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 Lager des DonnerClans!

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BeitragThema: Re: Lager des DonnerClans!   Sa 19 Mai - 18:14

Dornenblüte war in Aufregung, auch wenn sie sich ein wenig für ihre hysterische Art schämte. Bestimmt lag das an den Jungen in ihrem Bauch, diese Angst, zu verlieren, diese Überempfindlichkeit. Aber dieser Streuner strahlte das Böse aus. Und so hatte sie gar nicht anders gekonnt als zu ihrer kleinen Tochter zu laufen. Als diese den Kopf aus dem Bau streckte, war sie mehr als nur erleichtert, sie lebendig zu sehen. Was hatte sie eigentlich gedacht? Dass der Streuner erst ihre Tochter getötet hatte und sich dann zu erkennen gab? Das war nun wirklich verrückt! Liebevoll leckte sie Mausepfote über die Ohren, auch wenn sie wusste, dass dieser das vielleicht ein wenig peinlich wäre. Sie war so erleichtert, dass es ihr gutging, da half nichts anderes mehr.
Mausepfotes Frage riss sie aus ihren Gedanken. Sie blickte zu dem Streuner hin. „Ich weiß es nicht, Mausepfote.“ Es war wenig tröstend, das zu sagen. Viel lieber hätte sie ihrer Tochter etwas dazu sagen können. Doch sie wusste ja nichts. Auch die nächste Frage war berechtigt. Dornenblüte seufzte. „Ich kann es dir nicht sagen, meine Kleine. Aber ich bin sicher, dass er seine Gründe dafür hat. Vielleicht hat der Streuner wichtige Informationen oder so“, miaute sie, doch man hörte heraus, dass sie absolut keine Ahnung hatte. Es war ihr nicht geheuer, dass der Anführer allein mit dem Streuner im Bau verschwand. Doch im nächsten Moment kam er wieder heraus und rief lautstark nach Brombeerfrost. Dieser hätte eigentlich im Lager sein müssen, aber scheinbar war er es nicht. Skeptisch kniff sie die Augen zusammen. Es war sicherlich kein Verhalten, was sie von dem zweiten Anführer erwartet hätte. Aber jeder hatte seine Geheimnisse. Sie selbst ja auch...bei diesem Gedanken blickte sie zu Rindenfeuer. Sie verheimlichte ihm etwas. Aber sie tat es aus gutem Grund. Sie wollte nicht, dass er sich sorgte, oder dass er den Verlust verkraften müsste. Sie hatte darüber nachgedacht. Wenn der Sturm vorbei war und es ihr gut ging – und am besten auch dieser Stress im Clan mit dem Fremden – dann würde sie mit ihm reden. Aber sie wollte nicht, dass er sie anders behandelte. Und deswegen schwieg sie.
Malachitblitz war mit Jaguarstern in seinen Bau gegangen. Eine scheinbar endlose Zeit waren sie dort drinnen, dann kam Jaguarstern mit dem Streuner heraus und ging auf Butterblume zu. Diese war nicht begeistert, das konnte Dornenblüte auch auf die Entfernung erkennen. Aber sie selbst wäre auch nicht begeistert, mit diesem Kater reden zu müssen. Denn das schien die Aufgabe. Jaguarstern verschwand nun wieder in seinem Bau.
Die Kriegerin sah ihren Gefährten an. „Das gefällt mir nicht. Das sieht gar nicht gut aus. Was meinst du?“, flüsterte sie. Doch sie sprach laut genug, dass er sie hören konnte, denn der Regen schlug noch immer stark auf dem Boden auf, der inzwischen nur noch Schlamm war.
Plötzlich kamen Salzpfote und Sonnenpfote zu ihnen. "Ein Streuner ist ins Lager gekommen und hat nach Jaguarstern verlangt. Er hat ihn mit in seinen Bau genommen. Und Malachitblitz hat er dazugeholt. Mit dem spricht er nun...", berichtete Dornenblüte lückenhaft. Sie hatte ja selbst keine Ahnung.





Sonnenpfote hatte nur von ihrem eigenen Problem ablenken wollen. Sie schämte sich dafür ein wenig. Sie hatte versucht, zu verstehen. Aber es war ihr nicht gelungen. Sie hatte Salzpfote ein Thema aufgedrängt. „Ich glaube nicht, dass du es kaputt gemacht hast“, miaute sie nur, auch wenn die andere Schülerin nicht darüber reden wollte. Also war auch Malachitblitz einer dieser Kater, die nichts als nur ein Haufen Mäusedung waren. Es war nicht verwunderlich. Er war eben ein Kater. Da war nichts anderes zu erwarten. Doch diese Äußerung wagte sie nicht. Denn dann würde unweigerlich die Frage nach Opalkralle kommen. Nach dem, was er ihr antat. Nach ihrem weggeworfenen Leben. Und das konnte sie nicht ertragen, das wusste sie. Sie würde zerbrechen und alles gestehen. Und das war nicht der Teil, der ihr gefallen würde. Es war eine Szenerie, die sich bereits in ihrem Kopf anbahnte und fast hätte sie es einfach so gestanden, doch da schien sich draußen etwas zu regen. Auch Salzpfote hatte es bemerkt und schlug vor, dass sie nachsehen gingen. Sonnenpfote nickte und erhob sich, folgte der Schülerin nach draußen. Als sie Dornenblüte, Mausepfote und Rindenfeuer erreichten und von denen erfuhren, was geschehen war, hatten sie scheinbar alles Interessante verpasst. Dornenblütes Bericht legte jedoch nahe, dass auch sie noch keine Meinung zu dem Ganzen hatte, denn Gründe nannte sie keine.
Sonnenpfote wandte den Blick zu dem Kater, um den es ging. Und sie erschauderte. „Oh Sternenclan!“, stieß sie aus und rückte unwillkürlich an Salzpfote heran. „Hast du schonmal so etwas gesehen?“, fragte sie wie vom Donner gerührt. Das war einfach zu viel. Dieser Kater war eine einzige Narbe, die an manchen Stellen Fell durchblicken ließ. Und es schien, als wäre sein Inneres nach Außen gekehrt. Er war die Personifizierung des Bösen. Sonnenpfote war so unendlich froh, nicht in Butterblumes Haut zu stecken. Für diesen Gedanken schämte sie sich, doch sie konnte nicht anders. Das Zusammensein mit Opalkralle hatte ihr den Rest gegeben. Sie war gebrochen. Er hatte sie gebrochen, er hatte ihr Leben bekommen. Und sie war von ihm abhängig. Bis in alle Zeit...und sie hatte Angst davor, aber noch mehr Angst hatte sie vor dem, was er tun könnte, wenn sie die Beziehung beendete. Er hatte Einfluss im Clan...und er würde ihr den Clan nehmen. Und damit alles, was sie hatte. Sie schluckte. Durfte jetzt nicht an Opalkralle denken. Da der Fremde ihr Angst machte, sah sie von ihm weg. Und entdeckte Opalkralle und Mondschatten. Unwillkürlich stellte sich ihr Fell auf, doch da es nass war, konnte sie es nur spüren. Dieser gutaussehende Teufel, der so freundlich sprach...und so verdorben war im Innern wie der Streuner nach Außen...






Rabenklaue hatte über seine Gefährtin berichtet, als Malvenpfote ihre Frage stellte. Er hatte genickt, um ihr zu zeigen, dass er sie gehört hatte und später antworten würde. Sofern er sich die Frage behielt, aber das hatte er fest vorgehabt. So hatte er weitergesprochen und von der Liebe seines Lebens berichtet, hatte sie beschrieben, hatte seine Töchter genannt. War in Erinnerungen versunken und hatte getrauert. Es war wie am ersten Tag, der Schmerz über ihren Verlust ließ nicht nach. Es war schlimm.
Das kleine Kätzchen war so lieblich, es versuchte, ihm erneut Trost zu spenden. Und ihre Frage, die nur ein solch kleines Geschöpf stellen konnte, das die grausame Seite des Lebens noch nicht kannte, brachte ihn beinahe zum Weinen. „Weißt du, es gibt Krankheiten, da sind die Heiler machtlos. Sie können nicht alles. Manche Krankheiten können nicht einmal vom Sternenclan geheilt werden. Es bleibt nur, immer dankbar zu sein für die Zeit, die man gemeinsam hatte“, miaute er traurig. Oh, wie sehr er sich wünschte, dass es ein Heilmittel für alles gäbe...aber so war es nicht. Das Leben war hart und grausam. Es gab, aber es nahm auch. Und das nicht zu knapp. Ein Geben und Nehmen. Aber es änderte nichts an dem Schmerz, den ein Verlust hinterließ. Nichts.
Um auf deine Frage zurückzukommen. Ein Mentor und seine Schülerin oder eine Mentorin und ihr Schüler sollen keine Liebesbeziehung führen. Solche Gefühle sind unangebracht. Natürlich kommt es vor, doch eigentlich darf es das nicht. Aus diesem Grund habe ich gewartet bis sie Kriegerin wurde. Denn ab diesem Moment gilt sie im Clan als erwachsen und es wird nicht mehr als Ausnutzung verstanden. Verstehst du, worauf ich hinauswill?“ Rabenklaue kam sich gerade mehr als dämlich vor. Seine Erklärung war...seltsam. „Deshalb ist auch ungeschriebenes Gesetz, dass Schülerinnen keine Jungen bekommen sollen. Denn sie sind selbst noch am Lernen und sollten nicht davon abgelenkt werden. Sie sind noch zu jung, um die Verantwortung tragen zu müssen. Was nicht bedeutet, dass sie es nicht können. Aber sie sollen in dieser Zeit frei sein, sie sollen sich ausprobieren können und Dummheiten anstellen dürfen“ , fügte er lächelnd an. Zwar lag noch immer der Schatten des Verlustes auf seinem Gesicht, doch das hinderte ihn nicht daran, Malvenpfote ein Lächeln zu schenken, das auch als solches zu sehen war. Er war niemand, der gern Trübsal bließ, aber er hatte in seiner Geschichte viele Momente des Schmerzes. Und es ging nicht spurlos an einem vorbei.
Malvenpfotes Frage nach seinen Töchtern ließ ihn vermuten, dass sie die Geschichte weiterhören wollte. Man konnte viel daraus lernen, aber besonders fröhlich war sie nicht. Auch wenn er gern die schönen Momente hervorhob. „Beim Tod ihrer Mutter waren unsere beiden Töchter etwa 24 Monde alt. Sie waren wunderschön und es ist nicht verwunderlich, dass der ein oder andere sie ansah. Für mich war das schrecklich, muss ich sagen. Besonders ein Kater...Dornenfrost. Er hatte es auf Zedernherz abgesehen. Doch sie wollte ihn nicht. Schließlich hat er etwas mit Teichwind angefangen, der Schwester meiner Gefährtin, meiner ehemaligen Schülerin. Ich bin sicher, dass er das nur tat, um mich zu ärgern. Oder um unserer Familie Schaden zuzufügen. Naja, wie auch immer. Zedernherz war noch jung und wirklich wunderschön. Sie hat eines Tages einen Streuner kennengelernt. Und sich verliebt. Du kannst mir glauben, besonders begeistert war ich davon nicht. Aber wenn sie ihn liebt...was wäre ich für ein Vater, wenn ich ihr das verbieten würde, nur, weil es gegen das Gesetz ist?“ Rabenklaue lächelte. In seinen Augen lag eine solche Zuneigung, dass es wirklich undenkbar schien, einer Katze, die man so sehr liebte, etwas abzuschlagen. „Auch wenn ich froh gewesen wäre, wenn sie es mir früher gesagt hätte. Denn dann hätte ich viel früher eingreifen können. Eines Tages ist ihr Dornenfrost gefolgt. Er hat sie mit dem Streuner erwischt und diesen angegriffen, der daraufhin auf den Donnerweg floh und starb. Es hat ihr Herz gebrochen. Meine kleine Zedernherz...sie war so stark. Zwei Monde hat sie kein Wort gesprochen, doch dann war klar, dass sie Junge erwartete. Und ich hab immer auf sie aufpassen wollen...“ Rabenklaue stockte. Das war nun der wahrlich schlimmste Teil seiner Geschichte, um sie einer anderen Katze zu erzählen. „Ich hätte sie beschützen müssen...“ Es war nur ein kurzer Satz, doch er offenbarte all den Schmerz, als die Schuld, die er sich aufgeladen hatte. Zedernherz selbst hätte ihm vermutlich nicht die Schuld gegeben. Er kniff die Augen zu, um sich wieder unter Kontrolle zu bekommen. „Eines Tages musste ich auf eine Patrouille. Währenddessen hat Zedernherz das Lager verlassen. Und ihre Jungen bekommen. Dornenfrost ist ihr gefolgt...und hat sie alle getötet...als ich ins Lager kam und beide nicht vorfand, wusste ich es bereits. Ich bin ihrer Spur gefolgt und habe meine Tochter gefunden. Sie und ihre Jungen waren bereits zum Sternenclan hinaufgewandert...“ Rabenklaues Stimme versagte. Warum nur konnte er Malvenpfote nicht erzählen, dass sie glückliche Mutter gewesen war? Dass alles gut gewesen war? Dass sie mit den Jungen entkommen konnte? Das war es, was er sich stets gewünscht hatte. Dass es ihnen gut ging. Aber nichts davon war eingetreten. „Dornenfrost wurde verbannt. Nur wenige Monde später wurde auch sein Sohn verbannt, der seine Mutter und seine Geschwister angriff und alle bis auf eine seiner Schwestern tötete. Er hat Dornenfrosts verdorbenes Wesen geerbt.“ Rabenklaue empfand noch immer Bitterkeit. Denn auch Teichwind war keine Katze gewesen, die ihm gleich war. Sie war seine Schwägerin, seine ehemalige Schülerin. „Mondelang hab ich mich zurückgezogen und es war schrecklich. Ich hab wirklich aufgegeben. Dabei hatte ich noch eine Tochter. Und meinen besten Freund. Beide waren da...und dann kam wieder Glück in unser Leben. Ein wenig zumindest. Ahornblatt lernte einen Kater kennen, Windklaue. Sie wurden Gefährten. Ich war so froh, dass sie wieder glücklich sein konnte. Auch wenn sie noch nicht wieder die selbe war.“ Einen Moment lang wurde sein Gesicht abwesend, als wäre er in seinem Kopf wieder in jener Zeit. Er erinnerte sich an das Glück seiner Tochter, an das Strahlen in ihrem Gesicht, begleitet von dem unterschwelligen Schmerz. „Sie haben Junge bekommen, doch nur eines von ihnen hat überlebt. Erlenjunges wurde der neue Mittelpunkt meines Lebens, meine neue Aufgabe. Sie wurde zu Erlenpfote und Regensturm wurde ihr Mentor. Es war wunderbar, zumindest eine Zeit lang. Dann...ereilte Ahornblatt das Schicksal ihrer Mutter...“ Rabenklaue brach ab. Was er nicht wusste, war, dass seine Enkelin Aspentau im Flussclan das gleiche Schicksal erlitt. „Erlenpfote war sehr tapfer. Sie hat nicht aufgegeben. Ich bin sehr stolz auf sie“, miaute er und blickte Malvenpfote an. Sollte er ihr auch noch über deren Tod berichten? Über das, was Sandpfote angetan wurde? Das könnte er niemals.Es tat zu weh...


Opalkralle war von jeher als freundlicher Kater bekannt. Niemand kannte sein Innerstes. Nicht einmal er selbst. Er kannte sein Streben, er kannte seine Wünsche...aber sein Innerstes kannte er nicht. Und er wusste nicht recht, warum er Mondschatten angesprochen hatte. Sie waren keine Freunde, aber wirkliche Freunde hatte Opalkralle auch eigentlich nicht. Nur Jaguarstern. Nicht einmal mit seinem Bruder verband er vieles. Seit damals, als Onyxpfote gegangen war. Es war ein Bruch in der ganzen Familie gewesen. Nicht, dass Opalkralle vorher viel mit seinen Geschwistern gemacht hätte, aber es hatte sich trotzdem etwas verändert. Er konnte es nicht benennen, aber er wusste es.
Nun ja, sie hat schlimmes erlebt. Keiner sollte das erleben müssen“, miaute er mit einem Lächeln, das Anteilnahme ausdrückte. Es tat ihm auch leid für Sandpfote. Sie war sehr hübsch und eigentlich hatte er sich immer für sie interessiert. Aber seit diesem Zwischenfall war sie seelisch kaputt. Und er wollte keine Gefährtin, mit der man keinen Spaß haben konnte...
Vielleicht hilft ihr die Wut, weiterzumachen. Und ist das nicht die Hauptsache? Dass sie niemals aufgibt? Natürlich kann man nichts für die Liebe, und ich denke, das weiß sie. Denn ich bin mir sehr sicher, dass sie ihre kleinen Geschwister bereits fest ins Herz geschlossen hat. Sie säugt sie und versorgt sie. Sie erlaubt dir sogar, sie zu sehen. Auch wenn sie dich nicht sehen möchte. Ich glaube nicht, dass ihr Ziel ist, dich zu verletzen. Dann hätte sie deine Jungen nicht aufgenommen“, miaute er ruhig und blickte über den Lagerplatz. Er war ein wenig eifersüchtig, dass Malachitblitz mit in Jaguarsterns Bau durfte. Auch wenn er vermutlich im Nachhinein alles erfahren würde. Und es machte Sinn, den Clan zu blenden.
Sie wird dir bestimmt eines Tages verzeihen. Mach dir darüber keine Gedanken. Sandpfote erscheint mir nicht wie jemand, der dumm ist. Sie wird es verstehen. Früher oder später“, setzte er hinzu. Sandpfote war wirklich eine gute Partie. Aber er hatte jetzt Sonnenpfote. Und er wollte die auch nicht mehr aufgeben. Nicht als Gefährtin jedenfalls. Für ein wenig Spaß zwischendurch würde ihm schon wer anders einfallen. Bei diesem Gedanken wandte er seinen Blick zum Schülerbau und sah Salzpfote bei Sonnenpfote stehen. Ja, das war eine würdige Katze dafür. Denn sie wollte was von seinem Bruder...und irgendwie...irgendwas störte ihn. Malachitblitz war zu nett. Er verbarg etwas, da war er sich sicher. Und Onyxrose, die nun wieder da war...sie war ihm auch nicht recht. Damals war sie ein liebes Ding gewesen. Er hätte sie vielleicht beschützt. Nun hieß er sie nur ein wenig willkommen. Sie würde dem Donnerclan Junge schenken können, das war gut. Aber sie...sagte ihm dennoch nicht zu. Auch wenn sie seine Schwester war. Sie war ihm völlig egal. Sie war nur eine von vielen. Fast wie bei seinem Bruder. Doch er konnte und wollte nicht zulassen, dass Malachitblitz etwas bekam, was er selbst nicht bekommen hatte.
Ich glaub nicht, dass er ihn kennt. Jaguarstern hätte mir das erzählt, wenn er eine solche Katze kennen würde!“, meinte Opalkralle, auch wenn er sich dabei nicht so sicher war, wie er klang. Vielleicht kannte er den Streuner nicht, aber sicher kannte er die, die ihn anführten... Mondschattens Worte waren berechtigt, umso erleichterter war er, dass der Anführer nun Malachitblitz zu sich rief. Er wäre gern an seiner Stelle gewesen. Aber das ging schlecht. „Scheinbar hat Brombeerfrost seine Pflicht nicht erfüllt. Wo ist der eigentlich?“, fragte er nun Mondschatten, denn auf dessen Frage musste er nun ja nicht mehr antworten. Das hatte Jaguarstern selbst getan. „Ich kann kaum erwarten, zu erfahren, was los ist“, meinte er noch.


Jace war mit dem Fortlauf des Geschehens nicht besonders zufrieden. Er wollte zurück zu den Streunern. Es war sein Angriff, seine Rache! Die Möglichkeit, Loki zu töten! Vielleicht vorerst die einzige! Und das, nur damit die blöde Geschichte des Anführers nicht seltsam klang. Damit er nicht leichtsinnig wirkte! Aber seine Rache war jawohl mehr wert als diese blöde Clangeschichte, die ihm von Anfang an völlig egal gewesen war! Nur für seine Rache hatte er mitgemacht! Für nichts sonst. Und die würde ihm nun versagt bleiben...außer...er stahl sich davon. Dann würde er Loki töten und verschwinden. Das war auch okay. Hauptsache, Loki fand den Tod durch seine Krallen.
Auf die Frage, wo sie angreifen würden, war Jace nun wirklich nicht gekommen. Es war doch absolut logisch...aber dennoch schien der Anführer sich rückversichern zu wollen. „Dort, wo die Bäume von Zweibeinern geschnitten werden“, erwiderte er nur. Die würden schon wissen, was gemeint war.
Jaguarstern forderte ihn auf, mitzukommen. Also tat er es. Auch wenn er sich des Nachts in die Büsche schlagen würde...der leidliche Sturm würde ihm dabei helfen, indem er seine Spuren verwischte.
Doch Jaguarstern steuerte auf die Katze zu, die etwas in ihm ausgelöst hatte. Butterblume nannte er sie. Und er hatte das Gefühl, sie zu mögen. Warum auch immer er das dachte. Er bemerkte durchaus den Blick in Jaguarsterns Augen, der deutlich machte, dass es ihm gleich war, ob er des Nachts verschwand. Es würde ihm vermutlich helfen, das weibliche Geschlecht zu denunzieren. Doch Jace...er wollte irgendwie nicht, dass diese Katze, die solche Angst vor ihm hatte, wegen ihm Probleme bekam. So etwas war ihm noch nie untergekommen. Wirklich nicht. Andere vor sich selbst stellen gehörte nicht zu seinen Stärken. Absolut nicht. Sein Ziel war der Tod Lokis, ein anderes hatte er nicht. Und diese hübsche rotgetigerte Katze würde das auch nicht ändern.
Jaguarstern ließ ihn mit der hübschen Katze allein. Jace hatte keine Ahnung, wie man mit dem anderen Geschlecht umging. Vitani war die einzige Katze, mit der er Umgang pflegte, aber das auch nur, weil sie ihm dadurch die Möglichkeit gab, sich zu rächen. Er tat, was sie befahl, um ihr eines Tages die Bitte vorzubringen, die er in sich trug. Und deshalb würde er bleiben. Weil sie die Katze war, die ihm den Tod Lokis ermöglichte. Wenn er, wie zuerst geplant, allein dort wieder auftauchte und Loki töten wollte, wären genug andere da, um ihn zu töten. Und er wollte sein Leben nicht dafür opfern, dass der Widerling es vielleicht überlebte...er würde Vitani oder Jaguarstern dazu bringen, ihm Loki auszuhändigen. Ein Blick trat in seine Augen, der nichts gutes erwarten ließ. Nun wurde ihm die Anwesenheit der Kätzin wieder bewusst. „Du bist also Butterblume?“, fragte er, doch es klang eher wie eine Drohung. Am liebsten hätte er sich auf die Zunge gebissen dafür. Er wollte sie nicht verschrecken. Warum auch immer. Aber der Geruch der Angst...erregte ihn auch. So seltsam das klang, aber es regte etwas in ihm, was er nicht erklären konnte. Aber er wollte diese Katze besitzen. Sie sollte allein ihm gehören. Und es irritierte ihn. Er erinnerte sich nicht an Curse, nicht an Siren. Die beiden Katzen, die ihn wirklich berührt hatten. Doch manchmal träumte er von ihnen...ohne es zuordnen zu können. Es waren Gefühle, die ihn des Nachts umfingen, und ihn am morgen irritiert die Augen öffnen ließen.
Er trat dichter auf Butterblume zu. „Mein Name ist Jace“, miaute er mit einem Lächeln, das nicht freundlich, sondern eher bedrohlich wirkte. Doch er wollte das gar nicht. Sie interessierte ihn. „Es tut mir leid, dass du deinen Pflichten wegen mir nicht nachgehen kannst. Das muss dich sehr beschäftigen. Aber sag...wollen wir uns nicht unterstellen, meine Liebe?“ Jace durchbohrte sie mit seinem Blick. Sie war faszinierend...und er wollte ihre Nähe. Noch nie hatte er Nähe gewollt...und das irritierte ihn. Diese Katze war etwas besonderes. Und er wollte sie. Aber er wollte ihr nicht schaden...wenn er hierblieb, würde sie nicht gerügt werden. Und sie würde im Lager bleiben, wenn es zum Kampf kam. Und sie wäre sicher. Das Aufschieben der Rache war ein geringer Preis dafür, da es ihm die Rache auch erleichtern würde...



