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 Lager des DonnerClans!

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BeitragThema: Re: Lager des DonnerClans!   So 15 Apr - 18:41

Salzpfote

Es war offensichtlich, dass Sonnenpfote ihre Hilfe nicht wollte, weshalb Salzpfote es aufgab, das Wasser aus dem Fell der anderen Schülerin zu entfernen. Immerhin war es nicht ihre Absicht gewesen, sich aufzudrängen, auch wenn sie das vermutlich bereits getan hatte. Letztendlich konnte es ihr ja auch egal sein, was mit ihr geschah oder ob es irgendwelche Gründe dafür gab, dass sie sich so seltsam benahm. Sie waren keine Freundinnen und hatten eh nicht sonderlich viel miteinander Kontakt. Was eigentlich auch kein Zufall war. Denn auch wenn Salzpfote es niemals zugeben würde, hatte sie immer versucht, ihr aus dem Weg zu gehen. Warum genau konnte sie nicht sagen, aber irgendwie fand sie ihre Baugefährtin seltsam.
Sie war unsicher, was sie nun machen sollte. Nach draußen zu gehen war nicht gerade sehr verlockend. Natürlich konnte sie sich dem Gespräch anderer Schüler versuchen anzuschließen oder sie blieb hier bei Sonnenpfote...obwohl ihre Gesellschaft hier offenbar nicht gerade erwünscht war.
Gerade als sie nach einem guten Grund suchte, um sich möglichst galant der Situation zu entziehen, sagte Sonnenpfote noch etwas, was sie ein wenig aus der Bahn warf.
Hatte die Schülerin einen Scherz gemacht? Doch das unbewegte und ernste Gesicht ließ nicht darauf schließen.
Salzpfote setzte sich hin und drapierte ordentlich ihren Schweif um ihre Pfoten
„Das kann ich mir nicht vorstellen“, meinte sie dann skeptisch, wobei ihr im selben Moment wieder einfiel, dass sie ja keine Ahnung hatte, was in der anderen vorging. Vielleicht war sie ja wirklich sehr egoistisch und kümmerte sich nicht um andere.
Du wirkst nicht so wie der ignorante Typ auf mich“, schob sie dann noch hinterher, um ihrer Aussage noch mehr an Bedeutung zu geben und um sich selbst wirklich zu überzeugen. Sie wollte eigentlich noch mehr sagen, aber dann gab sie es auf. Wahrscheinlich würden ihre Versuche, hier irgendwie Konversation zu betreiben, eh nach hinten losschlagen.


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BeitragThema: Re: Lager des DonnerClans!   So 15 Apr - 19:14

Sandpfote betrachtete Butterblume. In ihren Augen hatte Butterblume die positive Lebenseinstellung, die eigentlich jeder in sich bergen sollte. Eine gewisse Hoffnung auf das Gute. Sie selbst hatte die verloren. Auch wenn sie vielleicht irgendwann wiederkommen würde. Und für Birnenjunges würde sie alles tun, damit diese niemals die Grausamkeit des Lebens erfahren musste. Zumindest, so weit sie ihr da helfen konnte. „Nicht alles ist so, wie wir es hoffen. Der Clan bietet Sicherheit. Eine Sicherheit, die man als Streuner nicht hat. Und man ist nicht allein, nicht ganz. Und es ist nun einmal normal, dass man sich erst um sich selbst kümmern, um überhaupt die Probleme anderer wahrzunehmen. Anders ist natürlich die Mutterliebe, doch ich bin mir sicher, die kommt auch bei Streunern vor“, meinte Sandpfote mit einem leichten Lächeln. Sie selbst erfuhr die Mutterliebe, die es ihr umso schwerer machte, zu verstehen, warum Mausepelz damals mit Fleckenjunges gegangen war. Sie hatte sie zurückgelassen. Musste das Gefühl ertragen haben. Sie selbst hätte das nicht gekonnt. Außer, sie würde dadurch das Leben ihrer Tochter retten...war das der Grund gewesen? Undenkbar. Dann hätte sie ja nicht ihre Schwester mitgenommen. Schnell schob sie die Gedanken beiseite. Das half ihr jetzt auch nicht weiter. Sie ahnte nicht, dass Butterblume sich Gedanken über ihren ehemaligen Gefährten machte, ob ihr etwas entgangen war. Sonst hätte sie dem vehement widersprochen. Wenn jemand wusste, wie es war, verlassen zu werden, aus dem Nichts heraus, war sie das. Und es tat weh. Verdammt weh.
Nun, ich gebe zu, ich wollte die Jungen nicht. Aber in dem Moment, als ich meine vier Kinder sah...“, miaute sie leise und brach ab. Sie wusste nicht, dass ihre kleine Tochter nicht schlief, wie es schien. Wäre dort nur ein Junges an ihrem Bauch, so hätte sie bemerkt, dass Birnenjunges wachte. Doch nun lagen dort auch die Jungen ihres verräterischen Vaters und seiner verabscheuungswürdigen neuen Gefährtin. Vermutlich würde es nicht lange dauern bis Mondschatten wieder eine neue hatte...
Sandpfote schluckte. „Ich werde gemeinsam mit meiner Tochter ausgebildet werden. Ich bin ihr kein Halt, Butterblume. Ich kann ihr nicht helfen. Ich selbst habe erst ein einziges Mal Beute gemacht. Und das ist keine schöne Erfahrung. Ich war nur ein einziges Mal außerhalb des Lagers. Und was passiert ist, weißt du...“, meinte sie und seufzte. Wie gern sie ihr Leben anders gehabt hätte. Sie wäre gerne aus Liebe Mutter geworden, oder zumindest vorher eine Kriegerin gewesen sein. Aber diese Möglichkeiten hatte sie nicht mehr. Verbitterung machte sich einen kurzen Moment in ihr breit, doch sie verdrängte sie wieder. Sie würde nicht aufgeben. Sie war nicht ganz allein. Sie hatte ihre wunderbare Tochter, für die sie stark sein musste.
Und ich denke nicht, dass ich jemals einen Kater treffe, der mich von den Pfoten haut“, fügte sie hinzu. Nein, das wollte sie auch gar nicht mehr. Sie hatte eine Tochter und damit alles, was sie brauchte. Sie brauchte nicht erneut Mutter zu werden. Deswegen brauchte sie auch nie wieder einen Kater.
Nun wechselten sie das Thema und Sandpfote war froh darum. Es ging um Butterblumes Schwangerschaft. „Du bist bald eine Mutter. Spätestens dann wirst du aus dem Schatten heraustreten. Für deine Jungen wirst du einen beschützenden Schatten werfen und für sie wirst du stark sein, glaub mir“, miaute sie und betrachtete dabei ihre kleine Tochter neben ihren anderen Jungen. „Es ist nicht leicht, Mutter zu sein. Und es ist etwas, wofür man Mut braucht. Du hast diesen Mut, Butterblume. Du bist alles andere als feige. Es ist mutig, sich zu entscheiden, sein Leben mit jemandem zu teilen. Und damit meine ich keinen Kater, wie du weißt. Man setzt einen Teil von sich selbst in die Welt, für den man die Verantwortung ganz allein trägt. Es heißt zwar, dass der Clan mit einem gemeinsam nach den Jungen schaut, aber die Realität ist eine andere. Sie helfen dir, aber die eigentliche Verantwortung liegt bei der Mutter. Die Erziehung, zumindest in der ersten Zeit, liegt ja allein bei dir. Feige würde ich dich also auf jeden Fall nicht bezeichnen“, schnurrte sie und inspizierte noch einmal all die Jungen an ihrem Bauch. Sie schienen allesamt in Ordnung. Dann sah sie wieder zu der werdenden Königin. Sie schien ein wenig verunsichert, aber schon allein die bevorstehende Mutterschaft könnte das erklären. Sie selbst hatte ihre Jungen noch im Heilerbau bekommen, weil ihre ganzen Verletzungen, die inzwischen unter ihrem sandfarbenen Fell verborgen waren, noch zu schwer gewesen waren. Sie hatte nicht die Wahl gehabt, weiterzutrainieren. Aber Butterblume konnte sich entscheiden. Und daher waren ihre Worte auch Balsam für ihre Seele. Sie würde mit Brombeerfrost sprechen. Dadurch hatte Sandpfote ihr vielleicht ein wenig geholfen.
Die Königin lachte, als Butterblume erklärte, das Jaguarstern gewiss nicht der einzige attraktive Kater im Wald war und sich neben sie legte. Sandpfote musste ihr einfach ihr Beileid aussprechen. Auch wenn Eulenfeder am Leben war, er hatte das seine von Butterblumes gelöst. Diese ging kaum darauf ein, was Sandpfote als positiv aufnahm. Es war wichtig, nicht den Mut zu verlieren und nach vorn zu schauen. Auch die weiteren Worte der Kätzin klangen hoffnungsfroh. Doch auf Sandpfotes Gesicht lag ein eher trauriges Lächeln. „Ja, es ist kitschig. Aber es ist schön, Butterblume. Es ist wirklich toll, dass du es so sehen kannst. Und wer weiß, vielleicht kann auch ich irgendwann etwas für einen Kater empfinden. Aber...ich könnte niemals...“ Sie schluckte und brach ab. Ihr war zwar nicht entgangen, dass die Rotgetigerte mit ihren Worten bekannte, vor Eulenfeder bereits ein Mal verliebt gewesen zu sein, doch sie fragte nicht nach. Wenn die andere es ihr erzählen wollte, würde sie es schon tun. Schnell kämpfte die Mutter ihre Melancholie und Traurigkeit nieder und gewann ihre innere Stärke einigermaßen zurück.
Ich bin mir sicher, es gibt hübschere Katzen als mich“, lachte sie, als die andere meinte, die Kater würden sicherlich um sie herumscharwenzeln. Als das Gespräch auf Kobrablick kam, war Butterblumes Erwiderung erstaunlich offen. Ja, vielleicht ein wenig gehässig, wie diese selbst bemerkte, aber es war ehrlich. Und diese unbedachte Ehrlichkeit war einfach nur erfrischend. „Dann sollte ich mich von ihm fernhalten. Nicht, dass ich eine von vielen werde“, scherzte sie. Es war aber eben auch nur ein Scherz. Denn sie lief nicht in Gefahr, eine von vielen zu werden. Zum einen war sie ihm noch nie begegnet, was dafür unabdingbar gewesen wäre, zum anderen war da auch die Angst, einen Kater zu berühren.
Ich würde sehr gern mit dir diesen Ausflug unternehmen“, schnurrte sie dann auf den Vorschlag hin, dass sie sich gemeinsam den Windclan anschauen könnten. Sie hatte zum ersten Mal seit langer Zeit wieder das Gefühl, jemandem eine gewisse Freundschaft und Vertrautheit entgegenzubringen. Vielleicht lagen Monde zwischen ihr und Butterblume, aber dennoch fühlte sie sich in deren Nähe wohl und weniger allein.
Nun kam erneut das Gespräch auf einen Freund. Hatte sie zuvor noch geschwiegen, kam nun aber die Neugier durch. Sie schluckte und fragte dann tatsächlich interessiert nach. Und sie bekam eine Antwort. „Vipernzunge“, murmelte sie leise. Bereits der Name stellte ihr das Fell auf. Sie beschloss, ihn nicht zu mögen, denn er hatte ihrer Freundin wehgetan. „Was er getan hat war feige und unsensibel. Du hast eindeutig einen besseren verdient. Und den wirst du auch treffen, da bin ich mir sicher“, miaute sie dann mit einem aufmunternden Lächeln. Sie hatte von solchen Gesprächen keine Ahnung und hoffte einfach nur, nichts falsches gesagt zu haben. Sie wollte Butterblume ja nicht verschrecken und dann wieder allein sein.



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BeitragThema: Re: Lager des DonnerClans!   Mi 25 Apr - 12:05

Malvenpfote hatte es sich bequem gemacht. Sie lag vor Rabenklaue und blickte ihn mit großen Augen an, das Unwetter draußen vor dem Bau schon völlig vergessen, auch wenn noch immer die Blitze vor sich hin zuckten. Sie spürte keinerlei Angst mehr, nur noch freudige Erregung darüber, wieder einmal eine Geschichte zu hören.
Und dann begann Rabenklaue mit seiner Geschichte und Malvenpfote horchte aufmerksam zu. Sie konnte es fast schon spüren, als wäre sie selbst dabei gewesen und hätte auch alles mit erlebt. Wie cool es gewesen sein musste, einen Vater zu haben, der zweiter Anführer war und der jeden Abend zu einem kam, um Geschichten zu erzählen! Jedoch nur bis zu dem Moment, wo der Kater von dem Tod seines Vaters berichtete. Ein Schaudern durchzog den kleinen Körper der jungen Schülerin. Ihre eigene Familie war am Leben, lebte jedoch nicht im Clan. Sie besaß nie beste Freunde oder sonderlich gute im Clan, dennoch wurde sie immer freundlich behandelt und fühlte sich eher weniger als Außenseiter.
Ein Schnurren stieg in ihrer Kehle auf, während der ältere Kater sich erfreut an seine Schülerernennung und den ganzen Spaß erinnerte. Leider wurde sie viel zu früh zum Schüler ernannt, aber allein das Wissen, nun nicht mehr ein Junges zu sein, war ein recht gutes Gefühl. Zu wissen, dass man nun darauf hin arbeitete ein guter Krieger zu werden. Dass man lernte zu jagen, um den Clan zu versorgen. All das waren wirklich angenehme Gefühle gewesen. Dann berichtete der Älteste von einer damaligen Ältesten, die wohl wahrlich eine böse Katze war. Auch wenn Malvenpfote nicht gerne daran glaubte, dass eine Katze wirklich böse sein konnte.
Gerade als Rabenklaue erzählte, wie sich sein bester Freund und seine Schwester ineinander verliebten, tauchte ein Kater in Malvenpfotes Gedanken auf. Es war ihr Mentor. Doch wieso dachte sie gerade jetzt an Mondwind? Kurz schüttelte sie den Kopf, um den Gedanken an ihn los zu werden. Hier ging es um die Liebe zwischen zwei Schülern und nicht um ihren Mentor!
Als Rabenklaue dann von der Schönheit und den Proportionen seiner Schwester sprach und schließlich meinte, sie solle das letzte vergessen und er würde ihr das erklären, wenn sie Kriegerin war, legte sie ihr kleines Köpfchen schräg und blinzelte irritiert. Wieso durfte sie das denn erst als Kriegerin erfahren? Sie verstand es nicht hoffte aber, sie würde es früher verstehen und nicht erst, wenn sie Kriegerin war. Um jedoch den Kater nicht zu unterbrechen und ihn raus zu bringen, schwieg sie und ließ ihn weiter erzählen.
Doch die nächsten Worte des Katers ließen die Augen der Schülerin noch größer werden. Die schöne Schwester Rabenklaue's war durch einen Hund getötet worden, vor den Augen ihres Bruders und ihres Freundes. Der Schmerz des Katers war fast schon greifbar und Malvenpfote stand auf, legte sich neben den alten Kater und drückte sich schnurrend an ihn. Sie hoffte, sie konnte ihn so beruhigen. Konnte ihm irgendwie den Schmerz nehmen. Was wohl aus Regenpfote geworden war? Hatte er irgendwann eine neue Gefährtin gefunden? Und hatte auch Rabenklaue eine Gefährtin gehabt?
Ihr Schnurren verebbte und auf einmal war es ihr peinlich, dass sie sich einfach so neben den Kater gelegt hatte. Um ihre Verlegenheit zu überspielen leckte sie sich kurz über ihre Brust und sprach den Ältesten mit ihren Fragen wieder an.
"Was wurde aus Regenfote? Und hattest auch du eine Gefährtin?", fragte sie zögernd. Sie hoffte, sie ging dem Kater damit nicht zu nahe es störte ihn nicht, dass sie nun neben ihm lag. Hoffnung breitete sich in der jungen Kätzin aus. Die Hoffnung auf eine weitere Geschichte, die vielleicht nicht so tragisch endete, wie das Leben Rabenklaue's geliebter Schwester.

// 604 Wörter


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BeitragThema: Re: Lager des DonnerClans!   Sa 28 Apr - 14:59

Butterblume
Hätte die Kätzin gewusst, wie ihre Clan-Kameradin über sie dachte, so hätte sie vermutlich vor Verlegenheit geglüht. Sie selbst hätte nicht unbedingt gesagt, dass sie eine positive Einstellung zum Leben hat... aber eigentlich entsprach ihr Charakter diesem recht gut.
Bei den Worten Sandpfote's seufzte sie leise und nickte nachdenklich. “Du hast Recht, Sandpfote. Ich finde es nur schwer, dies einzusehen, weißt du... Ich habe mir immer eine große Familie gewünscht und als Junges... habe ich gedacht, der Clan wäre so etwas. Natürlich ist man in gewisser weise geschützter als ein Streuner... Aber ich muss dir widersprechen. Ich sehe es nicht so, dass man zuerst seine eigenen Bedürfnisse erkennen muss und dann die der anderen. Ich denke, dass das Schicksal im Clan miteinander verwoben sind – jeder ist wichtig und das Schicksal eines jeden mit einem selbst verwoben. Der Donnerclan hebt sich selbst empor, über die anderen Clans. Hält sich für besser... aber wie kann man besser sein, wenn man das Leiden seiner eigenen Clan-Gefährten nicht erkennt?“, miaute sie, bestimmt. Doch dann seufzte sie. “Aber lass uns nicht darüber streiten... es gibt so viele Sichtweisen, woher soll man wissen, welches die Richtige ist? Wer vermag schon darüber zu entscheiden?“, fügte sie hinzu und zwinkerte Sandpfote zu. Sie mochte die junge Kätzin und ja... Butterblume sah sie nun als ihre Freundin an. Schwor sich, die Königin zu beschützen. Niemand sollte sie jemals wieder verletzen!
Bei den folgenden Worten der Königin, die mitten im Satz abbrach, schenkte ihr Butterblume ein sanftes Lächeln. “Da konntest du sie nicht im Stich lassen... nicht wahr? Du liebst sie.“, miaute sie leise. Sie hätte von ihrer Freundin auch nichts anderes erwartet.
Ruhig hörte sie zu, wie Sandpfote meinte, dass sie mit Birnenjunges gemeinsam würde ausgebildet und sie ihr kein Halt wäre, dass sie ihr nicht helfen könne.
“Weißt du, Sandpfote... alleine deshalb, weil du dir so große Gedanken über die Zukunft machst, zeigst du, dass du eine großartige Mutter bist – und ich bin mir sicher, Birnenjunges weiß das auch. Du wirst ihr auch helfen können – ihr könnt euch gegenseitig helfen. Ich finde, das ist etwas schönes – und du wirst dein Training wie alles was du machst, sehr gut machen!“, miaute sie und ihre Augen funkelten dabei, zeigten, wie ernst ihr ihre Worte meinte.
Als die junge Königin dann meinte, dass sie niemals einen Kater treffen würde, der sie von den Pfoten reißt, musste Butterblume ein Grinsen unterdrücken – doch es gelang ihr nicht wirklich. “Sag niemals nie, meine liebe Sandpfote... sag niemals nie.“, miaute sie – und wenn sie selbst jeden Kater im Wald ihrer Freundin vorführen müsste! Sie würde sich verlieben! Basta! Wenigstens einmal soll die Kätzin diese Gefühle erfahren, die einen denken lassen, man könne fliegen!
Ein Glück, dass Sandpfote ihre Gedanken nicht ahnen konnte...
Als das Gespräch auf Mut fokussiert wurde, schenkte Butterblume Sandpfote einen sanften, dankbaren Blick. “Ich danke dir, Sandpfote und beim Sternenclan... ich hoffe du wirst recht behalten.“ Das hoffte sie wirklich. Vielleicht... vielleicht hatte die Kätzin tatsächlich recht? Die Zeit würde es zeigen! Aber es hatte sie in ihrer Entscheidung gestärkt, ihre Aufgaben als Kriegerin wieder aufzunehmen.
Doch das traurige Lächeln auf Sandpfotes Gesicht, welches kurz darauf erschien, ließen Butterblumes Ohren nach hinten fallen. “Mach dir darüber nicht so viele Gedanken, Sandpfote... wenn du einen Kater triffst und er der richtige ist... dann wird er dir so viel Zeit lassen, wie du brauchst... und wenn es ein ganzes Leben dauert.“, schnurrte sie leise und leckte Sandpfote tröstend über die Wange. Froh war sie, als kurz darauf wieder ein Lachen von der Kätzin ertönte.
“Vielleicht... aber du hast etwas an dir, Sandpfote, dass die Kater um den Verstand bringen würde. Wenn es nicht den Gesicht ist, wird es deine Zurückhaltung sein – viele werden dich erobern wollen. Also lass dich bloß nicht auf so einen Kater ein, der jedem Katzenhintern hinterher schaut. Ich spreche aus Erfahrung.“, warnte sie die Kätzin und zwinkerte ihr frech zu.
Das Gespräch über Kobrablick erheiterte sie und sie lachte. “Ja - das wäre wahrlich besser. So gut er auch ausschaut – aber ich halte mich auch von ihm fern. Zu meiner eigenen Sicherheit. Allerdings... wirklich Augen hatte er für mich nicht. Gegenüber einigen Kätzinnen auf der großen Versammlung wirke ich beinah blass und grau.“, schnurrte sie, aber sie war nicht traurig darüber.
Dann stimmte ihre Freundin dem Ausflug zu und erfreut wäre Butterblume am liebsten aufgesprungen. “Rabenklaue und Kornblüte würden sicherlich auf die Jungen aufpassen! Bei den beiden wären sie in den besten Pfoten!“, schnurrte sie. “Und wir könnten auch Ausflüge mit Birnenjunges unternehmen! Wir könnten Eschenkralle oder Rindenfeuer fragen, ob sie uns begleiten würden. Vielleicht auch Tulpenmond – aber die ist echt anstrengend. Silberlicht wäre auch eine gute Wahl. Obwohl sie so kühl wirkt, mag ich sie sehr gerne.“, miaute sie und hatte die beiden Kätzinnen nur erwähnt, falls es ihrer Freundin unangenehm wäre, wenn ein Kater dabei wäre.
Als das Gespräch auf Vipernzunge zu sprechen kam, zuckte Butterblume die Schultern. “Ich denke, es war besser so... wir hätten sowieso keine Zukunft gehabt. Inzwischen weiß ich es... Natürlich war das wie nicht fair... aber ich habe daraus gelernt. Ich verliebe mich nicht mehr in jeden hübschen Kater, der mit mir redet.“, miaute sie und nahm sich dabei ein wenig selbst auf die Schippe.
“Weißt du... ich bin auch nicht sonderlich scharf drauf, jemanden kennen zu lernen... aber ich will auch nicht alleine bleiben. Wenn der Sternenclan meint, ich solle einen Gefährten finden... dann wird das Schicksal schon zuschlagen.“ Mit einem schnurren schloss die Kätzin die Augen und fügte hinzu: “Wenn ich die Augen schließe, dann sehe ich genau, was ich haben will... Ich mag Kater mit braunem Fell... er sollte auf alle Fälle nicht zu groß sein – das mag ich nicht so gerne. Und sanft sollte er sein... liebevoll... und gutaussehend!“ Mit einem Kichern öffnete sie die Augen. “Warte nur... wahrscheinlich lerne ich einen Kater kennen, der über und über von Narben bedeckt ist, dem ich eigentlich keinen zweiten Blick gegönnt hätte und der Kalt... Dominant... oder unnahbar ist. Oder alles zusammen.“

Erwähnt: Eschenkralle, Rindenfeuer, Silberlicht, Tulpenmond, Vipernzunge, Kobrablick, Birnenjunges
Angesprochen: Sandpfote


Schneepfote
Der junge Schüler hatte seinen Kopf auf dem Rücken Mausepfotes abgelegt und schnurrte leise. Viel zu lange war es her, dass er ihr so nahe sein Konnte. Sie war seine beste Freundin seit er denken konnte und bis zu ihrer Ernennung als Schüler hatten sie alles gemeinsam gemacht...
Seitdem jedoch hatten sich ihre Wege gezwungenermaßen getrennt und dies fiel ihm sehr schwer. Natürlich gefiel ihm seine Ausbildung zum Krieger und sein Mentor Opalkralle war für ihn der perfekte Krieger. Sein Vorbild! Ihm wollte er nacheifern und würde es nicht dulden, sollte jemand schlecht über diesen Kater reden! Immerhin hatte dieser ihn auch anstandslos akzeptiert! Trotz seines schlechten Gehörs und obwohl er sich ganz gewiss einen anderen Schüler gewünscht hatte.
Auf seine Worte, dass er gerne wieder ein Junges wäre, kam eine Antwort, mit der er nicht gerechnet hatte und der Kater lachte. “Ein guter Punkt, Mausepfote... aber durch unser Training jagen wir sowieso nie gemeinsam. Opalkralle hat zwar versprochen, dass er mit deiner Mentorin spricht, damit wir wenigstens zwischendurch zusammen lernen können... aber ob es tatsächlich wahr werden konnte, steht noch offen. Ich hoffe es sehr...“, miaute er und seufzte. Er vermisste die Zeit mir ihr sehr... gerne wäre er mit ihr aus dem Lager gegangen, konnte aber auch verstehen, dass sie dies bei diesem Regen nicht wollte. Aber... vielleicht, wenn sich das Wetter besserte? “Wenn der Regen nachlässt... wollen wir dann das Lager verlassen? Einfach zusammen auf Entdeckungsreise gehen?“, fragte er Mausepfote, aufgeregt.
Von ihren Gedanken ahnte der Kater nichts, was aber einfach daran liegt, dass Kätzinnen im allgemeinen einfach früher solchen Gefühlen gegenüber empfänglich wurden als Kater – jedenfalls als die meisten.

