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 Lager des DonnerClans!

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BeitragThema: Re: Lager des DonnerClans!   Di 2 Okt - 15:24

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Dornenblüte
Kriegerin | 6 Jahre 8 Monde | Gefährtin von Rindenfeuer, Ziehmutter von Mausepfote
ERWÄHNT: Jaguarstern, Mausepfote, Jace, Butterblume
ANGESPROCHEN: Rindenfeuer

Jaguarstern war ein starker Kater. Er war unerschütterlich. Er war zwar jung, aber der Sternenclan hatte ihn erwählt und hatte damit ein Zeichen gesetzt, dass er der Richtige war. Dass er die richtigen Entscheidungen treffen würde und so alles gut werden würde. Für sie und Rindenfeuer, aber auch für ihre Jungen. Für Mausepfote und Schneepfote, die ein solch niedliches Paar darboten. Sie hatte keinen Grund, Angst zu haben. Es war alles in Ordnung, warum auch nicht? Rindenfeuer war bei ihr, die Jungen in ihrem Bauch waren wohlauf. Es war alles perfekt.
Dennoch war da die Angst. Mit hektischen Bewegungen fuhr sie über ihr Fell. Es war auffallend, sodass sich ihr Gefährte zu ihr wandte und sie ansprach. Natürlich merkte er, dass etwas war, er war ja nicht dumm. Aber sie hatte ihren Entschluss gefasst. Wenn der Sturm vorüber war und dann noch immer alles gut war, dann würde sie ihm von den Jungen erzählen. Keinen Moment früher.
Ach, es ist alles so...“ Sie machte ein verzweifeltes Geräusch. „Da draußen ist ein Streuner, er ist in unserem Lager und er sieht aus wie ein Mörder! Verrmutlich ist er einer! Mausepfote ist nicht bei uns, ich würde gar nicht merken, wenn er ihr etwas antäte! Aber sie ist im Schülerbau, und ich weiß, sie gehört dahin, aber...aber ich mach mir solche Sorgen!“, brach es dann aus ihr heraus. „Ich vertraue Jaguarstern, aber...warum hat er nicht dir den Streuner anvertraut? Du bist stark und ein hervorragender Kämpfer. Oder Dornenpfeil. Jemandem, der nicht zögern würde, einen anderen zu verletzen!“ Beschämt sah sie auf ihre Pfoten. „Ich mag Butterblume und sie ist eine gute Kriegerin, versteh mich nicht falsch. Und sie kann es vermutlich genauso wie du oder jemand anders. Aber was, wenn ihr oder ihren Jungen etwas zustößt? Dass Eulenfeder sie verlassen hat ist schon schlimm genug...
Dornenblüte seufzte und legte die Stirn an Rindenfeuers Flanke, spürte sein nasses Fell, sog seinen Geruch ein und beruhigte sich etwas. „Dieser Sturm setzt mir einfach zu...“, flüsterte sie leise. Jeder Sturm war wie ein Feuer der Angst, denn während einem Sturm hatte sie ihren Bruder verloren. Und seitdem...sie konnte diese Angst nicht verhindern. Nun zusammen mit dem Streuner im Lager...sie seufzte und versuchte, sich zu beruhigen.



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BeitragThema: Re: Lager des DonnerClans!   Di 2 Okt - 16:02

Birnenjunges


Birnenjunges versuchte in dem Gesicht ihrer Mutter zu lesen, ob diese froh darüber war, das Thema fallen zu lassen oder ob es sie in irgendeiner Weise beunruhigte, aber sie fand keine Antworten und gab es schließlich auf. Stattdessen nickte sie nur, als Sandpfote vorschlug, zurück zu den anderen zu gehen und tapste hinter ihr her. Bevor sie aber das Nest betrat und sich in das Moos hineinkuschelte, spähte sie über den Rand und begutachtete erneut die kleinen Katzen, die dortdrin lagen.
"Haben sie Namen?", fragte sie dann und blickte ihre Mutter mit ihren runden Augen an, deren Farbe sich mittlerweile von dem hellen Blau zu einem sanften Braun gewandelt hatte. Im Gegensatz zu ihren neuen Geschwistern war sie auch schon groß und sie konnte sich gar nicht mehr vorstellen, selbst so klein gewesen zu sein. 
Sie stupste das eine mit der Nase an, nicht grob, sondern ganz sanft und zart. Das Junge hatte braunes, weiches Fell und einen dunklen Kopf. 
"Sie sind alle so winzig!", hauchte Birnenjunges dann und leckte dem Kleinen zärtlich über den Kopf, genauso, wie ihre Mutter es immer bei ihr getan hatte. Danach fühlte sie sich stets besser, als hätte man ihr ein wenig Zuversicht geschenkt. Ein kleines Lächeln stahl sich auf ihr Gesicht, zwar glücklich, aber dennoch von einer gewissen Traurigkeit überschattet. Hätte sie sich selbst in diesem Moment gesehen, so hätte sie die Traurigkeit ihrer Mutter erkannt. Es war das Wissen, die Wahrheit und die zerbrochene Welt, die in diesem Lächeln sprachen. Birnenjunges betrachtet weiterhin die Jungen, die noch nichts ahnten, genauso wenig wussten, wie sie vor ein paar Momenten. 
Und sie kletterte in das Nest, schmiegte sich an die kleinen Körper, lauschte ihrem Atem und hörte das Rascheln, wenn sie sich leicht bewegten und es fühlte sich beinahe so an, als ob ein Teil ihrer Welt wieder ganz wäre. Hier, bei ihren neuen Geschwistern war alles gut. Hier konnte sie die Außenwelt ausblenden, so tun, als ob es das Böse und Verdorbene nicht geben würde. 
"Ich werde euch beschützen! Habt keine Angst", wisperte sie dann leise und fühlte sich beinahe feierlich, als sie dieses Versprechen gab. Natürlich konnten sie sie nicht hören und selbst wenn würden sie kaum verstehen können, was damit gemeint war, aber es war trotzdem gut, dass die kleine rötliche Kätzin es ausgesprochen hatte. Immerhin war sie selbst schon so furchtbar alt, da war es doch auch selbstverständlich, dass sie die kleinen beschützte. Zumindest jetzt, da sie wusste, dass es dort draußen etwas gab, wovor man sie beschützen musste. Birnenjunges sah zu Sandpfote hinauf und blinzelte sie langsam an. Mit einem Mal fiel der kleinen Kätzin ein, dass sie schon in zwei Monden in den Schülerbau umziehen würde. Wie nur könnte sie ihre Mutter alleine lassen? Und wie sollte sie ein Auge auf die anderen haben?
"Wenn ich Schülerin werde, komme ich euch jeden Tag besuchen", versprach sie dann mit ernster Miene, ohne sich genau Gedanken darüber zu machen, was es bedeutete. Dass sie beide dann Schülerinnen wären, nur dass ihre Mutter immer noch an die Kinderstube gefesselt wäre, während Birnenjunges ihre Ausbildung begann. Allgemein hatte die Kleine noch nicht ganz begriffen, dass ihre Mutter nicht ewig eine Königin bleiben würde. Immerhin kannte sie es gar nicht anders und selbst wenn sie nun Sachen wusste, im Großen und Ganzen hatte Birnenjunges immer noch keine wirkliche Ahnung von der Welt.


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 Ein großes Danke an  Honigfrost <3
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BeitragThema: Re: Lager des DonnerClans!   Di 2 Okt - 16:24

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Goldveilchen
Kriegerin | 16 Monde | Tochter von Moosblüte
ERWÄHNT: Jaguarstern, Jace, Butterblume
ANGESPROCHEN: Falkenfeder

Goldveilchen hatte sich mit allen erhoben, war ihnen nach draußen gefolgt und hatte den Gang des Streuners in Jaguarsterns Bau beobachtet. Sie hatte weder währenddessen noch danach sonderlich darauf geachtet, wer sich in ihrer Nähe befand. Bis vor kurzem hatte das ihr Vater getan, hatte sie behütet und es verhindert, dass sie an den Falschen geriet. Eigentlich ein recht lächerlicher Gedanke, denn sie interessierte sich beim besten Willen noch nicht für Kater und auch nicht für die Gründung einer Familie. Sie war doch gerade erst Kriegerin geworden, es gab so viel wichtigeres...
Ihr Vater fehlte ihr. Er war immer da gewesen, sie war nie allein. Und jetzt fühlte sich mit einem Mal alles ganz komisch an. Ohne ihn, der sie zum Lachen gebracht hatte, der sie ermuntert hatte...und der sie anmeckerte und belehrte. Selbst das fehlte ihr schrecklich. Und obgleich er nun nicht mehr da war und die eigentlich recht unsichere Katze durchaus hätte Kontakt zu Katern aufnehmen können, hatte sie es unterlassen. Sie wusste nicht genau, warum, aber irgendwie war ihr dabei wohler gewesen. Vielleicht lag es auch an ihrer schreienden Unsicherheit, die sie daran hinderte, doch vor allem waren es die Regeln ihres Vaters. Sie ging mit Katern auf Patrouillen, aber sie sprach nicht mit ihnen. Hielt Abstand und blieb in ihrer Gegenwart stumm.
Umso überraschter war sie nun, als sie eine Stimme vernahm. Sie hatte nie Kontakt zu anderen gesucht, denn sie hatte ja ihren Vater gehabt. Sie sah vorsichtig zu der Katze hin und erkannte Falkenfeder. Sie hatte nie zuvor etwas mit ihm zu tun gehabt, aber er war immerhin noch nie negativ aufgefallen. Seine Bemerkung war ein holpriger Gesprächseinstieg, aber sie war nicht unbedingt besser darin. Vorsichtig lächelte sie ihn an. „Ermutige ihn nicht auch noch! Steh auf und geh!“, hörte sie ihren Vater in Gedanken. Kurz überlegte sie, das tatsächlich zu tun, vor ihm davonzulaufen. Aber wenn sie drüber nachdachte, war dieser Kater meist allein, ebenso wie sie selbst. Vielleicht könnten sie Leidensgefährten werden oder so, immerhin schienen sie beide niemanden zu haben außer dem Clan. Und das Leben, so völlig allein, war anstrengend und nervenaufreibend. Denn sie fühlte sich niemals sicher...sie hatte Angst in der Dunkelheit, doch nach dem Verschwinden ihres Vaters war niemand mehr da, der über sie wachte. Sie war allein mit sich selbst und ihren Ängsten. Und vielleicht ging es Falkenfeder ja genauso? Das war nun wirklich ein dummer Gedanke, er war eindeutig ein erfahrener Krieger und da hatte er bestimmt keine Angst vorm Alleinsein oder vor der Dunkelheit! „Du hast schon viel zu lange gewartet, jetzt geh endlich! Er ist der Falsche, er will dich nur ausnutzen und er ist viel zu schlecht für dich! Also Marsch Marsch!“ Sie kannte ihren Vater in dieser Hinsicht so gut, dass sie ihn nicht brauchte, um zu wissen, was er gesagt hätte. Und doch konnte sie nicht anders, als es zu ignorieren. Er war nicht da und allein zu sein...da war es noch besser, einfach mit jemandem ein sinnloses Gespräch zu führen. Über das Wetter.
Ja“, miaute sie und mit dieser Antwort kam sie sich ziemlich doof vor. Er musste sie für einsilbig halten, für nicht an einem Gespräch interessiert. Aber sie hatte keine Ahnung, was sie sonst hätte sagen sollen. Unsicher betrachtete sie ihre Pfoten. Ihre Pfoten waren hübsch, hatte ihr zumindest ihr Vater immer gesagt. Das Schweigen war ihr unangenehm, aber sie wollte ihn nicht verärgern und damit davonjagen. Gleichzeitig wollte sie aber auch nicht, dass er dachte, sie wolle nicht mit ihm reden. Aber was sollte sie ihm nur sagen? Dass sie durchaus Interesse an einem Gespräch hatte, aber zu doof war, eins zu führen? Unsicher hob sie den Blick und dieser fiel auf Jace und Butterblume, die ziemlich nah nebeneinander saßen. „Die arme Butterblume...“, meinte sie dann. Wow, das war ein absolut dummer laut ausgesprochener Gedanke. Und Falkenfeder hatte ihn auch noch gehört, na super. Vielleicht sollte sie aufstehen und gehen, denn sie hatte es wirklich versaut...


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Silberlicht
Kriegerin | 2 Jahre
ERWÄHNT: Jaguarstern, Sternschweif, Eschenkralle
ANGESPROCHEN: Knotenpelz, Buchenmond

Das Alles war viel zu viel für sie, der Schmerz in ihrem Bauch, die Angst deswegen und die Angst um ihr Ansehen, denn dann würde sie ihren Gefährten verlieren. Nachdem sie bereits ihren besten Freund verloren hatte, war das wirklich zu viel. Sie durfte nicht versagen, es ging einfach nicht! Es durfte nicht sein! Aber was konnte sie schon tun? Sie brauchte Eschenkralle, keinen Heiler, aber der entfernte sich immer weiter von ihr. Ein dummer Gedanke, immerhin schien er ohnehin keinen Kontakt zu wollen. Ihre ganze Freundschaft...eine Lüge? Das konnte und wollte sie nicht glauben, das durfte einfach nicht sein. Er war immer da gewesen, er hatte sich um sie gekümmert. Mit ihm hatte sie ihre Ängste geteilt, ihre Träume und Wünsche. Auch ihre Erfahrungen, die mit ihren Eltern, ihrer Schwester. Er war der einzige, der von ihren Albträumen wusste, der wusste, wie sehr sie litt. Und vielleicht würde sie eines Tages mit ihm zusammen herausfinden, was das für Wunden an ihrer Mutter gewesen waren. Das hatte er ihr versprochen, damals. Nachdem sie es gesehen hatte, das rote Blut auf dem silbrigen Fell ihrer Mutter...doch bisher hatten sie es nicht herausgefunden. Und wenn sie ehrlich war, hatte sie es auch verdrängt gehabt. Doch nun kamen die Gedanken zurück, setzten sich in ihr fest. Wie so vieles hing es wohl mit ihrer Schwangerschaft zusammen, denn diese emotionalen Gefühle waren ihr bisher fremd gewesen. Sie hatte sie von sich ferngehalten, hatte sie verborgen und niemals wahrgenommen. Doch plötzlich ließen sie sich nicht mehr so gut von sich schieben. Ihre Jungen machten sie weich, gefühlsduselig und zu dem, was sie selbst verachtete. Sie machten sie schwach. Und wenn sie gekonnt hätte, so hätte sie die Schwangerschaft beendet. Doch etwas hatte sie aufgehalten. Zum einen die Liebe zu ihren ungeborenen Jungen, die bereits bei diesen Gedanken unendlich wehgetan hatte, zum anderen aber auch die Angst, Jaguarstern zu verlieren. Der stärkste Kater des Clans, den sie zum Gefährten hatte, der sie beschützte. Weil sie diesen Schutz brauchte, besonders bei der Aufzucht der Jungen. Ein tiefer Gedanke, der sie ihr ganzes Leben lang begleitete. Unerkannt, versteckt hinter einer Maske.
Der Schmerz holte sie zurück. Knotenpelz war noch immer bei ihr. Sie machte keine Anstalten, dem Heiler Bescheid zu sagen, dass ihre Schülerin verletzt war, und sie holte ihr auch nicht den, nach dem sie verlangte. Sie sagte, sie würde bei ihr bleiben. Am liebsten wäre sie ihr an die Kehle gesprungen, aber eigentlich hatte sie gar nichts gegen sie. Es war viel mehr die Angst, die sie diesen Gedanken fassen ließ, aber ihr Ziel war es nie gewesen, jemanden zu verletzen. Nichts lag ihr ferner. Deshalb riss sie sich zusammen und bohrte ihre Krallen in den aufgeweichten Boden, vergrub sie darin und biss wütend die Zähne zusammen. „Ich will deine Hilfe nicht! Und auch nicht deine Gesellschaft!“, zischte sie dann die Kriegerin an. Als der Heiler kam, fühlte sie sich nämlich ungemein verraten. Dass Knotenpelz sich nicht vom Fleck bewegt hatte und somit den Heiler nicht geholt haben konnte, erreichte sie in diesem Moment nicht. Bei ihr kam nur an, dass diese Buchenmond um Hilfe hatte bitten wollen und jetzt war der Heiler da. Also wer außer ihr konnte es gewesen sein? Und anstatt dass sie ihn wegschickte, akzeptierte sie seine Anwesenheit auch noch! „Buchenmond, ich brauche dich nicht. Ich brauche Eschenkralle, sonst niemanden!“, miaute sie zickig, doch wirkte sie dabei bereits ein wenig schwach. Der Schmerz forderte seinen Tribut. Sie kam sich vor wie ein kleines Junges, das trotzig nach etwas verlangte. Aber so dumm es auch klang, sie brauchte ihren Freund. „Und dann bereite dich vor, Hibiskuspfote ist am Bein verletzt. Sie hat deine Hilfe nötiger als ich!“ Eine Lüge, die sie selbst nicht als solche erkannte. Sie blutete innerlich, sie brauchte mehr als nur dringend die Hilfe eines Heilers. Mit einem Mal brach ihre Fassade, der Schmerz übermannte sie erneut und sie stieß ein leises Stöhnen aus. „Bitte! Ich brauche meinen besten Freund!“, flehte sie dann an Buchenmond gewandt. Er schien ihr gerade der einzige, der ihr helfen konnte, Knotenpelz hatte ihren Wünschen ja bisher auch nicht entsprochen. Silberlicht wehrte sich gegen den Schmerz, wehrte sich dagegen, ihn zuzulassen. Und aus unerfindlichen Gründen ertrug sie ihn mit einer solchen Fassung, dass man tatsächlich meinen könnte, es sei gar nicht so schlimm. Denn vermutlich hätte jede andere Katze in dieser Situation geschrien, gejault und wäre vielleicht sogar zusammengebrochen. Doch Silberlicht...sie war stärker als der Schmerz. Zumindest noch...und wenn der Heiler auf ihr Spiel hereinfallen würde, wäre es wohl ihr Tod und auch der ihrer Jungen...


