Warrior Cats Online RPG
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 Unbestimmter Ort im Territorium

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BeitragThema: Re: Unbestimmter Ort im Territorium   Mo 30 Okt - 17:42

Elsterngold

Der Weg durch das Territorium war noch schlimmer, als Elsterngold es sich vorgestellt hatte. Der Boden war komplett aufgeweicht und es war schwer, Halt zu finden und nicht bei jedem Schritt auszurutschen. Besonders Wurzeln, die unter Blättern versteckt haben, entpuppten sich als sehr tückisch. Der immer weiter fallende und nicht aufhörende Regen machte es auch nicht leichter. Das sonst recht solide Dach aus Baumkronen wurde vom starken Wind aufgebrochen und ließ die Wassermassen gnadenlos auf die beiden Katzen niedersausen. Ab und zu stürzte ein Ast herunter und zerbarst mit einem lauten Geräusch auf dem Boden. Elsterngold war jedoch schnell und konnte ihnen immer rechtzeitig ausweichen. Trotzdem verfluchte er Jaguarstern in seinen Gedanken. Es war ein ziemlich hoffnungsloses Unterfangen, da sie ja überhaupt keinen Anhaltspunkt hatten, wo Silberlicht jagte. Sie konnten überall sein und der Regen hatte jede Spuren weg gewaschen.
Mit jedem Herzschlag, der verging, wuchs der Missmut und der Hass auf diese dumme Kätzin, die es nicht schaffte, alleine den Weg nach Hause zu finden. Aber gleichzeitig stieg auch der Ehrgeiz und der Wille, sie unbedingt finden zu wollen. Ab und zu warf er Braunschatten Blicke zu, um sich zu vergewissern, dass alles in Ordnung war, sagte aber nichts. Ihm war gerade nicht nach Smalltalk.
Als er plötzlich den Geruch nach DonnerClankatzen in der Nähe vernahm, blieb er stehen und sah sich prüfend um
Silberlicht?“, rief er fragend. Wie hieß noch ein Mal ihre dumme Schülerin? Er konnte sich nicht erinnern. „Seid ihr da?“, fügte er noch hinzu und kam sich ziemlich dämlich vor, wie er da die Luft anschrie. Hoffentlich spielten seine Sinne ihm keinen Streich, was leicht passieren könnte, wenn man bedachte, dass es hier überall irgendwie nach DonnerClan roch.
Sie haben sich bestimmt untergestellt“, meinte er in Richtung Braunschatten, obwohl dieser diese Schlussfolgerung sicher auch schon gemacht hatte. Elsterngolds Pelz klebte ihm am Körper und er hoffte inständig, dass Silberlicht, sollte sie hier sein, ihn gehört hatte und aus ihrem Versteck kommen. Er hatte keine Lust, noch länger hier im Regen herumzustehen.


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Zuletzt von Lavendelwind am Mi 30 Mai - 17:44 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Unbestimmter Ort im Territorium   Mo 30 Apr - 1:55

Goldtatze hat den Unterschlupf der anderen erreicht. Im Geäst kracht und knackt es immer wieder, Äste und Zweige stürzen zu Boden. Ein großer Ast schlägt unmittelbar neben dem Versteck der Kriegerinnen auf den Boden, die beide unmittelbar hervorkommen
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BeitragThema: Re: Unbestimmter Ort im Territorium   Do 3 Mai - 16:58

