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 Die Zweibeinerbrücke

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BeitragThema: Re: Die Zweibeinerbrücke   Sa 5 Sep - 21:36

Kohlenstaub sah seine Schülerin an und schnaubte. "Das verstehst du nicht! Du bist doch noch ein Junges... Er ist mit ihr gestorben, war nur noch körperlich da und wollte nicht mehr fressen vor Trauer! Und dann ist er gegangen und vielleicht könnte ich ihn wiederfinden, wenn ich mir nur genug Mühe geben würde!", stieß er aus. Mehr konnte er nicht sagen und wollte er auch nicht. Scheinbar war Herbstpfote noch nicht weit genug um ihn zu verstehen, obwohl sie ungewöhnlich klug war. Er wollte nicht streiten, aber auch nicht hinnehmen, dass es so einfach war, seinen Vater zu vergessen und nur noch seine guten Seiten in Erinnerung zu behalten. So leicht war das nicht. So wirklich kennengelernt hatte der Schwarze ihn nie, denn er war nur noch aus Pflichtbewusstsein am Leben geblieben. Frustriert wandte er sich ab und ließ das abrufbereite Grinsen über sein Gesicht wandern. Und dann drehte er sich zurück, um so zu tun, als hätte es all das nie gegeben, keine Wutausbrüche, keinen Zorn, nichts. Doch Herbstpfote legte erst so richtig los. Scheinbar hielt sie ihr eigenes SChicksal für das schlimmste, aber sie wusste nicht wirklich, was es hieß, jemanden zu verlieren. Die Kleine hatte bloß einen Traum, ein bloßes Wunschdenken aufgeben müssen, keine geliebte Katze... Jemanden, den man nur aus Erzählungen kannte, konnte man nicht lieben, nicht wirklich vermissen. "Herbstpfote", setzte er an, "Ich wage es nicht über die Toten zu richten, aber auch ich lebe wirklich. Heißt Leben für dich, dass man töten soll? Dann muss ich dir leider sagen, dass ich dich nicht ausbilden kann. Ich will dich nicht zu einer Mörderin machen müssen." Es klang ernst und irgendwie auch ein wenig sarkastisch, denn dieses halbe Junge da vor ihm wusste nur nicht, was es wollte. Doch er hatte aus ihrer Rede diese Schlüsse gezogen und wurde den Gedanken nicht los, das Bild, das sie abgeben würde: blutrote Pfoten auf hellem Fell auf dem Boden, ihre Zähne darin versenkt und in der Gewissheit versunken, dass sie mächtig war.
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BeitragThema: Re: Die Zweibeinerbrücke   Fr 18 Sep - 20:40

Herbstpfote

"Wenn er gegangen ist, dann ist er wohl gegangen, um zu sterben. Und behandle mich nicht wie ein Junges, du aufgeblasener Flohpelz!", miaute sie, als er meinte, dass er seinen Vater vielleicht gefunden hätte. Als er dann sein Grinsen wieder ins Gesicht holte, wurde sie wütend. Und dann auch noch seine Worte...das, was er da sagte, das entsprach in keinster Weise dem, was sie gesagt hatte.
"Du hältst dich für klug? Dann kann ich dir sagen, das tust du nicht! Denn das, was du da sagst, entspricht nicht einmal ansatzweise dem, was ich sagte! Du wirfst mir vor, ein Leben hätte mit Morden zu tun! Das denkst du doch nur, weil mein Vater ein Mörder war! Ja, das war er! Und es ist schade um alle, die durch ihn gestorben sind! Aber du sprichst ihm die Gefühle ab, die er hatte! Und das ist eine bodenlose Frechheit! Nun wirfst du mir vor, dass ich glaubte, ein Leben hinge damit zusammen! Das ist absoluter Irrsinn! Und du bist irre, wenn du soetwas glaubst! Vielleicht bist es du, der hier Probleme hat, nicht ich! Im Gegensatz zu dir habe ich die Verluste, die ich erlitten habe, verkraftet, wohingegen du als ach so erwachsener Krieger es scheinbar noch immer nicht verwunden hast!", fauchte sie ihn wütend an. Ihr Fell stellte sich auf und ihre Augen funkelten fast schon feindselig. Ja, wahrscheinlich könnte sie morden, wenn die Situation gekommen war...



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BeitragThema: Re: Die Zweibeinerbrücke   Sa 10 Okt - 21:37

Kohlenstaub schrie auf, als hätte sie ihn geschlagen oder gekratzt oder auf irgendeine andere Art schwer verletzt. Hatte sie. Sie hatte ausgesprochen, was niemand je sagte. Oft hatte jemand seinen alten Herren erwähnt, wenn er mit ihm gesprochen hatte. Du siehst ihm so ähnlich, der Charakter, eins zu eins derselbe, er und die Mutter - ein schönes Paar, wusste schon immer, dass es nicht so perfekt bleiben kann, habe sie geliebt. Jetzt, nach ihrem Tod hatten viele sie auf einmal geliebt, obwohl viele nie viel mit ihnen gesprochen hatten. Wie konnte das sein? Warum logen sie alle?
Auf jeden Fall war es viel schlimmer, es zu hören als selbst zu hören und dem Kater wurde sofort klar, warum niemand je gewagt hatte, ihm seine Hoffnungen zu nehmen. Das Blut toste in seinen Ohren und die Krallen bohrten sich schmerzhaft fest in den Boden, aber das war eines der letzten Mittel, seine Selbstbeherrschung zu erhalten, von der nicht mehr genug übrig war, um seinen sonst so dicken Pelz zu verstärken. "Du lügst, du kleines Miststück! Du kannst es nur nicht haben, dass ich noch jemanden haben könnte, während du alleine bist!", schrie er, weil seine Stimme mit wachsendem Zorn nicht leiser, sondern im Gegensatz zu der vieler anderer gewaltig wurde und zu grollen und zu dröhnen schien. "Und jetzt hör mal her, Schülerin! Du hast das Wort nicht verdient, den Namen nicht verdient, den man dir gegeben hat, wenn du es wagst, so mit einem Krieger zu sprechen. Oder mit irgendeiner Katze. Oder auch nur einer Maus! Niemand darf es wagen, jemanden als irre zu bezeichnen, der selbst so nah am Wahnsinn ist, dass eine Pfote die Grenze schon überschritten hat. Dein Vater ist mir so egal, das kannst du mir glauben, aber hör dir doch einmal selbst zu! Für wen, für was hältst du dich, Herbstpfote? Für weiser, klüger, reifer, für gut? Denk mal drüber nach!" Am Ende der Rede klang der Schwarze tatsächlich enttäuscht. Seine Schülerin war ganz anders als er gedacht hatte.
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BeitragThema: Re: Die Zweibeinerbrücke   Sa 10 Okt - 22:54