Erwähnt: Opalkralle
Angesprochen: Mausepfote


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BeitragThema: Re: Lager des DonnerClans!   Sa 28 Apr - 19:21

Mausepfote

“Manchmal wäre ich gerne wieder ein Junges... Ich hatte mehr Zeit für dich!“, miaute Schneepfote hinter ihr. Mausepfote schloss die Augen und schnurrte leise, als er ihr so nahe war. Sie wandte den Kopf, brachte ihre Nase dicht an sein Ohr. „Aber dann könnten wir nie gemeinsam Jagen gehen“, miaute sie sanft hinein, damit er sie verstand. Ihr machte es nichts aus, dass er schlechter hörte. Sie kannte ihn nicht anders. Mausepfote schnurrte wieder und fing an, sanft seine Wange abzulecken, dann sein Maul und seine Nase, ihre Ohren zitterten verlegen und sie vergrub ihr Gesicht an seinem Hals, was tat sie da? Warum klopfte ihr kleines Herz so schnell? “Ein guter Punkt, Mausepfote... aber durch unser Training jagen wir sowieso nie gemeinsam. Opalkralle hat zwar versprochen, dass er mit deiner Mentorin spricht, damit wir wenigstens zwischendurch zusammen lernen können... aber ob es tatsächlich wahr werden konnte, steht noch offen. Ich hoffe es sehr...“, miaute er und seufzte. Mausepfote nickte an seinem Pelz. Sie hob den Kopf wieder. „Ich frage meine Mentorin auch mal, sie wird es bestimmt erlauben“, schnurrte sie, sie legte dann leicht den Kopf schief, als er weiter sprach. “Wenn der Regen nachlässt... wollen wir dann das Lager verlassen? Einfach zusammen auf Entdeckungsreise gehen?“, fragte er Mausepfote, aufgeregt. Mausepfote schnurrte noch mehr, er war einfach süß! „Gerne! Ich habe auch nichts gegen Nasse Pfoten, sollte es noch etwas nieseln. Vielleicht erwischen wir ja auch eine Maus!“, schnurrte sie Kätzin. Aus einem Impuls heraus leckte sie ihm über die Nase. „Ich freue mich schon darauf, Schneepfote!“, schnurrte sie laut.




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BeitragThema: Re: Lager des DonnerClans!   So 29 Apr - 17:59

Birnenjunges


Birnenjunges war nach weinen zu mute. Innerhalb von nur wenigen Sekunden war ihre ganze Welt ins Schwanken geraten. Ihre Mutter wollte sie nicht. Wenn sie so darüber nachdachte, fiel ihr auch auf, wie jung Sandpfote erst war. Und auch ihr Name...sie hatte noch nie genauer nachgefragt, aber sie meinte sich zu erinnern, dass mehrere junge Katzen diese Nachsilbe getragen hatten.
Aber warum hatte sie Junge bekommen, wenn sie sie nicht wollte? Wenn Birnenjunges doch nur eine Last für sie war? Sie konnte einfach nicht länger still bleiben!
Mit zittrigen Beinen stand sie langsam auf. Sie war so viel kleiner als ihre Mutter, aber schon viel größer als die anderen Jungen. Ihr Blick wurde noch trauriger, als sie an die kleinen Würmchen dachte. Wahrscheinlich wurden sie noch weniger gewollt als sie selbst.
Für einen Moment stand sie nur still da, dann hob sie den Kopf und sah ihrer Mutter in die Augen. In diese traurigen Augen. Traurig, wegen ihr. Birnenjunges machte das Maul auf, wollte etwas, sagen, doch ihr Kopf war wie leergefegt. Also drehte sie sich um, krabbelte so schnell wie sie konnte aus dem Nest und rannte nach draußen.
Der Regen und der Sturm waren ihr egal, auch wenn die Tropfen ihr in die Augen liefen. Das Wichtigste war nun, dass sie von ihrer Mutter weg kam. Würde man sie entdecken würde man sie jedoch wieder zurückbringen. Es bliebt ihr also nichts besseres, als sich zu verstecken! Allerdings kannte sie sich noch nicht gut genug im Lager aus und sie wünschte sich, dass sie schon ein paar gute Verstecke gefunden hätte.
Auf die Schnelle fiel ihr nichts besseres ein, als sich direkt hinter der Kinderstube zu verstecken.
So war sie wenigstens auch ein wenig von dem Wind geschützt. Auch wenn es wahrhaftig nicht schön dort war. In ihrem Nest war es warm, weich und trocken, aber der Boden war nass und kalt und alles andere als weich und sie wollte wieder zurück zu ihrer Mama, aber sie konnte nicht, weil ihre Mama sie doch gar nicht wollte und Birnenjunges würde ihr nie nie nie wieder in die Augen sehen können, ohne zu wissen, dass sie ihr Leben zerstört hatte.
Ein leiser Klagelaut entwich ihr und sie versuchte sich näher an die Wand der Kinderstube zu pressen. Die Dornen drückten durch ihr Fell gegen ihre Haut und ein weiterer Laut entfuhr ihr.
Ach hätte sie doch einfach nur weiter geschlafen! Dann wäre das alles nicht passiert.


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BeitragThema: Re: Lager des DonnerClans!   So 29 Apr - 20:27

Mondschatten

Der große Kater lag im Kriegerbau, allerdings nicht in seinem Nest. Er lag direkt neben den Eingang des Baues. Von dort aus konnte er die Lagerlichtung überblicken und trotzdem trocken bleiben. Vorallem behielt er die Kinderstube im Blick. Auch, wenn Sandpfote nicht wollte, dass er zu ihnen kam, so behielt er sie immer im Blick, damit er gleich bei ihnen sein konnte. Der ältere Kater gähnte und schloss kurz die Augen, als er sie wieder öffnete, sah er, wie Birnenjunges aus der Kinderstube kam. Seine Ohren zuckten und er beobachtete das Junge verwundert. Was machte es denn hier draußen? Als er sah, wie es hinter der Kinderstube verschwand, stand er auf und verließ den Bau. Automatisch plusterte er seinen Pelz auf und legte die Ohren an, als ihn die Regentropfen trafen. Er musste das Junge zurück ins trockene schaffen. Schnell trabte der große Kater zur Kinderstube, er blinzelte heftig gegen den Regen an. Seine Ohren zuckten aufgeregt, als er einen Klagelaut hörte. „Birnenjunges?“, miaute er, suchend blickte er sich nach dem Jungen um. Erneut hörte er einen Klagelaut, er ging näher an die Wand der Kinderstube, entdeckte das Junge, welches sich dicht an den Dornenwall der Kinderstube gedrückt hatte. „Birnenjunges….was machst du denn hier draußen? Vorallem, bei dem Wetter?“, miaute er besorgt, er neigte den Kopf und leckte den Kopf des Jungen ab, stupste es an. „Komm mit mir, ich bringe dich ins trockene. Sonst wirst du noch krank!“, miaute er fürsorglich. Birnenjunges war von seinem Blut, und auch wenn Sandpfote nicht wollte, dass er Zeit mit der kleinen verbrachte, so würde er sie doch nicht einfach hier im Regen zurück lassen. „Komm, Birnenjunges“, miaute er erneut.


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BeitragThema: Re: Lager des DonnerClans!   Mo 30 Apr - 20:24

Eichenjunges wagte sich wieder nach draußen ins Lager. Er sah einige junge Schüler diskutieren, es regte sich Leben im Lager. Manchmal würde er gerne diese gesamt Situation im Lager von oben beobachten um alles erfassen zu können. Es war interessant womit sich alle beschäftigten, die Gespräche, die Stimmen, jede Bewegung, alles hatte seinen Platz in diesem gesamten Spiel des Lebens. Der Sternenclan konnte alles von oben beobachten, wie soll er sonst all dies mitbekommen. Er sah Knotenpelz wie Sie von Buchenmond kam, was Sie wohl für ein Problem hatte. Irgendwas war anders an ihr, ihr Bauch. War sie vielleicht schwanger? Eichenjunge schritt unbewusst in Buchenmods Richtung. Ob es wohl anmaßend war sich zu wünschen aus der Sicht des Sternenclans zu sehen? Er hoffte nicht, denn auch dies hatten sie bestimmt mitbekommen. Als er so nachdenklich durchs Lager trat stand er plötzlich vor dem Heilerbau und stockte. Ob er hineingehen sollte? Vielleicht wollte Buchenmond ja mal eine Pause machen und seine Ruhe haben. Da stellte der Kater sich plötzlich die Frage woher Buchenmond eigentlich kam, er hatte ihn vieles gefragt aber nicht das. Vielleicht hat der Sternenclan in seiner allumfassenden Weisheit gewusst, dass der Clan einen neuen Heiler brauchte. Er wird doch wohl kaum zufällig hier langstolziert sein oder hatte Buchenmond selbst so ein Empfinden um zu wissen wo er gebraucht wurde. Aber vielleicht hatte er auch eine Vision vom Sternenclan die ihm seinen weiteren Weg zeigt. Es gab noch so vieles was er nicht über diesen Kater wußte. Eichenjunges war längst an dem Punkt angelangt wo er alles um sich herum vergaß, er fühlte sich frei, fast schwerelos dabei, als wäre er mit seinen Gedanken in einer anderen Welt. Da schoß ihm plötzlich Hibiskusjunges in den Kopf, jetzt Hibiskuspfote, denn Sie war Schülerin. Sie hatte bestimmt einiges Neues erfahren und lernen dürfen und würde sich bestimmt gut machen, er mußte grinsen als er an die Kätzin dachte, er wäre gerne bei ihrem ersten Ausflug dabei gewesen, aber er würde sich nicht weiter darüber ärgern, was hätte er denn davon, nur eines und zwar unützen Stress, aber denn noch ging es ihm noch nicht aus dem Kopf.

Erwähnt: Katzen im Lager, Buchenmond, Hibiskuspfote
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BeitragThema: Re: Lager des DonnerClans!   Mi 2 Mai - 11:43

cf: Alte Ruine
Jace war nicht der schnellste Läufer, aber er war effektiv. Er hatte ein Ziel. Das Lager des Donnerclans. Denn dort würde er Jaguarstern treffen. Er war sich sicher, dass er den Bruder der Streunerführer erkennen würde. Auch sein Name war etwas besonderes. Eigentlich hatte Jace nichts mit den Clans am Hut, sie waren ihm völlig gleich. Er war nie mit ihnen in Berührung gekommen. Aber er wusste inzwischen genug darüber, um zu wissen, dass Jaguarstern der Anführer dieses Clans war. Streunerinnen waren dermaßen geschwätzig, dass er sogar recht viel über die Umstände in den Clans gelernt hatte. Ohne auch nur ein einziges Mal eine Frage zu stellen.
Dem Kater war klar, dass er niemand war, den man dort sehen wollte. Sein Körper war dermaßen vernarbt, dass wohl jeder dieser ach so feinen Damen dabei übel wurde. Die Schulter eine einzige Narbe, ein Reif um seine Pfote, um nur Beispiele zu nennen. Nur sein Gesicht war unberührt. Und machte dadurch deutlich, was er für ein schöner Kater gewesen wäre. Wenn da doch nur die Narben nicht wären. Jace war es gleich. So hatte er jeden Augenblick vor Augen, was er rächen musste. Und die Wut hörte nicht auf. Immer, wenn eine dieser Narben schmerzte oder zog, wusste er, wofür er kämpfte.
Nun stand er vorm Lager, verborgen in einem Gebüsch. Er fuhr die Krallen aus und schnitt in die Narbe an seiner Schulter. Es war ein kurzer, heftiger Schmerz. Aber die Kratzer bluteten. So, wie es sein sollte. Auch wenn man das Blut im Regen nicht gut sehen würde, man konnte es riechen. Und auch deswegen hatte er die Narbe zerkratzt. Man sah es, wenn man dicht kam. Und er musste keine weitere Stelle seines Körpers verunreinigen. Als ob da noch viel wäre...
Nun würde er spielen müssen. Er holte tief Luft, dann humpelte er auf das Lager zu und schob sich durch den Ginstertunnel. „Hallo?“, rief er, seine Stimme scheinbar vom Schmerz verzerrt. Er humpelte bis zur Lagermitte. „Ich muss mit Jaguarstern reden! Es ist wichtig“, sagte er, scheinbar entkräftet. Er leckte die Wunde, in der das Wasser brannte, um die Aufmerksamkeit darauf zu legen. Mal sehen, was der Clan nun tun würde. Und mal sehen, was sie tun würden, wenn sie sahen, warum er eigentlich hier war...


Sonnenpfote war erleichtert, als Salzpfote die Tortur beendete. Es lag eigentlich nicht an Salzpfote. Vielmehr hatte sie das Gefühl, dass das nasse Fell sie weniger schmutzig machte. Denn so fühlte sie sich vor allem: schmutzig. Es war erniedrigend gewesen, es hatte wehgetan und sie wünschte sich, es nie wieder tun zu müssen. Sie hatte ihren Körper verkauft, ihre Seele gegeben. Um einen Kater zu retten, der ihre Rettung nicht verdiente. Und das war es, was ihr eigentlich zu schaffen machte. Warum hatte sie das getan? Sie hatte keinen Grund gehabt, keinen richtigen. Nur, um zu verhindern, dass man Schattenpfote tötete? Sternenclan! Wie bescheuert. Vermutlich war der doch eh schon fort. Und wiederkommen würde er auch nicht. Also warum tat sie es? Warum wehrte sie sich nicht gegen Opalkralle? Er war nur ein Krieger...aber er war der Vertraute Jaguarsterns. Und das wiederum war eindeutig ein Problem. Wenn sie sich wehrte, würde sie den Clan verlassen. Aber allein durchkommen war schwer. Und das Streunerleben erinnerte sie nur an schlechtes. Sie dachte an Graspfote, ihre Mutter, die für den dummen Pandaherz den Clan verlassen hatte. Sie hatte sich nicht zurückgetraut, war dort geblieben, wo Pandaherz sie alle verraten hatte. Sie war dort gestorben. Hatte sich aufgegeben. Ihre Schwester Apfeljunges...war fort. Was genau aus ihr wurde, wusste Sonnenpfote nicht. Und dann ihr Bruder...
Sie sah Salzpfote an, die ihr widersprach. Sie wirke nicht wie der ignorante Typ, schob diese grade nach. Sonnenpfote seufzte. „Da hast du leider recht. Aber manchmal wär ich es gern“, miaute sie und ignorierte noch immer das nasse Fell an ihrem Körper. Es war einfach nicht richtig, was Opalkralle getan hatte. Wenn Sonnenpfote sich richtig erinnerte, war Malachitblitz der Bruder Opalkralles. Vielleicht könnte der Einfluss auf seinen Bruder nehmen? Das war ein derart dummer Gedanke, dass sie ihn bereute. Sie durfte es niemandem sagen. Opalkralle würde sie dafür strafen. Aber vielleicht hatte Salzpfote schon das erlebt, was sie selbst erlebt hatte...
Sag mal...warst du einem Kater schonmal ganz nah? Ich mein, du und Malachitblitz, ihr wirkt irgendwie...als wäre...“ Die Schülerin brach ab. Dieses Gerede stand ihr nicht. Sie mochte es nicht. Aber sie brauchte jemanden, mit dem sie reden konnte. Eine echte Freundin hatte sie nicht, sie hatte sich stets vor Bindungen gedrückt. Immer, wenn jemand zu nah an sie herankam, wich sie zurück und stieß denjenigen von sich. Reiner Selbstschutz, aber dadurch wirkte sie nicht sehr sympathisch. Trotzdem hatte Salzpfote sie angesprochen und ihr angeboten, ihr zu helfen. Daher hatte sie die Hoffnung, was absolut dumm war, dass diese nun ihre Freundin werden könnte. Denn sie brauchte jetzt eine.


Rabenklaue lag schweigend da. Seine Gedanken waren bei Krähenflügel. Er war älter als alle Katzen des Clans und noch immer war er hier. Er wusste nicht, warum. Aber langsam stellte sich bei ihm eine gewisse Todessehnsucht ein. Er würde bleiben, solange der Sternenclan das wollte, aber er vermisste seine Lieben. Er vermisste es, mit seiner Schwester zu rennen, er vermisste die Nähe seiner Tränentau, das Lachen seiner Töchter, die Gespräche mit Regensturm, die Sanftmut seiner Enkelin...und er wünschte sich, Zedernherz' Junge kennenzulernen. Doch davon war er noch weit entfernt. Er lag im Ältestenbau während einem Gewitter und nahm einer jungen Schülerin die Angst. Als er von Krähenflügels Tod erzählte, kam diese zu ihm und kuschelte sich an ihn. Ja, er hatte es nie ganz verwunden, dass seine Schwester so früh hatte sterben müssen. Sie hatte es verdient gehabt, länger zu leben.
Malvenpfote schien nun ein wenig verlegen, aber brachte Fragen hervor. „Nun, dann erzähl ich mal weiter, um deine Fragen zu beantworten, nicht wahr?“, miaute er mit einem Lächeln. Der rote Kater überlegte und schloss dafür kurz die blauen Augen. „Also, wo war ich...achja. Wir wurden zu Kriegern ernannt. Regensturm und Rabenklaue. Aber wir waren nicht wirklich stolz darauf. Immerhin hatten wir Krähenflügel verloren. Aber wir haben nicht aufgegeben. Wir waren fleißige Krieger. Vielleicht haben wir so versucht, unsere Schuld zu tilgen. Denn wir hatten es nicht geschafft, meine Schwester zu retten. Es gab viele, die uns sagten, dass wir mutig gewesen wären und alles versucht hätten. Aber was man selbst glaubt, ist stets etwas anderes als das, was man von außen sehen kann“, miaute er mit ruhiger Stimme. Er war selbst überrascht, so ruhig bleiben zu können. Doch das war vermutlich einfach die Übung. Es war ja nicht das erste Mal, dass er die Geschichte erzählte. „Weißt du, Regensturm und ich haben oft über Krähenflügel geredet. Sie war irgendwie immer bei uns, hat uns Kraft gegeben. So haben wir immer weitergemacht. Und eines Tages war unser Anführer der Meinung, dass wir als Mentoren taugten. So war es dann auch. Wir wurden Mentoren. Meine Schülerin war eine Katze namens Teichpfote. Sie war wirklich lieb. Ihre Schwester Tränenpfote ging bei Regensturm in die Lehre. Aber eigentlich haben wir meistens zusammen trainiert. Tränenpfote war eine zierliche Katze, leichtfüßig und von ungeheurer Eleganz. Sie hatte graues Fell mit einem sanften Schimmer darin und an ihrer Wange einen hellgrauen Fleck in Tropfenform. Sie war wunderschön, weißt du? Und nicht nur äußerlich, auch innerlich. Sie war das wohl sanfteste Geschöpf, mit solchem Liebreiz...“ Rabenklaue seufzte. Er lächelte nun. „Zwischen ihr und mir hat sich etwas entwickelt. Aber wir sind nicht zusammengekommen. Noch nicht. Denn das Gesetz der Krieger hat seinen Sinn und es ist nicht klug, es zu hintergehen. Erst als unsere Schülerinnen zu Tränentau und Teichwind wurden, habe ich ihr zu Sonnenaufgang meine Liebe gestanden. Du hast keine Vorstellung davon, welche Angst ich hatte, dass sie mich nicht mag! Ich war mir so sicher, dass ich niemals jemand anderen lieben würde. Und ich war unendlich erleichtert und glücklich, als sie mich nicht abwies. Wir wurden Gefährten. Das waren unglaublich schöne und glückliche Tage. Und dann kündigten sich Junge an. Wie waren wir stolz! Und dann waren sie plötzlich da, unsere beiden Töchter. Zedernjunges und Ahornjunges.“ Man konnte auch jetzt noch die Freude über diese beiden Jungen in ihm sehen, man hörte sie in seinen Worten, die von solch tiefer Liebe erfüllt waren. „Zedernjunges war meiner Schwester sehr ähnlich. Doch Zedernjunges war im ganzen ein wenig zierlicher, doch sie hatte das schwarze Fell, die gelben Augen. Sie erinnerte mich sehr an Krähenflügel. Und nicht nur mich, auch Regensturm. Anfangs mochte der sie gar nicht ansehen. Ahornjunges sah fast genauso aus wie Zedernjunges, doch sie hatte braunes Fell. Wir hingen oft zusammen, als richtige Familie. Glücklich und zufrieden. Dann wurden die beiden zu Schülerinnen. Regensturm bildete Zedernpfote aus. Es war etwas besonderes für ihn und für mich. Und dann kam der Tag, an dem ich vor Stolz bald platzte! Zedernpfote und Ahornpfote wurden zu Zedernherz und Ahornblatt! Sie waren wunderbar, alle beide! Starke, schöne Kriegerinnen mit dem Herz am rechten Fleck.“ Rabenklaue dachte an seine beiden Töchter, an ihr Lachen, ihre Herzlichkeit und Güte. Er war niemals wieder Katzen wie ihnen begegnet. Aber es hätte ihn wohl auch niemand so rühren können wie die beiden. Seine einzigen Töchter, wunderbare Wesen und ihm so wertvoll. Seine wunderbare Gefährtin, die ihnen ihre liebevolle Art vermacht hatte. Sie war wunderbar gewesen, hatte all seine guten Seiten hervorgelockt. Ohne Tränentau wäre er ein deutlich schlechterer Krieger gewesen, das stand für Rabenklaue fest. Daran gab es keinen Zweifel. Für ihn schon gar nicht. Eine ganze Weile blieb er stumm. Dann erhob er wieder die Stimme. Erneut, um zu berichten. Aber um etwas zu berichten, was kein gutes Gefühl hinterließ. „Die Zeit verging und alles war gut. Und dann...Tränentau begann zu husten. Sie sagte, es sei nichts ernstes. Aber sie wusste es besser. Und ich auch. Ich blieb an ihrer Seite. Es dauerte lange. Aber ich war stets bei ihr. Ich habe ihre Krankheit gesehen. Ich habe ihr Leid gesehen. Und ich sage dir, es ist schlimm, jemanden zu verlieren. Aber viel schlimmer ist es, ihm beim Sterben zuzusehen und nicht das Geringste tun zu können. Hilflos zusehen zu müssen, wie es ihr jeden Tag schlechter ging...Die Krankheit begann in der Blattfrische. In der Blattleere habe ich sie zu Grabe getragen...“ Seine Stimme brach. Der Verlust seiner Gefährtin, ihr Leid, ihr Schmerz. All das brachte seine Stimme zum Versiegen. Er konnte nicht weitersprechen, eine ganze Weile nicht. An diesem Tag war er mit ihr gestorben. Er hatte ihre Erleichterung gesehen, als der Schmerz endlich nachließ, diesen sanften Ausdruck in ihren Augen, der ihm galt...und ihr Körper hatte sich entspannt. Es war eine Erlösung, das wusste er. Sie hatten oft darüber gesprochen. Aber nur, weil ihr Tod eine Erlösung war, machte es das nicht leichter. Ganz und gar nicht. Er vermisste sie mit jeder Faser seines Herzens, er vermisste ihre Nähe, ihr Lachen, ihre Stimme, ihre unendlich sanfte und liebevolle Stimme...den Blick ihrer Augen...ihrer wunderschönen, bernsteinfarbenen Augen. Nie wieder hatte er solche Augen gesehen. Er konnte nicht wissen, dass diese Augen ebenso wie der Grundton von Tränentaus Fell an seine Enkelin Aspentau vererbt worden waren. Denn er wusste nicht einmal, dass es Aspentau gab. Inzwischen wäre er auch zu spät, um sie kennenzulernen. Sie war im Sternenclan, wie ihre Familie. Sogar einige ihrer Jungen waren das. Seine Urenkel waren vor ihm im Sternenclan. Und sogar zwei seiner Ururenkel. Und er wusste von nichts. Würde es vermutlich erst erfahren, wenn er selbst zum Sternenclan ging. Um seine Familie und seinen besten Freund wiederzusehen. Um die Gefährten seiner Enkelinnen kennenzulernen und diese selbst, um deren Kinder zu treffen. Es würde eine harte Erkenntnis werden. Eine, die ihm das Herz brechen würde, sodass es aufhörte zu schlagen. All die Monde, all die Blattwechsel war er ihnen so nahe gewesen, ohne es zu wissen.
Sein Blick ruhte in der Ferne, er spürte Malvenpfote neben sich. Aber in diesem Moment nahm er nichts wahr. Er hörte nicht das Gewitter, dass da tobte, bemerkte nicht den Blick Kornblütes. Es war, als wäre sein Geist in diesem Moment bereits im Sternenclan, bei Tränentau, der Liebe seines Lebens. Nicht im Ältestenbau des Donnerclans...