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Sandpfote
Königin | Mutter von Birnenjunges, Tochter von Mondschatten, Ziehmutter von Honigjunges, Staubjunges und Koijunges | 12 Monde
ERWÄHNT: Honigjunges, Staubjunges, Koijunges, Hawk
ANGESPROCHEN: Birnenjunges

Als sich Birnenjunges in Bewegung setzte, nachdem sie ihr noch einmal ins Gesicht gesehen hatte, fiel eine ungeheure Anspannung von der sandfarbenen Katze ab. Das schreckliche Gespräch war erst einmal vorbei und es würde dauern, bis ihre kleine Tochter wieder danach fragte. Vielleicht würde das auch niemals geschehen. Wichtig war nur, dass Birnenjunges um ihre Liebe wusste, dass sie wusste, dass sie es nie bereut hatte. Zu Anfang hatte sie ihr Leben verflucht und auch jetzt malte sie sich manchmal aus, wie ihr Leben ohne Jungen gewesen wäre, aber trotz all dieser Träumereien würde sie Birnenjunges niemals missen wollen. Sie liebte das kleine Kätzchen, von ganzem Herzen. Und auch ihr Tod wäre als Preis für Birnenjunges Leben akzeptabel. Sandpfote beobachtete, wie sich die kleine Katze den noch kleineren Jungen näherte. Sie fragte nach den Namen der Jungen und auch wenn die Mutter ahnte, dass es vor allem um die Ablenkung ging, war ihr selbst das recht. Birnenjunges leckte über die Ohren der kleinen Honigjunges und Sandpfote begann, kehlig zu schnurren. Was auch immer der Vater für ein Monster gewesen war, Birnenjunges war es nicht. Sie würde niemals ein Monster werden.
Und auch wenn ihre Tochter lächelte, sie sah den traurigen Schimmer in ihren Augen. Sie kannte ihn. Und sie wollte ihn dort nicht sehen, ihre Tochter sollte vor Freude strahlen. Doch dass das nicht so leicht war, wusste sie selbst nur zu gut. „Das kleine Braune ist Honigjunges, das weiße ist Staubjunges und das rote Koijunges. Sie haben ihre Namen von Blitzschlag erhalten, bevor sie ging“, miaute sie sanft. Sie selbst hätte weder ihren Sohn Staubjunges genannt noch ihre Tochter Koijunges. Aber das war auch nicht wichtig, immerhin waren das hier ihre Halbgeschwister und nicht ihre Jungen. Sie waren alle hier...nur Luftjunges fehlte. Aber über diesen würde sie schweigen. So wütend sie auf ihren Vater auch war, das würde sie ihm nicht antun. Und den Jungen erst recht nicht. Zu wissen, dass nur ein einziges Jungtier aus dem Wurf von der Mutter mitgenommen wurde...weil sie nur das eine wollte...es war grausam. Sie würden sich ungewollt fühlen und auch wenn Sandpfote sie nicht gewollt hatte, die Eltern der Jungen hatten es getan.
Liebevoll betrachtete sie ihre Jungen, denn irgendwie waren auch ihre Geschwister ihre Jungen. Zumindest fühlte es sich so an. „Du warst noch kleiner als du geboren wurdest“, schnurrte Sandpfote und beobachtete, wie sich Birnenjunges zu den Jungen ins Nest legte. Sie tat es ihr gleich und legte sich auf die Seite, sodass die Jungen an ihrem Bauch lagen. Den Kopf leicht angehoben betrachtete sie die vier. Dann hörte sie ihre kleine Tochter, wie sie den Jungen verkündete, auf sie zu achten und sie jeden Tag besuchen zu kommen. Eine solche Rührung erfasste sie, schnürte ihr die Kehle zu. Sie hatte immer gewusst, wie rein das Herz ihrer Tochter war, wie voll von Liebe...doch es so deutlich zu sehen, vor Augen geführt zu bekommen, brachte ihr Herz zum weinen und gleichzeitig strahlte es heller als die Sonne an einem warmen Tag.


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Sonnenpfote
Schülerin von Brombeerfrost, Gefährtin von Opalkralle | 10 Monde
ERWÄHNT: Jaguarstern, Brombeerfrost, Opalkralle, Jace
ANGESPROCHEN: Salzpfote

Sonnenpfote sah die Welt tatsächlich eher pessimistisch. Allerdings hatte sich in ihrem Leben bisher auch nur wenig positives ereignet. Ihr Vater war ein Mörder, ihre Mutter hatte für einen dämlichen Kater den Clan verlassen, der sie dann sich selbst überließ. Dann war erneut Herbststurm aufgetaucht und hatte ihr einen dämlichen Katersohn verpasst. An dem war ihre Mutter dann gestorben, Apfel hatte sie schon verlassen gehabt und nur sie selbst war zurückgeblieben. Mit ihrem blöden Bruder. Und doch hatte sie ihn nicht einfach sich selbst überlassen können.
Sie schob die Gedanken an die wenig glorreiche Vergangenheit beiseite und widmete sich dem Hier und jetzt. Ihr Mentor war nicht da, und das, wo er doch da zu sein hatte. Er war eben nicht so gut wie alle sagten. Und Sternenclan sei Dank hatte sie auch ihren Gefährten den Clan verlassen sehen. Sie war froh darum, ihn endlich los zu sein. Wenigstens für eine Weile. Aber er war eben nur ein Kater, da hatte sie nichts anderes zu erwarten.
Salzpfote schien die Welt noch immer durch eine rosarote Brille zu sehen, als wäre alles gut und wenn es noch nicht gut war, war es noch nicht zuende. Sonnenpfote sah die Welt anders. Manchmal fragte sie sich, ob sie nicht lieber hätte Streunerin bleiben sollen. Dann wäre sie jetzt wenigstens nicht mit Katern auf engstem Raum zusammengepfercht. Doch dann würde sie auch nicht mehr leben.
Und Sonnenpfote glaubte an den Clan. Warum genau das so war, wusste sie nicht, aber es schien beinahe, als wäre es ihr vorgegeben. Sie gehörte hierher und solange kein Kater in ihre Nähe kam, war auch alles in Ordnung. Und Opalkralle war ein Monster, aber er beschützte sie auch vor anderen Katern. Er war ein Freund von Jaguarstern und damit ja auch mächtig, nicht wahr? Auch wenn sie nicht glaubte, dass sie jemals Einfluss auf ihn haben könnte.
Gerade meinte sie zu Salzpfote, dass Butterblume ja den Clan hätte. Etwas, was für die schwarz-weiße Schülerin wirklich wichtig und eminent war. Die Erwiderung der anderen Schülerin kam so trocken und beinahe schon abgebrüht rüber, das Sonnenpfote lächeln musste. „Vermutlich hast du Recht. Allerdings bin üblicherweise ich das, die das annehmen würde. Von dir hätte ich das nicht gedacht“, miaute sie und betrachtete den Streuner. Er schien seltsamerweise nicht vor zu haben, Butterblume anzugreifen. Wirkte beinahe schon ruhig. „Ich glaub jedenfalls nicht, dass er jetzt angreift. Wenn tut er es, wenn keiner hinsieht“, meinte sie dann und schüttelte sich. „Wollen wir nicht lieber wieder rein gehen?“, setzte sie dann hinzu. Hier draußen war es ungemütlich. Und auch wenn sie eigentlich nichts dagegen hätte, die Jungen zu verlieren, um Opalkralle zu schaden, würde sie sich selbst vor allen anderen damit schaden.


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Honigjunges
Junges von Mondschatten, Schwester von Staubjunges und Koijunges, Ziehtochter von ihrer Halbschwester Sandpfote, Ziehschwester von Birnenjunges | neugeboren
ERWÄHNT: Sandpfote, Birnenjunges, Staubjunges, Koijunges
ANGESPROCHEN: /

Das Junge schlief, die Augen fest geschlossen. Doch selbst wenn es nicht geschlafen hätte, die Augen waren geschlossen. Es würde noch einige Sonnenaufgänge dauern, ehe ihre jungenblauen Augen die Welt erkunden würden. Doch auch so war die Welt neu für sie, die Gerüche, die Gefühle, die Wärme und die Kälte. Das Gefühl des Hungers oder Durstes.
Sie spürte ihre Geschwister neben sich. Tief in ihrem Innern gab es dieses Bild, sie erkannte es wieder. Es waren Geschwister, ihr Bruder und ihre Schwester, mit denen sie ihr ganzes Leben lang zusammen war. Es mochte noch nicht sehr lange sein, aber das war nicht wichtig. Der Bauch, aus dem die Milch kam, das war ihre Mama. Und die größere Katze, die nicht so groß war wie ihre Mama, das war auch eine Schwester. Glaubte sie, wusste sie, wollte sie so.
Sie spürte, dass sich jemand näherte, der Boden gab ihr ein Zeichen. Dann spürte sie ein sanftes, beinahe schon liebevolles Stupsen. Sie bewegte ihren Kopf, drehte ihn in die Richtung, aus der die andere Katzen wohl gekommen war. Dann spürte sie eine Zunge, die über ihre Ohren fuhr. Es war nicht ihre Mama, es war ihre große Schwester. Sie erkannte sie am Geruch, an der Größe der Zunge. Sie schniefte zustimmend, sie mochte das Gefühl. Dann war alles gut, so fühlte es sich an. Alles war gut.
Sie hörte nicht, was Birnenjunges sagte, aber sie spürte wohl dennoch die Liebe. Sie kuschelte sich an Birnenjunges und suchte mit ihrem Hinterteil den Bauch ihrer Mama. Dann rollte sie sich auf den Rücken, die Pfötchen vor der Brust verschränkt, und schlief wieder ein.


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Rabenklaue
Ältester | 14 Jahre 8 Monde
ERWÄHNT: Kornblüte, Sanftbeere, seine gesamte Familie, Mondschatten, Birnenjunges, Sandpfote
ANGESPROCHEN: Malvenpfote

Eine Geschichte zu erzählen ist etwas, was im ersten Moment nicht erschreckend wirkt. Es ist eine Erzählung, nichts weiter. Doch wenn es die eigene Geschichte ist, eine Geschichte, die man selbst erlebte, dann ist sie nicht mehr nur eine Erzählung. Sie ist verknüpft mit Gefühlen, mit Bildern. Verwoben in einem Netz aus unsichtbaren Fäden, die sich durch das gesamte Leben ziehen und Verbindungen schaffen, wo man sie nicht erwartet hatte.
Und so war es für den alten Kater nicht so leicht, seine eigene Geschichte zu erzählen, denn er hatte sie erlebt, hatte sie durchlitten. Nur wenig in seinem Leben war wirklich schön gewesen, frei von Leid oder Schmerz. Erschütterungen hatte er erfahren, Verluste erlitten. Und während er sprach, sah er die Geister tanzen, sah seine Schwester und seinen besten Freund lebendig werden, sah sie altern. Sah seine Gefährtin mit ihrer Schwester spielen, sah sie ihn ansehen und verliebte sich erneut. Er konnte seine Jungen sehen, seine Enkelin, sie alle waren da, hier mit ihm im Bau. Und er erzählte die Geschichte, so gut er es vermochte, erzählte sie nicht nur dieser Schülerin, die den Weg zu ihm fand, sondern auch seiner Familie, die bei ihm war. Es kam ihm vor, als lege er Zeugnis ab über sein Leben, seine Fehler. Und so schwer die Worte wogen, die er sprach, so sehr sie schmerzten und so sehr sie auch seine Stimme beben ließen, mit jedem Wort hatte er das Gefühl, etwas löse sich von ihm. Als würde die Welt und das Leben an Grausamkeit verlieren, als würde alles gut werden.
Nur Malvenpfote hielt ihn noch, es war, als flöge ein Teil von ihm bereits auf zu den Sternen, doch hielt sie ihn noch zurück. Und es musste so sein, er fühlte es, er musste es ihr erzählen. Es war wichtig, dass er es sagte, dass sie es wusste. Warum, war ihm nicht bekannt, doch er spürte es.
Sanft sah er auf die rot getigerte Schülerin hinab. „Sie sind meine Familie, das, was ich noch habe im Leben, Malvenpfote. Ihnen allein gehört mein Herz“, miaute er mit ernster Stimme. Und es war die Wahrheit. Sandpfote und Birnenjunges sah er immer gern in seiner Nähe. Auch wenn er zugeben musste, dass er sie in der letzten Zeit teilweise nicht mehr erkannt hatte. Er musste daran denken, wie sie erst am letzten Tag zu ihm gekommen waren. Sandpfote sah jeden Tag nach ihm, sie meinte, er würde ja bald nicht mehr da sein. Und auch wenn er das immer nur belächelt hatte, so hatte sie ja nicht unrecht. Er hatte Birnenjunges angesehen und er hatte sie nicht erkennen können. „Na, wen haben wir denn da? Möchtest du eine Geschichte hören?“ - „Aber Opa, ich bin es doch! Erkennst du mich nicht mehr?“ Er war sich schrecklich vorgekommen und hatte nur hilfesuchend zu Sandpfote gesehen. „Ach Birnenjunges, gib Opa ein bisschen Zeit. Du weißt doch, manchmal träumt er mit offenen Augen.“
Es hatte den Namen gebraucht, damit wenigstens ein Teil seiner Erinnerung zurückkehrte. Nun sah er ganz klar. So klar wie schon lange nicht mehr. Und er war mit sich im Reinen. Hatte gebeichtet, alles erzählt. Als Malvenpfote weitersprach, spürte er die Realität um sich herum zurückkehren. Er roch den Regen, spürte den kalten Zug, der durch den Eingang wehte, und hörte das rhythmische Atmen von Kornblüte und Sanftbeere. „Ich bin mir ganz sicher, dass du deine Familie hier im Clan finden wirst. Du bist eine Katze mit einem guten Herzen“, miaute er freundlich. Und er meinte es so. Sie hatte jede Chance, hier jemanden kennenzulernen. Früher hätte er selbst sie wohl aufgenommen, doch etwas sagte ihm, dass sie nichts mehr davon haben würde. Dass er sie zu schnell verlassen würde...und wer wusste schon, ob er sich morgen noch an sie erinnerte? Niemand wusste das. Und er selbst am allerwenigsten. Nein, sie würde ihren eigenen Weg finden, ihre eigene Familie und ihr eigenes Glück.
Und dennoch war der Satz, den sie sagte, ein ungemeines Kompliment für ihn. Er lächelte sanft, legte die Nase an ihre Wange. „Irgendwie werde ich das sein, Malvenpfote, wenn auch anders als du es dir erhoffst. Knüpfe an an die Lebenden, nicht an die Toten, damit du dein Lächeln nicht verlierst, ja?“, schnurrte er und seufzte dann. Er war müde, es hatte ihn angestrengt, zu berichten, denn er hatte es gelebt. Mit jedem Wort war die Erinnerung wieder da gewesen, hatte ihn erschaudert oder beglückt, hatte die Geschichte lebendig gemacht.
Ich denke...ich werde nun etwas schlafen. Du darfst bleiben, wenn du möchtest, aber du musst es nicht tun“, miaute er an die Schülerin gewandt und legte sich in seinem Nest zurecht. So unhöflich es nun war, er konnte nicht anders, sein Körper rief danach. Also bettete er seinen Kopf auf das Moos des Nestes, sog den Geruch ein und schloss die Augen.
Und mit einem Mal war er nicht mehr allein. Er war ein Junges, angekuschelt an seine Schwester, im nächsten Moment tobend mit seinem besten Freund. Dann seine Mutter, tieftraurig und weinend. Plötzlich kämpften er, seine Schwester und Regenpfote. Seine Schwester, tot am Boden. Regensturms trauriges Gesicht. Dann Teichpfote und Tränenpfote bei ihrer Ernennung, das Lächeln von Tränenpfote während dem Training. Tränentau und Teichwind bei ihrer Kriegerernennung, der Blick von Tränentau, einzig und allein für ihn. Ihr Gesicht, als er ihr seine Liebe gestand, Ahornjunges und Zedernjunges an ihrem Bauch, Zedernjunges, wie sie mit der Milch schmatzt, die Schülerernennung. Das Gesicht seines Freundes, der leise Hauch der Trauer darin, dem auch Rabenklaue nichts hatte entgegensetzen können. Er verstand es, wusste um die Ähnlichkeit seiner Tochter zur großen Liebe Regensturms, seiner Schwester. Und es war ihm selbst ja genauso gegangen, erneut spürte er es. Und doch war da auch die Liebe, die Hoffnung, das Glück.
Dann sah er Tränentau in die Tiefe stürzen, nicht bildlich war es geschehen, aber so war es ihm vorgekommen. Sie entfernte sich von ihm, doch nun ging sie nicht, blieb bei ihm. Ein Schemen im Schatten. So wie seine Schwester, seine Eltern. Dann seine Töchter...er sah Zedernherz, ihr Leid, ihre Liebe, ihren Tod, doch auch sie blieb bei ihm, jedoch nicht allein. Da waren ihre Jungen, die er gesehen hatte, doch waren da auch noch andere Katzen. Und jetzt, wo er sie sah, neben seiner Tochter...da wurde ihm alles klar. Sie hatten überlebt. Zwei ihrer Jungen, sie hatten überlebt, sie waren Mütter geworden, und er hatte die Chance verpasst, sie kennenzulernen. War nicht für sie dagewesen, obgleich sie ihn gebraucht hätten. Doch in ihren Augen, da lag kein Vorwurf. Und sein Herz kannte ihre Namen. Aspentau und Laufbeere, es kam ihm vor, als würde er sie ihr ganzes Leben lang kennen, als wären sie nie getrennt gewesen. Er sah ihre Jungen, seine Urenkel und Urenkelinnen. Und er kannte sie alle, wusste, wer sie waren, wie ihre Leben gewesen waren. Er wusste um Blumenwinds Liebe zu Herbststurm, ihre toten Jungen und die Liebe, die sie das Leben gekostet hatte. Er kannte Graumond, die an einem gebrochenen Herzen starb, Schmetterlingsflug, die von ihrem Gefährten verlassen wurde, Kornblume, die für ihren Sohn starb...
Er saß in ihrer Mitte, in der Mitte all dieser Katzen, die ihn freundlich ansahen und nun bereit waren, ihn mitzunehmen. Tränentau trat vor, sie lächelte ihn an und sein Herz wurde leichter als der Wind. Sie kam zu ihm, leckte seine Wange. Ein Bild blitzte vor seinen Augen auf. Ein schwarzes Junges, an dem Bauch einer Kätzin, die er nicht kannte. „Krähenjunges“, murmelte er, ohne zu wissen, was es bedeutete. Sein Körper hatte es einfach gesagt, auch wenn seine Seele sich bereits aufmachte, mit seiner Familie zu den Sternen zu fliegen.
An Tränentaus Seite machte er sich auf, sah noch einmal zurück auf Sandpfote und Birnenjunges, warf einen kurzen Blick auf Mondschatten und Malvenpfote, dann ging er los. Beflügelt von der Liebe, begleitet von seiner Familie und seinem besten Freund, hauchte er seinen letzten Odem aus und jagte zu den Sternen...



