsch an. Die kleine Kätzin hasste Veränderungen... und er drängte sich plötzlich in ihr Leben. Anders als ihre Schwester Lichtjunges war Perlenjunges nicht so schnell bereit, zu verzeihen. Wenn überhaupt...
Aber noch mehr als Rauchherz waren Sonnenfell und Trauerblüte schuld. Rauchherz hatte seine Fehler eingesehen... doch die beiden anderen schoben sich die Schuld gegenseitig zu. Jedenfalls empfand es Berglöwe so. Grade Trauerblüte hätte er mehr Empathie zugetraut... anstatt zu versuchen ihre Ziehtochter zu verstehen, versuchte sie, ihr ein schlechtes Gewissen zu machen... Und Sonnenfell? Er wusste, der Kater meines es gut... aber er müsste mit Trauerblüte mehr zusammen arbeiten. Die beiden waren doch Gefährten... Stattdessen tat er immer genau das Gegenteil von dem, was seine Gefährtin tat... War es Absicht? Oder sah der Kater es einfach nicht? 
Er riss sich selbst aus seinen Gedanken und wandte sich an Perlenjunges: “Wo ist denn Schwalbenfeder? Solltest du nicht mit ihr gemeinsam den Fluss überqueren?“ Nicht, dass die Kätzin sich Sorgen um ihren Schützling machen würde... Doch Perlenjunges zuckte mit den Schultern und meinte, dass sie es nicht wüsste. Schwalbenfeder sie aber finden würde, wenn sie nach ihr suchen würde.
Über die Trockene Feststellung musste Berglöwe schmunzeln. Frech war das kleine Kätzchen auch...
Da hallte ein Schrei zu ihnen hinüber und ein ungutes Gefühl überkam den Kater. Er blickte zum Fluss und sah, wie Krähenfeder Ampferjunges verlor... das Nest hatte sich scheinbar entflochten und der kleine Kater verschwand in den Fluten.
Der Älteste hatte keine Zeit länger das Geschehen zu beobachten, denn in Perlenjunges kam Bewegung. Scheinbar hatte das dumme Ding die Idee, ihrem Bruder helfen zu wollen. Berglöwe reagierte sofort und bevor die kleine Katze davon springen konnte, hatte er sie am Nackenfell gepackt. Vielleicht etwas unglücklich, denn schmerzerfüllt fauchte sie auf. Doch besser so, als wäre sie entwischt... Diese Jungen waren glitschig wie ein Fisch.... Wütend wehrte sie sich in seinem Griff, fauchte und zeterte. “Du würdest ertrinken! Damit wäre niemanden geholfen!“, miaute er und nach und nach beruhigte sich Perlenjunges. Stattdessen hing sie nun wie ein kleines, nasses Häufchen aus seinem Maul.
Er seufzte und nickte dann zu Kupferschweif. Er war bereit, den Fluss zu überqueren. Langsam lief er mit der Kriegerin zum Wasser, doch davor zögerte er. Obwohl er schon lange im Flussclan lebte, hatte er sich nie wirklich mit der Nässe anfreunden können. Vor allem nicht bei einem solchen Sturm!
Kupferschnee schien sein Zögern zu bemerken, denn sie fragte ihn, ob alles okay wäre oder sie ihm Perlenjunges abnehmen solle. “Es ist alles gut, Kupferschnee. Bleibe bitte nur an meiner Seite.“, miaute er als Antwort und gab sich dann einen Ruck. Er glitt in die Fluten und kämpfte sich voran. Das Wasser zerrte an ihm, versuchte ihn unter die Oberfläche zu ziehen. Perlenjunges hustete, versuchte ihm daraufhin zu helfen,zappelte herum. Doch das machte es nicht unbedingt besser. “Bewege dich nicht so viel.“, miaute mit dumpfer Stimme und Perlenjunges versteifte sich kurz, blieb aber still.
Die Strömung war stark und er spürte, dass er ein wenig abgetrieben wurde. Doch da tauchte Trauerblüte an seiner anderen Seite auf und ihre Schulter stieß gegen seine, wies ihm so die Richtung. Half ihm, den Fluss zu überqueren. So flankiert von den beiden Kätzinnen erreichte Berglöwe das Ufer. “Ich danke euch!“, miaute er an seine beiden Begleiterinnen.Sein Atem ging schwer und seine Beine fühlten sich schrecklich an, leicht zitternd erklomm er den Hügel.. Trauerblüte stützte ihn noch immer. Unter einem Busch erblickte er Rauchherz mit Lichtjunges und er trug Perlenjunges zu ihnen. Setzte das Junge ab und ließ sich selbst nieder. Er hatte das Gefühl, seine Pfoten hätten ihn keinen Herzschlag länger getragen...Dankbar blickte er die Königin an, die sich ohne zu zögern in die Wellen warf und den Weg über den Fluss noch einmal schaffte... Was für eine innere Stärke musste diese Kätzin besitzen? Was für einen Willen! Wie sehr musste sie ihre Jungen lieben! Er hatte sie vollkommen falsch eingeschätzt!




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BeitragThema: Re: Lager des FlussClans   So 26 Aug - 14:56

Eichenjunges

Die junge Kätzin war bei Trauerblüte gewesen, als Falkenstern zum Aufbruch gerufen hatte. Dann war sie plötzlich alleine im Schlamm gewesen. Eichenjunges maunzte leise, sie stolperte hinter den viel größeren Katzen hinterher, versank dabei immer wieder im Schlamm. Fiel immer weiter zurück. Tränen sammelten sich in den Augen der kleinen Kätzin. Warum ließen die anderen sie zurück? Sie hatte doch nichts getan? Eichenjunges maunzte leise, sie kämpfte sich durch den Schlamm den anderen Katzen hinterher. „Hilfe“, fiepte sie leise, als sie erneut versank. Ihr sonst so schönes Fell war komplett verdreckt, man erkannte sie kaum noch als Kätzchen. Langsam aber sicher holte sie die anderen Katzen ein, aber sie war komplett entkräftet. So ein Kampf mit dem Schlamm forderte den kleinen Katzenkörper. Keuchend setzte sie sich hin, sie nieste und sah zu, wie immer mehr katzen den Fluss durchschwammen. Nur sie blieb dort sitzen.


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Wenn ich nach 4 Tagen in den Clans nicht geantwortet habe bitte schickt mir eine PN I love you

Danke an Ares für das traumhaft tolle Bild von Blut&Viper *.*
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BeitragThema: Re: Lager des FlussClans   Di 28 Aug - 20:06

Amselpfote
Tochter von Kupferschnee,
Schwester von Abelienpfote und Spechtpfote,
Schülerin von Rauchherz

Amselpfote hatte im Schülerbau gelegen und über ihr jetziges Training nachgedacht – gelernte Techniken und Möglichkeiten sie besser zu merken und zu perfektionieren – als im Lager das Chaos losbrach. Das Wasser flutete das Lager und die junge Kätzin sprang so schnell wie möglich auf alle vier Pfoten und rannte zum Hochstein. Rannte der Stimme Falkensterns nach, ihrem geliebten Anführer, der bestimmt wusste, was zu tun war. Sich zu Befehl melden, war in ihrem Leben nicht nur eine Ausdrucksweise. Alles andere um sich herum ignorierend hörte sie dem Kater mucksmäuschenstill zu und nickte ernst. Viel zu ernst für eine Schülerin und mit viel zu wenig Panik im Körper als es für diese Situation angemessen gewesen wäre, aber sie hatte sich selbst befohlen in einer solchen Situation keine Katze der großen Emotionen zu sein. Der Clan und am wichtigsten, Falkenstern, brauchte ihre volle Aufmerksamkeit und nur das zählte. Ihr Blick irrte durch die Katzenmasse sobald Falkenstern ihren Namen ausgesprochen hatte und sobald sie die Katze gefunden hatte der sie zugeteilt war und die Versammlung beendet war, sprang sie schon auf die Pfoten und rannte so elegant und schnell wie eben möglich auf Wüstenstaub zu. Sie war schon früher auf den Kater gestoßen und mochte ihn. Er war keiner der mit sich spaßen ließ. Verlangte volle Disziplin von all den anderen Katzen um ihn herum und das respektierte Amselpfote sehr. Was er von anderen erwartete wollte auch Amselpfote anstreben, auch wenn es ihr meistens nur schlecht als recht gelang. Aber vielleicht würde er sich ja erbarmen ihr zu helfen? Sie Perfektion zu lehren? Sie bezweifelte es, aber man konnte ja nie wissen. Alles musste zum Anlass genommen werden, sich zu verbessern. Vor allem von einer Versagerin wie ihr, mit der sowieso niemand anderes sprach als der ihr zugeordneten Katzen und ihren Geschwistern. Sobald sie an ihre Geschwister dachte schoss ihr demütig gesenkter Kopf wieder in die Höhe und sie versuchte verzweifelt Abelienpfote und Spechtpfote in dem Chaos auszumachen. Vor allem bei ihrem Bruder konnte man nie wissen, welcher Fantasie er in dem Moment gerade nachjagte und ob er dadurch vielleicht sogar Falkensterns Ansprache verpassen und einsam im dem Untergang geweihten Lager zurück gelassen werden würde. Das konnte sie auf keinen Fall zulassen! Nach einem Moment der Panik fand sie Spechtpfote in der sicheren Obhut von Nadelkralle und sah, dass ihre Schwester Sonnenfell zugeordnet worden war. Sie vertraute diesen Katzen und atmete erleichtert auf. Ihre Sorge um ihre Familie ebbte ab und so konnte sie sich wieder voll auf die vor ihr liegende Aufgabe konzentrieren – voll und ganz auf Wüstenstaubs Befehle zu hören, da er weit erfahrener war als sie; und durch den Einsatz des eigenen Gehirns nicht umzukommen. Wohl vor allem ersteres. Ihrem Gehirn konnte man nicht immer so vertrauen, gegeben in was für dumme Situationen sie sich dadurch immer schon begeben hatte. Da hielt sie sich lieber an jemand anderen der mehr Verstand und Erfahrung besaß als sie. Wüstenstaub schien zufrieden mit dieser Einstellung und das gab Amselpfote ein wenig Hoffnung. Wenn einer der Krieger sie so anzunehmen bereit war wie sie war, zumindest für den Moment, vielleicht war es dann nicht ganz so abwegig das sie nicht vollkommen nutzlos für den Clan war? Sie atmete tief ein und wollte sich schon auf Hoffnung nach weiteren Befehlen an den Anführer oder ihren Aufpasser wenden, als sie Schwalbenfeder in das tiefe, reisende Wasser gleiten sah. Ihre dunkelgrünen Augen weiteten sich voller Angst und sie zitterte kurz, bis sie ihre Emotionen wieder unter Kontrolle hatte. Nur keine Panik schieben. Das war in einer solchen Situation mal so überhaupt nicht hilfreich. Der Kätzin ging es bestimmt gut, keine Bange. Sie konnten alle schwimmen, waren die besten Schwimmer der ganzen verdammten Clans, richtig? In ihrem Versuch sich selbst davon zu überzeugen, dass alles gut werden würde, vergaß sie ganz, dass sie als beinahe frisch ernannte Schülerin kaum professionelles Schwimmtraining gehabt hatte. Alles war davon abhängig an wie viel von der Technik sie sich erinnerte und wie stark sie denn jetzt schon geworden war, um abzuschätzen ob sie denn wirklich überleben würde, würde sie selbst in das an dieser Stelle gerade so gefährliche Wasser rutschen. Aber das waren hoffentlich Gedanken für eine andere Zeit und nicht dem hier und jetzt. Sie war froh als Falkenstern das Kommando übernahm und sie alle an eine etwas sichere Stelle lotste. Sie machte mit einem Blick sicher, dass Spechtpfote und Abelienpfote soweit in Sicherheit waren und konzentrierte sich dann vollends auf das vor ihr liegende Hindernis und dem Ziel des Ganzen. Gut, das konnte sie schaffen. Sie musste nur auf Wüstenstaub hören und alles würde gut werden. Angestrengt beobachtete sie, wie die Jungen auf die andere Seite geschafft wurden und auch ihre Schwester sicher an das andere Ufer kam. Der Bruder war noch immer bei ihr und Amselpfote spürte auch Kupferschnees Anwesenheit, die wie eine Prüfung auf ihr lag. Als Ampferjunges in die reißende Strömung gespült wurde und auch Krähenfeder beinahe unterzugehen drohte, jaulte sie beinahe auf, riss sich aber zusammen. Nochmal, das würde niemanden helfen. Der Meinung war anscheinend auch ihr Mentor und befahl ihr nach einer kurzen Pause des Schocks sich auch in das Wasser zu bewegen. Amselpfote versuchte trotz ihrer Angst so elegant und sicher wie möglich neben dem Kater herzuwaten. Sie wollte sich unter dem Blick ihrer Mutter und des Clans im Allgemeinen keine Fehler erlauben. Sie wollte nicht, dass die Anderen sie als noch unwürdiger ansahen, als sie das bestimmt sowieso schon taten. Sie konnte es schaffen! Weit weniger gekonnt als ihre Schwester schwamm sie neben Wüstenstaub her und war froh als sie das andere Ufer erreichten und sie das ganze Wasser aushusten konnte, dass sich in ihrer Kehle aufgestaut hatte. Sie keuchte. Sie kam sich vor als würde jeder sie missbilligend anstarren, obwohl es der Wahrheit vermutlich näher kam, dass sie niemand beachtete und alle immer noch in Sorge über die in den Fluten verschwundenen Krieger und das Junge waren, so wie es auch sein sollte. So wie sie es selbst noch war. Gebannt beobachtete sie, wie auch Spechtpfote den sicheren Hafen erreichte. Hätte er der Strömung nicht standgehalten und wäre wie Ampferjunges weggespült worden – sie hätte sich vermutlich hinter ihrem Bruder in die Fluten gestürzt. Auch wenn sie ihn selten richtig verstand – sie liebte ihn und würde in dieser Welt nicht ohne ihn überleben können. Genauso wenig wie ohne ihre Schwester. Amselpfote suchte mit großen Augen nach Abelienpfotes Blick und legte den Kopf leicht schräg, sobald sie ihn gefunden zu glauben meinte. Alles okay?
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BeitragThema: Re: Lager des FlussClans   Do 30 Aug - 17:54