Herbstpfote

Die Schülerin beobachtete, wie mit einem Mal Wut aus ihm herausbrach. Scheinbar schlummerte in ihm mehr, als sie geglaubt hatte. Und es beeindruckte sie. Die Wut, die aus ihm sprach, wie er seinen Körper anspannte, um nicht gänzlich aus der Haut zu fahren.
Und auch, dass er sie beleidigte. Jeder andere wäre darüber wahrscheinlich so böse geworden, dass er nie wieder etwas mit ihm zu tun hätte haben wollen. Aber Herbstpfote fand es wirklich interessant, es zog sie auf seltsame Art und Weise an.
Sie kam durch seine Worte ein wenig wieder runter und scheinbar fiel ihm der Widerspruch in seinen Worten nicht auf. "Ich habe noch jemanden. Meine Schwester hat mich großgezogen und sie ist nicht die einzige, die ich habe. Ich bin nicht allein, ich war es nie und ich werde es auch nicht so schnell sein. Denn alleine ist man nur, wenn man die Augen nicht aufmacht. Und du bist auch ohne deinen Vater nicht allein. Du hast Freunde, die zu dir stehen. Und was willst du mehr? Einen Vater, der es nicht mehr aushält, zu leben? Den brauchst du nicht und er braucht dich nicht!", miaute sie mit einem Mal erstaunlich ruhig und ernst.
Es war verletzend, was er sagte, aber vielleicht war es gerade das, was sie in diesem Moment dazu brachte, zu warten. "Wie würdest du denn reagieren, wenn ich dich als Mörder bezeichene? Ich bin nicht mein Vater! Ich liebe ihn, aber ich will nicht sein wie er!", miaute sie dann ein wenig zischend und mit angelegten Ohren, aber man konnte ihr ansehen, dass es nicht aus bösartigkeit war, sondern einfach, weil es sie verletzte



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BeitragThema: Re: Die Zweibeinerbrücke   Sa 24 Okt - 22:01

Kohlenstaub schüttelte sich. Was war gerade geschehen, verdammt? Er hatte keine Ahnung, warum er so ausgerastet war. Es machte - im Nachhinein betrachtet - keinen Sinn, er war älter und hätte ruhig und gelassen reagieren müssen, nicht wie ein beleidigtes Junges. Und seine Schülerin hatte ein Talent dazu, die Sachen zu sagen, die wirklich schmerzten und die Seele in Stücke schlagen konnten. Ein Teil von ihm dachte boshaft: Von wem sie das wohl geerbt hat... Aber seine Zunge sagte etwas anderes. "Okay, du bist fies, das hast du bewiesen, und ich habe meinen Standpunkt klargemacht. Also vergessen wir das ganze hier und ich bringe dich jetzt ins Lager, wo du, wie versprochen, zu Luchssturm gehst und dich dann hinlegst, ja?"; miaute er betont kühl. Dann fügte er hinzu, bevor er sich bremsen konnte: "ES sei denn, du willst dich noch an einer Maus versuchen, damit wir etwas ins Lager tragen können." Ein Kompromiss. Nicht ganz offensichtlich, aber eine Art Wiedergutmachung für die Beleidigungen, doch er erwartete ebenfalls eine Entschuldigung. Dass sie ihn anfauchte, ignorierte der Schwarze einfach. Warum sollte er auch etwas tun? Es war ja nur ein kleines Kind, fast noch ein Junges ohne Erfahrung und echten Verstand, denn den musste man sich erarbeiten. Stattdessen redete er sich ein, es sei nicht wegen ihr, sondern nur, damit niemand sein Training für unsinnig hielt. Keiner sollte dem frischgebackenen Mentor seine Schülerin wegnehmen, denn auch wenn sein Zorn noch lange nicht verraucht war, war sie ihm mehr als nur sympathisch. Wäre sie älter, wären sie vielleicht Freunde geworden. Oder sogar mehr.

//Da kann sie ein bisschen dran knabbern. xD
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BeitragThema: Re: Die Zweibeinerbrücke   Do 5 Nov - 12:46

Herbstpfote beobachtete den Kater, er wirkte in diesem Moment irgendwie seltsam. Andere mochte soetwas abschrecken, aber sie nicht. Sie fand es interessant und wollte mehr darüber erfahren. Es schien ihr, als hätte er etwas anderes in seinem Kopf als die Worte, die er aussprach, als wäre da noch etwas, was er nicht sagen wollte.
Was er sagte erschien ihr irgendwie abschätzig, als würde er sie nicht so ernst nehmen wie sie es gern hätte, als würde er allein weil sie jünger war als er nichts auf ihre Worte geben. Doch dann bot er ihr doch noch an, sich an einer Maus zu versuchen.
Sie lächelte leicht und schnippte mit dem Schweif. Dann reckte sie ihr kleines Näschen in die Luft und versuchte, den Geruch einer Maus genau zu erkennen. Und tatsächlich konnte sie eine Maus entdecken, sie hatte sich den Geruch genau eingeprägt als Kohlenstaub eine Maus erlegt hatte und nun konnte ihr das wirklich helfen.
Die kleine Schülerin kauerte sich nieder, das Jagdkauern konnte sie bereits ein wenig, und schlich sich vorsichtig vorwärts. Sicher, es gab einiges, was man an ihrer Haltung kritisieren könnte, sie war unnötig anstrengend und somit nicht ökologisch, aber sie erfüllte dennoch ihre Funktion. Auch wenn man sie wirklich verändern sollte, denn auf Dauer würde diese Haltung Schäden herbeiführen.
Herbstpfote schlich sich näher, erblickte den kleinen graubraunen Körper der Maus, die fröhlich an einem kleinen Korn knusperte. Die Schülerin erstarrte.
Sie schloss einen Moment lang die Augen und dachte daran, was Sternenlicht ihr einst gesagt hatte. "Wir jagen nicht zur Freude, wir jagen, um zu leben. Wenn wir es nicht tun, sterben wir. Liebe nicht, zu töten, liebe, zu leben. Und dafür musst du töten"
Herbstpfote war sich sicher, dass ihre Schwester Recht hatte. Es würde ihr keine Freude bereiten, aber sie musste es tun. Also schlug sie die Augen wieder auf und holte ein letztes Mal Luft ehe sie zur Mörderin wurde. Sie sprang, erwischte die Maus und biss gezielt zu, damit sie nicht lange leiden musste. Als Junges hatte sie sich darauf gefreut, zu jagen, weil sie damit dem Clan dienen konnte, aber jetzt, da sie es getan hatte, fühlte sie sich schlecht. Eine Trauer bemächtigte sich ihrer, sie blickte die kleine Mäuseleiche an und schloss traurig die Augen. Es tut mir leid, kleine Maus.

Sie hob die Maus auf und legte sie ihrem Mentor vor die Pfoten. "Jetzt bin ich eine Mörderin", miaute sie ernst und wandte sich zum Gehen, ließ die Maus vor seinen Pfoten liegen.



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Zuletzt von Aspentau am Fr 6 Nov - 21:19 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Die Zweibeinerbrücke   Fr 6 Nov - 21:13

Luchssturm
<---Lager
Der Heiler kam angerannt. Der Spurt hatte ihm gut getan. Als er Kohlenstaub sah lächelte er traurig. "Kohlenstaub!", begrüsste er seinen alten Freund. Im ersten Moment war er viel zu sehr mit sich selber beschäftigt, als dass Kohlenstaub selber nicht in bester Verfassung war (Stimmt doch?). "Ist alles in Ordnung?", fragte Luchssturm nach einigen Sekunden. Langsam trat er zu Kohlenstaub und musterte ihn besorgt.