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BeitragThema: Re: Lager des DonnerClans!   So 20 Mai - 16:13

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Butterblume
15 Monde| Donnerclan | single | Tragend
ERWÄHNT: Sandpfote, Jaguarstern, Eschenkralle, Jace
ANGESPROCHEN: Jace

Die Kätzin hatte Angst... und das war noch ein Wort, welches nicht einmal Ansatzweise beschrieb, wie sie sich fühlte.
Sie wusste selber, dass sie nicht sonderlich mutig war... zwar auch nicht unbedingt feige zu nennen, aber doch ängstigte sie sich wesentlich schneller als ihre Clan-Gefährten. In diesem Moment war dieser fremde, vernarbte Kater schuld an ihrem Zustand.
Butterblume schämte sich für ihre Gedanken... aber sie wünschte sich, Jaguarstern hätte jemand anderen ausgewählt, um sich um den Kater zu kümmern. Dabei war es ihr vollkommen egal, welche Katze dieses Schicksal traf... Okay... fast. Ihrer Freundin Sandpfote wollte sie dieses Schicksal auch nicht zumuten. Aber die anderen... die hätten es doch machen können. Sich viel besser um ihn kümmern, darauf achten können, dass er sich an die Regeln hielt und sich nicht aus dem Staub machte. Vielleicht hätten sie auch mit ihm reden können – ohne ins Stottern zu geraten oder fast in Ohnmacht zu fallen.
Trotzdem blickte sie den fremden Kater schüchtern an – und hätte sich am liebsten davon gemacht, als sie den Ausdruck in seinen dunkelbraunen Augen sah. Wut... Hass... so viele Gefühle, die sie sich nicht erklären konnte.
Butterblume hoffte zutiefst, dass er sie niemals mit diesem Ausdruck würde anschauen... ob sie diesem standhalten konnte, wusste sie nicht. Vermutete jedoch eher nicht... Sie bewegte sich leicht und der Kater schien aus seinen Gedanken zu erwachen und wandte seine Aufmerksamkeit nun ihr zu. Er traf die Aussage, dass sie wohl Butterblume wäre... doch sein Tonfall war alles andere als freundlich zu nennen. Viel eher schien es ihr, als würde er ihr direkt an die Kehle gehen, wenn sie zustimmen würde.
So schüttelte sie also fast reflexartig den Kopf und starrte ihn aus weit aufgerissenen Augen ängstlich an. Verfluchte sich für ihre Feigheit. Räusperte sich. “Ja... ich... ich bin Butterblume.“, miaute sie hektisch und ihre Stimme überschlug sich, klang unnatürlich hoch, selbst in ihren Ohren unangenehm schrill.
Sie konnte ja nicht ahnen, dass er eigentlich gar nicht vorhatte sie zu verschrecken...
Da trat er einen Schritt näher zu ihr und Butterblume fuhr die Krallen aus und verankerte sie fest im Boden, zwang sich so, sich nicht von der Stelle zu rühren, denn am liebsten wäre sie geflüchtet. Am liebsten zu Sandpfote und hätte mit ihrem fröhlichen getratsche weiter gemacht.
Aus den Augenwinkeln bemerkte sie eine Bewegung und sah Eschenkralle. Ihr Clan-Kamerad fixierte den Fremden. Sein Körper schien gespannt wie eine Bogensehne und das Fell war aufgestellt. Bereit, ihr zur Hilfe zu eilen, sollte sie diese benötigen. Sie war nicht alleine! Dieser Gedanke gab ihr etwas Sicherheit, schenkte ihr Mut und sie hob den Kopf, um den Fremden anzublicken. Denn sie wollte nicht, dass einer ihrer Clan-Kameraden verletzt wurde – nur weil sie den Mut eines Hauskätzchens hatte...
Trotzdem musste Butterblume den Blick des Katers ausweichen, als dieser sie anlächelte... wenn man es denn als Lächeln werten konnte, denn viel eher glich es einem dunklen Versprechen. Welches, das wollte sie gar nicht wissen. Stattdessen blickte sie auf seine Monsterpranken und überlegte, wie schnell diese Pfoten sie töten könnten, wenn ihm danach war. Jace nannte ihr seinen Namen und erklärte, dass es ihm leid täte, dass sie ihren Pflichten nicht nachkommen könne, weil sie auf ihn achten sollte. Überrascht riss sie den Kopf hoch und sah den Kater aus ihren braunen Augen mit den hellen Sprenkeln an.
Ein sanftes Lächeln erschien auf seinem Gesicht und für diesen Moment hatte sie ihre Angst erfolgreich verdrängt. “Du brauchst dich nicht entschuldigen. Ich wurde von meinen Pflichten entbunden, nachdem ich erfuhr, dass ich Junge erwarte. Dementsprechend habe ich sowieso nichts zu tun, außer mich zu langweilen.“, miaute sie und ihre Schweif schlug kurz durch die Luft. Sie verschwieg, dass sie eigentlich ihre Pflichten wieder aufnehmen wollte... andere zu verletzen und ihnen ein schlechtes Gewissen zu machen, das wollte sie eigentlich nicht.
Doch bereits im nächsten Moment erlosch ihr Lächeln wieder, denn der Kater fragte, ob sie sich nicht unterstellen wollten. Gerne hätte sie abgelehnt, gesagt, dass sie den Regen gerne mochte... aber sie hatte nicht mehr nur an sich zu denken, sondern auch an ihre ungeborenen Jungen, die in ihr heran wuchsen. Deshalb nickte sie nur mit dem Kopf und wandte sich um. “Bitte folge mir.“, sagte sie und lief zum Rand des Lagers, nähe des Kriegerbau's. Hier war eine trockene Stelle, wo keiner ihrer Clan-Kameraden zur Zeit verweilte. Hier setzte sie sich hin und wandte den Blick zu Jace. Es war ihr mehr als unangenehm gewesen, vor ihm zu gehen. Es gefiel ihr nicht, dass er sie so hatte beobachten können.
Sie wollte nicht mit dem Kater alleine sein... und hier... inmitten der Donnerclan-Katzen... fühlte sie sich wenigstens ein wenig sicher. Zudem fragte sie sich, wo der Kater schlafen sollte. Durfte er in den Kriegerbau? Sie hatte überhaupt keine Ahnung...  später würde sie einen der erfahreneren Krieger danach fragen.


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Ein großes Danke an Gigi (Blutseele) für die tolle Siggi! <3

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BeitragThema: Re: Lager des DonnerClans!   Di 22 Mai - 23:10

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Jaguarstern
Anführer | 3 Jahre alt
ERWÄHNT: Butterblume, Opalkralle, Rabenklaue, Sandpfote, Kornblüte, Jace
ANGESPROCHEN: Malachitblitz, Schneepfote

Jaguarstern war durchaus nicht blöd. Er war ein Meister. Ein Meister darin, andere zu lesen, sie in die Richtung zu schubsen, in der er sie haben wollte. Während Jace erzählte ließ er den Kater nicht aus den Augen, doch gleichzeitig beobachtete er auch Malachitblitz' Mienenspiel. Er durfte nichts durchblicken lassen, keine Skepsis zurücklassen. Das wäre zu gefährlich, zu dumm. Und er war nicht dumm. Er war das Genie, was den Donnerclan stark machen würde! Sodass er sich über alle anderen Clans erheben konnte und sie alle unterjochte! Und er würde der Anführer des ganzen Waldes sein! Er würde sie alle beherrschen! Sie würden zu ihm aufsehen und ihn begehren, ihn bewundern und bejubeln! Sein Gesetz würde das Gesetz der Krieger ersetzen! Man würde ihn anbeten anstatt des Sternenclans! Er wäre das Gesetz, er wäre allmächtig!
Nach außen hin sah man nichts von seinen Gedanken, die in ihm tobten und immer lauter danach schrien, endlich Umsetzung zu finden. Sein Gesicht war beherrscht, doch nicht abweisend. Er hatte wie stets einen offenen Gesichtsausdruck, der zwar Stärke und Autorität versprühte, aber keine Ablehnung. Als wäre er der perfekte Anführer. Volksnah, nicht abgehoben, aber dennoch strikt und regelkonform. Es gibt nichts, was seinen wahren Charakter weniger gut beschreiben könnte. Außer vielleicht dem Wort gutherzig. Denn das war er ebenso wenig.
Jace berichtete auf seltsame Art und Weise vom Baumsägeort, aber es war deutlich, was gemeint war. Von daher war Jaguarstern mit dieser Auskunft zufrieden. Es war ihm nicht entgangen, wie entgeistert Jace ihn angesehen hatte als er meinte, er müsse vorerst hierbleiben. Dies hatte ihn darin bestärkt, Butterblume diese Aufgabe anzuvertrauen. Butterblume war genau das, was er brauchte. Jace sollte sich davonstehlen, dann würde er vielleicht kurz als schlechter Anführer gelten, weil der Streuner entwischt war. Und dann könnte er sagen, dass Butterblume eine Kriegerin sei und er erwartet hätte, sie sei der Aufgabe gewachsen. Aber vielleicht habe er sie mit einem Krieger verwechselt...das würde ihm in die Pfoten spielen.
Die scheue, ängstliche Butterblume wagte es nicht, ihm zu widersprechen. Anders hatte er es auch nicht erwartet. Sie war schwach und feige, nicht gerade das, was der Donnerclan brauchte. Der Donnerclan brauchte Krieger! Wahre Krieger! Des männlichen Geschlechts. Ein paar Königinnen reichten, um den Fortbestand zu sichern. Und er würde schon dafür sorgen, dass es keine überflüssigen Esser gab.
Der große Kater kehrte zu Malachitblitz zurück und fragte diesen nach seiner Meinung. Tat, als interessiere ihn das. Als ob...doch er musste jeden einzelnen Krieger formen, ihn bearbeiten, damit er verstand. Das würde seine Zeit dauern.
Malachitblitz war vorsichtiger als alles, was Jaguarstern jemals erwartet hatte. „Wenn ich ihn richtig verstanden habe, was nicht sicher ist, dann ist er zu uns gekommen, weil wir den Streunern zahlenmäßig überlegen sind. Damit wir die Streuner vernichtend schlagen und er seine Ruhe vor ihnen hat. Und vielleicht rechnet er mit unserer Dankbarkeit und unserem Schutz. Wer weiß schon, was so ein Streuner denkt“, miaute er und zuckte nachdenklich mit den Schultern. „Aber du hast recht. Wir sollten nachsehen. Und da Brombeerfrost nicht hier ist, werde ich jemand anderen schicken müssen. Wofür habe ich eigentlich einen zweiten Anführer?“, miaute er scheinbar enttäuscht, wenn nicht gar wütend über seinen Stellvertreter. Er erhob sich erneut und verließ den Bau, entließ Malachitblitz jedoch nicht. Er suchte mit den Augen und fand, was er wollte. „Schneepfote! Komm her!“, rief er laut, damit der Schüler ihn hörte. Als der weiße Kater herangekommen war, fuhr er fort. „Sag Opalkralle, er solle sich auf die Suche nach Streunern machen. Der Fremde hat uns vor einem Angriff durch eine Streunergruppe gewarnt. Er soll dem auf den Grund gehen und mir Bericht erstatten. Du darfst ihn bis zum Rande des Zweibeinerorts begleiten. Verlass aber nicht das Territorium und versteck dich gut. Keine halsbrecherischen Aktionen, verstanden?“, miaute er mahnend, aber auch gutmütig. Das alles war perfekt einstudiert, genauestens geplant und darauf abgezielt, zu erreichen, was er wollte. „Das ist euer Spezialauftrag. Der ist sehr wichtig. Ich kann mich doch auf dich verlassen, oder?“ Das letzte war eine rhetorische Frage. Er war Opalkralles Schüler. Er traute ihm. Nicht gänzlich, aber genug. Er lächelte Schneepfote noch einmal an, dann kehrte er zu Malachitblitz zurück. Dieser machte seinen Bedenken über Butterblume Luft. Und wenn selbst Malachitblitz die hatte, musste es schon etwas bedeuten. Dieser Kater war nämlich verflucht nett und das widerte Jaguarstern ganz schön an!
Sie ist eine Kätzin. Wie jede andere auch. Sie hat eine Ausbildung zur Kriegerin absolviert. Und das ist noch nicht lange her. Ich sollte meinen Kriegerinnen vertrauen, meinst du nicht?“, miaute er und ergriff damit für einen kurzen Moment Patei für Butterblume. „Allerdings kann ich deine Bedenken nicht aus dem Wind schlagen. Dieser Streuner scheint ihr kraftmäßig überlegen...ich sollte einen Krieger beauftragen, in der Nähe der beiden zu bleiben. Aber so, dass sie es nicht merkt...ich will nicht, dass sie sich schlecht vorkommt oder glaubt, ich traue es ihr nicht zu. Sie hat ein so liebliches Gemüt...“, seufzte er und schien zu überlegen. „Vielleicht habe ich ihr zu viel zugemutet. Dieser Streuner ist kein besonders schöner Anblick. Und du hast recht...sie ist sehr ängstlich. Allerdings weiß ich nicht, wem ich ihn sonst anvertrauen soll. Butterblume bleibt ohnehin im Lager, doch die anderen müssen jagen und patrouillieren. Sandpfote würde ihr jedenfalls keine Hilfe sein. Sie hat nicht einen einzigen Mond ihrer Ausbildung absolviert. Und eine andere werdende Königin haben wir derzeit nicht. Rabenklaue und Kornblüte will ich auf ihre alten Tage nicht dazu verdonnern. Hast du eine Idee, Malachitblitz?“, fragte der Anführer nun scheinbar ratlos. Er wollte keinen guten Krieger von seinen Pflichten fernhalten. Besonders, da es in der letzten Zeit einen 'Streunerangriff' gegeben hatte. Es wusste ja keiner, dass er es gewesen war, der die Streunerin getötet hatte...Seitdem durften Schüler nicht mehr allein hinaus. Bei einem drohenden Angriff konnte er das schlecht aufheben. Also blieb es dabei. Aber vielleicht überraschte ihn Malachitblitz mit einem genialen Einfall. Tse...bestimmt nicht genialer als seine eigenen. Aber er wollte wissen, wie der Kater das ganze sah, damit er ihn in die richtige Richtung lenken konnte.



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BeitragThema: Re: Lager des DonnerClans!   So 27 Mai - 18:47

Mausepfote

Die Schülerin starrte den fremden Kater unsicher an, was suchte er hier im Lager? Mausepfote riss ihren Blick von dem Kater los, als sie die Stimme ihrer Mutter hörte. „Mausepfote? Bist du da?“, miaute diese beunruhigt. „Hier bin ich, Mama“, miaute die Schülerin und ging ihrer Mutter entgegen, hinter der Kriegerin kam Rindenfeuer angelaufen, der Kater schnupperte kurz an ihr, was die Schülerin ein wenig verwirrte, dann sah sie wieder zu ihrer Mutter hoch. „Was macht der hier?“, fragte sie verwirrt, mit DER, meinte sie den Streuner. Damit ihre Mutter wusste, was sie meinte, deutete sie mit dem Schweif zu dem Fremden. Mausepfote wandte ihren Blick wieder zu dem Kater, mit erstaunen sah sie, wie Jaguarstern zu dem Kater kam, diesen dann mit in seinen Bau nahm. „Warum nimmt Jaguarstern ihn mit in seinen Bau?“, fragte die Schülerin fassungslos. Sie konnte es einfach nicht glauben, es war doch niemandem gestattet, in den Bau zu gehen. Ihre Mutter blickte zu dem Streuner hin. „Ich kann es dir nicht sagen, meine Kleine. Aber ich bin sicher, dass er seine Gründe dafür hat. Vielleicht hat der Streuner wichtige Informationen oder so“, miaute sie, doch man hörte heraus, dass sie absolut keine Ahnung hatte. Mausepfote sah mittleiderregend aus. Ihr Pelz tropfte und ihre Schnurrhaare hingen herab. Sie zog ein wenig die Schultern ein und suchte unter dem Bauch ihrer Mutter schutz. Dies schien zwar die Handlung eines Jungtieres zu sein, aber sie kannte Rindenfeuer nicht gut genug, um sich bei ihm zu verstecken. Verwirrt machte sich Mausepfote ein wenig kleiner, als sie ihre Mutter am Bauch berührte, war sie etwa so gewachsen? Die Schülerin spitzte die Ohren, als ihre Mutter sich leicht zu Rindenfeuer lehnte. Die Kriegerin sah ihren Gefährten an. „Das gefällt mir nicht. Das sieht gar nicht gut aus. Was meinst du?“, flüsterte sie. Plötzlich kamen Salzpfote und Sonnenpfote zu ihnen. "Ein Streuner ist ins Lager gekommen und hat nach Jaguarstern verlangt. Er hat ihn mit in seinen Bau genommen. Und Malachitblitz hat er dazugeholt. Mit dem spricht er nun...", berichtete Dornenblüte. Mausepfote lauschte halbherzig den Worten, auch Rindenfeuers antwort bekam sie kaum mit. Sie sah nervös zu Schneepfote, würde er zu ihr kommen?? Sie winkte leicht mit dem Schweif, in der Hoffnung, dass er es sah und zu ihr kommen würde.
381


Mondschatten

Der Krieger stand schräg vor der Kinderstube, er würde niemanden reinlassen. Mondschatten sah, wie Opalkralle auf ihm zu kam. „Sie macht es dir nicht gerade leicht“, miaute er freundschaftlich. Mondschatten zuckte leicht mit einem Ohr. „Ja, sie ist stur, genau wie ihre Mutter“, erwiderte der Kater ruhig. Mondschatten war verwirrt. Sie beide waren keine Freunde, deswegen verwirrte es ihn, dass Opalkralle mit ihm redete. „Ich hab gehört, dass sie es dir übel nimmt, dass du dich verliebt hast. Sowas passiert nunmal, wann es passiert. Und dann...ist es irgendwie falsch. Aber auch irgendwie richtig“, fügte er an und machte ein betroffenes Gesicht. „Wenn sie sich eines Tages verliebt, wird sie dich verstehen. Sie ist noch sehr jung, vergiss das nicht“, miaute er nun aufbauend und richtete seinen Blick auf den Streuner. Mondschatten schnaubte leise. „Sie nimmt es mir übel, dass ich mich wieder verliebt habe. Sie war meine kleine, mein Engel. Irgendwie,…scheint mir, als wolle sie mir das Leben zur Hölle machen“, miaute er leise. „Nun ja, sie hat schlimmes erlebt. Keiner sollte das erleben müssen“, miaute der andere Kater mit einem Lächeln, das Anteilnahme ausdrückte. „Vielleicht hilft ihr die Wut, weiterzumachen. Und ist das nicht die Hauptsache? Dass sie niemals aufgibt? Natürlich kann man nichts für die Liebe, und ich denke, das weiß sie. Denn ich bin mir sehr sicher, dass sie ihre kleinen Geschwister bereits fest ins Herz geschlossen hat. Sie säugt sie und versorgt sie. Sie erlaubt dir sogar, sie zu sehen. Auch wenn sie dich nicht sehen möchte. Ich glaube nicht, dass ihr Ziel ist, dich zu verletzen. Dann hätte sie deine Jungen nicht aufgenommen“, miaute er ruhig und blickte über den Lagerplatz. Mondschatten folgte seinem Blick, nickte leicht. Opalkralle hatte recht, sie würde ihre Geschwister nicht bei sich behalten, wenn sie ihn hassen würde. „Sie wird dir bestimmt eines Tages verzeihen. Mach dir darüber keine Gedanken. Sandpfote erscheint mir nicht wie jemand, der dumm ist. Sie wird es verstehen. Früher oder später“, setzte er hinzu. Mondschatten seufzte leise. „Ich hoffe, du hast Recht“, miaute er leise. Er selbst sah dann auch wieder zu dem Streuner hin. „Der sieht fürchterlich aus, oder?“, flüsterte er an Mondschatten gewandt. Der Kater nickte leicht. „Ja…ich frage mich nur, woher er Jaguarstern kennt“, miaute er leise zu Opalkralle. Er zuckte mit einem Ohr, als Malachtitblitz Schneepfote losschickte, um Jaguarstern zu holen. Mondschatten sah zu, wie Jaguarstern zu Malachtitblitz und dem Streuner kam, kurz redeten sie etwas miteinander, dann nahm der Anführer den Streuner mit in seinen Bau. Mondschatten keuchte leise. „Er nimmt ihn mit in den Bau? Einen völlig fremden?“, miaute er verwundert. Er verstand nicht, wie der Anführer so mit einer völlig fremden Katze umgehen konnte, immerhin wusste er nicht, ob die Katze friedlich gesinnt war, oder eben nicht. Mondschatten schnaubte leise, er verstand die Welt nicht mehr. „Ich glaub nicht, dass er ihn kennt. Jaguarstern hätte mir das erzählt, wenn er eine solche Katze kennen würde!“, meinte Opalkralle. „Ich kann kaum erwarten, zu erfahren, was los ist“, meinte er noch. Mondschatten nickte leicht. „Mal sehen“, miaute er leise. Er spitzte die Ohren, als Jaguarstern mit dem fremden wieder aus seinem Bau heraus kam. Er führte den Kater direkt zur Kinderstube, wo auch er und Opalkralle standen, und eben auch Butterblume. „Butterblume!“, miaute der Anführer laut und schritt auf sie zu, Mondschatten beobachtete dies argwöhnisch. „Du brauchst keine Angst zu haben, Butterblume. Er wird dir nichts tun.“ Seine Stimme war sanft, mitfühlend. „Das hier ist Jace. Er hat uns vor einem Angriff gewarnt. Doch ich kann das Risiko, wenn er geht, nicht eingehen. Wenn er denen über den Weg läuft, wissen sie, dass wir es wissen. Da ich dich aber nicht im Kampf sehen möchte, da du kleine Donnerclankrieger in dir trägst, würde ich dich bitten, ein wenig auf ihn acht zu geben“, miaute er freundlich, kameradschaftlich. „Jace, wenn ich erfahren sollte, dass du uns belügst oder hintergehst, werde ich nicht zögern, dich für jede Katze, die dadurch zu Schaden kommt, mehrfach entlohnen. Und zwar indem du ihren Schaden erfährst.“ Seine Stimme war freundlich, doch der Ton darin sagte, dass er es ernst meinte. „Und du hast auf Butterblume zu hören. Merk dir das“, miaute er noch, sah beide dann noch einmal an und wandte sich wieder seinem Bau zu. Mondschatten runzelte die Stirn, er neigte den Kopf leicht zu Opalkralle. „Was sollte den das? Einen Fremden einer Königin zu überlassen? Wäre es nicht klüger gewesen, wenn er ihm einen Krieger anvertraut hätte?“, miaute er leise.
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Rindenfeuer