Silberlicht hockte neben ihrer Schwester unter einem Busch. Es war nicht schön hier draußen. Die beiden Schülerinnen waren in dem hohlen Baum gut untergebracht, doch für Sternschweif und sie sah das ganz anders aus. Nass bis auf die Knochen hockten sie unter dem Geäst, immer wieder knackte es bedrohlich und sie zuckte unwillkürlich zusammen. Sie schützte nichts vor einem herunterfallenden Ast oder Zweig, das Blattwerk eines Busches ist in dieser Hinsicht kein guter Schutz. Aber sie mussten damit Vorliebnehmen.
Sie hockten nun schon eine Weile und Silberlichts Gedanken drifteten ab. Sie dachte zuerst an Jaguarstern, was ein wohliges Gefühl in ihr auslöste. Er war so stark, so eindrucksvoll und mutig. Er war perfekt, er achtete sie und sie hatte das Gefühl, ihm etwas zu bedeuten. Natürlich ging es da nicht um Liebe...das wäre ja schwach. Aber sie hatte das Gefühl, dass er sie schwächer machte. Weil er ihr so wichtig war. Eigentlich hatte sie sich immer geschworen, sich nicht zu verlieben. Den Grund dafür hatte sie aber tief in sich verborgen. Sie erinnerte sich nicht mehr an die Erlebnisse ihrer frühen Jungenzeit. Hatte es verdrängt, doch geprägt hatte es sie trotzdem. Und würde sie sich jemals erinnern würde das alles ändern. Ihre Abneigung gegen Liebe würe für sie einen Sinn machen. Und sie könnte vielleicht endlich damit abschließen und es akzeptieren. So aber war es tief in ihr verborgen und konnte nicht ans Licht, weil sie es vehement nach unten drängte. Sternschweif hatte es nie mitbekommen. Und wenn Silberlicht die Wahl gehabt hätte, sie hätte lieber den Platz der Schwester innegehabt. Doch an all das erinnerte sie sich nicht.
Sie dachte an Eschenkralle, der ihr doch immer ein Freund gewesen war. Aber nun...mied er sie. Warum tat er das? Mochte er sie nicht mehr? Es gab wenige Katzen, die sie jemals an sich rangelassen hatte, er gehörte dazu. Kornblüte, ihre Großmutter, Sternschweif, ihre Schwester, und Eschenkralle, ihr Freund. Und inzwischen auch Jaguarstern, ihr Gefährte. Das waren alle. Und sie hätte niemals gedacht, dass eine dieser Katzen diese Verbindung nicht schätzte. Doch scheinbar war es so. Es tat ihr im Herzen weh, dass Eschenkralle sich wohl nicht für sie freute, dass sie glücklich war. Sie hatte den Kater wirklich gern und es traf sie mehr, als sie wollte. Eigentlich hatte sie für sich ja entschieden, dass sie niemals so sehr von jemandem abhängen wollte. Aber es klappte wohl nicht. Die Freundschaft hatten sie bereits als Junge geschlossen und sie hatte ihr immer viel bedeutet. Aber bei ihm schien das anders zu sein. Die schöne Kriegerin wollte da jetzt einfach nicht drüber nachdenken. Es tat zu weh. Also schob sie die Gedanken beiseite, so gut sie konnte. Versuchte, an etwas anderes zu denken. An ihre Großmutter vielleicht. Sie war so lieb und gut, es gab nichts an ihr auszusetzen. Beim letzten Mal hatte sie ihr erzählt, dass sie sich Sorgen um Rabenklaue machte. Der Kater war steinalt, es wäre jederzeit möglich, dass er starb. Aber Kornblüte schien Angst davor zu haben. Vielleicht, weil sie alle viel zu schnell in ihr riesiges Herz ließ...das musste ein anstrengendes Leben sein. Aber war das Schwäche? Herrje, all ihre festsitzenden Glaubensgrundsätze waren weg. Sie gerieten ins Wanken, weil sich ihr Körper veränderte. Sie hatte es noch niemandem gesagt. Und wusste auch nicht recht, wie sie das tun sollte. Zurück zu Kornblüte und ihrer Sorge um Rabenklaue. Rabenklaue war ein guter Kater, davon war Silberlicht überzeugt und daran gab es keinen Zweifel. Er war wohl auch ein guter Baugefährte und Freund. Zumindest schien Kornblüte ihn ja als solchen zu sehen. Hatte sie Angst, dass sie dann allein im Ältestenbau war? War es das? Das mochte schrecklich sein, aber es gab ja immer genug Katzen zum Reden...oder nicht? Sollte sie sie öfter besuchen?
Ein lautes Knacken über ihren Köpfen riss sie aus den Gedanken und sie sprang ohne zu überlegen auf und weg. Keine Sekunde zu früh landete sie unsanft im Matsch, während ein Ast nur knapp neben dem Platz landete, an dem sie eben noch gesessen hatte. Erschrocken sah sie zu Sternschweif, die mit ihr herausgesprungen war. Dann auf den Ast, der ihr Leben binnen weniger Augenblicke beenden könnte. Und auch das Leben, was in ihr war...es war mehr als knapp gewesen.