Käferpfote
//

Er hatte direkt bei dem Hochstein gestanden als Falkenstern darauf sprang. Aufmerksam hatte er seinen Worten gelauscht und erinnerte sich mit einem leichten Schauder an die Situation kurz bevor er das Lager erreicht hatte. Da hatte er ein Moosbüschel ins Wasser getaucht und wäre fast in die Fluten gefallen. Das Wasser war dort schon weit über das normale Ufer getreten und der Fluss hatte sich von einem schönen, Wasserlauf zu einem reißenden, dunklen Naturschauspiel verwandelt. Schaudernd dachte er daran wie der Fluss wohl jetzt aussehen musste nachdem das Wasser vermutlich weiter gestiegen sein musste. Der Schüler hasste schon von Natur aus das Schwimmen, selbst an den Tagen an denen der Fluss kontrolliert seine Bahnen floss. Jetzt wo das nur noch eine Masse aus reißendem Wasser war würde es wohl ein Albtraum werden für ihn da durch zu schwimmen, und Käferpfote wusste sie mussten den Fluss überqueren. Er war sich ebenso bewusst, dass er sobald sein Kopf unter Wasser geraten würde er vermutlich nicht mehr auftauchen würde. Ein tiefer, langer Schauer durchfuhr seinen schlanken Körper. Dieser hatte seinen Ursprung nicht bei der Kälte die der Sturm mit sich brachte, sondern bei den Sorgen die seinen Kopf füllten. Nicht nur um sich selbst hatte der Kater Angst, der ganze Clan war in Gefahr. Die Jungen und Ältesten, die Schwachen und die Kranken.. sie alle würden es noch schwerer haben als ein gesunder Krieger in seiner Blütezeit. Käferpfote war sich außerdem bewusst, dass selbst als Krieger es kein Zuckerschlecken werden würde dieses Todesgewässer zu durchqueren. Wäre sein Fell nicht schon so durchnässt würden sich seine Nackenhaare vermutlich aufstellen. Er blinzelte als ein dicker Tropfen in sein rechtes Auge traf. Verärgert duckte er seinen Kopf etwas. Seine allgemeine Abneigung gegen den Regen machte diese Situation nurnoch schlimmer für ihn. Das Fell klebte ihm dicht an seinem Körper und ein leichtes Gewicht zog an ihm. Aus Reflex schüttelte er seinen Körper um die Nässe aus seinem Pelz zu schütteln. Jetzt sah er jedoch wie ein aufgeschreckter Vogel aus. Nur ein Wimpernschlag verging gefühlt da war sein Fell schon wieder so vollgesaugt mit Wasser wie davor. Die Tropfen fielen schwer und unablässig. Es fühlte sich fast so an als würden sie sein Fell durchbohren und sich durch seine Knochen drücken. Kurz seufzte er. Seine Gedanken waren kurz abgeschweift und er hatte das Ende der Ankündigung von Falkenstern verpasst. Aber er wusste wohin er musste und was los war. Käferpfote wusste,dass Sternenlicht nicht hier war und so musste er wohl mit Leuchtfeuer gehen. Der Kater schaute sich kurz nach dem Krieger um, was nicht besonders leicht fiel da sein Blick vom Regen eingeschränkt wurde und er die Augen zusammenkneifen musste um überhaupt etwas zu sehen. Seine Nase nahm auch nurnoch den Geruch von durchnässter Erde und dem Geruch von frischen Regen wahr. Doch er konnte nach einer Weile den leuchtend orangeroten Pelz des Katers erkennen und rannte geduckt gegen den Sturm auf ihn zu. Dieser nickte ihm unmerklich zu und verlor keine Zeit mit Worten, sondern begann Falkenstern aus dem durchnässten Lager zu folgen. Schnell beeilte sich Käferpfote und folgte seinem Aufpasser durch den Lagerausgang nach draußen. Der Regen war unermüdlich und machte ihm das Leben schwer. Außer dem Stürmen und Prasseln des Sturms hörte er nichts anderes mehr und er gewöhnte sich schon fast an das Dröhnen welches auf seinem Trommelfell lastete. Die Nässe und Kälte betäubte seinen Tast- und Fühlsinn und der Regen peitschte ihm ins Gesicht sodass er seine Augen weiterhin zusammenkniff. Das Fell war platt an ihn gepresst und er konzentrierte sich nurnoch darauf dem Strom von Katzen zu folgen sowie bei seinem Aufpasser zu bleiben. Mehr brachte er gerade sowieso nicht zustande. Sie blieben nochmal stehen und in der Nähe konnte er durch das Dröhnen des Windes das Rauschen des Flusses herausfiltern und er wusste sie würden nun gleich den Fluss durchqueren. Erneut schauderte er. Nun begann Falkenstern eine Ansprache zu halten. Die Stimme klang kristallklar über das Dröhnen in seine Ohren und irgendwie begann da ein schwacher Funken Hoffnung zu glühen. Nur noch ein Hindernis und der Clan hatte es geschafft. Der Fluss. Er wagte einen angestrengten Blick Richtung Fluss und sah die schwarze Masse durch das Flussbett und über die Ufer walzen. Kurz wurde ihm etwas schwindelig bei der Vorstellung durch diesen Fluss schwimmen zu müssen. Doch er spürte plötzlich eine leichte Berührung auf seiner rechten Schulter. Leuchtfeuer hatte seine Schweifspitze dort platziert und schaute ihn ermutigend and. Er sah, dass schon eine Katze in den Fluten war und eine zweite hinterher sprang. Besorgt versuchte er etwas zu erkennen. Ein Blitz zuckte auf und er schrak kurz zusammen. Seine Blick war eingeschränkt und er gab es auf nach den zwei Köpfen zu suchen. Falkenstern verkündete eine sichere Stelle zu suchen. Leuchtfeuer befahl ihm zu warten und ungeduldig beobachtete er wie die Jungen sicher auf die andere Seite gebracht wurden. Besorgt sah er wie Ampferjunges abtrieb und auch einige andere Katzen Probleme hatten. Vor Schreck keuchte er auf. Angst rumorte tief in seinem Bauch. Leuchtfeuer begann ihn vorwärts zum Wasser zu treiben. Er atmete tief durch. Leuchtfeuer würde ihn retten falls was passieren sollte.. das hoffte er. Ohne es böse zu meinen hätte er lieber Sternenlicht bei sich. Sie war vielleicht nicht so kräftig wie der Kater, aber er vertraute ihr. Immerhin war sie sein Mentor. Mit diesen Gedanken und Gefühlen trat er in die kalten Fluten. Erst nur mit den Pfoten und spürte das Ziehen der Strömung. Ein Zittern erschütterte seinen Körper und er zwang sich tiefer in das Wasser zu gehen. Kurz darauf war sein kompletter Körper im Wasser und er spürte wie die Strömung an ihm zog. Mit zusammengekniffenen Augen und rasendem Herz hielt er mühsam seinen Kopf über Wasser. Seine Pfoten und Beine schmerzten schon. Mit Schmerzen in den Muskeln zog er sich durch die Fluten. Angstvoll flatterten seine Lider und er spürte wie ihn eine besonders starke Strömung packte. Leuchtfeuer war nah bei ihm. Käferpfote konnte ihm die Anstrengung ansehen und auch er biss die Zähne aufeinander. Nichts mehr außer Wasser drang auf ihn ein. Der Fluss zog ihn von unten in die Tiefe und der Regen prasselte von oben auf ihn ein. Für ihn war ein reiner Kampf mit sich selbst und der Übermacht des Flusses. Er entfernte sich immer mehr von Leuchtfeuer. Plötzlich schwappte Wasser über seinen Kopf und er keuchte auf. Sein Kopf tauchte unter und er strampelte dagegen. Das Herz des Katers raste wie noch nie und um sich herum nahm er nurnoch Schwärze wahr. Die Luft angehalten versuchte er sich hoch zu arbeiten, wurde jedoch am Nackenfell gepackt und an die Oberfläche gezerrt. Leuchtfeuer hatte ihn gepackt und zog nun beide Körper durch die Fluten. Sein Herz raste immernoch und er war wie zu Stein erstarrt. War das eben wirklich passiert? Leuchtfeuer begann selbst zu schwächeln und Käferpfote löste sich aus seiner Starre. Das andere Ufer war klar in Sicht und schnell begann er mit den Pfoten gegen die Strömung zu arbeiten um Leuchtfeuer zu helfen. Bald spürte er wie die Strömung etwas an Stärke abnahm und es nun leichter war voran zu kommen, jedoch immernoch kein Leichtes. Leuchtfeuer trug ihn immernoch im Maul und er hörte sein Schnaufen. 'Er hat mich gerettet.', schoss ihm durch den Kopf und eine unglaubliche Dankbarkeit durchflutete ihn. Jetzt mussten sie nurnoch die andere Seite erreichen. Leuchtfeuer ließ ihn los und er spürte fast schon den Grund unter seinen Pfoten. Das andere Ufer war nurnoch 1-2 Schwanzlängen entfernt. Die beiden Kater kämpften sich zusammen durch das dunkle Wasser und erleichtert krabbelte Käferpfote ans Ufer wo er zusammenbrach und erstmal zu Luft kommen musste. Der Regen war ihm egal, er war froh durch diesen Fluss gekommen zu sein. Einfach nur hier zu liegen im Schlamm war das schönste was er sich gerade vorstellen konnte. Doch er rappelte sich langsam wieder hoch und starrte in die schwarzen Fluten. Immernoch kämpften sich einige Katzen durch die Fluten und sein Herz wurde von Sorge getränkt.
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BeitragThema: Re: Lager des FlussClans   So 2 Sep - 14:29