Der Kater folgte seiner Gefährtin aus dem Kriegerbau ins freie. Er stand, unbewusst, schräg vor ihr, sodass er sie notfalls in Sicherheit bringen konnte. Ein Kater stand in der Lagermitte, naja, ob man ihn noch Kater nennen konnte, wusste Rindenfeuer nicht. Er war schrecklich entstellt. Der ganze Körper glich einer einzigen Narbe. Rindenfeuer knurrte leise, was suchte dieses Wesen hier? Aber bevor er Dornenblüte fragen konnte, was sie davon hielt, setzte sie sich in Bewegung. Rindenfeuer folgte ihr sogleich, er sah, wie Schneepfote an ihm vorbei zum Anführerbau schoss, sofort eilten seine Gedanken zu Mausepfote. Die beiden Schüler waren unzertrennlich, wo war also die Kätzin? Dornenblüte musste das gleiche denken, denn sie steuerte auf den Schülerbau zu. Sie starrte immer noch den fremden Kater an, Angst lag in ihrem Blick. Am Schülerbau riss sie sich von seinem Anblick los. „Mausepfote? Bist du da?“, miaute sie beunruhigt. Rindenfeuer sah sich auch um, er entdeckte die Schülerin vor dem Bau, sie hatte Schneepfote nachgesehen. „Hier bin ich, Mama“, miaute die Schülerin und ging ihrer Mutter entgegen. Rindenfeuer kam etwas vor, er neigte den Kopf und schnupperte kurz an Mausepfote, ob sie wunden hatte, oder dergleichen. Man wusste schließlich nie. Mausepfote schien dies zu verwirren, aber sie fasste sich schnell wieder, sah zu Dornenblüte hoch. „Was macht der hier?“, fragte sie verwirrt. Rindenfeuer dachte im ersten Moment, dass die Schülerin ihn meinte, aber dann deutete sie mit dem Schweif zu dem Fremden. Rindenfeuer sah wieder zu dem Kater, ein leises knurren entwich ihn, als Jaguarstern den Streuner mit in seinen Bau nahm. Soetwas gehörte sich nicht! „Warum nimmt Jaguarstern ihn mit in seinen Bau?“, fragte die Schülerin fassungslos. Stumm stimmte Rindenfeuer der Frage zu, er verstand es schließlich auch nicht. Aber er war kein Anführer, also konnte es ihm relativ egal sein. Dornenblüte blickte genauso wie er zu dem Streuner hin. „Ich kann es dir nicht sagen, meine Kleine. Aber ich bin sicher, dass er seine Gründe dafür hat. Vielleicht hat der Streuner wichtige Informationen oder so“, miaute sie, doch man hörte heraus, dass sie absolut keine Ahnung hatte. Rindenfeuer schnaubte leise. Er sah hinab, als er bemerkte, wie sich Mausepfote bewegte, die völlig durchnässte Schülerin kroch unter den Bauch ihrer Mutter, wohl, um Schutz vor dem Regen zu suchen. Rindenfeuer legte leicht den Kopf schief, als Dornenblüte sich an ihn wandte. Die Kriegerin sah ihren Gefährten an. „Das gefällt mir nicht. Das sieht gar nicht gut aus. Was meinst du?“, flüsterte sie. Er zuckte leicht mit einem Ohr. „Mir auch nicht“, brummte er leise. Er sah zu, wie Salzpfote und Sonnenpfote zu ihnen kamen, hörte aber nicht hin, was sie sprachen. Er fixierte den Anführerbau, erstaunt zog er die Luft ein, als Jaguarstern mit dem Fremden wieder aus dem Bau kam. Er lief direkt auf die Kinderstube zu, wo Opalkralle, Mondschatten und Butterblume standen. Die Kätzin wirkte richtig verängstigt. Er hob den Kopf, um besser sehen zu können. „Butterblume!“, miaute der Anführer laut und schritt auf sie zu, Mondschatten beobachtete dies argwöhnisch. „Du brauchst keine Angst zu haben, Butterblume. Er wird dir nichts tun.“ Seine Stimme war sanft, mitfühlend. „Das hier ist Jace. Er hat uns vor einem Angriff gewarnt. Doch ich kann das Risiko, wenn er geht, nicht eingehen. Wenn er denen über den Weg läuft, wissen sie, dass wir es wissen. Da ich dich aber nicht im Kampf sehen möchte, da du kleine Donnerclankrieger in dir trägst, würde ich dich bitten, ein wenig auf ihn acht zu geben“, miaute er freundlich, kameradschaftlich. „Jace, wenn ich erfahren sollte, dass du uns belügst oder hintergehst, werde ich nicht zögern, dich für jede Katze, die dadurch zu Schaden kommt, mehrfach entlohnen. Und zwar indem du ihren Schaden erfährst.“ Seine Stimme war freundlich, doch der Ton darin sagte, dass er es ernst meinte. „Und du hast auf Butterblume zu hören. Merk dir das“, miaute er noch, sah beide dann noch einmal an und wandte sich wieder seinem Bau zu. Rindenfeuer schnaubte. Einen fremden einer Königin anvertrauen? Hatte der Hummeln im Kopf? Aber Rindenfeuer konnte es ja egal sein, Hauptsache Dornenblüte war in Sicherheit.
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BeitragThema: Re: Lager des DonnerClans!   Mo 28 Mai - 1:50

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Jace
Streuner | Sohn von Loki |16 Monde
ERWÄHNT: Jaguarstern, Loki, Vitani, Damien, Eschenkralle
ANGESPROCHEN: Butterblume

Sein einziges Ziel war Rache. Rache an dem Kater, der ihm sein Leben genommen hatte. Auch wenn sein Kopf nicht mehr auf die Reihe bekam, was Loki nun alles gemacht hatte, dieser war schuld an allem. Und sein Tod war der einzige Sinn, den Jace im Leben noch suchte. Das einzige Ziel, auf das er zuarbeitete. Seit Monden hielt er sich in Lokis Nähe, immer darauf bedacht, den Vertrauten zu spielen. Doch da sein Gesicht stets voller Wut und Hass war, er konnte es nicht verdrängen, dauerte das mit der Rache länger als gedacht. Doch er wollte es auch nicht...stillos tun. Nicht bloß töten. Das Töten an sich bewegte nichts mehr in Jace, doch die Möglichkeit zu haben, Loki zu töten machte ihn wahnsinnig vor Glück. Oder war es eher Erleichterung? So ganz sicher war er sich da nicht, er hatte sich ja auch schließlich niemals für Gefühle interessiert. Als er nach langer Zeit zu Loki gekommen war, um diesen zu töten, wurde er misstrauisch aufgenommen. Das einzige, was noch mit dem Kater übereinstimmte, den sein Vater zum Sterben zurückließ, war sein Gesicht. Und in dieses sollte Loki schauen, wenn er starb. Angesicht zu Angesicht sollte er erkennen, dass er zurückgekehrt war um zu rächen, was man ihm genommen hatte. Mitleid kannte Jace nicht, den Wunsch, jemandem nahe zu sein, ebenfalls nicht. Seit er zurückgekehrt war hatte er sich von niemandem mehr berühren lassen. Zwar berührte er andere, um sie anzugreifen, sie zu töten – doch das war etwas anderes. Ob es seine Narben waren, die ihn regelmäßig schmerzten, ob es das Gefühl des Verrats war, Jace wusste es nicht und es war ihm auch egal. Ihn interessierte nur noch eins: Rache. Rache war der Grund dafür gewesen, dass er Prea zur Flucht verhalf. Ihm war nicht entgangen, dass einer der Streuner ihre Jungen hatte überleben lassen. Er verstand es nicht. All das hatte ihn völlig kalt gelassen. Nicht einmal das Mitleid in den Augen mancher Streuner für die Opfer hatten ihn berührt, nicht einmal zuordnen konnte er sie. Dennoch war er selbst es gewesen, der dem Kätzchen half. Er, der nicht ein einziges Mal Interesse an ihr gezeigt hatte, der sie nicht ein einziges Mal berührte und misshandelte. Sie war ihm selbst gleich, doch er wusste, wie bedeutend sie für Loki war. Und er musste sie ihm nehmen. Und das hatte er getan. Warum er nicht mehr tötete, als es unbedingt nötig war, konnte Jace nicht sagen. Auch die von Vitani verhassten Katzen hatte er nicht einfach umgebracht, sondern sie beeinflusst und auch bedroht. Aber er war niemals körperlich geworden. Berührungen widerten ihn an.
Und dann kam er ins Donnerclanlager. Und da war die erste Kätzin, die ein seltsames Gefühl in seinem Körper regte. Sie etwas in ihm regte, was schon lange weit unter der Oberfläche verkümmerte. Gefühle. Er verstand sie nicht, wusste sie nicht einzuordnen. Beinahe würde er es als grotesk bezeichnen. Jedenfalls war es nicht das, was ihn jemals gekümmert hatte.
Wut war in ihm gewesen als ihm die Chance zur Rache genommen wurde. Doch dann hatte Jaguarstern ihn Butterblume anvertraut. Und mit einem Mal war der Gedanke, sich des Nachts davonzustehlen, vergessen. Jace konnte nicht genau sagen, warum. Er sagte sich, dass es mit der Garantie der Rache zusammenhängen musste, dass es gar keine andere Möglichkeit gab. Doch diese Katze, mit der Jaguarstern ihn nun allein gelassen hatte...sie war der eigentliche Grund. Sie faszinierte ihn, ließ ihn etwas empfinden, was weder Wut noch Hass war. Er hatte keine Worte dafür, doch es stimulierte ihn. Ihr Geruch, ihr Anblick...ihre Angst...
Nun wäre es für ihn vielleicht hilfreich gewesen, mit anderen kommunizieren zu können. Doch darin war er schlecht, er war nie jemand gewesen, der viel mit Worten umging. Er ließ lieber seine Krallen sprechen, wie er es gelernt hatte. Auf die Frage, ob sie Butterblume war, schüttelte sie den Kopf. Vermutlich aus Angst...denn der Angstgeruch wurde immer stärker. Jeder normale Kater hätte sich wohl geschämt, sie so in Angst und Schrecken zu versetzen, doch er empfand es als äußerst...erquickend. Er mochte es. Sie räusperte sich, brachte unvollständige Sätze hervor. Sie fürchtete ihn...dabei hatte sie eigentlich überhaupt nichts vor ihm zu befürchten. Außer sie würde Loki wichtig werden...dann würde er sie töten. Oder zumindest wegbringen...vielleicht mit ihr weggehen? Dämlicher Gedanke. Sie sah zur Seite. Seine Augen folgten ihrem Blick und entdeckten einen dunklen Kater mit rötlichen Musterungen. Er sah seltsam aus. Aber egal wie er aussah, es passte ihm nicht, dass der Fremde ihn so unfreundlich ansah. Er würde mit Butterblume machen, was er wollte! Und dieser hässliche Kater würde daran nichts ändern! Wut auf den Kater erwachte in ihm...und auch auf Butterblume, die scheinbar seinen Schutz suchte. „Wenn ich dir etwas tun will, wird er mich nicht davon abhalten können“, knurrte er leise. Sein Blick fing Feuer und betrachtete die Kätzin vor ihm. Seine Worte waren wohl die letzten, die eine gute Beziehung ermöglichten. Die letzten, die Butterblume ihre Angst vor ihm vergessen lassen würden. Nein, das würde alles noch schlimmer machen. Dann trat er dichter, stellte sich vor. Lächelte, so gut er es vermochte. Wollte die Wogen glätten...oder so. Eigentlich hatte Jace keine Ahnung, warum er was tat. Nachgedacht darüber hatte er eigentlich nur selten. Nur die Rache an Loki war nicht egal. Sie musste wunderbar werden, denn sie würde er nur ein einziges Mal erfahren können. Bevor er sprach hatte sie seine Pfoten betrachtet. Vermutlich weil er die schlaue Aussage bringen musste, dass dieser dämliche Kater nichts daran würde tun können. Dem war auch so...er könnte sie töten bevor der hässliche Kater ihn erreichte. Mit einem Mal fragte Jace sich, warum er den Fremden als hässlich betitelte. Es konnte ihm doch egal sein, wie der Kater aussah? Woher kam eigentlich diese Wut? Butterblume sah ihn an. Er konnte ihr Gesicht nicht deuten. Doch er sah die Krallen im Boden, er roch ihre Angst, die ihn betörte...und spürte die Wut, die ihn durchflutete. Sie hatte also einen Kater an der Seite...war ihm ja eigentlich egal. Natürlich war es das. „Dann entschuldige ich mich dafür, dass dein Gefährte auf dich verzichten muss“, miaute er und es klang absolut nicht wie eine Entschuldigung. Viel mehr ließ sein Blick erahnen, dass es ihn freute, dass es ihn nicht im geringsten störte. Was ihn störte war etwas ganz anderes. Dass sie Junge bekam. Am liebsten hätte er ihr mit den Krallen das hübsche Gesicht zerkratzt...doch er musste sich benehmen...
Dann sprang sie auf, bat ihn, zu folgen. Und er tat es gern. Er betrachtete ihren Körper, der sich elegant vor ihm durch Matsch und Regen wand. In ihm war der Drang, nach vorn zu springen, auf ihr zu sein und...er wusste es nicht genau. Doch sein Instinkt verriet ihm, was er tun wollte...wusste mehr als sein verkümmertes Herz, eingesponnen von einer Spinne namens Hass in einem Netz aus Wut. Jace glaubte beinahe, die Kontrolle über seinen Körper zu verlieren, doch dann kamen ihm ihre Worte wieder in den Sinn. Sie erwartete Junge...und die Wut half ihm, sich zu kontrollieren. Die Wut kannte er, lebte er...verstand er. Anders diese seltsamen Gefühle, die die schöne rotgetigerte Katze in ihm wachrief. Noch nie hatte er jemanden berühren wollen. Noch nie hatte er darüber nachgedacht, dass eine Katze gut aussah. Es gefiel ihm nicht, was sie mit ihm machte...aber er wollte dennoch nicht gehen. Er wollte sie ja...in seiner Nähe. Unter sich...neben sich...an ihm. Sie verwirrte ihn, faszinierte ihn...machte ihn wütend und erregte ihn gleichsam. Jace verstand die Welt nicht mehr. Und zum ersten Mal seit langer Zeit dachte er nicht an die Rache an Loki, sondern betrachtete Butterblumes Körper mit einem Gefühl der Erregung. Sein Kopf ließ alles andere gehen...als wäre sie für einen Moment alles.
Die beiden Katzen erreichten einen Unterschlupf, eine trockene Stelle. Keine der Bauten, aber es war gut so. Hauptsache...sie wurde nicht nass. War das sein Gedanke? Wirklich? Wie es wohl wäre, wenn sie keine Angst vor ihm hätte? Wenn sie ihm vertraute? Wenn sie seine Nähe wollte? Als ob das jemals passieren würde! Wütend schob er den Gedanken beiseite. „Du hast Angst vor mir. Brauchst du nicht. Wenn ich dich töten wollte, hätte ich es lange schon getan. Und dein hübsches Gesichtchen zerkratzen werd ich auch nicht“, miaute er dann, weil es ihn plötzlich wütend machte, dass sie Angst hatte. Sie veränderte ihn bereits jetzt und das...durfte sie nicht. Was fiel ihr eigentlich ein?! Dazu hatte sie kein Recht. Er blieb nur, um Rache zu üben. Eines Tages würde Loki durch seine Krallen sterben. Das würde er. Auf jeden Fall. Daran sollte er denken. Nicht an...SIE! Die Katze, die solche Angst hatte, dass sie sich festhalten musste...weil er so hässlich war! So war es eigentlich. Er war der hässliche! Der seltsame Fremde war es, der gut aussah...unversehrt aussah. Nicht wie er selbst. Mit all den Narben, die ihn quälten, die ihn schmerzten und ihn verhöhnten. Wütend fuhr er seine Krallen aus und bohrte sie in den Boden, betrachtete das Lager voller Hass. Er sollte jetzt woanders sein. Hätte sich Loki diesem Dreck nicht angeschlossen, er hätte eine andere Möglichkeit gefunden, ihn zu töten. Doch erst hatte Loki ihm vertrauen müssen. Damit er ihn verraten konnte. Warum mochte er nicht mehr wissen, dass es so war, wusste er aber. Dann wäre er nicht in den sinnlosen und albernen Kampf dreier dämlicher Geschwister gegen den Rest der Welt geraten, wäre sein eigener Herr und bereits am Ziel. Doch stattdessen saß er in diesem Lager fest...
Jace legte sich neben Butterblume nieder. Er hielt Abstand, denn auch wenn sein Körper ihre Nähe wünschte...er konnte es sich nicht vorstellen. Dass es ihm mit einem Mal gefallen könnte...war unwahrscheinlich und dämlich. Nein, es wäre wie bei all den anderen. Er brauchte niemanden. Er brauchte nur sich selbst. Denn nur auf sich selbst konnte man sich verlassen. Was sollte er nun eigentlich den Rest des Tages tun? Hier herumsitzen? Anstatt seinem Auftrag weiter nachzugehen? Kein guter Ausgleich...er sah zu Butterblume. Doch ein guter Ausgleich. Sie hatte den ganzen Tag nichts zu tun. Also keine Pflicht zu erfüllen. Was machte sie dann? Sich das Fell lecken? „Und jetzt? Lecken wir dein Fell oder was?!“, miaute er. In diesen Worten lag ein Wunsch, so abschätzig er ihn auch vorbrachte...seine Worte ließen verlauten, dass dies nicht sein Wunsch war. Doch sie war nass...und der Gedanke, sie mit der Zunge zu berühren...an Stellen, wo er es eigentlich nicht tun dürfte...



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BeitragThema: Re: Lager des DonnerClans!   So 3 Jun - 21:48

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Schneepfote
Infos: 6 Monde, Donnerclan, single – zarte Gefühle für Mausepfote erwachen
ERWÄHNT: Malachitblitz, Mausepfote, Jace
ANGESPROCHEN:
Jaguarstern, Opalkralle

Der junge Schüler hörte, wie Jaguarstern seinen Namen rief – ein Glück, dass dieser die Stimme laut genug erhob... Vielleicht aber hatte Schneepfote es auch nur bemerkt, weil er ununterbrochen den Bau des Anführers im Blick behalten hatte...
Zu gerne wäre er selbst an Malachitblitz' Stelle und bei dem Gespräch anwesend gewesen... Ein dummer Gedanke... warum sollte der Anführer einen frisch ernannten Schüler bei einem solch wichtigen Ereignis dabei haben wollen? Zwar hatte er bereits ein paar Kampfeinheiten mit seinem Mentor absolviert, aber war noch weit davon entfernt, auch nur Ansatzweise einen ernsthaften Kampf bestreiten zu können. Beschützen hätte er Jaguarstern demnach nicht können... Aber ob Opalkralle's Bruder dafür geeignet war?
Schneepfote schämte sich für diesen Gedanken, konnte es aber nicht verhindern. War im nächsten Moment aber bereits vergessen, als sein Anführer ihn zu sich rief. Augenblicklich war der Schüler auf den Pfoten und rannte zu dem Kater mit dem Leopardenähnlichen Fell. Mit großen, aufgerissenen Augen, aufgeregt zuckenden Ohren und nervös hin und her peitschendem Schweif wartete er auf das, was der Anführer ihm mitteilen wollte.
Seine Augen wurden noch größer, als er erfuhr, was für einen Auftrag er bekommen würde. Stolz plusterte er sein Fell auf und konnte nicht verhindern, dass er einen gehässigen Blick in Richtung Malachitblitz' warf. Dieser durfte immerhin nur als Zuhörer fungieren! Er selbst hatte eine enorm wichtige Aufgabe erhalten.
Schneepfote stellte sich kerzengrade auf und hielt in seinem Gezappel inne. “Ich werde dich nicht enttäuschen, Jaguarstern!“, miaute er und seine Stimme überschlug sich ein wenig vor Aufregung. Schnell machte er kehrt marsch, stoppte aber dann noch einmal und wandte sich um. Respektvoll neigte er den Kopf vor seinem Anführer und stürzte dann Hals-über-Kopf zu Opalkralle. Er ignorierte die Katze, die neben diesem Stand, zu aufgeregt war er in diesem Moment, wollte seine Aufgabe unbedingt zu Jaguarsterns Zufriedenheit erfüllen. “Opalkralle! Jaguarstern schickt mich. Du sollst dich auf die Suche nach einer Streunergruppe machen, von der dieser komische Narbenkater erzählt hat. Irgendwo im Zweibeinerort und ich darf dich bis an den Rand begleiten und mich dort verstecken, um auf deine Rückkehr zu warten.“, miaute er und voller Vorfreude konnte er seine Krallen kaum eingefahren lassen.
Mausepfote wird mächtig stolz auf ihn sein, wenn er ihr später erzählt, was für eine enorm wichtige Aufgabe Jaguarstern ihm anvertraut hatte! Bald wäre er ein großer Krieger und könnte sie vor allem Beschützen! Er sah es bereits vor sich.
Wenn Opalkralle nur endlich seinen Hintern bewegen würde...

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Malachitblitz
Infos: 13 Monde, Donnerclan, single – hegt jedoch Gefühle für Salzpfote
ERWÄHNT: Eschenkralle, Mondwind, Mondschatten, Dornenpfeil, Opalkralle, Schneepfote, Butterblume, Kornblüte, Jace, Brombeerfrost ANGESPROCHEN: Jaguarstern

Der Kater war mit der Entscheidung, den Kater ausgerechnet in die Obhut Butterblume's zu geben, nicht unbedingt einverstanden... Die Kätzin war einfach nicht die Richtige für eine solche Aufgabe. Zu Sanftmütig... zu zart... zu schüchtern... der Fremde würde sie mit einer Pfote zerquetschen können, wenn er es wollen würde.
Außerdem weckte die zierliche, rote Kätzin in einigen Katern des Clans einen Beschützerinstinkt, der in der Momentanen Situation alles andere als Hilfreich war. Ein rascher Blick auf Eschenkralle sagte ihm, dass auch der Krieger nicht unbedingt dafür war, dass Butterblume für diese Aufgabe auserkoren worden war und das er sich nur zu gerne zwischen den Fremden und die Kriegerin geworfen hätte. Er konnte es ihm nicht verübeln, denn auch er selbst hatte den Drang, die Kätzin aus der Gefahrenzone zu ziehen... Aber im Gegensatz zu seinem Clan-Kameraden zeigte er keine so offensichtliche Aggression. Allgemein war Eschenkralle in letzter Zeit ein sehr unangenehmer Zeitgenosse... wurde Zeit, dass sich eine Kätzin seiner annahm und ihn ein wenig zu zähmen vermochte, bevor der Kater noch durchdrehte.
Doch viel Zeit hatte er nicht, sich weiterhin darüber Gedanken zu machen, denn Jaguarstern kehrt zu ihm zurück und verwickelte ihn in ein Gespräch über das eben Geschehene. Malachitblitz war es zuwider zu Lügen, weshalb er offen – wenn auch möglichst Taktvoll – seine Ansicht zu Vermitteln versuchte.
Jaguarstern schien über seine Worte nachzudenken und stimmte ihm schlussendlich zu, dass auch er der Ansicht war, dass sie sicher gehen sollten, dass die Worte des Fremden stimmten. Abermals äußerte er sich über die Abwesenheit seines zweiten Anführers und Malachitblitz' konnte nur zustimmen. Dabei sah es Brombeerfrost gar nicht ähnlich! Er war doch sonst so zuverlässig... Aber halt... er war im Gespräch und sollte sich darauf konzentrieren. “Vielleicht... aber auf mich wirkt der Kater nicht wie jemand, der andere um Hilfe bitten würde... um sein Problem zu lösen.“, miaute er nachdenklich. Mehr zu sich als zu seinem Gesprächspartner.
Da erhob sein Anführer die Stimme und rief nach Schneepfote und der junge Schüler kam auch direkt angelaufen. Voller Eifer hörte er dem Anführer zu und plusterte sich stolz auf. Ein wenig belustigt betrachtete Malachitblitz ihn, doch sein Lächeln verschwand, als der Schüler ihm einen gehässigen Blick zu warf. Was, zum Sternenclan, war denn mit Schneepfote los?
Doch bevor er weiter darüber nachdenken konnte, war der Schüler bereits davon gerannt, auf der Suche nach seinem Mentor. Momentan schienen scheinbar alle verrückt.
Jaguarstern lenkte das Gespräch auf Butterblume und meinte, dass sie ihre Ausbildung zur Kriegerin erfolgreich absolviert hatte und das er der Ansicht war, dass er seinen Kriegerinnen vertrauen sollte... Malachitblitz kam sich schäbig vor... “Natürlich... du hast recht.“, miaute er, klang aber überhaupt nicht überzeugt. Er wusste, dass Butterblume's Ernennung zur Kriegerin nur deshalb geklappt hatte, weil ihr Mentor eine Schwäche für seine Schülerin gehabt hatte... denn obwohl sie eine ausgezeichnete Jägerin war... sie hasste das Kämpfen, wollte niemanden verletzen und wäre eigentlich durch diesen Teil der Prüfung gefallen. Aber gut... er schwieg dazu.
Doch dann meinte Jaguarstern, dass er Malachitblitz' Bedenken durchaus verstehen könnte und meinte, dass er Butterblume jedoch nicht das Gefühl geben wollte, er traue ihr die Aufgabe nicht zu.
Der Krieger warf der Kätzin einen Blick zu, schnurrte leise. “So wie Butterblume aussieht, hat sie nichts dagegen, von dieser Aufgabe abgezogen zu werden... Allerdings denke ich, dass keiner diese Aufgabe gerne übernehmen würde... Vielleicht ist sie mit ihrer Freundlichen Art gut dafür geeignet, ihm keinen Grund zu geben, anzugreifen. Einige unserer Krieger hätten sich bereits auf einen Kampf eingelassen...“, miaute er und warf nun einen Blick in Richtung Eschenkralle.
“Mondwind... Dornenpfeil... oder Mondschatten... vielleicht ist einer Taktvoll genug, dass er sie unauffällig im Augen behält?“, überlegte Malachitblitz auf die Frage, welcher Krieger geeignet wäre. Natürlich war ihm klar, dass nicht die ganze Zeit jemand Babysitter für die beiden Spielen konnte... aber wenigstens so lange, bis sichergestellt war, dass der Fremde keine Bösen Absichten zeigte. Dies teilte er dem Anführer auch mit. “Einfach nur so lange, bis wir sicher sein können, dass er keine Feindseligkeiten hegte... Lange bleibt er hoffentlich eh nicht bei uns.“ Als dann aber Kornblüte erwähnt wurde, musste Malachitblitz schmunzeln. “Kornblüte würde den armen mit ihrer spitzen Zunge foltern, wenn er nur eine falsche Bewegung macht. Ich kenne keine Kätzin, die jemanden so gnadenlos fertig macht, ohne auch nur eine Pfote zu heben, wie diese Älteste.“, miaute er. Er mochte die alte Katzendame. Sie war äußerst friedfertig – solange man ihre liebsten in Ruhe ließ. Wozu vor allem Silberlicht, Sandpfote und Rabenklaue zählten.