Sandpfote betrachtete Butterblume. Die andere Katze war ihr sehr angenehm, man konnte gut mit ihr sprechen. Sie war so positiv. Auch ihre Erwiderung darauf, dass der Clan zwar eine Familie sei, aber man sich doch immer selbst am nächsten stand, legte dies nahe. „Weißt du, ich glaube nicht an Familie. Ich wünschte, ich könnte es. Doch meine Mutter hat mich verlassen und mein Vater hat sich eine neue Gefährtin gesucht. Als diese starb, hat er mich alleingelassen. Und als er wiederkam, hat er sich zuerst eine neue Gefährtin gesucht. Ich hätte ihn gebraucht, ihn am allermeisten. Aber er war nicht da. Weil er mit sich selbst zu tun hatte und mich nicht gesehen hat. Ich weiß, du glaubst an das Gute in uns. Vielleicht kann ich das auch irgendwann. Aber im Moment sehe ich nur, dass jeder zuerst auf sich schaut“, miaute sie und seufzte. Sie konnte es ihrem Vater nicht verzeihen. Hatte er denn ihre Mutter nicht geliebt? Hatte er denn Erlenwind nicht geliebt? Wieder diese Fragen, die sie einnehmen wollten. Schnell schob sie sie beiseite. „Du hast recht. Wir wissen nicht, was wirklich stimmt. Und so wichtig ist es eigentlich auch nicht. Denn egal wie man es sieht, im Clan sind wir immer besser dran als alleine“, miaute sie und zwinkerte zurück. Es tat wirklich gut, mit Butterblume zu sprechen. Sie war wie eine Freundin – war sie jetzt eine Freundin? Für Sandpfote irgendwie schon.
Als es um Birnenjunges ging, schluckte Sandpfote. Ihre Stimme versagte ihr den Dienst. Hätte sie gewusst, dass Birnenjunges sie hörte, sie hätte alles getan, um das auszusprechen, was sie dachte: ich würde diesen Schmerz wieder wählen, wenn ich dafür meine Tochter bekomme. Ja, das würde sie. Wenn sie die Möglichkeit hätte, ein schlechtes Erlebnis aus ihrem Leben zu verbannen, dann wäre das nicht die brutale Vergewaltigung, die sie fast das Leben kostete – es wäre ihr Vater. Ihr Vater, der sich mehr um eine dämliche Katze kümmerte als um seine Tochter. Dieser Streit wäre es, den sie sich aus dem Leben rauswünschen würde. Aber eigentlich...nicht einmal mehr das. Sie sah auf die Jungen. Es waren ihre Halbgeschwister. Aber es waren vor allem ihre Jungen. Nein, es hatte auch zu etwas gutem geführt. Denn diese kleinen Würmchen waren nun ihre Jungen. Sie nahmen zwar nicht Birnenjunges Ausmaß an, aber vielleicht würde das noch kommen. Aber dass Birnenjunges ihr Leben war, würde sich nicht ändern. Also war da eigentlich nur der Verlust von Bärenpfote, ihrem besten Freund. Ihn hätte sie gebraucht. Sogar sehr. Aber er war fort, genauso wie seine Mutter. Und sie wusste, dass diese mit ihren Jungen gegangen war. Anders als ihre eigene Mutter.
Auf Butterblumes Worte nickte sie nur, ein dicker Kloß war in ihrem Hals und wollte nicht weichen. Sie war froh, als es nun um das Training ging. Nun ja, froh nicht gerade. Aber Butterblumes Worte gaben ihr ein wenig Hoffnung. Vielleicht würde es ja auch ganz schön werden, wie sie sagte. Das wäre toll. Sie klammerte sich an diesen Gedanken. „Ich hoffe, du hast recht. Ich will meiner Tochter helfen können...“, miaute sie und versuchte dabei, ihre Stimme fest klingen zu lassen. Sie wollte keine Umstände machen und über solche Lappalien jammern. Sie würde einfach das Beste daraus machen. Und sie hatte sogar noch einen Denkfehler gemacht. „Herrje...ich werde nach meiner Tochter Schülerin. Sie wird es mir zeigen können...immerhin wird sie bereits in zwei Monden ernannt. Aber ich werde noch sechs hierbleiben. Eine Tochter, die der Mutter alles zeigen muss...das Leben ist nicht fair“, miaute sie und schüttelte den Kopf über sich selbst. Aber es war, wie es war. Sie würde das schon irgendwie überstehen. Das musste sie einfach. Für Birnenjunges!
Auf ihre Worte, dass sie wohl niemals einen Kater treffen würde, der sie von den Pfoten riss, kam wieder Butterblumes positive Sicht auf die Welt zum Vorschein. Sie ahnte nichts von den Gedanken der werdenden Königin, dass diese ihr auch aktiv dabei helfen würde, wenn es sein müsste. Das wäre wirklich lieb und wäre ein Beweis für Sandpfote, dass Butterblume eine Freundin war. Aber sie wusste es nicht und dennoch hatte sie nicht einen Zweifel daran, dass sie Freunde waren. Sandpfote lächelte nur als Antwort. Das Gespräch über Mut schaffte einen gewissen Hoffnungschimmer in Butterblumes Augen.
Ich bin mir absolut sicher, dass es so ist, Butterblume“, miaute sie nun bestätigend. Butterblume würde eine gute Mutter werden. Davon war sie absolut überzeugt, ahnte ja nicht, was die Zukunft noch alles bringen würde.
Dann ging es darum, dass sie wohl auch keinen Kater finden könnte, weil sie... eben nicht das wollte, was die meisten Kater voraussetzten, wenn es um eine Beziehung ging. Auch dafür hatte Butterblume wieder die richtigen Worte. „Ich glaube, den Kater, den du beschreibst, gibt es gar nicht“, lachte Sandpfote. Sie konnte nicht glauben, dass es tatsächlich einen solchen Kater geben sollte. Sie glaubte nicht einmal, dass es eine Kätzin gab, die so denken würde. Aber Butterblume belehrte sie in dieser Hinsicht zumindest eines Besseren.
Als ihre Freundin meinte, sie solle sich nicht auf jeden x-beliebigen Kater einlassen, lächelte Sandpfote. „Der Kater, der mich dazu bekommt, ihm so nahe zu kommen, muss schon etwas besonderes sein. Und da ich nicht einmal an seine Existenz glaube, ist das alles sehr unwahrscheinlich. Meinst du nicht auch?“, fügte sie an und betrachtete ihre Jungen. Sie hatte alles, was sie brauchte. Ein Kater konnte ihr nichts geben, was ihre Jungen ihr nicht bereits gaben.
Dann meinte Butterblume, dass sie auf großen Versammlungen blass wirkte. Sandpfote hatte noch keine mitbekommen und konnte es sich auch überhaupt nicht vorstellen. Butterblume war eine hübsche Katze, warum sollte jemand sie für eine andere verschmähen? Ungläubig sah sie die Kätzin an. „Du erlaubst dir einen Scherz mit mir!“, meinte sie dazu nur. Denn es konnte ja nicht sein, dass es die Wahrheit war. So schöne Katzen gab es bestimmt nicht! Wobei auch Jaguarstern seinesgleichen suchte. Er war ausgesprochen attraktiv und man konnte ihn – egal aus welchem Blickwinkel – nicht als hässlich bezeichnen. Also, wer wusste schon, was es da draußen im Wald noch gab?
Nun ging es um den Ausflug. „Rabenklaue habe ich Birnenjunges schon öfter gebracht. Er liebt sie sehr. Und ich bin mir sicher, dass auch die anderen Jungen dorthin können. Kornblüte ist auch sehr nett. Beide haben mir in meiner Zeit im Heilerbau regelmäßig Besuche abgestattet und Geschichten erzählt. Ich bin ihnen noch immer sehr dankbar dafür.“ Sandpfote dachte an die beiden gutmütigen Ältesten und lächelte. Sie liebte Rabenklaue, im Prinzip waren sie nicht verwandt, aber es fühlte sich doch so an. Erlenwind war ihre Ziehmutter gewesen und seine Enkelin. Vielleicht war ihre Beziehung dadurch so eng. Und Kornblüte war einfach nett. Sie schien aber auch etwas zu verbergen. Was, konnte Sandpfote beim besten Willen nicht sagen. Dass Kornblüte wie sie die Grausamkeit eines Katers erlebt hatte, kam der jungen Mutter nicht in den Sinn. Wie auch? Kornblüte war in einer Beziehung gewesen, soweit Sandpfote wusste. Sie hätte im Traum nicht damit gerechnet, dass es eben dieser Gefährte gewesen war, der sie misshandelte. „Eschenkralle können wir gern fragen, er wirkt nett. Rindenfeuer ist es bestimmt auch, aber alle sagen immer, er sei unfreundlich und arrogant. Das sagen sie so ähnlich auch über Dornenpfeil, aber den hab ich bei seiner Schülerin im Heilerbau gesehen. Er kann also gar nicht so herzlos sein, wie alle sagen. Im Prinzip ist mir gleich, wer mitkommt. Solange du dabei bist und damit eine Freundin“, miaute sie dann und lächelte die rotgemusterte Katze an.
Nun ging es um Kater. Um einen im speziellen. Vipernzunge. Sie kannte ihn nicht und doch würde sie sich diesen Namen einprägen. „Du hast einen besseren verdient. Und irgendwann kommt dein Traumkater“, miaute sie mit ruhiger, aber sanfter Stimme. Diesen Traumkater beschrieb Butterblume nun auch und Sandpfote konnte nicht anders, als zu lächeln. Sie gönnte ihr diesen perfekten Kater wirklich von ganzem Herzen. Doch dann scherzte Butterblume, dass sie vermutlich das Gegenteil treffen würde. „So einen Kater habe ich noch nie gesehen!“, meinte Sandpfote nur lächelnd. Sie wollte noch mehr sagen, als plötzlich Birnenjunges aufsprang und nach draußen lief. Erschrocken sah Sandpfote ihr einen Augenblick nach, ehe sie ebenfalls aufsprang. „Schau bitte nach den anderen. Ich denke, ich muss mit ihr reden...“, miaute sie noch schnell zu Butterblume, ehe sie aus der Kinderstube jagte und sich im strömenden Regen umsah. Sie wusste genau, was sie suchte. Kannte ihre Tochter so gut, dass sie ihren Schatten erkennen würde. Denn bei diesem Wetter war es auch nur ein Schemen, der ihr dabei helfen konnte. Und sie entdeckte ihn neben dem ihres Vaters. Musste dieser dämliche Flohpelz sich in alles einmischen?! Schnell war sie bei den beiden und stellte sich dazwischen. „Lass uns endlich in Ruhe!“, fauchte sie ihn an. Dann nahm sie Birnenjunges am Nackenfell hoch und ließ Mondschatten stehen. Ob ihre Tochter jetzt wollte oder nicht. Sie würde jetzt mit ihr sprechen. Und das allein, das ging sonst niemanden etwas an. Sie wandte sich wieder der Kinderstube zu, als sie einen Kater das Lager betreten sah. Sie war dicht genug, um ihn zu erkennen. Er war über und über mit Narben versehen und sie nahm den Geruch nach Blut wahr. Sie wollte jetzt nur noch Birnenjunges beschützen. Dieser Kater sah aus wie jemand, mit dem man besser nicht in Feindschaft lag. Aber es erinnerte sie auch an die Worte Butterblumes. Schnell lief sie mit Birnenjunges zur Kinderstube und setzte diese ab. „Butterblume! Da draußen ist ein Kater! Den musst du dir ansehen! Sowas hab ich noch nie gesehen!“, miaute sie aufgeregt. „Geh ruhig raus, ich bin in der Nähe, wenn sie aufwachen“, meinte sie noch und schob Birnenjunges dann in einen ablegigen Bereich der Kinderstube, wo sie ungestört waren. Sie sah Birnenjunges an, liebevoll und auch besorgt. „Du hast mich gehört, oder?“, miaute sie leise, ruhig. Sie hatte es ihrer Tochter niemals verheimlichen wollen, aber sie hatte dennoch gehofft, es ihr nie sagen zu müssen. Denn das war mehr als nur schwer! „Reden wir darüber, mein Liebling. Was möchtest du wissen? Hast du Fragen? Oder soll ich dir etwas erzählen?“, schnurrte sie und legte sich vor Birnenjunges nieder. Sie hatte solche Angst vor diesem Gespräch. Ihr Herz schlug ihr bis zum Hals und ihre Stimme klang alles andere als sicher.



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BeitragThema: Re: Lager des DonnerClans!   Mi 2 Mai - 20:59

Butterblume
Hätte die Kätzin gewusst, dass Sandpfote sie als Optimistin einschätzte, so hätte sie im ersten Moment wohl den Kopf geschüttelt und darüber gelacht. Bis sie darüber nachgedacht hätte und der jungen Königin zustimmen müsste. Sie war tatsächlich eine sehr positiv eingestellte Kätzin und sah irgendwie selbst an der schlimmsten Situation schlussendlich noch etwas gutes.
Am liebsten hätte sie Sandpfote etwas von ihrem Optimismus abgegeben. Mit aufgestellten Ohren hörte sie den Ausführungen der Kätzin zu und dachte über das Gesprochene nach. Sie konnte absolut nachvollziehen, warum ihre Clan-Kameradin so dachte und sie betrachtete ihre Pfoten, während sie nach Worten suchte. Je länger das Gespräch dauerte, desto schwieriger fiel es ihr, denn auch ihr wurde Mondschatten so langsam unsympathisch. Dieses kam für Butterblume selbst überraschend und sie suchte nach etwas, was für den Kater sprechen könnte...
“Das soll jetzt keine Verteidigung deines Vaters sein... ich kann nachvollziehen, warum du so wütend auf ihn bist. Es gibt kaum eine Entschuldigung für das, was er getan hat... Aber hast du ihn nach den Gründen gefragt? Ich bin der Meinung, dass man jedem die Chance geben sollte, sich zu erklären. Häufig verurteilt man vorschnell und vergisst dabei nur allzu gern, dass vielleicht ein schwerwiegender Grund das Problem war.“
Würde Sandpfote jetzt sagen, dass sie all dies getan hätte... dann würde Butterblume nicht ein Wort mehr darüber verlieren. Aber... Sandpfote hatte im Gegensatz zu ihr noch ein Familienmitglied...einen Vater... sie wollte nicht, dass ihre Freundin dies einfach wegwarf.
Den folgenden Worten jedoch konnte sie nur zustimmen und sie nickte. Lachte kurz auf, als Sandpfote ihr zuzwinkerte.
Sie fühlte sich so wohl in der Nähe der anderen Kätzin, dass es ihr vorkam, als wären sie schon ewig befreundet! Und das sie Freunde waren, daran hatte Butterblume nicht den geringsten Zweifel.
Und bereits kurz danach lachte die werdende Königin erneut auf, denn Sandpfote sprach davon, dass sie ja sogar nach ihrer Tochter ihre Ausbildung beginnen würde. Grinsend blickte Butterblume zu ihr und meinte: “Aber du kannst immerhin sagen, dass du vorher Schülerin warst!“, miaute sie und brach im nächsten Moment in Gelächter aus. Nur Mühsam gelang es ihr sich zu beherrschen und entschuldigend sah sie erst die Jungen an, dann Sandpfote. “Oh Himmel... das tut mir leid! Ich hoffe, ich habe die kleinen nicht geweckt. Ich wollte auch nicht lachen. Denk nicht, dass ich dich auslachen wollte!“ Zerknirscht sah sie auf ihre Pfoten, hoffte, Sandpfote würde ihr diesen Ausbruch nicht übel nehmen.
Noch schlechter wurde ihr Gewissen, als die Kätzin dann auch noch sagte, sie wäre sich absolut sicher, dass Butterblume eine wunderbare Mutter werden würde. Na toll... eine Mutter die sich nicht einmal ein Lachen in einer Situation verkneifen konnte, die nicht zum lachen war... Aber in diesem Moment hatte sie nur Birnenjunges gesehen, die mit den Augen rollte und Sandpfote erklärte, wie man eine Maus fing... Was daran nun so lustig war konnte sie im Nachhinein auch nicht sagen.
Deshalb war sie wirklich froh, als sich alles um Kater drehte. Sie liebte dieses Thema, konnte Stundenlang drüber tratschen.
“Du bist so stur, Sandpfote! Du musst dich drauf einlassen. Selbst wenn du es nicht glaubst, dass es den richtigen, besonderen Kater für dich gibt. Aber wenn du die Augen schließt... sehnst du dich nicht danach, dass jemand für dich da ist? Du kannst einen Kater nicht mit deinen Jungen vergleichen. Sie werden irgendwann erwachsen, aber wenn du den richtigen gefunden hast... dann wird es ein Leben lang halten. Sieh dir Rabenklaue an... seine Liebe zu Tränentau ist noch immer so groß, dass er nach ihrem Tod keine andere Gefährtin mehr nahm... so etwas wünsche ich mir auch.“, miaute sie und blickte dann erneut die Kätzin neben sich an. “Also sag... was für eine Fellfarbe gefällt dir... was für eine Augenfarbe... groß oder klein... schlank oder muskulös? Welche Charakterzüge soll die Katze haben?“ Oh, sie war so neugierig... wollte aber auch so viel wie möglich erfahren – so konnte sie schon einmal nachdenken, ob es irgendwo in einem der Clans einen solchen Kater gab... Sie gratulierte sich selbst und hoffte, Sandpfote würde nicht wieder ablenken.
Als sie über die große Versammlung sprachen, wurde Butterblume verlegen, freute sich über den Unglauben ihrer Freundin. “Doch wirklich... du wirst es selbst noch erleben. Dann wirst du an meine Worte denken.“, schnurrte sie, leckte Sandpfote über die Wange. Sie freute sich... auch, als dem Ausflug zugestimmt wurde. “Ja... Rabenklaue und Kornblüte sind zauberhaft. Gar nicht so, wie man sich Älteste vorstellt! Obwohl Kornblüte eine ganz schön spitze Zunge haben kann! Und Eschenkralle ist toll. Du darfst nur nicht empfindlich sein, weil er einen ziemlich derben Humor hat. Früher hat man Silberlicht und ihn ständig zusammen hocken sehen – in letzter Zeit wurde das weniger, seit sie Jaguarsterns Gefährtin wurde. Ich hab mich mit Eschenkralle unterhalten, er vermisst sie, kann an der Situation aber nichts ändern. Ich glaube es würde ihm gut tun, einfach mal Abgelenkt zu werden. Mit Rindenfeuer kam ich bisher immer klar – aber ich bin auch niemand, der Ärger sucht. Vielleicht liegt es daran. Dornenpfeil kenne ich nicht näher.“ Und dann kam der Satz, bei dem sie Sandpfote am liebsten um den Hals gefallen wäre. Sie wäre ihre Freundin. Ihr Fell plusterte sich glücklich auf und sie schnurrte. “Du hast Recht... und ich freue mich, eine Freundin wie dich gefunden zu haben.“, gab sie als Antwort, obwohl keine Frage gestellt wurde.
Ihre Augen funkelten belustigt als Sandpfote meinte, dass sie einen besseren Kater als Vipernzunge verdient hätte. “Vielleicht... aber er ist trotzdem einen Hingucker wert – oder auch einen zweiten.“, miaute sie schmunzelnd.
Und bereits im nächsten Moment seufzte sie tief, voller gespielter Verzweiflung. “Ich befürchte, du hast recht... vermutlich wird es einen solchen Kater nicht geben... Aber die Hoffnung nie aufgeben, nicht wahr?“
Ihr Gespräch wurde je unterbrochen, als Birnenjunges aufsprang. Das Gesicht vor Kummer verdunkelt. Hatte sie mit angehört? Wie schrecklich...
Sandpfote sprang sofort auf die Pfoten und bat Butterblume kurz auf die Jungen zu achten. Diese nickte und sah den beiden Katzen nach. Vorsichtig legte sie ihren Schweif um die Jungen, hielt sie warm, bis Sandpfote zurück kommen würde.
Von dieser hörte sie jedoch vorerst nur ein Fauchen, verstand aber nicht, was sie sagte. Bis diese aufgeregt in den Jungenbau stürzte, Birnenjunges im Maul baumelnd. Das Junge wurde abgesetzt und aufgeregt geflüstert, dass ein Kater das Lager betreten hatte, den Butterblume sich unbedingt anschauen müsste.
Das ließ sie sich nicht zweimal sagen, vor allem weil sie vermutete, dass Sandpfote mit ihrer Tochter unter vier Ohren sprechen wollte...
Somit verließ Butterblume den Bau, der Geruch von Blut traf ihre Nase. Blut und der Gestank nach Streuner. Bah... Sie wandte den Kopf – und es fehlte nicht viel, dass sie sich zurück in den Bau geflüchtet hätte. Falls ihre Beine aufhörten zu zittern...Ein Grau getigerter Kater stand dort... Groß... viel zu groß...muskulös... viel zu muskulös... vernarbt... fast schien es, als wäre er eine einzige Narbe! Als wäre dieser Kater aus ihren Albträumen entkommen!
Butterblume stand einfach nur da... starte... und in ihren Augen konnte man lesen wie in einem offenen Buch. Angst stand darin... reine Angst.

Angesprochen: Sandpfote
Erwähnt: Rindenfeuer, Dornenpfeil, Eschenkralle, Silberlicht, Mondsturm, Birnenjunges, Kornblüte, Rabenklaue



Schneepfote
Er spürte das Nicken Mausepfotes und ihr dichtes Fell an seinem. Die Wärme machte ihn träge, schläfrig. Er öffnete das Maul, stieß ein herzhaftes Gähnen aus, bevor er seinen Kopf wieder auf den Rücken seiner Baugefährtin ablegte.
Seine Ohren zuckten, als angestrengt lauschte, als die Kätzin zu sprechen begann. Durch ihr Schnurren verstand er nicht alles, wollte sich aber keine Blösse geben und nickte deshalb. “Das wäre super.“, miaute er – obwohl er überhaupt keine Ahnung hatte, was genau sie gesagt hatte. Ob sie es ahnte? Er wusste es nicht, aber ihre nächsten Worte waren lauter, sodass er keine Mühe hatte zu verstehen.
Sie freute sich, mit ihm raus zu gehen und meinte, dass sie kein Problem mit nassen Pfoten hatte – und der Jagderfolg wäre grandios! “Lügnerin! Ich weiß ganz genau, dass du es hasst, wenn du nass wirst!“, miaute er lachend und grinste sie frech an, bevor sie plötzlich mit den Vorderpfoten umschlang und in ihr Ohr schnurrte. “Ich habe schon eine Maus gefangen. Eine Mausepfote.“
Genießerisch schloss er die Augen, als seine beste Freundin ihm über die Nase leckte. Ewig hätte er hier mit ihr liegen können... oder jedenfalls solange, bis er etwas anderes interessantes fand. In diesem Fall war es der Wind, der den Geruch nach Blut in den Bau trug.
Sofort sprang der junge Schüler auf die Pfoten. “Es riecht nach Blut! Komm mit, Mausepfote!“, rief er aufgeregt und stürzte aus dem Bau, blieb jedoch ruckartig stehen, als er einen fremden Kater im Lager entdeckte. Seine Augen wurden groß und sein Mund klappte bei dem Anblick auf. Hilfe... war der hässlich vernarbt!
Rasch huschte sein Blick durchs Lager. Er sah wie Butterblume wie festgewachsen im Lager stand, ihre Angst konnte er bis zu der Stelle riechen, an der er stand.
Er sah Eschenkralle und Tulpenmond, die sich vor den Eingang zur Kinderstube positionierten, bereit, die Jungen zu schützen. Eschenkralles dunkles, gescheckten Fells war aufgestellt, der Blick feindselig, die Lefzen zuckten aufgrund eines unterdrückten Fauchens. Die Kriegerin Tulpenmond schien nervös, aber in ihrem Blick lag Entschlossenheit, während sie den fremden, vernarbten Kater mit Misstrauen ansah.
Neben Schneepfote erschien Malachitblitz, er schien angespannt, aber sein Blick war neutral, fast schon freundlich, als er den Fremden anblickte. “Geh Schneepfote. Hol Jaguarstern. Sag ein Verletzter Streuner wäre im Lager und sucht nach ihm.“, vernahm Schneepfote seine Stimme und nickte. Er setzte sich in Bewegung, stürmte zu Jaguarsterns Bau und platzte hinein. Vergaß die Höflichkeit, zu aufgeregt war er. Zu neugierig was ein Streuner vom Anführer wollte.
“Jaguarstern!“, rief Schneepfote. “Malachitblitz schickt mich. Ein Streuner ist im Lager und sucht nach dir, er ist verletzt. Bitte! Komm schnell!“ Die Stimme des weißen Katers überschlug sich, sein Blick flog kurz durch den Bau, ob sein Mentor Opalkralle ebenfalls anwesend wäre.