Liliensänger
Infos: 4 Jahre | Flussclan | Gefährte von Moorhuhn | Vater von Algenjunges, Pinguinjunges, Wolkenjunges & Eisjunges | Stiefvater von Dahlienwind | Mentor von Krabbenpfote 
ERWÄHNT: Algenjunges, Moorhuhn, Kobrablick, Krabbenpfote, Käferpfote
ANGESPROCHEN: Eisjunges, Wolkenjunges, Pinguinjunges

Unruhig lief der Kater am Ufer auf und ab. Er hatte den Fluss bereits zweimal überquert und drei seiner Jungen waren inzwischen bei ihm auf der sicheren Seite. 
Doch seine Gefährtin und Algenjunges waren noch nicht angekommen und hätte er Moorhuhn nicht versprochen, gut auf die drei anderen Jungen aufzupassen, hätte er sich schon längst erneut in die Fluten gestürzt, um nach seiner Gefährtin zu suchen. Er hasste es, wenn nicht alles so lief, wie er es wollte und eigentlich hätte die Kätzin auf ihn warten sollen, um vor ihm den Fluss zu überqueren... doch als er zurück kam, hatte sie ihm Pinguinjunges gereicht und gemeint, er solle sich beeilen und die anderen Jungen nicht so lange alleine lassen... 
Wäre die Situation nicht so ernst gewesen, hätte er vermutlich eine Diskussion eröffnet... denn von seiner Gefährtin ließ er sich ganz gewiss nichts sagen. Wenn in ihrer Beziehung jemand die Hosen an hatte, dann war er es... sie hatte sich um die Jungen zu kümmern, sollte sie erziehen und es ihm überlassen, für seine Familie zu sorgen... Er liebte sie... aber es gab Dinge, da ließ er nicht mit sich reden. Vermutlich waren seine Ansichten da ein wenig Vorsintflutlich... Aber immerhin hatte Moorhuhn sich durchgesetzt und durfte mit auf Patrouillen gehen, sobald die Jungen zu Schülern wurden. Er hatte dem nur Zähneknirschend zugestimmt und war bereits am überlegen, wie er sie zu einem zweiten Wurf überreden könnte...

Nun gut... vielleicht sollte er da nicht unbedingt jetzt drüber nachdenken...
Liliensänger wandte sich zu seinen Jungen um und betrachtete sie nacheinander. Eisjunges war winzig... aber ihr schon jetzt großes Selbstbewusstsein stand im krassen Gegensatz dazu... Bei jeder anderen Kätzin hätte er sich wohl darüber beschwert... aber dieses Kätzchen war nun einmal seine Tochter... und je größer ihre Klappe, desto weniger Kater würden sich in ihre Nähe wagen. Was er sehr erfreulich fand, denn es bereitete ihm schon jetzt Bauchschmerzen, mit was für Mäusehirnen sich seine Lieblinge später würden abgeben... Falls er überhaupt einen für gut genug für sie empfand... sollte es auch nur einer wagen, ihnen zu nahe zu kommen! Als erstes würden sie an ihm vorbei müssen, bevor sie sie auch nur anschauen dürften... immerhin wusste er, wie Kater so ticken...

Sein Blick flog weiter zu Pinguinjunges. Na... wie seine Gefährtin auf diesen Namen kam, war ihm bis heute Schleierhaft... Damit hatte sie den Sohn ja fast so sehr gestraft, wie es sein Vater mit seinem Namen ebenfalls war... aber nun gut. Immerhin hatte auch er genug Selbstvertrauen, um damit umgehen zu können. Na... was sollte er auch anderes erwarten, mit sich als Vater. Kein Wunder, dass seine Jungen perfekt waren! Er war es schließlich auch. Nur hoffte er, dass Pinguinjunges noch ein wenig in die Höhe schoss... zur Zeit sah er mit seinen kurzen Beinen seiner Mutter nur allzu ähnlich. Und mal ehrlich... Moorhuhn war keine Schönheit – womit ihn seine Freunde auch nur zu gerne aufzogen. Aber... er hatte sich auch nicht in ihr Aussehen verliebt... Klischee... und vor ihr hätte er wohl jeden ausgelacht der meinte, dass der Charakter zählen würde und nicht die Optik...
Und dann war da noch Wolkenjunges bei ihm... von allen vier Jungen machte er sich um sie am meisten Sorgen. Manchmal hatte er das Gefühl, sie stecke mit dem Kopf in den Wolken und ist so unglaublich schüchtern, wenn sie auf andere Katzen trifft.. Er wusste nicht, von wem sie das hatte – von ihm ganz gewiss nicht, denn wenn er irgendwo war, dann bekam das auf jeden Fall jede Katze im Umkreis mit. Ganz schlimm war es, wenn Kobrablick ebenfalls da war...
Apropos Kobrablick... wo steckte dieser Haufen Fuchsdung eigentlich schon wieder? In den letzten Monden war der Kater kaum noch im Lager und wenn, dann konnte man mit ihm überhaupt nichts anfangen... Seine Gedanken schienen irgendwo anders zu sein... Vermutlich merkte das sonst keiner im Lager... aber er kannte Kobrablick seit ihrer Zeit als Schüler und ja, er würde den Kater wohl als guten Freund bezeichnen. Trotzdem hätte auch Liliensänger niemals vermutet, dass eine Kätzin hinter dem fortbleiben des Katers steckte...
Jetzt fing er selbst auch schon an, wie eine Kätzin über alles mögliche nachzudenken... Beim Sternenclan, er sollte sich aufs Wesentliche Konzentrieren.
Liliensänger blickte seine Jungen nach einander an und fragte: “Alles klar bei euch?“ Da fiel sein Blick auf Käferpfote, welcher sich soeben an Leuchtfeuers Seite durch den Fluss kämpfte und kurz am Ufer zusammen brach, um Kraft zu sammeln. Schwächlinge heutzutage... allesamt... Wo er grade über Schwächlinge nachdachte... wo steckte eigentlich sein Schüler? 




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BeitragThema: Re: Lager des FlussClans   So 2 Sep - 18:07

Pinguinjunges

Der kleine Kater wusste nicht, was los war. Zuerst waren er und seine Geschwister in der Kinderstube geweckt worden, dann waren sie gemeinsam mit dem Clan und ihren Eltern durch den strömenden Regen gegangen in Richtung des Flusses. Aber der Fluss war kein Fluss mehr, er erinnerte nun eher an den Tod höchstpersönlich. Nicht, dass Pinguinjunges wusste, wie der Tod aussah. Aber genau so stellte er ihn sich vor. Vollkommen verstört hatte der junge Kater mitansehen müssen wie zuerst zwei Erwachsene Krieger von den Fluten mitgerissen worden waren, dann auch noch ein Junges in seinem Alter im Fluss verschwand. Er würde nie die Angstschreie des anderen Jungen vergessen. Vollkommen ängstlich hatte sich der junge Kater an die Beine seiner Mutter Moorhuhn gedrückt, leise hatte er gefiept als sein Vater zuerst mit Eisjunges und Wolkenjunges, seinen beiden Schwestern, losgeschwommen war. Seine Schwestern waren sicher auf einem gewebten Nest gesessen, sein Vater hatte gut auf sie aufgepasst. Im ersten Moment hatte er noch geglaubt, gemeinsam mit seiner Mutter über den Fluss zu müssen, da war sein Vater auch schon zurückgekehrt. Pinguinjunges tappte seinem Vater entgegen, als dieser mit dem Nest zwischen den Zähnen auf ihn, seine Mutter und Algenjunges zukam. Wäre er dran? Oder nahm Liliensänger Algenjunges mit? Pinguinjunges übermannte eine Welle von Angst, als sein Vater meinte, dass diesmal er dran war. Der kleine Kater folgte seinem Vater leicht ängstlich zum Wasser. Er kletterte auf das Nest und krallte sich mit seinen kleinen Babykrallen fest. Das nasse Fell klebte an seinem kleinen Körper, er kniff die Augen fest zusammen als sein Vater mit ihm losschwamm. Erschrocken quiekte er als er auf dem Nest herumgeschüttelt wurde, aber er konnte sich festhalten. Auf der anderen Seite des Flusses warteten seine beiden Schwestern auf sie. Zitternd kletterte er aus dem Nest, wobei klettern nicht das richtige Wort war. Der kleine Kater verhedderte sich mit einer Hinterpfote an einem kleinen Ast und stürzte aus dem Nest. Er fiel auf die Nase und nieste, doch der kleine Kater rappelte sich schnell wieder auf. Er kuschelte sich an seine Schwestern und dann an seinen Vater, als dieser bei ihnen war. Pinguinjunges bemerkte sehr wohl die Blicke seines Vaters als dieser ihn und seine Schwestern musterte. “Alles klar bei euch?“, miaute sein Vater. Pinguinjunges nickte zitternd. „P-papa? K-kommt Mama mit Algenjunges auch?“, miaute er zitternd. Er verstand nicht, warum seine Mutter noch nicht bei ihnen war. Wollte sie nicht? Oder wartete sie noch? Wenn ja, worauf?