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Butterblume
15 Monde| Donnerclan | single | Tragend
ERWÄHNT: Jaguarstern, Malachitblitz, Mondwind, Schneepfote, Eschenkralle
ANGESPROCHEN: Jace

Die Kriegerin beobachtete den Kater – und was sie sah, gefiel ihr überhaupt nicht... Dabei war es nicht einmal seine Optik. Natürlich waren die Narben nicht unbedingt schön und da konnte auch sein hübsches Gesicht nicht helfen... aber viel mehr waren es die Emotionen – oder eher fehlenden Emotionen, die sie wünschen ließen, irgendwo anders zu sein. Egal wo... nur möglichst weit weg. Denn er... Halt! Stop! Einmal zurück! Hatte sie sein Gesicht tatsächlich als hübsch bezeichnet? Welcher Floh hatte sie denn da gebissen?!
Er war nicht hübsch! Kein bisschen. Viel eher war er unheimlich! Sein Lächeln – wenn man es denn als solches Bezeichnen konnte – war unheimlich. Seine Augen schienen Kalt und gleichzeitig brennend vor... ja... vor was? Sie konnte es nicht erkennen... nur vermuten.
Eine Mischung aus Hass... Wut... einen Hauch von Wahnsinn... so viel, was in den dunkelbraunen Augen zu erkennen war. Und es schien noch etwas anders unter der Oberfläche zu lauern. Irgendwas sagte ihr, dass er nicht nur aus Wut bestand. Aber vielleicht war es auch einfach nur ihr Wunsch, in allem und jedem etwas gutes entdecken zu wollen.
Denn jetzt in diesem Moment verdüsterte sich sein Gesicht so sehr, dass sie all ihre vorherigen Gedanken über Bord warf. Irrtum... ein großer Irrtum. An diesem Kater war absolut gar nichts gutes! Nicht das winzigste Krümelchen zu finden. Sie wollte auch gar nicht wissen, woran – oder über wen – er nachdachte. Und ganz sicher wollte sie nicht die Katze sein, die seine Gedanken beherrschte und diesen Ausdruck hervor brachte. Wusste er denn nicht, wie unheimlich es war, wenn er einen so anstarrte? Ohne das er einen wirklich ansah?
Sie räusperte sich... einfach, um diese Laune zu vertreiben, in der er sich befand und in die er immer weiter abzuschweifen drohte.
Hätte sie gewusst, dass jetzt in diesem Moment tatsächlich sie diejenige war, über die er nachdachte... die Reaktionen und leise Gefühle in ihm erweckte, die er nicht verstand... dann hätte sie sich ganz sicher ganz klein gemacht und so getan, als wäre sie überhaupt nicht mehr anwesend. Einfach... weg... vielleicht hätte er sie dann vergessen – und sie nicht mit diesen Unheilvollen Augen angeblickt.
Allerdings... jemand so dummes wie sie vergaß er ganz sicher nicht... immerhin verneinte sie sogar panisch, wenn er sie fragte, ob sie Butterblume wäre. Wie dumm konnte man eigentlich sein? Sie errichtete ganz gewiss neue Maßstäbe. Wie konnte Jaguarstern nur glauben, sie würde diese Aufgabe gut meistern? Zu seiner Zufriedenheit ausführen? Sie war einfach nur unfähig...
Um sich auf andere Gedanken zu bringen, ließ sie den Blick schweifen und der Fremde folgte ihren Augen, als sie auf Eschenkralle zu ruhen kamen. Doch Jace' Stimme brachte sie nur allzu schnell dazu, ihn wieder anzublicken. Mit weit aufgerissenen Augen, nur einen Hauch von einem Panikanfall entfernt. Atme, Butterblume... Atme!, dachte sie im Stillen, holte mehrmals tief Luft. Das tat sie immer, wenn sie sich beruhigen wollte. So auch jetzt...Es gelang mehr schlecht als recht, aber sie konnte auf seine höchst bedrohliche Aussage antworten. Vielleicht nicht unbedingt das Schlauste, was sie hätte tun können. Still sein und Schweigen wäre wohl die beste Möglichkeit gewesen...
“Vielleicht ist das so... aber immerhin würde ich mit dem Gedanken sterben können, dass ich jemanden wichtig bin – und gerächt werden würde.“, miaute sie, hätte sich danach aber am liebsten selbst die Ohren zerfetzt. Warum, zum Sternenclan, erzählte sie so einen Blödsinn? Eschenkralle ging es ganz sicher nicht um ihren Schutz... ihm gefiel es einfach nicht, dass ein Fremder im Lager war -  und er nichts dagegen tun konnte, weil Jaguarstern es so wollte... Aber das musste sie dem Fremden ja nicht unbedingt auf die Nase binden... Und sie selbst konnte sich einbilden, dass ihr Clan-Kamerad um ihretwillen den Blick nicht von ihnen ließ.
Sie ahnte nicht, dass der Fremde tatsächlich in irgendeiner Form Eifersucht empfand. Nein... damit hätte sie im Leben nicht gerechnet. Vielleicht wäre sie sogar geschmeichelt gewesen... irgendwie... bevor ihr die Tragweite dessen bewusst geworden wäre und sie sich abermals gewünscht hätte, eine andere Kätzin wäre an ihrer Stelle.
Froh war sie, als das Thema gewechselt wurde – auch, wenn der Kater hier nicht unbedingt freundlicher reagierte... Er meinte, es täte ihm leid, dass ihr Gefährte auf sie verzichten müsse... und selbst Butterblume erkannte, dass er es nicht so meinte. Seine Stimme und der leicht gehässige Tonfall verrieten gar das Gegenteil. Verwirrt zuckten die Ohren der Kätzin, verstand sie diese Reaktion nicht. Doch sollte er ruhig weiterhin glauben, dass sie einen Gefährten hätte... so hatte sie das Gefühl, ein wenig aus der Gefahrenzone zu kommen. Sie blickte schüchtern zu ihm auf und legte den Kopf leicht schief, lächelte Jace an. “Mondwind wird es überleben. Wir sind ja immerhin die Nächte zusammen.“, miaute sie und in Gedanken bat sie ihren Clan-Kameraden um Vergebung, dass sie ihn so dreist in ihr Lügengeflecht einbezog. Aber... ihr war auf die Schnelle einfach niemand eingefallen... Eschenkralle konnte sie schlecht nehmen und Malachitblitz hatte eine offensichtliche Schwäche für Salzpfote... Die meisten anderen Kater waren vergeben und ja... Mondwind würde es schon nicht erfahren... jedenfalls hoffte sie dies...
Nun allerdings musste sie den Kater erst einmal ablenken, denn sein Blick wurde schon wieder tödlich, weshalb sie rasch aufsprang und ihn zu einem trockenen Plätzchen am Rande des Lagers führte. Ein wenig Abseits des Treibens, aber noch nah genug an den anderen, dass sie sich nicht gänzlich alleine fühlte. Ein Glück, dass sie die Gedanken Jace' nicht ahnte... nicht wusste... das sie tatsächlich Gelüste in einem Kater wie ihm weckte, hätte sie beunruhigt. Mehr als das... Aber auf diesen Gedanken wäre sie nicht einmal im Traume gekommen... Ein Kater wie er... der würde sich doch nicht für eine schüchterne Kätzin interessieren, die ihm nicht einmal in die Augen blicken konnte, ohne fast in Ohnmacht zufallen...Nein! Ganz gewiss nicht. Kurz wurde sie abgelenkt, als Jaguarsterns Stimme erklang und nach Schneepfote verlangte. Mit einem zärtlichen Ausdruck sah sie zu, wie der weiße Schüler zu dem Anführer eilte und erwartungsvoll zu ihm aufblickte. Ein Schnurren entwich ihr, als sie selbst auf die Entfernung erkennen konnte, wie der Kater stolz das Fell aufplusterte und zu seinem Mentor rannte. Sie hätte gerne gewusst, was ihn so stolz machte, doch auf die Entfernung hatte sie nichts verstehen können.
“Schneepfote ist immer so voller Tatendrang. Als hätte er Hummeln im Hintern. Mausepfote wird mit ihm noch alle Pfoten voll zu tun haben.“, miaute sie lachend, für den Moment vergessend, dass keiner ihrer Clan-Kameraden neben ihr saß, sondern der Fremde. Welcher bestimmt nicht für ein Schwätzchen über die Katzen bereit war, die er sowieso nicht kannte. Verlegen sah sie ihn kurz an – oder besser gesagt, sah sie seine Brust an. Höher wagte sie nicht zu blicken.
Doch wenige Herzschläge später zuckte ihr Kopf nun doch ruckartig nach oben, blickte ihm in die Augen. Ihr hübsches... was? Alles klar, Butterblume... Er droht dir und du pickst dir natürlich nur das hübsch heraus..., dachte sie. Mäusehirnig! Dabei klang es viel mehr wie eine Beleidigung... Warum ärgerte es sie?
Irgendwie fand sie den Mut zu sprechen. Jedenfalls für diesen Moment... Sie strahlte ihn an. Wusste selbst nicht, warum.“Droh mir soviel du willst... du wirst mir nichts tun. Du weißt, dass du dieses Lager nicht lebend verlassen wirst, sollte mir etwas geschehen... und irgendwas sagt mir, dass du dies nicht würdest riskieren wollen... Hab ich recht?“, miaute sie und hörte erst wie provozierend sie klang, als die Worte bereits aus ihrem Mund gepurzelt waren. Doch sie konnte sie nicht zurück nehmen und blickte deshalb einfach wieder einen Punkt auf seiner Brust an. Flehte, dass er es unkommentiert ließ... und sie sich nicht komplett getäuscht hatte.
Als er sich in einigem Abstand neben sie nieder legte, war sie beruhigt. Sehr sogar. Er drängte sich nicht auf... was sie irgendwie befürchtet hatte.Warum auch immer... wieder verfluchte sie sich. Musste sich daran erinnern, was sie bereits kurz zuvor gedacht hatte. Er interessierte sich mit Sicherheit für einen ganz anderen Typ Kätzin... nicht so ein feiges Ding, wie sie es war.
Tatsächlich konnte Butterblume sich soweit entspannen, dass sie sich ebenfalls zu Boden legte. Gerade wollte sie ihr Fell trocknen, als die Stimme des Katers erneut erklang. Butterblume riss die Augen auf und ihr Kiefer klappte nach unten. Warum auch immer... diese Aussage des Streuners hatte sich mehr als Prekär angehört.
“Das... das kann ich alleine! Ich gebe mir nicht mit jedem die Zunge!“, miaute sie schrill und rückte ein wenig von ihm ab – nur zur Sicherheit. Butterblume erhob sich und ließ ihren Worten Taten folgen, indem sie sich mit der Zunge über ihr Fell fuhr. Ihre Angst war für den Moment verschwunden und hatte etwas anderem Platz gemacht... Nämlich dem Gedanken, wie der Fremde seine Zunge über ihr Fell fahren ließ... bevor sein Kräftiger Kiefer sich um ihren Nacken schloss... aber nicht um sie zu töten...
Butterblume stieg die Hitze ins Gesicht und sie war sehr froh, dass ihr Fell rötlicher Farbe war... denn vermutlich war sie nun Puterrot vor Verlegenheit.
Auch ihre fahrigen Bewegungen verrieten, dass sie sich in diesem Moment alles andere als wohl fühlte... Wie konnte sie nur solche Gedanken haben? Über sich und... ihn!
Sie schämte sich... schämte sich schrecklich, dass sie so dachte... obwohl Junge in ihr heran wuchsen – und sie eigentlich über ihren verschwundenen Gefährten trauern sollte...


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Ein großes Danke an Gigi (Blutseele) für die tolle Siggi! <3

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BeitragThema: Re: Lager des DonnerClans!   Mi 6 Jun - 22:35

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Jace
Streuner | Sohn von Loki |16 Monde
ERWÄHNT: Jaguarstern, Vitani, Loki, Schneepfote, Mausepfote, Mondwind, Eschenkralle
ANGESPROCHEN: Butterblume