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BeitragThema: Re: Unbestimmter Ort im Territorium   Do 10 Mai - 21:27

Hibiskuspfote saß neben Klettenpfote in einem hohlen Baumstamm. Draußen tobte noch immer das Gewitter, vor dem die Katzen, bestehend aus zwei Kriegern und zwei Schülern, Schutz suchten mussten. Bei dem Akt in den hohlen Baumstamm zu klettern hatte sich Hibiskuspfote etwas an der einen Pfote verletzt, als sie abgerutscht war. Es brannte noch immer sehr und hatte kurz darauf auch angefangen heftig zu pochen. Doch die weiße Schülerin ließ sich davon nicht beirren. Das Auftreten tat weh, aber sterben würde sie daran definitiv nicht. Sie dachte an Eichenjunges. Daran, dass er bei Verletzungen instinktiv immer wusste, was zu tun war. 'Wäre er doch nur hier..!', wünschte sie sich und schloss zitternd vor Kälte ihre Augen. Die weiße Schülerin drückte sich nah an das Fell von Klettenpfote. Auch der anderen musste schrecklich kalt sein, so konnten sie sich gegenseitig aber wenigstens ein wenig wärmen.
Wie schön es doch wäre, wenn sie jetzt im Bau der Schüler wäre. Das Wetter war einfach grauenvoll und im Bau waren bestimmt alle anderen Schüler. Und das im einigermaßen Warmen und vor allem im Trockenen. Sehnlichst wünschte sich die junge Schülerin, sie wäre auch im Bau der Schüler. Stattdessen saß sie hier, neben Klettenpfote, und war sogar verletzt worden, wenn auch diese kleine Verletzung nicht ganz so schlimm war. Argwöhnisch betrachtete Hibiskuspfote ihre Vorderpfote, die nach wie vor pulsierte. War ihre Pfote ein wenig angeschwollen oder bildete sie sich das nur ein? Wie dem auch sei, am Wichtigsten war es nun auszuharren und darauf zu hoffen, dass das Unwetter bald schwächer wird, damit sie wieder zurück ins Lager gehen konnten.
Auf einmal gab es draußen ein lautes Geräusch, als wäre ein großer Ast herunter gestürzt und die weiße Schülerin vernahm die Bewegungen zweier Katzen. 'Oh nein!', dachte sie bestürzt und schaute mit klopfendem kleinen Herzen durch die Öffnung des hohlen Baumstammes nach draußen. Dort entdeckte sie ihre Mentorin und deren Schwester, die wohl gerade noch rechtzeitig zur Seite gesprungen waren, um dem Ast auszuweichen. "Alles okay bei euch?, miaute die Schülerin den zwei Kriegern entgegen und hoffte, sie hatten sich nicht auch noch verletzt. War ja schon schlimm genug, dass sie sich so tollpatschig angestellt hatte und sich hatte verletzen müssen. Doch augenscheinlich schien den beiden Kriegerinnen nichts zu fehlen, außer einem kleinen Schrecken. Seufzend blickte Hibiskuspfote hinauf in den dunklen Himmel und bekam einige Regentropfen ab. Wann es wohl endlich aufhören würde zu regnen? Ganz zu schweigen vom Donner und den ganzen Blitzen.


// 408 Wörter


Wenn ich nach 3 Tagen nicht im RPG antworte, schreibt mir zur Erinnerung bitte eine Pm![Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
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BeitragThema: Re: Unbestimmter Ort im Territorium   Mi 12 Sep - 16:01