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BeitragThema: Re: Die Zweibeinerbrücke   Fr 6 Nov - 21:43

//Ja, er hat gerade das Mein-Vater-hat-mich-verlassen-Trauma wiederaufleben lassen. xD

Kohlenstaub sah seine Schülerin perplex an und beobachtete sie aufmerksam. Ihr Jagdkauern war furchtbar, aber es funktionierte und für einen ersten Versuch war es auch ganz okay. Würde sie gerader laufen, wäre es sogar ziemlich gut, aber sie zog die Schultern merkwürdig hoch und verkrampfte sich auf diese Art völlig (wenn es okay ist?). Wenn sie es sich nicht bald abgewöhnte, würde sie ihr Leben lang tierische Rückenschmerzen haben und wie eine Älteste durch das Lager humpeln. Danach wollte der Krieger seinen besten Freund Luchssturm bei Gelegenheit einfach einmal fragen. Er war selbst Kriegerschüler gewesen und wusste deswegen vielleicht sogar, was das beste war. Sein eigener Mentor hatte dagegen die Krallen ausgefahren und seine Schultern nach unten gedrückt, was auch einige Tage lange geschmerzt hatte, sodass er es in Zukunft nicht mehr getan hatte. Von da an war er auch besser im Jagen gewesen und hatte es geschafft, direkt vom Kauern in den Sprung überzugehen und auf diese Art Vögel zu fangen. Fische fangen war natürlich immer noch unkomplizierter und effizienter, aber deswegen musste man ja nicht auf Landbeute verzichten. "Ja", sagte der Krieger mit einigermaßen gefasster Stimme, denn er war überrascht über den Gedankengang, den er aber nachvollziehen konnte. "Aber du bist auch eine Ernährerin deines Clans und eine Jägerin, die ihre Beute achtet." Und dann kam Luchssturm aus dem Nichts. "Ja, alles okay... Aber du wirkst ein bisschen merkwürdig. Bist du in Ordnung?", wollte er erstaunt wissen und tat so, als wäre er in bester Verfassung, was nicht ganz der Wahrheit entsprach. Neben den widersprüchlichen GEfühlen schmerzte etwas tief in seinem Inneren, das er sich selbst gegenüber vehement leugnete. Aber hier ging es mehr um alles andere als um ihn.

//Okay, zu wenig, aber mehr geht gerade nicht.
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BeitragThema: Re: Die Zweibeinerbrücke   Fr 6 Nov - 21:52

Luchssturm
Er sah von Herbstpfote zu Kohlenstaub. "Ähm... Ich habe eine Patientin verloren, ich brauchte Abstand und wollte mich hier etwas abkühlen", niedergeschlagen betrachtete er die glitzernde Oberfläche des Flusses. Was war ich nur für ein schlechter Heiler? Eigentlich sollte ich jetzt bei den Jungen sein, die ihre Mutter verloren haben und nicht hier!, dachte er betreten.
"Störe ich euch gerade beim Training?", verlegen trat der Heiler von einer Pfote auf die andere. Er hatte Kohlenstaub nicht unterbrechen wollen.


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BeitragThema: Re: Die Zweibeinerbrücke   Fr 6 Nov - 22:10

Kohlenstaub sah den Heiler schief an. "Wer ist es?", drängte er reflexartig und Namen schossen ihm durch den Kopf, viele Namen von Katzen, die zu jung  zum Sterben waren und Erleichterung darüber, dass es nicht Herbstpfote sein konnte, weil sie neben ihm stand und einer Maus hinterhertrauerte, wie es nur jemand konnte, der im Herzen noch unschuldig war. Dann atmete der Krieger tiefer ein und nahm sich zusammen. Sein Freund brauchte ihn und nicht diese hysterische Art, die sonst gar nicht zu ihm passte. Betont quirlig sprang er auf und drückte seinem Kumpel die Schnauze in die Flanke, um ihn zu trösten, miauend: "Das ist nicht deine Schuld, wirklich! Und natürlich störst du nicht, verdammt!" Hilfesuchend sah er über die Schulter zurück zu seiner Schülerin. Konnte sie nicht auch etwas sagen und versuchen, die ganze Situation in geregelte Bahnen zu lenken? Nein, eher nicht, denn sie tat gar nichts. Kohlenstaub selbst machte es auch nicht unbedingt dadruch besser, dass sein schwarzer Schweif wie eine Schlange über den Boden zuckte und seine großen Ohren nach vorne flippten, ehe er sie wieder zurücksinken ließ und von vorne. Wie ein Spiel.
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BeitragThema: Re: Die Zweibeinerbrücke   Fr 6 Nov - 22:16

Luchssturm
Er war so froh Kohlenstaub als Freund zu haben. Er war der beste Freund, den man sich wünschen konnte. "Bussardfeder, die Jungen kamen zu früh und sie hat einfach zu viel Blut verloren", unruhig leckte er sich die Brusthaare glatt. Trotz den tröstenden Worten von Kohlenstaub gab sich Luchssturm immer noch die Schuld an Bussardfeders Tod. Er hätte einfach schneller sein sollen. Schneller merken sollen, dass etwas nicht stimmte!
Langsam ging er zum Fluss und trank ein paar Schlucke. Die Erfrischung tat gut.


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BeitragThema: Re: Die Zweibeinerbrücke   Fr 13 Nov - 20:33

Kohlenstaub schüttelte den Kopf. Bussardfeder, nein, das konnte nicht sein. Sie war noch jung gewesen, zu jung zum Sterben wie jede Katze, die gehen musste, aber sie hatte sich auf die Jungen gefreut, die jetzt ohne sie würden aufwachsen müssen. Unwillkürlich wurde er selbst in seine Kindheit zurückversetzt. Auch er hatte nie eine Mutter gehabt, aus genau diesen Gründen, und auch nie einen Vater, der lachte und mit ihm spielte, weil er es gewollt hatte. Nur aus Pflichtbewusstsein hatte er ihn geliebt und das war nicht richtig. Aber war es richtig, dass auch er ein Leben einer Katze genommen hatte, ohne deren Opfer zu kennen? "Hey, Luchssturm, die Mutter der Kleinen ist aus einem guten Grund gegangen", miaute er. Wenn man das so sagen konnte. Rechtfertigten zwei Junge das gestohlene Leben ihrer Mutter? Sicher, auch wenn es sich anders anfühlte.... Überzeugung ging anders, das wusste der Kater. "Manchmal passiert das eben. Denk doch mal an meine Mutter, sie ist bei meiner Geburt gestorben und angeblich hat sie während ihrer letzten Atemzüge gelächelt, weil sie es doch irgendwie geschafft hat! Und vielleicht war es einfach ihre Bestimmung, jetzt zu sterben und stattdessen mit dem SternenClan zu jagen!" So hatte es auch sein Vater erklärt, als sein sohn zum ersten Mal gefragt hatte, warum alle zu einer Kätzin gehörten, nur er nicht. Es fiel dem Schwarzen nicht mal auf, dass er die, die ihn geboren hatte, nie Mama oder bei ihrem Namen hatte, denn so gut hatte er sie nie gekannt, was ihm seiner Meinung nach auf eine sonderbare Art das Recht nahm, sie zu lieben. Insgeheim beschloss er, bei den beiden neuen Clankameraden nach dem Rechten zu sehen, denn sie sollten es weniger schwer haben als er... Zögerlich folgte er seinem Freund zu Fluss, wo er ihn ganz sachte mit der Schnauze berührte, um ihm Trost zu spenden.
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BeitragThema: Re: Die Zweibeinerbrücke   Sa 14 Nov - 13:02