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Wenn ich nach 4 Tagen in den Clans nicht geantwortet habe bitte schickt mir eine PN I love you

Danke an Ares für das traumhaft tolle Bild von Blut&Viper *.*
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BeitragThema: Re: Lager des FlussClans   So 2 Sep - 21:40


Eisjunges

FlussClan | 3 Monde | weiblich

Schwester von Wolkenjunges, Pinguinjunges und Algenjunges | Tochter von Liliensänger und Moorhuhn




Eisjunges zitterte, als sie ihr Vater sicher zu ihrer Schwester gebracht hatte, doch hörte damit auf, nachdem sie sich an Wolkenjunges kuscheln konnte. Die zarte Wärme der ebenfalls weißen Kätzin hüllte sie sofort ein wie ein Schutzschild gegen all die schrecklichen Dinge, die dort passierten. Ihr junger Geist konnte kaum alles verarbeiten, was sie dort sah, sodass sie innerlich eine Melodie anstimmte und damit das Rauschen des Wassers ausblendete. Alles war gut. Alles war gut. Alles war… Oh. Nun kam ihr Vater auch mit Pinguinjunges. Dieser schmiegte sich an sie und ihr Schnurren erklang kaum hörbar. Doch offensichtlich beruhigte das Pinguinjunges nur marginal, denn er richtete seine Worte an Liliensänger. Dieser wiederum fragte soeben nach ihrem Befinden, was Eisjunges als Anlass nahm, ihren Kopf aufzurichten und ihren Vater nahezu todernst anzuschauen. „Ja, aber ich mache mir Sorgen um Mama und Algenjunges“, teilte sie ihm fest mit und schielte zu ihren Geschwistern. „Wir alle machen uns Sorgen. Warum holst du die beiden nicht auch?“ Es schien ihr nahezu unsinnig. Sie, Wolkenjunges und Pinguinjunges waren doch jetzt sicher, oder nicht? War es da nicht logisch, sich um Moorhuhn und Algenjunges zu kümmern? Wer wusste schon, wen diese Fluten wieder entkommen ließen? Oder war Liliensänger zu geschwächt von all den Touren durch das Wasser? Merkwürdiger Weise wurde Eisjunges über diese Gedanken fast wütend. Wenn es Liliensänger nicht einmal gelang, wem dann sonst? Sie verfluchte für einen Moment den Umstand, so groß wie eine Maus zu sein. Ansonsten hätte sie vielleicht die Konstitution gehabt, sich um ihre Familie zu kümmern. „Vergiss es“, murmelte sie nur noch leise, ehe sie ihr Gesicht wieder in das Fell von Wolkenjunges schmiegte.


Angesprochen: Liliensänger
Erwähnt: Liliensänger, Moorhuhn, Algenjunges, Wolkenjunges, Pinguinjunges



Zuletzt von Leopardenherz am Di 4 Sep - 11:24 bearbeitet; insgesamt 5-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Lager des FlussClans   Mo 3 Sep - 13:26

Wolkenjunges
Kätzin || 3 Monde || Junges

Die schmächtige Kätzin wusste gar nicht wie es um ihr geschah, als das Lager des FlussClans in Chaos und Unruhe verfiel. Sie lag mit ihren Geschwistern in der Kinderstube des FlussClans, eng an die Körper ihrer Geschwister geschmiegt und war in so etwas wie einem Halbschlaf verfallen. Ihre Augen geschlossen und gleichmäßig atmend hatte sie dem leichten Prasseln außerhalb gelauscht. Das Prasseln war wie hypnotisierend und sie lauschte gerne denn Regen. Dann nach kurzer Zeit hatte sich das Prasseln verstärkt und ein Brausen des Windes hatte eingesetzt. Zitternd rückte sie näher an ihre Geschwister, als ein kalter Windstoß seinen Weg in die wohlbehütete Kinderstube fand. Draußen hörte sie das aufgeregte Gemurmel einiger Katzen und ihr wurde immer unwohler. Neugierig öffnete sie ihre blassgrünen Augen und spähte durch das Dämmerlicht zum Ausgang des Baus und lauschte angestrengt. Falkenstern sprach zum Clan und nach seiner Ansprache machte sich ein sehr reges Treiben bemerkbar. Einige Katzen jaulten anderen Katzen etwas zu und plötzlich wurde sie und ihre Geschwister hochgehoben und aus der Kinderstube getragen. Draußen begann sie zu zittern vor Kälte und es dauerte nur einige Wimpernschläge da war ihr Pelz auch schon bis auf die Knochen durchnässt. Gequält maunzte sie auf und wollte nurnoch zurück in die warme Kinderstube. Doch sonst wehrte sie sich nicht. Panik befiel sie als sie runtergelassen wurde und sie folgte unbeholfen dem Strom von Katzen der sich anscheinend Richtung Fluss aufmachte. Der Boden war durchweicht und nurnoch als Schlamm zu bezeichnen. Die einzelnen Grasbüschel wurden plattgetreten und die Erde wirkte kahl und wüst. Wolkenjunges kämpfte sich mit schmerzenden Beinen und Pfoten durch den Schlamm und fiel fast schon ein wenig zurück. 'Das kann nicht gut enden.', sorgte sie sich in Gedanken und schleppte sich weiter durch den Schlamm. Ihr sonst so reinweißes Fell war über und über mit Drevk verschmiert und sie roch auch nichts anderes mehr als die nasse Erde. Der Geruch war eher ein Gemisch aus Erde, Schlamm, Dreck, Gras und dem frischen Geruch nach Regen. Angewidert seufzte sie kurz. Ihre Sicht war weitestgehend eingeschränkt da ihr der Regen jede 5 Sekunde in die Augen traf und auch sonst konnte sie nur die fallenden Tropfen erkennen. Der Wind drückte ihre Schnurrhaare platt und sie hatte mittlerweile ihre spitzen Ohren angelegt da sie sowieso nichts anderes als das Prasseln und Brausen hören konnte. Als sie schon dachte die anderen verloren zu haben, lief sie fast in eine andere Katze rein. Die Gruppe aus Katzen war stehen geblieben und Falkenstern sagte irgendwas, was sie allerdings nicht verstand und der Marsch ging weiter. Panik befiel sie, als sie zurückfiel. Ihre Kraft reichte nicht mehr und der Schlamm schien sie runterzuziehen und sie zu ertränken. Wimmernd arbeitete sie sich hoch und kroch fast nurnoch den anderen Katzen hinterher die sie noch ausmachen konnte. Den Fluss in der Nähe ignorierte sie vollkommen da sie wusste sie würde in Ohnmacht fallen sobald sie seine reißenden Fluten sah. Zitternd vor Anstrengung und Kälte erreichte sie die Katzengruppe die sich am Fluss versammelt hatte um diesen zu überqueren. Vorsicht kroch sie etwas näher an den Fluss. Als sie ihn sah schnappte sie nach Luft. In den Erzählungen der älteren Katzen war dieser eigentlich wunderschön und hatte klares Wasser welches eher seicht floss. Doch was sie sah war eine reißende, schwarze Masse die eher als Ungetüm zu beschreiben war. Erschrocken kroch sie ein paar Meter zurück. Ängstlich suchte sie ihre Schwester Eisjunges und setzte sich zu ihr. Da wurden sie gepackt und in zwei sicher gewebte Nester gesetzt. Etwas verwirrt beobachtete sie wie sie von ihrem Vater ins Wasser gesetzt wurden und dieser begann mit Ihnen durch die Fluten zu schwimmen. Die Strömung riss an ihnen und sie wimmerte vor Angst und sie machte fest die Augen zu. Sie würden sterben. Sie würden untergehen und sterben. Sie war sich sicher. Panik und Angst füllten ihren Kopf und sie stellte sich vor wie sie und ihre Schwester von den Massen des schwarzen Wassers unter die Oberfläche gedrückt wurden und sie ertränkten. Ihr wurde speiübel und schwindelig. Gerade als sie dachte sie würden das Wasser nie wieder verlassen spürte sie nicht mehr länger das Zerren der Strömung und auch nicht mehr wie die Wellen um sie herum spritzten. Lediglich der Regen prasselte auf sie ein und sie war noch nie so glücklich darüber gewesen wieder festen Boden zu spüren. Doch die Freude hielt nicht lange, als sie daran dachte, dass ihre beiden anderen Geschwister auch noch auf die andere Seite mussten, ebenso ihre Mutter. Zitternd rückte sie ganz nah an Eisjunges und schloss die Augen. Als sie diese wieder öffnete sah sie wie Pinguinjunges gerade ebenfalls ankam und erleichtert drückte sie sich gegen ihn. "Wo bleiben Algenjunges und Mama?", fragte sie leise mit piepsender Stimme und zog dann etwas den Kopf ein. Sie machte sich große Sorgen und immernoch beherrschten die Panik und Angst ihren Kopf. Zitternd kuschelte sie sich etwas fester gegen das Fell ihrer Geschwister und nieste. Den musternden Blick ihres Vaters blendete sie vollkommen aus. Das einzige was sie wollte war mit ihren Geschwistern und ihren Eltern in Sicherheit zu sein.. Zuhause zu sein. Doch sie wusste, das Lager war erstmal nicht bewohnbar und sorgenvoll fragte sie sich wo der Clan wohl Schutz suchen würde. Aber vor allem ob es denn auch alle überhaupt auf die andere Seite schaffen würden.

Angesprochen : Liliensänger, Eisjunges und Pinguinjunges
Erwähnt : Falkenstern, Moorhuhn, Algenjunges, Eisjunges, Pinguinjunges und Liliensänger
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BeitragThema: Re: Lager des FlussClans   Mo 3 Sep - 22:30

Liliensänger
Infos: 4 Jahre | Flussclan | Gefährte von Moorhuhn | Vater von Algenjunges, Pinguinjunges, Wolkenjunges & Eisjunges | Stiefvater von Dahlienwind | Mentor von Krabbenpfote 
ERWÄHNT: Algenjunges, Moorhuhn, Lichtjunges, Perlenjunges, Rauchherz, Berglöwe
ANGESPROCHEN: Eisjunges, Wolkenjunges, Pinguinjunges

Noch immer war seine Gefährtin nicht zu sehen...und somit auch Algenjunges nicht.
Zwar wollte er es sich vor seinen Jungen nicht anmerken lassen – aber er war doch ziemlich nervös und sein hin und her laufen war nicht unbedingt dafür geeignet, diese Tatsache zu vertuschen. Wenn wenigstens Dahlienwind auftauchen würde... dann könnte seine Stieftochter auf die Jungen aufpassen, während er nach Moorhuhn und dem letzten seiner Kleinen suchen könnte. So aber... blieb ihm nichts übrig, als tatenlos herum zu stehen und darauf zu warten, dass das geliebte Gesicht endlich auftauchen würde. Und er hasste es, wenn er nichts tun konnte...
Zudem ärgerte er sich ein wenig über Pinguinjunges... sein Sohn hatte wie eine Kätzin gejammert, als er ihm zurief, er solle sich ins Nest begeben. Wenn sie erst wieder alle in Sicherheit waren, würde er sich ein wenig mehr um seine Söhne kümmern müssen... er wollte ja nicht, dass die beiden verweichlichte Hauskätzchen wurden! Nein... sie sollten genauso hervorragende und vor allem maskuline Krieger werden, wie er selbst einer war!
Für Jammern und Geheule waren die Kätzinnen zuständig!