Elsterngold

Zuerst hörte Elsterngold es gar nicht, doch gerade als er sich wieder umdrehen und weitergehen wollte, vernahm er die Antwort von Silberlicht. Zwar nur schwer durch den Regen zu hören, aber dennoch eindeutig da. Erleichterung durchfuhr ihn. Er hatte sich keine Sorgen um die Kätzin und ihre Schülerin gemacht, das auf keinen Fall, vielmehr hatte er befürchtet, noch länger nach ihr suchen zu müssen und dabei vielleicht auch noch von einem der herabfalllenden Äste getroffen zu werden. Auch in diesem Moment löste sich einer und schlug mit einem lauten Krachen auf dem Boden auf. Nicht unweit von der Stelle kam plötzlich Silberlicht mit ihrer Schülerin hervor, gefolgt von zwei anderen Katzen. Elsterngold runzelte verwirrt die Stirn. Hatte Jaguarstern erwähnt, dass es so viele sein würden? Und er sollte nun diese aufgescheuchten Weiber zurück ins Lager navigieren? Was für ein Spaß.
„Ich wurde geschickt, ihr sollt jetzt sofort mit mir nach Hause kommen!“, miaute er, als er sicher war, dass die anderen auf ihn aufmerksam geworden waren. Dann zögerte er kurz und fügte noch hinzu: „Ihr lebt doch noch alle, oder?“ Hätte ja sein können, dass es ursprünglich fünf gewesen waren. Aber Silberlicht lebte, das war alles, was wichtig war. Solange er die Kätzin unbeschadet zurück zu Jaguarstern bringen würde, ist alles gut.
„Das nächste mal, wenn ihr beschließt jagen zu gehen, schaut euch den Himmel an. Ihr seid die einzigen Mäusehirne, die das Lager verlassen haben“, meinte er dann noch in einem abschätzigen Tonfall, während er sich umdrehte und ungeduldig mit dem Ohr schnippte. Natürlich war es unfair, da man unter keinen Umständen vorhersehen konnte, dass so ein Unwetter auf sie zu kam, aber das war dem schwarzen Kater relativ egal. Er konnte sich einfach nicht diese Chance entgehen lassen, ihnen einen kleinen Hieb zu geben. Immerhin hätten sie gar nicht erst jagen gehen sollen, geschweige denn Schüler ausbilden. Andererseits waren diese auch nur Kätzinnen, weshalb es wohl nicht so tragisch war, dass sie nur eine mittelmäßige Ausbildung erhalten würden. Ihre Zukunft lag eh in der Kinderstube, wer musste da schon wissen, wie man eine Maus fing.
„Passt auf, wo ihr hintretet“, knurrte er dann und wartete, dass sie sich auf den Weg machten.

(gt. Lager des DonnerClans nachdem alle weg sind)


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BeitragThema: Re: Unbestimmter Ort im Territorium   Do 13 Sep - 16:57