Luchssturm
Er blickte zu seinem besten Freund auf, "vielleicht...", murmelte er. Seine Gedanken wanderten zu Kohlenstaubs Mutter. Kohlenstaub war auch ohne Mutter aufgewachsen, so wie Luchssturm. Denn auch Luchssturms Mutter war bei seiner Geburt gestorben.
Der Heiler holte einmal tief Luft. Bussardfeder war nicht die erste Katze, die er verloren hatte. Aber es war trotzdem ein Schlag.
Luchssturm war froh dass Kohlenstaub jetzt bei ihm war! Denn Kohlenstaub war Luchssturm immer ein guter Freund gewesen, wie auch jetzt. Ein Lächeln huschte Luchssturm übers Gesicht. "Danke Kohlenstaub! Du bist der beste Freund, der man sich wünschen kann!"
Nach einem Schweigemoment richtete sich Luchssturm auf und schüttelte sich das Fell. Vorsichtig tauchte er eine Pfote in das Wasser. Es war kalt. Luchssturm hob den Kopf und sah einen Stein in seiner Nähe aus dem Wasser ragen. Langsam nahm er Anlauf und sprang auf den flachen Stein. Luchssturm fand sicheren Halt auf dem Stein. Ein paar Schwanzlängen entfernt sah er einen grösseren Stein aus dem Wasser ragen.
Als Luchsstum in die Luft sprang und auf dem Stein landen wollte, konnte er erkennen wie glatt der Stein war. Würde der Heiler an so einem Stein den nötigen Halt finden?
Ungeschickt landete er auf dem Stein und rutschte prompt aus. Er konnte sich nicht mehr auffangen und suchte Vergebens nach Halt auf dem glitschigen Stein. Er traf mit dem Kopf hart auf dem Stein auf. Sein Kopf schien vor Schmerz zu expodieren. Alles wurde verschwommen und Luchssturm hatte Mühe etwas zu erkennen. Krampfhaft blinzelte er und kämpfte um das Bewusstsein. Dann spürte er wie er von dem Stein rutschte und in das eisige Wasser glitt. Kaltes Wasser lief ihm in Mund und Nase. Sein Fell sog sich mit dem Wasser voll und zog ihn in die Tiefe.
Er versuchte Schwimmbewegungen zu machen, aber sein Kopf schmerze so unglaublich, er konnte sich nicht auf die Bewegung konzentrieren und paddelte nur hilflos und schwach mit den Vorderpfoten. Aber er wurde nur noch tiefer hinuntergezogen und mit der Strömung mitgerissen. Kraftlos versuchte er noch einmal an die Wasseroberfläche zu kommen. Seine Lungen protestierten schmerzhaft und verlangten nach Luft.


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BeitragThema: Re: Die Zweibeinerbrücke   Di 17 Nov - 22:04

Kohlenstaub war dicht neben Luchssturm, als dieser sich plötzlich vom Boden abstieß und auf einem der Trittsteine landete. Was dachte er sich nur? Klar, er hatte keine ganze Kriegerausbildung erhalten, aber jedes Junge wusste doch, dass man diese aus dem Wasser ragenden, spiegelglatten Stolperfallen nicht benutzen durfte, wenn man nicht gerade auf der Jagd war und einen Fisch aus der Mitte fangen musste. Sogar dann war noch ein hohes Maß an Konzentration nötig, mehr als der weggetretene Heiler haben konnte. Unwillkürlich sog er scharf die Luft ein und stieß sie wieder aus, als der Kater einigermaßen sicher auf allen vier Pfoten stand. "Hey, komm wieder zurück", rief der Schwarze leicht besorgt und nervöser als sonst. Seine normalerweise zuckende Schweifspitze durchschnitt wieder und wieder die Luft, als der ganze Schwanz abwechselnd nach links und rechts ausschlug, ohne einen Herzschlag lang ruhigzustehen. Auch die Krallen fuhr der Krieger ein und aus, wollten sie doch einerseits sicheren Halt und andererseits rennen, um diesen schrecklichen Tag ein wenig hinter sich zu lassen. Gut, er war nicht ganz schlecht gewesen, aber sicherlich auch nicht gut! Keine Reaktion. Kohlenstaub hatte auch keine erwartet. Verärgert sah er sich nach Herbstpfote um. Wenn er nicht wollte, musste er ihm auch nicht wirklich hinterherlaufen. Er hatte Wichtigeres zu tun.
Dann war da dieses Geräusch, ein lautes Platschen, gefolgt von einem widerlichen Geräusch und einem Aufschrei. Der Kater wirbelte herum, ehe er wusste, was eigentlich passierte, aber er verhedderte sich in seinen viel zu langen Beinen und stolperte. Fast wäre er gefallen, aber er konnte sich noch abfangen und sah gerade noch, wie zwei Ohren knapp über der Wasseroberfläche zu schweben schienen. "Luchssturm, komm sofort hierher!", rief der Dunkle, halb erschrocken, halb zornig. Hatte ja so kommen müssen. Er wartete, mehrere Herzschläge lang war es grausam still um ihn. Es sickerte langsam zu ihm durch, dass die Lage ernster war, als er im ersten Moment angenommen, nein, gehofft hatte. Da waren seine Pfoten auch schon unter Wasser und er stürzte sich in die Fluten. Das Wasser schmeckte nach Blut, aber das konnte er sich auch einbilden oder im Nachhinein irgendwie dazugedichtet haben. Eine endlose, klare Sekunde tauchte er, ehe er begann, alles zu packen, was er packen konnte, um den Körper seines besten Freundes zu finden. Er war schwer zu fassen, glitschig vom Wasser und schwer zu erkennen. Außerdem schwer, unendlich schwer. Es war alles andere als leicht, ihn aus dem Wasser zu zerren, da die matten Schwimmbewegungen mit den Vorderpfoten des zu Rettenden kaum ausreichten, um eine Maus über Wasser zu halten, geschweige denn eine ganze Katze. Im Gegenteil, es behinderte ihn eher noch, aber mit dem Maul voller Fell zu sprechen war ein Ding der Unmöglichkeit. Im Gegensatz zu Herbstpfote war Luchssturm ein Riese und er wünschte sich von ganzem Herzen, sie würde ihm wenigstens bei dem letzten Stück helfen. Hier fanden Kohlenstaubs vor Müdigkeit ertaubende Pfoten Halt und er konnte sich darauf konzentrieren, Luchssturms Kopf über Wasser zu halten. Als sie an Land waren, brach er zusammen und blieb kurz völlig reglos liegen, die Welt um ihn herum schwarz. Dennoch kämpfte er sich hoch und hustete einen Schwall Seewasser aus. Würgend versuchte er, sein Gleichgewicht zu halten und den Würgereiz in den Griff zu bekommen, weil er so erschöpft und vor allem von dem Geschmack angewidert war. Er musste eindeutig trainieren, mit Lasten zu schwimmen! Der Kampf mit dem Strom hatte ihn mitgenommen, obwohl er nicht sonderlich lange gedauert haben konnte. Vielleicht ein paar Minuten? Fünf, zehn? Dann erst, als er nicht mehr mit sich beschäftigt war, wandte er sich mit einem Anflug von Schuldbewusstsein Luchssturm zu. Etwas stimmte nicht mit dem Heiler, Blut schoss aus einer klaffenden Wunde am Schädel, der - ja, tatsächlich - eine hässliche Delle hatte (Hat er doch?). DAs war ein Traum, das durfte nicht wahr sein!! Entsetzen durchflutete den Angeschlagenen, er wollte es nicht wahrhaben, nicht glauben, aber leugnen ließ es sich auch nicht: Er konnte nichts tun, denn er wusste nicht, was. Brustkorb massieren vielleicht, aber den Verletzten zu bewegen wirkte schon riskant. Panisch miaute Kohlenstaub: "Luchssturm, hey, Luchssturm! Mach endlich die Augen auf! Ich weiß doch nicht, was ich machen soll, wenn ich dich nicht fragen kann!" Nein, er sagte es nicht. Das war eine Lüge. Der SChwarze schrie und schluchzte fast schon, auch wenn er sich auf die Zunge biss, um sich unter Kontrolle zu halten.
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BeitragThema: Re: Die Zweibeinerbrücke   Sa 21 Nov - 19:26