Angesprochen: Jaguarstern, Mausepfote
Erwähnt: Tulpenmond, Opalkralle, Eschenkralle, Malachitblitz, Butterblume



Eschenkralle
Der Kater hatte eben noch vor dem Kriegerbau gelegen und sich mit der Kriegerin Tulpenmond die Zunge gegeben.
Ihr fröhliches Geschnatter hatte ihn von seiner schlechten Laune abgelenkt und so war seine Stimmung zwar nicht gut zu nennen, aber doch wenigstens neutral. Er vermisste Silberlicht und wusste nicht, was er dagegen tun sollte.
Des öfteren hat er versucht, Kontakt zu ihr aufzunehmen... doch Jaguarsterns Schergen vereitelten jeden Versuch... Und Silberlicht? Sie machte gar nichts dagegen... Seine Unabhängige, Stolze, Tapfere Silberlicht... Er erkannte seine beste Freundin kaum wieder. Als wäre sie nicht mehr die Kätzin, die er seit seiner Schülerzeit liebte.
Doch die Stimmung war schlagartig dahin, als ein Streuner sich durch den Eingang schleppte. Trotz des Regens war zu erkennen, dass er verletzt war – und wäre es nicht dies gewesen, so hätte der Blutgeruch es verraten.
Augenblicklich war Eschenkralle aufgesprungen und zum Jungenbau gelaufen, ohne den Streuner aus den Augen zu lassen. Das Aufgestellte Fell des Kriegers zeigte seine Bereitschaft zum Angriff.
Seine Krallen waren ausgefahren und ein Knurren bildete sich in seiner Brust. Die Augen, deren Farbe je nach Lichteinfall anders war, waren zu Schlitzen verengt.
Nur die seichte Berührung Tulpenmonds brachte ihn dazu, sich zu beherrschen. Die Kriegerin war jünger als er, aber besonnener und war ihm gefolgt, als er den Jungenbau zu beschützen gedachte, wie es sich für Krieger gehörte.
Er spürte, dass seine Clan-Kameradin nervös war, aber entschlossen hatte sie sich neben ihm aufgebaut. Anders als von Butterblume ging von ihr kein Geruch nach Angst aus.
Aus den Augenwinkel sah er Malachitblitz an, der sich an Schneepfote wandte, worauf der Schüler blitzschnell Richtung Anführerbau stürmte. Dann trat der andere Kater näher zum Fremden, Eschenkralle verstand nicht, was gesprochen wurde. Aber sein Clan-Kamerad schien freundlich, seine Haltung nicht feindselig. Unglaublich... wie schafft Malachitblitz es nur, so ruhig und entspannt zu bleiben?“, murmelte der Kater, mehr zu sich selbst als zu anderen.



Tulpenmond
Noch vor wenigen Augenblicken hatte sie sich angeregt mit Eschenkralle unterhalten... besser gesagt, sie hatte geredet und er hatte nur zugehört... und im nächsten Moment befand sie sich Kampfbereit neben dem Krieger wieder, als ein Streuner das Lager betrat.
Er hatte ein hübsches Gesicht, dies fiel ihr auf... aber sein Körper war über und über von Narben bedeckt. Zu ihrer Schande musste sie gestehen, dass sie den Fremden nicht bemerkt hatte... Erst als sie Eschenkralle aufspringen sah, hatte sie den Blick verwirrt hinter dem Kater her schweifen lassen, bevor ihr die momentane Situation bewusst wurde.
Sofort hatte sie sich erhoben und war ihm gefolgt. Zwar war sie nicht scharf auf einen Kampf, geschweige denn auf eine Narbe... aber sie würde es nicht zulassen, dass einem der Jungen etwas geschah.
Nervös war sie und ihr Blick schoss immer wieder zu Eschenkralle, dessen Feindseligkeit in Wellen auszustrahlen schien. Vermutlich machte sie grade das nervös, denn der Fremde zeigte keine Aggression.
Leicht strich ihr Schweif über die Flanke ihres Clan-Gefährten, als sie ein grollen Vernahm, welches dieser Ausstieß. Mahnend blickte sie ihn an. Ein Kampf war das letzte, was sie brauchten... Jaguarstern würde die Situation schon klären!
Da näherte sich ein grau getigerter Kater dem Fremden und sie erkannte Malachitblitz. Erleichtert atmete die Kätzin ein. Der junge Krieger war freundlich und nickte den vernarbten Kater zu. Er sprach mit ihm. Zwar konnte sie nicht hören um was es ging, aber die Haltung war noch immer entspannt – jedenfalls soweit es die Situation zuließ...



Kornblüte
Sie bekam von dem ganzen Nichts mit, welches sich im Lager ereignete... sie hörte Rabenklaue zu und die Sorge um ihren alten Freund ließ ihr Gesicht nachdenklich erscheinen.
Seine Kräfte neigten sich dem Ende entgegen... immer öfter hörte sie, wie er im Schlaf mit seiner toten Gefährtin sprach. Wie er sagte, dass er sie vermisste und sie bald wieder vereint wären.
Jedes Wort war ein Stich in ihr Herz... sie liebte den alten Kauz. Liebte ihn wie einen Bruder und die Angst, dass er sie schon bald allein ließe, war groß.
Der Ältestenbau wäre leer ohne ihn... viel zu groß... denn zur Zeit wohnten nur sie beide hier.
Seufzend legte sie ihren Kopf auf die Pfoten und ihr Blick richtete sich nach vorne. Früher hatte Silberlicht sie noch besucht... Manchmal hatte Eschenkralle sie begleitet und Kornblüte war sich sicher gewesen, dass die beiden irgendwann Gefährten geworden wären... Hübsch waren die zwei zusammen und die Älteste musste unwillkürlich schmunzeln, wenn sie die beiden zusammen sah.
So gerne der Kater es auch abstritt und zu verheimlichen suchte... sie war nicht dumm und hatte über die Jahre viele verliebte Katzen gesehen. Eschenkralle liebte ihre kleine Silberlicht... warum nur hatte er es nie gewagt, es ihr zu gestehen? Nun war es zu spät...
Groß war die Überraschung, als ihre Enkelin die Gefährtin Jaguarsterns geworden würde. Nicht, dass sie es ihr verübelte! Der Anführer war eine Imposante Erscheinung und selbst ihre Alten Augen betrachteten ihn gerne. Aber... sie war sich nicht sicher, ob er der richtige für sie war. Zu sehr erinnerte er sie an ihren verstorbenen Gefährten. Nach außen hin das Bild eines Katers... aber wie sah es in ihm aus? Wie war er, wenn verborgen vor den Augen anderer?
Kornblüte schnaubte. Sie sollte sich nicht so viele Gedanken machen... Silberlicht war nicht sie! Ihre Enkelin würde nicht die Fehler ihrer Großmutter wiederholen!



Malachitblitz
Der grau getigerte Kater war vor kurzem erwacht und hätte sich am liebsten noch einmal zur Seite gedreht. Einfach weiter geschlafen... doch er war ein Krieger und hatte seine Aufgaben...
So hatte er sich widerwillig aufgesetzt, hatte sich einer raschen Fellpflege unterzogen und war dann aus dem Kriegerbau getreten. Dabei hatte er sich an Eschenkralle und Tulpenmond vorbei zwängen müssen, die mitten im Weg lagen... Okay... Es regnete... es war nass... aber mussten sie den Ausgang versperren?
Doch er sagte nichts. Eschenkralle war in letzter Zeit unausstehlich und er hatte keine Lust, sich mit den Krieger zu streiten – denn dieser legte es bei fast jedem Gespräch darauf an. Ein Wunder, dass er so entspannt neben Tulpenmond lag und sich mit ihr die Zunge gab. Er erinnerte sich, dass die beiden früher schnell aneinander geraten waren, weil die Kriegerin wegen jedem Mäusedreck ein Theater veranstaltete. Leicht Theatralisch, die gute.
Somit hatte er sich am Rande niedergelassen, auf einem trockenen Fleckchen und hatte unaufällig nach Salzpfote gesucht. Doch er sah die Schülerin nicht und ein wenig geknickt ließ er die Ohren hängen. Zu lange her war es, seit er sie das letzte mal gesehen hatte... Noch länger, dass er mit ihr Sprach.
Beim Sternenclan, es war ihm immer noch noch unangenehm, wie er sich benommen hatte... das er an ihr Interesse gezeigt hatte, machte alles noch schlimmer. Immerhin konnte sie nichts dafür, dass sie nicht die selben Gefühle hegte wie er... sich einfach Zeit hatte lassen wollen, um zu entscheiden.
Immerhin war sie ja auch jünger als her.
Ein tiefer Seufzer entwich ihm, als er eine Regung bemerkte und einen Kater ins Lager humpeln sah. Er kannte ihn nicht, doch der Anblick verriet nichts gutes. Vernarbt, Verletzt... und er fragte nach Jaguarstern? Was hatte der Anführer mit Streunern zu schaffen?
Aus den Augenwinkeln sah er Eschenkralle und Tulpenmond, die den Jungenbau bewachten. Sehr gut... hoffentlich blieb es dabei und seine Clan-Kameraden taten nichts unbedachtes. Besser, er handelte selbst. Zuvor jedoch blickte er Schneepfote an, der neben ihm stand. “Geh Schneepfote. Hol Jaguarstern. Sag ein Verletzter Streuner wäre im Lager und sucht nach ihm.“ Der Schüler nickte, rannte zum Bau des Anführers.
Er näherte sich dem Fremden. Vorsichtig und achtsam, aber nicht feindselig.
Malachitblitz Blick war freundlich, als er den Verletzten Kater ansah. “Jaguarstern wird gleich erscheinen. Wir haben nach ihm geschickt. Du bist verletzt... soll unser Heiler deine Wunde ansehen?“, fragte er ruhig, freundlich.
Hoffentlich beeilte Jaguarstern sich... diese Situation behagte ihm nicht und er wollte sie so schnell wie möglich klären...

Angesprochen: Schneepfote, Jace
Erwähnt: Salzpfote,


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Ein großes Danke an Gigi (Blutseele) für die tolle Siggi! <3

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BeitragThema: Re: Lager des DonnerClans!   Mi 2 Mai - 22:01

Eichenjunges wurde plötzlich aus seinen Gedanken gerißen als ein nach Blut richender fremder Kater das Lager betrat. Er bekam etwas Angst, was war hier los. Wie konnte einfach so ein Streuner in ihrem Lager eindringen. Der Kater legte bei dem Anblick des Fremden seine Ohren an und war in Alarmbereitschaft. Dann rief er in den Heilerbau hinein in der Hoffnung Buchenmond würde ihn hören, "Das solltest du dir mal anschaun Buchenmond!" Der fremde Kater verlange nach Jaguarstern. Wie konnte sich so ein Eindringling ins Lager schmeißen und nach dem Anführer verlangen! Es schienen sich auch sofort einige Katzen auf den Fremden zuzubewegen. Malachitblitz voran, er sprach mit dem Fremden und schickte nach Jaguarstern. Wieso verlangt ein Streuner nach Jaguarstern wo er hier doch so verletzt im Lager liegt. Der Kater sah generell in einem geschundenen Zustand aus, da würd eine Narbe mehr oder weniger ihm auch nicht umbringen. Eichenjunges trat langsam näher, sodaß er hinter Malachitblitz Platz nahm. "Er soll sich mal nicht so anstellen., schnaubte Eichenjunges verärgert leise zu sich selbst. Denn es sah nicht so aus als wäre dies seine erste Narbe gewesen wenn man sich den Kater genauer ansah. Eichenjunges sah kurz Richtung Heilerbau und hoffte Buchenmond hatte ihn gehört, damit sie dem Kater doch noch etwas helfen konnten. Denn eine Wunde war eine Wunde egal wie schmerzhaft sie zu seien schien. Und um so eher sie ihm helfen würden desto eher könnten sie ihn auch wieder weg schicken. Ein total Fremder in ihrem Lager fand er einfach nicht gut. Obwohl Buchenmond ja auch quasi ein Fremder war der hier einfach plötzlich aufgetaucht war. Aber ihn brauchten sie und irgendwie mochte er ihn aber der Fremde, wer weiß was er noch zu erzählen hatte. Eichenjunges hielt trotzdem einen sicheren Abstand und blieb hinter Malachitblitz, nur zur Sicherheit.

Angesprochen: Buchenmond
Erwähnte: Malachitblitz, Jayce
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BeitragThema: Re: Lager des DonnerClans!   Do 3 Mai - 11:41

Dornenblütes Schlaf war unruhig. Zwar war in ihrem Traum Sturmherz bei ihr, doch auch dieser konnte das Leid nicht mindern, was sie umfing. Was genau das war, konnte sie in diesem Moment, in dem sie erwachte, bereits nicht mehr sagen. Rindenfeuer war noch immer neben ihr. Sie war froh darum, auch wenn ihre letzten Worte ihm gegenüber wohl nicht gerade die nettesten gewesen waren. Das änderte nichts an der Liebe, die sie für ihn empfand. Diese war mächtig, das wusste sie. Sie hatte schon immer davon geträumt, doch erst jetzt geschah es wirklich. Ihr ganzes Leben hatte sie neben ihm verbracht, ohne zu sehen, dass er es war, den sie brauchte. Sie hatte ihn abgelehnt, weil er mit ihrem Bruder gestritten hatte. Und sie sich noch immer auf die Seite ihres Bruders stellte. Aber jeder machte Fehler. Und irgendwann wurden die auch verziehen.
Sie fragte sich gerade noch, warum sie erwacht war. Der Sturm war noch in Gange und dadurch konnten sie wohl kaum etwas machen. Doch sie sah mehrere Krieger nach draußen eilen. Niemand ging freiwillig hinaus, wenn es so schüttete. Etwas musste vorgefallen sein! Dornenblüte erhob sich und stieß Rindenfeuer sachte mit dem Kopf an. „Los, sehen wir nach, was los ist!“, miaute sie und sprang nach draußen. Das, was sie sah, erschreckte sie. Sie war nun schon etwas älter und dennoch hatte sie etwas vergleichbares noch nie gesehen. Das Gesicht eines schönen, graugetigerten Katers. Und der Rest seines Körpers...fürchterlich entstellt. Der Kriegerin gelang es nicht, ihren Blick loszureißen. Es roch nach Blut, dieser Kater war verwundet. Aber dennoch erschien er ihr nicht geschwächt. Als wäre er dennoch ein besserer Kämpfer als die Clankatzen. Vermutlich lag das daran, dass er wohl keine Skrupel hätte, da er nicht an das Gesetz der Krieger glaubte. Und nicht danach lebte.
Dornenblüte riss sich aus ihrer Starre. Sie sah Eschenkralle und Tulpenmond vor der Kinderstube, aber in Dornenblüte war vor allem Angst um die Schüler. Denn ihre Tochter war Schülerin...und sie sollte kein Leid erfahren. So umrundete sie den Kater und konnte sich so ein Bild von beiden Seiten machen. An seiner linken Schulter hatte er eine riesige, großflächige Narbe anstatt eines Fells. Ins Auge stach auf der anderen Seite die längliche, breite Narbe über seine Flanke. Und eine an seinem Hinterbein durchbrach das Fell mehr als deutlich. Wenn man dieses löchrige Etwas denn Fell nennen wollte. Es war erschreckend. Wirklich erschreckend. Überall waren Narben, nicht so groß wie die, die ihr zuerst ins Auge sprangen, aber sie waren da. Einen gruseligeren Kater hatte sie definitiv noch nie gesehen!
Am Schülerbau riss sie sich von seinem Anblick los. „Mausepfote? Bist du da?“, miaute sie beunruhigt. Nicht, dass dieses Scheusal ihre Tochter berührt hatte...
Dann blickte sie wieder zur Szenerie hin. Malachitblitz sprach mit dem Fremden, während Schneepfote Jaguarstern holte. Dornenblütes Fell war aufgerichtet, sie war mit jeder Faser ihres Körpers bereit, den Fremden anzufallen. Sie sah Jaguarstern hinaustreten und sich ohne scheu auf den großen Kater zubewegen. Dann sprachen sie miteinander, aber sie konnte nichts verstehen. Jaguarstern führte den Kater in seinen Bau und die Kriegerin war darüber mehr als erschrocken. Er kannte den Fremden doch nicht! Auch wenn er neun Leben hatte! Das war mehr als riskant!
Nun würde sie sich auch noch Sorgen machen. Um ihren Anführer! Und um sie alle hier. Denn wenn der Fremde Jaguarstern verletzte, was hinderte ihn daran, die restlichen Katzen anzugreifen?



Jaguarstern hatte in seinem Bau gelegen. Silberlicht war noch immer nicht wieder da. Dabei hatte er Goldtatze und Braunschatten nun vor einer ganzen Weile losgeschickt. Es behagte ihm nicht, dass sie dort draußen war. Sie sollte hier sein, bei ihm. Da, wo sie hingehörte. Denn sie gehörte nur ihm! Eschenkralle verbannte er bereits aus ihrem Leben. Und sie dachte, er wollte nichts mehr mit ihr zu tun haben. Dabei hatte es ihn Arbeit gekostet, aber er hatte keine Mühen gescheut. Er war nicht dumm, er wusste, dass von dem Kater eine Gefahr für ihn ausging. Auch wenn Silberlicht ihn liebte, das reichte nicht. Was, wenn Eschenkralle Einfluss auf sie nahm? Das musste er um jeden Preis verhindern. Also hatte er Goldtatze und Braunschatten gewählt, die beinahe rund um die Uhr in Silberlichts Nähe waren. Nach und nach würde er auch all die anderen Katzen aus ihrem Leben drängen, die ihm ihre Liebe streitig machten. Denn sie sollte nur ihn lieben! Nicht ihre Schwester, nicht ihre Großmutter, nicht ihren besten Freund! Nur ihn! Er sollte ihr Leben sein! Und das würde er auch...
Er war so in Gedanken, dass er es kaum mitbekam, wie Schneepfote hereinstürmte. Erst dessen Worte machten ihn hellhörig. Der große Kater erhob sich und sah dem weißen Schüler nach, wie er nach draußen rannte. Jaguarstern streckte sich, glättete sein Fell. Erst dann setzte er sich in Bewegung. Er war eine eindrucksvolle Gestalt, das wusste er. Und er setzte es auch gern ein. Es erschien ihm wie ein Zeichen, dass er all die anderen Katzen überragte, dass er stärker war und wunderschön. Elegant schritt er auf den Kater zu, seine Miene verriet absolut nichts. Malachitblitz stand bei dem Kater, der mehr eine Narbe war als sonst etwas. Er erinnerte sich, dass Vitani ihm von diesem Kater erzählt hatte. Er hatte ihre Worte damals für übertrieben gehalten, hatte sich nicht vorstellen können, dass jemand tatsächlich so aussehen könnte. Doch er wurde eines besseren belehrt. Denn dieser Kater sah aus wie beschrieben. Abscheulich! Aber laut Vitani ein guter Diener. Jemand, der jeden Auftrag ausführte, ohne ihn zu hinterfragen. Genau das, was sie brauchten, um den Donnerclan über alles zu erheben und zu neuer Stärke zu führen!
Malachitblitz fragte den Kater gerade danach, ob er einen Heiler rufen sollte. Der Streuner lehnte ab und wandte sich Jaguarstern zu. Er sprach von einem Angriff einer Streunergruppe. Im ersten Moment erschien es Jaguarstern zu riskant, es offen zu sagen, doch dann erkannte er den Sinn darin. Es ging um das Ablenkungsmanöver. Er wollte den Clan dafür sensibilisieren. Damit sie daran glaubten und Jaguarstern sie ohne Probleme dorthin führen könnte. Genial. Sicher war das die Idee seiner Schwester, denn Damien war eher...das ausführende Organ. Niemals hätte er damit gerechnet, dass ein beliebiger Lakai diese Idee gehabt hatte.
Begleite mich in meinen Bau. Dort sprechen wir über die Einzelheiten“, miaute er mit ruhiger Stimme und wandte sich dem Anführerbau zu. Dort drinnen könnten sie ungestört sprechen. Vielleicht war das auffällig, doch Malachitblitz war dumm. Er würde den anderen von dem Angriff erzählen und so die Angst schüren, die der Clan haben konnte. Niemand ahnte, was wirklich hinter seiner Fassade steckte. Alle gehorchten sie ihm, so, wie es sich gehörte. Er war ihr Anführer. Und er würde ihnen zeigen, was sinnvolles Leben war. Was Stärke wirklich bedeutete!
In seinem Bau ließ er sich nieder und sah den Fremden an. „Nun, was hast du zu berichten?“, fragte er mit ernster, aber ruhiger Stimme.