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BeitragThema: Re: Lager des DonnerClans!   Di 2 Okt - 21:52

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Falkenfeder
2 Jahre, 3 Monate | single
ERWÄHNT:Jace, Butterblume
ANGESPROCHEN: Goldveilchen

Er fühlte sich wie ein absolutes Mäusehirn und wäre am liebsten aufgestanden, um ans andere Ende des Lagers zu gehen... Unangenehmes Wetter heute. Also bitte... wie soll auf solch eine Aussage denn ein Gespräch stattfinden?! Er wüsste ja selbst nicht, was man darauf würde antworten können...
Nicht, dass es ihn störte, wenn eben keines hätte stattgefunden... Er war kein Kater, welcher gerne in Gesellschaft war - ihn störte Stille nicht und er konnte stundenlang neben einer Katze sitzen und nichts sagen. Einfach den Tag genießen. An Blümchen riechen, Insekten beobachten, den Liedern der Vögel lauschend oder einfach nur dem Flüstern des Windes zuhören.

Aber nein... er hatte ja etwas sagen müssen und der Kätzin so ein Gespräch förmlich aufzwingen müssen... in nur wenigen Herzschlägen würde keiner von ihnen mehr wissen, was er sagen sollte und eine peinliche Stille würde entstehen, bei der beide Gesprächspartner nur hofften, eine Ablenkung würde kommen oder der andere würde eine Ausrede finden, um zu verschwinden.
Und noch schlimmer wurde es, als die Kätzin – verdammt! Sie war wirklich hübsch, was die ganze Sache nicht besser machte – nach seinen unbedachten Worten einen überraschten Blick in seine Richtung warf und sich kurz darauf ein zartes Lächeln auf ihrem Gesicht ausbreitete. Eines von denen, wo ein Kater sich wie ein Steinzeitbewohner auf der Brust herum trommeln wollte...
Dabei war er eigentlich gar nicht so der Typ Kater, der unbedingt eine Gefährtin oder gar eine Geliebte wollte... Er war nicht wie andere, die eine Kätzin alleine nach dem Aussehen beurteilten. Und vor allem war er niemand, der schnell in Verlegenheit geriet oder in Vorsintflutliches Verhalten verfiel – jedenfalls hatte er letzteres bis jetzt gedacht. Tja... so konnte sich ein Kater irren.

Falkenfeder erwiderte das Lächeln der Kätzin, ebenfalls ein wenig zögernd, denn die Interaktion mit anderen Katzen fiel ihm immer ein wenig schwer. Nicht, weil er schüchtern oder gar sozial inkompetent war, sondern, weil er die Gesellschaft anderer einfach eher vermied. Er zog die Einsamkeit einer Ansammlung von Katzen vor.
Von den Gedanken Goldveilchen's ahnte er nichts... hätte es ihm wohl auch ein schlechtes Gewissen gemacht, obwohl er ja nicht beabsichtigt hatte, dass sie sein allein sein so interpretierte. Denn im Gegensatz zu ihr, hatte er tatsächlich keine Probleme damit. Es täte ihm leid, hätte er gewusst, dass sie die Einsamkeit ängstigte und sie sogar die Dunkelheit fürchtete. Vermutlich hätte er ihr sogar angeboten, sie könne das Nest neben seinem Beziehen, wenn sie sich das nächste mal des Nachts voller Sorge in dem ihren hin und her wälzte und sich somit den doch so dringend benötigten Schlaf brachte.
Dabei hätte er nicht einmal Hintergedanken. Zwar war er nicht Blind und sah durchaus, dass sie ansehnlich war... aber war sie doch nicht seine Zielgruppe. Zu jung und unerfahren. Er bevorzugte Kätzinnen, welche mit beiden Beinen fest im Leben standen.
Nur fand man diese so selten... oder sie machten ihm Angst. Wie Lerchenlied aus dem Schattenclan. Die Kätzin sah so ungewöhnlich aus, dass er sie – als er sie als Schüler das erste Mal gesehen hatte – mit offenem Maul angesehen hatte und unglücklicherweise laut seinem Mentor fragte, was dies denn für eine seltsame Ratten-Katze war.... Damals war sein Mund noch schneller wie sein Kopf. Dies hatte sich mit den Monden zum Glück gelegt. Die Rauflustige kleine Kätzin hatte ihm dafür jedenfalls – zu recht - die Ohren zerkratzt... Blutstern fand er auch sehr interessant... aber an eine Anführerin hätte er sich im Leben nicht heran gemacht... Zudem die Kätzin auch nie Interesse an einem Kater gezeigt hatte. Weder aus ihrem Clan, noch aus einem anderen. Vermutlich war sie nur einfach darauf bedacht, den Richtigen zu finden! So wie er. Also in seinem Fall natürlich die richtige.

Da ertönte ihre Stimme und seine Ohren zuckten, richteten sich nach vorne und wie erwartet, kam nur ein Ja heraus... Er machte sich gar keine Hoffnung, dass noch etwas hinzu gefügt werden würde und blickte sich deshalb im Lager um, leckte sich sichtlich Verlegen mit der Zunge über die Lefzen. Krampfhaft überlegend, was er als nächstes würde sagen können.
Aber ihm fiel einfach nichts ein! Er war wirklich eine Niete... als Gesprächspartner eindeutig ungeeignet.
Kurz warf er Goldveilchen noch einmal einen Blick zu... doch diese betrachtete interessiert ihre Pfoten. Na klasse... er langweilte sie... und er konnte es auch noch verstehen! Nun fehlte nur noch ein demonstratives Gähnen...
Er sollte es ihr ersparen, diese peinliche Stille weiterhin zu ertragen und gehen.... Ja, das wäre das Beste! “Also... ich...“, begann er, unterbrach sich aber, denn in diesem Moment sprach auch Goldveilchen. Er folgte ihrem Blick und sah die rote Kriegerin, welche tatsächlich überraschend nah bei dem narbigen Kater saß – und im nächsten Moment einen äußerst giftigen Ausdruck auf dem hübschen Gesicht hatte, den Kater wütend anzufauchen schien. Fast schon beleidigt wirkte. Was war denn mit Butterblume los?

Ein kleines Lächeln erschien auf seinem Gesicht und die blass grünen Augen funkelten schelmisch. Er warf Goldveilchen einen Blick zu und zwinkerte. “Na... ob sie wirklich so arm dran ist, kann ich nicht sagen... so ganz unwohl scheint sie sich in der Nähe des Katers wohl doch nicht zu fühlen.“, schnurrte er. Für die anderen vielleicht nicht unbedingt sichtbar... aber er beobachtete viel und analysierte gerne. So fiel ihm durchaus auf, dass die werdende Königin die Gesellschaft des Fremden nicht ganz so unangenehm fand, wie sie es wohl gerne getan hätte.
Und warum auch immer... in diesem Moment fiel ihm tatsächlich der Name der Kätzin ein! Goldveilchen! Und nun fand er auch einen Bezug zu ihr, woher er sie kannte! Sie war die Tochter von Storchenblut! Ein herausragender Krieger, für die damaligen Schüler ein Vorbild. Sein plötzliches Verschwinden hatte sie alle geschockt, hart getroffen.
“Du bist die Tochter von Storchenblut, nicht wahr? Wie geht es dir? Bist du über den Verlust hinweg gekommen?“, miaute er fragend und biss sich kurz darauf auf die Zunge.
Er war so ein dämliches Mäusehirn....... da hätte er ein Gesprächsthema gefunden... und was tat er? Sprach sie auf ihren Vater an! Manchmal hätte er sich am liebsten selbst die Ohren zerfetzt....


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Ein großes Danke an Gigi (Blutseele) für die tolle Siggi! <3

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BeitragThema: Re: Lager des DonnerClans!   Mi 3 Okt - 9:09

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Rindenfeuer
Info´s: 8 Jahre 6 Monde / Gefährte von Dornenblüte / Ziehvater von Mausepfote
ERWÄHNT:Mausepfote, Mondschatten, etc
ANGESPROCHEN: Dornenblüte


Der dunkle Kater begleitete Dornenblüte in den Kriegerbau. Er sah zu, wie sie sich in ihr Nest legte. Leicht zuckte sein Schweif als er sah, wie fahrig, richtig gehetzt, sie anfing sich zu putzen. Dies war nicht normal. Sicher, Dornenblüte war eine Kätzin und diese wollte nun mal sauber sein. Aber so putzte sich nicht einmal Dornenblüte. Der große Kater ging zu der kleineren Kätzin hin, er schlich um sie herum ehe er sich von hinten an sie schmiegte. Er drückte seinen massigen Körper an den Ihren, ein leises schnurren entfloh ihm. Sie war die perfekte Partnerin für ihn. Als er selbst noch jünger gewesen war hatte er es nicht gesehen. Hatte es nicht sehen können. Aber je älter er wurde, je mehr er sie beobachtet hatte, desto deutlicher wurde ihm, dass sie für ihn geschaffen war. „Was ist los, Dornenblüte?“, raunte er in ihr Ohr, er fing an ihren Kopf und ihren Nacken zu putzen. „Ich merke, dass etwas nicht stimmt“, knurrte er leise an ihrem Fell. Er biss kurz in ihren Nacken, zog leicht an dem Nackenfell, schmiegte sich so enger an sich. Der Kater ließ ihr Nackenfell wieder los, putzte dann ihre Schultern und ihren Rücken, wusch sie und trocknete ihr schönes Fell. Er bemerkte sehr wohl, wie sie zu überlegen schien. Die Kätzin vor ihm hörte auf sich zu putzen, während er weiter ihr Fell wusch. „Ach, es ist alles so...“, miaute die sie und machte ein verzweifeltes Geräusch. Rindenfeuer kniff die Augen zusammen. Was hatte sie denn bloß? „Da draußen ist ein Streuner, er ist in unserem Lager und er sieht aus wie ein Mörder! Verrmutlich ist er einer! Mausepfote ist nicht bei uns, ich würde gar nicht merken, wenn er ihr etwas antäte! Aber sie ist im Schülerbau, und ich weiß, sie gehört dahin, aber...aber ich mach mir solche Sorgen!“, brach es dann aus ihr heraus. Rindenfeuer knurrte leise. „Dornenblüte! Mausepfote ist alt genug, um eine Gefahr erkennen zu können. Ich selbst weiß, dass es im Schülerbau hinten ein kleines Loch gibt. Sollte dieser Kater meinen, er müsse sie bedrohen, dann kann sie dort rausschlüpfen.“, miaute der Kater ruhig. Er knurrte lauter auf. „Dann bekommt er es mit mir zu tun, sollte sie wegen ihm aus ihrem Nest fliehen müssen!“, miaute er leicht aggressiv. „Ich vertraue Jaguarstern, aber...warum hat er nicht dir den Streuner anvertraut? Du bist stark und ein hervorragender Kämpfer. Oder Dornenpfeil. Jemandem, der nicht zögern würde, einen anderen zu verletzen!“ Beschämt sah sie auf ihre Pfoten und Rindenfeuer zuckte mit den Ohren. Er schnaubte leise. Eigentlich hatte sie Recht. „Du hast Recht“, gab er zu. „Allerdings habe ich gesehen, dass auch Mondschatten ein Auge auf den Streuner hat. Und Mondschatten ist jünger als ich. Er hat auch Junge in der Kinderstube. Mondschatten würde nicht zögern und den Streuner angreifen, sollte der sich falsch verhalten“, miaute er zu Dornenblüte. Er lauschte weiter ihren fast schon verzweifelten Worten. „Ich mag Butterblume und sie ist eine gute Kriegerin, versteh mich nicht falsch. Und sie kann es vermutlich genauso wie du oder jemand anders. Aber was, wenn ihr oder ihren Jungen etwas zustößt? Dass Eulenfeder sie verlassen hat ist schon schlimm genug...“, miaute sie verzweifelt. Rindenfeuer brummelte leise, er wollte nicht, dass sie sich so aufregte. „Dornenblüte schau. Butterblume ist trächtig, ja. Aber ich denke wir sind genug Krieger, um sie vor ihm beschützen zu können“, miaute er ruhig. „Dornenpfeil, Malachitblitz oder eben Mondschatten würden nicht zögern sie zu beschützen. Da bin ich sicher. Ich achte natürlich auch darauf“, miaute er leise und schnaubte. „Ich bin nicht erpicht darauf, dass so ein…gesindel…sich dir nähert“, miaute er leise knurrend. Dornenblüte seufzte leise neben ihm und legte die Stirn an Rindenfeuers Flanke. Der Kater schnurrte leise brummend als er merkte, wie sie seinen Geruch einatmete. Er selbst neigte den Kopf und leckte ihr über den Kopf und die Ohren. „Dieser Sturm setzt mir einfach zu...“, flüsterte sie leise, woraufhin er leise schnaubte. Rindenfeuer erhob sich kurz, nur um sich enger an sie geschmiegt wieder hinzulegen. Er legte seinen Schweif über ihren, bedeckte sie beinahe mit seinem Körper. „Dieser Sturm hört bestimmt bald auf. Dir geschieht hier nichts“, miaute er ruhig, leise. Er wusste sehr wohl, dass ihr Bruder in einem solchen Sturm gestorben war. Dies musste der Kätzin immer noch sehr zusetzen. Rindenfeuer neigte den Kopf und leckte ihr ein paar Mal über die Schnautze. „Wenn du willst, dann hole ich Mausepfote. Damit du beruhigt bist. Aber sie kennt den Ausgang, ich habe ihn ihr selbst einmal gezeigt“, miaute der Kater ruhig. Dies stimmte, obwohl er der Kätzin den Ausgang eher unabsichtlich gezeigt hatte. Seiner Meinung nach hätte sie ihn selbst finden müssen. Aber es war nun mal so, wie es jetzt war. Der Kater riss sein Maul zu einem gähnen auf, entblößte so einen abgebrochenen, oberen rechten Reißzahn. Dies war ihm vor einigen Sonnenaufgängen bei der Jagd passiert. Es tat nicht weh, das überhaupt nicht. Das kam wohl daher, dass er schon etwas älter war. Aber es störte ihn nicht. Solange er noch jagen und fressen konnte, würde er sich nicht beschweren. Obwohl sich seine Prioritäten geändert hatten. Nun jagte er nicht zuerst für sich, damit er was zu fressen hatte, sondern für Dornenblüte. Er war mittlerweile soweit, dass es ihm nichts mehr ausmachen würde, sollten sie keine Jungen gemeinsam bekommen. Der dunkle Kater war glücklich so, wie es war. Solange er Dornenblüte an seiner Seite hatte, war alles in Ordnung. Rindenfeuer leckte sich ein paar Mal über die Lippen, dann neigte er wieder den Kopf und putzte Dornenblüte weiter. Er arbeitete sich von ihrem Kopf, über ihre Schultern zu ihrem Rücken vor. Dass sein Fell selbst noch nass war, störte ihn nicht. Zuerst musste Dornenblüte trocken werden, nicht, dass sie noch krank wurde. Er selbst war in seinem gesamten Leben noch nie krank gewesen, nicht einmal ein einfacher schnupfen hatte sich an ihn herangetraut. Rindenfeuer streckte sich leicht, er putzte Dornenblütes Schwanzwurzel, leckte das Fell trocken und schnurrte dabei kaum hörbar. Als dieser Teil ihres Körpers ebenfalls trocken war, reckte er den Hals und widmete sich ihrer Seite, dabei leckte er ihr auch den Teil ihres Bauches, an den er rankam trocken. Wenn, dann war er gründlich bei seiner Arbeit.