Luchssturm
Der Ertrinkende spürte wie Kohlenstaub ihn mit viel Mühe aus dem Wasser zog. Aber Luchssturm konnte sich wegen des Schmerzes in seinem Kopf nicht konsentrieren und Luchssturm spürte wie ihn die Kräfte verliessen.
Als er auf dem Land war fühlte er sich unglaublich müde und alles tat ihm weh. Wenn er jetzt die Augen schloss, dann würden all diese Schmerzen verschwinden, das wusste Luchssturm!
Aber er hatte noch etwas zu sagen! Mit letzter Kraft öffnete Luchssturm die Augen und musste zugleich Wasser husten.
Mit schwacher Stimme murmelte er, "K... Kohlenstaub!", er wurde durch einen Hustenanfall unterbrochen, "Danke für alles! Ich hätte mir keinen besseren... Freund wünschen können...“ niedergeschlagen und entkräftet hauchte er die Worte. "Sorge... dafür... dass es Bussardfeders Jungen gut geht... und dass Grinsepfote bald seinen vollen Namen erhält! Er ist so klug..." (Mir ist, für Luchsis letzte Worte nicht anderes eingefallen: Aber ich habe sicher nicht vor mit diesem Post den nächsten Heilerposten schon an Grinsepfote weiter zu geben oder zu beeinflussen, wer der nächste Heiler wird. Aber es wäre schön, wenn Grinsepfote Heiler werden würde!)
Schmerzlich musste Luchssturm daran denken dass er Grinsepfote schon in so jungen Jahren so eine grosse Verantwortung hinterliess.
Der Heiler hatte schon zu viel Wasser verschluckt und sein Kopf fühlte sich so schwer an! Luchssturm  wollte sich fallen lassen, in die Schwärze hinein, die ihn schon zu empfangen schien. Kohlenstaub wurde unscharf vor seinen Augen, aber Luchssturm bemühte sich noch um ein paar letzte Worte, „versprich mir dass du glücklich wirst!“
Ohne die Antwort seines Freundes zu hören, dämmerte der Heiler weg und die Augen fielen ihm zu. Müdigkeit überrollte ihn. Schwärze und Schmerz verschluckten ihn. Sein Atem ging flach bis sich seine Flanke nicht mehr hob und nicht mehr senkte.

Doch dann: Auf einmal, war da der ganze Schmerz verschwunden. Da waren nur noch Sterne um den Heiler und zwei Gestalten mit funkelnden Sternen im Fell kamen auf ihn zu.
„Willkommen, mein Sohn!“, die Worte seines Vaters liessen Luchssturm vor Freude einen kleinen Hüpfer machen, „Papa!“ Luchssturm rannte auf seinen Vater zu wie ein Junges und drückte ihm die Schnauze ins Fell. Als er sich von seinem Vater, an den er sich fast nicht mehr erinnern konnte löste bemerkte er die Kätzin, die neben ihn stand. Er hatte sie noch nie gesehen, aber er vermutete, das das seine Mutter war, die er zwar noch nie im Leben gesehen hatte. Aber irgendwie konnte er es schon fast spüren, dass diese Kätzin seine Mutter war.
„Mutter?“ Lächelnd nickte sie. Jetzt drückte sie ihre Nase liebevoll auf Luchssturms Hals und er fühlte sich einfach nur geborgen.


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BeitragThema: Re: Die Zweibeinerbrücke   Sa 21 Nov - 22:21

//Wird er, ist schon ausgemacht! (Also das mit Grinsepfote)

Kohlenstaub wartete und versuchte mit hektischen Bewegungen, noch irgendetwas zu bewirken. Panisch probierte er alles aus, was er von Luchssturm persönlich über das Heilen gelernt hatte, absichtlich oder aus Versehen, denn bei den Jagdausflügen oder den Mahlzeiten hatte er in seiner Schülerzeit über fast nichts anderes gesprochen. Nun, so hatte der Krieger nun allerhand Wissen über das Behandeln von Bauchschmerzen und wunden Pfoten, aber fast nichts über das Retten einer Katze mit einer solchen Kopfverletzung. Vielleicht gab es darüber auch nichts zu lernen, denn es sah wenig danach aus, dass ein Kraut oder eine Salbe noch helfen konnte. Trotzdem ging er alles durch und versuchte, seinen Freund auf irgendeine Art dazu zu bringen, das Wasser zu erbrechen und die Augen weiter zu öffnen. Man sah nur noch einen Spalt, aber sogar dass schien anstrengend zu sein. Trotz seiner Bedenken zuvor begann er, den Brustkorb zu bearbeiten und trat ihm sogar leicht gegen den Hals, um ihn zum Atmen zu zwingen. Oder sonst etwas, egal, solange es half. Bachminze, Wacholder, Mohnsamen, Schachtelhalm. Nichts würde noch etwas bewirken. Ringelblumensaft und Kamille auch nicht, wozu auch immer sie sonst gut waren. Dann sprach der Verletzte doch. ER sagte Worte, die gehört und nie vergessen wurden, aber verzerrt und halb vom Schmerz über den baldigen Verlust verschleiert wurden. Ginsterpfote, voller Name. Gut, dazu war es an der Zeit. Viel schlimmer war aber, dass der Sterbende zu wissen schien, dass das hier eine Sackgasse war, aus der er nicht entkommen konnte. Nicht gut, gar nicht gut. Es machte nur alles schwerer. "Ich kümmere mich um sie, mein Freund! Ich regle das alles", wisperte er, während er sich fühlte, als hätte man ihm etwas Hartes gegen den Schädel geworfen, sodass er nicht mehr klar denken konnte. Der Schwarze überlegte, ob er Lebewohl sagen sollte, aber er traute sich nicht, weil es ja noch nicht für immer sein konnte. ES durfte nicht endgültig sein!Und dann das: Er sollte glücklich werden. Das war aber nicht so einfach... Glück, was war das überhaupt? Kohlenstaub konnte nicht glauben, jemals etwas derartiges empfunden zu haben, trotzdem nickte er tapfer. "Ja, das werde ich, aber versprich du mir, dass wir uns wiedersehen", miaute er, ehe seine Stimme einfach brach und er wartete, dass es vorbei war. Die Hoffnungen hatte er aufgegeben. Nach einiger Zeit schloss auch er kurz die Augen, ehe er Herbstpfote ansah und sie wortlos aufforderte, ihm irgendwie zu helfen.
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BeitragThema: Re: Die Zweibeinerbrücke   Di 29 Dez - 21:55

Angesprochen:
Kohlenstaub
Erwähnt:
Luchssturm
Herbstpfote
8 Monde, Schülerin, FlussClan
Alles ging so schnell. Plötzlich war da Luchssturm, die beiden sprachen, sie hatte sich weggedreht. Dann dieses Geräusch...ein Geräusch, dass ihr durch Mark und Bein fuhr. Als sie sich umdrehte, sah sie, wie Kohlenstaub den Heiler an Land zog, wie er ihn immer wieder anstieß, doch mit einem einzigen Blick auf den Körper hatte selbt die Schülerin erkannt, dass es keine Heilung gab. Und es eine solche auch niemals geben würde...
Sie trat vorsichtig näher, wollte Kohlenstaub zu Besinnung bringen, denn er schien eher mit dem Tode zu ringen als der Kater, der starb, schien sich viel stärker dagegen zu wehren. Sie wollte mit ihrer Nase seine Schulter berühren, ganz sanft, ruhig. Um ihm zu zeigen, dass er nicht allein war, dass er tief durchatmen musste...und damit er erkannte, dass all das Rütteln nichts brachte...
Sie war auf dem Weg zu ihm...doch dann sprach Luchssturm. Und tief in ihrem Innern wusste die Schülerin, dass die Worte des Sterbenden sie nichts angingen. Aus diesem Grund blieb sie in einiger Entfernung stehen und wartete dort, dass der Kater starb.
Erst danach, als ihr Mentor aufsah und sie hilfesuchend anblickte, trat sie näher. Sie berührte seine Wange sanft mit ihrer Nase, sah ihn ruhig an. "Wir sollten ihn ins Lager bringen", miaute sie mit sanfter Stimme. Nichts an ihr erinnerte noch an die Momente davor, in denen sie ihn angefunkelt hatte. Sie strahlte eine beruhigende Sanftheit aus, eine Ruhe, die tröstend wirkte, wie sie als Junges festgestellt hatte, nachdem ihre Eltern gestorben waren. Sie wartete ab, sie drängte ihn nicht. In der Ruhe liegt die Kraft...wie wahr das doch sein konnte
© Eisjäger