Jace genoss auf seltsame Art die Nähe zu der Kriegerin des Donnerclans. Es war ihm noch nie untergekommen, jemanden wirklich in seiner Nähe haben zu wollen. Das war nicht seine Art, Berührungen und dergleichen zuzulassen. Emotionale Nähe schon gar nicht, das war noch schwerer als bereits die physische.
Hätte der vernarbte Streuner gewusst, wie sehr er Butterblume ängstigte, es wäre nicht klar gewesen, ob es ihm gefallen hätte. Denn fest stand, er mochte ihre Angst. Er fand sie erregend und anziehend. Doch bisher war Angst eins der wenigen Gefühle, die er zuordnen konnte. Zwar hatte er selbst schon lange keine mehr gehabt, doch viele der Katzen, denen er in seinem kurzen Leben begegnet war, hatten genau dieses Gefühl gezeigt. Auch wenn es ihn noch nie erregt hatte...vielleicht war es nicht die Angst selbst, sondern vielmehr dass Butterblume seinetwegen Gefühle zeigte. Und auch wenn sie ihre Angst zu verstecken suchte, es gelang ihr nicht. Zwar war Jace niemand, der die Gefühle von anderen sicher erkannte und benennen konnte, aber beim Gefühl der Angst und der Wut war es leichter für ihn.
Darüber, dass Butterblume sein Gesicht innerlich als hübsch bezeichnete, hätte er gelacht. Wenn er es nicht schon lange verlernt hätte. Das letzte Attribut, was er sich zuschreiben würde, wäre hübsch. Er war nicht hübsch. Er war vernarbt und das so sehr, dass er mehr Narbe als Fell am Körper trug. Das mochte, wenn man es beschönt ausdrucken wollte, interessant sein, wild, geheimnisvoll...all sowas. Aber bestimmt nicht hübsch. Sie hingegen war genau das. Sie war hübsch. Hatte einen wunderbar proportionierten Körper, war schlank, auch wenn sich ihr Bauch leicht hervorwölbte, und hatte wunderschöne Augen. Sie waren beredt, erzählten Geschichten, sprachen von ihrem inneren...während seine tot blickten, allenfalls Wut und Hass las man in ihnen. Etwas anderes stand schon seit unendlich vielen Monden nicht mehr in seinen Augen. Seitdem er alles verloren hatte. Und niemand anders als sein Vater war derjenige, dem er es verdankte.
Sein Ausdruck veränderte sich, wurde unheilvoll. Als wäre da nur noch Wut und Hass. Aber war da überhaupt noch etwas anderes? Bis er ins Lager gekommen war jedenfalls nicht. Da war es so gut verborgen, dass es niemals herausgebrochen wäre. Es wäre mit ihm verkümmert und gestorben, ohne sich je gezeigt zu haben. Und Jace hätte es nicht bedauert, denn das, was nun in ihm erwachte, was in ihm zu brodeln begann, er verstand es nicht. Es machte etwas mit seinem Körper, mit seinem Geist, ließ ihn Dinge denken, die er nie zuvor gedacht hatte, ließ ihn eine Anziehung verspüren, die er par tout nicht verstand. Es war wie ein Kokon, der aufbrach und ein völlig neues Wesen hervorbrachte. Natürlich würde der Kater sich niemals mit einem schönen Schmetterling vergleichen, diesen Vergleich würde er wohl niemals wagen. Immerhin war ein Schmetterling der Inbegriff von Zartheit, von Schönheit in schillernden Farben. Er selbst war da eher der düstere Morgen vor einem Sturm, dunkel und grau, beherrscht von einer Anspannung, die sich jeden Moment zu entladen droht.
Sie räusperte sich. Damit holte sie Jace für einen kurzen Moment aus seinen Gedanken. Sein Blick war finster, als er sie anblickte. Er hatte niemals gelernt, seine Emotionen oder seine Außenwirkung zu steuern. Er war niemand, mit dem man zusammenleben wollte. Er war kalt wie Eis, hart wie Stein und unnachgiebig. Die Rache stand über allem. Aber dennoch war er noch hier. Betrachtete die Kriegerin des Donnerclans und verspürte Lust, bei ihr zu bleiben. Durfte er das? Oder sollte er doch lieber gehen? Butterblume verwirrte ihn, machte ihn unsicher und das fand er entsetzlich! Jaguarsterns Kampf war ihm völlig gleich. Es ging ihm an der Schweifspitze vorbei ob er gewann oder nicht. Und ob er nun seinen Clan in ein neues Zeitalter führen würde; für Jace war das nur Gebrabbel am Rande, ein Mittel, was ihn zum Ziel führte. Aber wichtig war es nicht. Wenn die ganze Sache scheiterte, war es eben so. Er würde eine neue Möglichkeit finden, Loki alles zu nehmen. Und dann schließlich auch sein Leben. Er wusste, dass er nicht zögern würde. Wusste, dass er seine Zähne im Fleisch des anderen vergraben würde ohne mit der Wimper zu zucken. Vielleicht käme danach eine Leere, die er nicht überwinden könnte, aber das wäre nicht wichtig. Er hatte nur dieses eine Ziel. Und er würde es erreichen! Koste es, was es wolle! Er würde sterben, wenn es dadurch gelang. Doch nun drängte sich Butterblume wieder in seine Gedanken. Etwas mit ihm stimmte nicht. Nein. Er wollte nicht sterben. Noch nicht. Bisher war ihm dieser Gedanke nicht gekommen. Auch jetzt war es nicht so, dass er sich fürchtete. Die Furcht hatte er schon lange verloren. Aber ein leichter Widerwillen kam auf. Er würde einfach nicht sterben. Und dann...könnte er mehr Zeit mit Butterblume verbringen. Dieser Gedanke erschreckte ihn nun fast noch mehr. Er versuchte, sich wieder auf seine Umgebung zu konzentrieren und folgte Butterblumes Blick zu einem Kater, der ihn feindselig anstarrte. Natürlich kannte er den Grund nicht, aber er musste etwas sagen. Musste sich aufregen. Verlor die Kontrolle über seine Worte. Und ihre Antwort brachte ihn zum Lächeln. Es war kein Lächeln, das Vertrauen erweckte, es war bedrohlich und gefährlich. Im letzten Moment erinnerte er sich an seine Geschichte mit dem Hauskätzchen. Beinahe hätte er gesagt, dass es keine Liebe geben würde. Doch das hätte ihn selbst der Lüge bezichtigt. Und dumm war der Kater eigentlich nicht. Zumindest nicht bei Dingen, die er beeinflussen konnte. Bei Gefühlen und beim Einschätzen des Gegenübers war das etwas ganz anderes, da war er ein blutiger Anfänger und leicht zu betrügen.
Nun, meine Liebe, er sieht nicht so aus, als könnte er dich rächen. Ich hatte nicht vor, dir das zu erzählen, aber er wäre nicht der erste kampferfahrene Kater, der durch mich den Tod findet“, flüsterte er bedrohlich leise. Er ging auf ihre Provokation ein, konnte nicht anders. Hatte es einfach niemals gelernt, diese Eifersucht, die in ihm aufgewallt war, zu kontrollieren. Er hatte nie Probleme gehabt, sich Loki gegenüber kalt und emotionslos zu zeigen. Vermutlich wäre das auch jetzt kein Problem. Aber sie...brachte ihn zum überschäumen, nahm ihm die Kontrolle über sich und das...rechnete er ihr vielleicht negativ an. Dabei war sie wohl die letzte, die es sich gewünscht hatte. Nein, viel eher war es so, dass sie eine andere Katze an ihre Stelle wünschte. Und er könnte es ihr nicht einmal verübeln. Immerhin war er gruselig, er war ein Mörder...und kannte nur die Macht des Stärkeren. Er hatte keine Ahnung von Zärtlichkeit, von wahrer Zuneigung, von Liebe. Diese war mit Siren gestorben. Denn auch wenn Curse überlebt hatte und er geglaubt hatte, sie zu lieben, es war eine kindliche Schwärmerei gewesen. Und vermutlich würde er sie töten, wenn er ihr begegnete. Weil sie Erinnerungen wachrufen würde, die ihn verstörten und die ihn völlig aus der Bahn werfen würden. Damit könnte er niemals umgehen. So war es besser, dass er keine Ahnung hatte, wo sie war und dass sie lebte, ja sogar, dass es sie gab. Zu ihrem Schutz war das nicht verkehrt. Auch wenn sie nichts falsch gemacht hatte. Sie war der Grund für so manches...
Als er meinte, dass es ihm leidtäte, dass sie ihren Gefährten nicht so oft sehen könnte, war er beinahe gehässig. Er wollte nicht, dass sie einen Gefährten hatte...das ärgerte ihn maßlos. Schlimm genug, dass sie Junge erwartete – nicht von ihm – nein, sie musste auch noch mit einem Kater das Nest teilen. „Oh, habt ihr das? Ich hab Jaguarstern so verstanden, dass du die ganze Zeit über mich wachen sollst...auch nachts. Ich denke nicht, dass du seinen Zorn erregen willst...er scheint ein mächtiger Kater zu sein“, miaute er mit einem drohenden Lächeln. Vermutlich machte er alles kaputt. „Aber es stört mich nicht, deinen Mondwind kennenzulernen. Vielleicht erschrecke ich ihn ja zu Tode“, schnurrte er scherzhaft, doch es lag ein Hauch Wahrheit darin. Er verspürte tatsächlich Lust, diesen Kater zu vernichten. Mit Töten hatte er kein Problem. Er konnte es, ohne zu zögern, ohne zu reuen.
Dass Butterblume einfach log, darauf wäre er nie gekommen. Dabei war sie eigentlich nicht mal eine gute Lügnerin. Doch er hatte keine Ahnung von Interaktionen. Gesprochen hatten er und Loki in den letzten Monden wohl nur ein paar Wörter. Und mit Vitani...er behielt sich das Recht, zu schweigen. Ihm entging nicht, dass er noch lange nicht den Status erreicht hatte, den sein Vorgänger innehatte, doch er war eben nicht dieser geschmierte Lügner mit einem Gesicht, aus dem die Lüge hervorsprang. Niemals würde er vergessen, wie der Kater allem und jedem hintenrein gekrochen war, keine eigene Meinung und erst recht keinen Stolz. Wie sehr musste man sich selbst verachten, um ein solcher Blender zu werden? Der allen das gab, was sie wollten? Nein, ihm würde das nicht passieren. Niemals. Er würde sich nicht verstellen, um jemandem sympathisch zu sein. Er besaß das nötige Pflichtgefühl, anderen so zu dienen, wie sie es verlangten, solange es seine Grenzen nicht überschritt. Aber er war niemals ein völlig Ergebener. Er sagte seine Meinung, wenn sie verlangt wurde. Und mehr eben auch nicht. Er war niemand, der viele Worte verlor und das Gespräch, wenn man es so nennen wollte, das er mit Butterblume führte, fiel ihm nicht besonders leicht. Er war nicht gut mit Worten. Das einzige, was regelmäßig seinen Mund verließ, waren Drohungen. Auch wenn es keine sein sollten. Aber auch die behielt er meist für sich und ließ sein schauerliches Aussehen und seinen Blick für sich sprechen. Die meisten Katzen nahmen dann bereits Reißaus. Und es war ihm recht. Es ging ihm nicht um Macht, nicht um das Töten selbst, das war ihm alles gleich. Das einzige, was er wollte, war Loki tot zu seinen Pfoten und Butterblume bewundernd neben ihm. Moment. Nein, das war ein alberner Gedanke. Butterblume. Was war das eigentlich für ein ämlicher Name? Generell kamen ihm die Namen hier im Donnerclan seltsam vor. Er würde sich so einen jedenfalls nicht zulegen. Wie sollte er dann auch heißen? Das alles entzog sich derzeit jeder Logik. Allerdings war er auch gerade erst seit einigen Augenblicken in einem Clan, nie zuvor hatte er andere Namen gehört. Jaguarstern war ein Name, der ihm allein nicht besonders aufgestoßen war. Doch alle Namen, die er hier bereits gehört hatte, klangen in seinen Ohren einfach nur seltsam. Wer nannte sein Kind denn Butterblume? Auch wenn sie wirklich so zart war wie eine Blume und lieblich duftete wie ihre Namensvettern. Es war seltsam und unnatürlich. Allerdings schien sich die Mutter ein paar Gedanken gemacht zu haben. Auch Jaguarstern hatte seine Daseinsbereichtigung. Jedenfalls das Jaguar. Das Stern dahinter war seltsam und für Jace immer ein Ausdruck von Selbstliebe gewesen. Doch scheinbar folgte es einem Prinzip.
Denn inzwischen hatten er und Butterblume sich einem trockenen Plätzchen zugewandt und dort Schutz gesucht. Ihm war nicht entgangen, dass sie sich der Nähe ihrer Clankameraden versicherte. Und es machte ihn wütend. Warum vertraute sie ihm denn so wenig?! Dazu hatte sie keinen Grund! Zumindest keinen konkreten. Gut, da waren sicherlich ein paar, aber...das war jawohl egal. Sie sollte sich mal nicht so anstellen. Da, wo er herkam, war er einer der harmlosesten. Hoffentlich würde sie irgendwann auf Prea treffen. Die könnte ihr sogar erzählen, dass er sie aus der Gefangenschaft Lokis befreite. Gut, über ihre Jungen wusste er nichts zu sagen, außer dass nicht alle den Tod gefunden hatten. Woher er das wusste? Er wusste so einiges...Auch wenn er selbst sie nicht befreit hatte – er hätte es getan, um Loki zu verwunden, ihn vorzuführen; und deswegen war er auch eigentlich da gewesen – er hatte gesehen, wie ein Streuner sie einfach allein ließ. Hätte er selbst das gemacht, er hätte es Loki erzählt. Doch er wollte nicht, dass dieser einen Schuldigen an seinem Leid sah, der nicht er selbst war. Also hatte er geschwiegen, war nicht eingeschritten. Und hatte die beiden Jungen mit einem Streuner gehen sehen. Vermutlich hatten sie also überlebt. Etwas, was er Butterblume vielleicht erzählen sollte. Dass er eigentlich ein ganz netter Kater wäre, der nicht so war, wie sie dachte. Aber so leicht würde diese Katze ihm wohl nicht trauen...er selbst täte es ja auch nicht. Ihm war nicht zu trauen. Schon allein seine Gedanken, während sie vor ihm gelaufen war...nein, sie sollte sich eigentlich von ihm fernhalten. Und er sich von ihr. Aber das wollte er nicht – aus welchen Gründen auch immer.
Im nächsten Moment erhob Butterblume ihre Stimme und sagte etwas von einem Schneepfote und einer Mausepfote. Davon verstand der Kater einfach gar nichts. Er hatte keine Ahnung von sozialem Gefüge, von gesellschaftlichen Ansichten, von solchen Gedanken. Schneepfote klang jedoch männlich...also der Name selbst nicht. Aber sie sprach von ihm als einem männlichen Wesen. Und das gefiel ihm nicht. Dieser Mondwind – der Name hatte sich tief eingebrannt – war schon genug. Jetzt nicht auch noch ein Schneepfote. Oder war sie eine...
Schnell schob er den Gedanken beiseite und folgte ihrem Blick. Schneepfote schien dieser...erbärmliche kleine Kater bei Jaguarstern zu sein. Er spürte ungeahnte Erleichterung. „Das ist dieser...viel zu fröhliche Weiße da?“, fragte er abschätzig. Scheinbar war hier im Clan die Stärke nicht das höchste Gut. Er war anderes gehört. „Meint das Pfote, dass er nur mit einer Pfote kämpft während andere alle vier benutzen?“, setzte er dann hinzu. Nun aber weniger abschätzig. Er würde hier eine Zeit lang verweilen. Warum also nicht die Langeweile austricksen? Sich die Zeit damit vertreiben, Butterblumes Umgebung besser kennenzulernen. Sie nahm ihm wirklich die Stärke. Er sollte gehen. Heute Nacht. Sie würde ihn nicht aufhalten können...ein seltsamer Gedanke durchfuhr ihn...was, wenn er ihr ein Mal nahe war, ehe er ging? Dann würde sie ihn nicht vergessen...und damit sein Leid teilen. Zum ersten Mal waren ehrliche Gefühle in ihm, die nicht aus Hass bestanden. Und sie entfachte sie. Er wollte sie nicht, aber sie kamen einfach auf. Warum wollte er ihr nahe sein? Warum erregte sie seinen Trieb? Den, der bei Prea ebenso kalt blieb wie bei jeder Überfallenen danach, der sogar bei Vitani nicht hervortrat. Dabei war das eine wirklich schöne Katze. Doch sie ließ ihn kalt. „Und was ist Mausepfote? Seine Mutter? Eine ebenso ungeeignete Kämpferin?“, meinte er nun und kam damit in die Realität zurück. Raus aus seinen Gedanken war stets daas beste, was er machen konnte. Denn seine Gedanken vergifteten ihn, saugten ihn aus und ließen ihn verrotten.
Wäre er ehrlich zu sich gewesen, hätte er seine Gefühle verstanden, dann wäre ihm klar gewesen, dass er fragte, um Butterblumes Stimme zu hören. Die, die nicht vor Angst bebte, die ihn als einen der ihren ansah...und um ihre Welt kennenzulernen. Sie sollte ihm ihre Welt zeigen, er wollte sie verstehen. Weil er sie verstehen wollte.
Doch sie machte ihn wahnsinnig. Und so kam die Drohung aus ihm heraus. Das einzige, was er wirklich konnte. Und er sah ihren erschrockenen Blick. Warum hatte er nicht schweigen können? Warum hatte er das fragile Verhältnis bereits wieder zerbrechen müssen? Das war eindeutig Lokis Schuld. Wenn dieser ihm nicht sein Leben genommen hätte, wäre er jetzt zu Sozialkompetenz in der Lage! Begrenzt entsprach das vielleicht der Wahrheit, doch er selbst war es gewesen, der sich in diese Richtung entwickelt hatte, der die Rache über alles gestellt hatte, weil er alles verloren hatte. Weil er auch sich selbst verloren hatte...und sich allein nicht wiederfand. Nun war die Rache sein Ziel geworden, er war weder der schöne Kater geworden, der er hätte werden können, noch der liebevolle, den Siren in ihm gesehen hatte. Seine eigenen Gedanken verwirrten ihn. Wer war Siren? Doch sein Geist weigerte sich vehement, sich daran zu erinnern, wollte es einfach nicht. Er kannte den Namen, er träumte von ihm. Doch greifbar war er nicht.
Nun zeigte Butterblume eine Seite an sich, die ihn wütend machte. Er hasste Provokationen. Er ging auch meist darauf ein, aber nur, weil es ohnehin zum Nachteil der anderen Katze enden würde. Doch jetzt...er spürte die Wut in sich, wie sie wuchs...er musste sie kontrollieren. Er wollte Butterblume nicht verletzen. Warum auch immer...bestimmt nur, weil er dadurch die Rache an Loki bekommen würde. Ja, das musste der Grund sein. Nicht das komische Gefühl in seiner Brust. Nein, das hatte mit dem Ganzen überhaupt nichts zu tun. Er lächelte sie kalt an. „Seh ich aus wie jemand, dem sein Leben etwas bedeutet?“, fragte er nur. Es klang drohend, selbstbewusst und auch seltsam ehrlich. Sein Leben bedeutete ihm tatsächlich nicht besonders viel. Jace hatte zwar noch Ziele, aber sie waren schnell zu erreichen. Zumindest Lokis Tod. Das andere, was gerade in ihm heranwuchs...war da schon schwerer. Aber es war vermutlich sogar unmöglich. Und von daher hatte er keinen Grund, daran festzuhalten. „Außerdem...willst du es darauf ankommen lassen, Süße?“, setzte er nun provokant hinzu. Er konnte es nicht lassen. Warum hielt er nicht einfach das Maul?! Das wäre das Beste gewesen! Aber nein! Er hatte wieder mal den Mund aufmachen müssen...nun...eigentlich war dies die erste Situation dieser Art. Aber daran, dass er besser geschwiegen hätte und das selbst ihm klar war, änderte das herzlich wenig. Er konnte ja schlecht die Worte wieder in sein Maul stopfen.
Ihm fiel nichts besseres ein, als nun das Thema zu wechseln. Das war vielleicht auch nicht gerade...charmant. Zu sagen, sie könnten gemeinsam ihr Fell lecken, war wirklich die dümmste Äußerung, die er sich heute geleistet hatte. Und sie quittierte es auch mit Ablehnung. Und es störte ihn irgendwie...auch wenn er es als Scherz formuliert hatte. Es war dennoch...ein Quäntchen Wahrheit darin gewesen. Ein Wunsch.
Sie suchte den Abstand und er stöhnte und verdrehte die Augen. Doch er wäre nicht er, wenn er dazu nicht etwas sagen würde. Wenn er nicht die ganze Situation noch verfahrener gestalten würde...deswegen erhob er sich, trat dicht an sie heran. Strich um sie herum, betrachtete sie dabei. Flirtete er? Vielleicht. Doch es könnte auch als bedrohlich aufgenommen werden, auch wenn das nicht sein eigentliches Ziel war. „Soso...du bist also wählerisch“, miaute er. Er versuchte, freundlich zu klingen, doch es klang absolut wie eine Drohung. Wenn sie ihn nicht bereits hassen würde, wäre das der Moment! Glorreich! Wirklich glorreich! Dabei wollte er doch, dass sie ihn an sich heranließ...
Er war ein Mal langsam um sie herumgestrichen, wollte es jedoch nicht übertreiben. Er setzte sich neben sie, lächelte sie schief an und konnte einen Kommentar einfach nicht zurückhalten. „Glaub nicht, dass ich es dir nochmal anbiete. Ich vergebe keine zweiten Chancen“, miaute er scherzend, doch lag etwas bedrohliches in seiner Stimme. Es war die Wahrheit. Auch Loki hatte keine zweite Chance bekommen. Und Butterblume würde er bestimmt auch keine zweite einräumen. Sie war ja nichts...besonderes. Er könnte sie töten, wenn er wollte. Jederzeit. Wollte er nur nicht, weil...weil...war eben so. Brachte ihm ja nichts. Gut, sie machte ihn schwach, aber... Ihm fiel kein wirklicher Grund ein, der dagegen sprach. Er musste sich ablenken. Von ihr...aber sie war so dicht...er konnte sie riechen. Beinahe schon berühren... „Übrigens leckst du es nicht besonders effektiv. Du leckst es, damit es schön aussieht, nicht damit es trocknet!“, setzte er kalt hinzu. Stimmte das? Keine Ahnung. Er hatte nur was sagen wollen...hoffentlich bemerkte sie das nicht. Doch er war kalt wie ein Stein, wie ein Klotz Eis... „Aber wenn du meinst, dass du meine Hilfe nicht brauchst, sollte ich vielleicht gehen. Ich weiß nicht, was Jaguarstern davon hält, aber mir kann das gleich sein. Ich werde mein Leben mit meinem Hauskätzchen fristen und glücklich werden. Was dich betrifft...“ Er hatte nicht nachgedacht. War das eine Erpressung? Hatte er sie wirklich gerade damit erpresst, dass er verschwinden würde, wenn er ihr Fell nicht trocken lecken dürfte? Verdammt...irgendetwas stimmte ganz und gar nicht mit ihm. Aber wirklich so gar nicht. Er sah sie an, grinste dämlich. „Keine Sorge, ich scherze nur“, meinte er schnell. Oh je...mit ihm stimmte gar nichts mehr. Und sie war schuld. Eindeutig! Aber...wenn er sie ansah, dieses wunderschöne Geschöpf, wenn er in ihre ängstlichen Augen blickte, wollte er sie einfach nur für immer besitzen. Kein anderer sollte sie bekommen...diesen Mondwind würde er beseitigen. Und auch jeden anderen Kater, der ihr nachstellte. Sie sollte ganz sein sein und auch bleiben.
_____

Opalkralle betrachtete Mondschatten. Er war ein guter Krieger, vielleicht war sein Herz ein wenig weich, aber solange er es nur im eigenen Clan auslebte, war das schon in Ordnung. Und er selbst...war auch nicht mehr so hart. Er wäre es gern noch. Doch mit einem Mal fühlte es sich seltsam an, darüber nachzudenenken, etwas mit Salzpfote zu haben. Immerhin wusste er doch, dass sein Bruder sie toll fand. Sein Bruder...wie lange war es her, dass er ihn so genannt hatte? Er konnte sich nicht erinnern. Vermutlich hatte er es noch nie getan. Zumindest nicht so. Denn auf einmal hatte es etwas liebevolles...was ihn sehr verstörte. Wenn er an die gemeinsame Jungenzeit dachte...wie Onyxjunges und Malachitjunges ihn ausgeschlossen hatten, all seine Ideen ablehnten, wie sie ihn verpetzen und bei der Mutter anschwärzten, die auch für die anderen negativen Taten ihm die Schuld gab. Es tat weh. Noch immer. Und so leicht ließ sich das auch nicht verbergen. Oder verdrängen. Vielleicht war Malchitblitz nie der gewesen, der das erste Wort sagte. Vielleicht hatte er auch nie bewusst etwas gegen ihn gesagt. Denn er hatte geschwiegen. Ein ums andere Mal, als Opalkralle seinen Bruder gebraucht hatte, hatte er geschwiegen. Sich rausgehalten. Vermutlich hatte er sich nicht entscheiden können, zu wem er halten wollte. Oder er konnte sich nicht entscheiden. Und nun war Onyxjunges zurück. Doch trug sie jetzt den Namen Onyxfluch. Und das war sie in der Tat...ein Fluch. Ein Fluch aus den schlimmsten Zeiten, der einfach wieder auftauchte, nachem er endlich fort gewesen war...
Was genau brachte ihn dazu, jetzt solche Gedanken zu haben? War es das Gespräch mit Mondschatten über Verzeihen und Liebe? Oder war es Sonnenpfote, die aus dem Schülerbau gekommen war...
Das schob er jetzt aber ganz schnell zur Seite. Das hatte jetzt nichts in seinen Gedanken zu suchen. Beinahe war er erleichtert, als Mondschatten etwas sagte. Denn so konnte er seine Gedanken vergessen – für den Moment. Mondschatten erklärte, dass Sandpfote ihrer Mutter ähnelte. Und er konnte sehen, dass es gemischte Gefühle in dem Kater auslöste. Immerhin hatte er diese Katze geliebt und dennoch war sie eines Tages mit einem Jungen verschwunden. Und das andere hatte sie einfach zurückgelassen. Er wollte sich nicht vorstellen, wie Mondschatten sich gefühlt haben musste. Plötzlich allein mit einem Jungen...was würde er selbst wohl tun, wenn Sonnenpfote verschwand? Was sie nie tun würde...und es würde ihn natürlich nicht so sehr treffen, sie war ja einfach nur ein Statussymbol. Oder? War da doch was?
Nein, so würde er gar nicht anfangen, zu denken. Er behielt sie so lange, wie er sie haben wollte. Und dann würde er sie abservieren und keiner würde etwas dagegen sagen. Junge Liebe und so. Denn sie waren ja gar nicht so weit auseinander, vom Alter her. Allerdings...wollte er sie nicht hergeben. Seine Gedanken nahmen eine Wendung, die er nicht kannte. Und die er nicht wollte. Vor allem letzteres. Er sollte sich von ehrlich liebenden Katzen fernhalten, scheinbar war das...nicht gut für ihn. Denn es weckte sein verkümmertes Herz...
Opalkralle lächelte sanft, mitfühlend. „Ich glaube nicht, dass sie dein Leben zur Hölle machen will. Vielleicht ist sie einfach überfordert. Wer könnte es ihr verdenken? Nach allem, was passiert ist...von der Mutter verlassen, die Ziehmutter verloren, dann warst du weg – was ich an dieser Stelle nicht verurteilen möchte, versteh mich nicht falsch, aber sie war auf einmal ganz allein – dann bist du wiedergekommen, hast aber Flockentanz getroffen, dann kam der Überfall, deine neue Gefährtin, dass diese Junge erwartet...und nun liegen diese Junge an ihrem Bauch. Und...Rabenklaue ist auch nicht mehr besonders fit. Er...manchmal erkennt er sie nicht mehr. Ich weiß nicht, ob du das mitbekommen hast. Aber es geht ihm gar nicht gut.“ Opalkralle dachte an die Zeit, die zwar recht kurz gewesen war, aber dennoch intensiv, in der er und Sandpfote gemeinsam im Schülerbau geschlafen hatten. Beinahe wären sie Freunde geworden. Echte Freunde. Nicht so wie er und Jaguarstern. Keine Zwecksfreundschaft, die ihn der Macht näherbrachte. Nein, eine richtige Freundschaft. Doch dann war sie überfallen worden und er war überfordert gewesen. Wirklich überfordert. Sie rang mit dem Tode und war blutüberströmt. Nein, dieses Bild vergaß er nicht. Wie sie sich ins Lager schleppte und zusammenbrach...ein eiskalter Schauer rann über seinen Rücken. Er war ganz froh, dass Mondschatten nichts davon wusste. Immerhin war er damals gerade erst wiedergekommen. So wusste er nicht, welche Schuld Opalkralle selbst trug.
Was war nur los mit ihm? Er verstand es nicht. Er brauchte Distanz zu Gefühlen. Ganz dringend. Wirklich dringend. Daher war er froh, als Mondschatten meinte, er habe hoffentlich recht. Deshalb wechselte er dann auch schnell das Thema. Und das Thema des vernarbten Streuners war ja auch nicht uninteressant. Sie unterhielten sich kurz darüber und beobachteten dann, wie Jaguarstern den Streuner zu Butterblume führte. Für Opalkralle stand eindeutig ein tieferer Sinn dahinter, ein Gedanke, eine Idee, die Jaguarstern mächtiger machen würde. Aber er kannte die Situation nicht und konnte deshalb nur mutmaßen. Auf Mondschattens Frage zuckte Opalkralle mit den Schultern. „Butterblume ist noch nicht lange trächtig. Sie hat noch keinen dicken Bauch...und müsste ihren Kriegerpflichten noch nachkommen können. Und als Kriegerin sollte sie in der Lage sein, ihn im Schach zu halten...auch wenn ich es irgendwie...nicht glaube. Sie ist so lieb und nett und auch so ängstlich...aber vielleicht will Jaguarstern ihr Ansehen im Clan verbessern. Oder uns andere als Krieger zur Verfügung haben. Ich weiß es nicht. Aber ich denke, wir sollten ihm vertrauen. Er ist nicht dumm und ein guter Anführer“, miaute er dann nachdenklich. Ein wenig seltsam fand auch er die Wahl Jaguarsterns...aber es musste einen Grund dafür geben.
Plötzlich erschien Schneepfote. Er war völlig verdreckt und sichtlich nervös, aufgeregt und was es noch für Worte für diesen Zustand gab. Dieser sprudelte auch sofort los und nun war Opalkralle klar, was den kleinen Kater so aufregte. Er nickte. „Also gut. Brechen wir auf.“, miaute er an Schneepfote gewandt und sah dann zu Mondschatten. „Gib nicht auf. Und berichte mir nachher, was passiert ist“, meinte er kameradschaftlich und folgte dem nervösen Schneepfote zum Lagerausgang.
Gt: Baumsägeort



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BeitragThema: Re: Lager des DonnerClans!   Do 14 Jun - 15:20

Salzpfote


Die Situation behagte ihr überhaupt nicht. Dieser fremde Kater sah so bedrohlich aus, nicht so, als ob man ihm vertrauen sollte. Auch Dornenblüte machte einen beunruhigten Eindruck und schien eben so wenig zu verstehen wie sie selbst. Wenn nicht einmal eine so erfahrene Kriegerin Bescheid wussten, wer dann?
Sonnenpfote, die sie eben noch versucht hatte zu beruhigen und aufzumuntern, kam aus dem Bau heraus, erblickte den Kater und das Entsetzten stand ihr augenblicklich ins Gesicht geschrieben. Der Anblick war aber auch ein wirklicher Albtraum!
„Noch nie“, hauchte Salzpfote als Antwort auf die Frage, ob sie jemals schon einen solchen Kater gesehen hatte. „So viele Narben...so viele Kämpfe!“ Ein Bild erschien vor ihrem inneren Auge, wie er mit anderen Katzen ringt, überlegen, bestialisch. Zwar hatte der DonnerClan gute Kämpfer, aber konnten sie sich wohl gegen einen solchen Morallosen durchsetzten?
Mit einem mal setzte ihr Herz einen Schlag aus, als sie sah, wie Malachitblitz mit in den Bau gerufen würde. Dort drinnen war er alles andere sicher und es würde sie nicht wundern, wenn sowohl Jaguarstern und Malachitblitz in wenigen Momenten aufgeschlitzte Kehlen hätten. Die Schülerin musste den Blick abwenden und ihre Gedanken ablenken. Sie sah zu Sonnenpfote, die dicht neben sie gerückt war und anscheinend sehr von Angst gepeinigt wurde. Allerdings konnte sie nicht wissen, was wirklich in dem Kopf der anderen vor sich ging. Dass die Sorge und Ängste nicht nur mit dem Streuner zu tun hatten, sondern mit einem ganz anderen Kater. Einen, zu dem nun auch Salzpfotes Blick wanderte. Er unterhielt sich gerade mit Mondschatten, der sichtlich geknickt war. Sie hatte bereits die Geschichte gehört, dass seine Gefährtin ihn und den Clan verlassen hatte. Etwas, was die Kätzin überhaupt nicht nachvollziehen konnte. Wie konnte man seinen Geliebten nur etwas antun? Es war sehr nett, dass Opalkralle ihn versuchte aufzubauen, wie es zumindest von der Entfernung aus wirkte. Die Kater hatte sie eigentlich nie vorher zusammen gesehen und glaubte nicht, dass sie befreundet waren. Andererseits war sie ja noch eine Schülerin und nicht gerade gut informiert.
Dann jedoch zog etwas anderes wieder ihre Aufmerksamkeit auf sich. Die kleine Gruppe kam aus dem Bau, alle unverletzt. Malachitblitz lieferte den Streuner bei Butterblume aus, die einen nicht sehr glücklichen Eindruck machte und kehrte zu Jaguarstern zurück.
Ich würde mit dem nicht alleine sein wollen...“, flüsterte sie leise. Dann bemerkte sie, dass Opalkralle und Schneepfote weggeschickt wurden und die Schülerin war ein wenig neidisch, dass sie nicht an Stelle des jungen Katers stand. Sie wusste zwar nicht, auf was für einer Mission sie sich befanden, aber es sah sehr wichtig aus. Und selbst wenn sie Angst hätte, wollte sie doch, dass der Anführer ihr vertraute und es wäre sicherlich eine große Ehre, eine Aufgabe mit viel Verantwortung zu übernehmen. Und es wäre sicherlich auch nicht schlecht, ein wenig Zeit mit dem gutaussehenden Krieger zu verbringen...
Schnell verscheuchte sie jedoch diese Gedanken aus ihrem Kopf. Er war vergeben und das konnte sie Sonnenpfote nicht antun. Die Arme hatte ein wenig Glück in ihrem Leben verdient. Doch diese Tatsache hielt sie nicht davon ab, ein wenig ins Träumen zu geraten, und das obwohl ihr Herz eigentlich einem anderen gehörte...selbst wenn dieser es nicht haben wollte.
//531