Charakterliste:
 

Wenn ich nach 4 Tagen in den Clans nicht geantwortet habe bitte schickt mir eine PN [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.] Danke an Ares für das traumhaft tolle Bild von Blut&Viper *.*
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BeitragThema: Re: Lager des DonnerClans!   Mi 3 Okt - 17:18

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Jace
Streuner | Sohn von Loki |16 Monde
ERWÄHNT: Loki, Jaguarstern, Schneepfote, Mausepfote
ANGESPROCHEN: Butterblume

Sie saß da. Einfach so. Ihr schöner Körper, das nasse Fell an diesem und die Augen, die in die Ferne, ins Nichts gerichtet waren. Hatte er jemals solche Augen gesehen? So ehrlich und beredt? Niemand war ihm gegenüber jemals so frei gewesen, zu zeigen, was er fühlte. Und er kannte es nicht, zu fühlen. Es überforderte ihn. Nur Wut und Hass, Angst und Schmerz. Das kannte er, hatte er es oft genug in den Augen seiner Opfer gesehen. Hatte es ihn jemals gekümmert? Nein. Nicht einen einzigen Tod bereute er, nicht einen einzigen Mord. Da gab es nichts, was ihn nachhaltig beschäftigte. Vielleicht sollte es das, aber er kannte kein Gewissen. Es machte für ihn keinen Unterschied. Denn er lebte ja nur, um sein Ziel zu erreichen. Lokis Tod. Doch erst, wenn der Kater alles verloren hatte, wirklich alles, erst dann durfte er ihn beseitigen. Oder noch besser...wenn Loki mal wieder eine Kätzin fand...er könnte sie ihm wegnehmen, nur, um ihm zu schaden. Ein alberner Gedanke, denn anders als Loki besaß er nicht mehr ein vollständiges Haarkleid und hatte noch niemals mit Worten umgehen können. Kein Wunder, dass Butterblume lieber ihren Gedanken nachhing als mit ihm zu reden! Dieser Gedanke machte ihn nicht gerade glücklich, wodurch sein Blick wohl auch nicht unbedingt freundlicher aussah.
Sie seufzte. Was konnte so ein Seufzen meinen? Er hatte keine Ahnung und es ärgerte ihn, fast hätte er sie danach gefragt. Doch eine solch...plumpe Frage war sogar ihm selbst unangenehm. Stattdessen grübelte er noch einen Moment über die Bedeutung dieses Lautes, als er sah, wie sie sich vor ihm duckte. Er hatte sie nicht ängstigen wollen...doch erregte es ihn gleichzeitig. Er verstand das Gefühl nicht, das in seiner Brust brannte und dennoch auch zwischen seinen Lenden waberte. Er wusste nur, dass ihm ihre Angst gefiel. Und dass sie die erste und einzige war, bei der er diese Gefühle verspürte. Und dass er sie nicht verstand. Denn wenn er das getan hätte...
Jace kannte ihre Gedanken nicht, doch das war vermutlich auch gut so. Denn sie hätten ihn wütend gemacht, ihn erzürnt. Was fiel ihr ein, einen Kater zu treffen? Nicht nur einen, nein, sie war gleich zweien erlegen, ehe sie ihren nichtsnutzigen Gefährten fand? Doch es hätte ihn gleichzeitig auch beruhigt, zu wissen, dass sie nicht in einer Beziehung lebte. Für Lügen und Tonhöhen, für Gefühle und all solches hatte er kein Gespür und so war es ihm unmöglich, eben solche zu erkennen und einzuordnen. Vielleicht sah er sogar die Anzeichen, dass sie ihm bei diesen Worten nicht in die Augen sah, sondern von ihm weg, dass ihre Stimmlage sich veränderte. Doch nur, weil er es wahrnahm, hieß es nicht, dass er es verstand. Aufgewachsen ohne Gefühle, herangezüchtet als Mörder waren Gefühle niemals ein Thema gewesen. Sie hätten ihn gehindert, seinen Plan zu verfolgen, sein Ziel zu erreichen. Ein Gewissen, Moralvorstellungen oder soziale Gedanken – ein riesiges Hindernis. Er hatte es aus dem Weg geschafft, indem er sich abkapselte, nachdem sein Vater, den er nicht mehr als solchen kannte, ihn beinahe getötet hatte. Die Narbe an seiner Seite zeugte von diesem Zwischenfall, sie war der Anfang gewesen. Der Anfang vom Ende. Denn ein Leben war es nicht mehr, was er führte. Daher bedeutete es ihm auch nichts. Es gab nichts, wofür er lebte...zumindest hatte es nichts gegeben. Nun war da Butterblume. Dieser abstruse Gedanke, ein eindeutig unerreichbares Ziel.
Also willst du mich dahin bringen, wo alle Katzen des Clans friedlich schlafen? Sollte ich sie töten wollen, ersparst du mir damit viel Arbeit“, miaute er bedrohlich. Warum konnte er nicht einfach mal schweigen? „Und dein kleiner Mondwind...wer weiß...vielleicht träumt er ja zu lange von dir und wacht nie wieder auf...“ Er hasste sich dafür. Generell hatte er eine gewisse Neigung zum Selbsthass, da es ihm noch immer nicht gelungen war, Loki entsprechend zu töten. Er sollte ebenso leiden wie er selbst gelitten hatte, sollte all die Grausamkeit erfahren und wissen, dass sie niemals enden würde! Dass sie ihn verfolgte bis in den Tod, dass er niemals Frieden fände...
Und aus unerklärlichen Gründen schloss dieser Hass nun auch Mondwind ein. Denn der teilte bestimmt nie wieder mit Butterblume ein Nest, das würde er verhindern! Hätte er doch nur gewusst, dass Butterblume in dieser Hinsicht aus Angst log. Das wiederum hätte ihn zwar wütend gemacht, aber der Gedanke, dass sie sich nur mithilfe eines erfundenen Gefährten seiner erwehren konnte, hätte etwas für sich gehabt. Das hätte ihm wirklich gut gefallen. Denn ihre Angst erregte ihn ungemein, er suchte ihre Nähe, auch wenn er es nicht verstand. Noch nie hatte er jemandem nahe sein wollen, zumindest soweit er sich erinnerte.
Er war froh, als es nun um den seltsamen kleinen Kater ging. Es war kein stattlicher Kater wie er im ersten Moment befürchtet hatte, was ihn freier atmen ließ. Sondern ein kleiner ungelenker, der niemandem jemals eine Gefahr hätte sein können. Und es wunderte ihn selbst, wie sehr ihn das erleichterte.
Aber da ihm langweilig war, natürlich nur deswegen, und er die nächsten zwei Tage hier zubringen musste – und danach natürlich noch länger bis er sein Ziel erreicht hatte – konnte es ja auch nicht schaden, Butterblumes Welt kennenzulernen. Also, die Welt der Clans...nicht explizit die von Butterblume...
Als sie nun sprach – sie erzählte, die Angst schien von ihr zu weichen, was ihn sehr verwirrte – lauschte er ihren Worten. Es warteten also alle, dass er Unsinn anstellte? Warum wies ihn dann niemand zurecht? Warum bestrafte ihn niemand? Es irritierte ihn mehr, als er zugeben wollte. Er schwieg dazu und fragte dann lieber warum er diesen dämlichen Namen trug. Und als sie nun lachte, kam er sich richtig blöd vor. Wie ein absoluter Volltrottel. Und das machte ihn wütend, richtig wütend. Zu gerne hätte er sie zum Schweigen gebracht, damit sie ihn ja nie wieder auslachte! Er spannte seinen Körper bereits an, als sie zu erklären begann. Warum genau ihn das beruhigte, konnte er nicht sagen. Doch ihre Stimme klang so warm, wo angenehm...und auch so begeistert, so voller Glauben...es jagte ihm eine Gänsehaut über den Körper, jedenfalls an den Stellen, wo noch unversehrte Haut übrig war. „Ach, und wie wäre mein Name gewesen? Grauenjunges? Narbenjunges? Oder lieber Mörderjunges?“ Er konnte diesen Zynismus nicht abstellen. Er wünschte, er könnte es. Warum konnte er nur eine Sekunde lang mal niemandem drohen, niemandem schaden oder Angst machen? Sie war so nett zu ihm gewesen, hatte ihm einen Einblick in ihre Welt gewährt, und er trat es mit den Pfoten. Trampelte darauf herum. Nur, weil sein Leben so schrecklich gewesen war, dass er es nicht verstand? Oder warum tat er das? Um sie zu verletzen, weil sie ihn mit diesem Mondwind betrog? „Und nach der Schülerzeit? Kommt dann ein Blume hintendran?“, fragte er nun, versuchte, sich ein wenig zu fangen. Verdrängte die Gedanken, die aufkamen und in ihm tobten. Doch er klang abschätzig, verachtend. Dabei...wollte er sie ja wirklich kennenlernen, ihre Welt...um sie zu verstehen. Denn das tat er überhaupt nicht. Er konnte weder ihre Gefühle einordnen noch seine, hatte er doch nie etwas damit zu tun gehabt. Er war ein Eisklotz gewesen, ein Stein. Und nun bildeten sich leichte Risse in der Oberfläche und ließen etwas hervor, was mit ihm hätte verrotten sollen.
Nun hatte er aber auch diese Mausepfote angesprochen, weswegen Butterblume auch über sie noch ein paar Worte verlor. „Dieses Gefährtending...scheint hier weit verbreitet zu sein“, meinte er verachtend und zog dabei die Nase kraus. Er war mit Katern herumgezogen, die sich Kätzinnen fingen, um sie zu misshandeln, ehe sie daran starben. Von Liebe hatte Jace nun wirklich keine Ahnung. Im letzten Moment erinnerte er sich an seine Geschichte, dass er mit einem Hauskätzchen zusammen war. Doch den Ausdruck Gefährte hatte er erst hier im Clan gehört und nur daran erkannt, wie Butterblume davon sprach. „Und ist das dann so ein Für-Immer-Ding? Nie wieder ohne oder was?“, fragte er dann aber doch. Es klang eher unfreundlich, aber es brannte ihm auch einfach auf der Seele. Wäre sie jetzt für immer an diesen Mondwind gebunden, den er ohnehin tot sehen wollte? Dabei sollte sie nur ihm gehören! Ein Gedanke, der ihn erschaudern ließ. Und er war beinahe erleichtert, als sie das Thema wechselten.
Naja...da ist dieses Hauskätzchen, für das ich mein Leben ändere...aber ansonsten...Rache“, meinte er dann. Immerhin hatte er das Hauskätzchen wenigstens erwähnt. Sonst würde er seine Glaubwürdigkeit verlieren. Warum er das mit der Rache noch hatte sagen müssen, wusste er nicht. Warum hatte er es nicht für sich behalten können. „Aber es ist wohl schlichtweg so, dass mich weniger am Sterben hindert als dich. Immerhin sind da Junge in deinem Bauch. Wäre ja schade, wenn sie da nicht mehr wären, nicht wahr?“ Er drohte ihr schon wieder. Am liebsten würde er sich selbst die Ohren zerfetzen! Er wollte doch, dass sie ihn mochte! Warte...was? Er wollte nur, dass seine Tarnung nicht aufflog! Ja, das war es! Ein Blick auf Butterblume vernichtete die selbst erklärte Tatsache. Er wollte wirklich, dass sie ihn mochte, dass sie ihm nah war. Das hatte er noch niemals gewollt, nie! Warum jetzt, wo er so kurz vor seinem Lebensziel stand? Warum verdammt hatte Jaguarstern ihm sie an die Seite gestellt? Sie machte ihn weich, schwach und zu einem stammelnden Volltrottel! „Merkst du eigentlich, wie sie in dir wachsen?“ Diese Frage kam plötzlich, er stellte sie beinahe tonlos. Ein deutlicher Kontrast zu den bisherigen Sätzen, die doch immer eine abschätzige oder verachtende Note gehabt hatten, ob er nun wollte oder nicht.
Dennoch konnte er nicht anders, fiel zurück in das alte Muster und fragte sie, ob sie es drauf ankommen lassen wollte. Glorreich...sie duckte sich und er fühlte sich irgendwie mies, auch wenn seine Lenden pulsierten. Es erregte ihn und seltsamerweise musste er eine ungeheure Konzentration aufbringen, um ihr nicht nahe zu sein. Ein Wunsch, den er noch bei keinem verspürt hatte. Und er erhob sich und strich um sie herum, wusste, sie war nur wenige Pfotenlängen von ihm entfernt und er könnte sie jederzeit berühren. Es sandte solche Schauer durch seinen Körper, dass er sich zwang, sich wieder zu setzen. Und sie sollte ja schließlich nicht noch mehr Angst vor ihm haben. Er hatte bisher ja immerhin glorreich versagt.
Doch er konnte seine Klappe nicht halten. Musste ja noch etwas sagen...in den letzten Monden, nein, sein ganzes Leben lang hatte er schweigen können. Und nun kam diese blöde – zweifelsfrei wunderschöne – Kätzin und brachte ihn dazu, die dümmsten Dinge zu sagen. Ihr zu drohen, sie zu fragen, ihr beim Felllecken zu helfen...wie erbärmlich er sich doch verhielt.
Und ihre Erwiderung...er wirkte wie ein Stein, doch in ihm brodelte es. Sie hatte ihn also dumm genannt? Meinte Mäusehirn ja wahrscheinlich. Aber den Rest des Satzes verstand er nicht. Zunge geben? „Was auch immer das ist, hab ich bestimmt noch mit niemandem gemacht“, meinte er angewidert. Er wollte keine Zunge von jemand anderem...an keiner Körperstelle...doch das verräterische Gefühl in seiner Brust ließ ganz andere Gedanken in seinen Kopf wandern...
Schnell drängte er diese zur Seite. Konzentration war wichtig. Sie warf ihm einen Blick zu, er hatte ein schiefes Lächeln aufgesetzt. Sie machte etwas mit ihm, was er sich nicht erklären konnte. Er sollte gehen, einfach so, aber er konnte nicht. Es war, als wäre sie die Spinne und er die Fliege, die sich in ihrem Netz verfangen hatte. Ebenso fühlte es sich auch an...gefährlich und unbekannt.
Und er musste ja auch noch weiterreden, bestimmt hatte er noch eine Chance bei ihr übersehen, die er zunichte machen konnte! Und tatsächlich reagierte sie mit Herablassung in der Stimme. Und irgendwie erleichterte ihn das, denn damit konnte er umgehen. Er kannte das, wusste, was es bedeutete. Es war nicht das, was er wollte, aber so konnte er immerhin einschätzen, dass es grade nicht besonders gut stand. Aber anstatt ein einziges Mal etwas überlegtes zu sagen, musste sein Maul sich ja schon öffnen. „Wenn du das mal nicht bereust!“ Eine weitere Drohung. Hatte er denn nicht mehr drauf? Nein, denn er hatte niemals ein Leben gehabt. Loki hatte es ihm genommen. Und durch Loki würde er vermutlich niemals erfahren, wie es war, Butterblume ganz nahe zu sein. Er hatte noch nie Berührungen zugelassen und es nicht einmal gewollt, doch nun wollte er noch viel mehr. Und konnte es nicht, weil sein nichtsnutziger Vater sein Leben ruiniert hatte, aus ihm einen Eisklotz machte, der gerade zum Töten genügte. Doch Loki würde dafür bezahlen! Doppelt und dreifach sollte er leiden, weil er Jace jede Chance bei Butterblume nahm. Ohne ihn wäre er nicht dieser grässliche vernarbte Kater, er wäre ein schöner Kater. Ein freundlicher Kater...
Als hätte er absolut nichts dazugelernt musste er sie natürlich noch weiter kritisieren. Zu etwas anderem hatte er scheinbar kein Talent, als alles zu zerstören. Und dann ihre Worte. Er sog hörbar die Luft ein und sein Blick war eindeutig wütend und bedrohlich, als er sie betrachtete. „Humor ist nun mal nicht meine Stärke, ich verstehe mich eher aufs Töten“, meinte er kurzerhand. Warum nochmal? Ach ja, damit sie ihn nicht so kalt ansah, sondern ängstlich. Damit er ein Gefühl in ihr wachrief...
Dann lehnte er sich zu ihr herüber. „Wenn dich mein Geruch stört, kannst du mir ja helfen, die letzten Reste meines Fells zu säubern. Ich komme aus keiner Gesellschaft, in der sich irgendjemand daran stört... Allerdings weiß ich nicht, was dein Gefährte wohl dazu sagen würde.“ Seine letzten Worte waren scharf. Er hasste ihren Gefährten, hasste ihn und wollte ihn töten, ohne ihn ein einziges Mal gesehen zu haben. Vermutlich müsste er jeden Kater der Welt töten, und selbst dann würde sie ihn nicht eines zweiten Blickes würdigen. Und das machte ihn irgendwie ziemlich wütend...vielleicht sogar ein bisschen verzweifelt. Dann sah er sie an. „Du riechst wirklich gut, Butterblume. So lieblich wie deine Namensvettern“, entfuhr es ihm. Na ganz hervorragend. Seine Stimme klang kehlig und erstaunlich leer. Es war kaum eine Drohung darin, was ihn wohl mehr wunderte als sein Gegenüber. Denn anders als sie konnte er seine Stimmlage nicht kontrollieren. Hatte er ja nie gemusst, so ohne Gefühle. Sie war sein Ende...
Hätte er gewusst, was Falkenfeder über die Situation dachte, wäre er wirklich erleichtert gewesen. Dass sie gar nicht so unglücklich war, hier mit ihm...hätte ihn...glücklich gemacht...