Silberlichts Herz schlug ihr bis zum Hals. Es war mehr als nur knapp gewesen, es hätte ihr Ende sein können. Und auch das ihrer Schwester. Sie blickte zu Sternschweif und seufzte erleichtert, als sie erkannte, dass auch ihr nichts geschehen war. Sie selbst hatte einen kleineren Ast gespürt, der ihr für einen Moment den Atem raubte. Eine kleine Berührung, nicht besonders schmerzhaft, aber es machte den Schrecken noch stärker. Unwillkürlich krampfte sich ihr Bauch ein wenig zusammen. Die schöne Kriegerin war eigentlich niemand, der Angst hatte, sie war niemand, der zögerte oder sich von Gefühlen übermannen ließ…aber in diesem Moment hatte sie das Gefühl, dass etwas in ihr brach…
Sie hörte die Stimme ihrer Schülerin. Sie schnitt durch den Sturm und ließ sie kurz ihre Gedanken beruhigen. Silberlicht trug die Verantwortung für ihre beiden Schülerinnen, die sie in dem Baum untergebracht hatte. Dort waren sie sicher, aber sie selbst und auch ihre Schwester hatten nicht mehr hineingepasst. „Alles in Ordnung!“, erwiderte sie mit erstaunlich fester Stimme. Sie selbst hatte nicht gedacht, dass sie nun diese Beherrschung aufbringen könnte. Denn etwas stimmte nicht. Sie wusste nicht, was, aber irgendetwas war da.
Plötzlich hörte sie eine andere Stimme. Im ersten Moment erkannte sie sie nicht und hatte schon das Gefühl, sie müssten gleich gegen einen Streuner kämpfen. Immerhin war erst vor wenigen Tagen ein Streuner auf dem Boden des Donnerclans umgebracht worden. Wer sagte ihr, dass es nicht die Streuner waren, die nun sie angreifen würden?
Die Kriegerin war verwirrt von ihren Gedanken und Gefühlen. Diese Schwangerschaft machte sie zu einem Nervenbündel, etwas, was sie wie die Pest verachtete. Sie hatte sich immer geweigert, ihre Gefühle entscheiden zu lassen, denn sie wollte keine dieser Püppchen sein, die viel zu viel Angst zum Leben hatten. Nein, sie wollte stark sein, mutig. Nicht schwach. Auf keinen Fall würde sie schwach sein. Der Gedanke an die eigene Mutter kam auf, an den Vater, an die Verletzungen. Es waren wirre Gedanken, die Gedanken eines Jungen. Und so sehr sie sich auch zu erinnern versuchte, es gelang ihr nicht. Seit der Schwangerschaft quälten sie diese dämlichen Erinnerungen, kamen immer wieder hervorgekrochen und hinterließen ein ungutes Gefühl. Silberlicht hatte sich geweigert, sie wahrzunehmen, wenn sie des Nachts auf sie niederprasselten, doch nun schienen sie auch im wachen Zustand aufzutauchen. Sie hatte mit ihrer Schwester darüber reden wollen, doch nicht die rechten Worte gefunden. Sie hatte mit ihrer Großmutter Kornblüte reden wollen, doch sie wagte es nicht. Nicht aus Angst vor der Ältesten…sie wusste selbst nicht genau, warum. Mit Eschenkralle hätte sie sprechen können…aber der wollte sie ja nun nicht mehr. Der einzige, den sie jemals dicht an sich herangelassen hatte, hatte mit ihr gebrochen, weil sie mit dem stärksten Kater des Clans zusammen war. Sie verstand es nicht, hätte gerne mit ihm darüber gesprochen. Doch er war nicht da. Wütend über sich selbst grub sie ihre Krallen in den aufgeweichten Boden. Sie musste wieder zu sich selbst finden. Sie ignorierte das ungute Gefühl in ihrem Bauch, das seltsame Pochen, was da nicht hingehörte. Und lauschte angestrengt, ob sie noch einmal das Rufen hören würde. Tatsächlich war es so und dieses Mal konnte sie die Stimme von Elsternpranke erkennen. Scheinbar benebelten die Jungen nicht nur ihre Gedanken, sondern auch ihre Fähigkeiten. Ihre Selbstkontrolle wankte, als sie den Kater herankommen sah. Er war rabenschwarz, aber noch nie war er ihr so bedrohlich vorgekommen. Sonst war sie es, die mit ihren Reizen spielte, die vielleicht sogar ein wenig manipulierte…aber gerade spürte sie, wie sie in sich zusammensank. Allein durch seine Gestalt. Und sie schämte sich dafür. Die Scham war immens, sodass sie versuchte, sich nun extrem aufzurichten, um den ersten Eindruck vergessen zu machen. Glühender Schmerz zuckte durch ihren Bauch. Sie hielt inne, gab sich Mühe, sich nichts anmerken zu lassen. Es kam ihr zupass, dass der Regen wütete, dass man kaum etwas erkennen konnte, so würde Elsternpranke wenigstens das nicht sehen.
Als der Kater nun aber sprach, spürte sie einen Funken Zorn. Sie war eine Kriegerin, nicht nur irgendeine, sie war mutig, talentiert und die beste seiner Kriegerinnen, wie er betonte. Vertraute Jaguarstern ihr nicht? Hatte er Angst, sie würde ihn enttäuschen? Mit einem Mal verflog der Zorn und machte einer Angst Platz, dass sie ihrem Gefährten nicht genügen könnte. Dass sie zu schlecht für ihn war…aber wahrscheinlich war er nur in Sorge. Immerhin hatte er einen seiner treusten Krieger geschickt. Das war doch eigentlich nichts Schlimmes? Er sorgte sich um seine Gefährtin und seine Jungen, weil er sie liebte…und sie liebte ihn doch auch?
Ein erneuter Schmerz pulsierte in ihrem Bauch. Was sollte sie tun? War etwas mit den Jungen? Oder stand sie noch unter Schock? Sie musste nachsehen…sie brauchte Hilfe. Alleine konnte sie das nicht. Panik flammte in ihrem Herzen auf. Wenn sie seine Jungen nicht austragen könnte, würde er sie dann verlassen?
Elsternprankes Stimme riss sie aus ihren Gedanken. „Ja, wir leben noch alle.“, miaute sie mit fester Stimme. Es kostete sie viel Kraft, doch es gelang ihr und sie war beinahe schon ein wenig stolz auf sich. Wäre da nicht die Sache, die dringend untersucht werden musste.
Der Kater meinte noch etwas von wegen Mäusehirne. Als ob er selbst es besser gesehen hätte…Silberlicht konnte nicht anders, als die hübschen gelben Augen zu verdrehen.
„Hibiskuspfote, Klettenpfote, kommt raus. Wir sollen ins Lager zurück“, miaute sie in den Baum hinein und biss fest die Zähne zusammen, als sie sich wieder Elsternpranke zuwandte. „Hibiskuspfote ist verletzt. Hilf ihr bitte“, miaute sie mit zuckersüßer Stimme. Der Kater wusste, dass sie selbst guter Hoffnung war, jeder im Clan wusste es. Sie würde die Jungen des Anführers austragen, eine ungemeine Ehre. Und vielleicht hatte der Kater ja wirklich etwas für sie übrig…außer den Jungen. Als seine schwangere Gefährtin könnte der Krieger niemals von ihr verlangen, selbst die Schülerin zu stützen. Dabei hätte sie es gerne getan, doch der Schmerz schwoll an. Sie brauchte Hilfe. Und sie wollte bestimmt nicht Elsternpranke darum bitten! „Ich gehe derweil schon vor und sage Buchenmond Bescheid“, fügte sie an und wandte sich um, trabte los, kämpfte sich um Beherrschung bemüht vorwärts. Niemand sollte ihre Schwäche sehen…das hatten zu viele schon getan. Und sie wollte nicht schwach sein…nicht einmal vor ihrer Schwester!
Gt: Lager
1036