Und dann war sein Sohn auch noch förmlich aus dem Nest gefallen... die erste Reaktion Liliensängers war, sich umzusehen, ob irgendeiner beobachtet hatte,wie tollpatschig sein Sohn war! Und zu allem übel hatte Pinguinjunges sich auch noch an ihn gekuschelt! Zu gerne hätte er ihn weg geschoben... Kater kuschelten nicht... vor allem nicht miteinander... am besten gar nicht... Aber der kleine war ja noch ein Junges... da konnte er ein Auge zudrücken... genauso, wie er es bei seinen Töchtern tat.
Okay... zugegeben... manchmal lag er auch dicht neben Moorhuhn und ja... vielleicht leckte er ihr auch das Fell... aber nur, wenn es keiner mit bekam! Das war ja auch kein Kuscheln... es war... okay... vielleicht war es doch kuscheln...

Da stellte Pinguinjunges die Frage, ob seine Mutter mit dem Bruder ebenfalls kommen würde. Liliensänger wollte gerade antworten, als ihm auch Eisjunges auf seine Worte antwortete.
Ja... jetzt war er irgendwie beleidigt. Nein... das war nicht das richtige Wort... vielleicht gab es dafür keines? Jedenfalls machte ihm sein kleiner Engel Vorwürfe... na herzlichen Dank auch. Anstatt das sie froh war, ihren Papa bei sich zu haben, fragte sie ihn, warum er nicht auch Algenjunges und Moorhuhn holte...
Hätte er allerdings von ihren Gedanken gewusst... würde er sich aufplustern wie ein Pfau und hätte sich ohne zu zögern erneut ins Wasser geworfen. Alles, um für seine Tochter ein Held zu sein. Schon bitter, wozu ihn seine Töchter antreiben konnten... gut, dass keiner von dieser Schwäche für seine Mädchen wusste.... seine Freunde würden sich köstlich über ihn amüsieren.
Erneut öffnete er den Mund, schloss ihn jedoch gleich wieder, als Wolkenjunges ihm einen weiteren Dämpfer verpasste. Scheinbar interessierte auch seine andere Tochter eher wo die Mutter bliebe, als dass sie ihren Vater bei sich hatte... Da fühlte man sich doch wirklich großartig... Ja... jetzt war er tatsächlich beleidigt. Doch er konnte es ja schlecht an seinen Jungen auslassen... sie machten sich nun einmal Sorgen um den Rest ihrer Familie. Ihm ging es ja nicht anders.
“Eure Mutter ist eine starke Kätzin... sie kann auf sich alleine aufpassen. Dieser kleine Sturm bringt sie schon nicht um.“, miaute er und verfluchte sich kurz darauf selbst... genau so nahm man Jungen natürlich auch die Ängste. Man sprach über den Tod. Große Klasse, du Mäusehirn...

Er blickte seinen Jungen der Reihe nach in die Augen und fügte noch hinzu: “Ich weiß, dass ihr besorgt seid... Aber Moorhuhn wird gleich mit Algenjunges bei euch sein. Ich beobachte den Fluss und wenn sie Hilfe benötigt, kann ich immer noch reagieren. Was meint ihr, was eure Mutter mit mir anstellen würde, wenn ich euch alleine ließe? Sie würde mir das Fell über die Ohren ziehen... ich muss euch doch nicht daran erinnern, was passiert ist, als wir euch das letzte mal aus den Augen ließen... oder?“
Vermutlich würden weder er noch seine Gefährtin vergessen, dass zwei ihrer vier Jungen sich aus dem Lager geschlichen hatten, weil sie schwimmen lernen wollten... Das passierte, wenn man Dahlienwind die Aufsicht überließ, weil man Zeit zu Zweit verbringen wollte. Einfach mal ausspannen... Nie wieder...
Jedenfalls war ein Junges fast ertrunken und er hatte es in letzter Sekunde aus dem Fluss fischen können. Er hatte bis zu diesem Moment nicht gewusst, was Angst wirklich bedeutete...
Er seufzte, schüttelte den Kopf und beobachtete weiterhin den Fluss und die Katzen, die noch immer übersetzten. Die letzten Wörter Eisjunges vernahm er nicht, zu leise waren sie in diesem Sturm gesprochen. Moorhuhn... wo bleibst du?, dachte er bei sich. Vielleicht sollte er seine Jungen doch irgendwem anvertauen? Sein Blick flog suchend umher und viel auf Rauchherz, der mit Lichtjunges unter einem Buch lag, der Kater Berglöwe war ebenfalls dort und Rauchherz' andere Tochter – Perlenjunges – saß vor den Pfoten des Ältesten und beobachtete aus – für ihr Alter viel zu ernsten Augen die fast Hoffnungslose Lage des Flussclans.




Ein großes Danke an Gigi (Blutseele) für die tolle Siggi! <3

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BeitragThema: Re: Lager des FlussClans   Di 4 Sep - 18:37

Die grazile Kätzin kam mit aufgestelltem Fell an dem Übergang an, den Falkenstern für den Clan gewählt hatte. Gerade als sie am Fluss angekommen waren, hatte Kupferschnee mit angesehen, wie die zweite Anführerin im reißenden Strom des Flusses verschwunden war und eine andere Katze ihr gefolgt war, die sie aus der Ferne leider nicht als den Vater der Kätzin hatte ausmachen können. Für ihren Geschmack waren hier definitiv zu viele Katzen auf einem Fleck. Sie mochte ihren Clan, daran lag es nicht. Jedoch mochte sie Massenversammlungen nicht, weshalb sie sich auf den großen Versammlungen auch eher sehr zurück haltend verhielt und eher außen alles beobachtete und sich nicht in der Mitte mit den anderen unterhielt.
Kupferschnee horchte auf, als Falkenstern jedem Krieger einen Schützling zu wies. So bekam natürlich auch sie selbst einen. Berglöwe, ein alter Kater, der einst zu einem anderen Clan gehört hatte, doch nun ein Ältester des FlussClans war. Sofort blickte sie sich nach dem Kater um, während Falkenstern eine kleine Ansprache hielt und dem Clan Mut zusprach, dass er an sie glaube und sie es schaffen werden auf die andere Seite des Flusses zu gelangen. Dann trat er, gemeinsam mit seiner Schülerin, als erster ans Wasser, doch Rauchherz und Lichtjunges begannen als Erste in das kühle Nass zu waten. Dann begannen auch Tränenlicht und Trauerblüte mit ihren Schützlingen ins Wasser zu gehen. Die Hälfte der Katzen war nun schon ins Wasser gegangen und heil drüben auf der anderen Seite angelangt. Erleichtert blickte sich die Kätzin um, entdeckte ihre Kinder, wobei ihr Blick länger auf Abelienpfote hängen blieb, als auf den anderen beiden, doch ihr was das im Moment nicht einmal bewusst. Sie wusste nun, ihren Babys ging es gut, auch wenn sie diese auf eine Art und Weise verlassen hatte und sie mit nur wenigen Monden ohne ihre Mama in der Kinderstube sein mussten. Natürlich warf sich Kupferschnee das vor, dich sie hatte ja nichts dafür gekonnt...
Berglöwe trat neben die Kriegerin, was diese glücklicherweise aus den Gedanken riss. Lächelnd versuchte sie dem älteren Kater Mut zu machen, doch das hatte dieser wohl gar nicht nötig. Kurz darauf gesellte sich auch Perlenjunges zu den beiden Katzen, die sogleich ausgefragt wurde, wo denn die Kriegerin war, die sie über den Fluss begleiten solle. Perlenjunges gab trocken zurück, dass Schwalbenfeder sie schon finden würde. Kupferschnee öffnete schon ihr Maul und wollte erzählen, dass Schwalbenfeder im Fluss unter gegangen war und man bisher noch nichts von ihr gehört hatte, da hallte ein Schrei durch die regenerfüllte Luft. Sofort ruckte der Kopf der Kätzin auf und sie beobachtete mit weit aufgerissenen Augen, wie Krähenfeder den kleinen Ampferjunges in den Fluten des Wassers verlor, sich selbst gerade so ans Ufer retten konnte und Ampferjunges immer weiter weg getrieben wurde. Berglöwe reagierte schneller als sie selbst, denn Perlenjunges wollte wohl ihrem Ziehbruder zu Hilfe eilen und ins Wasser springen, doch der Älteste schnappte sofort nach ihr, um sie aufzuhalten. Kurz danach gab er der Kriegerin zu verstehen, dass er bereit war ins Wasser zu gehen. Noch total verstört hatte Kupferschnee ganz vergessen Perlenjunges zu erklären, wo Schwalbenfeder denn war, doch dafür war später auch noch genügend Zeit.
"Alles in Ordnung oder soll ich Perlenjunges nehmen?", fragte die Kriegerin, doch Berglöwe meinte, es würde genügen, wenn sie einfach an seiner Seite blieb. So brachen sie nun auf in das kalte Wasser, durch das es die Hälfte des Clans, mit Ausnahme von Ampferjunges, soeben geschafft hatten. Die Kälte des Wassers sog sich in den Körper der Kätzin wie das Wasser in ein Blatt Papier und sogleich fror sie. Auch Berglöwe schien das Wasser nicht sonderlich zu gefallen, aber bei solch einem Unwetter war das auch keinem zu verübeln. Als sie es schon fast bis zur Hälfte des Flusses geschafft hatten, kam ihnen eine andere Katze entgegen. Sie entpuppte sich als Trauerblüte, die Ziehmutter von Perlenjunges. Hatte sie selbst denn schon bemerkt, was mit Ampferjunges geschehen war, oder hatte sie nun zu große Angst, noch ein weiteres ihrer Jungen zu verlieren? Wie dem auch sei, nun schwammen sie zu viert an das andere Ufer und Kupferschnee war mehr als erleichtert, als sie dort unbeschadet ankamen.
Sie folgte Berglöwe und setzte sich neben den Kater hin, um sich auch kurz auszuruhen. Der kurze Weg über den Fluss hatte sie mehr erschöpft, als sie gedacht hatte. Wie konnte Trauerblüte nur solch eine Kraft haben? Doch dann dämmerte es ihr. Wenn einem ihrer Jungen, insbesondere Abelienjunges, etwas geschehen würde, sie würde sofort und ohne zu zögern ebenfalls ins Wasser springen und sie retten. Bewundernd warf Kupferschnee einen kurzen Blick zu Trauerblüte, dann wandte sie sich erneut an Berglöwe. "Geht's dir gut?", fragte sie ihn, hoffend er hatte sich bei dem Übergang nicht verletzt.