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Goldveilchen
Kriegerin | 16 Monde | Tochter von Moosblüte
ERWÄHNT: Butterblume, Jace, Moosblüte
ANGESPROCHEN: Falkenfeder

Die goldene Kriegerin befand sich in einem Gespräch, das sie gerne ausgebaut hätte. Doch wagte sie es nicht, da sie keinerlei Erfahrungen mit Katern hatte. Sie hatte niemals die Gedanken ihres Vaters verstanden, der von ausnutzen und derlei Dingen sprach. Für sie gab es bisher keinen Unterschied zwischen Katern und Kätzinnen – außer dem, das sie ja keinen Kontakt mit Katern gehabt hatte. Was sie auch so unsicher machte. Generell war sie ihrem Gesprächspartner, wenn man es denn so nennen wollte, gar nicht so unähnlich. Auch sie mochte es, zu schweigen. Man musste nicht reden, um Zeit miteinander zu verbringen. Manchmal reichte es schon, gemeinsam irgendwo zu liegen und zu beobachten. Mit ihrem Vater hatte sie das oft gemacht. Er fehlte ihr...sehr. Denn obgleich sie gern schwieg, wie auch er empfand sie die Stille, die nun zwischen ihnen herrschte, als unangenehm. Er hatte ein Gespräch begonnen und sie hatte es abgebrochen, indem sie nur mit einem einzigen Wort antwortete. Das machte sie ja wirklich hervorragend. Aber als sie ihn anlächelte und er zurücklächelte, war ein großer Stein von ihrem Herzen gefallen. Erst das hatte sie ermutigt, in eine richtige Interaktion zu treten. Und das, obwohl sie wusste, dass ihr Vater es nicht gutheißen würde. Immerhin war Falkenfeder ein Kater und damit war er verwerflich...oder war es verderblich? Verdorben? Sie hatte da nicht so genau hingehört. Weil sie es niemals hatte glauben wollen, immerhin war ihr Vater ein toller Krieger gewesen. Das klang ja beinahe, als wäre er tot...das war er bestimmt nicht. Sie würde die Hoffnung auf seine Rückkehr niemals aufgeben.
Von den Gedanken des Katers, die sich mit ihrem Äußeren beschäftigten, ahnte sie absolut nichts. Goldveilchen hielt sich nicht für besonders hübsch. Auch wenn ihr Vater immer gesagt hatte, sie wäre noch schöner als ihre Mutter – er war ihr Vater gewesen! Väter sagten so was doch dauernd zu ihren Töchtern, egal wie die aussahen. Ein Vater war ja beinahe dazu verpflichtet, es der eigenen Tochter zu sagen, ihr Mut zu machen und dergleichen. Außerdem war es ihr auch egal. Es kam ja nicht aufs Aussehen an, es waren die inneren Werte, die zählten. Und Falkenfeder wäre jemand, der in ihrer Achtung weit nach oben gehen würde, wenn er ihr tatsächlich anböte, in der Nähe seines Nestes zu liegen, damit sie nicht so allein war. Besonders in der Dunkelheit war das schwer für sie. Ihr Vater sagte, das kam davon, dass ihre Mutter sie nicht gewollt habe, dass sie sie in der Nacht verlassen habe. Aber eigentlich hatte Goldveilchen nie darüber nachgedacht, warum oder wieso das so war. Sie wusste nur, dass es so war. Mehr brauchte sie nicht. Und Moosblüte war immer in ihrem Herzen. Es mochte naiv klingen, nach allem, was geschehen war. Wahrscheinlich war es auch einfach nur dumm, aber sie glaubte noch immer, dass Moosblüte ihre Gründe gehabt hatte. Und dass sie vielleicht selbst darunter litt, ihre eigene Tochter nicht lieben zu können. Sowas gab es, das hatte sie schon öfter gehört. Und meistens schafften die Jungen es dann nicht.
Nachdem sie nun eine ganze Weile unsicher ihre Pfoten betrachtet hatte, hatte sie sich tatsächlich getraut, etwas zu sagen. Auch er hatte zu sprechen begonnen, doch er war sofort wieder verstummt. Hatte sie ihn unterbrochen? Doch er ging dann sogleich auf ihre Bemerkung ein, als wäre nichts gewesen. Und es schien auch beinahe, als wäre der Damm gebrochen, der zwischen ihnen aufgeschüttet gewesen war. Sie lachte leicht und betrachtete die beiden Katzen. Fast könnte man meinen, dort säßen zwei ganz normale junge Krieger, die einander abtasteten. Wäre da nicht das schauerliche Aussehen des Katers... Aber nach den Worten des Kriegers betrachtete sie nun auch Butterblume, und es schien ihr phasenweise beinahe, als würde sie den Kater...nicht abstoßend finden. „Naja, sie sitzt da ja auch mit einem ziemlichen Charmebolzen, wer würde ihm nicht erliegen mit diesem drohenden, kalten Blick“, scherzte sie nun seltsam befreit. Hatte sie jetzt...etwas dummes gesagt? Vielleicht. Aber sie konnte es ja jetzt nicht mehr ändern. Dennoch blickte sie vorsichtig lächelnd zu Falkenfeder.
Nun bahnte sich ein Gespräch an und auch der Krieger schien einem solchen nicht mehr abgeneigt. Doch seine Worte ließen ihr Lächeln ersterben, machten einer Trauer Platz, die nun in ihren Augen schwamm. Kurz senkte sie den Kopf, sank ein wenig in sich zusammen. Doch dann straffte die Kriegerin die Schultern und blickte Falkenfeder direkt an. Nun gut, sie sah ihm nicht in die Augen, weil sie das einfach bei Katern nicht besonders gut konnte, weil sie sie irgendwie ängstigten, aber sie sah immerhin in sein Gesicht. „Ich vermisse ihn noch immer und ein Teil von mir wird sich immer wünschen, dass er wieder vor mir steht, wird es vermutlich jeden Tag hoffen. Aber...ich weiß, dass es niemals so einfach ist. Ich weiß, er hatte Gründe, warum er gegangen ist, so wie auch meine Mutter Gründe hatte, aber dennoch komme ich nicht umhin, ihn zu vermissen.“ Einen Moment lang hielt sie inne, holte tief Luft. Es tat einerseits gut, das alles mal loszuwerden, andererseits war ein Teil von ihr noch nicht bereit dazu. Irgendwie ahnte sie, ihren Vater nie wieder zu sehen, und es machte sie sehr traurig. Doch sie wollte versuchen, positiv nach vorn zu sehen. Sie verdankte Storchenblut so vieles, da wollte sie ihn wenigstens versuchen, stolz zu machen. „Hast du ihn gekannt? Obgleich er mein Vater ist, ich weiß doch so wenig über ihn. Ist das normal? Geht es dir mit deinen Eltern ebenso?“ Wie waren sie von einem scherzhaften Gespräch über Butterblume und dem Streuner eigentlich zu diesem...schwierigen Thema gekommen? Unterhaltungen mit Katern schienen schwieriger zu sein, als sie gedacht hatte. Aber sie würde an dieser Herausforderung wachsen. Und zum Weglaufen, wie ihr Vater es ihr geraten hätte, wäre es ohnehin zu spät gewesen.


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Dornenblüte
Kriegerin | 6 Jahre 8 Monde | Gefährtin von Rindenfeuer, Ziehmutter von Mausepfote
ERWÄHNT: Mausepfote, Schneepfote, Elsterngold
ANGESPROCHEN: Rindenfeuer

Wenn der Verstand die Gefühle beherrschen würde, wäre es wohl leichter, mit diesen umzugehen. Doch leider war dem nicht so, er konnte zwar Einfluss nehmen, aber sich komplett diesen Gefühlen, dieser Übermacht entgegenstellen? Das war dann doch nicht möglich.
Und so kam es auch, dass dieser Sturm Dornenblüte mehr zusetzte als gewöhnlich, dass die Angst wuchs, weil einfach so vieles zusammenkam. Und mit dem Verstand war ihr hier auch nicht beizukommen, denn eigentlich wusste sie ja, dass die Angst bescheuert und unbegründet war.
Als dann aus ihr herausbrach, was sie belastete, als sie nicht mehr an sich halten konnte und ihrem geliebten Gefährten all das vor die Füße warf, was sie grade so massiv bedrückte, waren auch seine Worte wenig heilsam. Was nicht daran lag, dass sie falsch gewesen wären, keineswegs. Aber er versuchte es mit Verstand. „Ich weiß doch, dass sie sich selbst verteidigen kann und all das...trotzdem mache ich mir Sorgen!“, miaute sie. Es war ein verzweifelter Hauch zu hören, wenn man es denn noch einen Hauch nennen konnte. Ihre Worte trieften förmlich vor Verzweiflung. Schon mehr half es ihr, als Rindenfeuer meinte, der Streuner bekäme es mit ihnen zu tun. Allein, dass er offen sagte, er würde für ihre Tochter einstehen, machte sie ruhiger. Auch ihre nächsten Worte schien er ernstzunehmen, was ihr guttat. Denn eigentlich waren ihre Sorgen dumme Hirngespinste ihrer Angst, die sie wohl ohne den Sturm gar nicht gehabt hätte. „Aber wenn er ihr etwas tut, dann ist niemand schnell genug...“, meinte sie und seufzte. Natürlich hatte sie Recht damit. Denn wenn der Kater Butterblume an der Kehle packte wäre niemand – nicht einmal die schnellste Katze – in der Lage, ihn davon abzuhalten. Erst nachdem es geschehen war wären sie da...und dann wären zwar vielleicht die anderen in Sicherheit, aber für Butterblume wäre es dennoch zu spät. Vielleicht kam hier ihre Erziehung durch, dass keine Katze jemals so stark war wie ein Kater. Ihr Verstand wusste darum, wie falsch diese Aussage war, aber sie war in diesem Glauben aufgewachsen. Ihre Mutter Dreibein hatte es ihr vermittelt, ihr Vater Krummschweif und später auch noch ihr Cousin Elsterngold. Zu diesem hatte sie nie besonders viel Kontakt gehabt, immerhin war sie nur eine niedere Kätzin und er ja ein hochwohlgeborener Kater...eine ziemlich dumme Sicht auf die Welt. Aber sie war eben doch in ihrem Kopf, egal wie lange sie schon versuchte, es loszuwerden. Ein Teil blieb erhalten.
Sie schüttelte den Kopf, um die Gedanken zu vertreiben.
Sie war froh, jetzt nicht allein zu sein sondern Rindenfeuer an ihrer Seite zu haben. Er gab ihr Halt, wo sie doch eigentlich über dem Abgrund stand. Er leckte ihr über die Schnauze, sah sie an. Und dann meinte er, er könnte sie herholen. Dornenblüte schüttelte den Kopf. „Sie soll diese dämliche Angst nicht übernehmen. Schlimm genug, dass sie das in der Kinderstube ertragen musste...“, seufzte sie. Holte tief Luft. Versuchte, sich zu beruhigen. Besonders gut gelang ihr das nicht, doch Rindenfeuers Nähe machte es ihr erträglicher. Sie spürte seine Nähe, seine Liebe, merkte wie seine Zunge über ihren Körper glitt, um sie zu trocknen. Sich selbst vernachlässigte der Kater wie immer. So war er nun mal...auch wenn er sich nur selten selbstlos zeigte, wenn er es tat, dann aus vollem Herzen. Sie hörte sein Schnurren unter dem Lärm des Sturms und konzentrierte sich darauf. Während sie zuerst über ihr eigenes Fell glitt, da sich Rindenfeuer ihr immer wieder entzog, weil er an alle Stellen ihres Körpers rankommen wollte, beruhigte sie sich tatsächlich ein wenig und beschloss, sich abzulenken. Erst einmal war das Trockenlecken gut genug, denn nach ihrem eigenen Fell war das ihres Gefährten an der Reihe. Doch als sie beide trocken waren und sich gemeinsam im Nest niederließen, hatte sie nichts mehr zu tun. Und an Schlaf war nicht zu denken. Sie kuschelte sich an ihn, legte den Kopf über seinen Rücken. „Denkst du, Mausepfote und Schneepfote werden glücklich? Sie wirken wie ein perfektes Paar...doch hab ich Angst, dass er sie verletzt. Er ist so übermütig und vorschnell...“ Es war eine Ablenkung. Sie musste mit ihm über etwas reden. Und gerade beherrschte ihre Tochter ihre Gedanken, warum also nicht über ihre Zukunft? Sie sprach leise, damit niemand mithörte. Vielleicht dachte sie dabei auch an sich selbst und Rindenfeuer. Als Schüler waren sie sich näher gekommen, wenn auch nie so nah, doch hatte er ihren Bruder und damit sie selbst verletzt. Es hatte viele Monde gedauert bis sie ihm das hatte verzeihen können. Und auch jetzt war es nicht immer leicht für sie. Sie zweifelte nicht an der Liebe des Katers, das wäre ihr niemals eingefallen, aber doch hatte sie Angst. Sie wollte nicht, dass Mausepfote wie sie selbst so lange auf ihr Glück warten musste.



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BeitragThema: Re: Lager des DonnerClans!   Do 4 Okt - 21:37

Die Dunkelheit des Sturms weicht ersten Lichtstrahlen, ehe die Wolken wie ausgewrungene Schwämme nur noch wenige Tropfen verlieren. Ein sanfter Nieselregen bleibt zurück, der den durchweichten Boden weiter bewässert.
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BeitragThema: Re: Lager des DonnerClans!   Fr 5 Okt - 21:06

Hibiskuspfote gelang mit Hilfe von Klettenpfote humpelnd ins Lager zurück. So auf drei Beinen zu laufen war definitiv nicht einfach und die junge Schülerin war froh darüber, eigentlich vier Beine und vier Pfoten zu besitzen. Der Sturm wütete noch immer über den Köpfen der Katzen und der regen hatte das Fell der weißen Kätzin nass gemacht. Auf einmal stieß sie ein Niesen aus. 'Oh nein, ich hoffe, ich habe mich nicht erkältet...', hoffte sie und ihr Körper erbebte kurz durch ein Zittern vor Kälte.
Nun ließ Klettenpfote von der anderen ab und Hibiskuspfote sah, wie eine andere schwarze Schülerin zu ihnen sprang, die sehr vertraut zu Klettenpfote sah. Es handelte sich um Bernsteinpfote und die Weiße nickte der Schwarzen knapp zu, ehe sie sich von den beiden Kätzinnen abwandte und auf drei Pfoten in Richtung Heilerbau humpelte. Da sah sie einen Kater, der schnell zum Heilerbau trabte und den Heiler dort ansprach. Danach kehrte Eschenkralle wieder zu Nieselblüte zurück und Buchenmond eilte woandershin. 'Vermutlich benötigt eine andere Katze dringender Hilfe, als ich.', vermutete die junge Schülerin. Nicht wissend, dass es sich dabei eigentlich um ihre eigene Mentorin handelte.
Beim Näherkommen an den Heilerbau entdeckte die weiße Schülerin einen Kater, der sie sofort schnurren ließ, als sie näher zu ihm trat. "Hallo Eichenjunges! Wie geht es dir?", fragte sie schnurrend ihren Freund und legte vorsichtig ihr angewinkeltes Bein und die Pfote, die noch immer pulsierend pochte, ab. Dabei zuckte sie kurz wegen dem Schmerz zusammen, doch sie seufzte nur erschöpft und blickte den schwarzbraunen Kater vor sich an. Verlegen sah sie ihre verletzte Hinterpfote an. Bevor der Kater fragen konnte, erklärte sie ihm, was geschehen war.
"Wir waren draußen, als dann der Sturm angefangen hat. Klettenpfote und ich sind in einen hohlen Baumstamm geklettert, aber ich habe nicht bedacht, dass der Boden unterhalb des Stammes matschig war und bin beim abspringen ausgerutscht und auf die Pfote gefallen.", erklärte sie dem Kater und schämte sich zutiefst. Eine andere Katze wäre sicherlich nicht ausgerutscht. Wieso musste sie auch ausgerechnet dann so schusselig sein? Natürlich hatte die Pfote kurz darauf heftig gebrannt, doch jetzt pochte es nur noch sehr und war von einem Schmerz begleitet worden. Doch sie wusste, von so etwas würde sie definitiv nicht sterben, also konnte sie auch ruhig noch etwas länger auf Buchenmond warten, zudem hatte sie ja Eichenjunges vor sich. Sie wusste, der Kater war etwas ganz besonderes und konnte schon immer die Verletzungen anderer Katzen einschätzen. Was er wohl zu ihrer verletzten Pfote sagen würde?
Auf einmal scheint ein kleiner, einzelner Lichtstrahl durch den wolkenverhangenen Himmel hindurch und der Regen wich einem Nieselregen. Der Sturm hatte augenscheinlich endlich ein Ende genommen! Erleichtert beobachtete Hibiskuspfote nun den Nieselregen, der bestimmt auch bald verebben würde. "Endlich hört nun auch der Sturm langsam auf. Welch ein Glück, dem SternenClan sei Dank.", miaute die Weiße und stieß ein erleichtertes Schnurren aus. Dann betrachtete die Eichenjunges vor sich. Wann er wohl endlich Schüler wird? Immerhin hatte Jaguarstern sogar andere, viel jüngere Katzen, zu Schülern ernannt. Aber Eichenjunges' Ernennung war nun schon lange überfällig. Die Schülerin hoffte, dass der Kater nicht böse auf sie war, dadurch, dass sie schon Schülerin war und er selbst noch nicht. Er schien zwar nicht böse oder gar wütend, doch Hibiskuspfote war sich dennoch unsicher. Sie wollte nicht, dass ihr Freund ihr böse war. Er sollte glücklich sein und auch endlich zum Schüler ernannt werden. Wie schön es wäre, wenn sie gemeinsam trainieren könnten, zusammen auf die Jagd gingen und auf Patrouillen.
Aber zuerst musste natürlich ihre Pfote wieder in Ordnung gehen. Missmutig blickte sie auf ihre hintere Pfote, die noch immer pochte. Die Kätzin hasste dieses Pochen. Zwar wusste sie dadurch, dass die Pfote lebte, doch das Pochen war irgendwie unangenehm. Am liebsten hätte sie sich erschöpft auf den Boden fallen lassen, doch  noch immer regnete es und der Boden war matschig, sie wollte nicht noch mehr krank werden. Natürlich könnte sie auch den Heilerbau betreten, doch wäre dies nicht etwas unverschämt, wenn sie den Bau einer anderen Katze betrat, ohne diese vorher um Erlaubnis zu bitten? Selbst wenn es der Heilerbau war, so gehörte er nun Buchenmond und der Kater befand sich nun bei einer anderen Katze. So musste Hibiskuspfote wohl einfach geduldig abwarten.

// 707 Wörter


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BeitragThema: Re: Lager des DonnerClans!   Mi 10 Okt - 20:16

Eichenjunges blickte Buchenmond hinterher, er wäre ihm liebendgern gefolgt aber da trat auch schon eine Katze in seinen Blick, die es als Einzige schaffte seine Aufmerksamkeit von allem anderen abzulenken. "Hallo Hibiskuspfote!", begrüßte er sich freundlich, stupste mit seiner Nase gegen ihre und leckte ihr über die Wange, seit sie Schüler war sah er sie nicht mehr so oft. Sie musste jetzt bestimmt viel trainieren und üben, eben nützliche Sachen für den Clan erledigen. Als Sie sich setzte fiel ihm auf wie Sie zuckte beim Ablegen ihrer Pfote, aber bevor er etwas sagen konnte rückte sie schon mit der Antwort heraus. Er musste etwas schmunzeln bei ihrer kleinen Geschichte, "Das hätte doch jedem passieren können. Wer weiß was den Anführern so alles als Schüler passiert ist.", meinte er lächelnd und stupste sie aufmunternd an. Er würde Hibiskuspfote wirklich gerne helfen, aber Buchenmond hatte gerade erst den Heilerbau komplett umgeordnet und er kannte sich da nicht aus. Aber er konnte ihr das Warten wenigstens etwas erleichtern, "Warte kurz!", der Kater lief zum Bau und holte sein Nest und legte es vor Hibiskuspfote auf den Platz wo er vorher saß, dort war es noch etwas trocken. "Hier kannst du dich hinlegen, aber möglichst nicht auf dein verletztes Bein. Was spürst du denn an der Pfote? Sein Blick fiel zu Buchenmond, dort schien wohl etwas interessantes zu passieren, er wäre gerne allein der Neugier wegen hingerannt, blieb aber vorerst bei Hibiskuspfote. Auch war Buchenmond momentan zu beschäftigt um helfen zu können. "Ich werde Buchenmond sofort holen wenn er fertig ist.", er fühlte sich schlecht weil er ihr nicht helfen konnte.
Eichenjunges blickte in den Himmel, die dicke Wolkendecke schien sich zu lichten und es hörte endlich auf zu regnen, wenigstens etwas gutes. "Und wie fühlt man sich als Schüler. Du musstest doch bestimmt schon wichtige Aufgaben erledigen?", fragte er etwas scherzhaft, es war ja klar dass man als neuer Schüler nicht die wichtigsten Aufgaben zugeteilt bekommt, aber für einen frisch gebackenen Schüler der eben noch als Junges durch's Lager tollte war alles eine besondere Aufgabe, dachte er.