Jace war ruhig geblieben. Ihm war nicht entgangen, dass um ihn herum ein kleiner Tumult entstand. Katzen strebten aus den Bauten und stellten sich in Position, um ihn anzugreifen, wenn er etwas dummes tat. Dabei waren sie dumm. Nicht er. Er wusste, was gespielt wurde, nur sie waren blind. Sie glaubten noch immer, dass ihr Anführer auf ihrer Seite stand. Nun, irgendwie tat er das vielleicht auch, aber er würde sie unterdrücken. Und das war nun wirklich nichts, was man verbergen konnte.
Aus dem Augenwinkel sah er eine Katze aus einem Bau herauskommen. Sie erregte deshalb seine Aufmerksamkeit, weil der Geruch nach Angst so greifbar war, dass jemand ohne Geruchssinn ihn bemerkt hätte! Er wandte den Kopf und sah eine Katze, die ihn anstarrte. Sie war jung, vermutlich noch jünger als er selbst, dabei würde er auch sich selbst als noch sehr jung bezeichnen. 18 Monde waren es, die er bereits dieses Leben fristete, aber er hatte noch verdammt viele vor sich. Sie jedoch erschien ihm noch jünger, zarter. Als hätte sie die Grausamkeit der Welt noch nie gesehen. Die Katze war hübsch, hatte rotgetigertes Fell und einen zarten Körperbau. Es war ihm noch nie passiert, dass er eine Katze hübsch nannte. Normalerweise war er für jegliche Äußerlichkeiten nicht zu haben, es interessierte ihn nicht. Aber wie diese Katze ihn aus weit aufgerissen braunen Augen anstarrte, machte etwas mit ihm. Auch das völlig unbekannt, normalerweise interessierten andere ihn überhaupt nicht.
Ein graugetigerter Kater trat auf ihn zu und Jace wandte den Blick von der hübschen Kätzin zu einem ihn völlig kalt lassenden Kater. Er interessierte ihn nicht im Geringsten. Und das war irgendwie erleichternd, denn das war seine Normalität. Sich nicht für andere zu interessieren gehörte zu ihm, denn das war wichtig für sein Ziel. Er hatte bisher ohne Probleme unbeteiligte getötet, um Loki zu schaden, auch wenn er sich an all das, was geschehen war, nicht mehr richtig erinnerte. Er wusste auch, warum. Die Erinnerungen waren zu schmerzvoll gewesen, daher hatte sein Gehirn sie abgekapselt und nur das zurückgelassen, was er noch brauchte: den Hass auf Loki.
Der graue Kater sprach ihn an. Er klang nett und nicht nach jemandem, der sich durchsetzen konnte. Aber das musste nicht seine Sorge sein. Jaguarstern würde gleich kommen. Sehr gut. Sich die Wunde anschauen? Erstaunt sah Jace den Kater an. „Niemand rührt meinen Körper an!“, erwiderte er nur hart. Nein, er wollte bestimmt nicht von irgendwem berührt werden, der es gut mit ihm meinte! Hinter dem Kater sah er nun den, den er suchte. Und er war erstaunt. Er hatte sich gedacht, dass er wie Vitani und Damien sein würde, aber dieser Kater hier war ein ganz anderes Kaliber! Jaguarstern war größer, strahlte eine ungeheure Ruhe aus und schien ganz allein dem Clan verschrieben. Vitani hatte ihn doch nicht loswerden wollen, oder? Kurz kamen Zweifel in ihm auf. Aber dann dachte er an die geheimen Aufträge und schüttelte innerlich den Kopf. Das hier war schlicht und einfach der Grund, warum niemand etwas ahnte. Jaguarstern war der größte und eindrucksvollste Kater, den er je gesehen hatte.
Ich bin hier, um euch zu warnen. Ich gehörte zu einer Streunergruppe, die ganz in der Nähe lebt. Sie planen einen Angriff auf euch. Ich wollte nicht mitmachen, weil ich mich in ein Hauskätzchen verliebt habe. Ich will nicht sterben oder so, deswegen hab ich mich davongestohlen. Einer von ihnen hat mich überrascht, aber ich bin entwischt. Und ich dachte, dass ihr vielleicht wissen wollt, dass das auf euch zukommt“, miaute er nun und sah Jaguarstern an. Eigentlich ließ er sich nicht allzu sehr beeinflussen, aber vor diesem Kater graute es ihm. Vitani und Damien waren eine Einheit, Vitani plante und Damien führte aus. Sie waren klug und gerissen, vielleicht ein wenig seltsam. Auch hatten sie nie gezögert, fahnenflüchtige Katzen zu töten. Aber dieser Kater hier war nicht nur gerissen. Er war verrückt. Wahnsinnig. Bereit, alles zu tun. Das hatte er mit einem Blick feststellen können. Und irgendwie behagte es ihm nicht. Das hatte er noch nie gehabt.
Der Kater sprach ruhig und bat ihn, mitzukommen. Jace zögerte nicht, es war sein Auftrag. Und wenn er den gut machte, würde er die Rache an Loki bekommen. Das war wichtig. Nur das. Sonst gar nichts. Der Matsch zog an seinen Pfoten, doch das störte Jace nicht weiter. Er ging hinter dem Kater her, der über den Matsch zu schweben schien, während er selbst damit kämpfte. Im Bau angekommen wandte Jaguarstern sich ihm sofort zu. Jace war noch erleichtert, dass er wenigstens kurz aus dem widerlichen Regen raus war, und bekam es im ersten Moment gar nicht mit. Erst als er den fragenden Blick des Anführers bemerkte, erinnerte er sich an dessen Worte. „Vitani schickt mich. Wir sind bereit.“ Das war vielleicht keine besonders ausführliche Auskunft, aber das war auch nicht weiter schlimm. Jaguarstern wusste ja schließlich, worum es ging.



Opalkralle hatte sich im Kriegerbau niedergelassen und revue passieren lassen, was geschehen war. Er hatte Sonnenpfote gewonnen. Es gab keinen Widersacher, aber er hatte gewonnen. Er würde Jaguarstern bitten, sie zu ernennen. Denn so ganz vom Gesetz der Krieger lösen wollte er sich nicht. Er hatte seinen Schüler trainiert. Er würde Schneepfote nach Jaguarsterns Wünschen formen. Denn je mehr er tat, was Jaguarstern zufriedenstellte, desto mehr Macht bekam er. Und darum ging es ihm ja schließlich. Sonnenpfote brachte ihm besonderes Ansehen, denn sie war allgemein als unnahbar bekannt. Wenn er es geschafft hatte, würden einige ihn bewundern. Da war er sich absolut sicher. Und ganz hässlich war sie auch nicht. Auch würde sie ihm hoffentlich Junge schenken.
Er hörte einen Ruf im Lager und war zwar direkt draußen, doch war sein vermaledeiter Bruder schneller. Der hatte vermutlich mal wieder über diese Salzpfote nachgedacht und dabei draußen gesessen. Das tat er oft. Opalkralle glaubte nicht, dass Malachitblitz ahnte, dass er davon wusste. Aber er war nicht blind und gab auch nicht vor, es zu sein. Sobald diese Schülerin irgendwo auftauchte, war Malachitblitz da und himmelte sie an. Es verstieß gegen das Gesetz der Krieger und Opalkralle fand das nicht besonders gut. Eigentlich weniger wegen dem Gesetz...immerhin hatte er an diesem Tag auch Zärtlichkeiten mit Sonnenpfote ausgetauscht. Er wäre eigentlich der letzte, der es verurteilen dürfte...
Er sah Sandpfote Mondschatten anfauchen. Sie wäre eigentlich seine erste Wahl gewesen. Aber sie hatte ja Junge bekommen müssen. Damit war sie in seinen Augen deutlich weniger wert. Auch war Mondschatten ihm einfach zu gutgläubig, zu nett. Er würde bei Jaguarstern nur wenig Ansehen haben und das schadete dann ja wiederum seinem eigenen Ruf. Aber Sandpfote war schön. Sie hatte eine eigenwillige Schönheit an sich, die von Tag zu Tag weiter wuchs. Opalkralle sah den Fremden, doch man kümmerte sich bereits. Daher trottete er zu Mondschatten. „Sie macht es dir nicht gerade leicht“, miaute er freundschaftlich. Sie waren keine Freunde, das war Opalkralle bewusst, aber dennoch wollte er gut dastehen. Bei jedem im Clan. „Ich hab gehört, dass sie es dir übel nimmt, dass du dich verliebt hast. Sowas passiert nunmal, wann es passiert. Und dann...ist es irgendwie falsch. Aber auch irgendwie richtig“, fügte er an und machte ein betroffenes Gesicht. „Wenn sie sich eines Tages verliebt, wird sie dich verstehen. Sie ist noch sehr jung, vergiss das nicht“, miaute er nun aufbauend und richtete seinen Blick auf den Streuner. Er selbst war nicht viel älter, das war ihm durchaus bewusst, aber er hielt sich ohnehin für reifer als Katzen in seinem Alter. Seine Aufmerksamkeit galt nun dem schrecklich vernarbten Kater. „Der sieht fürchterlich aus, oder?“, flüsterte er an Mondschatten gewandt. Er würde den Kater jetzt auf andere Gedanken bringen, damit der wieder froh war, dass er Junge hatte, die dem Clan dienen würden. Egal, wie es in seinem Inneren aussah, nach außen hin war Opalkralle immer ein netter Kater gewesen, stets für seine Clankameraden da. Niemand kannte seine wahren Beweggründe.
Malachitblitz schickte Schneepfote zum Anführerbau. Es gefiel ihm nicht, dass sein Bruder seinen Schüler herumkommandierte. Aber er war nicht blöd, in dieser Situation war es richtig gewesen. Dennoch konnte er nicht sagen, dass es ihm gefiel.



Mondwind hatte im Kriegerbau gesessen. Er war eine Schande. Davon war er überzeugt. Immerhin fand er seine Schülerin...sehr toll. Er mochte sie und in seinem Innern war ihm auch klar, wie sehr. Aber eingestehen wollte er sich das nicht. Es war bestimmt, weil sie ein Erlebnis in ihrer Vergangenheit teilten. Dass sie nicht im Clan geboren worden waren, das war es. Bestimmt nur das. Was sollte es auch sonst sein, sie kannten einander ja kaum...sie war erst ernannt worden. Und doch hatte er das Gefühl, sie zu kennen. Wenn er in ihre Augen sah, dann erkannte er darin eine solche Herzensgüte, dass ihm das Herz überlief. Er würde sie nicht bedrängen oder ähnliches. Er würde ein ehrbarer Mentor bleiben. Und wenn sie in einigen Monden ernannt wurde, dann konnte er weitersehen. Dann durfte er um sie werben. Und dann würde er es auch tun. Er dachte an seine beste Freundin. Es war gar nicht lange her, da hatte sie ihm das Herz gebrochen. Mondwind hatte ihr nie etwas gesagt, hatte er es doch selbst nicht gewusst. Aber er hatte sie geliebt. Und als sie für Opalkralle zu schwärmen begann, war da Eifersucht gewesen. Beißende Eifersucht. Ihm kam ein neuer Gedanke. Vielleicht war das der Grund dafür, dass er Malvenpfote so mochte. Sie hatte keine Vorbehalte gegen ihn und würde die – so Sternenclan will – auch niemals haben. Das ergab für den silbernen Kater Sinn und er war damit zufrieden. Dass die Wahrheit anders sein könnte, kam ihm jetzt nicht mehr in den Sinn. Aber er würde es schon noch merken.
Hoffentlich würde Malvenpfote ihre Aufgabe gut erledigen. Er wollte sie nicht schimpfen, daher hoffte er, dass sie es wenigstens versuchte. So würde er ihr es dann einfach erklären. Das war besser als wenn sie es gar nicht gemacht hatte.
Der Krieger war in Gedanken und wurde herausgerissen, als immer mehr Katzen nach draußen strebten. Was der Grund sein mochte? Er kannte ihn nicht. Daher erhob er sich und folgte den anderen. In der Lagermitte entdeckte er einen Kater. So etwas hatte er wirklich noch nie gesehen! Ein Schaudern huschte über seinen hübschen Körper und er sah sich um. Eschenkralle und Tulpenmond standen vor der Kinderstube, Dornenblüte vor dem Schülerbau. Auch wenn sie gut aufgestellt waren, er trat zu Eschenkralle und blickte von dort aus den Fremden an. Ihm war klar, er war hier eigentlich überflüssig, aber es fühlte sich besser an, hier zu stehen als irgendwo am Rand.



Taubenmohn hatte in ihrem Nest gelegen und gedöst. Viel mehr hatte man bei dem Wetter ja nicht tun können. Also fühlte sie sich nur begrenzt schlecht, weil sie faul herumlag. Sie wäre lieber nützlich gewesen, aber sie konnte es ja nicht ändern. Sie hatte an ihre Mutter denken müssen. Es waren schmerzhafte Gedanken. Gedanken, die sie nicht denken wollte, die sie aber nicht verhindern konnte. Immer wieder bekam sie mit, wie sie zum Werkzeug wurde. Ohne es zu wollen. Immer wieder hatte ihre Mutter ihr neue Väter vorgestellt, wodurch sie ihre Tochter sehr verwirrt hatte. Und jedes Mal hatte Taubenmohn ihr geglaubt. Denn es war ja ihre Mutter und sie nur ein kleines Junges. Heute schämte sie sich dafür. Sie hätte es besser wissen müssen. Zwar hatte sie es beendet, als sie gekonnt hatte, als sie verstanden hatte, aber es war bereits zu spät. Beziehungen waren zerbrochen, Leben beendet. Es war grausam und schmerzhaft und eine Schuld, die sie niemals tilgen könnte. Denn eine Katze wiederbeleben konnte die Kriegerin nicht. Und sie hatte damals so vieles entschieden. Dass sie selbst keine Jungen wollte, dann doch. Aber nur mit einer perfekten Familie, mit einem Vater. Damit die Jungen sich niemals schlecht fühlen mussten. Niemals. Es war wichtig, dass es feste Regeln gab. Sehr wichtig. Sie brauchten das. Nein, vor allem brauchte sie selbst das. Aber bis sie glücklich werden dürfte, da sollte noch Zeit vergehen. Sie musste noch Buße tun.
Sie hörte etwas und hob den Kopf. Nicht nur sie schien es wahrgenommen zu haben. Auch das Geplauder von Tulpenmond verstummte. Alle gingen nach draußen. Also stand auch die silberne Katze mit den dunklen Streifen auf und trat hinaus in den Sturm. Da war ein Kater, der ihr sofort Angst einjagte. Und scheinbar nicht nur ihr. Denn Butterblume starrte ihn an und die Angst der Kätzin roch Taubenmohn bis zu ihrem Standpunkt. Sie sah Malachitblitz, Schneepfote. Dann Jaguarstern. Und dann ging der Kater einfach mit Jaguarstern in den Bau. Taubenmohn wollte nicht, aber die Neugier war da. Sie lief zu Malachitblitz und sah ihn an. „Was ist los? Warum gehen sie in den Bau?“, brach es aus ihr heraus. Sie musste es einfach wissen. Der Clan ging über alles und Jaguarstern war ein guter Anführer. Er würde seine Gründe dafür haben. Da war sie sich mehr als nur sicher.



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BeitragThema: Re: Lager des DonnerClans!   Fr 4 Mai - 18:58

Mondschatten

Der Kater lief durch den Regen zur Kinderstube. „Birnenjunges?“, miaute er, suchend blickte er sich nach dem Jungen um. Erneut hörte er einen Klagelaut, er ging näher an die Wand der Kinderstube, entdeckte das Junge, welches sich dicht an den Dornenwall der Kinderstube gedrückt hatte. „Birnenjunges….was machst du denn hier draußen? Vorallem, bei dem Wetter?“, miaute er besorgt, er neigte den Kopf und leckte den Kopf des Jungen ab, stupste es an. „Komm mit mir, ich bringe dich ins trockene. Sonst wirst du noch krank!“, miaute er fürsorglich. Birnenjunges war von seinem Blut, und auch wenn Sandpfote nicht wollte, dass er Zeit mit der kleinen verbrachte, so würde er sie doch nicht einfach hier im Regen zurück lassen. „Komm, Birnenjunges“, miaute er erneut. Doch das Junge hatte keine Zeit zu antworten, da erschien schon Sandpfote bei ihnen. Schnell war sie bei den beiden und stellte sich dazwischen. „Lass uns endlich in Ruhe!“, fauchte sie ihn an. Dann nahm sie Birnenjunges am Nackenfell hoch und ließ Mondschatten stehen. Der Kater sah den beiden verletzt hinterher. Er hatte doch nur das Junge zurück in die Kinderstube bringen wollen. Damit es nicht krank wurde, leise seufzte er. Er sah auf, als ein fremder Kater ins Lager kam. Der große Kater kniff leicht die Augen zusammen und beobachtete den Neuankömmling. Der Kater war von Narben übersäht, eine Wunde an seiner Schulter blutete und er sah ziemlich fertig aus. „Hallo?“, rief er, seine Stimme vom Schmerz verzerrt. Er humpelte bis zur Lagermitte. „Ich muss mit Jaguarstern reden! Es ist wichtig“, sagte er entkräftet. Mondschatten zuckte mit einem Ohr, woher kannte dieser Kater den Anführer? Mondschatten sah aus den Augenwinkeln, wie Butterblume aus der Kinderstube kam, dann wie erstarrt stehen blieb, er konnte ihre Angst regelrecht riechen. „Butterblume, geh wieder rein, Jaguarstern wird alles regeln“, miaute er zu der Kätzin, er selbst würde keinen Schritt von der Kinderstube weggehen. Zuerst musste man an ihm vorbei, bevor man dort hineingelangte. Mondschatten sah, wie Opalkralle auf ihm zu kam. „Sie macht es dir nicht gerade leicht“, miaute er freundschaftlich. Mondschatten zuckte leicht mit einem Ohr. „Ja, sie ist stur, genau wie ihre Mutter“, erwiderte der Kater ruhig. Mondschatten war verwirrt. Sie beide waren keine Freunde, deswegen verwirrte es ihn, dass Opalkralle mit ihm redete. „Ich hab gehört, dass sie es dir übel nimmt, dass du dich verliebt hast. Sowas passiert nunmal, wann es passiert. Und dann...ist es irgendwie falsch. Aber auch irgendwie richtig“, fügte er an und machte ein betroffenes Gesicht. „Wenn sie sich eines Tages verliebt, wird sie dich verstehen. Sie ist noch sehr jung, vergiss das nicht“, miaute er nun aufbauend und richtete seinen Blick auf den Streuner. Mondschatten schnaubte leise. „Sie nimmt es mir übel, dass ich mich wieder verliebt habe. Sie war meine kleine, mein Engel. Irgendwie,…scheint mir, als wolle sie mir das Leben zur Hölle machen“, miaute er leise. Er selbst sah dann auch wieder zu dem Streuner hin. „Der sieht fürchterlich aus, oder?“, flüsterte er an Mondschatten gewandt. Der Kater nickte leicht. „Ja…ich frage mich nur, woher er Jaguarstern kennt“, miaute er leise zu Opalkralle. Er zuckte mit einem Ohr, als Malachtitblitz Schneepfote losschickte, um Jaguarstern zu holen. Mondschatten sah zu, wie Jaguarstern zu Malachtitblitz und dem Streuner kam, kurz redeten sie etwas miteinander, dann nahm der Anführer den Streuner mit in seinen Bau. Mondschatten keuchte leise. „Er nimmt ihn mit in den Bau? Einen völlig fremden?“, miaute er verwundert. Er verstand nicht, wie der Anführer so mit einer völlig fremden Katze umgehen konnte, immerhin wusste er nicht, ob die Katze friedlich gesinnt war, oder eben nicht. Mondschatten schnaubte leise, er verstand die Welt nicht mehr.
605

Mausepfote

Schnurrend lag die Junge Kätzin mit ihrem besten Freund Schneepfote in einem Nest. Sie legte den Kopf leicht schief, als er redete. “Wenn der Regen nachlässt... wollen wir dann das Lager verlassen? Einfach zusammen auf Entdeckungsreise gehen?“, fragte er Mausepfote, aufgeregt. Mausepfote schnurrte noch mehr, er war einfach süß! „Gerne! Ich habe auch nichts gegen Nasse Pfoten, sollte es noch etwas nieseln. Vielleicht erwischen wir ja auch eine Maus!“, schnurrte sie Kätzin. Aus einem Impuls heraus leckte sie ihm über die Nase. „Ich freue mich schon darauf, Schneepfote!“, schnurrte sie laut. “Lügnerin! Ich weiß ganz genau, dass du es hasst, wenn du nass wirst!“, miaute er lachend und grinste sie frech an, bevor er sie plötzlich mit den Vorderpfoten umschlang und in ihr Ohr schnurrte. Mausepfote quieckte auf und schnurrte, er war so schön warm. Sie lauschte dann seinen Worten, die er ihr ins Ohr flüsterte. “Ich habe schon eine Maus gefangen. Eine Mausepfote.“ Ihr kleines Näschen wurde ganz rot und sie prustete, ehe sie anfing zu lachen. „So klein bin ich aber auch nicht!“, miaute sie zu ihm. Sie schloss für einige Momente die Augen, ehe ihr ein Blutgeruch in die Nase drang. Schneepfote schien es auch zu riechen. Sofort sprang der junge Schüler auf die Pfoten. “Es riecht nach Blut! Komm mit, Mausepfote!“, rief er aufgeregt und stürzte aus dem Bau, blieb jedoch ruckartig stehen, als er einen fremden Kater im Lager entdeckte. Seine Augen wurden groß und sein Mund klappte bei dem Anblick auf. Mausepfote stürmte ihm hinterher, da der andere Schüler allerdings so abprubt stoppte, krachte sie hinten in ihn rein, sie fiel hin und keuchte. „Entschuldige, Schneepfote!“, miaute ise. Sie rappelte sich wieder auf und blickte ebenfalls zu dem Fremden. Die Junge Kätzin schluckte, der hatte so viele Narben! Neben Schneepfote erschien Malachitblitz, er schien angespannt, aber sein Blick war neutral, fast schon freundlich, als er den Fremden anblickte. “Geh Schneepfote. Hol Jaguarstern. Sag ein Verletzter Streuner wäre im Lager und sucht nach ihm.“, vernahm Schneepfote seine Stimme und nickte. Er setzte sich in Bewegung, stürmte zu Jaguarsterns Bau und rannte hinein. Mausepfote blieb dort an der Stelle stehen, sie sah unsicher zu dem Fremden hin. Mausepfote riss ihren Blick von dem Kater los, als sie die Stimme ihrer Mutter hörte. „Mausepfote? Bist du da?“, miaute diese beunruhigt. „Hier bin ich, Mama“, miaute die Schülerin und ging ihrer Mutter entgegen, hinter der Kriegerin kam Rindenfeuer angelaufen, der Kater schnupperte kurz an ihr, was die Schülerin ein wenig verwirrte, dann sah sie wieder zu ihrer Mutter hoch. „Was macht der hier?“, fragte sie verwirrt, mit DER, meinte sie den Streuner. Damit ihre Mutter wusste, was sie meinte, deutete sie mit dem Schweif zu dem Fremden. Mausepfote wandte ihren Blick wieder zu dem Kater, mit erstaunen sah sie, wie Jaguarstern zu dem Kater kam, diesen dann mit in seinen Bau nahm. „Warum nimmt Jaguarstern ihn mit in seinen Bau?“, fragte die Schülerin fassungslos. Sie konnte es einfach nicht glauben, es war doch niemandem gestattet, in den Bau zu gehen.
503

Rindenfeuer

Der Kater lag bei Dornenblüte im Kriegerbau, putzte ihr Fell. Rindenfeuer bemerkte, wie sie nach einiger Zeit in einen unruhigen Schlaf viel, er studierte ihr Gesicht, drückte kurz seine Nase gegen ihre, als er sich vergewissert hatte, dass niemand zusah. Denn sonst würde er dies wohl nie tun. Es ging niemanden an, was die beiden taten, oder nicht. Wahrscheinlich, würde Dornenblüte nicht einmal verraten, dass er der Vater ihres Wurfes war, falls sie überhaupt Junge erwartete. Aber das…ging schon in Ordnung. Er war wahrlich nicht die beste Wahl, das wusste er selbst. Aber er würde diese Kätzin nicht mehr gehen lassen. Rindenfeuer legte seinen Kopf auf ihrem Rücken ab, er schloss die Augen, döste ein wenig und atmete ihren Duft ein. Nach einer Weile, regte sich Dornenblüte unter ihm. Rindenfeuer gähnte schläfrig, Blutgeruch stach ihm in der Nase. Er öffnete die Augen, sah, wie Dornenblüte, zum Eingang des Kriegerbaues. Im Lager liefen einige Katzen herum, von dort kam auch der Geruch. „Was ist denn da los?“, murrte er leise. Dornenblüte erhob sich und stieß Rindenfeuer sachte mit dem Kopf an. „Los, sehen wir nach, was los ist!“, miaute sie und sprang nach draußen. Rindenfeuer erhob sich und trottete ihr hinterher. Sobald er draußen war, umrundete er die Kätzin und sah sich das Geschehen an. Er stand, unbewusst, schräg vor ihr, sodass er sie notfalls in Sicherheit bringen konnte. Ein Kater stand in der Lagermitte, naja, ob man ihn noch Kater nennen konnte, wusste Rindenfeuer nicht. Er war schrecklich entstellt. Der ganze Körper glich einer einzigen Narbe. Rindenfeuer knurrte leise, was suchte dieses Wesen hier? Aber bevor er Dornenblüte fragen konnte, was sie davon hielt, setzte sie sich in Bewegung. Rindenfeuer folgte ihr sogleich, er sah, wie Schneepfote an ihm vorbei zum Anführerbau schoss, sofort eilten seine Gedanken zu Mausepfote. Die beiden Schüler waren unzertrennlich, wo war also die Kätzin? Dornenblüte musste das gleiche denken, denn sie steuerte auf den Schülerbau zu. Sie starrte immer noch den fremden Kater an, Angst lag in ihrem Blick. Am Schülerbau riss sie sich von seinem Anblick los. „Mausepfote? Bist du da?“, miaute sie beunruhigt. Rindenfeuer sah sich auch um, er entdeckte die Schülerin vor dem Bau, sie hatte Schneepfote nachgesehen. „Hier bin ich, Mama“, miaute die Schülerin und ging ihrer Mutter entgegen. Rindenfeuer kam etwas vor, er neigte den Kopf und schnupperte kurz an Mausepfote, ob sie wunden hatte, oder dergleichen. Man wusste schließlich nie. Mausepfote schien dies zu verwirren, aber sie fasste sich schnell wieder, sah zu Dornenblüte hoch. „Was macht der hier?“, fragte sie verwirrt. Rindenfeuer dachte im ersten Moment, dass die Schülerin ihn meinte, aber dann deutete sie mit dem Schweif zu dem Fremden. Rindenfeuer sah wieder zu dem Kater, ein leises knurren entwich ihn, als Jaguarstern den Streuner mit in seinen Bau nahm. Soetwas gehörte sich nicht! „Warum nimmt Jaguarstern ihn mit in seinen Bau?“, fragte die Schülerin fassungslos. Stumm stimmte Rindenfeuer der Frage zu, er verstand es schließlich auch nicht. Aber er war kein Anführer, also konnte es ihm relativ egal sein.
504