Salzpfote & Malachit ^-^            
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BeitragThema: Re: Lager des DonnerClans!   Do 14 Jun - 17:14

Wenn auch die Geschichte des Ältesten traurig war, so hörte Malvenpfote dennoch aufmerksam und interessiert zu. Sie wollte den alten Kater kennen lernen. Wollte seine Geschichte hören, über seine Vergangenheit Bescheid wissen. Die junge Schülerin hörte gerne den Ältesten zu. Die Geschichten nahmen für sie oft kein gutes Ende, dennoch erzählten sie den Jungen und oft auch den Schülern nur das Gute, um sie nicht zu verschrecken oder ihnen Angst ein zu jagen. Doch Malvenpfote wusste, dass mehr hinter den Erzählungen des Katers steckte, also fragte sie nach. Wollte wissen, was Rabenklaue für schreckliche Dinge erlebte, die er vor den Jungen Verheimlichte.
Noch immer saß das rot getigerte Kätzchen neben dem alten Kater, versuchte ihm Trost zu spenden, auch wenn sie wusste, sie würde seine Trauer nicht verschwinden lassen können. Denn immerhin waren die Wunden seines Verlusts tief und Malvenpfote war noch zu jung, um zu verstehen, wie sich ein solch derartiger Verlust anfühlte. Natürlich konnte sie es nur erahnen, denn noch war keine Katze verstorben, die ihr nahe gestanden hatte.
Der Älteste gab ihr zu verstehen, dass er ihre Fragen im Laufe beantworten würde und als er soweit war, beantwortete er sie auch. Der Kater versuchte ihr zu erklären, dass auch eine Heilerkatze nicht jede Krankheit heilen konnte und nicht jede Katze vor dem Tod bewahren konnte. Für die Schülerin war das eine erschreckende Wahrheit, denn bisher hatte sie immer gedacht, dass der Heiler jegliche Krankheiten heilen könnte. Natürlich wusste sie, dass schon einige Katzen trotz eines Heilers verstarben, doch bisher hatte sie angenommen, dass die Katzen einfach zu schwach gewesen seien, um auf die Medizin des Heilers anzuspringen. Unwohl erschauderte sie.
Bevor sich das Kätzchen jedoch noch mehr Gedanken darüber machen konnte, beantwortete Rabenklaue nun auch ihre erste Frage, ob ein Mentor und ein Schüler Gefährten sein durften. Die Ohren der roten Kätzin begannen unruhig bei der Antwort zu zucken, wieso war sie bei der Beantwortung der Frage so nervös und aufgeregt? Doch die Antwort ließ sie etwas traurig aufseufzen. Als Schülerin sollte sie sich keine Beziehung suchen. Wozu auch? An erster Stelle stand immerhin, dass sie zu einer guten Kriegerin ausgebildet werden muss und nicht, dass sie sich einen Gefährten suchte und Junge bekam! Dafür war sie ohnehin noch um einiges zu jung. Dennoch musste die Kätzin an zwei andere Schüler denken. Schneepfote und Mausepfote. Waren diese beiden nicht sogar fast schon etwas wie Gefährten, obwohl beide Schüler waren? Es schien wohl doch ein Unterschied, ob einer der beiden Krieger war, oder beide denselben Rang inne hatten. Wie schön solche Gefühle sein mochten. Gerne wüsste Malvenpfote, wie sich Liebe anfühlte. Sie hatte Mausepfote und Schneepfote öfter zusammen gesehen, doch wie war das bei den Kriegern oder gar bei den Ältesten, die schon so viel im Leben erlebt hatten? Bisher hatte die Schülerin nie auf so etwas geachtet.
'Deshalb ist auch ein ungeschriebenes Gesetz, dass Schülerinnen keine Junge bekommen sollen.', hörte Mavenpfote Rabenklaue sagen und die rote Kätzin stellte beklommen fest, dass sie kurz gar nicht mehr aufgepasst hatte. Doch der Satz des Katers machte eine andere Erinnerung in ihr wieder wach. Sie hatte immerhin eine Aufgabe von ihrem Mentoren bekommen, da war diese Information bestimmt äußerst Hilfreich! Dennoch... "Aber Sandpfote ist doch in der Kinderstube. Sie hat Birnenjunges zur Welt gebracht...", miaute Malvenpfote ein wenig unsicher. Sie wusste, dass etwas mit Sandpfote geschehen war. Zwar wusste sie nicht was genau, doch ihr war klar, dass sie Birnenjunges nicht ganz freiwillig bekommen hatte. Dennoch war sie Schülerin und hatte ein Junges, wie auch immer es dort in sie hinein gekommen war.
Rabenklaue sprach weiter, dass Schüler Dummheiten anstellen durften und sich ausprobieren, sich entfalten sollten, bevor sie zu Kriegern wurden. Und als er sogar kurz Lächelte, stieß Malvenpfote ein kleines Schnurren aus. Ja, sie wollte weiterhin spielen dürfen, bis sie selbst bereit dazu war, erwachsen und zur Kriegerin zu werden. Und bis dahin, da hatte der Älteste Recht, durfte sie vielleicht auch einmal etwas herum blödeln. Jedoch verschwand das Lächeln und ihr Schnurren wieder, als die Schülerin fragte, was denn mit den beiden Töchtern des Katers geschehen war, also erzählte Rabenklaue seine Geschichte weiter.
Malvenpfote horchte also wieder zu und war erstaunt, als sie hörte, Zedernherz hatte sich in einen Streuner verliebt gehabt. Allein an seiner Stimme konnte man die Liebe zu seiner Tochter heraus hören. Ob sie selbst wohl eines Tages auch so klingen würde, wenn sie irgendwann über ihre eigenen Jungen erzählte? Abrupt verstummten jedoch diese Gedanken, als die Schülerin hörte, was geschehen war. Wut brannte in ihr. "Wieso hat Dornenfrost den Streuner verjagt? Er hatte doch bestimmt gesehen, dass keine Gefahr von ihm ausging!", protestierte sie und ihr hübsches rot getigertes Fell stellte sich auf. Sie versuchte sich wieder etwas zu beruhigen, als er erzählte, dass Zedernherz kurze Zeit später Junge erwartete und sie hoffte auf ein schönes Ende der Jungen, welches jedoch nicht kam. Nun wurde sie noch wütender und entsetzter, als sie das Ende von Rabenklaues Tochter und deren Jungen hörte. Noch nie dagewesene Wut und Zorn brodelten in der kleinen Katze auf und ein Knurren entwich ihr. "Wie konnte man nur so etwas zulassen!? Hatte denn keiner bemerkt, was für ein grausamer Kater das war? Hat niemand mitbekommen, dass er so furchtbar war, bevor er sie getötet hatte?", klagte die Schülerin und war mit ausgefahrenen Krallen auf gesprungen. Und dann hatte auch noch der Sohn dieses grausamen Katers die Schwester seiner Gefährtin ermordet! Einfach unfassbar! Es brauchte kurz, bis sich Malvenpfote wieder beruhigte. Sie war keine Katze, die etwas von Gewalt hielt, dennoch machte sie das sehr wütend und extrem traurig. Wenn der Kater denn so eifersüchtig auf Zedernherz gewesen war, da sie nichts von ihm wollte, so hätte man das doch mit Worten klären können und sie und die gerade geborenen Jungen nicht einfach umbringen müssen! Malvenpfote bemerkte immer mehr und mehr, wie ungerecht das Leben doch schien und was für ein grausames Schicksal die Familie dieses Ältesten an sich hatte. Doch Rabenklaue war noch nicht fertig, er hatte immerhin nicht nur Zedernherz als seine Tochter gehabt, nein da war auch noch Ahornblatt, über die er nun berichtete. Also setzte sich die Schülerin wieder artig hin und vergrub den Ärger und den Zorn.
Schon als der Kater erzählte, dass wieder Glück in sein Leben kam, wusste die Kätzin gleich, dass nun auch seine andere Tochter einen Gefährten gefunden hatte und Junge bekommen würde. Und so war es dann auch und Erlenjunges war zur Welt gekommen. Doch Malvenpfote wusste, dass der Kater niemanden mehr im Clan hatte, also mussten auch sie alle gestorben sein...? Schon direkt darauf hörte sie, wie Rabenklaue den Tod seiner Tochter preis gab, die auf dieselbe Weise gestorben war, wie auch seine Gefährtin. Warum nur mussten alle seine Kinder und Kindeskinder sterben? Das war wirklich einfach nicht gerecht. Auch wenn es klar war, dass Erlenpfote wohl ebenfalls irgendwie verstorben war, so wollte sie wenigstens Gewissheit haben.
"Was passierte mit Regensturm? Ist er mit dir alt geworden und vor dir gestorben oder was ist mit ihm passiert..?", fragte sie zögernd. Sie wusste nun, wie viel Leid er ertragen hatte und wie viel Kraft es ihn kosten musste, ihr das alles auch noch zu erzählen. Schließlich rang sie sich dazu, auch noch ihre letzte Frage zu stellen, wenn auch flüsternd: "Und was wurde aus Erlenpfote...?"


// 1.215 Wörter


Wenn ich nach 3 Tagen nicht im RPG antworte, schreibt mir zur Erinnerung bitte eine Pm![Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
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BeitragThema: Re: Lager des DonnerClans!   So 17 Jun - 23:42

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Dornenblüte
Kriegerin | 6 Jahre 8 Monde | Gefährtin von Rindenfeuer, Ziehmutter von Mausepfote
ERWÄHNT: Jaguarstern, Mausepfote, Rindenfeuer, Butterblume, Jace, Salzpfote, Sonnenpfote
ANGESPROCHEN: /

Dornenblüte war froh, in diesem Moment nicht allein zu sein. Sie war keine besonders ängstliche Katze, aber es war dennoch unangenehm. Ein Fremder im Lager, der aussah wie der Tod persönlich, machte sie dann doch nervös. Vielleicht auch, weil sie nicht mehr nur sich selbst beschützen musste. Da war Mausepfote, ihre kleine Tochter, die bereits so groß war, dann die Jungen in ihrem Bauch...und auch Rindenfeuer, obwohl der gut auf sich selbst aufpassen konnte. Aber sie liebte ihn und wollte ihn ebenso wenig tot sehen. Und dieser Kater, der das Lager betreten und bis jetzt nicht verlassen hatte, wirkte wie jemand, der Unheil brachte. Jedenfalls nicht wie ein Friedensbote oder eine liebreizende Person.
Mausepfote verkroch sich unter ihr, nachdem sie ihre Frage beantwortete. Sie hätte ihr gern mehr gesagt, doch was sollte das sein? Sie würde ihre Tochter nicht anlügen. Niemals...und Vermutungen waren auch nicht das, was sie ihr zumuten wollte. Mausepfote war klug, sie würde schon das richtige machen. Sie würde bestimmt nichts dummes vermuten.
Dennoch fühlte sich die Situation unbefriedigend an. Lediglich die Nähe ihrer Familie beruhigte die Kriegerin. Bald würde ihre Familie noch weiter wachsen, wenn der Sternenclan es sich nicht noch anders überlegte. Die Angst davor war so mächtig, dass sie es Rindenfeuer noch nicht hatte sagen können. Auch Mausepfote ließ sie im Dunkeln. Beides war nicht unbedingt fair...aber sie musste sich erst ganz sicher sein. Richtig sicher. Nicht nur ein bisschen. Wenn Buchenmond ihr sagte, dass nichts mehr schief gehen könnte, dann würde sie mit Rindenfeuer sprechen. Wo ihr einfiel, dass es bereits einen Mond her war seit sie den Heiler aufgesucht hatte. Wenn sie es nun täte, könnte es bereits entscheidend sein. Sie sollte das unbedingt in Angriff nehmen.
Salzpfote und Sonnenpfote rissen sie aus ihren Gedanken. Schnell gab sie Auskunft und beobachtete dann Jaguarstern, der den Fremden zu Butterblume brachte. Sie standen zu weit entfernt, als dass sie etwas verstehen könnte. Doch es war nicht schwer zu erraten. Jaguarstern hatte den Fremden Butterblume anvertraut. Sie blickte zu Rindenfeuer und konnte erkennen, dass er es nicht gut fand. Doch er war generell eher gegen alles. Zu vorsichtig. Früher war er risikofreudiger gewesen. Aber auch sie selbst war als junge Katze abenteuerlustiger gewesen. Bevor sie ihren Bruder verloren hatte...nachdem sie ihn wiedergewonnen hatte. Es war zu viel gewesen, um einfach weiterzumachen. Sie hatte sich dadurch verändert. Aber auch Rindenfeuer hatte seine Schwester verloren. Und sie konnte nicht erwarten, dass er all seinen jugendlichen Leichtsinn behalten hatte – und wenn er das hätte, wäre er dann der richtige für sie? Nein, wohl eher nicht. Er war schon gut so, wie er war. Es gab genug Gründe, warum sie ihn an ihrer Seite wollte und ihn liebte, warum sie sich auf die gemeinsamen Jungen freute. Und sie wusste, er freute sich auch, wenn es soweit war. Das hatte er immer wieder gesagt. Vielleicht machte das ihre Sorge noch größer, die Jungen zu verlieren. Es war das eine, wenn sie alles verlor, was sie sich wünschte...aber sie wollte nicht versagen. Nicht in seinen Augen. Da war es ihr lieber, er dachte, sie wäre dick geworden oder so. Wer wusste schon, ob er sie noch wollte, wenn sie seine Jungen verlor...nein, das hatte sie schon durch. Ihr erster Gefährte – oder eher der Kater, der Interesse bekundet hatte – hatte sie in den Wind geschossen, als sie nicht sofort seinen Wünschen entsprochen hatte. Hatte sie deshalb solche Angst, es ihm zu sagen? Wegen Kokospalme? Hatte es sie so sehr getroffen? Ja, das hatte es. Sie wusste es. Noch immer hatte sie es nicht verwunden. Auch wenn sie Kokospalme nicht geliebt hatte – noch nicht – aber es hatte sie sehr getroffen. Wie er über sie gelacht hatte...sie sah Rindenfeuer an. Er würde das nicht tun. Vermutete sie. Man wusste es nie sicher. Auch Kokospalme hätte sie so nicht eingeschätzt. Aber er hatte es getan.
Doch Rindenfeuer...nein. Nein, er war der Richtige für sie. Und er war ehrlich und gut. Er würde sie bestimmt nicht verantwortlich machen, wenn sie die Jungen verlor...aber würden sie ihre Beziehung noch retten können? Sie hatte von vielen Verbindungen gehört, die nach dem Tod eines Jungen aufgehört hatten. Und sie waren doch gerade erst zusammengekommen...sie wollte ihn nicht verlieren. Auf keinen Fall! Sie liebte ihn doch...an seiner Seite wollte sie alt werden – noch älter – und am liebsten auch an seiner Seite sterben, wenn sie beide noch viele glückliche Monde hinter sich gebracht hatten. Für den Moment war der Fremde gänzlich vergessen, die ganze Situation, der Regen, alles. Sie wusste nur, dass sie sich für immer an der Seite Rindenfeuers sah. Und auch nie wieder wo anders sein wollte. Sobald der Regen vorbei war, würde sie Buchenmond aufsuchen und von ihm erfahren, wie es um die Jungen stand. Und wenn es gut stand, würde sie es ihrem Gefährten endlich sagen können. So lange schon musste sie es verheimlichen, um nicht vor Angst zu vergehen...aber es würde ein Ende haben. Alles würde gut werden. Alles.


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Jaguarstern
Anführer | 3 Jahre alt
ERWÄHNT: Butterblume, Jace, Opalkralle, Schneepfote, Mondwind, Dornenpfeil, Mondschatten
ANGESPROCHEN: Malachitblitz EINGEBEN

Jaguarstern war froh, einen Skeptiker vor sich zu haben. So konnte er die Meinung dieser, konnte ihr entgegenwirken. Wenn diese ihm glaubten, war alles gut. Aber selbst wenn nicht...zwei Tage würde er noch aushalten können. Und gegen die Streuner hatten sie keine Chance. Diese Streuner würden helfen, das neue Gesetz einzuführen. Es galt, die Regeln langsam zu verändern, sodass ihnen nicht auffiel, dass sie in ihren Rechten beschnitten wurden. Das war wichtig, damit die Moral nicht kippte. Er würde dafür sorgen, dass alles richtig lief und jeden faulen Apfel mit den eigenen Pfoten hinauswerfen – oder beseitigen. Eher letzteres. Gnade stand ihm nicht.
Malachitblitz zweifelte. An Jace. Dabei hatte seine Schwester ihm da schon einen guten Geschichtenerzähler aufgetischt. Wenn er sich an Hunter erinnerte, diesen unfähigen Unterhändler...nein, da war ihm Jace lieber. Auch wenn er abscheulich aussah und das Bild seines schönen Clans zerstören würde. Er musste damit leben, konnte es ja nicht ändern. Noch nicht.
Das stimmt. Allerdings schafft es auch kein Krieger allein, sich gegen viele Krieger zu stellen. Und ich schätze, dass in diesem Zusammenschluss alle so...ich habe kein Wort dafür. Aber eben wie er, gnadenlos, grausam, in die Richtung. So sind dort wohl alle, sonst hätte er keinen Platz gefunden. Wer würde einen Mörder – ich bezweifle, dass er eine nette Katze ist – schon aufnehmen, wenn man ein anderes Ziel hat. Wie friedlich zu überleben...das ergibt keinen Sinn“, miaute der große Kater nachdenklich. Kein Zweifel würde bleiben. Kein Zweifel durfte bleiben. Vielleicht wäre es gut, wenn Jace da blieb...allerdings würde er damit Butterblume als fähige Kriegerin hinstellen. Und nichts war abwegiger als das!
Er rief Schneepfote zu sich und wie erwartet war der junge Kater Feuer und Flamme. Er würde zu einem guten Krieger werden, einem, der an die richtigen Dinge glaubte. Und zu den richtigen Dingen zählte weder Gleichberechtigung noch der Sternenclan. Der Schüler meinte, er würde ihn nicht enttäuschen und Jaguarstern lächelte ihm zu. Nein, das konnte er eigentlich auch gar nicht.
Als sich Jaguarstern scheinbar für Butterblume einsetzte – oh, er hielt absolut nichts von dieser schwächlichen Katze! - schienen in Malachitblitz zwiegespaltene Gefühle zu toben. Seine Antwort war eindeutig nicht mit Nachdruck gesprochen, er zweifelte noch immer. Doch wirkte er damit überhaupt nicht glücklich. Was nicht verwunderlich war. Malachitblitz war schlichtweg zu nett. Und er wollte bestimmt nicht einmal schlecht über andere denken. Vielleicht würde es ihm gelingen, Malachitblitz zu einem ebenso treuen Kater zu machen wie seinen Bruder. Zwar hatten die beiden kaum etwas miteinander gemein, aber das war nicht weiter schlimm. Jeder Kater konnte auf den richtigen Weg geführt werden. Und wenn nicht...würde er eben weichen müssen. Im Clan war kein Platz für Schmarotzer, für Ungläubige oder Verräter!
Jaguarstern erklärte nun, dass er sich selbst auch nicht ganz wohl damit fühlte, dass er jedoch nicht das Gefühl erwecken wollte, er vertraue Butterblume nicht. „Im Moment mag sie sich darüber freuen, wenn ich ihr die Aufgabe nehme. Allerdings weiß ich nicht sicher, wie die anderen Krieger und Schüler sie dann behandeln werden. Sie soll nicht schief angesehen werden, weil sie einer Aufgabe nicht gewachsen war“, meinte er als Malachitblitz meinte, Butterblume wäre sicherlich froh, wenn sie die Aufgabe verlor. Dann überlegte er einen Moment. „Du hast auf jeden Fall Recht. Manche unserer Krieger sind kampflustiger als sie, was wohl auch nicht schwer ist. Von daher gefällt mir die Auswahl, die du gegeben hast, eigentlich gut. Mondwind und Dornenpfeil sind eindeutig in der Lage dazu, auch Mondschatten ist es. Jedoch ist dieser grade Vater geworden und hat seine Gefährtin verloren.“ Jaguarstern machte eine Pause. Überlegte scheinbar. Sowohl Dornenpfeil als auch Mondschatten waren ihm zu riskant. Er wollte nicht, dass es auf einen angesehenen Krieger zurückging, wenn Jace verschwinden sollte. Und er wollte auch noch keinen Kampf, den beide Krieger beginnen würden, wenn der Streuner sich verdrücken wollte. „Ich würde denken, dass zuerst Mondwind gefragt werden sollte. Übernimmst du das? Ich werde mir ein paar Worte zurechtlegen, damit ich gleich vorm Clan sprechen kann. Ich will keine Panik heraufbeschwören, aber sie sollen die Wahrheit erfahren.“ Und so würde keiner Verdacht schöpfen, dass er selbst Butterblume misstraut hatte. Sondern er könnte alles auf Malachitblitz schieben, wenn er wollte. Das hing von der Entwicklung ab, die die ganze Sache nehmen würde. Er würde bestimmt nicht seinen Ruf beflecken. Das kam nicht infrage.