Erwähnte: Buchenmond
Angesprochen: Hibiskuspfote
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BeitragThema: Re: Lager des DonnerClans!   Do 11 Okt - 17:11

Malvenpfote saß an Rabenklaue gekuschelt im Bau der Ältesten. Die junge Schülerin liebte Geschichten über alles und freut sich jedes mal aufs Neue, wenn eine Katze sich ihrer annimmt und ihr von der Vergangenheit berichtet. Die Vergangenheit war einfach etwas, was sie nie sehen würde, wenn andere Katzen nichts erzählten. Aber durch die unzähligen Geschichten der Ältesten konnte Malvenpfote träumen. Als Junges wurden ihr natürlich nur gute Geschichten erzählt. Mit geschlossenen Augen saß sie immer da und stellte sich das Erzählte bildlich vor. Es waren Geschichten von vergangenen Lieben, von Kämpfen und Abenteuern als Schüler oder Krieger. Wie die Anführer selbst in ihrer Schülerzeit waren und, dass jeder mal Fehler machte. Doch die Geschichte, die ihr der rot getigerte alte Kater erzählte, war keine dieser schönen und gut endenden Geschichten. nein, sie war traurig und erschreckend. Rabenklaue hatte so viel leid erlebt. Malvenpfote würde keiner Katze, nicht mal ihrem schlimmsten Feind, so viel Leid wünschen. Und vor allem Rabenklaue hatte all das nicht verdient, wo er doch ein so gutmütiger Kater war!
Malvenpfote hatte keine Ahnung, dass sie das einzige Wesen war, das den Kater noch daran hinderte zum SternenClan über zu gehen. Aber sie hörte gerne der Stimme des Ältesten zu, nichtsahnend, dass er seine letzten Worte damit verbrachte, ihr seine Lebensgeschichte zu erzählen. Der alte Kater erzählte, dass Sandpfote und Birnenjunges alles seien was er noch habe. Die junge Schülerin erzählte dem Ältesten, dass sie selbst keine Familie im Clan habe, aber es später mit Sicherheit viele Katzen geben wird, die sie als Familie ansehen würde. Rabenklaue bestätigte die Aussage der Kätzin, was Malvenpfote ein weiteres Schnurren entlockte. Wann es wohl soweit war, dass sie hier Katzen finden würde, die sie als Familie betrachtete? Wer weiß, vielleicht waren diese Katzen ihr auch schon näher, als sie selbst dachte...
Das kleine rot getigerte Kätchen hatte ausgesprochen, dass es gerne Rabenklaue als Großvater hätte, der alte Kater lächelte daraufhin sanft und legte seine Schnauze gegen die Wange der Schülerin. Jedoch sagte er, sie solle nicht an die Toten, sondern an die Lebenden anknüpfen und, dass sie ihr Lächeln nicht verlieren solle. Daraufhin musste Malvenpfote sofort lächeln, jedoch verstand sie die vorherige Aussage des Katers nicht. Wie meinte er das mit den Toten und den Lebendigen? Rabenklaue war doch hier, direkt neben ihr. Er war lebendig oder meinte er etwas anderes? Doch bevor sie ihn danach ausfragen konnte, wollte sich der Älteste schlafen legen, scheinbar hatte die Geschichte ihn ziemlich müde gemacht. Was auch nicht sonderlich verwunderlich war, wo er all die Trauer und das Leid erneut durchlebte, als er seine Geschichte erzählt hatte.
Malvenpfote nickte. "Schlaf gut, ich werde bei dir bleiben und mich auch ein wenig ausruhen...", wisperte die kleine Schülerin, streckte ihren Körper und kuschelte sich neben den so viel älteren Kater. Sie schloss ihre hübschen Augen und hörte draußen, wie der Sturm langsam nachließ und sich in einen Nieselregen verwandelte. Schnurrend schlief sie neben dem Kater ein, der so viel in seinem leben erlebt hatte, dass es für einen ganzen Clan gereicht hätte. Neben Malvenpfote tat Rabenklaue seinen letzten Atemzug, ehe er sich dem SternenClan zu wandte und mit ihnen jagen ging.

// 525 Wörter



Hibiskuspfote war verletzt von dem, kleinen Ausflug mit ihrer Mentorin, deren Schwester und der anderen Schülerin Klettenpfote gekommen. Die andere Schülerin hatte ihr geholfen ins Lager zu gelangen und eigentlich hatte die Weiße zu Buchenmond, dem Heiler gewollt, doch dieser war sofort ans andere Ende des Lagers verschwunden und musste dort wohl eine andere Katze versorgen. Da Hibiskuspfote nicht in Lebensgefahr schwebte, humpelte sie dreibeinig zum Heilerbau, wo sie auf ihren besten Freund Eichenjunges stieß, der ihr zur Begrüßung über die Wange leckte, was ihr ein Schnurren entlockte. Dem Jungen schien es sehr gut zu gehen, im Gegensatz zu ihr und ihrer verletzten Pfote. Missmutig erklärte sie Eichenjunges sofort, was geschehen war, bevor dieser nachfragen konnte und Hibiskuspfote so in eine peinliche Situation rutschen konnte. Der Schülerin war es ohnehin peinlich genug, dass sie sich überhaupt hatte verletzen müssen. Doch Eichenjunges meinte, dass das jedem hätte passieren können, wodurch sich die Weiße ein wenig besser fühlte.
Der braunschwarze Kater wies sie an kurz zu warten, rannte davon, kam jedoch kurz darauf wieder, mit seinem Nest im Maul. Hibiskuspfote war verblüfft, doch eigentlich sollte es sie nicht wundern, immerhin kannte sie ihren Freund doch. Er legte das Nest dorthin, wo er zuvor saß. Dort war es trockener und humpelnd sprang sie in das Nest hinein, legte sich wie angewiesen auf die Seite mit der gesunden Pfote, sodass ihre andere Seite oben lag. Sie bedankte sich schnurrend bei ihm und dann fragte Eichenjunges sie, was sie denn an der Pfote spürte und sie erinnerte sich an die Zeit in der Kinderstube zurück, wo er immer alle Katzen versorgt hatte.
"Direkt als es passierte hatte es heftig gebrannt, jetzt schmerzt es und pocht wie verrückt.", miaute sie wehleidig und legte seufzend den Kopf auf dem Nest ab. Es roch sehr nach Eichenjunges und kurz schloss die weiße Kätzin ihre blauen Augen, wünschte sich in die Kinderstube zurück, in der sie immer neben Eichenjunges gelegen und eingeschlafen war. Sie vermisste den Kater wirklich sehr, hoffte er würde auch bald Schüler werden, damit sie wenigstens im Schülerbau wieder nebeneinander schlafen konnten.
Der dunkle Kater schien sich nach jemandem umzusehen und als Hibiskuspfote seinem Blick folgte, entdeckte sie Buchenmond. Daraufhin meinte er, er würde den Heiler holen gehen, wenn dieser fertig sei. Also hatte sie doch richtig gedacht, dass er sich dringend um jemanden hatte kümmern müssen. Aber es war egal wie lange Buchenmond bräuchte. Hier war sie sicher vor dem Regen und würde einfach so lange auf Buchenmond warten, wie dieser eben brauchte. Sie hatte es ja nicht eilig. Zudem befand sich Eichenjunges bei ihr, was das beste war, was ihr hätte passieren können!
Zu ihrer Freude hörte nun auch der Sturm langsam auf und ein einzelner Lichtstrahl schien durch die Wolken hindurch. Der regen wich einem Nieselregen, doch der Sturm war nun endlich vorbei! Eichenjunges fragte sie, wie man sich als Schüler fühlte und ob sie schon wichtige Aufgaben übernehmen musste. Sofort fühlte sich die Schülerin etwas schlecht, da ihr Freund noch immer ein Junges war, doch ihm schien was augenscheinlich nichts auszumachen. "Es ist.. interessant. Ich bin froh nicht mehr nur in der Kinderstube zu verweilen und nichts zu tun. Es war zuerst ein schöner Ausflug und ich habe ein wenig mehr vom Territorium kennen gelernt! Bis dann der Sturm begonnen hatte und wir einen Unterschlupf suchten, wobei ich mich dann verletzen musste...", erklärte Hibiskuspfote und seufzte am Ende auf. Es war ihr erster Ausflug außerhalb des Lagers gewesen und ausgerechnet den musste sie damit abschließen, indem sie sich verletzte. Da hatte Silberlicht ja wirklich eine tolle Schülerin bekommen, die sich direkt bei der erstbesten Gelegenheit verletzen musste.

// 605 Wörter


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BeitragThema: Re: Lager des DonnerClans!   Do 11 Okt - 21:25

Buchenmond


Es war nicht unüblich, dass Katzen, die offensichtlich Hilfe brauchten, sich gegen die Heiler auflehnten und sie versuchten abzuwimmeln. Doch meistens waren dies dann entweder welche im vorgeschrittenen Alter, die sich nicht wagten einzugestehen, dass die Zeit ihre Spuren hinterlässt und Jugend nicht ewig währt, oder junge Krieger, voller Tapferkeit und zu stolz, um mit Kräuterbandagen rumzulaufen. Von gebährenden Königinnen wurde er noch nie weggeschickt. Die meisten waren eher glücklich ihn zu sehen, da es eine schmerzhafte und auch irgendwie beängstigende Erfahrung ist. Besonders Kätzinnen, die zum ersten Mal werfen fürchten sich oftmals davor. 
Aber die Motive hinter Silberlichts harschen Worten schien keine Eitelkeit zu sein, viel mehr steckte irgendetwas anderes dahinter. Doch Buchenmond hatte weder die Zeit, noch das Interesse daran, sich näher damit zu beschäftigen. Die Kriegerin faselte irgendetwas davon, dass ihre Schülerin verletzt sei und seine Hilfe dringender benötige. Der Heiler sah sich rasch im Lager um und versuchte eine verwundete Kätzin ausfindig zu machen. Allerdings war er sich nicht sicher, wie Hibiskuspfote aussah und solange sie nicht vor Schmerzen schrie oder andere Katzen in Panik ausbrachen, konnte es nicht so schlimm sein.
"Eins nach dem Anderen!", miaute er und überlegte dann, was zu tun war. Die Gefährtin des Anführers war alles andere als kooperativ, was noch zu einem echten Problem werden würde. Sollte er Jaguarstern holen? Könnte er es schaffen, sie zu beruhigen? Allerdings verlangte sie immer wieder nach Eschenkralle… Die Wehen schienen ihr mittlerweile stärker zuzusetzen und die harte Fassade, hinter der sie ihr Leiden zu verbergen versuchte, begann zu bröckeln. 
"Ich werde Eschenkralle holen und er wird gleich bei dir sein, wenn du mir versprichst, dich nicht mehr dagegen zu wehren. Die Jungen müssen raus, ansonsten sind sie und du tot", sagte er dann, die Stimme bestimmend, die eigentlich keinen Widerspruch zu ließ. Im Moment war er sich allerdings da nicht so sicher….
"Knotenpelz passt so lange auf dich auf", befahl er dann, warf der Kriegerin noch einen letzten, bedeutenden Blick zu und eilte zu Eschenkralle, der nun mit Nieselblüte zu sprechen schien. Der Heiler hoffte inständig, dass Silberlicht nichts Dummes machte und dass Knotenpelz verstanden hatte, dass sie ihre Freundin unter keinen Umständen gehen lassen durfte. Buchenmond war hochkonzentriert auf das, was er zu tun hatte, schenkte weder dem nachlassenden Regen Beachtung, noch dem matschigen Boden…Seine rechte Vorderpfote fand auf dem Grund keinen Halt und rutschte aus und er konnte gar nicht so schnell begreifen, was da geschah, ehe er auch schon im Matsch lag, über sein eigenes Bein gestolpert. Zum Glück kümmerte es ihn recht wenig, was die anderen von ihm dachten, weshalb er sich schnell aufrichtete, weiter ging und sich um diese unnötige Verzögerung ärgerte. Irgendwer da oben meinte es nicht gut mit ihm…
"Eschenkralle! Komm sofort mit, Silberlicht bekommt ihre Jungen. Sie braucht dich", meinte Buchenmond knapp, als er den Krieger erreichte, taxierte ihn mit einem durchdringenden Blick und drehte dann auf dem Absatz wieder um. So schnell wie seine alten Beine ihn trugen und die rutschige Wiese es zu ließen, hastete er zu der Königin zurück. 
"Silberlicht, du musst dich jetzt hinlegen", ordnete er dann an und betete zum SternenClan, dass sie zu Vernunft gekommen war und nun in der Gegenwart ihres anscheined besten Freundes sich nicht weiter dagegen wehren würde.


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BeitragThema: Re: Lager des DonnerClans!   Do 11 Okt - 21:31

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Falkenfeder
2 Jahre, 3 Monate | single
ERWÄHNT:Jace, Butterblume
ANGESPROCHEN: Goldveilchen

Hätte der Krieger gewusst, dass die hübsche Kätzin neben ihm einem Gespräch nicht unbedingt abgeneigt wäre, aber genau wie er in Interaktionen mit anderen Katzen doch reichlich Defizite besaß, hätte er sich vielleicht ein wenig stärker bemüht, einen vernünftigen Wortwechsel ins Leben zu rufen.
So allerdings gab es einen äußerst holprigen Start, der eine peinliche Stille zwischen ihnen hervor rief, die selbst die beiden Katzen bemerkten, welche doch sonst eher am Rande des Clanlebens standen.
Zwar wusste Falkenfeder, dass Goldveilchen's Vater ein scharfes Augen auf jeden Kater gehabt hatte, welcher sich in die Nähe seiner Tochter wagte und diesen auch durchaus mit seiner Eindrucksvollen Gestalt und seinem vorauseilendem Ruf, welcher schon fast als Legende geahndet wurde, abzuschrecken versuchte. Jedoch kam es ihm in diesem Moment einfach nicht in den Sinn, dass die Kätzin dadurch natürlich auch Unsicherheiten in Bezug auf ihre männlichen Clan-Kameraden hatte.
Woher auch sollte sie wissen, was für Gesprächsthemen diese bevorzugten oder wie sie mit ihnen umzugehen hatte, wenn sie von dem anderen Geschlecht doch größtenteils fern gehalten wurde? Es hätte sich zwar verbessern können, nachdem Storchenblut dem Clan vermutlich und vollkommen überraschend den Rücken kehrte, jedoch war das Kätzchen bereits in den Brunnen gefallen und ein eigenständiges Zugehen für die unsichere Kätzin selbstredend fast unmöglich.

In der Gesprächspause hatte Falkenfeder nun allerdings genügend Zeit, sich Gedanken über die Kriegerin zu machen, mit der er bisher – und wie es wohl auch in Zukunft sein würde – nicht mehr als ein Hallo und ein höfliches Nicken ausgetauscht hatte. Was aber wohl auch sein persönliches Verschulden war, denn auf andere zugehen war auch für ihn keine einfach Sache.
Dabei spielte es keine Rolle, wer die Katze war oder wie sie aussah. Für optisches hatte er allgemein eher weniger ein Auge. Natürlich konnte er durchaus sehen, welche Katze schön war – und welche ihr Gesicht lieber verstecken sollte... aber er bildete sich nur alleine des Aussehens wegen kein Urteil über andere.
Tatsächlich war er einer jener seltenen Kater, welche sich eher für die inneren Werte interessierte. So kam es wirklich nicht häufig vor, dass er einer Liebschaft nachging oder sich turtelnd mit einer Kätzin im Gras wälzte. Durchaus wählerisch hatte er die Kätzin noch nicht gefunden, welche seine Gefühlswelt in unbekannte Höhen katapultierte.
Zwar gab es da eine Kätzin im Windclan, welches ein Herz höher schlagen ließ, jedoch war er sich unsicher, ob es wirklich eine Zukunft geben könnte. Immerhin waren sie in Verschiedenen Clans und eine endgültige Partnerschaft würde sich als sehr schwierig erweisen... obwohl er durchaus nicht abgeneigt wäre, wenn es sich weiterhin so gut zwischen ihnen entwickeln würde, wie bisher!

Während er sich so seine Gedanken machte, hatte er die junge Kriegerin betrachtet – und wandte erst jetzt ruckartig den Kopf ab. War ihm nämlich bewusst geworden, dass er sie die Zeit über angestarrt hatte. Ein äußerst unhöfliche Verhalten! Kein Wunder, dass sie lieber ihre Pfoten betrachtete, als ihm einen Blick zuzuwerfen!
Wo zum Teufel hatte er nur seine Erziehung gelassen?
Jedenfalls hatte er sie von seiner Gegenwart befreien und gerade etwas sagen wollen, als Goldveilchen ebenfalls zusprechen begann. Er war sich nicht ganz sicher gewesen, ob die Worte an ihn gerichtet waren oder ob sie einfach nur laut dachte... aber er hatte die Chance einfach ergriffen, um eine nette Plauderei zu starten.
So hatte er das Thema über Butterblume und den Fremden aufgegriffen und musste nun über die Erwiderung der Kätzin schmunzeln. “An dem bedrohlichen Blick liegt es also! Ich wusste immer, dass ich irgendetwas falsch mache! Ich glaube, ich sollte mir von ihm ein paar Tipps geben lassen!“, miaute er und zwinkerte ihr zu, bevor er abermals einen Blick auf die rote Kriegerin und ihren Verehrer warf. Tatsächlich schien es, als wäre Butterblume nicht ganz so abgeneigt, wie sie es gerne wäre und die Gegenwart des Narbigen Kerls ihr gar nicht so unangenehm. Nun gut... dies sollte aber nicht seine Sorge sein.