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Wenn ich nach 4 Tagen in den Clans nicht geantwortet habe bitte schickt mir eine PN [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]

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BeitragThema: Re: Lager des DonnerClans!   Sa 5 Mai - 20:03

Salzpfote
Erwähnt: Malachitblitz, Jace, Jaguarstern Angesprochen: Sonnenpfote, Mausepfote, Dornenblüte, Rindenfeuer

Irgendwie hatte sie Mitleid mit der anderen Schülerin. Sie wirkte so unglücklich und offensichtlich schien sie etwas innerlich zu quälen. Und auch wenn Salzpfote neugierig war, unterdrückte sie dieses Gefühl. Die beiden Kätzinnen waren nicht gut genug befreundet, dass sie einfach so fragen würde, was sie beschäftigte. Wahrscheinlich würde sie eh nur eine abweisende Antwort erhalten und sie wollte nicht einen noch aufdringlicheren Eindruck machen. Also blieb sie still, auch wenn die unausgesprochenen Fragen auf ihrer Zunge brannten.
Plötzlich stellte Sonnenpfote eine Frage, die sie überraschte. Und ganz kalt erwischte. Ja, sie und Malachitblitz...wegen ihrer Baugefährtin war es ihr für wenigstens eine kurze Zeit gelungen, den Kater und das Geschehen aus ihrem Kopf zu verbannen.
Salzpfote verzog das Gesicht, um den Schmerz zu verbergen, der sich sicherlich darauf wiederspiegelte. "Ich weiß nicht genau", antwortete sie schließlich ein wenig abwesend. "Wir sind uns schon näher gekommen, aber selbst wenn da etwas zwischen uns war, ich habe es kaputt gemacht." Sie versuchte es wegzulachen, aber es klang ein wenig erbärmlich. "Es lohnt sich also nicht, darüber zu reden!", miaute sie dann und lächelte dann schwach. Kurz zögerte sie. Sollte sie nun nach Opalkralle fragen? Es wäre sicherlich nicht falsch, nun dieselbe Frage zurückzustellen, aber irgendetwas in ihr hielt sie noch zurück. Vielleicht war es die Tatsache, dass Sonnenpfote einfach nicht glücklich aussah. Obwohl sie doch mit dem mehr als gutaussehenden Krieger sehr zufrieden sein konnte...
Vielleicht hat sie es ja auch so ruiniert wie ich, überlegte Salzpfote. Vielleicht bin ich ja nicht die einzige, die falsche Entscheidungen trifft.
Mit diesem Gedanken fasste sie mehr Mut und gerade, als sie die Frage aussprechen wollte, hörte sie Geräusche im Lager.
"Da scheint etwas zu passieren! Lass uns mal nachsehen", meinte sie, rappelte sich hastig auf und lief nach draußen in den Regen.
Sie staunte nicht schlecht, als sie dort einen fremden Kater erblickte. Zwar kannte sie nicht viele Katzen aus den anderen Clans, doch die verwirrten Blicke, die sie auf den Gesichtern der DonnerClankatzen sah, sagten ihr, dass dies wahrscheinlich ein Streuner war. Doch seine Muskeln sagten eindeutig, dass er nicht mindere Kampferfahrungen hatte, als die Krieger. Und ein Kratzer an seiner Schulter beweiste, dass er erst gerade ein Gefecht hinter sich hatte. Salzpfote hielt die Luft an. Der Kater löste gemischte Gefühle in ihr aus. Zum einen war sie neugierig, warum er hier war, zum anderen versetzte sein Anblick sie in Schrecken. Wie sollte sie als Kriegerin jemals Streuner aus dem Territorium vertreiben, wenn sie so aussahen?
Mit einem Mal kam Jaguarstern aus seinem Bau. Sie wartete schon eine große Ansprache, hoffte Antworten zu bekommen, allerdings gingen die beiden Katzen einfach in den Bau des Anführers. War Jaguarstern mutig oder leichtsinnig? Warum tat er das? Der Streuner sah definitiv nach Gefahr aus und wie niemand, dem man vertrauen sollte.
Unruhe packte sie und schließlich hielt sie den Druck der Fragen nicht mehr aus. Dornenblüte, Rindenfeuer und Mausepfote standen ebenfalls vor dem Schülerbau und beobachten das Geschehen.
"Was ist da gerade passiert?", platzte es aus ihr heraus und sie hoffte, dass die anderen mehr wussten als sie.
Auf einmal wurde ihr Blick von einem Kater angezogen und ihr Herz klopfte gleich doppelt so schnell. Innerlich verwünschte sie sich sofort. Ein fremder Kater kam verletzt in das Lager, alles war furchtbar verwirrend und ziemlich beängstigend, aber sie hatte trotzdem diese Schmetterlinge im Bauch beim Anblick von Malachitblitz. Als ob es nichts Wichtigeres im Moment gebe! Es war doch zwischen ihnen eh vorbei, bevor es überhaupt richtig anfangen konnte. Also waren alle Gedanken und Gefühle an ihn eh Verschwendung...Es war die Wahrheit, auch wenn diese verdammt wehtat.



Birnenjunges


Anscheinend war ihr Versteck nur halb so gut, wie sie gehofft hatte. Denn kaum hatte sie sich verkrochen, kam auch schon Mondschatten auf sie zu.
Ihr Großvater. Der Kater, den ihre Mutter über alles zu hassen schien. Und auch wenn Birnenjunges es in diesem Moment nicht gerne zugab, sie vertraute auf das Urteil von Sandpfote. Sie hatte noch nicht wirklich die Fähigkeit, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden und war, was das anging, noch auf sie angewiesen. Obwohl...konnte sie ihr jetzt noch vertrauen? Mondschatten schien auch jetzt wieder sehr freundlich, machte sich offensichtlich Sorgen um sie und wollte ihr helfen.
Doch noch ehe sie etwas antworten konnte, kam auch schon Sandpfote angelaufen, ihr Blick wütend, als sie ihren Vater sah. Sie fauchte ihn an, nahm Birnenjunges, die sich schwach wehrte, am Nackenfell hoch und trug sie zurück. Aus dem Augenwinkel sah das Junge einen Kater, der in das Lager stürmte und auf der Stelle die Aufmerksamkeit sämtlicher Katzen auf sich zog. Für einen Moment vergaß sie, was sie gerade gehört hatte und verrenkte den Kopf, um noch einen Blick auf ihn zu werfen.
Aber von ihrem Punkt aus konnte sie nicht wirklich etwas erkennen und ihr blieb nichts anderes übrig, als niedergeschlagen herunterzubaumeln. Endlich ließ Sandpfote sie herunter und der Blick aus den Augen ihrer Mutter brach Birnenjunges fast das Herz. Sie sah so besorgt aus, beinahe schon ängstlich.
Die Frage, ob sie ihre Tochter denn überhaupt liebe, lag auf ihrer Zunge, doch die Antwort war der sandfarbenen Schülerin direkt ins Gesicht geschrieben.
"Erzähl mir, was passiert ist", forderte die dann mit bemüht kräftiger Stimme. "Warum wolltest du mich nicht? Wie hast du meinen Vater kennengelernt?" Ein Kloß bildete sich in ihrem Hals. Zum einen wusste sie, dass sie keine Ruhe mehr finden würde, wenn sie diese Dinge nicht erfuhr, zum anderen wurde ihr mit jedem Moment deutlicher, dass die Geschichte nicht schön war. Und dass sich ihre Welt ein weiteres Mal heute komplett verändern würde.


Buchenmond


Buchenmond sah der Kätzin nachdenklich hinterher. Er erinnerte sich wieder an die Aussage von Jaguarstern, dass jede Kriegerin Königin werden solle. Die ersten schienen diesem Ruf bereits zu folgen. Und wenn sich weitere dem anschließen würden, würde es sehr bald viele Junge zu versorgen und Geburten geben. Wahrscheinlich sollte er schon einmal passende Kräuter sammeln, um den Milchfluss zu verstärken und für die Gesundheit der Mütter zu sorgen. Nach den vielen Jungen würden viele Schüler kommen, die ausgebildet werden müssten und erst dann konnte der DonnerClan die Stärke erlangen, von der Jaguarstern gesprochen hatte. Zwar fand der Heiler es an sich gut, dass der Anführer seinen Clan stärken wollte, allerdings war es ein langer, anstrengender Weg.
Der Kater wurde aus seinen Gedanken gerissen, als laute, hektische Stimmen von draußen in seinen Bau drangen. Er wollte gerade seine alten Knochen in Bewegung bringen, um nachzusehen, was diesen Lärm verursachte, da hörte er auch schon Eichenjunges, der nach ihm rief. Es schien also wirklich etwas los zu sein.
Blinzelnd trat er in den Regen und trat auf die Lichtung, auf welcher sich schon sämtliche andere Katzen versammelt hatten. Schnell wurde Buchenmond bewusst, was der Grund für die Aufregung war. Ein großer, muskulöser Kater stand in der Mitte, dem Geruch nach eindeutig Streuner. Besonders auffällig war die große, offenbar frische Wunde, die wahrscheinlich aus einem Kampf stammte.
Der Regen hatte sie jedoch schon gut ausgewaschen und auch wenn sie sicherlich sehr weh tun müsste, sie lief momentan nicht Gefahr sich zu entzünden. Andere Heiler hätten sich trotzdem bestimmt sofort um den Verletzten gekümmert, doch Buchenmond setze sich erst einmal an den Rand und sah zu. Er wusste nicht, was der Fremde wollte und bevor er das nicht wusste, würde er keine wertvollen Kräuter an Streuner vergeuden. Wichtiger war erst, dass er sich vor Jaguarstern rechtfertigte. Der Anführer kam auch schon aus seinem Bau und führte den anderen dann wieder hinein.
Buchenmond runzelte die Stirn. Dies war sicherlich nicht die übliche Weise, wie man mit einem Streuner umging. Irgendetwas sagte ihm, dass dies nicht einfach nur fahrlässig war. Nein, Jaguarstern war nicht der Typ, der solche Art von Fehlern beging. Er schüttelte resigniert den Kopf. Warum konnten Dinge nicht so unkompliziert wie früher im WisperClan sein?


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BeitragThema: Re: Lager des DonnerClans!   So 6 Mai - 16:09

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Malachitblitz
13 Monde | Donnerclan | single – hegt Gefühle für Salzpfote
ERWÄHNT: Eichenjunges, Jaguarstern, Jace, Mondwind, Tulpenmond, Eschenkralle, Salzpfote ANGESPROCHEN: ---

Anfangs noch freundlich wurde der Krieger mit der Zeit misstrauisch. Irgendwas stimmte an dem Kater nicht und es war nicht nur der vernarbte Körper.

Alleine die Tatsache, dass er Jaguarstern sprechen wollte... woher kannten sich die beiden Kater? Jaguarstern hatte immer den Eindruck gemacht, als würde er nichts von Streunern halten... und nun stand einer dieser Katzen mitten im Lager und wollte den Anführer sprechen. Kannte ja sogar dessen Namen! Irgendwas stimmte hier nicht... die ganze Sache stank doch nach Fuchsdung...
Als Eichenjunges sich näherte und sich im Hintergrund hielt, bewegte sich Malachitblitz so, dass er den jungen Kater vor den Augen des Streuners verdeckte. Lieber wäre es ihm gewesen, dass das Junge sich im Jungenbau aufgehalten hätte... nicht sichtbar für die Augen des Fremden und beschützt von Eschenkralle und Tulpenmond, zu denen sich nun auch Mondwind stellte. 
Da trat Jaguarstern aus seinem Bau und tat etwas, was selbst bei Malachitblitz dafür sorgte, dass sich sein Fell voller unbehagen aufstellte – er nahm den Fremden mit. Entfernte ihn von den Augen seiner Krieger, entfernte sich von ihrem Schutz. Seit wann war Jaguarstern so unvorsichtig? Oder hatte er Geheimnisse vor seinem Clan?
Der Kater wollte nicht so denken, doch den Umständen entsprechend huschten diese Gedanken durch seinen Kopf und ließen sich nicht mehr verscheuchen. Gerne hätte er mit jemanden darüber gesprochen, seine Zweifel deutlich gemacht... aber er wusste nicht, wem er wirklich vertrauen könnte. Denn solche Gedanken grenzten in seinen Augen fast an Verrat... an seinen Bruder konnte er sich nicht wenden.Sie standen sich nicht sonderlich nahe und viel zu eng war dieser an Jaguarstern gebunden.

Auch die Warnung die der vernarbte Kater ausstieß war in den Augen Malachitblitz seltsam... wenn er sich doch in ein Hauskätzchen verliebt hatte... warum war er nicht bei diesem. In Sicherheit? Woher wusste er von den Streunern? Gehörte er zu ihnen? Wenn er nicht sterben wollte... warum war er dann hier her gekommen um sie angeblich zu warnen?
Und auch die Aussage, dass niemand seinen Körper berühren durfte... obwohl er verletzt war. Was erwartete er, was sie taten? Gift in die Wunden streichen? 
Nein... die ganze Geschichte passte vorne und hinten nicht. Irgendwas... stimmte nicht. Nur wusste Malachitblitz nicht was. Er würde erst einmal abwarten... Stillschweigen bewahren. Bis Jaguarstern eine Erklärung lieferte. Sein Anführer würde schon einen triftigen Grund dafür haben!
Plötzlich begann sein Fell zu kribbeln und als er den Kopf wandte, blickte er direkt in ein paar strahlend-grüne Augen.Sein Herz begann zu rasen und für wenige Herzschläge blickte er die Kätzin an... doch dann ging ein Ruck durch den Körper des Kriegers und er brach den Blickkontakt ab, wandte der Kätzin den Rücken zu. 
Zu frisch war noch ihre Abweisung... und auf ihr nachfolgendes Mitleid konnte er auch verdammt gut verzichten...

Da trat Taubenmohn zu ihm und fragte ihn, was das alles solle und der Kater schüttelte den Kopf. “Ich weiß es nicht... aber ich hoffe, Jaguarstern weiß, was er da tut. Ich finde es sehr riskant, den Fremden in seinen Bau zu führen...“, miaute er an die Kriegerin gewandt.


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Butterblume
15 Monde| Donnerclan | single | Tragend
ERWÄHNT: Malachitblitz, Jace, Jaguarstern, Eschenkralle, Tulpenmond, Mondwind ANGESPROCHEN: Dornenblüte, Mondschatten

Sie konnte sich nicht bewegen... wie gelähmt stand sie dort und blickte den Fremden an.Sah den vernarbten Körper... fast schon zerstört. Sah die stählerne Härte, die jede Bewegung ausstrahlte...
Die Kätzin sah, wie er sich im Lager umsah und sein Blick auf sie fiel. Die Zeit schien für sie still zu sehen, als die dunkelbraunen Augen sie gefangen nahmen. Ihr Puls beschleunigte sich, sie drohte zu hyperventilieren. Angst...pure, nackte Angst ermächtigte sich ihrer. Sie wollte fliehen, zurück in die Sicherheit des Jungenbaus. Doch ihr Körper folgte nicht den Befehlen, die sie ihm gab.

Selbst als Malachitblitz sich dem Kater näherte und sein Blick sie nicht mehr zu fangen schien, stand sie regungslos da. Erst die Stimme Mondschattens brachte wieder Leben in die Kätzin. Seine Worte kamen ihr gerade recht und fast war sie geneigt, ihnen Folge zu leisten und sich in den Schutz des Jungenbaus zurück zu ziehen. Wo ihre Freundin war und wo sie von Eschenkralle, Tulpenmond und Mondwind beschützt wurde. Sie hatte bereits einen Schritt nach hinten getan, als sie stehen blieb.
Nein!, dachte sie sich. Nein! Sie würde sich nicht wie ein feiges Hauskätzchen verstecken und sich von ihren Clan-Kameraden schützen lassen! Sie war eine Clan-Katze! Sie war eine Kriegerin!
Butterblume schüttelte den Kopf, ihr Blick war entschlossen. “Nein!“, miaute sie an Mondschatten gewandt. “Ich bin ebenso bereit, den Clan zu schützen, wie alle anderen!“

Ihre Worte waren mutiger als sie sich fühlte... trotzdem tapste sie schnell hinüber zum Bau der Schüler, wo Dornenblüte kampfbereit stand und den fremden Kater feindselig betrachtete. Kurz huschte ihr Blick zurück zum Jungenbau, wo Eschenkralle in genau der gleichen Haltung stand.
Und Butterblume entschied, dass sie keine der beiden Katzen jemals würde verärgern wollte.
Ihr Blick flog zurück zum Fremden, als Jaguarstern aus seinem Bau trat und ihn mit sich nahm – in seinen Bau. Erschrocken keuchte Butterblume und sah zu Dornenblüte. “Wie kann Jaguarstern nur so riskant sein?“, hauchte sie an ihre Clan-Kameradin gewandt. Viel zu riskant erschien es ihr, dass der Anführer mit dem vernarbten alleine war...

//Rest folgt im nächsten Post\\



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Ein großes Danke an Gigi (Blutseele) für die tolle Siggi! <3

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BeitragThema: Re: Lager des DonnerClans!   Mi 9 Mai - 22:37

Jaguarstern sah den Kater an. Es war nur ein Satz, den der Kater von sich gab, aber er bedeutete wahnsinnig viel. „In zwei Tagen?“, fragte er nur. Mehr musste er nicht wissen. Er kannte den Plan, er wusste, worum es ging und was es bedeutete. Und er musste sich beeilen, denn sein Clan würde es nicht gutheißen, dass er allein mit einem Streuner war. Der zernarbte Fremde nickte und damit würde nun das Schauspiel beginnen. Jaguarstern erhob sich. „Ich hoffe, du hast dir deine Geschichte gut überlegt“, miaute er noch und ging zum Ausgang seines Baus. Wütend blickte er sich um. „Wo ist Brombeerfrost?!“, miaute er laut und sichtlich wütend. Doch sein Stellvertreter war nirgends zu sehen. Das war sehr gut. So legte er die Schuld auf jemand anderen. Lenkte die Verantwortungslosigkeit auf jemand anderen, der ihm eh ein Dorn im Auge war. Er ließ seinen Blick schweifen. Er konnte Malachitblitz ausmachen, der mit Taubenmohn zu sprechen schien. Die war aber nur eine Kätzin, von daher wäre stören in Ordnung. Bei Mondschatten und Opalkralle wäre das etwas anderes. Und auf Eschenkralle hatte er keine Lust. Dieser Kater war ihm zuwider, weil seine Gefährtin ihm zu wichtig war. Eschenkralle kannte seinen Platz nicht. Der war nämlich nicht an Silberlichts Seite. Sie gehörte an seine Seite, da war kein Platz mehr für diesen Kater. Auch wenn er seine Ansichten teilte, wie er wusste, es behagte ihm gar nicht, dass Silberlicht Kontakt zu ihm hatte. Genau deswegen hatte er die beiden Kater engagiert. Elsterngold und Braunschatten waren bisher eine gute Entscheidung. Sie hielten Eschenkralle fern, ohne das Silberlicht wusste, dass er es versuchte. So dachte sie einfach, dass er sich nicht mehr für sie interessierte. Und das war genau das, was er wollte! Eschenkralle würde kein Teil des Lebens seiner Gefährtin sein! So wie auch kein anderer Kater, der sie begehrlich ansah. Wenn erst die Streuner hier wären, könnte er all jene aus dem Weg räumen, die zu viel ihrer Liebe und Zuneigung bekamen. Sternschweif, Kornblüte...sie waren ihr zu wichtig. Sie würden weichen müssen.
Jaguarstern erinnerte sich, was er vorgehabt hatte. „Malachitblitz!“, miaute er laut. „Da Brombeerfrost ja scheinbar wichtigeres zu tun hat, wirst du mich und den Fremden begleiten!“, ordnete er laut an. Er duldete keinen Widerspruch, was das anging. Und das machte er deutlich. Als Malachitblitz nah genug an ihn herankam, nickte er. „Ich will nicht allein mit einem Fremden sein. Das erscheint mir zu riskant. Ich weiß nicht, was Brombeerfrost mal wieder tut. Aber zum Glück ist er ja nicht der einzige Krieger hier, nicht wahr?“, miaute er nun scheinbar vertraut, doch auch angespannt, was auf die Situation angepasst war. Dann führte er den Krieger in den Bau hinein. „Also, Fremder. Nun, da alle anwesend sind, kannst du mit deinem Bericht beginnen. Was suchst du hier? Woher kennst du meinen Namen?“, miaute er kalt, distanziert und vielleicht sogar ein wenig feindselig. Skeptisch wirkte er auf jeden Fall. Sein Blick war auf den Kater seiner Schwester gerichtet und er überlegte bereits, was er tun sollte. Wenn er den Streuner gehen ließ, wäre der Clan gegen ihn. Und das war ihm zu riskant. Auch wenn in zwei Tagen die Streuner kamen...er wollte nichts riskieren. Also würder der narbige Kater hierbleiben. Und er musste jemand anderen zu Vitani schicken. Jemanden, dem er zu zumindest etwas vertraute...oder der hinter ihm stand. Opalkralle jedoch war sein bester Freund. Man würde es ihm als Verrat auslegen. Und sein Freund sollte nicht geschädigt werden...




//sorry



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BeitragThema: Re: Lager des DonnerClans!   Do 10 Mai - 9:48

Malvenpfote hatte dem Ältesten aufmerksam zugehört. Sie war völlig verzaubert von den Worten Rabenklaue's. Wie gerne hätte sie doch seine Schwester kennen gelernt. Ob sie tatsächlich so wunderschön war, wie der alte Kater berichtete? Bei seinen abschließenden Worten kuschelte sich die rot getigerte junge Schülerin an den Kater. Sie bemerkte, dass er trauerte und wollte ihm Trost spenden, wusste nur nicht genau, was sie tun sollte. Also stellte sie Fragen zu seiner Geschichte, wollte noch mehr wissen, was in dem Leben des Ältesten alles geschehen war.
Dann sprach der Älteste weiter, Malvenpfote lauschte ihm voller Neugierde. 'Regensturm und Rabenklaue haben versucht für Krähenflügel weiter zu leben. Als wäre sie nach wie vor bei ihnen und würde alles miterleben, was die beiden taten.', dachte sich die kleine rot getigerte und ihre Ohren zuckten, als der Älteste berichtete, dass er und sein Freund schließlich zu Mentoren wurden. Schon bei der Erzählung über die beiden Schüler bemerkte Malvenpfote die Wärme in der Stimme des Katers, als er von Tränenpfote anfing zu sprechen.
"Ist es verboten als Mentor mit einem Schüler zusammen zu sein?", fragte die Schülerin dazwischen, die nicht so ganz verstand, wie der Älteste das meinte. Unwillkürlich musste sie an ihren eigenen Mentor Mondwind denken. Was der Krieger wohl gerade tat? Schlief er im Bau der Krieger oder langweilte er sich und konnte wegen des Regens nichts tun? Blinzelnd fragte sich die Schülerin, weshalb sie gerade jetzt an ihren Mentoren dachte.
Doch schnell konzentrierte sich Malvenpfote wieder auf die Geschichte des Ältesten, der erzählte, dass die beiden Schüler zu Krieger ernannt wurden, Rabenklaue und Tränentau wurden Gefährten und wie Tränentau dann Junge bekam. Ein leises Schnurren machte sich in der kleinen Katze breit. Es war einfach liebreizend, wie der Älteste von seinen beiden Töchtern sprach. Das war wirklich bedingungslose Liebe. Ob auch Malvenpfote eines Tages diese Art von Liebe erfahren wird? Einen Gefährten haben und gar Junge bekommen? Sie wusste, momentan bekamen immer mehr Katzen des DonnerClans Junge. Unbedingt musste sie mal in der Kinderstube vorbei schauen. Nur zu gerne erinnerte sie sich an ihre eigene Jungenzeit zurück und wie sie die Schüler damals bewundert hatte und sich immer gefreut hatte, wenn diese ihr Aufmerksamkeit schenkten und etwas mit ihr unternommen haben.
Malvenpfote freute sich für Rabenklaue, dass er eine Tochter bekam, die seiner verstorbenen Schwester so ähnlich war. Auch wenn sie selbst nachvollziehen konnte, dass es manchmal bestimmt schwer war sie anzusehen, wenn er dann seine Schwester in ihr entdeckte. Die Schülerin rieb schnurrend ihr kleines Köpfchen an Rabenklaue, während dieser weiter sprach. Kurze Zeit lang sagte keine der beiden ein Wort, bis der Kater seine Geschichte wieder aufgriff. Doch als er berichtete, wie Tränentau anfing zu Husten, verstummte das Kätzchen und starrte den Ältesten mit großen traurigen Augen an. Monde lang war der Älteste an der Seite seiner Gefährtin verweilt, hatte zugesehen, wie es ihr immer schlechter und schlechter erging, bis sie schließlich gestorben war. "Wieso hat der Heiler nichts tun können? Ich dachte Heiler können immer etwas tun, um zu helfen!", klagte die rot getigerte Kätzin und konnte den Schmerz des Katers nachempfinden.
Der Kater neben der Schülerin schwieg, trauerte stumm um seine Liebe. Malvenpfote ließ ihm seine Zeit, doch nach einer Weile hatte sich eine weitere Frage in ihrem Kopf manifestiert. Eine Frage, deren Antwort vermutlich auch traurig sein würde, schließlich war der Älteste alleine. Dennoch wollte Malvenpfote die ganze Geschichte kennen lernen. Wollte wissen, was geschehen ist. "Rabenklaue, was ist aus seinen Töchtern geworden?", fragte die Schülerin schließlich, zögernd. Sie hoffte, die Erinnerung an die Töchter würde den Kater zunächst ablenken. Auch wenn sie wusste, sie waren bestimmt ebenfalls tot und diese Erinnerung würde sicher auch schwer sein für ihn.