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BeitragThema: Re: Die Zweibeinerbrücke   Di 29 Dez - 22:22

Kohlenstaub sah die Schülerin und sah sie nicht. Sie war zwar da, aber nicht wirklich wichtig, denn trotz ihrer Gesellschaft fühlte er sich einsamer als je zuvor. Klar, im Clan hatte er viele Freunde und verstand sich mit fast jedem gut, aber Luchssturm war sein einziger echter Freund gewesen. Niemandem sonst hatte er so viel über sich selbst erzählt, niemandem gesagt, wie sehr sich wünschte, , sein Vater käme zurück oder eine Kätzin würde ihn wirklich lieben oder er würde selbst kleine, glückliche Junge aufziehen, die nicht mit den Verlusten wuchsen, die sie erlitten, sondern wegen der Liebe, die er und diese Kätzin ihnen zuteil werden ließen.
Zum ersten Mal wurde dem Kater bewusst, dass er sterblich war und dass es nicht ewig so weiterging, wie es gerade war. Innerhalb kürzester Zeit hatte er mitansehen müssen, wie zwei junge Katzen einen unnötigen, qualvollen Tod starben, der zu früh kam und sich von hinten anschlich, wie er es doch so oft tat. Warum musste es so sein? Warum konnten sie nicht ewig sein wie im SternenClan, der doch so scheinheilig über sie wachte und doch nie eingriff, egal was geschah?
"Ja, das sollten wir wohl", miaute der Schwarze mit rauer Stimme, die kurz vor dem Weinen stehen blieb. Nein, er würde nicht vor den Augen seiner Schülerin in Tränen ausbrechen, verdammt! Wie sollte sie ihn dann jemals wieder respektieren?
Dreimal atmete er tief und aus, ehe er sich wieder gefasst hatte. Dann ging es ihm soweit besser, dass er es schaffte, die Augen des Toten zu schließen. Die Leiche zu berühren. Das Nackenfell zu packen und ihn so anzuheben. "Geh voraus!", forderte er seine Schülerin auf. Es klang sanft.
--->Lager
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BeitragThema: Re: Die Zweibeinerbrücke   So 24 Jan - 19:15

Herbstpfote beobachtete ihn und stellte dabei erschrocken fest, dass sie drauf und dran war, abzustumpfen. Natürlich, der Tod kümmerte sie noch, aber bei weitem nicht mehr so stark wie die ersten, die sie mitbekommen hatte. Der Tod ihrer Mutter und ihres Vaters, der beinahe auch ihr eigener gewesen wäre, das war das einschneidenste Erlebnis ihrer Jungenzeit. Ihre große Schwester hatte sie aufgenommen, auch wenn sie sie nicht hatte säugen können, doch die Bindung zwischen ihnen war stark geworden, sie hatte einen Rückhalt erfahren, den sie sich nie erträumt hatte. Und Kohlenstaub hatte diesen scheinbar von Luchssturm bekommen. Erst jetzt wurde ihr ein wenig klar, was ihr Mentor hier verloren hatte.
Sie senkte den Kopf und trottete los. Es war sehr seltsam, denn sie wusste, sie brachte einen Tod nach Hause. Zum zweiten Mal in ihrem Leben...das erste Mal war der Tod ihrer Eltern und ihrer Wurfgeschwister. Und nun brachte sie einen toten Heiler nach Hause...
Sie dachte an das letzte Mal, an ihre Flucht, an den Schmerz in ihren Beinen, an das plötzliche Ende des Bodens, das sie beinahe übertreten hättet...doch ganz knapp konnte sie sich halten, dann war da ein Kater. Ein großer Kater, der sie hochzog. Er verriet ihr weder seinen Namen noch seine Herkunft, doch sein Geruch hatte sich in ihren Kopf gebrannt und sie würde ihn niemals vergessen. Es war kein klassischer Clangeruch, wie sie ihn kannte, ein uneindeutiger Geruch. Einen Moment hatte sie das Gefühl, er wehe ihr in die Nase...
Schnell lief sie weiter...
gt: Lager



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BeitragThema: Re: Die Zweibeinerbrücke   Di 9 Aug - 22:52

cf: Grenze WC/FC
Meerblick bewegte sich langsam und er hatte das Gefühl, je näher er der Zweibeinerbrücke kam, desto langsamer wurde er. Denn dieser Ort war das Heim schrecklichster Erinnerungen. Erinnerungen, die noch immer schmerzten wie am ersten Tag. Und dieser Schmerz würde niemals abklingen...
Der Kater biss fest die Zähne zusammen und näherte sich dem Ort des Geschehens. Als er sich jener Stelle näherte, an der er mit seiner Mutter gesessen hatte, blieb er stehen. Er schloss sein Auge und sah es wieder vor sich. Er sah den Schmetterling, sah das Lächeln seiner Mutter, dann wieder den Schmetterling. Er spürte, wie er dem Geschöpf folgte, hörte dann dieses laute Geräusch und sah das Fell seiner Mutter, sah ihren Blick, sah wie er weggeschleudert wurde, sah, wie seine Mutter unter dem Monster endete...und dann sah er nur noch rote Schlieren und schließlich nichts mehr...
Schmerz schwoll in seiner Brust bis ins Unermessliche. Dann schlug er sein Auge auf und wenn man ihn ansah, dann war für einen Moment lang der Abgrund des Selbsthasses und Schmerzes für jeden sichtbar.
Doch er fing sich einigermaßen. "Zweibeinerbrücke. Ist gefährlich hier", miaute er mit belegter, knurriger Stimme. Er musste ja seiner Pflicht als Aufpasser gerecht werden...
Wie erstarrt saß der Kater da. Nicht fähig, sich zu rühren. Niemals würde er die Zweibeinerbrücke überqueren. Niemals...



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BeitragThema: Re: Die Zweibeinerbrücke   Mi 10 Aug - 17:44