// 785 Wörter



Honigjunges war an der Seite ihrer Mama geblieben. Wenn auch sie nicht verstand, wieso ausgerechnet sie ihrer Mutter zugeteilt worden war, so waren doch die anderen Jungen viel jünger als sie selbst und Trauerblüte machte sich doch bestimmt mehr Sorgen um diese, als um Honigjunges. Doch die kleine Kätzin war froh, ihre Mutter bei sich zu haben. Einige Katzen begannen schon ins Wasser zu waten und Angst erklomm das kleine Herz des Jungen. In diesem Moment war sie froh, noch keine Schülerin zu sein. So musste sie immerhin nicht selbst schwimmen, sondern würde in ein von den Schülern geflochtenes Netz gesetzt werden. Die hellbraun cremefarbene Katze drückte sich an ihre Mama ran, Schutz suchend. Doch dann wurde sie auch schon von Trauerblüte gepackt und in eines der Nester gesetzt, während Trauerblüte ins Wasser ging. Honigjunges presste ihren Körper an das Nest, bekam aufkeimende Angst, irgendwie ins Wasser zu fallen, doch nichts geschah. Als sie auf der anderen Seite ankamen wurde sie von ihrer Mama aus dem Nest gezogen und war überaus erleichtert. Ein leises Schnurren entkam ihrer Kehle und kurz schmuste sie sich an ihre Mama, dann ging sie direkt zu Rauchherz, der schon mit der schlafenden Lichtjunges unter einem Busch Schutz gesucht hatte. Honigjunges legte sich neben Lichtjunges, um ihrer kleinen Ziehschwester etwas Wärme zu schenken, während sie beobachtete, wie es immer mehr Katzen heil über den Fluss schafften. Gerade als die kleine Katze dachte, dass nun doch alles gut gehen würde, hörte sie mehrere Katzen aufschreien und wusste sofort, dass wohl jemand nicht ans andere Ufer ankommen würde. Doch wen hatte es erwischt? Sie war zu klein, als dass sie etwas erkennen konnte, sah nur wie ihre Mama erschrak und kurz darauf ins Wasser ging, um Berglöwe, Kupferschnee und Perlenjunges über den Fluss zu helfen. Aber wen hatte es nun erwischt??
"Ist jemand weg geschwemmt worden? Ist etwas passiert?", miaute sie sogleich. Hoffte, dass Rauchherz oder die dazukommende Perlenjunges etwas dazu sagen würden, sonst würde sie selbst gleich aufspringen und nachsehen, auch wenn sie zu große Angst davor hatte.

// 341 Wörter


Leopardenpfote trottete ihrer Ziehfamilie hinterher. Seit sie Schülerin geworden war, hatte sich so vieles verändert. Nun gab es nicht nur Ampferjunges, Honigjunges und sie. Nein, es waren die Jungen von Bussardflügel und Rauchherz dazugekommen, um die sich Trauerblüte kümmerte. Eine so große Familie hatte sich die kleine gold gefleckte Kätzin niemals erträumen lassen. Sie liebte diese kleine Familie sehr. Vor allem aber Ampferjunges und Trauerblüte. Sie waren die Katzen gewesen, die sie angesprochen hatten und die sie dann in ihre damals noch kleine Familie aufgenommen hatten. Unendliche Dankbarkeit durchflutete die junge Schülerin, während sie Trauerblüte hinterher trottete. Sie bekam gar nicht mit, wie Schwalbenfeder und ihr Mentor im Wasser verschwanden. Erst als Falkenstern anhielt und ihnen Mut zusprach, um über den Fluss zu gelangen, richtete sie ihren Blick wieder auf eine andere Katze, als auf ihre Ziehmama. Sie beobachtete, wie immer mehr und mehr der Krieger mit ihren zugeteilten Katzen über den Fluss herüber kamen, bis nur noch rund die Hälfte des Clans auf der kleinen Lagerinsel war. Leopardenpfote blickte sich um, doch sie konnte Mondsturm nirgends entdecken. Ratlos lief sie umher, versuchte ihn zu entdecken, doch anstelle von Mondsturm stieß sie gegen ein kleines Junges, das im Schlamm saß.
"Um des SternenClans Willen! Eichenjunges, wieso sitzt du hier denn rum!?", rief Leopardenpfote erschrocken, hob das kleine Junge am Nackenfell hoch und nahm es mit zu einer Stelle, die nicht ganz so matschig war wie diese, an der sie eben gesessen hatte. Dort setzte sie es ab und leckte ihr vorsichtig über das Köpfchen. "Setz dich doch nicht einfach hin, du erkältest dich doch noch!", schimpfte sie, schnurrte jedoch daraufhin wieder und leckte ihr ein paar mal kräftig über den kleineren Körper, um sie etwas zu wärmen. Nach einem kurzen Blick um sich herum sprach sie weiter. "Warte hier auf Tölpelfeder. Sie ist doch diejenige, die dich mit hinüber nehmen soll, nicht wahr? Wenn du magst bleibe ich auch gerne bei dir, es scheint als wäre Mondsturm nicht mehr hier." Noch immer war ihr nicht klar, dass sie ihren Mentor nur deshalb nicht entdecken konnte, da dieser in den Fluten verschwunden war, nachdem er seiner Tochter hinterher gesprungen war.
Ein Schreien und das aufgeregte Raunen der Katzen brachte Leopardenpfote aus der Ruhe. War etwas geschehen? "Warte kurz!", gab sie kurz an Eichenjunges zu verstehen und eilte dann direkt zum Fluss hin, um nachzusehen, was geschehen war. Gerade noch sah sie, wie sich Krähenfeder auf der anderen Seite des Flusses aus dem Wasser ziehen konnte, dann schoss es ihr wie ein Blitz in Gedanken auf. Hatte Krähenfeder nicht Ampferjunges über den Fluss bringen sollen? Ihr Kopf ruckte herum, durchsuchte den Fluss und plötzlich bemerkte sie, wie Sonnenfell wild jaulend davon rannte und sie in der Ferne ein kleines Bündel im Fluss erkennen konnte. Es war, als befände sie sich wie in Trance, als wäre das hier ein Traum. Das musste tatsächlich Ampferjunges sein, der da soeben vom Fluss davon gewischt wurde. 'Oh SternenClan! Oh bitte SternenClan! Bitte, es ist mir egal was mit mir passiert, aber tut alles, damit er es überlebt! Ampferjunges muss doch am Leben bleiben!', flehte sie den SternenClan in Gedanken an. Die anderen Katzen betraten nun wieder den Fluss und setzten ihren Weg hinfort. War ihnen das etwa so egal, dass ein Junges davon trieb? Sie mussten das doch alle gesehen haben, oder etwa nicht? Wie konnten sie alle nur so herzlos sein!? Leopardenpfote schniefte leise und ließ deprimiert ihren gold gefleckten Schweif hängen. Wenn Ampferjunges es nicht überlebte machte nichts mehr einen Sinn. Sie hatte sich doch so gefreut, wenn er auch endlich Schüler würde und sie gemeinsam Dinge erleben konnten, gemeinsam mit Honigjunges und später dann mit den anderen Ziehgeschwistern, sobald diese dann ebenfalls alt genug waren. Ampferjunges war immer derjenige gewesen, der sie alle beisammen gehalten hatte. Wie ein kleiner Anführer ihrer Truppe. Und nun war er vom Fluss weg geschwemmt worden. Ob Leopardenpfote ihn jetzt noch einmal sehen wird? Hoffentlich war er am Leben!
Noch immer unter Schock stehend, zwang sich die junge Schülerin zurück zu Eichenjunges zu gehen. Das Junge brauchte sie nun, sonst war es ganz alleine. Also biss sie die Zähne zusammen und wandte sich vom Fluss ab, kehrte Ampferjunges den Rücken und spürte auch sofort den Schmerz aufkommen. Zurück bei Eichenjunges zwang sie sich ein Lächeln auf und versuchte sich selbst abzulenken, während sie der Kleinen das Fell etwas sauber leckte und sich schützend über sie beugte, damit das Junge nicht noch nasser wurde.

// 745 Wörter


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BeitragThema: Re: Lager des FlussClans   Di 4 Sep - 18:55

Eichenjunges

Eichenjunges maunzte leise, sie kämpfte sich durch den Schlamm den anderen Katzen hinterher. „Hilfe“, fiepte sie leise, als sie erneut versank. Ihr sonst so schönes Fell war komplett verdreckt, man erkannte sie kaum noch als Kätzchen. Langsam aber sicher holte sie die anderen Katzen ein, aber sie war komplett entkräftet. So ein Kampf mit dem Schlamm forderte den kleinen Katzenkörper. Keuchend setzte sie sich hin, sie nieste und sah zu, wie immer mehr Katzen den Fluss durchschwammen. Nur sie blieb dort sitzen. Sie saß erst ein paar Herzschläge dort, als eine andere Katze gegen sie stieß. Erschrocken kiekste sie auf und landete mit dem Gesicht voran im Dreck. Prustend und hustend rappelte sie sich auf, nun war sie komplett voller Matsch. "Um des Sternen Clans Willen! Eichenjunges, wieso sitzt du hier denn rum!?", rief Leopardenpfote erschrocken. Eichenjunges wurde mit einem Ruck am Nackenfell hochgehoben, die ältere Kätzin trug das kleine Junge zu einer Stelle, an der es nicht so matschig war. Dort setzte sie es ab und leckte ihr vorsichtig über das Köpfchen, Eichenjunges fiepste auf, sie nieste und zitterte. "Setz dich doch nicht einfach hin, du erkältest dich doch noch!", schimpfte sie, schnurrte jedoch daraufhin wieder und leckte ihr ein paar mal kräftig über den kleineren Körper, um sie etwas zu wärmen. Eichenjunges wimmerte leise, sie war so froh, dass eine andere Katze bei ihr war! Auch, wenn sie Leopardenpfote nicht gut kannte. "Warte hier auf Tölpelfeder. Sie ist doch diejenige, die dich mit hinüber nehmen soll, nicht wahr? Wenn du magst bleibe ich auch gerne bei dir, es scheint als wäre Mondsturm nicht mehr hier.", miaute die Ältere Kätzin. Eichenjunges wollte gerade erwidern, dass sie doch bitte hierbleiben solle, da ließ ein lautes Schreien und rufen die Kätzin über ihr aufblicken. "Warte kurz!", gab sie kurz an Eichenjunges zu verstehen und eilte dann direkt zum Fluss hin, um nachzusehen, was geschehen war. Eichenjunges maunzte leise, verloren sah sie der Schülerin hinterher, tränen sammelten sich in ihren Augen. Würde sie wieder kommen? Was war denn passiert? Erschrocken zuckte sie zusammen als sie ein lautes, schmerzerfülltes Jaulen hörte. Sie kauerte sich zusammen und wimmerte leise. War jemand ertrunken? Würde eine Katze nicht wieder kommen? Eichenjunges sah sich suchend nach Leopardenpfote um, nach einer Weile entdeckte sie die Kätzin. Diese kam gerade mit hängendem Kopf zurück zu ihr. Das lächeln, welche diese ihr dann schenkte, wirkte nicht echt. Ohne richtige…Freude oder Freundlichkeit. Leopardenpfote leckte ihr ein paar mal über den Kopf, dann kauerte sie sich über sie, damit sie nicht nasser wurde. „W-was ist denn passiert?“, miaute sie fiepsend, sie sah zu der Kätzin hoch. „Was ist los?“, miaute sie ängstlich. Ihre neue *Familie* kam ihr in den Sinn, die liebe Trauerblüte, der sich sorgende Sonnenfell, die Jungen Ampferjunges, Perlenjunges. War ihnen etwas geschehen?