// 613 Wörter


Wenn ich nach 3 Tagen nicht im RPG antworte, schreibt mir zur Erinnerung bitte eine Pm![Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
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BeitragThema: Re: Lager des DonnerClans!   Do 10 Mai - 18:41

Eichenjunges blickte verdutzt, als ihn der Anführer mit in seinen Bau nahm. Ihm fehlten kurz die Worte. War das nun leichtsinnig? Hatte er keine Angst? Aber Jaguarstern war nicht der Kater welcher vor so einem Streune Angst hätte, er wird schon auf sich aufpassen können aber ungewöhnlich war es denn noch. Buchenmond kam aus seinem Bau und beobachtete die Situation. Eichenjunges setzte sich neben ihm und schwieg noch einen Moment. Er mußte das was eben geschehen war erstmal sacken laßen. Er war sprachlos, er konnte sich keinen Reim drauf machen was dort vor sich ging. Seine Augen schienen ins Lager gerichtet aber sein Blick war leer. Nach einem Moment der geistigen Verwirrung meldete er sich etwas zaghaft zu Wort, "Was...", er stockte kurz und richtete seinen Blick wieder mit voller Konzentration auf Buchenmond, "Was ist hier gerad passiert?"
Jaguarstern verließ wieder seinen Bau ohne den Fremden und ging auf Malachitblitz zu. Beide zusammen gingen sie wieder in den Bau. Es war wahrhaftig keine alltägliche Situtation hier im Lager. Auch war dies bestimmt der erste Streuner denn er je gesehen hatte. Zu gern wär er jetzt mit dort drinnen und würde wissen was dort passierte.

Angesprochen: Buchenmond
Erwähnte: Malachitblitz, Streuner, Jaguarstern


Zuletzt von Nebelklaue am Do 10 Mai - 20:45 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Lager des DonnerClans!   Do 10 Mai - 20:32

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Malachitblitz
Infos: 13 Monde, Donnerclan, single – hegt jedoch Gefühle für Salzpfote
ERWÄHNT: Taubenmohn, Jaguarstern, Jace ANGESPROCHEN: ---

Der graue Krieger war unruhig. Er machte sich Sorgen und dieser Gemütszustand war offensichtlich.
Malachitblitz war kein guter Lügner... Zudem war es ihm auch unangenehm, die Wahrheit zu verbergen, sodass ihm sprichwörtlich auf die Stirn geschrieben war, wenn er doch einmal eine zu gebrauchen versuchte. Man konnte in ihm lesen wie in einem offenen Buch.
Im Grunde sah er nichts schlechtes darin... mit Ehrlichkeit kam man letztendlich am weitesten. Lügen kamen irgendwann ans Licht... fing man mit einer an, musste man weiter machen und verstrickte sich in einem unentwirrbaren Netz. Die Kehrseite der Medaille war allerdings, dass er häufig verletzt wurde... Seine Gefühle offen zu zeigen galt scheinbar nicht als sonderlich interessant... Dies hatte Salzpfote ihn mit aller Härte klar gemacht, ohne auch nur ein Wort sagen zu müssen.
Ehre und Treue zählten heutzutage wohl nicht mehr... die Kätzinnen sahen ihn nur als Freund – als Gefährten suchten sie sich einen anderen Typ Kater. Bisher hatte es ihn eigentlich weniger gestört...
Malachitblitz schüttelte den Kopf. Es brachte nichts, wenn er seinen trüben Gedanken nachhing. Es gab jetzt wichtigeres als sein Gekränktes Ego.
Der Kater wollte sich gerade erneut an Taubenmohn wenden, als ihn die Stimme seines Anführers unterbrach. Der Kopf des Donnerclan-Kriegers wandte sich Jaguarstern zu, der leicht verärgert klang und nach seinem zweiten Anführer rief. Doch Brombeerfrost war nicht zu sehen. Ungewöhnlich, denn normalerweise war der Kater keiner, der sich vor seinen Pflichten drückte.
Er sah, wie die Köpfe seiner Clan-Kameraden sich umblickten und welche wie er nach dem braun-rot getigerten Kater sahen.
Ihn unterbrach abermals die Stimme des Anführers, als Jaguarstern seinen Namen rief und meinte, dass er ihn zu dem Fremden begleiten solle – und sein Stellvertreter scheinbar wichtigeres zu tun hatte...
Malachitblitz hatte ein mulmiges Gefühl, trotzdem näherte er sich dem Anführer und seine Ohren zuckten, als dieser meinte, dass es ihm zu riskant wäre, mit einem Fremden alleine zu sein.
Der Krieger nickte zustimmend und ihm fiel sichtlich ein Stein vom Herzen. Er zögerte nicht eine Sekunde und glaubte die Worte, hatte Jaguarstern ja keinen Grund zu lügen. Trotzdem verunsicherte es ihn noch, dass der Fremde so Zielsicher nach dem Donnerclan-Kater geschrien hatte. Aber vielleicht würde sich dies auch gleich aufklären?
Sagen tat Malachitblitz nichts zu der Aussage, er wusste, wann er den Mund zu halten hatte und einfach nur zuhören musste.
So folgte er in den Bau und warf dem Fremden einen Zweifelnden Blick zu. Er war ihm nicht geheuer, irgendwas stimmte mit dem Fremden nicht.
Der Krieger setzte sich seitlich hinter seinen Anführer, bereit, sich im Notfall zwischen Jaguarstern und den Fremden zu werfen. Nicht, dass er sonderlich viel würde ausrichten können – aber immerhin würde er den Kater aufhalten können, bis andere Krieger eintrafen, um Jaguarstern zu beschützen.
Er hörte zu, wie Fragen gestellt wurden und gebannt wartete er auf die Antwort des vernarbten Katers.

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Schneepfote
Infos: 6 Monde, Donnerclan, single – zarte Gefühle für Mausepfote erwachen
ERWÄHNT: Malachitblitz, Jaguarstern, Dornenblüte, Mausepfote ANGESPROCHEN: ---

Aufgeregt war der junge Kater und seine Pfoten kribbelten voller Nervosität. Wer war der Fremde? Was wollte er von Jaguarstern? Warum war er hier?
So viele Fragen schossen dem Schüler durch den Kopf und er musste sich beherrschen, nicht wie ein aufgeschrecktes Huhn herum zu hüpfen.
Eben noch hatte er mit seiner besten Freundin im Schülerbau gekuschelt, hatte sie geneckt und Pläne geschmiedet – und im nächsten Moment wurde er von Malachitblitz zum Anführer geschickt, um diesen von dem Fremden Kater zu berichten, der das Lager betreten hatte.
Stolz auf diesen Auftrag hatte er sich zu Jaguarsterns Bau aufgemacht, vor lauter Aufregung vergessen sich anzumelden. Einfach rein gestürmt war er, die Worte purzelten aus seinem Mund und flink war er zum Ort des Geschehens zurück gekehrt.
Allerdings war er so weit entfernt, dass er die Worte nicht verstand, die gesprochen wurden und geknickt ließ er die Ohren hängen. Er blickte zum Schülerbau, sah Mausepfote bei Dornenblüte. Er wollte nicht stören, während sie bei ihrer Mutter war und blieb deshalb an Ort und Stelle sitzen.
Jaguarstern hatte den Fremden inzwischen in seinen Bau gerufen und war kurz danach erneut erschienen. Holte Malachitblitz dazu und kurz fühlte der Schüler Neid. Er wäre gerne an Stelle des Kriegers gewesen und hätte den Anführer begleitet...
So wartete er also einfach nur und hatte Zeit, nachzudenken.
Er dachte an die Worte seiner Freundin, dass sie überhaupt nicht klein wäre und ein sanften Lächeln erschien auf seinem Gesicht. Dabei war sie sehr wohl winzig. Und mit jedem Mond der verging, schien er sie noch weiter zu überragen. Nicht, dass es ihm nicht gefiel... er hatte das Gefühl, er könne sie beschützen. Mit seinem Körper abschirmen, wenn ihr Gefahr drohte!


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Ein großes Danke an Gigi (Blutseele) für die tolle Siggi! <3

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BeitragThema: Re: Lager des DonnerClans!   Fr 11 Mai - 10:55

Es war noch nicht oft geschehen, aber dieser Kater machte Jace irgendwie Angst. Vitani und Damien waren bereits sehr eindrucksvoll, aber dieser hier war anders. Er war größer als die anderen beiden, doch nichts an ihm zeigte eine Narbe, obwohl er ja wusste, dass er bereits getötet hatte. Scheinbar hatte keiner eine Chance gehabt. Und nun saß er ihm seelenruhig gegenüber, felsenfest. Auf Jaguarsterns Frage nickte er nur. Er kannte die Pläne so weit, dass er es sich denken konnte. Aber er musste dazu nichts mehr sagen. Der Anführer des Donnerclans hatte ihn verstanden. Nun meinte dieser, er habe hoffentlich seine Geschichte gut geübt, und verließ kurz den Bau. Wieder kam er mit einem unscheinbaren Kater, dem seine Gefühle ins Gesicht geschrieben standen. Eigentlich war es Jace mehr als egal, aber Vitani hatte ihm diese Aufgabe übertragen. Und er brauchte Vitani für seine Rache an Loki. Sein Herz sehnte sich danach, die Brust des anderen aufzureißen und ihn für immer zu vernichten. Er war kein leichter Gegner, man durfte ihn nicht unterschätzen. Denn sonst käme er davon. Und das durfte nicht passieren.
Mein Name ist Jace. Ich bin im Zweibeinerort aufgewachsen, auf der Straße. Hab mich recht früh ein paar Streunern angeschlossen. Ich hab nicht immer alles richtig gemacht. Ich hab ihnen geholfen, gekämpft und auch getötet. Das will ich gar nicht verheimlichen. Aber dann...“ Jace überlegte einen Moment. Er hatte keine Ahnung, was für ein Hauskätzchen es sein sollte. Da fiel ihm die Katze im Lager ein. Sie war ihm aufgefallen, an sie würde er sich erinnern können. „Ich hab ein Hauskätzchen getroffen. Sie ist wunderschön. Rotgetigert, schlank. Ein Traum von einer Katze, wenn ich das so sagen darf. Und sie ist es, für die ich mich ändern möchte. Doch ich bin nicht doof. Ich weiß, dass die Streunergruppe es nicht akzeptieren wird. Und deswegen muss ich sie aufhalten. Dafür sorgen, dass sie zersprengt werden. Deswegen bin ich hergekommen. Ich gebe zu, vielleicht waren meine Gründe nicht ganz uneigennützig. Doch als ich gehört hab, es geht um eine Katzengruppe, da war für mich klar, dass ihr sie aufhalten könntet. Meine Gruppe umfasst 14 Katzen. Und ihr...scheint mehr zu sein.“ Jace war mit seiner Geschichte zufrieden. Er hatte sie ganz gut rübergebracht. Zumindest für seine Verhältnisse. In ihm war nur noch Wut und Hass, etwas anderes hatte er schon sehr lange nicht mehr empfunden. Und er konnte sich auch nicht mehr an das erinnern, was gewesen war. Es ging nicht. Es war ein Schutz, den sein Gehirn aufgebaut hatte, damit er nicht völlig durchdrehte. Und es war auch nicht klar, was geschehen würde, wenn er Curse wiedertraf. Vermutlich würde er sie töten. Und auch solche Gedanken lagen verborgen in ihm, so, dass er nicht darauf zugreifen konnte. Auch, wenn er wollte. Aber er wollte ja nicht...ihm war der Grund für seinen Hass, der Verrat des eigenen Vaters, nicht wichtig. Denn er hatte den Hass. Den Hass, der ihn am Leben hielt, der ihn beherrschte und all seine Bewegungen lenkte.
Die beiden Kater sahen ihn noch immer an. „Ach, der Name.“ Jace musste sich nun schnell etwas überlegen. Und erinnerte sich an den verbannten Kater, den sie aufgegriffen und befragt hatten. „Nun, meine Gruppe hat...einen Kater aufgegriffen. Sein Name war...Schatten...Schatten...ich erinnere mich nicht mehr. Er kam hierher. Er hat auf euch geschimpft, dass er zu Unrecht verbannt worden sei, dass Jaguarstern den Tod verdient hätte, dass alle mit ihm ins Verderben rennen sollten, die ihm nicht beigestanden hätten...irgendwie so. Also daher kenn ich den Namen.“ Er war gut. Er war zufrieden mit seiner Geschichte. Zum Glück hatte er stets alles mitbekommen und war von Vitani ins Bild gesetzt worden, wie skeptisch diese dämlichen Clankatzen waren. Wie konnte Jaguarstern nur so sehr den Anführer mimen? Er lebte es richtig...oder war das sein Traum? Alles möglich, eigentlich auch völlig egal. Er wollte nur Loki. Und er wollte diesen tot sehen. Durch seine eigenen Pfoten. Dass dieser sein Vater war, war ihm ebenso entfallen wie seine Beweggründe des Hasses.
Plötzlich kam ihm die Katze wieder in den Sinn. Die Angst in ihrem Blick...irgendwie weckte sie ein Begehr in ihm, das er bisher niemals hatte. Noch nie war eine weibliche Katze für ihn von Belang gewesen...in dieser Hinsicht. Es war anders als mit Curse oder Siren. Auch wenn er das jetzt nicht wusste, sie war etwas besonderes. Denn sie hatte seinen Wall durchbrochen.



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BeitragThema: Re: Lager des DonnerClans!   So 13 Mai - 21:30

Onyxrose | Kriegerin des Donner Clans | Lager | Spricht Tüpfelsee (Hibiskusflocke) an

Nachdenklich schlich die Kätzin am Rande des Lagers herum, unsicher ob sie sich zu irgendwelchen Katzen gesellen konnte. Oder durfte... Der fremde Streuner hatte sie verunsichert, vor allem das Jaguarstern ihn direkt mit in seinen Bau genommen hatte, doch das schien normal zu sein, da niemand sonst etwas gesagt hatte.

Schließlich war die Kätzin erst seit drei Sonnenaufgängen wieder im Clan, da konnte sie sich schlecht anmaßen irgendwenn zu kennen... Seufzend schüttelte Onyxrose den Kopf und hielt verloren inne. Irgendwie hatte sie sich ihre Wiederaufnahme anders vorgestellt. Mehr wie... Nachhause kommen...

Traurig hob sie den Kopf sah in den Himmel. Ob Distelblüte dort wohl war? Gedankenverloren trottete sie unaufmerksam weiter und bemerkte zuspät die andere Kätzin. Frontal lief sie in sie hinein, stolperte irgendwie über ihre eigenen Pfoten und fiel zu Boden. Mit großen, blauen Augen sah sie in den Gesicht der Kriegerin Tüpfelsee.

"Entschuldigung! Es... Es tut mir leid, das war keine Absicht!"
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BeitragThema: Re: Lager des DonnerClans!   Mo 14 Mai - 10:49

Jaguarstern vertraute seinen Geschwistern, von daher hielt er es für unnötig, mit dem Streuner zuvor eine Geschichte durchzugehen. Und er hätte auch keine Sorge haben müssen. In der Geschichte steckte etwas an Wahrheit, was sie glaubhaft erscheinen ließ. Und selbst die Verbannung Schattenpfotes spielte hier mit. Und die Worte, die der Streuner sprach, unterstrichen seine Anschuldigungen gegen den Schüler. Racheausdrücke, Verwünschungen. Natürlich war der Schüler unschuldig gewesen, aber keiner außer Purpurblick hatte sich für ihn ausgesprochen. Und diese war wie eine hysterische Kätzin in Trauer aufgetreten, sodass ihr eigentlich niemand geglaubt hatte. Es hatte sich alles zum Guten gewandt. „Nun, Jace, dir ist sicherlich bewusst, dass ich dich nicht gehen lassen kann“, miaute der Kater, als der Streuner geendet hatte. Er betonte dabei dessen Namen auf seltsame Art, um seine Skepsis deutlich zu machen. Die Geschichte klang gut. Und sie passte auch zu dem Kater, der vor ihnen saß.
Von wo werden deine Freunde kommen?“, fragte er noch. Er musste ja so tun, als wüsste er gar nichts. Und das konnte er gut. Er wusste, dass sie am Baumsägeort angreifen würden, das war auch das, was logisch war. Aber er konnte ja schlecht behaupten, dass er es wisse. Immerhin würde ihn das verdächtig machen. Und das war das letzte, was er gebrauchen konnte. Er brauchte Jace hier im Lager, während er mit seinen Kriegern unterwegs war, um das Ablenkungsmanöver zu führen. Es war wichtig, dass jemand hier im Lager war, der innerhalb kürzester Zeit eine Geisel nehmen könnte. Denn manch einer war durchaus heldenhaft veranlagt, was ihm momentan nicht sonderlich diente. Aber er konnte es sich ja nicht aussuchen. Noch nicht.
Der Anführer wartete auf die Antwort, erst danach erhob er sich. „Komm mit, Jace“, miaute er und verließ den Bau. Binnen kurzer Augenblicke hatte er das Lager überschaut. Einen Krieger damit beauftragen kam ihm bescheuert vor, die hatten ausnahmslos wichtigeres zu tun. Besser eine Kriegerin...die taugten eh nichts. Und wenn Jace entkommen sollte, könnte er es auf das schwache Geschlecht schieben. Einfach perfekt, was er sich immer so ausdachte.
Zufrieden mit sich entdeckte er Butterblume. Sie lungerte schon seit Ewigkeiten in der Kinderstube herum, obwohl ihre Niederkunft noch nicht bevorstand. Perfekt. „Butterblume!“, miaute er laut und schritt auf sie zu. Sie schien verängstigt von dem Streuner, was ihm wiederum half. Das schwache Geschlecht...endlich würden es auch die anderen sehen. „Du brauchst keine Angst zu haben, Butterblume. Er wird dir nichts tun.“ Seine Stimme war erstaunlich sanft, mitfühlend. Oh, er war ein Genie! Nicht nur eins, sondern das einzig wahre! „Das hier ist Jace. Er hat uns vor einem Angriff gewarnt. Doch ich kann das Risiko, wenn er geht, nicht eingehen. Wenn er denen über den Weg läuft, wissen sie, dass wir es wissen. Da ich dich aber nicht im Kampf sehen möchte, da du kleine Donnerclankrieger in dir trägst, würde ich dich bitten, ein wenig auf ihn acht zu geben“, miaute er freundlich, kameradschaftlich. Wenn Butterblume wüsste, wie er wirklich von ihr dachte...nein, das würde alles ändern. Doch sie ahnte nichts davon. Niemand hier ahnte etwas. Nur Opalkralle, doch der war sein Freund. Nicht einmal Silberlicht hatte er ins Vertrauen gezogen. Auch wenn sie die stärkste Kätzin war, die beste, sie hatte im Kriegshandwerk nichts zu suchen. Davon verstand sie nichts.
Jace, wenn ich erfahren sollte, dass du uns belügst oder hintergehst, werde ich nicht zögern, dich für jede Katze, die dadurch zu Schaden kommt, mehrfach entlohnen. Und zwar indem du ihren Schaden erfährst.“ Seine Stimme war freundlich, doch der Ton darin sagte, dass er es ernst meinte. Er würde töten, um sein Ziel zu erreichen. Das hatte er auch bereits mehrmals getan. „Und du hast auf Butterblume zu hören. Merk dir das“, miaute er noch, sah beide dann noch einmal an und wandte sich wieder seinem Bau zu. Dort hatte er Malachitblitz zurückgelassen, zu dem er nun trat und seufzte. „Und? Was denkst du?“, fragte er nun den grauen Kater, der ihm bisher immer zuwider gewesen war. Er war viel zu...nett. Zu treu. Zu … er hatte keine Worte dafür. Aber vielleicht konnte er ihn endlich in die richtige Richtung weisen. Doch als Bote taugte er nicht. Dafür hatte er bereits einen anderen im Kopf. Einen, der seinem Freund Opalkralle nacheiferte...denn Opalkralle zu schicken erschien ihm zu riskant. Er würde zu schnell mit ihm in Verbindung gebracht werden. Oder noch besser. Er würde einen Boten zu Opalkralle schicken, damit würde niemand ihn verdächtigen. So war es gut. Ja, es war perfekt. Er war perfekt.


Sandpfote blickte auf Birnenjunges. Sie dachte an die Unterhaltung mit ihrer neuen Freundin Butterblume. Diese war so positiv auf die Welt eingestellt. Wie gerne auch sie selbst es so sehen könnte. Auf ihre Ausführungen betreffend ihres Vaters hatte diese nur gemeint, ob sie mit Mondschatten darüber gesprochen hätte. Sie dachte an ihre Antwort. „Ich habe es versucht. Aber er hat es entweder nicht gemerkt oder nicht merken wollen. Ich glaube letzteres.“ Es tat ihr leid, so über ihren Vater zu denken, es tat ihr weh, so über ihn zu denken. Doch...sie konnte nicht anders. Zu verletzt war sie, zu sehr getroffen. Noch immer. Und sie wusste auch nicht, ob das jemals anders werden würde. Sie wusste wohl, dass Mondschatten nichts dafür konnte, was dieser Streuner ihr angetan hatte...aber dennoch gab ihm irgendetwas in ihr die Schuld daran. Sie verdrängte die Gedanken und konzentrierte sich lieber wieder auf das Gespräch, das sie mit Butterblume geführt hatte. Sie hatte gelacht als sie meinte, dass Sandpfote ja wenigstens vor Birnenjunges zur Schülerin geworden war. Sie hatte Recht damit und als die Freundin lachte, musste auch Sandpfote ein wenig darüber lächeln. Böse war sie ihr jedenfalls nicht gewesen, warum auch? Sie meinte es ja nicht böse. Genauso das Gespräch über die Liebe, die Kater. Es ging darum, wie sie sich ihren perfekten Gefährten vorstellte. Sandpfote hatte einen Moment überlegt. Gab es eine Art Kater, die sie mochte? „Sein Aussehen ist mir gleich. Er darf nur nicht aussehen wie...er. Und er muss warten. Sein ganzes Leben lang“, hatte sie geantwortet. Sie konnte sich nicht in Träumereien stürzen. Nicht mehr. Dafür war zu vieles geschehen. Am wichtigsten war jedoch ganz klar die Tatsache, dass sie Freunde waren. Das war es, was wirklich zählte. Sie war froh, nicht mehr allein zu sein. Nicht, dass sie nicht ihre Jungen hätte, doch das war etwas anderes. Zum ersten Mal seit langer Zeit hatte sie jemanden, mit dem sie reden konnte.
Sie dachte an den Kater. Und die Ironie, die dahinterlag. Eben noch hatte sie mit Butterblume gesprochen, dass es einen solchen Kater nicht gäbe, und dann stand er dort. Einfach so. Und Sandpfote war erstarrt, sie hatte Birnenjunges nicht in der Nähe eines solchen Katers wissen wollen. Sie hatte sich ein wenig erschreckt, welche Vorurteile sie doch hatte, doch er wirkte beängstigend. Und sie hatte es sofort ihrer Freundin berichtet. Diese war nun nach draußen gegangen und hatte sie mit ihrer kleinen Birnenjunges allein gelassen.
Sie sah Birnenjunges an. Es tat weh. Der Schmerz in ihren Augen war unterträglich. Und sie wusste, es würde noch schlimmer werden. Wenn sie ihr die Wahrheit gesagt hatte, würde sie zerbrechen. Und das durfte nicht passieren. Aber sie wollte ihre Tochter nicht belügen. Sie überlegte, was sie sagen sollte. Sandpfote schluckte. „Ich möchte, dass du weißt, dass ich dich liebe. Ich liebe dich mehr als alles andere auf der Welt. Und das darfst du niemals vergessen, mein Liebling“, miaute sie und seufzte. „Du willst wissen, was geschehen ist. Und das verstehe ich. Auch wenn es mir lieber wäre, du wärst älter, wenn ich es dir sage.“ Erneut hielt sie inne. Es tat weh. Darüber zu sprechen allein war schon schwer, doch es ihrer Tochter zu erzählen...war das wohl schlimmste, was ihr jemals passiert war. Schlimmer noch als die Begegnung mit ihrem Vater. „Ich war gerade zur Schülerin ernannt worden. Ich war allein draußen, hab den Treffpunkt mit meinem Mentor nicht wiedergefunden. Und bin...zum Zweibeinerort gelangt. Dort bin ich...“ Sie musste eine Pause machen. Konnte nicht weiter reden. Kurz schloss sie die Augen. Sah den Kater vor sich...sein Gesicht. Spürte den Schmerz. Ihr Körper bebte. „Dort bin ich deinem Vater begegnet. Er...hat mich überfallen. Und schwer verletzt. Bis zu meiner Niederkunft mit dir und deinen Geschwistern rang ich mit dem Tode.“ Sie schwieg. Mehr wollte sie dazu nicht sagen. Als sie nun Birnenjunges ansah, versuchte sie den Schmerz zu verstecken, doch es gelang ihr nicht. Und sie verfluchte sich dafür. „Ich war nicht bereit, Mutter zu werden. Ich war ein Kind. Kaum älter als du es jetzt bist. Ich wollte eines Tages Junge, aber noch nicht. Ich wollte einen Gefährten, den ich liebe. Eine richtige Familie, wie man sie sich vorstellt.“ Sandpfote sog hörbar die Luft ein. „Aber weißt du, was ich jetzt habe?“, fragte sie ihre kleine Tochter dann und leckte ihr sanft über die Ohren. „Ich hab etwas viel besseres. Ich hab dich, mein kleiner Sonnenschein. Und du kannst dir sicher sein, ich würde jedes Mal wieder mit dem Tod ringen, wenn dein Leben die Belohnung dafür ist. Ich bin deinem Vater dankbar für das, was er mir geschenkt hat. Nämlich dich. Für den Schmerz danke ich ihm nicht, aber der wird vergehen. Aber meine Liebe zu dir bleibt. Für immer“, miaute sie sanft. Und sie meinte es ernst, jedes ihrer Worte. Bis auf den Schmerz. Denn sie hatte nicht das Gefühl, dass dieser verging. Traurig, aber unendlich liebevoll, sah sie Birnenjunges an.