cf: Grenze WindClan-FlussClan
So wenig die Kätzin auch allein wieder in das Lager irren wollte – sie musste einfach schneller laufen und so war sie an dem Kater vorbei, kaum dass er schon wieder stehenblieben war. Mit großen, glänzenden dunkelgrünen Augen musterte sie ihre Umgebung und blieb kurz vor der Zweibeinerbrücke die über den Fluss führte, ebenfalls stehen. Ihr Schweif peitsche angestrengt elegant durch die Luft und symbolisierte ihre Aufregung damit mehr als nur deutlich. "Aber warum denn gefährlich? Sieht doch ganz schön aus – seltsam, aber spannend. Wer ist denn in der Lage so viel Holz über den Fluss zu spannen und das sogar so, dass es hält?" Neugierig tappte sie einen Schritt weiter, auf die ersten Ausläufer des dunklen Holzes. Schien eigentlich ziemlich sicher, was auch immer Meerblick mit der Beschreibung 'gefährlich' gemeint haben konnte….das konnte es nicht sein. Das war ein Meisterwerk der Natur, oder eben diesen Zweibeinern, von denen die Ältesten im Lager schon erzählt hatten, dass sie trotz ihrer manchmal unaussprechlichen Stumpfsinnigkeit erstaunliche Dinge vollbringen konnten – sonst würde dieses Ding schließlich nicht nach ihnen benannt werden. Amselpfote warf noch kurz einen Blick zurück, aber als sich der Kater immer noch nicht regte, konnte sie ihre im Übermaß vorhandene Ungeduld, nicht mehr zügeln und tappte weiter. Trotz allem wachsam auf einen möglichen Zusammenbruch dieser Konstruktion vorbereitet. Vielleicht nahm sie die kühle, erfrischende Luft die vom Fluss herauf aufzog auch gerade dadurch besonders intensiv war. Wie belebend sie doch war, nach all diesem muffigen Waldboden! Amselpfote zitterte kurz, als sie eine besonders frische Brise erwischte, genoss es aber dann in vollen Zügen und wollte schon wieder ausgelassen zu Hüpfen anfangen, als sie sich erinnerte in welche Stimmung solche Aktionen den Kater gewöhnlich versetzten und das er zuvor an der Klippe ja auch nicht besonders fröhlich gewesen war. Eher das Gegenteil. Was wohl der Grund dafür sein mochte? Vielleicht die Tatsache, dass das Unglück das seine Familie ereilt hatte ganz in der Nähe passiert war? Amselpfote schluckte tief. Dass sie nicht viel darüber wusste und dem Kater so vielleicht aufmuntern -ihm helfen- konnte, machte ihr mehr zu schaffen als seine Abneigung gegenüber ihr.
"Wo geht diese 'Zweibeinerbrücke' denn hin? Was liegt auf der anderen Seite des Flusses? Wieder das Territorium von einem der anderen Clans?", fragte die junge Kätzin vorsichtig und tappte langsam wieder zu ihrem Clankameraden zurück. Bemerkte jetzt auch die vollkommene Verschlossenheit und Traurigkeit desselben und setzte sich ebenfalls. Wartete ruhig auf eine Antwort. Vielleicht brauchte Meerblick einfach Zeit, um sich zu erholen. Und wenn es das nicht war…sie konnte ihn schließlich nicht dazu zwingen ihr zu erzählen, was ihn so beschäftigte, dass er seit den Klippen bis jetzt kein Wort mehr gesprochen hatte.
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BeitragThema: Re: Die Zweibeinerbrücke   Do 11 Aug - 18:31

Meerblick hatte nicht einmal bemerkt, dass Amselpfote ihn überholt hatte. Er hatte sie gar nicht mehr wahrgenommen. Bis sie etwas sagte. Dabei stand sie in seinem blinden Fleck. Das tat sie bestimmt mit Absicht! Um ihn zu verhöhnen! Ein Schauder lief durch sein Fell. Wenn du nicht so blöd gewesen wärst, könnte sie dich nicht verhöhnen, weil du nämlich noch vollständig wärst! Es ist alles deine Schuld! Und das ist deine Strafe! Der Krieger schluckte. Ja, es war eine Strafe. Und er sollte sie mit Würde tragen, immerhin war seine Mutter durch sein Verschulden gestorben. Wäre ich doch diesem blöden Schmetterling nicht gefolgt... Doch alles Wünschen würde nichts ändern. Er hatte diesen einen, folgenschweren Fehler gemacht. Und er würde immer damit leben müssen, es würde sich niemals ändern. Seine Mutter war tot. Und er könnte sie nicht zurückholen.
Erst jetzt wurde ihm klar, dass Amselpfote eine Frage gestellt hatte, auf die er antworten sollten. "Frag mal meine Mutter!", knurrte er mürrisch. Und es tat weh. Seine eigenen Worte trafen eher ihn selbst als jemand anderen, da war er sich sicher. Denn Amselpfote wusste nichts von seiner Mutter, sie war damals noch ein winziges Junges gewesen. Und konnte schlecht mitbekommen haben, dass er schuld am Tod seiner Mutter war. Und dass es hier geschehen war. Als sie dann sogar etwas über die Brücke selbst sagte, zuckte er nur mit den Schultern. Sollte sie doch denken, was sie wollte. Und wenn sie unbedingt von den Monstern umgebracht werden wollte, sollte sie doch. Aber...was würde man mit ihm machen, wenn er schon wieder schuld wäre am Tod einer Katze? Und wie sollte er sich selbst das verzeihen? Auch wenn sie ein kleines Ekel war, sie war dennoch eine Schülerin und ihm oblag die Verantwortung für sie in diesem Moment. Er konnte nicht zulassen, dass ihr etwas zustieß. "Komm da runter!", knurrte er gepresst und war sich nicht mal sicher, ob sie das überhaupt gehört hatte. Aber einen Moment später kam sie wieder dichter und fragte ihn nach der anderen Seite. Am liebsten hätte er sie angeraunzt für diese Frage. Aber er sollte wirklich lernen, sich am Riemen zu reißen. "Baumgeviert. Gehen wir nicht hin", miaute er scharf. Dieser Ort war wirklich nicht der geeigneteste, um eine Konversation mit ihm zu führen. Nein, eher das genaue Gegenteil. Er drehte sich um und ging. Und es tat schrecklich gut, diesem Ort den Rücken zu kehren. Denn das war der allerschlimmste Ort im ganzen Territorium für ihn. An jedem spürte er die Schuld, aber an keinem so stark wie hier.
gt: Schlucht



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BeitragThema: Re: Die Zweibeinerbrücke   Mi 17 Aug - 21:47


Seine Antwort auf ihre so unschuldig gestellte Frage, bestätigte die Befürchtung der jungen Kätzin leider. Natürlich war er an diesem Ort nicht besonders gut auf sie –oder irgendjemanden- zu sprechen, wenn hier seine Mutter gestorben war. Auf jeden Fall entnahm sie das dem Gesagten und ihrem Vorwissen; denn was wäre auch sonst so gefährlich, dass man daran sterben konnte, wenn es nicht die Brücke war, die ihren Begleiter scheinbar immer noch verschreckte? Unruhig wanderten der Kopf und die dunkelgrünen Augen wieder in Richtung dieser Zweibeinerbrücke, die Amselpfote plötzlich um so viel bedrohlicher vorkam. Aber was war diese Gefahr eigentlich – diese Bedrohung? Ein bisschen konkreter hätte er doch schon werden können, damit sie sich in Zukunft davor in Acht nehmen konnte, oder war es wirklich so offensichtlich? Und sie selbst nur zu dumm, um es zu erkennen? So unwahrscheinlich war das ja nicht...
"Baumgeviert also." Die Worte murmelte die Schülerin nur wiederholend und um sich abzulenken und zu beschäftigen, denn von dem Krieger konnte man an diesem Ort und zu diesem Zeitpunkt offensichtlich nicht besonders viel erwarten. Vor allem nicht, wenn es Wissensvermittlung, oder einfache Konversation betraf; aber das war ja eigentlich noch nie der Fall gewesen. Schon etwas müde, ratterte die rostrot-braune Kätzin im Stillen alle Geschichten, Anekdoten und Fakten herunter, die sie im Clan einmal über diesen Ort gehört hatte. Viel mehr als über die anderen Orte…aber dort fanden schließlich auch die großen Versammlungen statt – das Zwischenziel eines jeden Schülers. Schon war Amselpfote wieder etwas wachen und ein Funkeln zog sich über ihre Augen. Ja, sie hatte ein Ziel und sie würde es bestimmt erreichen, ob Meerblick ihr jetzt helfen wollte, oder nicht. Sie würde Kriegerin werden und beweisen, dass sie gar nicht so dumm und schusselig war, wie sie im ersten Moment bestimmt auf die meisten Katzen wirkte. Selbst die wortlose Kehrtwende des Katers und ihre schweren und doch elegant gesetzten Beine, als sie ihm weiter auf dem Weg durch das Territorium folgte, konnten am Optimismus der Schülerin nichts ändern. Wenn der Krieger nicht bereit war über seine Erlebnisse -seine Traurigkeit- zusprechen; würde sie ihn auch nicht drängen und sich erstmal vollkommen auf die Ausbildung konzentrieren. Das hatte immerhin oberste Priorität. Sie wollte ja auch beeindrucken und nicht nur als nervige Schülerin auffallen und in Erinnerung bleiben.
gt: Schlucht (Waren die da nicht schon? oO)
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BeitragThema: Re: Die Zweibeinerbrücke   Mi 5 Okt - 23:12