Pinguinjunges

Der junge Kater sah zu seinem Vater hoch, sein Pelz klebte an seinem kleinen Körper. Er verspürte einen Stich in seinem Herzen. Was war das? Schmerz? Mochte sein Vater ihn nicht? Er hatte deutlich die Blicke seines Vaters bemerkt, als er gejammert und gewimmert hatte. Als er aus dem geflochtenem Nest gefallen war. Aber er hatte nun mal Angst gehabt! Der Kater schnurrte leise als sich Wolkenjunges an ihn schmiegte. Er liebte seine Schwestern. "Wo bleiben Algenjunges und Mama?", fragte sie leise mit piepsender Stimme. Pinguinjunges zuckte mit den Ohren. Er hob den Kopf und sah sich suchend um. „Wo bleibt Mama?“, miaute er auch. Liliensänger sah ihn und seine Schwestern an. “Eure Mutter ist eine starke Kätzin... sie kann auf sich alleine aufpassen. Dieser kleine Sturm bringt sie schon nicht um.“, miaute er. Pinguinjunges zuckte zusammen, seine Augen wurden groß und er sah verstört seinen Vater an. Der blickte seinen Jungen der Reihe nach in die Augen und fügte noch hinzu: “Ich weiß, dass ihr besorgt seid... Aber Moorhuhn wird gleich mit Algenjunges bei euch sein. Ich beobachte den Fluss und wenn sie Hilfe benötigt, kann ich immer noch reagieren. Was meint ihr, was eure Mutter mit mir anstellen würde, wenn ich euch alleine ließe? Sie würde mir das Fell über die Ohren ziehen... ich muss euch doch nicht daran erinnern, was passiert ist, als wir euch das letzte mal aus den Augen ließen... oder?“, miaute der Kater. Pinguinjunges nickte leicht, er sah zu seinem Vater hoch. „Bleibst du auch wirklich bei uns?“, miaute der kleine Kater mit zittriger Stimme. Er schmiegte sich an Wolkenjunges, leckte seiner Schwester über die Wange. „Es wird alles gut! Papa ist ja bei uns, da kann uns nichts passieren!“, miaute er schnurrend. Er wollte seinen Schwestern und auch sich selbst Mut zusprechen. Innerlich zitterte er vor Angst.


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Wenn ich nach 4 Tagen in den Clans nicht geantwortet habe bitte schickt mir eine PN I love you

Danke an Ares für das traumhaft tolle Bild von Blut&Viper *.*
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BeitragThema: Re: Lager des FlussClans   Do 13 Sep - 17:17

Wildpfote
Die Beine der Kätzin bewegten sich unablässlich. Unruhig und tänzelnd patschten die einst weißen Pfoten auf dem schlammigen Untergrund herum. Sie hatte keine Angst, auch wenn die Spannung der Clanmitglieder erstckender als die Wassermassen des Flusses waren. Ihr Herz klopfte zwar rasch und pochend, doch eher von dem Drang Handeln zu wollen.
Sie erschauderte, denn jedes einzelne Haar ihres sonst so zerzausten pelzes klebte an ihrem kleinen, und zart erscheinenden Körper. Doch bei jeder Rührung traten die Muskelstränge hervor und ließen zumindest erhahnen, dass sie nicht beim nächten Sturmwind davongefegt werden würde. Doch statt feuerfarben zu leuchten, oder verdunkelt von der Nässe zu sein, wirkte es fast überall Braun. Schlamm bedeckte sie fast von Kopf bis zur Schwanzspitze, nur vereinzelt glühte etwas Rotes hervor. Ihr kleiner Körper erbebte in dem Versuch etwas von dem kalten, glitschigen zeug los zu werden. Es war nicht so, als würde sie sich jemals darum scheren wie dreckig oder unordentlich sie aussah, doch das kalte Gefühl an ihrem Leib konnte sie noch nie leiden. Und hier zu warten bis ihr Mentor sie hinüber begleitete, erschien ihr auch als dämliche Zeitverschwendung - besonders wenn sie doch so gleich einfach fix drauf los könnte! Genervt stieß sie einen Ton aus der sich verdächtig nach einem ungeduldigen Quengeln anhörte. Selbst Adlerpfote war vor ihr drüben und ließ sie hier einen Langeweiletod sterben! Erneut stöhnte sie gereizt und patschte mit den kleinen Pfoten einen kurzen Weg auf und ab.
Schlussendlich hatte ihr kurzer Geduldsfaden dann doch genug von der ganzen Sache und ihr gold-grün gemischter Blick bekam etwas entschlossenes, verschmitztes. Wie als hätte sie sich wieder einen ihrer riskanten Pläne ausgedacht. Und so war es auch. Schnurstraks lief sie jetzt also auf das Gewässer zu, bereit alleine hinein zu springen und ihr Glück zu versuchen, heil und atmend anzukommen.

Erwähnt: Adlerpfote @Ares
Angesprochen: ///
(301 Wörter)
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BeitragThema: Re: Lager des FlussClans   Sa 15 Sep - 16:38

Wolkenjunges
Kätzin // 3 Monde // Junges

Die kleine Kätzin zuckte zusammen als ihr ein dicker Regentropfen in ihr Auge fiel. Schnell blinzelte sie und presste danach ihre blassgrünen Augen fest zu. Der Regen hatte ihren ganzen Pelz durchnässt und sie konnte die Nässe fast in ihre Knochen kriechen spüren. Ein unregelmäßiges Zittern setzte ein und sie presste sich noch fester an das Fell ihrer zwei Geschwister. Sie war so froh die beiden hier zu haben. Wenn sie hier alleine warten müsste wäre sie wohmöglich schon erfroren oder davon geweht. Ein kurzes Schmunzeln überzog ihren Gesichtsausdrück und sie zweifelte doch daran wegzuwehen. Oder wäre der Sturm stark genug gewesen? Nachdenklich öffnete sie ihre Augen vorsichtig und beobachtete kurz wie der Sturm an ein paar Bäumen riss. Schnell presste sie ihre Augen wieder zusammen. Vermutlich wäre sie doch weggeweht worden. Ein erneutes Niesen und sie fühlte sich unglaublich unterkühlt. Das Fell klebte platt an ihrem schlanken, zierlichen Körper und konturierte ihre winzigen Muskeln. Die Schnurrhaare wurden ihr platt ins Gesicht gedrück und sie hatte ihre Ohren an den Kopf angelegt. Sie musste unglaublich erbärmlich aussehen. Das Fell aufplustern konnte sie nicht, dafür war es zu nass und zu schwer durch das Wasser mit dem es sich vollgezogen hatte. Kurz löste sie etwas den Körperkontakt zu ihren Geschwistern und schüttelte ihren Pelz aus. Einen Moment sah sie aus wie eine kleine Wolke die auf den Boden gefallen war und ihr Fell stand wie Igelstacheln ab.Doch es dauerte keine zwei Wimpernschläge da begann der Regen auch schon wieder ihr Fell mit dicken Tropfen zu bearbeiten und an ihren Körper zu pressen. Eine unglückliche Miene bedeckte ihre sonst so freundlichen Zügen.Erneut begann sie sich dicht an ihre Schwester und ihren Bruder zu drücken und schloss damit ab. Sie würde wahrscheinlich nie wieder trocken werden und nie wieder die warmen Strahlen der Sonne auf ihrem Fell spüren. Zumindest nicht wenn dieser Sturm weiterhin andauern würde. Und in ihren Augen schien es so als wolle dieser nicht enden. Sie schloss die Augen und wünschte sich zurück an einen wunderschönen, warmen Tag. Als sie im Lager liegen konnte und den warmen Sonnenstrahlen ihren weichen Bauch präsentieren konnte. Verdammter Regen. Als sie die Stimme ihres Vaters hörte schreckte sie aus ihrem Tagtraum auf und riss die Augen weit auf. Dieser versuchte gerade die drei etwas zu beruhigen. Bei ihr zumindest klappte es ein wenig und sie seufzte leise. Ihr Vater hatte Recht. Moorhuhn würde sicher jede Sekunde mit Algenjunges hier bei ihnen ankommen. Sie legte den Kopf etwas schräg als Liliensänger ihr kleines Abenteuer erwähnte. Zum Glück war sie damals nicht mit von der Partie gewesen, als zwei ihrer Geschwister sich zu diesem Abenteuer aufgemacht hatten. Normalerweise ließ sich die ruhige Kätzin sehr leicht für solche Sachen überreden, auch wenn sie die Risiken wusste. Diesesmal jedoch hatte sie es für viel zu riskant empfunden und den ganzen Tag davor, als ihre Geschwister ihr die Idee erzählt hatten, damit zu gebracht es ihnen auszureden. Ohne Erfolg. Die Sorgen die sie damals hatte waren unerträglich gewesen. Zum Glück war sie damals zu Liliensänger gegangen und hatte ihm dann erzählt was die zwei vor hatten, obwohl sie ihnen versprochen hatte dicht zu halten. Zwar hatte sie ihr Gewissen gebissen, doch die Sorge um ihre Geschwister war eindeutig größer gewesen. Genau wie damals auch hatte sie große Sorge um ihre Mutter und Algenjunges. Ihnen war hoffentlich nicht zugestoßen und sie würden bald bei ihnen sein. Als Pinguinjunges eine Frage stellte zuckte sie leicht zusammen. Liliensänger würde doch hier mit ihnen warten? 'Er würde uns nicht alleine lasse. Mama würde ihn sicher umbringen, wie er schon erwähnt hat..', redete sie sich selbst ein. Als ihr Bruder ihr sanft über die Wange leckte schnurrte sie leise und schmiegte ihren Kopf in seine Seite. Nein, ihre familie würde immer für sie da sein. "Papa passt auf uns auf.. das stimmt.", stimmte sie ihm zu und schaute mit riesigen Augen zu Liliensänger. Kurz überlegte sie ob sie sich an ihn schmiegen sollte. Mit zittrigen Pfoten rutschte sie etwas näher an ihren Vater und drückte ihren kleinen, zerbrechlichen Körper in sein Fell und schloss die Augen. 'Er wird auf uns aufpassen.', dachte sie zuversichtlich.