Dann jedoch hatte er – im Versuch, das Gespräch am laufen zu halten – etwas ziemlich dämliches gesagt... Das zaghafte Lächeln auf dem Gesicht der goldenen Kätzin verblasste und er hätte sich in den Hintern beißen können...
Wie konnte er nur das Verschwinden ihres Vaters ansprechen? Wie blöd konnte man eigentlich sein? Er jedenfalls legte da ganz neue Maßstäbe...
Die Kätzin sank für einen Moment in sich zusammen, doch riss sich kurz darauf zusammen. Sie hob den Kopf und ihre grünen Augen richteten sich auf ihn. Ein wenig unsicher werdend unter der Intensität ihres Blicks, zuckte seine Schweifspitze unruhig hin und her. Denn betrachtete sie nicht seine Augen, sondern seine Nase und er musste den Drang unterdrücken, sich mit der Zunge über eben diese zu fahren. Hatte er da vielleicht einen Fleck? Oder irgendein Insekt sitzen?
Seine Ohren zuckten und drehten sich nach vorne, als Goldveilchen sprach und seine Frage beantwortete. Natürlich... seine Frage war auch wirklich blöd gewesen. Natürlich vermisste sie ihren Vater... er war wirklich ein Mäusehirn.

“Ich bin mir sicher, dass er nicht freiwillig gegangen ist und mit allen Mitteln einen Weg suchen wird, zu dir zurück zu kehren!“, miaute er. Ein Versuch, sie zu trösten – allerdings konnte die Wortwahl auch das Gegenteil bewirken... Klang es ja nun auch irgendwie so, als wäre ihm etwas zugestoßen. Eine Entführung durch Zweibeiner vielleicht... Daran dachte er natürlich nicht, als er sprach.
Da fragte Goldveilchen, ob er ihren Vater gekannt hatte und ob es normal wäre, dass sie ihn eigentlich kaum kannte. Also in Hinsicht dessen, wie er war. Aus der Sicht anderer, wie er vermutete.
Die Frage, ob es mit seinen Eltern ebenso war... traf ihn jedoch härter, als er es jemals vermutet hätte. Doch bevor er das Gespräch herunter zog, so wollte er lieber erst einmal auf ihre Vater eingehen.

“Ich glaube, beinah jede Katze kennt Storchenblut – jedenfalls all jene in meiner Generation, sowie ältere. Er ist ein Herausragender Krieger gewesen, zu seiner Zeit ein Vorbild für jeden Schüler. Eigentlich hatte jeder sein wollen, wie er. Im Donnerclan gibt es nur wenige Krieger, die an ihn heran gereicht hatten, dass muss man ganz klar hervor heben. Es gibt viele Geschichten über deinen Vater.“, miaute er und lächelte die Kätzin an. “Beinah jede Kätzin des Donnerclans war hinter ihm her und wollte seine Gefährtin werden, doch für Storchenblut kam keine in Frage. Es war für uns alle eine Überraschung, als er mit Jungen in den Clan zurück kehrte und sie als die seinen erklärte.“
Er schüttelte mit einem Seufzen den Kopf. “Und um auf deine Frage zurück zu kommen, ob es allen mit ihren Eltern so ginge... Ich weiß es nicht. Meine Mutter starb, als sie mich retten wollte... Ich war damals Schüler und mein Vater es es mir nie Verziehen. Bis zu seinem Tod hat er nicht mehr mit mir gesprochen gehabt.“, miaute er kurz. Dieses Thema würde er dann doch lieber vermeiden...



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Butterblume
15 Monde| Donnerclan | single | Tragend
ERWÄHNT: Falkenfeder, Goldveilchen, Mondwind, Schneepfote, Schimmerblatt, Moosblüte
ANGESPROCHEN: Jace

Wenn die roten Kätzin gewusst hätte, welche Gedanken ihr Körper, welchen das nasse Fell nur zu gut zur Geltung brachte, in dem Kater auslösten, so hätte sie es vermutlich so schnell es ging zu trocknen versucht!
Denn eines wollte sie ganz sicher nicht – Begierden in irgendeiner Art und Weise in dem Fremden zu erwecken!
Doch belog sie sich selbst damit... denn zu ihrer eigenen Überraschung gefiel es ihm, wie er sie betrachtete. Ihr gefiel der Ausdruck in seinen Augen, wenn er seinen Blick versucht heimlich über sie schweifen ließ. Die absurde Idee, sich provozierend in Position zu werfen, schoss ihr durch den Kopf. Dabei... würde sie in diesem Fall einfach nur lächerlich wirken...
Leider fehlte ihr die natürliche Anmut und Eleganz, wie sie Katzen wie Schimmerblatt und Moosblüte schon bei der Geburt mit ins Nest gelegt wurden. Sie selbst kam sich eher Plump und Unförmig vor... natürlich nicht hässlich, immerhin hatte sie Augen im Kopf und konnte ihr Spiegelbild im Wasser erkennen... aber sie war eben gegenüber anderen Katzen gerade mal als Durchschnittlich zu bezeichnen.

Im Großen und Ganzen hatte sie sich eigentlich damit abgefunden... eigentlich... denn in diesem Moment wünschte sie sich nicht sehnlicher, als eine unglaubliche Schönheit zu sein, nach der sich die Kater umblicken würden!
Total Schwachsinnig, dieser Wunsch... aber in der Gegenwart von diesem Kater nicht zu verhindern.
Hatte sie nämlich die Befürchtung, dass er seinen Blick nur allzu schnell von ihr würde abwenden, wenn er eine der vorher genannten Kätzinnen sah. Aber... warum war es ihr nur so wichtig, dass eben dies nicht geschah? Wie hatte keine Ahnung... es verwirrte und irritierte sie.

Dabei... waren seine Gedanken eigentlich gar nicht allzu sehr mit ihrem Körper beschäftigt... im Moment viel eher mit seinem Vater, was sie natürlich nicht wusste. Dämlich käme sie sich auch vor, wenn es ihr bekannt werden würde. Ihre Eitelkeit hätte in diesem Fall einen ziemlichen Dämpfer verpasst bekommen.
Dies geschah allerdings nun trotzdem... denn der Blick, mit welchem Jace sie nun betrachtete, nahm ihr jeglichen Mut... dabei hatte sie von diesem sowieso schon nicht sonderlich viel. Unruhig rutschte sie ein paar Mäuselängen von ihm weg, möglichst unauffällig... jedenfalls versuchte sie dies. Auch duckte sie sich, versuchend, sich möglichst klein zu machen.
Auch auf ihr unbedachtes Seufzen reagierte er nicht grade positiv, stattdessen wurde sein Blick noch Finsterer und sie fragte sich, ob er sich grade darüber Gedanken machte, wie er sie am schnellsten beseitigen könnte...
Tatsächlich hätte sie der tatsächliche Gedankengang des Katers vermutlich panisch davon flattern lassen, wie einen aufgeschreckten Vogel. Zwar war es eigentlich ihr Ziel... hatte sie aber gleichzeitig auch Angst davor. Denn einem Kater wie ihm zu Diensten zu sein – um es mal harmlos auszudrücken – versetzte ihr Herz in grenzenlose Furcht – und unglaubliche Aufregung.
Vermutlich hätte sie ihn noch weiter mit Mondwind provoziert... einfach, weil sie sich selbst nicht eingestehen wollte, dass sie diesen Fremden toll fand. Äh... Moment! Toll?! Von toll sollte keine Rede sein! Was sie eigentlich hatte denken wollen, war interessant! Ja! Interessant! Das klang besser! Harmloser... und vor allem mehr auf ihre Sicherheit bedachter...
Als er plötzlich sprach, zuckte sie erschrocken zusammen und blickte ihn mit weit aufgerissenen Augen an. Panik mischte sich in ihre braunen Augen. “Nein! Du wirst im Heilerbau schlafen!“, miaute sie mit schriller Stimme. Und sie? Sie würde ganz gewiss nicht daneben liegen und seelenruhig schlafen! Ganz... Sicher... Nicht!
Sie würde mit einem anderen Krieger den Bau bewachen!
Da kam erneut Mondwind an die Reihe und Butterblume wusste nicht, ob sie nun die Augen verdrehen, sich ärgern oder lachen sollte. Was, beim Sternenclan, hatte Jace nur an dem Kater gefressen? Immer wieder musste er ihm drohen...
Und sie selbst? Konnte ihre dämliche Klappe nicht halten und miaute: “Dann dürfte ich auch nicht mehr aufwachen – denn ich träume jede Nacht von ihm.“ Huch! Selbst sie hörte, wie sinnlich sie es schnurrte! Einfach... perfekt. Allerdings auch beunruhigend, so kannte sie sich nämlich nicht!
Weshalb sie ziemlich erleichtert war, als das Thema sich in eine andere Richtung orientierte. Hier... fühlte sie sich wohler und sie konnte so tun, als wäre er einfach nur ein Clan-Kamerad, mit dem sie einen Plausch hielt. So erzählte sie munter drauf los, erklärte ihm Dinge.
Ahnte, nicht, dass ihn viel davon irritierte und er es nicht wirklich verstand.
Sie hätte ihn nicht auslachen dürfen, als er fragte... das wusste sie, aber konnte sie es einfach nicht unterdrücken. Ahnte aber auch nicht, wie wütend ihn das machte...
Allerdings warf sie ihn nach seiner nächsten Frage einen hochmütigen, leicht verärgerten Blick zu. Konnte er nicht einmal etwas freundliches sagen oder fragen? Musste er sich immer so Eklig benehmen?

“Quatschjunges – jetzt Quatschkopf... oder Eseljunges – jetzt Eselshirn wären wohl passender!“, miaute sie spitz auf die Frage, wie er denn geheißen hätte. Denn seine Beispiele fand sie schon sehr derb... das schlimmste war, dass er es wohl auch noch ernst meinte! Dann jedoch seufzte sie wieder, resginiert.
“Nein... vielleicht hätte man dich Rußjunges genannt... oder Aschenjunges... Kohlenjunges... Sturmjunges... Finsterjunges...“, überlegte sie und blickte ihn nachdenklich, fast kritisch an. “Aber... vielleicht wäre dein Kriegername auch Eisfeuer oder Eisglut... Du gibst dich nach außen so gleichgültig und kalt... doch in dir scheint ein Glut zu sein, die nur darauf wartet entfacht zu werden... um zu einen alles verzehrenden Feuer zu gedeihen, nicht wahr?“, miaute sie leise, mit schief gelegtem Kopf. Dann lachte sie. “Hör nicht hin! Das war nur so dahin gesagt..“ Wie peinlich! Wie kam sie nur auf so einen Unsinn?
Doch trotz seiner stetig harten Worte, schien er doch irgendwie interessiert an dem, was sie erzählte, auch, wenn er trotz allem ziemlich herablassend klang... Doch trotzdem... So konnte sie ihm nicht lange böse sein und grinste frech, als er fragte, ob als Krieger immer ein Blume an den Präfix kam. “Nein... Aber Mörderblume würde doch sehr nett klingen. Findest du nicht?“, scherzte sie, wurde dann aber wieder ernst. “Den Anhang bestimmt meist der Anführer. Die beiden Katzen dort am Rand, welche die ganze Zeit her schauen und so tun, als würden sie eben dies nicht tun, sind Goldveilchen und Falkenfeder.“, miaute sie erklärend.
Und als er sich dann tatsächlich nach den Gefährten erkundigte, blicke sie überrascht zu ihm und lachte, als sie seinen leicht angewiderten Gesichtsausdruck sah.
“Nun tu nicht so, als wäre das etwas ekliges!“, miaute sie tadelnd, doch offensichtlich belustigt. “Natürlich ist nicht immer Und sie lebten Glücklich bis in alle Ewigkeit. Aber... im besten Fall ja... wäre es... Findest du den Gedanken nicht schön? Für immer mit der Katze zusammen zu sein, die du liebst. Neben ihr einzuschlafen und morgens als erstes in das geliebte Gesicht zu blicken? Gemeinsam alt werden... Junge aufziehen, sie wachsen sehen... sie gehen lassen, wenn sie eigene Familien bilden. Den Enkeln Geschichten erzählen... und immer zu wissen, dass diese eine Katze dich niemals verlassen wird...“ Am Anfang noch eine Frage an Jace, war der Rest ihre eigene Hoffnung. Ja... in dieser Hinsicht war sie wohl eine Romantikerin! Und doch konnte sie den Anflug von Traurigkeit nicht unterdrücken, welcher sie überkam.
Hatte sie doch gedacht, in Eulenfeder diese Katze gefunden zu haben. Sie hatte sich geirrt.
Als er dann meinte, dass es bei ihm da dieses Hauskätzchen gab... verspürte sie einen scharfen Stich... wusste, dass es Eifersucht. Ihr Blick wurde finster, doch versuchte sie dies zu verbergen, indem sie die Lider ein wenig schloss und ihn so aus halb geöffneten Augen anblickte. “Wie heißt die Kätzin denn? An wem willst du dich rächen? Warum würdest du deine Rache für die Kätzin aufgeben? Ist sie so etwas besonderes?“ Oh... der letzte Satz kam einfach nur mit raus... diesen hatte sie nur gedacht und wollte es eigentlich nicht aussprechen. Wie unangenehm. Hoffentlich dachte er darüber nicht weiter nach! Wäre mehr als peinlich, wenn er den Grund für diese Frage hinterfragen würde...

Und dann... musste er ihr schon wieder drohen! Geilte er sich daran irgendwie auf? Aber... so langsam... hatte sie das Gefühl, er tat es aus einer Unsicherheit hinaus? Es war albern und dumm... also ihr Gedanke... aber sie konnte sich dessen nicht erwehren! Trotzdem zuckte sie vor ihm zurück. “Es ist unhöflich, anderen immer wieder zu drohen!“, miaute sie tonlos und mit angelegten Ohren, welche sich jedoch bereits im nächsten Moment wieder aufrichteten.
Hatte... hatte sie ihn richtig verstanden? Ihre Überraschung war offensichtlich und im ersten Moment wusste sie nicht, was sie sagen sollte. Sie überlegte, Ihre Ohren zuckten nachdenklich. Sie schielte ihn an, wollte sichergehen, dass er sich wirklich dafür interessierte und nicht nur aufgrund seiner vorherigen Drohung eine verquere Art der Entschuldigung auszudrücken versuchte.
Doch tatsächlich schien es, als wäre er von dieser Frage selbst überrascht. Tonlos hervor gebracht, fehlte der sonstige Spott. Die sonstige bedrohliche Tonlage.
Zuerst wollte sie ihm nicht antworten... aber... dann tat sie es doch. Aus einer Laune hinaus? Sie wusste es nicht. Schüchtern war ihr Lächeln, als sie hinab zu ihrem leicht gerundeten Bauch blickte. “Es.... ist noch sehr früh... aber manchmal habe ich das Gefühl, als würden sie sich bewegen, mich treten. Ich kann es gar nicht richtig in Worte fassen, was ich dabei empfinde. Niemals hätte ich gedacht, dass man etwas so sehr lieben könnte, was man eigentlich nicht einmal kennt, nicht einmal gesehen hat. Ich würde mein Leben geben, um sie zu schützen. Obwohl sie mir jeden Tag Übelkeit bescheren und ich immer unförmiger werde. Meine Zitzen schwellen an und sind so schrecklich empfindlich.“ Leise senkte sie die Stimme, blicke sich um, sicherstellend, dass sonst niemand in der Nähe ist, um dem Gespräch lauschen zu können. “Das schlimmste ist aber, dass... nun... ich weiß nicht... ich bin unruhig, kribbelig... ich möchte die ganze Zeit... du weißt schon...!“ Sie zog eine Grimasse – und wurde sich erst anschließend siedend heiß bewusst, mit wem sie da sprach. Hitze schoss ihr ins Gesicht und das Fell stellte sich auf. Tatsächlich hatte sie für einen Moment vergessen, dass dieser Fremde ihr Feind war... sie hatte ihm Dinge erzählt, die eigentlich nur für die Ohren eines Gefährten bestimmt waren! Oder die einer Freundin... da könnte sie sich gegenseitig ihr Leid klagen! Ob es Sandpfote wohl auch so ergangen war?

Blieb nur zu Hoffen, dass Jace den Sinn ihrer Worte nicht begriff... denn seine eigene Gefühlslage schien der ihren sehr nahestehend zu sein! Sie ahnte nicht, dass es ihm eine enorme Selbstbeherrschung abverlangte, sich ihr nicht einfach zu nähern und dem Drängen seines Körpers nachzugeben...
Zudem sie selbst ihre Vermaledeien Zunge ja auch nicht im Zaum halten konnte! Stattdessen provozierte sie ihn unablässige! Betitelte ihn als dumm! Einen Kater wie ihn, der sie mit einem Pfotenhieb töten könnte, wenn er dies wollte!
Er zeigte keine Reaktion darauf, was sie zusätzlich verwirrte und verunsicherte. Wer ließ sich denn schon widerstandslos als dumm hinstellen? Aber vielleicht wusste er nicht, was ein Mäusehirn war?! Diese Vermutung beruhigte sie enorm!

So konnte sie auch klar denken und als er meinte, dass er nicht wüsste, was Zunge geben bedeutete, miaute sie nur schnippisch. “Ich hätte auch nichts anderes erwartet! Das Hauskätzchen müsste Taub sein und eine nicht funktionierende Nase haben, damit sie dir überhaupt nahe kommen kann!“ Weil... hässlich war er nicht... also... eigentlich jedenfalls nicht... so musste sie das Blind aus diesem Satz heraus streichen.
Dieser Kater irritierte sie! Es gefiel ihr nicht... kein bisschen. Sie wollte ihn los werden! Und zwar ganz schnell. Und wieder drohte er ihr, was sie mit einem wütenden Schnauben quittierte. “Lass dir mal eine andere Laier einfallen! Diese wird langsam langweilig!“, spottete sie. Ihre letzten Gehirnzellen waren inzwischen scheinbar auch vor ihrer Blödheit davon gelaufen. Scheinbar hatte diese weniger Todessehnsucht als sie....
Und als sie auf seine Worte dann meinte, dass sein Witz nicht lustig wäre, meinte er, dass Humor ihm nicht liegen würde und das Töten eher sein Fall wäre. Nachdenklich betrachtete sie ihn. Wie hart musste sein Leben gewesen sein... ihr Gewissen meldete sich. War sie mit ihren Worten zu harsch gewesen? Sie hätte sich nicht so benehmen sollen... er kannte es vielleicht nicht anders... sie hingegen sollte es besser wissen!
Doch waren diese Gedanken bereits wieder verschwunden, als er sich ihr näherte und meinte, wenn er doch so stinken würde, könnte sie ihm helfen, den Geruch zu entfernen.
Reflexartig zuckte Butterblume zurück, hasste sich für diese Reaktion. Warum war sie so entsetzlich feige? Sie wollte etwas sagen, etwas kluges oder mutiges... Jedoch verließ kein Ton ihre Lippen. So schüttelte sie einfach nur hektisch den Kopf. Schluckte und stieß dann mit piepsender Stimme aus: “Es würde nichts bedeuten. Also würde Eu- Mondwind sich keine Gedanken darüber machen.“
Ups! Beinah wäre ihr der falsche Name heraus gerutscht! Sie sollte mit ihren Lügen vorsichtiger sein...