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BeitragThema: Re: Lager des DonnerClans!   Mi 16 Mai - 9:30

Das schildpattfarbene Fell der Kriegerin war durchnässt vom Regen. Tüpfelsee blickte hinauf in den dunklen Himmel, der nahezu so schwarz war, wie manche ihrer eigenen Fellfarben. Es stürmte schon eine ganze Weile und die Kätzin fragte sich, wann sich das Wetter und der Sturm wohl wieder legen würden. Was da oben im Sternenclan wohl los ist, dass es so unglaublich dolle am stürmen ist? Seufzend stellte sich die schildpattfarbene Kätzin unter die Blätter eines großen Baumes, um sich vor dem Regen ein wenig zu schützen. Dort setzte sie sich auf den schlammigen Boden, um sich die Regentropfen vom Rücken zu lecken.
Auf einmal betrat ein fremder getigerter Kater das Lager und augenblicklich waren alle Augenpaare auf den unbekannten Streuner gerichtet. Der Kater fragte nach Jaguarstern und argwöhnig kniff Tüpfelsee die Augen zusammen. Wieso kannte ein einfacher und dreckiger Streuner den Namen ihres Anführers? Noch dazu, wieso wusste der Kater wo sich das Lager des DonnerClans befand und mit welchem Grund betrat er es einfach so? War er etwa lebensmüde? Wenn er über die Clans Bescheid wusste, so musste er doch wissen, dass sich hier eine Vielzahl an Katzen befanden, die sofort bereit waren ihn anzugreifen, aus dem Lager und Territorium zu jagen und ihn notfalls zu verletzen oder gar zu töten. Verständnislos beobachtete die Schildpattfarbene, wie der fremde Streuner mit Jaguarstern in seinem Bau verschwand. Glücklicherweise rief Jaguarstern Malachitblitz zu sich, um nicht alleine mit dem fremden Streuner in seinem Bau zu verweilen.
Tüpfelsee wandte den Blick ab. Wenn der Streuner einen der beiden Kater angreifen sollte, wäre er binnen weniger Sekunden niedergestreckt, oder die Katzen im Lager würden es vernehmen und zu Hilfe eilen. Das Fell der Kriegerin war nun nicht mehr klatsch nass, weshalb sie sich wieder aufrichtete und sich schüttelte, um ihr unteres Fellkleid vom Schlamm zu befreien.
Auf einmal lief jemand gegen sie und kurz verlor die Kriegerin das Gleichgewicht, wäre beinahe in den Schlamm gestürzt, doch gerade so konnte sie sich mit klopfendem Herzen aufrecht halten. Die grüngelben Augen zuckten zu der Kriegerin, von der Tüpfelsee soeben beinahe überrannt worden wäre. Vor ihr stand eine pechschwarze Kätzin und kurz war die schildpattfarbene Kriegerin verwirrt, wer das war. Doch dann erinnerte sie sich an Onyxrose. Sie war die verschwundene Schwester von Malachitblitz und Opalkralle, die vor wenigen Tagen wieder aufgetaucht war und sich wieder dem Clan angeschlossen hatte. Tüpfelsee wusste kaum etwas über die andere. Lediglich, dass sie etliche Monde lang weg gewesen war und nun wieder da war. Direkt vor ihr. Leicht stotternd und entschuldigend sprach die schwarze Kriegerin nun zu ihr. Tüpfelsee neigte den Kopf zur Seite und lächelte die andere an. "Schon okay, es ist ja nichts passiert.", erwiderte sie darauf.
Auf einmal bemerkte sie aus den Augenwinkeln, wie der Anführer mit dem fremden Streuner aus dem Bau trat und zu Butterblume rüber lief. Wollte Jaguarstern tatsächlich einen fremden Streuner in Butterblumes Obhut lassen? War die Kriegerin nicht schon Königin geworden und würde irgendwann bald Junge kriegen? Schnaufend bekundete die schildpattfarbene ihre Meinung dazu. Wie konnte er einen Streuner bei einer werdenden Mutter unterbringen? Was dachte sich Jaguarstern dabei wohl? "Was hältst du von der Situation?", murmelte Tüpfelsee der anderen Kriegerin fragend zu. Sie wollte wissen, ob auch die andere das skeptisch betrachtete oder sie einfach nur ein wenig über reagierte und innerlich schon versuchte zu entscheiden, wie sie Butterblume vor dem Fremden beschützen konnte. Der Blick Tüpfelsees lag auf den drei Katzen, wobei sie vor allem die Angst an Butterblume bemerkte und am liebsten an die Seite der Königin treten würde, um ihr beschützend zur Seite stehen zu können. Doch stattdessen blieb sie hier unter dem Baum stehen, beobachtete die anderen und ein unwohles Schaudern durchfuhr den Pelz der Kätzin.


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BeitragThema: Re: Lager des DonnerClans!   Do 17 Mai - 20:44

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Malachitblitz
Infos: 13 Monde, Donnerclan, single – hegt jedoch Gefühle für Salzpfote
ERWÄHNT: Onyxrose, Tüpfelsee, Jace, Butterblume
ANGESPROCHEN: Jaguarstern

Der grau getigerte Kater saß schweigend im Bau seines Anführers und seine Ohren waren aufgerichtet, während er den fremden Kater zwar misstrauisch, aber nicht feindselig betrachtete. Er verstand seine Beweggründe nicht und hielt es immer noch für ein großes Risiko, abseits der anderen mit dem Vernarbten zu sprechen. Zwar war Malachitblitz ein guter Kämpfer... aber um einen Gegner schwerwiegend zu verletzen, fehlte ihm einfach die Skrupellosigkeit... und irgendwas sagte ihm, dass der andere weniger Probleme damit hatte...
Mit Gewalt schob Malachitblitz diese Gedanken beiseite, konzentrierte sich auf das Gespräch, welches in diesem Moment begann.
Jace hieß dieser Kater also... ein seltsam klingender Name in den Ohren des Kriegers. Die Geschichte machte Sinn... sich Streunern anzuschließen war vermutlich einfacher, als sich alleine herum zu schlagen. Vor allem, da die Narben bewiesen, dass dieser Jace schon mehr als einmal an der Stelle zum Sternenclan gestanden hatte.
Die Ohren des Katers zuckten, als eine Pause entstand und der Fremde kurz in Gedanken versunken schien, bevor er sich einen Ruck gab und weiter sprach. Malachitblitz zweifelte, ob es eine Kätzin gab, die sich in diesen Kater verlieben könnte... vor allem ein Hauskätzchen. Er war nicht Oberflächlich... aber dieser Kater strahlte Gefahr aus und er konnte sich nicht vorstellen, dass jemand freiwillig in seine Nähe kam! Von einer Kätzin wollte er gar nicht erst reden! Verlegen zuckte die Schweifspitze des Donnerclan-Katers kurz. Er schämte sich für diese Oberflächliche Sichtweise, die eigentlich gar nicht Typisch für ihn war. Aber in letzter Zeit... hatte er des öfteren gehässige Gedanken, misstrauische Gedanken... es beunruhigte ihn, wollte er jedoch nicht weiter drüber nachdenken. Nicht jetzt... am besten nie.
Die Geschichte des Katers war plausibel, machte Sinn... und doch... er konnte mit dem Hauskätzchen einfach verschwinden. Es gab keinen Grund für ihn, sich an den Donnerclan zu wenden. Wenn die Streuner sie doch sowieso würden angreifen wollen... dann hätte er dem ganzen einfach seinen Lauf lassen sollen... Die Gefahr, dass er als Verräter entlarvt werden würde, war so doch viel größer. Irgendwas stimmte an der ganzen Sache nicht... es stank wie Krähenfrass.
Doch Malachitblitz sagte nichts, kritisierte die Geschichte nicht. Wartete, was Jaguarstern erwidern würde, war er sich doch sicher, dass auch der Anführer seine Zweifel teilen würde.
Da ertönte die Stimme Jace' abermals und die Ohren es Kriegers zuckten, als er den Namen des Verbannten Schülers hörte. Es konnte nur Schattenpfote sein... er war sich sicher, auch, wenn der Fremde sich nicht an den vollständigen Namen erinnern konnte. Wieder willen stellte sich das Fell des Krieger bei dem Gedanken an den Verräterischen Schülers auf. Wie konnte er es wagen? Die Wut auf Schattenpfote drängte Malachitblitz' Rationales Denken in den Hintergrund. Konnte er sich doch noch zu gut an den Blick des Verbannten erinnern... ein Ausdruck in den Augen, der Rache versprach.
Jaguarstern war die ganze Zeit über still gewesen und sprach erst, als der Streuner geendet hatte. Malachitblitz stimmte seinem Anführer bei jedem Wort zu. Auch er hielt es zu riskant, den Fremden gehen zu lassen. Sie wären Mäusehirne, wenn sie ihm blindlings vertrauen würden. Der Kater mit dem Leopardenähnlichen Fell stellte die Frage, aus welcher Richtung die Streuner kommen würden. Das war gut... sie mussten sich vorbereiten – falls die Worte der Wahrheit entsprachen. Erst nach der gewünschten Antwort erhob sich Jaguarstern und Malachitblitz tat es seinem Anführer gleich. Allerdings blieb er im Eingang stehen, denn sein Anführer hatte ihn nicht entlassen. Von seinem Standort aus hörte er, wie der Kater nach Butterblume rief. Nur zögerlich kam die schüchterne Kätzin näher. Es fiel ihr sichtlich schwer, sich dem Anführer in Begleitung des Fremden zu nähern und Malachitblitz schenkte ihr ein Aufmunterndes Lächeln, welches sie zu erwidern versuchte – doch genau dabei blieb es, bei dem Versuch. Denn bereits im nächsten Moment blieb die Kätzin wie vom Donner gerührt stehen und auch Malachitblitz erstarrte, als Jaguarstern meinte, dass Butterblume auf ihn achten solle. Von allen Katzen im Lager hätte sein Anführer keine schlechtere Wahl treffen können, so dachte der graue Kater. Sie würde es niemals schaffen, den Kater zurück zu halten. Geschweige denn, ihm Respekt abzuverlangen. Die Kriegerin war... zu zart. Zu sanft.
Nun zweifelte Malachitblitz tatsächlich an der Intelligenz und Zurechnungsfähigkeit Jaguarsterns... doch er sagte nichts... seinem Anführer widersprach man nicht, so falsch er dessen Entscheidung auch fand. Grade weil sie Trächtig war, hätte er sie komplett aus der Gefahrenzone lassen sollen!
Er hatte sich noch nicht ganz im Griff, als Jaguarstern zu ihm zurück kehrte und ihn nach seiner Meinung fragte. Überrascht zuckten die Ohren des Kriegers, hatte er damit wahrlich nicht gerechnet. Kurz überlegte Malachitblitz zu lügen... doch er entschied sich, seinen Zweifeln Ausdruck zu verleihen. “Ich weiß nicht, wie viel man dem Kater glauben kann... Seine Geschichte ist im Grunde stimmig... doch es gibt viele Ungereimtheiten, die nicht zusammen passen. Er hat keinen wirklichen Grund, uns zu warnen. Er hätte mit seinem Hauskätzchen verschwinden können. Ob wir gewarnt werden oder nicht, macht für ihn kaum einen Unterschied. Es würde so oder so Tote auf Seiten der Streuner geben... Vielleicht wäre es sinnvoll, nachzusehen, ob seine Worte stimmen, bevor wir das Lager fast ungeschützt zurück lassen, um die Streuner zu vertreiben. Nicht, dass es eine Falle ist.“
Malachitblitz ahnte nicht, wie richtig er mit seinen Worten lag... und das er dem wahren Drahtzieher direkt gegenüber stand. Kurz schwieg der Krieger, dann räusperte er sich und fügte hinzu: “Hältst du es für klug, dem Fremden in Butterblumes Obhut zu geben? Ich will nicht sagen, dass sie eine schlechte Kriegerin ist... aber sie ist... ängstlich, schüchtern. Um es mal harmlos auszudrücken.“
Mit schief gelegten Kopf wartete Malachitblitz auf eine Antwort – als er eine Bewegung bemerkte. Kurz schielte er zur Seite und entdeckte Tüpfelsee – und Onyxrose. Seine Schwester, die urplötzlich wieder aufgetaucht war... Er wusste nicht, wie er auf sie reagieren sollte... die Monde über hatte er sie schrecklich vermisst gehabt und gehofft, ihr würde es gut gehen – und nun, wo er den Grund ihres Verschwindens erfahren hatte... fühlte er sich von ihr verraten, konnte ihre Beweggründe nicht verstehen.
Wieder etwas, was ihn irritierte... als wären es nicht seine Gedanken, die durch seinen Kopf schwirrten...

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Butterblume
15 Monde| Donnerclan | single | Tragend
ERWÄHNT: Onyxrose, Tüpfelsee, Malachitblitz, Jace, Opalkralle
ANGESPROCHEN: Jaguarstern

Die rot getigerte Kätzin hatte sich in den Schatten des Jungenbaus zurück gezogen und hatte gewartet, bis der Fremde im Bau des Anführers verschwand. Erst dann hatte sie sich aus ihrem Versteck getraut und beobachtete neugierig, wie Malachitblitz kurz darauf von Jaguarstern zu sich gerufen wurde.
Eine richtige Entscheidung, wie Butterblume fand, denn den Anführer alleine mit diesem Unheimlichen Fremden zu lassen... nein, das wäre absolut keine gute Entscheidung gewesen.
Langsam trat die zukünftige Königin aus dem Schatten und blickte sich kurz im Lager um, überlegte, zu wem sie sich nun gesellen könnte. Am Rande des Lagers entdeckte sie Tüpfelsee und Onyxrose. Die Schwester von Opalkralle und Malachitblitz. Ein kleines Schmunzeln stahl sich auf das Gesicht der Kätzin., als sie über die drei Geschwister nachdachte. Das Fell der drei Katzen konnte nicht unterschiedlicher sein... optisch ähnelten sich Opalkralle und Onyxrose, während Malachitblitz eine ganz andere Richtung einschlug. Er sah nicht schlecht aus, was aber nicht so hübsch wie seine beiden Geschwister...
Sie selbst hätte sich trotzdem für den grau getigerten Kater entschieden, wenn sie die Wahl zwischen den beiden Katern hätte. Obwohl sie beide freundlich und hilfsbereit waren, fühlte sie sich bei Opalkralle nicht wohl - während sie sich in Malachitblitz' Nähe einfach unweigerlich geborgen fühlte. Aber was wusste sie schon... eine gute Katzenkenntnis hatte sie scheinbar nicht, wie es ihre ehemaligen Liebschaften ja bewiesen.
Seufzend schüttelte sie den Kopf und machte sich auf den Weg, Onyxrose und Tüpfelsee Gesellschaft zu leisten. Sie wollte die erst vor kurzem wieder dazu gestoßene Kätzin kennen lernen. Der Clan hatte sie nicht unbedingt mit offenen Pfoten aufgenommen und Butterblume konnte sich nur denken, wie einsam sich die schwarze Kätzin fühlen musste.
Doch bevor sie die beiden erreicht hatte, trat Jaguarstern in Begleitung des Fremden aus seinem Bau und die Kriegerin sah sich panisch um. Wohin könnte sie schnell verschwinden? Warum war sie nicht in irgendeinem Bau geblieben? Sie war so ein Mäusehirn...
Und dann erklang auch noch ihr Name und die Augen der Kätzin weiteten sich, als sie mit aufgestellten Fell und ängstlich angelegten Ohren zu Jaguarstern schlich. Beinah schien es ihr, als würde ihr Herz jeden Moment den Dienst versagen. Konnte sie sich zur Zeit jedoch schlimmeres vorstellen, denn so würde sie dieser Situation entfleuchen. Angekommen bei Jaguarstern und dem Vernarbten Fremden, blickte sie nur ihren Anführer unsicher an. “Ja, Jaguarstern?“, piepste sie und verfluchte sich selbst für das Zitttern in ihrer Stimme... wie unsicher sie klang. Hatte er doch gesagt, sie bräuchte keine Angst haben! Leichter gesagt als getan, in der Nähe des unheimlichen Fremden... Da konnte seine Stimme auch noch so sanft und mitfühlend klingen...
Ihr Blick huschte zu Malachitblitz, der in einiger Entfernung vor dem Bau des Anführers wartete. Sein Aufmunterndes Lächeln entspannte sie ein wenig und sie wollte ihm bereits eins zurück schicken – als Jaguarstern erneut zu sprechen begann und das Gesicht der Kätzin für einen Moment entgleiste. Sie... sie sollte was? Zuerst dachte sie, sie hätte sich verhört und schüttelte Reflexartig den Kopf.
Das konnte er doch nicht ernst meinen?! Sie wollte ihm widersprechen, ihm sagen, dass sie diese Aufgabe unmöglich würde übernehmen können... aber dann warf sie einen Blick auf den Fremden und obwohl ihre Angst ihr fast den Atem nahm, dachte sie sich, dass sie ihm vielleicht unrecht tat. Er war vielleicht optisch nicht unbedingt das, was sie als Friedfertig bezeichnen würde, ja nicht einmal als jemanden, mit dem sie sich würde abgeben wollen... aber vielleicht war er trotzdem nett? Hatte sein Päckchen zu tragen, wie ein jeder von ihnen?
Butterblume schluckte hart, nickte dann. “O-Okay, Jaguarstern.“, miaute sie. Auch, wenn sie absolut keine Ahnung hatte,was sie mit dem Fremden würde anfangen sollen...


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Ein großes Danke an Gigi (Blutseele) für die tolle Siggi! <3

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BeitragThema: Re: Lager des DonnerClans!   Sa 19 Mai - 13:55

Birnenjunges


Birnenjunges hatte sich schon öfters vorgestellt, wie ihre Eltern sich wohl einst kennengelernt hatten. Sie, eine Schülerin de DonnerClans, er, ein myteriöser Unbekannter, der nur zufällig an dem Territorium vorbeikam. Es war Liebe auf den ersten Blick gewesen und sie wollten am liebsten für immer zusammenbleiben. Diese Vorstellung war ein wenig ins Wanken geraten, da Sandpfote nicht sehr gut auf ihn zusprechen gewesen war und gemeint hatte, dass sie besser ohne ihn auskämen. Zugegeben, das hörte sich nicht wie die große Liebe an. Aber auch dafür hatte die kleine Kätzin schnell eine Erklärung gefunden. Die beiden hatten einen Streit gehabt, weshalb ihr Vater auch nicht hier, bei ihnen war und sie wussten, dass, obwohl sie beide sich liebten und sich nichts sehnlicher wünschten, sie kein gemeinsames Leben führen könnten. Und deshalb waren die beiden getrennte Wege gegangen.
Die Wahrheit war eine ganz andere. Und Birnenjunges wünschte sich, sie hätte es niemals erfahren. Es fühlte sich an, als hätte jemand etwas aus ihr herausgerissen. War es ihr Herz gewesen? Oder nur der Glaube daran, dass ihre Eltern sich geliebt hatten? Oder der Glaube an Liebe allgemein? Sie blickte hinunter auf ihre Brust und erwartete schon, ein großes Loch dort zu sehen, aber ihr Herz schien noch an Ort und Stelle zu sein. Und sie begriff. Es war die kindliche Gutgläubigkeit gewesen, die Vorstellung, dass jeder etwas Gutes in sich tragen würde. Zwar hatte sie bereits Geschichten über böse Katzen gehört, aber sie hatte immer bezweifelt, dass diese der Realität entsprachen. Es waren doch nur Worte gewesen, Gedanken, die ausgesprochen und weitergesponnen wurden, nichts von diesen Geschichten sollte etwas mit Tatsachen zu tun haben! Genau so wie nun das, was ihre Mutter ihr nun erzählte einfach nicht stimmen konnte. Nicht stimmen durfte. Aber es waren wieder einmal die Augen ihrer Mutter, die Birnenjunges bestätigten, dass es die Wahrheit war.
Ein Bild tauchte vor ihrem inneren Auge auf, wie ihre Mutter blutend und verzweifelt mit dem Tode rang. Zwar hatte sie kein Wort für das Verbrechen, was ihr Vater begangen hatte, aber das hielt die Bilder in ihrem Kopf nicht auf. Es änderte nichts daran, dass sie verstand. Und zur selben Zeit keine Ahnung hatte. Fragen prasselten auf sie herab, wie konnte jemand das tun, warum gab es diese Art vom Bösen in der Welt und warum hatte der SternenClan es nicht verhindert.
Doch keine davon verließ ihre Lippen. Birnenjunges schwieg. Es gab nichts, was sie noch hätte sagen können oder wollen. Denn sie wusste, dass es auf ihre Fragen keine Antwort gab. Zitternd atmete sie tief ein und stieß dann die Luft wieder aus. Atmen. Atmen bedeutete Leben. Und sie hatte Leben, obwohl es sie eigentlich nie geben dürfte. Wie war das gerecht?
Und wie schaffte es Sandpfote hier vor ihr zu stehen und ihr zu sagen, sie zu lieben? Obwohl das doch eigentlich nur eine Lüge sein konnte? Denn wer könnte schon Birnenjunges lieben, wo doch das Blut eines solchen Katers durch sie floss? Dunkel erinnerte sie sich an das Gespräch mit Sandpfote über die Liebe einer Mutter gegenüber ihren Kindern.
Und sie hörte die Worte ihrer Mutter, dass sie sie immer lieben würde und es brach ihr das Herz. Ein weiterer Beweis, dass es noch an Ort und Stelle sein musste. Schließlich schaffte sie es doch ihre Stimme zu heben und die Worte heraus zu zwingen, die auf ihrer Seele lagen.
„Du solltest mich nicht lieben müssen.“ Mehr brachte sie nicht hervor.


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 Ein großes Danke an  Honigfrost <3
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