Erwähnt : Moorhuhn, Liliensänger, Pinguinjunges, Leopardenjunges & Algenjunges
Angesprochen : Liliensänger & Pinguinjunges
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BeitragThema: Re: Lager des FlussClans   Sa 15 Sep - 18:32

Dahlienwind
Infos: 1 Jahr, 6 Monate | Flussclan | Schein-Gefährtin von Kobrablick | Tochter von Moorhuhn | Stieftochter von Liliensänger | Halbschwester von Krabbenpfote, Algenjunges, Pinguinjunges, Wolkenjunges und Eisjunges
ERWÄHNT: Ihre Familie, Schwalbenfeder, Kobrablick
ANGESPROCHEN: Wildpfote

Die Kriegerin war niemanden zugeteilt worden und hatte sich eigentlich um eines ihrer Stiefgeschwister kümmern wollen... aber hatte nicht mit Liliensänger gerechnet. Der Kater hatte den Fluss bereits zweimal überquert, wollte seine Jungen vermutlich niemanden anvertrauen. Sie wäre verärgert gewesen, wenn sie es nicht hätte verstehen können.
Ehrlich gesagt, war sie ein wenig neidisch... sowohl auf die Jungen, wie auch auf ihre Mutter. Sie selbst hatte nie einen Vater gehabt... Otternase einen solchen zu nennen wäre übertrieben gewesen. Er war einfach nur ihr Erzeuger, denn bis auf Kummer und Schmerz hatte er ihrer Mutter und ihr nichts geschenkt.
Liliensänger hingegen machte keinen Hehl aus seiner Zuneigung... offen zeigte er, wie viel ihm die vier kleinen und seine Gefährtin bedeuteten.... Weshalb sie auch nicht verstand, wieso der Kater so schamlos weiterhin flirtete... Hatte ihre Mutter denn nichts dagegen? Denn wissen musste sie es, machte der Krieger es ja sogar vor ihren Augen. Tat es ihr nicht weh?
Dahlienwind konnte es nicht nachvollziehen... dabei war ihr Gefährte doch noch viel schlimmer. Der Unterschied lag nur einfach daran, dass Kobrablick und sie nichts verband, außer einer Abmachung. Er würde ihr das geben, was sie wollte, schenkte ihr Macht... und sie gab ihm ein Alibi vor seinem Clan.
Schon länger wurde getuschelt, warum sich der Kater keine Gefährtin nahm und vermutlich war ihm dieses einfach lästig gewesen, störte ihn bei seinen Ausflügen. So kam es ihm vielleicht grade recht, dass sie ihn um einen Gefallen bat – wenn auch um einen schwerwiegenden. Sie hatte eigentlich nicht damit gerechnet, dass er zustimmen würde – jedenfalls nicht so schnell. Aber er tat es. Natürlich war sie sich bewusst, dass er ihr nicht die Treue halten würde... aber sie konnte damit leben. Musste damit leben. Auch, wenn sie sich den einen oder anderen bissigen Kommentar nicht verkneifen konnte. Aber solange er weiterhin ihren Gefährten spielte, sollte der Kater halt machen, was er wollte.
Sie schüttelte den Kopf, sie konnte jetzt nicht darüber nachdenken... auch, wenn sie sich fragte, wo Kobrablick in den letzten Tagen ständig gewesen war... so langsam wurde getuschelt...
Die meisten Katzen waren schon über den Fluss gesetzt und ihre Mutter war auch nicht mehr zu sehen. Das beunruhigte sie. Auch, wenn Moorhuhn und Dahlienwind nicht unbedingt ein gutes Mutter-Tochter-Verhältnis hatten, so liebte sie die Kätzin und sie zu verlieren... nein, darüber wollte sie nicht einmal nachdenken!
Die Kriegerin straffte sich und lief, obwohl ihre Pfoten im Schlamm versanken, elegant zum Ufer des Flusses. Sie würde auf sich auf der anderen Seite zu ihren Stiefgeschwistern und Liliensänger gesellen. Den Kater ihren Stiefvater zu nennen, brachte sie nicht über sich – allerdings hatte er es ihr auch noch nie zugestanden. Manchmal hatte sie das Gefühl, sie würde außen vor stehen... wie vor einem dieser seltsamen, durchsichtigen Dinger sitzend, welche die Zweibeiner in ihre Nester integriert hatten. Sie würde die kleine Familie beobachten und konnte doch nicht zu ihnen. Ausgeschlossen aus dem Engen Kreis, eine ausgestoßene.
Das sie sich selbst dazu gemacht hatte, wollte, nein, konnte sie nicht sehen. In ihrem Versuch, perfekt zu wirken, hatte sie all jene von sich gestoßen, die die Wahrheit kannten.
Dahlienwind war am Fluss angekommen und sah die reißende Strömung. Sie konnte sich nicht daran erinnern, jemals einen solchen Sturm erlebt zu haben. Sie fürchtete sich davor, ins Wasser zu gehen... zu klar waren noch die Erinnerungen ans letzte Mal, als sie dies tat... Zu deutlich das Gesicht des Katers, der sie rettete, den sie zu lieben lernte... und den sie verließ, weil er ihr nicht die Macht schenken konnte, die sie brauchte. Er war eben nur ein Streuner... und noch dazu mit einem schäbigen Namen...
Aber all das brachte nichts. Sie musste... entweder dies oder den Tod wählen. Sie entschied sich für das potentielle Leben und spannte sich an, um ins Wasser zu springen und zu schwimmen – doch sie wurde abgelenkt, als eine dunkelrote Kätzin neben ihr erschien und sich in die Fluten stürzen wollte. Im ersten Moment erkannte sie die Katze nicht, doch dann wurde ihr bewusst, dass es die Schülerin Wildpfote war. Das eigentlich orangene Fell war durch den Regen dunkler geworden.
Wo war denn Schwalbenfeder? Sollte die nicht die Begleitung der Kätzin sein?
Dahlienwind hatte es nicht mitbekommen, dass die Kriegerin abgetrieben worden war, doch um lange nach ihr zu suchen blieb keine Zeit. Die Kriegerin machte einen Satz zur Seite und wollte die Schülerin packen, bevor sie ins Wasser springen konnte. “Wildpfote! Halt!“, schrie sie und hoffte, die junge Kätzin rechtzeitig erreichen zu können.




Ein großes Danke an Gigi (Blutseele) für die tolle Siggi! <3

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BeitragThema: Re: Lager des FlussClans   Di 18 Sep - 20:08

Wildpfote
Die junge Kätzin steckte so voller Energie udn Tatendrang. Es hing ihr zum Halse heraus so lange warten gelassen zu werden. Bei normalerem Wetter wäre der Schlamm, welcher ihren roten Pelz zum Großteil bedeckte schon staubtrocken und bröselig, doch da der Regen unablässtig niederfiel, blieb sie klitschnass und modrig. Ihr eigener Duft war dadurch beinahe unsichtbar für die Nase anderer, sowie der eigenen. Nur der schlammig, erdige Geruch nahm überhand, ebenso wie der dunstartige, schwere des Regens. Es schien sich über gefühlte Stunden zu ziehen, Schwalbenfeder, welche sie eigentlich hinüber begleiten sollte, tauchte jedoch nciht wauf. Es nervte gewaltig!
Natürlich hatte die flammenfarbene, nun eher erdtönige Schülerin nciht mitbekommen, dass die zweite Anführerin von der Strömung mitgerissen und davon getrieben worden war. Ansonsten hätte sie jene evrmutlich nicht so derbe in Gedanken verflucht und beschimpft, weil sie warten gelassen wurde. Von ihrer Postion aus, herum tiegernd und laufend, hätte sie es garnicht sehen können, genauso wie viele andere ihrer Clanmitglieder im Ungewissenen blieben. Der Sturm war so laut und das Chaos riesig. Selbst mit den klaren Anweisungen des Anführers schien es nicht grade einfach, diese korrekt durchzuführen und Orndung zu halten. Es dauerte nicht sehr lange, bis ihr dann doch die Geduld ausging. Für ihre Verhältnisse hatte sich Wildpfote sogar ganz gut geschlagen. Jetzt reichts!
Damit war die ENtscheidung getroffen, und sie flitzte los. Durch das Gewusel und die unübersichtliche Lage schien ihr Manöver zunächst keine große Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Erst als sie ganz kurz vor dem Uferrand war, bewegte sich etwas neben ihr. Dahlienwind. Verflucht soll sie sein! Keiner hält mich jetzt mehr auf, nciht wenn ich dann weitere Stunden warten muss! schoss es ihr regelrecht durch den Kopf, als sie ihre Hinterbeine anspannte umd hinein zu springen. Die hübsche und angesehene Kriegerin fuhr zur Seite, um sich WIldpfote zu schnappen, sie irgendwie vor der dummen udn überaus leichtsinnigen Aktion aufzuhalten - doch vergebens. Selbst wenn sie etwas näher gewesen wäre, hätte sie die geschmeide Kätzin nicht erwischen können, wie eine Schlange schnellte sie selbst ein Stück zur Seite und sprang gleichzeitig ab, so dass sie direkt zwischen den ausgestreckten Pfoten der älteren und durchaus angesehenen Kätzin hindurchtauchte, listig und unerwartet. Nur damit sie nicht aufgehalten werden konnte. Es blieb jedoch genug Zeit, den Kopf zu ihr zu drehen und frech die Zunge raus zu strecken, die gold-grünen Augen blitzten fast schon höhnisch und provozierend auf, funkelten Freudig über das Scheitern der Schönen.
Gleich darauf verschwamm ihr eigenes Blickfeld jedoch in schlammiges, trübes Mischmasch aus blau, grün und modrigen Tönen. Das Flusswasser war kalt, kaum klar und zu ihrer Überraschung besaß die Strömung weitaus mehr Kraft als erwartet. Mit einem leisen Platschen llandete sie in dem rauschenden Gewirr aus Welle udn Flut, in dem sie kaum zu erkennen war udn rasant in die falsche Richtung davon gezogen wurde, selbst dann noch, als ihre eher zarten Läufe kräftig paddelten. Das Näschen konnte sie mit Anstrengung jedoch größtenteils überwasser halten. Nach Hilfe rief sie ganz sicher nicht! Die Blöße gab sie sich nicht, sondern plantschte stur und störrisch weiter, auch wenn ihr rasendes Herz genau wusste, dass sie mächtig in der Klemme steckte.

528 Wörter
Erwähnt: Dahlienwind @Ares Schwalbenfeder @Hibiskusflocke
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