Und bereits im nächsten Moment verwirrte er sie von neuem, denn er meinte, dass sie wirklich gut riechen würde, genauso wie die Blumen, nach denen sie benannt wurde. Ein Glück, dass ihr Fell bereits rot war... denn röte Schoss ihr nun ins Gesicht und verlegen zuckten ihre Ohren, während sie auf ihre Pfoten starrte.
Ein warmes Gefühl stieg in ihr auf und ein kribbeln, als würden Schmetterlinge in ihrem Bauch erwachen. Natürlich hatte sie schon öfter Komplimente bekommen... doch von diesem Kater war es etwas... besonderes. Etwas... seltenes. So vermutete sie. Denn das er nicht häufig mit solch netten Worten um sich schmiss, war wohl offensichtlich.

So schluckte Butterblume und schaute mit einem schüchternen Lächeln zu ihm empor. “Naja... vielleicht könnte ich dir ja doch helfen, dein Fell zu säubern...“, miaute sie leise und näherte sich ihm. Vorsichtig, allerdings nicht zögernd und fuhr mit ihrer Zunge über seine Schulter... über die Flächige Narbe hoch zu seinem Hals.
Ob letzteres eine so gute Idee war, würde sich ja im folgenden Zeigen.... 


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Ein großes Danke an Gigi (Blutseele) für die tolle Siggi! <3

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BeitragThema: Re: Lager des DonnerClans!   Sa 13 Okt - 21:11

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Mondschatten
Info´s: 6 ½ Jahre / single / Vater von Sandpfote, Honigjunges und Staubjunges
ERWÄHNT: Malachitblitz, Jace, Butterblume
ANGESPROCHEN: Falkenfeder, Goldveilchen


Der große, schwarz weiße Kater saß im Nachlassenden Regen. Er sah in die Richtung, in der Malachitblitz ohne ein weiteres Wort an ihn gewandt gegangen war. Der Kater zuckte leicht mit den Schnurrhaaren. So etwas war ihm auch noch nie passiert, dass er einfach sitzen gelassen wurde. Aber was sollte man machen. Mondschatten wandte den Blick von der Stelle ab und sah sich um. Sein Blick schweifte automatisch zur Kinderstube, aber dort würde er wieder verjagt werden. Von seiner eigenen Tochter! Ironie des Schicksals! Mondschatten schnaubte leise als er aufstand. Er würde wohl in sein Nest gehen und abwarten, bis es komplett aufgehört hatte zu regnen. Mondschatten wollte schon losgehen um sich ins trockene zu begeben, da hörte er Falkenfeder und Goldveilchen miteinander reden. Er zuckte mit den Ohren als er hörte, wie sie über den Streuner und Butterblume sprachen. Der große Kater entschied sich, zu den beiden zu gehen. Wenn er unerwünscht wäre, würde er dies schon merken. Er trabte zu den beiden Katzen hin und senkte dann grüßend den Kopf. „Hallo…ich hoffe, ich störe nicht? Aber ich habe gehört, wie ihr über den…Neuankömmling geredet habt“, miaute der Kater freundlich. Er zuckte leicht mit den Ohren, wurde sich seiner Wortwahl bewusst. „Nicht, dass ich euch belauscht hätte“, beeilte er sich zu sagen. Mondschatten sah kurz zu Butterblume und dem Streuner. „Was haltet ihr von ihm?“, miaute er fragend. Er hatte bis jetzt noch kein Zeichen der Ablehnung ihm gegenüber bei den beiden gesehen. Weshalb er erstmal bei ihnen blieb. Sollte einer der beiden sagen, dass er störte oder ähnliches, dann würde er selbstverständlich gehen. Es reichte ihm schon, wenn er seine eigene Tochter als Feind hatte, noch mehr brauchte er nicht. Mondschatten leckte sich einmal über die Nase, dann kurz über das Maul. Er würde später jagen gehen um Sandpfote etwas zu essen zu bringen. Sie brauchte immerhin auch etwas zu fressen, nicht nur die anderen. Fragend sah er Falkenfeder und Goldveilchen an, wartete auf eine Antwort oder zumindest eine Reaktion der beiden. Seine großen Pfoten kneteten leicht den schlammigen Boden unter ihnen. Sein langes Fell hing nass und schlapp an seinem großen Körper hinab, er sah aus, als hätte er ein Bad im Fluss genommen. Obwohl es doch nur dieser andauernde Regen war. Doch dieser ließ dem Sternen Clan sei Dank auch schon nach. Mondschatten sah nochmal kurz zur Kinderstube. Wie gerne wäre er nun bei Sandpfote, doch die Kätzin wollte nichts mit ihm zu tun haben. Verstieß ihn als wäre er ein Floh, ein dreckiger Unrat. Mondschatten zuckte leicht resigniert mit den Ohren. Sie brauchte wohl noch etwas Zeit. Der Kater sah dann wieder die beiden Krieger vor sich an.

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Rindenfeuer
Info´s: 8 Jahre 6 Monde / Gefährte von Dornenblüte / Ziehvater von Mausepfote
ERWÄHNT:Mausepfote, Schneepfote, Opalkralle
ANGESPROCHEN: Dornenblüte


Der dunkle Kater lag bei seiner Gefährtin Dornenblüte in ihrem Nest. Oder eher halb draußen. Er lag am Rand des Nestes, putzte die Kätzin vor sich. Er versuchte seine Gefährtin zu beruhigen, zu große Sorgen machte diese sich um ihre Tochter Mausepfote. Naja, ihre Tochter war die Kätzin im Grunde nicht, genauso wenig wie seine. Aber Dornenblüte hatte die junge Kätzin als diese noch ein kleines Kitten gewesen war adoptiert. Und da er nun Dornenblütes Gefährte war, war Mausepfote so etwas wie seine Tochter geworden. Er versuchte ihr gerade zu erklären, dass Mausepfote doch den geheimen Ausgang des Schülerbaues kannte. Doch Dornenblüte miaute daraufhin nur, dass niemand schnell genug wäre, sollte ihr etwas geschehen. Rindenfeuer brummelte leise. „Dornenblüte, weißt du, was der Unterschied zwischen mir und Mausepfote ist? Der größte Unterschied? Und damit spiele ich nicht auf die Erfahrung an“, miaute der Kater ruhig. Dornenblüte hatte schon recht damit, dass er besser auf den Streuner hätte aufpassen sollen. Rindenfeuer sah seine Gefährtin einen Augenblick an, erst dann Antwortete er. „Mausepfote ist schneller. Viel schneller als ich es jemals wieder sein werde. Hast du sie einmal laufen gesehen? So richtig? Ich habe sie einmal bei ihrem Training beobachtet, eher unbewusst. Zu diesem Zeitpunkt war ich gerade Jagen. Sie ist richtig flink.“, miaute er ruhig, er stupste Dornenblüte ruhig an, wollte sie aus ihren Gedanken reisen. Er schlug der besorgten Kätzin dann vor, dass er die Schülerin doch holen könnte. Eigentlich wollte er dies nicht, immerhin wollte er sein Nest NUR mit Dornenblüte teilen. Solange sie zu zweit waren und keine Jungen bei ihnen waren. Aber die Kätzin verneinte sein Angebot, sie meinte, dass Mausepfote nicht nochmal das gleiche wie in der Kinderstube erleben solle. Rindenfeuer zuckte leicht mit den Ohren, er brummte tief in seiner breiten Brust. „Sie war damals klein und Jung. Okay. Klein ist sie immer noch“, er knurrte leicht. Die Schülerin war wirklich klein. Er drückte kurz seine Nase gegen die seiner Gefährtin, er wollte sie einfach berühren. Obwohl er ihr so angetan war und sie sehr liebte, verwirrte ihn dieser Drang, sie immer berühren zu wollen. Rindenfeuer ließ es zu, dass Dornenblüte ihn trocken wusch. Sein langes Fell putzte und dabei leise schnurrte. Der Kater streckte sich leicht aus und schloss dabei die Augen. Er genoss es schon irgendwie, es kam ihm auch gelegen, dass niemand sonst im Kriegerbau war und sie beobachten konnte. Rindenfeuer schnurrte leise, kaum hörbar, als sie ihren Kopf auf seine massigen Schultern legte. Für einige Momente genoss er einfach die Stille und ihre Nähe. Rindenfeuer gähnte leicht und zuckte mit den Ohren, als Dornenblüte leise etwas miaute. Sie fragte ihn, was er von Schneepfote hielt. Für Dornenblüte waren der Weiße Kater und Mausepfote das perfekte Paar, aber andererseits hatte Dornenblüte auch Angst, dass der Kater ihre Tochter verletzen würde. Rindenfeuer überlegte kurz, ehe er erneut gähnte. Rindenfeuer streckte sich und rollte sich dann halb um die Kätzin zusammen, da er so groß war, ging dies gut. „Dornenblüte“, miaute er leise brummend. „Sie sind Jung. Unerfahren und, wenn ich es sagen darf, dumm.“, miaute er und leckte sich über die Nase. „Sicher werden sie ein paar Mal auf die Nase fallen. Das gehört dazu. Wie war es denn bei uns?“, miaute er, bei diesen Worten hob er den Kopf und leckte ihr ein paar Mal über das Kinn. Rindenfeuer dachte kurz nach. „Ich kenne Schneepfote nicht gut genug. Aber Opalkralle ist sein Mentor. Er wird bei ihm viel gutes Lernen und es scheint so, als würde er sich ernsthaft für Mausepfote interessieren. Aber sie sind wie gesagt noch jung. Wer weiß, vielleicht will Mausepfote ihn nicht als Gefährten? Er muss gar nicht die Schuld sein“, miaute er leise knurrend. „Lass ihnen noch etwas Zeit. Aber ich denke, sie werden ein gutes Paar abgeben“, miaute der Kater ruhig. Rindenfeuer hob den Kopf, sah seine Gefährtin an. „Ich glaube auch kaum, dass Schneepfote es überleben würde, wenn er Mausepfote verletzen würde“, miaute er und gluckste leise – ein Ton, den er selten ausstieß. „Du würdest ihm das weiße Fell über die Ohren ziehen“, miaute der Kater. Bei der Vorstellung eines nackten Schneepfote lachte der Kater leise, seine Stimme hörte sich dabei rau an, so selten lachte er große Kater.


Charakterliste:
 

Wenn ich nach 4 Tagen in den Clans nicht geantwortet habe bitte schickt mir eine PN [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.] Danke an Ares für das traumhaft tolle Bild von Blut&Viper *.*
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BeitragThema: Re: Lager des DonnerClans!   Sa 20 Okt - 22:16

Himmelspfote
Ihre leuchtenden Sonnengelben Augen blinzelten langsam und unterstrichen den nachdenklichen Ausdruck, welcher auf ihrem doch recht schönen Gesicht lag.
Sie wusste selbst nicht genau, wieso sie so in ihren Gedanken versank - doch war die Gelegenheit nur passend gwesen. Denn der Sturm hatte jegliche Ausfluge außerhalb des Lagers verhindert. Jedenfalls hatte Dornenpfeil keine weiteren Anweisungen gegeben, oder sah begeistert von der Idee aus, während des doch recht gefährlichen Unwetters hinaus zu gehen.
Sie selbst war auch nicht allzu begeistert - nicht, weil sie sich direkt an dem Wetter selbst störte, eher weil sie dadurch so Untätig herumsaß und ihre Zeit verschwendete. Die weiße Kätzin hätte heute vielleicht eine neue Technik lernen können, die sie dem Kriegersein näher brachte, oder ihr Können weiter ausbaute.... Ein leises Seufzen entwich ihr, doch selbst jetzt noch war ihr Gemüt wohl positiver und heiterer, als von vielen andern Clangenossen. Dennoch war es schade um ihre Zeit. Sie fühlte sich einfach nicht gut dabei, nichts zu tun. So sinnlos und unnützlich. Eigentlich würd si sich nach einer Tätigkeit umschauen, viellicht könnt sie irgendwo helfen? Doch im Moment hatte sie leider den Überblick über das Geschehen im Lager verloren und wollte auch nicht zu aufdringlich sein. Somit fuhr sie also weiter ihren Gedanken folgend mit der Zunge rasch über ihren samtigen, schneeweißen Pelz - welcher reinlich und glänzend heraus stach. Doch sie selbst sah in ihm nicht nur die Schönheit, sondern auch die Problematik der Tarnung während jder Jahreszeit, bis auf die meist wenigen Tage an denen Schnee fiel.
Niedergelassen hatte sich die Schülerin am Rande des Lagers, geschützt vor dem Wasser welches noch leicht, fast nurnoch nieselnd vom Himmel fiel.
Doch reflektiere sie in Gedanken eher eine Situation die geschehen war - und die sie im nachhinein...nunja breuen würde sie s nciht grade nennen, aber im Moment würde sie es nicht wiederholen wollen. Denn um nciht ange drum hrum zu reden, hatte sie sich auf eine kurze liebelei mit Opalkralle eingelassen, nicht grade eine ihrer schlausten Ideen, aber das Verhalten ihres Mentoren Dornenpfeil hatte sie einfach genervt. Er war zwar ein guter Krieger und sie würde gut bei ihm lernen, doch manchmal reizte sein verhalten sie einfach und brachte sie förmlich dazu wie ein trotziges Kind zu reagieren. Natürlich würde sie es niemals zugeben, dass ihre Aktion doch schon töricht gewesen war, doch innerlich verstand sie es schon. Wirkliche Sorgen darüber, ob daraus etwas enstand, für das sie ncoh nciht bereit war, machte sie sich nicht. Nahm es eher locker und schob es mit einem schulterzucken von sich. Keine große Sache. Nicht wahr? Sie konnte es eh nicht mehr ändern, auch wenn es im nachhinein doch ein seltsames Gefühl auslöste, sobald sie den Krieger wieder sah. Lieben tat sie den Cremefarbenen auf keinen Fall, mochte ihn nicht mal sonderlich - er hatte sie einfach etwas angezogen, und sich die Situation bei dem Ausflug ergeben. Immerhin sah der Kater optisch nunmal gut aus, aber dass sie für sowas eigentlich noch nicht bereit war, oder sie auch ablehnen hätte könne, fiel ihr nicht ein. Die Weiße atmete tief aus und beendete ihr Fellpflege. So wirklich einen Plan, was sie nun machen sollte, hatt sie immernoch nicht - doch hatte zumindest das Wetter einen freudigen Wandel hingelegt. Vielleicht konnte sie die übrige zeit des Tages ja noch nutzen? Ihre strahled gelben Augen leuchteten bei dieser Idee auf. Und beobachtend sah sie sich um, ob sie zumindest Dornenpfeil irgendwo sehen konnte.

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BeitragThema: Re: Lager des DonnerClans!   So 21 Okt - 18:51

Staubjunges


Staubjunges schlief. Seine kleine Brust hob und senkte sich in einem gleichmäßigen Takt und sein Atem, der nach der Milch seiner Halbschwester roch, ließ das Moos vor seiner Schnauze erzittern. Natürlich hatte er noch keine Ahnung, dass diese Kätzin, die ihn gesäugt hatte, nicht seine wahre Mutter war, die ihm das Leben geschenkt hatte. Er wusste ja noch nicht einmal, dass es so etwas wie Mütter und Geschwister überhaupt gab. Staubjunges wusste nichts über die Welt, in die er hineingeboren wurde, was vermutlich auch der Grund dafür war, warum er so tief und friedlich schlafen konnte. Die Frage, warum Blitznacht ihn und seine Geschwister alleine gelassen hatte, würde noch früh genug kommen und den kleinen Kater verunsichern. Wahrscheinlich wird er es nie begreifen können und es ihr auch nie verzeihen. 
Staubjunges bekam nicht mit, wie Sandpfote kurzzeitig das Nest verließ, hörte nichts von den Worten, da seine Ohren noch verschlossen waren und ihn von der Welt ausgrenzten. Allerdings wachte er auf, als sie und Birnenjunges zurückkehrten und er begann sich zu regen, die Augen immer noch fest zu. Gähnend riss er das kleine Mäulchen auf, entblößte die winzigen weißen Zähnchen und die rosa Zunge. Und obwohl es ihm eigentlich rund um gut ging, er umgeben war von seinen Geschwistern, die ihn wärmten und ein Gefühl von Sicherheit in ihm auslösten, selbst wenn er nicht wusste, dass es überhaupt so etwas wie Gefahr gab, und obwohl sein Magen gefüllt war, er einen tiefen Schlaf hinter sich hatte, stieß er ein hohes Mauzen aus. Erneut versuchte er sich zu bewegen, versuchte näher zu Sandpfote zukrabbeln, ihrem Geruch folgend. Sein kleiner Schweif war senkrecht in die Luft gereckt und wackelte bei der Bewegung. Nun war auch der Knick in der Schwanzspitze gut zu erkennen.
Als er direkt an dem Bauch von der Königin angekommen war, erstarb sein Miauen und er ließ sich auf den Boden plumpsen, schon erschöpft von der kurzen Strecke, die sich für ihn so lange anfühlte. Mit einem wohlen Gefühl im Herzen drückte er sich an Sandpfote und schlief wieder ein.


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 Ein großes Danke an  Honigfrost <3
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Lager des DonnerClans!
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