Wüstenstaub

Angesprochen:Erwähnt:Sonstiges:
Beerenpfote---Flussclan, ca. 24 Monde

Bis kurz vor der Zweibeinerbrücke war der Krieger hinter seiner Schülerin her gelaufen und hatte ihre Bewegungen beobachtet. Obwohl es keinesfalls elegant oder gar schön war, wie sie sich fortbewegte, konnte er sich über die Geschwindigkeit nicht beklagen. Er kannte intakte Katzen, die deutlich langsamer liefen. Dementsprechend hatte er wirklich relativ gute Laune in Anbetracht der Tatsache, dass er mit Falkensterns Entscheidung noch immer nicht einverstanden war. Das einzig gute an seiner Schülerin war, dass er nicht unbedingt verstecken musste, dass sie eigentlich unerwünscht in seiner Gegenwart war... sie würde es ja sowieso nicht wirklich bemerken. Es war ja bekannt, dass sie ein wenig... anders war – um es nicht unnormal zu nennen.
Das die junge Kätzin vielleicht doch merken würde, dass er weder sie noch ihre Gegenwart wünschte und er sie dadurch vielleicht doch in irgendeiner Weise verletzen würde, kam dem Krieger nicht in den Sinn.
Jedenfalls hatte er sie erst überholt, als der Übergang bereits in Sicht kam – nicht, weil er unbedingt erster sein wollte, sondern um die Gegend nach potentiellen Gefahren zu untersuchen.
So öffnete er das Maul und sog die Luft tief ein, doch bis auf den schalen Gestank eines Zweibeiners nahm er nichts ungewöhnliches wahr. Deshalb sah er sich nach seiner Schülerin um und wartete, bis sie zu ihm aufgeschlossen hatte. Den Weg vom Lager bis hierher hatte er überlegt, wie er das Training am besten begann – und war zu dem Entschluss gekommen, dass im Grunde nichts dagegen sprach, dass er den Anfang aufzog wie bei jedem anderen Schüler. Sie musste bestimmte Dinge ja sowieso lernen!
“Ich weiß nicht, wie viel dir dein ehemaliger Mentor beigebracht hat – und es würde mir zu lange dauern, bis ich danach gefragt habe. So würde uns wichtige Zeit verloren gehen, deshalb erkläre ich das Grundlegende kurz.“, miaute er – immerhin wollte er nicht, dass die anderen Schüler einen Vorsprung hatte... das ließ sein Ego nicht zu. “Das wichtigste, wenn du patrouillierst oder jagen gehst ist das Prüfen der Luft. Natürlich ist es beim Fischen nicht notwendig, aber wenn eine Maus oder ein Vogel in Reichweite wäre, sollte man diesen Fang nicht verschmähen. Zudem kannst du so am schnellsten herausfinden, ob eine potentielle Gefahr droht. Also: was kannst du wittern?“
Während er auf ihre Antwort wartete, machte er sich Gedanken über das weitere Vorgehen. Grade die Jagd bereitete ihm Kopfzerbrechen. Für das Fischen bräuchte sie selbst mit 4 Beinen einen guten Gleichgewichtssinn, denn sie müsste sich weit über das Wasser beugen. Falls sie dann in den Fluss fallen würde, könnte sie mit 3 Pfoten nur schwerlich zurück an Ufer gelangen und würde vermutlich ertrinken. Also würde er ihr das Jagen nicht am Ufer beibringen, sondern auf einem Stein mitten im Wasser, wo sie sich auf den Bauch legen könnte. Sobald sie ein Gefühl fürs Fischen hatte, könnten sie versuchen ihren Schweif als zusätzliches Bein zu missbrauchen. Mal schauen, was ihm da einfiel.



cf FC Lager

© Ruuze | 2016





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BeitragThema: Re: Die Zweibeinerbrücke   Sa 8 Okt - 18:35

cf: Lager
Erst kurz vor ihrem Ziel überholte Wüstenstaub die Schülerin. Beerenpfote machte sich keine Gedanken darüber, warum er sie erst jetzt überholte. Sie war sich eigentlich sicher gewesen, er hätte sie schon vorher überholen können, aber vielleicht hatte er es einfach nicht gewollt. Die Schülerin hatte aber eigentlich keine Lust, darüber nachzugrübeln. Sie gab ihr bestes und würde alles tun, um eine Kriegerin zu werden, die dem Clan etwas nutzte, da hatten solche Gedanken keinen Platz.
Als sie ankam, setzte sie sich vor ihn und hörte ihm genau zu. Ihr bisheriger Mentor hatte nichts mit ihr gemacht, gar nichts...er hatte wahrscheinlich geglaubt, dass er aus ihr keine Kriegerin machen könnte. Deshalb war sie sehr froh, dass Wüstenstaub nun ihr Mentor war, denn dieser schien deutlich mehr Ehrgeiz zu zeigen. Vielleicht war er keiner dieser üblichen netten Mentoren, aber das störte sie nicht. Sie war ja auch keine dieser üblichen Schülerinnen, sie war eine Herausforderung, und das wusste sie selbst wohl am besten. Denn sie merkte ja am besten, wenn etwas nicht klappte oder auch gar nciht klappen konnte.
Sie sollte also das Maul leicht öffnen und wittern. Das klang gar nicht so schwer und wenn das das Wichtigste war, dann war es ja gut, wenn sie wenigstens das beherrschte. So könnte sie wenigsten eine Sache auf die gleiche Art wie andere machen. Der Gedanke gefiel ihr, dass sie mal bei einer Sache wie alle anderen war.
Wüstenstaub wies sie an, ihm zu sagen, was sie wittern konnte. Sie machte wie geheißen das Maul ein Stückchen auf und konzentrierte sich. Da war ein schaler Geruch, den sie nicht richtig zuordnen konnte, aber dann roch sie noch das Wasser, die feuchte Erde, auf der sie stand. Sie schloss die Augen und ließ die Gerüche auf sie einwirken. "Ich rieche einen schalen Geruch, den ich nicht kenne, aber er ist relativ streng. Es riecht auch nicht wie eine Katze, sondern wie etwas anderes. Aber ich weiß nicht, was es ist. Dann rieche ich den Fluss, die Erde, das Gras...und einen schwachen Geruch nach Maus aus Richtung des Flusses", miaute sie mit kühler Stimme und schlug die Augen wieder auf, blickte auf ihren Mentor, um zu erfahren, ob da noch mehr war, was sie nicht gerochen hatte. Denn sie wollte alles lernen, wollte es genau wissen. Und sie hoffte, er würde ihr dabei helfen. Sie ahnte nicht, dass er sich bereits den Kopf darüber zerbrach, wie er ihr am besten das Jagen beibringen konnte.



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