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Goldveilchen
Kriegerin | 16 Monde | Tochter von Moosblüte
ERWÄHNT: Jaguarstern, Moosblüte, Jace, Butterblume, Mondschatten, Opalkralle, Schneepfote
ANGESPROCHEN: /

Die zarte Kriegerin hatte in ihrem Nest gelegen. Sie mochte den Regen, doch einen solchen Sturm fand sie beängstigend. Es musste schlimm für die Katzen sein, die bei diesem Wetter draußen waren. Mit ihnen tauschen wollte die junge Kriegerin jedenfalls nicht. Goldveilchen hatte geruht, ihr Fell gepflegt und dennoch hatte der Sturm nicht nachgelassen, so viel Zeit sie sich auch gelassen hatte. Ein wenig frustrierend war das schon. Aber sie konnte es ja nicht beeinflussen, also machte sie sich auch nicht weiter Gedanken darüber. Versuchte es jedenfalls. Hier im Bau war sie sicher, das redete sie sich immer wieder ein. Doch seit ihr Vater vor einigen Tagen verschwand fühlt sie sich nirgendwo sicher. Er mochte sie kontrolliert, sie bevormundet und eingeschränkt haben, ihr jegliche Lebenserfahrung vorenthalten haben, die sie vielleicht gemacht hätte – sie wünschte sich dennoch, er wäre jetzt hier. Storchenblut, der stolze, starke Krieger mit einem Herz aus Gold. Der sie immer beschützte, in dessen Nähe sie keine Angst hatte haben müssen. Denn wenn er bei ihr war, dann konnte die Dunkelheit ihr nichts tun. Ein seltsamer Gedanke, denn eigentlich kann die Dunkelheit ihr niemals etwas anhaben. Doch sie fürchtet sie…sehr sogar. Sie hat Angst, große Angst. Eine Angst, die unbegreiflich scheint. Auch für sie ist sie nichts weiter als eine Laune der Natur, die sie nicht verändern kann. Sie kann lediglich versuchen, sie zu umgehen, indem sie sich im Bau verbirgt. Aber es ist auch nicht so, dass sie sich dort zwangsweise sicher fühlt. Nein, auch dort nicht. Überall ist die Angst. Ganz verschwinden tut sie nur dann, wenn die Sonne am Himmel lacht und die Welt erhellt.
Goldveilchen war ein wenig unruhig, versuchte aber, sich nichts anmerken zu lassen. Und es gelang ihr auch, zumindest sprach keiner sie an. Mit anderen tat sie sich manchmal ein wenig schwer, traute sich nicht, sie selbst zu sein. Denn es musste ja einen Grund geben, warum ihre Mutter sie nie geliebt hatte. Storchenblut hatte ihr nie ihren Namen gesagt. Er hatte sie gehütet wie ein schreckliches Geheimnis, das niemand erfahren durfte. Und nur durch Zufall hatte sie überhaupt erfahren, wie ihre Mutter hieß. Dass sie noch lebte. Und aus einem anderen Clan kam. Ihr Vater hatte ihr dann alles erzählt. Manchmal fragte sie sich, ob es leichter gewesen wäre, wenn sie ihn nicht gefragt hätte. Allerdings hätte sie dann keine Gewissheit, wer sie war. Auch so hatte sie eigentlich keine Ahnung, wer ihre Mutter gewesen war. Die Beschreibungen ihres Vaters waren da sehr…emotional gewesen. Vielleicht hatte er es nur falsch verstanden oder so. Vielleicht liebte Moosblüte sie ja doch…vielleicht…
Plötzlich wurde der Clan unruhig. Sie merkte es sofort, dann beobachtete sie, wie einige Krieger den Bau verließen. Kurz zögerte sie, denn draußen war es durch den Sturm dunkel wie in der Nacht, Blitze zuckten und es war nicht gerade die Atmosphäre, die ihr Sicherheit vermittelte. Allerdings musste sie ihrem Clan beistehen, auch wenn sie eine lausige Kämpferin und unvollkommene Jägerin war, ihr Herz schlug für ihren Clan und sie würde notfalls für diesen sterben. Auch wenn das nun hoffentlich nicht verlangt werden würde. Zögerlich erhob sie sich, ehe sie dann ihren hübschen Körper straffte und aus dem Bau heraustrabte. Regen schlug ihr entgegen, Wind peitschte ihn von der Seite gegen ihr Fell und die Dunkelheit wurde gerade von einem Blitz durchbrochen. Ein Schauder lief über ihren Rücken als sie in der Lagermitte einen Fremden sah, der von fürchterlichen Narben entstellt war. Ob seine Erscheinung bei Tageslicht ebenso gefährlich gewesen wäre, wusste sie in diesem Moment nicht. Aber seine Schemen erhellt vom Licht des Blitzes, hinter einem Regenschleier, das Glitzern der Haut seiner Narben durch die Nässe im Licht, seine braunen Augen, die für einen Moment aufleuchteten…so große Angst vor einer Katze hatte Goldveilchen in ihrem ganzen Leben noch nicht empfunden. Wie erstarrt blieb sie stehen, starrte ängstlich in die Richtung des Fremden und konnte sich erst dann wieder bewegen, als Jaguarstern mit diesem in seinem Bau verschwand. Ängstlich wandte sie sich ab und suchte die Nähe erfahrener Krieger. In der Nähe von Mondschatten und Opalkralle ließ sie sich nieder und beobachtete das weitere Treiben. Schaudern ergriff sie als der Fremde wieder den Bau verließ. Jaguarstern brachte ihn zu Butterblume. Und sie schien auf ihn achten zu müssen. Goldveilchen war unendlich erleichtert, dass sie das nicht tun musste, fühlte sich ob dieser Gedanken jedoch unendlich schlecht. Gerne hätte sie den Mut besessen, zu Butterblume und dem Fremden zu gehen, um sie zu unterstützen und ihr Mut zu machen… doch wenn man selbst keinen hatte, war das sehr schwer. So blieb sie schweigend in der Nähe der beiden Krieger, die eine Unterhaltung führten. Sie hörte nicht zu, erst als der aufgeregte Schneepfote heranstürzte und losplapperte horchte sie auf. Opalkralle bekam einen Spezialauftrag, wie es schien. Die Kriegerin nahm es stumm zur Kenntnis und beobachtete die beiden hellen Kater, die sich durch das Dunkel des Sturms entfernten.


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Mondwind
Krieger | 14 Monde
ERWÄHNT: Jace, Butterblume, Eschenkralle, Jaguarstern, Malvenpfote
ANGESPROCHEN: /

Mondwind hatte keine Ahnung, welche Wendung das Schicksal in dem Moment nahm, in dem Jaguarstern Butterblume auftrug, auf Jace zu achten. Niemals hätte er damit gerechnet, dass sie ihn oder besser seinen Namen nannte, um…nun, warum auch immer. Ob es war, um sich zu schützen, um vielleicht etwas entgegenzusetzen oder aus welchen Gründen auch immer. Sie hatte es gesagt und es würde Mondwind das Leben in Zukunft nicht erleichtern. Denn Jace war niemand, der seine Gefühle beherrschte – jedenfalls nicht zur Gänze. Und sein Hass auf Mondwind war geweckt, ohne dass der Kater jemals ein Wort mit ihm gewechselt hatte.
Von all dem ahnte Mondwind nicht das Geringste. Er stand wie die anderen da und beobachtete die Szenerie, sah, wie der Fremde in den Bau gebracht wurde, wie er herauskam und Butterblume übergeben wurde. Die arme Kriegerin – oder war sie bereits jetzt eine Königin, wo ihre Niederkunft erst in einiger Zeit erfolgen würde? – hatte schreckliche Angst. Selbst auf die Entfernung konnte er das erkennen, ohne die Kätzin besonders gut zu kennen. Es gab wohl kaum eine Katze, die ungeeigneter war. Sie tat ihm jedenfalls leid. Aber er würde sie auch nicht sich selbst überlassen. Er war ein freundlicher Kater und begegnete jedem freundlich, von daher fand er Eschenkralles offensichtlich ablehnendes Verhalten ein wenig ungünstig. Durch solches Gebaren würde man ihn nur unnötig provozieren. Und wenn er wollte, hatte er Butterblume sicherlich innerhalb weniger Augenblicke getötet. So sah er jedenfalls aus. Auch ihm behagte nicht dabei, sie mit ihm allein zu sehen, doch Jaguarstern war ein kluger Kater und würde sicherlich seine Gründe gehabt haben. Gedankenlos war er jedenfalls nicht.
Mondwind sah sich nun unwillkürlich um. Er wollte nicht, dass Malvenpfote in die Nähe des Fremden ging. Sie war so lieb, so naiv…sie wäre dann sicherlich in Gefahr. Denn auch wenn er dem Fremden freundlich begegnen würde, vertrauten tat er ihm nicht. Und ihn in der Nähe seiner geliebten Schülerin zu sehen war nichts, was er ersehnte. Moment. Das war…ein falscher Ausdruck. Geliebt im Sinne von geachtet, er achtete ja auf sie. Nicht im Sinne von verliebt. Also…das war ja auch nicht ok und er würde das ja auch nicht machen. Er sollte sie schützen, ihr nicht schaden. Sie sollte sich auf ihre Ausbildung konzentrieren…dieses hübsche Geschöpf. Wenn sie sich nach dem Sturm zum Trainieren trafen, würde sie ihm verkünden, dass Schülerinnen keine Jungen bekommen sollten und auch nicht mit ihrem Mentor Zusammensein sollten. Letzteres…würde sie wahrscheinlich nicht sagen, weil sie ja eine Schülerin war und mit Garantie nicht in ihren Mentor verliebt. Und somit hätte sie keinen Grund, es zu erwähnen. Und da er sich in dieser Hinsicht auch nicht verhalten hatte – weil er sie ja gar nicht liebte – hätte sie auch keinen Grund, es ihm vorzuhalten. Sie würde es nicht sagen. Und er selbst ebenfalls nicht. Weil da war ja auch gar nichts, was gesagt werden müsste…
Ein Seufzen entfuhr dem Kater. Er wusste sehr wohl, dass er sich selbst belog. Dass er sie liebte, dass er sie beschützen wollte. Doch gerade deswegen durfte er es ihr nicht zeigen. Er musste sie auf Abstand halten, damit sein Herz nicht brach…und ihres mit ihm. Denn nachher wollte sie eine Freundschaft und wenn er es dann offenbarte würde sie nie wieder etwas mit ihm zu tun haben wollen. Also war das Maximum, was er zulassen durfte, Freundschaft. Und er musste sich auch bewusst so verhalten. Vielleicht sollte er schauen, ob er eine andere Gefährtin finden konnte…dann würde er damit offen zeigen, dass er sie nicht liebte. Das war vielleicht gar keine so blöde Idee…naja, eigentlich schon. Er musste sich einfach kontrollieren. Das war das A und O, das würde er machen und dann würde auch alles gut werden.


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Sandpfote
Königin | Mutter von Birnenjunges, Tochter von Mondschatten, Ziehmutter von Honigjunges, Staubjunges und Koijunges | 12 Monde
ERWÄHNT: Hawk, Butterblume, Mondschatten, Buchenmond
ANGESPROCHEN: Birnenjunges

Sandpfote liebte niemanden so sehr wie ihre kleine Tochter. Sie liebte sie von ganzem Herzen, mit jeder Faser ihres Körpers und ihres Geistes. Sie war die wichtigste Katze in ihrem Leben, sie war der Sinn dafür, weiterzumachen. Und sie war all den Schmerz wert, den sie erlitten hatte. Wenn sie wählen könnte, sie würde sich wieder von diesem grausamen Streuner überfallen lassen und mit dem Tode ringen, wenn sie dafür ihre Tochter behalten könnte.
Sie hatte niemals lügen wollen. Sie hatte es ihr nie verschweigen wollen. Aber sie hatte sie beschützen wollen, indem sie es ihr nicht als Junges sagte, vielleicht sogar nie. Denn wie könnte es ihre kleine Tochter auch nicht zerstören? Es war etwas Widernatürliches, Grausames, es war schrecklich und hätte eigentlich niemals passieren dürfen. Aber es war geschehen. Und sie selbst hatte damit leben gelernt. Oder eher überleben. Denn jede Nacht von Neuem focht sie den gleichen Kampf, erlitt den gleichen Schmerz und schwor sich, sich niemals zu verlieben und nie wieder einem Kater nahe zu sein. Nie wieder. Butterblumes Zuversicht hatte ihr gut getan, auch wenn sie selbst nicht mehr daran glaubte. Liebe war etwas, was es nicht gab…zumindest nicht in der Form, wie sie es immer angenommen hatte. Für sie war die Liebe etwas Unendliches gewesen, stark und widerstandsfähig. Schon ihr Vater und ihre Mutter hatten dieses Bild zerstört, doch dieser Streuner hatte dem Ganzen den Rest gegeben. Und nun zerstörte sie den Glauben ihrer Tochter an das Gute. Sie litt mit ihr, wenn nicht sogar noch mehr, als sie es sagte. Sandpfote gab sich große Mühe, es so zu sagen, wie Birnenjunges es verstehen konnte, ohne zu sehr ins Detail zu gehen und ohne sie unnötig zu erschrecken. Doch wie sagte man etwas ungeheuerliches sanft? Es ging einfach nicht. Man konnte ein grausames Ereignis nicht so beschönigen, dass es die Grausamkeit verlor. Es wäre eine Lüge und das wollte sie nicht. Auch wenn sie vielleicht nicht ausschmückte, Gegebenheiten für sich behielt, doch die hatte sie niemandem erzählt und es hatte seine Gründe. Es war für niemandes Ohren bestimmt, nur sie selbst wusste, was genau geschehen war. Und sie würde niemals alles darüber erzählen. Niemals.
Sie konnte sehen, wie es in Birnenjunges arbeitete, wie sie alles durchging, alles überdachte. Wie sie vielleicht darauf hoffte, sie löge sie an. Doch das tat sie nicht. Und der Blick ihrer Tochter sagte ihr, dass sie verstand. Dass sie mehr verstand als sie sollte. Dass sie mehr wusste, als sie wissen sollte. Birnenjunges betrachtete einen Moment lang ihre Brust und Sandpfotes Herz schrie. Sie hatte ihrer Tochter wehgetan. Und zwar nicht nur ein bisschen. Sie hatte vermutlich ihre gesamte Weltsicht zerstört. Und das hatte sie nicht verdient. Aber was hätte sie tun sollen?
Sandpfote glaubte, innerlich zu verbluten. Ein solcher Schmerz war in ihr, als ihre Tochter den Blick hob und einen Satz sagte, der weit mehr aussagte als nur die Worte. Unbändiger Schmerz war in ihr, aber auch Wut. Wut auf den Kater, der ihnen das angetan hatte, Wut auf sich selbst, weil sie nicht besser aufgepasst hatte…doch nicht der Hauch von Wut ihrer Tochter gegenüber.
Schau mich an, meine Kleine“, miaute sie sanft und wartete, ehe Birnenjunges den Kopf ein wenig hob. „Es hat mich niemand gezwungen, dich zu lieben. Ich tue es aus freien Stücken. Du bist das Beste, was mir in meinem Leben passiert ist und um keinen Preis der Welt würde ich dich wieder hergeben. Ich würde alles für dich tun. Alles.“ Sandpfotes Stimme klang fester, als sie es selbst erwartet hatte, doch die Ehrlichkeit darin überstrahlte das bei Weitem. Sie wollte nicht, dass Birnenjunges sich zu viele Gedanken darüber machte, wollte nicht, dass die Kleine ihren Weg verlor. Liebevoll leckte sie Birnenjunges über die Wange. „Das, was geschehen ist, hat nichts mit dir zu tun. Du bist eine wunderbare Katze, stark, mutig und mit einem liebevollen Herzen. Vielleicht mag der Streuner, der mich überfiel, mich fast das Leben gekostet haben. Doch er hat mir auch das wertvollste Geschenk gemacht, was ich mir vorstellen kann.“ In ihrer Stimme klang unverhohlene Liebe mit, die sie ihrer Tochter entgegenbrachte. Sie wollte auf keinen Fall, dass diese sich wegen etwas schlecht fühlte, auf das sie überhaupt keinen Einfluss gehabt hatte. Sie konnte nichts dafür, dass ihr Vater ein brutaler Vergewaltiger war. Sie konnte nichts dafür, dass unklar war, ob Sandpfote jemals wieder Mutter werden konnte. Selbst wenn sie es wollte, hatte der Streuner sie derart misshandelt, dass sie vermutlich nie wieder Junge bekommen konnte. Buchenmond hatte ihr das erst vor kurzem gesagt. Es hatte sie beinahe erleichtert. Sie hatte mit Birnenjunges alles, was sie brauchte. Und da sie selbst wohl keine Liebe mehr finden würde, war das nicht weiter schlimm. Wobei sich tief in ihr noch immer der Wunsch nach Liebe und Zuneigung eines Katers verbarg, nach einer gesunden kleinen Familie, mit einem Gefährten und Jungen.
Sanft und voller Liebe betrachtete sie Birnenjunges, die alles andere als glücklich war. „Du bist mein Lebenslicht, Birnenjunges. Ohne dich hätte ich es nicht geschafft. Du bist das Gute, was aus dem Schlechten kam. Es ist völlig gleich, wer dein Vater war. Das hier ist dein Leben und du kannst daraus machen, was auch immer du dir erträumst.“ Liebevoll leckte sie Birnenjunges über die Ohren. Einerseits war sie erleichtert, dass sie es endlich wusste, andererseits tat es unheimlich weh. Sie hatte ihr Leben zerstört. Ihre Welt. Alles, woran sie geglaubt hatte. Sie war ein Junges, was nicht über solche Dinge Bescheid wissen sollte. Sie hatte eine glückliche Jungenzeit verdient, hatte ein glückliches Leben verdient. Das Beste vom Besten war gerade gut genug. Sie war ein Wunder, das ihr den Lebenswillen schenkte. Es hatte mehr als nur einen Tag gegeben, an dem sie darüber nachgedacht hatte, ob der Tod nicht eine Erlösung wäre. Doch es war immer wieder der Gedanke da gewesen, dass die Jungen sie brauchten. Ohne sie würden sie nie geboren. Und so hatte sie weitergemacht. Weitergelitten unter dem Schmerz, hatte weiter mit dem Tode gerungen, um stark zu sein. Wie oft hatte sie überlegt, sich in die Umarmung des Todes gleiten zu lassen…wären keine Jungen in ihrem Bauch gewachsen, sie hätte nicht gezögert. Doch da waren Jungen. Und eines davon lebte noch, saß hier vor ihr und litt unter seiner Herkunft. Kurz blickte sie auf ihr Nest, in dem die Jungen ihres Vaters lagen und schlafen. Nur ein kurzer Blick, um sich zu überzeugen, dass alles in Ordnung war. Dann sah sie zurück auf Birnenjunges. Ihre hübsche kleine Tochter, geplagt von ihrem Vater…das durfte nicht passieren. Die Wunden, die er in ihren Körper geschlagen hatte, waren alle verheilt. Doch die Wunden ihrer Seele waren das nicht. Und teilweise würden sie wohl niemals gänzlich verschwinden, immer würde eine Narbe bleiben. Ein Teil ihrer Persönlichkeit, der herausgerissen worden war wie ein Stück Fleisch…





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Sonnenpfote
Schülerin von Brombeerfrost, Gefährtin von Opalkralle | 10 Monde
ERWÄHNT: TEXT EINGEBEN
ANGESPROCHEN: TEXT EINGEBEN


Sonnenpfote war mit Salzpfote hinausgegangen. Sie war erleichtert gewesen, dass sie nichts zu Opalkralle hatte sagen müssen. Er war ein gutaussehender Kater, ja, aber sie hasste es, in seiner Nähe zu sein. Sie hasste es, seine Gefährtin zu sein. Sie hätte in dieser Hinsicht gerne mit Salzpfote getauscht. Sollte sie Opalkralle doch haben, er bedeutete ihr nichts. Absolut gar nichts. Er war lästig und sie war nicht dumm. Salzpfote war durchaus hübscher als sie selbst, also warum war sie es, die nun die Gefährtin des Katers war? Einen Sinn hatte es in ihren Augen absolut nicht.
Sie lauschte Dornenblütes Ausführung und betrachtete den Fremden. Salzpfote erwähnte die Narben und die Kämpfe, die dieser Kater überstanden haben musste. „Er trägt auch nach außen, was er im Innern hat. Anders als die Kater unseres Clans“, miaute Sonnenpfote leise. So leise, dass unklar war, ob Salzpfote sie verstand, aber sicher war, dass weder Rindenfeuer, Dornenblüte noch Mausepfote es hörten. Sonnenpfote ging es nicht darum, sich zu verbergen. Es war vielmehr die Anwesenheit eines Katers, die Unbehagen in ihr auslöste. Jedoch könnte man ihre Worte auch so aufgreifen, dass sie von inneren Verletzungen sprach, seelischem Leid. Ihr ging es jedoch um die Schauderhaftigkeit des männlichen Geschlechts. Niemand würde diesem Kater trauen, denn er trug es offen zur Schau. Opalkralle wiederum war ein schöner Kater, stets freundlich und hilfsbereit. Mit einer dunklen Seite, die er nur wenigen zeigte. Ihr hatte er sie gezeigt. Sie wusste, dass sie ihm nicht hatte trauen dürfen. Und beinahe hätte sie damit begonnen...doch dann hatte er sie erpresst. Ihm war klar, dass er sie anders nicht bekommen würde. Und er hatte es getan. Und nun war sie sein Eigentum.
Sie folgte Salzpfotes Blick. Etwas in ihr hegte mitunter einen Groll gegen die Schülerin. Sie konnte es gar nicht benennen, aber ihr Interesse für Opalkralle war Sonnenpfote nicht entgangen. Immer wieder schaute sie zu diesem hin, sie hatte sie nach ihm gefragt...und die Schülerin kam sich benutzt vor. Als benötigte die andere sie, um Informationen über Opalkralle zu sammeln, um ihn ihr auszuspannen. Wogegen sie eigentlich nichts gehabt hätte, er könnte liebend gern aus ihrem Leben gestrichen werden. Vielmehr behagte ihr das mangelnde Ehrgefühl Salzpfotes nicht. Jemanden auszunutzen war nicht in Ordnung. Und daher war es ihr auch nicht recht. Aber sie war sich nicht ganz sicher. Und sie wollte niemanden verurteilen. Immerhin gab es wenige, die nett zu ihr waren. Die meisten mieden sie, weil sie mit ihren Ansichten über Kater nicht konform gingen. Sollten sie doch alle glauben, was sie wollten!
Die Katzen kamen wieder aus dem Bau heraus und brachten den Fremden zu Butterblume. Sie fühlte sich sicherlich unwohl und hätte gern mit jemand anderem getauscht. Auch Sonnenpfote hätte keine Lust, ihre Zeit mit dem Streuner zu verbringen. Doch hätte sie nicht direkt Angst, es wäre eher der Hass, der sie dann umtreiben würde. Und das war dem Clan nicht dienlich. Butterblume war aber eine so nette Kätzin, sie könnte den Fremden unmöglich verärgern. Daher würde er ihr wohl auch nichts tun. „Sie ist ja nicht allein mit ihm. Der Clan ist ja da“, miaute Sonnenpfote als Salzpfote verkündete, sie wolle bestimmt nicht mit dem Kater allein sein. Wegen seines Äußeren? Da war er doch nicht schlechter als die anderen. Gut, er war nicht gerade schön durch seine ganzen Narben und so, aber was sollte es schon? Das bedeutete nicht zwangsläufig, dass er charakterlich schlechter war als der Durchschnitt ihres Clans. Da waren nämlich einige verwerfliche Kater dabei.
Jaguarstern rief nun Schneepfote zu sich und als dieser voller Tatendrang zu Opalkralle lief, war Sonnenpfote erleichtert. Das bedeutete, dass sie heute Nacht Ruhe vor dem Kater haben würde, dass sie vielleicht sogar länger nicht in seiner Nähe sein musste. Ganz anders erging es der Schülerin neben ihr, doch Sternenclan sei Dank erahnte Sonnenpfote nichts...



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BeitragThema: Re: Lager des DonnerClans!   Sa 23 Jun - 16:21

Knotenpelz
Die Kätzin war noch immer verstört wegen der Nachricht das sie Junge erwarten würde. Sie sah zwar dem Treiben im Lager zu, aber bekam es doch nicht so mit. Sie freute sich Junge zu bekommen, aber sie hatte auch Angst, was würde passieren wenn jemand erfuhr das diese Jungen von ihrer Liebe aus dem Wind-Clan waren? Sie kniff die Augen trotzig zusammen. Das sollte ihr doch egal sein! Sie schnaubte und zuckte mit dem Schweif. Was sollte schon gesagt werden? Sie würden im Donner-Clan aufwachsen, auch wenn es der Kätzin gegen den Strich ging, das würde genügen und es würde auch keiner erfahren und Ende der Rede. Sie seufzte leise und sah sich wieder im Lager um, was auch immer heute noch passieren würde, sie würde sich dafür nicht weiter interessieren.
Ihre Aufgabe bestand nun darin ihre Jungen zu schützen, auch wenn sie noch nicht geboren waren. Sie blinzelte und erhob sich, sie wollte sich etwas im Kriegerbau ausruhen.