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Zuletzt von Aspentau am Mo 17 Sep - 23:35 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Unbestimmter Ort im Territorium   Sa 15 Sep - 18:49

Die weiße Schülerin saß zitternd neben Klettenpfote, die sich nah aneinander gelegt hatten, um sich irgendwie gegenseitig zu wärmen. Sie waren gemeinsam mit ihrer Mentorin Silberlicht und deren Schwester Sternschweif auf Patrouille gewesen und Hibiskuspfote durfte das erste Mal das Territorium außerhalb des Lagers sehen. Ausgerechnet dann war das Unwetter ausgebrochen und die kleine Patrouille aus den vier Katzen musste sich einen Unterschlupf suchen. Leider passten nur die beiden Schüler in den Baumstamm hinein und ausgerechnet Hibiskuspfote musste sich beim ersten Versuch hineinzuklettern verletzen.
Als es draußen einen lauten Schlag tat und ein Ast auf die beiden Kriegerinnen hinab fiel, fragte die kleine Weiße, ob alles in okay bei ihnen war. Glücklicherweise bestätigte Silberlicht, dass alles in Ordnung sei.
Die Schülerin selbst hörte das erste Rufen des Katers Elsterngold gar nicht. Lediglich Silberlicht nahm es leise wahr. Sie bemerkte die Anwesenheit des Katers erst, als Silberlicht ihm antwortete, dass sie alle noch am Leben waren.  Dann sprach die Mentorin ihre beiden Schüler an, sie sollen aus dem Baum heraus kommen. Hibiskuspfote folgte Klettenpfote, sie achtete darauf, ihre verletzte Pfote nicht zu beanspruchen, so hob sie diese hoch und humpelte auf drei Beinen zu den Kriegern in den Regen. Sie hörte noch, wie Silberlicht meinte, Elsterngold solle ihr helfen, Silberlicht selbst lief derweil schon los, um dem Heiler Bescheid zu geben. Unsicher blickte die Schülerin den Kater an. Musste er ihr wirklich helfen? Sie konnte doch bestimmt auch mit drei Pfoten ins Lager humpeln, nicht?
Die Schülerin fing an los zu humpeln, doch sie bemerkte schon direkt, dass sie es so nicht so weit, bis ins Forum, schaffen würde. Unsicher blickte sie den Krieger an. Sie wollte nicht schwach rüber kommen, doch auch nicht komplett auf Hilfe angewiesen sein. "Ist... es okay, wenn ich es erst selbst versuche? Also.. Du kannst mir ja helfen, wenn ich keine Kraft mehr habe, um auf drei Beinen zu humpeln.", miaute sie zögernd.
Die weiße Schülerin blickte zu Klettenpfote und humpelte gemeinsam mit ihr los. Der Krieger würde ihr hoffentlich helfen, wenn die Kraft es nicht mehr zuließ. Zum Glück war der Sturm nicht mehr so schlimm, wie er bei ihrer Ankunft war und so fiel es der Schülerin wesentlich leichter durch den Regen zu humpeln. Bedacht darauf, nicht auf dem schlammigen Boden auszurutschen.

go to: DonnerClan Lager

//Gott is der schlecht geworden... ;____;


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