Koijunges
Maunzend lag es in dem Nest. Sie hatte Hunger und wollte Milch. Langsam hob die kleine Kätzin ihren Kopf und miaute leise ehe sie verstummte. Wo war ihre Mutter? Sie war weg. Sie roch einen vertrauten und doch fremden Geruch. Eine Katze die sie zu sich genommen hatte, sie roch aber so anders als ihre Mutter, doch roch sie auch nach Milch. Ihre kleine Schnauze senkte sich wieder und sie fing an zu hiksen. Sie hatte einen Schluckauf bekommen. Sie zuckte mit dem kleinen Schweif und ihr kleiner Kopf ruckte leicht.
Das war ungewohnt, aber sie hatte das Gefühl das es noch mal passieren würde in ihrer Zukunft. Sie miaute wieder leise, doch dieses mal wurde es durch einen Hickser unterbrochen. Sie war verwirrt, warum war es noch immer da? Sie hatte zwar Hunger, war aber auch unbeschreiblich müde und wünschte sich Wärme. Sie kuschelte sich tiefer in das Nest und maunzte noch mal leise, ehe sie dann ruhig atmete und einschlief.


Shaldon Cooper ist ein Windelpuper xD [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
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BeitragThema: Re: Lager des DonnerClans!   So 24 Jun - 17:10

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Honigjunges
Junges von Mondschatten, Schwester von Staubjunges und Koijunges, Ziehtochter von ihrer Halbschwester Sandpfote, Ziehschwester von Birnenjunges | neugeboren
ERWÄHNT: Sandpfote, Staubjunges, Koijunges, Mondschatten
ANGESPROCHEN: /

Honigjunges lag bei ihren Geschwistern. Sie schlief tief und fest, den Schlaf, der Jungen eigen war. Sie träumte nichts bestimmtes, alles war diffus um sie herum. So wie die Welt, in die sie hineingeboren worden war. Alles war kalt gewesen. Und nicht besonders angenehm. Aber so war es nun einmal. Bald darauf war die Kälte gegangen. Der Hunger. Da war eine Berühung gewesen, liebevoll. Das hatte sie gespürt. Sie kannte zwar noch nicht viel von dieser Welt, aber dieses Gefühl war so stark gewesen, dass das Junge es unmittelbar verstanden hatte.
Sie hatte keine Ahnung, wer es gewesen war, der sie berührte, sie nährte und an deren Bauch sie eingeschlafen war, aber sie wusste, dass ihr Herz für diese Katze schlug. Sie war ihre Mama, davon war sie überzeugt. Instinktiv wusste sie es. Dass sie dieses Gefühl nur ihrer Mama gegenüberbringen konnte. So wie sie die anderen Körper um sich herum noch nicht einordnen konnte, aber die dennoch wichtig für sie waren. Noch hatte ihre Welt keine Farben, keine Geräusche, sie bestand aus Gerüchen und Gefühlen. Aus Berührungen und Ertasten. Mit der Zeit würde sich das ändern. Ihre Welt würde sich erweitern. Würde bunt werden, laut. Sie würde verstehen lernen, Reden lernen, sie würde laufen und springen, nicht nur über den Boden kriechen. Ihr Leben lag vor ihr. Viele Möglichkeiten, viele Wege. Und es konnte niemand voraussagen, was sie erleben würde. Was sie daraus machen würde, welche Hindernisse sie haben und überwinden könnte.
Doch jetzt lag das kleine, braune Junge einfach nur zwischen seinen Geschwistern. Es schlief tief und fest und verarbeitete die ersten Eindrücke des Lebens. Sie wusste nicht, dass ihre leibliche Mutter sie verlassen hatte. Sie wusste nicht, dass Sandpfote ihre Halbschwester war, deenn für sie war das ihre Mutter. Auch wenn diese das vielleicht richtigstellen würde, an dem Gefühl änderte es nichts. Denn sie war von ihrer Geburt an für sie da gewesen, hatte sie gewärmt und ernährt, würde sie erziehen und ihr immer durchs Leben helfen.

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Rabenklaue
Ältester | 14 Jahre 8 Monde
ERWÄHNT: Sandpfote, Mondschatten
ANGESPROCHEN: Malvenpfote

Rabenklaue erzählte seine Geschichte, die seiner Kinder, seiner Liebsten. Er erzählte sie mitsamt seiner Gefühle, mitsamt seiner Liebe und mitsamt seines Schmerzes. Es waren nicht diese Gefühle, die man vor jungen Katzen verbergen sollte. Es waren die Gräueltaten, die er erlebte, die er sah, die er abschwächte oder ungesagt ließ. Und er tat es aus gutem Grund. Man brauchte keine Details, um zu lernen, dass das Leben nicht immer fair war. Man brauchte sie nicht, um Treue zu verstehen oder Liebe, Verachtung oder Leid.
Mal klang seine Stimme stark, im nächsten war sie voller Liebe oder voller Schmerz. Doch immer blieb ein leichtes Zittern in ihr. Er war nicht mehr so stark wie einst. Er spürte seine Sinne weichen, seinen Körper schwächer werden. Er war alt. Sehr alt. Nur wenige Katzen erreichten sein Alter, die meisten ließen bereits vorher ihr Leben. Er hätte Glück gehabt, wenn seine Gefährtin noch bei ihm gewesen wäre und diese Zeit mit ihr gewesen wäre. Doch die längste Zeit seines Lebens war er allein oder in Trauer. Schon als Junges war er nicht vom Ernst des Lebens verschont geblieben. Das Leben hatte ihn nie belogen. Es war so gekommen, wie es wollte, hatte sich nicht hinter einer Maske aus Freundlichkeit verborgen oder gar alles als gerecht vorgestellt. Nein, es war wie ein Schlag über ihn gekommen und hatte ihm alles genommen, was er liebte. Nur sein Leben, das hatte er behalten.
Malvenpfote versuchte, ihn zu trösten. Doch es gab keinen Trost für ihn. Es brachte seine Lieben nicht wieder zurück.
Er war froh, als er auf ihre Fragen eingehen konnte. Dass Mentoren und Schüler nicht zusammensein sollten, dass Schülerinnen nicht zu Königinnen werden sollten. Er wusste es, hatte stets danach gelebt. Seine Gefährtin war einst seine Schülerin, doch zwischen ihnen kam es zu nichts ehe sie zur Kriegerin ernannt wurde. Es war rechtens. Nach ihrer Ausbildung hatte niemand etwas dazu gesagt, denn alle hatten sie den ehrbaren Rabenklaue gekannt, der er war.
Es gibt im Leben Katzen, die dir etwas gutes wollen, und es gibt solche, die nur anderen schaden. Aufgrund eines solchen Katers ist Sandpfote in der Kinderstube. Sie wurde überfallen und rang mit dem Tode, doch sie hat ihn überwunden. Niemand rechnet es ihr negativ an, denn sie trifft keine Schuld. Allerdings wird sie später viele Probleme haben, einen Gefährten zu finden, fürchte ich“, miaute der alte Kater und seufzte. Das Leben war niemals fair zu denen, die er liebte. Warum hatte nicht eine einzige Katze seines Blutes Frieden finden können? Glück? Warum war alles so unendlich schwer...?
Die Frage schien Malvenpfote mehr zu beschäftigen, als sie preisgeben wollte. Sie war keine besonders gute Schauspielerin, er sah es ihr an und doch fragte er nicht danach. Sie würde es ihm erzählen, wenn sie seinen Rat brauchte und bereit dazu war. Und bis dahin würde er warten. Er hatte nun so viel Zeit damit verbracht, auf seinen Tod zu warten, dass er es sich nicht vorstellen konnte, jetzt damit aufzuhören. Zwar merkte er instinktiv, dass ihm nicht mehr viel Zeit blieb, doch er rechnete nicht damit, wie wenig es eigentlich noch war. Dass er schon bald wieder vereint sein würde mit seiner Familie, mit seiner großen Liebe, seinen Töchtern und seinen Enkeln, seiner Schwester und seinem besten Freund. Das, wonach er sich schon so lange sehnte...
Zeit...er hatte mehr als genug davon gehabt. Doch nun rann sie durch die Uhr, wurde mit einem Mal knapp. Etwas trieb ihn um, es tat ihm gut, seine Geschichte an diese junge Katze weiterzugeben, als wäre es seine Aufgabe, als hätte er in seinem Leben nur noch darauf gewartet.
Malvenpfote ging nun wieder auf die Geschichte ein. Sie fragte nach Dornenfrost und der alte Kater seufzte. „Nun, man erkennt nicht immer, wie schwarz das Herz einer Katze ist. Und das von Dornenfrost war schwärzer als die Nacht. Als er den Streuner auf den Donnerweg trieb, ging es ihm nicht nur darum, Zedernherz für sich zu beanspruchen. Es ging auch darum, ihr zu zeigen, dass er mehr Macht hat, dass er derjenige ist, der die Entscheidungen trifft. Und er hat für sie entschieden“, miaute der Kater mit erstaunlich ruhiger Stimme. Wie er das schaffte, konnte er selbst nicht sagen. Denn er hatte es sich nie verziehen, nicht rechtzeitig dagewesen zu sein. Dass er auf diese Patrouille gegangen war, dass er nicht bei ihr war, als sie den schwersten Kampf ihres Lebens focht. Hingerichtet von einem Kater aus dem eigenen Clan...eine Schandtat, eine Gräueltat. Etwas, was niemand erwarten sollte, was niemand erleben sollte. Und seine kleine, zarte Tochter hatte es erlebt...nur, um dann zu sterben.
Er war erleichtert, als Malvenpfote nun nach Erlenpfote fragte. Doch auch diese Geschichte hatte kein gutes Ende genommen. Zumindest kein eindeutig gutes...es war durchwachsen. „Nun...sie war eine wunderbare Katze. Bei der Schlacht gegen die Verbannten starb ihr Vater, was sie sehr mitnahm. Damals war sie gerade Kriegerin geworden. Regensturm hat sie zu einer wunderbaren Kriegerin gemacht. Kurz darauf erhielten Regensturm und ich unsere letzten Schüler. Donnerpfote und Rauchpfote, Geschwister. Es war auch eigentlich alles normal. Doch einmal trafen wir uns unterwegs, da konnten Rauchpfote und ich sehen, wie ein Krieger unseres Clans Regensturm tötete und Donnerpfote angriff. Wir eskortieren ihn ins Lager, er wurde verbannt. So fand mein bester Freund und Bruder seinen Tod, ermordet von einem Clangefährten. Es war schwer für mich...und auch für meine Enkelin. Erlenwind war sehr traurig, sie war deprimiert und niedergeschlagen. Doch dann lernte sie Mondschatten und seine Tochter Sandjunges kennen. Die beiden lernten einander lieben, nachdem Mausepelz verschwunden war, Erlenwind wurde wie eine neue Mutter für Sandjunges. Und die kleine Sandjunges wurde zu meiner Urenkelin...irgendwie. Und beinahe hätte meine kleine Erlenwind ihr Glück gefunden. Sie erwartete Junge, Junge der Liebe. Und Mondschatten war an ihrer Seite. Doch bei der Geburt verloren sie und die Jungen ihr Leben. Niemand konnte etwas tun...“ Rabenklaue endete seine Geschichte. Viel mehr war nicht geschehen. Außer das, was Sandpfote widerfahren war. Aber das war ihre Geschichte, er hatte nicht das Recht, alles über sie preiszugeben. Er liebte sie, als gehörte sie zur Familie. Sie tat es auch, selbst wenn sein Blut nicht in dem ihren floss. „Der Fortbestand meiner Linie ist verloren. Doch die meines Herzens nicht“, meinte er abschließend. Er fühlte sich erschöpft, ermattet. Als wäre er alt. Und das war er. Ein sanftes Lächeln trat in seine Augen, doch der Schmerz in seinem Herzen blieb.



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BeitragThema: Re: Lager des DonnerClans!   Mo 9 Jul - 17:01

Es stürmte und regnete noch immer. Doch Malvenpfote befand sich in Sicherheit und in der Obhut des Ältesten Rabenklaue. Die beiden lagen im Bau der Ältesten und die Schülerin lauschte der Lebensgeschichte des alten Katers. Längst vergessen war der Augenblick, in dem die getigerte Kätzin voller Angst vor dem Unwetter in den Bau der Ältesten gesprungen war. Ebenso war das Unwetter lange vergessen. Wichtig waren nur die Worte, die aus Rabenklaues Mund kamen und die Malvenpfote so faszinierend fand, wie einen schönen Traum. Sie war sehr interessiert an der Geschichte des Katers. Vielleicht lag es daran, dass sie noch nie die Lebensgeschichte eines Ältesten gehört hatte oder lag es primär an Rabenklaue? Der Kater war wirklich sehr sympathisch und zu seinen Glanzzeiten bestimmt ein sehr guter Krieger, da war sich das rot getigerte Kätzchen sicher. Wie gerne sie selbst in die Vergangenheit anderer Katzen blicken würde. Rabenklaues Geschichte aus seinen eigenen Augen zu sehen war bestimmt etwas viel faszinierenderes, als wenn er sie ihr nur erzählte. Das sehen, was er damals sah, aber es war unvorstellbar.
Als es um Liebe ging und darum, dass Schüler keine Jungen bekommen sollten, musste Malvenpfote an Sandpfote und ihr Junges Birnenjunges denken. Rabenklaue wusste scheinbar genau, was der anderen Schülerin geschehen war, denn er berichtete dass sie von einem Kater überfallen worden und beinahe gestorben war. Malvenpfote war damals noch zu jung gewesen und es hatte sie vermutlich nicht interessiert, weshalb sie das ganze Drama um Sandpfote nicht mitbekommen hatte oder sich kaum daran erinnerte. So, wie der Kater es erzählte, tat Sandpfote ihr auf einmal unendlich leid. 'Wenn das Unwetter aufgehört hat, werde ich ihr mal einen Besuch in der Kinderstube abstatten!', entschied sich das Kätzchen, das sich daran erinnerte, mit Sandpfote und ihrem Jungen einmal draußen gewesen zu sein. Damals, als sie noch Malvenjunges hieß. Es war der Tag gewesen, als sie zur Schülerin wurde. Damals wurde sie zur Schülerin gemacht, ohne überhaupt im Lager anwesend gewesen zu sein. Zudem noch viel zu früh, da sie damals noch keine 6 Monde alt war.
Dann erzählte Rabenklaue die Sache mit Dornenfrost. Es versetzte Malvenpfote in rage. Solch eine Wut hatte sie in ihrem Leben noch nie verspürt, obwohl sie doch nie feindselig gegenüber anderen war und niemals eine andere Katze verletzten würde, verletzen könnte! Doch Rabenklaue blieb ganz ruhig, während er weiter sprach und diese Ruhe brachte nun auch wieder die Schülerin zum ruhiger werden. Sie musste auch nicht aus der Haut fahren wegen einer Sache, die schon Monde und Blattwechsel in der Vergangenheit lag. Ungeschehen oder verändern konnte sie die Vergangenheit ohnehin nicht mehr. Was für Rabenklaue ziemlich schade war. Wie gerne Malvenpfote dem Kater ein schöneres Leben gewünscht hätte! Doch vermutlich war er dennoch glücklich und es hätte ja auch noch viel schlimmer kommen können.
Zuletzt hatte Malvenpfote nach Regensturm und Erlenpfote gefragt. Immerhin wollte sie ja wissen, was aus diesen beiden Katzen wurde und wie ihre Leben beendet wurden. Sie hoffte noch immer, dass Regensturm einfach nur früher gestorben war, als Rabenklaue. Doch der Älteste machte ihre schöne Vorstellung zunichte, als er ihr erklärte, wie sein bester Freund von einem Clangefährten ermordet wurde. Malvenpfote wusste nicht, was sie sagen sollte. Sie war sprachlos und maßlos erschüttert von der Situation. Immer hatte sie geglaubt, der Clan gebe einem Rückhalt und einen Zufluchtsort. Ein Ort, an dem man sich immer und auf ewig wohlfühlen konnte. Doch was sie hier von dem Ältesten hörte, war das Gegenteil ihrer tollen Vorstellung. Es gab nicht nur Gutes, sondern auch Böses. Natürlich wusste sie das, aber bisher hätte sie keine ihrer Clankameraden als etwas Böses betiteln können. Oder etwa doch? Versteckte sich eine Katze hinter einer Fassade und war genau das Gegenteil von dem, was es zu sein vorgab?
Rabenklaue riss die Kätzin jedoch aus den Gedanken, als er wieder über seine Ekeltochter sprach. Die Schülerin konnte nachempfinden, wie schwer es für diese Familie gewesen war. Doch sie war erleichtert, als Erlenwind schließlich wieder einen Kater kennen lernte. Mondschatten und Sand... Warte was? 'Mondschatten... Und SandJUNGES? Also Sandpfote? Rabenklaue meinte doch Sandpfote, oder etwa nicht? Das bedeutete, indirekt war Sandpfote seine Urenkelin, wiederrum Birnenjunges seine Ururenkelin?', dachte sie fasziniert und war sofort etwas erleichterter, denn somit gab es immerhin noch zwei Katzen, die auf die ein oder andere Weise mit ihm Verwandt waren. Denn er sprach nun auch von dem Tod seiner Enkelin Erlenwind, die bei der Geburt ihrer Jungen mit Mondschatten verstarb, ebenso ihre Jungen waren gestorben. Es war in der Tat eine sehr traurige Angelegenheit und eine wirklich traurige Geschichte, die Rabenklaue als seine Lebensgeschichte betiteln konnte.
"Also ist Sandpfote quasi deine Urenkelin und Birnenjunges deine Ururenkelin? Auch wenn sie natürlich nicht direkt mit Blut mit dir verbunden sind... Aber sie werden dennoch zu deiner Familie gehören!", miaute Malvenpfote und ein Schnurren stieß sich den Weg durch ihren Hals. "Ich selbst habe hier im Clan niemanden, der mit mir Blutsverwandt ist. Aber ich denke, ich werde im Laufe der Zeit bestimmt viele Katzen kennen lernen, die ich als Teil meiner Familie ansehen werde. Auch wenn wir nicht dasselbe Blut tragen, so kann man dennoch eine Familie sein." Die kleine rot getigerte Kätzin blickte den Ältesten aufrichtig an. Wusste Birnenjunges, wer Rabenklaue war? Sandpfote wusste es mit Sicherheit, sie erinnerte sich garantiert, aber hatte es irgendjemand Birnenjunges erzählt? Auch wenn sie nicht Blutsverwandt waren, so hatte Birnenjunges dennoch einen Ururgroßvater. Sie selbst hätte auch gerne Verwandtschaft im Clan. Am Liebsten hätte sie sogar Rabenklaue als Großvater. Er war ein wirklich bewundernswerter alter Krieger. "Ich wünschte du wärst mein Opa!", schnurrte die kleine Schülerin und schnurrte glücklich.



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BeitragThema: Re: Lager des DonnerClans!   Mi 11 Jul - 8:27

Buchenmond


[size=40]Mit unbewegtem Blick beobachtete Buchenmond das Geschehen. Die kurze Verwunderung, die er eben noch verspürt hatte, war nun wieder verschwunden und die altbekannte Taubheit nahm wieder von ihm Besitz. Er verspürte keine Angst, nicht so wie die vielen anderen Katzen in diesem Clan. Und dass, obwohl er wusste, was ein solcher Kater anrichten konnte. In seiner Vergangenheit war er schon vielen finsteren Gestalten begegnet und er hatte schnell gelernt, wann man rennen sollte. Jetzt wäre er vermutlich schon längst über alle Berge, da er eh nie wirklich etwas gehabt hätte, für das sich das Kämpfen lohnen würde. Außer in der Zeit, in der er mit Erebor zusammen war. Und jetzt, wo er beim DonnerClan war, musste er auch bleiben. Der SternenClan hatte ihn hierher geführt und er durfte die Ahnen nicht enttäuschen. [/size]
Selbst wenn er sich noch nicht wirklich für ein Teil des Clans hielt, er noch nicht dieses Gefühl der Loyalität und Verbundenheit fühlte, das er aus dem WisperClan gewohnt war. Er war nicht die Art von Kater, die auf andere offen zuging, mit ihnen scherzte und sich so schnell einen Platz in ihrem Herzen sicherte. Vielleicht war das auch der Grund für das Misstrauen und die unbehaglichen Blicke, die er ab und zu noch abbekam.
Seine Aufmerksamkeit wurde wieder auf Eichenjunges gelenkt, der komischerweise es immer noch versuchte, mit ihm Kontakt aufzunehmen.
"Ich weiß es nicht genau", antwortete der Heiler vage. Jaguarsterns Handelsweise erschloss sich ihm nicht ganz, auch wenn sie Früchte zu tragen schien. Der Streuner wurde bei einer Kriegerin abgeliefert und trotz seiner Wildheit machte er nicht den Eindruck, als ob er sie gleich anfallen würde.
Sein Blick fiel wieder auf das Junge neben sich und der Kater fragte sich plötzlich, ob Eichenjunges wohl Angst hatte. Eigentlich wirkte er eher neugierig und an der Situation interessiert, obwohl diese durchaus beängstigend war. Vor allem wenn man nicht wusste, was genau vor sich ging. Viele der Krieger und Schüler schienen sehr verunsichert, wirkten unruhig und redeten mit ihren Nachbarn. Vielleicht war dies eine gute Möglichkeit, um Kontakte zu knüpfen. Aber Buchenmond blieb still sitzen und beobachtete stattdessen mit ernster Miene weiterhin den merkwürdigen Streuner.

Birnenjunges


Die liebevollen Worte von Sandpfote lösten gemischte Gefühle in Birnenjunges aus. Zum einen gaben sie ihr ein Stück der Sicherheit zurück, die sie immer in der Nähe ihrer Mutter empfand. Denn auch wenn ihr erster Impuls war, sich emotional zu verkriechen und auf Abstand zu gehen, brauchte sie diese Liebe. Doch da war immer noch der Fakt, dass die Liebe nicht existieren sollte. Nicht weil sie nicht liebenswert war, sondern schlichtweg einfach, weil es sie nicht geben sollte. Mit einem Mal kamen an die Erinnerungen an ihren Bruder zurück. Wie sie miteinander gespielt hatten, gerauft und sich beim Schlafen aneinander kuschelten. Und wie er dann plötzlich verschwand, um sich dem SternenClan anzuschließen. Sie war so traurig gewesen, als er weg war und sie hatte nie richtig verstanden, was mit ihm passiert war. Natürlich wusste sie schon was Sterben war, immerhin war sie nun vier Monde alt, also schon fast Schülerin, aber dass sie es wusste hieß noch lange nicht, dass sie es auch verstand. Vielleicht hätte sie einfach mit ihrem Bruder gehen sollen. Ob das alle Probleme gelöst hätte? Andererseits versicherte Sandpfote ihr auch immer wieder, dass sie das Beste war, was ihr passieren konnte und sie sie so lieb hatte.
Das Köpfchen der kleinen Kätzin brummte und sie blinzelte ein wenig verwirrt. Es waren zu viele Informationen in zu kurzer Zeit. 
"Ich hab dich lieb", miaute sie dann schließlich zögernd, als ihre Mutter ihr liebevoll über die Ohren leckte. Irgendwie glaubte sie, dass das jetzt der richtige Zeitpunkt war, um das zu sagen. 
"Lass uns nicht mehr darüber reden, okay?", fragte sie dann nach einer Weile. Das Thema war zwar noch lange nicht abgeschlossen und würde es auch vermutlich nie sein, aber es war für den Moment einfach zu viel. Sie brauchte eine Pause, brauchte Zeit, um ein wenig über das Erfahrene nachzudenken.

//sorry für die miese Qualität


Salzpfote & Malachit ^-^            
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Ein großes Danke an Blutseele und Honigfrost <3
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